{"id":2482,"date":"2007-07-12T13:31:33","date_gmt":"2007-07-12T11:31:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2482"},"modified":"2016-01-01T11:32:23","modified_gmt":"2016-01-01T10:32:23","slug":"25-renditen-sind-durch-wertschoepfung-nicht-zu-erreichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2482","title":{"rendered":"25%-Renditen sind durch Wertsch\u00f6pfung nicht zu erreichen."},"content":{"rendered":"<p>Im gestrigen Beitrag zu den <a href=\"?p=2478\">&bdquo;ehrenwerten&ldquo; Pl&uuml;nderern<\/a> hatte ich angemerkt, die hohen Renditen, die heute von einigen Unternehmen erzielt w&uuml;rden und deren sich zum Beispiel der Chef der Deutschen Bank Ackermann r&uuml;hme, seien nicht durch normale Wertsch&ouml;pfung erreichbar. Wenn alle Unternehmen eine solche Rendite anstreben, dann w&uuml;rden die Zins- und Dividendenzahlungen mehr als unser gesamtes Bruttoinlandsprodukt in Anspruch nehmen, so zitierte ich einen meiner Gespr&auml;chspartner. Dieser hat mir nach Lekt&uuml;re des Tagebucheintrages dankenswerterweise seine Berechnung geschickt. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\nNach <a href=\"upload\/pdf\/070712_Kapitalstockrechnung.pdf\">offiziellen Berechnungen [PDF &ndash; 1 MB]<\/a> betrug im Jahr 2005 der Kapitalstock in Deutschland 11,162 Billionen Euro. Eine 25%ige Rendite hierauf w&uuml;rde 2,8 Billionen Euro betragen. Das <a href=\"upload\/pdf\/070712_Datenreport2006.pdf\">Bruttosozialprodukt [PDF &ndash; 600 KB]<\/a> (= Bruttonationaleinkommen, geringf&uuml;gige Differenz zum BIP) betrug aber nur 2,25 Billionen. Ergo beansprucht das &ldquo;Kapital&rdquo; bei einer Kapitalrendite von 25% glatte 124 % des Bruttonationaleinkommen. Das geht schon logisch nicht. F&uuml;r die anderen Produktionsfaktoren wie die Arbeitskr&auml;fte bliebe ohnehin null &uuml;brig.<br>\n25% sind also allenfalls von einzelnen Unternehmen zu erzielen &ndash; aus meiner Sicht mit fragw&uuml;rdigen Methoden: Mit Spekulationen und dem Verschieben von Verm&ouml;genswerten, mit einer Monopolstellung, durch Pl&uuml;nderung staatlicher Verm&ouml;genswerte, und so weiter. Durch unternehmerische Leistung und Wertsch&ouml;pfung sind solche Renditen allenfalls in extremen Ausnahmen erreichbar &ndash; dann zum Beispiel, wenn ein Unternehmen einen gro&szlig;en Sprung in seiner Forschung, Entwicklung und Technik macht.<\/p><p>Normal sind solche Renditen nicht. Es w&auml;re eigentlich an der Zeit, die wertsch&ouml;pfende Wirtschaft w&uuml;rde endlich aufh&ouml;ren, mit gl&auml;nzenden Augen auf solche Personen wie Herrn Ackermann oder die Halb-Monopolisten von der Energiewirtschaft oder die Empf&auml;nger gro&szlig;er staatlicher Subventionen wie die Versicherungswirtschaft schauen und statt dessen auf Normalit&auml;t und damit auf fairen Wettbewerb und auch auf die Gleichbehandlung der Unternehmen durch den Staat pochen.<\/p><p>F&uuml;r das Thema relevant sind auch mindestens zwei Ausz&uuml;ge aus meinem Buch &bdquo;Machtwahn&ldquo;, die Sie hier uns in den NachDenkSeiten finden:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=1911\">Wie kommt man schnell zu viel Geld?<\/a><br>\nAuszug aus Machtwahn Seiten 268-269<\/li>\n<li><a href=\"?p=1439\">&bdquo;Handel mit Verm&ouml;genswerten statt Wertsch&ouml;pfung&ldquo;<\/a><br>\nAuszug aus &bdquo;Machtwahn&ldquo; Seite 281 ff<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im gestrigen Beitrag zu den <a href=\"?p=2478\">&bdquo;ehrenwerten&ldquo; Pl&uuml;nderern<\/a> hatte ich angemerkt, die hohen Renditen, die heute von einigen Unternehmen erzielt w&uuml;rden und deren sich zum Beispiel der Chef der Deutschen Bank Ackermann r&uuml;hme, seien nicht durch normale Wertsch&ouml;pfung erreichbar. 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