{"id":24820,"date":"2015-02-02T09:10:48","date_gmt":"2015-02-02T08:10:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820"},"modified":"2015-02-02T11:04:39","modified_gmt":"2015-02-02T10:04:39","slug":"hinweise-des-tages-2303","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h02\">Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h03\">Charlie und die Heuchler &ndash; Doppelmoral ist der N&auml;hrboden des Terrorismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h04\">Russland\/Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h05\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h06\">Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h07\">Quantitative Lockerung: Noch unklare Gestalt der Anleihek&auml;ufe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h08\">Ursula Engelen-Kefer: Der Ausnahmenwahnsinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h09\">Streit &uuml;ber B&uuml;rokratie: Gabriel zeigt sich offen f&uuml;r Mindestlohn-Korrekturen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h10\">Vertr&auml;ge ohne Konzerntarif &ndash; Schon 1000 Post-Mitarbeiter in Sub-Firmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h11\">CIA-Folterbericht: Bundesregierung gegen eine Anfrage an die USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h12\">Nein, die Welt ist nicht im Konflikt der Religionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h13\">Robert Misik &ndash; Tal der Ahnungslosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h14\">TV-Tipp: Die Anstalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820#h15\">Das Allerletzte: Super Mario vs deutsche Spar-Streber &ndash; Die Geldschwemme der EZB<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24820&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Syriza&rsquo;s finance minister has a big idea &ndash; but will Germany accept it?<\/strong><br>\nSince Syriza&rsquo;s victory in the Greek elections on Sunday, it is the new Essex-educated finance minister Yanis Varoufakis who has been grabbing most of the headlines. Much of his appeal lies in his iconoclasm: in his 1998 book Foundations of Economics, a kind of bible for the growing alternative economics movement, he cites the British Keynesian Joan Robinson: &ldquo;The purpose of studying economics is to learn how not to be deceived by economists.&rdquo;<br>\nBut what can we expect from this reluctant economist and reluctant politician intellectually? Announcing his decision to run for a parliamentary seat on Syriza&rsquo;s ticket on his personal blog, Varoufakis stressed that he never wanted to run for office, preferring to channel his policy ideas across the political spectrum. But he grew tired of seeing his policies ignored. Above all he wants to draw attention to an idea that was first conceived by one of his major intellectual influences: John Maynard Keynes. It&rsquo;s an idea that even ardent Keynsians often neglect; an idea that Keynes dramatically announced to a group of sceptical listeners at the 1944 Bretton Woods conference; an idea that runs diametrically counter to the current policies of Germany&rsquo;s government. That idea is a global surplus recycling mechanism.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2015\/jan\/30\/syriza-finance-minister-big-idea-will-germany-accept-it\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.F.:<\/strong> Da wird sogar Heiner Flassbeck zitiert &ndash; was in Deutschland nicht im Mainstream-Journalismus der Fall zu sein scheint.<\/em><br>\n<em>Ein Freund von mir hat es so formuliert: &lsquo;Der Deutsche ist dogmatisch, nicht pragmatisch&rsquo;. Goethe hat immerhin mal geschrieben: &lsquo;Wir Deutschen sind von gestern&rsquo; (zu Eckermann, 03.05.1827). Zumindest, was Merkel &amp; Co. betrifft, scheint das allzu wahr zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Eklat in Athen: Griechischer Finanzminister setzt Troika vor die T&uuml;r<\/strong><br>\nDie neue griechische Regierung schaltet auf harte Konfrontation: Sie werde nicht mehr mit den Kontrolleuren der internationalen Geldgeber zusammenarbeiten, weil sie die Sparauflagen der Troika ablehne. (&hellip;)<br>\nDie sogenannte Troika von EU-Kommission, Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF) und der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) ist in der griechischen Bev&ouml;lkerung sehr unbeliebt. Die Auflagen, die sie den Regierungen in Athen im Gegenzug f&uuml;r die Rettungspakete auferlegt hat, werden von vielen Griechen als Bevormundung abgelehnt.<br>\n&ldquo;Unser Land weigert sich, mit der Troika zu kooperieren&rdquo;, sagte Varoufakis. Das auferlegte Sparprogramm sei nicht in die Tat umsetzbar. Das griechische Volk habe es bei den Wahlen vergangenen Sonntag abgelehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-eklat-finanzminister-setzt-troika-vor-die-tuer-a-1015972.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Wir brauchen Deutschland<\/strong><br>\nGriechenlands Finanzminister gibt ein spannendes Fernsehinterview: Europa brauche ein wirtschaftlich starkes Deutschland. Griechenland brauche mehr Reformen. Und auch zur Troika sagt er &Uuml;berraschendes.<br>\ner neue griechische Finanzminister Gianis Varoufakis war schon vor seiner Pressekonferenz mit dem Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am gestrigen Freitag sicher der bekannteste Mann im Kabinett des popul&auml;ren Ministerpr&auml;sidenten Alexis Tsipras. Sp&auml;testens seitdem ist er es auf jeden Fall: Denn er verk&uuml;ndete neben dem sichtlich um Haltung bem&uuml;hten niederl&auml;ndischen Finanzminister, dass sein Land k&uuml;nftig nicht mehr mit den Troika-Kontrolleuren zusammenarbeiten wird. Das war nahezu unmittelbar international die Schlagzeile. Die Beobachter fragten sich sogleich: Was bedeutet das? Meint er das wirklich Ernst?<br>\nAm Abend gab Varoufakis dann dem britischen Fernsehsender BBC ein interessantes Interview, in dem er sich selbst und die Pl&auml;ne seiner Regierung erkl&auml;rt (hier im Original) und zugleich versucht, die Wogen zu gl&auml;tten. Darin antwortet er auf die Frage, ob Griechenland tats&auml;chlich keine weiteren Hilfsgelder annehmen werde, so: &bdquo;Stellen Sie sich einmal vor, eine Freundin kommt zu Ihnen und sagt, sie hat Schwierigkeiten, ihre Hypothek abzuzahlen, weil sie ihre Arbeit verloren hat oder aus einem anderen Grund &uuml;ber ein geringeres Einkommen verf&uuml;gt. Und dann pr&auml;sentiert sie Ihnen eine Idee: Sie h&auml;tte da die M&ouml;glichkeit, eine Kreditkarte zu bekommen und k&ouml;nnte damit in den n&auml;chsten Monaten die Raten zahlen. W&uuml;rden Sie ihr empfehlen, das so zu machen?&ldquo; Und er f&uuml;gt an: &bdquo;(&hellip;) ist das der richtige Umgang f&uuml;r etwas, dass in erster Linie ein Insolvenz-Problem ist. Das ist in Griechenland nun seit f&uuml;nf Jahren das Problem.&ldquo; In Deutschland d&uuml;rfte Varoufakis damit gerade unter bekannten &Ouml;konomen auf nennenswerte Zustimmung sto&szlig;en &ndash; Ifo-Pr&auml;sident Hans-Werner Sinn redet ganz &auml;hnlich, AfD-Chef Bernd Lucke auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland\/griechenlands-finanzminister-das-hier-ist-kein-spiel-13401806.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Die Leserschaft der &bdquo;FAZ&ldquo; soll mit der These, der neue griechische Finanzminister Varoufakis vertrete eine &auml;hnliche Position wie die Herrn Professoren Lucke und Sinn offenbar in die Irre gelenkt werden. Das ist n&auml;mlich nicht der Fall: Schlie&szlig;lich wollen die beiden Deutschen z.B., dass Griechenland die gemeinsame europ&auml;ische W&auml;hrung aufgibt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: On BBC TV Newsnight<\/strong><br>\nAs a fan of the BBC, I must say I was appalled by the depths of inaccuracy in the reporting underpinning this interview (not to mention the presenter&rsquo;s considerable rudeness). Still, and despite the cold wind on that balcony, it was fun!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2015\/01\/31\/on-bbc-tv-newsnight\/\">Yannis Varoufakis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>So verpulvert Alexis Tsipras k&uuml;nftig Milliarden<\/strong><br>\nAlexis Tsipras spart sich das Spardiktat und schmei&szlig;t die Troika raus. Er will Renten, Geh&auml;lter und den Mindestlohn erh&ouml;hen. Finanzieren sollen das reiche Reeder und einheimische &Ouml;lmagnaten. (&hellip;)<br>\nDaf&uuml;r will Tsipras Geld ausgeben<br>\nDer Mindestlohn soll wieder erh&ouml;ht werden und l&auml;ge dann auf Vorkrisenniveau von 751 Euro im Monat. Auch die Auszahlung der Zusatzrente soll wieder eingef&uuml;hrt werden. Im Gegenzug will Tsipras das Renteneintrittsalter so schnell wie m&ouml;glich wieder nach unten korrigieren. Die Mindestrente von 300 Euro im Monat, die an unversicherte Rentner und aus der ehemaligen Sowjetunion heimgekehrte Auslandsgriechen gezahlt wurde, soll wieder verteilt werden. Auch im Gesundheitssystem sollen die B&uuml;rger weniger ausgeben m&uuml;ssen. Die Praxis- und die Rezeptgeb&uuml;hr soll gestrichen werden. Auch bei der Selbstbeteiligung bei Arzneimitteln sollen die Griechen &ldquo;sp&uuml;rbare Minderungen&rdquo; erhalten, zitiert &ldquo;Focus&rdquo; den Vizegesundheitsminister Andreas Xanthos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/griechenland-alexis-tsipras-verpulvert-kuenftig-milliarden-2170138.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.F.:<\/strong> Dass der &sbquo;Stern&rsquo; die Essenz der neoliberalen Doktrin &bdquo;Staatliche Sozialleistungen = Geld verpulvern&ldquo; auf die derartig schn&ouml;rkellose Gleichung herunterbricht, ist der Beweis daf&uuml;r, dass nicht nur in Bezug auf Griechenland inzwischen jede notd&uuml;rftige Schamgrenze beseitigt ist.<\/em><\/p>\n<p><strong>Zur Erinnerung: Das 40-Punkte-Programm der SYRIZA<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>&Uuml;berpr&uuml;fung der Staatsschulden und Neuverhandlung der Zinsforderungen unter Einstellung der Zahlungen, bis die Wirtschaft sich erholt hat und Wachstum und Arbeitspl&auml;tze wiederhergestellt sind.<\/li>\n<li>Aufforderung an die EU, die Rolle der EZB so zu &auml;ndern, dass sie Staaten und &ouml;ffentliche Investitionsprogramme finanziert.<\/li>\n<li>Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes auf 75% f&uuml;r alle Einkommen &uuml;ber 500&rsquo;000 Euro.<\/li>\n<li>&Auml;nderung des Wahlgesetzes zu einem Verh&auml;ltniswahlrecht.<\/li>\n<li>Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Grossunternehmen bis hin zum europ&auml;ischen Durchschnitt.<\/li>\n<li>Die Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer sowie einer Luxussteuer.<\/li>\n<li>Verbot von Finanzderivaten.<\/li>\n<li>Aufhebung der finanziellen Privilegien der Kirche sowie der Werftindustrie.<\/li>\n<li>Kampf dem Bankgeheimnis und der Kapitalflucht.<\/li>\n<li>Drastische Reduzierung der Milit&auml;rausgaben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/blog.fdik.org\/2015-01\/s1422653301\">&gt;b&rsquo;s weblog<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Das Syriza-Programm ist zwar nicht neu. Es lohnt sich dennoch, diese 40 Punkte in Erinnerung zu rufen.<\/em><br>\n<em>Hier sind die ersten 10 Punkte abgebildet &ndash; einige davon w&auml;ren sicherlich auch f&uuml;r Deutschland gut: Z.B das ausdr&uuml;ckliche Verbot von Finanzderivaten und die Einf&uuml;hrung der Finanztransaktionssteuer, f&uuml;r die bis Ende letzten Jahres eine Rechtsgrundlage geschaffen werden sollte. Das ist jedoch nicht geschehen: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Finanztransaktionssteuer-5-0-2533082.html\">Finanztransaktionssteuer 5.0<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Spanien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Zehntausende gegen K&uuml;rzungen<\/strong><br>\nMadrid: Gro&szlig;demonstration von Anh&auml;ngern der Partei Podemos<br>\nMindestens 100.000 Sympathisanten der aufstrebenden Protestpartei Podemos (Wir k&ouml;nnen) haben in Madrid gegen die K&uuml;rzungspolitik der Regierung demonstriert. Um 11 Uhr versammelten sie sich an der Plaza de Cibeles und in den umliegenden Seitenstra&szlig;en, um mittags weiter zur ber&uuml;hmten Puerta del Sol zu ziehen. &raquo;Ja, es ist m&ouml;glich!&laquo; riefen die Protestierenden bei dem &raquo;Marsch f&uuml;r Ver&auml;nderung&laquo; im Zentrum der spanischen Hauptstadt.<br>\n&raquo;Der Wind des Wandels beginnt durch Europa zu wehen&laquo;, sagte Parteichef Pablo Iglesias auf Spanisch und Griechisch vor der Menge. &raquo;Wir tr&auml;umen, aber wir nehmen unseren Traum ernst.&laquo; Iglesias begr&uuml;&szlig;te erneut den Wahlsieg der linken Partei Syriza in Griechenland: &raquo;Diese hat dort in den vergangenen sechs Tagen mehr gemacht als andere Regierungen in Jahren.&laquo; Der 36j&auml;hrige Dozent f&uuml;r Politikwissenschaften tritt f&uuml;r einen drastischen Kurswechsel auch in Spanien ein. W&auml;hrend des Wahlkampfs in Griechenland hatte er den Syriza-Vorsitzenden Alexis Tsipras unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/02-02\/032.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue Linkspartei Podemos: Zehntausende demonstrieren in Madrid gegen Sparkurs<\/strong><br>\nMit Bussen kamen sie aus ganz Spanien nach Madrid: Zehntausende waren bei der ersten Gro&szlig;demonstration der neugegr&uuml;ndeten Linkspartei Podemos. Sie fordern eine Abkehr von der Sparpolitik &ndash; und erinnern an Syriza in Griechenland. (&hellip;)<br>\nPodemos (&ldquo;Wir k&ouml;nnen&rdquo;) hat sich im vergangenen Jahr gegr&uuml;ndet. Erst Mitte November 2014 hat sich die Bewegung formell als Partei gegr&uuml;ndet, mittlerweile liegt Podemos in einzelnen Umfragen f&uuml;r die im November 2015 anstehende spanische Parlamentswahl bereits in F&uuml;hrung.<br>\nR&uuml;ckenwind erh&auml;lt Podemos auch durch den Wahlsieg des Linksb&uuml;ndnisses Syriza in Griechenland. Wie die neue Regierungspartei in Athen ist auch die linksgerichtete Podemos in Spanien strikt gegen die Sparpolitik der Regierung.<br>\nSolche m&ouml;glichen politischen Nachahmungseffekte bereiten EU-Offiziellen in Br&uuml;ssel seit dem Wahlsieg des neuen griechischen Ministerpr&auml;sidenten Alexis Tsipras Sorgen. &ldquo;Wenn Syriza wirklich eine Abkehr vom Spar- und Reformkurs durchsetzt, k&ouml;nnten Bewegungen in Spanien, Italien oder Frankreich mit &auml;hnlichen Forderungen Auftrieb erhalten&rdquo;, sagte ein hoher EU-Beamter bereits kurz nach der Parlamentswahl in Griechenland am 25. Januar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/linkspartei-podemos-zehntausende-empoerte-demonstrieren-in-madrid-a-1016069.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn die PODEMOS im November die spanischen Wahlen gewinnt, wird es eng f&uuml;r die Neoliberalen in Br&uuml;ssel und Berlin.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Wind der Ver&auml;nderung<\/strong><br>\nSpaniens Emp&ouml;rte schauen nach Griechenland. &ldquo;Ein Wind der Ver&auml;nderung beginnt durch Europa zu wehen&rdquo;, ruft Pablo Iglesias auf Griechisch. Die bis zu 300.000 Menschen, die sich am Samstag auf der Madrider Puerta del Sol versammelt haben, antworten dem Generalsekret&auml;r der neuen Protestpartei &ldquo;Podemos&rdquo; &ndash; &ldquo;Wir k&ouml;nnen&rdquo; &ndash; mit tosendem Applaus. Sie sind in Bussen, Z&uuml;gen, ja selbst in gecharterten Flugzeugen zum &ldquo;Marsch f&uuml;r Ver&auml;nderung&rdquo; gekommen. 2015 ist ihr Jahr, davon sind sie &uuml;berzeugt.&rdquo;Wie sch&ouml;n, Menschen zu sehen, die Geschichte machen&rdquo;, begr&uuml;&szlig;t Iglesias die Menge. Er spricht vom Traum von einem gerechteren Spanien, vom Ende des Spardiktats, von einem Land, das seine Souver&auml;nit&auml;t zur&uuml;ckerobert, in dem die Politik regiert statt der M&auml;rkte und der Troika. Und er hat ein Beispiel parat: &ldquo;Weniger als eine Woche der neuen Regierung in Griechenland: Kostenloser Strom f&uuml;r 300.000 Familien, die die Rechnung nicht bezahlen k&ouml;nnen, die Privatisierungen gestoppt, Wiedereinf&uuml;hrung der Krankenversicherung f&uuml;r alle, Einb&uuml;rgerung f&uuml;r alle Kinder, egal welcher Hautfarbe, Wiedereinstellung der entlassenen Lehrer &hellip;&rdquo;, z&auml;hlt er die Ma&szlig;nahmen der neuen Syriza-Regierung unter Alexis Tsipras auf, dem er beim letzten gro&szlig;en Meeting vor dem Wahltag in Athen selbst zu Seite stand.<br>\n&ldquo;Wer hat gesagt, dass das nicht m&ouml;glich ist? Wer hat gesagt, dass eine Regierung keine Ver&auml;nderungen herbeif&uuml;hren kann?&rdquo;, fragt er schlie&szlig;lich. &ldquo;S&iacute;, se puede!&rdquo; &ndash; &ldquo;Ja, man kann!&rdquo;, hallt es als Antwort &uuml;ber den Platz. Spanien steht vor einem Superwahljahr mit Parlamentswahlen zum Jahresende. Podemos will es Syriza gleichtun. Bei Umfragen liegt Podemos seit Ende 2014 vorn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2015%2F02%2F02%2Fa0058&amp;cHash=0fe82aef9270afcc4e6f0b6604056948\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Polarisierung in Europa &ndash; Kapitalismus oder Abendland?<\/strong><br>\nMit Syriza, Podemos und anderen linken Kr&auml;ften in Europa kehrt der Streit zur&uuml;ck auf die politische B&uuml;hne. Das ist gut so.<br>\nOft hie&szlig; es in den vergangenen Jahren, der Gegensatz zwischen links und rechts sei hinf&auml;llig. Gern wurde erg&auml;nzt, Wahlen gew&auml;nne man in der Mitte. Sozialdemokratische Parteien in ganz Europa rechtfertigten mit solchen und &auml;hnlichen Floskeln ihren Schwenk zu einer als pragmatisch pr&auml;sentierten, rechten Wirtschaftspolitik. Die galt dann als Ausweis ihres Realit&auml;tssinns.<br>\nHeute ist realistisch, wer das Scheitern neoliberaler Politik in Europa anerkennt. Und Wahlen werden mit Alternativen gewonnen. Daf&uuml;r steht nicht nur der Triumph der Syriza, sondern auch der gesellschaftliche Aufbruch, der mittlerweile in fast allen Ecken des krisengeplagten Europas stattfindet. Er bringt den Streit und den Gegensatz zur&uuml;ck auf die politische B&uuml;hne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Polarisierung-in-Europa\/!153816\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Charlie und die Heuchler &ndash; Doppelmoral ist der N&auml;hrboden des Terrorismus<\/strong><br>\nMillionen behaupteten am 11. Januar 2015, dass sie Charlie sind (&ldquo;Je suis Charlie&rdquo;). Die meisten von ihnen hatten bis zur Nachricht &uuml;ber die Ermordung der zehn Journalisten keine Ahnung, dass es eine Satirezeitschrift namens Charlie Hebdo &uuml;berhaupt gibt. Dessen ungeachtet nahmen sie &uuml;ber Nacht eine neue Identit&auml;t an.<br>\nHeute ist Charlie Hebdo weltbekannt. Die Auflagenzahl verhundertfachte sich und die Exemplare reichten trotzdem nicht aus. Hinz und Kunz waren Pr&auml;sident Hollandes Einladung zum Marche R&eacute;publicaine gefolgt. Fast alle waren sie da, die man dort erwarten konnte: die EU-Repr&auml;sentanten Juncker, Schulz und Tusk, die Regierungschefs Cameron, Merkel, Renzi, Rajoy, aber auch handverlesene Lichtfiguren im Kampf f&uuml;r die Menschenrechte wie etwa Netanjahu, Poroschenko und Orban, selbstverst&auml;ndlich auch der Nato-Generalsekret&auml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44015\/1.html\">Peter Vonnahme auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Eine differenzierte und lesenswerte Nach-Betrachtung des Richters am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof i.R.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Freiheit und Handschellen<\/strong><br>\nDie Hysterie nach dem Anschlag auf &bdquo;Charlie Hebdo&ldquo; war unertr&auml;glich. Der Terror in Nordnigeria bleibt dagegen ohne Folgen.<br>\nAuf den Schock &uuml;ber die Anschl&auml;ge in Paris folgte der Schock &uuml;ber die &ouml;ffentlichen und privaten Debatten. Selbst ansonsten vern&uuml;nftige Menschen reagierten mit &Auml;u&szlig;erungen, die unter der Last ihrer Panik torkelten. Die Wiener Tageszeitung Der Standard betitelte ihren Kommentar &bdquo;Freiheit braucht Sicherheit&ldquo;, ohne diese Losung in ihrer perfiden Logik durchzudeklinieren: Freiheit braucht Belauschung, Freiheit braucht Handschellen.<br>\nMit anderen Worten: Wir brauchen keine Freiheit. Keine &Uuml;berraschung, dass Politiker, Experten und Law-and-Order-Bef&uuml;rworter die Morde instrumentalisierten, um ihre schon oftmals diskreditierten Behauptungen zu dringlichen Forderungen zu schmieden. Die Vorratsdatenspeicherung wurde von den Toten wiederauferweckt, ungeachtet dessen, dass sie sowohl vom Bundesverfassungsgericht als auch vom Europ&auml;ischen Gerichtshof abgeschmettert wurde, so als h&auml;tten die Morde in Paris die Gerichte &uuml;berstimmt.<br>\nDer Rechtsstaat soll gew&auml;hrleistet werden, indem er ausgeh&ouml;hlt wird, gem&auml;&szlig; dem seit Jahren befolgten Prinzip, die Freiheit durch die Einschr&auml;nkung der Freiheit zu verteidigen. In einigen L&auml;ndern wurde Aufr&uuml;stung des Sicherheitsapparats im Eilverfahren beschlossen, unabh&auml;ngig davon, ob die Ma&szlig;nahmen ihren behaupteten Zweck &uuml;berhaupt erf&uuml;llen k&ouml;nnen. Ganze Gesellschaften gossen sich einen potenten Cocktail aus Angst, Blindheit und Aktionismus hinter die Binde.<br>\nDabei sollte die erste B&uuml;rgerpflicht in Zeiten wie diesen das Nachdenken sein. Zorn, Trauer und Schmerz entledigen uns nicht der Verantwortung, m&ouml;glichst n&uuml;chtern zu analysieren, Gr&uuml;nde auszuloten, nachhaltige, gerechte L&ouml;sungen zu suchen. Fakten sind wichtiger als Gesten, wenn man nicht m&ouml;chte &ndash; wie geschehen &ndash;, dass Heuchelei auf dem Trauma aufsattelt. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Schlagloch-Sicherheit\/!153558\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Charlie und Theo<\/strong><br>\nWenn wir aus den t&ouml;dlichen Anschl&auml;gen von Paris die Schlussfolgerung ziehen, dass sich der Islam im Krieg mit dem Westen befindet, haben die Dschihadisten einen wichtigen Sieg errungen. Wenn wir die friedliche Mehrheit der Muslime als unsere Verb&uuml;ndete gegen revolution&auml;re Gewalt begreifen, werden unsere Demokratien gest&auml;rkt daraus hervorgehen. Ein Essay von Ian Buruma<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.qantara.de\/inhalt\/demokratie-und-meinungsfreiheit-charlie-und-theo%20\">qantara.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Russland\/Ukraine<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Aggressor Putin: die Fehler des Westens<\/strong><br>\nWer tr&auml;gt die Verantwortung f&uuml;r die Eskalation in der Ukraine? F&uuml;r die meisten im Westen ist die Antwort klar: mit Wirtschaftssanktionen und politischem Druck soll der Aggressor Wladimir Putin zum Einlenken gezwungen werden. Unschuldige Zivile Opfer &ndash; wie beim j&uuml;ngsten Raketenbeschuss &ndash; werden zur Rechtfertigung f&uuml;r die harte Haltung des Westens herangezogen. (&hellip;)<br>\nDie NATO-Osterweiterung wurde in enger Abstimmung mit Russland durchgef&uuml;hrt &ndash; mit dem Versprechen, die Beziehungen des westlichen B&uuml;ndnisses mit einem Grundlagenvertrag und einer gemeinsamen Kooperation im NATO-Russland-Rat auf eine stabile Basis zu stellen. Aus russischer Sicht ging das nicht auf: eine echte Mitsprache gab es zu keinem Zeitpunkt der Beziehungen. Wolfgang Ischinger, der an vielen der Verhandlungen beteiligt war, r&auml;umt das ein: &ldquo;Ich gebe jetzt selbstkritisch zu, dass wir im Westen auch nicht wussten, wie wir aus diesem NATO-Russland-Rat, der damals geschaffen wurde, etwas Sinnvolleres bauen konnten. Die russischen Erwartungen waren zu gro&szlig;, unsere M&ouml;glichkeiten waren zu klein. Wir wollten und wir konnten Russland nicht ein Veto einr&auml;umen &uuml;ber Entscheidungen der NATO.&rdquo;<br>\nDas Beratungsgremium war auch als Instrument zur Krisenbew&auml;ltigung gedacht. So wurde es aber nicht eingesetzt. Beim Ausbruch des Kaukasuskrieges 2008 wurde der Rat auf Druck der Regierung Bush von der NATO suspendiert. Horst Teltschik, der fr&uuml;here Berater von Helmut Kohl und fr&uuml;here Chef der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, kritisiert das deutlich: &ldquo;Der NATO-Russland-Rat hat im Georgien-Konflikt nicht stattgefunden. Er hat in der Ukraine-Krise nicht stattgefunden. Das hei&szlig;t, der Westen muss sich &ndash; und die Europ&auml;er und die Amerikaner und die NATO, m&uuml;ssen sich auch selber fragen, haben wir  alle Chancen genutzt, Russland so eng als m&ouml;glich einzubinden in die NATO und in die Europ&auml;ische Union? Wir haben viele Chancen verschlafen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2015\/Aggressor-Putin-die-Fehler-des-Westens,russland590.html\">NDR Panorama<\/a><\/li>\n<li><strong>Kiew f&uuml;hrt &ldquo;Abschusspr&auml;mien&rdquo; f&uuml;r Soldaten ein<\/strong>\n<ul>\n<li>Einem Beschluss der ukrainischen Regierung zufolge bekommen Soldaten k&uuml;nftig Pr&auml;mien, wenn sie Panzer, Fahrzeuge oder Flugzeuge der Aufst&auml;ndischen zerst&ouml;ren. Gleichzeitig hei&szlig;t es, dass die Armee ihren Soldaten oft den Sold schuldig bleibt.<\/li>\n<li>Die Ukraine Kontaktgruppe trifft sich nach l&auml;ngerer Pause wieder zu einem Treffen in Minsk, um &uuml;ber einen Waffenstillstand zu verhandeln. Mitglieder sind neben den Separatisten und der Ukraine auch Russland und die Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).<\/li>\n<li>Die EU-Au&szlig;enminister kommen am Donnerstag zu Beratungen &uuml;ber erneute Russland-Sanktionen zusammen. Mit Spannung wird erwartet, wie sich die zuletzt prorussisch positionierte neue griechische Regierung verhalten wird.<\/li>\n<li>Der ehemalige sowjetische Pr&auml;sident Gorbatschow warnt den Westen vor bewaffneten Auseinandersetzungen mit Russland.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ukrainische Soldaten bekommen &ldquo;Abschusspr&auml;mien&rdquo;<br>\nIm Kampf gegen prorussische Separatisten in der Ostukraine hat die prowestliche Regierung in Kiew &ldquo;Abschusspr&auml;mien&rdquo; f&uuml;r ihre Soldaten eingef&uuml;hrt. Einem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Beschluss zufolge zahlt der Staat f&uuml;r ein vernichtetes Fahrzeug der Aufst&auml;ndischen umgerechnet 600 Euro. Zerst&ouml;rte Panzer werden mit 2400 Euro belohnt, und f&uuml;r ein abgeschossenes Kampfflugzeug soll es 6000 Euro geben. Zus&auml;tzlich will die Regierung den Soldaten f&uuml;r jeden Tag im Kampfeinsatz 50 Euro zahlen. Armeeangeh&ouml;rige klagen jedoch oft dar&uuml;ber, dass der finanziell klamme Staat ihnen den Sold schuldet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/krieg-in-der-ukraine-kiew-fuehrt-abschusspraemien-fuer-soldaten-ein-1.2326483\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.M.:<\/strong> Wann endlich wird von westlichen Politikern (EU und USA), die die westliche Wertegemeinschaft vertreten und zu verteidigen vorgeben, die Regierung der Ukraine scharf und unmissverst&auml;ndlich kritisiert, die ihre eigene Bev&ouml;lkerung bombardiert? Bei Assad und anderen tut man das umgehend und unmissverst&auml;ndlich, mit vollem Recht! Wann endlich werden, damit die Chose nicht zu heuchlerisch erscheint, nicht von Verschw&ouml;rungstheoretikern vermutet werden kann, dass da verschiedene Ma&szlig;st&auml;be angelegt werden, Wirtschaftssanktionen gegen&uuml;ber der Ukraine wie gegen&uuml;ber Syrien durchgesetzt? In diesem Falle m&uuml;ssen alle Finanz- und R&uuml;stungshilfen sofort ausgesetzt werden und Assoziierungsgespr&auml;che mit EU und NATO abgebrochen werden. Kommt angesichts der R&uuml;stungsanstrengungen und Kopfpr&auml;mien &ndash; das daf&uuml;r erforderliche nicht vorhandene, aber geliehene Geld landet in den Taschen der Oligarchen &ndash; niemand in den Meinung bildenden Medien auf solche Ideen? Wir sind doch die Guten!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Amerika soll bei unseren Gesetzen mitreden<\/strong><br>\nEin Geheimpapier zum Handelsabkommen TTIP sorgt f&uuml;r &Auml;rger: Ein Fr&uuml;hwarnsystem f&uuml;r Gesetze und Standards der Gegenseite soll erm&ouml;glichen, Bedenken zu &auml;u&szlig;ern. Die Amerikaner wollten noch mehr.<br>\nChlorh&uuml;hnchen und Sonderschiedsgerichte f&uuml;r Konzerne &ndash; darauf hat sich bisher die Kritik an dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten (kurz: TTIP) konzentriert. Schon bald aber d&uuml;rfte ein ganz anderes Thema in den Vordergrund r&uuml;cken: die regulatorische Zusammenarbeit. Das klingt sperrig, birgt aber gro&szlig;es Streitpotential. Europ&auml;er und Amerikaner wollen mit TTIP Neuland begehen. Sie wollen nicht nur Handelsh&uuml;rden abbauen, sprich: Standards angleichen oder Standards des Partners als gleichwertig akzeptieren. Sie wollen verhindern, dass &uuml;berhaupt Regeln und Standards entstehen, die den Handel behindern. Kein Gesetz, kein Umweltstandard, keine Verbraucherschutzregel soll mehr erlassen werden, ohne dass der Partner vorher einen Blick darauf geworfen hat. Die Amerikaner sollen ein Mitspracherecht in der Gesetzgebung von EU, Staaten und Bundesl&auml;ndern bekommen.<br>\nDie Europ&auml;ische Kommission arbeitet momentan mit Hochdruck an ihrem Verhandlungsangebot an die Amerikaner, das sie noch vor dem Sommer ver&ouml;ffentlichen will. Ein Entwurf liegt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vor. Auf zehn Seiten umrei&szlig;t die Kommission darin, wie sie Handelsh&uuml;rden verhindern will. Im Mittelpunkt soll ein Fr&uuml;hwarnsystem f&uuml;r neue Gesetze und Standards stehen. Mindestens einmal im Jahr sollen beide Seiten eine Liste der geplanten Vorhaben ver&ouml;ffentlichen, hei&szlig;t es in Artikel 5 des Papiers &ndash; und zwar auf zentraler und nichtzentraler Ebene, also auch auf Ebene der Bundesl&auml;nder.<br>\nSie sollen dabei ebenso Zuschnitt und Ziele des Vorsto&szlig;es nennen wie einen Zeitplan und Angaben zu den Folgen wichtiger Vorhaben f&uuml;r den transatlantischen Handel und Investitionen. Jedem Betroffenen soll ausreichende Gelegenheit gegeben werden, um sich zu dem Vorschlag zu &auml;u&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/ttip-und-freihandel\/ttip-amerika-soll-bei-unseren-gesetzen-mitreden-13391816.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Ansatz, der in der &Uuml;berschrift vermittelt wird, ist falsch. Genau so gut h&auml;tte man titeln k&ouml;nnen &bdquo;Die EU soll bei den amerikanischen Gesetzen mitreden d&uuml;rfen&ldquo;, denn das sieht TTIP ebenfalls vor. Das f&uuml;hrt aber zu nichts. Kern von TTIP ist ja eben, dass die beiden Vertragspartner stets nur bei politischen Initiativen mitreden d&uuml;rfen, bei denen es um den Freihandel, den Neoliberalismus und den Wirtschaftsliberalismus geht. &Uuml;ber das trojanische Pferd TTIP wird &ndash; &auml;hnlich wie bei der Schuldenbremse oder dem Fiskalpakt &ndash; ein rechtlicher Rahmen geschaffen, der den Regierungen dies- und jenseits des Atlantiks vorschreibt, dass ihre k&uuml;nftigen Gesetzte sich der Logik des Freihandels zu unterwerfen haben. Damit ist TTIP schon beinahe eine Art paralleler Verfassung. Und das darf nicht akzeptiert werden! Weder in der EU, noch in den USA.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Erst vor wenigen Tagen hatte die Europ&auml;ische Kommission den Bericht &uuml;ber Konsultation zum Thema Investitionsschutz in den Handelsgespr&auml;chen mit den USA <a href=\"http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_IP-15-3201_de.htm\">heute vorgestellt<\/a>.<\/em><br>\n<em>Das Bundeswirtschaftsministerium teilte darauf hin u.a. mit: &ldquo;Die Bundesregierung wird die Ergebnisse der Konsultation nun eingehend pr&uuml;fen und dann ihre Position in die weiteren Beratungen in Br&uuml;ssel einbringen.&rdquo; TTIP: EU-Kommission legt <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Presse\/pressemitteilungen,did=678926.html\">Ergebnisse ihrer Konsultation zu Investitionsschutz vor<\/a>.<\/em><br>\n<em>Und nun stellt sich heraus, dass die USA offenbar bei den Gesetzen diesseits des Atlantiks mitreden sollen d&uuml;rfen. Kaum vorstellbar ist, dass das Bundeswirtschaftsministerium von dieser Absicht der EU-Kommission nichts wusste. Da liegen die Gedanken nicht fern, dass Herr Gabriel tats&auml;chlich keine Ahnung von den Pl&auml;nen der Europ&auml;ischen Kommission hat oder die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger (zugleich W&auml;hlerinnen und W&auml;hler) schlicht und einfach f&uuml;r dumm h&auml;lt.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Auf die besondere Rolle von Herrn Gabriel und seine Flexibilit&auml;t &ndash; insbesondere im Zusammenhang mit den Freihandelsabkommen &ndash; sind wir auf den NachDenkSeiten des &Ouml;fteren eingegangen; z.B. hier: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23530\">TTIP und die Dreifaltigkeit von Sigmar Gabriels SPD<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: TTIP: Handelsb&uuml;rokratie im Vorfeld begrenzen<\/strong><br>\nGesetzgebungshoheit muss aber unber&uuml;hrt bleiben<br>\nWenn sich EU und USA fr&uuml;hzeitig gegenseitig &uuml;ber ihre Gesetzgebungsvorhaben informierten, k&ouml;nnte das nach Einsch&auml;tzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) einen Beitrag zum Abbau von Handelsbarrieren leisten.<br>\nDIHK-Pr&auml;sident Eric Schweitzer unterst&uuml;tzt deshalb ein entsprechendes Verhandlungsangebot der EU-Kommission im Rahmen des geplanten Freihandelsabkommens TTIP: &ldquo;Unterschiede in der Regulierung auf beiden Seiten des Atlantiks verursachen h&auml;ufig Mehrkosten f&uuml;r Unternehmen&rdquo;, sagte er der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&rdquo;. Das betreffe oft auch F&auml;lle, in denen das Schutzniveau f&uuml;r Verbraucher oder Umwelt gleich sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dihk.de\/themenfelder\/international\/news?m=2015-01-28-schweitzer-ttip\">DIHK<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Es ist schlicht nicht nachvollziehbar, weshalb europ&auml;ische Parlamente, also auch der Deutsche Bundestag als Legislative &uuml;ber Gesetzesvorhaben zwar entscheiden sollen, aber erst nachdem die USA &uuml;ber diese informiert worden sind.<\/em><br>\n<em>Aber vermutlich muss der oberste Repr&auml;sentant eines Lobbyverbandes so kommunizieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>TTIP &ndash; Verhandlungen EU-USA gehen ab Montag in Br&uuml;ssel weiter<\/strong><br>\nDie umstrittenen Verhandlungen der EU &uuml;ber ein Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) werden kommende Woche in Br&uuml;ssel fortgesetzt. Die insgesamt achte Runde der transatlantischen Gespr&auml;che findet von Montag bis Freitag &ndash; 2. bis 6. Februar &ndash; statt, teilte die EU-Kommission heute, Freitag, mit.<br>\nN&auml;chsten Mittwoch soll eine Veranstaltung der Interessenvertreter seitens der Kommission stattfinden, um die Transparenz der Verhandlungen zu gew&auml;hrleisten, hie&szlig; es. EU-Chefverhandler Ignacio Garcia Bercero und sein amerikanischer Amtskollege Dan Mullaney werden in einer Woche nach Abschluss der achten Runde &uuml;ber die Ergebnisse informieren.<br>\nZuletzt hatte die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde darauf gedr&auml;ngt, weiter mit den USA &uuml;ber die umstrittenen Schiedsgerichte f&uuml;r den Investorenschutz (ISDS) verhandeln zu k&ouml;nnen. Aus verhandlungsstrategischen Gr&uuml;nden sei es immens wichtig, ISDS nicht aus TTIP herauszunehmen, ansonsten m&uuml;sste die EU einen sehr hohen Preis bezahlen. Allerdings werde konkret mit den USA &uuml;ber die Schiedsgerichte erst gesprochen werden, wenn der Meinungsbildungsprozess in der EU abgeschlossen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tt.com\/home\/9572614-91\/ttip---verhandlungen-eu-usa-gehen-ab-montag-in-br%C3%BCssel-weiter.csp\">Tiroler Tageszeitung Online<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP soll auch Armen nutzen<\/strong><br>\nEntwicklungsminister Gerd M&uuml;ller (CSU) will die Entwicklungs- und Schwellenl&auml;nder an den Gespr&auml;chen &uuml;ber das geplante Freihandelsabkommen TTIP mit den USA beteiligen. Das sagte der CSU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Dort stellte der Minister f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eine Studie &uuml;ber die Folgen von TTIP f&uuml;r &auml;rmere Drittl&auml;nder vor.<br>\nDiese hatte er beim M&uuml;nchner ifo-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung in Auftrag gegeben, nachdem er erkl&auml;rt hatte, er werde dem Vertrag nur zustimmen, wenn solche Staaten nicht unter der Vereinbarung leiden w&uuml;rden.<br>\nDie Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich TTIP sowohl positiv als auch negativ auf Drittstaaten auswirken w&uuml;rde. Die negativen Effekte k&ouml;nnten &bdquo;mitunter &uuml;berwiegen&ldquo;. Der Grund daf&uuml;r ist etwa, dass Handelsstr&ouml;me umgelenkt werden: Anbieter aus den TTIP-L&auml;ndern k&ouml;nnten dank geringerer interner Handelskosten in den Partnerstaaten theoretisch ihre Produkte g&uuml;nstiger anbieten, hei&szlig;t es in der Studie. &bdquo;Dies kann zu Lasten von Anbietern aus Drittstaaten erfolgen, die in der EU und den USA potentiell Marktanteile verlieren.&ldquo; In 80 Prozent der Staaten k&ouml;nne dadurch das Pro-Kopf-Einkommen sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Umstrittenes-Freihandelsabkommen\/!153298\/\">taz.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Mit TTIP gegen den Rest der Welt<\/strong><br>\nDer Westen bastelt sich eine Allzweckwaffe gegen widerspenstige Schwellenl&auml;nder und nicht-marktkonforme Demokratie<br>\nUm Freihandel geht es nur am Rande. In dem Punkt sind sich eigentlich alle einig. Diejenigen, die das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP herbeisehnen, weil Europa nur so seine hohen Standards bewahren k&ouml;nne. Und die anderen, die sich Sorgen machen wegen der gentechnisch ver&auml;nderten Lebensmitteln und den undurchschaubaren internationalen Schiedsgerichten. Aber worum geht es dann im Kern?<br>\nAngela Merkel will &uuml;ber TTIP eine politische Gro&szlig;debatte f&uuml;hren, vergleichbar mit der Gr&uuml;ndung der EU und dem NATO-Doppelbeschluss der 80er Jahre, sagte sie. Mit &ldquo;Haut und Haaren&rdquo; m&uuml;sse nun verhandelt werden. Sigmar Gabriel formulierte es auf seine Art: &ldquo;Wenn wir das hier falsch machen&rdquo;, raunte er im Bundestag, &ldquo;werden unsere Kinder uns verfluchen.&rdquo;<br>\nDramatische Worte. Aber wie erkl&auml;rt sich eigentlich diese Dramatik? Wie kann ein Abkommen zwischen zwei Wirtschaftsm&auml;chten, die ohnehin schon aufs Engste miteinander verflochten sind, eine so weltbewegende und historische Dimension haben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43991\/1.html\">Gabriela Simon auf Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuern<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Finanztransaktionssteuer 5.0<\/strong><br>\nImmer wieder wird sie aufgew&auml;rmt, damit sich Politiker ein progressives M&auml;ntelchen umwerfen, wie jetzt angesichts des Syriza-Siegs in Griechenland<br>\nAlle Jahre taucht vor allem in Wahlkampfzeiten pl&ouml;tzlich wieder die Finanztransaktionssteuer, mit der angeblich die Banken an den Kosten f&uuml;r die Bankenrettung beteiligt werden soll, in der &ouml;ffentlichen Diskussion auf. So z.B. vor den Europaparlamentswahlen im vergangenen Mai. Verk&uuml;ndet wurde, dass bis Ende 2014 eine Rechtsgrundlage f&uuml;r 11 Eurol&auml;nder geschaffen werde &ndash; mehr waren es ohnehin nicht und ihnen wurde im Vorfeld eine Einigung verkauft. L&auml;nder wie Spanien haben daher schon die Einnahmen f&uuml;r 2015 im Haushaltsentwurf verbucht.<br>\nDoch 2014 ist vorbei und die Rechtsgrundlage ist (nat&uuml;rlich) nicht geschaffen worden. Nach dem Wahlsieg von Syriza, mit dem die EU in Griechenland abgew&auml;hlt wurde, taucht die Debatte ganz pl&ouml;tzlich wieder auf. Es wird von einem &ldquo;neuen Anlauf f&uuml;r die Finanzmarktsteuer&rdquo; gesprochen. Die Finanzminister &Ouml;sterreichs Hans J&ouml;rg Schelling und sein Kollege aus Frankreich Michel Sapin haben sich in einem Brief an die &uuml;brigen neun &ldquo;Willigen&rdquo; gewandt:<br>\nWir schlagen vor, dass wir die Arbeit auf eine andere Art und Weise wieder aufnehmen als auf jene, die 2014 in die Sackgasse gef&uuml;hrt hat.<br>\nDeutlich wird auch, wohin die Reise auf der neuen Richtung gehen soll. Denn die ohnehin l&auml;ppische Steuer soll sogar noch unterschritten werden. &ldquo;Diese neue Richtung basiert auf der Annahme, dass die Steuer die breiteste m&ouml;gliche Basis und niedrigste Zinss&auml;tze haben soll&rdquo;, beschreiben die beiden Minister ihren Vorschlag. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Finanztransaktionssteuer-5-0-2533082.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Steuern: &bdquo;Es ist genug Geld vorhanden, es ist nur gut versteckt&ldquo;<\/strong><br>\nPiketty-Sch&uuml;ler Gabriel Zucman hielt bei der Arbeiterkammer einen Vortrag &uuml;ber Steuerflucht. Die Gastgeber nahmen den Ball gerne f&uuml;r ihre politischen Forderungen auf.<br>\nWenn es zurzeit so etwas wie Popstars in der &Ouml;konomie gibt, dann sind es die beiden Franzosen Thomas Piketty und Gabriel Zucman. Piketty landete mit seinem Buch &bdquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo; im Vorjahr einen Hit, der auf den Wirtschaftsseiten zwar kritisch gew&uuml;rdigt, in den Feuilletons aber frenetisch gefeiert wurde. Kurz danach folgte sein einstiger Sch&uuml;ler und jetziger Forschungspartner Zucman mit seinem Buch &bdquo;Steueroasen. Wo der Wohlstand der Nationen versteckt wird&ldquo;.<br>\nBeide &Ouml;konomen eint eine Liebe zum Sammeln von Daten &uuml;ber Reichtum, Steuerquoten und Ungleichheit, die mit der Bef&uuml;rwortung von Verm&ouml;gensteuern sowie der Kritik am global zersplitteten Steuersystem kombiniert wird. Eine Botschaft, die vor allem bei jenen gut ankommt, die einen grunds&auml;tzlichen Argwohn gegen&uuml;ber dem Kapitalismus in sich tragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/economist\/4651714\/Steuern_Es-ist-genug-Geld-vorhanden-es-ist-nur-gut-versteckt?_vl_backlink=\/home\/index.do\">Die Presse.com<\/a><\/li>\n<li><strong>Schenkungen erreichen Marke von 40 Milliarden Euro<\/strong><br>\nEs wird immer mehr vererbt und geschenkt. Vor allem Unternehmer haben die jahrelang g&uuml;nstigen Steuerregelungen genutzt: Betriebsverm&ouml;gen wird zunehmend per Schenkung &uuml;bertragen.<br>\nIn Deutschland ist in den letzten Jahren immer mehr Verm&ouml;gen per Schenkung &uuml;bertragen worden. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes stieg das verschenkte Verm&ouml;gen hierzulande von 2009 auf 2013 um 27 Milliarden Euro auf 39,9 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von mehr als 200 Prozent. Davon entfiel mehr als die H&auml;lfte, n&auml;mlich 19,5 Milliarden Euro, auf Schenkungen von mehr als 20 Millionen Euro. Das deutet darauf hin, dass vor allem Unternehmer ihren Kindern oder auch Ehepartnern Teile des Betriebes zu Lebzeiten &uuml;bertragen haben, um die relativ g&uuml;nstigen Regelungen nach der letzten Erbschaftsteuerreform von 2008 zu nutzen. Das geerbte Verm&ouml;gen (also nach Todesf&auml;llen) stieg von 2009 auf 2013 um knapp 42 Prozent &ndash; von 21,5 Milliarden auf 30,5 Milliarden Euro.<br>\nBetriebsverm&ouml;gen war mit Abstand die gr&ouml;&szlig;te Verm&ouml;gensart, die 2013 geschenkt wurde. Auch 2014 d&uuml;rfte die Summe der Schenkungen hoch gewesen sein. Fachleute geben allerdings zu bedenken, dass im Vergleich der untersuchten Jahre 2009 ein Jahr mit einer eher geringen Schenkungssumme gewesen sei. Dennoch ist der Trend eindeutig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/wohlstand-in-deutschland-schenkungen-erreichen-marke-von-40-milliarden-euro\/11307618.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Wohlgemerkt: Es handelt sich um Durchschnittswerte. Der Volksmund sagt: Traue keiner Statistik, es sei denn, du hast sie selbst gef&auml;lscht.Hierzulande leben etwa 80 Millionen Einwohner. Wie viele davon k&ouml;nnen von sich behaupten, Unternehmer\/in zu sein? Und einen Betrieb zu haben, bedeutet noch lange nicht, dass auch Verm&ouml;gen vorhanden ist. Mit anderen Worten: Diese Schenkungen k&ouml;nnen lediglich von einem relativ kleinen Bev&ouml;lkerungsanteil vorgenommen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Quantitative Lockerung: Noch unklare Gestalt der Anleihek&auml;ufe<\/strong><br>\nMervyn King, bis Juni 2013 Gouverneur der Bank von England, hat jetzt in seiner ersten &ouml;ffentlichen Rede seit seinem R&uuml;cktritt ernste Zweifel an der Wirksamkeit des monet&auml;ren Instruments der quantitativen Lockerung ge&auml;ussert. Zwar habe der st&auml;rkste Stimulus stattgefunden, den die Welt jemals erlebt habe, aber das Problem der schwachen Nachfrage sei nicht &uuml;berwunden worden. Einfach immer niedrigere Zinsen und immer kr&auml;ftigere monet&auml;re Impulse k&ouml;nnten die ausgepr&auml;gten Ungleichgewichte innerhalb der und zwischen den einzelnen L&auml;ndern nicht beseitigen. Diese Feststellung sieht wie eine deutliche Kehrtwendung aus, denn King hatte als Gouverneur &uuml;ber Anleihek&auml;ufe von 375 Mrd. &pound; pr&auml;sidiert.<br>\nGrunds&auml;tzliche Kritik &auml;usserte auch William White, der fr&uuml;here Chef&ouml;konom der Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich. Die quantitative Lockerung werde in Europa nicht wirken, da sich europ&auml;ische Unternehmen im Gegensatz zu amerikanischen vor allem durch Banken statt durch den Kapitalmarkt finanzierten, die Banken aber aus den verschiedensten Gr&uuml;nden mit der Kreditvergabe sehr zur&uuml;ckhaltend blieben. F&uuml;r White ist quantitative Lockerung nichts anderes als eine versteckte Form der kompetitiven Abwertung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/anleihen\/noch-unklare-gestalt-der-anleihekaeufe-1.18468609?extcid=Newsletter_26012015_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So schnell geht das. Gestern noch stand das Billionenprogramm der EZB in Mittelpunkt, heute ein eventueller Schuldenschnitt u.a. in Griechenland usw. Dabei k&ouml;nnen wir Griechenland vergessen, wenn es nicht gelingt, Gesamteuropa aus seinem konjunkturellen Tief herauszuholen. Zum obigen Artikel eine kleine Korrektur: Draghi hat mitnichten den st&auml;rkste Stimulus gestartet, &ldquo;den die Welt jemals erlebt hat.&rdquo; Die US-Notenbank hat nach dem Kollaps von Lehman Brothers 2008 Bonds gekauft, die einem Viertel der Wirtschaftsleistung der USA entsprachen. Die EZB beschr&auml;nkt sich auf rund 10 Prozent. Gut, dass Andreas Uhlig noch einmal darauf hinweist, dass die Wirksamkeit der in der Presse als Bazooka bezeichneten Ma&szlig;nahme dadurch beschr&auml;nkt wird, dass nur 20 Prozent der Wertpapierk&auml;ufe von allen Eurol&auml;nder getragen werden, ansonsten sind die nationalen Notenbanken zust&auml;ndig. Die Bundesbank kauft also deutsche Staatsanleihen &ndash; keine griechischen oder italienischen. Letztlich wird dies dazu f&uuml;hren, dass die langfristigen Zinsen in den einzelnen Staaten unterschiedlich hoch sein werden und die Krisenstaaten weiter benachteiligt bleiben.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Ma&szlig;nahmen der EZB werden sehr unterschiedlich, in der Tendenz eher skeptisch bewertet. Die Situation k&ouml;nnte anders aussehen, wenn die Staaten selbst Investitionsprogramme auflegen w&uuml;rden, <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/ezb-qe-ohne-zusaetzliche-staatsausgaben-ist-wirkungslos\/\">fiskalische Impulse setzen w&uuml;rde<\/a>. Die EZB-Ma&szlig;nahmen allein m&uuml;ssen ansonsten ziemlich skeptisch gesehen werden. Der am h&auml;ufigsten genannte Wirkungskanal, dass Banken Wertpapiere an die EZB verkaufen und damit frei f&uuml;r Firmenkredite w&auml;ren, h&auml;ngt entscheidend vom Willen der Firmen ab zu investieren, und die Investitionsbereitschaft h&auml;ngt entscheidend von der Konsumbereitschaft, der Nachfrage der Endkunden ab. Daf&uuml;r spricht die konjunkturelle Situation in Europa nicht. Eher werden die Banken Aktien und andere Wertpapiere kaufen. B&ouml;rsennotierte Unternehmen h&auml;tten theoretisch die Gelegenheit &ndash; gerade durch den Anreiz hoher Aktienwerte &ndash; sich Kapital zu beschaffen, aber auch hier stellt sich das Problem der Nachfrage nach ihren Produkten. Bleibt die Abwertung des Euro. Aber wie lange werden Volkswirtschaften wie die USA dabei zuschauen? &ndash; W&auml;hrend die Blasenbildung bei Verm&ouml;genswerten eine echte Gefahr des Billionenprogramms der EZB darstellt, ist die Deutsche Position, dass der Kauf staatlichen Schuldtitel zulasten der Steuerzahler gehe, &ldquo;die f&uuml;r die Verluste der EZB aufkommen m&uuml;ssten&ldquo;,(Sinn) am Wesen des Zentralbankgeldes vorbeigedacht. Die Europ&auml;ische Zentralbank zaubert Milliarden aus dem Nichts und kann die Zahlungsmittel selbst schaffen, mit denen gegen sie gerichtete Forderungen beglichen werden k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Harald Schumann &ndash; Mario Draghi schafft Billionenflop<\/strong><br>\nDie deutsche Furcht vor Verlusten aus dem 1000-Milliarden-Programm der EZB ist irrational. Viel schlimmer ist: Das Geld kommt nicht dort an, wo es gebraucht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/europaeische-zentralbank-und-eurozone-mario-draghi-schafft-billionenflop\/11309646.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ursula Engelen-Kefer: Der Ausnahmenwahnsinn<\/strong><br>\nZwei Schritte nach vorn und einen zur&uuml;ck &ndash; beim gesetzlichen Mindestlohn geht es zu wie bei der Echternacher Springprozession. 4 bis 5 Millionen Menschen haben in den 12 Jahren seit Einf&uuml;hrung der Hartz-Gesetze mit der explosionsartigen Ausbreitung von Niedrig- und Armutsl&ouml;hnen vergeblich auf den gesetzlichen Mindestlohn warten m&uuml;ssen. Nachdem er endlich eingef&uuml;hrt wurde, werden bereits nach wenigen Wochen schwere Gesch&uuml;tze aufgefahren, um ihn einzuschr&auml;nken. Besonders scharf geschossen wird gegen das angebliche B&uuml;rokratiemonster der Dokumentation von Arbeitszeiten zur Kontrolle des Mindestlohns. Au&szlig;erdem vergeht kaum ein Tag ohne Lamento der Wirtschaft. Und nun setzt die politische Mehrheitsfraktion im Bundestag, die CDU\/CSU, noch einen drauf. Die Einkommensschwelle f&uuml;r den Nachweis der Arbeitszeiten soll von derzeit 2.958 Euro auf 1.900 Euro gesenkt werden. Der gesetzliche Mindestlohn w&auml;re mithin f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte &ndash; in der Mehrzahl Frauen &ndash; &uuml;berhaupt nicht kontrollierbar. Noch schlimmer: Nach CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt sollen die 7,4 Millionen Minijobber &ndash; davon zwei Drittel Frauen &ndash; ganz von der Dokumentation der Arbeitszeiten und damit der Kontrolle des Mindestlohns ausgenommen werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2015%2F02%2F02%2Fa0067&amp;cHash=4796c18dc963dc22576ebd8a3f46e172\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Streit &uuml;ber B&uuml;rokratie: Gabriel zeigt sich offen f&uuml;r Mindestlohn-Korrekturen<\/strong><br>\nHat der Mindestlohn ein B&uuml;rokratiemonster geschaffen? Dar&uuml;ber gibt es zwischen Union und Sozialdemokraten seit Tagen heftigen Streit. Jetzt schlie&szlig;t SPD-Chef Gabriel sp&auml;tere &Auml;nderungen am Gesetz nicht aus. (&hellip;)<br>\nGabriel hielt eine Regierungserkl&auml;rung zum Jahreswirtschaftsbericht, als er sich f&uuml;r ein paar Minuten vom Manuskript seiner Rede l&ouml;ste. &ldquo;Es war richtig, den Mindestlohn einzuf&uuml;hren&rdquo;, bekr&auml;ftigte der Wirtschaftsminister. (&hellip;)<br>\nPauschal erteilte er &Auml;nderungen am Gesetz keine Absage. &ldquo;Es n&uuml;tzt ja nichts, ihn (den Mindestlohn) ins Gesetz zu schreiben und ihn dann nicht zu kontrollieren, oder ob an anderen Stellen der notwendige Kontrollaufwand zu weit geht&rdquo;, sagte er weiter. &ldquo;Ich finde, das kann man doch entspannt miteinander bereden. Das muss doch m&ouml;glich sein&rdquo;, so Gabriel. (&hellip;)<br>\nJetzt h&auml;lt sich Gabriel die Option f&uuml;r sp&auml;tere Korrekturen beim Mindestlohn zumindest offen: &ldquo;Wir machen jetzt mal ein paar Wochen und Monate Erfahrungen, und dann werten wir mal aus. Ob es notwendig ist, etwas am B&uuml;rokratieaufwand zu &auml;ndern, oder ob das nicht notwendig ist&rdquo;, sagte er im Bundestag weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/mindestlohn-sigmar-gabriel-schliesst-spaetere-korrekturen-nicht-aus-a-1015596.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> So stellt Herr Gabriel sich also die Gesetzgebung vor &ndash; nach dem Motto: Wir beschlie&szlig;en mal etwas und warten ab, was dann passiert.<\/em><br>\n<em>Es ist grunds&auml;tzlich nicht verkehrt, ein bestehendes Gesetz zu korrigieren. Aber ein Gesetz zu beschlie&szlig;en, um f&uuml;r &bdquo;ein paar Wochen und Monate Erfahrungen&ldquo; zu sammeln? Das klingt nicht nach einem Rechtsstaat, sondern sondern eher nach Beliebigkeit oder Willk&uuml;r.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Vertr&auml;ge ohne Konzerntarif &ndash; Schon 1000 Post-Mitarbeiter in Sub-Firmen<\/strong><br>\nEs soll &ldquo;f&uuml;r junge Leute ein Angebot bis zur Rente&rdquo; sein. Die Deutsche Post will ihre Paketzustellung an neue Tochterfirmen auslagern. Diese bezahlen ihre Mitarbeiter schlechter, doch schon 1000 Kollegen folgten dem Ruf. Die Gewerkschaften &uuml;ben harte Kritik. (&hellip;)<br>\nDie Post will in den 49 Regionalgesellschaften unter dem Namen DHL Delivery Gmbh bis zu 20.000 Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r die Paketzustellung schaffen. Der Plan wird insbesondere von Gewerkschaftsvertretern scharf kritisiert, weil in den Regionalfirmen nicht nach dem Haustarif, sondern nach den Tarifregelungen der Speditions- und Logistikbranche gezahlt werden soll. Heute beim Mutterkonzern befristet besch&auml;ftigte Mitarbeiter, deren Vertr&auml;ge bald auslaufen, sollen der Post zufolge bevorzugt in den neuen Gesellschaften eingestellt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Schon-1000-Post-Mitarbeiter-in-Sub-Firmen-article14429111.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> So dreht sich die Lohnspirale auf ganz legalem Wege weiter nach unten. Es ist an der Zeit, dass der Gesetzgeber endlich t&auml;tig wird, damit solche Pl&auml;ne und Aktionen der Arbeitgeber &ndash; und die Deutsche Post ist hier lediglich ein Beispiel &ndash; ausgeschlossen werden k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>CIA-Folterbericht: Bundesregierung gegen eine Anfrage an die USA<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;e Koalition best&auml;tigte heute erneut das Bild der Mut-und Harmlosigkeit, das man sich von ihr macht, wenn es darum geht, den gro&szlig;en Freund jenseits des Atlantiks etwas auf den Zahn zu f&uuml;hlen. Mit ihrer gro&szlig;en Parlamentsmehrheit &uuml;berstimmte das Votum der Opposition f&uuml;r einen Antrag, der im Namen des Bundestags &ldquo;zust&auml;ndige Stellen in den USA&rdquo; ersucht h&auml;tte, &ldquo;ihm den Bericht des Geheimdienstausschusses des Senats &uuml;ber das Inhaftierungs- und Verh&ouml;rprogramm der CIA vollst&auml;ndig und ungeschw&auml;rzt zu &uuml;bermitteln&rdquo;.<br>\nEingereicht wurde der Antrag von der Fraktion der Gr&uuml;nen. Er zielt auf Aufkl&auml;rung. Im Dezember letzten Jahres wurde &ndash; nach langen K&auml;mpfen und heftigem Widerstand von Politikern und des Geheimdienstes (Die L&uuml;gen der CIA, Kerry und Bush gegen die Ver&ouml;ffentlichung des CIA-Berichts) &ndash; eine Zusammenfassung des sogenannten Folterberichts der CIA ver&ouml;ffentlicht (CIA-Folter-Bericht: Wieviel wusste die Regierung?).<br>\nAllerdings wurden von weit &uuml;ber 6.000 Seiten des Orginalsberichts nur knapp 500 zur Ver&ouml;ffentlichung freigegeben, mit vielen geschw&auml;rzten Stellen, in denen allerdings, wie es in dem Antrag der Gr&uuml;nen hei&szlig;t, &ldquo;zahlreiche Taten deutlich werden&rdquo;. Einige weisen &ldquo;einen direkten Zusammenhang zur Bundesrepublik Deutschland&rdquo;, hei&szlig;t es in der Begr&uuml;ndung des Antrags:<br>\nErw&auml;hnt ist beispielsweise der Fall des deutschen Staatsb&uuml;rgers Khaled El-Masri. Dar&uuml;ber hinaus gilt es als wahrscheinlich, dass vom Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland Unterst&uuml;tzungshandlungen ausgingen. Etwa die Zwischenlandung von Flugzeugen, in denen sich rechtswidrig festgenommene oder verschleppte Menschen befanden, um sie Verh&ouml;ren der CIA zuzuf&uuml;hren, im Verlauf derer sie gefoltert wurden. Der Deutsche Bundestag m&ouml;chte, dass zumindest jene Taten, die einen direkten Zusammenhang zur Bundesrepublik Deutschland haben, aufgekl&auml;rt werden.<br>\nNe&scaron;kovi&#263;: &ldquo;Verdacht, dass unsere Leute auch etwas zu verbergen haben&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44014\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Hier k&ouml;nnen Sie die etwas ausf&uuml;hrlichere Position von Herrn Neskovic erneut nachlesen: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24811#h03\">Bundestag lehnt Antrag zur &Uuml;bermittlung des vollst&auml;ndigen und ungeschw&auml;rzten CIA-Folterreports ab<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nein, die Welt ist nicht im Konflikt der Religionen<\/strong><br>\nWenn wir ostpreu&szlig;ische Gutsbesitzer und westdeutsche NS-Verbrecher integriert haben: Warum sollten wir uns f&uuml;rchten vor Vertretern einer Furcht-Kultur? [&hellip;]<br>\nZurzeit m&ouml;chte jeder den Terrorismus verhindern. In der ersten Folge meiner Serie habe ich ausgef&uuml;hrt, dass die Definition von &ldquo;Terrorismus&rdquo; gar nicht so einfach ist. Im Strafgesetzbuch sind die Paragrafen 129a und 129b zust&auml;ndig: also &ldquo;Bildung terroristischer Vereinigungen \/ im Ausland&rdquo;. Die Regelungen sind un&uuml;bersichtlich und schwer verst&auml;ndlich. Sie kn&uuml;pfen am &ldquo;Zweck einer Vereinigung&rdquo; an, bestimmte Straftaten zu begehen (zum Beispiel: Mord, Umweltvergiftung, Brandstiftungen). Mit &ldquo;Zweck&rdquo; ist allerdings das Mittel, nicht das &ldquo;Endziel&rdquo; der Vereinigung gemeint: Es gibt vermutlich nur wenige &ldquo;Vereine zur F&ouml;rderung der Brandstiftung e.V.&rdquo; in Deutschland. [&hellip;]<br>\nEs gibt nat&uuml;rlich ein paar &auml;u&szlig;erst Entschlossene. Ihre Rezepte reichen bis zu kindlichen Vernichtungsfantasien. Vor wenigen Tagen hat Michael Wolffsohn, fr&uuml;her Professor f&uuml;r Neuere Geschichte an der Bundeswehr-Hochschule M&uuml;nchen, in der FAZ eine immerhin denkbare Antwort auf einige Fragen gegeben. Sein Text ist lesenswert, weil er wahrhaft befremdend ist.<br>\n&ldquo;Du sollst nicht t&ouml;ten&rdquo; &ndash; dieses (angeblich) g&ouml;ttliche Gebot unterzieht Wolffsohn einem &ldquo;wissenschaftlichen&rdquo; Test. Er benutzt dazu die Form des Dreisprungs, einer in Ehren ergrauten olympischen Sportart (f&uuml;r Nichtkenner der Leichtathletik: Der Dreisprung besteht aus drei nacheinander ausgef&uuml;hrten Spr&uuml;ngen &ndash; &ldquo;Hop&rdquo;, &ldquo;Step&rdquo; und &ldquo;Jump&rdquo;), die gekennzeichnet ist durch die Attribute: flach und weit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2015-01\/thomas-fischer-strafrecht-voelkerrecht-teil-2\">ZEIT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Robert Misik &ndash; Tal der Ahnungslosen<\/strong><br>\nLinke k&ouml;nnen also Wahlen gewinnen, zumindest in Griechenland. Nat&uuml;rlich brauchte es daf&uuml;r schon besondere Umst&auml;nde. Etwa: Zusammenbruch des bisherigen Parteiensystems, besonders links der Mitte. In sozialdemokratischen Vordenkerkreisen ist schon vom &ldquo;PASOK-Moment&rdquo; die Rede, und man sieht ihnen die Glieder schlottern, wenn sie davon reden. Gut m&ouml;glich, dass es demn&auml;chst auch die spanische PSOE erwischt. Syriza, das ist: eine neue Partei, die in der Lage ist, die Position der klassischen Sozialdemokratie als f&uuml;hrende Mitte-Links-Partei einzunehmen. Die aber auch anti-elitistische, populare Emotionen f&uuml;r sich zu nutzen versteht. All das ist wie gesagt schon auch sehr besonderen Umst&auml;nden geschuldet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/misik.at\/2015\/01\/tal-der-ahnungslosen\/\">Robert Misik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>TV-Tipp: Die Anstalt<\/strong><br>\nPolitsatire mit Max Uthoff und Claus von Wagner<br>\nG&auml;ste: Ren&eacute; Sydow, Abdelkarim, Simone Solga<br>\nDienstag 03.02.2015, 23:15 &ndash; 00:00 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/4a8ba13b-a17d-454e-8175-b6981ca50026\/20399221?doDispatch=2\">Die Anstalt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Super Mario vs deutsche Spar-Streber &ndash; Die Geldschwemme der EZB<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QnZDd5JA1hw#t=55\">WDR #3sechzich via YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> So sieht es wohl aus, wenn die INSM sich an die j&uuml;ngeren Zielgruppen heranmacht. Die offene Frage dabei ist, was der &ouml;ffentlich-rechtliche WDR damit zu tun hat?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Voll krass: Der WDR macht einen auf YouTube<\/strong><br>\nDer WDR macht jetzt auch YouTube-Videos &mdash; oder jedenfalls das, was er daf&uuml;r h&auml;lt: Kurze, halbwegs schnell geschnittene Filme, in denen junge Menschen mit aufgerissenen Augen, gr&ouml;&szlig;eren Armrudereien und Stimmen, gegen die Verona Feldbusch wie Elmar Gunsch wirkt, in voll krasser Jugendsprache irgendwelches Zeug in die Kamera sagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/\">Stefan Niggemeier<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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