{"id":2483,"date":"2007-07-13T09:56:38","date_gmt":"2007-07-13T07:56:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2483"},"modified":"2007-07-13T09:58:24","modified_gmt":"2007-07-13T07:58:24","slug":"hinweise-des-tages-435","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2483","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Aufschwung verliert an Tempo <\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft wird 2007 im Jahresdurchschnitt um 2,6 Prozent wachsen. Das zeigt die aktualisierte Konjunkturprognose des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Besonders stark entwickeln sich die  Ausr&uuml;stungsinvestitionen, die um gut acht Prozent wachsen. Auch der Export leistet mit einem Plus von 7,5 Prozent einen positiven Impuls. Dagegen sind die Wirkungen der privaten Konsumausgaben wegen des deutlichen Einbruchs des privaten Verbrauchs im ersten Quartal 2007 noch sehr verhalten.<br>\nDie Besch&auml;ftigung und damit das allgemeine Wohlstandsniveau werden gegen Ende des Prognosezeitraums, also Ende 2008, deutlich h&ouml;her sein als heute. &ldquo;Dies ist ein Erfolg&rdquo;, urteilt das IMK. &ldquo;Um aber das Problem der insgesamt immer noch hartn&auml;ckig hohen Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen, w&auml;re ein l&auml;ngerer Aufschwung n&ouml;tig.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-AC6DE8AD\/hbs\/hs.xsl\/37883_87390.html\">IMK<\/a><\/li>\n<li><strong>Einmal eine Vielzahl wichtiger und aktueller Berichte, Daten und Dokumente zur Sozialpolitik in &bdquo;Sozialpolitik aktuell&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Nachhaltigkeitsfaktor treibt Rente hoch<\/strong><br>\nDer als Ausgabenbremse f&uuml;r die gesetzliche Rentenversicherung eingef&uuml;hrte Nachhaltigkeitsfaktor wird voraussichtlich bis 2010 verpuffen und die Rentenerh&ouml;hungen sogar eher antreiben. Dies best&auml;tigten Finanzexperten der Deutschen Rentenversicherung Bund.<br>\nGrob gesagt f&uuml;hrt der Faktor immer dann zu einem Abschlag von der Rentenerh&ouml;hung, wenn die Zahl der Rentner st&auml;rker steigt als die Zahl der Besch&auml;ftigten und Beitragszahler. Derzeit ist aber genau das Gegenteil der Fall: Die Zahl der Besch&auml;ftigten steigt schneller als die Zahl der Ruhest&auml;ndler. Damit verpufft der Faktor oder treibt die Zuw&auml;chse f&uuml;r die Rentner sogar an. Vom diesj&auml;hrigen Rentenplus um 0,54 Prozent ging etwa ein Drittel auf das Konto des Nachhaltigkeitsfaktors.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Nachhaltigkeitsfaktor%20Rente\/225120.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es ist und bleibt ein ehernes Gesetz, je besser die Lage auf dem Arbeitsmarkt, desto mehr Beitr&auml;ge werden in die Rentenkasse einbezahlt und desto h&ouml;her kann die Rente ausfallen. Da die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Regelfall mit der wirtschaftlichen Entwicklung zusammenf&auml;llt, gilt &uuml;brigens f&uuml;r die kapitalgedeckte Rente im Prinzip das Gleiche.<br>\nDer Beitrag der FTD tut so, als sei die Senkung der Renten ein Ziel an sich. So k&ouml;nnen nur Leute denken, die offenbar keine Ahnung &uuml;ber die tats&auml;chliche H&ouml;he der derzeitigen Renten haben. Die Durchschnittsrente lag 2006 f&uuml;r M&auml;nner bei 1076 Euro brutto und f&uuml;r Frauen bei 473 Euro.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neues aus dem Casino:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>USA schiebt Investoren Riegel vor <\/strong><br>\nF&uuml;r ausl&auml;ndische Investoren wird es k&uuml;nftig schwieriger werden, in den USA ein Unternehmen zu &uuml;bernehmen. Die US-Regierung hat &ldquo;zum Schutz der nationalen Sicherheit&rdquo; die Kontroll- und Eingreifsm&ouml;glichkeiten versch&auml;rft. Auch in Deutschland geht die Diskussion &uuml;ber verst&auml;rkten Schutz f&uuml;r heimische Unternehmen weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,493975,00.html\">manager-magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wenn es um die heimischen Unternehmen geht, gilt halt etwas anderes, als wenn Heuschrecken &uuml;ber die Unternehmen anderer L&auml;nder herfallen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Anleger wollen schnelle Gewinne&ldquo;<\/strong><br>\nManche sprechen von einer &bdquo;Geldschwemme&ldquo;, andere von einer &bdquo;Liquidit&auml;tsflut&ldquo;: Jedenfalls ging noch nie so viel Geld wie heute um die Welt. Privatanleger und Investmentsfonds suchen auf den globalen Finanzm&auml;rkten unruhig nach immer neuen Anlagem&ouml;glichkeiten f&uuml;r ihre Euro, Dollar und Yen. Doch eins geht dabei schief: Immer noch bleiben gro&szlig;e Regionen &uuml;brig, wo viel zu wenig investiert wird.<br>\nStephany Griffith-Jones, Fachfrau f&uuml;r Finanzm&auml;rkte am Institute of Development Studies in Sussex: Ich stelle mir eine Mischung aus staatlicher und privater Aktivit&auml;t vor. Das Problem ist ja auch nicht einfach ein Markt- oder Staatsversagen, sondern eine Mischung aus beidem. Die M&auml;rkte leiden an dieser Kurzfristigkeit: Die wollen ihr Geld nicht ewig festlegen, wenn sie auch schnelle Gewinne machen k&ouml;nnen. Die Staaten waren zu z&ouml;gerlich, Investitionen zu lenken und Investitionen zu regulieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2007\/28\/geldschwemme-Griffith-Jones-interview?page=1\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Beust bedauert Verkauf der HEW an Vattenfall<\/strong><br>\nF&uuml;r Vattenfall kommt es in diesen Tagen dicke: Nach Preiserh&ouml;hungen und Atompannen wenden sich selbst wohlgesinnte Politiker von dem Stromunternehmen ab. Es sei ein Fehler gewesen, die Hamburgischen Elecricit&auml;ts-Werke an den Konzern zu verkaufen, sagt B&uuml;rgermeister von Beust. Ein staatliches Monopol sei &ldquo;durch ein Quasi-Monopol auf privater Seite ersetzt worden&rdquo;, sagte von Beust.<br>\nVattenfall hatte in den letzten Jahren die Strompreise f&uuml;r Privathaushalte und Firmen in Hamburg kr&auml;ftig erh&ouml;ht, was vor allem von Wirtschaftsvertretern als Gef&auml;hrdung des Standorts kritisiert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,494025,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein typischer Fall von Irref&uuml;hrung der &Ouml;ffentlichkeit, denn:<\/em><\/p>\n<p><strong>Hamburg verl&auml;ngert Vertrag mit Vattenfall<\/strong><br>\nDie Beh&ouml;rde f&uuml;r Wirtschaft und Arbeit hat gestern die Stromlieferung f&uuml;r s&auml;mtliche &ouml;ffentlichen Einrichtungen Hamburgs neu abgeschlossen. Vattenfall hat den Zuschlag f&uuml;r rund 90 Prozent der Stromversorgung erhalten. Die restlichen zehn Prozent der Versorgung &uuml;bernimmt E.on Hanse. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren und kann um zwei Jahre verl&auml;ngert werden. Der Auftragswert bel&auml;uft sich auf rund 48 Millionen Euro pro Jahr, bei j&auml;hrlich etwa 340 Millionen Kilowattstunden Strom f&uuml;r rund 4600 Abnahmestellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/daten\/2007\/07\/12\/769520.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Entweder hat von Beust seinen Senat nicht mehr unter Kontrolle oder er bel&uuml;gt die Hamburger nach Strich und Faden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Bund verscherbelt die Eisenbahn<\/strong><br>\nDas bislang hundertprozentige Eigentum des Bundes an der Bahn wird bis zu 49 Prozent an Investoren verkauft. Die Infrastruktur, also Bahnh&ouml;fe und Schienennetz, bleibt formal g&auml;nzlich im Eigentum des Bundes. Das klingt so weit ganz gut und im Sinne des Gemeinwohls, aber: Faktisch tritt der Bund alle aus diesem Eigentum resultierenden Rechte f&uuml;r mindestens 15 Jahre an die teilprivatisierte Deutsche Bahn AG ab, von der dann die Infrastruktur betrieben und bilanziert wird. Wenn der Bund sich die aus seinem Eigentum folgenden Rechte nach fr&uuml;hestens 15 Jahren zur&uuml;ckholen will, muss er &ndash; und das ist der volkswirtschaftliche Skandal &ndash; an die DB einen sehr hohen, noch nicht bekannten Milliardenbetrag bezahlen.<br>\nDanach beginnt f&uuml;r die Bahn eine dreij&auml;hrige R&uuml;ckabwicklungsphase, es sei denn der Bundestag beschlie&szlig;t ausdr&uuml;cklich eine Verl&auml;ngerung der &Uuml;berlassung an die Bahn AG. In jedem Fall subventioniert der Bund nach der Teilprivatisierung das System Schiene weiterhin mit rund neun Milliarden Euro j&auml;hrlich, womit er zunehmend private Investoren alimentiert. Der Steuerzahler wird also zweimal zur Kasse gebeten.<br>\nF&uuml;r den Bund w&auml;re der einzige Vorteil dieser Transaktion die einmalige Einnahme von etwa f&uuml;nf bis 15 Milliarden Euro aus dem Anteilsverkauf an Investoren. Gemessen an dem eigentlichen Gesamtwert der gigantischen, 170 Jahre alten Einrichtung Eisenbahn, der vorsichtig auf 150 bis 250 Milliarden Euro gesch&auml;tzt wird, ist das ein ausgesprochen schlechtes Gesch&auml;ft. Vor allem f&uuml;r den Steuerzahler, der das von ihm schon einmal finanzierte Netz zur&uuml;ckkaufen soll. Der Verdacht der Veruntreuung von Steuergeldern dr&auml;ngt sich hier auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=archiv&amp;dig=2007\/07\/12\/a0212&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Am 12. Juli hat die Bahngewerkschaft &bdquo;Transnet&ldquo; auf ihrem au&szlig;erordentlichen Gewerkschaftstag ihr gr&uuml;nes Licht f&uuml;r die Bahnprivatisierung gegeben. Jetzt erhellt sich vielleicht auch, warum Mehdorn bei den vorangegangenen Tarifverhandlungen so &uuml;berraschend gro&szlig;z&uuml;gig war. Die Bahn hat sich die Zustimmung von Transnet f&uuml;r ein paar winzige Prozentpunkte gekauft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Das ist illegale Parteienfinanzierung&rdquo;<\/strong><br>\nSie hei&szlig;en &ldquo;Vorw&auml;rts&rdquo;, &ldquo;Bayernkurier&rdquo;, &ldquo;Elde&rdquo; &ndash; Zeitungen von im Bundestag vertretenen Parteien. Nun stellt sich heraus: Mehrere Bundesministerien schalten regelm&auml;&szlig;ig gut bezahlte Anzeigen in den Bl&auml;ttern. Die Bundesregierung lie&szlig; daf&uuml;r von 2004 bis 2007 die Gesamtsumme von 570.121 Euro springen. Das geht aus einer bisher unver&ouml;ffentlichten Aufstellung der Bundesregierung f&uuml;r die Abgeordnete Gesine L&ouml;tzsch (Linke) hervor, die stern.de vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Mitgliederzeitungen-Das-Parteienfinanzierung\/592902.html\">stern.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Internationaler Juristenbund hat Bedenken gegen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Einsatz von &raquo;Tornados&laquo; in Afghanistan<\/strong><br>\nDie Deutsche Sektion der &raquo;International Association of Lawyers Against Nuclear Arms&laquo; (IALANA, Internationaler Zusammenschluss von Juristen gegen Nuklearwaffen) kritisiert die Karlsruher Richter. Nach ihrem Urteil sind der NATO &raquo;Krisenreaktionseins&auml;tze erlaubt, ohne dass dadurch der Charakter als Verteidigungsb&uuml;ndnis in Frage gestellt w&uuml;rde&laquo;. Allerdings verlangt das Verfassungsgericht, dass die Flugzeuge nur im Rahmen des ISAF-Mandats (International Security Assistance Force, Internationale Sicherheitsunterst&uuml;tzungstruppe) der Vereinten Nationen eingesetzt werden d&uuml;rfen. Die Verwendung im Rahmen der Operation Enduring Freedom (OEF, Operation Dauerhafter Frieden) ist offenbar nicht zul&auml;ssig. Aber die Eins&auml;tze seien ja auch rechtlich wie institutionell voneinander getrennt. Beides verlangt deutliche Kritik. Die Trennung ist gar nicht praktizierbar: OEF und ISAF stehen unter dem Kommando ein und derselben Person, des US-Generals Dan K. McNeill. Beide Missionen werden vom selben Hauptquartier aus organisiert. Diese Befehls- und Einsatzstrukturen von OEF und ISAF &ndash; wie die zahlreichen zivilen Opfer der letzten Monate belegen &ndash; gew&auml;hrleisten nicht, da&szlig; die Anforderungen des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts und der Genfer Konventionen zum Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung eingehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/07-13\/017.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Schaupensteiners Seitenwechsel &ndash; die Privatisierung von Amtstr&auml;gern<\/strong><br>\nOberstaatsanwalt Wolfgang Schaupensteiner hat die Seite gewechselt. Er verl&auml;sst im Juli 2007 die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und geht zur Bahn AG. Das l&auml;utet hochoffiziell eine neue, nicht unproblematische Entwicklungsstufe im Verh&auml;ltnis von Staat und Wirtschaft ein: Die Teilprivatisierung von Amtstr&auml;gern. Denn Schaupensteiner<br>\ngab seine Stellung ja nicht auf, sondern wurde von seinem Dienstherrn beurlaubt. Nach 5 Jahren k&ouml;nnte er wieder zur&uuml;ckkehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftsverbrechen.de\/doc\/BIG-3-2007Seiten9-10.pdf\">Business Crime [PDF &ndash; 84 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Gordon Brown stellt sein Programm vor: Soziales und &ouml;ffentliche Sicherheit<\/strong><br>\nBrowns Priorit&auml;ten sind Wohnungsbau, Gesundheit, Ausbildung und Sicherheit. Alle jungen Leute sollten bis zum 18. Lebensjahr in Ausbildung bleiben, sei es in der Schule oder anderweitig. Alle Arbeitnehmer sollen ein Recht auf eine Pensionskasse haben und die Arbeitgeber die Pflicht, ihren Beitrag zu leisten &ndash; derzeit ist eine Pensionskasse nicht obligatorisch. In der Rede der K&ouml;nigin sollen ausserdem neue Gesetze im Gesundheitswesen, f&uuml;r die Kinderbetreuung und f&uuml;r erneuerbare Energie angek&uuml;ndigt werden. Brown ging vor allem auf das Problem der Wohnungsnot ein, das in den letzten Jahren ein Dauerbrenner war. Wohnraum ist in Grossbritannien so teuer geworden, dass sich vor allem junge Leute kaum eine eigene Wohnung leisten k&ouml;nnen. Die Immobilienpreise haben sich in den zehn Jahren der Regierung Blair verdreifacht, was den Ersterwerb einer Wohnung oder eines Hauses schwierig macht. Auch Mieten ist sehr teuer &ndash; und zudem unter Briten, die traditionsgem&auml;ss lieber im Eigenheim wohnen, nicht beliebt. Unter rigorosen Planungsbestimmungen wurde in Grossbritannien w&auml;hrend Jahren zu wenig gebaut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/gordon_brown_stellt_sein_programm_vor_1.526981.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Mal sehen, was noch kommt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Unicheck&rdquo; und die lieben Lobbyisten<\/strong><br>\nAuf der Internetplattform &ldquo;Unicheck.de&rdquo; sollen Studenten bewerten, wie ihre Hochschulen mit ihren Studiengeb&uuml;hren wirtschaften: Wird das Geld sinnvoll eingesetzt &ndash; oder nicht? Doch wie neutral ist &ldquo;Unicheck&rdquo; wirklich? Hinter der harmlosen Seite steckt eine der m&auml;chtigsten deutschen Lobby-Gruppen, die sich seit Jahren f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren einsetzt: Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, kurz INSM. Sie betreibt ihren massiven Feldzug f&uuml;r den Umbau des deutschen Sozialstaates.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/arbeit-karriere\/karriere\/:Bewertungsplattform-Unicheck-Lobbyisten\/592366.html\">stern.de<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Zu sp&auml;t, zu wenig&rdquo;: Deutsches Studentenwerk fordert rasche BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt heute mitteilt, ist die Zahl der BAf&ouml;G-gef&ouml;rderten Studierenden erstmals seit der Reform 2001 wieder r&uuml;ckl&auml;ufig. 2006 erhielten 499.000 Studierende BAf&ouml;G, 1,6% bzw. 8.300 weniger als 2005. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) zeigt sich angesichts der Zahlen sehr beunruhigt und fordert die Bundesregierung eindringlich auf, das BAf&ouml;G rascher und st&auml;rker zu verbessern als geplant. &ldquo;Die j&uuml;ngsten Zahlen sind alarmierend und versch&auml;rfen den Handlungsdruck auf die Bundesregierung. Wir k&ouml;nnen es uns nicht leisten, das BAf&ouml;G noch l&auml;nger zu vernachl&auml;ssigen, sonst versch&auml;rft sich der Fachkr&auml;ftemangel noch mehr, und die von der Bundesregierung angestrebte Studierquote von 40% eines Jahrgangs r&uuml;ckt in weite Ferne&rdquo;, warnte DSW-Pr&auml;sident Prof. Dr. Rolf Dobischat in Berlin. Er kritisiert die j&uuml;ngsten Pl&auml;ne der Bundesregierung, das BAf&ouml;G erst zum Wintersemester 2008\/2009 und dann nur um 5% zu erh&ouml;hen: &ldquo;Das ist zu sp&auml;t und zugleich zu wenig. Das BAf&ouml;G ist seit 2001 nicht mehr an die Preis- und Einkommensentwicklung angepasst worden. Die Bedarfss&auml;tze m&uuml;ssen um mindestens 10%, die Freibetr&auml;ge f&uuml;r das Elterneinkommen um mindestens 9% angehoben werden.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news218480\">idw<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2007\/07\/PD07__280__214,templateId=renderPrint.psml%20\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><strong>Boykott der Studiengeb&uuml;hren in Hamburg zeigt Wirkung<\/strong><br>\nDen Boykotteuren der HfBK war per Schreiben der Hochschulverwaltung als letzte Frist f&uuml;r die Zahlung der Geb&uuml;hren der 9. Juli gesetzt worden. Davon haben sich die Studierenden aber nicht einsch&uuml;chtern lassen. Auf der Vollversammlung der HfBK am selben Tag war jedenfalls nichts davon zu sp&uuml;ren, dass die Studierenden einknicken wollen. Das soll auch den CDU-B&uuml;rgerschaftsabgeordneten klar gemacht werden, die offenbar auf Vermittlung des Hochschulpr&auml;sidenten zu einem Gespr&auml;ch am Donnerstag eingeladen haben. Am Freitag soll dann nochmals demonstriert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-654-hh-boykott-sose2007.php\">Studis Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Hoffnung war vergebens: Nach einer Mahnfrist bis zum 9. Juli exmatrikulierte die Einrichtung am 12. Juli nahezu die H&auml;lfte ihrer Sch&uuml;ler.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Bild&rdquo; l&auml;sst Willy Brandt f&uuml;r sich knien<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/brandt.jpg\" alt=\"Willy Brandt\" title=\"\"><br>\nDie &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung hat nun auch Willy Brandt zur Werbefigur f&uuml;r sich gemacht. Sie zeigt auf ungez&auml;hlten Plakatfl&auml;chen das ber&uuml;hmte Foto, wie der Bundeskanzler am 7. Dezember 1970 vor dem Ehrenmal des j&uuml;dischen Gettos in Warschau kniet. &Uuml;ber Brandts Foto hat die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung ihren Werbeslogan geschrieben, wonach jede Wahrheit einen Mutigen brauche, der sie ausspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/2372\/bild-laesst-willy-brandt-fuer-sich-knien\">Bildblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie zynisch es ist, dass gerade Bild Brandt als Werbetr&auml;ger missbraucht, beweist das Zitat des damaligen Chefredakteurs Peter Boenisch, das Bildblog wiedergibt. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zwei Jahre nachdem sie die &Uuml;bernahme von ProSiebenSat1 durch Springer verhinderte, soll die KEK entmachtet werden<\/strong><br>\nVon einigen Landesmedienanstalten wurde der Versuch unternommen, die Entscheidung der KEK &uuml;ber eine Dreiviertelmehrheit auf der Konferenz der Direktoren der Landesmedienanstalten (KDLM) zu kippen.<br>\nDies misslang jedoch. Nun wurde von Seiten der Landesmedienanstalten &uuml;ber eine &ldquo;Reform&rdquo; der KEK nachgedacht. Die Medienanstalten w&uuml;rden gerne die Medienaufsicht in eine neue Kommission f&uuml;r Zulassung und Aufsicht des bundesweiten Fernsehens integrieren, so der Vorsitzende der Direktorenkonferenz, Reinhold Albert. Diese &ldquo;Integration&rdquo; s&auml;he nach den bisherigen Pl&auml;nen wie folgt aus: Den jetzigen sechs unabh&auml;ngigen und weisungsfreien Sachverst&auml;ndigen des Rundfunk- und des Wirtschaftsrechts wird jeweils ein Mitglied der Landesmedienanstalten vor die Nase gesetzt, die dann zusammen die &ldquo;Medienvielfalt&rdquo; sichern, Senderpl&auml;tze genehmigen und Programme und Werbung zu beaufsichtigen sollen.<br>\nW&auml;hrend die Landesmedienanstalten, die teilweise (wie Siegfried Weischenberg es formulierte) &ldquo;Standortinteressen &uuml;ber die f&uuml;r die demokratische Entwicklung lebensnotwendige Meinungsvielfalt&rdquo; stellten, kommen nicht nur &ldquo;unreformiert&rdquo; davon, sondern sollen auch noch mit einer &ldquo;feindlichen &Uuml;bernahme&rdquo; der KEK belohnt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/25\/25658\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2483","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2483","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2483"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2483\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2483"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2483"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2483"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}