{"id":24865,"date":"2015-02-04T09:15:16","date_gmt":"2015-02-04T08:15:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865"},"modified":"2015-02-04T11:41:55","modified_gmt":"2015-02-04T10:41:55","slug":"hinweise-des-tages-2305","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h02\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h03\">What is Going On in Spain?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h04\">Arbeitsteilige Aggression<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h05\">S&amp;P zahlt 1,5 Milliarden Dollar an US-Beh&ouml;rden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h06\">Apple f&auml;hrt Riesengewinne ein &ndash; und bezahlt Minil&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h07\">LuxLeaks-Aff&auml;re: Null Bock auf Aufkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h08\">Jeronim Capaldo: Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft: Zerfall, Arbeitslosigkeit und Instabilit&auml;t in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h09\">Verhandlungen zwischen EU und USA: TTIP-Papiere sollen geheim bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h10\">Wozu braucht es Schiedsgerichte?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h11\">EuGH-Gutachten: Deutsche Kernbrennstoffsteuer rechtm&auml;&szlig;ig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h12\">Stellungnahme zum Gr&uuml;nbuch &bdquo;Ein Strommarkt f&uuml;r die Energiewende&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h13\">Die Mythen des Reichtums<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h14\">&Ouml;PP &ndash; Pleiten, Pech und Pannen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h15\">AU redet, Tschad handelt, Mugabe holzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h16\">Debatte &uuml;ber Wirtschaftsunterricht: Unkritisch und &uuml;berfl&uuml;ssig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h17\">Publizist klagt gegen die Stadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h18\">Aufkl&auml;rung statt Ressentiments &ndash; Ein Aufruf aus der Wissenschaft angesichts des Ph&auml;nomens Pegida<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865#h19\">Zum Schmunzeln und zur Nachahmung empfohlen, in Variation nat&uuml;rlich<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24865&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Radikalen regieren in Berlin und Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nDie neue griechische Regierung meint es Ernst und bietet der permanent gepredigten Alternativlosigkeit die Stirn. Denn die systematisch betriebene Verarmung eines Landes hat mit Rettungspolitik nichts zu tun.<br>\nDas kleine Griechenland treibt seinen Rettern die Zornesr&ouml;te ins Gesicht. Da w&auml;re zun&auml;chst einmal die Regierungsbildung zu nennen, die entgegen aller demokratischen Gepflogenheiten, bereits einen Tag nach der Wahl als abgeschlossen gelten konnte. Wie geht denn so was, fragte sich der Rest der europ&auml;ischen Wertegemeinschaft. Wei&szlig; doch jeder, dass unter normalen Bedingungen lange zwischen den Koalitionspartnern verhandelt werden oder aber irgendetwas Gesch&auml;ftsunf&auml;higes &uuml;ber den Ablauf der Legislaturperiode hinaus im Amt bleiben m&uuml;sse.<br>\nAls n&auml;chstes machte sich die neugew&auml;hlte Regierung um Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras daran, die eigenen Wahlversprechen in die Tat umzusetzen. Auch das schockte die &uuml;brige europ&auml;ische Wertegemeinschaft, die demokratische Wahlen lediglich als bizarre Showveranstaltung begreift. Hierzulande ist es bekanntlich unfair, Politiker an den Versprechen zu messen, die sie vor einer Wahl abgegeben haben, sagte einmal der gro&szlig;e Spezialdemokrat Franz M&uuml;ntefering. Diesem Offenbarungseid haben sich schlie&szlig;lich alle politischen Lager angeschlossen. Deshalb kann der deutsche EU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger heute auch mit ernster Mine behaupten, das Verhalten der griechischen Regierung sei frech und unversch&auml;mt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2015\/02\/03\/radikalen-regieren-berlin-bruessel-20048998\/\">Andr&eacute; Tautenhahn<\/a><\/li>\n<li><strong>Syrizas erste Sparaktion: Griechische Regierung schafft Minister-Limousinen ab<\/strong><br>\nAlexis Tsipras macht nicht nur beim Geldausgeben ernst: Die neue griechische Regierung verkauft ihren Fuhrpark, darunter einen 750.000-Euro-BMW. Statt Dienstwagen greifen die Minister auf Taxis zur&uuml;ck &ndash; oder fahren Motorrad. [&hellip;]<br>\nDie gesamte Dienstwagenflotte der griechischen Minister steht zum Verkauf, unter anderem ein ma&szlig;gefertigter kugelsicherer BMW mit Satelliten-Kommunikationsanlage und zahllosen Extras im angeblichen Gesamtwert von 750.000 Euro. Angeschafft hatte ihn die Papandreou-Regierung. Genutzt wurde er bis kurz vor der Wahl von Evangelos Venizelos, bis Januar dieses Jahres Vizeregierungschef und Au&szlig;enminister, Chef der griechischen Sozialisten (Pasok) und fr&uuml;her Finanzminister. Jetzt haben sich die Zeiten wenigstens auf den griechischen Stra&szlig;en grunds&auml;tzlich ge&auml;ndert. [&hellip;]<br>\nDie Ma&szlig;nahme geh&ouml;rt offenbar zum Selbstverst&auml;ndnis der neuen Regierung. Tsipras pers&ouml;nlich hat seine Minister angewiesen, gen&uuml;gsam zu sein, kein Geld zu verprassen und auch Dienstreisen m&ouml;glichst in der Economy-Klasse zu absolvieren. Seine Regierungsmitglieder halten sich dran:\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150403_hdt.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/tsipras-regierung-in-griechenland-dienstwagen-verkaufen-bus-fahren-a-1016488.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ein Symbol, aber ein wichtiges. An diesem kleinen Beispiel zeigt sich auch, wodurch zumindest zum Teil die Schulden des S&uuml;dens und die Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands herkommen. Zumindest die deutschen Luxuslimousinenhersteller werden von dieser Art Sparsamkeit gar nichts halten. <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/politik\/aussenpolitik\/1410680\/Uruguay_Der-bescheidenste-Praesident-der-Welt\">Ein echtes Vorbild in Sachen Sparsamkeit war &uuml;brigens<\/a> der uruguayanische Pr&auml;sident Jos&eacute; Mujica. Er lies die luxuri&ouml;se Pr&auml;sidentenvilla verkaufen und investierte die Erl&ouml;se in den sozialen Wohnungsbau. Sein Dienstwagen war ein alter Opel Corsa, die S-Klasse seines Vorg&auml;ngers wurde verkauft. Und schlie&szlig;lich spendete er 90 Prozent seines Gehalts f&uuml;r wohlt&auml;tige Zwecke &ndash; mit 800 Euro pro Monat kam er offenbar aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ralf Stegner: &ldquo;Syriza besch&auml;digt die Linke in Europa&rdquo;<\/strong><br>\nDer SPD-Vize &uuml;bt scharfe Kritik an der griechischen Regierung. Die Gefahr sei gro&szlig;, dass sich EU-L&auml;nder an ihr orientieren. Berlin m&uuml;sse daher seine Sparpolitik &auml;ndern. Interview: Peter Dausend<br>\nZEIT ONLINE: Herr Stegner, sind Sie als SPD-Linker ein Fan von Alexis Tsipras?<br>\nRalf Stegner: Nein, Herr Tsipras ist kein Sozialdemokrat &ndash; also kann ich kein Fan sein. Ich habe aber Respekt vor dem griechischen Wahlergebnis. Und das sollten wir prinzipiell in Deutschland haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-02\/ralf-stegner-alexis-tsipras-griechenland\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Eine solch armselige Reaktion kann einem ja nur noch in Depressionen jagen. Stegner k&ouml;nne kein Fan von Tsipras sein, weil dieser kein Sozialdemokrat sei. F&auml;llt den sogenannten Linken in der SPD denn wirklich keine andere Strategie im Umgang mit dem griechischen Ereignis ein? Wenn sie so weitermachen, dann werden sie dezimiert wie die Pasok, die fr&uuml;here griechische Sozialdemokratie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Appell Hellas: Brief an Sch&auml;uble<\/strong><br>\nSehr geehrter Herr Minister, wir sind sicher, dass Sie die Ein&auml;ugigkeit gewisser deutscher Leitmedien (&bdquo;BILD&ldquo; am 27.1.: &bdquo;DAS SOLLEN DIE GRIECHEN ALLES KRIEGEN!&ldquo;) nicht als Ihr Vorbild betrachten. Mit dieser Ein&auml;ugigkeit (Punkt 2 und 3 unseres Appells) wird kostbares Beziehungsporzellan zwischen Deutschland und Griechenland zerdeppert. Gerade auch von Ihnen aber h&auml;ngt es jetzt ab, ob unsere Beziehungen historisch irreversibel besch&auml;digt werden: Handeln Sie politisch statt rein technokratisch. Erkennen Sie an, dass es sich bei den Troikaabkommen um eine inzwischen v&ouml;llig gescheiterte Fehlpolitik handelt, die unser Appell als &bdquo;Br&uuml;ningpolitik&ldquo; bezeichnet, um an die katastrophalen historischen Erfahrungen mit dieser Art Politik in Deutschland zu erinnern. &Ouml;ffnen Sie jetzt die Mauer Ihres &bdquo;Mauerns&ldquo;, brechen Sie fatale Tabus und ziehen Sie sich nicht l&auml;nger hinter Floskeln wie &bdquo;ein Schuldenerlass ist kein Thema&ldquo; oder &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; (dazu unser Punkt 7) zur&uuml;ck. Es w&auml;re f&uuml;r alle Beteiligten traurig, wenn Sie als ein neuer Br&uuml;ning und katastrophenausl&ouml;sender &bdquo;Hardliner&ldquo;, der in Griechenland ewig verhasst bleibt, in die Geschichte eingehen w&uuml;rden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/appell-hellas.de\/?p=122\">Appell Hellass Brief an Sch&auml;uble<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/appell-hellas.de\/?p=128\">Pressemitteilung &ndash; Der deutsch-griechische Appell gegen mediale Ein&auml;ugigkeit und f&uuml;r Verhandlungen &uuml;ber einen Schuldenerlass auf Regierungsebene<\/a><\/li>\n<li><strong>Brief aus Athen: Schulz&rsquo; Behauptung, Tsipras spreche f&uuml;r eine Minderheit, zeigt seine Ahnungslosigkeit<\/strong><br>\nVon Markus Barth, Athen. Vor gut einer Woche haben gut 36% der Griechen Syriza gew&auml;hlt, knapp 5% Anel. Nicht wenige deutsche Kommentatoren machen daraus ein Legitimationsproblem. Auch Martin Schulz erkl&auml;rt den Lesern des Spiegel im Interview vom Samstag: &ldquo;36,3% haben f&uuml;r Syriza gestimmt. Zwei Drittel der Griechen teilen also nicht die Auffassung von Herrn Tsipras.&rdquo; Herr Schulz h&auml;tte sich vorher informieren sollen, bevor er nach Athen reiste, um Tacheles zu reden, dann w&auml;re er vielleicht nicht so abgeblitzt und nachher auch noch von Kommissionschef Juncker abgewatscht worden.<br>\nNach einer Umfrage des Instituts Metron Analysis im Auftrag der eher konservativen Zeitung Parapolitika sind 56% der Befragten mit dem Wahlergebnis zufrieden und nur 18% unzufrieden. Ebenfalls 56% sehen die Koalition mit der Anel positiv, negativ &auml;u&szlig;ern sich hier 35%. Deren Vorsitzender Kammenos hatte &uuml;brigens vor der Wahl eine eindeutige Koalitionsaussage zugunsten Syriza gemacht im Gegensatz zu der neuen Partei To Potami, die sich alle Optionen offengehalten hatte. 60% Zustimmung erzielt der neue Finanzminister Varoufakis, 11% lehnen ihn ab. Die Ernennung von Kammenos zum Verteidigungsminister wird von 36% abgelehnt aber doch von einer knappen Mehrheit von 51% der Befragten gutgeheissen, deutlich mehr als dem Wahlergebnis seiner Partei entspraeche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/242-brief-schulz-umfragen#1-weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue L&ouml;cher in Athen<\/strong><br>\nDie griechische Linksregierung verhandelt &uuml;ber die Altschulden ihres Landes &ndash; doch schon klaffen neue Milliardenl&ouml;cher im Etat. Nach Sch&auml;tzungen d&uuml;rften etwa 6,5 Milliarden Euro fehlen. Ein erstes Problem: Die Steuereinnahmen sind seit November um etwa 5 Milliarden Euro eingebrochen, weil viele Griechen die &Uuml;berweisungen ans Finanzamt eingestellt haben. Da Syriza versprochen hat, die verhasste Immobiliensteuer zu senken, nahmen viele Steuerb&uuml;rger dieses Wahlgeschenk schon einmal vorweg. Auch bei den Sozialversicherungen steht bereits ein Minus von 1,5 Milliarden Euro in den B&uuml;chern. Bereits im M&auml;rz k&ouml;nnte es schwierig werden, die Renten p&uuml;nktlich auszuzahlen, wie die neue Regierung einr&auml;umen musste. Gleichzeitig ist es eher unwahrscheinlich, dass so bald die ersehnten neuen Einnahmen flie&szlig;en.<br>\nDer griechische Premier Alexis Tsipras hat zwar versprochen, die Reichen st&auml;rker zu besteuern. Doch eine Gruppe ist bereits ausgenommen, wie griechische Zeitungen berichten: die Reeder. Denn die Schifffahrt ist in Griechenland nur ans&auml;ssig, weil sie keine Steuern zahlen muss. Sonst w&uuml;rde sie abwandern, zum Beispiel nach Zypern. Der neue Wirtschaftsminister Stathakis wei&szlig; dies bestens: Er stammt aus einer Reederfamilie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2015%2F02%2F03%2Fa0041&amp;cHash=3368d57e25859b7ad7bc11ea740bdc16\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Traurig ist es, wie wenig die meisten Politiker in Europa, in Br&uuml;ssel und Berlin insbesondere, den m&ouml;gliche Wahlsieg von Tsipras antizipiert haben und daher wenig intelligent und verantwortungsvoll reagieren. Wie wenig sie sich um den Zusammenhalt Europas bem&uuml;hen. Schon das Gebaren allzu vieler, das sich in eher d&uuml;mmlichen, Pubertierenden &auml;hnelnden Drohungen ersch&ouml;pft, ist kaum zu ertragen. &ndash; Was f&uuml;r eine Botschaft k&ouml;nnte es f&uuml;r Europa sein, wenn diese Politiker Fehler einzur&auml;umen beg&auml;nnen, wie sie z.B. einige &Ouml;konomen des IWF vor zwei Jahre einger&auml;umt haben. Glaubt denn irgendjemand tats&auml;chlich, dass die dominante Politik der letzten Jahre fehlerlos war. Mag sein, dass Politiker im Laufe der Zeit verinnerlichen, keine Fehler zuzugeben, weil dies als Schw&auml;che ausgelegt werden k&ouml;nnte. Staatsm&auml;nner\/frauen m&uuml;ssen in der Lage sein, Fehler einzur&auml;umen, um durch Fehlerbereinigung ihr Land vor Schaden zu bewahren.<\/em><br>\n<em>Andererseits d&uuml;rfen diejenigen, die z.B. den Sieg von Syriza als Fehlerbereinigung begr&uuml;&szlig;en, nicht den unendlich dornenvollen Weg ignorieren, den Griechenland immer noch vor sich hat. Und sie d&uuml;rfen sich auch in der kritischen Analyse des Landes nicht zur&uuml;ckhalten. Mich st&ouml;rt z.B. die steuerliche Freistellung der Reeder gewaltig. Es hat schon ein &ldquo;Geschm&auml;ckle&rdquo;, dass die Ehefrau des Koalitionspartners, Panos Kammenos, selbst eine wohlhabende Reederin ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Fehdehandschuh hingeworfen<\/strong><br>\nW&uuml;rden in der EU Begriffe wie Solidarit&auml;t und Gerechtigkeit nicht als Phrase verwendet, sondern beim Wort genommen, m&uuml;sste man den Rauswurf der Troika begr&uuml;&szlig;en<br>\nDie EU-Patriarchen f&uuml;hlen sich in ihrer Selbstgef&auml;lligkeit getroffen, wirken aufgescheucht und genervt. Es ist derma&szlig;en ungewohnt, Widerstand und Widerspruch erdulden und gar hinnehmen zu m&uuml;ssen. Von EU-Parlamentspr&auml;sident Schulz &uuml;ber den deutschen Finanzminister Sch&auml;uble bis zu Eurogruppenchef Dijsselbloem reagieren sie wie Zuchtmeister, denen der Z&ouml;gling den erw&uuml;nschten Gehorsam verweigert.<br>\nEuropas Very Serious People, inklusive der medialen Entourage, wirkt von Tag zu Tag l&auml;cherlicher. Dabei ist nichts weiter passiert, als dass jemand in einem lange nicht gel&uuml;fteten Haus die Fenster aufst&ouml;&szlig;t, um wieder durchatmen zu k&ouml;nnen. Die neue Regierung in Athen wirft dem abgewirtschafteten Koloss Euroland keck den Fehdehandschuh hin. Was daraufhin geschieht, war zu erwarten und wirkt einfallslos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/fehdehandschuh-hingeworfen?utm_content=buffer8e86f&amp;utm_medium=social&amp;utm_source=facebook.com&amp;utm_campaign=buffer\">Lutz Herden im Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Europa: Der Zusammenhalt steht auf dem Spiel<\/strong><br>\nIn der EU bestehen bedenkliche Ungleichheiten in den Bereichen Bildung, Besch&auml;ftigung und Verm&ouml;gen. Auch f&uuml;r die Demokratie ist das ein Problem. Wie gravierend dieses Problem ist, haben Jutta Allmendinger, die Pr&auml;sidentin des Wissenschaftszentrums Berlin f&uuml;r Sozialforschung (WZB), und die WZB-Forscherin Ellen von den Driesch in einer Studie zusammengefasst, in die auch die Ergebnisse eines von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung unterst&uuml;tzten Projekts eingeflossen sind. Die Wissenschaftlerinnen weisen anhand von Daten der EU-Kommission und der OECD nach, dass die soziale Unwucht in Europa in vielerlei Hinsicht zugenommen hat. Eine Schl&uuml;sselrolle spielt dabei der ungleiche Zugang zu Bildung.<br>\nWenn es nicht gelingen sollte, die sozialen Ungleichheiten einzud&auml;mmen, droht nach Einsch&auml;tzung der Wissenschaftlerinnen auch die Demokratie Schaden zu nehmen: Untersuchungen h&auml;tten gezeigt, dass verschiedene Formen der politischen Partizipation wie etwa das Engagement in Parteien oder B&uuml;rgerinitiativen in ungleichen Gesellschaften zur&uuml;ckgehen. Zudem leide die Solidarit&auml;t unter den B&uuml;rgern nachweislich unter sozialen Gegens&auml;tzen. Alles in allem sei davon auszugehen, dass Ungleichheit die politische Exklusion ganzer Bev&ouml;lkerungsschichten und den Extremismus bef&ouml;rdert. Um das zu verhindern, m&uuml;sse neben der wirtschaftlichen endlich auch die soziale Union vorangetrieben werden. Verfehlte Bildungspolitik, Sozialk&uuml;rzungen, Arbeitsmarktderegulierung und unzureichende Besteuerung von Verm&ouml;gen und hohen Einkommen versch&auml;rften die Ungleichheit und schw&auml;chten den sozialen Fortschritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/52744_52758.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/bibliothek.wzb.eu\/pdf\/2014\/p14-005.pdf\">Inequalities in Europe: Facing the Challenge<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Herz und eine Seele<\/strong><br>\nBeim italienisch-griechischen Gipfel demonstrieren Alexis Tsipras und Matteo Renzi Einigkeit. Gemeinsamer Nenner ist die Ablehnung der europ&auml;ischen Sparpolitik.<br>\nEin bisschen enger wurde es am Dienstag Abend f&uuml;r Angela Merkel in Europa: Das Spitzentreffen zwischen Griechenlands neuem Premier Alexis Tsipras und Italiens Regierungschef Matteo Renzi endete in bestem Einvernehmen. Auf der abschlie&szlig;enden Pressekonferenz zeigten sich die zwei &ndash;  beide erst 40 Jahre alt und von der Aura ebenso talentierter wie ein wenig l&uuml;mmelhafter gro&szlig;er Jungs umgeben &ndash; als seien sie ein Herz und eine Seele. [&hellip;]<br>\nNoch am Vorabend des italienisch-griechischen Gipfels in Rom hatten deutsche Regierungskreise gestreut, Renzi habe in einem Telefonat mit Merkel die deutsche Position unterstrichen: Griechenland habe seine Verpflichtungen gegen&uuml;ber den internationalen Gl&auml;ubigern und der EU einzuhalten. Ganz so einfach ist es nicht. Wenigstens auf seiner Pressekonferenz mit Tsipras war ein ganz anderer Renzi zu vernehmen, einer der den neuen Premier Griechenlands nicht blo&szlig; im Namen der gemeinsamen Vergangenheit als &ldquo;kulturelle Gro&szlig;m&auml;chte&rdquo; willkommen hie&szlig;, &ldquo;bei allen Meinungsverschiedenheiten im Detail&rdquo;, w&auml;hrend Tispras unwidersprochen gleich mit der Bemerkung nachsetzte, er k&ouml;nne zwar kein italienisch, &rdquo; aber wir sprechen die gleiche Sprache&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-02\/eurokrise-griechenland-italien-tsipras-renzi-treffen\/komplettansicht\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es tut sich was im S&uuml;den Europas. Entscheidend d&uuml;rfte sein, ob Frankreich die Chance der Stunde nutzt und gemeinsam mit den aufbegehrenden Staaten eine Fraktion gegen Angela Merkel bildet. Erstmals seit vielen Jahren glimmt am Ende des Tunnels wieder ein kleines Licht auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Germany has a convenient but flawed collective memory<\/strong><br>\nThere is a lot of discussion at present about the historical inconsistency of the German position with regard any debt relief to the Greek government. Angela Merkel has reiterated over the weekend that there would be no further debt relief. Why she is now a spokesperson for the Troika that does not include the German government is interesting in itself. In this context, I recall a very interesting research study published in 2013 &ndash; One Made it Out of the Debt Trap &ndash; by German researcher J&uuml;rgen Kaiser, who examined the London Debt Agreement 1953 in great detail. After becoming familiar with the way the Allies handled the deeply recalcitrant Germany and its massive debt burden in that period, one wonders why the German government is so vehemently against giving relief to Greece. This is especially in the context that the only mistake that Greece made was joining the Eurozone and surrendering its own capacity to deal with a major financial crisis. The &lsquo;mistakes&rsquo; of the German nation before the London Agreement have been paraded before us all again with the 70th anniversary of the liberation of the Auschwitz death camp featuring in world events last week.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bilbo.economicoutlook.net\/blog\/?p=30094#more-30094\">Bill Mitchell<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>What is Going On in Spain?<\/strong><br>\nSomething is happening in Spain. A party that did not exist one year ago, Podemos, with a clear left-wing program, would win a sufficient number of votes to gain a majority in Spanish Parliament if an election were held today. Meanwhile, the leaders of the group G-20 attending their annual meeting in Australia were congratulating the president of the Spanish conservative-neoliberal government, Mr. Mariano Rajoy, for the policies that his government had imposed. (I use the term &ldquo;imposed&rdquo; because none of these policies were written in its electoral program.) These included: (1) the largest cuts in public social expenditures (dismantling the underfunded Spanish welfare state) ever seen since democracy was established in Spain in 1978 and (2) the toughest labor reforms, which have substantially deteriorated labor market conditions. Salaries have declined by 10% since the Great Recession started in 2007, and unemployment has hit an all-time record of 26% (52% among the youth). The percentage of what the trade unions defined as &ldquo;shit work&rdquo; (temporary, precarious work) has increased, becoming the majority of new contracts in the labor market (more than 52% of all contracts), and 66% of unemployed people do not have any form of unemployment insurance or public assistance&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.counterpunch.org\/2015\/01\/09\/what-is-going-on-in-spain\/\">counterpunch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitsteilige Aggression<\/strong><br>\nVor den Ukraine-Gespr&auml;chen am Rande der bevorstehenden M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz schlie&szlig;en deutsche Au&szlig;enpolitiker eine Zustimmung zu US-Waffenlieferungen an Kiew nicht aus. Entsprechende &Uuml;berlegungen in Washington halte er &ldquo;f&uuml;r angemessen und wichtig&rdquo;, erkl&auml;rt der Leiter der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, nach Vorst&ouml;&szlig;en aus US-Regierungskreisen, laut denen etwa panzerbrechende Waffen und Drohnen an die ukrainischen Streitkr&auml;fte geliefert werden k&ouml;nnten. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;ern sich ungeachtet ablehnender Erkl&auml;rungen der Bundeskanzlerin auch mehrere Bundestagsabgeordnete. Hintergrund ist, dass Kiew den B&uuml;rgerkrieg bislang nicht im Sinne des Westens entscheiden kann, die ukrainischen Truppen in teils desolatem Zustand sind und Desertionen wie auch Proteste gegen die blutigen K&auml;mpfe zunehmen. Die offizielle Lieferung t&ouml;dlicher Waffen an die Ukraine durch die Staaten des Westens gilt als Option, um eine Wende herbeizuf&uuml;hren. Sicherheitskonferenz-Leiter Ischinger h&auml;lt dabei eine &ldquo;Arbeitsteilung&rdquo; zwischen Washington und Berlin f&uuml;r denkbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59047\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>S&amp;P zahlt 1,5 Milliarden Dollar an US-Beh&ouml;rden<\/strong><br>\nIm Streit um gesch&ouml;nte Kreditbewertungen hat sich Standard &amp; Poor&rsquo;s mit den US-Beh&ouml;rden geeinigt. Die Ratingagentur muss insegsamt 1,5 Milliarden Dollar zahlen &ndash; und kommt damit noch vergleichsweise glimpflich davon&hellip;<br>\nJeweils 687,5 Millionen Dollar gehen an das Justizministerium und 20 Bundesstaaten. Weitere 125 Millionen Dollar flie&szlig;en an den kalifornischen Pensionsfonds Calpers. S&amp;P kauft sich damit in einem Verfahren um frisierte Bonit&auml;tsnoten frei. Der Ratingfirma war vorgeworfen worden, Investoren mit zu positiven Kreditbewertungen in die Irre gef&uuml;hrt und so die Finanzkrise angefacht zu haben&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/dienstleister\/ratingagentur-sundp-zahlt-1-5-milliarden-dollar-an-us-behoerden\/11321242.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zurecht beklagt der Chefredakteur des Handelsblatts in seinem Tagesr&uuml;ckblick, dass die Bonit&auml;tsfriseure ungeschoren bleiben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Apple f&auml;hrt Riesengewinne ein &ndash; und bezahlt Minil&ouml;hne<\/strong><br>\nBis zu 77 Stunden pro Woche m&uuml;ssten die Besch&auml;ftigten in der Produktion des iPhone 6 arbeiten. Manche ArbeiterInnen w&uuml;rden 158 &Uuml;berstunden monatlich anh&auml;ufen. Und trotzdem verdienten sie weniger als das lokale Durchschnittseinkommen. Diese Angaben &uuml;ber eine Apple-Zulieferfabrik in der chinesischen Stadt Wuxi bei Schanghai ver&ouml;ffentlichte die Arbeitsrechtsorganisation China Labor Watch im vergangenen September. Das ist die eine Sicht auf Apple. Das Unternehmen selbst hat soeben erstaunliche Zahlen bekannt gegeben: 18 Milliarden Dollar Nettogewinn (16 Milliarden Euro) verbuchte der Hersteller von iPhones, iPads und MacBooks alleine im vierten Quartal 2014. Nach Angaben mehrerer Agenturen war das der nominal h&ouml;chste Profit, den jemals eine Firma erzielte. Vor Weihnachten rissen sich die Verbraucher mal wieder um die Apple-Produkte. 74,5 Millionen iPhones wurden in nur drei Monaten verkauft.<br>\nDas sind zwei Seiten derselben Medaille. Nach Information des internationalen Kritikernetzwerks Good Electronics machen die Arbeitskosten beispielsweise eines Smartphones lediglich rund 2 Prozent des Fabrikpreises von 100 Dollar aus. Diese Summe zahlen die Markenkonzerne an die Zulieferfirma. Im Gesch&auml;ft wird das Ger&auml;t dann f&uuml;r 500 Euro verkauft. Aus solchen Spannen finanzieren Firmen wie Apple die Entwicklung, das Design, den Vertrieb, die Geh&auml;lter der Ingenieure und Vorst&auml;nde sowie ihren Gewinn. Das Verteilungsprinzip ist einfach: Der gr&ouml;&szlig;te Teil des Geldes bleibt da, wo die Entwicklung stattfindet. Bei Apple ist das Cupertino in Kalifornien. Obwohl die Produktion der Ger&auml;te &uuml;berwiegend in China angesiedelt ist, landet dort nur ein kleiner Teil des Erl&ouml;ses. Pauline Overeem von Good Electronics fordert, dass die ArbeiterInnen in China wenigstens L&ouml;hne erhalten sollten, die die Grundbed&uuml;rfnisse einer Familie decken. Daf&uuml;r m&uuml;ssten die Geh&auml;lter etwa verdoppelt werden. Das aber lehnen die Elektronikkonzerne ab. Heute verdienen ArbeiterInnen in der Smartphone-Produktion umgerechnet beispielsweise 350 Euro monatlich. &ldquo;Dieser Lohn deckt die steigenden Lebenshaltungskosten nicht ab&rdquo;, sagt Overeem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/wirtschaft-3\/apple-faehrt-riesengewinne-ein-und-bezahlt-miniloehne--99665580.html\">Badische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich sollten wir uns nichts vormachen. Nicht nur Apple, auch andere Firmen wie z.B. Samsung lassen in China zu den &auml;hnlichen Bedingungen arbeiten. Leider scheint auch Chinas Regierung die Einhaltung von Mindeststandards wenig zu k&uuml;mmern. Im Gegenteil sie reagiert z.B. auf Drohungen des westlicher Konzerne, dass der Mindestlohn in China nicht weiter steigen d&uuml;rfe, sonst &hellip; <a href=\"http:\/\/www.adbi.org\/files\/2010.12.14.wp257.iphone.widens.us.trade.deficit.prc.pdf\">Yuqing Xing und Neal Detert<\/a> haben in einer fr&uuml;heren Untersuchung  errechnet, dass die Gewinnspanne bei einem fr&uuml;heren IPhone ( Preis: 500 Dollar) 64 Prozent betrug. Sie d&uuml;rfte heute immer noch &auml;hnlich ausfallen. Dass Apple bei Arbeitskosten von 2 Prozent keinen Spielraum f&uuml;r Lohnerh&ouml;hungen sieht, ist nicht nur eine schlechte Nachricht f&uuml;r die Chinesen, sondern auch f&uuml;r uns. Die Schwellenl&auml;nder sind schon l&auml;ngst das Einfalltor f&uuml;r die Transformation westlicher Industrienationen im Geist des Fr&uuml;hkapitalismus. Erstes Ziel: gewerkschaftsfreie M&auml;rkte wie in China. Beispielhaft fahren deutsche Unternehmen von ThyssenKrupp bis zur Deutschen Post\/DHL  im S&uuml;den der USA einen kompromisslosen Anti-Gewerkschaftskurs. &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/34957_35223.htm\">In Europa Dr. Jekyll, in USA Mr. Hyde<\/a>&rdquo; schreibt Stefan Scheytt bereits 2011.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>LuxLeaks-Aff&auml;re: Null Bock auf Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nWird die &bdquo;LuxLeaks&ldquo;-Steueraff&auml;re doch nicht aufgekl&auml;rt? Kurz vor der entscheidenden Sitzung im Europaparlament am Donnerstag sind neue Zweifel aufgekommen. Ein Rechtsgutachten stellt &uuml;berraschend den von den Gr&uuml;nen beantragten Untersuchungsausschuss in Frage. In wochenlanger &Uuml;berzeugungsarbeit haben es Gr&uuml;ne und Linke geschafft, genug Unterschriften f&uuml;r einen Untersuchungsausschuss im Europaparlament einzusammeln. Sogar CDU- und CSU-Abgeordnete ziehen mit, obwohl ihre Fraktion offiziell wie ein Mann hinter Juncker steht. Am Donnerstag sollen die Fraktionschefs den Ausschuss aus der Taufe heben. Doch am Dienstag zog Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz (SPD) ein Gutachten aus dem Hut, dem zufolge das von den Gr&uuml;nen beantragte Mandat nicht rechtskonform sei. In diesem Mandat seien &bdquo;die mutma&szlig;lichen Verst&ouml;&szlig;e der anwendbaren Regeln nicht ordnungsgem&auml;&szlig; identifiziert und spezifiziert&ldquo;. Die Gr&uuml;nen vermuten ein politisches Man&ouml;ver, um den Ausschuss in letzter Minute doch noch zu verhindern. &bdquo;Wir sind &uuml;berzeugt, dass alle Einw&auml;nde des juristischen Dienstes ausger&auml;umt werden k&ouml;nnen&ldquo;, sagt Fraktionschefin Rebecca Harms. Ob der Ausschuss zustande komme, sei nur eine Frage des politischen Willens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/LuxLeaks-Affaere\/%21154048\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jeronim Capaldo: Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft: Zerfall, Arbeitslosigkeit und Instabilit&auml;t in Europa<\/strong><br>\nDie Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft wird nach Angaben ihrer Bef&uuml;rworter das Wachstum in Europa und in den USA beleben. Von der Europ&auml;ischen Kommission gest&uuml;tzte Hochrechnungen weisen auf ein positives, wenn auch zu vernachl&auml;ssigendes Wachstum im Hinblick auf das BIP und pers&ouml;nliche Einkommen hin. Paradoxerweise zeigen diese Projektionen auch, dass jedwede Zunahmen im transatlantischen Handel zu Lasten des Intra-EU-Handels gehen und den Prozess der europ&auml;ischen Wirtschaftsintegration umkehren w&uuml;rden. Au&szlig;erdem werden in letzter Zeit in der Literatur Probleme bei der einflussreichsten Bewertung der Auswirkungen der TTIP aufgezeigt. Nachweislich beruhen Hochrechnungen verschiedener Institute auf demselben Modell eines rechenbaren allgemeinen Gleichgewichts (englisch: Computable General equilibrium &ndash; CGE), das sich als Instrument f&uuml;r handelspolitische Analysen als inad&auml;quat herausgestellt hat.<br>\nIn diesem Papier untersuchen und bewerten wir die Auswirkungen der TTIP unter Verwendung des Global-Policy-Modells der Vereinten Nationen, welches vern&uuml;nftigere Annahmen &uuml;ber makro&ouml;konomische Anpassungen, Besch&auml;ftigungsdynamik und Welthandel verwendet. Wir prognostizieren, dass die TTIP zu einer Schrumpfung des BIP, der pers&ouml;nlichen Einkommen und der Besch&auml;ftigung f&uuml;hren wird. Au&szlig;erdem gehen wir von einer Erh&ouml;hung der Instabilit&auml;t an den Finanzm&auml;rkten und von einem weiteren R&uuml;ckgang des Anteils der Arbeitnehmer am BIP aus. Nach einer Bewertung mit dem Modell der Vereinten Nationen scheint die TTIP den wirtschaftlichen Zerfall statt die Integration in Europa zu f&ouml;rdern. Zumindest kann man davon ausgehen, dass die amtlichen Studien keine solide Grundlage f&uuml;r eine fundierte Entscheidung zur TTIP sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dokumente.linksfraktion.de\/inhalt\/ttip-studie-zerfall-arbeitslosigkeit-instabilita-t-europa-jeroni.pdf\">linksfraktion.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NachDenkSeiten habe schon mehrfach auf die Studie von Jeronim Capaldo, &ldquo;<a href=\"http:\/\/ase.tufts.edu\/gdae\/Pubs\/wp\/14-03CapaldoTTIP.pdf\">The Trans-Atlantic Trade and Investment Partnership: European Disintegration, Unemployment and Instability<\/a>&ldquo;, hingewiesen. Nachdem die Studie bereits auf Franz&ouml;sisch und Italienisch vorliegt, k&ouml;nnen wir endlich  die deutsche Fassung lesen. Diese &Uuml;bersetzung wurde vom Sprachendienst des Deutschen Bundestages im Auftrag des MdB Klaus Ernst (Bundestagsfraktion Die LINKE.) erstellt. Die mathematischen Anh&auml;nge A\/B sind nicht enthalten. Es wird hierzu auf die Originalstudie verwiesen.<\/em><br>\n<em>Klaus Ernst schrieb anl&auml;sslich der deutschen &Uuml;bersetzung: &ldquo;Heute beginnt die 8. Verhandlungsrunde &uuml;ber das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) in Br&uuml;ssel. Wir werden wieder viel h&ouml;ren und lesen von den m&ouml;glichen &bdquo;Chancen&ldquo; des TTIP und dessen positive Effekte f&uuml;r Wachstum, Arbeitspl&auml;tze und h&ouml;here L&ouml;hne und Einkommen. Seit Monaten werden diese frohen Botschaften verk&uuml;ndet und als Beleg daf&uuml;r unterschiedliche Auftragsstudien u.a. des M&uuml;nchner Ifo-Instituts und der Bertelsmann-Stiftung angef&uuml;hrt. Vergessen wird hier gern, dass f&uuml;r diese Aussagen spezielle &ouml;konomische Modelle mit unrealistischen Annahmen &bdquo;gebastelt&ldquo; werden m&uuml;ssen.<\/em><br>\n<em>Jeronim Capaldo, Wirtschaftswissenschaftler am Global Development and Trade Institute der US-amerikanischen Tufts University, hat den mangelnden Realit&auml;tsbezug der Auftragsstudien in einer ALTERNATIVEN STUDIE mit realistischeren Annahmen herausgearbeitet und kommt allein deshalb zu ganz anderen Ergebnissen: Nach Capaldo k&ouml;nnten aus TTIP u.a. massive Verluste bei den Arbeitseinkommen (bis zu 5.500 Euro), im Saldo ein fl&auml;chendeckender Arbeitsplatzabbau (rund 600.000) und generell ein sinkendes Wirtschaftswachstum in der EU resultieren. Entsprechend k&ouml;nnte sich die bereits heute instabile soziale und &ouml;konomische Lage in vielen europ&auml;ischen Mitgliedsstaaten durch TTIP sogar noch zuspitzen.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Erw&auml;hnt werden sollte, dass Capaldo sich auf die Auswirkungen des Handels in neuen Wirtschaftsraum konzentriert. Die Auswirkungen von Investitionen und Investitionsschutzabkommen wurden au&szlig;er Acht gelassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verhandlungen zwischen EU und USA: TTIP-Papiere sollen geheim bleiben<\/strong><br>\nDie US-Regierung setzt bei den Verhandlungen &uuml;ber das umstrittene Handels- und Investitionsabkommen TTIP weiterhin auf ein H&ouml;chstma&szlig; an Geheimhaltung und ver&auml;rgert damit ihre europ&auml;ischen Partner. Anlass daf&uuml;r ist eine vom US-Handelsbeauftragten Michael Froman im Dezember erlassene Richtlinie &uuml;ber den eng begrenzten Zugang von Regierungsbeamten der EU- Staaten zu den Verhandlungsdokumenten, die dem Tagesspiegel vorliegt. Demnach will die US-Seite die Einsicht in die Papiere auch f&uuml;r die direkt zust&auml;ndigen Mitarbeiter der EU-Regierungen sehr restriktiv handhaben. Daf&uuml;r sollen die nationalen Beh&ouml;rden zun&auml;chst eine Liste der befassten Beamten nach Washington senden. Sodann sollen die benannten Mitarbeiter nach Anmeldung an zwei Tagen pro Woche die M&ouml;glichkeit haben, in einem Leseraum der jeweiligen US-Botschaft die Papiere zu studieren. Zugelassen sind stets h&ouml;chstens zwei Beamte f&uuml;r zwei Stunden, und das auch nur mit &bdquo;Kugelschreiber oder Bleistift und Papier, um begrenzte Notizen zu machen&ldquo;, wie es in der Richtlinie hei&szlig;t.<br>\nDie Bundesregierung hatte genauso wie andere EU-Regierungen seit Langem beklagt, dass ihre Fachleute sich kein eigenes Bild vom Stand der Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und der US-Regierung an Hand der bereits ausgehandelten Dokumente machen k&ouml;nnen. Nach Meinung von Matthias Machnig, Staatssekret&auml;r im Bundeswirtschaftsministerium, ist die Geheimhaltung der jeweiligen Positionen auf amerikanischer Seite auch &bdquo;einer der wichtigsten Gr&uuml;nde&ldquo;, warum viele EU-B&uuml;rger das geplante Abkommen kritisch sehen. Denn damit sei verborgen, ob die US-Regierung tats&auml;chlich auf die Einschr&auml;nkung des Verbraucher- und Datenschutzes in der EU dr&auml;nge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/verhandlungen-zwischen-eu-und-usa-ttip-papiere-sollen-geheim-bleiben\/11317752.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wozu braucht es Schiedsgerichte?<\/strong><br>\nDie Deutschen fremdeln mit dem Freihandelsabkommen TTIP. Vor allem der geplante Investorenschutz mit Schiedsgerichten st&ouml;rt viele. Es w&auml;re schade, wenn das Abkommen am Streit dar&uuml;ber scheitern w&uuml;rde. (&hellip;)<br>\nWozu aber brauchen demokratische Rechtsstaaten einen Investorenschutz? Pr&uuml;fen wir in aller K&uuml;rze die Argumente:\n<ol>\n<li>Wenn ausl&auml;ndische Investoren Staaten verklagen, nehmen beamtete Richter dieser Staaten instinktiv die Seite des dortigen Gesetzgebers (ihres Dienstherrn) ein, hei&szlig;t es. Vor neutralen Schiedsgerichten gehe es fairer zu. Doch die Voraussetzung dieser Begr&uuml;ndung muss den Glauben aller Wohlmeinenden in die Justiz (vielleicht sind wir naiv) ersch&uuml;ttern. Und selbst wenn sie recht h&auml;tten: Wissen wir, dass die &ndash; nicht wirklich transparenten &ndash; Schiedsgerichte objektiv sind oder aber, wie die Gegner unterstellen, ihrerseits instinktiv die Seite der Investoren einnehmen, die ihr Gesch&auml;ftsmodell ja auch finanzieren?<\/li>\n<li>Nationale staatliche Gerichtsbarkeit kostet viel Zeit, hei&szlig;t es. Au&szlig;erdem verst&uuml;nden die Richter herzlich wenig von der komplexen Materie, &uuml;ber die sie urteilen sollen. Beide Aussagen sind gewiss zutreffend. Darunter leiden aber die B&uuml;rger und Unternehmer eines Landes nicht minder, wenn sie sich an ihre Gerichte in komplexen Streitigkeiten wenden. Sie m&uuml;ssen lange Jahre warten, w&auml;hrend internationale Investoren Vorfahrt erhalten. Und das soll gerecht sein?<\/li>\n<li>Das Totschlagargument der Anh&auml;nger eines Investorenschutzes lautet: Solche Schiedsgerichte gibt es schon seit Jahrzehnten. W&auml;ren sie wirklich gef&auml;hrlich f&uuml;r das Rechtssystem, m&uuml;ssten wir davon inzwischen etwas bemerkt haben. Doch halt: Die Tatsache, dass etwas existiert, ist schon rein logisch kein Argument daf&uuml;r, dass es zu Recht existiert. Umgekehrt: Wenn Schiedsgerichte wirklich unsch&auml;dlich sind &ndash; warum braucht man sie dann?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Fazit: Es mag ja sein, dass es &uuml;berzeugende Gr&uuml;nde f&uuml;r Schiedsgerichte gibt. Doch dann sollten die Bef&uuml;rworter des Investorenschutzes sie nicht l&auml;nger der &Ouml;ffentlichkeit vorenthalten. Wenn es aber schwierig ist, dann sollten die Unterh&auml;ndler beim Investorenschutz lieber auf die unabh&auml;ngige Justiz in demokratischen Rechtsstaaten vertrauen. Es w&auml;re jedenfalls zu schade, dass die gute Sache des Freihandels am Ende am Streit &uuml;ber die Schiedsgerichte scheitert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/ttip-und-freihandel\/freihandelsabkommen-ttip-wozu-braucht-es-schiedsgerichte-13402141.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> F&uuml;r den eher neoliberalen Anh&auml;nger des Freihandels, den &ldquo;FAZ&rdquo;-Redakteur Hank, sind das relativ &uuml;berraschend kritische Einw&auml;nde gegen die im Freihandelsabkommen TTIP vorgesehenen Schiedsgerichte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EuGH-Gutachten: Deutsche Kernbrennstoffsteuer rechtm&auml;&szlig;ig<\/strong><br>\nDie in Deutschland erhobene Kernbrennstoffsteuer ist nach einem Gutachten des Europ&auml;ischen Gerichtshofs mit europ&auml;ischem Recht vereinbar. Aus der Besteuerung ergebe sich keine genehmigungspflichtige staatliche Beihilfe f&uuml;r andere Arten der Stromerzeugung, argumentierte der zust&auml;ndige Gutachter in Luxemburg. Das Urteil in dem Fall f&auml;llt in einigen Monaten. Meistens h&auml;lt sich der Europ&auml;ische Gerichtshof an die Empfehlung seiner Gutachter. Die deutsche Energiebranche hatte 2014 insgesamt 2,3 Milliarden Euro f&uuml;r die Kernbrennstoffsteuer entrichtet und auf eine R&uuml;ckerstattung gehofft. Unter anderem wegen dieser Einnahmen konnte der Bund bereits im letzten Jahr ohne neue Schulden auskommen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/eugh-gutachten-deutsche-kernbrennstoffsteuer-rechtmaessig.353.de.html?drn:news_id=448827%20\">DLF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stellungnahme zum Gr&uuml;nbuch &bdquo;Ein Strommarkt f&uuml;r die Energiewende&ldquo;<\/strong><br>\nMit dem Gr&uuml;nbuch wird die getrennte und unterschiedliche Behandlung der Erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung (Regelungen des EEG) und des &bdquo;Strommarkt-Design&ldquo; fortgef&uuml;hrt.<br>\nErstere werden als gegebene Rahmenbedingungen f&uuml;r die Gestaltung der  vielf&auml;ltigen &bdquo;Strom-M&auml;rkte&ldquo; betrachtet, ebenso wie auch das ETS, die Stromsteuer und andere Regelungen, die den Stromsektor betreffen,<br>\nals gegeben betrachtet. Das mag im Sinne einer Dekomplexierung und schrittweisen Bearbeitung der Probleme sinnvoll sein, birgt jedoch die Gefahr, dass diese &bdquo;externen&ldquo; Randbedingungen nicht gleicherma&szlig;en grunds&auml;tzlich auf den Pr&uuml;fstand gestellt werden wie die &bdquo;internen&ldquo; Regelungen.<br>\nDie Erneuerbaren haben jedoch schon jetzt einen Status im deutschen<br>\nStromsystem erreicht, der eine integrierte Betrachtung und Gestaltung des ganzen Stromsektors erfordert, der im &Uuml;brigen nicht ausschlie&szlig;lich in Form von M&auml;rkten organisiert ist und schon gar nicht ein einziger Markt ist, wie der Titel des Gr&uuml;nbuches nahelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/Stellungnahmen-Gruenbuch\/150201-dr-paul-h-suding,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf%20\">Bundeswirtschaftsministerium<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Mythen des Reichtums<\/strong><br>\nEine Linie. Am einen Ende stehen die &Auml;rmeren, am anderen die Reichsten. Wenn man nun fragt, auf welcher sozialen Position dieser Linie sich die Reicheren einsch&auml;tzen w&uuml;rden, dann zeigen sie auf die Mitte. Fragt man die &Auml;rmeren, wo sie sich selbst sehen, ordnen sie sich &ndash; mit besserer Selbsteinsch&auml;tzung &ndash; ebenfalls Richtung Mitte ein. Das ist der Grund, warum sich die Figur der Mitte so gut eignet, die wahren Verh&auml;ltnisse zu verschleiern.<br>\nDer britische Premierminister Cameron stufte sich in einer Rede in Manchester als &bdquo;middle class&ldquo; ein, obwohl er ein gesch&auml;tztes Verm&ouml;gen von 30 Millionen Pfund sein Eigen nennt, das noble Eliteinternat Eton besuchte und in Oxford studiert hat. F&uuml;rstin Gloria von Thurn und Taxis und ihre Familie mit einem Verm&ouml;gen weit &uuml;ber eine halbe Milliarde Euro sagt: &bdquo;Wir sind absoluter Mittelstand&ldquo;. Der ehemalige &ouml;sterreichische Wirtschaftsmister Martin Bartenstein, verm&ouml;gend und Besitzer einiger Pharmafirmen, sieht sich selbstverst&auml;ndlich auch als &bdquo;Mittelschicht&ldquo;. Je reicher und privilegierter der eigene Status, desto st&auml;rker wird er untersch&auml;tzt. Der Prozentsatz der Haushalte, die sich in das Nettoverm&ouml;genszehntel einordnen, in dem sie sich tats&auml;chlich befinden, sinkt stark mit zunehmendem Nettoverm&ouml;gen. Bei den reichsten zwei Zehntel sind es sogar weniger als 1%, die sich richtig einordnen, ergeben die Daten der &Ouml;sterreichischen Nationalbank. Das hei&szlig;t: 99 Prozent der Reichsten sch&auml;tzen ihren eigenen Status v&ouml;llig falsch ein und z&auml;hlen sich zur Mitte.<br>\nDie Mitte wird tendenziell zu hoch gesch&auml;tzt. Gerade auch bei den Einkommen. In Wirklichkeit betr&auml;gt der Median &ndash; die Mitte &ndash; der Einkommen Angestellter 1848 Euro, von Arbeiter_innen 1644 Euro brutto. Nimmt man das Haushaltseinkommen, also das gesamte verf&uuml;gbare Einkommen eines Monats, mit dem eine Person lebt, dann befindet sich die Mitte bei 1781 Euro netto. Wenn Kommentator_innen von der Mittelschicht mit 3500 Euro Einkommen schreiben, dann sprechen sie von weniger als 10 Prozent aller Einkommensbezieher_innen.<br>\nDas soll die Mittelschicht sein? Da gehen versteckte Interessen einer kleinen Minderheit ab durch die Mitte und Omas und H&auml;uslbauer werden ben&uuml;tzt, um die eigentlichen Interessen zu verschleiern. Mittlere und untere Einkommen wurden immer st&auml;rker durch Massensteuern und den Faktor Arbeit belastet, w&auml;hrend die obersten zehn Prozent entlastet wurden. Die Sparpakete streichen jetzt soziale Leistungen, die gerade untere Einkommen, aber auch die Mitte unterst&uuml;tzen. Von der &ouml;konomischen Entwicklung haben im letzten Jahrzehnt besonders die obersten zehn Prozent profitiert, die untersten Einkommen haben verloren, und die Mitte wurde unter Abstiegsdruck gesetzt.<br>\nDie Verwendung der &bdquo;Mitte&ldquo; verschleiert die tats&auml;chliche Verm&ouml;gensverteilung und hilft eine Mehrheit f&uuml;r Steuergesetze zu gewinnen, die die Reichsten einseitig privilegieren. Gleichzeitig hat sich ein Diskurs entwickelt, der viel Energie in die Verachtung der &bdquo;Unterschicht&ldquo; steckt &ndash; mit dem praktischen Effekt von den Reichtumsprivilegien ganz oben abzusehen. Die Reichsten rechnen sich arm, w&auml;hrend die Armen reichgerechnet werden.<br>\nEin Witz: Sitzt ein Manager eines privaten Verm&ouml;gensfonds, ein Kronenzeitungsleser und eine Mindestsicherungsbezieherin an einem Tisch. In der Mitte liegen 10 Kekse. Der Fondsmanager nimmt 9 davon und sagt zum Zeitungsleser: Pass auf! Sie nimmt Dir Dein Keks weg!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vsa-verlag.de\/nc\/buecher\/detail\/artikel\/mythen-des-reichtums\/\">BEIGEWUM \/ Attac \/ Armutskonferenz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&Ouml;PP &ndash; Pleiten, Pech und Pannen<\/strong><br>\nF&uuml;r Kommunen, L&auml;nder und den Bund gelten &ouml;ffentlich-private Partnerschaften als ein Ausweg, um notwendige Investitionen zu leisten. Allerdings zieht der Bundesrechnungshof eine vernichtende Bilanz. Viele Projekte wurden am Ende teurer als durch eine rein &ouml;ffentliche Finanzierung.<br>\nEin moderner schwarzer VW-Bus f&auml;hrt &uuml;ber holprige Stra&szlig;en durch ein Industriegebiet in Richtung Autobahn. Auf der R&uuml;ckbank sitzt Olaf Lies. Der nieders&auml;chsische Wirtschafts- und Verkehrsminister hat in der N&auml;he von Bremen ein Unternehmen besucht. Die Fahrt zur&uuml;ck ins Ministerium nach Hannover f&uuml;hrt &uuml;ber die Autobahnen 1 und 7; zwei der wichtigsten Stra&szlig;en Deutschlands. Und zwei Autobahnen, die f&uuml;r heftige Diskussionen gesorgt haben.<br>\nEin &uuml;ber 70 Kilometer langer Abschnitt der A 1 zwischen Bremen und Hamburg wurde als &ouml;ffentlich-private Partnerschaft, kurz &Ouml;PP, auf sechs Spuren erweitert. Ein Teilst&uuml;ck der A 7 bei G&ouml;ttingen soll demn&auml;chst folgen, zumindest wenn es nach dem Willen des Bundesverkehrsministeriums geht. Landesverkehrsminister Olaf Lies ist entschieden gegen diese &ouml;ffentlich-private Partnerschaft, allerdings nicht aus Prinzip.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/oeffentlich-private-partnerschaften-pleiten-pech-und-pannen.976.de.html?dram:article_id=310179\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.O.:<\/strong> &bdquo;Investitionen, das ist wohl die gr&ouml;&szlig;te Achillesverse in Deutschland, denn seit weit mehr als 10 Jahren haben wir eine massive Investitionsschw&auml;che, sowohl in der Infrastruktur als auch bei privaten Investitionen. Und das in einem reichen Land.&ldquo; sagt Wirtschaftsminister Gabriel. Die Versicherungsbranche beklagt, dass die Niedrigzinsen den Versicherern und ihren Kunden zu schaffen macht und Lebens- und Rentenversicherungen immer weniger abwerfen. Auf der anderen Seite l&auml;sst sich Finanzminister Sch&auml;uble mit seiner schwarzen Null feiern, auch dank der Schuldenbremse. Ideale Voraussetzungen f&uuml;r die PPP bzw. &Ouml;PP &Ouml;ffentliche Private Partnerschaften. Und die versucht nun Gabriel durch sein Beratergremium aus f&uuml;hrenden K&ouml;pfen der Finanzindustrie dem Staat aufzuzwingen. Obwohl der Bundesrechnungshof, Kommunen aber auch Wirtschaftsminister einiger L&auml;nder mit klaren Fakten davon abraten. Das Radiosendung Zeitfragen auf dradio befasst sich mit dem Thema PPP in mehreren Schwerpunkten. Sehr h&ouml;ren- oder lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>AU redet, Tschad handelt, Mugabe holzt<\/strong><br>\nSelten hatte ein Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) so viele Krisen und Konflikte zu besprechen wie der 24. AU-Staatengipfel, der am Sonntag mit einem sicherheitspolitischen Arbeitstreffen mit den zust&auml;ndigen UN-Verantwortlichen in der &auml;thiopischen Hauptstadt Addis Abeba zu Ende ging. Auf der Liste der Themen, die bei dem Abschlusstreffen verhandelt wurden, stehen S&uuml;dsudan, Sudan, Libyen, die Demokratische Republik Kongo, Mali, Boko Haram in Nigeria und die Zentralafrikanische Republik.<br>\nDie islamistische Rebellenarmee Boko Haram, die weite Teile Nordostnigerias kontrolliert und auch im benachbarten Kamerun k&auml;mpft, habe bei den AU-Beratungen ganz oben auf der Tagesordnung gestanden, teilte die AU-Abteilung f&uuml;r Frieden und Sicherheit per Twitter mit. In der entsprechenden Gipfelerkl&auml;rung hei&szlig;t es, die AU wolle eine multinationale Eingreiftruppe von bis 7.500 Soldaten gegen Boko Haram losschicken; gemeint ist die &ldquo;Multinational Joint Task Force&rdquo; (MNJTF), die eigentlich l&auml;ngst existiert, die aber vor einigen Wochen auseinandergelaufen war, als Boko Haram ihr Hauptquartier im nigerianischen Baga erobert hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2015%2F02%2F02%2Fa0043&amp;cHash=157bdb78bb0853e35407467fcc3153dc\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ukraine\/Russland, Syrien (IS), Griechenland und wo bleibt Afrika? &ndash; Wie sehr auch die AU der Entwicklung hinterher hinkt, verdeutlicht sich an der Wahl von Simbabwes greisen Autokraten Robert Mugabe zum AU-Vorsitzenden, der sich  prompt h&ouml;chst &ldquo;angemessen&rdquo; an den dr&auml;ngenden Problemen vorbei zum Thema Frauenrecht &auml;u&szlig;erte: &ldquo;Sie m&uuml;ssen heiraten, Kinder kriegen, zu Hause bleiben, das ist ein Problem. Ich sage, es ist unm&ouml;glich, Frauen mit M&auml;nnern gleichzustellen. Wir M&auml;nner wollen Kinder, wir schw&auml;ngern die Frauen, die wir gleichstellen wollen. Das geht also nicht.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Das Eingreifen von Tschads Pr&auml;sidenten Idriss D&eacute;by geschieht nicht uneigenn&uuml;tzig. &ldquo;Boko Haram rekrutiert sich &uuml;berwiegend aus Mitgliedern der Ethnie der Kanuri, die sowohl in Nigeria als auch in Tschad leben. Immer wieder berichten &Uuml;berlebende der Massaker von Boko Haram, dass die Angreifer Tschader gewesen seien.&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/afrika\/tschad-bekaempft-boko-haram-offen-in-nigeria-13404706.html\">berichtet  Thomas Scheen in der FAZ<\/a>. Sowohl der Niger als Kamerun f&uuml;hlen sich wie Nigeria von Boku Haran bedroht und dulden deshalb das Eingreifen des Tschad. Die Kampfkraft der Tschader beruht nicht zuletzt in der Kooperation mit der franz&ouml;sischen Armee, die seit vielen Jahren einen Luftwaffenst&uuml;tzpunkt in N&rsquo;Djamena halten, von wo auch Drohnen aufsteigen, die u.a. die Grenze zu Nigeria aussp&auml;hen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Debatte &uuml;ber Wirtschaftsunterricht: Unkritisch und &uuml;berfl&uuml;ssig<\/strong><br>\nMehr Wirtschaft in der Schule zu fordern f&auml;llt leicht, doch was sagen die Fakten? In den Lehrpl&auml;nen allgemeinbildender Schulen ist das Fach fest verankert, etabliert und vergleichsweise komfortabel aufgestellt. Und das ist gut so. Denn &ouml;konomisches Orientierungswissen geh&ouml;rt ebenso zur Bildung wie ein kritisches Nachdenken &uuml;ber &Ouml;konomie. Daf&uuml;r braucht man Zeit. Wirtschaft geh&ouml;rt l&auml;ngst zum Pflichtpensum in F&auml;chern wie Politik\/Wirtschaft, Sozialkunde, Gemeinschaftskunde oder Politik. Dort wurde der wirtschaftliche Anteil erheblich ausgebaut. Heute entf&auml;llt auf Wirtschaftsunterricht meist mindestens so viel Lernzeit wie auf Politik. Wer heute ein eigenes Fach Wirtschaft fordert, verkennt die Fakten. Jugendliche wissen &uuml;ber Wirtschaft nicht weniger als &uuml;ber Politik oder Recht. Dennoch fordern Wirtschaftsverb&auml;nde mehr Zeit f&uuml;r Wirtschaft als f&uuml;r Geschichte, Geografie, Gesellschaft und Politik zusammen. Sie haben jedes Ma&szlig; verloren. Schon in den letzten 15 Jahren haben Unterricht und Schule eine beispiellose &Ouml;konomisierung erlebt, noch mehr Wirtschaft st&auml;rkt eine einseitig &ouml;konomistische Sichtweise und treibt utilitaristisches Denken und Handeln weiter voran. Diese Schieflage bedroht bereits jetzt den Bildungsauftrag der Schulen. Gesellschaft, Wirtschaft und Politik h&auml;ngen eng zusammen, zum Beispiel beim Thema Globalisierung und Migration. In der Schule aber zerfallen die Zusammenh&auml;nge, wenn Sch&uuml;ler Wirtschaftsunterricht ohne Politik, Politikunterricht ohne Wirtschaft haben und Gesellschaft g&auml;nzlich fehlt. Komplexe Verh&auml;ltnisse verlangen umfassend gebildete B&uuml;rger. Viele kleine Schubladenf&auml;cher verhindern das, sie verhindern ein umfassendes Verst&auml;ndnis von Problemen, Prozessen und Strukturen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/debatte-ueber-wirtschaftsunterricht-unkritisch-und-ueberfluessig-1.2324633\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da dr&uuml;ckt sich Reinhold Hedtke noch sehr milde aus. Hat er doch nachgewiesen, dass ein solches Fach sch&auml;dlich ist. Wer sich davon &uuml;berzeugen m&ouml;chte, was die Dominanz verschulter Wirtschaftswissenschaft verbricht, braucht sich nur Situation in Griechenland oder Spanien anzuschauen, wo Wirtschaftsfachleute  mit dem Rechenschieber und einer einzigen wirtschaftstheoretischen Ausrichtung im Kopf, L&auml;nder, ja Europa spalten. Wie weit der Prozess der &Ouml;konomisierung unserer Lebenswelt gediehen ist, zeigt sehr sch&ouml;n die Zeitschrift &ldquo;Capital&rdquo;, deren Untertitel &ndash; l&auml;cherlich und bedrohlich zugleich &ndash;  lautet: Wirtschaft ist Gesellschaft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Publizist klagt gegen die Stadt<\/strong><br>\nEin K&ouml;lner Publizist hat vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg Klage gegen die Stadt Sprockh&ouml;vel eingereicht: Werner R&uuml;gemer sollte bei einer Veranstaltung der Gewerkschaft Verdi zum Freihandelsabkommen auftreten, aber der Termin im vergangenen November fiel aus.<br>\nUnd zwar laut R&uuml;gemer &bdquo;auf Druck des B&uuml;rgermeisters von Sprockh&ouml;vel, Ulli Winkelmann&ldquo;. Dieser hat, datiert auf den 18. November 2014, ein Schreiben mit offiziellem Briefkopf der Stadt an Verdi gerichtet, das der Redaktion vorliegt. Die &bdquo;Haltung von Herrn Dr. R&uuml;gemer zum Thema Antisemitismus&ldquo; sei &bdquo;nicht unproblematisch&ldquo;, so Winkelmann. Als Quelle verweist er auf einen Artikel auf der Internetseite Hagalil.com, die sich mit j&uuml;discher Kultur, Religion und Sprache besch&auml;ftigt. &bdquo;Vor diesem Hintergrund bitte ich zu &uuml;berdenken, ob die beabsichtigte Veranstaltung nicht besser abzusagen w&auml;re&ldquo;, so der B&uuml;rgermeister weiter.<br>\nWinkelmann war am Montag f&uuml;r die Redaktion nicht zu erreichen. Er befindet sich im Urlaub, lie&szlig; &uuml;ber die Verwaltung mitteilen, es handele sich um ein laufendes Verfahren, weswegen er sich nicht dazu &auml;u&szlig;ere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/sprockhoevel\/publizist-klagt-gegen-die-stadt-id10302233.html#plx140240407%20\">WAZ.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Aufkl&auml;rung statt Ressentiments &ndash; Ein Aufruf aus der Wissenschaft angesichts des Ph&auml;nomens Pegida<\/strong><br>\nHinter dem Banner der Pegida sammelt sich eine soziale Dynamik, die gef&auml;hrlich ist, gerade weil sie nicht blo&szlig; auf rechtsextreme und neofaschistische Milieus reduziert werden kann. Pegida-Anh&auml;nger pr&auml;sentieren sich als besorgte, Wahrheit und Aufkl&auml;rung verpflichtete &ldquo;ganz normale&rdquo; B&uuml;rger, verstehen sich als bislang schweigende Mehrheit, ignoriert von einer abgehobenen politischen, publizistischen und kulturellen Elite. Die Reaktionen der etablierten Politik auf Pegida wiederum schwanken bisher zwischen konfus, ahnungslos oder schlie&szlig;lich anbiedernd.<br>\nHier dr&auml;ngt eine kulturelle Str&ouml;mung auf die Stra&szlig;e, die in den vergangenen Jahren Autoren wie Thilo Sarrazin zu Bestsellern verholfen haben. Sie wird dabei von einer Tendenz im politischen und medialen Mainstream gef&ouml;rdert, nach der der Islam einseitig als r&uuml;ckst&auml;ndig und bedrohlich dargestellt wird. Pegida ist dar&uuml;ber hinaus das regressive Aufbegehren gegen eine marktkonforme Demokratie, in der die &Ouml;konomie zur sozialen Instanz geworden ist. Aufstieg und Sicherheit sind nur noch selten m&ouml;glich. Statusk&auml;mpfe um Anrechte auf Wohlstand sind die Folge. Soziale Angst l&ouml;st jedoch keine solidarische Integration, sondern antidemokratische und soziale Ressentiments aus. Die eigene Angepasstheit schl&auml;gt um in die Abwertung all jener, die vermeintlich unproduktive Nutznie&szlig;er eines Sozialsystems sind, das immer st&auml;rker unter Stress steht&hellip;<br>\nPegida und die soziale Dynamik, deren Ausdruck sie ist, stellen eine Gefahr f&uuml;r Muslime, Migranten und Fl&uuml;chtlinge, insgesamt f&uuml;r die Demokratie dar. Sie ist die bedeutendste Str&ouml;mung der Gegenaufkl&auml;rung der j&uuml;ngeren deutschen Geschichte. Ihr entgegenzutreten ist notwendig&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000011234144\/Aufklaerung-statt-Ressentiments\">derStandard.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zum Schmunzeln und zur Nachahmung empfohlen, in Variation nat&uuml;rlich:<\/strong><br>\nBetr.: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24830\">Europas Hauptproblem: Die mangelnde Qualit&auml;t der f&uuml;hrenden Leute in Politik und Medien. Es fehlt der &ouml;konomische Sachverstand<\/a>. 2. Februar 2015 \n<blockquote><p>\n<em>Lieber Albrecht M&uuml;ller!<\/em><br>\n<em>Als ich dieses Titelblatt des Spiegel bei uns im Rewe-Markt entdeckte, musste ich mir mal eine kleine Erleichterung  verschaffen in dieser Zeit, in der Dummheit und Arroganz ganz obenauf zu sein scheinen.<\/em><br>\n<em>Ich zerri&szlig; den Spiegel ganz sorgf&auml;ltig in lauter kleine Teile, achtete aber darauf, dass der Strichcode noch zu lesen war. <\/em><br>\n<em>Dann legte ich dieses Organ der deutschen neoliberalen Presse aufs Band neben Joghurt, Brot und Getr&auml;nke.<\/em><br>\n<em>Die Verk&auml;uferin war etwas irritiert und fragte, ob es kein besseres Exemplar g&auml;be. Darauf antwortete ich ihr:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Doch, das war ich, diese Genugtuung war mir jetzt mal 4,60 &euro; wert. Das war mal eines der besten Nachrichtenmagazine der Welt, heute verbreitet es nur noch Hetze, Hetze gegen den Islam, gegen Russland, Hetze zum Krieg und jetzt gegen die neue griechische Regierung.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Die Kassiererin, eine sehr sympathische junge, nachdenkliche Studentin, mit der ich ab und an ein paar Worte wechsle,  schmunzelte lang anhaltend und schwieg. Auch mein 16 j&auml;hriger Sohn, der mich begleitete grinste in sich hinein. Daraufhin &uuml;berreichte ich der Kassiererin die &Uuml;berreste der Zeitung zur Entsorgung in den M&uuml;ll und  sie begann, beim n&auml;chsten Kunden zu kassieren.<\/em><br>\n<em>Ganz herzliche Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Johannes K.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(OP\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24865","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24865","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24865"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24865\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24874,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24865\/revisions\/24874"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24865"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24865"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24865"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}