{"id":24878,"date":"2015-02-05T08:20:46","date_gmt":"2015-02-05T07:20:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878"},"modified":"2015-02-05T08:20:46","modified_gmt":"2015-02-05T07:20:46","slug":"hinweise-des-tages-2306","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878#h02\">Die SPD in Pasok-Panik &ndash; Double-Speak ist nicht der Ausweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878#h03\">Das Zeitalter des Ordnungszerfalls<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878#h04\">Bund ist Hauptsponsor der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878#h05\">Die IPPNW ruft zum Protest gegen die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz auf&#8232;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878#h06\">Deutsche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Peschmerga<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878#h07\">Die Lektion aus dem IS-Triumph: Die richtige Antwort auf den &bdquo;Islamischen Staat&ldquo; ist keine lasergesteuerte Waffe, sondern Good Governance<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878#h08\">Krieg um die K&ouml;pfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878#h09\">Post soll dubiose Vertr&auml;ge angeboten haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878#h10\">Schwarzer Donnerstag: G&ouml;nner Ohne Ged&auml;chtnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878#h11\">Oktoberfest-Attentat &ndash; Der Bote wird erschlagen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878#h12\">TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878#h13\">Zu guter Letzt: Die Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24878&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>EZB zieht Z&uuml;gel an<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) hat am Mittwochabend bei Griechenland die Z&uuml;gel angezogen und damit an den Kapitalm&auml;rkten f&uuml;r ein kleines Erdbeben gesorgt. Ab dem 11. Februar k&ouml;nnten griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit f&uuml;r EZB-Kredite genutzt werden, teilte die Notenbank der Eurozone mit. Der Eurokurs rutschte daraufhin unter 1,14 Dollar, die bis dahin im positiven Terrain notierende Wall Street drehte ins Minus und die Kurse von amerikanischen Staatsanleihen stiegen an.<br>\nMit der Entscheidung beendet die EZB eine Sonderreglung f&uuml;r griechische Anleihen, die eigentlich auch bisher schon nicht als Sicherheit ausgereicht h&auml;tten, aber dennoch akzeptiert wurden. Die Notenbank begr&uuml;ndete ihren Schritt damit, dass ein erfolgreicher Abschluss der &Uuml;berpr&uuml;fung Griechenlands durch die Troika derzeit nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden k&ouml;nne. Ein etwaiger Kapitalbedarf griechischer Banken, die von dem Schritt am deutlichsten betroffen sein d&uuml;rften, kann der Mitteilung zufolge aber von der Athener Zentralbank gedeckt werden. Diese kann den Instituten weiterhin &uuml;ber die sogenannten Notfallkredite (ELA, &bdquo;Emergency Liquidity Assistance&ldquo;) Liquidit&auml;t bereitstellen. Als n&auml;chste Eskalationsstufe k&ouml;nnte der Zentralbankrat mit Zwei-Drittel-Mehrheit die[se] Ela-Kredite stoppen. So hatte er es im Falle Zyperns im Fr&uuml;hjahr 2013 gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland-ezb-zieht-zuegel-an-13410362.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Verabredung der EU-Institutionen und der Regierung in Berlin, die griechische Regierung in die Knie zu zwingen, ist t&ouml;richt und &auml;u&szlig;erst gef&auml;hrlich, wie das kleine Beben an den Kapitalm&auml;rkten zeigt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Ein Grexit w&auml;re noch immer gef&auml;hrlich<\/strong><br>\nDer neue griechische Finanzminister Giannis Varoufakis ist eine Art Partyschreck &ndash; so wie die Gr&uuml;nen damals Anfang der Achtzigerjahre.&nbsp; Inhaltlich ist Varoufakis aber voll auf der Seite der Mehrheit angels&auml;chsischer &Ouml;konomen. Egal ob die links stehen oder rechts, ich kenne keinen einzigen von Rang und Namen, der die deutsche Politik gegen&uuml;ber Griechenland und den anderen Peripheriel&auml;ndern unterst&uuml;tzt. Man ist sich in Deutschland einfach nicht klar, wie weit man vom internationalen Konsens entfernt ist. Die deutschen Ajatollahs der Ordnungspolitik haben die politische Dynamik der W&auml;hrungsunion falsch eingesch&auml;tzt. Wenn Wirtschaftspolitik zu Massenarbeitslosigkeit in anderen L&auml;ndern f&uuml;hrt, dann gelten keine Regeln oder Vertr&auml;ge. Wenn die Bundesregierung jetzt nicht nachgibt, muss Griechenland den Euro verlassen. Ich w&uuml;rde f&uuml;r diesen Fall einen massiven Finanzschock erwarten &ndash; einen, der um ein Mehrfaches gr&ouml;&szlig;er ist als der, der durch den Kollaps der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im Jahre 2008 verursacht wurde.<br>\nDeutschland w&uuml;rde politisch daf&uuml;r die Verantwortung tragen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein rationaler Politiker dieses Risiko eingehen wollte, schon gar nicht Angela Merkel &ndash; es sei denn, dass sie sich in der Sache versch&auml;tzt. Das tun momentan auch die Sozialdemokraten. SPD-Chef Sigmar Gabriel hat ebenfalls mit seiner Behauptung unrecht, die Konsequenzen eines griechischen Austritts seien &uuml;berschaubar. Die direkten Ausfallrisiken sind in der Tat nicht mehr so gro&szlig;. Das von Gabriel und seinen Beratern untersch&auml;tzte Problem sind die durch einen griechischen Austritt erzeugten Dominoeffekte, auch die sicherheitspolitischen. Russland mag zwar in einer Finanzkrise stecken, hat aber genug Ressourcen, um Griechenland nach einem Austritt zu finanzieren. Dann h&auml;tte Wladimir Putin indirekt ein Vetorecht im Europ&auml;ischen Rat. Ein griechischer Austritt w&auml;re politischer Selbstmord f&uuml;r die Europ&auml;ische Union.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/wolfgang-muenchau-a-1016271.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Interview mit Yanis Varoufakis: &ldquo;Wie der Kanarienvogel in der Kohlegrube&rdquo;<\/strong><br>\ntagesschau: Direkt nach den Wahlen in Griechenland forderten Sie noch einen erneuten Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland. Inzwischen ist nur noch von einer Umstrukturierung der Schulden die Rede &ndash; ist das eine Art Anf&auml;ngerfehler?<br>\nVaroufakis: Nicht im Geringsten! Lassen Sie mich das klarstellen: Was uns vorgeschlagen wurde, was uns unsere Partner in den Gespr&auml;chen sagen, ist: Bittet uns nicht um einen Schuldenschnitt! Wir verl&auml;ngern die Zinssenkungen f&uuml;r euch. Wissen Sie, was das hei&szlig;t? Das ist ein Schuldenschnitt. Ein Schuldenschnitt, der den Wert der eigentlichen R&uuml;ckzahlungen dr&uuml;ckt, die wir erbringen m&uuml;ssen.<br>\nAls Finanzminister von Griechenland ist es meine moralische Pflicht, die Verluste unserer Partner zu minimieren &ndash; und nicht, vorzugeben, dass es keine Verluste gab, wenn der Nominalwert erhalten bleibt. Nun, wenn unsere Partner in der Eurogruppe und anderswo das Wort &ldquo;Schuldenschnitt&rdquo; nicht m&ouml;gen, dann werde ich das respektieren. Es gibt auch Worte, die wir in Griechenland nicht m&ouml;gen, wie &ldquo;Programm&rdquo;, wie &ldquo;Troika&rdquo;. Ich kann verstehen, dass W&ouml;rter ein beachtliches Gewicht bergen.<br>\nJetzt machen wir uns an die Arbeit, um die eigentlichen Kosten f&uuml;r jeden in Europa zu minimieren, vor allen in den Teilen von Europa, die am meisten leiden. Weil Europa, also die Eurozone, nicht richtig gestaltet wurde. Als dann 2008 (zu Beginn der Finanzkrise; Anm. der Redaktion) die Erde bebte, war es f&uuml;r jeden, der Augen und Ohren hatte, klar: Wie Europa auf diese Erdbeben reagierte, war vielleicht schlimmer als das Erdbeben an sich. Denn diese Krankheit zu verleugnen, beziehungsweise uns die falsche Medizin zu verordnen, hat es f&uuml;r uns alle nur noch schlimmer gemacht&hellip;.<br>\nDer Grund, warum Sie mit mir sprechen, ist, dass wir der Kanarienvogel in der Kohlegrube sind.&nbsp;Dieser ist sehr schwach, das ist der Grund, warum er zuerst stirbt. Er ist aber nicht f&uuml;r die giftigen Gase verantwortlich. Wir sind verantwortlich f&uuml;r die Fehler und Vers&auml;umnisse in unserem Staat, dass wir die Reformen nicht voran getrieben haben. Das ist aber nicht der Grund, warum wir eine Deflation in ganz Europa haben, warum die Europ&auml;ische Zentralbank Schwierigkeiten hat, eine wirksame Geldpolitik zu machen, um ihr Ziel zu erreichen, die Inflationsrate knapp unter zwei Prozent zu halten.<br>\nWir sind der erste Dominostein, der gefallen ist, aber wir sind nicht f&uuml;r den Dominoeffekt verantwortlich&hellip;.<br>\nDie eine Sache, um die wir bitten, ist, dass wir nicht mit einem Ultimatum unter Druck gesetzt werden. Gebt uns bis Ende Mai, bis zum Anfang des Sommers, damit wir unsere L&ouml;sungsvorschl&auml;ge auf den Tisch bringen k&ouml;nnen, um mit unseren Partnern dar&uuml;ber zu beraten. Dann k&ouml;nnen wir im Sommer neue Absprachen zwischen Griechenland und Europa treffen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/interview-varoufakis-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zum Widerstand der griechischen Regierung gegen&uuml;ber der Troika: &bdquo;<a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/economicsNews\/idDEKBN0KR0BK20150118\">Juncker sieht Ende der EZB-Zeit in Troika nahen<\/a>&ldquo;. Siehe auch die <a href=\"http:\/\/curia.europa.eu\/jcms\/upload\/docs\/application\/pdf\/2015-01\/cp150002de.pdf\">Schlussantr&auml;ge<\/a> des Generalanwalts in der Rechtssache C-62\/14 Peter Gauweiler  u.a.\/Deutscher Bundestag:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Jedoch k&ouml;nnte man angesichts der bedeutenden Rolle, die die EZB im Rahmen der Finanzhilfeprogramme (bei deren Konzipierung, Genehmigung und regelm&auml;&szlig;igen &Uuml;berwachung) spielt, unter bestimmten Umst&auml;nden zu dem Schluss gelangen, dass das Handeln der EZB &uuml;ber eine blo&szlig;e &bdquo;Unterst&uuml;tzung&ldquo; der Wirtschaftspolitik hinausgeht. Daher muss sich die EZB im Fall einer Anwendung des OMT-Programms, damit dieses seinen Charakter als eine w&auml;hrungspolitische Ma&szlig;nahme wahrt, jeder direkten Beteiligung an dem f&uuml;r den betroffenen Staat geltenden Finanzhilfeprogrammenthalten.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Giannis Varoufakis in Deutschland: Warum wir&nbsp;dem Finanz-Rocker zuh&ouml;ren sollten<\/strong><br>\nGriechenlands Finanzminister Varoufakis spricht bei Wolfgang Sch&auml;uble vor &ndash; und will ihm Angebote machen, die er nicht ablehnen kann. Sch&auml;uble sollte dem Finanz-Rocker zumindest zuh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/deutschland\/finanz-rocker-varoufakis-als-beste-hoffnung-fuer-zukunft-des-euro-a-1016718.html\">Manager Magazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Im Tal der Ahnungslosen<\/strong><br>\nMit voller Breitseite koffern die deutschen Medien gegen die neue griechische Regierung, allen voran der aktuelle SPIEGEL. Der Publizist Robert Misik wirft dem Magazin &ldquo;L&uuml;gen, Fehl- und Halbwahrheiten&rdquo; vor und sieht darin die Folge eines politisch-medialen Einheitsdenkens, mit dem sich Deutschland zusehends isoliert: &bdquo;Die Deutschen sind mittlerweile v&ouml;llig out of touch mit dem Rest der Welt und der Wirklichkeit.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.carta.info\/77108\/im-tal-der-ahnungslosen\/\">Carta<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die SPD in Pasok-Panik &ndash; Double-Speak ist nicht der Ausweg<\/strong><br>\nDie griechische Schwesterpartei der SPD, die Pasok, die sich jahrzehntelang mit der Nea Demokratia die Pfr&uuml;nde der Macht teilte, hat es bei den letzten Wahlen nur noch knapp &uuml;ber die Dreiprozenth&uuml;rde geschafft. F&uuml;r die deutschen und europ&auml;ischen Sozialdemokraten ist das ein Fanal. Denn der Erfolg der linken Syriza in Griechenland inspiriert &uuml;berall die Menschen dazu, nicht mehr an die Alternativlosigkeit marktkonformer Demokratie zu glauben und alles was dazu geh&ouml;rt in Frage zu stellen. Die Sozialdemokratie (und die Gr&uuml;nen) und insbesondere ihre F&uuml;hrungschargen, haben sich dieser Politik aber schon so lange verschrieben, dass sie nur schwer die Richtung &auml;ndern k&ouml;nnen. Und wenn sie es doch vorsichtig&nbsp; tun, dann warten links von ihnen die Linken und neue linken Protestparteien, die noch viel mehr wollen und ihnen die Stimmen wegnehmen.<br>\nIn dieser scheinbar ausweglosen Situation greifen ihre Vertreter zum Doublespeak. Sie tun so als w&uuml;rden sie mit den Forderungen der neuen linken Volksvertretungen sympathisieren, w&auml;hrend sie sie gleichzeitig, wenn sich eine Gelegenheit bietet oder die Zuh&ouml;rerschaft danach ist, aufs Bitterste bek&auml;mpfen. So geh&ouml;rte etwa SPD-Vize Ralf Stegner zu den Erstunterzeichnern eins Gewerkschaftsaufrufs mit dem Titel &bdquo;Griechenland nach der Wahl &minus; Keine Gefahr, sondern eine Chance f&uuml;r Europa&ldquo; &nbsp; Wenig sp&auml;ter gab er der Zeit ein Interview in der er unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Syriza besch&auml;digt die Linke in Europa&ldquo; auf das allerheftigste &uuml;ber die linke Konkurrenz herzog, weil die mit den Unabh&auml;ngigen Griechen eine Koalition bildete, deren Chef ein (verf&auml;lscht in Umlauf gebrachtes) antisemitisches Zitat vorgeworfen wird und der die Abschottung gegen Immigranten predigt. Offenkundig hat er auf die Gelegenheit gewartet, denn sonst h&auml;tte er schon lange gegen den viel &uuml;bleren Hetzer Samaras zu Felde ziehen m&uuml;ssen, mit dessen korrupter Partei seine ebenso korrupte Schwesterpartei Pasok paktiert hat.<br>\nIm Gro&szlig;en und Ganzen und in Europa soll die Sozialdemokratie als fortschrittlich und verst&auml;ndnisvoll f&uuml;r die Sorgen und N&ouml;te der kleinen Mannes und der Benachteiligten r&uuml;berkommen. Aber im Besonderen, und in Deutschland, wo man meint mit der gl&auml;ubigerh&ouml;rigen Griechenfeindlichkeit in der hier ver&ouml;ffentlichten Meinung spielen zu k&ouml;nnen, soll den Anfangen gewehrt und blo&szlig; den Linken kein Raum und Auftrieb gegeben werden. EU-Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz (SPD)&nbsp; geriert sich auch als Meister dieses Metiers. &hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/245-spd-und-pasok#1-weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das Zeitalter des Ordnungszerfalls<\/strong><br>\nDie morgen beginnende 51. M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz steht laut ihrem Leiter Wolfgang Ischinger ganz im Zeichen eines weitreichenden &ldquo;Zerfalls&rdquo; der &ldquo;internationalen Ordnung&rdquo;. Wie Ischinger schreibt, w&uuml;rden seit vergangenem Jahr &ldquo;grundlegende Regeln&rdquo; des westlich dominierten Weltsystems &ldquo;auf die Probe gestellt&rdquo;. Tats&auml;chlich ist es dem Westen im Konflikt um die Ukraine erstmals seit 1990 nicht gelungen, einen Vorsto&szlig; in Richtung Osten gegen russische Interessen erfolgreich zu beenden. Auch hat mit der Gr&uuml;ndung des &ldquo;Islamischen Staats&rdquo; (IS) ein antiwestliches Gro&szlig;projekt in einer der bedeutendsten Ressourcenregionen der Welt Fu&szlig; gefasst. Anstrengungen, die westliche Hegemonie sicherzustellen und sie nach M&ouml;glichkeit weiter auszubauen, sind Thema h&ouml;chstrangiger Gespr&auml;che am Rande der Sicherheitskonferenz. Experten warnen vor unkontrollierbaren Gewalteskalationen im Rahmen der zunehmenden Hegemonialkonflikte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59048\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Arbeitsteilige Aggression<\/strong><br>\nVor den Ukraine-Gespr&auml;chen am Rande der bevorstehenden M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz schlie&szlig;en deutsche Au&szlig;enpolitiker eine Zustimmung zu US-Waffenlieferungen an Kiew nicht aus. Entsprechende &Uuml;berlegungen in Washington halte er &ldquo;f&uuml;r angemessen und wichtig&rdquo;, erkl&auml;rt der Leiter der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, nach Vorst&ouml;&szlig;en aus US-Regierungskreisen, laut denen etwa panzerbrechende Waffen und Drohnen an die ukrainischen Streitkr&auml;fte geliefert werden k&ouml;nnten. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;ern sich ungeachtet ablehnender Erkl&auml;rungen der Bundeskanzlerin auch mehrere Bundestagsabgeordnete. Hintergrund ist, dass Kiew den B&uuml;rgerkrieg bislang nicht im Sinne des Westens entscheiden kann, die ukrainischen Truppen in teils desolatem Zustand sind und Desertionen wie auch Proteste gegen die blutigen K&auml;mpfe zunehmen. Die offizielle Lieferung t&ouml;dlicher Waffen an die Ukraine durch die Staaten des Westens gilt als Option, um eine Wende herbeizuf&uuml;hren. Sicherheitskonferenz-Leiter Ischinger h&auml;lt dabei eine &ldquo;Arbeitsteilung&rdquo; zwischen Washington und Berlin f&uuml;r denkbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59047%20\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bund ist Hauptsponsor der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz<\/strong><br>\n240 Bundeswehrsoldaten werden in diesem Jahr zur Unterst&uuml;tzung der Konferenz abgestellt. Das sind zwar deutlich weniger als die 327 vom Vorjahr zugleich wird aber die finanzielle Unterst&uuml;tzung der Konferenz ausgebaut: Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung sponsert das Event jetzt mit 500.000 Euro, das sind 150.000 Euro mehr als bisher. Zusammen mit den Personal- und Sachkosten, die bei der Bundeswehr entstehen, wird damit auch in diesem Jahr wieder die Millionengrenze erreicht. Das Gesamtbudget der &nbsp;Konferenz wird auf 1,721 Millionen Euro veranschlagt. Das macht &nbsp;deutlich: Obwohl die Konferenz offiziell als Privatveranstaltung des ehemaligen Diplomaten Wolfgang Ischinger firmiert, ist der Bund der Hauptsponsor dieses Kriegsratschlags. Ohne Bundesmittel g&auml;be es diese Veranstaltung &uuml;berhaupt nicht. Und das w&auml;re auch gut so, denn das j&auml;hrliche Stelldichein vor allem von NATO-Gr&ouml;&szlig;en und R&uuml;stungsproduzenten hat mit den Interessen der steuerzahlenden Bev&ouml;lkerung nichts zu tun&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ulla-jelpke.de\/2015\/01\/bund-ist-hauptsponsor-der-muenchner-sicherheitskonferenz\/\">Pressemitteilung von Ulla Jelpke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die IPPNW ruft zum Protest gegen die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz auf<\/strong><br>\nDie &auml;rztliche Friedensorganisation IPPNW ruft zur Teilnahme an den Protesten gegen die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz am kommenden Wochenende auf. &ldquo;Wir sind besorgt &uuml;ber die aktuellen &Auml;u&szlig;erungen des Leiters der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger. Mit Waffen kann man keinen Frieden erzwingen&rdquo;, kritisiert die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst.&nbsp; Stattdessen seien friedenspolitische Antworten, wie sie zum Beispiel bei der alternativen &ldquo;Friedenskonferenz&rdquo; in M&uuml;nchen diskutiert w&uuml;rden, dringend notwendig. Die Au&szlig;en- und Verteidigungsminister sollten sich f&uuml;r einen Waffenstillstand und eine Abfolge deeskalierender Ma&szlig;nahmen einsetzen. In diesem Sinne begr&uuml;&szlig;t die IPPNW auch das vehemente Pl&auml;doyer von Bundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier f&uuml;r eine diplomatische L&ouml;sung.<br>\nFriedensnobelpreistr&auml;ger Michail Gorbatschow hat mit Blick auf die Ukraine k&uuml;rzlich vor einem mit Atomwaffen gef&uuml;hrten Dritten Weltkrieg gewarnt. Aus Sicht der IPPNW stellen zudem die 15 Atomkraftwerke der Ukraine ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, das sich durch die Kriegshandlungen erheblich versch&auml;rft. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges hat es in Europa kaum eine so unmittelbare Bedrohung des Friedens gegeben: Die NATO-Pr&auml;senz in Mittel- und Osteuropa wird ausgebaut. Russland hat angek&uuml;ndigt, Streitkr&auml;fte auf der Krim und in Kaliningrad zu verst&auml;rken. Und der NATO-Kommandeur General Breedlove &uuml;berlegt, als Reaktion auf russische &Uuml;bungen im letzten Jahr mehr Milit&auml;r&uuml;bungen in der Ostseeregion abzuhalten.<br>\nZudem steht der Vertrag zur Beseitigung von nuklearen Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag) auf der Kippe. Der INF-Vertrag verbietet die Produktion, den Besitz und die Erprobung bodengest&uuml;tzter nuklearer Raketen mittlerer und k&uuml;rzerer Reichweite zwischen 500 und 5.500 Kilometern. Kurz vor Weihnachten wurde ein US-Gesetz zur Unterst&uuml;tzung der Freiheit der Ukraine verabschiedet, in dem ein Ultimatum von 90 Tagen Frist verankert ist. Russland m&uuml;sse entweder beweisen, dass es keine bodengest&uuml;tzten Cruise Missiles (Marschflugk&ouml;rper) entwickelt und nicht gegen den Vertrag verst&ouml;&szlig;t, oder die USA w&uuml;rden erw&auml;gen, den Vertrag zu k&uuml;ndigen und evt. neue Atomwaffen in Europa zu stationieren. &Ouml;ffentliche Beweise f&uuml;r den US-Vorwurf gibt es bisher nicht. Die russische Seite dementiert jeglichen Versto&szlig; gegen den Vertrag.<br>\nDie IPPNW wird mit einer Gruppe von &Auml;rztinnen und &Auml;rzten bei der Demonstration am 7. Februar 2015 gegen die Fortsetzung von Kriegen und Interventionen und die Modernisierung von Atomwaffen protestieren und an der M&uuml;nchner Friedenskonferenz (6.-8. Februar 2015) teilnehmen. Die Bundesregierung dagegen unterst&uuml;tzt die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz mit insgesamt rund einer Million Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sicherheitskonferenz.de\/de\/Aufruf-SiKo-Proteste-2015%20\">Internationale &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Peschmerga<\/strong><br>\nDie deutsche Unterst&uuml;tzung der Kurdischen Autonomieregion im Irak im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) thematisiert die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (18\/3828). Die Abgeordneten berufen sich darin auf Berichte von Presse und Nichtregierungsorganisationen, die auf Menschenrechtsverletzungen durch Funktionstr&auml;ger der kurdischen Autonomieregion hinweisen. &bdquo;Bei den kriegerischen Auseinandersetzungen im Irak gibt es zunehmende Berichte &uuml;ber Menschenrechtsverletzungen, Verletzungen des V&ouml;lkerrechts und Kriegsverbrechen durch Truppen der zentralirakischen Regierung, schiitischer Milizen, aber auch durch nordirakische Einheiten der Peschmerga&ldquo;, schreiben die Fragesteller.<br>\nDie Bundesregierung soll unter anderem angeben, &bdquo;auf welcher Ebene und von welchen Mitgliedern der Bundesregierung welche Berichte wann bei Gespr&auml;chen mit der kurdischen Regionalregierung er&ouml;rtert&ldquo; worden sind und ob die Verpflichtung zur Einhaltung von Menschenrechten Teil der Endverbleibserkl&auml;rung ist, die von der kurdischen Regionalregierung vor Erhalt der deutschen Waffenlieferungen im Jahr 2014 unterzeichnet wurde. Weitere Fragen zielen auf &bdquo;Zerst&ouml;rungen in der mehrheitlich sunnitisch-arabisch bewohnten Stadt Barzanke im Zuge der R&uuml;ckeroberung durch nordirakische Peschmerga&ldquo; und auf die Haftbedingungen von Mitgliedern beziehungsweisen Terrorverd&auml;chtigen des IS in der kurdischen Autonomieregion. Au&szlig;erdem wollen die Abgeordneten wissen, welche Waffen bei der erneuten Anfrage der kurdischen Regionalregierung Ende 2014\/Anfang 2015 in welcher Menge aus Deutschland erbeten worden seien und welche Vorsichtsma&szlig;nahmen unternommen w&uuml;rden, &bdquo;um zu verhindern, dass m&ouml;glicherweise an Kriegsverbrechen beteiligte Personen durch Angeh&ouml;rige der Bundeswehr ausgebildet werden&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_02\/-\/359512\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Lektion aus dem IS-Triumph: Die richtige Antwort auf den &bdquo;Islamischen Staat&ldquo; ist keine lasergesteuerte Waffe, sondern Good Governance<\/strong><br>\nDie eindimensionale Analyse, die die derzeitige Krise im Irak und in Syrien auf einen religi&ouml;s motivierten Stellvertreterkrieg f&uuml;r eine gr&ouml;&szlig;ere saudi-iranische Rivalit&auml;t zur&uuml;ckf&uuml;hrt, ist stark simplifizierend. Die Hassindustrie brachte in der gesamten Region eine F&uuml;lle bewaffneter Milizen hervor, von denen der IS lediglich als j&uuml;ngste in den Fokus der Massenmedien ger&uuml;ckt ist. Eine solche Analyse &uuml;bersieht dar&uuml;ber hinaus, dass der IS nicht so sehr eine religi&ouml;se Gruppe, als vielmehr eine radikale Parallelarmee ist. Er stellt sich gegen Sunniten und Schiiten gleicherma&szlig;en. Seine Unterst&uuml;tzung im Irak und in Syrien l&auml;sst sich eher dadurch erkl&auml;ren, dass die Gruppe marginalisierten Menschen Finanz- und Nahrungsmittelhilfe leistet, als dass ihre verzerrte Interpretation islamischer Prinzipien im Volk Unterst&uuml;tzung f&auml;nde. Im Gegenteil: Die ruchlosen Untaten des IS sind Verbrechen, die nach islamischem Recht eindeutig verboten sind und den Hadd- und Tazir-Strafen unterliegen.<br>\nDer IS und andere destruktive Akteure florieren, wenn die Staatsf&uuml;hrung versagt, und gegen dieses Versagen, das die Welle der arabischen Aufst&auml;nde im Jahr 2011 ausl&ouml;ste, muss in der gesamten arabischen Welt etwas unternommen werden. Wenn sich B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht darauf verlassen k&ouml;nnen, dass ihre Regierung Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit garantiert, wenden sie sich bestehenden ethnischen oder religi&ouml;sen Strukturen zu &ndash; und von Afghanistan bis Mali tut sich ein Vakuum f&uuml;r ehrgeizige Kriegsherren auf. Irak und Syrien befinden sich derzeit faktisch im freien Fall. Schuld am Zusammenbruch dieser L&auml;nder ist das Fehlen einer nationalen Einheit und einer guten Regierungsf&uuml;hrung. Die Spannungen, die f&uuml;r das Blutvergie&szlig;en auf den Schlachtfeldern Mesopotamiens verantwortlich sind, sind urspr&uuml;nglich politischer Art. Sie entstanden auch, weil die Regierungen im Irak und in Syrien ihre Macht durch Vetternwirtschaft und gegenseitige Verunglimpfung sicherten, statt eine nationale Geisteshaltung einer irakischen beziehungsweise syrischen Solidarit&auml;t aufzubauen.<br>\nRegierungen, die aus dem Erfolg des IS lernen wollen, m&uuml;ssen gegen die Symptome angehen, die dieses Machtvakuum schufen. Die angemessene Antwort sind nicht lasergesteuerte Waffensysteme und ein hartes Durchgreifen gegen Unterst&uuml;tzer der Fanatiker im eigenen Lande, sondern vielmehr eine gute Regierungsf&uuml;hrung, die gleichbedeutend ist mit Inklusion und das Gegenteil von Korruption und Vetternwirtschaft. In jeder Gesellschaft gibt es Risse, und in konfliktreichen Zeiten f&auml;llt es leicht, diese mit Gewalt zu &ouml;ffnen. Politikerinnen und Politiker m&uuml;ssen sich aktiv daf&uuml;r einsetzen, dass gest&auml;rkt wird, was uns verbindet. Wir m&uuml;ssen uns und den j&uuml;ngeren Generationen unbedingt in Erinnerung rufen, dass wir ein gemeinsames, ein eigenes Erbe, Mare Nostrum, haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/die-lektion-aus-dem-is-triumph-734\/\">IPG<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Verfasser dieses Textes ist Mitglied des jordanischen K&ouml;nigshauses. Allerdings fiel Reaktion Jordaniens auf die Hinrichtung eines Staatsb&uuml;rgers durch den IS nicht so moderat aus. <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Der-IS-lockt-die-Welt-in-den-Abgrund-article14450181.html\">Issio Ehrich schreibt auf nt-v<\/a>: Die Verbrennung des jordanischen Kampfpiloten sei eine unertr&auml;gliche Trag&ouml;die. Allerdings sei auch die Reaktion Jordaniens &ndash; das K&ouml;nigreich lie&szlig; zwei Terroristen hinrichten &ndash; unertr&auml;glich. Auch wenn es noch so schwer f&auml;llt &ndash; die Gegner des Islamischen Staates (IS) d&uuml;rfen nicht den Weg der Rache beschreiten. Die Dschihadistin Sadschida al-Rischawi und der Al-Kaida-Terrorist Siad al-Karbuli, die nun geh&auml;ngt wurden, waren ohnehin zum Tode verurteilt. &ldquo;Mit der Entscheidung, ihr Urteil aus Rache sofort zu vollstrecken, &uuml;berschreitet Jordanien aber eine Grenze. Der Tod dieser beiden Menschen n&uuml;tzt nichts im Kampf gegen den IS und er sch&uuml;tzt selbstredend auch keine Leben. Er demonstriert nur, wie verzweifelt die Gegner des IS mittlerweile sind. Die Hinrichtung der Terroristen ist keine Niederlage, sie ist ein Triumph f&uuml;r die M&auml;nner, f&uuml;r die das Wort &ldquo;Barbaren&rdquo; noch viel zu harmlos ist. Und sie ist ein Triumph, mit dem die geschickten Menschenf&auml;nger, mit Leichtigkeit Nachschub rekrutieren k&ouml;nnen.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Krieg um die K&ouml;pfe<\/strong><br>\nDer Psychologe Klaus-J&uuml;rgen Bruder &uuml;ber die Mechanismen und die Kritik an der ideologischen Mobilmachung<br>\nDeutschland r&uuml;stet nicht nur im &Auml;u&szlig;eren auf &ndash; auch im Innern vollzieht sich eine Entwicklung gen Militarisierung des Zivilen, des Denkens, Handelns und der Bildung etwa &ndash; eine ideologische Mobilmachung also, die auf die Erh&ouml;hung der Kriegsbereitschaft der Deutschen zielt. Auf dem Kongress mit dem Titel &ldquo;Krieg um die K&ouml;pfe: Der Diskurs der Verantwortungs&uuml;bernahme&rdquo;, der vom 5. bis 8. M&auml;rz in Berlin stattfindet, wollen Psychologinnen und Psychologen die Einstimmung der Bev&ouml;lkerung auf die scheinbare Notwendigkeit und Unausweichlichkeit der Beteiligung an Kriegen analysieren und kritisieren&hellip;<br>\nKlaus-J&uuml;rgen Bruder: Nun, die Medien vermitteln uns vor allem &ldquo;Botschaften&rdquo;, denen wir zustimmen k&ouml;nnen, nein: sollen. Sie sind f&uuml;r die Herstellung von Konsens verantwortlich, wie Chomsky das nannte.<br>\nIm Fall der Kriegs-&ldquo;Zustimmung&rdquo; beobachten wir vor allem eine Taktik der st&auml;ndigen &ldquo;Tabu&rdquo;-Br&uuml;che &ndash; und deren freche Kommentierung durch die Tabubrecher. So beispielsweise: &ldquo;Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt.&rdquo; Dem entspricht auf Seiten der Rezipienten, zu denen die Bev&ouml;lkerung gemacht wird, die &ldquo;Gew&ouml;hnung&rdquo;.<br>\nWir wissen ja, wie &ldquo;geduldig&rdquo; eine Bev&ouml;lkerung ist, wenn man sie allm&auml;hlich an etwas gew&ouml;hnt, kennen das Wegsehen, Ohrenverschlie&szlig;en und Schweigen beispielsweise angesichts von Staatsterrorismus, Demokratiezerst&ouml;rung, Menschenfeindlichkeit, sozialer Stigmatisierung und Exklusion bis hin zum Nichtwahrnehmen von Serienmorden wie in den KZ. Diese Gew&ouml;hnung durch sequentielle Tabu-Br&uuml;che wird dabei noch erleichtert und verst&auml;rkt durch flankierende Diskurse. Der Diskurs der Verantwortungs&uuml;bernahme ist dabei derzeit der hegemoniale. &ldquo;Verantwortung f&uuml;r Deutschland&rdquo;, hei&szlig;t es da vor allem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44035\/1.html?utm_medium=twitter&amp;utm_source=twitterfeed%20\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Post soll dubiose Vertr&auml;ge angeboten haben<\/strong><br>\nAuf Veranstaltungen in Hotels hat die Deutsche Post befristeten Mitarbeitern Jobs in ihren neuen Delivery-T&ouml;chtern angeboten. Viele &nbsp;unterschrieben die Vertr&auml;ge &ndash; unter dubiosen Bedingungen.<br>\nDie Deutsche Post heuert in gro&szlig;em Stil Besch&auml;ftigte f&uuml;r ihre 49 neuen Tochterfirmen namens Delivery an, in denen Paketzusteller zu schlechteren Bedingungen als im Postkonzern arbeiten sollen. Ende vergangener Woche wurden daf&uuml;r in Hotels Abendveranstaltungen f&uuml;r bislang befristet Besch&auml;ftigte der Post abgehalten. Dort wurden ihnen neue Jobs angeboten, allerdings mit einer Vorgehensweise, die nach Ansicht von Experten alles andere als &uuml;blich ist.<br>\nZumindest in einem Fall in Nordrhein-Westfalen durfte an jenem Abend niemand den angebotenen Vertrag mit nach Hause nehmen. &ldquo;Uns wurde gesagt, dass wir jetzt unterschreiben oder am Montag nicht mehr wiederkommen sollen&rdquo;, sagte einer der Betroffenen, der nicht mit Namen genannt werden m&ouml;chte&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article137040962\/Post-soll-dubiose-Vertraege-angeboten-haben.html\">Welt online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schwarzer Donnerstag: G&ouml;nner Ohne Ged&auml;chtnis<\/strong><br>\nIhr Auftritt vor dem Untersuchungsausschuss zum Schwarzen Donnerstag hat unterstrichen: Ein Blick in die dienstlichen Mails von Ex-Umweltministerin Tanja G&ouml;nner (CDU) k&ouml;nnte aufschlussreich sein. Denn die 45-J&auml;hrige leidet unter schlechtem Ged&auml;chtnis. Damit wollen sich nicht einmal Parteifreunde abfinden.<br>\n&ldquo;Ein Ministerium ist eine Institution&rdquo;, sagt Reinhard L&ouml;ffler, &ldquo;weshalb eine Ministerin bei ihrem Abgang inhaltliche Fragen nicht einfach mitnehmen darf.&rdquo; Der Rechtsanwalt und Stuttgarter CDU-Abgeordnete kann ziemlich stur sein, wenn ihm etwas gegen den Strich geht. Das haben schon Landtagsvizepr&auml;sidentin Brigitte L&ouml;sch oder der Gr&uuml;nen-Fraktionsgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Uli Sckerl zu sp&uuml;ren bekommen. L&ouml;ffler sprach sogar dem ganzen Gremium seine Rechtsm&auml;&szlig;igkeit ab. Jetzt will er wissen, warum G&ouml;nner verschlossen ist wie eine Auster.<br>\nVor dem Verwaltungsgericht in Sigmaringen hatte die Juristin aus Bingen auf der Alb &ndash; zwischenzeitlich mit t&auml;tiger Hilfe von Angela Merkel Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft f&uuml;r internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit (GIZ) und Chefin von mehr als 16&nbsp;000 Besch&auml;ftigten geworden &ndash; Klage gegen die Vorlage der dienstlichen Mails eingereicht. Zum Auftakt ihrer Zeugenaussage in der vergangenen Woche bezog sie sich ausdr&uuml;cklich auf &ldquo;die ausgesprochen interessante Rechtsprechung&rdquo; des VGH in Mannheim. Der hatte im Sommer 2014 Stefan Mappus Recht gegeben in seinem Anspruch, bestimmte Mails nicht an die Abgeordneten &uuml;bergeben zu m&uuml;ssen.<br>\nDen kleinen, aber feinen Unterschied arbeitet Rechtsanwalt L&ouml;ffler mit Pr&auml;zision heraus: Die private Korrespondenz des abgew&auml;hlten Regierungschefs war nur durch einen Zufall in Kopie im Staatsministerium vorhanden, Mappus selbst hatte die L&ouml;schung vor seinem Ausscheiden aus dem Amt angeordnet. Der digitale Schriftverkehr der Ministerin hingegen befindet sich auf B&auml;ndern, die zu Zeiten der CDU\/FDP-Koalition eigens und mit ihrem Wissen angefertigt wurden, um &ndash; etwa im Fall einer Umstrukturierung des Umwelt- und Verkehrsressorts &ndash; sp&auml;ter darauf zur&uuml;ckgreifen zu k&ouml;nnen. &ldquo;Alles, was dienstlich ist, hat Ewigkeitswert&rdquo;, meint L&ouml;ffler, der hinter den Kulissen sogar versucht hatte, der Parteifreundin &ldquo;eine goldene Br&uuml;cken zu bauen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/201\/goenner-ohne-gedaechtnis-2709.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Vorsicht beim Z&auml;hneputzen:<\/strong> Der Olympiasieger im Diskuswerfen, Robert Harting, bef&uuml;rchtet einen Doping-Anschlag. Das &auml;ngstige ihn enorm, sagt der Sportler des Jahres und erkl&auml;rt den Anti-Doping-Kampf f&uuml;r gescheitert. Wenig verwundert dar&uuml;ber zeigt sich Dieter Baumann, der vor 15 Jahren positiv getestet wurde. Seine Zahnpasta war gedopt. Er stimmt dem Kollegen zu und empfiehlt ihm, k&uuml;nftig bei der Mundhygiene aufzupassen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Geben und Nehmen im Spitzensport:<\/strong> Die kommerziellen Leibes&uuml;bungen sind l&auml;ngst in Verruf geraten. So arg, dass selbst die Freunde des Sports zu Kritikern werden. &ldquo;Ausverkauft! &ndash; Wie integer ist der Sport?&rdquo; fragen sie sich beim j&auml;hrlichen &ldquo;Stuttgarter Sportgespr&auml;ch&rdquo;. Der fr&uuml;here Pr&auml;sident des Deutschen Hockeybundes, Christoph W&uuml;terich, macht wenig Hoffnung.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Scoop sticht Skrupel:<\/strong> Der meist diskutierte Kontext-Artikel in der vergangenen Woche: Die Philippika gegen die immer dreisteren Versuche von PR-Agenten, die Berichterstattung zu beeinflussen. Unser Autor kennt als Journalist und Pressesprecher beide Seiten. &Uuml;ber die Autorisierung von Interviews und die Selbstgerechtigkeit von Journalisten.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Stadtgestolper im Schwarzwald:<\/strong> In Villingen-Schwenningen gibt es keine Stolpersteine zur Erinnerung an die von den Nazis verfolgten Juden. CDU, Freie W&auml;hler und ein rechtskonservativer Stadtrat im Gemeinderat hatten sich 2013 erneut dagegen ausgesprochen. Und jetzt findet dort auch noch die einzige Pegida-Demo im S&uuml;dwesten statt.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>CDU mit ohne Frauen:<\/strong> Wenn es darum geht, &uuml;ber Frauenf&ouml;rderung nicht nur zu reden, sondern die Macht tats&auml;chlich zu teilen, dreht der Modernisierungs-Zeiger bei der CDU verl&auml;sslich auf Stopp. Deshalb bekommt Baden-W&uuml;rttemberg auch im 63. Jahr seiner Geschichte keine Landtagspr&auml;sidentin.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Ahnungslos in die Katastrophe:<\/strong> Stell Dir vor, es ist Stromausfall &ndash; und keiner rechnet damit. Ein Horrorszenario! Denn ohne den Lebenssaft moderner Industrie- und Informationsgesellschaften geht so gut wie nichts mehr. Dies zu verhindern, ist Aufgabe der Beh&ouml;rden. Doch die scheinen kaum auf l&auml;ngere Blackouts vorbereitet.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Rauchende Colts:<\/strong> Unser Wetterer Peter Grohmann &uuml;ber Scharfmacher aller Coleur. <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf kontextwochenzeitung.de und samstags als Beilage zur taz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Oktoberfest-Attentat &ndash; Der Bote wird erschlagen <\/strong><br>\nDas Oktoberfest-Attentat ist sein Lebensthema: Nach dem Film &uuml;ber Journalist Ulrich Chaussy wird nun wieder ermittelt. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Abgr&uuml;nde der bayerischen Politik, m&ouml;gliche Hinterm&auml;nner, und warum seine Erkenntnisse erst jetzt ernst genommen werden.<br>\nEs ist eine echte Rarit&auml;t, wenn eine oberste Bundesbeh&ouml;rde zugibt, dass sie sich geirrt hat. Das geschah am 11. Dezember 2014, als der Generalbundesanwalt mitteilte, dass er die Ermittlungen zum Oktoberfest-Attentat neu aufrolle. Der Fall galt seit 32 Jahren als abgeschlossen. Die Beh&ouml;rden hatten allein Gundolf K&ouml;hler f&uuml;r die Tat verantwortlich gemacht, ein angeblicher Einzelg&auml;nger, der dem Anschlag selbst zum Opfer gefallen war. An dieser Version hatte der H&ouml;rfunk-Redakteur Ulrich Chaussy aufgrund seiner Recherchen schon fr&uuml;h Zweifel, die er 1985 in dem Buch &ldquo;Oktoberfest. Das Attentat&rdquo; niederschrieb.<br>\nNeue Bewegung kam in den Fall nun im vergangenen Jahr durch den Spielfilm &ldquo;Der blinde Fleck&rdquo; von Daniel Harrich, der die Ungereimtheiten bei der Aufkl&auml;rung des Attentats aus der Perspektive Chaussys (gespielt von Benno F&uuml;rmann) schildert. Nachdem der Film 2014 im Kino zu sehen war, gab es eine neue Flut von Zeugen-Hinweisen. Einer davon f&uuml;hrte zu den neuen Ermittlungen. Und nun tauchte eine weitere Zeugin mit einer brisanten Information auf. Die erneute Ausstrahlung von &ldquo;Der blinde Fleck&rdquo; in der ARD an diesem Mittwoch, erg&auml;nzt mit der neuen Doku &ldquo;Attent&auml;ter, Einzelt&auml;ter &ndash; Neues zum Oktoberfestattentat&rdquo;, kommt also genau zur richtigen Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/journalist-ulrich-chaussy-ueber-oktoberfest-attentat-der-bote-wird-erschlagen-1.2331925\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis WL:<\/strong> Weitere Informationen zum Film &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/unterhaltung\/film\/filmmittwoch-im-ersten\/sendung\/der-blinde-fleck-das-oktoberfestattentat-100.html\">Der Blinde Fleck<\/a>&ldquo;. Weiterer Sendetermin Do, 05.02.15 | 01:05 Uhr | Das Erste<\/em><br>\n<em>Die Dokumentation &bdquo;Attent&auml;ter &ndash; Einzelt&auml;ter?&ldquo; gibt es <a href=\"http:\/\/programm.daserste.de\/pages\/programm\/detail.aspx?id=7B732C0B2B40AD3FD147E36715C76D39\">hier<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es sei dran erinnert, dass alle, die damals die Einzelt&auml;terthese anzweifelten als Verschw&ouml;rungstheoretiker tituliert wurden. Ein auch heute wieder gerne verwendeter Vorwurf gegen allzu kritische Zeitgenossen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>TTIP<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>TTIP: 160 Organisationen in Br&uuml;ssel vereinbaren globalen Aktionstag am 18. April<\/strong><br>\n&ldquo;Regulatorische Kooperation&rdquo; st&auml;rkt Einfluss der Konzerne und schw&auml;cht Demokratie<br>\nMehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter von rund 160 zivilgesellschaftlichen Organisationen aus 26 EU-Staaten sowie den USA treffen sich derzeit in Br&uuml;ssel, um den Widerstand gegen das geplante Freihandelsabkommen der EU mit den USA (TTIP) international zu koordinieren. Anlass ist die am Montag begonnene achte TTIP-Verhandlungsrunde in der belgischen Hauptstadt.<br>\nGlobaler Aktionstag 18. April<br>\nDas zivilgesellschaftliche B&uuml;ndnis hat bei dem Treffen unter anderem einen dezentralen globalen Anti-TTIP-Aktionstag f&uuml;r den 18. April beschlossen. Attac wird gemeinsam mit B&uuml;ndnispartnern in vielen deutschen St&auml;dten f&uuml;r den Aktionstag mobilisieren.<br>\n&ldquo;Der demokratische Widerstand gegen TTIP und die anderen geplanten Freihandelsabkommen nimmt zu &ndash; auf beiden Seiten des Atlantiks. Das haben die Berichte hier bei unserem Treffen eindrucksvoll gezeigt. Dar&uuml;ber kann sich keine Regierung hinwegsetzen. Das werden wir mit dem Aktionstag deutlich machen&rdquo;, sagte Roland S&uuml;&szlig;, der f&uuml;r Attac an dem Treffen in Br&uuml;ssel teilnimmt. &ldquo;TTIP und die anderen Abkommen bedrohen nicht allein die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in den USA und Europa. Mit TTIP soll die gr&ouml;&szlig;te Freihandelszone der Welt entstehen. Die Auswirkungen w&auml;ren global. Daher wird auch unser Widerstand global sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/index.php?id=394&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=7994\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel: Auch nationale Parlamente sollen &uuml;ber Freihandelsabkommen wie TTIP abstimmen<\/strong><br>\nIn der Diskussion um TTIP geht es nicht nur um den Inhalt des Freihandelsabkommens, sondern auch um Entscheidungskompetenzen. Bei Freihandelsabkommen der Europ&auml;ischen Union (EU) mit Drittstaaten sollten nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel neben dem Europ&auml;ischen Parlament auch die 28 nationalen Parlamente der EU-Mitgliedstaaten zustimmen. &ldquo;Insgesamt w&uuml;rde ich (&hellip;) sagen, es macht nichts, wenn das Abkommen nicht nur vom Europ&auml;ischen Parlament, sondern auch von den nationalen Parlamenten ratifiziert werden muss&rdquo;, sagte die Kanzlerin am Dienstag nach einem Treffen mit dem Ministerpr&auml;sidenten von Singapur, Lee Hsien Loong, in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/sections\/eu-aussenpolitik\/merkel-auch-nationale-parlamente-sollen-ueber-freihandelsabkommen-wie-ttip?utm_content=buffer65be9&amp;utm_medium=social&amp;utm_source=twitter.com&amp;utm_campaign=buffer\">EurActiv.de<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP-Verhandlungsdokument zeigt deutlich: EU-Verhandlungsposition h&ouml;hlt Demokratie aus!<\/strong><br>\nDie EU-Kommission gef&auml;hrdet mit ihren Positionen bei TTIP die Demokratie. Das zeigen zwei exklusive Verhandlungsdokumente von Dezember 2014 und Januar 2015. Die darin geschilderte Position zu sogenannter &rdquo;regulatorischer Kooperation&rdquo; oder regulatorischer Zusammenarbeit k&ouml;nnte den Handlungsspielraum von demokratischer Politik massiv einengen und Unternehmenslobbyisten neue, privilegierte Einflussm&ouml;glichkeiten schaffen. Brisant dabei ist, dass ein neues machtvolles Gremium geplant ist und dass urspr&uuml;nglich selbst Auswirkungen f&uuml;r die L&auml;nderebene und Kommunen angedacht waren.<br>\nF&uuml;r Unternehmenslobbyisten auf beiden Seiten des Atlantiks ist regulatorische Kooperation ein Herzensanliegen. Das gilt insbesondere f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ische Arbeitgeberverband, Business Europe, und die US-Handelskammer. Diese beiden Akteure hatten zu diesem Thema bereits Ende 2012 mehrere Treffen mit der EU-Kommission und konnten dabei ihre Vorstellungen sehr weitgehend unterbringen. Ein besonderes Anliegen ist ihnen dabei die fr&uuml;hstm&ouml;gliche Einbindung bei Regulierungsvorhaben, die den Handel betreffen. Im Dezember 2013 wurde dann die EU-Verhandlungsposition zu regulatorischer Kooperation bekannt. Diese &auml;hnelte den Vorstellungen von Business Europe und der US-Handelskammer sehr stark. Unternehmenslobbyisten &ndash; sogenannte &rdquo;stakeholder&rdquo; &ndash; sollen demzufolge k&uuml;nftig in Regulierungsvorhaben eingebunden werden. Auch die aktuelle EU-Verhandlungsposition zu regulatorischer Kooperation von Januar 2015 zeigt, dass die Kommission an ihrer demokratiegef&auml;hrdenden Verhandlungsposition festh&auml;lt und &rdquo;stakeholdern&rdquo; eine bedeutende Rolle zugedacht ist. Hier die wichtigsten Punkte im &Uuml;berblick: &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/01\/ttip-verhandlungsdokument-zeigt-deutlich-eu-verhandlungsposition-hoehlt-demokratie-aus\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das ist schon verr&uuml;ckt: Die Staaten sollen verpflichtet werden, die Wirtschaft dar&uuml;ber zu informieren und mit deren Vertretern beraten, welche Gesetze sie vorbereiten, die Handel und Investitionen tangieren. Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssen sie zus&auml;tzliche Informationen inklusive vorhandener wissenschaftlicher Belege und Daten bereitstellen. Bisher hei&szlig;t es, dass die Handelspartner keinerlei direkten Einfluss auf die Gesetzgebung k&ouml;nnten, also diese nicht verhindern k&ouml;nnten. Die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/ttip-und-freihandel\/ttip-amerika-soll-bei-unseren-gesetzen-mitreden-13391816.html\">FAZ berichtet<\/a> allerdings, dass laut Kommission die Amerikaner in diesem Punkt mehr wollten. &ldquo;Zwar verlangten sie kein Vetorecht. Unternehmen sollten aber mehr rechtlichen Spielraum bekommen, wenn sie ihre Bedenken nicht ausreichend ber&uuml;cksichtigt s&auml;hen.&rdquo; Und wo bleibt der Wille des Souver&auml;ns, der B&uuml;rger? Was bisher aus den TTIP-Verhandlungen heraussickert, l&auml;sst bald nur noch den Schuss zu: Begrabt TTIP.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Die Anstalt<\/strong><br>\nF&uuml;r alle, die die Sendung verpasst haben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/hauptnavigation\/sendung-verpasst#\/beitrag\/video\/2329592\/%22Die-Anstalt%22-vom-3-Februar-2015\">ZDF Mediathek<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24878","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24878","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24878"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24878\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24881,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24878\/revisions\/24881"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24878"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24878"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24878"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}