{"id":2490,"date":"2007-07-16T10:17:26","date_gmt":"2007-07-16T08:17:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2490"},"modified":"2007-07-16T10:17:26","modified_gmt":"2007-07-16T08:17:26","slug":"hinweise-des-tages-436","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2490","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Der Aufschwung ist auch bei Hartz-IV-Empf&auml;ngern angekommen<\/strong><br>\nEine erfreuliche Mitteilung. Die SPD\/CDU Bundesregierung tut etwas gegen Kinderarmut. Mit der Anhebung des Regelsatzes ab 1.Juli 2007 um 2 Euro mtl. stieg der im Regelsatz von Schulkindern bis 14 Jahren enthaltene Anteil f&uuml;r die Ern&auml;hrung von 2,27 auf 2,28 Euro pro Tag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.erwerbslosenforum.de\/nachrichten\/weniger_essen_durch_hartz_iv_122007120712_191_1.htm\">Erwerbslosenforum<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Sch&auml;uble-Katalog<\/strong><br>\nBKA-Gesetz, Online-Durchsuchungen, Vorbeugehaft, Bundeswehreinsatz im Inneren, Handy- und Internetverbot f&uuml;r Gef&auml;hrder, Gezielte T&ouml;tung von Terroristen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/225791.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Rausschmei&szlig;er<\/strong><br>\nDer Anwalt Naujoks hilft Arbeitgebern, Unk&uuml;ndbare zu k&uuml;ndigen und Betriebsr&auml;te zum R&uuml;cktritt zu zwingen &ndash; mit Methoden, die Menschen zum Weinen bringen. &ldquo;K&uuml;ndigung von Unk&uuml;ndbaren&rdquo; lautet der Titel.<br>\n&ldquo;Anleitung zu Psychoterror und Mobbing&rdquo;<br>\nIn dem 300 Seiten starken, juristischen Ratgeber geht es darum, jene loszuwerden, die nur scheinbar unk&uuml;ndbar sind: Schwerbehinderte, Langzeitkranke, Alkoholiker &ndash; oder Betriebsr&auml;te. Verdi nannte das Buch eine &ldquo;Anleitung zu Psychoterror und Mobbing&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/555\/123383\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Parlament will Versorger zerschlagen<\/strong><br>\nDas Europ&auml;ische Parlament hat mit gro&szlig;er Mehrheit gegen den Widerstand vieler deutscher Abgeordneter eine Zerschlagung der Energiekonzerne gefordert. Damit unterst&uuml;tzen die Parlamentarier die Pl&auml;ne der EU-Kommission, die Strom- und Gasversorger zur Trennung von ihren Leitungsnetzen zu zwingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/news\/printpage.aspx?_p=200051&amp;_t=ftprint&amp;_b=1292882\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Vattenfall verhandelt &uuml;ber Ausstieg aus der Atomkraft<\/strong><br>\nDer Energiekonzern Vattenfall plant in Deutschland einen vorzeitigen Ausstieg aus der Kernkraft. Nach einer Serie von Pannen &uuml;berlegt das Unternehmen, die Lizenz f&uuml;r die Kraftwerke Kr&uuml;mmel und Brunsb&uuml;ttel abzugeben. Nach Informationen des SPIEGEL gab es bereits Verhandlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,494424,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Vattenfall hat diese Meldung inzwischen dementiert. Aber man wei&szlig; ja inzwischen, was von den Dementis dieses Konzern zu halten ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>BUND legt &bdquo;Schwarzbuch Vattenfall&ldquo; vor<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngste Pannenserie in den Atomkraftwerken Kr&uuml;mmel und Brunsb&uuml;ttel ist nach Ansicht des Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz (BUND) nur die Fortsetzung einer ganzen Kette von St&ouml;rf&auml;llen und Unregelm&auml;&szlig;igkeiten in den vier in Deutschland und Schweden von Vattenfall betriebenen Atomkraftwerken. Im schwedischen Forsmark sei es 2006 fast zur Kernschmelze gekommen und auch in Brunsb&uuml;ttel w&auml;re 2001 fast eine Katastrophe ausgel&ouml;st worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kn-online.de\/news\/regional\/kiel.htm\/2184807\">Kieler Nachrichten<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Der Absturz eines Energiekonzerns<\/strong><br>\nVom sympathischen schwedischen Energieunternehmen zum Buhmann der Nation: Mit Unzuverl&auml;ssigkeit, Heimlichtuerei, Falschinformationen und politischen Fehleinsch&auml;tzungen ruiniert Vattenfall innerhalb weniger Monate sein Image:  Die Knallgasexplosion, die M&auml;ngelliste, das Forsmark-Debakel, die Strompreis-Treiberei, der Laufzeitskandal, der Braunkohle-Kampf, das Preisdebakel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=archiv&amp;ressort=sw&amp;dig=2007\/07\/14\/a0199&amp;menu=1&amp;type=98\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Heuschrecken: Wie Gewerkschaften ihre Mieter an Hedge-Fonds ausliefern <\/strong><br>\nTausende Mieter konnten es kaum glauben: ausgerechnet der DGB, verdi und die IG Metall haben vor 20 Monaten ganze Siedlungen des sozialen Wohnungsbaus an einen amerikanischen Hedge-Fonds verkauft. Der neue Eigent&uuml;mer aus den USA hei&szlig;t CERBERUS und macht genau das, was Gewerkschaften in ihren Sonntagsreden den Heuschrecken immer vorwerfen: Mieten drastisch erh&ouml;hen und dann alles absto&szlig;en. Viele Mieter sollen jetzt 20 Prozent mehr zahlen, damit CERBERUS beim Weiterverkauf richtig Gewinn machen kann.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/beitrag.phtml?bid=897&amp;sid=174\">ARD &ndash; Monitor Text des Beitrags<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/themen\/global\/webmedia\/webtv\/getwebtvextrakt.phtml?p=400&amp;b=002&amp;ex=3\">ARD &ndash; Monitor Video<\/a><\/li>\n<li><strong>Pro Sieben Sat.1, die Heuschreckensender<\/strong><br>\nIst es sinnvoll, bei einem Fernsehsender, der sich Vollprogramm nennt, die Informationssendungen, insbesondere die Nachrichten, zu streichen? Ja, all das hat seine Logik &ndash; eine Heuschreckenlogik, bei Pro Sieben Sat.1 wird sie in dieser Woche exekutiert: Zwei- bis dreihundert Jobs sollen bei den Sendern wegfallen, besonders betroffen ist Sat.1. Erkl&auml;ren l&auml;&szlig;t sich die Amputation nur mit Blick auf den Schuldendienst, den die neuen Eigent&uuml;mer von Pro Sieben Sat.1, die Finanzinvestoren Permira und KKR, den Sendern aufgeladen haben.<br>\nDie Fusion mit der skandinavischen Sendergruppe SBS hat Pro Sieben Sat.1 n&auml;mlich 3,3 Milliarden Euro gekostet &ndash; alles finanziert mit neuen Krediten und zu zahlen an die neuen Eigent&uuml;mer, denen SBS zuvor geh&ouml;rte. Insgesamt dr&uuml;ckt die &ndash; ansonsten hoch profitablen Sender &ndash; eine Schuldenlast von mehr als vier Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc~E73FBCC82D9FA437790405E52718473AE~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &Uuml;brig bleibt: Verbl&ouml;dungsfernsehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neues aus dem Casino<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Rekorde, Rekorde<\/strong><br>\nErst vor drei Tagen zitterten die Finanzm&auml;rkte vor den Risiken, die sich am Kreditmarkt auftaten. Jetzt pl&ouml;tzlich klettern die Leitindizes auf nie gekannte H&ouml;hen. Gibt es daf&uuml;r vern&uuml;nftige Gr&uuml;nde?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/online\/2007\/29\/dax-rekord\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon wieder faszinierend, wie sich B&ouml;rsianer und B&ouml;rsenbeobachter auf diverse Indizes und Nachrichten st&uuml;rzen und  fast im Tagesrythmus, ja Stundenrythmus zu v&ouml;llig verschiedenen Einsch&auml;tzungen der konjunkturellen Entwicklung bzw. der Situation f&uuml;r Aktienanlagen kommen, wobei Letzteres nicht unbedingt mit Ersterem zusammenh&auml;ngen mu&szlig;.<br>\nDie in dem Bericht vom Freitag genannten guten Ergebnisse von Wal-Mart (USA), woraus einerseits entsprechende Ergebnisse f&uuml;r die &uuml;brigen Unternehmen und ein konstantes Verbrauchervertrauen abgeleitet wurde, ist am Nachmittag durch das Absinken der monatlichen Einzelhandelsums&auml;tze  um 0,9 Prozent schon wieder konterkariert worden. Gegen B&ouml;rsenschlu&szlig;  kam die Meldung vom unerwarteten starken Anstieg des Verbrauchervertrauens  von 85,3 Punkten auf 92,4 Punkte. Also neuer Rekord.<br>\nDie Antwort auf die Frage nach den &ldquo;vern&uuml;nftigen Gr&uuml;nden&rdquo; dieser extremen Einsch&auml;tzungen kann nur in der Rationalit&auml;t &auml;u&szlig;ert kurzfristiger Entscheidungen gefunden werden. Auf der Ebene der Vernunft, also nicht der Rationalit&auml;t begrenzter Zusammenh&auml;nge, verweist diese Hektik, jenseits des Grundproblems der absurden Abh&auml;ngigkeit ganzer Volkswirtschaften von kurzfristigen Gewinnerwartungen an der B&ouml;rse, auf den gro&szlig;en Crash.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dunkle Wolken in den USA<\/strong><br>\n Es geht munter aufw&auml;rts. Das &auml;lteste B&ouml;rsenbarometer der Welt, der Dow-Jones-Index, kletterte gerade auf den h&ouml;chsten Stand seiner Geschichte. Beobachter der asiatischen Aktienm&auml;rkte berichten von einem Kaufrausch. Und auch der Dax hat gestern Vormittag eine neue Rekordmarke mit 8151 Punkten erreicht.\n<p>Fragt sich nur, wie lange die Sch&ouml;nwetterlage &uuml;ber den Finanzpl&auml;tzen noch anh&auml;lt. Denn am Horizont dr&auml;uen schwarze Wolken. An Warnungen vor einem Umschwung herrscht kein Mangel. Er habe Sorge, dass die Talfahrt der H&auml;userpreise zu einer &ldquo;Rezession in den USA mit weltweiten Auswirkungen&rdquo; f&uuml;hrt, meint Robert Shiller. Der Wirtschaftswissenschaftler aus Yale hatte einst das Platzen der Spekulationsblase im Jahr 2000 vorausgesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1172498&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Ja wo laufen sie denn hin?<\/strong><br>\nAn den internationalen Finanzm&auml;rkten schaut es gar nicht gut aus. Die Aktien fallen, der Euro notiert auf neuen H&ouml;chstst&auml;nden und die Risikoaufschl&auml;ge f&uuml;r wackelige Anleihen schnellen empor. Der Anfang vom Ende des gr&ouml;&szlig;ten Kreditbooms aller Zeiten ist eingel&auml;utet. Noch hei&szlig;t die Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Turbulenzen in den Nachrichtenagenturen &bdquo;Subprime Woes&ldquo;, die Sorge vor vielen, vielen Ausf&auml;llen zweitklassiger amerikanischer Hypotheken. In Wirklichkeit ist etwas viel Fundamentaleres am Werk: Das Risiko f&uuml;r Schuldtitel wird neu bewertet. Das schaurige Spiel zwischen Private Equity Firmen, Banken, Hedgefonds und Rate-Agenturen ger&auml;t ins Stocken. Das ist dabei die erfreuliche Nachricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=147\">Zeit.de Blog Herdentrieb<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Peak Oil: Der globale Krieg ums &Ouml;l<\/strong><br>\nDie Energiekrisen der 70er Jahre waren politisch motiviert und f&uuml;hrten lediglich zu zeitlich begrenzten wirtschaftlichen Rezessionen. Die kommende Energiekrise dagegen ist geologisch bedingt und somit dauerhaft. Dabei sind die USA st&auml;rker bedroht als jede andere Wirtschaftsregion der Welt. Die gleichzeitige Verknappung von &Ouml;l und Gas bedroht die USA nicht nur mit einer Rezession, sondern mit einem m&ouml;glichen Zusammenbruch ihrer industriellen Infrastruktur.<br>\nSowohl der Afghanistan- als auch der Irakkrieg lassen sich als Vorentscheidung daf&uuml;r deuten, dass die USA entschlossen sind, die kommende Energiekrise vorzugsweise milit&auml;risch zu l&ouml;sen. Diese Vermutung wird durch eine Rede gest&uuml;tzt, die Vizepr&auml;sident Dick Cheney bereits am 15. November1999 vor dem Institute of Petroleum in London hielt. Darin skizzierte er die Peak-Oil-Problematik und bezeichnete den Nahen Osten &bdquo;mit zwei Dritteln der weltweiten &Ouml;lreserven und den geringsten F&ouml;rderkosten&ldquo; als die Region, &bdquo;wo letztlich der Hauptgewinn liegt&ldquo; (where the prize ultimately lies).<br>\nJeder Versuch, &Ouml;l milit&auml;risch zu sichern, sei zum Scheitern verurteilt, da man im Endeffekt jede Pipeline mit tausenden Soldaten bewachen m&uuml;sste. Das auf diese Weise zum Fenster herausgeworfene Geld fehle den USA, um die Energieformen der Zukunft zu entwickeln. Die Folge ist, dass der heranwachsenden Generation keine effektive Energieform zur Verf&uuml;gung steht, wenn das &Ouml;l dereinst ersch&ouml;pft sein wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2611\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Steuergeschenk f&uuml;r Schwarzman<\/strong><br>\nStephen Schwarzman, Gr&uuml;nder des Privat-Equity-Riesen Blackstone, muss wohl keine Steuern auf die Milliardengewinne zahlen, die er beim B&ouml;rsengang seiner Firma gemacht hat. Grund sind geschickt platzierte Abschreibungen. Der 60-j&auml;hrige Schwarzman ist einer der reichsten Amerikaner. Ihm und seinen Partnern brachte der B&ouml;rsengang 2,4 Milliarden Dollar ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1172511&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das w&auml;re ja noch sch&ouml;ner, wenn der K&ouml;nig der Wall Street keine M&ouml;glichkeit gefunden h&auml;tte, Steuern zu vermeiden. Es ist wohl eher eine Frage des Prinzips, denn Geld ausgeben kann der Mann. Seine Geburtstagsparty im Februar kostete 3 Mio. USD.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Staat macht mit<\/strong><br>\nAirbus lehrt die Bundesregierung die Industriepolitik wieder zu sch&auml;tzen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=archiv&amp;ressort=sw&amp;dig=2007\/07\/16\/a0019&amp;menu=1&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Kapitalismus nach japanischer Art<\/strong><br>\nEinst lehrte Japans Wirtschaft die westlichen Nationen das F&uuml;rchten. Dann wurde sie von diesen bemitleidet. Seit wenigen Jahren begegnet man einander endlich ohne Furcht oder Mitleid. Dabei hat sich am japanischen Wirtschaftsmodell gar nicht so viel ge&auml;ndert. Die Symbiose zwischen Rechtsstaat und Marktwirtschaft ist hier, wo Vertrauen oder moralischer Druck an die Stelle formaler Rechtsbeziehungen treten, komplexerer Natur. Und dennoch wirkt das Nebeneinander der verschiedenen Systeme meist unverkrampft. Dies wohl auch deshalb, weil Theorien in Japan seit je keine grosse Rolle spielen. Aus dem Menu an liberalen und marktfreundlichen oder dirigistischen und protektionistischen Ideen bedient man sich situativ, ohne Seitenblick auf die reine Lehre. Daran haben weder die Kr&auml;fte der Globalisierung noch ein Jahrzehnt der wirtschaftlichen Krise etwas ge&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/kapitalismus_nach_japanischer_art_1.527647.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Interessant vor allem deshalb, weil es offenbar auch andere wirtschaftspolitische M&ouml;glichkeit gibt, mit der &bdquo;Globalisierung&ldquo; umzugehen, als die Anpassung an marktradikale und angebotsorientierte Dogmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Programm Selbstverbl&ouml;dung<\/strong><br>\nMit Bodo Zeuner tritt einer der letzten Professoren des Berliner Otto-Suhr-Instituts aus der 68er-Bewegung ab. In seiner Abschiedsvorlesung formuliert er scharfe Kritik am Strukturwandel der Universit&auml;ten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=zukunft&amp;art=1934&amp;id=479&amp;cHash=bbc98901ab&amp;type=98%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ich kann meinem alten Freund Bodo Zeuner, mit dem ich am Otto-Suhr-Institut mein Studium begonnen habe nur zustimmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Keine Befreiung f&uuml;r Studierende in Hochschulgremien<\/strong><br>\nDas Verwaltungsgericht in Karlsruhe hat am13.7.07 einige Musterklagen von Studierenden gegen die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Einf&uuml;hrung allgemeiner Studiengeb&uuml;hren in Baden-W&uuml;rttemberg abgewiesen. Sowohl der internationale Pakt &uuml;ber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozialpakt) als auch Vertrauensschutz und Benachteilung f&uuml;r Wehr- und Zivildienstleistende dienten als Grundlage der Klagen gegen das Landeshochschulgeb&uuml;hrengesetz in Baden-W&uuml;rttemberg.<br>\nDas Verwaltungsgericht Karlsruhe sieht in seiner Entscheidung keinen Versto&szlig; gegen das Recht auf Bildung, wie es im Internationalen Pakt &uuml;ber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der UN definiert ist. Durch dessen Unterzeichnung hat sich Deutschland 1968 verpflichtet, den &ldquo;Hochschulunterricht auf jede geeignete Weise, insbesondere durch allm&auml;hliche Einf&uuml;hrung der Unentgeltlichkeit, jedermann gleicherma&szlig;en entsprechend seinen F&auml;higkeiten zug&auml;nglich&ldquo; zu machen (&sect; 13.1).<br>\nNach Auffassung des Gerichtes sei durch die Gew&auml;hrung eines Kredites der L-Bank mit einem Zinssatz von 7,6% ausreichend gew&auml;hrleistet, dass finanziell schwache Studierende weder von einem Studium abgehalten, noch unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig belastet w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abs-bawue.de\/presse\/2407.html\">Aktionsb&uuml;ndnis gegen Studiengeb&uuml;hren<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des Aktionsb&uuml;ndnisses:<\/strong> Scheinbar ersch&ouml;pft sich die Sozialstaatlichkeit f&uuml;r die Verwaltungsrichter und die Landesregierung in der Gew&auml;hrung eines hoch verzinsten Darlehens.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Tagesshow oder die Welt in 15 Minuten<\/strong><br>\nSeit Jahrzehnten lassen sich Abend f&uuml;r Abend &uuml;ber zehn Millionen Menschen vor der 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau nieder. Doch welche Art von Information vermittelt eigentlich dieses Hochamt der Fernsehnachrichten? Walter van Rossum der Autor das Buches &bdquo;Meine Sonntage mit Sabine Christiansen&ldquo; hat sich die Tageschau einmal etwas genauer unter die Lupe genommen.<br>\nAllabendlich mache die Tagesschau ihre Zuschauer zu Komplizen, indem sie den ausgew&auml;hlten Stand der Dinge zur geltenden Norm erhebe. Die Konfrontation mit kritischen Fragen vor laufender Kamera finde in den Nachrichten nicht statt. Es handle sich eher um Stichwort-Journalismus: kosteng&uuml;nstig, servicefreundlich, Investoren gl&uuml;cklich machend. Der Abbau von Arbeitspl&auml;tzen erscheine in der Regel als betriebswirtschaftliches Problem der jeweiligen Unternehmen. So sehe man niemals die volkswirtschaftlichen Bedingungen f&uuml;r den versch&auml;rften und f&uuml;r die Gesellschaft wie die Besch&auml;ftigten ruin&ouml;sen Wettbewerb der Unternehmen. Der Irak komme bei dieser Berichterstattung &uuml;berhaupt nur vor, wenn Amerikaner Schwierigkeiten mit ihrem Irakkrieg h&auml;tten. Deshalb w&uuml;rden die Zuschauer auch die genaue Anzahl der toten US-amerikanischen Soldaten und die Stimmung in der US-amerikanischen Bev&ouml;lkerung kennen. Wie viele Iraker bei dem milit&auml;rischen &Uuml;berfall ihr Leben verloren h&auml;tten, wie es im Irak zu diesem Zeitpunkt aussehe, wer die Kr&auml;fte des irakischen B&uuml;rgerkrieges seien: Das alles erf&uuml;hren die Zuschauer nicht.<br>\n&bdquo;Niemand wird sagen k&ouml;nnen, die Tagesschau mache sich zum gl&uuml;henden Propagandisten dieses Irak-Krieges. Sie h&auml;lt sich einfach an den politischen Blickwinkel der parlamentarischen Mitte.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/feature\/637754\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Alice Schwarzer ist &laquo;Bohlen der Frauenrechte&raquo;<\/strong><br>\nDas Engagement von Alice Schwarzer f&uuml;r eine &laquo;Bild&raquo;-Werbekampagne hat bei ihren Bewunderern f&uuml;r ungl&auml;ubiges Entsetzen gesorgt. Seit einigen Tagen prangt das Foto der Frauenrechtlerin auf Werbeplakaten der Zeitung. Alice Schwarzer, Chefin der Zeitschrift, die einst der Bild-Zeitung vorwarf, dass sie auf eine &laquo;Verhurung aller Frauen ziele&raquo;, rechtfertigt sich auf ihrer Website: &bdquo;Verst&auml;ndlich, dass viele glauben, dies sei ohne meine Zustimmung geschehen, denn mein kritisches Verh&auml;ltnis zu &lsquo;Bild! (und deren Wahrheitsgehalt) ist kein Geheimnis. Doch ich habe zugestimmt. Ganz einfach, weil ich finde, dass es nicht schaden kann, wenn in so einer Runde &ndash; von Gandhi bis Willy Brandt &ndash; auch mal eine Frau auftaucht. Und eine sehr lebendige noch dazu.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/internet\/693031.html\">Netzzeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/2373\/alice-schwarzer-nicht-zwangsprostituiert\">Bildblog: Alice Schwarzer nicht zwangsprostituiert<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Schon bei ihrer Wahlwerbung f&uuml;r Angela Merkel wurde klar, dass sich der politische Horizont von Alice Schwarzer auf ein Prinzip verengt: Egal f&uuml;r wen oder f&uuml;r was, Hauptsache sie als Frau ist dabei. Egal auch was Frauen dar&uuml;ber denken.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2490","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2490","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2490"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2490\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2490"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2490"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2490"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}