{"id":2495,"date":"2007-07-18T08:58:36","date_gmt":"2007-07-18T06:58:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2495"},"modified":"2007-07-18T12:33:23","modified_gmt":"2007-07-18T10:33:23","slug":"hinweise-des-tages-438","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2495","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Christoph Butterwegge: Der Sozialstaat ist kein unproduktiver Kostg&auml;nger der Wirtschaft, sondern die Grundlage f&uuml;r deren Funktionieren.<\/strong><br>\nDie neoliberale Wohlfahrtsstaatskritik verwechselt Ursache und Wirkung, indem sie das angebliche &Uuml;berma&szlig; sozialer Sicherheit zum Krisenausl&ouml;ser erkl&auml;rt. Denn es verh&auml;lt sich genau umgekehrt: Wirtschaftskrisen kann unser soziales Sicherungssystem nur schwer verkraften, weil es einen hohen Besch&auml;ftigungsstand zur Voraussetzung hat. Je weniger Menschen noch einen Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz haben und je st&auml;rker ihr Lohn- bzw. Einkommensniveau, bedingt durch die nachlassende Kampfkraft der Gewerkschaften, unter Druck ger&auml;t, umso niedriger fallen die Beitragseinnahmen der Sozialversicherung aus, w&auml;hrend erheblich mehr Versicherte (h&auml;ufiger) Gebrauch von deren Leistungszusagen machen m&uuml;ssen. Statt solcher struktureller Zusammenh&auml;nge machen Neoliberale das wachsende &ldquo;Anspruchsdenken&rdquo; der Bundesb&uuml;rger\/innen f&uuml;r die &ldquo;Krise des Sozialstaates&rdquo; verantwortlich und empfehlen sozial Benachteiligten mehr Selbstbeschr&auml;nkung und den Verzicht auf gro&szlig;z&uuml;gige Transferleistungen. Sie sollen &ldquo;den G&uuml;rtel enger schnallen&rdquo;, obwohl er l&auml;ngst kneift und andere die Hosentr&auml;ger anhaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1174491&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/dokumentation&amp;em_ivw=fr_doku&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>DGB-Newsletter<\/strong><br>\nU.a. zu folgenden Themen:\n<ul>\n<li><strong>Rechtsgutachten: Aussteuerungsbetrag verfassungswidrig<\/strong><br>\nDer Aussteuerungsbetrag, den die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit an den Bundeshaushalt abf&uuml;hren muss, wenn Arbeitslose innerhalb der ersten 12 Monate keine Arbeit finden, ist verfassungswidrig. Zu diesem Ergebnis kommt ein von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in Auftrag gegebenes Gutachten des Siegener Rechtswissenschaftlers Prof. Dr. Friedhelm Hase. BDA und DGB fordern die Abschaffung der Strafabgabe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/homepage_kurztexte\/gutachten_aussteuerungsbetrag.htm\">DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>DGB: Ernst &amp; Young widerlegen Standortkritiker eindrucksvoll<\/strong><br>\nDas Ergebnis der Studie widerlegt laut DGB-Vorsitzenden Michael Sommer eindrucksvoll die Kritiken aus den Reihen der wissenschaftlichen Politikberatung sowie der Wirtschafts- und Arbeitgeberverb&auml;nde am Standort Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/pressemeldungen\/pmdb\/pressemeldung_single?pmid=3015\">DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Matecki: Zunahme der Zeitarbeit wird zur Gefahr<\/strong><br>\nDie Konjunktur in Deutschland brummt. Viele Unternehmen stellen wieder Mitarbeiter ein &ndash; aber in vielen F&auml;llen sind es Zeitarbeiter. Hier sieht Claus Matecki, Vorstandsmitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), ein immer gr&ouml;&szlig;er werdendes Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/dgb\/gbv\/beitraege\/matecki_zeitarbeit.htm\">DGB<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>ZEW: Konjunkturerwartungen verschlechtern sich<\/strong><br>\nDie mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzexperten f&uuml;r Deutschland haben sich im Juli stark verschlechtert. Wie das Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, ging der entsprechende Index von 20,3 Punkten im Juni auf nunmehr 10,4 Z&auml;hler zur&uuml;ck. Die befragten Analysten und institutionellen Investoren sehen den Angaben zufolge insbesondere beim inl&auml;ndischen Konsum und beim Bau Anzeichen einer Abschw&auml;chung auf Sicht von sechs Monaten. Gr&uuml;nde f&uuml;r diese Einsch&auml;tzungen d&uuml;rften unter anderem der Aufw&auml;rtstrend des &Ouml;lpreises und die steigenden Zinsen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928\/Doc~EE24F67FA019B4093A106B192F4BB99F3~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Was auch immer von den Erwartungen der Pulsf&uuml;hler des Kapitals zu halten sein mag, bemerkenswert ist jedoch, dass nach wie vor der Binnenkonsum und die hohen Zinsen wachstumshemmend sind. Dabei werden von der Europ&auml;ischen Zentralbank weitere Zinserh&ouml;hungen in Aussicht gestellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Private Rente: Mehrere tausend Euro Unterschied<\/strong><br>\nDer Map-Report hat nun die sofort beginnende Rente gegen Einmalzahlung untersucht. Die Experten des Analysehauses gehen dabei von einem 65-j&auml;hrigen Mann aus, der 50.000 Euro investieren will und sich f&uuml;r eine Produktvariante entscheidet, die ihm zu Beginn die h&ouml;chste Leistung bietet. Die ausgezahlten Renten schwanken im Zeitraum von 1995 bis 2007 von zwischen 63.000 und 47.000 Euro.<br>\nManfred Poweleit, Chef des Map-Reports, sieht den Boom der Rentenversicherungen mit gemischten Gef&uuml;hlen. Angehenden Rentnern r&auml;t Poweleit, nicht ihr gesamtes Kapital in eine Rentenversicherung gegen Einmalzahlung zu stecken, sondern auch andere Anlagen zu ber&uuml;cksichtigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,ra11l3\/finanzen\/artikel\/933\/123758\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Einleitend zu dem Beitrag hei&szlig;t es: &bdquo;Was f&uuml;r eine Karriere: 1980 spielten private Rentenversicherungen bei der Altersvorsorge kaum eine Rolle, heute sind sie in Deutschland ein Verkaufsschlager: Mehr als 50 Prozent der neu abgeschlossenen Vertr&auml;ge bei den Lebensversicherern sind private Rentenpolicen.&ldquo; An diesem Boom der privaten Rentenversicherung l&auml;sst sich die Zerst&ouml;rung des Vertrauens in die gesetzliche Rente ablesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Konzept der Rente ab 67 ist Theorie. Die Wirklichkeit sieht anders aus<\/strong><br>\nEine Reportage &uuml;ber ausgepowerte Flie&szlig;bandarbeiter und arbeitswillige 70-J&auml;hrige.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=start&amp;art=1968&amp;id=493&amp;cHash=9b15e78b86\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>EU gei&szlig;elt magere Geh&auml;lter f&uuml;r Frauen<\/strong><br>\nDeutschland geh&ouml;rt zu den vier L&auml;ndern in der EU mit den gr&ouml;&szlig;ten Gehaltsnachteilen f&uuml;r Frauen. Sie verdienen nach einer Kommissionsuntersuchung zu Einkommensunterschieden zwischen M&auml;nnern und Frauen in der EU im Schnitt 22 Prozent weniger als M&auml;nner. Die Untersuchung zeigt, dass der Lohn- und Gehaltsunterschied von Frauen im Vergleich zu M&auml;nnern von 1995 bis 2005 sogar von 21 auf 22 Prozent gestiegen ist. EU-weit ging der Wert leicht von 17 auf 15 Prozent zur&uuml;ck. In Frankreich sank der Einkommensunterschied von 13 auf 12 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/karriere_management\/karriere\/:EU%20Geh%E4lter%20Frauen\/227619.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>VW-Vorstand will saftige Gehaltserh&ouml;hung &ndash; bis zu 15 Prozent<\/strong><br>\nDer Vorschlag zur Erh&ouml;hung der Einkommen der f&uuml;nf Vorst&auml;nde um 10 bis 15 Prozent sei bislang vertraulich und m&uuml;sse noch dem Aufsichtsrat des Unternehmens zur Abstimmung vorgelegt werden, hei&szlig;t es in der &ldquo;Bild&rdquo; unter Berufung auf Konzernkreise.VW konnte k&uuml;rzlich f&uuml;r das erste Halbjahr 2007 einen Absatzrekord vermelden &ndash; mehr als drei Millionen Wagen hat das Unternehmen in den ersten sechs Monaten des Jahres an den Mann gebracht. Gegen&uuml;ber dem Vorjahreszeitraum bedeutet das ein Plus von 7,8 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,494780,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Saftige Gehaltserh&ouml;hungen f&uuml;r den Vorstand, Arbeitszeitkorridor zwischen 25 und 33 Stunden pro Woche f&uuml;r gleiche Geld f&uuml;r die <a href=\"http:\/\/www.igmetall-nieder-sachsen-anhalt.de\/home\/news\/2006\/dokumente\/20060930_mn_VW_6.pdf\">Arbeitnehmer [PDF &ndash; 964 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Bank kauft ehemalige Gewerkschaftswohnungen von Cerberus<\/strong><br>\nDer zur Deutschen Bank geh&ouml;rende Immobilienfonds RREEF &uuml;bernimmt vom Finanzinvestor Cerberus die Mehrheit an dessen deutschen Immobilienbestand. Die Immobiliengesellschaft BauBeCon werde im Rahmen der Transaktion mit rund 1,7 Milliarden Euro bewertet, sagte ein Sprecher der Deutschen Bank heute in Frankfurt und best&auml;tigte damit Angaben des Co-Investors Pirelli Re aus Italien. RREEF halte k&uuml;nftig 60 Prozent an den rund 33.500 Einheiten, Pirelli Re die restlichen 40 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,494876,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Noch gestern hatten wir in den Hinweisen Ziffer 13 die gewerkschaftliche Begr&uuml;ndung f&uuml;r den Verkauf von BauBeCon an Cerberus ver&ouml;ffentlicht: &bdquo;Das Angebot von Cerberus wurde seitens der BGAG als das beste Angebot bewertet. Neben dem Kaufpreis war f&uuml;r die BGAG jedoch ma&szlig;geblich, dass Cerberus im Vergleich zu anderen die an weitesten gehende Absicherung hinsichtlich des Mieterschutzes und des Mitarbeiterschutzes vereinbart hat. Obwohl wir uns dar&uuml;ber im klaren waren, dass unsere allgemeine Kritik an Heuschrecken und unser Verkauf in diesem konkreten Fall zu Diskussionen f&uuml;hren w&uuml;rden, hat sich die BGAG gerade wegen dieser sozialen Aspekt f&uuml;r den Verkauf an Cerberus entschieden.&ldquo;<br>\nWie oft m&uuml;ssen Gewerkschaften, Kommunen, Sozialverb&auml;nde oder der Staat noch die Erfahrung machen, dass die Zusagen der &bdquo;Heuschrecken&ldquo; das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen, bis sie daraus Konsequenzen ziehen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Londoner Tube-Konsortium droht Konkurs<\/strong><br>\nMetronet, einer der beiden Unterhalts-Gesellschaften der Londoner U-Bahn, droht der Konkurs. &ndash; Eine Schlappe f&uuml;r Gordon Brown, der dieses PPP-Projekt urspr&uuml;nglich stark gef&ouml;rdert hatte. Ein Konkurs von Metronet ist nicht nur ein peinlicher Einzelfall, sondern schadet dem Ansehen der ohnehin nicht &uuml;berall beliebten PPP-Projekte insgesamt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/londoner_tube-konsortium_droht_konkurs_1.529079.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Politik spielt bei EADS weiter mit<\/strong><br>\nZweifel an richtiger Besetzung der Top-Jobs: &ldquo;Die Managementbesetzungen bei der EADS werden sich strikt am Prinzip ,der beste Mann f&uuml;r den Job&rsquo; orientieren&rdquo;, hei&szlig;t es in den Erkl&auml;rungen &uuml;ber die verordnete Rochade im F&uuml;hrungskreis. Das kann man auch anders sehen. Der m&auml;chtigste deutsche Manager, Thomas Enders, wird Chef der EADS-Tochter Airbus und verantwortlich f&uuml;r deren zivile Gesch&auml;fte mit Passagierflugzeugen sowie das Gelingen des Sanierungsprogramms Power 8. Enders ist aber ein ausgewiesener Experte f&uuml;r die EADS-Sparte R&uuml;stung, w&auml;hrend der nun scheidende Airbus-Chef Gallois bisher wenig mit dem milit&auml;rischen Teil der EADS zu tun gehabt hat.<br>\nMerkel und Sarkozy haben mehr oder weniger verbindlich ein Rotationsprinzip f&uuml;r die drei Spitzenposten im Konzern vereinbart. Nach f&uuml;nf Jahren soll ein Deutscher EADS-Chef werden. Franzosen w&uuml;rden dann die Posten des Verwaltungsratschefs und des Airbus-Bosses &uuml;bernehmen. Das klingt politisch gerecht. Wie absurd eine solche Regelung f&uuml;r weltweit agierende Konzerne ist, zeigt ein Vergleich. Man stelle sich vor, die Deutsche Bank oder Daimler-Chrysler w&uuml;rden turnusm&auml;&szlig;ig alle f&uuml;nf Jahre ihre Topmanager auswechseln, egal ob sie einen guten oder schlechten Job gemacht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1174578&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;ck l&auml;sst das &bdquo;Vermittlungsproblem&ldquo; bei der &bdquo;Reform&ldquo;-Politik untersuchen<\/strong><br>\nWenn Politiker eine von &Ouml;konomen inspirierte Reform umsetzen, werden sie h&auml;ufig postwendend abgew&auml;hlt. Steinbr&uuml;ck ist offenbar dieses Spiel leid und hat nun &Ouml;konomen erforschen lassen, warum ihr Rat regelm&auml;&szlig;ig zur Abwahl f&uuml;hrt. Auch wie man ihn am besten umsetzen soll, wollte das Finanzministerium von der Forschergruppe unter Leitung des Zentrums f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, wissen.<br>\nDie Autoren des Gutachtens gehen von der Pr&auml;misse aus, dass der &Ouml;konomenrat inhaltlich richtig ist. Was fehle, sei die Einsicht der Bev&ouml;lkerung. Diese sei aufgrund einer Reihe von psychologischen Verzerrungen, die man vulgo mit Dummheit und Naivit&auml;t bezeichnen w&uuml;rde, nicht in der Lage, die Vorteile der Reformen zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/news\/printpage.aspx?_p=301104&amp;_t=ftprint&amp;_b=1291038\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ausgerechnet das ZEW, das Institut des marktradikalen Hardliners und Sachverst&auml;ndigenratsmitglied Wolfgang Franz hat Steinbr&uuml;ck f&uuml;r diese Untersuchung gew&auml;hlt.<br>\nSelbst das Handelsblatt kann sich da die s&uuml;ffisante Anmerkung nicht verkneifen:<br>\n&bdquo;Die &Ouml;konomen nehmen das aber nicht als Anlass, einen Blick auf die Qualit&auml;t des eigenen Expertenrats zu werfen, sondern f&uuml;hren es auf die Halsstarrigkeit des Publikums zur&uuml;ck.&ldquo;<br>\nUnd weiter: &bdquo;Bei der Beurteilung dessen, was eine gute Reform ist, belassen die Forscher es beim Zerrbild des materialistischen, individualistischen Homo oeconomicus, f&uuml;r den nur das Geld und nur der eigene Vorteil z&auml;hlt. Das ist nicht konsistent und nicht zielf&uuml;hrend.&ldquo;<br>\nMan k&ouml;nnte es auch noch h&auml;rter formulieren: Wenn &ouml;konomische Dogmatiker an der Realit&auml;t scheitern, dann ist das um so schlimmer f&uuml;r die Realit&auml;t, wenn sie nicht dem Dogma entspricht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges: Betriebsgenehmigung f&uuml;r AKW Kr&uuml;mmel entziehen<\/strong><br>\nMangelnde Zuverl&auml;ssigkeit und Fachkunde<br>\nBerlin &ndash; Nach Auffassung der atomkritischen &Auml;rzteorganisation IPPNW ist die Entlassung des Atommanagers Bruno Thomauske nicht hinreichend, um &ldquo;die grundlegenden Defizite bei der Zuverl&auml;ssigkeit und Fachkunde des Atomkraftwerksbetreibers Vattenfall&rdquo; zu beheben. Die Organisation verweist beispielhaft auf vier Vorkommnisse zwischen September 2003 und September 2004, bei denen die Gutachter erhebliche M&auml;ngel hinsichtlich der Zuverl&auml;ssigkeit und Fachkunde aufgezeigt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/article\/070716_Vattenfall.html?output=print\">IPPNW.DE<\/a><\/li>\n<li><strong>Vorratsdatenspeicherung: 0,006 Prozentpunkte h&ouml;here Aufkl&auml;rungsquote<\/strong><br>\nDer Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, das Netzwerk Neue Medien und die Neue Richtervereinigung haben ihre Warnungen vor einer Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung in deutsches Recht konkretisiert. In einer Stellungnahme untermauern die drei Organisationen den bereits zuvor ge&auml;u&szlig;erten Vorwurf, dass die Vorratsdatenspeicherung kaum oder gar keinen Nutzen bringt, mit Daten. Kronzeuge der Vorw&uuml;rfe ist ausgerechnet eine Studie des Bundeskriminalamts, nach der die Vorratsdatenspeicherung die durchschnittliche Aufkl&auml;rungsquote &ldquo;von derzeit 55 % im besten Fall auf 55,006 %&rdquo; erh&ouml;hen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/print\/92746\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutscher M&uuml;ll stinkt in Ungarn<\/strong><br>\nDas Muster der kriminellen M&uuml;llschieberei ist immer das Gleiche: Deutsche Entsorger &uuml;berlassen ihren Restm&uuml;ll, der laut Gesetz in Deutschland verbrannt werden m&uuml;sste, windigen Gesch&auml;ftemachern. Die organisieren die illegale Entsorgung in Ostmitteleuropa zum Vorzugspreis. Fliegt der Schwindel auf &ndash; anhand von Zeitungsschnipsel und Einkaufst&uuml;ten lie&szlig;en sich Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern als Herkunftsl&auml;nder identifizieren -, will es keiner gewesen sein: Die deutschen Entsorger geben sich meist ahnungslos, die M&uuml;ll-Dealer sind schwer zu schnappen, verstecken sich hinter Briefkastenfirmen, lassen ihre Unternehmen rechtzeitig Konkurs gehen oder sind auf der Flucht. Die Kosten f&uuml;r den R&uuml;cktransport bleiben meist am Steuerzahler h&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?sid=b9ffbb49e9026ad5ddf479dc6ba6844a&amp;em_cnt=1174574\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine Horrorreise durchs amerikanische Gesundheitssystem<\/strong><br>\nSo ist das eben in Amerika: Wessen Krankenversicherung als unseri&ouml;s gilt, wird zusammengeflickt und nach Hause geschickt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/:Neues-Amerika-Its\/593186.html?nv=ct_cb\">stern.de<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Sat 1 zeigt`s allen&ldquo; und schmei&szlig;t die Nachrichten raus<\/strong><br>\nOhne ernst zu nehmende Nachrichten verliert ein Sender nun mal die Aura des Vollprogramms und reduziert sich in der Wahrnehmung zum Spartenkanal.<br>\nDer Verlust f&uuml;r den TV-Konsumenten h&auml;lt sich in Grenzen. Wer sich seri&ouml;s &uuml;ber das Weltgeschehen und gesellschaftspolitische Zusammenh&auml;nge informieren will, kann dies schlie&szlig;lich weiterhin bei &ldquo;Tagesschau&rdquo; und &ldquo;Tagesthemen&rdquo;, bei &ldquo;heute&rdquo; und im &ldquo;heute-journal&rdquo; tun &ndash; und hat es wahrscheinlich bisher schon getan. Denn Hand aufs Herz: Im Vergleich mit den &uuml;ber ein weltweites Korrespondentennetz verf&uuml;genden &ouml;ffentlich-rechtlichen Nachrichtenredaktionen waren die boulevardesk verpackten Sat.1-Magazine mit ihrer Mixtur aus Unterhaltung, News und Klatsch ohnehin nicht konkurrenzf&auml;hig.<br>\nNein, radikal betrachtet, ist der Sat.1-Verzicht auf Alibi-Nachrichten in gewisser Weise sogar konsequent und zeigt vor allem eins: wie wichtig und unersetzlich bei aller berechtigten Kritik an ARD und ZDF die &ouml;ffentlich-rechtliche Grundversorgung im Fernsehen nach wie vor ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,494965,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Pl&ouml;tzlich sind beim marktradikalen Spiegel wieder die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender die Retter in der Not.<br>\nHintergrund: Durch die Kreditaufnahme im Zuge des SBS-Kaufs blieben Pro Sieben Sat 1 kaum mehr Mittel, um in Programme zu investieren. Zudem hat der Sender angek&uuml;ndigt, zwischen 80 und 90 Prozent der Gewinne auszusch&uuml;tten. Auch das verringert den Spielraum f&uuml;r Investitionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/technik\/medien_internet\/:Pro%20Sieben%20Sat%20Sparpl%E4ne\/227085.html\">FTD<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Buchbesprechung: Ulrich Br&ouml;ckling: &ldquo;Das unternehmerische Selbst.&rdquo;<\/strong><br>\nDas Programm zur Erzeugung des unternehmerischen Selbst ist ein Programm des Neoliberalismus, dessen verschiedene Varianten der Autor darstellt. Der Neoliberalismus will einen freien Markt, der allein aus der Konkurrenz heraus lebt. Auf diesem Markt aber ist jeder ein konkurrierender Unternehmer eines jeden. Da dauerhafte Arbeitsverh&auml;ltnisse seltener werden, muss er sich als die Marke &ldquo;ich selbst&rdquo; auf diesem Markt behaupten. Das verlangt zunehmende Selbstverantwortung. Sie schlie&szlig;t eine Verantwortung f&uuml;r das Scheitern ein, das im allgegenw&auml;rtigen Konkurrenzkampf vorprogrammiert ist. Denn man kann nie gut genug sein. Die Krankheit des modernen Menschen ist daher das &ldquo;ersch&ouml;pfte Selbst&rdquo;, der Burnout in der Depression.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/kritik\/646971\/\">DLF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2495","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2495","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2495"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2495\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2495"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2495"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2495"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}