{"id":24957,"date":"2015-02-10T09:05:13","date_gmt":"2015-02-10T08:05:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957"},"modified":"2015-02-10T09:05:13","modified_gmt":"2015-02-10T08:05:13","slug":"hinweise-des-tages-2309","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h01\">Swissleaks <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h02\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h03\">Podemos und Co.: Spaniens neue Linke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h04\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h05\">Weniger R&uuml;stungsexporte, aber mehr Kriegswaffenausfuhr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h06\">Deutsche Exporte im Jahr 2014: + 3,7 % zum Jahr 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h07\">Reallohnindex 2014 um 1,6 % gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h08\">TTIP: Freihandel geht auf Kosten der Entwicklungsl&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h09\">Draghi spielt mit dem Feuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h10\">400 Bewerbungen und kein Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h11\">Warum Primark kein Skandal schadet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h12\">Erinnerungen an einen Milit&auml;rputsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h13\">Pegida<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h14\">Die ideologische Mobilmachung der Republik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h15\">280.000 Mitarbeiter nach Terrorlisten &uuml;berpr&uuml;ft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h16\">Wir werden gewaltige Ungleichheiten erleben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h17\">SPD nimmt &ldquo;Arbeitende Mitte&rdquo; in den Blick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957#h18\">Die Rechte: Verbot oder Tod<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24957&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Swissleaks<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>1000 Deutschen drohen Strafverfahren<\/strong><br>\nIn der Aff&auml;re um die gestohlenen Kundendaten der HSBC Schweiz r&uuml;cken die deutschen Kunden in den Fokus. In den internen Dokumenten finden sich 2106 Personen mit Bezug zu Deutschland. Circa ein Drittel von ihnen nutzte anonymisierte Nummernkonten, mehr als 200 Kunden besa&szlig;en Tarnfirmen. Insgesamt wurden laut den HSBC-Dokumenten von deutschen Kunden etwa 3,3 Milliarden Euro angelegt. Das durchschnittliche Verm&ouml;gen pro Person lag damit bei mehr als 1,5 Millionen Euro.<br>\nF&uuml;r viele dieser Kunden k&ouml;nnte das Datenleck gravierende Folgen haben. Von der Existenz fast 1000 zus&auml;tzlicher deutscher Namen erfahren die Steuerfahnder erst jetzt. Nach Erkenntnissen von SZ, NDR und WDR lagen den deutschen Beh&ouml;rden bisher lediglich 1136 Namen vor &ndash; also nur rund die H&auml;lfte der mehr als 2100 deutschen Namen.<br>\nFranz&ouml;sische Steuerermittler hatten ihren deutschen Kollegen bereits im Oktober 2010 eine vorsortierte Liste mit 1136 Namen von mutma&szlig;lich deutschen Kontoinhabern &uuml;bermittelt. Zuvor hatte Whistleblower Herv&eacute; Falciani, ein ehemaliger Computerfachmann der HSBC in Genf, Tausende Kundendaten seines ehemaligen Arbeitgebers entwendet und den franz&ouml;sischen Beh&ouml;rden &uuml;bergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/swiss-leaks-deutschen-drohen-strafverfahren-1.2343236\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nun, Geld stinkt eben doch nicht. Man fragt sich nur wo bleibt hier die Gnadenlosigkeit bei der Verfolgung der deutschen Steuerhinterzieher, welche die Bundesregierung etwa gegen&uuml;ber Griechenland bei der Durchsetzung der Austerit&auml;tspolitik an den Tag legt?<\/em><br>\n<em>Und, so sieht gute journalistische Arbeit aus. Aber man sollte sich nicht scheuen die Namen derjenigen zu nennen, die mit Vorsatz die Allgemeinheit um Millionen Euro sch&auml;digen. Zum anderen fragt man sich weshalb die kriminellen Steuerhinterzieher aus der besseren Gesellschaft nicht so konsequent und aufrichtig sind ihre Staatsangeh&ouml;rigkeit abzugeben und dieses Land verlassen, wenn ihnen die Steuerlast hier so unertr&auml;glich erscheint?<\/em><br>\n<em>Ironie am Rande, die Schweiz sucht den Wiselblower Herv&eacute; Falciani mit internationalem Haftbefehl, w&auml;hrend man vermuten darf, dass dort weiterhin das Geld von Waffenschiebern, Blutdiamantenh&auml;ndlern und Drogenbaronen in guten H&auml;nden ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Geheimnisse einer Schweizer Bank<\/strong><br>\nWaffenh&auml;ndler, Geldw&auml;scher, Politiker aus Unrechtsstaaten, aber auch Manager, Sportler, Musiker, Hollywood-Schauspieler und Adelsfamilien &ndash; sie alle haben Geld bei der Schweizer Filiale der HSBC angelegt. Und offenbar hat die Bank vielen von ihnen geholfen, Geld vor den Finanzbeh&ouml;rden zu verheimlichen oder den Ursprung der Verm&ouml;gen zu verschleiern &ndash; teils mit illegalen Konten und Briefkastenfirmen. Das zeigen Zehntausende Dokumente, die NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; in Kooperation mit dem weltweiten Rechercheverbund ICIJ ausgewertet haben. Die Daten sind zur&uuml;ckzuf&uuml;hren auf den gr&ouml;&szlig;ten Bankdatenraub der Geschichte &ndash; durch den IT-Experten Herv&eacute; Falciani, einem ehemaligen Mitarbeiter der HSBC in Genf. Sie bieten einen bislang einmaligen Einblick in das sonst so verschlossene Schweizer Bankensystem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/Swissleaks-Geheimnisse-einer-Schweizer-Bank,swissleaks100.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><strong>Im Tresor der M&auml;chtigen<\/strong><br>\nInsgesamt identifizierten die Rechercheteams 106 458 Kunden aus 203 L&auml;ndern, auf deren Namen rund 60 000 Haupt- und 81 000 Unterkonten angemeldet waren. Nicht allen Konten des Leaks k&ouml;nnen Geldbetr&auml;ge zugeordnet werden. Aber allein die enthaltenen Kontost&auml;nde belaufen sich auf rund 75 Milliarden Euro.<br>\nSo wird jetzt, etliche Jahre nach Herv&eacute; Falcianis Diebstahl, das wahre Ausma&szlig; und die tats&auml;chliche Bedeutung des wohl weltgr&ouml;&szlig;ten Bankdatenleaks deutlich. So versteht man auch, warum Herv&eacute; Falciani, der Whistleblower, inzwischen unter massivem Polizeischutz an wechselnden Orten in Frankreich lebt.<br>\nDie Dokumente zeigen, dass die HSBC Gesch&auml;fte machte mit Personen, die verd&auml;chtigt werden, Osama bin Ladens Terrorgruppe finanziert zu haben. Mit Waffendealern, die vermutlich Granaten zu Kindersoldaten nach Afrika verbrachten. Mit Handlangern von Diktatoren, mit mutma&szlig;lichen H&auml;ndlern von Blutdiamanten oder Drogen und mit Betr&uuml;gern aller Art.<br>\nMan kann bestaunen, wie korrupte Regimes aus der ganzen Welt hier Millionen bunkern, man kann die K&ouml;nigsh&auml;user im Nahen Osten abz&auml;hlen und die Verwandten von Autokraten wie Syriens Baschar al-Assad oder dem ehemaligen tunesischen Machthaber Zine el-Abidine Ben Ali. Die HSBC war offenbar zu Diensten, wenn Verm&ouml;gen au&szlig;er Landes gebracht werden sollte&hellip;.<br>\nNach Z&auml;hlung von Datenexperten des ICIJ sind in den Swiss-Leaks-Dateien knapp 2000 Personen mit Verbindung zu Deutschland enthalten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/swiss-leaks-im-tresor-der-maechtigen-1.2341807\">SZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der Mann hinter den Swiss-Leaks-Dokumenten<\/strong><br>\nMit den Daten, die Herv&eacute; Falciani der HSBC geklaut hat, ersch&uuml;ttert er die Welt vieler Reicher und Steuerhinterzieher. Wer ist der Mann?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/herve-falciani-der-mann-hinter-den-swiss-leaks-dokumenten-1.2342648\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Alexis Tsipras und die moralische Verpflichtung, sich gegen Berlin zu wehren<\/strong><br>\nAlexis Tsipras hat am Sonntagabend in Athen seine Regierungserkl&auml;rung abgegeben. Der neue griechische Premier zeigte sich offenbar unbeeindruckt von den Versuchen der EZB, in Griechenland einen Bankrun auszul&ouml;sen. Die EZB m&ouml;chte offenbar mit ihrem Drehen an der Geldschraube der von Berlin aus forcierten so genannten Sparpolitik Vorschub leisten. Internationale Beobachter erwarten eine Einigung der Griechen mit der Troika. Stimmen, die ein Ende der Sparprogramme fordern, kommen auch aus Deutschland. Seitens der Eurogruppe gab sich deren Chef Jeroen Dijsselbloem, der sich noch letzte Woche mit Finanzminister Yanis Varoufakis stritt, moderat.<br>\nVaroufakis zweifelt immer mehr an dem Spareffekt und der Logik der von der Troika verzapften Ma&szlig;nahmen. Er sieht in dem Diktat aus Berlin und Br&uuml;ssel den Grund f&uuml;r den in Europa registrierten Anstieg nationalistischer und nationalsozialistischer Tendenzen.<br>\nF&uuml;r den Experten in der Spieltheorie ist klar, dass ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone, das gesamte Konstrukt des Euro zusammenbrechen lassen w&uuml;rde. Daher pokert er unger&uuml;hrt weiter und reagiert auf die Aktionen der Kreditgeber eher gelassen. Tsipras und Varoufakis haben eine satte Mehrheit hinter sich. Umfragen ergaben, dass 72 Prozent der Griechen der Konfrontation mit der Troika zustimmen.<br>\nWas die letzte Entscheidung der EZB dem Land bescherte, waren h&ouml;here Zinsen f&uuml;r die Banken. So lange die griechischen Staatspapiere als Sicherheit akzeptiert wurden, konnten sich die griechischen Geldh&auml;user wie alle anderen Banken in Europa auch f&uuml;r den EZB Leitzins von aktuell 0,05 Prozent. Liquidit&auml;t besorgen. Nach Mario Draghis Entscheidung bekommen sie nun &uuml;ber den Bankenrettungsfonds Geld f&uuml;r knapp 1,5 Prozent Zinsen.<br>\nWeil die Geldinstitute diese Strafzinsen mit entsprechendem Aufschlag sofort an die Kunden, somit auch an Gesch&auml;ftsleute und Industrielle weitergeben, ist klar, was mit der Ma&szlig;nahme bewirkt werden soll. Die griechischen Banken geraten in eine Schieflage. Streng nach dem neuen Credo der EU, dass die Kunden verantwortlich sind, wenn sie einer schlechten Bank Geld anvertrauen, ziehen diejenigen, die es k&ouml;nnen, ihr Kapital ab. Ansonsten rechnen sie mit einem Verschwinden ihrer Einlagen, wie es bereits die B&uuml;rger Zyperns erleben m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44091\/1.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Syriza Needs Alliance Against German &ldquo;Beggar Thy Neighbor&rdquo; Policies<\/strong><br>\nJAY: So, first of all, explain what is Varoufakis proposing here in this debt swap? And is this a big concession from the election speeches, or just a variation on it?<br>\nFLASSBECK: Well, it&rsquo;s a variation. You see, the point is whether you do a default&ndash;default is such a bad word, and nobody likes it, so it is reasonable not to talk about default but to talk about a swap or restructuring of debt&ndash;the official word, I would say, its restructuring of debt. And that can be done in many different ways. It can be done in the way of, so to say, postponing the debt coming due to infinity and can&rsquo;t be done by cutting interest rates to zero. I don&rsquo;t know. There are many, many ways to do it. Or you can swap the debt into something else.<br>\nJAY: So what does that mean? What is a debt swap, for people that don&rsquo;t understand the term?<br>\nFLASSBECK: The swap is meaning you exchange the papers that you have which says the Greek government owes you a certain sum into a paper that says you&rsquo;re depending on certain things, for example the growth of the Greece economy. That is one option&ndash;the Greek government is going to pay you something. So it&rsquo;s a conditional repayment that is one of the most important and the most loved idea behind that.<br>\nJAY: So is there any reason to think that&rsquo;s going to be more acceptable to the troika? Now, troika is&ndash;we&rsquo;re talking about the European Commission, the European Central Bank, and the International Monetary Fund, which are sort of the three organizations that have been dictating austerity to Greece. Is there any reason to think they&rsquo;re going to find this any more acceptable, this debt swap?<br>\nFLASSBECK: I&rsquo;m not sure, I&rsquo;m not sure at all, because for them, you see, the most important thing is not debt as such, but is the reforms, the so-called reforms, the so-called structural reforms, where the countries have the conditionality to do something. And whether the debt is now repaid in the next ten years and next 20 years or so is not important. And that is not what it&rsquo;s all about. What you have to discuss is the conditionality, and this is not covered by Varoufakis&rsquo; proposal. He just speaks about, so to say, reducing a bit the burden of debt for the government. The actual debt, that is absolutely reasonable and necessary. But much more important is&ndash;and nobody talks about that at the moment, or they talked&ndash;the Greek government, the new Greek government, talked about it on the first day, but&ndash;two days, but then they stopped&ndash;is to stop the conditionality.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/syriza-needs-alliance-against-german-beggar-thy-neighbor-policies\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><strong>Ratingagenturen nehmen Athen ins Visier<\/strong><br>\nN&auml;chster Nackenschlag f&uuml;r die neue griechische Regierung: Wegen ihres Konfrontationskurses mit den internationalen Geldgebern senken die Ratingagenturen den Daumen &uuml;ber Athen.<br>\nDie Agentur Standard &amp; Poor&rsquo;s (S&amp;P) stufte die Bonit&auml;tsnote des Landes von &ldquo;B&rdquo; auf &ldquo;B-&ldquo;, wie S&amp;P am Freitag in London mitteilte. Zudem droht S&amp;P dem Land kurzfristig mit weiteren Herabstufungen der Kreditw&uuml;rdigkeit (&ldquo;CreditWatch Negative&rdquo;). Die Note liegt damit noch tiefer im sogenannten Ramschbereich. Kein anderes Land der Eurozone wird von S&amp;P so schlecht bewertet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n24.de\/n24\/Nachrichten\/Politik\/d\/6115648\/ratingagenturen-nehmen-athen-ins-visier.html\">N24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dies wirft ein Schlaglicht darauf welche Rolle die sogenannten Rating-Agenturen bei der Durchsetzung der neoliberalen Agenda spielen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Kanzler &Ouml;sterreichs versteht Tsipras und Putin und kritisiert Angela Merkel deutlich<\/strong><br>\nDie griechische Presse hat einen neuen B&uuml;ndnispartner entdeckt: den Bundeskanzler &Ouml;sterreichs Werner Faymann. Noch rechtzeitig vor dem anstehenden EU-Gipfel wird Alexis Tsipras kommenden Montag Faymann in Wien besuchen. Die Postionen, mit denen dieser in das Gespr&auml;ch geht, hat er in einem Interview mit der heimischen Presse vom Samstag bereits recht ausf&uuml;hrlich erl&auml;utert. Auch &uuml;ber ein bereits erfolgtes Telefongespr&auml;ch berichtet Faymann freim&uuml;tig. Und in der Tat sieht der Bundeskanzler das griechische Anliegen neu zu verhandeln mit Verst&auml;ndnis.<br>\nSo sei er zwar dagegen dem Land Geld zu schenken, unterst&uuml;tze aber Verhandlungen &uuml;ber technische Kreditkonstruktionen, damit das Land k&uuml;nftig mehr Spielraum habe aus der Krise zu kommen. Dass es keinen Schuldenschnitt geben k&ouml;nne habe auch Tsipras verstanden. Er wolle aber die Chance haben vorzuschlagen wie Griechenland seine Verpflichtungen gegen&uuml;ber den EU-Partnern einhalte.<br>\nTsipras&rsquo; Vorschl&auml;gen steht Faymann durchaus positiv gegen&uuml;ber: &bdquo;Es ist ihm (Tsipras) ein grosses Anliegen, Korruption und Steuerbetrug zu bek&auml;mpfen. Das ist logischer als zu sagen man muss k&uuml;rzen oder in der Krise privatisieren&ldquo; sagt Faymann &bdquo;Jetzt kommt es darauf an, wie Tsipras seine Reformpl&auml;ne umsetzen will. Die Option eines Euro-Austrittes sollte man Europa und Griechenland ersparen.&ldquo;<br>\nUnd weiter mit einer beachtlichen Portion Selbstkritik: &bdquo;Griechenland zeigt,dass traditionelle Parteien keine Antworten mehr auf neue Herausforderungen haben, deshalb wurde Syriza auch gew&auml;hlt. Dieser Trend zeigt sich auch in anderen L&auml;ndern.&ldquo; Faymann zeigt sich als ein Sozialdemokrat, dem das Debakel der Schwesterpartei PASOK ernsthaft zu denken gegeben hat ganz im Gegensatz zu seinen deutschen Genossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/252-brief-faymann#1-weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><strong>Pokern um die Zukunft Griechenlands &ndash; Ein Zwischenfazit<\/strong><br>\nGriechenland hat rund 315 Milliarden Euro Schulden, 175 Prozent seiner Wirtschaftsleistung (Deutschland ca. 80 Prozent). 240 Milliarden davon liegen bei &ouml;ffentlichen Stellen: 140 Milliarden beim Euro-Rettungsfonds (EFSF\/ESM), 50 Milliarden bei den EU-Staaten, der Rest bei der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF). Private Investoren halten etwa 65 Milliarden Euro. Ziel der Troika (IWF, EU, EZB) war es, die Schuldenlast Griechenlands auf 120 Prozent der Wirtschaftsleistung bis 2020 zu senken.<br>\nAls Auflage f&uuml;r die Kredite von EU und IWF musste Griechenland ein hartes Spar- und Reformprogramm umsetzen. Die Staatsausgaben wurden gek&uuml;rzt, zehntausende von Staatsangestellten entlassen, die Sozialausgaben geschrumpft. Zudem wurde das Arbeitsrecht so ge&auml;ndert, dass die Gewerkschaften an Einfluss verloren und die L&ouml;hne kr&auml;ftig sanken. In der Folge ist das griechische Haushaltsdefizit seit 2009 von 15 auf 1,6 Prozent der Wirtschaftsleistung gefallen, die Staatsausgaben sanken von 52 auf 46 Prozent. Dabei ist zu beachten: In derselben Zeit fiel die Wirtschaftsleistung des Landes um ein F&uuml;nftel. Seit dem Jahr 2008 hat Griechenland sogar ein Viertel seiner Wirtschaftsleistung verloren, die Reall&ouml;hne sanken um 25 Prozent, die Einkommen um 30 Prozent, Griechenlands Einzelhandel verkauft 30 Prozent weniger, und die Investitionen schrumpften um 60 Prozent. Die Arbeitslosenrate liegt bei 25 Prozent, ein Drittel der Griechen lebt an oder unter der Armutsgrenze. Gleichzeitig ist die Schuldenlast des Staates gestiegen.<br>\nDie neue griechische Regierung fordert ein Ende des Sparprogramms. Sie hat den Privatisierungsprozess gestoppt, niedrige Renten erh&ouml;ht, den Mindestlohn wieder auf 750 Euro pro Monat angehoben und will die Besteuerung von den &Auml;rmeren zu den reicheren Griechen verlagern. Zudem fordert sie einen Schuldenschnitt, da die Schuldenbedienung auf Dauer nicht m&ouml;glich sei. Urspr&uuml;nglich wollte sie, dass die H&auml;lfte der griechischen Staatsschulden gestrichen und die R&uuml;ckzahlung des Rests an die Wirtschaftsentwicklung des Landes gekoppelt wird. Diese Forderung hat sie inzwischen stark abgemildert: Die Schulden bei IWF und EZB sollen nicht gestrichen werden. Varoufakis hat daneben vorgeschlagen, einen Teil der Schulden in langlaufende Anleihen umzuwandeln, einen anderen an die griechische Wirtschaftsentwicklung zu koppeln. Seine Kernforderung bezieht sich auf den so genannten Prim&auml;r&uuml;berschuss &ndash; das ist der Haushaltssaldo ohne Zinszahlungen. Oder anders gesagt: Der Prim&auml;r&uuml;berschuss gibt an, wie viel Griechenland jedes Jahr zur Bedienung seiner Schulden aufbringen muss&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/euro-schuldenkrise-pokern-um-die-zukunft-griechenlands,1471908,29770796.html\">Stephan Kaufmann in der FR<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Tsipras&rsquo; Regierungserkl&auml;rung (deutsch)<\/strong><br>\nF&uuml;r alle Interessierten die &Uuml;bersetzung der Regierungserkl&auml;rung von Alexis Tsipras.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blockupy-goes-athens.tumblr.com\/post\/110554872855\/tsipras-regierungserklaerung-deutsch\">Blockupy goes Athens<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Podemos und Co.: Spaniens neue Linke<\/strong><br>\nSpanien steht 2015 ein Superwahljahr ins Haus: Im November wird das Parlament gew&auml;hlt, im Mai in 13 von 17 Autonomien und im September in Katalonien &uuml;ber die Regionalregierungen abgestimmt (dazu eventuell auch noch in Andalusien) und zudem in weiten Teilen des Landes &uuml;ber die Gemeinder&auml;te. Die Ergebnisse werden das politische System geh&ouml;rig durcheinanderwirbeln. Denn zu den aussichtsreichen Anw&auml;rtern z&auml;hlen die erst im M&auml;rz 2014 gegr&uuml;ndete Partei &bdquo;Podemos&ldquo; (&bdquo;Wir schaffen es&ldquo;) und, auf kommunaler Ebene, Zusammenschl&uuml;sse von Wahlb&uuml;ndnissen wie &bdquo;Guanyem Barcelona&ldquo; (&bdquo;Gewinnen wir Barcelona zur&uuml;ck&ldquo;). Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Metroscopia vom Dezember 2014 sieht Podemos mit 25 Prozent der Stimmen als zweitst&auml;rkste parlamentarische Kraft, hinter der sozialdemokratischen PSOE mit 27,7 Prozent der Stimmen. Der linken Partei um den smarten, 36 Jahre alten Madrider Politikwissenschaftler Pablo Iglesias gelang bereits bei den Europawahlen mit f&uuml;nf Abgeordneten der Sprung nach Stra&szlig;burg. Die konservative Volkspartei PP, die das Land derzeit mit absoluter Mehrheit regiert, erh&auml;lt der Befragung zufolge nur noch 20 Prozent der Stimmen &ndash; und ihr Vorsitzender, Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy, die schlechtesten Noten.<br>\nInsgesamt steht Spanien vor tiefgreifenden Ver&auml;nderungen. Nicht nur das Zweiparteiensystem aus den gro&szlig;en Volksparteien PP und PSOE steht auf dem Pr&uuml;fstand, das gesamte politische System des postfranquistischen Spaniens wird hinterfragt. Und viele derer, die es derzeit herausfordern, hatten vor wenigen Jahren mit Politik noch nicht viel am Hut. Spaniens neue Linke entstand aus der &bdquo;Emp&ouml;rtenbewegung&ldquo;, die im Mai 2011 in Gro&szlig;st&auml;dten wie Madrid, Barcelona, Valencia und Sevilla die &ouml;ffentlichen Pl&auml;tze besetzte und undogmatisch einen Neuanfang, eine b&uuml;rgernahe Demokratie forderte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/februar\/podemos-und-co.-spaniens-neue-linke\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.E.:<\/strong> Zu zwei im Artikel erw&auml;hnten Daten:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Die monatliche Umfrage des staatlichen soziologischen Forschungsinstitut (CIS) f&uuml;r den Monat Januar best&auml;tigt den Trend f&uuml;r die spanischen Parlamentswahlen (Datenerhebung vom 2.-12.01.2015, d.h. vor dem Wahlsieg der &lsquo;Podemos-nahen&rsquo; Syriza in Griechenland). Demzufolge erh&auml;lt in der sog. Sonntagsfrage Podemos mit Abstand die meisten Stimmen (19,3%) gegen&uuml;ber PP und PSOE (12,9% bzw. 12,4%), bei einem Anteil von rund 35% an Unentschiedenen (13,6%) und Nichtw&auml;hlern (20,8%). Das CIS prognostiziert daraus nach &lsquo;hauseigener Modellierung&rsquo; dann f&uuml;r die Parlamentswahlen im November 27,3% f&uuml;r PP, 23,9% f&uuml;r Podemos und 22,2% f&uuml;r PSOE. Und damit zum ersten Mal Podemos als zweitst&auml;rkste politische Kraft, d.h. vor PSOE.<\/em><\/li>\n<li><em>Bei den leicht sinkenden Arbeitslosenzahlen ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass ein Teil der Arbeitslosen, der keinerlei staatliche Unterst&uuml;tzung mehr erh&auml;lt, sich u.U. aus dem offiziellen Arbeitsmarkt zur&uuml;ckzieht (und nicht mehr Teil der &lsquo;aktiven Bev&ouml;lkerung&rsquo; ist) und demzufolge in entsprechenden Statistiken nicht mehr auftaucht. Ebenso schl&auml;gt sich die Anzahl der arbeitssuchend Auswandernden statistisch positiv nieder.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Und aktuell gilt f&uuml;r die neu geschaffenen Jobs, dass lediglich 8% unbefristete Vollzeitstellen sind, die restlichen 92% sind befristet oder in Teilzeit, und dementsprechend prek&auml;r (die Gesamtzahl der Arbeitsstunden ist nahezu unver&auml;ndert).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Kritischer ukrainischer Journalist in Haft<\/strong><br>\nEr ist gegen die Mobilisierung in der Ukraine und meint, dort gebe es keine regul&auml;ren russischen Truppen. Jetzt ist der ukrainische Journalist Kotsaba wegen Spionage und Hochverrats zu vorl&auml;ufiger Haft verurteilt worden. Ihm drohen 15 Jahre Gef&auml;ngnis&hellip;<br>\nKotsaba hatte sich in einem YouTube-Video gegen die Mobilisierungsaktion der ukrainischen Armee ausgesprochen, gegen die Fortsetzung des Krieges im Osten des Landes. Schon vorher war er dadurch aufgefallen, dass er nicht die Meinung der Regierung und auch nicht die Bev&ouml;lkerungsmehrheit wiedergibt. Er ist ein Querdenker in einem Land, das auf Platz 127 der Pressefreiheit steht.<br>\nDer ukrainische Geheimdienst SBU hatte Kotsaba festgenommen. Der Vorwurf: Spionage und Hochverrat. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Ein Untersuchungsrichter in Iwano-Frankiwsk verurteilte ihn jetzt zu einer vorl&auml;ufigen Haft von 60 Tagen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ruslan-kotsaba-103.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Ukrainische Regierung beschlie&szlig;t R&uuml;stungsprogramm<\/strong><br>\nDie ukrainische Regierung hat am Montag das bisher gr&ouml;&szlig;te R&uuml;stungsprogramm beschlossen. Es beinhaltet die Beschaffung von R&uuml;stungsmaterial, dessen Finanzierung und legt fest, in welchen ukrainischen R&uuml;stungsunternehmen produziert werden soll. Dies meldet die Internetzeitung ZN.UA unter Berufung auf den bekannten ukrainischen Politiker Anatoli Hryzenko.<br>\nLaut dem Bericht von ZN.UA wurde das Programm auf einer Regierungssitzung hinter verschlossenen T&uuml;ren verabschiedet und als &bdquo;streng geheim&ldquo; eingestuft. &bdquo;Die Ausgaben &uuml;bersteigen die des letzen Jahres um das Sechsfache&ldquo;, so die Zeitung.<br>\nSchwerpunkt des Programms sei die Bestellung von Panzerfahrzeugen, hochpr&auml;ziser Waffensysteme und Radaranlagen.<br>\n15 Prozent der Ausgaben seien f&uuml;r die Beschaffung von Waffen im Ausland vorgesehen.&#8232;&#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ukrinform.ua\/deu\/news\/ukrainische_regierung_beschliet_rstungsprogramm_14715\">Ukrinform<\/a><\/li>\n<li><strong>Pressekonferenz Merkel &ndash; Obama in Washington<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sBsjTLQVckw\">Phoenix auf YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Weniger R&uuml;stungsexporte, aber mehr Kriegswaffenausfuhr<\/strong><br>\nIm ersten Amtsjahr von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sind die deutschen R&uuml;stungsexporte deutlich zur&uuml;ckgegangen. 2014 genehmigte die Bundesregierung Lieferungen im Wert von 6,5 Milliarden Euro. Das sind 22 Prozent weniger als im Vorjahr.<br>\nDer Export von Kriegswaffen hat sich allerdings auf 1,8 Milliarden Euro verdoppelt. Seit 2002 lag dieser Wert nur einmal &ndash; 2010 &ndash; h&ouml;her&hellip;<br>\nDer Gesamtwert der Genehmigungen war 2014 so niedrig wie seit 2010 nicht mehr. Allerdings blieb der Anteil der Exporte in sogenannte Drittl&auml;nder au&szlig;erhalb von EU und Nato mit 60,5 Prozent hoch. Diese Ausfuhren sind besonders umstritten. Im Jahr 2013 machten sie 61,7 Prozent aus.<br>\nBei den Kriegswaffenexporten ist der gr&ouml;&szlig;te Brocken der Verkauf eines U-Boots an Israel f&uuml;r 600 Millionen Euro. Wegen dieses Gesch&auml;fts war Israel mit 685 Millionen Euro auch insgesamt der wichtigste Kunde der deutschen R&uuml;stungsindustrie. Saudi-Arabien liegt mit 209 Millionen Euro auf Platz sechs.<br>\nInsgesamt sind unter den zehn wichtigsten Empf&auml;ngerl&auml;ndern acht Drittstaaten, darunter auch die Vereinigten Arabischen Emirate und Algerien. Exporte in die arabischen Staaten werden vor allem von Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert.<br>\nZu den Kriegswaffen z&auml;hlen etwa Panzer, U-Boote, Artilleriegesch&uuml;tze oder Kampfflugzeuge. Daneben werden beispielsweise aber auch Aufkl&auml;rungstechnologie oder milit&auml;rische Software exportiert.<br>\nGabriel schob den Anstieg bei den Kriegswaffen auf die Vorg&auml;ngerregierung. &ldquo;Das sind Genehmigungen, die in den Jahren zuvor erteilt wurden unter CDU\/CSU und FDP und jetzt zur Ausfuhr kommen&rdquo;, sagte er.<br>\nDer Linken-Politiker Jan van Aken nannte den immer noch hohen Anteil der Exporte in Drittl&auml;nder einen Skandal. &ldquo;Ich finde es ersch&uuml;tternd, dass Menschenrechtsverletzer wie Saudi-Arabien, Singapur, Algerien oder Indonesien immer noch f&uuml;r Hunderte Millionen Euro R&uuml;stungsg&uuml;ter bekommen&rdquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/wirtschaft\/ruestungsindustrie-weniger-ruestungsexporte-aber-mehr-kriegswaffenausfuhr-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-150209-99-04391\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Exporte im Jahr 2014: + 3,7 % zum Jahr 2013<\/strong><br>\nIm Jahr 2014 wurden von Deutschland Waren im Wert von 1 133,6 Milliarden Euro ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 916,5 Milliarden Euro eingef&uuml;hrt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorl&auml;ufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im Jahr 2014 um 3,7 % und die Einfuhren um 2,0 % h&ouml;her als im Jahr 2013. Die Exporte und Importe &uuml;bertrafen im Jahr 2014 die bisherigen H&ouml;chstwerte vom Jahr 2012. Damals wurden Waren im Wert von 1 095,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 905,9 Milliarden Euro importiert.<br>\nDie Au&szlig;enhandelsbilanz schloss im Jahr 2014 mit dem bislang h&ouml;chsten &Uuml;berschuss von 217,0 Milliarden Euro ab. Damit wurde der bisherige H&ouml;chstwert von 195,3 Milliarden Euro im Jahr 2007 deutlich &uuml;bertroffen. Im Jahr 2013 hatte der Saldo in der Au&szlig;enhandelsbilanz + 195,0 Milliarden Euro betragen.<br>\nUnter Ber&uuml;cksichtigung der Salden f&uuml;r Warenhandel einschlie&szlig;lich Erg&auml;nzungen zum Au&szlig;enhandel (+ 229,8 Milliarden Euro), Dienstleistungen (&ndash; 41,7 Milliarden Euro), Prim&auml;reinkommen (+ 68,4 Milliarden Euro) und Sekund&auml;reinkommen (&ndash; 41,1 Milliarden Euro) schloss &ndash; nach vorl&auml;ufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank &ndash; die Leistungsbilanz im Jahr 2014 mit einem &Uuml;berschuss von 215,3 Milliarden Euro ab. Im Jahr 2013 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 189,2 Milliarden Euro ausgewiesen.<br>\nIn die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union (EU) wurden im Jahr 2014 Waren im Wert von 657,3 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 599,9 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegen&uuml;ber dem Jahr 2013 stiegen die Versendungen in die EU-L&auml;nder um 5,4 % und die Eing&auml;nge aus diesen L&auml;ndern um 3,6 %. In die L&auml;nder der Eurozone wurden im Jahr 2014 Waren im Wert von 414,2 Milliarden Euro (+ 2,7 %) geliefert und Waren im Wert von 411,4 Milliarden Euro (+ 2,3 %) aus diesen L&auml;ndern bezogen. In die EU-L&auml;nder, die nicht der Eurozone angeh&ouml;ren, wurden im Jahr 2014 Waren im Wert von 243,1 Milliarden Euro (+ 10,2 %) ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 188,5 Milliarden Euro (+ 6,6 %) von dort eingef&uuml;hrt.<br>\nIn die L&auml;nder au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union (Drittl&auml;nder) wurden im Jahr 2014 Waren im Wert von 476,2 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 316,6 Milliarden Euro aus diesen L&auml;ndern importiert. Gegen&uuml;ber dem Jahr 2013 nahmen die Exporte in die Drittl&auml;nder um 1,5 % zu, die Importe von dort sanken um 0,9 %.<br>\nIm Monat Dezember 2014 wurden von Deutschland Waren im Wert von 90,1 Milliarden Euro (+ 10,0 % gegen&uuml;ber Dezember 2013) ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 71,1 Milliarden Euro (+ 4,0 %) eingef&uuml;hrt.<br>\nKalender- und saisonbereinigt war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren im Vormonatsvergleich gegenl&auml;ufig: W&auml;hrend die Ausfuhren gegen&uuml;ber November 2014 um 3,4 % stiegen, nahmen die Einfuhren um 0,8 % ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/02\/PD15_038_51.html;jsessionid=D739756E18728060B3FFB5AEDE7392CD.cae4%20\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Statt einer Anmerkung lesen Sie bitte nochmals &bdquo;Es fehlt der &ouml;konomische Sachverstand&ldquo; und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24830\">die Argumente von Albrecht M&uuml;ller und Heiner Flassbeck<\/a>. Siehe auch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/der-bundeswirtschaftsminister-hat-auf-unsere-lesern-reagiert-aber-nicht-geantwortet\/\">Der Bundeswirtschaftsminister hat auf unsere Leser reagiert &ndash; aber nicht geantwortet<\/a>&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe auch: Exkurse der Deutschen Bundesbank<\/strong><br>\nDie Deutsche Bundesbank beleuchtet in einem Monatsberichtsartikel vom Januar 2015 die &bdquo;Rolle des Warenhandels in der Entwicklung der globalen Ungleichgewichte&ldquo;. In zwei Exkursen werden die Handelsbilanz- und Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands und Chinas diskutiert. Aus verschiedenen Gr&uuml;nden sind beide Exkurse sehr aufschlussreich:<br>\nDie Analyse der chinesischen Leistungsbilanz (S. 20-22) vertieft gel&auml;ufige Fakten. Zuerst wird gezeigt, dass sich der &Uuml;berschuss in den letzten Jahren deutlich reduziert hat; von &uuml;ber 400 Mrd. USD im Jahr 2008 (gut 9% des BIP) auf durchschnittlich rund 200 Mrd. USD seit 2012 (rund um 2&frac12; % des BIP). Allerdings wanderte der Warenbilanzsaldo seit 2012 wieder deutlich nach oben und d&uuml;rfte 2014 den Rekordwert von 2008 &uuml;bertroffen haben. Der Anstieg wird aber durch ein steigendes Defizit in der Dienstleistungsbilanz ausgeglichen, das unter anderem auf die zunehmende Reiset&auml;tigkeit der Chinesen zur&uuml;ckgeht. In diesem Zusammenhang nennen die Bundesbank-&Ouml;konomen die dynamisch gestiegenen L&ouml;hne und die aufwertende W&auml;hrung, die zu einem h&ouml;heren Wohlstand beitragen und daf&uuml;r sorgten, dass der Leistungsbilanz&uuml;berschuss in den letzten Jahren nicht wieder &uuml;ber die Ma&szlig;en zugenommen hat.<br>\nDer Reiz des Exkurses &uuml;ber den deutschen Au&szlig;enhandel (S. 16-17) liegt hingegen weniger in seinem Inhalt, als darin, was unerw&auml;hnt bleibt. Wird im China-Kasten noch in passender Weise auf Aspekte der preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeit (Wechselkurs, Arbeitskosten) eingegangen, so wird im Deutschland-Kasten kein Wort dar&uuml;ber verloren, dass die deutschen Lohnst&uuml;ckkosten von 2000 bis 2008 stagnierten und der &bdquo;deutsche Euro&ldquo; daher stark unterbewertet ist. Zuerst wird auf den &bdquo;im internationalen Vergleich relativ hohen Wertsch&ouml;pfungsanteil des Verarbeitenden Gewerbes am BIP&ldquo; hingewiesen. Was das mit dem markant gestiegenen Au&szlig;enhandelssaldo (von einem Defizit vor 2002 auf &uuml;ber +7% des BIP 2012) urs&auml;chlich zu tun haben soll, bleiben die Autoren schuldig. Dass beides wom&ouml;glich mit der jahrelangen Lohnd&auml;mpfung zu tun haben k&ouml;nnte, wird hingegen krampfhaft unterschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/exkurse-der-deutschen-bundesbank\/%20%20\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Reallohnindex 2014 um 1,6 % gestiegen<\/strong><br>\nDer Reallohnindex in Deutschland ist nach vorl&auml;ufigen Ergebnissen der Viertelj&auml;hrlichen Verdiensterhebung im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war dies der h&ouml;chste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe des Reallohnindex im Jahr 2008. Die Nominall&ouml;hne waren im Jahr 2014 um 2,4 % h&ouml;her als im Vorjahr, die Verbraucherpreise legten im selben Zeitraum um knapp 0,9 % zu. Sowohl die regelm&auml;&szlig;ig gezahlten Verdienstbestandteile als auch die Sonderzahlungen trugen zu dem Verdienstzuwachs bei.<br>\nDer starke Anstieg der Reall&ouml;hne im Jahr 2014 ist vor allem durch den niedrigen Anstieg der Verbraucherpreise begr&uuml;ndet und nicht vorrangig auf die gestiegenen Verdienste zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Die Verbraucherpreise erh&ouml;hten sich mit + 0,9 % deutlich geringer als im Durchschnitt der letzten 5 Jahre (+ 1,5 %), der Anstieg der Nominall&ouml;hne (+ 2,4 %) lag hingegen sogar leicht unter dem entsprechenden Durchschnittswert (+ 2,5 %).<br>\nDiese Angaben stellen erste vorl&auml;ufige Ergebnisse &uuml;ber die nominale und reale Entwicklung der Bruttoverdienste in Deutschland im Jahr 2014 dar. Detaillierte und endg&uuml;ltige Daten untergliedert unter anderem nach Ost und West, Vollzeit und Teilzeit, Leistungsgruppen und Geschlecht f&uuml;r das vierte Quartal 2014 und das Jahr 2014 werden voraussichtlich Ende M&auml;rz 2015 ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/02\/PD15_039_623.html%20\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In vielen Medien wird eine <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/rekordanstieg-fuer-deutsche-realloehne-13418003.html\">Reallohnsteigerung von 1,6% als Rekord<\/a>  gefeiert. Dabei ist das nicht etwa ein Erfolg der Lohnpolitik, sondern vor allem der niedrigen Inflationsrate.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>TTIP: Freihandel geht auf Kosten der Entwicklungsl&auml;nder<\/strong><br>\nDas geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU sorgt schon lange f&uuml;r Kontroversen &ndash; und wirft auch in der aktuellen achten Verhandlungsrunde viele Fragen auf. Bisher ging es vor allem um die Folgen f&uuml;r Verbraucher innerhalb der Handelszone. Jetzt aber r&uuml;cken die Ausgegrenzten in den Fokus: Welche Folgen hat TTIP auf die nicht beteiligten L&auml;nder?<br>\nDas Bundesministerium f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat dazu eine Studie vom M&uuml;nchner Ifo-Institut anfertigen lassen, verantwortlich zeichnet Gabriel Felbermayr, ein ausgewiesener Au&szlig;enhandelsexperte. Das Ergebnis der k&uuml;rzlich erschienenen Auswertung: TTIP habe keine nennenswerten negativen Folgen f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder. &hellip;<br>\nBei genauem Hinsehen ist das jedoch nicht ganz so unproblematisch, wie die Verbraucherorganisation Foodwatch bemerkt. Denn das Ifo-Institut hat die TTIP-Folgen f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder schon einmal untersucht, zwei Jahre zuvor im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Auch damals war Gabriel Felbermayr beteiligt, das Ergebnis aber war anders: Die Studie damals warnte vor &ldquo;dramatischen&rdquo; Verlusten von Marktanteilen f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder, die als TTIP-Verlierer bezeichnet werden: Je nachdem wie das Abkommen formuliert w&uuml;rde, m&uuml;ssten die Menschen in Entwicklungsl&auml;ndern mit realen Einkommensverlusten rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ttip-freier-handel-geht-auf-kosten-der-entwicklungslaender-a-1016920.html\">SPON<\/a>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zmVJlXWlF5I\">Sigmar Gabriel schimpft bei WEF in Davos: &lsquo;Deutschen sind reich und hysterisch&rsquo;.<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Gabriel h&auml;lt also die Kritiker des TTIP f&uuml;r &bdquo;hysterisch&ldquo;. Wei&szlig; Gabriel eigentlich &uuml;ber was er da spricht? Hat er sich mit dem TTIP &uuml;berhaupt schon einmal ernsthaft auseinandergesetzt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Draghi spielt mit dem Feuer<\/strong><br>\nSo schnell kann es gehen. Gestern wollte Euro-Zentralbankchef Mario Draghi den Griechen den Geldhahn zudrehen &ndash; und prompt muss er noch mehr Geld nach Athen schicken. Der Reihe nach: Erst traf Draghi die &uuml;berraschende Entscheidung, griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheiten zu akzeptieren. Prompt bekamen die Griechen Angst, ihr Land k&ouml;nnte doch noch aus dem Euro fliegen. Offenbar haben die ersten Sparer sofort gehandelt und ihr Geld von den griechischen Banken abgezogen. Damit die Institute in Athen nicht sofort pleite sind, musste Draghi jetzt eingreifen &ndash; und Notkredite von bis zu 60 Milliarden Euro f&uuml;r die griechischen Banken bereitstellen. So sieht Politik aus, die nach hinten losgeht.<br>\nDraghi hat alles falsch gemacht. Er kippte die EZB-Hilfslinie f&uuml;r Griechenland ausgerechnet nach seinem ersten Gespr&auml;ch mit dem neuen Finanzminister Janis Varoufakis. Dass ein solcher Warnschuss schon seit Tagen von Bundesbank und Bundesregierung gefordert wird, macht Draghi zu einem objektiven B&uuml;ndnisgenossen der fiskalpolitischen Hardliner um Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble. So wird er vom Feuerl&ouml;scher zum Brandstifter. Die Finanzm&auml;rkte, die sich nach Kompromisssignalen aus Athen und Br&uuml;ssel beruhigt hatten, brachen auf breiter Front ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2015%2F02%2F06%2Fa0081&amp;cHash=0ff6ff181bd0591b44750e88fec88451\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Selten haben die Mitgliedsl&auml;nder der Eurozone und die Institutionen der EU demonstriert, wie undemokratisch ihre Politiker agieren, indem sie eine demokratisch gew&auml;hlte Regierung mit aller Gewalt in ihre ideologische Ecke treiben wollten, die nicht mehr die Not in ihrem Land ignorieren wollte. Eine Not, die demonstriert, wie sehr die Troika von falschen Annahmen ausgegangen war &ndash; sowohl in der Unkenntnis der realen Situation der Krisenl&auml;nder als auch in ihrer schlichten neoliberalen &Ouml;konomik. Merkel und Draghi haben dem europ&auml;ischen Gedanken einen B&auml;rendienst erwiesen, indem sie meinten, mit dem kleinen Griechenland so autorit&auml;r umgehen zu k&ouml;nnen. Kein Mitgliedsland hat zwar zu vermitteln versucht, aber keines wird vergessen, mit welcher herablassenden und d&uuml;mmlichen Arroganz die m&auml;chtigen, europ&auml;ischen Akteure das griechische Volk ignoriert haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>400 Bewerbungen und kein Job<\/strong><br>\nHabe ich schon erw&auml;hnt, dass ich seit drei Jahren, seit dem Ende des Stipendiums, kein festes Gehalt beziehe, teilweise mit zwei Euro in der Woche haushalte und mir drei Mal &uuml;berlege, ob ich heute warm esse oder doch lieber erst am Sonntag? Ich w&uuml;rde mit 1.100 Euro netto SEHR, SEHR gl&uuml;cklich werden!<br>\nDank der Ausf&uuml;hrungen der Personalchefin wei&szlig; ich nun, warum ich nirgendwo Fu&szlig; fasse &ndash; weil auf einem Stuhl in einem B&uuml;ro mit gut bel&uuml;ftbaren Fenstern, Blick auf belebte Stra&szlig;en und einer Kaffeemaschine jemand die Entscheidung f&auml;llt, ob ich gl&uuml;cklich mit diesem Gehalt werde oder eben nicht. Akademia! Seit wann bist du nichts mehr wert?!<br>\nJedes Jahr promovieren in Deutschland mehr Leute. Jedes Jahr sind mehr Akademiker auf der Suche nach Jobs. Davon gibt es zu wenig. Und nat&uuml;rlich: Deutschland f&ouml;rdert Exzellenz. Die Besten. Gef&ouml;rdert wird mit befristeten Vertr&auml;gen. Planbare Perspektiven sind damit ausgeschlossen. Sonderforschungsbereiche werden subventioniert, die aber nur attraktiv bleiben, wenn sie das Gros der Gelder wiederum in Exzellenz investieren. Der akademische Mittelbau &ndash; wie kommt es, dass Mittelbau nach Mittelm&auml;&szlig;igkeit klingt? &ndash; wurde hierdurch schwer vernachl&auml;ssigt, sodass sich viele Absolventen gegen eine Karriere an der Uni entscheiden und sich dem freien Arbeitsmarkt &uuml;berantworten &ndash; frei flottierend.<br>\nIch habe meine Promotion mit der Note 1,0 abgeschlossen, doch finde ich keinen Job au&szlig;erhalb des kleinen Forschungsgebiets, das ich studiert habe. &Uuml;berqualifiziert &ndash; verzweifelt &ndash; nicht hinter dem stehen, wof&uuml;r man sich bewirbt. DAS sind ernsthaft die Reaktionen, die man in Deutschland erh&auml;lt, wenn man sich mit gutem Abschluss in einem Exotenfach in der freien Wirtschaft bewirbt!<br>\nDie letzte M&ouml;glichkeit, auch ohne Job menschenw&uuml;rdig weiterzuleben, ist &hellip;? Hartz IV. Ein Stigma, &uuml;ber das man erst frei redet, wenn man diese Degradierung hinter sich hat. Wie es sich anf&uuml;hlt, kann nur der beurteilen, der es selbst einmal bezog. Das Gef&uuml;hl, keinen Platz in der Gesellschaft zu haben, dem &bdquo;gro&szlig;en Ganzen&ldquo; nicht dienlich zu sein und dem eigenen Anspruch nicht zu gen&uuml;gen. Das Gef&uuml;hl, man m&uuml;sse sich vor der Familie, den Freunden und potenziellen Arbeitgebern immer wieder rechtfertigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Arbeitslose-Akademiker-\/!154353\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Jobwunderland Deutschland! Am anderen Ende des Arbeitsmarktes sieht es nicht besser aus. Wer heut mit Ende vierzig oder Anfang f&uuml;nfzig, selbst als hochqualifizierte Fachkraft, als Ingenieur oder Naturwissenschaftler, seinen Job verliert hat kaum eine Chance je wieder eine ad&auml;quate Anstellung zu finden. In keinem anderen Land gibt es eine derartige Diskriminierung &auml;lterer Arbeitnehmer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Warum Primark kein Skandal schadet<\/strong><br>\nEuropaweit folgt bei Primark Skandal auf Skandal. Auch in Deutschland ist die Kette in die Kritik und ins Visier der Beh&ouml;rden geraten. Doch egal, wie viel Emp&ouml;rung das Unternehmen trifft, es kann ihm nicht schaden.<br>\nSeit 1969 verkauft Primark Mode zu Niedrigpreisen. Erst in Irland, dann in Gro&szlig;britannien, mittlerweile in neun europ&auml;ischen L&auml;ndern. Weitere sollen folgen. Die Europakarte wird T&uuml;rkis. Primark-T&uuml;rkis.<br>\nMit seiner Niedrigpreis-Strategie ist das Unternehmen wahnsinnig erfolgreich. Umsatz und Gewinn steigen immer weiter. Wo sich Primark niederl&auml;sst, verzeichnet die Billigheimer-Konkurrenz von C&amp;A und H&amp;M deutliche Umsatzr&uuml;ckg&auml;nge.<br>\nPrimarks Erfolg steht in Widerspruch zu seinem Ruf. Kaum ein Modekonzern sorgt so sehr f&uuml;r Negativ-Schlagzeilen wie die irische Kette. Sp&auml;testens seit dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch ist Primark zum Inbegriff all dessen geworden, was in der Textilbranche falsch l&auml;uft. Mehr als 1000 Menschen kamen bei dem Ungl&uuml;ck ums Leben. Viele von ihnen n&auml;hten nachweislich f&uuml;r Primark.<br>\nAuch in Deutschland steht der Konzern immer wieder in der Kritik. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert etwa, dass Primark-Mitarbeiter nicht nach Tarif bezahlt werden. Ende vergangenen Jahres kontrollierte das NRW-Gesundheitsamt mehrere Filialen, weil wegen der ausd&uuml;nstenden Chemikalien aus der Billig-Kleidung Schadstoff-Grenzwerte &uuml;berschritten worden sein sollen &ndash; ohne Ergebnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/handel\/billigmode-warum-primark-kein-skandal-schadet\/11316498.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Erinnerungen an einen Milit&auml;rputsch<\/strong><br>\nAls Griechenland 1967 durch einen Milit&auml;rputsch unter faschistische Herrschaft geriet, geschah das nach dem NATO-Generalstabsplan &raquo;Prometheus&laquo;. Die hehren &raquo;Grunds&auml;tze der Demokratie, der Freiheit der Person und der Herrschaft des Rechts&laquo; wurden nicht gew&auml;hrleistet, sondern au&szlig;er Kraft gesetzt. Sieben Jahre lang dauerte das blutige Regime der griechischen NATO-Offiziere, das von Anfang an besonders starken R&uuml;ckhalt in der BRD hatte.<br>\nAm 21. April jenes Jahres, kurz vor dem Termin einer Parlamentswahl, bei der aller Voraussicht nach die Linke gesiegt h&auml;tte, verbreitete am fr&uuml;hen Morgen der Rundfunk eine Proklamation der Armee, die dem Volk verk&uuml;ndete, sie habe die Macht &uuml;bernommen, &raquo;um einer Macht&uuml;bernahme der Kommunisten zuvorzukommen&laquo;. Panzer rollten in die gro&szlig;en St&auml;dte, Parlament, Regierungsgeb&auml;ude, Zeitungsh&auml;user wurden besetzt, Funktion&auml;re demokratischer Organisationen verhaftet, viele von ihnen in Konzentrationslager auf vegetationslosen Inseln deportiert, Versammlungen verboten, Gesetze aus der Zeit der Nazi-Okkupation wieder f&uuml;r g&uuml;ltig erkl&auml;rt, gewerkschaftliche Organisationen und Streiks unterdr&uuml;ckt und Milit&auml;rgerichte eingesetzt. Wahlen fanden nicht mehr statt. Im Befehl Nr. 13 verbot die Armee, &raquo;Musik und Lieder des Komponisten Mikis Theodorakis zu verbreiten oder zu spielen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/50dc8888e0f6d\/1.phtml\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Pegida<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&Uuml;berfremdung&ldquo; &ndash; Zur Sozialpsychologie eines Gef&uuml;hls<\/strong><br>\nPegida ist letztlich ein Ost-Ph&auml;nomen geblieben. Der Funke ist, trotz eifriger Bem&uuml;hungen, nicht auf den Westen &uuml;bergesprungen. Dort protestiert eine Mehrheit von Pegida-Gegnern gegen eine Minderheit von xenophob verstockten Verteidigern des Abendlandes.<br>\nWie l&auml;sst sich dieses Ost-West-Gef&auml;lle erkl&auml;ren?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.magazin-auswege.de\/data\/2015\/02\/Eisenberg_Ueberfremdung.pdf\">G&ouml;tz Eisenberg in magazin-auswege.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Bachmann verteidigt ausl&auml;nderfeindliche &Auml;u&szlig;erungen<\/strong>\n<ul>\n<li>Bei seinem ersten gro&szlig;en Auftritt seit seinem R&uuml;cktritt verteidigte Pegida-Gr&uuml;nder Lutz Bachmann seine Beschimpfungen gegen Asylbewerber.<\/li>\n<li>Die Zahl der Demonstranten ist seit der Spaltung der islamfeindlichen Bewegung stark geschrumpft.<\/li>\n<li>In Leipzig versammelten sich trotz eines Demonstrations-Verbots einige Legida-Anh&auml;nger in der Innenstadt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit der R&uuml;ckkehr von Pegida-Gr&uuml;nder Lutz Bachmann r&uuml;ckt die islamkritische Dresdner Bewegung weiter nach rechts. Zur ersten Pegida-Kundgebung seit Abspaltung der Gruppe um Ex-Sprecherin Kathrin Oertel zogen am Montagabend laut Polizei rund 2000 Demonstranten vor die Dresdner Frauenkirche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/pegida-nach-spaltung-bachmann-verteidigt-auslaenderfeindliche-aeusserungen-1.2344220%20\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Das Pegida-B&uuml;ndnis hat nach seiner Spaltung rund 2.000 Menschen in Dresden auf die Stra&szlig;e gebracht. Zur ersten Kundgebung nach dem Zerw&uuml;rfnis im sogenannten Organisationsteam kamen damit laut Polizei deutlich weniger Teilnehmer als die erwarteten 5.000 an die Frauenkirche, deren Lichter als Zeichen des Protests gegen das B&uuml;ndnis ausblieben. Die Ursprungsbewegung von Lutz Bachmann mobilisierte dennoch mehr Anh&auml;nger als die von Kathrin Oertel und ihren Mitstreitern gegr&uuml;ndete deutlich moderatere Initiative &ldquo;Direkte Demokratie f&uuml;r Europa&rdquo;, <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/sachsen\/pegida-kundgebung-dresden100.html\">zu deren Kundgebung am Sonntag rund 500 Menschen gekommen waren<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die ideologische Mobilmachung der Republik<\/strong><br>\n&ldquo;Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche herrschende Gedanken, das hei&szlig;t die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.&rdquo; &ndash; Karl Marx: Die deutsche Ideologie<br>\nDass den Medien in b&uuml;rgerlichen Demokratien vor allem die Aufgabe der &ldquo;Gedankenkontrolle&rdquo; zukommt, hat Noam Chomsky, der meistzitierte Intellektuelle der Welt, in etlichen brillanten B&uuml;chern thematisiert und belegt. Besonders deutlich wird dies beim Thema Krieg: Da wurden w&auml;hrend des ersten Golfkrieges die L&uuml;gen einer US-Zeugin vor der UN, irakische Soldaten h&auml;tten in Kuwait Babys aus den Brutk&auml;sten geholt, um sie zu t&ouml;ten, ebenso verbreitet, wie sp&auml;ter die M&auml;r von Konzentrationslagern und dem so genannten &ldquo;Hufeisenplan&rdquo; w&auml;hrend des Kosovo-Konfliktes in Jugoslawien. Und Jahre sp&auml;ter dienten dann die vermeintlichen irakischen Massenvernichtungswaffen als Legitimation f&uuml;r den Angriff der USA auf den Irak.<br>\nDie Wirkung dieser Informationspolitik wurde dabei noch durch die scheinbare publizistische Vielfalt der t&auml;glichen Desinformationen bekr&auml;ftigt. Die Journalistinnen und Journalisten fungierten in dieser Propagandamaschinerie dabei nicht etwa als die &ldquo;F&auml;lscher&rdquo; von Nachrichten, sondern erscheinen vielmehr als objektive Berichterstatter, die einfach weitertrugen, was sie in aller Regel wohl selbst f&uuml;r &ldquo;wahr&rdquo; und &ldquo;richtig&rdquo; hielten. Eine Pr&uuml;fung auf den Wahrheitsgehalt von Meldungen, ein im deutschen Pressekodex von 1996 verankerter Grundsatz, wurde dabei jedoch zugunsten eines diskursiven Opportunismus sowie von &ldquo;journalistischer Schnelligkeit&rdquo; unterlassen. Und auch Protestaktionen, Demonstrationen und Stellungnahmen von Kriegsgegner fanden kaum Niederschlag in den Medien. Vielmehr wurde das Ableben der Friedensbewegung erkl&auml;rt.<br>\nDass derlei gelenkte Information jedoch nicht nur in Kriegszeiten als Problem vorhanden ist, wird aktuell immer mehr Menschen bewusst. Fast alle Kampagnen zur Privatisierung der &ouml;ffentlichen Daseinsf&uuml;rsorge wurden von den Leitmedien aufgegriffen, verst&auml;rkt und multipliziert; Politik, die einen Ausbau des kaum mehr vorhandenen Sozialstaates forcieren w&uuml;rde, wurde d&auml;monisiert und das stete &ldquo;Wir m&uuml;ssen den G&uuml;rtel enger schnallen&rdquo; immer mehr zum bestimmenden Leitsatz der Meinungsmache.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2015\/02\/09\/die-ideologische-mobilmachung-der-republik\">le Boh&eacute;mien<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>280.000 Mitarbeiter nach Terrorlisten &uuml;berpr&uuml;ft<\/strong><br>\nWieviel Geheimdienst steckt in europ&auml;ischen Unternehmen? Daimler-Benz begeht bei der Nutzung von US-Terrorlisten vermutlich Rechtsbruch.<br>\nDer Arbeitsrechtler Wolfgang D&auml;ubler stellt fest: Auf den Listen handelt es sich &raquo;durchweg um Personen, gegen die kein konkreter Verdacht der Unterst&uuml;tzung terroristischer Gruppen besteht, da dann eine Straftat verwirklicht w&auml;re, die die vorgesehenen Sanktionen &uuml;berfl&uuml;ssig machen<br>\nw&uuml;rde.&laquo; Die EU hat also auf Druck der USA einen neuen K&uuml;ndigungsgrund geschaffen: geheimdienstlich vorgegebener, unbegr&uuml;ndeter Verdacht auf Terrorismus. Bisher bezogen sich die Unternehmen in Deutschland bei den Antiterror&uuml;berpr&uuml;fungen auf die beiden EU-Verordnungen. Freilich ist zu vermuten, dass die Namenslisten weitgehend von NSA und CIA stammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitsunrecht.de\/daimler-benz-280-000-mitarbeiter-nach-us-terrorlisten-ueberprueft\/#more-5312\">arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wir werden gewaltige Ungleichheiten erleben<\/strong><br>\nLeben wir bald in einer Welt, in der reiche Menschen sich mit Hilfe moderner Medizin unsterblich machen und Maschinen den Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung ohne Job und Aufgabe zur&uuml;cklassen? Der israelische Universalhistoriker Yuval Harari behauptet das.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/universalhistoriker-yuval-harari-wir-werden-gewaltige-ungleichheiten-erleben-1.2337102-2\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>SPD nimmt &ldquo;Arbeitende Mitte&rdquo; in den Blick<\/strong><br>\nDie SPD will als Antwort auf ihr Umfragetief verst&auml;rkt Angebote f&uuml;r die Generation der 30- bis 50-J&auml;hrigen erarbeiten. &laquo;Wir wollen mit unserer Politik st&auml;rker die arbeitende Mitte in den Blick nehmen&raquo;, sagte Generalsekret&auml;rin Yasmin Fahimi der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.<br>\n&laquo;Menschen, die hart arbeiten, die eine Familie gr&uuml;nden, ihr Heim einrichten, wom&ouml;glich noch Angeh&ouml;rige pflegen: In deren Leben also sehr viel gleichzeitig passiert.&raquo; Das soll auch ein Thema der Klausurtagung der SPD-Spitze am Sonntag in Brandenburg sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/dpa_nt\/infoline_nt\/brennpunkte_nt\/article137230144\/SPD-nimmt-Arbeitende-Mitte-in-den-Blick.html\">Welt<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Der dritte Weg f&uuml;hrt nach rechts<\/strong><br>\nNeonazis aus dem S&uuml;den Deutschlands haben sich unter einem neuen Namen organisiert. Die neue Partei nennt sich &bdquo;Der Dritte Weg&ldquo;. Sie sieht sich durch die Pegida-Aufm&auml;rsche best&auml;tigt. Auch in Hessen treten Rechtsradikale unter dem neuen Label in Erscheinung.<br>\nSie nennt die Bundesrepublik nur Merkelland, warnt mit Flugbl&auml;ttern vor &bdquo;Volkstod&ldquo; und &bdquo;Asylmissbrauch&ldquo; und strebt die &bdquo;Wiederherstellung Gesamtdeutschlands in seinen v&ouml;lkerrechtlichen Grenzen&ldquo; an. Die neue Partei &bdquo;Der Dritte Weg&ldquo; bietet Neonazis aus S&uuml;ddeutschland eine neue Heimat. Die meisten von ihnen kommen aus dem im Juli 2014 verbotenen Kameradschaftsnetzwerk &bdquo;Freies Netz S&uuml;d&ldquo; (FNS), der bis dato wichtigsten Organisation der rechten Szene Bayerns.<br>\nUm die Wirkung des Verbots abzumildern, sei es den Rechtsextremen gelungen, mit dem Dritten Weg fr&uuml;h parallele Strukturen aufzubauen, erkl&auml;rt Thomas Witzgall von den Jusos in Bayern, der das Projekt &bdquo;Endstation Rechts&ldquo; betreut. &bdquo;Das sind dieselben Leute, dieselben Aktionen und Fixtermine, dieselben Bilder&ldquo;, hat er beobachtet.<br>\nBereits beim Rudolf-He&szlig;-Gedenken in Wunsiedel im November 2013, ein Dreivierteljahr vor dem FNS-Verbot, seien Aktivisten des Netzwerks mit dem Banner des Dritten Wegs marschiert. Und die FNS-Internetplattform sei bereits im Mai 2014 stillgelegt worden, sagt Witzgall. Da waren die meisten regionalen St&uuml;tzpunkte des Dritten Wegs bereits gegr&uuml;ndet.<br>\n&bdquo;Das zeigt, dass Verbote allein nicht ausreichen, sondern eben nur ein Teil der Arbeit gegen rechts sein k&ouml;nnen&ldquo;, stellt Witzgall klar. Die Landesregierung m&uuml;sse deshalb k&uuml;nftig mehr auf politische Bildung und Pr&auml;vention setzen und weniger auf Polizei und Verfassungsschutz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/neonazis-der-dritte-weg-fuehrt-nach-rechts,1472596,29771076.html\">FR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Rechte: Verbot oder Tod<\/strong><br>\nTodesdrohungen gegen Journalisten, der Sturm auf das Rathaus, Hetze gegen Anne Frank, eine antisemitische Anfrage: Die Dortmunder Naziszene tritt so offen und antisemitisch auf wie seit langem nicht mehr.<br>\nSie bedrohen Mitarbeiter dieses Blogs und Kollegen der Ruhr Nachrichten, des Nordstadtblogs und freie Fotografen &ndash; die Dortmunder Neonazis setzen auf Eskalation und das nicht nur auf Twitter und Facebook. Aufm&auml;rsche in rascher Folge, die Judenanfrage im Rat der Stadt Dortmund, ein Anschlag auf ein Holocaust-Denkmal: Die Nazi-Szene Dortmunds ist sp&auml;testens nach dem Erfolg ihrer Partei &bdquo;Die Rechte&ldquo; bei der Kommunalwahl am 25. Mai vergangenen Jahres zunehmend enthemmt&hellip;.<br>\n&raquo;Die Dortmunder Szene&laquo;, sagt Ricardo, &raquo;hat sich immer offen zum Nationalsozialismus bekannt. Sie tr&auml;gt heute Transparente mit Schriftz&uuml;gen wie &rsaquo;Neue, sachliche und demokratische Aktivisten-Partei&lsaquo;, in denen beides steckt: NSU und NSDAP. Und ein Bekenntnis zum Nationalsozialismus ist immer auch ein Bekenntnis zu Gewalt und Vernichtung.&laquo; Auch ihren Antisemitismus leben die Nazis immer offener aus: Im Sommer wurde eine israelische Fu&szlig;balljugendmannschaft, die in Dortmund zu Gast war, bedroht und beschimpft. Dennis Giemsch, der f&uuml;r &raquo;Die Rechte&laquo; im Stadtrat sitzt, stellte im November eine Anfrage zur Zahl und zu den Wohnorten der Juden in der Stadt. Gedenkveranstaltungen wurden gest&ouml;rt, Denkm&auml;ler beschmiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhrbarone.de\/die-rechte-verbot-oder-tod\">Ruhrbarone<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24957","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24957","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24957"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24957\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24960,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24957\/revisions\/24960"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24957"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24957"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24957"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}