{"id":24973,"date":"2015-02-11T09:05:00","date_gmt":"2015-02-11T08:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973"},"modified":"2015-11-09T14:53:18","modified_gmt":"2015-11-09T13:53:18","slug":"hinweise-des-tages-2310","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h02\">Europas Linke: Syriza, Podemos und &ldquo;die Kaste&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h03\">Von Griechenland lernen hei&szlig;t siegen lernen &ndash; Wie Podemos das spanische Parteiensystem aufmischt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h04\">Talkshows &ndash; am Beispiel &bdquo;Hart aber fair&ldquo; von gestern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h05\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h06\">Swiss-Leaks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h07\">Paul Krugman: A Game of Chicken &ndash; Ein Spiel mit dem Untergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h08\">Andrea Nahles&rsquo; Tarifgesetz ist wohl verfassungswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h09\">Arno Kl&ouml;nne &uuml;ber den Robotereinsatz bei VW und die damit einhergehende Hilflosigkeit der Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h10\">IZA vs. R&uuml;gemer: Zweifelhafter Sieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h11\">Pegida-Demonstration: Dresden am Wischmopp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h12\">Dreimal mehr Angriffe auf Asylbewerberheime<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h13\">Politik der sicheren Herkunftsstaaten &ndash; Wohin und wie weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h14\">Weltuntergangsuhr: So nahe an der Katastrophe wie 1984<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h15\">Slowakei: Referendum gegen Homosexuelle durchgefallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h16\">Sigmar Gabriel spielt den Seehofer der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h17\">Freihandelsabkommen TTIP und die Hochschulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973#h18\">Das Allerletzte: Griechenland h&auml;ngt Deutschland bei Reformen ab<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24973&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Zehn-Punkte-Plan als Troika-Ersatz<\/strong><br>\nKurz vor dem Sondertreffen der Eurogruppe in Sachen griechisches Schuldendrama soll es hinter den Kulissen Bewegung geben. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Finanzministeriums in Athen erfuhr, werde an einem Zehn-Punkte-Plan f&uuml;r Griechenland gearbeitet. Beteiligt seien Mitarbeiter des griechischen Finanzministeriums und des EU-Kommissionspr&auml;sidenten Jean-Claude Juncker.<br>\nAuch Washington spiele eine Rolle. Die Troika aus EU-Kommission, Europ&auml;ischer Zentralbank (EZB) und Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF) soll es danach in der Form nicht mehr geben. Die Troika-Geschichte sei vorbei, hie&szlig; es am Montag.<br>\nDer Plan soll am Mittwoch in Br&uuml;ssel den 18 Partnerl&auml;ndern Griechenlands im Euro-Verbund vorgelegt werden. Es gehe um zehn Reformma&szlig;nahmen, die als eine Art &Uuml;berbr&uuml;ckungsverpflichtung Griechenlands pr&auml;sentiert w&uuml;rden. Sollten die Mitglieder der Eurogruppe dem Plan zustimmen, k&ouml;nnte die letzte Tranche der Hilfen f&uuml;r Griechenland, gut sieben Milliarden Euro, ausgezahlt werden. Damit k&ouml;nnte das Land seinen Verpflichtungen nachkommen, und eine Pleite w&auml;re abgewendet. Griechenland hat insgesamt rund 320 Milliarden Euro Schulden&hellip;<br>\nDeutschlands Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble zeigt sich fest entschlossen: Berichte &uuml;ber eine Einigung Griechenlands mit der EU-Kommission m&uuml;ssten falsch sein, l&auml;sst er verlauten. &ldquo;Wir werden morgen in der Eurogruppe kein neues Programm verhandeln&rdquo;, stellt Sch&auml;uble unmissverst&auml;ndlich klar. &ldquo;Wenn Griechenland kein neues Programm will, ist es eben vorbei.&rdquo; Am Mittwoch wolle man jedenfalls von Griechenland &ldquo;etwas Verbindliches&rdquo; h&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000011497881\/Zehn-Punkte-Plan-gegen-Athens-Schuldendrama\">derStandard.at<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Des Tsipras&rsquo; neue Pl&auml;ne<\/strong><br>\nDie griechische Regierung geht mit harten Forderungen in das Treffen mit den Finanzministern der Eurozone: keine Kontrolle, kaum Auflagen und mehr Geld.<br>\nWie die griechische Zeitung Kathimerini berichtet, werden die Griechen bei dem Sondertreffen am Mittwoch einen Plan vorlegen, der aus vier Kernforderungen besteht.<br>\nErstens: Die Griechen wollen die bisherigen Vereinbarungen nur noch zu 70 Prozent erf&uuml;llen. Der Rest der Auflagen soll gestrichen werden. Stattdessen wollen die Griechen zehn neue Reformen formulieren, die sie bereit sind umzusetzen.<br>\nDie Kontrolle soll nicht mehr die verhasste Troika &uuml;bernehmen, die aus EZB, EU und IWF besteht. Stattdessen soll die OECD eingeschaltet werden, um Griechenland zu &uuml;berwachen.<br>\nZweitens: Eigentlich sollte Griechenland in diesem Jahr in seinem Staatshaushalt einen Prim&auml;r&uuml;berschuss von 3 Prozent der Wirtschaftsleistung erwirtschaften. Die Regierung Tsipras will diese Zielmarke auf 1,49 Prozent senken. Der Prim&auml;r&uuml;berschuss ist das Haushaltsplus, das &uuml;brig bleibt, wenn man die Zinszahlungen abzieht. Die Griechen k&ouml;nnten etwa 2,8 Milliarden Euro mehr ausgeben.<br>\nDrittens: Es soll einen Schuldenschnitt geben, der nicht so hei&szlig;t. Stattdessen sollen die Laufzeiten der griechischen Staatsschulden verl&auml;ngert und die Zinsen gesenkt werden.<br>\nViertens: Griechenland will jene Programmpunkte sofort umsetzen, die Premier Tsipras am Sonntag in seiner Regierungserkl&auml;rung genannt hatte. Dazu geh&ouml;ren Hilfsma&szlig;nahmen f&uuml;r die &Auml;rmsten, die kostenlos Unterkunft, Strom und Lebensmittel erhalten sollen. Ein 13. Monatsgehalt soll an alle Rentner ausgezahlt werden, die weniger als 700 Euro im Monat bekommen.<br>\nDas n&ouml;tige Geld soll aus verschiedenen europ&auml;ischen Quellen flie&szlig;en. Die Griechen verlangen jene 1,9 Milliarden Euro zur&uuml;ck, die die Eurozone bisher als Profit aus den griechischen Staatsanleihen verbucht hat. Au&szlig;erdem will die Regierung weitere 8 Milliarden Euro mit Schatzanweisungen einsammeln&hellip;..<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Finanzkrise-in-Griechenland\/!154479\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland verdient die Unterst&uuml;tzung Deutschlands<\/strong><br>\nYanis Varoufakis, der Wirtschaftsprofessor und neue griechische Finanzminister, hat letzte Woche in Berlin bei der Pressekonferenz mit Wolfgang Sch&auml;uble in einem emotionalen Statement an die Solidarit&auml;t der Deutschen appelliert, da gerade Deutschland aus der historischen Erfahrung der 1930er Jahre wei&szlig;, wie schlimm die politischen Folgen einer Wirtschaftsdepression sein k&ouml;nnen. Sind das nur Spr&uuml;che eines Griechen, der an &ldquo;unser Geld&rdquo; will? Mitnichten. Die wirtschaftliche Katastrophe Griechenlands wird hierzulande kleingeschrieben. Vergleicht man Weimar in der Weltwirtschaftskrise und Griechenland heute, sieht man schnell erschreckende &Auml;hnlichkeiten. Mehr noch: Mittlerweile ist die griechische Wirtschaft tiefer gest&uuml;rzt und die Krise dauert l&auml;nger als die der Weimarer Republik.<br>\nWas heute die Deutschen &uuml;ber den Rest Europas sagen, mussten sie sich damals selbst vom Rest Europas anh&ouml;ren. Wie heute in Griechenland, so wurde auch damals in Weimar der Staatshaushalt von au&szlig;en &uuml;berwacht und den Deutschen strenge Sparauflagen auferlegt. Die Freude dar&uuml;ber war nicht gro&szlig;. Dass sich die etablierten Parteien heute wie damals strikt an die Sparauflagen hielten und damit die Krise versch&auml;rften, st&auml;rkte die rechten und linken R&auml;nder. Aber einen gro&szlig;en, einen zentralen Unterschied gibt es: In Griechenland hat eine linke Partei gewonnen, deren Finanzminister nicht die St&auml;rke der eigenen Nation beschw&ouml;rt, sondern sich zu Recht auf die Idee Europas, auf die Idee der V&ouml;lkerverst&auml;ndigung beruft. Wenn es Syriza und ihr polyglotter Finanzminister in Griechenland nicht schaffen, wird das Land weiter in der Krise verharren. Das wird zu mehr Nationalismus, zu mehr Feindschaft zwischen den Nationen Europas f&uuml;hren. Kein Europ&auml;er kann das wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2015\/02\/09\/griechenland-verdient-die-unterstuetzung-deutschlands_8125\">Fabian Lindner in Zeit Online Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenlands Treibjagd auf die Superreichen<\/strong><br>\nSie haben ihrer Heimat den R&uuml;cken gekehrt, w&auml;hrend Griechenland finanziell am Abgrund steht. Nach f&uuml;nf Jahren Wirtschaftskrise haben die Verm&ouml;genden ihr Vertrauen in die Banken, in die wechselnden Regierungen und in die Wiederauferstehungskr&auml;fte ihrer Heimat verloren. Dabei k&ouml;nnte das griechische Privatverm&ouml;gen helfen, die L&ouml;cher in der bankrotten Staatskasse zu stopfen. Doch statt Steuern zu bezahlen, haben die Superreichen ihr Kapital l&auml;ngst au&szlig;er Landes geschafft. Experten wie der einstige Steuerfahnder Nikos Lekkas gehen davon aus, dass dem Staat j&auml;hrlich Steuergelder in H&ouml;he von 15 Prozent der Wirtschaftsleistung entgehen. Costas Bakouris von Transparency International (TI) Griechenland spricht gar von 25 bis 30 Prozent.<br>\nEs sind nicht nur die Reichen, die in Griechenland Abgaben hinterziehen. Steuermoral ist auch unter den Normalb&uuml;rgern nicht weit verbreitet. Im Unterschied zu den Verm&ouml;genden aber wurden sie in den vergangenen f&uuml;nf Jahren der Krisenbew&auml;ltigung geschr&ouml;pft. &ldquo;Die Mittelschicht bezahlt heute siebenmal mehr Steuern als im Jahr 2009&rdquo;, sagt Aristides Hatzis von der Universit&auml;t Athen. Das l&auml;sst sich auch an deren Lebensstandard ablesen: Die Einkommen sind im Schnitt um 30 Prozent gesunken. Die Mittelschicht &auml;chzt unter den Sparauflagen der internationalen Geldgeber, die neue Regierung hat ihr deshalb Steuersenkungen versprochen.<br>\nWo aber soll nun das Geld herkommen, mit dem Syriza Wahlversprechen und die Unabh&auml;ngigkeit von weiteren Hilfsgeldern finanzieren will? &ldquo;Es w&auml;re ein Segen f&uuml;r unsere Staatskasse, wenn endlich die Selbstst&auml;ndigen wie &Auml;rzte und Handwerker zuverl&auml;ssig ihre Steuern bezahlen w&uuml;rden&rdquo;, sagt Costas Bakouris von Transparency International. Bislang arbeiten die meist nur gegen Bares und ohne Rechnung. Es werde Zeit brauchen, bis die Steuerbeh&ouml;rden gegen diese Form der Hinterziehung konsequenter vorgehen &ndash; schlie&szlig;lich m&uuml;sse sich daf&uuml;r auch ein Mentalit&auml;tswandel in den K&ouml;pfen vollziehen. Zeit ist aber das, was Griechenland nicht mehr hat. F&uuml;r schnelle L&ouml;sungen setzt die linksradikale Regierung in Athen deshalb auf einen anderen Weg: eine internationale Hetzjagd auf die Superreichen. Lange war die Schweiz ein bevorzugtes Ziel verm&ouml;gender Griechen. Im Jahr 2010 &uuml;berreichte die damalige franz&ouml;sische Finanzministerin Christine Lagarde den Athener Beh&ouml;rden eine Liste mit Namen von 2000 griechischen Kunden der britischen HSBC-Bank in der Schweiz. Der Umgang mit dieser Liste in Athen war abenteuerlich: Sie verschwand r&auml;tselhaft und tauchte pl&ouml;tzlich wieder mit seltsamen Ver&auml;nderungen auf. London ist auch deswegen so vorteilhaft f&uuml;r die Superreichen, weil man sich hier im Prinzip von der Steuerabgabe freikaufen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article137235748\/Griechenlands-Treibjagd-auf-die-Superreichen.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Sache ist der Artikel recht informativ. Vor allem wird noch einmal klar, wie sehr doch die einzelnen Standorte, trotz der frommen Spr&uuml;che auf diversen Gipfeln, um das gro&szlig;e Geld buhlen. In der Tonlage ist der Artikel daneben. Da wird wieder einmal von der &ldquo;linksradikalen Regierung&rdquo; schwadroniert und nat&uuml;rlich starten diese Linksradikalen eine &ldquo;Treibjagd&rdquo; bzw. &ldquo;Hetzjagd&rdquo; auf die Superreichen, die das &ldquo;Vertrauen&rdquo; in das Land verloren haben. Es behagt den Autoren einfach nicht, dass ein Linker versucht, das nachzuholen, was die Vorg&auml;nger vers&auml;umt haben. &ndash; Syriza ist eine linke Partei mit einem bis auf die Eurozone wenig radikalen Programm. Synaspismos Rizospastikis Aristera hei&szlig;t zwar &uuml;bersetzt Koalition der Radikalen Linken, aber die Namensgebung dient wohl eher dazu, sich gegen&uuml;ber der PASOK abzusetzen. Es bleibt zu hoffen, dass die Syriza im Zuge notwendiger Kompromisse sich seinen linken Kern erhalten kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland &ndash; eine moralische Erz&auml;hlung<\/strong><br>\nAls die Eurokrise vor einem halben Jahrzehnt begann, prophezeiten Keynesianer, dass die Sparma&szlig;nahmen, die Griechenland und den anderen Krisenl&auml;ndern auferlegt wurden, scheitern w&uuml;rden. Sie w&uuml;rden das Wachstum behindern und die Arbeitslosigkeit steigen lassen &ndash; und es nicht einmal schaffen, die Schuldenquote sinken zu lassen. Andere &ndash; in der Europ&auml;ischen Kommission, der Europ&auml;ischen Zentralbank und einigen Universit&auml;ten &ndash; sprachen von expansiv wirkenden Verringerungen (expansionary contractions). Aber sogar der Internationale W&auml;hrungsfonds machte geltend, dass Verringerungen, wie etwa K&uuml;rzungen der Staatsausgaben, genau das sind &ndash;kontraktiv. Ein erneutes Ausprobieren w&auml;re kaum n&ouml;tig gewesen. Austerit&auml;t war bereits wiederholt gescheitert, angefangen bei ihrem fr&uuml;hen Einsatz unter US-Pr&auml;sident Herbert Hoover, der den B&ouml;rsencrash zur Gro&szlig;en Depression werden lie&szlig;, bis zu den IWF-&bdquo;Programmen&ldquo;, die Ostasien und Lateinamerika in den letzten Jahrzehnten auferlegt wurden. Und doch ist es wieder mit Austerit&auml;t probiert worden, als Griechenland in Schwierigkeiten geriet. Griechenland hat sich weitgehend erfolgreich an die Weisungen der Troika (die Europ&auml;ische Kommission, die EZB und der IWF) gehalten. Mit dem &uuml;berw&auml;ltigenden Wahlsieg der austerit&auml;tsfeindlichen Partei Syriza haben die griechischen W&auml;hler nun erkl&auml;rt, dass sie genug haben. Was also muss getan werden? Zun&auml;chst einmal m&uuml;ssen wir uns &uuml;ber folgendes im Klaren sein: Man k&ouml;nnte Griechenland die Schuld an seinen Problemen geben, wenn es das einzige Land w&auml;re, in dem die Medizin der Troika kl&auml;glich versagt hat. Doch auch Spanien hatte vor der Krise einen &Uuml;berschuss und eine niedrige Schuldenquote und auch Spanien steckt in der Wirtschaftskrise. Es werden nicht so sehr Strukturreformen innerhalb von Griechenland und Spanien gebraucht, als vielmehr Strukturreformen des Konstrukts Eurozone und ein grundlegendes &Uuml;berdenken der politischen Rahmenbedingungen, auf die die spektakul&auml;r schlechte Leistung der W&auml;hrungsunion zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist.<br>\nJedes (fortschrittliche) Land hat erkannt, dass es notwendig ist, dem Einzelnen einen Neuanfang zu erm&ouml;glichen, damit Kapitalismus funktioniert. Die Schuldgef&auml;ngnisse des neunzehnten Jahrhunderts waren ein Misserfolg &ndash; unmenschlich und nicht gerade hilfreich dabei, eine R&uuml;ckzahlung sicherzustellen. Die Vorstellung, Schuldgef&auml;ngnisse wieder einzuf&uuml;hren, mag weit hergeholt erscheinen, schwingt aber im aktuellen Gerede &uuml;ber fahrl&auml;ssiges Verhalten im Vertrauen auf Rettung von au&szlig;en, von Fachleuten &bdquo;moral hazard&ldquo; genannt, und Verantwortlichkeit mit. Es gibt Bef&uuml;rchtungen, dass Griechenland, wie andere L&auml;nder auch, erneut in Schwierigkeiten geraten wird, wenn eine Umschuldung auf Staatsebene zugelassen wird. Das ist blanker Unsinn. Glaubt irgendjemand, der bei klarem Verstand ist, dass ein Land bereitwillig auf sich nehmen w&uuml;rde, was Griechenland durchgemacht hat, nur um seine Gl&auml;ubiger zu seinem eigenen Vorteil ausnutzen zu k&ouml;nnen? Wenn es einen moral hazard gibt, dann auf Seiten der Kreditgeber &ndash; vor allem in der Privatwirtschaft &ndash;, die wiederholt gerettet worden sind. Wenn Europa zugelassen hat, dass diese Schulden der Privatwirtschaft zu Schulden des &ouml;ffentlichen Sektors werden &ndash; eine Vorgehensweise, die in den vergangenen f&uuml;nfzig Jahren g&auml;ngig geworden ist &ndash;, dann sollte Europa, und nicht Griechenland, die Konsequenzen tragen. Die derzeitige Misere in Griechenland, unter anderem der massive Anstieg der Schuldenquote, ist in erster Linie auf die verfehlten Programme der Troika zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, die Griechenland aufgedr&auml;ngt worden sind. &ndash; Demnach ist nicht die Umschuldung &bdquo;unmoralisch&ldquo;, sondern ihre Abwesenheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/print\/greece-eurozone-austerity-reform-by-joseph-e--stiglitz-2015-02\/german\">Joseph E. Stiglitz auf Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Joseph Stiglitz sagt an einer Stelle: &ldquo;&Uuml;berm&auml;&szlig;ige Verschuldung hat nicht nur die Krise 2008 ausgel&ouml;st, &hellip;.&rdquo; Erg&auml;nzend ist zu sagen, dass Stiglitz nicht Staatsschulden meint, sonder die private Verschuldung. Was auch aus dem Folgesatz ersichtlich wird: &ldquo;In den USA, wo Millionen von Eigenheimbesitzern ihre H&auml;user verloren haben, sorgt &Uuml;berschuldung weiterhin f&uuml;r unermessliches Leid, und gegenw&auml;rtig droht Millionen von Menschen in Polen und anderswo Unheil, die Kredite in Schweizer Franken aufgenommen haben.&rdquo; Zu den Verantwortlichen dieser Verschuldung f&uuml;hrt Stiglitz aus: &ldquo;Tats&auml;chlich tragen Gl&auml;ubiger wohl mehr Verantwortung: Normalerweise handelt es sich um spezialisierte Finanzinstitutionen, wohingegen Kreditnehmer oftmals weit weniger Erfahrung mit den Launen der M&auml;rkte und den Risiken im Zusammenhang mit verschiedenen vertraglichen Vereinbarungen besitzen. Tats&auml;chlich wissen wir, dass sich US-Banken gezielt Kreditnehmer ausgesucht und ihre mangelnde finanzielle Kompetenz ausgenutzt haben.&rdquo; Was Stiglitz nicht erw&auml;hnt, ist die Deregulierung der Finanzm&auml;rkte vor Krise &ndash; durch den Staat.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europas Linke: Syriza, Podemos und &ldquo;die Kaste&rdquo;<\/strong><br>\nEin neues Gruselwort erf&uuml;llt Europas Sozialdemokraten mit Schrecken: Pasokifikation. Gepr&auml;gt von britischen Labour-Denkern im Londoner Thinktank Policy Network bringt es auf den Begriff, was bei der griechischen Wahl Ende Januar passiert ist: die als linkspopulistisch geltende Syriza-Partei hat klar gewonnen, die sozialdemokratische Partei Pasok ist abgest&uuml;rzt: von 43,9 Prozent im Jahr 2009 auf 4,7. Und jetzt?<br>\nGanz klar: Jetzt debattieren die politischen Strategen rechts und links der europ&auml;ischen Mitte, wie sich der hellenische Erdrutsch auf die Gesamtszene der Alten Welt auswirken wird. K&ouml;nnte, beispielsweise, in Gro&szlig;britannien eine Abwanderung bisheriger schottischer Linksw&auml;hler in Labour-Hochburgen zur Scottish National Party oder zu den Greens wahlentscheidend sein? K&uuml;ndigt sich im griechischen Exempel dar&uuml;ber hinaus der europ&auml;ische Nord-S&uuml;d-Kulturkonflikt (&ldquo;germanischer Norden&rdquo; gegen &ldquo;lateinischen S&uuml;den&rdquo;) an, von dem der italienische Philosoph Giorgio Agamben bereits vor zwei Jahren warnte? Werden sich Italien und Spanien &auml;hnlich wandeln wie Griechenland, zumal es da bereits organisierte Syriza-Sympathisanten gibt? Wird der wortgewaltige Populismus der neuen griechischen Helden Alexis Tsipras und Yanis Varoufakis zum Modell des Widerstands gegen die deutsche Dominanz in der EU?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-02\/podemos-madrid-linkspartei-syriza\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> Ein weiterer &lsquo;linientreuer&rsquo; Artikel, der leichtfertig von Populismus spricht, wenn es um den berechtigten Ausdruck langj&auml;hriger und wachsender Missbilligung der vorherrschenden (Krisen-)Politik geht, einerlei ob von PSOE oder PP &lsquo;alternativlos&rsquo; exekutiert. Was ist von den Wahlkampft&ouml;nen eines Rajoy zu halten, der seinerzeit von 3,5 Millionen neuen Jobs sprach, sollte seine Regierung gew&auml;hlt und die der &lsquo;Sozialisten&rsquo; und &lsquo;Pleiteregierung&rsquo; Zapatero abgew&auml;hlt werden? Die weitere Geschichte ist bekannt (die aktuelle Arbeitslosenrate liegt nach wie vor h&ouml;her als zur Amts&uuml;bernahme durch Rajoy), und war leider &lsquo;nicht zu vermeiden&rsquo;, da &lsquo;alternativlos&rsquo;. Zuvor eben: Wahlkampfget&ouml;se &ndash; und danach dann ach so staatstragender und vern&uuml;nftiger Realismus. Oder wie w&auml;r&rsquo;s hier mit dem sonst so fixen Etikett: Populismus? Wer solche Wahlk&auml;mpfe und politische Botschaften mit unmittelbarem realpolitischen und alternativlosen Verfallsdatum inszeniert, muss sich &uuml;ber die entsprechenden Auswirkungen und popul&auml;ren Proteste nicht wundern (versch&auml;rft durch einen Austerit&auml;tskurs, der dagegen nicht Teil der Wahlversprechen war, daf&uuml;r aber generell auf PP-Linie liegt) &ndash; eher f&uuml;rchten, wie die drastischen Versch&auml;rfungen der Sicherheits- und Strafgesetze unter der Rajoy-Regierung zeigen.<\/em><br>\n<em>Wer die epidemischen Korruptionsf&auml;lle auf allen Ebenen (national, regional, lokal) in Spanien verfolgt (was zwangsl&auml;ufig kaum zu vermeiden ist, da im Alltag und medial omnipr&auml;sent), der kann mittlerweile keinen anderen Eindruck mehr gewinnen als den &lsquo;einer Kaste&rsquo;, wenn es um institutionalisierte Korruption geht, die allt&auml;glich erscheint und nachvollziehbarerweise auch ihre Entsprechungen im Alltag der kleinen Leute und Schummeleien findet.<\/em><br>\n<em>Zum Fall Monedero ist zum fix gezeichneten Bild des Artikels zu erg&auml;nzen, dass er vor allem die Probleme verdeutlicht, die Alberto Garz&oacute;n (der aktuelle Pr&auml;sidentschaftskandidat der Vereinigten Linken, IU), diesbzgl. benannte: Es ist, erstens, problematisch, wenn Monedero legale Steuervermeidungsstrategien angewendet hat. Es ist, zweitens, problematisch, wenn eine politische Partei, hier der amtierende Finanzminister Montoro, die Mittel und Informationen des Staates (der Steuerbeh&ouml;rden) gezielt und direkt gegen einen politischen Gegner einsetzt. Es ist, drittens, problematisch wenn erhebliche Differenzen zwischen der Steuerbelastung normaler Personen und Firmen bestehen (Monedero hat, soweit Stand der Dinge, Gelder, die er f&uuml;r Politikberatung im Ausland erhielt, und die er in die Finanzierung seines Medienprojektes in Spanien investiert hat, &uuml;ber eine spanische Firma abgerechnet und entsprechend g&uuml;nstiger versteuert). Der Eindruck einer realen (und nicht lediglich unterstellten) Kampagne gegen Podemos dr&auml;ngt sich (nicht nur in diesem Fall) zwangsl&auml;ufig auf.<\/em><br>\n<em>Auf Linie liegt insbesondere auch die im Artikel wiedergegebene nationale und moralisierende Argumentation, die einen Steuerzahler (hier die spanischen Gl&auml;ubiger) gegen die anderen Steuerzahler (die griechischen Schuldner) ins Feld zu f&uuml;hren &ndash; dagegen die Hinweise (u.a. von Varoufakis) auf die elementar europ&auml;ische Dimension und Problematik dieser gescheiterten Kredit- und Schuldenpolitik der Bankenrettung und Austerit&auml;t politisch opportun auszublenden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Von Griechenland lernen hei&szlig;t siegen lernen &ndash; Wie Podemos das spanische Parteiensystem aufmischt<\/strong><br>\nDie Partei (&uuml;bersetzt: &bdquo;Wir k&ouml;nnen es&ldquo;) wurde Anfang 2014 gegr&uuml;ndet und erzielte bei den Europawahlen mit 1,2 Millionen Stimmen aus dem Stand fast 8 Prozent. In aktuellen Umfragen erreicht Podemos seitdem&ndash; je nach Umfrage &ndash; den ersten, zwei-ten oder dritten Platz und es ist nicht ausgeschlossen, dass sie aus den Parlaments-wahlen Ende 2015 als Sieger hervorgeht. Das w&auml;re eine Wiederholung des Erfolgs der Syriza in Griechenland &ndash; allerdings in einem Land, dessen Bev&ouml;lkerung f&uuml;nf Mal und dessen Sozialprodukt sieben Mal gr&ouml;&szlig;er ist&hellip;<br>\nPodemos ist das Produkt einer doppelten Krise: Zun&auml;chst der Wirtschaftskrise, die Spanien seit 2008 heimsucht, und dann der sozialen Konsequenzen der von au&szlig;en aufgezwungenen Austerit&auml;tspolitik. Zugleich ist sie aber auch Reaktion auf eine Krise der spanischen Institutionen, die aus dem &Uuml;bergang von der Diktatur zur Demokratie (transici&oacute;n) hervorgegangen waren und die politische Identit&auml;t Spaniens gepr&auml;gt haben. Aus der transici&oacute;n entstand ein stabiles Zweiparteiensystem, dominiert von der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) und der konservativen Volks-partei (PP). Diese Aufstellung reproduzierte die Fronten des spanischen B&uuml;rgerkriegs, ohne die Vergangenheit des B&uuml;rgerkriegs und der Diktatur zu themati-sieren&hellip;<br>\nDie derzeitige Krise dagegen geht nun in ihr achtes Jahr. Der Mechanismus des Wechsels hat nicht gewirkt. Beide Parteien hatten ihre Chance. In dieser Situation entstand das Bed&uuml;rfnis nach einer radikalen Wende, das sich 2011 zun&auml;chst in der Bewegung der &bdquo;Emp&ouml;rten&ldquo; Ausdruck verschaffte. Diese spontane Jugendbewegung verschwand nach den spektakul&auml;ren Aktionen des Jahres 2011 von den Titelseiten der Zeitungen. Sie verschwand aber nicht aus der Realit&auml;t.<br>\nPodemos sieht sich in der Nachfolge der &bdquo;Emp&ouml;rten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/soziale-demokratie\/artikel\/von-griechenland-lernen-heisst-siegen-lernen-776\/%20%20\">Internationale Politik und Gesellschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> Vorweg, die abschlie&szlig;ende Aussage dieses Artikels ist durchaus bemerkens- und bedenkenswert:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Der Erfolg von Podemos zeigt an, dass das von der transici&oacute;n bestimmte politische System Spaniens an sein Ende gekommen ist. Dabei spricht f&uuml;r dieses System, dass es als Fundamentalopposition eben Podemos hervorgebracht hat &ndash; und nicht den dumpfen, fremdenfeindlichen und anti-europ&auml;ischen Rechtspopulismus des europ&auml;ischen Nordens.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Zuvor skizziert dieser Text zwar detailreich doch mit den &uuml;blichen Etikettierungen und Behauptungen die Situation und ihre Entwicklung in Spanien.<\/em><\/p>\n<p><em>Bei der Beschreibung der politischen Organisation und Programmatik von Podemos, die der Artikel als einerseits widerspr&uuml;chlich und kalkuliert schwammig bezeichnet, darf eben gerade nicht das unterschlagen werden, was andererseits eingangs im Text selbst als ma&szlig;gebliches Problem einer doppelten Krise in Spanien dargestellt wird:<\/em><\/p>\n<p><em>Es geht erkl&auml;rterma&szlig;en um die Gunst der Stunde und diese so effektiv und realistisch f&uuml;r einen tats&auml;chlichen Wechsel zu nutzen. D.h. nichts weniger als eine zweite &lsquo;transici&oacute;n&rsquo; einzuleiten, da die erste unvollst&auml;ndig und krisenhaft an ihr erkennbares Ende gekommen ist. Von diesem erkl&auml;rten Ziel und Hauptanliegen von Podemos schweigt dieser Artikel.<\/em><\/p>\n<p><em>Man kann ein solches wie &uuml;blich und auch in diesem Text als Populismus abtun, oder aber Demokratie und politische und soziale Teilhabe ernst(er) nehmen, und sich die berechtigte Frage stellen, was Demokratie bedeutet und wie sie sich wirksam(er) organisieren lie&szlig;e.<\/em><\/p>\n<p><em>Vor diesem (hier unterschlagenen) Hintergrund ergeben die genannten und &uuml;blicherweise tendenzi&ouml;s als fragw&uuml;rdig pr&auml;sentierten Punkte (bei allen berechtigten Fragen) ein klar erkennbares und keinesfalls fragw&uuml;rdiges Bild:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Der Bezug auf die politischen Neuordnungen in S&uuml;damerika als erfolgreiche Gegenbewegungen einer gesellschaftlichen Neuaufstellung ist mit Blick auf die s&uuml;deurop&auml;ische Krisenlage und die &Uuml;berwindung der vorherrschenden neoliberalen Agenda mehr als (nur sprachlich und historisch) naheliegend. Ebenso jedoch die klare Betonung seitens Podemos der deutlich unterschiedlichen und nicht gleichzusetzenden jeweiligen Ausgangslage, weshalb sich Podemos programmatisch erkl&auml;rterma&szlig;en am Vorbild der skandinavischen L&auml;nder orientiert und an dem vermeintlich alten Zopf eines klassisch sozialen (!) und demokratischen (!) Programms, ergo Sozialdemokratie!<\/em><\/li>\n<li><em>Die Konfrontation von &lsquo;unten&rsquo; und &lsquo;oben&rsquo; jenseits der &uuml;blichen links-rechts-Schemata ist ebenfalls grundlegend programmatisch und ergibt sich zwangsl&auml;ufig aus dem Erfordernis und der Forderung nach einer zweiten verfassungsgebenden Bewegung, d.h., der Wiederaneignung (bzw. &uuml;berhaupt Aneignung) der demokratischen Institutionen und Entscheidungen, die in Zeiten von &lsquo;Marktkonformit&auml;t&rsquo; und &lsquo;Alternativlosigkeit&rsquo; politisch wie tats&auml;chlich in einem krisenhaften Ausma&szlig; korrumpiert sind. &lsquo;Sie repr&auml;sentieren uns nicht!&rsquo; und &lsquo;Es gibt Alternativen!&rsquo; sind ernst gemeint und Programm! (Dieser Ein- und Ausdruck reicht bis in die W&auml;hlerschaft der &lsquo;rechten&rsquo; PP hinein.)<\/em><\/li>\n<li><em>Daher ist es erkl&auml;rterma&szlig;en Programm und eben keine &lsquo;kalkulierte Schwammigkeit&rsquo; einer jeglichen weiteren Bestimmung dieser grundlegenden politischen Neuverfassung (in Spanien betrifft dies auch und gerade territoriale Fragen) NICHT vorzugreifen. Das Programm ist allein und zu dieser entscheidenden politischen Stunde das: eine politische Neubestimmung, eine zweite &lsquo;transici&oacute;n&rsquo;!\n<p><em>Und zwar eine tats&auml;chliche transici&oacute;n, statt einer vom zu &uuml;berwindenden System &lsquo;geerbte&rsquo; (mehr als nur symbolisch war die Wiedereinsetzung der Monarchie und Juan Carlos als K&ouml;nig durch den Diktator Franco, eine Einsetzung als Erbe und in die Erbschaft der Diktatur), die entscheidende Fragen ausklammerte und eben gerade nicht &uuml;berwinden wollte noch konnte, sondern diese neu-institutionalisierte (insbesondere stabiles Zweiparteien-System, territoriale Verfasstheit).<\/em><\/p>\n<p><em>Um diese Frage einer politischen Neubestimmung und Verfasstheit geht es. Und zwar gerade nicht lediglich &lsquo;von oben herab&rsquo;, wie bisher (transici&oacute;n, und diese dann im links-rechts-Schema stabilisierend), sondern &lsquo;von unten&rsquo;.<\/em><\/p><\/em><\/li>\n<p><\/p>\n<li><em>Daraus ergeben sich dann zwangsl&auml;ufig die Fragen nach der wirksamsten Strategie in dieser ganz spezifischen Situation und Krise, &lsquo;in dieser Gunst der politischen Stunde&rsquo;, hinsichtlich Organisation, Mobilisierung und Kommunikation (wozu insbesondere die mediale Wirksamkeit von Personen und Personenkult geh&ouml;rt, im positiven wie negativen jeweiliger medialer Aufmerksamkeit und Kampagnen). Denn Podemos ist, angesichts der auf institutioneller Ebene vorerst wirkungslosen Massenproteste der &lsquo;Emp&ouml;rten&rsquo; im Zuge des 15. Mai 2011, ausdr&uuml;cklich von den herrschenden Parteien aufgefordert worden nicht nur (wirkungslos) zu protestieren, um das Spiel und seine Regeln zu &auml;ndern, sondern sich daf&uuml;r an die aktuellen Spielregeln zu halten (Parteigr&uuml;ndung, Anfang 2014!) und in das institutionelle Spiel einzusteigen (Wahlteilnahme, ab EU-Wahl 2014), um dieses Spiel und seine Spielregeln neu zu bestimmen (Programm, noch in Ausarbeitung). Nichts anderes ist erkl&auml;rtes und vorrangiges Ziel und Programm von Podemos. Das sich daraus zwangsl&auml;ufig Widerspr&uuml;che und Fragen sowie Fragw&uuml;rdigkeiten ergeben (m&uuml;ssen), liegt auf der Hand, und ist eben alles andere als widerspr&uuml;chlich und fragw&uuml;rdig. Es sei denn, man nimmt dieses Spiel und seine Regeln, zu denen eben auch das &Auml;ndern derselben geh&ouml;rt, nicht ernst!<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Talkshows &ndash; am Beispiel &bdquo;Hart aber fair&ldquo; von gestern<\/strong><br>\nViele Leser fragen immer wieder, warum ich so selten in Talkshows auftrete. Sie fragen, ob es nicht sinnvoll w&auml;re, dass ich, so wie vor kurzem im &Ouml;sterreichischen Fernsehen (ORF), den Menschen unseren Standpunkt auch auf diese Weise klarzumachen versuche. Gestern Abend in der ARD bei &bdquo;Hart aber fair&ldquo; konnte man wieder sch&ouml;n studieren, warum die Sendung im ORF eine Ausnahme war (und reiner Zufall, denn ich war zuf&auml;llig sowieso in Wien und die Auswahl der G&auml;ste ergab zuf&auml;llig keinen Fundamentaldissens). In der Regel funktioniert Aufkl&auml;rung in so einem Format eben leider nicht. (&hellip;)<br>\nDass die Vorstellungen der Troika &ndash; vor allem &uuml;ber die Wirkungsweise sinkender L&ouml;hne &ndash; einfach falsch sind, weil alle in der Troika an eine falsche Theorie des Arbeitsmarktes glauben, hat man nat&uuml;rlich nicht diskutiert. Denn man kam von vorneherein gar nicht auf die Idee, dass es so etwas geben k&ouml;nnte, dass alle Verantwortlichen ihre Entscheidungen auf einer vollkommen falschen Grundlage treffen. Wem aber und wie sollte man das unter dem Druck einer solchen Talkrunde erkl&auml;ren? Sollte man dem ZEIT-Journalisten und Juristen Jochen Bittner sagen, er habe erstens keine Ahnung von &Ouml;konomie und zweitens sei das, worauf er offenbar seine &Uuml;berlegungen aufbaue, bestenfalls Mikro&ouml;konomie, wo der Arbeitsmarkt wie ein Kartoffelmarkt behandelt wird? Oder soll man ihm sagen, er hinge unhaltbaren Moralvorstellungen an, in denen Schulden etwas Anr&uuml;chiges sind? Sollte man dem Vorsitzenden der FDP, Christian Lindner (Studium der Politologe) sagen, dass seine lautstark vorgetragene &Uuml;berzeugung, Deutschland habe alles richtig gemacht, weder einer logischen noch einer empirischen &Uuml;berpr&uuml;fung standh&auml;lt?<br>\nNein, das geht alles nicht, weil die Regie dieser Sendung (wie der meisten anderen) von vorneherein nicht auf das Erkl&auml;ren von Zusammenh&auml;ngen, sondern auf Konfrontation und Krawall ausgerichtet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/talkshows-am-beispiel-hart-aber-fair-von-gestern\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Es gibt keine NATO-Friedensgeschosse<\/strong><br>\nDas milit&auml;rische Kr&auml;ftemessen in der Ukraine ist l&auml;ngst entschieden. Waffenlieferungen sind unverantwortlich.<br>\nAngesichts dieser &Uuml;berlegenheit m&uuml;ssen sich jene, die die Ukraine bewaffnen wollen, die Frage stellen, was sie eigentlich erreichen wollen. Auch eine massive milit&auml;rische Hilfe des Westens wird keinen Sieg der ukrainischen Armee erm&ouml;glichen, da sind sich selbst die US-Experten sicher. Sie gehen allerdings davon aus, dass Russland zum Einlenken gezwungen werden k&ouml;nnte, wenn der Blutzoll durch moderne Waffen steige. Schlie&szlig;lich habe Russland den Tod eigener Soldaten vor der eigenen &Ouml;ffentlichkeit verheimlicht.<br>\nDas Problem bei dieser Herangehensweise: Damit wird eine Eskalation des Konflikts eingepreist, bei der Russland stets die Oberhand behalten wird. Es hat bislang nur einen Bruchteil seiner milit&auml;rischen M&ouml;glichkeiten genutzt. Bei einer milit&auml;rischen Aufr&uuml;stung der Ukraine w&uuml;rde das Land nun jedoch nicht nur das Leben von Tausenden von Soldaten riskieren, sondern auch weitere empfindliche Gebietsverluste. So schrecklich es klingen mag: Der Krieg ist mit seinen &uuml;ber 5 000 Opfern bisher relativ unblutig geblieben, zumindest verglichen mit den Konflikten in Syrien, Tschetschenien oder auf dem Balkan.<br>\nDas jedoch d&uuml;rfte sich &auml;ndern, wenn man die Separatisten nun dazu zwingt, ihre &Uuml;berlegenheit mit noch mehr Gewalt sicherzustellen. Ob sich Russland von h&ouml;heren Opferzahlen beeindrucken lie&szlig;e bleibt fraglich. Schlie&szlig;lich w&uuml;rde eine direkte milit&auml;rische Hilfe f&uuml;r die Ukraine faktisch einen Stellvertreter-Krieg zwischen Russland und den USA zur Folge haben. Dann w&uuml;rden auch die letzten putinkritischen Stimmen in Russland verstummen.<br>\nZugleich m&uuml;ssen sich potenzielle Waffenlieferanten die Frage gefallen lassen, ob sie wirklich mit Kiew die Verantwortung f&uuml;r einen Krieg teilen wollen, bei dem die Zivilbev&ouml;lkerung nicht nur unter den selbsternannten Herrschern zu leiden hat, sondern auch unter der ukrainischen Armee. Jedes Geschoss, das auf Donezk oder Lugansk niedergeht, wird f&uuml;r die Menschen dort zu einem NATO-Geschoss. Auch wenn sich die F&uuml;hrung in Kiew als Vorposten des Westens im Kampf f&uuml;r europ&auml;ische Werte stilisieren will. Ein gro&szlig;er Teil der Verantwortung f&uuml;r die katastrophale Lage im Osten liegt auch bei den gew&auml;hlten Machthabern in Kiew.<br>\nKlar ist, dass es in dem Konflikt keine eleganten L&ouml;sungen gibt. Gem&auml;&szlig; dem russischen Sprichwort &bdquo;Ein schlechter Frieden ist jedoch besser als ein guter Krieg&ldquo;, muss die Ukraine einen ungerechten Waffenstillstand akzeptieren, um nicht noch weiter die eigene Existenz zu riskieren. Ohne eine Tolerierung der selbsternannten Volksrepubliken von Donezk und Lugansk wird der Frieden nicht funktionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/es-gibt-keine-nato-friedensgeschosse-772\/\">Internationale Politik und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;britannien hilft der ukrainischen Armee mit Munition<\/strong><br>\nDie Ukraine hat von Gro&szlig;britannien unter anderem Munition im Wert von fast zwei Millionen US-Dollar erhalten. Das meldet der Pressedienst des ukrainischen Verteidigungsministeriums.<br>\n&ldquo;Die britische Seite hat den ukrainischen Streitkr&auml;ften materielle und technische Hilfe im Wert von 1.872.9218 US-Dollar gew&auml;hrt, darunter auch Kevlar-Helme, kugelsichere Westen, Schlafs&auml;cke und Verbandsk&auml;sten f&uuml;r Kampffahrzeuge&rdquo;, hei&szlig;t es in der Mitteilung.<br>\nDem amtierenden stellvertretenden Verteidigungsminister der Ukraine f&uuml;r Fragen der europ&auml;ischen Integration, Generalleutnant Leonid Holopatjuk, zufolge wurde der gr&ouml;&szlig;te Teil der Hilfe bereits ukrainischen Milit&auml;reinheiten &uuml;bergeben, darunter den Soldaten der 93. Brigade.<br>\nDer britische Botschafter in der Ukraine, Simon Smith, sagte seinerseits, dass die Ukraine mit weiterer Unterst&uuml;tzung und Hilfe der britischen Regierung rechnen k&ouml;nne. &ldquo;In n&auml;chster Zeit wird Gro&szlig;britannien den Streitkr&auml;fte der Ukraine 75.000 Tonnen Dieselkraftstoff liefern&rdquo;, so der Pressedienst des ukrainischen Verteidigungsministeriums.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ukrinform.ua\/deu\/news\/grobritannien_hilft_der_ukrainischen_armee_mit_munition_14731\">Ukrinform<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Swiss-Leaks<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<strong>Wie die HSBC deutschen Kunden half<\/strong>\n<ul>\n<li>In Protokollen notierten die HSBC-Berater, was sie mit den Kontoinhabern aus Deutschland besprochen haben. Manche dieser Notizen lesen sich wie Passagen aus einer Anklageschrift wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung.<\/li>\n<li>Belgien und Frankreich ermitteln bereits gegen die Bank. In Deutschland gibt es kein Verfahren. Denn die deutschen F&auml;lle wurden in der ganzen Republik verstreut und dezentral ermittelt. Somit fehlt deutschen Beh&ouml;rden bisher der &Uuml;berblick &uuml;ber das Verhalten der Schweizer HSBC.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/swiss-leaks-wie-die-hsbc-deutschen-kunden-half-1.2343285\">SZ<\/a><\/p>\n<li><strong>Rotlichtk&ouml;nige, Adel und ein Fu&szlig;ballprofi<\/strong>\n<ul>\n<li>Unter den HSBC-Kunden aus Deutschland sind zahlreiche Prominente: ein verurteilter Millionenbetr&uuml;ger, Rotlichtk&ouml;nige, ein s&uuml;damerikanischer Fu&szlig;ballprofi, eine Verlegerfamilie, der Chef eines gro&szlig;en Unternehmens, ein verstorbener Bundestagsabgeordneter und mehr.<\/li>\n<li>Bei etlichen Personen liegen zwar Hinweise vor, das Geld auf dem Schweizer Konto k&ouml;nnte Schwarzgeld sein. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung wird ihre Namen aber nicht nennen.<\/li>\n<li>Denn einzelne F&auml;lle werden noch von den Steuerbeh&ouml;rden gepr&uuml;ft, andere sind abgeschlossen, ohne dass das Ergebnis bekannt ist. Und: Das System hinter Swiss-Leaks ist wichtiger als die Namen. [&hellip;]<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der mutma&szlig;lich gr&ouml;&szlig;te Bankdatenraub der Geschichte ist schon vollbracht, aber noch unentdeckt, als Peter Beckhoff, der Leiter der Wuppertaler Steuerfahndung, Ende 2008 mit einem anonymen Informanten telefoniert. Der Mann &ndash; der aus der Schweiz anruft &ndash; nennt sich &ldquo;Ruben Al Chidiack&rdquo;, seine Mails verschickt er als &ldquo;John Barack&rdquo;. Er behauptet, im Besitz von mehr als 100 000 Kundendaten einer Schweizer Bank zu sein, der Genfer HSBC. Dagegen ist jede gew&ouml;hnliche Steuer-CD ein Witz. [&hellip;]<br>\nVielleicht sollte man auch zuerst erkl&auml;ren, welcher Art die Swiss-Leaks-Daten sind: Den Kunden sind meist nicht nur Konten und Geldbetr&auml;ge zugeordnet, sondern auch eine Vielzahl von pers&ouml;nlichen Daten, etwa Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, Berufe oder der Familienstand. Damit ist die Identifizierung meist eindeutig.<br>\nEtwa ein Drittel der deutschen Kontoinhaber f&uuml;hrte solch anonyme Nummernkonten, wie im obigen Fall. Bei einer ungez&auml;hlten Menge von Konten ist jene ebenfalls gerade erw&auml;hnte Regelung getroffen, dass den Kunden die Korrespondenz nicht nach Hause geschickt wird. Diese Praxis &ndash; f&uuml;r Fahnder ein eindeutiges Indiz &ndash; hat die HSBC inzwischen im Rahmen der neuen Wei&szlig;geldstrategie abgeschafft.<br>\nIn 160 einzelnen Notizen zu deutschen Kontoinhabern ist sogar festgehalten, dass Kunden die aufbehaltene Post noch in der Bank &ldquo;zerst&ouml;rten&rdquo; &ndash; wie eine deutsche Adelige, eine jener Society-Charity-Damen, die gerne in Bunte und Bild erscheinen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/swiss-leaks-rotlichtkoenige-adel-und-ein-fussballprofi-1.2343281\">SZ<\/a><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Hoene&szlig;-Anwalt Feigen: &ldquo;Die wirklich Reichen hinterziehen keine Steuern&rdquo;<\/strong><br>\nVor einem Jahr verteidigte Hanns W. Feigen den Steuers&uuml;nder Uli Hoene&szlig;. Jetzt meldet sich der Anwalt wieder &ouml;ffentlich zu Wort. Er kritisiert die Medien &ndash; und prophezeit das schleichende Ende der Steuerhinterziehung. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r die wirklich gro&szlig;en Verm&ouml;gen d&uuml;rfte auch das kein Problem sein, denn die haben laut Feigen ohnehin immer legal getrickst. &ldquo;Ich bin davon &uuml;berzeugt, dass wirklich Reiche keine Steuern hinterziehen &ndash; ich meine Personen mit einem Verm&ouml;gen in der Gr&ouml;&szlig;enordnung ab einer halben Milliarde Euro&rdquo;, sagte der Anwalt. &ldquo;Eine andere Frage ist, ob hier L&uuml;cken in Gesetzen, die von der Politik &uuml;bersehen oder hingenommen werden, mithilfe exzellenter Berater genutzt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hoeness-anwalt-feigen-wirklich-reiche-hinterziehen-keine-steuern-a-1017795.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das ist aber sehr zur&uuml;ckhaltend formuliert. Diese &bdquo;L&uuml;cken&ldquo; werden von der Politik nicht &bdquo;&uuml;bersehen&ldquo; oder &bdquo;hingenommen&ldquo;, sondern speziell f&uuml;r die Superreichen geschaffen. Fast alle Mitglieder der Top 10 der deutschen Verm&ouml;gensliste haben den Gro&szlig;teil ihres Verm&ouml;gens in Stiftungen verschoben, die steuerlich massiv beg&uuml;nstigt sind und in einigen F&auml;llen (z.B. bei der Familie Bertelsmann) aus rational nicht zu erkl&auml;renden Gr&uuml;nden sogar als &bdquo;gemeinn&uuml;tzig&ldquo; eingestuft sind und daher gr&ouml;&szlig;tenteils steuerfrei gestellt wurden. Und dies ist nur ein kleiner Punkt aus dem gro&szlig;en &bdquo;Ma&szlig;nahmenkatalog&ldquo; der Steuerpolitik, mit dem die Superreichen von der Steuerpflicht entlastet werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Paul Krugman: A Game of Chicken &ndash; Ein Spiel mit dem Untergang<\/strong><br>\nAm Mittwoch lie&szlig; die Europ&auml;ischen Zentralbank verlauten, sie werde griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit fu&#776;r Kredite akzeptieren. Wie sich herausstellt, war das eher symbolisch als substantiell gemeint. Aber wir kommen der Stunde der Wahrheit ganzoffensichtlich n&auml;her.<br>\nUnd eine Stunde der Wahrheit wird das nicht nur fu&#776;r Griechenland sondern fu&#776;r ganz Europa sein &ndash; und ganz besonders fu&#776;r die Zentralbank, die sich vielleicht schon bald entscheiden muss, fu&#776;r wen sie eigentlich arbeitet.<br>\nMan kann die derzeitige Lage in etwa mit dem folgenden Dialog zusammenfassen:<br>\nDeutschland zu Griechenland: Schickes Bankensystem habt ihr da. W&auml;r ja ein Jammer, wenn dem was zusto&szlig;en sollte.<br>\nGriechenland zu Deutschland: Oh ja? Also wir f&auml;nden es ja so richtig schade, eure hu&#776;bsche, gl&auml;nzende Europ&auml;ische Union in Scherben zu sehen.<br>\nOder, wenn Sie es lieber etwas hochgestochener m&ouml;gen: Deutschland verlangt, dass Griechenland weiter versuchen soll, seine Schulden voll zuru&#776;ckzuzahlen, und deshalb erzwingt es eine unglaublich harsche Austerit&auml;t. Die unausgesprochene Drohung ist, dass die Zentralbank im Falle einer Weigerung Griechenlands seine Unterstu&#776;tzung der griechischen Banken einstellen wird, so wie es am Mittwoch schon anklang, obwohl dem dann doch nichtso war. Und das w&auml;re nun wirklich verheerend in Griechenlands ohnehin schon schrecklicher Wirtschaftslage.<br>\nDoch Griechenland den Stecker zu ziehen, w&auml;re &auml;u&szlig;erst riskant, nicht nur fu&#776;r Europas Wirtschaft, sondern fu&#776;r das gesamte europ&auml;ische Projekt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/02\/06\/opinion\/a-game-of-chicken.html\">The New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Andrea Nahles&rsquo; Tarifgesetz ist wohl verfassungswidrig<\/strong><br>\nEin Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages hegt erhebliche Zweifel an der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) auf den Weg gebrachten Gesetzes zur Tarifeinheit. Das Gutachten hat die Abgeordnete Beate M&uuml;ller-Gemmeke (Gr&uuml;ne) in Auftrag gegeben &ndash; und die Autorenkommen zu dem Schluss, dass das Gesetz einen Eingriff in die kollektive Koalitionsfreiheit nach Artikel 9 Absatz 3 des Grundgesetzes darstellt. Die Koalitionsfreiheit ist die Grundlage f&uuml;r frei ausgehandelte Tarifvertr&auml;ge und f&uuml;r Arbeitsk&auml;mpfe. Beide Freiheiten w&uuml;rden von dem geplanten Gesetz ber&uuml;hrt. Und die im Gesetz formulierten Begr&uuml;ndungen reichten zur Rechtfertigung eines solchen Eingriffes nicht aus.<br>\nM&uuml;ller-Gemmeke darf das Gutachten weder ver&ouml;ffentlichen, noch aus ihm zitieren, sondern den Inhalt nur in eigenen Worten wiedergeben. Grundlage des Gutachtens sind juristische Schriften, Stellungnahmen und die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts. Ausarbeitungen des Wissenschaftlichen Dienstes geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestags oder der Bundestagsverwaltung wieder &ndash; sie liegen in der fachlichen Verantwortung der Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Die Gutachter sind parteipolitisch neutral. Auch deswegen genie&szlig;en die Gutachten einen exzellenten Ruf &ndash; und befeuern immer wieder die politischen Debatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/wirtschaft\/article137290161\/Andrea-Nahles-Tarifgesetz-ist-wohl-verfassungswidrig.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bereits im Herbst letzten Jahres pr&auml;sentierte der fr&uuml;here Verfassungsrichter Udo Di Fabio ein Gutachten, wonach die geplante gesetzliche Festschreibung der Tarifeinheit gegen das Grundgesetz versto&szlig;e. F&uuml;r diesen Eingriff in das Recht der Koalitionsfreiheit der Gewerkschaften gebe es &bdquo;keine erkennbare Rechtfertigung&ldquo;. Es m&uuml;ssten f&uuml;r den Betrieb und die Koalitionsfreiheit &bdquo;schwerwiegende Gefahren&ldquo; bestehen. Dies sei nicht der Fall.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arno Kl&ouml;nne &uuml;ber den Robotereinsatz bei VW und die damit einhergehende Hilflosigkeit der Gewerkschaften<\/strong><br>\nDie &raquo;Welt am Sonntag&laquo; brachte vor kurzem einen hochinteressanten Bericht aus der deutschen Arbeitswelt: Die VW-Aktiengesellschaft macht sich daran, systematisch menschliche Arbeit durch den Einsatz von Robotern zu ersetzen. VW ist weltweit die Nummer 2 unter den Herstellern von Kraftfahrzeugen, in der Bundesrepublik gilt das Unternehmen als vorbildlich in der R&uuml;cksichtnahme auf Arbeitnehmerinteressen. Die IG Metall ist bei den Wolfsburgern besonders gut vertreten.<br>\nHorst Neumann, gewerkschaftlich aufgewachsener Personalvorstand bei VW, begr&uuml;ndet den geplanten Umbau in Richtung auf &raquo;humanoides&laquo; Produzieren mit Rentabilit&auml;tsargumenten: Im internationalen Markt verliere VW an Konkurrenzf&auml;higkeit durch zu hohe Arbeitskosten: &raquo;40 Euro pro Stunde (im Automobilbau) in der Bundesrepublik, nicht einmal zehn Euro in China&laquo;. Ein Roboter hingegen werde bei VW denselben Effekt bei nur f&uuml;nf Euro pro Stunde erbringen. Vom unternehmerischen Interesse her ist das plausibel.<br>\nDie Gewerkschaften agieren bei der fortschreitenden Automatisierung von Produktion hierzulande hilflos &ndash; gesamtgesellschaftlich betrachtet. &raquo;Gute Arbeit&laquo; &ndash; aber als Privileg der Arbeitnehmerschaft in fester Besch&auml;ftigung bei bestimmten Betrieben? Wird f&uuml;r das weiter anwachsende &raquo;Prekariat&laquo; und f&uuml;r die k&uuml;nftigen Arbeitsuchenden eine gewerkschaftliche, &uuml;ber den Einzelbetrieb hinausreichende Politik gar nicht mehr versucht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/961447.humanoide-billigjobber.html\">ND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>IZA vs. R&uuml;gemer: Zweifelhafter Sieg<\/strong><br>\nDas Hamburger Landgericht gibt dem neoliberalen Hardliner Prof. Klaus Zimmermann (IZA) im Maulkorbverfahren gegen Werner R&uuml;gemer recht&hellip; aber nur teilweise und nur vorl&auml;ufig.<br>\nImmerhin darf man jetzt in Deutschland von Gerichts wegen behaupten, dass sich das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) erstens faktenwidrig als unabh&auml;ngig bezeichnet und zweitens dessen T&auml;tigkeit keine freie Wissenschaft ist.<br>\nDie umstrittene Pressekammer des Landgerichts Hamburg kam allerdings zu dem erstaunlichen Urteil, das IZA d&uuml;rfe nicht als Akteur des Lobbying bezeichnet werden, ferner wollten die Richter offenbar auch die Meinung nicht gelten lassen, dass die dubios wirkende Finanzierung des IZA durch die deutsche Post AG\/DHL intransparent sei.  Obwohl die Finanzierung der Denkfabrik immerhin &uuml;ber eine Stiftung l&auml;uft, die Charakteristika einer Geldwaschanlage aufweist und von einem vorbestraften Steuerhinterzieher geleitet wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitsunrecht.de\/iza-vs-ruegemer-zweifelhafter-sieg\/\">Arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Pegida-Demonstration: Dresden am Wischmopp<\/strong><br>\nIn Wischmoppstangen befestigt wehen Deutschlandflaggen. Sie wollen zwar gute Patrioten sein, aber die Standarte ist dann doch noch nicht Standard in deutschen Haushalten. Laut Polizei sind nur 2.000 Pegida-Anh&auml;nger gekommen, viel weniger als bei vergangenen Demos, ein Bruchteil der 17.000, die es noch vor zwei Wochen waren. Gleich zu Beginn kommt Lutz Bachmann. Er er&ouml;ffnet die Kundgebung. Er bezieht Stellung zu seinen rassistischen Aussagen, wegen denen er eigentlich zur&uuml;ckgetreten war: &bdquo;Was ich gesagt habe, hat jeder so schon einmal an einem Stammtisch gesagt&ldquo;, erkl&auml;rt er. Gleichzeitig sagt er, dass seine Aussagen manipuliert worden sind. Dumpfes Gegr&ouml;le und Zustimmung &ndash; trotz des Paradoxes.<br>\nGro&szlig; angek&uuml;ndigt waren zwei &Uuml;berraschungsg&auml;ste. Gekommen ist &bdquo;Anastasia aus Russland&ldquo;. So wird sie vorgestellt, mehr gibt es nicht &uuml;ber sie zu erfahren, weder Nachname, noch Verein. Egal, Hauptsache Russland. Die neue Taktik von Pegida scheint darauf abzuzielen, sich verst&auml;rkt um Montagsdemonstranten zu bem&uuml;hen. Anastasias Redebeitrag l&ouml;st eine zaghafte &bdquo;Debatte&ldquo; aus. Auf lautstarke &bdquo;Ami go home&ldquo;-Rufe k&ouml;nnen sich die Teilnehmer einigen, aber bei der Forderung, die Krim-Annexion anzuerkennen, mischt sich das ein oder andere &bdquo;naja&ldquo; ins Gemurmel.<br>\nAuch Tatjana Festerling und G&ouml;tz Kubitschek, AfD-Rechtsau&szlig;en und Kopf der so genannten &bdquo;Neuen Rechten&ldquo;, beziehen Stellung. Oder das, was sie daf&uuml;r halten. Sie betreiben Politikerbashing. Die Demonstration bleibt bis zum Schluss friedlich, wenn auch die Stimmung reichlich aggressiv unterlegt ist. W&uuml;tend schallt es die Pegida-Schlager &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; oder &bdquo;Wir sind das Volk&ldquo; &uuml;ber den Platz. Laut versucht man den R&uuml;ckgang der Teilnehmerzahlen aufzufangen. &ndash; Auf der Gegenseite war die Stimmung weniger angespannt. Hier wurde vor einer pink beleuchteten B&uuml;hne getanzt. Die Teilnehmerzahlen passten sich dem R&uuml;ckgang bei Pegida an. Nach Sch&auml;tzungen von Ordnern und der Polizei versammelten sich etwa 700 Pegidagegner vor dem Staatsschauspiel der Stadt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!154415\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Ohne &ldquo;Nazikram&rdquo; ist&rsquo;s langweilig<\/strong><br>\nPegidas Abtr&uuml;nnige nennen sich &ldquo;Direkte Demokratie f&uuml;r Europa&rdquo;. Mit ausl&auml;nderfeindlichen Parolen wollen sie nichts zu tun haben, erkl&auml;ren die Aussteiger um Ex-Pegida-Frontfrau Kathrin Oertel. Das Ergebnis: m&auml;&szlig;iger Zulauf f&uuml;r die Wutb&uuml;rger.<br>\nGro&szlig;e Kulisse, sp&auml;rlicher Zulauf: Kathrin Oertel steht am Martin-Luther-Denkmal vor der Dresdner Frauenkirche und muss erst einmal ein Bekenntnis ablegen. Sonntagnachmittag. Es weht kalt, es schneit, mal scheint die Sonne. Erstes Treffen, h&ouml;chstens 700 Leute sind gekommen. Nein, sie sei nicht bedroht worden, sie habe keine beruflichen Nachteile erlitten, auch habe sie niemand bestochen. All das, was ihr und einigen Mitstreitern aus Pegida-Kreisen als Ausstiegsgr&uuml;nde unterstellt wurde, stimme nicht, ruft die Ex-Sprecherin &uuml;ber den Platz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/pegida\/pegida-ohne--nazikram--ist-s-langweilig,29337826,29787584.html\">Frankfurter Runschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Dreimal mehr Angriffe auf Asylbewerberheime<\/strong><br>\nDie Zahl der &Uuml;bergriffe auf Heime und Wohnungen von Fl&uuml;chtlingen in Deutschland ist in den vergangenen Monaten dramatisch gestiegen. Nach Auskunft der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag verzeichnete die Polizei in ganz Deutschland allein zwischen Oktober und Dezember 67 rechtsextrem motivierte Delikte &ndash; von der Volksverhetzung bis zum t&auml;tlichen Angriff mit Waffen und Brands&auml;tzen auf die H&auml;user oder ihre Bewohner.  Im gesamten Jahr 2014 wurden damit 150 solcher Attacken gez&auml;hlt, dreimal mehr als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Kundgebungen und Demonstrationen gegen Fl&uuml;chtlinge, die die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Linken-Anfrage angibt, h&auml;lt die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke f&uuml;r &bdquo;gezielt kleingerechnet&ldquo;. Sie hatte nach allen solchen Aktionen gefragt, die Antwort der Bundesregierung listet aber nur die auf, die &bdquo;von der NPD, einer ihrer Unterorganisationen oder von anderen rechtsextremistischen Personenzusammenschl&uuml;ssen (&hellip;) mit Bezug zum Thema ,Asyl&lsquo; organisiert&ldquo; wurden. &bdquo;Pegida und die zahlreichen Demos in Berlin-Marzahn und Berlin-K&ouml;penick tauchen nicht auf&ldquo;, kritisiert Jelpke. &bdquo;Die Fixierung auf die schematische Zuordnung zum Rechtsextremismus verstellt den Blick auf das tats&auml;chliche Ausma&szlig; der rassistischen Mobilisierung.&ldquo;<br>\nDer Bielefelder Gewaltforscher Andreas Zick, dessen Forschungsgruppe seit mehr als einem Jahrzehnt rechtsextreme und menschenfeindliche Einstellungen untersucht, findet die Entwicklung nicht &uuml;berraschend. Angriffe auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte h&auml;tten schon im Zuge des &bdquo;sehr klar gegen Zuwanderung und sogenannten ,Asylmissbrauch&lsquo; fokussierten Europawahlkampfs&ldquo; Anfang 2014 zugenommen; dies habe sich auch im Gefolge der Pegida-Demonstrationen angek&uuml;ndigt. &bdquo;Die menschenfeindliche Stimmung f&uuml;hrt nicht automatisch zu Taten, aber sie motiviert gewaltbereite Personen und Gruppen und wird von den T&auml;tern zur Rechtfertigung herangezogen&ldquo;, sagt Zick. Auch Anetta Kahane, die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung, die sich gegen Rechtsextremismus im Alltag engagiert, sieht diese Verbindung: &bdquo;In Sachsen k&ouml;nnen wir einen direkten Zusammenhang zwischen solchen Angriffen und dem Zulauf zu Pegida sehen.&ldquo; W&auml;hrend in Westdeutschland rechtsextreme Kameradschaften die Hinterleute seien, handele im Osten auch &bdquo;die beleidigte Mittelschicht&ldquo;. Der &bdquo;handfeste, dicke Rassismus&ldquo; dort &auml;hnle dem anderer Transformationsgesellschaften. &bdquo;Man h&auml;tte ihm aber politisch Grenzen setzen m&uuml;ssen und nicht auf seine Ausbr&uuml;che mit einer Rentenerh&ouml;hung hier und einem Jugendklub dort reagieren d&uuml;rfen. Pegida weist auf die gro&szlig;en Schw&auml;chen der Nach-Vereinigungs-Politik hin.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/hass-auf-fluechtlinge-dreimal-mehr-angriffe-auf-asylbewerberheime\/11349336.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick beobachtet, dass die menschenfeindliche Stimmung im Gefolge der Pegida-Demonstrationen von den T&auml;tern als Rechtfertigung dient, stellt sich die Frage, warum diese regional sehr begrenzte &ldquo;Bewegung&rdquo; eine solche Wirkung haben konnte. Sicherlich spielte eine Rolle, dass die Medien &ldquo;Pegida&rdquo; weidlich ausschlachteten und selten der Frage <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2014-12\/pegida-dresden-politische-tradition\/komplettansicht\">nach der regionalen Begrenztheit nachging<\/a>. Diese intensive Dauerberichterstattung vermittelte dem Publikum den Eindruck, dass es sich um ein landesweites Ph&auml;nomen handelte. Mit der Zeit f&uuml;hlte sich leider auch die Politik aufgefordert, Pegida &ldquo;ernst zu nehmen&rdquo; oder gar das &ldquo;Gespr&auml;ch&rdquo; zu suchen. Damit war Pegida von oben abgesegnet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Politik der sicheren Herkunftsstaaten &ndash; Wohin und wie weiter<\/strong>\n<ul>\n<li>Nach den Balkanl&auml;ndern Serbien, Mazedonien sowie Bosnien-Herzegowina w&uuml;rde die Union gerne auch Albanien, Kosovo und Montenegro zu sicheren Herkunftsstaaten erkl&auml;ren.<\/li>\n<li>Die Strategie geht jedoch bisher nicht auf.<\/li>\n<li>Der Strom an Fl&uuml;chtlingen aus diesen L&auml;ndern hat sich nicht verringert. Viele der Antragsteller auf Asyl sind Roma, die in ihrer Heimat unter Armut und Verfolgung leiden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/politik-der-sicheren-herkunftsstaaten-fluechtlingsstrom-vom-balkan-reisst-nicht-ab-1.2343254%20\">SZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Weltuntergangsuhr: So nahe an der Katastrophe wie 1984<\/strong><br>\nDrei Minuten vor zw&ouml;lf: So nahe an der Katastrophe stand die Uhr zuletzt 1984, als der Kalte Krieg eine extrem frostige Phase erlebte. Nun verr&uuml;ckten die verantwortlichen Wissenschaftler die Zeiger der symbolischen Uhr erneut auf diesen alarmierenden Wert. In den Worten der Forscher hei&szlig;t das: &ldquo;Die Wahrscheinlichkeit einer globalen Katastrophe ist sehr hoch&rdquo;. Nicht nur die Modernisierung nuklearer Waffen und die schleppend verlaufende Abr&uuml;stung veranlassten die Atomwissenschaftler zu diesem Schritt, sondern in erster Linie der &ldquo;unkontrollierte Klimawandel&rdquo;. &ldquo;Die Uhr tickt jetzt drei Minuten vor zw&ouml;lf, weil die politischen F&uuml;hrer in ihrer wichtigsten Aufgabe versagen: Gesundheit und Leben der Menschheit zu sch&uuml;tzen&rdquo;, hei&szlig;t es in der Begr&uuml;ndung im Bulletin of the Atomic Scientists.<br>\nZu den Alarmsignalen geh&ouml;rt f&uuml;r die Forscher die erst wenige Tage alte Bilanz, wonach 2014 das w&auml;rmste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen war. Das Jahr war kein Ausrei&szlig;er: Neun der zehn w&auml;rmsten Jahre wurden seit 2000 registriert. Im November 2014 warnte der Weltklimarat IPCC, dass die globale Erw&auml;rmung bis Ende des Jahrhunderts auf drei bis acht Grad ansteigen werde, sofern keine drastischen Ma&szlig;nahmen ergriffen w&uuml;rden. Und genau daran fehlt es in den Augen der Forscher: Der Aussto&szlig; von Treibhausgasen liege heute 50 Prozent h&ouml;her als noch 1990, sagt Silvan Kartha vom Stockholm Environment Institute. Seit Beginn des Jahrtausends sei er st&auml;rker gestiegen als in den vorangegangenen 30 Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/atomkriegsuhr-so-nahe-am-weltuntergang-wie-1.2317829\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Slowakei: Referendum gegen Homosexuelle durchgefallen<\/strong><br>\nSie warben mit Papstplakaten, positionierten sich klar homophob und erreichten immerhin ein F&uuml;nftel der slowakischen Bev&ouml;lkerung: Die konservative &ldquo;Allianz f&uuml;r die Familie&rdquo; hat mit einem Referendum gegen die Gleichberechtigung f&uuml;r Homosexuelle eine Beteiligung von gut 20 Prozent erreicht. Unter den Abstimmenden sprachen sich 90 Prozent gegen eine Gleichberechtigung von Homosexuellen in der slowakischen Gesellschaft aus.<br>\nDas Referendum sollte auch ein Votum gegen die Homo-Ehe in der Slowakei werden, deren Verbot seit Sommer Verfassungsrang genie&szlig;t. Damals hatte das Parlament die Ehe als Verbindung &ldquo;ausschlie&szlig;lich zwischen Mann und Frau&rdquo; in der Verfassung festgeschrieben und damit ein Homo-Ehe-Verbot zementiert. F&uuml;r ein g&uuml;ltiges Referendum h&auml;tten 50 Prozent der Stimmberechtigten an die Urnen gehen m&uuml;ssen, das Quorum wurde jedoch klar verfehlt. Slowakische Bef&uuml;rworter von Homo-Ehe und Gleichberechtigung hatten zum Boykott der Abstimmung aufgerufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/referendum-gegen-homosexuelle-slowakei-hat-abgestimmt-a-1017324.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein kleiner Lichtblick. Grunds&auml;tzlich zeigt sich eben nicht nur in Russland, sondern in ganz Osteuropa, dass den Osten noch manches auf kultureller Ebene vom Westen Europas trennt. Von wegen Wertegemeinschaft! Besonders &auml;rgerlich ist die unzureichende Trennung von Kirche und Staat. &Auml;hnlich wie zuletzt in Kroatien sich die Kirche massiv eingemischt. <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/volksentscheid-kroaten-stimmen-gegen-homo-ehe.1818.de.html?dram:article_id=270719\">In Kroatien ist das katholische Ehemodell inzwischen in der Verfassung verankert.<\/a> Wozu Verfassungen so herhalten m&uuml;ssen!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sigmar Gabriel spielt den Seehofer der SPD<\/strong><br>\nSchluss mit dem Populismus: Die SPD muss endlich wieder gute Politik machen und auf soziale Gerechtigkeit setzen. Sonst wird es der Partei &auml;hnlich ergehen wie der FDP.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/heribert-prantl-zur-spd-klausur-sigmar-gabriel-spielt-den-seehofer-der-spd-1.2344059\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenig tr&ouml;stlich ist der Hinweis Prantls auf den Niedergang der PASOK. Bei der Parlamentswahl in Griechenland 2015 erreichte die PASOK nur noch 4,7% der Stimmen und 13 Mandate. &Auml;hnlich wie deutsche Schwesterpartei hat sich die PASOK in der Vergangenheit durchaus um die gesellschaftliche Modernisierung Griechenlands verdient gemacht. Die damaligen Impulse setzen heute beide Parteien nicht mehr.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen TTIP und die Hochschulen<\/strong><br>\nDas geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP st&ouml;&szlig;t auf massiven Widerstand. &Uuml;ber 1,4 Millionen Menschen in Europa fordern mit ihrer Unterschrift den &raquo;Stopp&laquo; der Verhandlungen. Mit dem Projekt w&uuml;rden Sozial-, Umwelt-, Verbraucher- und Arbeitsstandards geschleift, beklagen die Gegner. Aber kaum einer redet von Bildung &ndash; dabei k&ouml;nnte auch die den Konzernen ausgeliefert werden. Immerhin: An den Hochschulen ist man alarmiert.<br>\nEnde Januar meldete sich die European University Association (EUA) mit einer eindringlichen &bdquo;Warnung&ldquo; zu Wort: &bdquo;Kommerzielle Interessen d&uuml;rfen der Bildung nicht schaden.&ldquo; In einer Pressemitteilung benennt der Verband eine ganze Reihe an Gefahren, die den europ&auml;ischen Hochschulen durch die derzeit in Verhandlung befindlichen Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) und TiSA (Trade in Services Agreement) drohten. Der Kern der Argumentation: &bdquo;TTIP und TiSA stellen die Gestaltungsm&ouml;glichkeiten nationaler und regionaler Autorit&auml;ten bei der Versorgung mit h&ouml;herer Bildung in Frage.&ldquo; Hochschulbildung stehe in &ouml;ffentlicher Verantwortung, m&uuml;sse allen B&uuml;rgern zug&auml;nglich sein und d&uuml;rfe nicht zu einer kommerziellen Interessen ausgelieferten Ware werden&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1717-ttip-hochschulen.php%20\">Ralf Wurzbacher in Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Griechenland h&auml;ngt Deutschland bei Reformen ab<\/strong><br>\nBis zur Finanzkrise war Taxifahren in Griechenland eine ziemlich exklusive Besch&auml;ftigung. Droschkenkutscher &uuml;bten einen von rund 350 &ldquo;geschlossenen Berufen&rdquo; mit Zugangsbeschr&auml;nkung aus, Taxilizenzen wurden zum Teil f&uuml;r sechsstellige Betr&auml;ge gehandelt. Das ist vorbei. Mittlerweile wurden rund drei Viertel dieser geschlossenen Berufe offiziell f&uuml;r den Wettbewerb ge&ouml;ffnet.<br>\nDie Taxi-Liberalisierung ist eines von vielen Beispielen in einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zu Strukturreformen in S&uuml;deuropa. Das Ergebnis, das am Dienstag von der Fachzeitschrift &ldquo;Wirtschaftsdienst&rdquo; ver&ouml;ffentlicht wird und SPIEGEL ONLINE vorab vorlag, d&uuml;rfte so manchen Nordeurop&auml;er &uuml;berraschen: Italien, Spanien, Griechenland und Portugal h&auml;tten die Regulierung ihrer Arbeits- und Produktm&auml;rkte in den vergangenen Jahren &ldquo;meist st&auml;rker als die &uuml;brigen Eurol&auml;nder reduziert&rdquo;, schreibt Autor J&uuml;rgen Matthes, Leiter des Bereichs internationale Wirtschaftsordnung beim IW.<br>\nUnter Strukturreformen versteht das IW dabei vor allem eines: mehr Freiheit f&uuml;r Unternehmen. So r&auml;umen alle untersuchten L&auml;nder inzwischen betrieblichen Tarifvereinbarungen Vorrang vor Fl&auml;chentarifvertr&auml;gen ein oder erm&ouml;glichen &uuml;ber &Ouml;ffnungsklauseln abweichende Regelungen. Auch der K&uuml;ndigungsschutz wurde in allen Krisenl&auml;ndern gelockert. Insgesamt sind die Arbeitsm&auml;rkte s&auml;mtlicher Krisenl&auml;nder laut der Industriel&auml;nderorganisation OECD inzwischen flexibler als in Deutschland.<br>\nDie IW-Studie erscheint nicht ohne Grund gerade jetzt: In Griechenland stellt die neue Linksregierung neben dem Sparkurs auch viele mit den Geldgebern vereinbarte Reformen infrage. Linke in anderen L&auml;ndern hoffen, dass davon ein Signal f&uuml;r ganz Europa ausgeht. Vor diesem Hintergrund bem&uuml;hen sich die wirtschaftsnahen &Ouml;konomen vom IW nun, die Erfolge unternehmensfreundlicher Ver&auml;nderungen hervorzuheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-und-suedeuropa-liegen-bei-reformen-vorne-a-1017645.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Reformstau in Deutschland! In der Tat im Vergleich mit Griechenland g&auml;be es noch viel zu tun. Die Renten m&uuml;ssen noch weiter runter, die L&ouml;hne auch, es muss noch mehr prek&auml;re Arbeitspl&auml;tze geben, noch mehr Niedriglohnjobs, der Mindestlohn muss wieder weg, Tarifvertr&auml;ge m&uuml;ssen auch weg, K&uuml;ndigungsfristen ganz abschaffen, Hartz IV drastisch k&uuml;rzen, Abgaben erh&ouml;hen, Steuern auch, aber nur f&uuml;r die Masse der arbeitenden Menschen, die Steuern f&uuml;r die Kapital- und Verm&ouml;gensbesitzer m&uuml;ssen auf null reduziert werden damit nicht noch mehr Geld in die Schweiz flie&szlig;t. Selbstmordrate und S&auml;uglingssterblichkeit sind auch noch zu niedrig in Deutschland. Also, packen wir es an, auf zur Agenda 2020.<\/em><br>\n<em>&ldquo;Der liberalisierte Taximarkt k&ouml;nnte in Griechenland irgendwann tats&auml;chlich neue Jobs schaffen &ndash; &hellip;..&rdquo; Ah so, das Taxigewerbe ist also der zuk&uuml;nftige Jobmotor. Ein Vorbild f&uuml;r Deutschland. Wir sollen jetzt alle Taxifahrer werden. Man fasst es nicht. Lesen sich neoliberale PR-Journalist wie B&ouml;cking  den Stuss den sie zusammenschreiben noch einmal durch und glauben sie die Propaganda die sie verbreiten eigentlich selbst? Ganz nebenbei vergisst man wieder einmal zu erw&auml;hnen, dass das Institut der deutschen Wirtschaft keine unabh&auml;ngige wissenschaftliche Einrichtung ist, sonder die Tr&auml;gervereine die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sind. Die neoliberale Propaganda Plattform der Industrie, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ist gar eine Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft. Noch Fragen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-24973","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24973","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24973"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24973\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28546,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24973\/revisions\/28546"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24973"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24973"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24973"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}