{"id":2499,"date":"2007-07-20T09:19:45","date_gmt":"2007-07-20T07:19:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2499"},"modified":"2007-07-20T09:19:45","modified_gmt":"2007-07-20T07:19:45","slug":"hinweise-des-tages-440","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2499","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Fachkr&auml;ftemangel: An der Klagemauer stehen mit Wirtschaftsfunktion&auml;ren, Unternehmern und ihrer politischen Lobby die Hauptverursacher<\/strong><br>\nSeit mehr als 15 Jahren propagieren Wirtschaftsfunktion&auml;re, Unternehmer und ihre Lobbyisten, all die Umstrukturierungen und Kostenreduzierungen seien gewiss schmerzhaft, machten aber &ldquo;fit f&uuml;r die Zukunft&rdquo;. Nun ist die Zukunft da, und viele Unternehmen stellen &uuml;berzeugend unter Beweis, wie wenig sie darauf eingestellt sind: hektisches Fl&uuml;gelschlagen und gro&szlig;es Kino. Anstatt durchgreifende Korrekturen zu veranlassen, wird nach mehr Personal aus dem Ausland gerufen. Das ist zu billig und zu einfach, um ernsthaft als politische Strategie begriffen zu werden. Sollte sich trotz ernster Vorbehalte in der SPD die Union im Schulterschluss mit den Wirtschaftsverb&auml;nden im Herbst durchsetzen, lohnt der Blick zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/29\/07290402.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>36 Prozent der Deutschen geht es schlechter als 2006<\/strong><br>\nDie Wirtschaft brummt &ndash; aber bei den B&uuml;rgern kommt nichts an. Das ist zumindest die Wahrnehmung der Menschen in Deutschland. In der Umfrage stellten 51 Prozent der B&uuml;rger im Vergleich zum Vorjahr keine Ver&auml;nderung ihrer wirtschaftlichen Lage fest, 12 Prozent geht es heute besser als 2006. Das ist das Ergebnis einer repr&auml;sentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv. Gleichzeitig bleibt die Anschaffungsbereitschaft der Deutschen weiter auf einem niedrigen Niveau. Oft kommen gr&ouml;&szlig;ere Eink&auml;ufe aus finanziellen Gr&uuml;nden &uuml;berhaupt nicht in Frage: 55 Prozent der Befragten gaben an, kein Geld f&uuml;r neue Anschaffungen zur Verf&uuml;gung zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,495522,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das ZEW, bei dem Steinbr&uuml;ck das &bdquo;Vermittlungsproblem&ldquo; der &bdquo;Reform&ldquo;-Politik untersuchen lassen hat (<a href=\"?p=2495\">Hinweise des Tages vom 18.7.07 Ziffer 11<\/a>) w&uuml;rde nun einfach sagen, die Leute sind zu dumm, um zu merken dass die Reformen Erfolg haben.<br>\nSicher, die Reformen greifen, aber sie greifen in die Taschen der &Auml;rmeren.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ein drittes Wirtschaftswunder? Prognosen zur Entwicklung des Konjunkturzyklus auf dem Weltmarkt und in Deutschland<\/strong><br>\nDer Au&szlig;enminister und designierte SPD-Vize-Vorsitzende Frank Walter Steinmeier will die Leistungen der fr&uuml;heren rot-gr&uuml;nen Bundesregierung endlich ber&uuml;cksichtigt sehen. Er spricht von einem dritten Wirtschaftswunder: Das erste stamme von Ludwig Erhard, das zweite &ndash; schuldenfinanziert &ndash; von Helmut Kohl und das gegenw&auml;rtige von Gerhard Schr&ouml;der, ausgel&ouml;st durch die Agenda 2010.<br>\nArbeitsminister Franz M&uuml;ntefering ist in dieser Frage deutlich zur&uuml;ckhaltender: entscheidend sei schlie&szlig;lich, wie lang der Aufschwung anh&auml;lt; Prognosen nach dem Motto, das gehe einfach so weiter, h&auml;lt er f&uuml;r riskant. Noch kritischer &auml;u&szlig;ert sich der SPD-Linke Ottmar Schreiner: &ldquo;Das scheint ein Wirtschaftswunder zu sein, das sich vornehmlich im Kopf des k&uuml;nftigen stellvertretenden Vorsitzenden abspielt. Mehr als 70 Prozent der Deutschen sagen in einer Umfrage, dass bei ihnen der Aufschwung nicht angekommen sei. Ihre materielle Situation habe sich nicht ver&auml;ndert. Der Aufschwung wirkt bei den Aktion&auml;ren, er erh&ouml;ht die Dividenden. Aber die breite Mehrheit der Bev&ouml;lkerung hat von diesem Aufschwung nicht profitiert.&rdquo;<br>\nFakt ist: Die reale &Ouml;konomie ist durch einen Investitionsimpuls zu h&ouml;heren Wachstumsraten zur&uuml;ckgekehrt, die Finanz- und Verm&ouml;gensm&auml;rkte boomen, die Arbeitslosigkeit geht merklich zur&uuml;ck. Der L&ouml;wenanteil des erweiterten gesellschaftlichen Reichtums verbleibt allerdings in den H&auml;nden der kleinen wirtschaftlichen Elite und ihres Anhanges. Wie wird die Entwicklung weitergehen und was sind die m&ouml;glichen politischen Auswirkungen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wissentransfer.info\/wissen\/\">Wissentransfer<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Regierung: Kinder von Alg-II-Beziehern haben gleiche Bildungschancen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung widerspricht der Auffassung, dass Kindern von Arbeitslosengeld-II-Beziehern &ldquo;nicht die gleichen Bildungschancen wie anderen Kindern offenstehen w&uuml;rden&rdquo;. In ihrer Antwort (16\/5870) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16\/5699) schreibt die Regierung, die Leistungen umfassten auch die Ausgaben f&uuml;r die Nutzung von Verkehrsmitteln, f&uuml;r Nahrungsmittel und f&uuml;r Schulmaterial. Das Bundessozialgericht habe in seiner Entscheidung vom 23. November 2006 sowohl die H&ouml;he als auch die Art der Bedarfsermittlung als verfassungsgem&auml;&szlig; best&auml;tigt. Zudem w&uuml;rden zus&auml;tzliche Mittel etwa f&uuml;r mehrt&auml;gige Klassenfahrten gew&auml;hrt. Die Regierung verweist dar&uuml;ber hinaus auf die Schulgesetze der L&auml;nder. Diese erm&auml;chtigten die Kommunen als Schultr&auml;ger, hilfebed&uuml;rftige Familien beispielsweise von Kosten der Mittagessensteilnahme zu befreien.<br>\nQuelle: Heute im Bundestag Nr. 197 (kann kostenlos abonniert werden)\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> 207 Euro pro Monat Sozialgeld f&uuml;r Schulkinder reichen also f&uuml;r gleiche Bildungschancen aus. Wenn Kinder von Alg-II-Beziehern also nicht diese &bdquo;Chancen&ldquo; ergreifen, dann sind sie eben selber schuld.<br>\nSo stellt sich offenbar die Bundesregierung die Schaffung von mehr Bildungsgerechtigkeit vor.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>INSM: &ldquo;Wachstum durch Arbeitsmarktreformen&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;hrende deutsche Wirtschaftswissenschaftler erwarten f&uuml;r das laufende Jahr ein Wachstum von 2,5 Prozent. Zur Verstetigung des Aufschwungs sind jedoch weitere Strukturreformen auf dem Arbeitsmarkt notwendig. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage unter den f&uuml;hrenden deutschen &Ouml;konomen, die die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) durchgef&uuml;hrt hat. Die Professoren sehen einen geeigneten Hebel f&uuml;r mehr dauerhaftes Wachstum in Reformen auf dem Arbeitsmarkt und bei den sozialen Sicherungssystemen. Etwas weniger Bedeutung wird Bildungsreformen zugemessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/Umfragen___Studien\/Umfragen\/Umfragen\/13._Professoren-Panel___Wachstum_durch_Arbeitsmarktreformen_.html;jsessionid=518A38CF5BB856D09744FCD620DB5FD8\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Was soll schon anderes herauskommen, wenn die neoliberale (sieh versteht sich selbst so) Lobbyorganisation 29 ihrer &bdquo;Mietm&auml;uler&ldquo; nach Reformen fragt, als Sozialabbau und Deregulierung des Arbeitsmarktes?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Teilzeitbesch&auml;ftigte verdienen deutlich weniger<\/strong><br>\nDer durchschnittliche Bruttostundenverdienst Teilzeitbesch&auml;ftigter im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich lag im ersten Vierteljahr 2007 mit 13,92 Euro deutlich unter dem der Vollzeitbesch&auml;ftigten mit 18,67 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2007\/07\/PD07__287__623,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein nicht unbedeutender Anteil des Besch&auml;ftigungszuwachses resultiert aus der Zunahme von Teilzeitarbeit. Die h&auml;ufig ge&auml;u&szlig;erte Erwartung, der Besch&auml;ftigungsanstieg f&uuml;hre automatisch zu einer Zunahme der privaten Konsumnachfrage, trifft somit nur sehr bedingt zu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundestagspetition f&uuml;r eine ungesch&ouml;nte Arbeitslosenstatistik erfolgreich<\/strong><br>\nDer Deutsche Bundestag m&ouml;ge beschlie&szlig;en, dass das statistische Bundesamt die offizielle Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ver&ouml;ffentlicht. Als Arbeitslosenzahl soll gelten: Die Summe aller im gesamten Berichtszeitraum arbeitslosen bzw. arbeitsuchenden Menschen, die Leistungsbezieher nach dem SGB III (ALG I), nach dem SGB II (ALG II), arbeitsuchend mit oder ohne Leistungsbezug sind oder sich in einer Arbeitsgelegenheit, einer Fortbildungs- oder sonstigen arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahme befinden.<br>\n&Uuml;ber 10.000 haben die Petition unterschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/itc.napier.ac.uk\/e-Petition\/bundestag\/view_petition.asp?PetitionID=455\">Deutscher Bundestag &ndash; Petitionsausschuss<\/a><\/li>\n<li><strong>Staat erleichtert Wohnungsverk&auml;ufe<\/strong><br>\nDer Bund will den Verkauf der restlichen 2,3 Millionen &ouml;ffentlichen Mietwohnungen an Investoren massiv erleichtern. Dazu will der Gesetzgeber eine steuerliche H&uuml;rde aus dem Weg r&auml;umen Unversteuerte R&uuml;cklagen in H&ouml;he von 78 Mrd. Euro sollen mit einer zwingenden Pauschalsteuer von drei Prozent belegt werden &ndash; statt wie bislang mit 45 Prozent. Danach k&ouml;nnten die Eigner von Wohnungsfirmen frei &uuml;ber diese R&uuml;cklagen verf&uuml;gen. Die &Auml;nderung w&uuml;rde den Spielraum der meist kommunalen Eigner erweitern und den m&ouml;glichen Verkaufserl&ouml;s erh&ouml;hen.<br>\nDie Reform ist Bestandteil des Entwurfs zum Jahressteuergesetz 2008, den das Bundeskabinett im August beschlie&szlig;en will. Sie basiert auf einer Initiative Nordrhein-Westfalens. Die CDU-gef&uuml;hrte Regierung in D&uuml;sseldorf will die Landesentwicklungsgesellschaft mit 100.000 Wohnungen 2008 verkaufen und k&ouml;nnte dadurch einen h&ouml;heren Preis erzielen. Der Bund erhielte zudem 2,3 Mrd. Euro Steuereinnahmen.<br>\nDie &Auml;nderung erweitert die M&ouml;glichkeiten internationaler Investoren im deutschen Mietwohnungsmarkt; f&uuml;r Kommunen mit schwieriger Haushaltslage und Wohnungsbest&auml;nden erschlie&szlig;t sich eine neue Erl&ouml;squelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/geldanlage\/:Staat%20Wohnungsverk%E4ufe\/228841.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Bundesregierung treibt also die Privatisierung von Wohnungen weiter voran.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Linke fragt nach der Rolle der Bertelsmann-Stiftung beim B&uuml;rokratieabbauvorhaben der Bundesregierung<\/strong><br>\nMit ihrer &bdquo;Initiative B&uuml;rokratieabbau&ldquo; hat die Bundesregierung einen Normenkontrollrat eingerichtet. Dieser soll die Bundesregierung dabei unterst&uuml;tzen, die Kosten, die der Wirtschaft durch neue oder bestehende Gesetze entstehen, zu senken. Umstritten ist die Rolle der Bertelsmann-Stiftung in diesem Vorhaben. So soll das Gesetz zur Einrichtung eines Nationalen Normenkontrollrates ma&szlig;geblich von der Bertelsmann-Stiftung erarbeitet worden sein. Ferner soll ein Vertreter der Bertelsmann-Stiftung im Sekretariat des Normenkontrollrates mitarbeiten, das beim Bundeskanzleramt eingerichtet worden ist.<br>\nTr&auml;fe dies zu, w&auml;re dies verdeckter Wirtschaftslobbyismus und w&uuml;rde den eigenen Verlautbarungen der Bundesregierung widersprechen, wonach der im Bundeskanzleramt installierte Normenkontrollrat, als &bdquo;unabh&auml;ngiges Gremium alle Gesetzesinitiativen und bestehendes Recht &uuml;berpr&uuml;fen&ldquo; soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip.bundestag.de\/btd\/16\/060\/1606057.pdf\">Deutscher Bundestag Kleine Anfrage [PDF &ndash; 40 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Regenwald f&uuml;r Biodiesel?<\/strong><br>\n&Ouml;kologische Auswirkungen der energetischen Nutzung<br>\nvon Palm&ouml;l. Eine Studie des WWF.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/070720_hinweis_10_1.pdf\">WWF [PDF &ndash; 1,6 MB]<\/a>\n<p><strong>&Ouml;kobilanz von Energieprodukten: &Ouml;kologische Bewertung von Biotreibstoffen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/070720_hinweis_10_2.pdf\">Schweizerische Eidgenossenschaft [PDF &ndash; 3,1 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Sebastian Sturm:<\/strong> In dieser wie in den meisten Studien werden leider die Herstellungskosten\/-belastungen bei der Herstellung von Erd&ouml;l nicht ber&uuml;cksichtigt; dadurch entsteht eventuell der Eindruck, wir h&auml;tten die Wahl zwischen den fossilen und den regenerativen Energien. Das ist nat&uuml;rlich nicht der Fall. Da Erd&ouml;l quasi nicht herstellbar ist, m&uuml;sste dies auf der Belastungsseite der fossilen Kraftstoffe auftauchen oder zumindest erw&auml;hnt werden, wenn man nicht wei&szlig;, wie man das 10000fach schnellere Nachwachsen z.B. von Palm&ouml;l als Belastung beim Erd&ouml;l quantifizieren soll.<br>\nDem aufmerksamen Nachdenkseitenleser m&uuml;sste auch aufgefallen sein, dass z.B. die suggerierte Abh&auml;ngigkeit von Biospritkonzernen h&ouml;chstens die halbe Wahrheit ist: derzeit investiert z.B. die Weltbank einen Gro&szlig;teil ihres Budgets in fossile Projekte, z.B. Erd&ouml;lf&ouml;rderung in Afrika, von denen nachgewiesenerma&szlig;en die Bev&ouml;lkerung vor Ort rein gar nichts als Probleme hat, sondern an denen westliche Konzerne verdienen. Auch die Landwirtschaft unterliegt weltweit weitestgehend dem Diktat der Saatgut-und D&uuml;ngemittelkonzerne. In beiden F&auml;llen bietet die Biospritbranche die Chance, den Leuten ihre M&uuml;ndigkeit zur&uuml;ckzugeben und ein selbstbestimmteres Leben zu f&uuml;hren. Nat&uuml;rlich besteht die Gefahr, dass auch in der Biospritbranche &ldquo;b&ouml;se&rdquo; Konzerne die Oberhand gewinnen und einmal mehr Land und Leute ausbeuten, aber das wei&szlig; man ja nun und dem kann man politisch entgegensteuern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arne Heise: Ende der neoklassischen Orthodoxie? Wieso ein methodischer Pluralismus gut t&auml;te<\/strong><br>\nDie Wirtschaftswissenschaften in Deutschland werden schon seit langem von einem neoklassischen Mainstream dominiert. Was sind die wesentlichen Grundlagen dieser neoklassischen &bdquo;Normalwissenschaft&ldquo; in der &Ouml;konomie? Wo setzt die Kritik am neoklassischen Paradigma an? Welche alternativen Modelle gibt es? Wie kann der Methodenpluralismus gef&ouml;rdert werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hwp-hamburg.de\/fach\/fg_vwl\/DozentInnen\/heise\/Materials\/Div_Beitr\/KritikNeoklassik.pdf\">Hochschule f&uuml;r Wirtschaft und Politik [PDF &ndash; 76 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>In einer Musterklage hat der Bundesgerichtshof dem &ldquo;Schulmarketing&rdquo; erstmals gewisse Grenzen gesetzt<\/strong><br>\nDer Bundesgerichtshof entschied: Die Aktion &ldquo;Kelloggs Frosties f&uuml;r den Schulsport&rdquo; hatte auf die Sammelleidenschaft und Kaufkraft von Sch&uuml;lern gesetzt. Auf ausgew&auml;hlten Cornflakes-Packungen prangten die so genannten Tony Taler, f&uuml;r 50 gesammelte &ldquo;Taler&rdquo; und einen Stempel der Schule gab es f&uuml;r den Sportunterricht ein neues Badminton-Set, f&uuml;r 250 Taler mehr erhielten die Schulen eine Ausr&uuml;stung f&uuml;r die n&auml;chste Beachvolleyballsaison. Die Werbung habe &ldquo;die gesch&auml;ftliche Unerfahrenheit von Kindern und Jugendlichen ausgen&uuml;tzt&rdquo;, lautet das Urteil des Bundesgerichtshofs und gibt der Klage der Verbraucherverband Bundeszentrale (vzbv) statt, die die zunehmende Erschlie&szlig;ung der Schulh&ouml;fe als Werbefl&auml;chen kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=deutschland&amp;art=2085&amp;id=442&amp;cHash=7861efd791&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Universit&auml;t Duisburg Essen und die Fachhochschule M&uuml;nster gr&uuml;nden als erste Hochschulen in Deutschland Studienbeitragsstiftungen.<\/strong><br>\nDazu haben sie heute einen Vertrag beim Stifterverband f&uuml;r die Deutsche Wissenschaft in Essen unterschrieben. Ziel der Stiftung ist es, Qualit&auml;t in Studium und Lehre zu verbessern &ndash; das Kapital der Studienbeitr&auml;ge also zweckgem&auml;&szlig; zu verwenden.<br>\nDie Universit&auml;t Duisburg Essen zahlt mindestens f&uuml;nf Prozent der Studienbeitr&auml;ge j&auml;hrlich in die Stiftung ein, die Fachhochschule M&uuml;nster ganze 20 Prozent in ihre Stiftung &ndash; zumindest in den ersten Jahren. Der Stifterverband f&uuml;r die Deutsche Wissenschaft legt die Betr&auml;ge dann zinsbringend an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/648141\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Was fr&uuml;her einmal die Milliard&auml;re Stanford oder Johns Hopkins in den USA machten, n&auml;mlich ihr Verm&ouml;gen f&uuml;r Universit&auml;ten zu stiften, das sollen ihnen nun in die Deutschland die unverm&ouml;genden Studierenden gleich tun, n&auml;mlich das Geld das sie nicht haben, f&uuml;r das sie wom&ouml;glich einen Kredit aufnehmen oder Jobben m&uuml;ssen in eine Stiftung einbringen. Typisch deutsch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>FAZ und SZ wollen der Feuilleton-Netzzeitung &bdquo;Perlentaucher&ldquo; ans Leder<\/strong><br>\nDie Walser-Aff&auml;re, die Spiralblock-Aff&auml;re und jetzt also die Perlentaucher-Aff&auml;re. Es ist immer dasselbe: Wenn&rsquo;s drauf ankommt, dann nutzen der Feuilleton-Herausgeber der FAZ, Frank Schirrmacher, und der innere Zirkel der ihm Ergebenen ihre Zeitung als Waffe zur Durchsetzung eigener Zwecke.<br>\nDen Perlentaucher verfolgt die FAZ seit zwei Jahren mit einem Artikel nach dem anderen und mit zwei Prozessen. F&uuml;r einen dieser Prozesse hat sie sich sogar mit der S&uuml;ddeutschen Zeitung zusammengetan. In der ersten Instanz haben die beiden Zeitungen verloren, am 9. Oktober  steht am Oberlandesgericht Frankfurt die Berufungsverhandlung an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.perlentaucher.de\/artikel\/3992.html\">Perlentaucher<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2499","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2499"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2499\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}