{"id":24991,"date":"2015-02-12T08:37:40","date_gmt":"2015-02-12T07:37:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991"},"modified":"2015-02-12T11:23:11","modified_gmt":"2015-02-12T10:23:11","slug":"hinweise-des-tages-2311","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/WL\/RS)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h01\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h02\">Russische Wirtschaft &ndash; Der &Ouml;lpreis im Keller, der Rubel im freien Fall und immer sch&auml;rfere Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h03\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h04\">Schuldentreiber Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h05\">Die Linke wittert Morgenluft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h06\">Marode Infrastruktur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h07\">Carsten Sieling und Axel Troost &uuml;ber rot-rot-gr&uuml;ne Verst&auml;ndigungspotenziale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h08\">Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h09\">Schuldentreiber Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h10\">Komplizenschaft mit Steuerbetr&uuml;gern beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h11\">Avantgardisten des Augenblicks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h12\">40 Aktivisten verhindern Abschiebung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h13\">6,9 Milliarden Euro f&uuml;r TV-Rechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h14\">Wirtschaft fordert Reform des Zuwanderungsrechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h15\">Der arme Intellektuelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991#h16\">Das Letzte: FDP bundesweit wieder bei f&uuml;nf Prozent<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24991&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Einen Sieg wird es nicht geben <\/strong><br>\nRedet Angela Merkel &uuml;ber den Ukraine-Konflikt, so tut sie es mit ernster, trauriger Miene. Sie h&auml;tte Russland lieber als Partner denn als Gegner, aber der sture Putin lebt eben in seiner Welt. Diese Haltung begleitete die Kanzlerin auf ihren Reisen nach Kiew, Moskau, Washington. Das Treffen mit dem US-Pr&auml;sidenten ergab kaum Neues, es herrscht dort weiterhin der Ton des Triumphes, mit dem Obama in seinem Bericht zur Lage der Nation das Thema behandelte: kurz, aber deutlich. [&hellip;] Drei Ziele habe er erreicht: Die Nato funktioniert wieder, Russland ist isoliert, die Wirtschaft des Landes liegt in Scherben. &ldquo;That&rsquo;s how America leads.&rdquo; So sieht amerikanische F&uuml;hrung aus. Zu dem, was Frau Merkel umtreibt, kein Wort. Was die USA erreichen wollten, haben sie erreicht, und zwar durch den Konflikt, nicht durch seine Beilegung. Die k&ouml;nnte das Erreichte eher gef&auml;hrden. Das erkl&auml;rt den giftigen Streit zwischen Europ&auml;ern und Amerikanern auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. [&hellip;] Europ&auml;ische Politiker, am deutlichsten die deutschen, wiederholen laufend, dass es f&uuml;r den innerukrainischen Konflikt keine milit&auml;rische L&ouml;sung geben kann. Aber niemand widerspricht dem ukrainischen Pr&auml;sidenten, wenn der das Jahr 2015 zum &ldquo;Jahr des Sieges&rdquo; ausruft und, wohl als Akteure dieses Sieges, zweimal 50 000 blutjunge Rekruten einberufen l&auml;sst. Solange die Separatisten &ndash; die ja bis heute f&uuml;r Kiew Terroristen sind &ndash; damit rechnen m&uuml;ssen, dass das, was Poroschenko &ldquo;Sieg&rdquo; nennt, f&uuml;r sie den Tod oder bestenfalls Jahrzehnte hinter Gittern bedeutet, werden sie ihre Haut so teuer wie m&ouml;glich verkaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ukraine-konflikt-einen-sieg-wird-es-nicht-geben-1.2344320\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Was soll der &raquo;Merkel-Bullshit&laquo;?<\/strong><br>\nHinter verschlossenen T&uuml;ren soll es auf der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz am Wochenende noch drastischer zugegangen sein, als unter anderem vom &raquo;Merkel-Bullshit&laquo; die Rede war.<br>\nWie US-Vizepr&auml;sident Joe Biden am Montag unmittelbar vor dem Treffen Merkel-Obama noch einmal betonte, k&ouml;nne es keine milit&auml;rische L&ouml;sung geben. Doch ist das Lager jener im Washingtoner Kongress, Au&szlig;enministerium und im Pentagon zuletzt immer gr&ouml;&szlig;er geworden, die Kiew zumindest mit sogenannten Defensivwaffen versorgen wollen. Darunter keineswegs nur Republikaner. Und NATO-Oberbefehlshaber Philipp Breedlove sinnierte sogar &uuml;ber Raketen und Drohnen, die die ukrainische Armee gar nicht bedienen kann &ndash; weshalb logischerweise auch US-Berater und -Training notwendig seien. Je erfolgreicher Merkels diplomatische Bem&uuml;hungen, um so l&auml;nger kann Obama solchem innenpolitischen Druck widerstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/961307.was-soll-der-merkel-bullshit.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Angela Merkel hat endlich einmal Farbe bekannt und tritt f&uuml;r ihre &Uuml;berzeugung ein. Sie ist gegen Waffenlieferungen und f&uuml;r Diplomatie auch wenn sie scheitert. Damit ruft sie Widerspruch hervor. Dennoch betont die Kanzlerin in Washington die Einigkeit zwischen Europa und den USA. Das klingt irgendwie schr&auml;g, zumal der gemeinsame Nenner mal wieder die l&auml;ngst abgestandene Floskel vom b&ouml;sen russischen Aggressor ist, der Vereinbarungen ja sowieso nie einhalte. Wie soll denn da Diplomatie gelingen, wenn a) der Aggressor qua Definition immer ein Aggressor bleibt und b) in Kiew der Wunsch nach einer milit&auml;rischen Entscheidung ohnehin st&auml;rker zu sein scheint, als der Wille zum Dialog? Bleibt eigentlich nur wieder: Mehr Krieg und mehr Sanktionen. F&uuml;r beides sorgen alle Konfliktparteien inklusive EU und den USA.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Westen hat Angst, Putin nicht<\/strong><br>\nScheitert die Diplomatie in Minsk, wird das Morden und Sterben in der Ukraine weitergehen. Viele im Westen sprechen von einer letzten Chance f&uuml;r den Frieden. Und diese Angst vor einer neuen Eskalation d&uuml;rfte die gr&ouml;&szlig;te Schw&auml;che der Verhandler sein, wenn sie dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin gegen&uuml;bersitzen. Die Furcht ist zwar berechtigt, doch Putin teilt sie nicht. W&auml;hrend sich Bundeskanzlerin Angela Merkel trotz m&auml;chtigen Drucks aus den USA gegen Waffenlieferungen an die ukrainische Armee stellt und sagt, es k&ouml;nne keine milit&auml;rische L&ouml;sung geben, ist es auf der anderen Seite eben die Gewalt, mit der Putin seine Ziele erreichen will &ndash; und kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-02\/minsk-ukraine-russland-krieg\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L:<\/strong> W&auml;re es nicht so bitter, so lie&szlig;e sich diese verquere Darstellung des realen und von Obama mittlerweile real kommentierten urs&auml;chlichen Geschehens (Maidan samt eingef&auml;deltem Macht&uuml;bergang) schlicht als l&auml;cherlich bezeichnen:[&hellip;] die Ukraine als Beispiel daf&uuml;r, dass eine postsowjetische Gesellschaft souver&auml;n zu Wohlstand und Sicherheit findet, indem sie das westliche Modell von Demokratie und Freiheit verwirklicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Realpolitisch ist h&ouml;chstens ein Waffenstillstand erreichbar<\/strong><br>\nW&auml;hrend die ukrainischen Truppen, d.h. die K&auml;mpfer des Asow-Bataillons, versuchen, die Separatisten bei Mariupol mit einer Offensive zur&uuml;ckzutreiben und diese den Angriff auf Debaltseve fortsetzen sowie wahrscheinlich Kramatorsk mit Raketen beschossen haben, tagte die Kontaktgruppe in Minsk. Hier soll das f&uuml;r heute Abend geplante Treffen im so genannten Normandie-Treffen vorbereitet werden, also ein Gespr&auml;ch der Regierungschefs von Russland, der Ukraine, Deutschland und Frankreich &ndash; die USA bleiben ungeduldige Zuschauer und dr&auml;ngen auf Eskalierung des Konflikt durch Waffenlieferungen. Allerdings will US-Pr&auml;sident Obama den Falken auch in den eigenen Reihen noch nicht nachgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44112\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Gegenangriff gescheitert<\/strong><br>\nDie im Januar ausgerufene Mobilisierung weiterer 50.000 Reservisten f&uuml;r die ukrainische Armee endet offenbar in einem Fiasko. Im Landesdurchschnitt sind nach ukrainischen Medienberichten lediglich etwa 25 Prozent der M&auml;nner in den betroffenen Jahrg&auml;ngen bereit, sich auch nur mustern zu lassen. 20.000 Ukrainer im wehrpflichtigen Alter sind nach dortigen Angaben zuletzt innerhalb einer Woche nach Russland geflohen. In Charkiw ist die Wehrersatzbeh&ouml;rde dazu &uuml;bergegangen, Einberufungsbefehle an die Arbeitsstellen zu verschicken, weil die Leute zu Hause die Annahme der amtlichen Schreiben verweigern. Die M&auml;nner stehen damit vor der Alternative, entweder in den Krieg zu ziehen und in ihre Jobs zur&uuml;ckkehren zu k&ouml;nnen, falls sie &uuml;berleben, oder f&uuml;r die Verweigerung des Kriegsdienstes fristlos entlassen zu werden und ins Gef&auml;ngnis zu gehen. Aus der Stadt Sewerodonezk n&ouml;rdlich von Lugansk berichtete die Beobachtermission der OSZE &uuml;ber zwei parallele Kundgebungen am vergangenen Wochenende: Auf der einen h&auml;tten sich 300 Frauen versammelt, um gegen die Mobilisierung ihrer S&ouml;hne zu protestieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/02-11\/059.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Besser ein kalter als ein hei&szlig;er Krieg&rdquo;<\/strong><br>\nLitauens Au&szlig;enminister Linkevi&#269;ius best&auml;tigt, dass sein Land bereits t&ouml;dliche Waffen an die Ukraine geliefert hat &ndash; und kritisiert die Haltung einiger EU-Mitglieder wie &Ouml;sterreich: &bdquo;Appeasement, bis es zu sp&auml;t ist.&ldquo;<br>\nDie Presse: Haben Sie eigentlich Hin- oder Beweise, dass Russland Ihr Heimatland Litauen destabilisieren oder sogar angreifen will?<br>\nLinas Linkevi&#269;ius: Die kurze Antwort lautet: Nein. Wir sehen zwar Bewegung auf der russischen Seite, wie zum Beispiel Milit&auml;rflugzeuge, die in Grenzn&auml;he mit abgeschaltetem Transponder unterwegs sind und &Auml;hnliches. Aber das ist &ndash; ungl&uuml;cklicherweise &ndash; schon &uuml;blich&hellip;<br>\nIhr Land liefert nach eigenen Angaben bereits Waffen an Kiew.<br>\nWir haben die Ukraine bisher auf alle m&ouml;gliche Arten mit humanit&auml;rer, politischer und milit&auml;rischer Hilfe unterst&uuml;tzt, darunter waren auch Defensivwaffen.<br>\nWas meinen Sie mit Defensivwaffen? Geht es dabei auch um t&ouml;dliche Waffen?<br>\nJa, es waren auch t&ouml;dliche Waffen darunter. Mehr sage ich dazu nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/politik\/aussenpolitik\/4659944\/Besser-ein-kalter-als-ein-heisser-Krieg?direct=4660062&amp;_vl_backlink=\/home\/index.do&amp;selChannel=103\">DIE PRESSE.com<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Russische Wirtschaft &ndash; Der &Ouml;lpreis im Keller, der Rubel im freien Fall und immer sch&auml;rfere Sanktionen<\/strong><br>\n&hellip;.Der extrem schwache Rubelkurs und der Verfall des &Ouml;lpreises sind f&uuml;r Russlands Wirtschaft fatal. Die zugespitzte Situation ist zu einem gewissen Teil das Resultat der Krim-Annexion und des Konflikts im Donbass. Sie ist aber auch eine Folge der Strukturschw&auml;chen der russischen Wirtschaft, die die aktuelle Krise lediglich zum Vorschein gebracht hat. Drei dieser Schw&auml;chen verdienen es, kurz erl&auml;utert zu werden: Da ist zun&auml;chst die paradoxe Schw&auml;che des russischen Staates. Trotz seiner Allgegenw&auml;rtigkeit seit dem Jahr 2000 scheint er als Staat im eigentlichen Sinne immer weniger zu existieren. Statt sich als eine Institution zu behaupten, die &uuml;ber allen Partikularinteressen steht, l&auml;sst er sich zunehmend auf die Person seines Pr&auml;sidenten reduzieren.<br>\nDie zweite Schw&auml;che besteht darin, dass alle Ressourcen des Landes in den Bereichen Energie und Finanzen konzentriert sind. Beide Sektoren werden von Oligarchen kontrolliert, die seit Putins erster Amtszeit Einfluss auf den Staatsapparat aus&uuml;ben. Hinzukommt als dritter Faktor die unterentwickelte Infrastruktur, die s&auml;mtliche wirtschaftlichen Aktivit&auml;ten, die sich in dem riesigen Staatsgebiet entwickeln, in ihrer Effizienz und &Uuml;berlebensf&auml;higkeit einschr&auml;nkt.<br>\nDie Versch&auml;rfung der westlichen Sanktionen im Juli 2014 war politisch kontraproduktiv, weil sie es dem Kreml erm&ouml;glicht hat, die Verantwortung f&uuml;r die gegenw&auml;rtigen Probleme dem Westen in die Schuhe zu schieben. Insofern ist es jetzt an Europa, eine f&uuml;r Russland akzeptable L&ouml;sung vorzuschlagen. Bereiche, in denen sich Partnerschaften anbieten, von denen beide Seiten profitieren k&ouml;nnten, gibt es zuhauf: Sie reichen von der &ouml;ffentlichen Verwaltung &uuml;ber gemeinsame Infrastrukturen, neue Technologien, Lehre und Forschung bis hin zur Energiewende und stellen f&uuml;r Russlands Wirtschaft &ndash; unter der Voraussetzung einer gemeinsamen L&ouml;sung des Ukrainekonflikts &ndash; eine M&ouml;glichkeit dar, wieder in Schwung zu kommen. Wird Moskau jedoch weiter in die Enge getrieben, ist es sehr wahrscheinlich, dass die M&auml;chtigen das Land zunehmend isolieren. Dann aber w&uuml;rden die nationalistischen und revanchistischen Tendenzen noch weiter erstarken. Die europ&auml;ische Geschichte hat uns gelehrt, dass eine solche Entwicklung nur in einer Katastrophe enden kann. Daher ist es h&ouml;chste Zeit, dass Europ&auml;er und Russen gemeinsam nach M&ouml;glichkeiten zur Beendigung der Sanktionen suchen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.search?ik=1&amp;mode=erw&amp;tid=2015%2F02%2F13%2Fa0056&amp;ListView=0&amp;sort=3&amp;tx=Russische+Wirtschaft&amp;qu=MONDE\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Eurokrise: Das kollektive Leugnen der Deutschen oder die Angst vor der Wahrheit<\/strong><br>\nEinen einfachen Test k&ouml;nnen wir nat&uuml;rlich in Sachen Eurokrise machen. Wann h&auml;tte die Spiegel-Redaktion (mit Ausnahme der beiden Kolumnisten Wolfgang M&uuml;nchau und Jakob Augstein in Spiegel-Online) &ndash; ohne Angst vor der Wahrheit &ndash; &uuml;ber die Ursachen der Eurokrise geschrieben und &uuml;ber die unr&uuml;hmliche Rolle, die Deutschland mit seiner Unterbewertungsstrategie dabei spielte? Gestern w&auml;re wieder eine gute Gelegenheit gewesen, sich der Wahrheit in dieser Sache zu n&auml;hern, als alle Medien einschlie&szlig;lich Spiegel-Online vollkommen unkritisch Meldungen abdruckten, wonach der deutsche Export wieder alle Rekorde &bdquo;knackte&ldquo; und die deutschen &Uuml;bersch&uuml;sse im Au&szlig;enhandel die h&ouml;chsten aller Zeiten sind. [&hellip;]<br>\nDer jetzt erreichte Leistungsbilanz&uuml;berschuss von 7,4 Prozent sprengt die (willk&uuml;rlich und asymmetrisch gesetzte) Grenze von 6 Prozent des Verfahrens bei makro&ouml;konomischen Ungleichgewichten (Macroeconomic Imbalance Procedure MIP) deutlich. Diese Grenze war und ist an sich schon ein Unding, weil sie nicht symmetrisch ist zu der Grenze mit umgekehrtem Vorzeichen f&uuml;r Defizitl&auml;nder. Den Defizitl&auml;ndern der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion hat man bekanntlich eine Grenze von -4 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts gesetzt, ab deren Unterschreiten die EU-Kommission das au&szlig;enwirtschaftliche Ungleichgewicht des Landes als kritisch ansieht und auf eine Reduktion der Defizite dr&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/eurokrise-das-kollektive-leugnen-der-deutschen-oder-die-angst-vor-der-wahrheit\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p><strong>Dazu: Draghi, Sch&auml;uble, Varoufakis und der Kanarienvogel in der Kohlegrube<\/strong><br>\nEs ist immer wieder faszinierend, wie erfolgreich die &ouml;ffentliche Meinung von Zusammenh&auml;ngen &bdquo;befreit&ldquo; wird. Die Eurozone befindet sich in einer schweren Deflation, das hat mittlerweile sogar SpiegelOnline erkannt, und die EZB hat daher ihr umfassendes Anleihekaufprogramm im Umfang von 60 Mrd. Euro monatlich aufgelegt. Nur kurze Zeit sp&auml;ter reisen Alexis Tsipras und Yanis Varoufakis durch Europa, um sich im Auftrag der griechischen W&auml;hlerInnen f&uuml;r ein Ende der desastr&ouml;sen K&uuml;rzungspolitik einzusetzen. In den deutschen Mainstreammedien wird nachwievor die Geschichte vom nicht nur verschuldeten, sondern auch schuldigem Griechenland, von &bdquo;den&ldquo; Reformen und ihrer Notwendigkeit, sowie der Gefahr f&uuml;r die deutschen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler gesprochen. Die Leserkommentare in den Onlineforen machen dabei deutlich, wie m&auml;chtig die Propagandamaschinerie in den letzten Jahren gewirkt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=8006\">Maskenfall<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Europas Denkfehler<\/strong><br>\nWas f&uuml;r eine schw&auml;bische Hausfrau richtig ist, ist noch lange nicht gut f&uuml;r Europa. Griechenland k&ouml;nnte den n&ouml;tigen Wandel in der europ&auml;ischen Krisenpolitik einleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-02\/griechenland-eu-krise-bruessel\/komplettansicht\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>DAS PROGRAMM &ndash; oder raus!<\/strong><br>\nVielleicht sollte sich mal jemand die M&uuml;he machen zu pr&uuml;fen, wie oft DAS PROGRAMM w&auml;hrend der f&uuml;nf Jahre Griechenland-&ldquo;Rettung&rdquo; schon ge&auml;ndert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/das-programm-oder-grexit\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope%29\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Linke wittert Morgenluft<\/strong><br>\nJetzt schlage die Stunde der Linken. Sagt ihr Chef Bernd Riexinger im Kontext-Interview. Der Syriza-Erfolg in Griechenland sei ein &ldquo;Vorbote f&uuml;r einen Politikwechsel&rdquo; in Europa. Allerdings m&uuml;sse seine Partei dazu &ldquo;frecher, schwungvoller und selbstbewusster&rdquo; auftreten. Die Politrocker aus Athen ermuntern ihn dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/202\/die-linke-wittert-morgenluft-2724.html\">Kontext Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Und nun zur Hetzervorhersage<\/strong><br>\n&bdquo;Bild&ldquo; klopft sich heute mal (wieder) kr&auml;ftig auf die eigene Schulter<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/62851\/und-nun-zur-hetzervorhersage\/\">BILDblog<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland auf dem Boden der Tatsachen<\/strong><br>\nF&uuml;r Europa bedeutet die Regierung Tsipras ein Hoffnungszeichen gegen den Vormarsch rechter Parteien. F&uuml;r Griechenland beginnen nun die M&uuml;hen der Ebene &ndash; mit echten Reformen.<br>\nAuf seiner letzten Pressekonferenz vor den Wahlen vom 25. Januar erlaubte sich Alexis Tsipras bei aller Siegeszuversicht einen Moment des Z&ouml;gerns. Er sprach von der historischen Gelegenheit, die Zukunft Griechenlands zu gestalten, die sich der Linken zum ersten Mal biete &ndash; &ldquo;oder zum letzten Mal&rdquo;, wie er leise hinzuf&uuml;gte, als rede er mit sich selbst.<br>\nTsipras und seine Mannschaft sind sich bewusst, dass f&uuml;r die erste griechische Linksregierung die gro&szlig;e Bew&auml;hrungsprobe bevorsteht. Und dass es auch schiefgehen kann &ndash; mit weitreichenden Folgen nicht nur f&uuml;r die griechische Linke, sondern f&uuml;r die gesamte Gesellschaft. Der Wahlsieg der &ldquo;Allianz der radikalen Linken&rdquo; hat bei ihren Anh&auml;ngern hohe Erwartungen geweckt. Entsprechend gro&szlig; w&auml;re die Entt&auml;uschung, falls die Tsipras-Mannschaft ihr proklamiertes Hauptziel, mit den Gl&auml;ubigern Griechenlands einen &ouml;konomisch tragf&auml;higen und sozial vertr&auml;glichen Ausweg aus der Schuldenkrise auszuhandeln, nicht einl&ouml;sen k&ouml;nnte. In diesem Fall st&uuml;nde nicht einfach die Popularit&auml;t der Hoffnungstr&auml;ger oder die Stabilit&auml;t ihrer Regierung auf dem Spiel. Wenn es schiefgeht, droht Griechenland der &ouml;konomische und soziale Zusammenbruch&hellip;<br>\nDer Sieg der Syriza, die achtmal so viele W&auml;hlerstimmen bekommen hat wie vor vor f&uuml;nf Jahren,(2) ist somit keine &Uuml;berraschung. Auch nicht, dass eine junge Generation auf Tsipras setzt, die ihre Zukunft angesichts einer Jugendarbeitslosigkeit von 50 Prozent vorwiegend im Ausland suchen muss. Das griechische Wahlergebnis ist aber nicht nur die Folge eines sozial zerst&ouml;rerischen und &ouml;konomisch widersinnigen Sparprogramms. Es ist auch ein gro&szlig;es Hoffnungszeichen, und zwar f&uuml;r ganz Europa. Die gebeutelten Griechen haben ihren Protest gegen das Versagen ihrer alten Elite mit der Wahl einer linken Partei artikuliert, statt der rechtsextremistischen Chrysi Avgi nachzulaufen. Das war keineswegs selbstverst&auml;ndlich. Bei dem stets vorhandenen latenten Nationalismus war durchaus zu bef&uuml;rchten, dass eine so tief gehende soziale Krise die rechtsradikalen Kr&auml;fte st&auml;rkt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2015\/02\/13.mondeText1.artikel,a0004.idx,0%20\">Niels Kadritzke in Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Wir sind Athen<\/strong><br>\nWas hat die Syriza vor, um aus diesem Zwangsrahmen auszubrechen? Sie will zu allererst ein Programm &ldquo;gegen die humanit&auml;re Krise&rdquo; umsetzen, was eine Umschichtung der &ouml;ffentlichen Ausgaben bedeutet, also neue Haushaltspriorit&auml;ten, ohne das Gesamtbudget auszuweiten. Dabei hat man die Kosten genau durchgerechnet: etwa f&uuml;r die kostenlose Stromversorgung der &auml;rmsten Haushalte, verbilligte Nahverkehrstarife f&uuml;r Langzeitarbeitslose, Nahrungsmittelhilfen f&uuml;r einkommenslose Familien und die kostenlose medizinische Versorgung f&uuml;r Leute, die aus der Krankenversicherung herausgefallen sind. All diese Programme sollen durch Ma&szlig;nahmen gegen Korruption und Steuerhinterziehung finanziert werden. Wie die Regierung Samaras selbst einr&auml;umte, entgehen dem Fiskus durch Steuerhinterziehung pro Jahr mindestens 10 Milliarden Euro.<br>\n&ldquo;&Ouml;ffentliche Projekte sind bei uns vier- bis f&uuml;nfmal so teuer wie anderswo in Europa&rdquo;, erl&auml;utert Nikos Filis, und das liegt nicht nur daran, dass Griechenland viele Inseln hat und nicht so topfeben wie Belgien ist. Milios verweist seinerseits darauf, dass bei den 55 000 Griechen, die jeweils mehr als 100 000 Euro ins Ausland transferiert haben, die exportierte Summe in 44 Prozent der F&auml;lle nicht durch das deklarierte Einkommen erkl&auml;rbar ist. Dennoch seien von diesen 24 000 potenziellen Steuerbetr&uuml;gern in den letzten zwei Jahren nur 407 von den Steuerbeh&ouml;rden kontrolliert worden.<br>\nDas Sofortprogramm von Syriza gegen die humanit&auml;re Krise, dessen Kosten die Syriza mit 1,882 Milliarden Euro beziffert, wird von Ma&szlig;nahmen zur Wiederankurbelung der Wirtschaftsaktivit&auml;t flankiert: Im &ouml;ffentlichen Dienst will man mehr als 300 000 auf ein Jahr befristete, aber verl&auml;ngerbare Stellen schaffen, der Mindestlohn soll auf das Niveau von 2011 (von derzeit 580 auf 751 Euro) angehoben werden, ebenso die niedrigsten Renten um bescheidene 8,3 Prozent. Die Gesamtkosten dieses Programms, das auch Steuererleichterungen und eine Schuldenstreichung f&uuml;r &uuml;berschuldete Haushalte und Unternehmen vorsieht, belaufen sich auf 11,382 Milliarden Euro, die ebenfalls durch neue Einnahmen finanziert werden sollen. Wie Jannis Milios betont, ist dieses Programm nicht verhandelbar &ndash; weder mit irgendwelchen Koalitionspartnern noch mit den Gl&auml;ubigern. &ldquo;Es ist eine Frage nationaler Souver&auml;nit&auml;t und erh&ouml;ht unser Defizit nicht. Wir beabsichtigen diese Politik umzusetzen, egal was bei der Neuverhandlung der Schulden herauskommt.&rdquo;<br>\nVerhandlungsbereit ist die Syriza dagegen, was die 320 Milliarden Euro an griechischen Schulden betrifft. Aber auch hier setzt man darauf, dass einige Staaten nur auf die Gelegenheit warten, sich Griechenland anzuschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2015\/02\/13.mondeText1.artikel,a0032.idx,6%20\">Serge Halimi in Le Monde diplomatique<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schuldentreiber Deutschland<\/strong><br>\nTats&auml;chlich beruht das Wachstum der deutschen Wirtschaft zum gro&szlig;en Teil auf Schulden &ndash; die das Ausland bei Deutschland macht.<br>\n2014 wuchs die deutsche Wirtschaftsleistung um 1,5 Prozent. Darin enthalten war ein Export&uuml;berschuss von rund 220 Milliarden Euro. Das hei&szlig;t: Die deutsche Wirtschaft verkaufte im vergangenen Jahr Waren und Dienstleistungen im Wert von 220 Milliarden Euro mehr ans Ausland, als sie aus dem Ausland bezog.<br>\nDas ist der gefeierte &ldquo;Export&uuml;berschuss&rdquo;. Nur: Was bedeutet das real? Sitzt Deutschland nun auf einem gro&szlig;en Geldsack? Nein. Es bedeutet, dass sich das Ausland &uuml;ber weitere 220 Milliarden Euro bei Deutschland verschuldet hat. Anders gesagt: 2014 lieh Deutschland dem Ausland 220 Milliarden, um deutsche Waren zu kaufen. Der Geldsack besteht aus nichts anderem, als aus Forderungen an das Ausland.<br>\nDieser &Uuml;berschuss soll im Jahr 2015 auf 206 Milliarden weiter steigen, das hat das Bundeswirtschaftsministerium fest eingeplant. Das bedeutet, dass die deutsche Wirtschaft auf Pump lebt &ndash; auf Pump der anderen.<br>\nNimmt man den Leistungsbilanz&uuml;berschuss, in dem zus&auml;tzlich zum Export&uuml;berschuss noch Einkommen- und Verm&ouml;gens&uuml;bertragungen ber&uuml;cksichtigt werden, dann betr&auml;gt der &Uuml;berschuss 2014 nur rund 215 Milliarden Euro. Das ist aber immer noch Weltrekord. Selbst das Riesenreich China kam nur auf 115 Milliarden!<br>\nSeit dem Jahr 2000 summieren sich die deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse auf 1,8 Billionen Euro, am Ende des Jahres werden es zwei Billionen sein. Das sind 2000 Milliarden, die Deutschland ans Ausland leiht, um seinen Export zu finanzieren. Wie nachhaltig ist das? Gar nicht! Eigentlich m&uuml;sste Deutschland Defizite im Au&szlig;enhandel machen, um die Ver-schuldung des Auslands bei sich zu senken und um das zu erreichen, was das Stabilit&auml;tsgesetz von 1967 vorschreibt: einen langfristig ausgeglichenen Au&szlig;enhandel&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/schuldentreiber-deutschland.html\">Michael Schlecht,MdB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Linke wittert Morgenluft<\/strong><br>\nJetzt schlage die Stunde der Linken. Sagt ihr Chef Bernd Riexinger im Kontext-Interview. Der Syriza-Erfolg in Griechenland sei ein &ldquo;Vorbote f&uuml;r einen Politikwechsel&rdquo; in Europa. Allerdings m&uuml;sse seine Partei dazu &ldquo;frecher, schwungvoller und selbstbewusster&rdquo; auftreten. Die Politrocker aus Athen ermuntern ihn dazu.<br>\nBleiben wir in Griechenland: Die Troika hat bedauert, das gerade jetzt, wo ihr Programm greife, alles zunichte gemacht werde.<br>\nDie Frage ist immer, wem das Wachstum nutzt? Den Banken oder den B&uuml;rgern? Wo ist das Wachstum, wenn ich als Erstes Essensgutscheine ausgeben muss, damit die Menschen nicht hungern? In einem Kernland von Europa. Das ist so unfassbar wie die Tatsache, dass die griechischen Oligarchen w&auml;hrend der Krise ab 2008 ihren Anteil am Gesamtverm&ouml;gen von 75 auf 80 Prozent steigern konnten. Syriza hat heute eine Zustimmungsquote von 70 Prozent.<br>\nUnd die deutsche Linke wittert Morgenluft.<br>\nWir k&ouml;nnen die griechischen Verh&auml;ltnisse nicht auf Deutschland &uuml;bertragen, aber wir m&uuml;ssen die Latte h&ouml;her legen, d&uuml;rfen uns nicht mit unseren bisherigen Ergebnissen zufrieden geben, sprich, uns zwischen neun und zehn Prozent einrichten. Griechenland ist ein Vorbote f&uuml;r einen Politikwechsel, der in den n&auml;chsten Jahren stattfinden wird. Denn weder die konservativen noch die sozialdemokratischen Parteien zeigen hier eine Perspektive auf. Das kann eine Stunde der europ&auml;ischen Linken werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/202\/die-linke-wittert-morgenluft-2724.html%20\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Vom AKW zum Kochtopf:<\/strong> Gegen den R&uuml;ckbau der Kraftwerksbl&ouml;cke in Neckarwestheim und Philippsburg laufen ausgerechnet Atomkraftgegner Sturm. Sie bef&uuml;rchten, dass strahlender AKW-Schrott zu Kocht&ouml;pfen verwertet wird und fordern, das Genehmigungsverfahren zu stoppen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Gott zahlt keine Rente:<\/strong> Arm im Alter, dagegen hilft nur der Kapitalmarkt &ndash; so wird es den Jungen Tag f&uuml;r Tag eingebl&auml;ut. Von der Politik und vor allem von der Versicherungslobby. Nobert Bl&uuml;m erkl&auml;rt in Kontext, warum das ein Irrweg ist.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Volltreffer:<\/strong> Peter Grohmann wettert &uuml;ber die Abschiebung einer sechsk&ouml;pfigen Roma-Familie ins angeblich sichere Herkunftsland Serbien &ndash; mitten im Winter.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Erst kommt das Fressen, dann die Moral?:<\/strong> F&uuml;r eine moderne Form brutalsten Kolonialismus h&auml;lt die Landesarbeits- und Sozialministerin den internationalen Organhandel. In ihrem Gastbeitrag reagiert Katrin Altpeter (SPD) auf das Buch &bdquo;Niere gegen Geld&ldquo; des Journalisten Willi Germund (wir berichteten).<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Gr&uuml;ne Jagdszenen in S&uuml;dbaden:<\/strong> Agrarminister Alexander Bonde macht dem Kaiserst&uuml;hler Bio-Winzer Reinhold Pix im Wahlkreis Freiburg I das Landtagsmandat streitig. Ende M&auml;rz muss die Basis entscheiden. In der &ouml;rtlichen CDU, vor vier Jahren von den Gr&uuml;nen gedem&uuml;tigt, w&auml;chst die Zuversicht.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Polizeiversteher &uuml;berfordert:<\/strong> Monatelang hatte die SPD im Landtag versucht, den Untersuchungsausschuss zu den Aktivit&auml;ten des NSU in Baden-W&uuml;rttemberg zu verhindern. Jetzt gibt es intern neue Probleme. Denn Nik Sakellariou, der rote Obmann, scheint der Rolle des Chefaufkl&auml;rers nicht gewachsen zu sein.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf kontextwochenzeitung.de  und samstags als Beilage zur taz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Marode Infrastruktur<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Rhein-Main im Verkehrschaos<\/strong><br>\nDie Sperrung der Schiersteiner Br&uuml;cke trifft das Rhein-Main-Gebiet ins Mark &ndash; doch das Problem maroder Stra&szlig;en und Br&uuml;cken ist hausgemacht, sagt ADAC-Experte Wolfgang Kugele im FAZ.NET-Gespr&auml;ch. Die Politik habe viel zu lange weggesehen.<br>\nKugele: Eine Gesamtzahl zum Zustand der Bauwerke gibt es nicht, die &Uuml;berpr&uuml;fungen laufen in vielen Gebieten noch. Klar ist aber: Der Nachholbedarf ist sehr gro&szlig;. Das sieht man jetzt an der Schiersteiner Br&uuml;cke, aber auch an der Rader Hochbr&uuml;cke, den Br&uuml;cken an der A 45 oder der Rheinbr&uuml;cke in Leverkusen. Diese F&auml;lle zeigen deutlich, dass der Sanierungsstau immens ist, weil notwendige Reparaturen &uuml;ber Jahre hinweg immer wieder hinausgez&ouml;gert wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/hessen\/problem-maroder-strassen-und-bruecken-laut-adac-hausgemacht-13422539.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>Siehe auch: Neubau erst in ein paar Jahren fertig<\/strong><br>\nDie vor mehr als 50 Jahren gebaute Schiersteiner Br&uuml;cke ist l&auml;ngst marode und vielen Pendlern von den h&auml;ufigen Staumeldungen im Radio bekannt. Bis heute nutzten t&auml;glich bis zu 90 000 Fahrzeuge die vier Spuren. Seit 2013 entsteht daneben ein sechsspuriger Neubau. Dieser wird jedoch erst in ein paar Jahren fertiggestellt sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/gesperrte-bruecke-zwischen-mainz-und-wiesbaden-wir-haben-das-verkehrschaos-hoch-drei-1.2346606\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Verfall programmiert<\/strong><br>\nDie schlechte Nachricht zuerst: Es br&ouml;ckelt gewaltig. Gerade jetzt im Winter gen&uuml;gen eine l&auml;dierte Fahrbahn und ein wenig Frost, um die n&auml;chste Schlagloch-Epidemie auszul&ouml;sen. So wie jedes Jahr. Mehr als ein Drittel aller deutschen Landstra&szlig;en befinden sich laut Bundesverkehrsministerium in schlechtem (15,1 Prozent) oder sehr schlechtem (19,6) Zustand; nur vier Prozent aller Br&uuml;cken erhalten inzwischen noch die Note &ldquo;sehr gut&rdquo;. Lediglich den Autobahnen geht es etwas besser. Der gr&ouml;&szlig;te Teil (70,5 Prozent) befindet sich in sehr gutem Zustand; nur acht Prozent werden als &ldquo;sehr schlecht&rdquo; beurteilt. Wobei selbst das in absoluten Zahlen ein gigantischer Wert ist: Von 13 000 Kilometern Autobahn sind demnach mehr als tausend Kilometer bauf&auml;llig.<br>\nUm die angeschlagene Infrastruktur zu retten, hilft nur Geld &ndash; darin waren sich bisher die meisten Experten einig. Die von Bund und L&auml;ndern eingesetzte Daehre-Kommission stellte im Jahre 2012 fest, dass dem Stra&szlig;ennetz j&auml;hrlich 4,7 Milliarden Euro fehlen (und dem Schienennetz noch einmal zwei Milliarden). Angesichts solcher Summen f&auml;llt auch die viel diskutierte Pkw-Maut kaum ins Gewicht. Selbst die wohlwollend gerechneten Sch&auml;tzungen von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) taxieren die Mehreinnahmen auf maximal 700 Millionen Euro pro Jahr, ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/auto\/strassenbau-in-deutschland-verfall-programmiert-1.2334760\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>Dazu: Sch&auml;ubles Fernstra&szlig;en-AG: Schnellstra&szlig;en in privater Hand &ndash; was bringt das?<\/strong><br>\nIn ihrer Not haben die Strategen von Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) jetzt einen alten Plan hervorgekramt, der in &auml;hnlicher Art schon einmal formuliert worden ist. Im September 2000 war das. Die sogenannte Pellmann-Kommission hatte &ndash; damals im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums &ndash; eine privatrechtlich organisierte Betreibergesellschaft f&uuml;r die Bundesstra&szlig;en und Autobahnen vorgeschlagen. Sie soll f&uuml;r Planung, Bau und Instandhaltung des Stra&szlig;ennetzes zust&auml;ndig sein. Finanziert durch die Einnahmen aus der Lkw-Maut und berechtigt zur Aufnahme von Krediten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/strassennetz-was-eine-private-betreibergesellschaft-bringen-wuerde-a-1017962.html#ref=rss\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Was f&uuml;r ein Unsinn. Da der Staat wegen der absurden Schuldenbremse offiziell keine Kredite mehr aufnehmen darf, will Sch&auml;uble sie in einer Schublade verstecken. Damit kennt sich der Finanzminister ja aus.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Carsten Sieling und Axel Troost &uuml;ber rot-rot-gr&uuml;ne Verst&auml;ndigungspotenziale<\/strong><br>\nDie Situation der Parteien links von der Union ist zurzeit wenig hoffnungsvoll. Die SPD verharrt in Meinungsumfragen bei ca. 25%. Carsten Sieling erkl&auml;rt, die Partei habe &raquo;keine schl&uuml;ssige Strategie, wie sie wieder Wahlergebnisse &uuml;ber 30% erzielen kann&laquo;. DIE LINKE klebt bei 8%, profitiert weder von der Finanzkrise noch von der Oppositionsf&uuml;hrerschaft gegen&uuml;ber der Gro&szlig;en Koalition. Mit den ca. 11% f&uuml;r die Gr&uuml;nen zeichnet sich f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n keine Mehrheit ab. Im Gegenteil: Die drei Parteien streben aktuell eher aus-einander. Albrecht von Lucke diagnostiziert eine &raquo;anhaltende Blockade von Rot-Rot-Gr&uuml;n, alle Signale stehen auf Schwarz-Gr&uuml;n. An dieser Blockade sind alle die interessiert, die nur auf Fundamentalopposition setzen&laquo;. Andererseits werben ma&szlig;gebliche Kr&auml;fte in den drei Parteien f&uuml;r ein Mitte-Links-B&uuml;ndnis. Carsten Sieling fordert, die SPD m&uuml;sse &raquo;nach links b&uuml;ndnisf&auml;hig&laquo; sein, J&uuml;rgen Trittin proklamiert in seinem Buch &raquo;Stillstand made in Germany&laquo; ein &raquo;B&uuml;ndnis der Kr&auml;fte der linken Mitte&laquo;. Axel Troost pl&auml;diert f&uuml;r &raquo;einen Verst&auml;ndigungsprozess unter LINKEN, SPD und GR&Uuml;NEN&laquo;. Auch die linken Zeitschriften Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik, Sozialismus und spw machen sich f&uuml;r die &Uuml;berwindung der Blockade stark. Wie kann diese &uuml;berwunden werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/8295.schwarze-null-oder-oeffentliche-wachstumsimpulse.html\">Axel Troost aus Sozialismus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ungleichheit<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Sehr viel reicher als gedacht <\/strong><br>\nDie Superreichen in Deutschland verf&uuml;gen &uuml;ber viel mehr Geld als bisher angenommen. Wegen statistischer Ungenauigkeiten wird das Verm&ouml;gen der Multimillion&auml;re und Milliard&auml;re gar nicht oder kaum erfasst, zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), die der SZ vorliegt. Die Forscher haben diese Ungenauigkeit mit einer neuen Methode verringert. Die Folge: Sie sch&auml;tzen, dass das Gesamtverm&ouml;gen der Deutschen bis zu 9,3 Billionen Euro betr&auml;gt; das sind drei Billionen Euro mehr, als bei der letzten amtlichen Erhebung im Jahr 2012 ermittelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/statistik-ueber-vermoegen-sehr-viel-reicher-als-gedacht-1.2345008\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>Siehe auch <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/studie-vermoegen-reiche-sind-noch-reicher-als-gedacht,1472780,29808890.html\">FR Online<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Siehe auch <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/52614_52997.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Wir sch&auml;tzen jetzt mal anders: So l&auml;sst sich die neue Methode auch beschreiben. Amtliche Statistiken gibt es n&auml;mlich nicht und eine Befragung f&uuml;hre zu verzerrten Ergebnissen, r&auml;umen die Forscher ein. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue Studie mit Sch&auml;tzungen zu Superreichen: Reichstes Prozent d&uuml;rfte rund ein Drittel des Privatverm&ouml;gens in Deutschland besitzen<\/strong><br>\nDie reichsten Haushalte vereinen h&ouml;chstwahrscheinlich einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil am Gesamtverm&ouml;gen in Deutschland auf sich als bislang angenommen. Allein dem verm&ouml;gendsten Prozent kann bis zu einem Drittel des gesamten privaten Netto-Verm&ouml;gens in der Bundesrepublik zugerechnet werden, und nicht nur ein F&uuml;nftel. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Studie, die versucht, die bislang eklatanten Datenl&uuml;cken zu Top-Verm&ouml;gen zu verkleinern.* Allerdings ist das Sch&auml;tzverfahren mit Unsicherheiten behaftet.<br>\n55 Milliard&auml;re und Multimilliard&auml;re mit deutscher Staatsangeh&ouml;rigkeit hat das US-Wirtschaftsmagazin &ldquo;Forbes&rdquo; 2012 gez&auml;hlt. 2002 standen erst 34 Deutsche auf der Liste des globalen Geldadels. In den g&auml;ngigen wissenschaftlichen Untersuchungen zur Verteilung in der Bundesrepublik kommen diese Top-Verm&ouml;gen bisher aber kaum vor. Der Grund: Da es keine Verm&ouml;gensteuer mehr gibt, fehlen amtliche Daten zum Verm&ouml;gen von Superreichen. Die einschl&auml;gigen Studien des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) oder der Bundesbank beruhen wiederum auf gro&szlig; angelegten freiwilligen Umfragen. Die sind zwar f&uuml;r rund 99 Prozent der Bev&ouml;lkerung repr&auml;sentativ. Doch der extreme Reichtum ist so kaum messbar. Denn er konzentriert sich auf eine sehr kleine Personengruppe, die von Umfragen kaum erfasst wird. \n<p>&ndash; Multimillion&auml;re und Milliard&auml;re kommen in g&auml;ngigen Studien kaum vor &ndash;<br>\nSo besitzt der reichste Haushalt im vom DIW organisierten Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) netto, also nach Abzug von Schulden, &ldquo;nur&rdquo; knapp 50 Millionen Euro. Die Bundesbank-Studie &ldquo;Private Haushalte und ihre Finanzen&rdquo; weist f&uuml;r den wohlhabendsten in ihrer Stichprobe erfassten Haushalt einen Nettobesitz von unter 80 Millionen aus. Enorm viel Geld &ndash; aber doch weit entfernt vom obersten Ende der Verm&ouml;genshierarchie, wo der Besitz mindestens im dreistelligen Millionenbereich liegt. &ldquo;Im Ergebnis bedeutet dies, dass das wahre Ausma&szlig; an Verm&ouml;gensungleichheit untersch&auml;tzt wird, weil ein wichtiger Teil des Verm&ouml;gens schlicht im Dunkeln bleibt&rdquo;, erkl&auml;ren Christian Westermeier und Dr. Markus Grabka vom DIW. Zumal auch die &ldquo;einfachen&rdquo; Million&auml;re in den Panels untererfasst sein d&uuml;rften. Dabei lie&szlig; sich an der Bundesbank-Untersuchung und den Studien anderer europ&auml;ischer Notenbanken ablesen, dass die Ungleichheit in Deutschland schon auf Basis der vorliegenden l&uuml;ckenhaften Daten gr&ouml;&szlig;er ist als in allen anderen Euro-L&auml;ndern au&szlig;er &Ouml;sterreich&hellip;.<\/p>\n<p>&ndash; Gesamtverm&ouml;gen k&ouml;nnte um zwei bis drei Billionen Euro h&ouml;her sein &ndash;<br>\nEgal, welches Szenario man w&auml;hlt, eines wird beim Blick auf die Daten der Forscher sofort klar: Wenn die bislang vernachl&auml;ssigten Top-Verm&ouml;gen hinzugesch&auml;tzt werden, steigt das Gesamtverm&ouml;gen in Deutschland stark an. Beispiel 2012: Nach den reinen SOEP-Daten besa&szlig;en die privaten Haushalte netto knapp 6,3 Billionen Euro. Bezieht man den gesch&auml;tzten Besitz der Superreichen mit ein, sind es mindestens rund 8,6 Billionen, maximal sogar etwa 9,3 Billionen Euro. Der starke Zuwachs belege die hohe Relevanz sehr hoher Verm&ouml;gen f&uuml;r die Verm&ouml;gensverteilung, schreiben die Forscher.<\/p>\n<p>&ndash; Dem reichsten Hundertstel d&uuml;rfte bis zu einem Drittel aller Verm&ouml;gen geh&ouml;ren. &ndash;<br>\nAuch der wirtschaftliche Abstand zwischen den Reichsten und dem Gros der Gesellschaft w&auml;chst noch einmal betr&auml;chtlich, wenn die gesch&auml;tzten Top-Verm&ouml;gen in die Analyse einbezogen werden. Das l&auml;sst sich etwa daran ablesen, wie viel das reichste Hundertstel vom gesamten Nettoverm&ouml;gen im Land h&auml;lt. Zu dieser Gruppe z&auml;hlen auf Basis der nicht-erweiterten SOEP-Daten Haushalte, die &uuml;ber ein Nettoverm&ouml;gen von mindestens 1,35 Millionen Euro verf&uuml;gen. Nach der Hinzusch&auml;tzung steigt diese Untergrenze noch einmal an &ndash; und gleichzeitig f&auml;llt der Anteil des obersten Prozents am Gesamtverm&ouml;gen weitaus gr&ouml;&szlig;er aus: Statt 18 Prozent, die das SOEP ohne Erg&auml;nzung f&uuml;r das Jahr 2012 ausweist, rechnen die Forscher nun mit 31 bis 34 Prozent je nach gew&auml;hltem Szenario. Damit w&auml;chst auch der Anteil, der auf die wohlhabendsten zehn Prozent der Haushalte entf&auml;llt: Nach der Zusch&auml;tzung sind es zwischen 63 und 74 Prozent aller Verm&ouml;gen in Deutschland &ndash; und nicht nur gut 60 Prozent wie nach den reinen SOEP-Daten.      <\/p>\n<p>&ndash; dem obersten Tausendstel 14 bis 16 Prozent &ndash;<br>\nWie stark sich die Verm&ouml;gen gerade an der Spitze der Pyramide ballen d&uuml;rften, macht eine weitere Rechnung der Forscher deutlich: Die reichsten 0,1 Prozent der Haushalte hielten 2007 rund 7 und 2012 etwa 5 Prozent des gesamten Nettoverm&ouml;gens, wenn man nach den SOEP-Daten ohne Erweiterung geht. Dieser Anteil ist bereits gr&ouml;&szlig;er als der, den die weniger wohlhabende H&auml;lfte der Gesamtbev&ouml;lkerung besa&szlig;. Erwartungsgem&auml;&szlig; steigt der Anteil der Superreichen aber noch einmal sprunghaft, wenn bislang vernachl&auml;ssigte Top-Verm&ouml;gen hinzugesch&auml;tzt werden: Auf dieser Basis kalkulieren Grabka und Westermeier mit 14 bis 16 Prozent, die das reichste Tausendstel besitzt. Und im Zeitverlauf seit 2002 sei dieser Anteil stabil geblieben. Finanzmarktkrise und Niedrigzinsphase scheinen die Top-Verm&ouml;genden also kaum gesch&auml;digt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.496886.de\/15-7-3.pdf\">Christian Westermeier, Markus M. Grabka: Gro&szlig;e statistische Unsicherheit beim Anteil der Top-Verm&ouml;genden in Deutschland. DIW-Wochenbericht 7\/2015 [PDF &ndash; 618 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ungleichheit macht krank &ndash; besonders Migrant_innen<\/strong><br>\nGenerell zeigt die ausgewertete Literatur nicht nur f&uuml;r &Ouml;sterreich, dass ein schwacher sozio&ouml;konomischer Status mit einer schlechteren Gesundheitslage einhergeht. Das hat viele Gr&uuml;nde: h&ouml;here Arbeitsbelastung, geringeres Einkommen, schlechtere Ern&auml;hrung. Vor allem der erh&ouml;hte psychische Druck durch kaum vorhandene Autonomie am Arbeitsplatz macht verst&auml;rkt krank. MigrantInnen sind nun deutlich mehr als die Gesamtbev&ouml;lkerung solchen negativen Arbeits- und Sozialbedingungen ausgesetzt. Fast die H&auml;lfte der eingeb&uuml;rgerten Menschen mit Migrationshintergrund und 60 Prozent der ausl&auml;ndischen Staatsb&uuml;rgerInnen (ohne EU\/EFTA) arbeiten als Hilfskr&auml;fte mit niedrigem Einkommen (ohne Migrationshintergrund: &bdquo;nur&ldquo; 17%). Das trifft vor allem Menschen mit den Herkunftsregionen T&uuml;rkei und Exjugoslawien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/ungleichheit-macht-krank-besonders-migrant_innen\/\">Blog arbeit &amp; wirtschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schuldentreiber Deutschland<\/strong><br>\nSchon seit einigen Jahren pr&auml;sentiert sich die Bundesregierung als Sparkommissar Europas &ndash; eigentlich der ganzen Welt. Mit dem &bdquo;Wachstum auf Pump&ldquo; m&uuml;sse Schluss sein, fordert die Bundeskanzlerin. Dass dies funktioniere, zeige das Beispiel Deutschland. Der Staatshaushalt sei ausgeglichen, die Wirtschaft wachse. Alles in Butter? Tats&auml;chlich beruht das Wachstum der deutschen Wirtschaft zum gro&szlig;en Teil auf Schulden &ndash; die das Ausland bei Deutschland macht. [&hellip;]<br>\n2014 lieh Deutschland dem Ausland 220 Milliarden, um deutsche Waren zu kaufen. Der Geldsack besteht aus nichts anderem, als aus Forderungen an das Ausland. Dieser &Uuml;berschuss soll im Jahr 2015 auf 206 Milliarden weiter steigen, das hat das Bundeswirtschaftsministerium fest eingeplant. Das bedeutet, dass die deutsche Wirtschaft auf Pump lebt &ndash; auf Pump der anderen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/schuldentreiber-deutschland.html\">Michael Schlecht, MdB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Komplizenschaft mit Steuerbetr&uuml;gern beenden<\/strong><br>\n&ldquo;Finanzminister Sch&auml;uble nimmt den Kampf gegen Steuerbetrug nicht ernst. Anders l&auml;sst sich nicht erkl&auml;ren, warum das Finanzministerium nicht wei&szlig;, was aus der Liste mit deutschen Steuerfl&uuml;chtlingen geworden ist, die von Frankreich an Deutschland &uuml;bermittelt wurde und warum Deutschland bislang darauf verzichtet hat, gegen Mitarbeiter der HSBC-Bank zu ermitteln. Anscheinend will es sich die Bundesregierung nicht mit den einflussreichen Industriellen, Gesch&auml;ftsleuten und Adelsfamilien verderben, die sich mit Hilfe von Gro&szlig;banken wie der HSBC ihrer Steuerpflicht zu entziehen suchen&rdquo;, sagt Sahra Wagenknecht, Erste stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf Medienberichte, denen zufolge die Schweizer Gro&szlig;bank HSBC in Genf mit Steuerhinterziehern und anderen Kriminellen millionenschwere Gesch&auml;fte machte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/komplizenschaft-steuerbetruegern-beenden-2015-02-10\/\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Avantgardisten des Augenblicks<\/strong><br>\nDie fremdenfeindlichen Umtriebe im ehemaligen Tal der Ahnungslosen bedienen ein weiteres Mal auf wunderbare Weise s&auml;mtliche Stereotype westdeutschen &Uuml;berlegenheitsgef&uuml;hls. Im deutschen Osten sagen sich demnach nicht nur Fuchs und Hase Gute Nacht, dort sind auch Hopfen und Malz f&uuml;r eine liberale Zivilgesellschaft verloren.<br>\nMan muss nicht um politisches Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Sorgen und N&ouml;te des durchschnittlichen Pegida-Mitl&auml;ufers werben oder gar den grassierenden Alltagsrassismus und dessen institutionelle F&ouml;rderung zumal im Freistaat Sachsen verharmlosen, um es sich analytisch gleichwohl nicht ganz so einfach zu machen und auf ein Ph&auml;nomen zu verweisen, das f&uuml;r die gesamte Gesellschaft von Belang ist: darauf n&auml;mlich, dass sich Ostdeutschland derzeit neuerlich als ein Laboratorium sozialen Wandels erweist. Was in Dresden auf die Beine gestellt wurde, war der &ndash; politisch in der Tat bedenkliche &ndash; Ausdruck eines radikalisierten Gegenwartsbezugs, wie er sich zuk&uuml;nftig, so steht zu erwarten, auch im vermeintlich demokratiefesteren Westen der Republik Bahn brechen wird.<br>\nWas als antiislamische Massendemonstration gesellschaftlichen Konservierungswillens auftrat, ist als Impuls wohl auch den vermeintlich fortschrittlicheren Sozialmilieus, jenseits wohlfeiler Sonntagsreden in Ost wie West, nicht fremd: der tief sitzende Wunsch n&auml;mlich, den Lauf der Zeit anzuhalten; an der Gegenwart festzuhalten, weil die Zukunft nichts Besseres mehr verhei&szlig;t&hellip;<br>\nIn Ostdeutschland ist dieser Wunsch nicht neu, er pr&auml;gt die sozialen Mentalit&auml;ten der neuen Bundesb&uuml;rger seit nunmehr einem Vierteljahrhundert. Seit der ma&szlig;geblich von ihnen selbst herbeigef&uuml;hrten &bdquo;Wiedervereinigung&ldquo; sind die Ostdeutschen die verkannten Helden der Gegenwart. Sie agieren als Avantgardisten des Augenblicks, dem sie &ndash; ganz Weimarer Klassik &ndash; zurufen, er m&ouml;ge doch, weil so sch&ouml;n, verweilen&hellip;<br>\nUnd doch treibt die Ostdeutschen &ndash; und eben nicht nur sie &ndash; zunehmend die b&ouml;se Ahnung um, dass das Wirken der guten Wohlstandsgeister, die man dereinst rief, nicht von Dauer sein k&ouml;nnte. Die D-Mark, Symbol des alten Wirtschaftswunderlands, hat man den Deutschen, kaum dass auch die armen Verwandten im Osten in ihren Genuss gekommen waren, wieder genommen&hellip;<br>\nIm Zeichen drohenden Wohlstandsverlusts und schleichender Abstiegsangst setzen Mechanismen pr&auml;ventiven Selbstschutzes ein. Da st&ouml;rt dann alles, was man sich als Grund der Gef&auml;hrdung des eigenen Lebensstandards und Sozialstatus so vorstellen kann oder im Zweifel auch herbeifantasieren mag, von den B&uuml;rokraten in Br&uuml;ssel bis zur imaginierten &Uuml;berfremdung vor Ort&hellip;<br>\nEhe man angesichts solcher sozialen Abwehrreaktionen selbstgerecht auf die dumpfen Ossis zeigt, sollte man sich klarmachen, dass deren auch im Wortsinne absto&szlig;ender Protest letztlich f&uuml;r ein allgemeineres, gesamtdeutsches &ndash; und wahrlich gesamteurop&auml;isches &ndash; Ph&auml;nomen steht: f&uuml;r das sich abzeichnende Ende des guten Lebens gesellschaftlicher Mehrheiten in den Zentren des globalen Kapitalismus &ndash; und die zu erwartenden kollektiven Reaktionen darauf&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.search?ik=1&amp;mode=erw&amp;tid=2015%2F02%2F13%2Fa0030&amp;ListView=0&amp;sort=3&amp;tx=Lessenich&amp;qu=MONDE%20\">Stephan Lessenich in Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> In der neuen Ausgabe von Le Monde diplomatique u.a. diese Themen:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Prolophobie:<\/strong> Die Furcht vor denen da unten von Beno&icirc;t Br&eacute;ville<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Im Fegefeuer des Wachstums<\/strong> von Mathias Greffrath<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Spaniens neue Radikale:<\/strong> Podemos &ndash; von der Emp&ouml;rung zur Bewegung zur Partei von Renaud Lambert <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Yassin und Nabil:<\/strong> Lebenswege in der franz&ouml;sischen Vorstadt von Pierre Souchon<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Afrikanische L&ouml;sungen f&uuml;r afrikanische Probleme<\/strong>: Der m&uuml;hsame Weg zu einer eigenst&auml;ndigen Sicherheitspolitik von Philippe Leymarie<\/em><\/li>\n<li><em><strong>&Ouml;l ins Feuer<\/strong> von Hicham Ben Abdallah El-Alaoui<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Rivalen des Terrors:<\/strong> Al-Qaida und IS streiten um den richtigen Weg des Dschihad von Julien Th&eacute;ron<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Schatzsuche in tiefsten Gew&auml;ssern:<\/strong> Die Offshore-F&ouml;rderung von &Ouml;l und Gas f&uuml;hrt weltweit zu neuen Grenzkonflikten von Michael T. Klare<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Minderheit im eigenen Land:<\/strong> Der verzweifelte Kampf der Papua gegen die indonesischen Besatzer von Philippe Pataud C&eacute;l&eacute;rier<\/em><\/li>\n<li><em><strong>R&uuml;ckkehr nach Pingxiang:<\/strong> Von Dreck und Gr&ouml;&szlig;e einer kleinen chinesischen Stadt von Xifan Yang<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Le Monde diplomatique ab heute im Kiosk am Freitag als Beilage zur taz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>40 Aktivisten verhindern Abschiebung<\/strong><br>\nOsnabr&uuml;ck, Mittwoch, 4 Uhr morgens: Schon 40 Aktivisten haben vor der Wohnung des Somaliers versammelt. Sie wollen sichergehen, nicht zu sp&auml;t zu sein. Um 5 Uhr soll der Fl&uuml;chtling abgeholt werden. Er ist &uuml;ber Italien in die EU eingereist; nach den Dublin-Verordnungen muss er auch dort seinen Asylantrag stellen. Deshalb soll er nun nach S&uuml;deuropa abgeschoben werden. In dem Abschiebebescheid stehe, dass sich der Somalier drau&szlig;en und im Falle einer Demonstration abseits aufhalten solle, so eine Aktivistin. (&hellip;)<br>\nUnd das macht er auch, genau wie seine Freunde. Als die Mitarbeiter der Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde ankommen, ist kaum zu erkennen, wer abgeschoben werden soll. Mehrere M&auml;nner heben die Hand und rufen &ldquo;Hier&rdquo;. Unverrichteter Dinge fahren die Mitarbeiter nach wenigen Minuten wieder fort. Es war bereits der dritte Versuch, den Somalier abzuschieben. Die Aktivisten sind zufrieden: &ldquo;Das war die 30. Abschiebung, die wir verhindert haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/osnabrueck_emsland\/40-Aktivisten-verhindern-Abschiebung,abschiebung484.html\">NDR.de<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150212_fluechtlinge.pdf\">Asyl-Dialoge und sozialer Hintergrund [PDF &ndash; 98 KB]<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>6,9 Milliarden Euro f&uuml;r TV-Rechte<\/strong><br>\nFu&szlig;ball bleibt eine Boom-Branche. Besonders in England. Die Premier League wird von 2016 an f&uuml;r drei Jahre noch mehr Geld f&uuml;r die TV-&Uuml;bertragungen kassieren. 13,45 Millionen Euro ist jedes einzelne Spiel wert. Insgesamt flie&szlig;en rund sieben Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/sport\/Premier-League-unterschreibt-Rekordvertrag-article14488131.html\">ntv<\/a>\n<p><strong>Dazu: TV-Vertrag: Seifert fordert Debatte &uuml;ber &ldquo;unpopul&auml;re Ma&szlig;nahmen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Milliarden-Vertrag der englischen Premier League k&ouml;nnte auch Auswirkungen auf den Verkauf der Bundesliga-Medienrechte ab der Saison 2017\/18 haben. DFL-Boss Christian Seifert hat mit Blick auf die Entscheidung in rund einem Jahr eine Diskussion &uuml;ber &ldquo;unpopul&auml;re Ma&szlig;nahmen&rdquo; gefordert. Eine dieser Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnte nach SID-Informationen eine Umverteilung der Spielansetzungen sein, um durch unterschiedliche Ansto&szlig;zeiten h&ouml;here Erl&ouml;se vor allem aus dem Bereich des Bezahlfernsehens (Pay-TV) zu generieren. Seifert hatte bereits zuletzt erkl&auml;rt, dass er im frei empfangbaren Fernsehen (Free-TV) kaum noch Wachstumschancen sehe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/fussball-dfl-tv-vertrag-seifert-fordert-debatte-ueber-unpopulaere-massnahmen\/11358244.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> &ldquo;Wir befinden uns in einem Verdr&auml;ngungswettbewerb der Ligen&rdquo;, sagte Seifert, Vorsitzender der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Deutschen Fu&szlig;ball Liga (DFL), der Bild-Zeitung: Das ist nat&uuml;rlich Unsinn. Die finanzielle Schere geht innerhalb der Ligen auseinander, da bei der Verteilung der &uuml;ppigen TV-Gelder vor allem die Platzhirsche immer wieder beg&uuml;nstigt werden. Amerika macht es da besser. In der NFL werden z.B. Einnahmen aus Fernsehgeldern und Sponsoring gleichm&auml;&szlig;ig auf alle Teams verteilt. Au&szlig;erdem gibt es in den nordamerikanischen Profiligen Gehaltsobergrenzen &ldquo;salary cap&rdquo;. Die Diskussion um Gehaltsobergrenzen scheint in Europa wieder eingeschlafen zu sein, stattdessen jammert man &uuml;ber Wettbewerbsverzerrung, um eine weitere Anhebung der Lizenzgeb&uuml;hren notwendig erscheinen zu lassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wirtschaft fordert Reform des Zuwanderungsrechts<\/strong><br>\nVor fast vier Jahren hat die Bundesregierung auf die Warnungen aus der Wirtschaft reagiert und ein Fachkr&auml;ftekonzept erarbeitet. In den allj&auml;hrlichen Fortschrittsberichten wird deutlich: Es gibt noch viel zu tun. Die Wirtschaft fordert eine Reform des Zuwanderungsrechts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/wirtschaft-fordert-reform-des-zuwanderungsrechts-aid-1.4865484\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Es gehe darum auszuloten, &ldquo;wie man ein solches System an deutsche Bed&uuml;rfnisse anpassen kann&rdquo;, wird der Pr&auml;sident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, zitiert. Mit deutschen Bed&uuml;rfnissen ist wohl eher der Wunsch von Teilen der Wirtschaft gemeint, gut ausgebildete junge Fachkr&auml;fte m&ouml;glichst g&uuml;nstig besch&auml;ftigen zu k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe auch: Dem Fachkr&auml;ftemangel ist nicht beizukommen<\/strong><br>\n71 Prozent der Unternehmen gaben im vergangenen Jahr an, dass es f&uuml;r sie derzeit sehr oder eher schwer sei, neue und ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. 2013 waren es noch 75 Prozent. Die Zahlen schwanken: 2011 waren es 72 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/erfolg\/beruf\/fortschrittsbericht-2014-dem-fachkraeftemangel-ist-nicht-beizukommen\/11356910.html\">Wiwo<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Arbeitgeber h&auml;tten deutsche Nachkriegsgenerationsfachkr&auml;fte nicht fr&uuml;hzeitig in Rente oder Arbeitslosigkeit oder Anpassung oder Altersteilzeit oder Transfergesellschaften oder Leiharbeit oder was wei&szlig; ich noch alles entsenden sollen, dann g&auml;be es auch heute keinen inszenierten &bdquo;Fachkr&auml;ftemangel.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der arme Intellektuelle<\/strong><br>\nWenn der Intellektuelle nicht unter der Welt litte, w&auml;re er kein Intellektueller. Fr&uuml;her sperrte man ihn weg, heute muss er in die Talkshows, wenn man ihn noch einl&auml;dt. Der Intellektuelle Ulf Erdmann Ziegler wurde k&uuml;rzlich ins Fernsehen geholt und beschrieb in dieser Zeitung, wie es ihm bei &bdquo;Maybritt Illner&ldquo; erging: &bdquo;Was die Redaktion offensichtlich interessierte, war, ob ich in der Lage sein w&uuml;rde, meine Argumente in K&uuml;rze bildhaft vorzubringen.&ldquo; Er beschrieb, dass niemand aus der Redaktion ein Buch von ihm gelesen habe oder eine Idee, wor&uuml;ber er &uuml;berhaupt geschrieben hatte, er sollte einfach den B&ouml;sen spielen in einer wie &uuml;blich moralisch &uuml;berhitzten Sendung &uuml;ber Edathy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/arbeitswelt\/berufsaussichten-fuer-intellektuelle-13412372.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: FDP bundesweit wieder bei f&uuml;nf Prozent<\/strong><br>\nNach einer langen Durststrecke kommt die FDP in der w&ouml;chentlichen Forsa-Umfrage bundesweit erstmals seit einem Jahr wieder auf f&uuml;nf Prozent. Im Wahltrend von &bdquo;stern&ldquo; und RTL verbessert sie sich im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt und w&uuml;rde damit bei einer Bundestagswahl ins Parlament zur&uuml;ckkehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/umfrage-fdp-bundesweit-wieder-bei-fuenf-prozent-13422296.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Umfrage kommt zum richtigen Zeitpunkt und kann getrost als weiterer Baustein einer Kampagne zur Unterst&uuml;tzung der FDP verstanden werden. Ein Video mit Christian Lindners angeblicher Wutrede aus dem D&uuml;sseldorfer Landtag d&uuml;mpelte lange Zeit unbeachtet im Netz herum. Der stellvertretende Chefredakteur der Welt, Ulf Poschardt, holte es dann vergangene Woche aus dem Youtube-Grab und besprach es unter der &Uuml;berschrift &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/videos\/article137026727\/Erst-Katja-Sudings-Beine-jetzt-Lindners-Wutrede.html\">FDP-Chef in Rage<\/a>&ldquo;. Die FDP sei endlich mal authentisch gewesen, so Poschardt. Dabei hatte Lindner dieselben Worte zu seiner gescheiterten unternehmerischen T&auml;tigkeit schon auf dem Dreik&ouml;nigstreffen der Partei zum besten gegeben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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