{"id":25050,"date":"2015-02-16T08:59:39","date_gmt":"2015-02-16T07:59:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050"},"modified":"2015-11-09T15:23:06","modified_gmt":"2015-11-09T14:23:06","slug":"hinweise-des-tages-2313","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h02\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h03\">Deutsche haben noch 40 Milliarden Euro in der Schweiz versteckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h04\">L&ouml;hne in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h05\">Arbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h06\">Umstrittene Ausfuhren: Exportboom von Kriegsger&auml;t nach Saudi-Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h07\">Geld schafft Wahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h08\">Zugriff auf die Kornkammer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h09\">Fragen an den Autor mit Jean Feyder: &ldquo;Mordshunger&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h10\">Ken FM im Gespr&auml;ch mit Salomon Perel, dem &ldquo;Hitlerjungen Salomon&rdquo;.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h11\">Ressentiment vs. Aufkl&auml;rung: Die &raquo;neue Friedensbewegung&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h12\">Mindestens 330 Millionen Euro f&uuml;r ein weitgehend nutzloses Medikament<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h13\">Migration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h14\">Stimmabgabe bis zur &bdquo;Tagesschau&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h15\">Wo gef&auml;hrden private Interessen die Unabh&auml;ngigkeit der Wissenschaft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h16\">Die Ukraine und Griechenland zeigen einen intellektuell und moralisch bankrotten deutschen Journalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h17\">Terroristen, Gescheiterte Staaten und Schurkenstaaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050#h18\">Buch-Ver&ouml;ffentlichung &ldquo;Gottlose Type&rdquo; &ndash; Petra Pau l&uuml;ftet ihre unfrisierten Geheimnisse<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25050&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Das Signal von Athen<\/strong><br>\nEs l&auml;ge im Interesse der europ&auml;ischen Wertegemeinschaft insgesamt eine Wirtschaftspolitik ohne derart katastrophale soziale Folgen zu betreiben.<br>\nDass die Wut der Griechen nicht Rechtsextremisten n&auml;hrte, sondern eine keineswegs so schrecklich radikale Linke, ist ja keine Garantie, dass es<br>\nanderswo genauso endet. Wir d&uuml;rfen erwarten, dass es bis Montag zu einem Kompromiss kommen wird, der Griechenland das Gesicht wahren l&auml;sst, ohne das Gesamtgeb&auml;ude der gef&auml;hrlichen Austerit&auml;tspolitik a la Merkel zu gef&auml;hrden. Aber eine wirklich an Werten wie Solidarit&auml;t und dauerhafter Stabilit&auml;t<br>\norientierte Politik h&auml;tte viel mehr zu tun. [&hellip;]<br>\nWas da herrscht in allzu vielen K&ouml;pfen, ist das Muster von einem Europa, in dem wir, die Starken, den Halbstarken &bdquo;helfen&ldquo;, solange sie sich unseren Regeln beugen. Und die wurden bekanntlich in den Schreibstuben des Neoliberalismus entworfen. Von ihnen wird die deutsche Kanzlerin &ndash; so freundlich kompromissbereit sie sich auch gibt &ndash; keine grundlegende Abweichung dulden. Schlie&szlig;lich steht sie an der Spitze derjenigen, die der schon erw&auml;hnte &bdquo;FAZ&ldquo;-Herausgeber Steltzner als das &bdquo;kollegiale Aufsichtspersonal der Erziehungsanstalt Eurogruppe&ldquo; bezeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/leitartikel\/europapolitik-das-signal-von-athen,29607566,29855416.html\">Stephan Hebel in der Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ich f&uuml;rchte, dass die herrschenden Kreise das Signal aus Griechenland nicht akzeptieren und deshalb Griechenland &bdquo;am ausgestreckten Arm verhungern lassen&ldquo;, koste es, was es wolle. Das Tina-Prinzip muss durchgehalten werden; es gibt keine Alternative zur Politik der Deregulierung, der Privatisierung, der Entstaatlichung &ndash; so die herrschende Meinung. Damit das Signal aus Griechenland nicht ansteckt, darf die neue Regierung in Athen keinen Erfolg haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das sind Griechenlands gr&ouml;&szlig;te Forderungen<\/strong><br>\nAm Montag verhandelt Griechenland mit den Euro-Finanzministern um neues Geld. Vorher hat die Regierung ihre Forderungen noch einmal geordnet. Zwei sind ihr besonders wichtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland\/griechenlands-wichtigste-forderungen-13429768.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> Tal der Ahnungslosen. In Deutschland glaubt man immer noch, es s&auml;&szlig;e am l&auml;ngeren Hebel. Das ist aber nicht so. Insoweit lebt Deutschland in einer Parallelwelt. Und sein falscher Ehrgeiz gef&auml;hrdet nicht nur den Euro, sondern ganz Europa. Wir beschimpfen andere Staaten als Schuldenmacher, transferieren aber j&auml;hrlich 200 Mrd. Ersparnisse ins Ausland und erwarten, dass sich das Ausland in dieser H&ouml;he bei uns verschuldet, um unsere Handelsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse zu sichern. Allein dieser Sachverhalt zeigt, dass Deutschland gegen&uuml;ber seinen Nachbarn ein falsches und &ouml;konomisch unverantwortliches Spiel betreibt. Es begreift nicht, dass unsere &Uuml;bersch&uuml;sse immer die Defizite der anderen sind. Nun versucht Herr Varoufakis auf diesen Unsinn hinzuweisen und praktikable L&ouml;sungen zu finden und in Deutschland beginnt sofort eine H&auml;me und Hetze, die v&ouml;llig absurd ist. Deutschland ist offenbar gar nicht an L&ouml;sungen interessiert, sondern will auf Kosten anderer so weitermachen. Das wird bei aller H&auml;me und Hetze nicht funktionieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Unbesorgt bis zum Grexit<\/strong><br>\nDie Staatspleite droht. Doch die B&ouml;rsen steigen. Die Wiedereinf&uuml;hrung der Drachme w&uuml;rde das Leben der Griechen etwa 40 Prozent teurer machen.<br>\nDer Showdown findet am Montag in Br&uuml;ssel statt. Dann treffen sich die Finanzminister der Eurozone erneut, um &uuml;ber die griechischen Schulden zu beraten. Die Zeit dr&auml;ngt. Ende Februar l&auml;uft das Hilfsprogramm f&uuml;r Griechenland aus; danach droht der Staatsbankrott.<br>\nDie Verhandlungen drehen sich um ein Wort, &uuml;ber das offiziell geschwiegen wird: &bdquo;Grexit&ldquo;, der Austritt Griechenlands aus dem Euro. Aber die Andeutungen sind deutlich. So sagte der griechische Premier Alexis Tsipras auf dem EU-Gipfel am Donnerstag: &bdquo;Griechenland erpresst nicht und wird nicht erpresst&ldquo; &ndash; womit er zwischen den Zeilen ausdr&uuml;ckt, dass es Erpressungspotential gibt. Kanzlerin Merkel &auml;u&szlig;erte sich gewohnt diplomatisch: &bdquo;Kompromisse werden vereinbart, wenn die Vorteile die Nachteile &uuml;berwiegen.&ldquo; &Uuml;bersetzt hei&szlig;t dies, dass Deutschland seine Interessen wahren wird &ndash; und die Kosten eines Grexits kalkuliert.<br>\nDer Grexit ist eine Option, obwohl er offiziell nicht m&ouml;glich ist. Man kann die Griechen nicht aus dem Euro werfen &ndash; genauso wenig wie sie selbst formell austreten k&ouml;nnen. Beides ist in den EU-Vertr&auml;gen nicht vorgesehen. Aber eine indirekte Kettenreaktion w&uuml;rde dazu f&uuml;hren, dass Griechenland die Drachme wieder einf&uuml;hren muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Showdown-fuer-Griechenland\/!154713\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Putins Medienfeldzug &ndash; Agent in eigener Sache<\/strong><br>\nPutin ist der K&ouml;nig der Desinformation: Gezielt streut der russische Pr&auml;sident Zweifel an jeglicher Berichterstattung des Westens. Die Opfer seiner Politik geraten dabei aus dem Blickfeld. [&hellip;]<br>\nDie Desinformation, mit der Putin arbeitet, zeigt Wirkung. Sie wirkt so stark, dass Putin an dem Tag, an dem das Abkommen Minsk II geschlossen wird, sich in die Pose des Triumphators werfen kann. [&hellip;] Er f&uuml;hrt einen Krieg und vermag es zugleich, als legitim Handelnder zu erscheinen, weil es ihm gelungen ist, hinter jede Feststellung unabh&auml;ngiger Beobachter, vor allem aber westlicher Journalisten, ein Fragezeichen zu setzen. [&hellip;]<br>\nIn den Fernsehnachrichten macht sich die Verunsicherung besonders bemerkbar. Die &bdquo;Tagesschau&ldquo; wird wegen Detailfehlern so lange und so &uuml;bertrieben kritisiert, bis ein kleiner Fehler so gro&szlig; erscheint, dass er einen Schatten auf die gesamte Berichterstattung zur Krise in der Ukraine wirft. ARD und ZDF werden von der &bdquo;St&auml;ndigen Publikumskonferenz&ldquo; mit Programmbeschwerden eingedeckt, die sich ausgiebig mit der Ukraine besch&auml;ftigen und dabei in der suggestiven Fragestellung an Einseitigkeit nicht zu &uuml;berbieten sind. Schon der Name &bdquo;Publikumskonferenz&ldquo; ist eine Anma&szlig;ung, dahinter steckt die fr&uuml;her bei der Linkspartei verortete Aktivistin Maren M&uuml;ller, die anfangs mit der Petition f&uuml;r Aufsehen sorgte, das ZDF m&uuml;sse den Moderator Markus Lanz entlassen (Anlass war dessen Umgang mit Sahra Wagenknecht in seiner Sendung). Was als kritisches Korrektiv daherkommt, wie es alle Medien, die &ouml;ffentlich-rechtlichen zumal, gut gebrauchen k&ouml;nnen, ist in Wahrheit der Versuch, die Medien auf eine Linie zu trimmen, die dem Fragesteller ins Weltbild passt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/putins-medienfeldzug-agent-in-eigener-sache-13427316.html\">Michael Hanfeld in der FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Lesers:<\/strong> Ein weiteres St&uuml;ck &lsquo;Qualit&auml;tsjournalismus&rsquo; und propagandistischer Kritik &lsquo;gegnerischer Propaganda&rsquo;, die solange nicht anderes als genau das von ihr selbst Kritisierte ist noch sein kann, d.h. Propaganda, solange sie die urs&auml;chlichen Entwicklungen und Zusammenh&auml;nge unterschl&auml;gt, und alles weitere buchst&auml;blich aus dem Zusammenhang gerissen zwangsl&auml;ufig schief und reduziert darstellt, zudem noch simpelst und propagandistisch wirksam personifiziert. &lsquo;K&ouml;nige der Desinformation&rsquo; und des &lsquo;gezielten Streuens von Zweifeln an jeglicher Berichterstattung&rsquo; &uuml;ber die urs&auml;chliche (und offiziell anerkannte!) Beteiligung des Westens &ndash; statt eines tats&auml;chlichen Bem&uuml;hens um westliche Werte der Aufkl&auml;rung. &lsquo;Die Opfer&rsquo; westlicher &lsquo;Politik geraten dabei aus dem Blickfeld&rsquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&raquo;T&ouml;ten f&uuml;r Wotan&laquo;<\/strong><br>\nDie Faschistengruppe &raquo;Misanthropic Division&laquo; k&auml;mpft innerhalb des Bataillons &raquo;Asow&laquo; in der Ukraine. Sie will eine rassistische &raquo;Volksgemeinschaft&laquo; in ganz Europa aufbauen. Die Beh&ouml;rden k&uuml;mmert das wenig.<br>\nMit entschlossenem Blick posieren die jungen M&auml;nner f&uuml;r die Kamera. In den H&auml;nden halten sie AK-47-Sturmgewehre, auf dem Oberarm tragen sie das Abzeichen des ukrainischen Freiwilligenbataillons &raquo;Asow&laquo;. Diejenigen von ihnen, die in der ersten Reihe knien, entfalten ein Banner. Darauf steht &raquo;Misanthropic Division Ukraine&laquo; (MD), umgeben von SS-Totenk&ouml;pfen und Kalaschnikows.<br>\n&Uuml;ber rechte Milizen im ukrainischen B&uuml;rgerkrieg ist, zumindest in der sich als kritisch und links verstehenden Presse, einiges geschrieben worden. Der Fokus lag dabei lange Zeit auf der Partei &raquo;Swoboda&laquo; und dem &raquo;Rechten Sektor&laquo;, jenem Zusammenschluss aus faschistischen Gruppierungen, der w&auml;hrend der Proteste auf dem Maidan am sichtbarsten war. Gef&uuml;hrt von dem Mitbegr&uuml;nder der nationalistischen und an dem Hitler-Kollaborateur Stepan Bandera orientierten paramilit&auml;rischen Organisation &raquo;Trisub&laquo;, Dmitro Jarosch, &uuml;bernahm der Rechte Sektor eine Reihe wichtiger Aufgaben auf dem sogenannten Euromaidan. Er etablierte sich fest in der politischen Landschaft der Ukraine und stellt bis heute eine milit&auml;risch wie ideologisch einflussreiche Bewegung dar. W&auml;hrend Jarosch und seine &raquo;Kameraden&laquo; &auml;hnlich wie die Swoboda Oleg Tjagniboks darauf bedacht waren, sich als &raquo;modernisierte&laquo; nationalistische Bewegung zu vermarkten, erstarkten Gruppierungen, die noch weit radikaler sind und offener an der Ideologie des Hitler-Faschismus ankn&uuml;pfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/02-14\/011.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zu Recht wird im Rahmen der Friedensverhandlungen immer wieder hinterfragt, ob Putin &uuml;berhaupt die Kontrolle &uuml;ber die Separatisten hat und in ihrem Namen verhandeln kann. Auf der anderen Seite muss man jedoch auch die Frage stellen, ob Poroschenko eigentlich im Namen aller ukrainischen Kombattanten verhandeln und Zugest&auml;ndnisse machen kann. Wir haben viel zu lange toleriert, dass die ukrainische Seite des B&uuml;rgerkriegs sich selbst zerfasert und Warlords unterschiedlichster Ideologie das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Nun stehen wir an einem Punkt, an dem der Konflikt sich m&ouml;glicherweise bereits derart verselbstst&auml;ndigt hat, dass allgemeine Friedensverhandlungen gar nicht mehr zielf&uuml;hrend sind, da keine der Verhandlungsparteien mehr einen Hebel auf alle beteiligten Gruppierungen hat. Der Krieg ern&auml;hrt den Krieg.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Waffenstillstand bei wirtschaftlichem Chaos<\/strong><br>\nIm ukrainischen Krieg w&auml;re schon ein weithin respektierter Waffenstillstand ein gro&szlig;er Erfolg. Dieser ist jedoch nur die erste gro&szlig;e H&uuml;rde f&uuml;r einen Frieden in der Region. Der Fahrplan von Minsk soll bis zu Wahlen in den abtr&uuml;nnigen Regionen und einer neuen Verfassung f&uuml;r das Land reichen.<br>\nAm zweiten Tag des Waffenstillstands sollen beide Seiten, die ukrainische Armee und die prorussischen Separatisten, mit dem Abzug ihrer schweren Waffen beginnen und eine Pufferzone einrichten. Die Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) soll den R&uuml;ckzug vom ersten Tag an &uuml;berwachen. An diesem Tag sollen auch Gespr&auml;che &uuml;ber Regionalwahlen in den von den Separatisten kontrollierten Gebieten Donezk und Luhansk beginnen.<br>\nDer fragile Prozess des Waffenstillstandes hat einen gesellschaftlichen Hintergrund, der gleichfalls nicht zu gro&szlig;em Optimismus veranlasst. Auf der einen Seite wird der politischen Elite Russland ein r&uuml;cksichtsloser Machtwille zur Herstellung von Gro&szlig;machtanspr&uuml;chen unterstellt. Auf der anderen Seite gab es keinen Masterplan zur politischen Neuordnung eines gemeinsamen europ&auml;ischen Hauses nach dem Zerfall der Sowjetunion.<br>\nDie Entscheidung diverser Staaten nach Jahrzehnten der sowjetischen Dominanz, eigene Wege zu gehen, war mit neuen politischen Risiken und Konflikten verbunden. W&auml;hrend sich in Moskau eine nationalistische Ideologie durchgesetzt hat und die Chancen zum &Uuml;bergang eines demokratischen Kapitalismus mit einer elaborierten Zivilgesellschaft nicht genutzt wurden, hat sich in den anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion ein Staats- und Gesellschaftsverst&auml;ndnis durchgesetzt, das nicht partnerschaftlich oder auf Ausgleich ausgerichtet ist. In der Ukraine etwa ist das Weltbild der h&ouml;chst komplexen politischen Klasse gegen&uuml;ber Russland und dem russisch sprechenden Teil der eigenen Bev&ouml;lkerung konfrontativ und militant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/waffenstillstand-bei-wirtschaftlichem-chaos\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche haben noch 40 Milliarden Euro in der Schweiz versteckt<\/strong><br>\nTrotz der Beteuerungen der Schweizer Banken, Steuerhinterziehung nicht l&auml;nger zu unterst&uuml;tzen, haben Deutsche nach Sch&auml;tzung der Deutschen Steuergewerkschaft noch immer erhebliche Summen Schwarzgeldes in der Schweiz vor dem deutschen Fiskus versteckt. &bdquo;Es d&uuml;rften heute noch mindestens 40 Milliarden Euro von Deutschen in der Schweiz liegen, von denen der deutsche Fiskus nichts wei&szlig;&ldquo;, sagte Gewerkschaftschef Thomas Eigenthaler dem Tagesspiegel. &bdquo;Die Schweiz ist die gr&ouml;&szlig;te Fluchtburg f&uuml;r deutsches Schwarzgeld.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/steuerhinterziehung-deutsche-haben-noch-40-milliarden-euro-in-der-schweiz-versteckt\/11375420.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: B&uuml;rger sollen deutsche Infrastruktur mitfinanzieren<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) holt zum gro&szlig;en wirtschaftspolitischen Schlag aus. Seine Expertenkommission zur St&auml;rkung der Investitionen plant eine Teilprivatisierung der deutschen Infrastruktur.<br>\nK&uuml;nftig k&ouml;nnten Privatanleger &uuml;ber einen &ldquo;B&uuml;rgerfonds&rdquo; Stra&szlig;en, Schulen und Br&uuml;cken mitfinanzieren. Dies geht aus internen Sitzungsprotokollen, Pr&auml;sentationen sowie den ersten Kapiteln des Zwischenstandsberichts der Expertenkommission hervor, die der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;, dem Journalisten-Start-up &ldquo;Follow the Money&rdquo; und dem Rechercheb&uuml;ro Correct!V vorliegen.<br>\nSo plant die Kommission, Fonds aus &ouml;ffentlich-privaten Partnerschaften (&Ouml;PP) zu schaffen, in denen &uuml;ber Gemeindegrenzen hinweg kommunale Bauprojekte geb&uuml;ndelt werden. An diesen Fonds k&ouml;nnen sich Versicherungen, institutionelle Anleger, aber auch B&uuml;rger beteiligen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article137461663\/Buerger-sollen-deutsche-Infrastruktur-mitfinanzieren.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> W&auml;hrend deutsches Schwarzgeld in Milliardenh&ouml;he weiterhin unbehelligt in der Schweiz lagern und sich vermehren darf, sucht der Wirtschaftsminister hierzulande krampfhaft nach neuen Finanzierungsquellen. Mehr Kredite gehen nicht, weil die Schuldenbremse dem entgegensteht. H&ouml;here Steuern gehen auch nicht, weil der Koalitionspartner dies strikt ablehnt. Bleibt dann nur die untauglichste und kostspieligste Variante &uuml;brig, um die marode Infrastruktur auf Fordermann zu bringen. Bei &ouml;ffentlich privaten Partnerschaften gewinnen allerdings immer nur wenige, w&auml;hrend die vergleichsweise hohen Kosten &uuml;ber Jahre hinweg auf die Allgemeinheit abgeladen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>L&ouml;hne in Deutschland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Von wegen Jobkiller<\/strong><br>\nEntgegen aller Kritik hat der Mindestlohn bisher nicht massenweise Jobs vernichtet. Wirtschaftsverb&auml;nde kritisieren ihn trotzdem als &ldquo;B&uuml;rokratiemonster&rdquo;. Damit eine der gr&ouml;&szlig;ten sozialpolitischen Reformen der Nachkriegszeit ein Erfolg wird, muss Arbeitsministerin Nahles jetzt hart bleiben.<br>\nEs geht um ein sozialpolitisches Gro&szlig;experiment. Einen Mindestlohn von 8,50 Euro einzuf&uuml;hren, obwohl Millionen Menschen vor allem im Osten Deutschlands zum Teil deutlich weniger verdienten, war verwegen. W&auml;re es in den vergangenen Wochen zu Massenentlassungen gekommen, h&auml;tte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles einpacken k&ouml;nnen. 45 Tage nach Einf&uuml;hrung der Lohnuntergrenze sieht es anders aus: Der Mindestlohn hat sich bislang nicht als gro&szlig;er Jobkiller entpuppt.<br>\nBeim Streit um die 8,50 Euro ging es stets um eine entscheidende Frage: Kostet die neue Untergrenze Stellen? Eine seri&ouml;se Antwort darauf zu geben, ist noch zu fr&uuml;h: Die Lage am Arbeitsmarkt h&auml;ngt von vielen Faktoren ab, vom Euro-Kurs und &Ouml;lpreis, den Zinsen oder der Ukraine-Krise. Viele Firmen m&uuml;ssen erst ausprobieren, ob sie h&ouml;here Lohnkosten durch h&ouml;here Preise oder Sparma&szlig;nahmen ausgleichen k&ouml;nnen. Dennoch kann man feststellen: Wenn Jobs wegfallen, trifft dies vor allem Minijobber. Hunderttausende Stellen, wie von manchen &Ouml;konomen bef&uuml;rchtet, sind bis jetzt nicht verschwunden. Die Besch&auml;ftigung wird 2015 vielmehr erneut wachsen, wenn auch nicht so stark wie ohne die 8,50 Euro. Es h&auml;tte also viel schlimmer kommen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/mindestlohn-von-wegen-jobkiller-1.2349704%20\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Aha. Trotz arbeitgeberfreundlicher Orientierung eine klar Kernaussage f&uuml;r den Mindestlohn.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stadt wehrt sich weiter gegen h&ouml;here Klinik-L&ouml;hne<\/strong><br>\nBad Langensalza will juristisch einen Gesellschafterbeschluss anfechten, der Lohnerh&ouml;hungen f&uuml;r die Klinik-Belegschaft in den Jahren 2013 bis 2015 vorsieht. Der Unstrut-Hainich-Kreis hatte die Lohnerh&ouml;hung als Mehrheitseigent&uuml;mer an der Klinik im Jahr 2013 beschlossen &ndash; mit dem Ziel, die Abwanderung von Fachkr&auml;ften zu verhindern. Dagegen hatte die Stadt Bad Langensalza als Minderheitsgesellschafterin des Unternehmens geklagt. Die Stadt begr&uuml;ndete ihre Klage damit, dass f&uuml;r die Lohnerh&ouml;hungen zwei Millionen Euro zus&auml;tzlich n&ouml;tig seien. Diese Summe sei eine zu hohe Belastung f&uuml;r die Klinik. Au&szlig;erdem versto&szlig;e der Beschluss gegen die Satzung. Darin sei festgelegt, dass allein der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Entscheidungen zum Personal treffe.<br>\nDas M&uuml;hlh&auml;user Landgericht hatte in erster Instanz der Gesellschafterversammlung ein Weisungsrecht gegen&uuml;ber dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer zugesprochen. Das Hufeland-Klinikum besch&auml;ftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Mitarbeiter an den Standorten Bad Langensalza und M&uuml;hlhausen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/thueringen\/nord-thueringen\/bad_langensalza_klage_klinikloehne100.html\">mdr<\/a><\/li>\n<li><strong>Sauna-Besuch statt Mindestlohn<\/strong><br>\nSeit Januar m&uuml;ssen die Unternehmen in Sachsen-Anhalt ihren Besch&auml;ftigten mindestens 8,50 Euro die Stunde zahlen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisiert, dass sich manche Firmen mit illegalen Tricks davor dr&uuml;cken, und r&auml;t Betroffenen, im Zweifelsfall den Zoll zu informieren. (&hellip;)<br>\nWie eine DGB-Sprecherin erkl&auml;rt, berichten die Arbeitnehmer nach wie vor sehr h&auml;ufig von Arbeitgebern, die ihnen den Mindestlohn nicht zahlen wollen. &ldquo;Die Tricksereien versto&szlig;en gegen das Gesetz&rdquo;, so die Sprecherin.<br>\nGutscheine d&uuml;rfen kein Lohnbestandteil sein&#8232;Im Kern gibt es laut DGB vier unterschiedliche Arten, wie Firmen versuchen zu schummeln. So gibt es Chefs, die ihren Mitarbeitern statt einer Lohnerh&ouml;hung Gutscheine f&uuml;r hauseigene Waren und Dienstleistungen anbieten. Kino-Mitarbeiter bekommen dabei Popcorn frei angeboten, Mitarbeiter im Supermarkt Lebensmittel. Auch &uuml;ber Gutscheine f&uuml;r Sauna-Besuche haben Sauna-Mitarbeiter dem DGB am Telefon schon berichtet.<br>\n&ldquo;Gutscheine sind kein Lohnbestandteil&rdquo;, stellt die DGB-Sprecherin klar. &ldquo;Arbeitgeber d&uuml;rfen ihren Mitarbeitern Gutscheine nur zus&auml;tzlich zum Lohn schenken.&rdquo; Unternehmen w&uuml;rden nach wie vor auch versuchen, ihre Minijobber l&auml;nger arbeiten zu lassen als vertraglich vereinbart. &ldquo;Umso wichtiger ist es, die vorgeschriebenen Dokumentationspflichten nicht wieder abzuschaffen. Sonst k&ouml;nnte diese Art von Missbrauch nicht mehr einged&auml;mmt werden.&rdquo;<br>\nEine dritte Art von Missbrauch besteht darin, dass Arbeitgeber bestimmte Arbeitsleistungen nicht mehr anrechnen. &ldquo;Ein Fahrer, der Krankentransporte macht, sollte nur noch seine Fahrzeit bezahlt bekommen&rdquo;, erkl&auml;rt die Sprecherin. Eine Besch&auml;ftigte im Nagelstudio sollte zwar im Laden anwesend sein, aber nur in der Zeit bezahlt werden, in der sie Kunden hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volksstimme.de\/nachrichten\/sachsen_anhalt\/1424528_Sauna-Besuch-statt-Mindestlohn.html\">Volksstimme.de<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Gewerkschaftsforderung nicht zu stemmen&rdquo;<\/strong><br>\nh&uuml;ringens Finanzministerin Heike Taubert hat einen moderaten Abschluss bei den anstehenden Tarifverhandlungen f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst angemahnt. Die SPD-Politikerin sagte MDR TH&Uuml;RINGEN, das von den Gewerkschaften geforderte Lohnplus k&ouml;nne der Freistaat &ldquo;beim besten Willen&rdquo; nicht stemmen und m&uuml;sste Kredite aufnehmen. Setzten sich die Gewerkschaften durch, k&auml;men auf Th&uuml;ringen Mehrkosten von j&auml;hrlich 70 Millionen Euro f&uuml;r die Tarifbesch&auml;ftigten und 90 Millionen f&uuml;r die Beamten zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/thueringen\/taubert-tarifverhandlungen-oeffentlicher-dienst100.html\">MDR Th&uuml;ringen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Amt will Hartz-IV-Empf&auml;ngern mehr Druck machen<\/strong><br>\nHannover ist eine der bundesweiten Hochburgen der Langzeitarbeitslosen &ndash; jetzt sollen Hartz-IV-Empf&auml;nger konsequenter zum Annehmen von 1-Euro-Jobs gedr&auml;ngt werden. Ein durchgesickertes Papier gibt an, dass sich zu viele vor einer Arbeitsvermittlung dr&uuml;cken. Betroffene f&uuml;rchten jetzt eine unfaire &bdquo;Sanktionswelle&ldquo;.<br>\nDamit erwerbsf&auml;hige Langzeitarbeitslose wieder an ein regul&auml;res Arbeitsleben gew&ouml;hnt werden, haben die Jobcenter regionsweit etwa 1200 Pl&auml;tze in sogenannten Arbeitsgelegenheiten, etwa bei Hannovers Stadtverwaltung oder sozialen Einrichtungen. Dort d&uuml;rfen Hartz-IV-Empf&auml;nger als Arbeitskr&auml;fte eingesetzt werden, solange sie nicht zur Konkurrenz f&uuml;r Firmen auf dem echten Arbeitsmarkt werden. Sie erhalten dann zus&auml;tzlich zu ihrer Unterst&uuml;tzung eine geringe Entsch&auml;digung, auch die Anbieter bekommen eine Entsch&auml;digung. Etwa 2800 bis 3000 Menschen w&uuml;rden so pro Jahr &bdquo;an die Besch&auml;ftigungsf&auml;higkeit und damit an die soziale Teilhabe herangef&uuml;hrt&ldquo;, wie Dietmar Langer von der Jobcenter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung best&auml;tigt.<br>\nDem vertraulichen Papier zufolge hat aber 2014 eine interne Revision ergeben, dass Arbeitslose, die eigentlich f&uuml;r 1-Euro-Jobs geeignet schienen, sich erfolgreich dr&uuml;cken konnten. Sie mussten offenbar beim Vorstellungsgespr&auml;ch bei den jeweiligen Tr&auml;gern nur den Eindruck erwecken, dass sie nicht geeignet seien. &bdquo;In diesen F&auml;llen gibt es keine M&ouml;glichkeit, den Nichteintritt einer Arbeitsgelegenheit zu sanktionieren&ldquo;, hei&szlig;t es in dem vertraulichen Bericht. Das soll sich jetzt &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Hannover\/Aus-der-Stadt\/Uebersicht\/Jobcenter-ziehen-bei-Hartz-IV-Empfaengern-Zuegel-an%20\">Hannoversche Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Erst vor wenigen Monaten ist sogar &uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.shz.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/das-ende-des-ein-euro-jobs-id8077986.html\">Das Ende des Ein-Euro-Jobs<\/a> berichtet worden. Aber trotz geringer Quoten f&uuml;r einen anschlie&szlig;enden regul&auml;ren Arbeitsplatz m&ouml;chten Politik und Jobcenter offenbar an diesem System, das nicht wenige inzwischen als &bdquo;Sozialindustrie&ldquo; bezeichnen, festhalten.<\/em><br>\n<em>Diese Absicht ist auch ein weiteres Indiz daf&uuml;r, dass Teile des Staates zumindest Teile der Bev&ouml;lkerung nicht lediglich mit nachrichtendienstlichen, sondern auch mit anderen repressiven Methoden kontrollieren m&ouml;chten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitslosigkeit f&uuml;hrt zu mehr Suiziden<\/strong><br>\nBesch&auml;ftigungslosigkeit ist ein Motiv f&uuml;r Selbstt&ouml;tung &ndash; das hat eine Studie mit Daten aus 63 L&auml;ndern ergeben<br>\nArbeitslosigkeit f&uuml;hrt zu mehr Suiziden. Das geht aus einer Studie von Psychiatrie-Experten der Universit&auml;tsklinik Z&uuml;rich mit Daten aus 63 Staaten &ndash; darunter auch &Ouml;sterreich &ndash; hervor. Der Anteil der Besch&auml;ftigungslosigkeit an den Selbstt&ouml;tungsraten d&uuml;rfte bei rund 20 Prozent liegen, hei&szlig;t es in &ldquo;Lancet Psychiatry&rdquo;.<br>\nCarlos Nordt von der Z&uuml;richer Klinik und die Co-Autoren haben die Daten bez&uuml;glich der Arbeitslosenrate und der Suizide von mehr als f&uuml;nf Dutzend Staaten, zusammengefasst in vier Regionen (Amerika, Nord- und Westeuropa inklusive &Ouml;sterreich, S&uuml;d- und Osteuropa sowie L&auml;nder au&szlig;erhalb von Nord- und S&uuml;damerika und Europa), aus den Jahren 2000 bis 2011 analysiert. An sich ging die Suizidrate, wenn man die Besch&auml;ftigungslosigkeit herausrechnete, pro Jahr in diesen Weltregionen um 1,1 Prozent zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000011559179\/Arbeitslosigkeit-fuehrt-zu-mehr-Suiziden\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Umstrittene Ausfuhren: Exportboom von Kriegsger&auml;t nach Saudi-Arabien<\/strong><br>\nDie Bundesregierung erlaubt in gro&szlig;em Stil Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien. Allein im vergangenen Monat genehmigte das Haus von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) Exportantr&auml;ge in H&ouml;he von 110 Millionen Euro &ndash; so viel wie seit vergangenem Sommer nicht mehr. Tats&auml;chlich ausgef&uuml;hrt wurden seit Oktober 2014 sogar Waffen im Wert von 332 Millionen Euro. Darunter befinden sich neben Lenkflugk&ouml;rpern und Ersatzteilen f&uuml;r Kampfflugzeuge auch &ldquo;Teile f&uuml;r Gesch&uuml;tzmunition, Haubitzenmunition, M&ouml;rsermunition&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linkenfraktion. [&hellip;]<br>\nDas Bundeswirtschaftsministerium legt Wert auf die Feststellung, dass es sich bei den genehmigten Exporten nicht ausschlie&szlig;lich um Waffen handelt, sondern auch um sonstiges R&uuml;stungsmaterial wie Teile f&uuml;r Milit&auml;rlaster.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/saudi-arabien-deutschland-genehmigt-export-von-kriegswaffen-a-1018365.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Teile f&uuml;r Milit&auml;rlaster machen die Waffenexporte der Bundesregierung jetzt weniger schlimm oder was? Was ist nur aus der Forderung geworden: &bdquo;Wir m&uuml;ssen in jedem Fall wieder dahin kommen, dass wir R&uuml;stungsg&uuml;ter nicht in Krisengebiete exportieren.&ldquo; (Hubertus Heil, SPD-Chefunterh&auml;ndler f&uuml;r das Thema Wirtschaft bei den Koalitionsverhandlungen mit der Union im Jahr 2013, siehe <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/spd-will-weniger-ruestungsexporte-aid-1.3773596\">RP Online<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Geld schafft Wahn<\/strong><br>\nGeldpolitik wird wohl keine bedeutende Rolle im Wahlkampf von 2016 spielen, obwohl sie das eigentlich sollte. Schlie&szlig;lich ist Geldpolitik ungemein wichtig, und die republikanische Basis und viele fu&#776;hrende Politiker haben eine sehr deutliche Meinung u&#776;ber die Federal Reserve und ihre Vorgehensweise. Und wer auch immer schlie&szlig;lich als Pra&#776;sidentschaftskandidat nominiert wird, wird sicherlich der Parteilinie folgen mu&#776;ssen.<br>\nDeshalb ist es von Bedeutung, dass der sich herausbildende Konsens der GOP in Sachen Geldpolitik wahnwitzig ist &ndash; absolut verschwo&#776;rungstheorie-wahnwitzig.<br>\nDie derzeit deutlichste Manifestation dieses Geldwahnwitzes ist Senator Rand Pauls Kampagne &ldquo;Die Fed pru&#776;fen&rdquo;. Mr. Paul warnt gerne, dass die Bemu&#776;hungen der Fed, die Wirtschaft zu sta&#776;rken, zu einer Hyperinflation fu&#776;hren ko&#776;nnten; Er gefa&#776;llt sich darin, u&#776;ber die Schubkarren voller Bargeld zu reden, die man im Deutschland der Weimarer Republik herumgekarrt habe. Aber das sagt er schon seit 2009, und nach wie vor passiert nichts dergleichen. Und so hat er jetzt eine neue Masche: Die Fed sei eine stark u&#776;berschuldete Bank, so wie Lehman Brothers das war, und sie ko&#776;nne jetzt praktisch jeden Tag einen katastrophalen Vertrauensverlust erleiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/02\/13\/opinion\/paul-krugman-money-makes-crazy.html\">Paul Krugman in der New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zugriff auf die Kornkammer<\/strong><br>\nDie Finanzierung von internationalen Agrarholdings durch die Europ&auml;ische Bank f&uuml;r Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) steige rasant an, was dem &bdquo;Landgrabbing&ldquo; Vorschub leistete. Der Linken-Politiker Niema Movassat fordert von der Bundesregierung, die Zusammenarbeit mit Kiew im Landwirtschaftssektor auszusetzen. [&hellip;]<br>\nDie Ukraine galt fr&uuml;her als &bdquo;Kornkammer&ldquo; der Sowjetunion, zu der sie bis 1991 geh&ouml;rte. Das Land verf&uuml;gt &uuml;ber ertragreiche Schwarzb&ouml;den; seine Anbaufl&auml;che ist mit 32 Millionen Hektar etwa doppelt so gro&szlig; wie die Deutschlands. Die Ukraine ist heute weltweit drittgr&ouml;&szlig;ter Mais- und f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;ter Weizenexporteur, au&szlig;erdem produziert sie gro&szlig;e Mengen Raps, der zur Agrosprit-Gewinnung nach Westeuropa exportiert wird.<br>\nBereits im letzten Jahrzehnt nahmen die Agrarexporte stark zu. Sie stiegen laut dem polnischen Thinktank &bdquo;Centre for Eastern Studies&ldquo; zwischen 2005 und 2012 von 4,3 auf 17,9 Milliarden Euro. Laut der US-Agrarbeh&ouml;rde k&ouml;nnte die Ukraine zum zweitgr&ouml;&szlig;ten Getreideexporteur nach den USA aufr&uuml;cken. Das Land ist wegen niedriger Bodenpreise attraktiv f&uuml;r Investoren aus dem Westen, die Land kaufen wollen, aber auch f&uuml;r Hersteller von Agrarmaschinen und Saatgut.<br>\nIn der Antwort auf eine Bundestagsanfrage der Linken best&auml;tigt das Bundeslandwirtschaftsministerium, dass bereits die H&auml;lfte der ukrainischen Agrarfl&auml;che von Gro&szlig;unternehmen bewirtschaftet wird. Das gr&ouml;&szlig;te davon, die Agrarholding &bdquo;UkrLandFarming&ldquo;, besitze alleine rund 670 000 Hektar. Zum Vergleich: Die mittlere Gr&ouml;&szlig;e der Bauernh&ouml;fe in Deutschland betr&auml;gt 60 Hektar, Gro&szlig;betriebe bewirtschaften bis zu 12 000 Hektar. Laut dem NGO-nahen kanadischen &bdquo;Oakland Institut&ldquo;, das zu Landgrabbing recherchiert, sind seit 2002 rund 1,6 Millionen Hektar ukrainische Agrarfl&auml;che an multinationale Unternehmen verkauft oder verpachtet worden, darunter 405 000 Hektar an eine Luxemburger Firma und 250 000 Hektar an eine russische. 2013 verhandelte Kiew zudem mit China &uuml;ber die Nutzung von sogar drei Millionen Hektar im Osten des Landes, was rund f&uuml;nf Prozent der gesamten ukrainischen Agrarfl&auml;che und in etwa der Gr&ouml;&szlig;e Belgiens entspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/agrarholdings-zugriff-auf-die-kornkammer,1472780,29848320.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fragen an den Autor mit Jean Feyder: &ldquo;Mordshunger&rdquo;<\/strong><br>\nDie Zahl der Menschen steigt, und alle m&ouml;chten verst&auml;ndlicherweise auf das Konsum-Niveau der westlichen Industrienationen kommen. Bei endlichen Ressourcen bringt das gravierende Probleme. Dass aber Millionen Menschen verhungern, liegt nicht nur an der Zahl der Menschen. Kriege und B&uuml;rgerkriege sind ein wichtiger Faktor, aber auch die Wirtschafts- und Landwirtschaftspolitik.<br>\nBrauchen wir eine F&ouml;rderung der nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion? Macht die Fixierung auf den Export viele L&auml;nder abh&auml;ngig? Treiben Institutionen wie der Internationale W&auml;hrungsfonds die &auml;rmeren L&auml;nder in eine verh&auml;ngnisvolle Politik?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sr-online.de\/sronline\/sr2\/sendungen_a-z\/fragen_an_den_autor\/20150201_fragen_an_den_autor_feyder_mordshunger100.html\">SR2 Fragen an den Autor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ken FM im Gespr&auml;ch mit Salomon Perel, dem &ldquo;Hitlerjungen Salomon&rdquo;.<\/strong><br>\n&bdquo;Sally Perel wurde 1925 in Peine als Sohn orthodoxer Juden geboren. Die Geschichte seines &Uuml;berlebens erschien in Buchform und wurde zum Bestseller, der auch verfilmt wurde: &ldquo;Hitlerjunge Salomon&rdquo;. Schon der Titel ist ein Paradoxon. Der J&uuml;dische Name Salomon und die Hitlerjugend schlie&szlig;en sich aus. Sie eine geradezu t&ouml;dliche Kombination.<br>\nSalomon Perel &uuml;berlebte die Shoah, da er seine Identit&auml;t leugnete und als volksdeutscher &ldquo;Jupp&rdquo; in den Reihen des Feindes bis zum Kriegsende unentdeckt blieb. Auf der Flucht vor den Nazis geriet er zun&auml;chst in die F&auml;nge der Wehrmacht, die sich auf dem Weg nach Moskau befand. Sie nahmen den jungen &ldquo;Jupp&rdquo; als Maskottchen der 12. Panzerdivision auf. Sein Vorgesetzter schloss ihn derart ins Herz, dass er dem j&uuml;dischen Waisen anbot, ihn zu adoptieren. So nahm die Absurdit&auml;t ihren Lauf und Perel wurde nach Braunschweig auf eine NS-Eliteschule geschickt. Bis zum Kriegsende schl&uuml;pfte Salomon Perel in die Identit&auml;t eines &uuml;berzeugten Hitlerjungen. Diese Gehirnw&auml;sche blieb nicht ohne Folgen. Bis kurz vor dem erhofften Endsieg hatte eine Metamorphose des geb&uuml;rtigen Juden stattgefunden. Er war jetzt selbst vom Nationalsozialismus &uuml;berzeugt und am Boden zerst&ouml;rt, als Deutschland den Krieg verloren hatte.<br>\nPerel ist heute Teil der israelischen Friedensbewegung und h&auml;lt in seiner Eigenschaft als Mahner immer wieder Vortr&auml;ge vor Jugendlichen, um vor allem auf die Mechanik der Gehirnw&auml;sche aufmerksam zu machen. Gehirnw&auml;sche funktioniert bis heute und ist die Basis f&uuml;r Hass und die Vermittlung von Feindbildern.<br>\nKenFM traf den 89-j&auml;hrigen Sally Perel in Essen. Wir erlebten einen vor Lebensenergie spr&uuml;henden Mann, der als Zeitzeuge wohl einmalig sein d&uuml;rfte. Perel kennt beide Seiten. Er war Opfer, und &uuml;berlebte in den Reihen der T&auml;ter. Das Gespr&auml;ch endete mit einem Shalom Alaykum.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KhHU_eK233o\">KenFM via YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehenswert. Trotz L&auml;nge.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ressentiment vs. Aufkl&auml;rung: Die &raquo;neue Friedensbewegung&laquo;<\/strong><br>\nDas Jahr 2015 ist auch f&uuml;r die Friedensbewegung von zentraler Bedeutung: aktuell wegen der kriegerischen Konflikte (Ukraine, Afrika und Naher Osten), historisch wegen der zahlreichen wichtigen Gedenktage, unter anderem die Beendigung des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren oder der Nato-Beitritt der Bundesrepublik vor 60 Jahren.<br>\nAll das bietet nat&uuml;rlich gute M&ouml;glichkeiten der Mobilisierung f&uuml;r eine etwas erlahmte Bewegung. In der &bdquo;alten&ldquo; Friedensbewegung wird daher intensiv dar&uuml;ber debattiert, ob die von einem Teil der f&uuml;hrenden Friedensaktivisten verfolgte politische Linie der &Ouml;ffnung zur &bdquo;neuen Friedensbewegung&ldquo; angebracht und weiterf&uuml;hrend ist oder ob sie im Gegenteil auf einen Irrweg f&uuml;hrt. Unter dieser neuen Friedensbewegung werden die &bdquo;Mahnwachen&ldquo; verstanden (auch Montagsdemos genannt), die seit einiger Zeit gegen eine, so ihre Sicht, von der aggressiven Politik der Nato ausgehende Kriegsgefahr auftreten.<br>\nUnter der &Uuml;berschrift &bdquo;Friedenswinter&ldquo; sollen sich nun alte Friedensbewegung (wer ist das eigentlich?) und neue Bewegung vereinen. Dabei wird auch von den Bef&uuml;rwortern des Friedenswinters innerhalb der Linken nicht g&auml;nzlich bestritten, dass sich unter den Anf&uuml;hrern und Teilnehmern der neuen Bewegung auch zwielichtige Personen befinden, deren irrational-esoterische, verschw&ouml;rungstheoretische, ja teils antisemitische Tendenzen man nicht teilen k&ouml;nne. Aber in der Frage von Krieg und Frieden d&uuml;rfe man sich nicht spalten lassen, m&uuml;sse man die &Auml;ngste vieler Menschen aufgreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/februar\/ressentiment-vs-aufklaerung-die-neue-friedensbewegung\">Paul Sch&auml;fer in den Bl&auml;ttern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mindestens 330 Millionen Euro f&uuml;r ein weitgehend nutzloses Medikament<\/strong><br>\nTransparency International hat mit Hilfe von Informationsfreiheitsgesetzen ermittelt, wie viel Geld Bund und L&auml;nder f&uuml;r Tamiflu und andere antivirale Medikamente ausgegeben haben<br>\nDeutsche Beh&ouml;rden haben in den Jahren zwischen 2002 und 2009 Tamiflu und Neuraminidase-Hemmer f&uuml;r mindestens 330 Millionen Euro gekauft, berichtet die Nichtregierungsorganisation Transparency International. Dabei handelt es sich um Tamiflu-Kapseln und den Wirkstoff Oseltamivir in Pulverform, beides hergestellt vom Pharmakonzern Roche, au&szlig;erdem um Relenza der Firma GlaxoSmithKline. Dieser Vorrat sollte ausreichen, um im Fall einer Epidemie eines neuen Influenza-Erregers 20 Prozent der Bev&ouml;lkerung zu versorgen.<br>\nAllerdings waren manche Bundesl&auml;nder deutlich kauffreudiger als andere: W&auml;hrend Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise nur 1,27 Euro pro Einwohner ausgab, waren es in Bayern 3,98 Euro. Dazu kamen Anschaffungen der Bundesbeh&ouml;rden. Als erste hatten Innenministerium und Verteidigungsministerium einen Vorrat zur eigenen Verf&uuml;gung angelegt. Insgesamt flossen in dem Zeitraum pro Einwohner Deutschlands 4,10 Euro. Diese Bevorratung entsprach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Nationalen Pandemieplan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44147\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Migration<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Berichte &uuml;ber n&auml;chtliche illegale R&uuml;ckf&uuml;hrungen<\/strong><br>\nDie EU verst&ouml;&szlig;t im Umgang mit Fl&uuml;chtlingen an den Au&szlig;engrenzen im Osten gegen internationales Recht. Das sagte ein Experte des UN-Fl&uuml;chtlingshilfswerks UNHCR im Interview mit dem ARD-Magazin REPORT MAINZ und dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL.<br>\nNach Recherchen der beiden Magazine finden seit Jahren regelm&auml;&szlig;ig so genannte &ldquo;Pushbacks&rdquo; von Fl&uuml;chtlingen statt. Das bedeutet, dass Fl&uuml;chtlinge vom EU-Hoheitsgebiet &ndash; etwa aus Ungarn oder der Slowakei, ohne die Chance auf ein Asylverfahren in die Ukraine zur&uuml;ckgeschoben werden. Der UNHCR best&auml;tigt, dass ihm entsprechende Berichte ebenso vorliegen. Die zur&uuml;ckgeschobenen Fl&uuml;chtlinge werden in der Ukraine dann bis zu einem Jahr lang inhaftiert &ndash; in speziellen Haftanstalten, die von der EU mitfinanziert werden. Derzeit befindet sich eine weitere solche Haftanstalt f&uuml;r Migranten im ukrainischen Martynivske kurz vor der Er&ouml;ffnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/eu-zahlt-ukraine-millionenbetraege-fuer-inhaftierung-von-fluechtlingen-berichte-ueber-naechtliche-illegale-rueckfuehrungen\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=14853654\/1ybdb8y\/index.html\">Report Mainz<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Das ist kein Sonderrecht&rdquo;<\/strong><br>\nVolker Jung, der Pr&auml;sident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, hat das Kirchenasyl gegen die Kritik von Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re verteidigt. &ldquo;Wir stehen auf dem Boden des geltenden Rechts&rdquo;, sagte Jung im DLF. De Maizi&egrave;re hatte von einem Missbrauch gesprochen.<br>\nDas Kirchenasyl sei &ldquo;kein Recht neben dem Recht&rdquo;, sagte Volker Jung im Deutschlandfunk. Der Pr&auml;sident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau erkl&auml;rte, es gehe darum, das geltende Recht im Zuge einer G&uuml;te-Abw&auml;gung noch einmal herauszufordern und &ldquo;Grundrechte zu wahren&rdquo; &ndash; vor allem in den F&auml;llen, bei denen die Abschiebung &ldquo;eine echte Verletzung der Menschenrechte&rdquo; sei.<br>\nZudem w&uuml;rden die Kirchen in laufenden Verfahren keine Werbung f&uuml;r das Kirchenasyl machen, sondern den Menschen helfen, die selbst an die Kirchengemeinden wenden w&uuml;rden, sagte Jung, der auch Vorsitzender der Kammer f&uuml;r Migration und Integration bei der Evangelischen Kirche in Deutschland ist. Dass sich die Zahl h&auml;ufe, sei ein deutliches Zeichen daf&uuml;r, dass &ldquo;die Dublin-III-Regelung dringend &uuml;berpr&uuml;ft werden muss&rdquo;, da sie verst&auml;rkt zu H&auml;rtef&auml;llen f&uuml;hre. Die Verordnung legt fest, welcher EU-Staat f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung eines Asylverfahrens zust&auml;ndig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kirchenasyl-das-ist-kein-sonderrecht.694.de.html?dram:article_id=311294%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Video: Staat kontra Kirche<\/strong><br>\nStreit um Asyl versch&auml;rft sich<br>\nMit den steigenden Fl&uuml;chtlingszahlen nehmen auch die F&auml;lle von Kirchenasyl zu. Die evangelische Kirche hat mittlerweile sogar einen eigenen Kirchenasyl-Koordinator, der die Gemeinden beim Umgang mit H&auml;rtef&auml;llen ber&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/mediathek\/video\/sendungen\/quer\/150212-quer-kirchenasyl-102.html#tab=bcastInfo&amp;jump=tab\">BR Mediathek Video<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kauder: &ldquo;Wir sollten mehr Asylbewerber abschieben&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Asyl-Lawine&rdquo; aus dem Kosovo, immer mehr Fl&uuml;chtlinge aus Syrien und Afrika: Die Zunahme der ungesteuerten Einwanderung bereitet insbesondere in der CDU Sorgen. Fraktionschef Kauder meint, in sichere Herkunftsstaaten m&uuml;sse konsequenter abgeschoben werden. (&hellip;)<br>\nEr sieht die L&auml;nder in der Pflicht: &bdquo;Wir sollten erst einmal in die vorhandenen sicheren Herkunftsstaaten mehr Asylbewerber, die keine Anerkennung bekommen k&ouml;nnen, abschieben. Es nutzt nichts, wenn wir einen Staat nach dem anderen zum sicheren Herkunftsstaat erkl&auml;ren und dann aber keine Abschiebungen stattfinden&ldquo;, sagte Kauder.<br>\nEr sei bereit, auch &uuml;ber die Anerkennung weiterer sicherer Herkunftsl&auml;nder zu reden. Diese alleine aber l&ouml;se das Problem nicht. &bdquo;Und das gilt auch f&uuml;r die Forderung, die Verfahren zu beschleunigen. Selbst wenn diese noch schneller abgeschlossen werden k&ouml;nnten, bliebe doch die Frage: Und wie geht es mit den abgelehnten Bewerbern weiter? Auch dazu m&uuml;ssen die L&auml;nder einmal Konkreteres sagen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/ungesteuerte-einwanderung-kauder-wir-sollten-mehr-asylbewerber-abschieben_id_4476003.html%20\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Auf den Gedanken, dass die Flucht dieser Menschen eine (Sp&auml;t-)Folge westlicher Aktivit&auml;ten sein k&ouml;nnte, kommt Herr Kauder offenbar nicht. Stattdessen zieht sich dieser Technokrat auf Vorschriften und Vereinbarungen zur&uuml;ck. Offenbar m&ouml;chte er um Deutschland herum eine neue, imagin&auml;re Mauer errichten, die noch schwerer zu &uuml;berwinden sein soll als die Mauer aus Beton.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Abschiebung zu Folterern<\/strong><br>\nEU deportiert laut Berichten Fl&uuml;chtlinge in Ukraine. Dort kommt es in von der Union mitfinanzierten Gef&auml;ngnissen zu Misshandlungen<br>\nDie Europ&auml;ische Union missachtet im Umgang mit Fl&uuml;chtlingen an ihren Au&szlig;engrenzen seit Jahren internationales Recht &ndash; eine Tatsache, die nicht neu ist. Bereits in der Vergangenheit musste die EU-Kommission illegale sogenannte &raquo;Pushback&laquo;-Ma&szlig;nahmen durch Angeh&ouml;rige der EU-Grenzschutzagentur Frontex im Mittelmeer einr&auml;umen. Auch die massenhaften Abschiebungen in die Ersteinreisel&auml;nder Griechenland und Italien sind von Gerichten auch auf EU-Ebene wegen der untragbaren Bedingungen, denen die Betroffenen dort ausgesetzt sind, als rechtswidrig eingestuft worden. Dies, obwohl sie formaljuristisch durch die sogenannten Dublin-Richtlinien gedeckt sind.<br>\nJetzt hat unter anderem &raquo;Report Mainz&laquo; aufgedeckt, dass die Union Fl&uuml;chtlinge unter anderem aus Afghanistan und Somalia auch in die Ukraine zur&uuml;ckschiebt, obwohl sie dort nicht mit einem Asylverfahren rechnen k&ouml;nnen. Seit dem Jahr 2010 gilt ein R&uuml;ck&uuml;bernahmeabkommen zwischen EU und Ukraine. Es erlaubt den EU-Mitgliedsstaaten, Menschen dorthin abzuschieben &ndash; ein Asylantrag muss laut der entsprechenden Verfahrensrichtlinie aber eigentlich zuvor gepr&uuml;ft werden. In der Sendung am morgigen Dienstag will das ARD-Magazin eine Reportage ausstrahlen, in der &uuml;ber katastrophale Zust&auml;nde in Gef&auml;ngnissen berichtet wird, in denen &ndash; kofinanziert durch die EU &ndash; Fl&uuml;chtlinge bis zu einem Jahr unter unw&uuml;rdigen Bedingungen interniert und teilweise gefoltert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/02-16\/057.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stimmabgabe bis zur &bdquo;Tagesschau&ldquo;<\/strong><br>\nCDU und CSU planen Ma&szlig;nahmen gegen die niedrige Wahlbeteiligung. Wahllokale sollen k&uuml;nftig erst um 20 Uhr schlie&szlig;en. Auch die Briefwahl wollen die Parteien beliebter machen. (&hellip;)<br>\nAu&szlig;erdem will die Union Auslandsdeutschen die Stimmabgabe erleichtern. &bdquo;Unser Wahlrecht muss ans Zeitalter der Globalisierung angepasst werden &ndash; es gibt mehr als eine Million Auslandsdeutsche, die Vorschriften f&uuml;r sie m&uuml;ssen vereinfacht werden&ldquo;, sagte Tauber. Die Union will deshalb, dass Auslandsdeutsche k&uuml;nftig nicht mehr vor jeder Wahl aufs Neue einen schriftlichen Antrag auf Eintragung ins W&auml;hlerverzeichnis stellen m&uuml;ssen. Stattdessen soll es k&uuml;nftig einen Dauerantrag geben.<br>\nCDU und CSU wollen au&szlig;erdem die Briefwahl bekannter machen. Dazu sollten die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden k&uuml;nftig verpflichtet werden, in den Medien vor Ort und im Internet auf die M&ouml;glichkeit der Briefwahl hinzuweisen. &bdquo;Demokratie lebt davon, dass Menschen ihre M&ouml;glichkeit der politischen Beteiligung aussch&ouml;pfen und zur Wahl gehen&ldquo;, hei&szlig;t es dem Bericht zufolge in dem Papier. Die Union wolle deshalb, dass &bdquo;W&auml;hlen wieder zur Selbstverst&auml;ndlichkeit wird&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/wahlrecht-stimmabgabe-bis-zur-tagesschau-13428127.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Fahimi fordert Kreativit&auml;t gegen Wahlm&uuml;digkeit<\/strong><br>\nSPD-Generalsekret&auml;rin Yasmin Fahimi hat die Union aufgefordert, gemeinsam gegen die Wahlm&uuml;digkeit der Bundesb&uuml;rger vorzugehen. &ldquo;Hier ist Kreativit&auml;t gefragt, nicht Bedenkentr&auml;gertum&rdquo;, sagte Fahimi der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. Sie schlug ein rasches Treffen mit der Union vor, &ldquo;um zu besprechen, auf welche gemeinsamen Ideen wir uns verst&auml;ndigen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article137461321\/Fahimi-fordert-Kreativitaet-gegen-Wahlmuedigkeit.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Parteien haben das Problem der W&auml;hlerm&uuml;digkeit nicht erkannt. Es geht dem B&uuml;rger nicht um Formalit&auml;ten, sondern um Inhalte. Die Belange der B&uuml;rger (z.B. Lobbyismus, Verteilungsgerechtigkeit, Alterssicherung) werden bewusst ignoriert und der Vizekanzler Gabriel nannte die Deutschen in Davos &ldquo;hysterisch und reich&rdquo; in Bezug auf die extreme Schieflage im geheimen verhandelten TTIP-Abkommen. Vielleicht sollte man die litauische Variante gehen und jeden W&auml;hler im Supermarkt den Zucker billiger abgeben oder gleich von Freitag bis Sonntag beim Discounter w&auml;hlen lassen. Ja, die Dummheit hat keine Grenzen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> &bdquo;Das Wahlrecht spiegelt die Lebenswirklichkeit der Menschen nicht mehr wider&ldquo;, meint CDU-Generalsekret&auml;r Peter Tauber. Viele B&uuml;rger seien sonntags bis abends unterwegs, &bdquo;deshalb sollten die Wahllokale l&auml;nger ge&ouml;ffnet haben&ldquo;. Herr Tauber befindet sich im Irrtum: Nicht das Wahlrecht, sondern die Parteien spiegeln die Lebenswirklichkeit der Menschen nicht mehr wider. Die Wahllokal&ouml;ffnungszeiten sind nicht das Problem. Es spricht mehr f&uuml;r die Feststellung, dass die Menschen einfach nicht mehr w&auml;hlen gehen wollen, weil sie annehmen, dass ihre Stimmabgabe bedeutungslos geworden ist. In Hamburg haben gestern weniger als 55 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Der Trend zur aktiven Wahlenthaltung zeigt weiter nach unten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wo gef&auml;hrden private Interessen die Unabh&auml;ngigkeit der Wissenschaft?<\/strong><br>\nAn der Fachhochschule W&uuml;rzburg gibt es seit kurzem eine &bdquo;WAREMA Renkhoff Aula&ldquo;. An der Universit&auml;t K&ouml;ln finanzieren Energiekonzerne wie RWE und Eon ein &ldquo;Energiewirtschaftliches Institut&rdquo;. An der Uni M&uuml;nchen gibt es ein &ldquo;Zentrum f&uuml;r Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht&rdquo;, das ausgerechnet von Arbeitgeberverb&auml;nden finanziert wird und an der Berliner Humboldt-Universit&auml;t wurde von mehreren Unis das &ldquo;Alexander von Humboldt-Institut f&uuml;r Internet und Gesellschaft gGmbH&rdquo; gegr&uuml;ndet, das laut Satzung seinen Gesch&auml;ftsbetrieb durch Mittel der Google-Tochter &ldquo;GFI Gesellschaft f&uuml;r Internetforschung gGmbH&rdquo; und weiterer Drittmittelgeber finanziert. Und das sind nur einige Beispiele. Die meisten Kooperationen der fast 400 deutschen Hochschulen mit Unternehmen sind dagegen kaum bekannt. Es gibt keine Ver&ouml;ffentlichungspflicht f&uuml;r Kooperationsvertr&auml;ge zwischen Hochschulen und Unternehmen.<br>\nWie problematisch ist diese Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft, von Geist und Geld?<br>\nMacht Wirtschaft Uni?<br>\nGemeinsam mit Transparency International Deutschland und dem freien zusammenschluss von studentInnenschaften will die taz genauer hinsehen &ndash; und bittet die Leserinnen und Leser um Mithilfe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hochschulwatch.de\/wiki\/Hauptseite\">Hochschulwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Ukraine und Griechenland zeigen einen intellektuell und moralisch bankrotten deutschen Journalismus<\/strong><br>\nNimmt man die deutschen Leitmedien als Ma&szlig;stab, ist die Situation in der Ukraine keinen Schritt vorangekommen. Sie konzentrieren sich fast ausschlie&szlig;lich auf die Frage, ob Putin das Abkommen von Minsk einhalten wird. Immer wieder wird die ukrainische Regierung parallel dazu quasi als Zeuge, als neutrale Quelle zitiert. Dabei ist sie nicht weniger Kriegspartei als Russland &ndash; und Europa und die USA. Was aber ist mit der Glaubw&uuml;rdigkeit, den Motiven und den Mitteln der ukrainischen Regierung, was mit der Glaubw&uuml;rdigkeit und der Rolle der USA und Europas? Dar&uuml;ber erf&auml;hrt man so gut wie nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2015\/02\/medienkritik-die-ukraine-und-griechenland-zeigen-einen-intellektuell-und-moralisch-bankrotten-deutschen-journalismus\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Terroristen, Gescheiterte Staaten und Schurkenstaaten<\/strong><br>\nDie Au&szlig;enpolitik der USA und der Krieg gegen den Terrorismus<br>\nMit dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems und der Aufl&ouml;sung der Sowjetunion war der Kalte Krieg zu Ende gegangen. Vor&uuml;bergehend erkoren die Washingtoner Haudegen den internationalen Drogenhandel zum neuen Hauptfeind und schickten Truppen nach Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien mit dem Auftrag, die Cocafelder abzubrennen und den Drogenbaronen in Cali, Medell&iacute;n, Santa Cruz, Tijuana oder Guadalajara das Handwerk zu legen. Der 11. September 2001 jedoch, als 3000 Menschen drei Terroranschl&auml;gen in New York, Washington und Pennsylvania zum Opfer fielen, lieferte der US-Regierung neue Argumente f&uuml;r Interventionen im Ausland: den Terrorismus.<br>\nSeither f&uuml;hren die USA (zusammen mit der NATO und anderen) weltweit ihren Krieg gegen den Terror, der sich derzeit &uuml;berwiegend gegen die sogenannten &ldquo;Islamisten&rdquo;[1] richtet. Und so wie Franklin D. Roosevelt einst den feinen Unterschied zwischen &ldquo;Hurens&ouml;hnen&rdquo; im Allgemeinen und &ldquo;unseren Hurens&ouml;hnen&rdquo; hervorhob, so unterscheiden die USA auch heute zwischen Islamisten und &ldquo;unseren Islamisten&rdquo;.<br>\nW&auml;hrend Islamisten wie Mitglieder von al-Qaida oder dem Islamischen Staat (IS) Feinde sind, die aufs Erbittertste bek&auml;mpft werden m&uuml;ssen, werden &ldquo;unsere Islamisten&rdquo; gehegt, finanziert, trainiert und ausger&uuml;stet. So etwa Abdul Rasul Sajaf, ein Warlord in Afghanistan, der f&uuml;r seine Massaker an schiitischen Hazara in Kabul ber&uuml;chtigt wurde. Bei Abdul Sajaf hatte u. a. der Filipino Abdurajak Janjalani seine milit&auml;rische Ausbildung erfahren. Sp&auml;ter baute Janjalani auf den s&uuml;dphilippinischen Inseln eine Terrororganisation auf, die er nach seinem afghanischen Lehrer Abu Sajaf nannte und auf Entf&uuml;hrungen spezialisierte.[2] Oder im Iran die Volksmudschahedin sowie die Separatistengruppe Partei f&uuml;r ein Freies Leben in Kurdistan (PJAK), die zwar beide seit Jahren vom US-Au&szlig;enministerium als Terrororganisationen eingestuft, gleichzeitig jedoch von den USA unterst&uuml;tzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44146\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das Buch &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/die-weltbeherrscher-armin-wertz.html#.VOGUoFtuqaF\">Die Weltbeherrscher. Milit&auml;rische und geheimdienstliche Operationen der USA<\/a>&rdquo; ist im Westend Verlag erschienen und kostet 24.99 Euro.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Buch-Ver&ouml;ffentlichung &ldquo;Gottlose Type&rdquo; &ndash; Petra Pau l&uuml;ftet ihre unfrisierten Geheimnisse<\/strong><br>\nPetra Pau (51) ist einer der markantesten K&ouml;pfe des Deutschen Bundestags. Und diesen Ruf verdankt sie nicht nur ihrer ber&uuml;hmten, roten Kurzhaar-Frisur. Die Linken-Politikerin mit Wahlkreis in Marzahn-Hellersdorf spricht Klartext &ndash; f&uuml;r eine gerechtere Gesellschaft. In ihrem Buch &bdquo;Gottlose Type&ldquo; erz&auml;hlt sie 50 &bdquo;unfrisierte Erinnerungen&ldquo;. [&hellip;]<br>\nDa ist etwa Hartz IV&hellip;<br>\nSie waren bei der Bundestags-Abstimmung 2003 dabei.<br>\nEin schwarzer Tag! Am 19. Dezember fand die letzte Sitzung vor der Weihnachtspause statt. Wir bekamen das Gesetzeswerk aus dem Vermittlungsausschuss &ndash; und sollten noch schnell dar&uuml;ber abstimmen. Die 600 Seiten konnte niemand gelesen haben, weshalb Gesine L&ouml;tzsch (Linke) und ich eine Verschiebung beantragten. Notfalls h&auml;tte es eine Sondersitzung am 22. Dezember geben m&uuml;ssen. Pl&ouml;tzlich schallte ein Fluch durch den Saal: &bdquo;Gottlose Type!&ldquo; Es war Peter Ramsauer (CSU), er meinte mich.<br>\nEr wollte nicht, dass Sie ihm das Weihnachtsfest versauen?<br>\nDer Kollege w&auml;re noch rechtzeitig zur Geburt von Jesus Christus zu Hause gewesen. Es ging aber tats&auml;chlich darum, die Entscheidung vor Weihnachten durchzupauken. Sogar die Gr&uuml;nen pl&auml;dierten f&uuml;r eine Sofort-Abstimmung. So wurde ein Gesetz eilig durchgedr&uuml;ckt, das inzwischen Millionen Menschen in soziale Notlagen gest&uuml;rzt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-kurier.de\/politik---wirtschaft\/buch-veroeffentlichung--gottlose-type--petra-pau-lueftet-ihre-unfrisierten-geheimnisse,7169228,29849172.html\">Berliner Kurier<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25050","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25050","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25050"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25050\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28574,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25050\/revisions\/28574"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25050"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25050"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25050"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}