{"id":25062,"date":"2015-02-17T09:12:21","date_gmt":"2015-02-17T08:12:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062"},"modified":"2015-02-17T11:05:28","modified_gmt":"2015-02-17T10:05:28","slug":"hinweise-des-tages-2314","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h02\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h03\">Die Wahl in Hamburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h04\">Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h05\">Deutsche Nettoexporte ja, Kredite f&uuml;r Griechenland nein &ndash; wie passt das zusammen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h06\">Die Suche nach den Superreichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h07\">Fachkr&auml;ftemangel &ndash; Gesucht: Krankenpfleger und Klempner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h08\">Ausgebrannt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h09\">Der Mindestlohn treibt die Preise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h10\">Land verliert Rechtsstreit mit K+S und muss zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h11\">&Ouml;kologische und soziale Katastrophe macht Gaza unbewohnbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h12\">Human Rights Watch: Iraks Einheiten ver&uuml;ben Verbrechen an Zivilisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h13\">Das Islambild in deutschen Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h14\">Das Letzte &ndash; Die Deutschen sind ein Fall f&uuml;r den Psychoanalytiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062#h15\">Das Allerletzte: Sch&auml;uble: &ldquo;Die Griechen tun mir leid&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25062&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Br&uuml;ssel und Athen schieben sich Schuld f&uuml;rs Scheitern zu<\/strong><br>\nWer ist f&uuml;r den Kollaps der Schuldengespr&auml;che in Br&uuml;ssel verantwortlich? &Uuml;ber einen Tag der gegenseitigen Vorw&uuml;rfe und unwirschen Reaktionen &ndash; der nur noch wenig Chancen f&uuml;r einen Kompromiss zwischen Griechenland und seinen Gl&auml;ubigern l&auml;sst. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend Dijsselbloem die griechische Regierung aufforderte, sich bis sp&auml;testens Freitag auf die Bedingungen der Eurogruppe einzulassen, versuchte Varoufakis einen Keil in die Reihen der Gl&auml;ubiger zu treiben. Der griechische Minister berichtete, er habe am Montagvormittag ein Kompromissangebot von EU-W&auml;hrungskommissar Pierre Moscovici vorgelegt bekommen, das er &bdquo;sofort unterzeichnet&ldquo; h&auml;tte.<br>\nDer Vorschlag w&auml;re darauf hinausgelaufen, dass Athen einen Antrag auf die Verl&auml;ngerung der laufenden &bdquo;Kreditvereinbarung&ldquo; um vier Monate gestellt h&auml;tte. Wohl gemerkt: &bdquo;Kreditvereinbarung&ldquo; und nicht &bdquo;Hilfsprogramm&ldquo;. In Varoufakis&rsquo; Worten h&auml;tte Athen also um eine Verl&auml;ngerung der Kredite ohne die damit verbundenen Reformauflagen gebeten. Das h&auml;tte die Regierung aus der innenpolitischen Verlegenheit befreit, sich zu wirtschafts- und finanzpolitischen Reformen zu bekennen, die sie ablehnt. Der Minister sagte weiter, stattdessen h&auml;tte sich seine Regierung f&uuml;r diese &Uuml;bergangszeit zu einer Reihe von &bdquo;Konditionalit&auml;ten&ldquo; verpflichten wollen, als vertrauensbildende Ma&szlig;nahme gewisserma&szlig;en. Ferner w&auml;re die griechische Seite laut Varoufakis bereit gewesen, in dieser Zeit nichts zu beschlie&szlig;en, was die derzeitige griechische Haushaltsposition klar verschlechtert h&auml;tte &ndash; unter dem kleinen Vorbehalt, dass Schritte von &bdquo;rezessiver Wirkung&ldquo; unterbleiben m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eklat-im-schuldenstreit-bruessel-und-athen-schieben-sich-schuld-fuers-scheitern-zu-13432455.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland &ndash; Das Drama um die Griechen &ndash; wer pr&uuml;ft eigentlich unseren Finanzminister?<\/strong><br>\nEs macht einen ja schon etwas unruhig zu sp&uuml;ren, mit wie viel Wut und Gram und Sturheit da in Br&uuml;ssel gerade darum gerungen wird, die griechischen Probleme zu l&ouml;sen oder auch nicht. Da schwingt bei den Griechen viel Argwohn mit. Und da ist ein deutscher Finanzminister, der sich pers&ouml;nlich gekr&auml;nkt gibt, weil die vermeintlich undankbaren Griechen sich nicht an Vereinbarungen halten. Es w&auml;re deutlich beruhigender, wenn man das Gef&uuml;hl h&auml;tte, es ginge darum herauszufinden, was &ouml;konomisch wie finanziell f&uuml;r Griechen wie Deutsche und andere am besten w&auml;re. K&ouml;nnte allerdings sein, dass die neue griechische Regierung dann eher auf der richtigen Seite st&uuml;nde als unser Finanzminister. Sch&auml;ubles Lesart ist klar wie die &uuml;bliche Schlagzeile der Bild-Zeitung. Die Griechen haben Geld bekommen, sonst w&auml;ren sie pleite gegangen. Daf&uuml;r mussten sie versprechen, hart zu sparen und zu reformieren &ndash; ein bisschen aus Prinzip, weil sonst ja jeder kommen k&ouml;nnte (der Urspruch deutscher Mentalit&auml;t); vor allem aber, damit sie selbst bald wieder wirtschaftlich erstarken und die Schulden dann wieder eigens zur&uuml;ckzahlen k&ouml;nnen. Zumindest das klingt im Grunde ja auch richtig. Und jetzt? Jetzt wollen sie die harten Reformen pl&ouml;tzlich nicht mehr. Da gibt es auch kein Geld mehr. Punkt. Der schw&auml;bische Hausmann hat gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2015\/02\/16\/das-drama-um-die-griechen-wer-pruft-eigentlich-unseren-finanzminister\/\">WirtschaftsWunder<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.S. :<\/strong> Weise geschrieben, Herr Fricke. Wird Herr Sch&auml;uble seine sture Prinzipienreiterei angesichts des m&ouml;glichen Untergangs der Eurozone aufgeben? Oder will er es rein aus Rechthaberei oder Trotz darauf ankommen lassen und potentiell 500 Millionen Europ&auml;ern das Leben sehr sehr unangenehm werden lassen?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es greift vermutlich zu kurz Sch&auml;uble und Merkel reine Verbohrtheit zu unterstellen. Es darum die neoliberale Agenda in Europa ohne Wenn und Aber durchzusetzen. Wenn dabei Griechenland &uuml;ber die Klinge springt, kein Problem, das soll den anderen EU-Mitgliedern ein warnendes Beispiel sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechischer Finanzminister vergleicht Handeln der Troika mit CIA-Foltermethoden<\/strong><br>\nDer griechische Finanzminister Giannis Varoufakis erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen die ausl&auml;ndischen Gl&auml;ubiger des Landes. Den von der Troika aus Europ&auml;ischer Kommission, Europ&auml;ischer Zentralbank und Internationalem W&auml;hrungsfonds nach Griechenland entsandten Vertretern warf er vor, sein Land sprichw&ouml;rtlich unter Wasser zu dr&uuml;cken. &ldquo;Kurz vor dem Herzstillstand wird uns gestattet, ein paar Atemz&uuml;ge zu nehmen. Dann dr&uuml;ckt man uns wieder unter Wasser, und alles geht von vorn los&rdquo;, sagte Varoufakis dem SPIEGEL in einem Interview.<br>\nZwar handele es sich bei den Beamten der Troika um anst&auml;ndige Leute, doch ihr Auftrag richte gro&szlig;en Schaden an: &ldquo;Es gab auch bei der CIAsehr gute Menschen, die gegen ihren Willen beim Waterboarding eingesetzt wurden und sich deshalb in einem schrecklichen moralischen Dilemma befanden&rdquo;, sagte Varoufakis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-varoufakis-wirft-troika-cia-methoden-vor-a-1018312.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was ist an Giannis Varoufakis Metapher so falsch? Die Politik der Troika ist komplett gescheitert. Das einzige Ergebnis ist eine humanit&auml;re und &ouml;konomische Katastrophe in Griechenland unter welcher das Land vermutlich noch mehr als ein Jahrzehnt zu leiden haben wird. Es gibt sogar Stimmen, die behaupten, dass es zwanzig Jahre dauern k&ouml;nnte bis Griechenland wieder das Niveau vor der Krise und dem fatalen Wirken der Troika erreicht. <\/em><br>\n<em>Bisher weichen Br&uuml;ssel und Berlin keinen Millimeter von ihrer Position ab. Alles was bisher verlautbart wurde war, wie es der griechische Finanzminister richtig beschrieben hat, nur dazu da Griechenland kurz Luft schnappen zulassen um es dann wieder unterzutauchen.  F&uuml;r die neoliberalen Ideologen in der Bundesregierung und der EU-Kommission geht es aber auch gar nicht um eine L&ouml;sung der Krise, sondern die neoliberale Agenda muss ohne Wenn und Aber exekutiert werden. Jedes Zugest&auml;ndnis an Griechenland w&auml;re das Eingest&auml;ndnis des Scheiterns der Austerit&auml;tspolitik. So m&uuml;ssen die Menschen in Griechenland weiter leiden, nur um die vermeintliche Alternativlosigkeit einer bizarren Ideologie zu beweisen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Ende der Troika<\/strong><br>\nNun soll die Troika schuld sein an Griechenlands Krise. Sind da wirklich nur hochbezahlte Eierk&ouml;pfe mit Kontrollzwang am Werk? Und wenn ja, w&auml;re das so schlimm?<br>\nDie Troika, das sind einige hochbezahlte Eierk&ouml;pfe mit Business-Administration-Studium in Harvard oder an der London School of Economics, die alle paar Monate nach Athen reisen, im Luxushotel &bdquo;Grand Bretagne&ldquo; oder im &bdquo;Hilton&ldquo; einchecken, ihre Expertenlaptops aufklappen und Zahlenkolonnen in Exceltabellen h&auml;mmern, um auszurechnen, wie es um Griechenland steht. Mit anderen Worten: Die Troika ist das Beste, was Griechenland passieren konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/griechenland-die-troika-hatte-noch-so-viel-vor-13428893.html?printPagedArticle=true\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> Fassunglos l&auml;sst sich dieser Artikel mit seinen eigenen Worten beschreiben: &lsquo;ziemlich windschief am Kern der Sache vorbei&rsquo;. Und dreist l&uuml;gend, denn die neue griechische Regierung und ihr Finanzminister werden nicht m&uuml;de auf das genaue Gegenteil und fundamentale Problem der sog. Griechenlandrettung, die eine Euro-Bankenrettung war, hinzuweisen. D.h. nicht auf ein vormals &lsquo;bl&uuml;hendes Land&rsquo;, das durch die Troika verheert wurde, sondern auf ein bereits bankrottes Land (das finanzsystembedingt nicht &lsquo;pleitegehen durfte&rsquo;), dem groteskerweise zus&auml;tzlich weitere und exorbitante Kredite gew&auml;hrt wurden (auf Kosten der europ&auml;ischen Steuerzahler, zugunsten der europ&auml;ischen Banken), und deren Konditionen an ein gegen jeden &ouml;konomischen Sachverstand verh&auml;ngtes Austerit&auml;tsregime via Troika gekn&uuml;pft wurden (deren Fehlkalkulationen selbst vom IWF einger&auml;umt wurden), mit den erwartbaren und eingetretenen desastr&ouml;sen &ouml;konomischen, sozialen und politischen Auswirkungen.<\/em><br>\n<em>Geradezu perfide ist die nationale Gegen&uuml;berstellung von irischen und griechischen Schuldnern. Insbesondere dann, wenn hinsichtlich der griechischen Eliten deren Obstruktionspotential (gegen das die Troika nicht &lsquo;ankam&rsquo;) als grundlegend und grundlegend problematisch beschrieben wird. Zugleich aber verschwiegen wird, dass es die europ&auml;ischen Troika-Eliten selbst waren, die eben jene alten korrupten griechischen Eliten (und nicht die unbescholtene frische Kraft Syriza) im Amt und an der Macht hielten und weiter halten wollten (und u.a. EU-Kommissionspr&auml;sident Juncker mit seiner Bemerkung zu &lsquo;bevorzugten bekannten Gesichtern&rsquo; offen in den griechischen Wahlkampf eingriff).<\/em><br>\n<em>Auch hier gilt also Gegenteiliges in Bezug auf die neue griechische Regierung, und rennt der Artikel hinsichtlich solcher tats&auml;chlichen Reformen des bisherigen und bisher (widerspr&uuml;chlicherweise) gest&uuml;tzten griechischen Staats(un)wesens offene T&uuml;ren ein, bzw. tr&auml;gt Eulen nach Athen. Denn es geht gerade darum nicht wie bisher den Bock zum G&auml;rtner zu machen.<\/em><br>\n<em>Ein insgesamt &uuml;bles gar finsteres und einer &lsquo;Qualit&auml;tszeitung&rsquo; vollkommen unw&uuml;rdiges Propagandast&uuml;ck.<\/em><br>\n<em>Erg&auml;nzend ein Blick gen Spanien: Eine &auml;hnliche Konstellation, unterhalb des offiziellen Troika-Niveaus dortiger Bankenrettung, zeichnet sich auch in Spanien ab. Denn auch dort &uuml;berlagert sich das Problem einer gescheiterten nationalen (Banken-)Rettungspolitik &agrave; la Troika-Austerit&auml;t mit dem Problem einer nationalen Elite und eines gescheiterten Wirtschaftsmodells (das spanische Modell der Immobilien&amp;Finanz-Blase). Und auch hier wendet und organisiert sich der Protest (via Podemos) sowohl gegen diese gescheiterte Rettungspolitik als auch gegen die diese ausf&uuml;hrenden Eliten (&lsquo;die Kaste&rsquo;) &ndash; eine nationale Elite (&lsquo;Kaste&rsquo;, z.T. mit Wurzeln bis in die Franco-Diktatur), die sowohl ma&szlig;geblich f&uuml;r das gescheiterte Wirtschaftsmodell (ebenso mit Wurzeln bis in die Franco-Diktatur) in der Verantwortung und am Pranger steht als auch ma&szlig;geblich von der gescheiterten Rettungspolitik profitiert (spanische gro&szlig;e Unternehmen und Verm&ouml;gen).<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Kein politischer Burgfrieden<\/strong><br>\nDie Friedensverhandlungen um die Ostukraine waren kaum beendet, da regte sich in der Ukraine der erste Widerstand: Er halte die Waffenruhe f&uuml;r nicht bindend, sagte Dmytro Jarosch. Jarosch ist nicht nur Anf&uuml;hrer des Rechten Sektors, einer paramilit&auml;rischen Organisation, er ist auch parteiloser Parlamentsabgeordneter. Seine Getreuen w&uuml;rden den Kampf fortsetzen, wenn sie es f&uuml;r angebracht hielten, erkl&auml;rte er.<br>\nAuch in der Regierungskoalition stie&szlig; das Minsker Abkommen auf scharfe Kritik. Oleh Ljaschko, Vorsitzender der Radikalen Partei, polterte:<br>\n&ldquo;Warum sollen uns Moskau, Berlin und Paris vorschreiben, welche Sprache wir im Donezk-Becken sprechen sollen, und wie wir unsere Verfassung gestalten sollen. Wenn sich der Pr&auml;sident darauf einl&auml;sst, gibt er zu, dass wir weniger wert sind. Dass wir kein Subjekt, sondern nur Objekt der Geopolitik sind. Diese neuen Minsker Vereinbarungen bringen der Ukraine nichts Gutes, ebenso wenig wie das erste Minsker Abkommen.&rdquo;<br>\nFormal geh&ouml;ren der in Kiew regierenden Koalition f&uuml;nf Fraktionen und 303 Abgeordnete an. Das entspricht einer Zwei-Drittel-Mehrheit, die auch die Verfassung &auml;ndern kann. Aber so steht es nur auf dem Papier. Tats&auml;chlich nimmt das Parlament die meisten neuen Gesetze mit einer Mehrheit von nicht mehr als ein paar Stimmen an. In der Koalition zeigen sich l&auml;ngst Risse, die nicht nur die Regierung destabilisieren, sondern auch die Position von Pr&auml;sident Petro Poroschenko. Denn, wenn er etwas verspricht, so wie in Minsk, muss das auch halten k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ukraine-kein-politischer-burgfrieden.795.de.html?dram:article_id=311754\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dennoch ist Putin weiter an allem schuld.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Immer wieder Panzer-Probleme: ZDFheute.de zeigt falsche Russenpanzer zu Ukraine-Ticker<\/strong><br>\nDie Online-Redaktion der &ldquo;ZDF heute&rdquo;-Nachrichten hat in seiner Ukraine-Berichterstattung geschummelt. Vergangenen Donnerstag berichtete das Portal unter Berufung auf das ukrainische Milit&auml;r von 50 in die Ukraine einfahrenden russischen Panzern und zeigte dazu Fotos &ndash; allerdings solche aus Georgien aus dem Jahre 2009. Auch nach Behebung des redaktionellen Fehlers passt die Bildberichterstattung nicht zur aktuellen Lage.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150217_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/02\/16\/redaktioneller-fehler-zdf-heute-zeigt-falsche-russenpanzer\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Fragt sich, was schlimmer ist: Ein offensichtlich falsches Bild oder eine offensichtliche Propgandameldung des ukrainischen Armeestabs abzudrucken. Eigentlich sollte man in den Redaktionen doch mittlerweile gemerkt haben, dass derartige Meldungen so gut wie nie stimmen. Dennoch nimmt man sie auf, da die &bdquo;Ticker&ldquo; ja blitzaktuell sein m&uuml;ssen und man m&ouml;glichst viel Content braucht, um sie zu f&uuml;llen. An dieser Stelle sollte auch die Frage gestattet sein, ob diese &bdquo;Tickermanie&ldquo; &uuml;berhaupt mit den journalistischen Qualit&auml;tsstandards in Einklang zu bringen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Am Abgrund<\/strong><br>\nDie Zahlen, die die westliche Wirtschaftspresse Anfang dieses Monats &uuml;ber die Ukraine ver&ouml;ffentlichte, sind alarmierend. Die Devisenreserven des Landes betr&uuml;gen noch etwas &uuml;ber sechs Milliarden US-Dollar, schrieb die US-Zeitschrift Forbes am Montag. Das entspreche dem Gegenwert der Importe &uuml;ber f&uuml;nf Wochen. Die Landesw&auml;hrung Griwna steht inzwischen mit 26 pro US-Dollar auf einem Drittel des Werts, den sie vor dem Euromaidan hatte; allein am 5. Februar schmierte sie um 30 Prozent ab, nachdem die Nationalbank erkl&auml;rt hatte, keine Devisenauktionen mehr abzuhalten. Das n&auml;hrte bei den H&auml;ndlern die Furcht, es k&ouml;nne schon bald in der Ukraine physisch keine Dollars oder Euros mehr geben und verst&auml;rkte den Run aus der Griwna.<br>\nDer aktuelle W&auml;hrungsverfall mag auch spekulative Ursachen haben. Aber hier werden allenfalls fundamentale Schw&auml;chen der ukrainischen Volkswirtschaft &uuml;bertrieben. Selbst die Regierung Jazenjuk r&auml;umt ein, dass der Krieg im Donbass &ndash; abgesehen von den laufenden Kosten f&uuml;r das Milit&auml;r und ohne die noch nicht kalkulierbaren Kosten eines Wiederaufbaus &ndash; die Wirtschaftsleistung und die Steuereinnahmen um 20 Prozent gedr&uuml;ckt habe. Das entspricht in groben Z&uuml;gen dem Anteil, den die Schwerindustrie der Ostukraine am Sozialprodukt des Landes hatte. R&uuml;ckwirkungen auf andere Landesteile &ndash; etwa in Form ausgefallener Lieferungen an die Betriebe im Osten &ndash; sind darin noch nicht erfasst. Laut offiziellen Angaben &uuml;ber die direkten Kosten des Krieges betrugen diese zuletzt etwa 250 Millionen US-Dollar monatlich &ndash; was das 2,5-fache der Summe ist, die Poroschenko und Co. anf&auml;nglich nannten. Die Antwort Kiews lautet offenbar, die Gelddruckmaschine anzuwerfen. Die Inflation der Griwna ist 2014 auf 25 Prozent gestiegen und wird f&uuml;r dieses Jahr nur wenig niedriger erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/02-13\/028.php\">junge welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;IWF-Chefin Lagarde erkl&auml;rte, dass das vom Bankrott bedrohte Land zun&auml;chst 17,5 Milliarden Dollar &uuml;ber vier Jahre hinweg erhalte. Im Gegenzug m&uuml;sse die Ukraine &raquo;wirtschaftliche Reformen&laquo; umsetzen.&rdquo; Alle B&uuml;rger der Ukraine, insbesondere jene, die auf dem Maidan f&uuml;r eine Demokratisierung des Landes gek&auml;mpft haben, sollten gewarnt sein. Was &ldquo;Reformen&rdquo; in der Sprache des IWF bedeuten kann anschaulich in Griechenland besichtigt werden. Ob die Menschen in der Ukraine sich so ihre Zukunft im &ldquo;Westen&rdquo; vorgestellt haben?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>The Putin-Did-It Conspiracy Theory<\/strong><br>\nThe original falsehood behind the Iraq War was that Saddam Hussein had weapons of mass destruction and intended to use them against America either directly or by giving them to al-Qaeda. The opening lie about the Ukraine crisis was that Russian President Vladimir Putin instigated the conflict as part of some Hitlerian plan to conquer much of Europe.<br>\nYet, while the Hussein-WMD claim was hard for the common citizen to assess because it was supposedly supported by U.S. intelligence information that was kept secret, the Putin-Ukraine lie collapses under the most cursory examination based simply of what&rsquo;s publicly known and what makes sense.<br>\nNevertheless, the New York Times &ndash; much as it did when it was falsely reporting breathlessly about &ldquo;aluminum tubes&rdquo; for Iraq&rsquo;s non-existent nuclear weapons program &ndash; continues to promote U.S. government propaganda about Ukraine as fact and dismisses any rational assessment of the situation as crazy.<br>\nOn Friday, the Times concluded its lead editorial with the assertion that: &ldquo;What remains incontrovertible is that Ukraine is Mr. Putin&rsquo;s war.&rdquo; But the point is anything but &ldquo;incontrovertible.&rdquo; Indeed, the crisis was most certainly not instigated by Putin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.strategic-culture.org\/news\/2015\/02\/15\/the-putin-did-it-conspiracy-theory.html\">Strategic Culture Foundation<\/a><\/li>\n<li><strong>Die letzten Menschen von Swetlodarsk<\/strong><br>\nDie St&auml;dte nahe der Frontlinie im Osten der Ukraine geraten immer wieder unter schweren Beschuss. Wem geben die Einwohner die Schuld an dem Krieg? Ein Besuch in Swetlodarsk.<br>\nBei Grigorij und seinen Kollegen vom Kohlekraftwerk in Swetlodarsk ist der Frieden noch lange nicht angekommen. Am Sonntagvormittag stehen sie in Anoraks und Fellm&uuml;tzen vor einem f&uuml;nfst&ouml;ckigen Wohnblock mit zerplatzten Fenstern und halb abgerissenen Balkonen. Das Artilleriefeuer schlug hier schon am Freitag ein. Aber im Hintergrund donnern am Sonntag &ndash; viele Stunden nach dem vereinbarten Beginn des Waffenstillstands &ndash; noch immer fast ununterbrochen schwere Gesch&uuml;tze. Die M&auml;nner diskutieren lautstark, ob ukrainische Soldaten oder Separatisten ihre Wohnungen beschossen haben. Swetlodarsk liegt drei Kilometer von der ostukrainischen Frontlinie entfernt und rund 20 Kilometer vom schwer umk&auml;mpften Debalzewe.<br>\nAn diesem Fleck auf der ukrainischen Landkarte haben die Pr&auml;sidentenwahlen nicht stattgefunden. H&auml;tte es sie gegeben, h&auml;tte nach Ansicht der kleinen Arbeitergruppe niemand f&uuml;r Petro Poroschenko, diesen Oligarchen, gestimmt. Was der im Fernsehen sage, gerade &uuml;ber den Krieg, sei v&ouml;lliger Unsinn. Sie s&auml;hen doch mit eigenen Augen, woher das Feuer kommt. F&uuml;r einige Einschl&auml;ge in Swetlodarsk h&auml;tten sich die ukrainischen Truppen vor drei Wochen sogar entschuldigt. Man habe sich einfach vertan, h&auml;tten sie gesagt, und werde alles ersetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/die-bewohner-der-ostukraine-trauen-niemandem-mehr-13430523.html?printPagedArticle=true\">FAZ<\/a>\n<p>Aus den Leser-Kommentaren:<\/p>\n<ol>\n<li>Der Bericht best&auml;tigt meine schon vor Monaten getroffene Einsch&auml;tzung, dass der Westen durch seine Einmischung f&uuml;r die &ldquo;prowestlichen, reformorientierten&rdquo; Kr&auml;fte einen gef&auml;hrlichen ethnischen Konflikt bef&ouml;rdert hat! Ukrainer und Russen schie&szlig;en aufeinander, am meisten leidet wie immer, die Zivilbev&ouml;lkerung! Ich frage mich allerdings auch, warum die FAZ erst jetzt dar&uuml;ber berichtet und zuvor immer Putin und die &ldquo;Separatisten&rdquo; verantwortlich gemacht wurden! Und was noch viel schlimmer ist, man hat Poroschenko freie Hand gegeben, hier einen Krieg gegen die eigene Bev&ouml;lkerung zu f&uuml;hren! Und man hat ihn auch noch finanziert, damit er hier &uuml;berhaupt Krieg f&uuml;hren kann! Sie sehen doch selbst, wohin das f&uuml;hrt! Das Land steht vor dem Staatsbankrott, die Wirtschaft liegt am Boden, hunderttausende sind nicht in den Westen geflohen, sondern nach Russland und die USA wollen mittels weiterer Waffenlieferungen &Ouml;l ins Feuer gie&szlig;en! Poroschenko\/Jazenjuk haben jegliche Legitimation verloren!<\/li>\n<li>Der erste Artikel zu diesem Thema den ich bei der FAZ gerne gelesen habe und bei dem ich am Ende keine Bauchschmerzen bekommen habe. Allein daf&uuml;r, Danke!<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Dazu: Br&uuml;chige Waffenruhe in der Ostukraine<\/strong><br>\nDer Morgen ist still gewesen, der erste stille Morgen seit Monaten. Vom Raureif &uuml;berzogene Str&auml;ucher bedecken das Schlachtfeld von Debalzewo. Die Winteridylle tr&uuml;gt, irgendwo im Nebel erwacht eine Artilleriestellung nach der anderen. Hinter Switlodarsk dr&ouml;hnen feierlich wie Trommelschl&auml;ge die Kanonensch&uuml;sse einer ukrainischen Batterie. Die ukrainischen Infanteristen im festgefrorenen Schlamm der Stra&szlig;ensperre Semigorje sagen, sie h&auml;tten kein Vertrauen, dass die Waffenruhe eingehalten werde. &bdquo;Russische Wahrheit&ldquo; spottet Dmitri bitter, &bdquo;bedeutet L&uuml;ge, russischer Frieden bedeutet Krieg.&ldquo; Die anderen Soldatengrinsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/feuerpause-bruechige-waffenruhe-in-der-ostukraine,10808018,29864358.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das muss man zweimal lesen: &bdquo;Hinter Switlodarsk dr&ouml;hnen feierlich wie Trommelschl&auml;ge die Kanonensch&uuml;sse einer ukrainischen Batterie.&ldquo;  Launige Kriegsberichterstattung. Die ukrainische Artillerie, die feierlich ihre Landsleute beschie&szlig;t. Den deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; ist nicht mehr zu helfen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Wahl in Hamburg<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Bl&uuml;hende Hansestadt mit wachsender Armut<\/strong><br>\nDie SPD feiert den Sieg in der Hamburger B&uuml;rgerschaftswahl &uuml;berschw&auml;nglich. Angesichts des Rausches &uuml;ber die N&auml;he zur absoluten Mehrheit geht v&ouml;llig verloren, dass die SPD auch fast 10.000 W&auml;hlerInnenstimmen verloren hat und bei einer erneut tieferen Wahlbeteiligung (56,6%) dies Ergebnis f&uuml;r nur knapp 26% aller Wahlberechtigten steht.<br>\nDas &raquo;&uuml;berragende&laquo; Resultat, von dem Sigmar Gabriel nun spricht, erinnert die GenossInnen an die gute alte Zeit, in der die SPD in ihren Hochburgen im Norden und Westen der Republik absolute Mehrheiten errang und so im Bund noch den Stolz einer echten Volkspartei besa&szlig;. Der SPD-Vorsitzende gratuliert Olaf Scholz zu diesem &raquo;einmaligen Vertrauensbeweis&laquo;. Seine Erkl&auml;rung f&uuml;r das Abschneiden in Hamburg: Der Erste B&uuml;rgermeister habe Versprechungen gemacht, die er erstens einhalten konnte und zweitens auch eingehalten habe. Und die Hamburger SPD unter Scholz stehe f&uuml;r eine Kombination von wirtschaftlicher Vernunft und sozialer Ausgewogenheit.<br>\nGenau mit dieser These &ndash; Scholz stehe f&uuml;r &raquo;wirtschaftliche und soziale Kompetenz&laquo; &ndash; verbaut sich der Parteivorsitzende einen Deutungsansatz f&uuml;r das Wahlergebnis. So bleiben denn auch die bundesweiten Schlussfolgerungen f&uuml;r einen Ausbruch der Sozialdemokratie aus dem 25%-Ghetto nebul&ouml;s. Wenn nicht andere gesellschaftliche Entwicklungen die SPD aufr&uuml;tteln, wird sich die Partei  2017 wiederum in ein aussichtsloses Rennen begeben. Die eigentliche &Uuml;berraschung der Hamburger B&uuml;rgerschaftswahl liegt in der Aufsplitterung des b&uuml;rgerlichen Lagers&hellip;.<br>\nLeidtragende dieser Fl&uuml;gelbewegung zwischen erneuertem Liberalismus und Rechtspopulismus war die hanseatische Union&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/bluehende-hansestadt-mit-wachsender-armut\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Scholz-SPD gewinnt das b&uuml;rgerliche Milieu<\/strong><br>\nHat Merkel im Bund der SPD die Mitte geraubt, ist dies in Hamburg dem Ersten B&uuml;rgermeister gelungen. Olaf Scholz findet Anh&auml;nger in f&uuml;r Sozialdemokraten zuletzt unerreichbaren W&auml;hlerschichten.<br>\nOlaf Scholz hat erneut ein traumhaftes Ergebnis erzielt &ndash; egal, ob es am Ende f&uuml;r die absolute Mehrheit reicht. Klitzeklar aber ist, dass der tendenziell eher farblose Erste B&uuml;rgermeister mit seiner seri&ouml;sen, sachlichen, im Zweifel pragmatischen Amtsf&uuml;hrung auch in jenen b&uuml;rgerlichen Milieus W&auml;hler fand, die zuletzt f&uuml;r Sozialdemokraten unerreichbar waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article137484929\/Die-Scholz-SPD-gewinnt-das-buergerliche-Milieu.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Interessant an der Hamburger Wahl, die SPD gewinnt in Sachen Wirtschaftskompetenz, aber verliert massiv an Glaubw&uuml;rdigkeit in Sachen des Sozialen, das was einmal das Kernelement der SPD war kauft ihr niemand mehr ab. Scholz ist daf&uuml;r auch die richtige Symbolfigur. Er war als SPD-Generalsekret&auml;r ein enger Mitarbeiter von Gerhard Schr&ouml;der und wesentlicher  Verfechter der neoliberalen Agenda 2010.<\/em><br>\n<em>Die SPD ist, zumindest in Hamburg, endlich, wie von vielen in der Partei sehnlichst erwartet, in der sogenannten Mitte angekommen. Ein Ph&auml;nomen, das zeigt wie es um die Demokratie in Deutschland in Deutschland steht. Millionen Menschen haben, l&auml;sst man die Linke au&szlig;en vor, schlicht und einfach keine politische Repr&auml;sentanz mehr in Deutschland, die bisher niedrigste Wahlbeteiligung mit 55,5 Prozent spricht dazu ihre eigenen Sprache.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Spanien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Spaniens neue Radikale<\/strong><br>\nEmp&ouml;rung &ndash; Bewegung &ndash; Partei: Die spanische Podemos bek&auml;me laut einer Meinungsumfrage 26,3 Prozent der Stimmen.<br>\nMadrid am 15. Mai 2011: Hunderte, dann Tausende Demonstranten kommen auf der Puerta del Sol im Herzen der Stadt zusammen und schlagen ihre Zelte auf. Die Bewegung &bdquo;15-M&ldquo; wehrt sich gegen die &Uuml;bernahme der Wirtschaft durch die Banken und gegen eine Demokratie, die sie &bdquo;nicht repr&auml;sentiert&ldquo;. Man nennt sie &bdquo;Indignados&ldquo;, die Emp&ouml;rten. Bei ihren Versammlungen dulden sie keine Fahnen, Symbole und Redebeitr&auml;ge von politischen Organisationen. Einer ihrer Slogans lautet: El pueblo unido \/ no necesita partido! Das vereinte Volk braucht keine Partei.<br>\nInzwischen sind die Demonstranten von der Puerta del Sol verschwunden. Doch der Wunsch nach Ver&auml;nderung ist nicht verschwunden, er artikuliert sich nur anders. Die Hoffnung hat mittlerweile eine neue politische Adresse: eine Partei namens Podemos (&bdquo;Wir k&ouml;nnen&ldquo;). Deren Aufstieg kam sogar f&uuml;r den Europaabgeordneten Pablo Echenique &uuml;berraschend: &bdquo;Man kann es kaum glauben. Unsere Partei wurde erst im Januar 2014 gegr&uuml;ndet. Schon im Mai kamen wir dann bei den Europawahlen auf 8 Prozent!&ldquo;<br>\nEiner Umfrage &ndash; nach dem Wahlsieg der Syriza in Griechenland &ndash; zufolge liegt Podemos mit 26,3 Prozent nur noch knapp hinter der PP (27,1 Prozent) und deutlich vor der PSOE (21,4 Prozent). Ein Sieg von Podemos bei den landesweiten Wahlen, die sp&auml;testens am 20. Dezember 2015 stattfinden m&uuml;ssen, scheint nun durchaus m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Aus-Le-monde-diplomatique\/!154527\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> Auch in meiner tagt&auml;glichen Medienbeobachtung hier vor Ort in Spanien ergibt sich die im Artikel recht genau skizzierte Situation. Die verbalen Ausf&auml;lle haben bei einigen Figuren des medialen Establishments seit langem eine derartige Qualit&auml;t und Penetranz angenommen, dass sich angesichts unverhohlener Agressivit&auml;t und Absurdit&auml;t deren Effekt umkehrt und von Podemos wiederum selbst medienwirksam derart kommentiert wird, dass sie selbst keine bessere und lautere Reklame f&uuml;r sich machen k&ouml;nnten (und dass sie oftmals ungl&auml;ubig gefragt werden, ob Podemos nicht doch selbst hinter solch &lsquo;bezahlter Propaganda&rsquo; steckt bzw. wenn es diese nicht schon g&auml;be, selbst daf&uuml;r &lsquo;zahlen sollte&rsquo;). Gleichwohl bleibt die Wirkung solcher Penetranz nicht zu untersch&auml;tzen und gef&auml;hrlich, da sie gezielt auf die Diskreditierung der pers&ouml;nlichen Integrit&auml;t und damit des ganzen politischen Projekts gerichtet ist (&agrave; la &lsquo;Rattenf&auml;nger&rsquo; und tats&auml;chliche Betr&uuml;ger = politische Betr&uuml;ger etc.). So laufen aktuell gegen alle drei F&uuml;hrungs- und Gr&uuml;ndungspersonen &lsquo;journalistische&rsquo; Kampagnen in Form von &lsquo;Korruptionsvorw&uuml;rfen&rsquo; (getreu dem spanischen Klischee: Und Du auch! Und noch viel mehr!), deren einzelne Behauptungen zwar h&auml;ufig nicht haltbar sind und in Gegendarstellungen enden, die allerdings &uuml;ber eine m&ouml;gliche steuerliche Unkorrektheit (keine Ungesetzlichkeit) Monederos die bisher gef&auml;hrlichste neue Nahrung bekommen haben (wobei die Verletzung des Steuergeheimnisses offenbar von h&ouml;chster Stelle aus dem Finanzministerium initiiert wurde).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wachstum in Spanien, D&auml;mpfer f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nDie Wirtschaft des Euroraums hat zum Jahresende etwas st&auml;rker zugelegt als erwartet. Wie das europ&auml;ische Statistikamt Eurostat mitteilte, stieg die Wirtschaftsleistung (BIP) im vierten Quartal um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.<br>\nIm Vergleich zum Vorjahresquartal erh&ouml;hte sich das Bruttoinlandsprodukt sogar um 0,9 Prozent. Das wirkt sich auch auf die Gesamtzahl f&uuml;r 2014 aus: Im ganzen Jahr stieg das BIP in der Eurozone um 0,9 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bip-in-der-euro-zone-wachstum-in-spanien-und-deutschland-a-1018292.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Erfolge der Austerit&auml;tspolitik in Spanien: L&auml;cherliche 0,7 Prozent Wachstum. Dem stehen entgegen &auml;hnliche hohe Arbeitslosenzahlen wie in Griechenland, eine Jugend ohne Perspektive bei mehr als 50 Prozent Arbeitslosigkeit unter den 16- bis 24-J&auml;hrigen, hunderttausende Menschen die ihre Wohnung durch Zwangsr&auml;umung verloren haben, eine starke Zunahme der relativen und absoluten Armut &hellip;. Wie verblendet muss man sein um das als Erfolg zu feiern?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsche Nettoexporte ja, Kredite f&uuml;r Griechenland nein &ndash; wie passt das zusammen?<\/strong><br>\nStellen Sie sich vor, Ihr Nachbar bekommt von seiner Bank, die auch Ihre Bank ist, einen Kredit nach dem anderen und bestreitet davon jahrelang seinen Konsum, kauft sich z.B. eine teure Villa, ein schickes Auto. Sie hingegen sparen einen Teil Ihres laufenden Arbeitseinkommens, f&uuml;r das Sie schwer schuften m&uuml;ssen, und machen keine Schulden. Nach ein paar Jahren stellt sich heraus, dass der Nachbar seine Kredite nicht zur&uuml;ckzahlen kann und die Bank wegen seiner nun faul gewordenen Kredite in Schwierigkeiten ger&auml;t mitsamt Ihren Ersparnissen. Der Staat springt ein und kauft der Bank die faulen Kredite ab, damit das Finanzsystem stabil bleibt. Wie w&uuml;rden Sie das finden? Nat&uuml;rlich himmelschreiend ungerecht. Denn erstens glauben Sie fest daran, dass der Staat Steuergeld f&uuml;r die Rettung der Bank ausgegeben hat, das ihm nun an anderer Stelle, etwa f&uuml;r die Sanierung maroder Stra&szlig;en, fehlt. Und zweitens haben Sie das Gef&uuml;hl, Ihr Nachbar hat Dinge konsumiert, f&uuml;r die er nicht gearbeitet hat, w&auml;hrend Sie selbst bescheiden von nur einem Teil Ihres Arbeitseinkommens und ein paar Zinsertr&auml;gen gelebt haben.<br>\nUnd was w&uuml;rden Sie tun, wenn Sie Macht &uuml;ber Ihre Bank h&auml;tten? Nat&uuml;rlich w&uuml;rden Sie dem Nachbarn f&uuml;r die Zukunft auferlegen, dass er ein genauso solides Leben wie Sie selbst f&uuml;hrt. Also sparen auf Teufel komm raus bzw. Kredit abstottern. Dann tr&uuml;gen Sie beide, Ihr Nachbar und Sie, Geld zur Bank. Aus einzelwirtschaftlicher Sicht wirkt das anst&auml;ndig und nachhaltig.<br>\nNur, was passiert dann?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/deutsche-nettoexporte-ja-kredite-fuer-griechenland-nein-wie-passt-das-zusammen\/\">Flassbeck economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Suche nach den Superreichen<\/strong><br>\nDas Skifahren hatte es Stavros Niarchos angetan. Und so siedelte sich der milliardenschwere griechische Reeder in St. Moritz an, kaufte Luxushotels und Seilbahnen, mehrte sein Verm&ouml;gen und vererbte seiner Familie ein riesiges Firmenimperium, von dem nur wenige Euro je an den griechischen Fiskus geflossen sein d&uuml;rften. Bis heute gilt die weiter in der Schweiz ans&auml;ssige Niarchos-Dynastie als eine der reichsten griechischen Familien. Allein das Verm&ouml;gen von Familienoberhaupt Philip Niarchos (61) wird auf rund 2,2 Milliarden Euro gesch&auml;tzt.<br>\nMit seiner alten Heimat Griechenland bleibt der leidenschaftliche Kunstsammler &ndash; er soll angeblich die gr&ouml;&szlig;te private Sammlung von Van-Gogh-Bildern besitzen &ndash; eng verbunden. Nirachos finanziert Kulturzentren, Stiftungen und wohlt&auml;tige Einrichtungen. Nur die erhofften Steuermilliarden, mit denen die linke Regierung von SYRIZA-Chef Alexis Tsipras die gr&ouml;bsten L&ouml;cher im griechischen Budget zukitten will, wird die Niarchos-Familie nicht &uuml;berweisen. Denn wie die meisten Superreichen Griechenlands hat die alte Reederdynastie weder ihren Wohnort noch den Sitz ihrer Firmen in der alten Heimat. Sie wollen, wie der griechische Krimiautor Petros Makarios in einem Interview l&auml;sterte, &ldquo;gute Griechen sein, aber gesch&auml;ftlich nichts mit Griechenland zu tun haben&rdquo;.<br>\nLange war die Schweiz das Zielland Nummer eins der verm&ouml;gendsten Hellenen. Und Dutzende Milliarden flossen abermals in Richtung der verschwiegenen Banken der Eidgenossenschaft, als 2008 die Wirtschaftskrise Griechenland voll erwischte. Als dann 2010 die damalige franz&ouml;sische Finanzministerin (und nunmehrige IWF-Chefin) Christine Lagarde den Athener Beh&ouml;rden eine Liste mit den Namen von 2000 griechischen Kunden bei der britischen HSBC-Bank &uuml;berreichte, war die Aufregung gro&szlig;. Doch kein einziger Fall wurde aufgegriffen. Einzige Folge: Die reichen Griechen weichen nun bevorzugt nach London aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kurier.at\/politik\/eu\/griechenland-die-suche-nach-den-superreichen\/114.025.159\">Kurier<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fachkr&auml;ftemangel &ndash; Gesucht: Krankenpfleger und Klempner<\/strong><br>\nGibt es den viel zitierten Fachkr&auml;ftemangel in Bremen? &rsaquo;Ja und nein&lsaquo;, sagt Esther Schr&ouml;der, Referentin der Arbeitnehmerkammer Bremen. Denn man muss sich die einzelnen Berufsgruppen ganz genau angucken. Nicht &uuml;berall, wo der Stempel &rsaquo;Fachkr&auml;ftemangel&lsaquo; drauf ist, ist er auch tats&auml;chlich vorhanden.<br>\nMaler und Lackierer, Objektsch&uuml;tzer oder Kellner: Wer in diesen Berufen arbeitet, ist gefragt. Das geht aus der sogenannten Engpassanalyse der Agentur f&uuml;r Arbeit hervor. Auch Unternehmen beklagen, dass offene Stellen zunehmend schwerer zu besetzen sind. Angst vor Arbeitslosigkeit m&uuml;ssten die Fachkr&auml;fte deshalb eigentlich nicht haben. Oder doch? Ein Blick in die Statistik offenbart zwar eine Vielzahl an offenen Fachkr&auml;ftestellen. In vielen Berufen steht dem gegen&uuml;ber aber auch eine hohe Zahl an Arbeitslosen, obwohl sie die gesuchte Qualifikation bieten. &rsaquo;Das ist ein Widerspruch&lsaquo;, betont Esther Schr&ouml;der, Referentin f&uuml;r Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik bei der Arbeitnehmerkammer Bremen. Sie ging deshalb der Frage nach, in welchen Berufen tats&auml;chlich Stellen nicht oder erst nach Monaten mit Arbeitsuchenden besetzt werden k&ouml;nnen. Als Grundlage dienten ihr Zahlen der Agentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;r das Land Bremen von Januar 2012 bis Juni 2014. &rsaquo;Die spiegeln zwar nicht den gesamten Arbeitsmarkt wider&lsaquo;, r&auml;umt Esther Schr&ouml;der ein. Denn nur ein Drittel der offenen Stellen wird der Agentur &uuml;berhaupt gemeldet. &rsaquo;Aber man kann schon R&uuml;ckschl&uuml;sse daraus ziehen.&lsaquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitnehmerkammer.de\/politikthemen\/arbeit-soziales\/arbeitsmarkt\/20150211_sp_fachkraeftemangel.html?pk_campaign=nl58&amp;piwik_kwd=fachfraeftemangel\">Arbeitnehmerkammer Bremen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man muss sicher auch fragen was gerade Unternehmen unter &bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; verstehen. Partiell spricht man schon von Fachkr&auml;ftemangel, wenn sich auf eine Stelle anstatt 100 oder mehr Kandidaten vielleicht nur 20 bewerben und diese dann auch nicht bereit sind zu schlechten Konditionen zu arbeiten oder Niemand den inzwischen teils aberwitzigen Anforderungen entspricht. Interessant an der ganzen Inszenierung namens Fachkr&auml;ftemangel  ist auch, dass noch vor zwei Jahren insbesondere ein angeblicher Fachkr&auml;ftemangel im Ingenieursbereich beklagt wurde, von welchen jetzt auf einmal &uuml;berhaupt nichts mehr zu h&ouml;ren ist. Wie passt dann dazu, man muss es leider immer wieder ansprechen, dass man gerade in Deutschland mit Ende vierzig oder Anfang f&uuml;nfzig, selbst als hochqualifizierte Fachkraft, faktisch keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt hat?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Der Fachkr&auml;ftemangel &ndash; eine PR-Kampagne?<\/strong><br>\nDer Fachkr&auml;ftemangel in Deutschland ist so oft wiederholt worden, dass er als unumst&ouml;&szlig;licher Fakt erscheint. Doch es ist fraglich, inwieweit es den Fachkr&auml;ftemangel tats&auml;chlich gibt. Das Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung stellt diesen in Frage und prognostiziert, dass es bis 2030 gar keinen Mangel an Fachkr&auml;ften geben wird. Ebenso bezweifelt auch Karl Brenke vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung die Zahlen von &uuml;ber 100 000 fehlenden Ingenieuren seit 2012, die der Verein deutscher Ingenieure (VDI) ver&ouml;ffentlicht hat. Brenke kritisiert die Hochrechnung und stellt eine eigene Rechnung auf, nach der es um maximal 30000 neu zu besetzende Stellen gehen wird.<br>\nWas aber steckt dahinter, wenn ein Fachkr&auml;ftemangel beschworen wird, der vielleicht gar nicht existiert? Durch die Debatte und die Vergr&ouml;&szlig;erung des Arbeitsmarktes kann erreicht werden, dass L&ouml;hne nicht steigen, sondern weiter fallen. Sabine Schiffer h&auml;lt es f&uuml;r die genuine Aufgabe der Medien, zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob es sich es sich bei der Beschw&ouml;rung des sogenanten Fachkr&auml;ftemangels nicht um eine PR-Kampagne der Unternehmerverb&auml;nde handelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/622\">Weltnetz TV<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ausgebrannt?<\/strong><br>\nObwohl die Berliner Republik im Ergebnis all der forcierten Gerechtigkeits-, Gleichstellungs- und Antidiskriminierungskampagnen l&auml;ngst zum Wohlf&uuml;hlland avanciert sein m&uuml;sste, h&auml;ufen sich gegenteilige Signale. Die Dauerpr&auml;senz der Themen Burn-out-Syndrom und Depression in den Medien setzte sp&auml;testens mit dem Selbstmord des Nationaltorwarts Robert Enke vor f&uuml;nf Jahren ein. Seitdem rei&szlig;en die Ursachenforschungen und all die Ratgebereien zum Problem nicht ab.<br>\nMittlerweile sprechen die Tatsachen: Dass 1,63 Millionen Menschen Rente wegen verminderter Erwerbst&auml;tigkeit erhielten, liegt nach Auskunft der Deutschen Rentenversicherung (DRV) vor allem an psychischen Erkrankungen wie Depression und Angstzust&auml;nden. Diese waren in 42,1 Prozent der F&auml;lle f&uuml;r vorzeitige Verrentung verantwortlich. Erst mit einem Anteil von knapp 14 Prozent folgen orthop&auml;dische Beschwerden, dann Krebs-, Herz- und Kreislauferkrankungen. Noch 1996 ging nur jeder F&uuml;nfte wegen seelischer Leiden in die Fr&uuml;hrente, aber jeder Vierte wegen Schwierigkeiten mit Skelett und Muskulatur.<br>\nThese: Was die Menschen stresst und ausbrennen l&auml;sst, d&uuml;rfte weniger mit arbeitsmedizinisch messbarer Belastung zusammenh&auml;ngen als vielmehr mit der bedr&uuml;ckenden Wahrnehmung, allzu sinnentleert einer Besch&auml;ftigung nachgehen zu m&uuml;ssen, die auf Arbeitgeberseite ausschlie&szlig;lich aus Verwertungsinteressen erfolgt, aus Arbeitnehmersicht aber lediglich noch dem Erwerb von Existenzmitteln dient.<br>\nEs gibt daf&uuml;r einen Begriff, der nicht erst von Marx, sondern bereits von Schelling und Hegel stammt: Entfremdung. Er muss hier nicht erl&auml;utert werden. Wichtiger erscheint, dass die Ursachen gegenw&auml;rtiger Entfremdungsph&auml;nomene nicht nur an engen &ouml;konomischen Zw&auml;ngen festzumachen w&auml;ren, sondern vielmehr &uuml;berhaupt in einem empfundenen Mangel an Sinn und Sinngebung begr&uuml;ndet liegen. &ndash; In Verkehrung eines Gedankens von Albert Camus: Wir k&ouml;nnen uns Sisyphos eben nicht immer als gl&uuml;cklichen Menschen vorstellen, schon gar nicht, wenn wir selbst in dessen Rolle sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2015\/02\/ausgebrannt-31854.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Mindestlohn treibt die Preise<\/strong><br>\nDer Mindestlohn kommt, die Preise steigen. FAZ.NET hat Daten des Statistischen Bundesamtes ausgewertet &ndash; und zeigt, was jetzt teuer wird. [&hellip;]<br>\nNicht in allen Branchen ist die Preiserh&ouml;hung so deutlich wie bei den Taxis. Doch die Verbraucher m&uuml;ssen seit Jahresbeginn auch f&uuml;r andere Dienstleistungen sp&uuml;rbar mehr bezahlen, wenn der Mindestlohn greift &ndash; vor allem in Ostdeutschland.\n<ul>\n<li>Haushaltshilfen, zum Beispiel Putzfrauen, wurden zum Beispiel im Januar deutschlandweit ungef&auml;hr doppelt so schnell teurer wie in den 20 vorangegangenen Januar-Monaten.<\/li>\n<li>W&auml;schereien verlangen deutlich mehr f&uuml;r Hemden oder Blusen, die zum Waschen und B&uuml;geln kommen.<\/li>\n<li>Kosmetik-Behandlungen sind im Januar ebenfalls doppelt so schnell teurer geworden wie sonst.<\/li>\n<li>B&auml;cker haben ihre Preise auch auffallend schnell erh&ouml;ht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nicht in allen Branchen kommen die Preiserh&ouml;hungen p&uuml;nktlich zum 1. Januar &ndash; doch oft steigen die Preise trotzdem. Das f&auml;llt in diesem Jahr besonders auf, weil die Verbraucherpreise insgesamt w&auml;hrend der vergangenen zw&ouml;lf Monate sogar leicht gesunken sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/geld-ausgeben\/nachrichten\/mindestlohn-und-inflation-preise-steigen-in-taxis-hotels-waeschereien-13430220.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das war auch so gew&uuml;nscht und geplant, und die minimale Zusatzinflation ist angesichts der starken deflation&auml;ren Tendenzen volkswirtschaftlich mehr als sinnvoll, wenn auch lange nicht ausreichend.<\/em><br>\n<em>Das sind &ndash; in den genannten Bereichen &ndash; Preissteigerungen zwischen 2,5 und vielleicht 5 Prozent, die die allgemeine Inflationsrate nur in geringem Umfang anheben. Die Aussagen &ldquo;B&auml;cker haben ihre Preise auch auffallend schnell erh&ouml;ht.&rdquo; und &ldquo;W&auml;schereien verlangen deutlich mehr f&uuml;r Hemden oder Blusen, die zum Waschen und B&uuml;geln kommen.&rdquo; sind nicht quantifiziert, &ldquo;Kosmetik-Behandlungen sind im Januar ebenfalls doppelt so schnell teurer geworden wie sonst.&rdquo; bedeutet gar nichts, wenn die Preiserh&ouml;hungen schon bisher sehr niedrig waren usw. Wenn man eigentlich grunds&auml;tzlich gegen Inflation und gegen angemessene Lohnerh&ouml;hungen ist wie die FAZ, sind das nat&uuml;rlich trotzdem ganz schlimme Aufreger. F&uuml;r die FAZ ist ja nicht einmal die Deflation im Januar die Katastrophe, die sie f&uuml;r den Rest der Welt in Wahrheit bedeutet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Land verliert Rechtsstreit mit K+S und muss zahlen<\/strong><br>\nDie Kosten von Umweltsch&auml;den durch den DDR-Kalibergbau k&ouml;nnten f&uuml;r Th&uuml;ringen zum Millionengrab werden. Das Land muss f&uuml;r die Arbeiten in gro&szlig;er Tiefe weiter an die K+S AG zahlen &ndash; nun soll der Bund helfen.<br>\nTh&uuml;ringen muss auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung f&uuml;r Sicherungsarbeiten in DDR-Kalibergwerken Millionenbetr&auml;ge an den D&uuml;ngemittelkonzern K+S AG (Kassel) &uuml;berweisen. Das entschied das Verwaltungsgericht Meiningen nach einem am Montag ver&ouml;ffentlichten Urteil. Damit gaben die Verwaltungsrichter dem Dax-Konzern recht. Das Urteil ist noch nicht rechtskr&auml;ftig. Th&uuml;ringen k&ouml;nne Berufung beim Th&uuml;ringer Oberverwaltungsgericht beantragen. [&hellip;]<br>\nDas Land hat laut Umweltministerium bereits zwischen 405 und 411 Millionen Euro an K+S f&uuml;r Sanierungsarbeiten &uuml;berwiesen. Nun sollte die Gesamtbelastung f&uuml;r den Landesetat auf 500 Millionen Euro begrenzt werden. Die Verwaltungsrichter machten Th&uuml;ringen jedoch einen Strich durch die Rechnung: Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Vertragsanpassung und die Zahlungsbegrenzung &ldquo;liegen nicht vor&rdquo;, entschieden sie. [&hellip;]<br>\nNach Expertensch&auml;tzung drohen Th&uuml;ringen in den n&auml;chsten Jahrzehnten nun weitere Zahlungen von 300 Millionen bis zu zwei Milliarden Euro. In den Gerichtsunterlagen werden sogar &ldquo;Ewigkeitskosten&rdquo; von bis zu 4,6 Milliarden Euro genannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/regionales\/thueringen\/article137525498\/Land-verliert-Rechtsstreit-mit-K-S-und-muss-zahlen.html\">WELT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Ouml;kologische und soziale Katastrophe macht Gaza unbewohnbar<\/strong><br>\nDie im letzten Herbst von den Vereinten Nationen ernannte Untersuchungskommission, die einen Bericht &uuml;ber den letzten Gaza-Krieg vom Sommer 2014 und seine Auswirkungen erstellen soll, ist auch damit beauftragt worden, die durch den Krieg verursachten Umweltsch&auml;den im Gazastreifen zu untersuchen. Auf Bitte der Umweltbeh&ouml;rde Pal&auml;stinas soll das Team vor Ort die langfristigen und gef&auml;hrlichen, aus dem Angriff der israelischen Armee resultierenden Umweltprobleme erkunden, welche die ohnehin seit Jahrzehnten sich verschlimmernde Umweltkatastrophe in dem Gebiet massiv versch&auml;rft haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.businesscrime.de\/oekologische-und-soziale-katastrophe-macht-gaza-unbewohnbar\/\">BIG Business Crime<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich verweisen Annette Groth und Wiebke Diehl auch auf die Folgen des letzten israelischen Angriffs auf den Gazastreifen. Hauptthema ist allerdings der drohende Verlust der nat&uuml;rlichen (&ouml;kologischen) Lebensgrundlage f&uuml;r die Menschen im Gazastreifen. So notwendig diese Thematisierung ist, so wenig hoffnungsvoll k&ouml;nnen wir in die Zukunft blicken. Wie die Autorinnen selbst schreiben, ist davon auszugehen, dass die Angriffe auf den Gazastreifen im zwei Zwei-Jahres-Rhythmus erfolgen. Wie sinnvoll ist es vor diesem Hintergrund, ein &ouml;kologisches Infrastrukturprogramm f&uuml;r Gaza zu beginnen. &ndash; Solange die Hamas und die israelische Regierung sich gegenseitig in menschverachtenden, zynischen Strategien &uuml;berbieten, den Gegner zu besiegen, ist die Implementierung eines solchen Programmes unm&ouml;glich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Human Rights Watch: Iraks Einheiten ver&uuml;ben Verbrechen an Zivilisten<\/strong><br>\nIrakische Truppen und Milizen haben nach Recherchen von Menschenrechtsaktivisten w&auml;hrend ihres Kampfes gegen die jihadistische Organisation &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; (IS) m&ouml;glicherweise Kriegsverbrechen an Zivilisten ver&uuml;bt. Tausende Einheimische seien in den vergangenen Monaten im Westirak vertrieben oder entf&uuml;hrt worden, berichtete Human Rights Watch (HRW) am Sonntag unter Berufung auf Augenzeugen. H&auml;user seien in Brand gesteckt worden, auch auf Hinrichtungen gebe es Hinweise. Bei den Zivilisten handelt es sich laut HRW um sunnitische Iraker aus der Provinz Diyala. Die Region war im Juni von IS-K&auml;mpfern &uuml;berrannt worden. Seither k&auml;mpfen irakische Soldaten und freiwillige Milizen gegen die Jihadisten. Bei den Freiwilligen handelt es sich vor allem um Schiiten. &ldquo;Die irakischen Zivilisten werden erst vom IS traktiert, sp&auml;ter dann noch mal von den regierungstreuen Milizen, die die Region zur&uuml;ckerobern&rdquo;, sagt Joe Stork, HRW-Nahost-Beauftragter. Insgesamt seien mindestens 3.000 Zivilisten aus Diyala vertrieben und sp&auml;ter an einer R&uuml;ckkehr gehindert worden. Viele ihrer H&auml;user seien angez&uuml;ndet und zerst&ouml;rt worden. Augenzeugen berichten zudem von Sch&uuml;ssen und Entf&uuml;hrungen. Ende J&auml;nner verschwanden 72 Menschen aus dem Dorf Barwanah. HRW untersuche gegenw&auml;rtig, ob sie Opfer einer Massenexekution wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000011733996\/Human-Rights-Watch-Iraks-Einheiten-verueben-Verbrechen-an-Zivilisten\">derStandard.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Islambild in deutschen Medien<\/strong><br>\nVor welchem Islam m&uuml;ssen wir Angst haben?&rdquo; So ein Thema bei &lsquo;hart aber fair&rsquo;. Rei&szlig;erische Titel und eine d&uuml;stere Bildersprache geh&ouml;ren zum gew&ouml;hnlichen Repertoire der Medien.<br>\nF&uuml;r Talkshows und Magazine sind der Islam und die Muslime regelm&auml;&szlig;ig Objekt der Berichterstattung. Rei&szlig;erische Titel sind dabei an der Tagesordnung. Die Beziehung zwischen Medien und den Muslimen ist daher nicht gerade spannungsfrei. Und das nicht erst seit dem Anschlag auf die franz&ouml;sische Zeitschrift Charlie Hebdo oder den Pegida-Aufm&auml;rschen.<br>\nWarum berichten &ldquo;die Medien&rdquo; so, wie sie es tun? Warum treten in Talkshows immer wieder ganz seltsame Figuren auf? Warum bekommen dubiose Prediger wie der Leipziger Salafist Hassan Dabbagh Raum in Talkshows, obwohl er lediglich f&uuml;r eine Handvoll Muslime spricht? Aber auch auf der anderen Seite, der sogenannten &ldquo;liberalen&rdquo; Seite, treten Muslime auf, die f&uuml;r sich in Anspruch nehmen, f&uuml;r die sogenannte &ldquo;schweigende Mehrheit&rdquo; zu sprechen, und niemand stellt die Frage, wie man f&uuml;r eine Gruppe, die schweigt, sprechen kann&hellip; Extreme dominieren das Islambild, und die breite Mitte der Muslime bleibt zumindest auf der medialen Plattform abwesend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/zuendfunk\/kolumnen-sendungen\/generator\/das-islambild-in-deutschen-medien-102.html\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.B.:<\/strong> H&ouml;renswerter Beitrag &uuml;ber die Islamberichterstattung in den deutschen Medien, der die Funktionsweise der deutschen Medien beleuchtet und damit auch die Medienkritik der Nachdenkseiten best&auml;tigt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Die Deutschen sind ein Fall f&uuml;r den Psychoanalytiker<\/strong><br>\nDass ausgerechnet die exportfreudigen Deutschen zu den gr&ouml;&szlig;ten Gegnern des Handelsabkommens zwischen EU und USA wurden, hat kaum sachliche Gr&uuml;nde. Es liegt an einer kollektiven, sehr deutschen Angst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article137453475\/Die-Deutschen-sind-ein-Fall-fuer-den-Psychoanalytiker.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung  unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Kommentare pro TTIP werden immer aggressiver und unterirdischer &ndash; leider fehlen fast jegliche Argumente pro TTIP au&szlig;er &ldquo;das ist gut f&uuml;r die Deutschen&rdquo;, eine v&ouml;llig unbewiesene Behauptung. Viel wahrscheinlicher ist TTIP wirtschaftlich ein gro&szlig;es Problem; politisch ist es in einer demokratischen Gesellschaft ein uns&auml;gliches Machwerk&hellip; Was das Deregulierungsabkommen TTIP mit Freihandel zu tun haben soll, wird nicht einmal behauptet oder gar begr&uuml;ndet. M&ouml;glicherweise hat der Autor dieses Artikels selber psychische Probleme&hellip;? Das ist nat&uuml;rlich polemisch, aber auch nicht polemischer als der Artikel.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Schreiber des oben genannten Artikels befindet sich in bester Gesellschaft. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos bezeichnete schon der SPD-Vorsitzender Gabriel die Kritik am TTIP als &bdquo;hysterisch&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Sch&auml;uble: &ldquo;Die Griechen tun mir leid&rdquo;<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) hat die Hoffnung auf eine rasche L&ouml;sung der griechischen Schuldenkrise vor dem Treffen der Euro-Finanzminister am Montag ged&auml;mpft. Er sei &ldquo;sehr skeptisch&rdquo;, ob es in Br&uuml;ssel eine Einigung geben werde, sagte er am Morgen im Deutschlandfunk: &ldquo;Mir tun die Griechen leid. Sie haben eine Regierung gew&auml;hlt, die sich im Augenblick ziemlich verantwortungslos verh&auml;lt.&rdquo;<br>\nGriechenland sei auf einem guten Weg gewesen, wieder eine wettbewerbsf&auml;hige Wirtschaft aufzubauen &ndash; bis die neue Regierung gekommen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/eu\/wolfgang-schaeuble-mir-tun-die-griechen-leid-aid-1.4878705\">Rheinische Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.H.:<\/strong> Es f&auml;llt schwer, diese &Auml;u&szlig;erungen Sch&auml;ubles nicht mit derben Worten zu kommentieren. Angefangen bei seinem zweifelhaften Verst&auml;ndnis von makro&ouml;konomischen Zusammenh&auml;ngen, vor allem seiner regelrechten Anbetung der &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo;, &uuml;ber den angeblich guten Weg, auf dem sich Griechenland zuletzt befunden haben soll bis hin zu dem schon als zynisch zu bezeichnenden Mitgef&uuml;hl gegen&uuml;ber der griechischen Bev&ouml;lkerung. Genau demselben Wolfgang Sch&auml;uble, dem die Reformen gegen&uuml;ber den &auml;rmsten Griechen nicht weit und gar nicht lange genug gingen und gehen, tun nun angeblich eben diese Griechen wegen ihrer &ldquo;verantwortungslosen Regierung&rdquo; leid. <\/em><br>\n<em>Herr Sch&auml;uble, es ist eben gerade die Wahrnehmung von Verantwortung der aktuellen griechischen Regierung gegen&uuml;ber ihrer Bev&ouml;lkerung, die sie die strikte Fortsetzung der verheerend wirkenden Austerit&auml;tspolitik zu verhindern sucht. Und gerade der deutsche Finanzminister k&ouml;nnte sie darin ma&szlig;geblich unterst&uuml;tzen. Das nicht zu tun, nenne ich verantwortungslos!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25062","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25062","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25062"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25062\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25071,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25062\/revisions\/25071"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25062"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25062"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25062"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}