{"id":25067,"date":"2015-02-17T09:35:49","date_gmt":"2015-02-17T08:35:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25067"},"modified":"2024-09-23T02:08:11","modified_gmt":"2024-09-23T00:08:11","slug":"inszenierter-terrorismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25067","title":{"rendered":"Inszenierter Terrorismus"},"content":{"rendered":"<p>Dass mit Terrorwarnungen auch Politik betrieben wird, ist l&auml;ngst evident. Immer h&auml;ufiger treiben solche Warnungen Menschen hinein in <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/allgemeine-terrorwarnungen-dienen-verunsicherung\/\">Verunsicherung<\/a> und Angst oder dienen gar &ndash; wie zuletzt in Dresden <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/959000.notstand.html\">sichtbar wurde<\/a> &ndash; der Forcierung bzw. Flankierung weiteren Demokratieabbaus. W&auml;hrend die Bundesregierung zu derlei Fragen nur <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/16\/107\/1610724.pdf\">schweigt<\/a> und nicht offenzulegen bereit ist, wie oft und aus welchen konkreten Gr&uuml;nden sowie mit welcher Strategie die Bev&ouml;lkerung in den letzten Jahren jeweils &bdquo;gewarnt&ldquo; und somit ver&auml;ngstigt worden ist, sprach <strong>Jens Wernicke<\/strong> mit <strong>Wolfgang Frindte<\/strong> und <strong>Nicole Hau&szlig;ecker<\/strong> von der Universit&auml;t Jena, die seit Langem zu den Wirkungen von derlei politischen Ma&szlig;nahmen forschen und arbeiten.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Herr Frindte, Frau Hau&szlig;ecker, Sie haben sowohl zu &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.springer.com\/springer+vs\/medien\/politische+kommunikation\/book\/978-3-531-17551-5\">Inszeniertem Terror<\/a>&ldquo; als auch zum &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.springer.com\/springer+vs\/psychologie\/book\/978-3-658-03150-3?detailsPage=authorsAndEditors\">Feindbild Islam<\/a>&ldquo; geforscht und publiziert. Was halten Sie von den aktuell europaweit vollzogenen &bdquo;Terrorwarnungen&ldquo; &ndash; beispielsweise gerade in Dresden und vermeintlich &bdquo;gegen die PEGIDA&ldquo;? Was geschieht hier?<\/strong><\/p><p><strong>Wolfgang Frindte:<\/strong> Damit kein Missverst&auml;ndnis aufkommt: Ein Terror-Risiko besteht zweifellos. Dass Anschl&auml;ge stattfinden, haben wir ja k&uuml;rzlich erst gesehen. Viele Terrorwarnungen werden jedoch dramatisiert und vorschnell in den Medien wiedergegeben, ohne weitere Hintergrundinformationen zu pr&auml;sentieren &ndash; oder wie im Falle des Verbotes der Demonstrationen in Dresden &uuml;berhaupt Belege f&uuml;r eine <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/959000.notstand.html\">konkrete Gefahrenlage<\/a> zu pr&auml;sentieren. In Verbindung mit emotionalen Bildern kann das dann &Auml;ngste bei Rezipienten sch&uuml;ren, die diese Nachrichten nicht einordnen oder kontextualisieren k&ouml;nnen. <\/p><p><strong>Nicole Hau&szlig;ecker:<\/strong> Solch vorschnellen Schuldzuweisungen und Verantwortungszuschreibungen zum islamistischen Terror konnten wir in unseren Fernsehanalysen schon mehrfach nachweisen. Wenn sich diese Schuldzuweisungen dann nicht best&auml;tigen, wie beispielsweise 2011 in Norwegen, wird das im weiteren Verlauf der Berichterstattung eher beil&auml;ufig pr&auml;sentiert bzw. nicht so stark dramatisierend dargestellt wie die ersten Meldungen, so dass sich diese dann schon eingepr&auml;gt haben bzw. deutlich besser einpr&auml;gen. Das nennt man in der Psychologie auch <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Prim%C3%A4reffekt\"><em>Primacy Effect<\/em><\/a>. Einmal geschaffene Urteile bzw. Vorurteile sind also nicht mehr so leicht aus der Welt zu bekommen&hellip;<\/p><p><strong>Wolfgang Frindte:<\/strong> Bei Terrordrohungen und -warnungen ist daher unbedingt eine differenzierte und sorgf&auml;ltige Darstellung notwendig, die leider in der Medienberichterstattung sehr h&auml;ufig vernachl&auml;ssigt wird. <\/p><p><strong>Nicole Hau&szlig;ecker:<\/strong> In der Berichterstattung werden die Begriffe &ldquo;Terror und Terrorismus&ldquo; bei einigen Fernsehsendern leider h&auml;ufig vorschnell und unreflektiert eingesetzt und stark im Zusammenhang mit dem Islam thematisiert, wie zahlreiche Medienanalysen best&auml;tigen. Die Empirie spricht hier mittels der Statistik jedoch eine ganz andere Sprache, bildet eine andere Realit&auml;t ab. So beispielsweise, dass im Jahr 2013 von 152 Terroranschl&auml;gen in Europa mehr als 60 Prozent von separatistischen Terrorgruppen in Frankreich, Spanien und Griechenland ver&uuml;bt worden sind, die mit dem Islam nicht das Geringste zu tun haben d&uuml;rften.  <\/p><p>Au&szlig;erdem ergab unsere Fernsehanalyse der Nachrichten von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 &uuml;ber eineinhalb  Jahre hinweg, dass im Durchschnitt &ouml;fters als jeden 2. Tag in irgendeiner Form &uuml;ber Terror bzw. Terrorismus berichtet worden ist. Und auch hier stellt sich sozusagen die Frage der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit bzw. der gesellschaftlichen Relevanz: Nicht nur werden Islam und Terror unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig oft im gleichen Atemzug genannt; auch gibt es deutlich gr&ouml;&szlig;ere gesellschaftliche Probleme als den Terror in Europa, spiegelt sich dies jedoch in der Medienrealit&auml;t wenig wider.   <\/p><p><strong>Und welche Wirkungen hat derlei auf die Menschen? Ich kann mich noch an ein Weihnachten vor einigen Jahren erinnern, da war der ganze Mainzer Bahnhof von schwerbewaffneten Polizisten, die mehr nach Soldaten aussahen, ges&auml;umt. Und eine Bekannte von mir berichtete mir j&uuml;ngst, wenn sie in der Berliner U-Bahn eine Muslima mit Kopftuch sehe, bek&auml;me sie umgehend Angst vor einem Bombenattentat. Hat das eine hier wom&ouml;glich mit dem anderen zu tun?<\/strong><\/p><p><strong>Wolfgang Frindte:<\/strong> Ja, dieser Zusammenhang ist naheliegend und wir haben auch empirische Belege daf&uuml;r, dass die Terrorismusberichterstattung einen sehr starken Islambezug herstellt, &uuml;ber alle m&ouml;glichen Themenkomplexe und viele Jahre hinweg. Aufgrund solch einer konsonanten Berichterstattung entstehen beim Rezipienten schlie&szlig;lich die Verkn&uuml;pfungen: Islam, Bedrohung, Terror &ndash; die sich immer mehr festigen und entsprechend aktiviert werden, wenn man beispielsweise eine Muslima sieht. Gr&ouml;&szlig;tenteils stammt das Wissen der deutschen Bev&ouml;lkerung &uuml;ber Terrorismus ja aus den Medien.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"236\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/5Z-L4eyym1k\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align: center\"><strong>Ulla Jelpke: Demokratieabbau im Schatten von Terrorwarnungen<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Werden da also &Auml;ngste sozusagen regelrecht ges&auml;t oder zumindest doch in eine bestimmte Richtung kanalisiert?<\/strong><\/p><p><strong>Nicole Hau&szlig;ecker:<\/strong> Ob jetzt intentional &Auml;ngste hervorgerufen werden und eine gr&ouml;&szlig;ere Strategie dahinter steckt, k&ouml;nnen wir  nat&uuml;rlich nicht sagen, da wir uns ja ausschlie&szlig;lich mit der Medienberichterstattung und den Wirkungen in der Bev&ouml;lkerung besch&auml;ftigen.<\/p><p>Dass die Berichterstattung jedoch Terrorismus, Bedrohungsdarstellungen und den Islam miteinander verkn&uuml;pft, konnten wir in unseren Analysen best&auml;tigen. Auch, dass die dazu eingesetzten Bilder bei einigen Sendern wie etwa Sat.1, ZDF und RTL zu erh&ouml;hter Angst f&uuml;hren und Hintergrundberichte kaum vorhanden sind bzw. im Zusammenhang mit einer stark emotionalisierenden und dramatisierenden Berichterstattung nicht richtig verarbeitet und abgespeichert werden k&ouml;nnen.<\/p><p>Interessanterweise zeigen unsere Befunde aus zwei Panelstudien im Zeitraum von 2007 bis 2009 bzw. 2010 bis 2012, dass gerade die Menschen, die viel Privatfernsehen zur Informationssuche konsumieren, <em>st&auml;rkere<\/em> &Auml;ngste haben und auch <em>mehr<\/em> Vorurteile gegen&uuml;ber Muslimen &auml;u&szlig;ern als die anderen. <\/p><p><strong>Wolfgang Frindte:<\/strong> Und hinzu kommt auch noch die &uuml;berdimensionierte Berichterstattung &uuml;ber Anti-Terror-Ma&szlig;nahmen, die 63 Prozent der analysierten Berichterstattung ausmachte, im Vergleich zu Ursachendarstellungen, mit denen sich nur 15 Prozent der analysierten Berichterstattung befassten, und die eben auch Bedrohungsgef&uuml;hle verst&auml;rkt und die Menschen gegen&uuml;ber potentiellen Bedrohungen sensibilisiert. Und diese Bedrohungen werden dann schlie&szlig;lich auf Muslime attribuiert. <\/p><p><strong>Vollzieht sich im Hintergrund dieser Entwicklungen Ihrer Auffassung nach denn gerade das, was Huntington als &bdquo;Kampf der Kulturen&ldquo; thematisiert? Oder ist auch dieser, um in Ihrer Wortwahl zu bleiben, mehr oder minder &hellip; &bdquo;inszeniert&ldquo;? <\/strong><\/p><p><strong>Wolfgang Frindte:<\/strong> Den <em>Clash of Cultures<\/em>, nicht Kampf der Kulturen, wie die falsche &Uuml;bersetzung des Huntington-Buches im Deutschen lautete,  gibt es ja seit l&auml;ngerem. Zumindest ist es eine spannende Zeit und es wird sich zeigen, ob die Werte der Aufkl&auml;rung, die der fundamentalistischen Traditionen, zu denen auch die &Uuml;berzeugungen der Pegida-Protagonisten und anderes deutsch-nationale Handeln im In- und Ausland geh&ouml;ren, oder aber eine Mischung von beidem am Ende &uuml;brig bleiben wird. <\/p><p><strong>Nicole Hau&szlig;ecker:<\/strong> Unserer bisherigen Forschung zufolge stellt es sich allerdings so dar, dass h&auml;ufig von Konflikten zwischen der &bdquo;westlichen&ldquo; und der &bdquo;islamischen&ldquo; Welt gesprochen wird, dass aber h&auml;ufig bspw. Opfer islamistisch motivierter terroristischer Attacken selbst Muslime sind, was deutlich macht, dass die Konfliktlinien auch innerhalb der bem&uuml;hten gesellschaftlichen Strukturen und ihrer Grenzen verlaufen.<br>\nDie Ursachen dieser Konflikte, auch das zeigt ein differenzierter Blick, sind dabei vor allem politischer, sozialer und &ouml;konomischer Natur. Religi&ouml;se Differenzen sind dabei zwar <em>Teil<\/em> dieser Konflikte, aber nicht deren <em>Kern<\/em>.  Auch hier zeigen die Befunde unserer Fernsehanalysen von ARD, ZDF, RTL, Sat.1 allerdings, dass in 48 Prozent der Terrorismusberichterstattung &uuml;ber eineinhalb Jahre hinweg prim&auml;r religi&ouml;s-fundamentalistische Ursachen pr&auml;sentiert werden, wenn es zu einer Ursachenanalyse denn &uuml;berhaupt kommt. <\/p><p><strong>Wolfgang Frindte:<\/strong> Ja, und &bdquo;der Westen&ldquo; und &bdquo;der Islam&ldquo; bilden dabei vor allem in vermeintlichen Bedrohungssituationen die kategorialen Grundlagen, um die eigene Gemeinschaft und die &bdquo;der anderen&ldquo; in stereotyper Weise zu beurteilen.<br>\nUnd mediale Konstruktionen &uuml;ber &bdquo;den Westen&ldquo; und &bdquo;den Islam&ldquo; liefern daf&uuml;r nicht selten &uuml;berhaupt erst den Rahmen, um die eigenen und fremden Wirklichkeiten in dieser Weise zu interpretieren. Vor allem spektakul&auml;re Ereignisse, in denen Konflikte zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen thematisiert und fokussiert werden, k&ouml;nnen dabei als bedrohlich f&uuml;r die eigene Gemeinschaft erlebt werden. Durch die mediale Inszenierung solcher <em>Ereignisse<\/em> &ndash; und nicht etwa durch die mediale Konstruktion von Wirklichkeit an sich &ndash; k&ouml;nnen dann auch die Mythen &uuml;ber &bdquo;den Islam&ldquo; und &bdquo;den Westen&ldquo; als Bezugssysteme f&uuml;r die wechselseitigen Vorurteile ins Spiel kommen.<\/p><p>Die Darstellung eines Konfliktes zweier antagonistischer Lager &ndash; &bdquo;der Westen&ldquo; und &bdquo;der Islam&ldquo; &ndash; ist &uuml;brigens vor allem in Deutschland &auml;u&szlig;erst beunruhigend, denn schon 2009 zeigten unsere Befunde einen Zusammenhang, der f&uuml;r das interkulturelle Zusammenleben in Deutschland nicht unbedenklich ist: Personen, die Muslime generell ablehnen, bef&uuml;rworten auch eher verst&auml;rkte milit&auml;rische Eins&auml;tze und versch&auml;rfte Sicherheits- sowie &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen im sogenannten &bdquo;Kampf gegen den Terrorismus&ldquo;. Ihre Ablehnung von Muslimen begr&uuml;nden diese Personen mit den Terrorgefahren, die von den Muslimen und den muslimischen Lebenswelten in Deutschland ausgehe. <\/p><p><strong>Kurzum: Die mediale Berichterstattung &uuml;ber den Terror sowie der Umgang mit Terrorwarnungen etc. haben einen nicht unma&szlig;geblichen Beitrag zum Erstarken des antimuslimischen Rassismus im Land? Und wenn dem so ist: Was w&uuml;rden Sie raten, zu tun? Was w&uuml;rden Sie &auml;ndern, h&auml;tten Sie die Macht hierzu?<\/strong><\/p><p><strong>Wolfgang Frindte:<\/strong> Jean Baudrillard, ein franz&ouml;sischer Philosoph, meinte einmal: &bdquo;Es gibt keine gute Weise des Mediengebrauchs, die Medien sind Teil des Ereignisses, sie sind Teil des Terrors, und sie wirken im einen oder im anderen Sinne&ldquo;. Zweifellos treibt Baudrillard mit dieser Aussage die Medienkritik auf die Spitze. Den Massenmedien kann einerseits kaum die Schuld oder Verantwortung f&uuml;r die zum Teil &uuml;berzogenen Terrorwarnungen der letzten Jahre zugeschrieben werden. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p style=\"text-align:center\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/17022015_interview_kw06b-wolfgang_frindte-illustration.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Die Verbreitungsmedien schaffen andererseits aber die Voraussetzungen, dass lokale terroristische Ereignisse globale Wirkungen erzielen und ein globales Publikum finden. Moderner Terrorismus ist also auf die Funktion der Verbreitungsmedien angewiesen und spekuliert auf deren Wirkungen. Sicher, vom transnationalen und internationalen Terrorismus gehen lokale und globale Gefahren aus. Der Umgang mit diesen Gefahren wird allerdings <em>nicht<\/em> leichter, wenn die Terrorgefahren und Terrorrisiken in medial inszenierter Weise dramatisiert werden. <\/p><p><strong>Nicole Hau&szlig;ecker:<\/strong> Bei aller Unterschiedlichkeit der Sender- oder Pressephilosophien m&uuml;ssen sich Journalisten daher auch in der Verantwortung sehen und fragen, welche Effekte sie erzielen. Die Gefahr ist, dass wir all jenen mit gro&szlig;em Misstrauen begegnen, die nicht in unser Raster des deutschen Stereotyps hineinpassen. Dieses Wissen sollten Journalisten ihrer Arbeit immer zugrunde legen. Das w&auml;re dann auch die Mahnung, die wir den Medienmachern ins Stammbuch schreiben m&ouml;chten.<\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Wolfgang Frindte<\/strong> (Prof. Dr. phil. habil.) ist Leiter der Abteilung Kommunikationspsychologie am Institut f&uuml;r Kommunikationswissenschaft der Friedrich-Schiller-Universit&auml;t Jena.<\/p><p><strong>Nicole Hau&szlig;ecker<\/strong> (Dr. phil.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin ebendort. Forschungspraktisch interessiert sie sich vor allem f&uuml;r Nachrichtenforschung (hier insbesondere die Krisen- und Kriegsberichterstattung), Terrorismus- und Extremismusforschung, visuelle Kommunikation, Emotions- und Rezeptionsforschung sowie Framing und Stereotypisierungen.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterlesen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Artikel: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/terrorwarnung-in-deutschland-hysterie-die-himmelangst-macht-1.1025799\">Terrorwarnung in Deutschland: Hysterie, die Himmelangst macht<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201308052740\/hintergrund\/11-september-und-die-folgen\/durchschaubares-manoever-usa-schueren-terrorpanik.html\">Durchschaubares Man&ouml;ver: USA sch&uuml;ren Terrorpanik<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201012101281\/politik\/inland\/von-terrorangst-zum-polizeistaat-warum-de-maiziere-bundespolizei-und-bundeskriminalamt-fusionieren-will.html\">Von Terrorangst zum Polizeistaat. Warum de Maizi&egrave;re Bundespolizei und Bundeskriminalamt fusionieren will<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Buch: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.springer.com\/springer+vs\/medien\/politische+kommunikation\/book\/978-3-531-17551-5\">Inszenierter Terrorismus. Mediale Konstruktionen und individuelle Interpretationen<\/a>&ldquo;<\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Eine automatische <strong>E-Mail-Benachrichtigung<\/strong> &uuml;ber neue Texte von <strong>Jens Wernicke<\/strong> k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DEFirefoxHTML\\Shell\\Open\\Command\">hier<\/a> bestellen.<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/872102a871604651af35b1de0d3b86dc\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass mit Terrorwarnungen auch Politik betrieben wird, ist l&auml;ngst evident. 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