{"id":2507,"date":"2007-07-26T10:26:49","date_gmt":"2007-07-26T08:26:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2507"},"modified":"2007-07-26T10:26:49","modified_gmt":"2007-07-26T08:26:49","slug":"hinweise-des-tages-445","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2507","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Selbstmorde am Arbeitsplatz schocken Frankreich<\/strong><br>\nSeit Jahresbeginn haben sich sechs Mitarbeiter des Autoherstellers das Leben genommen. F&uuml;nf von ihnen waren in M&uuml;lhausen besch&auml;ftigt, zwei brachten sich dort am Arbeitsplatz um. Sp&auml;testens seit sich vor einer Woche ein 55-J&auml;hriger zur Mittagszeit im Lagerraum des els&auml;ssischen Montagewerkes erh&auml;ngt hat, ist es mit &ouml;ffentlich bekundetem Entsetzen nicht mehr getan. Die Arbeitsbedingungen sind ins Zwielicht geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/.bin\/_print.php\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/672506.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Na so was, die Franzosen senken die Steuern!<\/strong><br>\nWir sind noch weit entfernt von einem Zustand, der sich mit dem Wort &ldquo;Hochkonjunktur&rdquo; beschreiben lie&szlig;e. Das entspricht auch der Stimmung in der Bev&ouml;lkerung. Es schadet daher nicht, wenn die Finanzpolitik, die so lange auf Konsolidierung, also Sparen aus war, die Z&uuml;gel etwas lockert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/?p=185\">ZEIT-Blog Herdentrieb<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Interessant auch der Tabellenanhang aus dem Economist mit einem Vergleich der Handels-, Zahlungs- und Haushaltsbilanzen und der Entwicklung der Wechselkurse<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das goldene Ende der Laufzeiten<\/strong><br>\nZwischen dem Gewinnstreben der Stromwirtschaft und dem Sicherheitsbed&uuml;rfnis der Bev&ouml;lkerung besteht ein un&uuml;berbr&uuml;ckbarer Interessenskonflikt: Jeder Tag, den ein abgeschriebener Uralt-Atomreaktor l&auml;nger am Netz bleibt, bringt dem Anlagenbetreiber einen Gewinn zwischen einer halben und einer Million Euro &ndash; und den B&uuml;rgern ein steigendes St&ouml;rfallrisiko.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=wirtschaft&amp;art=2095&amp;id=wirtschaft-artikel&amp;cHash=7231707471\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>AKW problemlos ersetzt<\/strong><br>\nDie Stromb&ouml;rse zeigt: An Strom herrscht kein Mangel, obwohl ein Drittel der installierten AKW-Leistung abgeschaltet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=wirtschaft&amp;art=2179&amp;id=wirtschaft-artikel&amp;cHash=2d371e086e\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Ruhe vor dem Crash<\/strong><br>\nAuf den ersten Blick k&ouml;nnte der erstaunliche B&ouml;rsenboom wie eine kapitalistische Erfolgsgeschichte wirken &ndash; doch tats&auml;chlich illustrieren die rasanten Kursgewinne, wie machtlos die Finanzm&auml;rkte sind. Sie k&ouml;nnen nicht f&uuml;r den sozialen Frieden sorgen, den sie doch brauchen, um sicher investieren zu k&ouml;nnen. Stattdessen versch&auml;rfen sie die Ungleichheit, sobald ihnen die soziale Vorsorge &uuml;berlassen wird. Ausgerechnet der B&ouml;rsenboom f&uuml;hrt vor, wie n&ouml;tig der Staat ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=digi-artikel&amp;ressort=me&amp;dig=2007\/07\/24\/a0148&amp;menu=1&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ulrike Herrmann meint, dass das Kapital herbeieile, weil es den sicheren deutschen Staat so sch&auml;tze. Das w&auml;re ja sch&ouml;n (weil es vielleicht einen Lerneffekt ausl&ouml;sen k&ouml;nnte). Aber ist das Kapital in Wahrheit nicht eher von der hiesigen Gewinnexplosion angelockt worden, sowie von der Aussicht, die Gewinne aus Unternehmensverk&auml;ufen nicht versteuern zu m&uuml;ssen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hartz-IV-Ziel erreicht<\/strong><br>\nDie Verpflichtung Langzeiterwerbsloser, so gut wie jede T&auml;tigkeit zu jedem Lohn annehmen zu m&uuml;ssen, hat zu einer rasanten Ausweitung des Niedrigstlohnsektors gef&uuml;hrt. Bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz zum Arbeitslosengeld II (ALG II) r&auml;umten die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) und der Deutsche St&auml;dtetag am Mittwoch in Berlin ein, da&szlig; mittlerweile 1,18 der rund 5,36 Millionen ALG-II-Bezieher erwerbst&auml;tig sind, 440000 davon sogar in sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjobs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/07-26\/062.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong>  Das Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales titelt: &ldquo;Deutlich weniger Langzeitarbeitslose als im Vorjahr.&rdquo;  Das schon obsz&ouml;ne Skandalon wird vom Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen St&auml;dtetages, Stephan Articus, in sehr neutralen Worten umschrieben: &ldquo;Das SGB II hat sich mittlerweile zu einem Leistungssystem nicht nur f&uuml;r Langzeitarbeitslose, sondern zunehmend auch f&uuml;r Erwerbst&auml;tige entwickelt, die erg&auml;nzende Anspr&uuml;che vor allem auf Unterkunftsleistungen der Kommunen geltend machen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pressebox.de\/pressemeldungen\/bundesministerium-fuer-arbeit-und-soziales-bmas\/boxid-117919.html\">BMAS<\/a><\/em><\/p>\n<p>Der &ouml;ffentlich dokumentierte Niegriglohnsektor ist einsehbar im Pressepapier des Deutschen St&auml;dtetags:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.staedtetag.de\/imperia\/md\/content\/pressedien\/2007\/11.pdf\">Deutscher St&auml;dtetag [PDF &ndash; 28 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Experten kommen zu einem differenzierten Urteil &uuml;ber den von der Wirtschaft beklagten Fachkr&auml;ftemangel<\/strong><br>\nIAB: Es gibt einen Fachkr&auml;ftemangel, aber nur partiell, und er ist gesamtwirtschaftlich kein so gravierendes Problem, dass die Gefahr bestehe, die Konjunktur k&ouml;nne abgew&uuml;rgt werden. Die Klagen von Unternehmen &uuml;ber einen Mangel an Fachkr&auml;ften sei von den Erfahrungen der vergangenen Jahre gepr&auml;gt, &ldquo;wo doch alles recht einfach funktionierte&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/vdi-nachrichten\/aktuelle_ausgabe\/akt_ausg_detail.asp?source=rubrik&amp;cat=1&amp;id=34036&amp;doPrint=1,%201,%201&amp;doPrint=1\">VDI-Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><strong>Das schlechte Gesch&auml;ft mit der Bahn<\/strong><br>\nVieles hat der Staat schon verscherbelt: die Telekom, die Post, sogar Wasserversorger. Damit hat er vorrangig die Interessen der Kapitalanleger bedient, die auf der Suche nach renditetr&auml;chtigen Objekten sind. Neuestes Opfer des Privatisierungswahns ist die Deutsche Bahn. Ihre Privatisierung, die die gro&szlig;e Koalition gegen Widerst&auml;nde auch in den eigenen Reihen durchsetzen will, ist nicht nur das gr&ouml;&szlig;te verkehrspolitische Vorhaben dieser Legislaturperiode. Es ist auch ihr gr&ouml;&szlig;ter Skandal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=debatte&amp;art=2305&amp;id=481&amp;cHash=e3079aae75\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Bertelsmann-Stiftung legt Entwurf f&uuml;r ein neues Arbeitsrecht vor<\/strong><br>\nDie Professoren Dr. Martin Henssler und Dr. Ulrich Preis haben im Auftrag der Bertelsmann Stiftung einen Diskussionsentwurf f&uuml;r ein einheitliches Arbeitsvertragsgesetz erarbeitet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.haufe.de\/SID106.Av9WX0anIBs\/newsDetails?JAVASCRIPT_ACTIVE=1&amp;newsID=1185349066.62&amp;d_start:int=0&amp;topic=GmbHGF&amp;topicView=Gmb\">Haufe Mediengruppe<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.arbvg.de\/\">Bertelsmann<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir werden uns mit dem Entwurf noch besch&auml;ftigen (m&uuml;ssen). Hier nur die Frage, mit welcher Legitimation legen inzwischen in Deutschland Lobby-Gruppen Entw&uuml;rfe f&uuml;r Gesetze vor. Hatten wir daf&uuml;r nicht fr&uuml;her einmal Parlamente oder Ministerien?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schon mindestens acht Millionen Menschen haben sich irgendein Riester-Produkt gekauft &ndash; warum nicht auch Sie?<\/strong><br>\nSp&auml;testens hier sollte man misstrauisch werden: &bdquo;Schon acht Millionen&ldquo;? Das sind l&auml;ngst nicht so viele, wie es scheint. Denn es bedeutet, dass gut 28 Millionen Berechtigte nicht riestern &ndash; und damit die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit. Warum ist das so? Vor allem aus zwei Gr&uuml;nden &ndash; fehlende Finanzmittel und wachsendes Misstrauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/banken\/doenchkolumne\/riester_aid_67570.html\">Focus Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Fall L&uuml;bke<\/strong><br>\nWar der zweite Pr&auml;sident der Bundesrepublik Deutschland tats&auml;chlich nur das unschuldige Opfer einer perfiden DDR-Kampagne?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2007\/30\/Heinrich-Luebke?page=all\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>F&uuml;r den Erhalt von Freiheit und Demokratie<\/strong><br>\nGegen den Abbau von B&uuml;rgerrechten unter dem Vorwand der Terrorismusbek&auml;mpfung. Ein gemeinsamer Aufruf von Politblog.net und der Humanistischen Union Hessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freiheit-und-demokratie.net\/impressum\/\">Eine Initiative von Politblog.net und der Humanistischen Union Hessen<\/a><\/li>\n<li><strong>Welt-Lehrerkongress in Berlin: Kritik an fehlender Chancengleichheit in Deutschland<\/strong><br>\nJutta Allmendinger,  Pr&auml;sidentin des Wissenschaftszentrums Berlin: &bdquo;Noch nie war die Chancenungleichheit zwischen Kindern mit bildungsstarken Eltern und solchen mit bildungsschwachen Eltern h&ouml;her, &uuml;ber die letzten zehn bis zwanzig Jahre gesehen, als heute, und wir produzieren hier Generationen, die weiter dann Kinder bekommen mit genauso geringer Bildung, die den Anschluss an die Gesellschaft verlieren, die dann zu Zust&auml;nden f&uuml;hren, wie wir sie beispielsweise in den Vorst&auml;dten Frankreichs auch schon gesehen haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/kulturheute\/650298\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Was bedeutet eigentlich &raquo;Humankapital&laquo;?<\/strong><br>\nDie Zeiten des ideologischen Klassenkampfs sind vor&uuml;ber, hat man uns belehrt. Tats&auml;chlich aber erweist sich die Auseinandersetzung um &raquo;Humankapital&laquo; aktuell als empfindlicher Knotenpunkt eben desselben. Ob totgesagt oder nicht: Beim ideologischen Klassenkampf geht es bekanntlich um unsere Interpretation der Welt, darum, wie Wirklichkeit gedeutet wird und wessen Auslegungen und Konstruktionen dabei dominieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/artikel.php?id=3148\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Bachelor-Emloyaty-Rating 2007 des Bertelsmann Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung<\/strong><br>\n&Auml;hnlich wie bei der Bewertung von Restaurants vergibt das CHE Sterne. H&ouml;chstens f&uuml;nf kann eine Hochschule erhalten. Doch w&auml;hrend der Restaurantkritiker noch selbst das Lokal aufsucht und dort isst und trinkt, um es zu begutachten, interessieren sich CHE und der Deutsche Arbeitskreis Personalmarketing (dapm) als Auftraggeber des Ratings f&uuml;r Methoden- und Sozialkompetenz, Praxisbezug und Internationalit&auml;t; Fachkompetenz dagegen bleibt au&szlig;er Betracht, da sie von den &raquo;Akkreditierungsagenturen&laquo; &uuml;berpr&uuml;ft wird.<br>\nJe nachdem, wie man die ausgew&auml;hlten Kriterien anwendet und gewichtet, kann man bei der Rangzuweisung jedes gew&uuml;nschte Ergebnis erzielen. Jede Hochschule kommt auf den Rang, auf den sie kommen soll. Und wenn da zum Beispiel unter Sozialkompetenz die Bef&auml;higung zu &raquo;unternehmerischem Handeln, Business Plan, Verhandlungsf&uuml;hrung&laquo; verstanden wird, ahnt man, was die &raquo;39 hochkar&auml;tigen Unternehmen&laquo;, die sich hinter dem dapm verbergen, mit &raquo;sozial&laquo; meinen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/469ac2a06ca16\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.che.de\/cms\/?getObject=5&amp;getName=News+vom+31.03.2006&amp;getNewsID=480&amp;getCB=212&amp;getLang=de\">CHE<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.che.de\/downloads\/Employability_Rating_2007_nachFaechern_655.xls\">Rating CHE<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2507","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2507","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2507"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2507\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2507"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2507"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2507"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}