{"id":25129,"date":"2015-02-20T16:21:42","date_gmt":"2015-02-20T15:21:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129"},"modified":"2015-02-20T17:14:33","modified_gmt":"2015-02-20T16:14:33","slug":"hinweise-des-tages-ii-186","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h02\">Gutes Portugal gegen b&ouml;ses Griechenland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h03\">GDL-Gremien haben einstimmig f&uuml;r Arbeitsk&auml;mpfe votiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h04\">Run auf die Banken wie 1932?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h05\">The Economic Consequences of Pacta Sunt Servanda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h06\">Autofinanzierung in den USA: Alles auf Pump &ndash; bis zum Crash<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h07\">Immer mehr Frauen arbeiten Teilzeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h08\">TTIP und Kultur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h09\">Deutschlands fiskalische Ausl&auml;nder-Bilanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h10\">Gesundheitspolitik: Mehr f&uuml;r Medizin, solidarisch finanziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h11\">Allgemeine M&uuml;nchner Verunsicherung: Eine Nachbetrachtung zur M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz und zur Rolle der Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h12\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h13\">Gut 38.000 Menschen mit Asylberechtigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h14\">ARD Deutschlandtrend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h15\">Wie gro&szlig; sind die Verflechtungen von Wirtschaft und Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h16\">Gegen Arbeitsplatzabbau in der Deutschen Welle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h17\">Die d&uuml;mmsten Spr&uuml;che aus Politik, Kultur und Wirtschaft und wie Sie gepflegt widersprechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129#h18\">Zu guter Letzt: Tut mir leid, dieser Antrag ist mir nicht substantiell genug<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25129&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Griechenland war auf gutem Weg?<\/strong><br>\nWenn es so w&auml;re, dass Griechenland bereits auf einem guten Weg war, dass wieder erfolgreich gewirtschaftet wurde und die Arbeitslosigkeit tats&auml;chlich (und nicht nur statistisch) zur&uuml;ckgegangen ist, dass es vielen Menschen in Griechenland bereits wieder besser ginge als unmittelbar nach dem Absturz der Wirtschaft im Zuge der Finanzkrise 2008\/2009, dann k&ouml;nnte man irgendwie nachvollziehen, warum Wolfgang Sch&auml;uble so sehr darauf pocht, dass entweder das Hilfsprogramm f&uuml;r Griechenland mit allen seinen Auflagen fortgesetzt oder es ganz eingestellt wird, jedoch nach keiner anderen L&ouml;sung gesucht wird. Die Realit&auml;t in Griechenland sieht aber anders aus, als Wolfgang Sch&auml;uble sie beschreibt. Und der Einfluss, den die Hilfsprogramme mit ihren Sparauflagen auf diese Realit&auml;t in den letzten viereinhalb Jahren genommen haben, ist beinahe das Gegenteil von dem, was der deutsche Finanzminister ihnen andichtet&hellip;<br>\nDer bisherige, angeblich gute Weg Griechenlands sieht folgenderma&szlig;en aus: Die Wirtschaft des Landes entwickelte sich durchaus gut gemessen am Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP), das mit der Dynamik des deutschen BIP zwischen 2005 und Anfang 2008 mithalten konnte (vgl. Abbildung 1). Als es zu dem globalen Einbruch im Zuge der Finanzkrise im Jahr 2008 kam, brach die Wirtschaftskraft zwar ein; aber es ging in Griechenland zun&auml;chst kaum wesentlich schneller bergab als in Deutschland&hellip;<br>\nDie gesamtwirtschaftliche Produktion und das Einkommen sanken von Mai 2010 bis Ende 2013 real zus&auml;tzlich um fast 20 Prozentpunkte. Die Bildung einer Talsohle im Jahr 2014 bedeutet keine Besserung, wie die aktuellen Indikatoren zeigen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/flassbeck-griechenland\/\">Heiner Flassbeck in blog arbeit &amp; wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Syrizas Recht auf Souver&auml;nit&auml;t<\/strong><br>\n(&hellip;) Doch eine andere Erkl&auml;rung f&uuml;r die Hartn&auml;ckigkeit der von der Linken gef&uuml;hrten Regierung ist stichhaltiger. Es geht um die Etablierung ihrer politischen Legitimit&auml;t.<br>\nMit der Bitte um Verl&auml;ngerung der Kredithilfen hat sich die Regierung von Alexis Tsipras nun dem Druck der EU gebeugt. Einen Kotau vor der Gruppe der Eurofinanzminister wollte sie nie machen. Griechenlands Linke akzeptiert weder System noch Programm der Kredite. Gegen beide gibt es gewichtige Argumente: gegen die Troikabeamten und gegen ihre Sparanweisungen und statistischen Kurven, mit denen sie Griechenlands Staatsfinanzen &uuml;ber ein Jahrzehnt gesundrechnen. In den Verhandlungen mit der Eurogruppe wird sich die griechische Regierung deshalb weiter wehren. Sie will Finanzzusagen, aber nicht das alte Spardiktat. (&hellip;)<br>\nPacta sunt servanda. Auch f&uuml;r Tsipras gelten Kreditabkommen, die Vorg&auml;ngerregierungen unterschrieben haben. Doch mit Max Weber gesprochen: Syriza etabliert eine Herrschaft, die von einer Mehrheit der Griechen gewollt und als legitim empfunden wird. Sie folgt gesellschaftlichen Grundwerten der Gerechtigkeit und Transparenz. Auch f&uuml;r Europa gilt die Wahl der Griechen. Denn Europa ist schlussendlich auf seinen V&ouml;lkern und Nationen aufgebaut, nicht auf einer Troika von Kreditgebern.<br>\nDie Regierung Tsipras wird zwischen dem Prinzip der Vertragstreue und jenem der legitimen politischen Herrschaft ein Gleichgewicht finden m&uuml;ssen. Aber dasselbe gilt f&uuml;r die anderen EU-Regierungen. Einem Mitgliedsstaat der Union im Gegenzug f&uuml;r die Vergabe von nur noch mehr Schuldkrediten das Recht auf die Aus&uuml;bung einer eigenen Haushaltspolitik zu nehmen ist h&ouml;chst problematisch. Wider besseres Wissen Sparauflagen zu folgen, die sich als kontraproduktiv erwiesen haben &ndash; sicher nicht alle, aber doch sehr viele -, ist kein Ausweis von moralischer Gr&ouml;&szlig;e, sondern von Dummheit und letztlich Unverantwortlichkeit gegen&uuml;ber den B&uuml;rgern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000011923547\/Syrizas-Recht-auf-Souveraenitaet\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Der Euro war aus heutiger Sicht ein Fehler&rdquo;<\/strong><br>\nDer US-Star&ouml;konom Barry Eichengreen w&uuml;rde derzeit keinen Penny in den Euro investieren. Die W&auml;hrung sei ein Fehler, sagt er. Dass dies so ist, daran gibt er auch deutschen Banken eine Mitschuld. [&hellip;]<br>\nSie m&uuml;ssen den Griechen wieder Luft zum Atmen geben, das ist auch im Interesse der Gl&auml;ubiger. Ich w&uuml;rde daf&uuml;r pl&auml;dieren, die Zinszahlungen der Anleihen an das Wirtschaftswachstum zu koppeln. Nur wenn die griechische Wirtschaft w&auml;chst, muss das Land dann Zinsen zahlen, ansonsten werden diese einfach gestundet. Das ist allemal besser, als das Land in die Pleite zu treiben und die Gl&auml;ubiger leer ausgehen zu lassen. Sogenannte wachstumsgekoppelte Anleihen w&uuml;rden auch den deutschen Steuerzahler nichts kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article137495487\/Der-Euro-war-aus-heutiger-Sicht-ein-Fehler.html\">Barry Eichengreen in der WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.S.:<\/strong> Man h&ouml;re sich dagegen das Gepolter von Rolf-Dieter Krause auf tagesschau.de oder das Interview von Wolgang Sch&auml;uble beim Deutschlandfunk an. Auf deutscher Seite ist offenbar keine Einsicht zu erwarten. Die muss wohl erst wieder von au&szlig;en erzwungen werden. Wom&ouml;glich erst wenn es f&uuml;r viele Europ&auml;er zu sp&auml;t ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gutes Portugal gegen b&ouml;ses Griechenland?<\/strong><br>\nGriechenland wird d&auml;monisiert, w&auml;hrend Portugal als erfolgreicher Rettungsfall stilisiert wird, dabei werden &auml;hnliche Probleme auch dort aufbrechen<br>\nDerzeit ist der Bl&auml;tterwald voll Lob f&uuml;r das krisengesch&uuml;ttelte Portugal. Da wird abstrus davon gesprochen, dass Portugal nun seine Schulden vorzeitig beim Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) &ldquo;tilgt&rdquo;. Doch anders als suggeriert, sinken die Staatschulden nicht. Ein Blick auf die Eurostat-Statistiken macht deutlich, dass die Verschuldung weiter steigt, die Schwelle von 130% der Wirtschaftsleistung &uuml;berschritten wurde und sie damit immer gef&auml;hrlicher wird. Im Land wird auf breiter Front der Kurs von Ministerpr&auml;sident Pedro Passos Coelho kritisiert, der sich mit Berlin besonders gegen Erleichterungen f&uuml;r Griechenland stellt.<br>\nDie Realit&auml;t sieht anders aus. Kein Kredit wurde bisher zur&uuml;ckgezahlt. Die Finanzminister der Eurogruppe haben dem Land nur erlaubt, einen Teil des IWF-Kredits zur&uuml;ckzuzahlen. 14 Milliarden Euro sollen erst in den n&auml;chsten zweieinhalb Jahren an den IWF &uuml;berwiesen werden. Das ist ohnehin nur ein Teil der 26 Milliarden Euro, die im Rahmen der Hilfskredite in einer Gesamtsumme von 78 Milliarden nach Portugal geflossen sind. Und von Tilgen kann keine Rede sein, denn dieser Kredit wird nur &uuml;ber andere Kredite abgel&ouml;st. Das soll nach Angaben der portugiesischen Regierung eine Zins-Einsparung von 500 Millionen Euro bringen.<br>\nEs ist die Geldschwemme der EZB, die es auch Portugal erm&ouml;glicht, wieder &uuml;ber die Kapitalm&auml;rkte an g&uuml;nstigere Kredite zu kommen. Der IWF-Kredit, f&uuml;r den 3,25% Zinsen gezahlt werden m&uuml;ssen, kann durch zinsg&uuml;nstigere Kredite ersetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44168\/1.html\">Ralf Streck auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>GDL-Gremien haben einstimmig f&uuml;r Arbeitsk&auml;mpfe votiert<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn l&auml;sst der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) keine Chance. Sie zwingt sie in den Streik. Die DB ist entgegen ihrer Zusage und trotz des Ultimatums nicht bereit, mit der GDL Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r ihr Zugpersonal zu schlie&szlig;en, die von denen ihrer Hausgewerkschaft EVG abweichen.<br>\nIst die Tarifeinheit zwingende Voraussetzung, fallen alle Forderungen der GDL unter den Tisch&hellip;<br>\nElf Verhandlungsrunden haben gezeigt, dass die DB weder willens noch in der Lage ist, den Tarifkonflikt zu beenden. Die GDL kann sich nicht auf die Zusage der DB vom 17. Dezember 2014 verlassen. Damals hat sie die grundgesetzlich verbriefte Koalitionsfreiheit anerkannt und die Vorbedingung zur Tarifeinheit im Unternehmen vom Tisch genommen. Die GDL fordert daher den DB-Vorstandsvorsitzenden R&uuml;diger Grube und den Eigent&uuml;mer Bund auf, die Verhandlungsf&uuml;hrung zum Einlenken zu bewegen. Weselsky: &bdquo;Beide sind in der Pflicht, die Eskalation abzuwenden.&ldquo;<br>\nDie GDL verweigert sich keinesfalls Gespr&auml;chen mit der DB, dennoch sind und bleiben die Tarifverhandlungen gescheitert. Die GDL verhandelt schon seit Sommer vergangenen Jahres, sie hat dazwischen 165 Stunden gestreikt. Weder steht die Struktur noch ist sie inhaltlich einen Schritt weitergekommen. Die DB muss endlich die Grundlage f&uuml;r inhaltliche Verhandlungen schaffen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.gdl.de\/Aktuell-2015\/Pressemitteilung-1424277623\">GDL<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/branchen\/dienstleistungen\/bahn\/bahn-gewerkschaften\/bahn-gewerkschaft-gdl\/gdl-tarifrunde-bei-der-deutschen-bahn-2014\/\">Siehe dazu ein Dossier zum Tarifkonflikt auf LabourNet<\/a>  \n<p><em>Dagegen allerdings:<\/em> <strong>DGB-Chef r&uuml;gt Lokf&uuml;hrer<\/strong><br>\nDie Streikandrohung der Lokf&uuml;hrer-Gewerkschaft GDL erz&uuml;rnt den Deutschen Gewerkschaftsbund. DGB-Chef Hoffmann zeigt im SPIEGEL &ldquo;keinerlei Verst&auml;ndnis&rdquo; f&uuml;r den Arbeitskampf und ruft zur M&auml;&szlig;igung auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/tarifstreik-deutsche-bahn-dgb-chef-hoffmann-ruft-gdl-zu-maessigung-auf-a-1019526.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist ein Trauerspiel, dass die Dachgewerkschaft die Argumentation der Arbeitgeberseite &uuml;bernimmt, nur weil die EVG im DGB ist und die GDL nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Run auf die Banken wie 1932?<\/strong><br>\nEs schreckt uns und unsere Finanzm&auml;rkte nicht, wenn Griechenland aus dem Euro ausscheidet. Das sagten die Herren und Damen, auf die es bei der Gl&auml;ubigerseite ankommt, schon als der Wahlsieg der Syriza sich nur abzeichnete. Sie wollten damals vor allem die Griechen von der Wahl dieser Partei abhalten. Nun sind &ouml;ffentliche Aussagen dieser Art leiser geworden. Denn sie sind auch in den Geberl&auml;ndern nicht popul&auml;r, nicht einmal in Deutschland. Aber die Herren Sch&auml;uble und Draghi sowie Frau Merkel, die man als die Hauptverantwortlichen hinter der Knebelungspolitik identifizieren kann, setzen erkennbar immer noch darauf, dass am Finanzmarkt nichts Schlimmes passiert, wenn die Verhandlungen um einen neuen, von Athen ben&ouml;tigten und verlangten neuen Schuldendeal scheitern, Griechenland die Pleite erkl&auml;ren muss, die Banken kein Geld mehr bekommen und das Land aus dem Euro ausscheidet. Sie wollen die Griechen als Bittsteller sehen. Dass ein Ausscheiden des Landes aus dem Euro ihnen selbst schaden k&ouml;nnte, wollen sie nicht wahrhaben.<br>\nHier liegt auf seiten der Euro-Herrscher m&ouml;glicherweise &uuml;bertriebener Optimismus vor. Dieser Gedanke wird in einem Papier der Schweizer Gro&szlig;bank UBS ge&auml;u&szlig;ert. Dessen Verfasser begr&uuml;nden das damit, dass die Furcht davor, dass nach Griechenland auch andere L&auml;nder den Euro verlassen k&ouml;nnten, sich weniger am Finanzmarkt als bei den Einlagen der Kunden &auml;u&szlig;ern k&ouml;nnte. Wer Angst davor hat, dass er morgen sein Erspartes bei der Bank nicht mehr in Euro sondern in neuen Escudo, Peseta oder Lira erh&auml;lt, wird sein Geld lieber heute als morgen in Euro abheben. Das w&auml;re dann ein &raquo;Bank-Run&laquo;, wie er beispielsweise in den USA zwischen Oktober 1932 und M&auml;rz 1933 stattfand. Er bildete damals den H&ouml;hepunkt der Weltwirtschaftskrise. Es bleibt zu hoffen, dass der plausible Gedankengang der Schweizer Banker bis zu den Verhandlungsf&uuml;hrern im Euro-Zentrum dringt. Aus dem privaten Finanzgewerbe nehmen sie erfahrungsgem&auml;&szlig; gern schlechten Rat an vielleicht ja ausnahmsweise mal guten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/02-14\/029.php?sstr=Lucas%7CZeise\">Lucas Zeise in Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The Economic Consequences of Pacta Sunt Servanda<\/strong><br>\nIn der erhitzten Debatte in Deutschland &uuml;ber die Forderung der neuen griechischen Regierung, das angebliche Hilfsprogramm f&uuml;r Griechenland neu zu verhandeln kein deutscher Politiker und kaum jemand in den Medien &uuml;berhaupt auf die Frage eingeht, ob das Programm, so wie es ist, funktioniert, ob es den Griechen zumutbar ist, und ob es den Interessen der Gl&auml;ubiger dient. Beides ist offenkundig nicht der Fall. Warum aber dann so hartn&auml;ckig daran festhalten. Professor Thiess B&uuml;ttner, den Sch&auml;uble zum Chef seines wissenschaftlichen Beirats gemacht hat, legt nun schonungslos die kalte Logik hinter dieser Haltung offen. In einem Gastkommentar im Handelsblatt schreibt er zum Ziel der Auflagen f&uuml;r die Griechen:<br>\nESM bzw. EFSF (die Rettungsschirme N.H.) sehen Finanzhilfen f&uuml;r Krisenl&auml;nder nur unter Auflagen vor. Dies ist zur Sicherung der Anspr&uuml;che erforderlich. W&uuml;rde man dieses Prinzip aufgeben, w&uuml;rden aus Finanzhilfen einseitige Transfers.<br>\nSo weit, so einsichtig. Die Gl&auml;ubiger wollen kein Geld in ein Fa&szlig; ohne Boden werfen. Es muss schon glaubhafte Bem&uuml;hungen geben, das Fass abzudichten. Aber dann kommt es:<br>\nNun k&ouml;nnte man argumentieren, dass es mittelfristig nicht darum gehen soll, das Hilfsprogramm aufzugeben. Es soll lediglich nachgebessert werden. Selbst wenn dies zu einer St&auml;rkung der griechischen Wirtschaft f&uuml;hren w&uuml;rde, wie es die griechische Regierung suggeriert, erg&auml;be sich aber eine erhebliche Besch&auml;digung der Glaubw&uuml;rdigkeit. Denn das Aufk&uuml;ndigen der Vereinbarungen nach einer Wahl stellt jede Konditionalit&auml;t grunds&auml;tzlich in Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/258-buettner#1-weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Norbert H&auml;ring meint es zu gut mit den wissenschaftlichen Beratern des Ministeriums und dem Ministerium selbst, wenn er sozusagen in einem Verzweiflungsakt versucht, Thiess B&uuml;ttner, dem Chef seines wissenschaftlichen Beirats des Ministeriums, einen Rest Rationalit&auml;t zu unterstellen, und schreibt: &ldquo;&hellip; oder geht es darum, die Bedingungen festzulegen unter denen die europ&auml;ische Fiskalunion eingef&uuml;hrt wird. Wollen sie unbedingt, dass das letztlich unvermeidliche Abschreiben der Schulden so stattfindet, dass Griechenland und alle weiteren S&uuml;dl&auml;nder, die dem Druck nicht mehr standhalten k&ouml;nnen, dauerhaft unter Br&uuml;sseler und indirekt Berliner Zwangsverwaltung kommen, anstatt von eigenen, gew&auml;hlten Regierungen regiert zu werden. Ich f&uuml;rchte fast, darum geht es. &hellip;&rdquo;<br>\nNein, hier k&auml;mpft eine in weiten Teilen verkalkte deutsche Mainstream&ouml;konomie gepaart mit dem Dauerreflex einer verkalkten Politikergeneration, Fehler d&uuml;rfen nicht eingestanden werden, blind um das politische &Uuml;berleben einer auf den Hund gekommenen Glaubenslehre ab &ndash; komme, was da wolle. Es w&auml;re zu sch&ouml;n, der deutschen Elite nachweisen zu k&ouml;nnen, dass sie rational an einem &ldquo;Imperium Teutonicum &rdquo; bastle. Nur ist zu bef&uuml;rchten, dass in dieser Politklasse solch machiavellistische Raffinesse nicht anzutreffen ist. Nat&uuml;rlich ist es f&uuml;r unser Land schrecklich, dass unserer angeblichen Elite die Wirtschaftskompetenz in einem solchen Ausma&szlig; abgeht, aber leider bleibt nur ein Schluss: Die F&uuml;hrung unseres Landes ist in &ouml;konomischen Angelegenheiten nicht nur bar jeder Klugheit &ndash; was auch angesichts des letzten Armutsberichts nichts Neues ist -, sondern ihr geht allm&auml;hlich jede Ratio ab.<br>\nAnfang 2013 bestritt das Bundesfinanzministerium allen Ernstes noch vehement, dass die Anpassungsprogramme in den Euro-Krisen-L&auml;ndern alles nur noch schlimmer machen w&uuml;rde, im Gegenteil: In der l&auml;ngeren Frist k&ouml;nnen Konsolidierungen nach der EZB-Studie nicht nur die Tragf&auml;higkeit der Staatsfinanzen, sondern sogar auch das Bruttoinlandsprodukt erh&ouml;hen. Und die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/multiplikator-debatte-dissens-ueber-die-sparpolitik-12089403.html\">FAZ res&uuml;miert<\/a>: &ldquo;Diese Erkenntnis ist offensichtlich in Griechenland noch nicht angekommen.&rdquo; Hier sind sie alle zusammen, die tragenden S&auml;ulen des alten Systems: das deutsche Finanzministerium inklusive seiner &Ouml;konomen, die EZB und das Leitmedium dieser Leute, die FAZ. Nachdem allen offensichtlich der sozial&ouml;konomische Boden der Krisenl&auml;nder eingebrochen ist, bleibt nur noch dieses verzweifelte &ldquo;Pacta Sunt Servanda&rdquo;. In der Medizin und in der Wirtschaftspolitik sollte man schon in der Lage sein, Sackgassen zu erkennen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Autofinanzierung in den USA: Alles auf Pump &ndash; bis zum Crash<\/strong><br>\nSeit der letzten gro&szlig;en Krise l&auml;sst der Begriff &ldquo;Subprime&rdquo; die Alarmglocken an den Finanzm&auml;rkten klingeln. Die exzessive Vergabe von Krediten an Verbraucher mit schwacher Bonit&auml;t kann leicht im Desaster enden &ndash; das hat der Kollaps des US-Immobilienmarktes gezeigt. Einen &auml;hnlich leichtfertigen Geldverleih wie damals sehen einige Analysten inzwischen bei der Autofinanzierung. &ldquo;Autokredite bewegen sich auf einem Allzeithoch von mehr als 975 Milliarden Dollar&rdquo;, sagt Dennis Carlson, Volkswirt des Analysehauses Equifax. Im Dezember habe der Anstieg zum entsprechenden Vorjahreszeitraum 9,3 Prozent betragen, also merklich &uuml;ber dem Wachstum des Automarkts gelegen. Mehr als ein Viertel der gesamten Summe und fast ein Drittel aller neu vergebenen Autokredite entfallen auf das ber&uuml;chtigte &ldquo;Subprime&rdquo;-Segment. Angesichts steigender Ausfallraten nehmen die Warnungen vor einer neuen Subprime-Krise zu. Auch innerhalb der Branche sieht man die Entwicklung offenbar zunehmend kritisch: &ldquo;Ich bin mir nicht sicher, ab wann sich ein Boom in eine Blase verwandelt&rdquo;, sagt Mark Vitner, &Ouml;konom des US-Kreditriesen Wells Fargo, dem Magazin Fortune. &ldquo;Viele Leute kaufen Autos, die sie sich sonst wohl nicht leisten k&ouml;nnten.&rdquo; Und das gilt nicht nur f&uuml;r Neuwagen, sondern auch f&uuml;r Gebrauchte, wie die New York Times schreibt. &ndash; Doch trotz aller Anzeichen f&uuml;r Kredit-Exzesse sehen die meisten Experten noch keinen Grund, Alarm zu schlagen. Ein Expertenteam der New Yorker Filiale der Fed kam k&uuml;rzlich zu &auml;hnlichen Ergebnissen. Auch wenn die &ldquo;Subprime&rdquo;-Autokredite in den vergangenen Jahren stark gestiegen seien, sei das Gesamtvolumen deutlich niedriger als das der Immobilienkredite vor der Finanzkrise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/auto\/autofinanzierung-in-den-usa-alles-auf-pump-bis-zum-crash-1.2354873\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch wenn die Fed in ihrem Krisenmanagement bisher deutlich besser abschneidet als die EZB &ndash; auch wegen der wesentlich anderen Zielsetzung der US-Zentralbank -, bleibt ein Misstrauen. Denn die Krise selbst hat die Fed verschlafen. K&ouml;nnte es nicht auch jetzt sein, dass die Fed zu sehr darauf setzt und propagiert, dass die bei sinkenden Zinsen Haushalte umso mehr Schulden machen und so die Wirtschaft ankurbeln? Und den &Uuml;bergang vom Boom zur Blase am Automarkt verpasst?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Immer mehr Frauen arbeiten Teilzeit<\/strong><br>\nIm Jahr 2014 waren elf Millionen Frauen teilzeitbesch&auml;ftigt, das sind doppelt so viele wie 1991. Auch der Anteil der Frauen an den Besch&auml;ftigten ist seit 1991 gestiegen und zwar um f&uuml;nf Prozentpunkte. Damit war 2014 fast die H&auml;lfte aller Besch&auml;ftigten weiblich. Das geht aus einer Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zur Entwicklung der Erwerbs- und Arbeitszeitmuster seit der Wiedervereinigung hervor.<br>\n&bdquo;Die Zahl der besch&auml;ftigten Frauen stieg insgesamt um 21 Prozent, das von ihnen geleistete Arbeitsvolumen um vier Prozent. Ein etwas h&ouml;heres Arbeitsvolumen wird heute also von deutlich mehr Arbeitnehmerinnen erbracht als fr&uuml;her&ldquo;, erl&auml;utert die IAB-Forscherin Susanne Wanger. Der Grund daf&uuml;r ist die steigende Teilzeitquote bei Frauen: Diese lag im Jahr 2014 bei knapp 58 Prozent. Auch der Anteil von M&auml;nnern, die Teilzeit arbeiten, hat sich seit 1991 vergr&ouml;&szlig;ert: Mit gut 20 Prozent im Jahr 2014 hat sich die Quote mehr als vervierfacht. Teilzeit spielt aber weiterhin eine geringere Rolle als bei den Frauen.<br>\nAls Begr&uuml;ndung f&uuml;r Teilzeitarbeit gaben fast 27 Prozent der M&auml;nner an, keine Vollzeitstelle zu finden, und gut 26 Prozent, dass sie eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren. Frauen entschieden sich mit jeweils knapp 26 Prozent am h&auml;ufigsten wegen der Betreuung von Kindern oder pflegebed&uuml;rftigen Personen oder wegen weiteren pers&ouml;nlichen oder famili&auml;ren Verpflichtungen f&uuml;r eine reduzierte Besch&auml;ftigung.<br>\n&bdquo;Erwerbsbeteiligung und Arbeitszeitmuster von Frauen und M&auml;nnern unterscheiden sich nach wie vor erheblich. Bei Frauen entscheidet insbesondere die famili&auml;re Situation, ob und in welchem Umfang sie besch&auml;ftigt sind&ldquo;, so die Arbeitsmarktexpertin. Familiengr&uuml;ndung beeinflusse das Erwerbsverhalten von M&auml;nnern dagegen kaum. Ein Blick auf die Erwerbsmuster von Paaren mit Kindern zeigt: Das Zuverdienermodell, bei dem der Mann Vollzeit und die Frau Teilzeit arbeitet, ist mit 45 Prozent besonders beliebt. Lediglich bei einem Viertel der Paare mit Kindern haben beide Partner in etwa die gleiche Arbeitszeit und auch eine Realisierung der gew&uuml;nschten Arbeitszeiten w&uuml;rde an der Verteilung der partnerschaftlichen Erwerbszeiten nur wenig &auml;ndern. Institutionelle Regelungen wie das Ehegattensplitting und Minijobs k&ouml;nnen eine Ausweitung der Arbeitszeit unattraktiv erscheinen lassen, da dies h&ouml;here Sozial- und Steuerabgaben nach sich ziehen w&uuml;rde.<br>\nZu einer ausgewogeneren Aufteilung der Arbeitszeiten zwischen M&auml;nnern und Frauen k&ouml;nnten passende Arbeitszeitmodelle und finanzielle Anreize f&uuml;r eine partnerschaftliche Arbeitszeitverteilung beitragen, so Susanne Wanger. Denn l&auml;ngerfristige Teilzeitphasen z&ouml;gen Nachteile bei Einkommen, Karriere und Alterssicherung nach sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2015\/kb0415.pdf\">IAB-Studie [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Teilzeitarbeit hat vor allem f&uuml;r verheiratete Frauen einen Klebeeffekt in perspektivlosen Jobs mit einem Aushilfe-Lohn und entsprechend geringen Rentenanspr&uuml;chen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>TTIP und Kultur<\/strong><br>\nEffektive Sicherung staatlicher Regulierung zum Schutz und zur F&ouml;rderung kultureller Vielfalt im geplanten Freihandelsabkommen EU-USA<br>\nRechtsgutachten im Auftrag der Bundestagsfraktion B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN<br>\nZu den m&ouml;glichen Auswirkungen von TTIP auf den Kulturbereich hat die Bundestagsfraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen ein Gutachten bei Prof. Dr. Hans-Georg Dederer, Professor f&uuml;r Staats- und Verwaltungsrecht, V&ouml;lkerrecht, Europ&auml;isches und Internationales Wirtschaftsrecht an der Universit&auml;t Passau in Auftrag gegeben. Das Ergebnis liegt nun vor und best&auml;tigt die Bef&uuml;rchtungen des Kulturbereiches leider vollumf&auml;nglich.<br>\n Besonders wichtig ist, dass der Gutachter einen qualitativen Unterschied zwischen dem im Entwurf vorliegenden Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der EU (CETA) und dem sich gerade in Verhandlungen befindlichen Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP) sieht. Er schreibt: &ldquo;Hinsichtlich des Schutzes und der F&ouml;rderung kultureller Vielfalt besteht zwischen Kanada und der EU ein prinzipieller Interessengleichklang. Denn beide Akteure geh&ouml;ren zu den ma&szlig;geblichen Bef&uuml;rwortern und F&ouml;rderern der UNESCO-Konvention. Demgegen&uuml;ber ist im Verh&auml;ltnis zwischen der EU und den USA damit zu rechnen, dass die Interessenlagen diametral gegenl&auml;ufig sind. Denn die USA haben die UNESCO-Konvention nicht nur strikt abgelehnt, sondern bisher auch nicht den Anschein erweckt, in absehbarer Zeit Vertragspartei der UNESCO-Konvention zu werden.&rdquo; Er bezweifelt deshalb, &ldquo;dass das von der EU und Kanada verhandelte Freihandelsabkommen (CETA) mit Blick auf die L&ouml;sung des Spannungsverh&auml;ltnisses zwischen Handelsliberalisierung und kultureller Vielfalt als Modell f&uuml;r TTIP dienen k&ouml;nnte.&rdquo; Doch genau das versucht die EU-Kommission als Verhandlungsf&uuml;hrer f&uuml;r die EU-Mitgliedsstaaten zu erreichen. F&uuml;r sie ist das CETA die Blaupause f&uuml;r TTIP.<br>\nDer Gutachter Prof. Dr. Hans-Georg Dederer res&uuml;miert weiter: &ldquo;Die USA werden einer ausdr&uuml;cklichen Bezugnahme auf die UNESCO-Konvention in der TTIP-Pr&auml;ambel nicht zustimmen.&rdquo;<br>\n Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagt: &ldquo;Wir danken der Bundestagsfraktion B&uuml;ndnis90\/Die Gr&uuml;nen, dass sie mit dem von ihnen in Auftrag gegebenen Gutachten mehr Licht in das schwierige Verh&auml;ltnis der Freihandelsabkommen TTIP und CETA mit dem Kulturbereich gebracht haben. Niederschmetternd ist besonders die Einsch&auml;tzung des Gutachters, dass die USA einer ausdr&uuml;cklichen Bezugnahme auf die UNESCO-Konvention in der Pr&auml;ambel des Freihandelsabkommen zwischen der USA und der EU nicht zustimmen werden. Bislang hat Kulturstaatsministerin Monika Gr&uuml;tters (CDU) den Kulturbereich gerade damit zu beruhigen versucht, dass die Bundesregierung eine solche Festlegung im TTIP-Vertrag verlangen wird. Was nun, Frau Kulturstaatsministerin?&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tag-gegen-ttip.de\/news\/ttip-usa-werden-bezugnahme-auf-die-unesco-konvention-wohl-nicht-zustimmen-was-nun-frau\">Pressemitteilung Deutscher Kulturrat<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.gruene-bundestag.de\/fileadmin\/media\/gruenebundestag_de\/themen_az\/EU-USA_Freihandelsabkommen\/Gutachten_TTIP_Kultur.pdf\">Das Gutachten von B&uuml;ndnis90\/Die Gr&uuml;nen &ldquo;TTIP und Kultur&rdquo; [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschlands fiskalische Ausl&auml;nder-Bilanz<\/strong><br>\nDie steigende Zahl von Fl&uuml;chtlingen in Deutschland entfacht erneut eine Debatte &uuml;ber Kosten und Nutzen von Migration. Die Bundesrepublik m&uuml;sse ein Punktesystem einf&uuml;hren, das die Zuwanderung je nach Bedarfslage in der Wirtschaft steuere, hei&szlig;t es in einem aktuellen Positionspapier des CDU-Wirtschaftsrats. Im Wirtschaftsministerium Baden-W&uuml;rttembergs ist davon die Rede, Fl&uuml;chtlinge zur Behebung des Fachkr&auml;ftemangels zu &ldquo;nutzen&rdquo;. Laut Berechnungen der Bertelsmann Stiftung f&auml;llt die &ldquo;fiskalische Bilanz&rdquo; in Deutschland lebender Ausl&auml;nder zwiesp&auml;ltig aus: Ziehe man nur aktuell bezogene Sozialleistungen in die Kosten-Nutzen-Rechnung ein, ergebe sich ein knapp positives Resultat; bei umfassender Betrachtung resultiere jedoch ein &ldquo;Finanzierungsdefizit&rdquo; von &ldquo;79.100 Euro je Ausl&auml;nder&rdquo;. W&auml;hrend die Bundesregierung Millionensummen ausgibt, um den Fachkr&auml;ftemangel in der deutschen Wirtschaft zu beheben, ist Berlin bestrebt, die Zahl der nach Deutschland gelangenden Fl&uuml;chtlinge niedrig zu halten: Ihre &ldquo;Qualifikationsstruktur&rdquo; entspricht mutma&szlig;lich nicht dem deutschen Fachkr&auml;ftebedarf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59057\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gesundheitspolitik: Mehr f&uuml;r Medizin, solidarisch finanziert<\/strong><br>\nKopfpauschale versus B&uuml;rgerversicherung: Dieser Streit ist nicht beendet, sondern nur vertagt. Der 2007 eingerichtete Gesundheitsfonds l&auml;sst eine Weiterentwicklung in beide Richtungen zu. Angesichts des medizinischen Fortschritts und der demografischen Entwicklung erwarten viele Experten, dass die Gesundheitsausgaben mittelfristig schneller steigen werden als die Einnahmen. Dass die Debatte um eine grundlegende Reform des Gesundheitswesens wieder ins Zentrum der politischen Auseinandersetzungen r&uuml;ckt, scheint daher nur eine Frage der Zeit zu sein. &ndash; Aber wie steht die Bev&ouml;lkerung eigentlich zur Zukunft des Gesundheitssystems?\n<ul>\n<li>Mehr als die H&auml;lfte sieht deutlichen Reformbedarf im Gesundheitswesen. In einer vergleichbaren Umfrage Mitte der 1990er-Jahre hatte sich erst ein F&uuml;nftel entsprechend ge&auml;u&szlig;ert.<\/li>\n<li>73 Prozent sehen es als Aufgabe von Staat und Krankenkassen, eine umfassende Gesundheitsversorgung, nicht nur eine Grundversorgung der Bev&ouml;lkerung sicherzustellen. Im Jahr 1996 hatten diesem Punkt lediglich 64 Prozent der Befragten zugestimmt.<\/li>\n<li>Nur etwa jeder Zehnte meint, Staat oder Krankenkassen sollten f&uuml;r Gesundheit weniger Geld ausgeben. Die meisten halten gleichbleibende oder h&ouml;here Ausgaben f&uuml;r n&ouml;tig. Jeder Dritte ist bereit, pers&ouml;nlich mehr zu bezahlen, um die Gesundheitsversorgung f&uuml;r alle Menschen in Deutschland zu verbessern.<\/li>\n<li>Konfrontiert mit mehreren Vorschl&auml;gen, wie sich Einnahmen und Ausgaben des Gesundheitssystems im Gleichgewicht halten lassen, beziehen die Befragten recht unterschiedliche Positionen. Deutlich wird aber: Am unbeliebtesten sind Leistungseinschr&auml;nkungen; Sparpotenzial sehen die meisten bei der Verg&uuml;tung von &Auml;rzten und Apothekern. Steuererh&ouml;hungen w&uuml;rden auf etwas gr&ouml;&szlig;ere Akzeptanz sto&szlig;en als steigende Krankenkassenbeitr&auml;ge.<\/li>\n<li>Private Selbst- und Zuzahlungen sehen viele mit Skepsis. Vor allem bei der inzwischen wieder abgeschafften Praxisgeb&uuml;hr pl&auml;dierten &uuml;ber 80 Prozent f&uuml;r ersatzloses Streichen. Die Zuzahlungen beim Zahnarzt wollen zwei Drittel der Interviewten senken oder ganz streichen. Am ehesten erfahren noch die Zusatzgeb&uuml;hren f&uuml;r den Krankenhausaufenthalt eine gewisse Zustimmung. Knapp die H&auml;lfte will sie beibehalten oder sogar erh&ouml;hen.<\/li>\n<li>83 Prozent sind gegen pauschale, nicht ans Einkommen gekoppelte Versicherungsbeitr&auml;ge. Dies gilt unabh&auml;ngig davon, wie hoch eine Kopfpauschale ausfallen w&uuml;rde. Selbst bei einem unrealistisch niedrigen Wert von 100 Euro im Monat &auml;u&szlig;ern sich vier F&uuml;nftel ablehnend.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/impuls_2015_03_2.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &ldquo;Dieser Streit ist nicht beendet, sondern nur vertagt.&rdquo; Ein sehr optimistischer Satz. Wer soll denn diesen Streit bef&ouml;rdern?  Zwar bef&uuml;rworten SPD, Gr&uuml;ne und Linke die B&uuml;rgerversicherung, aber wie realistisch sind die Aussichten, dass eine Parteienkonstellation an die Regierung kommt, in der dieser Streit ausgefochten wird? Die in allen Konstellationen notwendige SPD verliert doch durch ihre Angepasstheit an das herrschende Regime immer mehr an Glaubw&uuml;rdigkeit und Stimmen. Und Schwarz\/Gr&uuml;n wird es genauso wenig bringen wie Schwarz\/Rot.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Allgemeine M&uuml;nchner Verunsicherung: Eine Nachbetrachtung zur M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz und zur Rolle der Medien<\/strong><br>\nDas diesj&auml;hrige Schaulaufen der transatlantischen Eliten im winterlichen M&uuml;nchen stand ganz unter dem Eindruck des milit&auml;rischen Vorr&uuml;ckens der Aufst&auml;ndischen in der Ostukraine. W&auml;hrend einflussreiche US-Denkfabriken angesichts dieser Entwicklung unmittelbar vor der Konferenz in einem gemeinsamen Papier die Lieferung von Waffen an Kiew angemahnt hatten, &uuml;berraschte Bundeskanzlerin Merkel mit einer eigenen diplomatischen Initiative.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44167\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>UK admits unlawfully monitoring legally privileged communications<\/strong><br>\nThe regime under which UK intelligence agencies, including MI5 and MI6, have been monitoring conversations between lawyers and their clients for the past five years is unlawful, the British government has admitted.<br>\nThe admission that the activities of the security services have failed to comply fully with human rights laws in a second major area &ndash; this time highly sensitive legally privileged communications &ndash; is a severe embarrassment for the government.<br>\nIt follows hard on the heels of the British court ruling on 6 February declaring that the regime surrounding the sharing of mass personal intelligence data between America&rsquo;s national security agency and Britain&rsquo;s GCHQ was unlawful for seven years.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/uk-news\/2015\/feb\/18\/uk-admits-unlawfully-monitoring-legally-privileged-communications\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><strong>Geheimdienste hackten gr&ouml;&szlig;ten Hersteller von SIM-Karten<\/strong>\n<ul>\n<li>Neue Snowden-Enth&uuml;llungen belegen, dass der US-Abh&ouml;rdienst NSA und sein britischer Partnerdienst GCHQ massenweise Verschl&uuml;sselungscodes des SIM-Karten-Herstellers Gemalto gestohlen haben.<\/li>\n<li>Das Unternehmen produziert im Jahr etwa zwei Milliarden Mikrochips.<\/li>\n<li>Mit den Daten konnten die Spionagedienste unbemerkt Mobiltelefone &uuml;berwachen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gemalto stellt pro Jahr rund zwei Milliarden Mikrochips her, die unter anderem in SIM-Karten f&uuml;r Handys, in Bankkarten und biometrischen P&auml;ssen verwendet werden. Das franz&ouml;sisch-niederl&auml;ndische Unternehmen z&auml;hlt 450 Kunden, die weltweit Mobilfunknetze betreiben. Dazu geh&ouml;ren auch die US-Anbieter Verizon und AT&amp;T.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/neue-snowden-enthuellung-geheimdienste-hackten-groessten-hersteller-von-sim-karten-1.2359692\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/firstlook.org\/theintercept\/2015\/02\/19\/great-sim-heist\/\">Siehe auch den ausf&uuml;hrlichen Bericht in The Intercept<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gut 38.000 Menschen mit Asylberechtigung<\/strong><br>\nIn Deutschland haben Ende vergangenen Jahres mehr als 38.000 asylberechtigte Menschen gelebt. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 seien im Ausl&auml;nderzentralregister (AZR) 38.301 Personen mit einer Asylberechtigung erfasst gewesen, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18\/3987) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18\/3714). Die drei Hauptherkunftsl&auml;nder waren demnach die T&uuml;rkei mit 12.748 Asylberechtigten, der Iran mit 5.877 Betroffenen und Syrien mit 2.818 Personen.<br>\nDie Zahl der zum Jahreswechsel registrierten Menschen mit Fl&uuml;chtlingsschutz betrug den Angaben zufolge 109.219. Hauptherkunftsland war in diesen F&auml;llen der Irak mit 34.978 Personen vor Syrien mit 24.619 und dem Iran mit 11.380.<br>\nWie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren zu dem Stichtag 37.478 Menschen mit Aufenthaltserlaubnissen nach Paragraf 25 Absatz 3 des Aufenthaltsgesetzes erfasst, die aufgrund bestimmter Abschiebungsverbote erteilt werden. Hauptherkunftsl&auml;nder waren hier laut Bundesregierung Afghanistan mit 13.277 F&auml;llen sowie Syrien mit 4.731 F&auml;llen und Kosovo mit 1.863 F&auml;llen.<br>\nEine Aufenthaltserlaubnis nach Paragraf 25 Absatz 2 des Aufenthaltsgesetzes (subsidi&auml;rer Schutz) hatten zum Jahreswechsel laut Vorlage 13.151 Menschen, von denen 8.597 aus Syrien kamen und 1.124 aus Afghanistan. In 725 F&auml;llen war die Herkunft ungekl&auml;rt.<br>\nDie Zahl der zum Stichtag erfassten Personen mit einer Duldung gibt die Bundesregierung mit 13.748 an. Hauptherkunftsland war der Vorlage zufolge Serbien mit 2.254 Betroffenen, gefolgt vom Irak mit 1.166 und Kosovo mit 1.157.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_02\/-\/361186\">Deutscher Bundestag<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es geistern Horrorzahlen &uuml;ber &bdquo;Asylanten&ldquo; in der &Ouml;ffentlichkeit. Diese recht &uuml;berschaubaren Zahlen sollte man sich merken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>ARD Deutschlandtrend<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.infratest-dimap.de\/umfragen-analysen\/bundesweit\/ard-deutschlandtrend\/2015\/februar\/\">infratest dimap<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> An den Meinungen zu Griechenland und zu Russland kann man ablesen, wie die Meinungsmache gewirkt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie gro&szlig; sind die Verflechtungen von Wirtschaft und Wissenschaft<\/strong><br>\nMehr als 1,3 Milliarden Euro flie&szlig;en aus der gewerblichen Wirtschaft jedes Jahr an deutsche Hochschulen &ndash; Tendenz stark steigend. Versuchen Unternehmen damit, Einfluss auf die Wissenschaft zu nehmen? Ist die Freiheit von Forschung und Lehre in Gefahr?<br>\nWir geben einen &Uuml;berblick &uuml;ber Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft an allen deutschen Hochschulen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hochschulwatch.de\/\">Hochschulwatch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gegen Arbeitsplatzabbau in der Deutschen Welle<\/strong><br>\nDie Deutsche Welle ist im Kern bedroht. Die massive Unterfinanzierung  des Auslandssenders gef&auml;hrdet Programm und Arbeitspl&auml;tze. Sollten die Sparpl&auml;ne von Intendant Limbourg Realit&auml;t werden, stehen zehn Sprachredaktionen am Standort Bonn vor der Schlie&szlig;ung. In Berlin droht den linearen Fernsehprogrammen in Deutsch, Spanisch und Arabisch das Aus. Am Montag, 23.02.2015, demonstrieren die Besch&auml;ftigten der Deutschen Welle in Bonn. Ihnen sitzt die Existenzangst im Nacken. Ihre Arbeitspl&auml;tze und das Programm sind akut bedroht, wenn die Pl&auml;ne des Intendanten umgesetzt werden. Am Standort Bonn stehen zehn Sprachredaktionen vor der Schlie&szlig;ung. In Berlin droht den linearen Fernsehprogrammen in Deutsch, Spanisch und Arabisch das Aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/branchen\/medien\/medien-fernsehen\/gegen-arbeitsplatzabbau-in-der-deutschen-welle\/\">LabourNet<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><a href=\"http:\/\/rundfunk.verdi.de\/service\/veranstaltungen\/++co++f372d646-a177-11e4-8ab0-525400a933ef\">Aufruf bei ver.di-Rundfunk zur Protestaktion der DW-Mitarbeiter\/innen am 23. Februar 2015 auf dem M&uuml;nsterplatz in Bonn, dort auch Hintergr&uuml;nde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.soliseite.de\/deutsche-welle\/\">Deutsche Welle sch&uuml;tzen! Appell an den Intendanten der Deutschen Welle zum Unterzeichnen auf der Soliseite<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die d&uuml;mmsten Spr&uuml;che aus Politik, Kultur und Wirtschaft und wie Sie gepflegt widersprechen<\/strong><br>\n&raquo;Eine starke Wirtschaft zeigt sich an ihrer Exportst&auml;rke.&laquo;<br>\nOder auch: &#8811;Wir m&uuml;ssen alles tun, um auf dem Weltmarkt konkurrenzf&auml;hig zu bleiben.&#8810; Mit solchen Parolen pr&uuml;gelt eine Bande von Wirtschaftsfunktionaren, -professoren, -journalisten und politikern die Deutschen seit 1990 von einer Exportweltmeisterschaft zur n&auml;chsten. In &Ouml;sterreich und der Schweiz sieht es nicht besser aus &ndash; und wenn man die Exportleistung pro Kopf der Bev&ouml;lkerung angibt, stehen die beiden kleineren deutschsprachigen L&auml;nder sogar &uuml;ber dem arroganten gro&szlig;en Bruder im Norden. 1 Bei der Exportquote, also dem Verh&auml;ltnis zwischen Export und Bruttoinlandsprodukt (BIP), steht &Ouml;sterreich knapp vor dem viel gefeierten schwarz-rot-goldenen &#8811;Exportweltmeister&#8810;; doch beide weit abgeschlagen hinter der Slowakei, die mit rund 83 Prozent den Spitzenplatz in der EU besetzt.2 Dieser Umstand erledigt im Vorbeigehen die ein&auml;ugige Fixierung auf Exportkennziffern: Kleine L&auml;nder haben n&auml;mlich viel eher eine h&ouml;here Pro-Kopf- oder BIP-bezogene Exportquote als gr&ouml;&szlig;ere L&auml;nder, weil kleine L&auml;nder einen kleinen Binnenmarkt haben. Ihre Wirtschaft ist deshalb naturgem&auml;&szlig; st&auml;rker international orientiert als die von gr&ouml;&szlig;eren L&auml;ndern wie Deutschland oder gar China und Usa, wie auch ihre Einwohner im Schnitt mehr internationale Kontakte haben. &Uuml;ber die St&auml;rke der jeweiligen Wirtschaft sagt das nichts aus. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/die-duemmsten-sprueche-aus-politik-kultur-und-wirtschaft-jens-j-korff.html#.VOdC11turpB\">Westend Verlag<\/a>\n<p>Jens Korff &bdquo;Die d&uuml;mmsten Spr&uuml;che aus Politik, Kultur und Wirtschaft und wie Sie gepflegt widersprechen&ldquo; ist im Westend Verlag erschienen und kostet 14,99 Euro.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Tut mir leid, dieser Antrag ist mir nicht substantiell genug<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150220_hdt2_02.png\" alt=\"Harm Bengen - Tut mir leid, dieser Antrag ist mir nicht substantiell genug\" title=\"Harm Bengen - Tut mir leid, dieser Antrag ist mir nicht substantiell genug\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25129","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25129","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25129"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25129\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25140,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25129\/revisions\/25140"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25129"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25129"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}