{"id":25163,"date":"2015-02-24T08:42:34","date_gmt":"2015-02-24T07:42:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163"},"modified":"2015-11-09T15:20:47","modified_gmt":"2015-11-09T14:20:47","slug":"hinweise-des-tages-2319","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h02\">Merkel in Griechenland- und Ukraine-Krise: H&auml;rte hilft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h03\">Pressekodex von Unternehmen: Die Wirtschaft macht sich Sorgen um die Unabh&auml;ngigkeit der Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h04\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h05\">Heiner Flassbeck: &ldquo;Der Euro wird die n&auml;chsten drei Jahre nicht &uuml;berleben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h06\">Dossier: Europ&auml;ischer Fr&uuml;hling &ndash; Texte zur neuen Regierung in Griechenland und der Situation der Linken in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h07\">Wellen der Wut mitten in Madrid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h08\">Die EU und das liebe Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h09\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h10\">IG-BAU-Chef sieht &bdquo;Hysterie&rdquo; bei Mindestlohn-Vorschriften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h11\">Prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse f&uuml;r Pflegekr&auml;fte &ndash; Infektionsrisiko inklusive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h12\">Der Bus kommt &ndash; bleibt der Zug auf der Strecke?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h13\">Sprachtest f&uuml;r Ausl&auml;nder: Br&uuml;ssel droht Deutschland mit neuem Verfahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h14\">Waffenlieferungen an Peschmerga<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h15\">Paul Krugman &ndash; Vorbereitungen fu&#776;r 2016<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h16\">Migration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h17\">Mehrheit vermisst in Deutschland echte Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h18\">Citizenfour: Oscar-gekr&ouml;nte Snowden-Dokumentation kostenlos im Netz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163#h19\">TV-Tipp I: Macht ohne Kontrolle &ndash; Die Troika<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>War das die Zitterpartie wert? Was Athen jetzt zusagte, hatte es schon lange vorher angeboten<\/strong><br>\nIch vergleiche die finale Erkl&auml;rung der Eurogruppe vom 20. Februar, einmal mit dem von Griechenland nicht unterschriebenen Entwurf vom 16. Februar und vor allem mit dem, was der griechische Finanzminister Varoufakis der Eurogruppe schon am 11. Februar angeboten hatte. Das Res&uuml;mee wird sein, dass die gemeinsame Erkl&auml;rung vom 20. Februar sehr nahe an dem ist, was Varoufakis schon neun Tage zuvor angeboten hatte. Auf der Basis des nun vereinbarten Testes w&auml;re daher eine Einigung mit Griechenland ziemlich sicher schon am 11. Februar m&ouml;glich gewesen, ohne den Nervenkrieg um einen m&ouml;glicherweise bevorstehenden de-fakto Rauswurf der Griechen aus der W&auml;hrungsunion. Andererseits enth&auml;lt die Einigung gegen&uuml;ber dem Entwurf vom 16. Februar, der den Griechen zun&auml;chst nur angeboten wurde, f&uuml;r Griechenland einen sehr erheblichen Gewinn an Gestaltungsspielraum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/278-worth-it-deutsch#1-weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NachDenkSeiten wiesen gestern auf Artikel hin, die die Einigung &uuml;ber das Rettungsprogramm als Niederlage Griechenlands interpretierten. So schrieb z.B. Eric Bonse: &ldquo;Nun die schlechte Nachricht: Griechenland muss den gescheiterten und bei der Parlamentswahl mit gro&szlig;er Mehrheit abgew&auml;hlten Austerit&auml;tskurs fortsetzen. Die neue Regierung in Athen kommt sogar unter noch strengere Kuratel. Dies ist ein Sieg f&uuml;r Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble, der an Griechenland ein Exempel statuieren wollte.&rdquo; So &auml;hnlich stand es in vielen Zeitungen. Norbert H&auml;ring belegt, dass dieses Urteil einer &Uuml;berpr&uuml;fung anhand einer pr&auml;zisen Lekt&uuml;re entsprechender Textpassagen nicht aufrechtzuerhalten ist.<\/em><br>\n<em>Nur ein Beispiel: Bisher wurde ein &Uuml;berschuss des Prim&auml;rhaushalts von 3% f&uuml;r 2015 und 2016 von 4,5% gefordert. Im Statement der Euroguppe hei&szlig;t es jetzt: &ldquo;The Greek authorities have also committed to ensure the appropriate primary fiscal surpluses or financing proceeds required to guarantee debt sustainability in line with the November 2012 Eurogroup statement. The institutions will, for the 2015 primary surplus target, take the economic circumstances in 2015 into account.&rdquo; Die Rede ist also von einem &ldquo;angemessenen&rdquo; &Uuml;berschuss im Prim&auml;rhaushalt und &ndash; wie H&auml;ring &uuml;bersetzt: Die Institutionen werden f&uuml;r das Prim&auml;r&uuml;berschuss-Ziel f&uuml;r 2015 die aktuellen wirtschaftlichen Umst&auml;nde in Betracht ziehen.&rdquo; Das schafft zus&auml;tzlichen Spielraum. Man wird sehen, ob die heute von der griechische Regierung vorgelegte &ldquo;Reform&rdquo;liste von der Eurogruppe soweit akzeptiert wird, dass soziale Ma&szlig;nahmen wie eine kostenlose Gesundheitsversorgung, die Lieferung von Strom f&uuml;r die &Auml;rmsten und Sonderzusch&uuml;sse f&uuml;r verarmte Rentner realisiert werden k&ouml;nnen. Gestern waren einige Punkte vorab bekannt geworden. Athen will Steuerflucht, Schmuggel und Korruption bek&auml;mpfen und Verm&ouml;gende st&auml;rker zur Kasse bitten. Der Kampf gegen Benzinschmuggel soll 1,5 Milliarden Euro einbringen, die Bek&auml;mpfung von Zigarettenschmuggel 800 Millionen Euro. Jeweils 2,5 Milliarden Euro erhofft sich Athen von einer Verm&ouml;gensteuer sowie dem Eintreiben geschuldeter Steuern.<\/em><br>\n<em>Eine weitere optimistischere Interpretation des Statemants der Eurogruppe bietet Rudolf Hickel:<\/em><\/p>\n<p><strong>Tsipras muss von der Eurogruppe unterst&uuml;tzt werden<\/strong><br>\nDer Kompromiss zur weiteren Unterst&uuml;tzung Griechenlands biete der Regierung in Athen einigen Spielraum, sagte der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel im DLF. Notwendig seien jetzt &ldquo;ein Sofortprogramm gegen die schlimmsten Ausw&uuml;chse der Armut&rdquo; sowie eine Bilanz, was an der bisherigen Sanierungsstrategie falsch gelaufen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechenland-tsipras-muss-von-der-eurogruppe-unterstuetzt.694.de.html?dram:article_id=312300\">DLF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Ein Satz ist f&uuml;r Hickel in dieser Beschlussfassung wichtig: Keine Ma&szlig;nahmeoption darf stattfinden, die die finanzielle Stabilit&auml;t des Landes &ndash; also Griechenland &ndash; gef&auml;hrdet. Deshalb ist f&uuml;r ihn erst einmal wichtig eine Bilanz der bisherigen &ldquo;Reformen&rdquo; vorzunehmen &ndash; und dabei genau wieder die Analyse zu ber&uuml;cksichtigen, die der Internationale W&auml;hrungsfonds im Jahre 2013 vorgelegt hatte, dass gerade die bisherige Strategie f&uuml;r Griechenland , massiver Sozialabbau usw., die Schulden erst nach oben getrieben hat, weil die Wirtschaft &ndash; unter diesem Spardiktat &ndash; zusammengebrochen ist. Mit anderen Worten, diese Fortf&uuml;hrung der bisherigen Sparauflagen- Politik &ndash; durch den Beschluss ja auch vorgesehen &ndash; w&uuml;rde die finanzielle Stabilit&auml;t von Griechenland nur weiter gef&auml;hrden&hellip;.  Es gibt also Interpretations-Spielraum f&uuml;r die griechische Regierung &hellip;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland: Zeit gewonnen<\/strong><br>\nGriechenland bekommt f&uuml;r vier Monate eine &Uuml;bergangsfinanzierung. Die Staatspleite ist damit erst einmal abgewendet. Soweit die gute Nachricht. Jedoch muss die griechische Regierung die Vorgaben der aktuellen Vereinbarungen weiterhin einhalten und die Forderungen aller Gl&auml;ubiger akzeptieren. Ver&auml;nderungen der &bdquo;Reform&ldquo;-ma&szlig;nahmen sind nur m&ouml;glich, wenn die &bdquo;Institutionen&ldquo; &ndash; faktisch die bisherige Troika &ndash; keine Einw&auml;nde haben. Damit tun die Gl&auml;ubiger weiter so, als l&auml;ge der Schl&uuml;ssel zur dauerhaften Behebung der Krise in Griechenland. Dabei liegt er vor allem in Deutschland.<br>\nIm Kampf mit der neuen griechischen Regierung bleibt die Bundesregierung, insbesondere Finanzminister Sch&auml;uble, hart: Gr&ouml;&szlig;ere Erleichterungen oder gar einen Schuldenschnitt soll es nicht geben. Es gehe um &bdquo;Europas Glaubw&uuml;rdigkeit&ldquo;, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. So wird die Fortsetzung einer brutalen K&uuml;rzungspolitik genannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/griechenland-zeit-gewonnen.html\">Michael Schlecht MdB\/Die Linke<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Merkel in Griechenland- und Ukraine-Krise: H&auml;rte hilft<\/strong><br>\nGriechenland und die Ukraine, beide Krisen haben eines gemein: Sie bedrohen die Grundfeste Europas, den European way of life. Wer ihn retten will, muss H&auml;rte zeigen.<br>\nZwei, oder besser: drei Dinge halten Nachkriegseuropa zusammen. Erstens: Grenzen; zweitens: Vertr&auml;ge; und drittens: das Vertrauen, dass weder das eine noch das andere einseitig aufgek&uuml;ndigt wird.<br>\nGenau das geschieht gerade.<br>\nIn der Ostukraine wird eine Staatsgrenze mit milit&auml;rischen Mitteln neu gezogen. Die internationale Diplomatie, selbst die von Kanzlerin und franz&ouml;sischem Staatschef, tritt dabei nur noch als Notar auf: Sie gew&auml;hrt Brief und Siegel auf die Teilung eines vormals souver&auml;nen europ&auml;ischen Staates.<br>\nAngela Merkel und Fran&ccedil;ois Hollande gaben sich daf&uuml;r her, um ein noch schlimmeres Blutvergie&szlig;en zu verhindern. Das haben sie vermutlich auch erreicht und es ehrt sie.<br>\nWas bleibt, ist ein Tabubruch: Wenn Grenzen in Europa nicht mehr sicher sind, geht etwas Unverzichtbares vor die Hunde. Das wird den Kontinent ver&auml;ndern &ndash; und nicht zum Besseren.<br>\nZugleich wollte die neue griechische F&uuml;hrung mit dem zweiten konstitutiven Prinzip Europas brechen: dass Vertr&auml;ge im Gefolge nationaler Regierungswechsel nicht einfach einseitig gek&uuml;ndigt werden.<br>\nDie EU wie die Euro-Zone bestehen aus nichts als solchen Vertr&auml;gen; sie w&auml;ren wertlos, st&uuml;nden sie demn&auml;chst, nach griechischem Vorbild, allesamt unter dem Vorbehalt einer jeden Parlamentswahl in den 28 bzw. 19 Mitgliedstaaten. Deshalb blieben die Euro-Staaten hart. Sie riskierten den Austritt Griechenlands, der immerhin das Ende des Euro in seiner gegenw&auml;rtigen Form bedeutet h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/merkels-rolle-beim-grexit-und-in-der-ukraine-haerte-hilft-a-1019871.html%20\">Nikolaus Blome auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.:<\/strong> Wo Journalismus draufsteht, steckt unverhohlene (doch &lsquo;studierte&rsquo;) Propaganda und Geschichtsklitterung drin &ndash; dazu aus den Kommentaren: <\/em><br>\n<em>&bdquo;Das Prinzip der Unversehrtheit europ&auml;ischer Grenzen wurde bereits im Kosovokonflikt gebrochen, also gab es den Pr&auml;zedenzfall schon. Schwache Leistung f&uuml;r einen studierten Historiker Herr Blome. Zu den Vertragsbr&uuml;chen innerhalb der EU und EWG auch von Deutschland (siehe Maastrichter Kriterien) vor Griechenlands Finanzmisere ganz zu schweigen&hellip;&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pressekodex von Unternehmen: Die Wirtschaft macht sich Sorgen um die Unabh&auml;ngigkeit der Medien<\/strong><br>\nWie tief sind wir, die Medien, eigentlich gesunken? Die deutsche Wirtschaft macht sich Sorgen um die Unabh&auml;ngigkeit der freien Presse, weil es mittlerweile zu einfach geworden sei, sich redaktionelle Berichterstattung zu erkaufen. Um sich selbst zu ermahnen, haben Dax-Konzerne nun einen Kodex aufgesetzt, um Einflussnahme auf die Medien zu reglementieren.<br>\nDie deutschen Medien sind mittlerweile der deutschen Wirtschaft offenbar zu billig zu haben. Der Arbeitskreis Corporate Compliance der deutschen Wirtschaft, in dem Compliance-Verantwortliche zahlreicher Dax-Konzerne sitzen, hat einen Kodex aufgesetzt, der die Einflussnahme von Unternehmen auf die Berichterstattung stoppen soll.<br>\n&ldquo;Unternehmen k&ouml;nnen heute in einem Ausma&szlig; redaktionelle Berichterstattung kaufen, wie das fr&uuml;her v&ouml;llig undenkbar war. Und sie machen davon Gebrauch&rdquo;, sagte J&uuml;rgen Gramke, Vorsitzender des Arbeitskreises, in der aktuellen Ausgabe des manager magazins. Ein Satz, den man gerne ein bisschen l&auml;nger nachdenken darf. Der Kodex, der sich nicht an Redaktionen, sondern an die werbende Wirtschaft richtet, ist eine Ohrfeige f&uuml;r jede Compliance-Abteilung in der Medienbranche. Denn er setzt sich zum Ziel, zwischen Werbung und Berichterstattung wieder eine Trennung herzustellen. Eine Aufgabe, die Medien eigentlich selbst regeln sollten, wozu sie nach Ansicht der Wirtschaft aber offenbar nicht mehr in der Lage sind.<br>\nDem manager magazin erkl&auml;rt Tilmann Kruse, Sprecher des Presserats und Chefjustiziar beim Verlagshaus Gruner + Jahr, der selbst auferlegte Pressekodex sowie die Landespressegesetze seien wirkungslos. Grund sei in erster Linie der hohe wirtschaftliche Druck auf Verlage. Dieser sei teils so hoch, erkl&auml;rt Kruse, &ldquo;dass das Potenzial f&uuml;r Unternehmen, Druck auszu&uuml;ben, enorm gestiegen ist, immer weiter steigt und auch immer st&auml;rker ausgenutzt wird.&rdquo;&hellip;<br>\nWenn die Werbung treibende Wirtschaft bereits besorgt um ihre Reputation ist, weil ihnen die mangelnde Glaubw&uuml;rdigkeit von Medien schaden k&ouml;nnte, wie glaubw&uuml;rdig sind Medien dann &uuml;berhaupt noch? Der Vorsto&szlig; der Wirtschaft versch&auml;rft den Eindruck von einer Medienlandschaft, die ihre Seele l&auml;ngst verkauft hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/02\/23\/pressekodex-von-unternehmen-die-wirtschaft-macht-sich-sorgen-um-die-unabhaengigkeit-der-medien\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Ein Jahr nach dem 22. Februar 2014<\/strong><br>\nEin Jahr nach dem  22. Februar 2014, an dem der Maidan zum Fanal wurde, wenige Tage nach der Niederlage der Kiewer Offensive gegen den Osten des Landes, am Wendepunkt der Frage, ob es weitere Eskalationen mit internationaler Ausweitung geben wird oder eine (zumindest vorl&auml;ufige) Runde politischer Verhandlungen, ist es angebracht, angesichts der immer wieder durch neue Legenden erweiterten Mythen um den ukrainischen Krieg einige Tatsachen in Erinnerung zu rufen.<br>\nZuvor soll jedoch eine Erkenntnis mitgeteilt werden, die seit ein paar Jahren auf einer Business-Plattform des Internet angeboten wird. Die Seite tr&auml;gt den Namen &bdquo;karrierebibel&ldquo;. Unter der &Uuml;berschrift: &bdquo;Urbane Legenden &ndash; Die Macht der Wiederholung&ldquo; schreibt da ein Jochen Mai am 13. Oktober 2007: &bdquo;Wiederholungen sind m&auml;chtiger als die Wahrheit. Das ist die Quintessenz  einer interessanten Studie von Norbert Schwarz, Psychologe an der Universit&auml;t Michigan, die zugleich auf die Untersuchungen  der beiden Psychologen  Milton Lepkin  (sic!) aus dem Jahr 1945 zur&uuml;ckgeht.  Schon sie fanden heraus, dass Menschen etwa falscher Kriegspropaganda  mehr Glauben schenkten, je &ouml;fter sie diese h&ouml;rten. Tats&auml;chlich ist es so, dass unser Gehirn irgendwann aufh&ouml;rt die Quellen eines Ger&uuml;chtes oder einer Information zu unterscheiden.  Oder anders formuliert:  Es macht keinen Unterschied, ob wir ein und dieselbe Information von vielen verschiedenen  (und glaubw&uuml;rdigen) Menschen h&ouml;ren oder nur immer wieder von derselben Quelle, so auch das Ergebnis  eines Experimentes  von Kimberlee Weaver vom Institute for Social Research  an der Universit&auml;t Michigan. Es ist das Prinzip der urbanen Legende: Man muss den Leuten den Mist nur oft genug einbimsen, dann glauben sie irgendwann, dass es stimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kai-ehlers.de\/texte\/basisthemen\/2015-02-19-ein-jahr-nach-dem-22-februar-2014\">Kai Ehlers<\/a><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknecht: &ldquo;Nicht im Schlepptau der USA agieren&ldquo;<\/strong><br>\nDie stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hat in der Ukraine-Diplomatie zu einem europ&auml;ische Weg aufgerufen. Europa m&uuml;sse hier unabh&auml;ngig von den USA agieren, sagte sie im Deutschlandfunk. Die US-Politiker seien sich &uuml;ber ihr Verhalten nicht einig&hellip;.<br>\nIch glaube, Washington ist sich da nicht ganz einig. Ich wei&szlig; nicht genau, welche Rolle Obama spielt, aber ganz klar ist ja, dass zumindest vonseiten der Republikaner ein massiver Druck existiert, dort m&ouml;glicherweise auch milit&auml;risch in irgendeiner Form den Konflikt zu eskalieren. Es gibt ja auch handfeste wirtschaftliche Interessen: Die Amerikaner waren von Beginn an dabei in der Ukraine. Sie haben ja auch teilweise mit ihren Firmen dort schon Vertr&auml;ge geschlossen. Sie haben sich eingekauft in ukrainische Firmen. Also da geht es um handfeste Wirtschaftsinteressen und umso wichtiger ist es, dass Europa hier nicht im Schlepptau agiert, sondern hier wirklich unsere eigenen Interessen in den Vordergrund gestellt werden. Dieses Interesse ist Frieden und auch Zusammenarbeit nat&uuml;rlich mit Russland, eine Verbesserung des Verh&auml;ltnisses, das ja in den letzten Monaten massiv abgek&uuml;hlt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ukraine-krise-nicht-im-schlepptau-der-usa-agieren.694.de.html?dram:article_id=312365&amp;dram:audio_id=347660&amp;dram:play=1\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: &ldquo;Der Euro wird die n&auml;chsten drei Jahre nicht &uuml;berleben&rdquo;<\/strong><br>\n&hellip;wenn jetzt alle das Gleiche tun, was Deutschland getan hat, dann bekommen wir das Erste, was wir schon haben, n&auml;mlich Deflation, und das Zweite ist: Wir bekommen noch viel h&ouml;here Arbeitslosigkeit. Wir haben es ja in Spanien und Griechenland gesehen: Die haben ja die L&ouml;hne gek&uuml;rzt &ndash; aber mit katastrophalem Ergebnis. Und diesen einfachen Schluss von Einem auf das Ganze, dass der nicht funktioniert, der ist in Deutschland offenbar nicht vermittelbar. Ich habe den Eindruck, dass &hellip; Unsere ganze politische Elite, der Gro&szlig;teil der politischen Elite ist intellektuell nicht in der Lage, diesen kleinen Schritt zu machen, n&auml;mlich zu sehen, dass nicht ein Land, das, was ein Land getan hat, alle anderen gleichzeitig tun k&ouml;nnen&hellip;.<br>\nFrenzel: Aber Deutschland ist ja nun mal ein Global Player, ist viel mit China im Gesch&auml;ft, mit den Vereinigten Staaten. Wenn wir uns da wieder teurer machen &ndash; ist das eine kluge &ouml;konomische Strategie?<br>\nFlassbeck: Ja, die Chinesen und die Amerikaner, mit denen k&ouml;nnen wir dann sowieso nicht k&auml;mpfen, weil die haben eigene W&auml;hrungen, und wenn bei denen etwas schiefgeht in dem Sinne, dass sie an Wettbewerbsf&auml;higkeit verlieren gegen&uuml;ber Deutschland oder Europa, dann werten die ihre W&auml;hrung ab oder sie ziehen Handelsschranken hoch. Also das ist sowieso eine grandiose Illusion, wir m&uuml;ssten gegen China k&auml;mpfen, Deutschland mit seinen 80 Millionen 1,3 Milliarden Chinesen niederhalten, und daf&uuml;r m&uuml;ssen wir Europa opfern sozusagen. Das ist eine v&ouml;llig absurde Vorstellung.<br>\nNein, wir m&uuml;ssen in Europa vern&uuml;nftige Regeln haben, und den Rest m&uuml;ssen wir dann &uuml;ber den Euro-Wechselkurs mit den anderen L&auml;ndern regeln, aber erst m&uuml;ssen wir innerhalb Europas eine vern&uuml;nftige Regel haben, und die hei&szlig;t auch nicht, die Lohnniveaus angleichen, sondern die hei&szlig;t: Jeder muss sich an seine eigene Produktivit&auml;t anpassen, an seine Produktivit&auml;t, nicht an die der anderen. Und Deutschland hat eben unter seinen Verh&auml;ltnissen gelebt, die anderen &uuml;ber. Und das geht nicht. Man muss entsprechend seinen Verh&auml;ltnissen leben &ndash; das ist die entscheidende Regel f&uuml;r eine W&auml;hrungsunion&hellip;<br>\nIn der angels&auml;chsischen Welt ist das, was ich jetzt gerade sage, vollkommen klar und vollkommen verstanden, und es muss nur politisch umgesetzt werden. Aber solange wir keine Koalition dementsprechend haben, kann Deutschland so weitermachen und der Euro wird die n&auml;chsten drei, vier Jahre nicht &uuml;berleben, denn die n&auml;chsten Wahlen &ndash; die Leute w&auml;hlen immer radikaler, das sehen wir ja in Griechenland &ndash;, die n&auml;chsten Wahlen werden aber nach rechts gehen, in Frankreich, in Italien wird rechts gew&auml;hlt, explizit anti-europ&auml;isch wird da gew&auml;hlt. Und das ist dann die eigentliche Katastrophe, und die wird dann den Euro kaputt machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/waehrungspolitik-der-euro-wird-die-naechsten-drei-jahre.1008.de.html?dram:article_id=312394%20\">DLF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Dossier: Europ&auml;ischer Fr&uuml;hling &ndash; Texte zur neuen Regierung in Griechenland und der Situation der Linken in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern<\/strong><br>\nDer europ&auml;ische Fr&uuml;hling hat in Athen begonnen. Mit dem spektakul&auml;ren Wahlsieg von SYRIZA in Griechenland stellt nach Jahrzehnten neoliberaler Hegemonie erstmals eine Partei links der Sozialdemokratie die Regierung. Historisch ist nicht nur der parlamentarische Sieg, sondern vor allem wie er errungen wurde: basierend auf einem dichten Geflecht an Solidarit&auml;ts-Strukturen und demokratischer Erm&auml;chtigung, die aus der Bewegung der Pl&auml;tze entstanden sind. SYRIZA ist es gelungen, sich mit Stadteilinitiativen und zivilgesellschaftlicher Selbsterorganisierung in einer Weise zu verbinden, die Protest in politische Macht &uuml;bersetzen konnte. Sie symbolisiert einen Verdichtungspunkt, der nicht einfach zu replizieren ist, und doch unbedingt Ma&szlig;stab f&uuml;r die europ&auml;ische Linke sein muss.<br>\nIn Spanien steht eine vergleichbare Situation an &ndash; auch dort ist eine politische Verbindung der Demokratiebewegungen mit linken Strukturen und Parteien gelungen. SYRIZAs Sieg strahlt aus: In Irland ist nun der Aufbau einer breiten linken Plattform in Gang gekommen. Italien und Portugal k&ouml;nnten folgen, auch wenn dort ebenfalls eigene Schwierigkeiten &uuml;berwunden werden m&uuml;ssen.<br>\nOb dies der Beginn eines Bruchs mit dem brutalen Austerit&auml;tsregime der Troika sein wird, ob sich die Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse so weit verschieben lassen, dass eine Politik von und f&uuml;r die 99 Prozent in Europa m&ouml;glich wird, muss sich zeigen. Die Linke &ndash; auch hierzulande &ndash; steht vor ihrer gr&ouml;&szlig;ten Herausforderung seit und f&uuml;r viele Jahrzehnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeitschrift-luxemburg.de\/europaeischer-fruehling\/\">Luxemburg Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wellen der Wut mitten in Madrid<\/strong><br>\n&raquo;B&uuml;rgerfluten&laquo; demonstrieren gegen die Troika und f&uuml;r Solidarit&auml;t mit Griechenland<br>\nSpaniens Hauptstadt Madrid wurde am Sonntag von verschiedenen &raquo;Mareas&laquo; (Flutwellen) bei einer Gro&szlig;demonstration durchsp&uuml;lt.<br>\nDie Zehntausenden, die am Sonntag in Madrid auf die Stra&szlig;e gingen, waren von den Vorg&auml;ngen in und um Griechenland bewegt worden. &raquo;F&uuml;r die Freiheiten, Rechte und &ouml;ffentlichen Dienstleistungen, gegen den &ouml;konomischen und politischen Staatsstreich&laquo; lautete das Motto. Unterst&uuml;tzt wurde der Aufruf von der neuen Emp&ouml;rten-Partei Podemos (Wir k&ouml;nnen es), der Vereinten Linken (IU) und der gr&uuml;nen Partei Equo. [&hellip;]<br>\n&raquo;Griechenland 10 &ndash; Merkel 0&laquo;, war unter anderem auf Spruchb&auml;ndern zu lesen und dass es &raquo;Gewalt ist, den Menschen das Brot zu nehmen&laquo;. Dass viele der Teilnehmer auf die SYRIZA- Schwesterpartei in Spanien hoffen, wurde nicht nur bei Rodr&iacute;guez deutlich. Demonstranten bekundeten ihre Sympathie f&uuml;r Podemos, die nach Umfragen die Wahlen im Herbst gewinnen kann. Der &raquo;Effekt Podemos&laquo; f&uuml;hre aber auch dazu, dass sich nicht so viele Menschen beteiligt h&auml;tten wie bei anderen M&auml;rschen, meinen die Veranstalter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/962649.wellen-der-wut-mitten-in-madrid.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Spanische Solidarit&auml;t mit Griechenland gegen &ldquo;Finanzmarktputsch&rdquo;<\/strong><br>\nSpanische &ldquo;B&uuml;rgerfluten&rdquo; demonstrieren in Madrid gegen die Troika-Politik und solidarisieren sich mit Syriza<br>\nDie spanische Hauptstadt Madrid wurde am Sonntag von verschiedenen &ldquo;Fluten&rdquo; gemeinsam durchsp&uuml;lt und die Gro&szlig;demonstration von zehntausenden Menschen war ganz von den Vorg&auml;ngen in und um Griechenland bestimmt. &ldquo;F&uuml;r die Freiheiten, Rechte und &ouml;ffentlichen Dienstleistungen, gegen den &ouml;konomischen und politischen Staatsstreich&rdquo;, lautete das Motto auf dem Fronttransparent. Unterst&uuml;tzt wurde der Aufruf auch von der neuen Emp&ouml;rten-Partei Podemos (Wir k&ouml;nnen es), der Vereinten Linken (IU) und der gr&uuml;nen Partei Equo.<br>\nAusdr&uuml;cklich sprachen die verschiedenen Protestbewegungen in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung die Lage in Griechenland an. Sie demonstrieren seit Jahren in Spanien gegen die K&uuml;rzungs- und Sparpolitik wie die &ldquo;Flut der wei&szlig;en Kittel&rdquo; von Krankenpflegern und &Auml;rzten gegen Privatisierungen und K&uuml;rzungen im Gesundheitssystem, die &ldquo;gr&uuml;ne Flut&rdquo;, mit der Sch&uuml;ler, Lehrer, Studenten und Professoren das staatliche Bildungssystem verteidigen, die gegen die Zwangsr&auml;umungen, die Strafrechtsversch&auml;rfungen und die Aushebelung des Demonstrationsrechts&hellip;<br>\nDie Sprecher der Bewegungen erkl&auml;rten ihre &ldquo;Solidarit&auml;t mit Griechenland, das von den Schulden erdr&uuml;ckt wird&rdquo;, und solidarisierten sich mit den Forderungen der neuen Syriza-Regierung. Die Schulden m&uuml;ssten bezahlbar sein, der &ldquo;Austerizid&rdquo; wurde kritisiert. Die t&ouml;dliche K&uuml;rzungs- und Sparpolitik werde Griechenland, Spanien und anderen L&auml;ndern von der Troika aus Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF), der EU-Kommission und der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) aufgezwungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Spanische-Solidaritaet-mit-Griechenland-gegen-Finanzmarktputsch-2557261.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die EU und das liebe Geld<\/strong><br>\nEs gibt wenig, was in der Bev&ouml;lkerung so hohe Wellen schl&auml;gt wie die Frage, wem das gemeinsame Budget der Europ&auml;ischen Union zugutekommen soll. Der EU-Haushalt nimmt sich mit einer H&ouml;he von einem Prozent des EU-weiten Bruttosozialprodukts bescheiden aus. Zum Vergleich: Die Staatsausgabenquote &Ouml;sterreichs lag 2013 bei rund 50 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). In absoluten Zahlen ausgedr&uuml;ckt, &auml;ndert sich hingegen das Bild: Das EU-Budget belief sich im Jahr 2013 auf 150 Milliarden Euro und lag damit in etwa bei den Gesamtausgaben des &ouml;sterreichischen Staates. F&uuml;r einzelne kleine, aber insbesondere &auml;rmere EU-Mitgliedstaaten k&ouml;nnen Zahlungen der EU hingegen eine hohe Wirkung erzielen.<br>\nDas Dilemma des EU-Budgets<br>\nDie Schwierigkeit des EU-Haushalts liegt speziell darin, dass er der Minimalkonsens der Interessen der 28 Mitgliedstaaten ist. Durch das Einstimmigkeitsprinzip ergibt sich eine Pattstellung. Die reichen EU-Staaten wollen &bdquo;daheim&ldquo; vorweisen, dass Mittel zur&uuml;ckkommen. Besonders einfach gelingt das mit dem Agrarbudget, das noch immer 40 Prozent des Gesamthaushalts ausmacht. Auch &Ouml;sterreichs Bauern profitieren: Nach wie vor flie&szlig;en 75 Prozent der Zahlungen aus Br&uuml;ssel in die Landwirtschaft. &Auml;rmere Staaten hoffen dagegen auf Ausgleichszahlungen f&uuml;r hohe Arbeitslosigkeit, Armut und strukturschwache Gebiete. Dies kann die EU aufgrund der H&ouml;he und der l&auml;ngerfristig zweckgebundenen Ausgabekategorien des Budgets aber nur sehr eingeschr&auml;nkt leisten.<br>\nDas Dilemma des EU-Budgets wurde in der Finanz- und Wirtschaftskrise vollends offenbar: Es gibt keine T&ouml;pfe und Spielr&auml;ume, um wirksam bei Wirtschaftsabschw&uuml;ngen gegenzusteuern, und es gibt keine Ausgabenbereiche, die diese Abschw&uuml;nge d&auml;mpfen w&uuml;rden. Zudem kann sich die EU nicht selbst verschulden. Parallel zum Haushalt wurden daher Rettungsschirme au&szlig;erhalb der EU-Regeln beschlossen. Anstatt den EU-Haushalt einer gr&uuml;ndlichen Reform zu unterziehen, wird seit einiger Zeit auch &uuml;ber ein eigenes Eurozonen-Budget nachgedacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/die-eu-und-das-liebe-geld\/#more-8515%20\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&ldquo;Stop TTIP&rdquo; erreicht 1,5 Millionen Unterschriften<\/strong><br>\nAnti-TTIP-B&uuml;ndnisse fordern: Gabriel sollte Kritik in der eigenen Partei ernstnehmen<br>\nAnl&auml;sslich der SPD-Konferenz zu TTIP und CETA mit SPD-Chef Sigmar Gabriel und EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m am heutigen Montag (23. Februar) fordern Kritiker und Kritikerinnen der Freihandelsabkommen Gabriel und Malmstr&ouml;m auf, Bedenken der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht l&auml;nger herunterzuspielen.<br>\n&ldquo;In nur vier Monaten haben 1,5 Millionen Menschen die selbstorganisierte Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative Stop TTIP unterzeichnet &ndash; sie bef&uuml;rchten, dass TTIP und CETA Demokratieabbau und Lobbyismus beg&uuml;nstigen und zugleich Verbraucherschutz-, Umweltschutz- und Arbeitsrechts-Standards gef&auml;hrden&ldquo;, sagt Michael Efler, Mitglied im Stop TTIP-B&uuml;rgerausschuss.<br>\nVor der SPD-Veranstaltung, auf der Gabriel und Malmstr&ouml;m vor geladenen G&auml;sten f&uuml;r TTIP und CETA werben wollen, machen Aktive mit einem riesigen Trojanischen Pferd auf die versteckten Gefahren der Freihandelsabkommen aufmerksam und sammeln Unterschriften f&uuml;r die selbstorganisierte Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative (heute ab 13:30 Uhr vor der SPD-Zentrale).<br>\nAu&szlig;erdem hat das B&uuml;ndnis &ldquo;Stop TTIP&rdquo; anl&auml;sslich der Konferenz ein satirisches Animationsvideo unter dem Titel &ldquo;Eine gef&auml;hrliche Liebschaft&rdquo; ver&ouml;ffentlicht, das die heimliche Verlobung von Gabriel und Malmstr&ouml;m hinter dem R&uuml;cken der Partei zeigt &ndash; der Ehevertrag CETA liegt schon bereit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/stop-ttip-erreicht-15-millionen-unterschriften\/\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Streit &uuml;ber TTIP: In der Freihandels-Kampfzone<\/strong><br>\nImmer mehr Deutsche misstrauen dem Handelspakt zwischen EU und den USA, jetzt versch&auml;rft sich der Streit &uuml;ber TTIP: SPD-Chef Gabriel wirft der Protestbewegung Panikmache vor &ndash; und die Aktivisten br&uuml;llen einen Parteigenossen nieder.<br>\nDie Freihandelsfans sitzen im Trockenen, auf Polsterst&uuml;hlen und Fl&uuml;sterteppichen, zum Lunch gibt es Karotten-Ingwer-Suppe und ged&auml;mpftes Gefl&uuml;gel. Die Freihandelsgegner stehen im Regen, es sind ein paar Grad &uuml;ber null, Funktionsjacken und Schirme helfen leidlich. Protest ist unbequem. Selten wurde das so deutlich wie am Montag in Berlin.<br>\nDer Tag steht im Zeichen des transatlantischen Freihandelsabkommens (&ldquo;Transatlantic Trade and Investment Partnership&rdquo;). Am Vormittag luden die beiden Wirtschaftsverb&auml;nde BDI und DIHK zu einer TTIP-Tagung. Einen Bezirk weiter haben Organisationen wie Campact und Bund zur Anti-TTIP-Demo aufgerufen.<br>\nEs wird bewusst nicht vor dem Geb&auml;ude der Verb&auml;nde protestiert, Kr&auml;fte einteilen ist die Devise: &ldquo;Bei der privaten Industrie k&ouml;nnen wir eh nichts ausrichten&rdquo;, sagt ein Demonstrant. Ziel des Widerstands ist die SPD, denn in der Parteizentrale l&auml;uft eine &ldquo;Freihandelskonferenz&rdquo;. Bei einer Koalitionspartei k&ouml;nne man noch etwas bewirken, hoffen die TTIP-Gegner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/freihandelsabkommen-ttip-skepsis-der-deutschen-waechst-a-1020031.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>F&uuml;r einen neuen Ansatz beim Investorenschutz<\/strong><br>\nDie SPD will die umstrittenen Schiedsgerichte bei den Freihandelsabkommen mit Kanada (CETA) in der bisher geplanten Form verhindern. Gemeinsam mit anderen f&uuml;hrenden Sozialdemokraten in Europa schl&auml;gt SPD-Chef Sigmar Gabriel deutliche Ver&auml;nderungen bis hin zu einem regul&auml;ren Handels- und Investitionsgericht vor. Vor allem soll so vermieden werden, dass internationale Investoren nationale Gesetze aushebeln.<br>\nIn der Debatte um Chancen und Risiken von transatlantischen Freihandelsabkommen haben Sigmar Gabriel und f&uuml;hrende Sozialdemokraten Europas die Initiative ergriffen. In einem gemeinsamen Positionspapier [PDF, 151 KB] fordern sie weitreichende Ver&auml;nderungen zum Investorenschutz bei CETA und dar&uuml;ber hinaus. Ein Handels- und Investitionsgericht mit neutralen Richtern soll f&uuml;r Transparenz und rechtsstaatlich sichere Entscheidungen sorgen.<br>\nGrunds&auml;tzlich soll auch festgeschrieben werden, dass es keinen Versto&szlig; gegen den Investorenschutz bedeutet, wenn durch ein Gesetz die Gewinnspanne eines Investors gedr&uuml;ckt wird. Und: Die Interpretation von Schutzstandards bei Umwelt, Verbraucherschutz, Arbeit oder Soziales bleibt auch nach Abschluss des Vertrages den Staaten &uuml;berlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/127480\/20150223_ttip_isds_spe_madrid.html\">SPD<\/a><\/li>\n<li><strong>Gabriels windige Versprechen<\/strong><br>\nSozialdemokraten und Wirtschaftsvertreter werben f&uuml;r Freihandelsabkommen<br>\nObwohl Sigmar Gabriel einen Kompromissvorschlag zu CETA vorgelegt hat, rei&szlig;t die Kritik an den Freihandelsabkommen nicht ab. Auch die Gewerkschaften stehen nicht einheitlich hinter dem SPD-Chef.<br>\nTrotz des Widerstands in der Bev&ouml;lkerung wollen die Bundesregierung sowie Unternehmensvertreter, dass die Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada, TTIP und CETA, m&ouml;glichst bald zum Abschluss kommen. Besonders im Fokus steht dabei Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der seiner Partei Verbesserungen beim Investorenschutz versprochen hatte. Als Vorschlag des SPD-Chefs und seiner sozialdemokratischen EU-Amtskollegen liegt nun die Schaffung eines Investitionsgerichtshofs auf dem Tisch, dessen professionelle Richter von den beteiligten Staaten ausgew&auml;hlt werden w&uuml;rden. Damit hoffen die Sozialdemokraten eine gr&ouml;&szlig;ere demokratische Legitimation zu erreichen als bei Verfahren vor den geplanten privaten Schiedsgerichten. Diese Forderung bezieht sich auf CETA, das weitgehend ausverhandelt ist und als Blaupause f&uuml;r TTIP gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/962858.gabriels-windige-versprechen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>IG-BAU-Chef sieht &bdquo;Hysterie&rdquo; bei Mindestlohn-Vorschriften<\/strong><br>\nWie geht es mit dem gesetzlichen Mindestlohn weiter? Zu dieser Frage hat der Bundestag eine Kommission aus Gewerkschaftern und Arbeitgebern eingesetzt. M&ouml;gliche Konflikte gibt es reichlich.<br>\nDer Gewerkschafter Robert Feiger hat Kritik an der angeblich &uuml;berbordenden B&uuml;rokratie beim gesetzlichen Mindestlohn als &bdquo;Hysterie&rdquo; zur&uuml;ckgewiesen.<br>\nDer Mindestlohn sei nun einmal als Stunden-Mindestlohn konzipiert, so dass kein Weg daran vorbei f&uuml;hre, die geleistete Arbeitszeit genau zu erfassen, sagte der Chef der IG Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) und Mitglied der Mindestlohnkommission der Deutschen Presse-Agentur.<br>\nFeigers Gewerkschaft nimmt f&uuml;r sich in Anspruch, 1997 am Bau den ersten branchenbezogenen tariflichen Mindestlohn durchgesetzt zu haben, der l&auml;ngst weit &uuml;ber der in diesem Jahr eingef&uuml;hrten gesetzlichen Mindestlohngrenze liegt. Man habe daher einige n&uuml;tzliche Erfahrungen, die er in die Arbeit der Kommission einbringen werde, sagte Feiger. &bdquo;Auf Baustellen ist es beispielsweise seit Jahrzehnten &uuml;blich, dass der Maurer, der Zimmermann, der Betonbauer ein kleines Heft hat und f&uuml;r sich selbst seine Arbeitszeit erfasst. Sp&auml;ter vergleicht er die geleistete Arbeitszeit mit seiner Lohnabrechnung. Mit &uuml;berbordender B&uuml;rokratie hat das nichts zu tun.&rdquo; Selbstverst&auml;ndlich werde sich die Kommission aber auch mit der Kritik an den Dokumentationspflichten besch&auml;ftigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fnp.de\/nachrichten\/wirtschaft\/IG-BAU-Chef-sieht-Hysterie-rdquo-bei-Mindestlohn-Vorschriften;art139,1276230\">Frankfurter Neue Presse<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse f&uuml;r Pflegekr&auml;fte &ndash; Infektionsrisiko inklusive<\/strong><br>\nEine polnische Altenpflegerin aus Buchholz wurde ansteckenden Keimen ausgesetzt und dann ohne Untersuchung rausgeworfen. Zahlreiche polnische Frauen k&uuml;mmern sich in Deutschland um hilfsbed&uuml;rftige Senioren. Oft unter schwierigen Bedingungen, meist zu einem Hungerlohn. Die 57-j&auml;hrige Gabriela R. pflegte eine &auml;ltere Frau. Dass diese einen ansteckenden Darmkeim in sich trug, wurde R. nicht mitgeteilt. Als sie auf eine Untersuchung bestand, wurde sie gen&ouml;tigt, ihren Arbeitsplatz zu verlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Prekaere-Arbeitsverhaeltnisse-fuer-Pflegekraefte\/!155232\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Bus kommt &ndash; bleibt der Zug auf der Strecke?<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn will ihr Fernbus-Angebot von diesem Sommer an deutlich ausbauen. Bis Ende 2016 solle die Zahl der Fernbus-Verbindungen vervierfacht werden, k&uuml;ndigte der bundeseigene Konzern am Montag an. Derzeit gibt es 20 nationale Linien und 25 Verbindungen ins Ausland. Ein Teil der Busse f&auml;hrt unter der Marke IC Bus. Die anderen sind als Berlinlinienbus unterwegs. An diesem Unternehmen ist die Bahntochter BEX zu 65 Prozent beteiligt&hellip;<br>\nIm vergangenen Jahr belastete die neue Fernbus-Konkurrenz das Ergebnis mit rund 120 Millionen Euro&hellip;<br>\n&bdquo;Alle reden vom Wetter, wir nicht&ldquo;, so warb die deutsche Bahn in den 1960er Jahren. Doch mittlerweile macht besonders das Wetter den Eisenbahnern zu schaffen. Denn Netz und Fuhrpark gelten als veraltet. Um sich einst fit f&uuml;r die B&ouml;rse zu machen, hatte das Unternehmen jahrelang auf allzu gro&szlig;e Investitionen verzichtet &ndash; und stattdessen ordentliche Gewinne pr&auml;sentiert&hellip;.<br>\nBis 2019 will die Bahn darum 28 Milliarden Euro in die Sanierung der Infrastruktur investieren, 20 Milliarden davon kommen vom Bund, werden also letztendlich durch den Steuerzahler &uuml;bernommen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-konsumgueter\/grossbaustelle-deutsche-bahn-der-bus-kommt-bleibt-der-zug-auf-der-strecke\/11394054.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Als noch ein Qu&auml;ntchen verkehrspolitische Vernunft im Lande waltete, galt das Ziel (aus &ouml;kologischen und verkehrstechnischen Gr&uuml;nden) der Verlagerung des Verkehrs von der Stra&szlig;e auf die Schiene. Heute geht der Trend in die umgekehrte Richtung, mit der Konsequenz von noch mehr Staus, noch mehr Stra&szlig;enausbau und noch mehr Umweltbelastung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sprachtest f&uuml;r Ausl&auml;nder: Br&uuml;ssel droht Deutschland mit neuem Verfahren<\/strong><br>\nVertr&auml;ge einhalten, Gesetze beachten, vor roten Ampeln halten: Ein Gemeinwesen lebt davon, dass das im wesentlichen funktioniert, auch ohne dass seine Mitglieder st&auml;ndig mit Gewalt zur Rechtstreue gezwungen werden. Manchmal aber ist der Staat selbst nicht so rechtstreu, wie er es von den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern verlangt. Vier Jahre lang hat die Bundesregierung alle Zeigefinger ignoriert, die die EU gegen den Deutschtest erhob, der seit 2007 f&uuml;r alle Pflicht ist, die zu ihren in Deutschland lebenden Ehefrauen, -m&auml;nnern und Kindern ziehen wollen. 2011 meinten das auch die Juristen der EU-Kommission in einem niederl&auml;ndischen Fall; Den Haag zog darauf seine Vorschrift zur&uuml;ck. Reaktion der Bundesregierung: Sache der Nachbarn, nicht unser Bier. Auch als das Bundesverwaltungsgericht 2011 Zweifel &auml;u&szlig;erte &ndash; es hatte den Sprachtest bis dahin gest&uuml;tzt &ndash; und die Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren androhte, zeigte sich Berlin unger&uuml;hrt. Das Verfahren wurde 2013 eingeleitet, Berlin blieb stur. &ndash; Der EU-Kommission &hellip; hat Deutschland am 13. Januar ein weiteres Verfahren angedroht, diesmal, weil es den Spruch der europ&auml;ischen Richter nicht korrekt umsetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/sprachtest-fuer-auslaender-bruessel-droht-deutschland-mit-neuem-verfahren\/11402024.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Waffenlieferungen an Peschmerga<\/strong><br>\nDie Bundesregierung beabsichtigt, &bdquo;ankn&uuml;pfend an die bisher geleistete Unterst&uuml;tzung und synchronisiert mit der mandatierten Ausbildungsunterst&uuml;tzung&ldquo;, weitere Waffen und Ausr&uuml;stung an die Regierung der Region Kurdistan-Irak f&uuml;r den Kampf gegen den &bdquo;Islamischen Staat&ldquo; zu liefern. Wie es in einer Antwort (18\/4028) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18\/3828) weiter hei&szlig;t, werde eine erste Lieferung &bdquo;nicht letalen Materials (das hei&szlig;t keine Waffen und Munition)&ldquo; noch f&uuml;r Februar 2015 angestrebt. Weitere Lieferungen, einschlie&szlig;lich Waffen und Munition, seien beabsichtigt, die Termine f&uuml;r diese Lieferungen derzeit allerdings noch nicht festgelegt. Im Rahmen eines Besuchs im Nordirak h&auml;tten kurdische Vertreter unter anderem um die Lieferung von 1.100 Panzerabwehrwaffen, 900 M&ouml;rser, 200 Maschinenkanonen, 1.700 Handwaffen sowie 10.000 Handgranaten gebeten.<br>\nZu den bisherigen deutschen Waffenlieferungen schreibt die Bundesregierung: &bdquo;Die kurdische Regionalregierung hat sich verpflichtet, die gelieferten G&uuml;ter nur im Einklang mit dem V&ouml;lkerrecht und insbesondere dem humanit&auml;ren V&ouml;lkerrecht einzusetzen.&ldquo; Ferner habe sie erkl&auml;rt, dass die von der Bundesregierung bereitgestellten G&uuml;ter nur im Kampf gegen ISIS und zur Verteidigung der Zivilbev&ouml;lkerung genutzt werden.<br>\nInsgesamt seien bisher rund &bdquo;80 Angeh&ouml;rige der Sicherheitskr&auml;fte der Region Kurdistan&ldquo; in Erbil eingewiesen worden, in Deutschland habe bislang eine Ausbildung f&uuml;r insgesamt 56 Peschmerga stattgefunden. &bdquo;Der Einsatz des eingewiesenen\/ausgebildeten Personals erfolgt anschlie&szlig;end nach Kenntnis der Bundesregierung in einem der in acht Sektoren aufgeteilten Frontabschnitte nach Ma&szlig;gabe der F&uuml;hrung der Sicherheitskr&auml;fte der Region Kurdistan-Irak&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort weiter.<br>\nDie geplante zuk&uuml;nftige Ausbildungsunterst&uuml;tzung sei in einen multinationalen Gesamtansatz eingebettet, der gemeinsam mit den verantwortlichen Stellen der Sicherheitskr&auml;fte der Regierung der Region Kurdistan-Irak sowie der irakischen Sicherheitskr&auml;fte konzipiert und umgesetzt werden solle. Die Gesamtverantwortung f&uuml;r die Ausbildungsunterst&uuml;tzung verbleibe bei den kurdischen Beh&ouml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_02\/-\/362434\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Vorbereitungen fu&#776;r 2016<\/strong><br>\nScott Walker, der Gouverneur von Wisconsin, ist zunehmend als ernsthafter Kandidat im Rennen um die republikanische Pr&auml;sidentschaftsnominierung im Gespr&auml;ch. Und am Mittwoch tat er, was dieser Tage jeder ambitionierte Republikaner tun muss, er erwies den Scharlatanen und Spinnern seine Reverenz.<br>\nFu&#776;r diejenigen, denen dieser Ausdruck nicht vertraut ist, &ldquo;Scharlatane und Spinner&ldquo; ist verknu&#776;pft mit N.Gregory Mankiw, einem Harvard-Professor, der eine Zeitlang als George W. Bushs Hauptwirtschaftsberater fungierte. In der ersten Ausgabe seines erfolgreichen Wirtschaftslehrbuches gebrauchte Mr. Mankiw diese Worte zur Verulkung der &ldquo;Angebotler&ldquo;, die versprachen, Steuersenkungen wu&#776;rden eine derart magische Auswirkung auf die Wirtschaft haben, dass die Defizite nicht steigen, sondern sinken wu&#776;rden.<br>\nAm Mittwoch also sprach Mr. Walker anl&auml;sslich eines ganz offensichtlich als Initiationsritus fu&#776;r eine ernsthafte Kandidatur gemeinten Dinners in Manhattans &ldquo;21&ldquo; Club, das von drei prominenten Angebotstheoretikern veranstaltetet wurde: Art Laffer (der von der Laffer-Kurve); Larry Kudlow von CNBC; and Steven Moore, Chef&ouml;konom der Heritage Foundation&hellip;..<br>\nFairerweise muss gesagt werden, dass Mr. Laffer und Mr. Kudlow schlie&szlig;lich zugaben, dass sie falsch gelegen hatten. Keiner von beiden hat allerdings auch nur den geringsten Hinweis auf eine Meinungs&auml;nderung oder gar das Einr&auml;umen der M&ouml;glichkeit gegeben, dass die so verhassten Keynesianer, die die meisten Dinge im Gegensatz zu den Angebotstheoretikern richtig gesehen hatten, vielleicht ja doch auf der richtigen F&auml;hrte sein k&ouml;nnten. Mr. Kudlow beschreibt das Ausbleiben der galoppierenden Inflation &ndash; die er schon seit 2008 prophezeit &ndash; als &ldquo;ein Wunder&ldquo;&hellip;<br>\nDoch zuru&#776;ck zu diesen Scharlatanen und Spinnern: Offensichtlich macht ihr Versagen sie nur noch st&auml;rker, und jetzt sind sie politische K&ouml;nigmacher. Das nun ist Anlass, sich wirklich sehr zu fu&#776;rchten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/02\/20\/opinion\/paul-krugman-cranking-up-for-2016.html?_r=0%20\">New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Migration<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Was macht man mit denen?<\/strong><br>\nIn Hamburg leben 1300 minderj&auml;hrige unbegleitete Fl&uuml;chtlinge. Manche sind kriminell, die meisten traumatisiert. Polizei und Jugendbeh&ouml;rde sind uneins, viele B&uuml;rger sorgen sich.<br>\nSie wollen Deutsch lernen, deshalb sind die vier jungen Menschen an diesem Dienstagabend in das Reihenhaus nach Harburg gekommen, zwei Inder, eine Ukrainerin, ein Somalier. Sie sitzen im Kreis und reden &uuml;ber ein richtig deutsches Thema: &ldquo;Abfallwirtschaft&rdquo;. Die Ukrainerin hat einen Vortrag vorbereitet, sie erz&auml;hlt von Wiederverwertung, Recycling, Verwertungsverfahren. Am Schluss sagt sie: &ldquo;Am besten ist es nat&uuml;rlich, M&uuml;ll zu vermeiden.&rdquo;<br>\nDie Lehrerin dreht sich zu dem Mann aus Somalia um: &ldquo;Etwas vermeiden, was hei&szlig;t das denn, Khaleed?&rdquo; Er stockt.<br>\n&ldquo;Was vermeidest du denn, wenn es geht?&rdquo;, hilft die Lehrerin nach. Kurz &uuml;berlegt Khaleed. &ldquo;Streit&rdquo;, sagt er dann. &ldquo;Streit versuche ich immer zu vermeiden.&rdquo;<br>\nKhaleed hei&szlig;t im wahren Leben anders, aber seinen richtigen Namen will er nicht nennen. Er will sich sch&uuml;tzen. Denn als Khaleed vor vier Jahren nach Hamburg kam, ohne seine Eltern, war er erst 16. Ein minderj&auml;hriger unbegleiteter Fl&uuml;chtling. &Uuml;ber minderj&auml;hrige unbegleitete Fl&uuml;chtlinge schreibt die Mopo: &ldquo;Gangster-Teenies: Hamburg total hilflos&rdquo;.<br>\nBild titelt: &ldquo;Polizei nimmt junge Fl&uuml;chtlinge ins Visier&rdquo;.<br>\nDas Abendblatt : &ldquo;Flucht in die Kriminalit&auml;t&rdquo;. (&hellip;)<br>\nKhaleed spricht gut Deutsch, beim Schreiben aber macht er viele Fehler. Er hat 60 Bewerbungen verschickt und wurde nur ein Mal zum Gespr&auml;ch eingeladen. Wer nimmt Fl&uuml;chtlinge wie ihn? Wer gibt ihnen Arbeit?<br>\n&ldquo;Wenn es rein nach Leistung gegangen w&auml;re, w&auml;re er auch bei uns hinten&uuml;bergekippt&rdquo;, sagt Inken Feldsien, die Leiterin der Bibliothek. Feldsien hat f&uuml;r Khaleed eine vor&uuml;bergehende Ausbildungsstelle geschaffen. Weil sie ihn wollte. Eineinhalb Jahre ist er jetzt da, eineinhalb Jahre dauert seine Ausbildung noch. Es k&ouml;nne aber auch sein, dass es insgesamt vier Jahre werden, sagt Feldsien. Einmal die Woche wiederholt sie mit ihm, was er in der Berufsschule gelernt hat. Khaleed ist auch ihr Projekt. &ldquo;Es ist v&ouml;llig klar, dass ich ihn begleiten muss. Wenn ich das nicht mache, geht das nicht&rdquo;, sagt sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/06\/fluechtlinge-minderjaehrig-hamburg\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Das zerbricht einem das Herz&rdquo;<\/strong><br>\nMitmenschlichkeit gegen&uuml;ber Fl&uuml;chtlingen &ndash; das hat Bundespr&auml;sident Gauck gefordert. Eine Bonner Grundschule hat das mit Leben erf&uuml;llt &ndash; und nun Freunde verloren, ohne Abschied nehmen zu k&ouml;nnen. Die Familie wurde abgeschoben. Zur&uuml;ck bleiben Kinder mit vielen Fragen.<br>\n&ldquo;Ich habe den ganzen Abend geweint, als Dyfidana und Muhamed weg waren&rdquo;, erz&auml;hlt Leo. Die serbischen Kinder waren ein halbes Jahr in der gleichen Klasse wie Leo an der Ketteler Gemeinschaftsgrundschule in Bonn. Auch f&uuml;r Fl&uuml;chtlingskinder gilt die Schulpflicht und die beiden sind gerne zum Unterricht gegangen.<br>\nUm f&uuml;nf Uhr stand die Polizei vor der T&uuml;r<br>\nAm 20. Januar 2015 erschienen die Geschwister nicht zum Unterricht, was ihre Lehrerin Marijana Lovrincevic skeptisch gemacht hat. &ldquo;Ihre Eltern sind 100 Prozent zuverl&auml;ssig, haben die Kinder immer pers&ouml;nlich entschuldigt, wenn sie mal krank waren&rdquo;, erz&auml;hlt sie. Erst am Nachmittag erreicht sie per Handy den Vater von Dyfidana und Muhamed, der mit seiner neunk&ouml;pfigen Familie am Flughafen auf den Abflug nach Serbien wartet. &ldquo;Die Polizei hat die Familie ohne Vorank&uuml;ndigung um f&uuml;nf Uhr morgens abgeholt. Ich war einen Tag sp&auml;ter in der Wohnung und habe das Chaos gesehen. Sie haben nur einen Koffer mitgenommen.&rdquo;<br>\nDie zur&uuml;ckgebliebenen Freunde sind schockiert<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/politik\/schueler-helfen-roma-102.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Gelegentlich kommt einem der Gedanke, dass Deutschland nur noch von seinem guten Image zerrt und daher auch Fl&uuml;chtlinge hierzulande ihr Gl&uuml;ck suchen m&ouml;chten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Mehrheit vermisst in Deutschland echte Demokratie<\/strong><br>\nEine neue Studie zeigt: Linksextremes Gedankengut ist unter den Deutschen weit verbreitet. Viele sind unzufrieden mit der Demokratie, 20 Prozent w&uuml;nschen sich sogar eine Revolution. (&hellip;)<br>\nDas &ldquo;linksextremistische Personenpotenzial&rdquo; liegt laut der Studie bei 17 Prozent der Bev&ouml;lkerung (Westen: 14 Prozent, Osten: 28 Prozent). In dieser Gruppe ist die Ablehnung der wirtschaftlichen wie politischen Ordnung der Bundesrepublik besonders stark. Doch auch in der Gesamtbev&ouml;lkerung finden sich viele Positionen, die dieser prinzipiell negativen Einstellung &auml;hneln. So &auml;u&szlig;ern sich 42 Prozent der Befragten insgesamt, im Osten sogar 54 Prozent, mehr oder weniger unzufrieden mit der Demokratie in Deutschland.<br>\nEine absolute Mehrheit ist der Meinung, dies sei keine &ldquo;echte&rdquo; Demokratie, weil der Einfluss der Wirtschaft zu gro&szlig; sei. Ein Drittel der Befragten glaubt, der Kapitalismus f&uuml;hre zwangsl&auml;ufig zu Armut, Hunger und Krieg. Jeder F&uuml;nfte sieht sogar die Gefahr eines &ldquo;neuen Faschismus&rdquo; heraufziehen &ndash; nicht in Russland, sondern in der Bundesrepublik! Rechtsextremisten &ndash; oder wen sie daf&uuml;r halten &ndash; wollen daher 37 Prozent das Demonstrationsrecht verweigern.<br>\nKein Wunder, dass auch jeder f&uuml;nfte Deutsche f&uuml;r eine &ldquo;Revolution&rdquo; pl&auml;diert &ndash; im Osten ist es beinahe jeder vierte B&uuml;rger. Eine Mehrheit im Osten (59 Prozent) h&auml;lt denn auch den Sozialismus beziehungsweise Kommunismus nach wie vor f&uuml;r eine &ldquo;gute Idee&rdquo;, die bislang nur schlecht verwirklicht wurde. Im Westen liegt der Anteil der Menschen, die dieser Auffassung folgen, immerhin noch bei einem guten Drittel. Die geringste Revolutionsneigung herrscht im &Uuml;brigen bei Anh&auml;ngern der Union, interessanterweise gefolgt von den Sympathisanten der Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article137728701\/Mehrheit-vermisst-in-Deutschland-echte-Demokratie.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Unsere Demokratie ist keine echte Demokratie, da die Wirtschaft und nicht die W&auml;hler das Sagen haben.&rdquo; &ndash; dieser zutiefst b&uuml;rgerlichen und demokratischen Meinung, die das *Funktionieren* der Demokratie unter der Herrschaft des (Finanz-)Kapitals in Frage stellt und von fast zwei Dritteln der Befragten (also einer absoluten Mehrheit) vertreten wird, bezeichnet der Autor als linksextremistisch und demokratiefeindlich. Hallo? Die Meinung mu&szlig; man ja nicht teilen, aber sie ist zutiefst demokratisch und sieht die Demokratie als bewahrenswert an.<\/em><br>\n<em>&ldquo;Die soziale Gleichheit aller Menschen ist wichtiger als die Freiheit des Einzelnen&rdquo; wird von 42% f&uuml;r richtig gehalten. Diese Haltung steht sicherlich in einem Spannungsverh&auml;ltnis zum Grundgesetz, aber ist die Forderung nach mehr sozialer Gleichheit gleich linksextremistisch?<\/em><br>\n<em>&ldquo;Kapitalismus f&uuml;hrt zwangsl&auml;ufig zu kriegerischen Auseinandersetzungen&rdquo; &ndash; hat schon der alte Marx &auml;hnlich formulierte, mu&szlig; man auch nicht f&uuml;r richtig halten, aber was ist daran &ldquo;linksextremistisch&rdquo;? Meines Wissens genie&szlig;t der (neoliberale) Kapitalismus in Deutschland nicht Verfassungsrang.<\/em><br>\n<em>Die Artikel&uuml;berschrift &ldquo;Mehrheit vermisst in Deutschland echte Demokratie&rdquo; ist doch eine korrekte Interpretation der Ergebnisse; warum wird sie gleich mit der Fehldeutung &ldquo;Viele sind unzufrieden mit der Demokratie&rdquo; und dem Etikett (Stigma?) &ldquo;Linksextremismus&rdquo; in eine ganz schr&auml;ge Ecke ger&uuml;ckt? Warum wird hier aus nachvollziehbaren Ergebnissen &ndash; Unzufriedenheit mit der realexistierenden Demokratie in Deutschland &ndash; gleich so ein Popanz von (gewaltbereitem) &ldquo;Linksextremismus&rdquo; konstruiert? Und warum, wenn hier die Meinungen von Mehrheiten (!) oder substanziellen Minderheiten wiedergegeben werden, fallen die Wahlergebnisse stets zuungunsten von Demokratie und sozialer Gleichheit und zugunsten von Kapitalinteressen aus?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Citizenfour: Oscar-gekr&ouml;nte Snowden-Dokumentation kostenlos im Netz<\/strong><br>\nLetzte Nacht hat die Dokumentation&bdquo;Citizenfour&ldquo; &uuml;ber Edward Snowden den Oscar f&uuml;r den besten Dokumentarfilm gewonnen. Die NDR-Co-Produktion der amerikanischen Filmemacherin Laura Poitras steht momentan wegen eines andauernden Gerichtsverfahrens kostenlos im Netz zum Download bereit.<br>\nBester Dokumentarfilm: Oscar f&uuml;r Citizenfour<br>\nSeit der Ver&ouml;ffentlichung der geheimen NSA-Dokumente durch den Whistleblower Edward Snowden sind viele Filme &uuml;ber den Abh&ouml;rskandal entstanden. &bdquo;Citizenfour&ldquo; von Laura Poitras ist jedoch sicher die relevanteste Dokumentation dieser Ereignisse, denn Poitras geh&ouml;rte zusammen mit dem Journalist Glenn Greenwald zu der Gruppe von Menschen, die erstmals mit Snowden in Kontakt getreten sind und denen er die geheimen Dokumente zuerst zukommen lie&szlig;. F&uuml;r seine ersten Kontaktversuche w&auml;hlt er den Nicknamen &bdquo;Citizen Four&ldquo;. Es folgte das erste Interview mit Edward Snowden in Hongkong, das tausendfach durch Nachrichtensendungen geisterte und bei dem Poitras ebenfalls anwesend war.<br>\nIn der vergangenen Nacht erhielt der Film den wichtigsten amerikanischen Filmpreis, einen Academy-Award (&bdquo;Oscar&ldquo;) f&uuml;r den besten Dokumentarfilm des vergangenen Jahres. Die Wahl der Jury ist ein wichtiges und mutiges Zeichen und verhilft dem Film zu noch mehr Aufmerksamkeit und gr&ouml;&szlig;erer Verbreitung. Zusammen mit Glenn Greenwald hat Laura Poitras den Preis pers&ouml;nlich entgegen genommen und sich bei Edward Snowden und allen beteiligten Journalisten bedankt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/t3n.de\/news\/citizenfour-oscar-gekroente-595416\/%20\">t3n<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>TV-Tipp I: Macht ohne Kontrolle &ndash; Die Troika<\/strong><br>\nDienstag, 24. Februar um 21:50 Uhr (90 Min.) auf arte<br>\nUm ihre Notkredite zu erhalten, mussten sich die Krisenstaaten der Eurozone den Vorgaben Beamter beugen, die keinerlei parlamentarischer Kontrolle unterliegen: der Troika. Rekrutiert aus den Institutionen IWF, EZB und Europ&auml;ischer Kommission forderten sie Einsparungen in verheerendem Ausma&szlig;. Doch die positiven Auswirkungen der Sparpolitik blieben f&uuml;r die meisten aus.<br>\nNach seinem preisgekr&ouml;nten Film &bdquo;Staatsgeheimnis Bankenrettung&ldquo; geht der Wirtschaftsjournalist und Bestseller-Autor Harald Schumann erneut einer brisanten Frage auf den Grund: Was passiert mit Europa im Namen der Troika?<br>\nBeamte aus den drei Institutionen IWF, EZB und Europ&auml;ischer Kommission &ndash; der Troika &ndash; agieren ohne parlamentarische Kontrolle. Sie zwingen Staaten zu Sparma&szlig;nahmen, die das soziale Gef&uuml;ge gef&auml;hrden und tief in das Leben von Millionen Menschen eingreifen. Harald Schumann reist nach Irland, Griechenland, Portugal, Zypern, Br&uuml;ssel und in die USA, und befragt Minister, &Ouml;konomen, Anw&auml;lte, B&auml;nker, Betroffene.<br>\n&bdquo;Wer Geld hat, lebt, wer kein Geld hat, stirbt&ldquo;, sagt der Arzt Georgios Vichas. Er leitet eine Freiwilligen-Klinik in Athen, w&auml;hrend staatliche Krankenh&auml;user leer stehen m&uuml;ssen. Eine Begrenzung der Ausgaben im Gesundheitswesen f&uuml;hrte dazu, dass rund ein Viertel der Bev&ouml;lkerung keine Krankenversicherung mehr hat und &uuml;ber 200 Kliniken landesweit geschlossen wurden. Genauso absurd wie die Gesundheitspolitik ist die Mindestlohnpolitik, die die Troika den verschuldeten L&auml;ndern abverlangt. Dass Sparen so nicht funktionieren kann, erkl&auml;rt der Nobelpreistr&auml;ger Paul Krugman.<br>\nDie Armen werden &auml;rmer und die Reichen reicher. Ist das Europas Politik? Leidenschaftlich fordert Harald Schumann mehr Transparenz und Verantwortung f&uuml;r ein soziales Europa. Daf&uuml;r nimmt er seine Zuschauer mit auf eine packende Recherchereise, bei der er dem Ursprung und den Auswirkungen konkreter Entscheidungen der Troika auf den Grund geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/051622-000\/macht-ohne-kontrolle-die-troika%20\">arte<\/a>\n<p><strong>TV-Tipp II: Die Story im Ersten &ndash; &ldquo;Mit Kindern Kasse machen&rdquo;<\/strong><br>\n(Mo, 23.02., 22:45 Uhr | ARD)<br>\nJeden Tag werden im Durchschnitt 100 Kinder und Jugendliche aus ihren Familien genommen und in Einrichtungen untergebracht. Die Jugend&auml;mter wollen sie vor ihren Eltern sch&uuml;tzen und verhindern, dass sie vernachl&auml;ssigt oder gar misshandelt werden. Diese &ldquo;Inobhutnahmen&ldquo; sind seit 2005 um 64 Prozent gestiegen. Sie sind traumatisierend f&uuml;r die Seelen der Kinder. Aber n&ouml;tig und sinnvoll, wenn sie zuhause wirklich in Not sind und in Heimen besser betreut werden und sich entfalten k&ouml;nnen.<br>\nDie Jugend&auml;mter, die diese &ldquo;Inobhutnahmen&ldquo; beschlie&szlig;en, sind unter Druck: Fehlentscheidungen k&ouml;nnen das Leben der Kinder und ihrer Familien zerst&ouml;ren. Doch sie sind allerorts &uuml;berlastet. Nicht selten betreuen Mitarbeiter bis zu 90 Familien. Sie beauftragen freie Tr&auml;ger, sich um die Unterbringung der Kinder zu k&uuml;mmern. Eine der sensibelsten Aufgaben des Staates, die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Not, ist nahezu komplett privatisiert.<br>\n Jeden Tag werden im Durchschnitt 100 Kinder und und Jugendliche aus ihren Familien genommen und in meist privaten Einrichtungen untergebracht.<br>\nDer Markt der station&auml;ren Einrichtungen w&auml;chst und ist lukrativ. Ein einziger Platz in einem Heim kostet die Kommunen im Jahr rund 50.000 Euro. Doch ob dieses Geld wirklich zum Wohl der Kinder und Jugendlichen verwendet wird, wird kaum &uuml;berpr&uuml;ft: Den Jugend&auml;mtern fehlt die Zeit und ihre Eltern sind dazu nicht in der Lage.<br>\nWenn junge Menschen &uuml;ber Missst&auml;nde in ihren Einrichtungen klagen, dann wird ihnen wenig Geh&ouml;r geschenkt. So ger&auml;t das Heer der freien Jugendhilfetr&auml;ger &ndash; darunter Privatunternehmer, Verb&auml;nde, gemeinn&uuml;tzige Vereine &ndash; selten ins Blickfeld der &Ouml;ffentlichkeit. Doch nicht allen geht es allein um das Wohl der ihnen anvertrauten 140.000 Kinder und Jugendlichen. L&auml;ngst ist die Jugendhilfe auch ein gro&szlig;es Gesch&auml;ft geworden.<br>\nEin Film von Nicole Rosenbach Anna Osius<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/wdr\/wenn-jugendhilfe-zum-geschaeft-wird-100.html%20\">Das Erste<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25163","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25163","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25163"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25163\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28573,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25163\/revisions\/28573"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25163"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25163"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25163"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}