{"id":2521,"date":"2007-08-01T08:52:44","date_gmt":"2007-08-01T06:52:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2521"},"modified":"2007-08-01T08:52:44","modified_gmt":"2007-08-01T06:52:44","slug":"hinweise-des-tages-450","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2521","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Wirtschaftswunder<\/strong><br>\nVom &bdquo;Wirtschaftswunder&ldquo; kommt bei der Mehrheit der Menschen nichts an. 36 Prozent sagen, es geht ihnen schlechter. Rund 50 Prozent k&ouml;nnen keine Ver&auml;nderung ihrer Lage feststellen. Die Tarifeinkommen der Besch&auml;ftigten sind im ersten Halbjahr um 2,3 Prozent gestiegen. Das ist zwar deutlich besser als im Vorjahr. Bei einer Preissteigerung von voraussichtlich 1,8 Prozent bleibt real gerade ein halbes Prozent &uuml;brig. Zw&ouml;lf Prozent der Menschen geht es 2007 besser. Nur ein ganz kleiner Kreis von Reichen f&uuml;hlt sich wie im &bdquo;Wirtschaftswunder&rdquo;. Zum Beispiel die Vorstandschefs der 30 DAX-Unternehmen. Sie hatten in den vergangenen f&uuml;nf Jahren ein Plus von 50 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/wirtschaftspolitik_aktuell\/data\/07_16_neues_wirtschaftswunder.pdf\">ver.di Wirtschaftspolitik aktuell [PDF &ndash; 96 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Statistisches Bundesamt: Einzelhandelsumsatz im Juni 2007 real um 0,8% gesunken<\/strong><br>\nNach vorl&auml;ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes setzte der Einzelhandel in Deutschland im Juni 2007 nominal 0,2% und real 0,8% weniger um als im Juni 2006. Der Juni 2007 hatte mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat. Im ersten Halbjahr 2007 setzte der Einzelhandel nominal 0,8% und real 1,5% weniger um als im Zeitraum Januar bis Juni 2006.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2007\/07\/PD07__303__45241,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Vor wenigen Tagen meldete die Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung (GfK) zu ihrer Juli-Umfrage: Der GfK-Konsumklimaindex kletterte auf 8,7 von revidiert 8,5 Punkten im Vormonat. Die Deutschen seien in &bdquo;Kauflaune&ldquo; meldete die FDT, &bdquo;Verbraucher bleiben optimistisch&ldquo; die Tagesschau, &bdquo;Deutsche weiter in Champagnerlaune&ldquo; schreibt B&ouml;rse Online. Der von der Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung (GfK) erhobene Konsumklimaindex basiert auf monatlich rund 2000 Interviews mit jeweils zw&ouml;lf Fragen, die im Auftrag der EU-Kommission durchgef&uuml;hrt werden.<br>\nWozu werden monatlich Steuergelder f&uuml;r notorisch daneben liegende Umfragen ausgegeben? Warum wartet man nicht einfach einen Monat ab und st&uuml;tzt sich auf die tats&auml;chlichen Zahlen?<br>\nAuf die Idee, dass der &bdquo;Aufschwung&ldquo; an einem Gro&szlig;teil der Konsumenten vorbeigeht, weil sie in Leiharbeitsverh&auml;ltnissen oder Niedrig-Lohn-Jobs sind, darf man wohl nicht kommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gute Arbeit f&uuml;r alle<\/strong><br>\nEine kirchlich-gewerkschaftliche Initiative gegen Armut und Ausgrenzung hat einen Aufruf verfasst mit dem Titel: Soziale Ungerechtigkeiten als Herausforderung f&uuml;r Gewerkschaften und Kirchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1182308&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/dokumentation\/\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>&laquo;Absoluter H&ouml;chststand&raquo; bei Hartz-IV-Empf&auml;ngern<\/strong><br>\nDie offiziellen Arbeitslosenzahlen t&auml;uschen: Der deutsche Landkreistag f&uuml;rchtet eine steigende Armut und rechnet vor, wie viele Menschen wirklich von staatlicher Unterst&uuml;tzung leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/arbeitundberuf\/702370.html\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesamt vergisst jahrelang Millionen von Minijobs mitzurechnen<\/strong><br>\nBrisanter Rechenfehler: Das Statistische Bundesamt hat zugegeben &uuml;ber Jahre gut zwei Millionen Minijobs nicht mit in ihre Statistik einbezogen zu haben. Ein Arbeitsmarktforscher h&auml;lt die Aufspaltung von Vollzeitjobs in mehrere Minijobs durchaus f&uuml;r denkbar &ndash; so sparen die Unternehmen Steuern und Sozialabgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Minijobs;art271,2349293\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Bahn-Privatisierung wird f&uuml;r L&auml;nder teuer<\/strong><br>\nDie von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) geplante Privatisierung der Deutschen Bahn w&auml;re f&uuml;r die L&auml;nder ein schlechtes Gesch&auml;ft. Die Bahn plant, die Preise f&uuml;r die Nutzung der Schienen f&uuml;r den Regionalverkehr deutlich anzuheben &ndash; dies k&ouml;nnte die L&auml;nder einen dreistelligen Millionenbetrag kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Bahn%20Privatisierung%20L%E4nder\/233193.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Diskriminierung &auml;lterer Patienten in Deutschland nimmt &uuml;berhand<\/strong><br>\nF&uuml;r Franz Klein aber kommt alles zu sp&auml;t. Seine Frau Malis hat bis vor zwei Wochen noch darum gek&auml;mpft, dass er medizinisch besser versorgt wird. Jetzt haben sie beide den Kampf verloren. In der Todesanzeige f&uuml;r ihren Mann schrieb sie verbittert: &ldquo;Abschied ist ein scharfes Schwert: ein Kostenfaktor weniger. Durch die Gesundheitsreform war die n&ouml;tige medizinische Versorgung nicht mehr gegeben. Nach schwerer Krankheit verstarb am 17. Juli 2007 mein Ehemann, unser Vater, Opa und Bruder im Alter von 74 Jahren, Franz Karl Klein.&rdquo; &ndash; In Deutschland entsteht eine Drei-Klassen-Medizin. Neben der Unterteilung in Privat- und Kassenpatienten scheint sich eine dritte Gruppe zu bilden: die der &auml;lteren Patienten. Da ihre Behandlung h&auml;ufig als unrentabel empfunden wird, erhalten sie keine ad&auml;quaten medizinischen Leistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/652292\/drucken\/\">Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<li><strong>Neues aus dem Casino:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Die Zockerei bei der WestLB ist typisch f&uuml;r die Sp&auml;tphase eines Booms<\/strong><br>\nIn der Sp&auml;tphase eines Booms lassen sich Investoren auf immer riskantere Anlagestrategien ein. Durch normale K&auml;ufe und Verk&auml;ufe k&ouml;nnen sie ihre &uuml;berzogenen Erwartungen nicht mehr befriedigen. Eine der beliebtesten Strategien sind so genannte Spread-Wetten zwischen verschiedenen Kategorien von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren. Diese Wetten scheinen auf den ersten Blick risikolos, aber wenn man sie &uuml;ber l&auml;ngere Perioden aus&uuml;bt, steigt das Risiko enorm. Genau diesem Ph&auml;nomen sind die &uuml;bereifrigen Aktienh&auml;ndler bei der WestLB zum Opfer gefallen.<br>\nDie WestLB-H&auml;ndler w&auml;hlten eine vermeintlich sichere Strategie, indem sie darauf wetteten, dass die Kurse von Vorzugs- und normalen Aktien langfristig konvergieren. Das ist im Ansatz plausibel, nur d&uuml;rfen Investoren nie vergessen, dass Verluste meist kurzfristig auftreten. Der britische &Ouml;konom John Maynard Keynes merkte einmal an, dass M&auml;rkte l&auml;nger irrational sein k&ouml;nnen, als man als Investor liquide bleibt. Keynes musste es wissen: Er hat sich mehrmals im Leben kr&auml;ftig verzockt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/233494.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Staat st&uuml;tzt IKB nach Fehlspekulation<\/strong><br>\nDie IKB Deutsche Industriebank ist durch Investments im angeschlagenen US-Kreditmarkt in die Krise geraten. Um eine Schieflage zu verhindern, ist die staatliche KfW-Bankengruppe, der gr&ouml;&szlig;te Aktion&auml;r der Bank, eingesprungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Staat%20IKB%20Fehlspekulation\/232764.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Staat greift mal wieder in den Markt ein. Wer denn sonst?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise: Die Party geht zu Ende<\/strong><br>\nEs gibt zwei M&ouml;glichkeiten. Die eine: Das aktuelle Zittern der M&auml;rkte ist eine gesunde Korrektur spekulativer &Uuml;bertreibungen. Die andere: Die Korrektur deckt eine fundamentale Schw&auml;che der boomenden Weltwirtschaft auf und signalisiert das Ende des zyklischen Aufschwungs. Ich neige zur zweiten Interpretation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne%20Lucas%20Zeise%20Die%20Party%20Ende\/233112.html\">FTD<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Wer schon immer am Wahrheitsgehalt von Analystenempfehlungen gezweifelt hat, sieht sich durch eine aktuelle Studie best&auml;tigt<\/strong><br>\nNach Aussage der Studienautoren dienen die Kaufempfehlungen f&uuml;r Privatanleger vielmehr dazu, sich beim Unternehmen beliebt zu machen, das man beurteilt. Wer in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden eine Kaufempfehlung ver&ouml;ffentlicht, ist gern gesehener Gast auf Analystenkonferenzen und bekommt auch mal eine pers&ouml;nliche Markteinsch&auml;tzung oder andere wertvolle Zusatzinformationen. Und welcher private Investor pr&uuml;ft schon nach, ob im Verlauf der letzten drei Jahre eher die Deutsche Bank oder die Commerzbank mit ihren Kaufempfehlungen Recht hatte?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/online\/2007\/31\/querdax-Analystenempfehlungen\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Gleitende Arbeitszeit: Wie aus Politikern Manager und Aufsichtsr&auml;te werden<\/strong><br>\nDie Offenlegung von so genannten Nebeneink&uuml;nften der Mitglieder des Bundestages hat neben mehreren Ungenauigkeiten und Uneinheitlichkeiten den elementaren Mangel, dass Posten, welche die Parlamentarier erst nach ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag bekleiden, &uuml;berhaupt nicht zu Buche schlagen. Somit bleibt v&ouml;llig unber&uuml;cksichtigt, ob Politiker, die in ihrer Amtszeit gravierende Weichenstellungen f&uuml;r Unternehmen getroffen haben, kurz nachher von diesen mit lukrativen Anstellungen bedacht werden, bzw. ihr Insiderwissen sofort nach Beendigung der Politikerlaufbahn in bare M&uuml;nze verwandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/25\/25844\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Vom Superstudenten zum Betteldozenten<\/strong><br>\nSch&ouml;n billig, darauf steht die Uni. Von 15 Euro f&uuml;r 45 Minuten Seminar k&ouml;nnen Dozenten nicht leben und nehmen trotzdem Lohndumping-Jobs an der Hochschule an. Manche lehren sogar honorarfrei &ndash; Hartz IV bedeutet f&uuml;r sie schon den sozialen Aufstieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/jobundberuf\/0,1518,496984,00.html\">SPIEGEL online<\/a><\/li>\n<li><strong>Hedgefonds-Strudel erfasst Elite-Uni Harvard<\/strong><br>\nDie Turbulenzen an den US-Kreditm&auml;rkten haben ein neues Opfer gefordert: die renommierte Universit&auml;t Harvard. Die hatte 700 Millionen Dollar in einen Hedgefonds von Sowood Capital gesteckt. Und der hat nun Schiffbruch erlitten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article1070094\/Hedgefonds-Strudel_erfasst_Elite-Uni_Harvard_.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Das &ldquo;Denglisch&rdquo;-Problem:  Wie deutsche Unternehmer ihre Muttersprache vernachl&auml;ssigen<\/strong><br>\nIn der Wirtschaft ist &ldquo;Denglisch&rdquo; Alltag. Doch der st&auml;ndige Sprachmix aus Deutsch und Englisch trifft nicht immer die Erwartung der Kundschaft. Die Abnehmer k&ouml;nnen mit englischen Begriffen zumeist nichts anfangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hiwi\/651152\/\">DLF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2521","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2521","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2521"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2521\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2521"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2521"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2521"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}