{"id":25223,"date":"2015-02-27T09:43:53","date_gmt":"2015-02-27T08:43:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223"},"modified":"2015-02-27T09:43:53","modified_gmt":"2015-02-27T08:43:53","slug":"hinweise-des-tages-2322","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h01\">Journalistenverband fordert sofortigen Stopp von BILD Hetze gegen Griechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h02\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h03\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h04\">TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h05\">&bdquo;Das Job-Wunder geht weiter&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h06\">&Uuml;ber den Sinn der staatlichen Arbeitsvermittlung: Fachkr&auml;ftemangel im Jobcenter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h07\">Arbeitsmarkt im Februar 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h08\">&Ouml;ffentliche Infrastruktur: Privatisierung f&uuml;r Allianz &amp; Co<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h09\">Nahverkehr in Not<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h10\">Comeback der Atomenergie &ndash; Br&uuml;ssel stellt Pl&auml;ne f&uuml;r Energieunion vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h11\">Investitionen gerecht finanzieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h12\">Mali: Bundestag weitet Bundeswehr-Einsatz aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h13\">Die Salafisten und die Mobster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h14\">Deutschland muss amerikanischem Deserteur wohl kein Asyl gew&auml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h15\">Parallelen von faschistischer und neoliberaler Wissenschaftsorganisation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h16\">&ldquo;American Sniper&rdquo;: Ein Cowboy, der mit sich selbst Krieg f&uuml;hrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223#h17\">Zum Tode von Fritz J. Raddatz: Tageb&uuml;cher 1982-2001<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25223&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Journalistenverband fordert sofortigen Stopp von BILD Hetze gegen Griechen<\/strong><br>\nDer Deutsche Journalisten-Verband hat das Nachrichtenportal Bild.de aufgefordert, sofort die laufende Anti-Griechen-Kampagne zu stoppen.<br>\nAuf Bild.de werden die Leser dazu animiert, den Aufruf &bdquo;Nein &ndash; keine weiteren Milliarden f&uuml;r die gierigen Griechen!&ldquo; als Selfie mit dem eigenen Portr&auml;t an die Redaktion zu mailen. Als Anlass wird die Bundestagsdebatte &uuml;ber die Griechenland-Hilfen am morgigen Freitag genannt. &bdquo;Die Griechenland-Politik der Bundesregierung kann man m&ouml;gen oder ablehnen&ldquo;, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Eine Kampagne, die direkten Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen wolle, verbiete sich aber mit der beschreibenden Aufgabe des Journalismus. &bdquo;Dass Boulevard-Medien eine andere Sprache und einen anderen journalistischen Stil pflegen, ist selbstredend. Die Selfie-Aktion von Bild.de &uuml;berschreitet aber die Grenze zur politischen Kampagne&ldquo;, kritisierte Konken.<br>\nDar&uuml;ber hinaus sei es medienethisch bedenklich, dass ein ganzes Volk f&uuml;r die finanzpolitischen Fehlentscheidungen seiner Politiker diffamiert werde. &bdquo;Die Verunsicherung &uuml;ber die Auswirkungen der Griechenland-Krise auf Deutschland ist gro&szlig;&ldquo;, sagte Konken. In dieser Situation sei umfassende und kritische Berichterstattung Aufgabe aller Medien, nicht jedoch der Start einer politischen Kampagne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.djv.de\/startseite\/profil\/der-djv\/pressebereich-download\/pressemitteilungen\/detail\/article\/sofortiger-stopp-gefordert.html\">Deutscher Journalistenverband<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150227_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/griechenland-krise\/diese-deutschen-sagen-nein-zu-neuen-milliarden-39931320.bild.html?wtmc=social.onsite.home.meistgeteilt\">Bild.de<\/a><\/p>\n<p><em>BILD-Chef Diekmann meldet &uuml;brigens Rekord-Teilnehmerzahl bei dieser sog. Bild-Leser-Aktion. Das ist ein Beleg daf&uuml;r, wie sehr Sch&auml;uble und Merkel die Hetze schon angeheizt haben.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150227_02.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/02\/26\/bilds-griechenprotest-diekmann-meldet-rekordteilnahme-djv-fordert-sofortigen-stopp\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email%20\">MEEDIA<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Der &bdquo;gute Weg&ldquo; Griechenlands, die Troika und die Zukunft der EWU<\/strong><br>\nNachdem die griechische Regierung ihre Absichten zum weiteren Reformprozess bekundet hat, ist es an der Zeit, noch einmal grunds&auml;tzlich &uuml;ber die Perspektiven der Eurozone nachzudenken.<br>\nWas Griechenland jetzt vorschl&auml;gt und was die Eurogruppe f&uuml;r vier Monate abgesegnet hat, hat in Wirklichkeit keine gro&szlig;e Bedeutung f&uuml;r die Zukunft der Eurozone. Griechenland hat einen kleinen Sieg errungen, weil es sich nicht ausdr&uuml;cklich verpflichtet hat, die extrem restriktive Finanzpolitik (mit einem hohen Prim&auml;r&uuml;berschuss im Staatshaushalt) fortzusetzen. Ich vermute, das ist der Vermittlung der Kommission zu verdanken, die offensichtlich unter Jean-Claude Juncker eine ganz andere Rolle als vorher spielt. Die eigentliche Pr&uuml;fung aber kommt, wenn die griechische Regierung nach den vier Monaten liefern muss, also zeigen muss, dass sie mit einer anderen Politik erfolgreich im Sinne der Troika ist.<br>\nDas aber ist extrem unwahrscheinlich, weil sich bis dahin die Grundbedingungen im Rest der Eurozone nicht ge&auml;ndert haben werden. Bei diesen Grundbedingungen aber kann man &ndash; insbesondere als kleines Land &ndash; mit keiner Politik erfolgreich sein. Diese Grundbedingungen bestehen in erster Linie aus der in der Mehrheit der L&auml;nder (einschlie&szlig;lich Frankreichs und Italiens) verbreiteten &Uuml;berzeugung, dass die Politik des &bdquo;Sparens&ldquo;, der &bdquo;Reformen&ldquo; und der &bdquo;Flexibilisierung des Arbeitsmarktes&ldquo; ohne Alternative ist. Man schaue sich nur an, welche &bdquo;Ref&ouml;rmchen&ldquo; Pr&auml;sident Hollande gerade in Frankreich (und zwar am Parlament vorbei per Dekret!) mit gro&szlig;em Aplomb auf den Weg gebracht hat, um zu erkennen, wie unendlich weit man von einem Grundverst&auml;ndnis der wirklichen Probleme entfernt ist.<br>\nAuch die Arbeit der Troika wird mehr und mehr in der &Ouml;ffentlichkeit diskutiert. In einem kritischen und wichtigen Film bei ARTE hat Harald Schumann viele Aspekte hervorgehoben, die zeigen, wie fragw&uuml;rdig die Empfehlungen der Troika im Einzelnen sind und welchen Schaden sie angerichtet haben. Das eigentliche Problem aber kam, soweit ich es gesehen habe, &uuml;berhaupt nicht zur Sprache: Das Verst&auml;ndnis dieser Institutionen von Wirtschaft, ihre Vorstellungen davon, wie eine Marktwirtschaft funktioniert. Wenn die falsch sind, kann man alles andere getrost vergessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/der-gute-weg-griechenlands-die-troika-und-die-zukunft-der-ewu\/\">Flassbeck Economics<\/a>\n<p><strong>Macht ohne Kontrolle &ndash; Die Troika<\/strong><br>\nNach seinem preisgekr&ouml;nten Film &bdquo;Staatsgeheimnis Bankenrettung&ldquo; geht der Wirtschaftsjournalist und Bestseller-Autor Harald Schumann erneut einer brisanten Frage auf den Grund: Was passiert mit Europa im Namen der Troika?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=E6aNwBwEm6U\">arte via YouTube<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wir haben zwar schon auf diesen gro&szlig;artigen Film von Harald Schumann hingewiesen, tun dies aber gerne noch einmal, da der Film nun auch von einem Nutzer auf YouTube hochgeladen wurde und die sieben Tage, die ein Film in der arte-Mediathek online steht, bald vorbei sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Solidarit&auml;t &ldquo;vehement mit F&uuml;&szlig;en getreten&rdquo;<\/strong><br>\nDer Bundestag stimmt am Freitag &uuml;ber die Verl&auml;ngerung des zweiten Griechenland-Programms um vier Monate ab, und hinter der Fassade regt sich gro&szlig;er Unmut. &ldquo;Wir werden nur mit der Faust in der Tasche zustimmen&rdquo;, sagt ein CDU-Abgeordneter, der nicht genannt werden will. Andere waren weniger zur&uuml;ckhaltend. Peter Ramsauer (CSU) sprach in der &ldquo;Welt&rdquo; Klartext.<br>\n&ldquo;Ich habe mich immer eisern an die Linie der CSU gehalten: Solidarit&auml;t f&uuml;r Solidit&auml;t&rdquo;, sagte der Ex-Verkehrsminister der Tageszeitung. Doch jetzt steht f&uuml;r Ramsauer fest: Die Griechen haben ihre Versprechen gebrochen und sich nicht an die Reformauflagen gehalten. Der Grundsatz Solidarit&auml;t gegen Solidit&auml;t sei &ldquo;vehement mit F&uuml;&szlig;en getreten worden&rdquo;, klagt der Unionsabgeordnete. &ldquo;Deswegen muss ich jetzt ein Zeichen setzen und gegen die Programmverl&auml;ngerung stimmen.&rdquo;<br>\nMit dieser Auffassung steht Ramsauer nicht allein da. In der gesamten Unionsfraktion brodelt es. Bei einer Probeabstimmung der Unionsfraktion verweigerten 22 Abgeordnete ihre Zustimmung, f&uuml;nf enthielten sich. Au&szlig;er Ramsauer k&uuml;ndigten auch Peter Gauweiler (CSU), Wolfgang Bosbach (CDU), Hans Michelbach (CSU) und Klaus-Peter Willsch (CDU) sowie die Wirtschaftspolitiker Christian von Stetten (CDU) und Carsten Linnemann (CDU) offen an, das sie am Freitag mit &ldquo;Nein&rdquo; stimmen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/eu\/id_73068676\/ramsauer-kritisiert-griechen-solidaritaet-vehement-mit-fuessen-getreten-.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Ramsauer ist emp&ouml;rt, die Griechen h&auml;tten sich nicht an Reformzusagen gehalten. Ja, es ist wirklich emp&ouml;rend, wenn man bedenkt, was in Griechenland passiert ist: die Renten wurden massiv gek&uuml;rzt, der &ouml;ffentliche Dienst praktisch pulverisiert, die Jugendarbeitslosigkeit ist grenzenlos und trotzdem geht es mit dem Wirtschaftswachstum einfach nicht voran. Und von Menschen wie Ramsauer werden wir vertreten!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Varoufakis spricht in &ldquo;Charlie Hebdo&ldquo;: &ldquo;Macht euch auf das Schlimmste gefasst&rdquo;<\/strong><br>\nGriechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis hat in der neuen Ausgabe der franz&ouml;sischen Satirezeitschrift &ldquo;Charlie Hebdo&rdquo; seine Kollegen in der Eurozone vor einem Scheitern der neuen Regierung in Athen gewarnt. Im Interview mit dem Magazin sagte Varoufakis mit Blick auf Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) und die anderen Minister: &ldquo;Wenn ihr denkt, ihr tut gut daran, progressive Regierungen wie unsere zur Strecke zu bringen, dann macht euch auf das Schlimmste gefasst.&rdquo;<br>\nWenn demokratisch gew&auml;hlten Regierungen wie der seinen die Luft abgeschn&uuml;rt werde und die W&auml;hler in die Verzweiflung gest&uuml;rzt w&uuml;rden, &ldquo;dann profitieren davon nur die Fanatiker, die Rassisten, die Nationalisten und all diejenigen, die von Angst und Hass leben&rdquo;, sagte Varoufakis.<br>\nEr verglich die seinem Land abverlangten Haushaltsk&uuml;rzungen mit der Medizin des Mittelalters: &ldquo;Damals wurden Aderlasse verschrieben, die die Kranken oft noch kranker machten, worauf sie erneut zur Ader gelassen wurden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/varoufakis-spricht-in-charlie-hebdo-macht-euch-auf-das-schlimmste-gefasst\/11426422.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Varoufakis spricht aus, was die geschundenen Griechen und mittlerweile wohl auch viele Europ&auml;er denken. Das Bild des &ldquo;h&auml;sslichen Deutschen&rdquo; macht in letzter Zeit immer wieder die Runde. Der deutsche Finanzminister nimmt dieses Rollenangebot auch noch dankbar an. Bedenklich, denn die Prognose, dass ein Scheitern von Syriza m&ouml;glicherweise einen braunen Fl&auml;chenbrand ausl&ouml;st ist so weit hergeholt keineswegs.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Yanis Varoufakis &ndash; Rettet den Kapitalismus!<\/strong><br>\nDer heutige griechische Finanzminister erkl&auml;rt, warum man zun&auml;chst das System vor sich selber sch&uuml;tzen muss. Bekenntnisse eines unorthodoxen Marxisten inmitten einer abstossenden europ&auml;ischen Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1509\/yanis-varoufakis\/rettet-den-kapitalismus\">WOZ<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>William R. Polk: &ldquo;Ukraine War: A Reverse Cuban Missile Crisis&rdquo;<\/strong><br>\nGuided by an aggressive neocon &ldquo;regime change&rdquo; strategy, the United States has stumbled into a potential military confrontation with Russia over Ukraine, a dangerous predicament that could become a Cuban Missile Crisis in reverse, as ex-U.S. diplomat William R. Polk explains. (&hellip;)<br>\nSo what to do? In a word: stop. What we are now doing and what we contemplate doing is not in our interest or in the interests of the Ukrainians and is perceived as a threat by the Russians. We cannot deliver on the policy we would encourage the Ukrainians to adopt by arming them without a war. Economic sanctions are a form of that war, but they are unlikely to accomplish what we have been proclaiming.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2015\/02\/24\/ukraine-war-a-reverse-cuban-missile-crisis\/\">consortiumnews.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.L.:<\/strong> Der US-amerikanische Historiker, Publizist und Berater f&uuml;r au&szlig;enpolitische Fragen William R. Polk hat einen Artikel &ldquo;Ukraine War: A Reverse Cuban Missile Crisis&rdquo; auf consortiumnews.com ver&ouml;ffentlicht, in dem er die Ukraine-Krise mit der Kubakrise 1962 vergleicht. Er pl&auml;diert daf&uuml;r, einen realistischen Blick auf die Ukraine-Krise zu werfen, den Sanktionskrieg zu beenden, auf Waffenlieferungen zu verzichten und die Interessen der Ukrainer zu ber&uuml;cksichtigen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Aufr&uuml;stung der Ukraine: Poroschenko schlie&szlig;t Waffendeal mit den Scheichs<\/strong><br>\nDie USA liefern bisher keine R&uuml;stungsg&uuml;ter an die Ukraine, nun hat Pr&auml;sident Poroschenko eine Waffenmesse in Abu Dhabi besucht. Besonderes Interesse zeigten die Ukrainer an Panzerwagen und Pr&auml;zisionsgeschossen.<br>\nDie Ukraine hat sich mit den Vereinigten Arabischen Emiraten auf eine enge milit&auml;rische Zusammenarbeit geeinigt. Pr&auml;sident Petro Poroschenko unterzeichnete am Rande der Waffenmesse IDEX-2015 in Abu Dhabi ein entsprechendes Dokument. Er sprach davon, dass R&uuml;stungsvertr&auml;ge in H&ouml;he von &ldquo;Dutzenden Millionen Dollar&rdquo; unterzeichnet wurden. Dabei soll es um Lieferungen ukrainischer R&uuml;stungsschmieden nach Arabien gehen. Die Einnahmen sollen, so Poroschenko, im Gegenzug dazu dienen, &ldquo;die F&auml;higkeiten der ukrainischen Armee zu erh&ouml;hen&rdquo;. (&hellip;)<br>\nIn Abu Dhabi wurde deutlich, welche Milit&auml;rtechnik die Ukrainer favorisieren: Panzerwagen f&uuml;r Infanterie-Einheiten, Aufkl&auml;rungsdrohnen sowie Geschosse mit sehr hoher Pr&auml;zision. Poroschenkos Begleiter Geraschenko postete auf Facebook entsprechende Fotos.<br>\nSein besonderes Augenmerk galt dabei dem Artilleriegeschoss &ldquo;Excalibur&rdquo; des US-amerikanischen Konzerns Raython. Es kann Ziele auf 50 Kilometer Distanz mit einer Genauigkeit von zwei Metern Abweichung treffen. Damit k&ouml;nnte man &ldquo;zum Beispiel den Anf&uuml;hrer der Volksrepublik Donezk, Sachartschenko, und all sein Gefolge zu ihren Vorv&auml;tern bef&ouml;rdern&rdquo;, schrieb Geraschenko auf Facebook.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ukraine-poroschenko-kauft-waffen-in-abu-dhabi-a-1020377.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Daf&uuml;r gibt der Westen der Ukraine Geld? Nun werden offenbar wieder Stimmen laut: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/ukraine-krise\/die-ukraine-braucht-mehr-geld-von-der-eu-ukraine-krise-kommentar_id_6269860.html\">Die Ukraine braucht mehr Geld von der EU<\/a>.<\/em><br>\n<em>Wann kommen f&uuml;hrende westliche Politiker endlich mal auf den Gedanken, den ukrainischen Pr&auml;sidenten seine Grenzen aufzuzeigen und kn&uuml;pfen (friedliche) Bedingungen an die Geldzusagen? Das sollte ernsthaft in Erw&auml;gung gezogen werden: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/dreht-den-geldhahn-zu\">Dreht den Geldhahn zu<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>TTIP<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>NGOs kritisieren TTIP als Herrschaftsinstrument<\/strong><br>\nTTIP bringe auch den Entwicklungsl&auml;ndern Wohlstand, sagt das ifo Institut in einer Studie f&uuml;r den Entwicklungsminister. Nun zerpfl&uuml;cken Hilfsorganisationen das Papier.<br>\nBrot f&uuml;r die Welt, Greenpeace und das Forum Umwelt und Entwicklung reagieren damit auf eine im Januar ver&ouml;ffentlichte Studie des ifo Instituts im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ). Ihr Autor Gabriel Felbermayr kam damals zu dem Schluss, TTIP werde &ldquo;aufgrund der schieren Gr&ouml;&szlig;e der transatlantischen Volkswirtschaft Auswirkungen auf Entwicklungs- und Schwellenl&auml;nder haben&rdquo;. Und er sah die Chance, durch geschicktes Justieren &ldquo;zahlreicher Stellschrauben (&hellip;) die Gruppe der Gewinner m&ouml;glichst gro&szlig; werden zu lassen&rdquo;.<br>\nDas war eine sehr vage Prognose. Aber weil sie positiv formuliert war, kam in der &Ouml;ffentlichkeit vor allem eine Botschaft an: TTIP bringe auch den armen L&auml;ndern Wohlstand.<br>\nDas sei v&ouml;llig falsch, erkl&auml;ren nun die Entwicklungsorganisationen. &ldquo;Wir betrachten die ifo-Studie als eine zu einseitige Darstellung, die die m&ouml;gliche Wirkung des geplanten TTIP-Abkommens spekulativ ins Positive verdreht&rdquo;, schreiben sie. Auch Felbermayr selbst habe die Effekte von TTIP auf Entwicklungsl&auml;nder in einer fr&uuml;heren Studie durchaus kritisch bewertet. In dem j&uuml;ngeren Papier revidiere er seine fr&uuml;heren Ergebnisse. Doch das sei eher &ldquo;Wunschdenken statt zeitgem&auml;&szlig;er Wissenschaft&rdquo;.<br>\nDie Organisationen werden in ihrer Kritik ganz konkret. Das ifo-Institut ignoriere zum Beispiel die etwaigen Effekte von TTIP auf die Landwirtschaft v&ouml;llig. Dabei ist gerade der Agrarsektor f&uuml;r die Wirtschaft vieler Entwicklungsl&auml;nder von enormer Bedeutung. Und schon der Wegfall von Z&ouml;llen k&ouml;nne f&uuml;r die Entwicklungsl&auml;nder schwerwiegende Folgen haben, f&uuml;rchten die NGOs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-02\/ttip-freihandelsabkommen-entwicklungslaender\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP und CETA: Pr&auml;sentation der IG Metall zum aktuellen Stand<\/strong><br>\nDeutschland profitiert wie kaum ein anderes Land vom globalen Welthandel.Wohlstand und Besch&auml;ftigung in Deutschland h&auml;ngen ma&szlig;geblich vom grenz&uuml;berschreitenden Handel mit Waren und Dienstleistungen ab.<br>\nDas darf aber kein Freibrief f&uuml;r die Beseitigung aller vermeintlichen &bdquo;Hemmnisse&ldquo; und damit auch wichtiger Schutzstandards im globalen Welthandel sein!<br>\nDie IG Metall nimmt Einfluss auf die Verhandlungen.<br>\nEs geht darum, zus&auml;tzlichen Wohlstand breiten Bev&ouml;lkerungsschichten zukommen zu lassen, wirtschaftliche, soziale und &ouml;kologische Standards zu verbessern sowie faire Wettbewerbs- und gute Arbeitsbedingungen zu schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150227_ttip_februar_2015-folien-igm.pdf\">Foliensatz zu den aktuell verhandelten Freihandelsabkommen TTIP und CETA zusammengestellt von der IG Metall<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Das Job-Wunder geht weiter&ldquo;<\/strong><br>\nTrotz des frostigen Wetters ist die Arbeitslosenzahl im Februar um 15.000 auf 3,017 Millionen gesunken &ndash; eine kleine Sensation. Denn normalerweise steigt die Zahl der Jobsuchenden im Winter, weil auf dem Bau, auf den &Auml;ckern oder in den Bierg&auml;rten naturgem&auml;&szlig; weniger zu tun ist. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 121.000 Arbeitslose weniger.<br>\nVolkswirte rechnen nun f&uuml;r die n&auml;chsten Monate mit einem kr&auml;ftigen Schub auf dem deutschen Arbeitsmarkt. So k&ouml;nnte die Zahl der Erwerbslosen im Jahresschnitt um mehr als 100.000 sinken. Urspr&uuml;nglich waren &Ouml;konomen davon ausgegangen, dass der Job-Boom in diesem Jahr erlahmen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/arbeitslose-113.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.W.:<\/strong> Bei all den Wundern und deren Fortw&auml;hren und stetem Gr&ouml;&szlig;erwerden fragt man sich allm&auml;hlich, wo all die Armut wohl nur herkommen mag&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&Uuml;ber den Sinn der staatlichen Arbeitsvermittlung: Fachkr&auml;ftemangel im Jobcenter<\/strong><br>\nMit einem Notendurchschnitt von 2.0 schlie&szlig;t sie ihr Medizinstudium ab. Und da man mit erfolgreichem Abschluss sofort den Studentenstatus verliert, begibt sich die Ex-Studentin direkt am n&auml;chsten Tag zum Jobcenter, um sich arbeitssuchend zu melden. Dort erh&auml;lt sie nicht nur Anspr&uuml;che auf Arbeitslosengeld und eine Krankenversicherung, sondern auch Jobangebote: Call-Center, Kassiererin und dergleichen.<br>\nAuf ihre Nachfrage und ihren Hinweis, dass sie bereits w&auml;hrend der Wartezeit im System des Jobcenters Stellenangebote als Assistenz&auml;rztin gefunden habe, wurde sie dar&uuml;ber aufgekl&auml;rt, wie sie ihre neue Situation einzusch&auml;tzen habe. Schlie&szlig;lich sei man nicht daf&uuml;r da, ihr einen passenden Job zu vermitteln, allerdings sei man daf&uuml;r da, sie irgendwie unterzubringen in Bewerbungsverfahren, Ma&szlig;nahmen oder dergleichen. Das klingt statistikfreundlich, aber auch unklug. Tut aber nichts zur Sache. Wer Arbeitslosengeld beziehen will, muss sich dem System beugen.<br>\nDaraufhin wendet sich die angehende Medizinerin an die n&auml;chst h&ouml;here Dienststelle bis hin zum Ministerium, um nachzufragen, ob es volkswirtschaftlich klug ist, gut ausgebildete Menschen fachfremd zu verwenden, w&auml;hrend in dem Bereich gar noch Fachkr&auml;fte gesucht werden. Au&szlig;erdem k&ouml;nnte sie inzwischen l&auml;ngst Steuern zahlen und nicht zu wenig, stattdessen liegt sie dem Sozialstaat auf der Tasche. Sie erhielt abschl&auml;gige bis gar keine Antworten. Derlei Verhalten wird nicht goutiert und inzwischen f&uuml;hlt sich die junge Frau schikaniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dtj-online.de\/fachkraftemangel-jobcenter-arbeitsvermittlung-49135\">Deutsch-T&uuml;rkisches Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im Februar 2015<\/strong>\n<ul>\n<li>5,274 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,371 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 63.000 (1,4%) weniger als im Feb. 2014 <\/li>\n<li>3,017 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 121.000  (3,9%) weniger als im Februar 2014<br>\nVer&auml;nderungsraten (registrierte Arbeitslose) in den L&auml;ndern (Februar 2014 &ndash; Februar 2015):<br>\nM&auml;nner und Frauen: &ndash;9,1% in Brandenburg bis +2,0% in Bremen<br>\nFrauen &ndash;8,2% in Mecklenburg-Vorpommern bis +0,9% in Bremen (Bund: -4,1%)<br>\nM&auml;nner: -9,9% in Brandenburg bis +2,8% in Bremen (Bund: -3,6%) unter 25 Jahre: -28,7% in Brandenburg bis +1,2% in<br>\nBaden-W&uuml;rttemberg (Bund: -9,3%)<\/li>\n<li>65,7% der Arbeitslosen sind im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert (Februar 2014: 64,8%)&hellip;<\/li>\n<li>Von den 3,017 Millionen Arbeitslosen waren 1,034 Millionen (34,3%) im Rechtskreis SGB III (bei den 156 Arbeitsagenturen!) und 1,983 Millionen (65,7%) im Rechtskreis SGB II (bei den 408 Jobcentern!) registriert.<\/li>\n<li>Als Arbeitsuchende waren im Februar 2015  insgesamt 5,029 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 127.000 (2,9%) weniger als im Februar 2014.<\/li>\n<li>Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im Februar 2015 3,888 Millionen, 173.000 (4,3%) weniger als im Februar 2014.<\/li>\n<li>Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im Februar 2015 1,016 Millionen (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III)  und 4,371 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 113.000 sog.  Aufstocker\/ Parallelbezieher (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Februar 2015 etwa 5,274 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) und\/oder Arbeitslosengeld II, &bdquo;113.000 Menschen weniger&ldquo; als ein Jahr zuvor. (vgl. <a href=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/web\/content\/DE\/Presse\/Presseinformationen\/ArbeitsundAusbildungsmarkt\/Detail\/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI728576\">BA-Monatsbericht, S. 21 ; BA-Monatsbericht 06\/2014: Februar 2014: 5,387 Millionen<\/a>)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2015-02-26_alo0215t.pdf%20\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ)<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Ouml;ffentliche Infrastruktur: Privatisierung f&uuml;r Allianz &amp; Co<\/strong><br>\nWie viel Einfluss hat die Finanzindustrie auf die Politik? Nach dem Crash von 2008 und der folgenden Bankenrettung sollte die Frage eigentlich erledigt sein. Immerhin kostete das Abenteuer die deutschen Steuerzahler rund 100 Milliarden Euro, gut vier Mal so viel, wie alle Universit&auml;ten im Jahr kosten.<br>\nDoch am Zugriff der Finanzlobby auf die Regierenden hat das offenkundig wenig ge&auml;ndert. Daf&uuml;r bieten Bundeswirtschaftsminister Gabriel und sein Finanzkollege Sch&auml;uble dieser Tage erneut einen grandiosen Testfall: Die deutsche Geldbranche soll Verm&ouml;gen aus Staatsbesitz im dreistelligen Milliardenwert bekommen und f&uuml;r dessen Nutzung von den B&uuml;rgern eine Zwangsabgabe erheben, die ihnen Renditen weit &uuml;ber dem Marktzins garantiert.<br>\nDas klingt absurd &ndash; und k&ouml;nnte dennoch bald wahr werden. Denn darauf zielen die Pl&auml;ne, die in K&uuml;rze die von Gabriel eingesetzte &bdquo;Expertenkommission zur St&auml;rkung von Investitionen&ldquo; vorstellen wird. Hintergrund ist der Verfall der &ouml;ffentlichen Infrastruktur. Landesweit br&ouml;seln die Br&uuml;cken, verfallen die Schulen und wachsen die Staus auf nur noch geflickten Autobahnen. Bund, L&auml;nder und Kommunen m&uuml;ssten rund 80 Milliarden Euro pro Jahr mehr investieren, um nur den Bestand zu sichern. &Uuml;ber Kredite zum Nullzinssatz, wie sie die &ouml;ffentliche Hand derzeit bekommt, lie&szlig;e sich das auch fast kostenlos finanzieren. Nur leider haben sich das Deutschlands regierende Finanzgenies per Schuldenbremse verboten, um den Staat wie einen privaten Haushalt zu f&uuml;hren.<br>\nDarum verfolgen Gabriel, Sch&auml;uble und die Geldbranche den Plan, den Bau und Betrieb der staatlichen Infrastruktur von privaten Investoren erledigen zu lassen. Praktischerweise berief Gabriel daf&uuml;r mit Deutsche-Bank-Chef J&uuml;rgen Fitschen, der Allianz-Topmanagerin Helga Jung sowie dem Ergo-Vorstand Thorsten Ollietzky gleich drei prominente Vertreter der Geldbranche in die Kommission dazu. Schlie&szlig;lich verwalten Deutschlands Finanzkonzerne an die 40 Billionen Euro, f&uuml;r die sie dringend Anlagen suchen &ndash; nicht zuletzt um die ungedeckten Versprechen auf die &bdquo;kapitalgedeckte Altersvorsorge&ldquo; ihrer vielen Millionen Kunden zu erf&uuml;llen. Da liegt es nahe, sich den n&ouml;tigen Ertrag &uuml;ber Gesch&auml;fte mit dem Staat zu beschaffen, der daf&uuml;r eben notfalls die B&uuml;rger schr&ouml;pft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/oeffentliche-infrastruktur-privatisierung-fuer-allianz-und-co\/11430914.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu: Zukunftsfonds einrichten statt &Ouml;PP f&ouml;rdern<\/strong><br>\nAutobahnen, Br&uuml;cken oder Tunnel durch die Nutzerinnen und Nutzer finanzieren zu lassen, ist ungerecht. Denn die Geb&uuml;hren sind f&uuml;r alle gleich &ndash; egal, ob arbeitslos oder Million&auml;r. Auch private Investoren sind bei Infrastruktur-Projekten nicht die beste Variante. Stattdessen k&ouml;nnte ein &ouml;ffentlicher Zukunftsfonds festverzinsliche Anleihen ausgeben und so in Zukunftsfelder investieren. Der DGB-klartext.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++30200178-bccf-11e4-9c24-52540023ef1a\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nahverkehr in Not<\/strong><br>\nT&auml;glich fahren 30 Millionen Menschen in Deutschland mit Bussen und Bahnen. Doch &uuml;ber den &Ouml;ffentlichen Personennahverkehr (&Ouml;PNV) wird viel gejammert. In den Hauptverkehrszeiten sind Busse und Bahnen oft &uuml;berf&uuml;llt, die Preise kennen nur den Weg nach oben, und zwischen Stadt und Land gibt es zu wenige Verbindungen, viele Z&uuml;ge und Bahnh&ouml;fe sind zum Teil heruntergekommen. Der Nahverkehr ist in Not.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/planet-e\/ueber-den-oeffentlichen-personennahverkehr-oepnv-wird-viel-gemeckert-doch-wie-kann-es-weiter-gehen-experten-fordern-eine-mobilitaetswende-37211838.html%20\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Comeback der Atomenergie &ndash; Br&uuml;ssel stellt Pl&auml;ne f&uuml;r Energieunion vor<\/strong><br>\nIn dem Strategiepapier, das der Energiekommissar Miguel Arias Ca&ntilde;ete und der Vizepr&auml;sident der EU-Kommission, Maros Sefcovic, gestern vorstellten, steckt jede Menge Zunder. Die vorgelegten Grundz&uuml;ge der europ&auml;ischen Energieunion enthalten Pl&auml;ne, mit deren Hilfe sich Europa von Energieimporten unabh&auml;ngiger machen will &ndash; und ein Baustein davon soll nach Meinung der EU-Kommission die Nutzung der Atomenergie sein. Damit liegt nun auf dem Tisch, was sich schon seit einiger Zeit in zuvor ver&ouml;ffentlichten Dokumenten angek&uuml;ndigt hatte: Die Atomkraft soll in Europa wieder mehr an Bedeutung gewinnen. Kommissionsvize Sefcovic k&uuml;ndigte bei der Vorstellung der Energieunions-Ziele an, er werde noch im Laufe diesen Jahres &ldquo;einen illustrativen Ausbauplan&rdquo; f&uuml;r AKWs in Europa vorlegen. Denn in den Augen der europ&auml;ischen Energiestrategen ist die Atomkraft eine klimaschonende, weil CO2-arme Technologie.<br>\nDamit bricht die EU-Kommission nicht nur mit der klaren atomkritischen Position vieler Mitgliedsstaaten, sondern auch mit ihrer eigenen Linie. Noch im Dezember 2013 sprach sie sich in einem Schreiben an die britische Regierung explizit dagegen aus, die Atomenergie aufgrund angeblich geringer CO2-Emissionen als umweltfreundliche Technologie anzuerkennen.<br>\nVon der deutschen Bundesregierung indes kommt kein kritisches Wort. Im Gegenteil, dort steht man parat, um die Pl&auml;ne zu loben und zu versichern, man sei sehr offen f&uuml;r die Energieunion: &bdquo;Wir begleiten das alles konstruktiv, begr&uuml;&szlig;en die Energieunion&ldquo;, so eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ews-schoenau.de\/kampagne\/kampagnen-news\">Elektrizit&auml;tswerke Sch&ouml;nau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Investitionen gerecht finanzieren<\/strong><br>\n&bdquo;&Ouml;PP&ldquo; und &bdquo;Nutzerfinanzierung&ldquo; beherrschen als Schlagworte neuerdings die Debatte um die Finanzierung der Infrastruktur. Verkehrsminister Dobrindt spricht bereits von einem &bdquo;Systemwechsel&ldquo; bei der Finanzierung von Investitionen in Stra&szlig;en. Dabei br&auml;uchte es eigentlich kein neues System: &Ouml;ffentliche Infrastruktur kann am besten, billigsten und am gerechtesten aus dem Staatshaushalt oder &ouml;ffentlicher Kreditaufnahme finanziert werden. Obwohl die von den Gewerkschaften immer wieder kritisierte Schuldenbremse neue H&uuml;rden geschaffen hat, besteht f&uuml;r die Regierung dazu noch gro&szlig;er Spielraum: Sie k&ouml;nnte 2015 rund 22 Milliarden Euro Kredit aufnehmen, ohne gegen die Schuldenbremse zu versto&szlig;en. Die Bundesregierung bek&auml;me die Kredite fast zum Nulltarif, weil die Zinsen &ndash; also die Renditen auf ihre Staatsanleihen &ndash; immer weiter sinken (siehe Grafik).<br>\nStattdessen erkl&auml;rt Sch&auml;uble die &bdquo;Schwarze Null&ldquo; im Bundeshaushalt zum Heiligtum. Er sucht nach neuen Wegen, den Investitionsstau von mittlerweile rund 300 Mrd. Euro zu beheben, ohne z. B. die Erbschaftsteuer zu erh&ouml;hen. Deshalb geraten jetzt &Ouml;ffentlich-private Partnerschaften (&Ouml;PP) wieder in den Fokus. Durch sie k&ouml;nne der Bund angeblich Investitionen zun&auml;chst ohne Kreditaufnahme finanzieren. Faktisch werden bei &Ouml;PP aber sowohl der private wie der &ouml;ffentliche Finanzierungsanteil der Staatsschuld zugerechnet. Und mittelfristig belasten &Ouml;PP die &ouml;ffentlichen Haushalte meist st&auml;rker als eine direkte &ouml;ffentliche Finanzierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150227_08_2015_klartext_investitionen_gerecht_finanzieren.pdf\">DGB Klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mali: Bundestag weitet Bundeswehr-Einsatz aus<\/strong><br>\nBis zu 350 deutsche Soldaten sollen k&uuml;nftig die malischen Streitkr&auml;fte f&uuml;r den Kampf gegen islamistische Rebellen trainieren. Das hat der Bundestag nun beschlossen &ndash; mit riesiger Mehrheit.<br>\nDer Bundestag hat den Ausbildungseinsatz der Bundeswehr im westafrikanischen Mali ausgeweitet. Statt der bisher 250 sollen in den n&auml;chsten 15 Monaten bis zu 350 deutsche Soldaten die malischen Streitkr&auml;fte f&uuml;r den Kampf gegen islamistische Rebellen trainieren. Das beschloss das Parlament am Donnerstag mit 89 Prozent der abgegebenen Stimmen.<br>\nIm August wird die Bundeswehr das Kommando &uuml;ber die EU-Mission &uuml;bernehmen, die seit Februar 2013 l&auml;uft. Damals war der Vormarsch islamistischer Terroristen im Norden des W&uuml;stenstaates durch eine franz&ouml;sische Milit&auml;rintervention gestoppt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/mali-bundestag-weitet-bundeswehr-einsatz-aus-a-1020729.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Salafisten und die Mobster<\/strong><br>\nSalafisten und IS-Anh&auml;nger im Lande scheinen dem deutschen Angstb&uuml;rger Best&auml;tigung zu geben. Ja, es gibt muslimische Mitb&uuml;rger, die sich in eine Parallelgesellschaft zur&uuml;ckziehen. Die sich abwenden von dem Kulturraum, in dem sie aufgewachsen sind. Ob sie diese Wahl aus freien St&uuml;cken treffen, ist eine v&ouml;llig andere Frage. Welche Wahl hat man, wenn man fast sein gesamtes Leben lang diskriminiert wird und als Vertreter eines &raquo;minderen Volkes&laquo; z&auml;hlt? Wenn man &raquo;Eseltreiber&laquo; und &raquo;K&uuml;mmel&laquo; genannt wird und ganz genau merkt, dass man auf &raquo;anst&auml;ndigen Wegen&laquo; wohl nie zu einer sozialen Stellung kommen wird, die man sich f&uuml;r sich gew&uuml;nscht hat? Das ist der Rohstoff, aus dem man Parias macht. Und ein wenig erinnert die Situation der Muslime in Deutschland an die, die die Italiener vor vielen Jahrzehnten in den Vereinigten Staaten vorfanden.<br>\nDeutsche und irische Immigranten konnten Anfang des letzten Jahrhunderts vergleichsweise leicht in der neuen Gesellschaft Fu&szlig; fassen. Italiener hingegen galten als &raquo;mindere Rasse&laquo;. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts werden sie regelm&auml;&szlig;ig Opfer von Lynchmorden und rassistischen Verfolgungen. Vorurteile zwingen sie in schlecht bezahlte Arbeitsverh&auml;ltnisse. Sie werden M&uuml;ll- oder Lumpensammler, arbeiten auf dem Bau oder verdingen sich als Erdarbeiter. Obwohl gemessen am Bev&ouml;lkerungsanteil nur relativ wenige Italiener straff&auml;llig werden, gelten sie f&uuml;r die &raquo;White Anglo-Saxon Protestants&laquo; (WASP) als die geborenen Kriminellen. Hinter jedem Italiener wittern sie ein Mitglied der Mafia. Die gab es zu jener Zeit aber noch gar nicht als zentrale Verbrecherorganisation &uuml;ber dem Atlantik. Ihr Ruf aus Italien eilte ihnen voraus. Doch wo immer ein Italiener an einem Verbrechen teilnahm, glaubte man schon die ber&uuml;hmte Untergrundorganisation am Werk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/963151.die-salafisten-und-die-mobster.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Deutschland muss amerikanischem Deserteur wohl kein Asyl gew&auml;hren<\/strong><br>\nDer amerikanische Soldat Andre Shepherd desertierte 2007 und beantragte Asyl in Deutschland. Nach einer neuen Entscheidung des Europ&auml;ischen Gerichtshofs hat er aber nur geringe Chancen auf eine Anerkennung&hellip;<br>\nIn seinem Urteil stellt der EuGH zugunsten Shepherds fest, dass die Richtlinie nicht nur Kampftruppen, sondern auch Logistiker und andere nicht direkt an der Front eingesetzte Soldaten sch&uuml;tze. Auch m&uuml;ssten nicht zwingend bereits Kriegsverbrechen begangen worden sein. Es reiche aus, dass sie &bdquo;mit hoher Wahrscheinlichkeit&ldquo; begangen w&uuml;rden.<br>\nInsgesamt spricht die Auslegung der Richter jedoch gegen ein Asyl f&uuml;r Shepherd. So sei bei einem Milit&auml;reinsatz auf Grundlage einer Resolution des UN-Sicherheitsrates gew&auml;hrleistet, dass dabei keine Kriegsverbrechen begangen w&uuml;rden. Dies gelte grunds&auml;tzlich auch f&uuml;r Eins&auml;tze, &bdquo;&uuml;ber die ein internationaler Konsens besteht&ldquo;, urteilten die Richter. Die Vereinigten Staaten waren 2003 an der Spitze einer &bdquo;Koalition der Willigen&ldquo; aus zahlreichen Staaten in den Irak-Krieg gezogen.<br>\nZudem nannte es der Gerichtshof wenig plausibel, dass Soldaten eines Staates zu Kriegsverbrechen veranlasst w&uuml;rden, der eben solche Verbrechen unter Strafe gestellt habe und dessen Gerichte diese auch ahndeten. Die Richter wiesen auch darauf hin, dass Shepherd sich nicht nur 2003 freiwillig bei der Armee verpflichtete, als der Irak-Krieg bereits lief, sondern dass er seine Dienstzeit nach dem ersten Einsatz im Irak sogar noch verl&auml;ngerte. Ein Asyl Shepherds in Deutschland h&auml;tte das durch die NSA-Aff&auml;re ohnehin belastete Verh&auml;ltnis zu den Vereinigten Staaten weiter strapaziert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/laut-eugh-muss-deutschland-andre-shepherd-kein-asyl-gewaehren-13451548.html\">FAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/curia.europa.eu\/jcms\/upload\/docs\/application\/pdf\/2015-02\/cp150020de.pdf\">Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bedenklich an diesem Urteil ist u.a. die Annahme des Gerichts, dass bei der milit&auml;rischen Intervention  nicht einmal ein Mandat des Sicherheitsrates verlangt wird, sondern dass eine &bdquo;Koalition der Willigen&ldquo; (ein Konsens der internationalen Gemeinschaft) schon als einer der Ausschlussgr&uuml;nde f&uuml;r eine Verfolgung im Sinne des Asylrechts genannt werden. <\/em><br>\n<em>Der Irakkrieg ab 2003 war eine v&ouml;lkerrechtswidrige Invasion unterst&uuml;tzt von einer &bdquo;Pseudo&ldquo;-Koalition der Willigen.<\/em><br>\n<em>Es kam zweifellos zu Kriegsverbrechen (Verst&ouml;&szlig;e gegen die Genfer Konvention), siehe z.B. den Abu-Ghuraib-Folterskandal.<\/em><br>\n<em>Einige Beteiligte wurden  zwar von Milit&auml;rgerichten verurteilt, doch mussten sie bei weitem nicht die Dauer ihrer Haftstrafen absitzen. Aufgedeckt wurde dieser Skandal nicht durch die Armee oder durch die Milit&auml;rjustiz, sondern durch die Presse.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passt: Das schwarze Loch am Homan Square<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Dem britischen Guardian zufolge unterh&auml;lt die Polizei von Chicago eine geheime Einrichtung, in der Terrorverd&auml;chtige widerrechtlich festgehalten und gefoltert werden.<\/li>\n<li>In kleinerem Ma&szlig;stab entspreche die Einrichtung den sogenannten &ldquo;Black Sites&rdquo;, geheimen Gef&auml;ngnissen, die die CIA zur Terrorbek&auml;mpfung unter anderem im Irak und in Guantanamo unterhalte.<\/li>\n<li>Die Polizei von Chicago dementiert die Vorw&uuml;rfe.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/terrorismusbekaempfung-in-den-usa-das-schwarze-loch-am-homan-square-1.2367844%20\">SZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Parallelen von faschistischer und neoliberaler Wissenschaftsorganisation<\/strong><br>\nDie aktuellen Debatten um die Umsetzung des sogenannten Bolognaprozesses an den europ&auml;ischen, damit auch an den deutschen Hochschulen, um Exzellenzcluster, Wettbewerbsf&auml;higkeit und employability schlagen ein weiteres Kapitel in der Jahrhunderte alten Auseinandersetzung um Sinn und Zweck von Institutionen h&ouml;herer Bildung auf. Sie fand in der Bundesrepublik Deutschland zuletzt vor etwa drei&szlig;ig Jahren statt, als es im Rahmen der sogenannten &ldquo;Finalisierungsdebatte&rdquo; um die gesellschaftspolitische Frage ging, ob und in welchem Ausma&szlig; die Wissenschaften ihr Tun gesellschaftspolitisch zu verantworten h&auml;tten &ndash; so, dass ihre Ergebnisse einen nachpr&uuml;fbaren Beitrag zur Behebung der Miserabilit&auml;t menschlicher Verh&auml;ltnisse liefern k&ouml;nnten. Diese damals von &ldquo;links&rdquo; angeregte und von konservativer Seite w&uuml;tend bestrittene Debatte wurde Mitte der 1990er Jahre mit politisch entgegengesetztem Vorzeichen, diesmal von &ldquo;rechts&rdquo; wieder aufgenommen &ndash; seither geht es weniger um die direkte Verantwortung der Wissenschaften f&uuml;r die Verbesserung menschlicher Lebensverh&auml;ltnisse als um die Frage ihrer eigenen Wirtschaftlichkeit und ihres Beitrages f&uuml;r die Wirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/32307\">Micha Brumlik in FORUM Wissenschaft via Linksnet<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Micha Brumlik arbeitet Parallelen zwischen der faschistischen Universit&auml;t, die am heideggerschen Begriff &ldquo;Wissensdienst&rdquo; festgemacht wird, und den zwar durchaus unterschiedlichen, aber letztlich betriebswirtschaftlich gesteuerten heutigen deutschen und amerikanischen Universit&auml;ten heraus. Und kommt dann zu dem etwas &uuml;berraschenden, leider nicht n&auml;her ausgef&uuml;hrten, Schluss, &ldquo;dass das vermeintlich veraltete, im sp&auml;ten achtzehnten Jahrhundert entwickelte und auf den Begriff gebrachte, geistesaristokratische Modell einer Wissenschaftsrepublik inter pares jedenfalls dem Gedanken einer Bildung durch Wissenschaft n&auml;her steht als Vorstellungen h&ouml;herer Bildung, die sie als &ldquo;Dienst&rdquo; oder heute eben &ldquo;Service&rdquo; an der volkswirtschaftlichen Weiterentwicklung verstehen.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;American Sniper&rdquo;: Ein Cowboy, der mit sich selbst Krieg f&uuml;hrt<\/strong><br>\nClint Eastwoods Irak-Drama wurde in den USA heftig diskutiert und dann im Kino zum Sensationserfolg. Dabei ist Bradley Coopers Scharfsch&uuml;tze ein typischer Eastwood-Held: ein konservativer Einzelg&auml;nger, der f&uuml;r das Gute k&auml;mpft ..<br>\nAn dieser Darstellung des Helden, der im Februar 2013 daheim in Texas erschossen wurde &ndash; Kyles M&ouml;rder Eddie Ray Routh, ein weiterer Veteran, wurde am Dienstag zu lebenslanger Haft verurteilt -, kann man sich aus mehreren Gr&uuml;nden sto&szlig;en. Weder entwickelt Eastwoods Film eine Vorstellung von den Grauzonen des Krieges, von den moralischen Abweichungen und der Gewalt, die auch in den Reihen der Amerikaner grassierte. Noch mag die Figur des Films mit dem realen, allem Anschein nach wesentlich fanatischeren Kyle allzu viele &Uuml;bereinstimmungen besitzen: Der echte prahlte etwa damit, nach dem Hurrikan Katrina erfolgreich auf Menschenjagd gegangen zu sein.<br>\nAmerican Sniper wurde dennoch (oder gerade deshalb) zum kulturellen Ph&auml;nomen: In den USA gab es erregte Debatten um die angeblich agitatorische Seite des Films, seine Geschichtsverf&auml;lschungen auf der einen sowie Verteidigungsreden f&uuml;r den Patrioten Kyle auf der anderen Seite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000012168037\/American-Sniper-Ein-Cowboy-der-mit-sich-selbst-Krieg-fuehrt\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung E.J.:<\/strong> Es mag ja sein, dass man sich einen Film angeschaut haben sollte, um &uuml;ber ihn &ndash; zumal &ouml;ffentlich &ndash; zu sprechen. Manchmal will man sich einen Film jedoch gar nicht erst anschauen und will gerade deshalb dar&uuml;ber sprechen will. Nein, ich will mir American Sniper, &uuml;ber die Ausschnitte hinaus, die ich im Fernsehen gesehen habe,  nicht anschauen. Das Drehbuch und die Story kenne ich n&auml;mlich schon zur Gen&uuml;ge.<\/em><br>\n<em>Es ist das Drehbuch unz&auml;hliger uns&auml;glicher Hollywoodwestern, in denen die Indianer als Bedrohung der unschuldigen wei&szlig;en Siedler geradezu massenweise niedergemetzelt werden und den Zuschauer dabei ein heimeliges Gef&uuml;hl beschleicht: Zivilisation gerettet!<\/em><br>\n<em>Zumeist wird die Rettung von einem rauen Westernheld gemanagt, der zwar nicht ganz stubenrein, daf&uuml;r aber unheimlich stark an der Waffe ist, weshalb ein erheblicher Anteil der Metzelei auf sein Konto geht.<\/em><br>\n<em>Dieses alte Rezept hat Clint Eastwood jetzt wieder aufgebr&uuml;ht und weil wir im Zeitalter des Hyperrealismus leben in zahlreiche Einzelerschie&szlig;ungen, die alle dem beschriebenen moralischen Muster folgen, aufgeteilt.<\/em><br>\n<em>Die lustige Pointe des Films ist, dass f&uuml;r den Helden in Eastwoods Film die Indianer &ndash; Iraker sind. Und die unschuldigen Siedler sind seine ohne ihn schutzlosen Kriegskameraden in einem &ndash; zuf&auml;llig &ndash; fremden Land. (Von der richtigen Seite aus betrachtet ist &uuml;berall wilder Westen)<\/em><br>\n<em>Womit wir beim eigentlichen Grund w&auml;ren, warum ich diesen Film nicht sehen werde.<\/em><br>\n<em>Zunehmend n&auml;mlich beschleicht mich das Gef&uuml;hl, dass wir uns auch in der politischen Wirklichkeit in einem schlechten Western befinden. St&auml;ndig werde ich neuerdings in den Medien gefragt, ob ich lieber Cowboy oder Indianer sein will. Das eine sind die Retter der Zivilisation, das andere ihre Gegner.<\/em><br>\n<em>Wenn es sein muss, schie&szlig;en die Retter  alle Gegner tot. Und zwar &uuml;berall. So einen Sch&hellip; muss ich mir nicht auch noch im Kino antun.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zum Tode von Fritz J. Raddatz: Tageb&uuml;cher 1982-2001<\/strong><br>\nStatt eines Nachrufs <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8025\">eine Rezension von Petra Frerichs<\/a>\n<p><strong>Dazu: F&uuml;r wie dumm h&auml;lt Frau Merkel ihr Volk?<\/strong><br>\nDie Worte der Kanzlerin sind linkisch, hilflos und fahrl&auml;ssig &ndash; der Sprachkritiker Fritz J. Raddatz &uuml;ber die, nun ja, Redekunst der deutschen Regierungschefin Angela Merkel.<br>\n&ldquo;In diesem Sinne verpflichtet der Nobelpreis unsere politische Generation dazu, gemeinsam daf&uuml;r zu sorgen, dass Europa sein gro&szlig;es Friedens- und Wohlstandsversprechen auch in Zukunft halten kann.&rdquo;<br>\nGenau genommen ist das eine Ungeheuerlichkeit. Da wird mit einem gigantischen Phrasen-Radiergummi die soziale Gerechtigkeit schlichtweg weggewischt. 55,9 Prozent Jugendarbeitslosigkeit in Spanien; Griechenland und Portugal wie Travens &ldquo;Totenschiff&rdquo; am Untergang entlangsegelnd. Insgesamt 5,5 Millionen Arbeitslose unter 25 Jahren in der EU. Die Realit&auml;t wird einfach ausgeblendet, es wird &uuml;ber sie hinwegbeg&ouml;scht &ndash; wom&ouml;glich in der Hoffnung auf Self-fulfilling prophecies? F&uuml;r wie dumm h&auml;lt die Kanzlerin ihr Volk?<br>\nDie arme Sprache unserer ja gewiss und trotz allem erfolgreichen Regierungschefin ist nicht l&auml;ssig; sie ist fahrl&auml;ssig. Dieses Polit-Abrakadabra macht Menschen misstrauisch gegen das Gesagte &ndash; selbst, wenn die Inhalte manchmal stimmen. Siegfried Jacobsohn, der h&ouml;chst stilempfindliche Herausgeber der legend&auml;ren &ldquo;Weltb&uuml;hne&rdquo;, war gelegentlich irritiert vom Geschwurbel seines prominenten Mitarbeiters Kurt Tucholsky. Der antwortete auf dessen Vorhaltungen &uuml;ber allzu Gedrechseltes mit &ldquo;Ich wollte nur sagen &hellip;&rdquo; Darauf kam ein b&uuml;ndiges &ldquo;Dann sag&rsquo;s.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/rhetorikanalyse-fuer-wie-dumm-haelt-frau-merkel-ihr-volk-2050936.html\">stern.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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