{"id":25233,"date":"2015-02-27T17:16:39","date_gmt":"2015-02-27T16:16:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233"},"modified":"2015-11-09T15:19:16","modified_gmt":"2015-11-09T14:19:16","slug":"hinweise-des-tages-ii-187","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h02\">Europa tickt deutsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h03\">Wirtschaftsboom: Deutscher Staat schafft Milliarden&uuml;berschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h04\">Verdacht auf Prozessbetrug: Deutsche-Bank-Chef Fitschen muss vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h05\">Steueraff&auml;re um Commerzbank erreicht auch die Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h06\">McDonald&rsquo;s soll Milliarden am Fiskus vorbeigelenkt haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h07\">Der Abschluss der IG-Metall: Warum kann selbst eine Gewerkschaft nicht einfach die einfache Wahrheit sagen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h08\">Die Leiharbeit boomt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h09\">Zentralasien, Region unter Einfluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h10\">Protest gegen Bundeswehr-Schulbesuche: Kritisches Nachfragen unerw&uuml;nscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h11\">Elektronische Gesundheitskarte und E-Health-Gesetz: Ist die Angst berechtigt, dass Gesundheitsdaten missbraucht werden k&ouml;nnen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h12\">Initiative gegen Total&uuml;berwachung &ndash; Veranstaltung am 20. M&auml;rz 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h13\">Paul Krugman: Wissen ist nicht Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h14\">Die korrupten Eliten sind schuld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h15\">Schule muss anders mit armen Kindern umgehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h16\">&ldquo;Ankl&auml;ger sind Beklagte geworden&rdquo;: Roland Tichy zum Pressekodex der Dax-Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233#h17\">Buchrezension &ldquo;Russland verstehen&rdquo; Mit Feuer geschrieben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25233&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Alternative zur Alternativlosigkeit<\/strong><br>\n&ldquo;Bescheidener Vorschlag zur L&ouml;sung der Eurokrise&rdquo; hei&szlig;t das Buch, das Griechenlands Finanzminister Varoufakis einst geschrieben hat. Nun ist es es in aktualisierter Fassung auf Deutsch erschienen&hellip;<br>\nDer fr&uuml;here Wirtschaftsprofessor Yanis Varoufakis hat das Buch mit zwei weiteren &Ouml;konomen verfasst, dem Briten Stuart Holland, einst Berater von Europa-Politiker Jacques Delors, und dem US-Amerikaner James K. Galbraith. Das Buch basiert auf Ideen, die die Autoren erstmals 2010 entwickelt und seitdem immer wieder aktualisiert haben. Das Vorwort der deutschen Ausgabe hat Varoufakis als Finanzminister verfasst &ndash; auf dem R&uuml;ckflug von einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen und Widersacher Wolfgang Sch&auml;uble&hellip;<br>\nF&uuml;r die Autoren entfaltet sich die Krise in der Eurozone &ldquo;auf vier miteinander verbundenen Feldern&rdquo;: Bankenkrise, Schuldenkrise, Investitionskrise und soziale Krise. Auf die Analyse folgt jeweils ein konkreter Vorschlag.<br>\nDie vor kurzem teilweise in Kraft getretene Bankenunion halten Varoufakis und seine Ko-Autoren f&uuml;r kontraproduktiv, weil &ldquo;die Mitgliedstaaten f&uuml;r garantierte Einlagen b&uuml;rgen, ohne wirtschaftlich dazu in der Lage zu sein&rdquo;. Sie schlagen daher vor, in Schieflage geratene Banken mit Hilfe des permanenten europ&auml;ischen Rettungsschirms ESM und der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) zu sanieren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/alternative-zur-alternativlosigkeit\/a-18283461\">Deutsche Welle<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;uble &ldquo;fassungslos&rdquo; &uuml;ber Varoufakis<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) &auml;u&szlig;erte sich in einer Sondersitzung der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion &ldquo;fassungslos&rdquo; &uuml;ber die j&uuml;ngsten &Auml;u&szlig;erungen seines griechischen Amtskollegen Giannis Varoufakis.<br>\nEr k&ouml;nne nicht erkennen, dass Varoufakis etwas tue, &ldquo;um uns das Leben leichter zu machen&rdquo;, zitieren Teilnehmer der Sitzung Sch&auml;uble. &ldquo;Wenn die Griechen gegen die Absprachen versto&szlig;en, dann sind diese hinf&auml;llig.&rdquo; Die Griechen w&uuml;rden mit F&uuml;&szlig;en auf der Solidarit&auml;t der Europ&auml;er herumtreten, wird Sch&auml;uble wiedergegeben.<br>\nVaroufakis hatte in einem Radio-Interview erneut einen Schuldenschnitt f&uuml;r sein Land gefordert &ndash; kurz nachdem die Euro-Finanzminister einer Reformliste der griechischen Regierung zugestimmt hatten. Zudem erschien in der franz&ouml;sischen Satirezeitschrift &ldquo;Charlie Hebdo&rdquo; ein Interview mit Varoufakis, in dem er Sch&auml;uble und seine europ&auml;ischen Amtskollegen warnt: &ldquo;Wenn Ihr denkt, Ihr tut gut daran, progressive Regierungen wie unsere zur Strecke zu bringen, dann macht Euch auf das Schlimmste gefasst.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/griechenland-hilfe-schaeuble-veraergert-ueber-varoufakis-a-1020622.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Dabei geht es Varoufakis nur um Aufrichtigkeit &ndash; und das noch vor der Bundestagsabstimmung &ndash; , die jetzige Schuldenquote  (fahrl&auml;ssig oder bewusst und schuldhaft von den Banken und ihren Regierungshelfern den Griechen aufgeladen (siehe den auch diesbez&uuml;glich sehr informativen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=E6aNwBwEm6U\">Arte-Beitrag von Harald Schumann<\/a>) kann &ndash; &auml;hnlich wie die Deutschen nach dem ersten Weltkrieg (nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Schuldenproblem f&uuml;r Deutschland von der &ldquo;Londoner Schuldenkonferenz 1953 gel&ouml;st) nie zur&uuml;ckgezahlt werden!<\/em><br>\n<em>Griechenland ist einfach pleite.<\/em><br>\n<em>Und Sch&auml;uble geht es darum das L&uuml;genm&auml;rchen von den b&ouml;sen Griechen aufrechtzuerhalten, die jetzt eben doch zahlen m&uuml;ssen&hellip;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Ist das Journalismus oder kann das weg?&ldquo;<\/strong><br>\nDie &bdquo;Bild&ldquo;-Selfie-Aktion geho&#776;rt zum Gescha&#776;ftsmodell des Springer-Blattes wie das Feuer zur Ho&#776;lle. Seit fu&#776;nf Jahren fa&#776;hrt &bdquo;Bild&ldquo; eine Kampagne gegen die &bdquo;faulen und korrupten Pleite-Griechen&ldquo; mit immer wieder neuen Aktionen und Gags, die alle mit Journalismus nichts, aber auch gar nichts zu tun haben. Und was macht die deutsche Journalistenbranche? Im Mai 2011 meldet &bdquo;Bild&ldquo;: &bdquo;Riesen-Lob fu&#776;r die BILD-Berichterstattung u&#776;ber die Griechenland-Schuldenkrise&ldquo;, zwei ihrer Redakteure bekamen den Herbert-Quandt-Medienpreis zugesprochen. Im Februar 2015 hebt der Vorsitzende des Journalistenverbandes wegen der Selfie-Aktion mahnend die Stimme, hier sei die Grenze zur politischen Kampagne u&#776;berschritten. Guten Morgen, Herr Konken!.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bild-studie.de\/upload\/pdf\/2015_27_02_PM_Bild.pdf\">Otto Brenner Stiftung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europa tickt deutsch<\/strong><br>\nEine derartige Pr&auml;senz hat die Bundeskanzlerin in den bald zehn Jahren ihrer Regentschaft noch nicht erlebt: erst ihr engagierter Versuch der Beilegung der Ukrainekrise, dann der Poker mit der neugew&auml;hlten Regierung von Alexis Tsipras um einen Schuldennachlass und den Verbleib Griechenlands in der Eurozone. Kein Zweifel: Angela Merkel ist die dominierende Figur der Europ&auml;ischen Union. Umso mehr taucht bei vielen B&uuml;rgern, aber auch Staaten die argw&ouml;hnische Frage auf: Wer regiert heute die EU?<br>\nEigentlich wollte Jean-Claude Juncker mit seiner neuen EU-Kommission Berlin ja die F&uuml;hrung streitig machen. Juncker konzipierte sie bewusst als &bdquo;politische Kommission&ldquo;, die vor allem in der Wirtschaftspolitik den Ton angeben soll. Mit der Ank&uuml;ndigung eines milliardenschweren Investitionsprogramms setzte er schon in den ersten hundert Tagen eine erste Marke gegen den Merkelschen Austerit&auml;tskurs. Doch so sehr Juncker seinen politischen Gestaltungswillen betont, so sehr ist er sich auch der Grenzen seiner Macht bewusst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/maerz\/europa-tickt-deutsch\">Eric Bonse in den Bl&auml;ttern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wirtschaftsboom: Deutscher Staat schafft Milliarden&uuml;berschuss<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft ist 2014 st&auml;rker gewachsen als erwartet &ndash; und hat dem Staat ein sattes Haushaltsplus beschert. Insgesamt nahmen Bund, L&auml;nder, Kommunen und Sozialversicherung 18 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. [&hellip;]<br>\nDer Bund erzielte mit 11,4 Milliarden Euro den gr&ouml;&szlig;ten &Uuml;berschuss. 2013 hatte noch ein Defizit von 4,5 Milliarden Euro zu Buche geschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutsche-wirtschaft-waechst-staerker-als-erwartet-a-1020126.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Deutschland profitiert von der Eurokrise. Der Bund hat einen &Uuml;berschuss von 11,4 Mrd. Euro realisiert. Zu bedenken ist aber, dass gleichzeitig die Zinslast erneut von 32 auf 24 Mrd. Euro in 2014 gesunken ist. Das war nur m&ouml;glich, weil Finanzminister Sch&auml;uble l&auml;nger laufende Anleihen zu historisch g&uuml;nstigen Konditionen am Kapitalmarkt platzieren konnte. Dies ist wiederum die Folge einer lockeren Geldpolitik seitens der EZB, die gerade von Deutschland aus immer wieder kritisiert wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Verdacht auf Prozessbetrug: Deutsche-Bank-Chef Fitschen muss vor Gericht<\/strong><br>\nJetzt wird es ernst: Deutsche-Bank-Co-Chef J&uuml;rgen Fitschen steht ab Ende April wegen mutma&szlig;lichen Prozessbetrugs vor Gericht. Das M&uuml;nchner Landgericht will nach SPIEGEL-Informationen die Klage der Staatsanwaltschaft wohl zulassen.<br>\nDie f&uuml;nf Manager sollen im Verfahren um die Pleite des Kirch-Medienimperiums falsch ausgesagt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-co-chef-juergen-fitschen-muss-vor-gericht-a-1020730.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steueraff&auml;re um Commerzbank erreicht auch die Bundesregierung<\/strong><br>\nZuvor hatten die Gr&uuml;nen die Regierung f&uuml;r die angebliche Unterst&uuml;tzung der Bank von Kunden, die ihr Verm&ouml;gen vor dem Fiskus verstecken wollten, mitverantwortlich gemacht. &ldquo;Es dr&auml;ngt sich die Frage auf, was eigentlich die Vertreter der Bundesregierung im Aufsichtsrat gemacht haben&rdquo;, fragten Fraktionschef Anton Hofreiter und sein Fraktionskollege Gerhard Schick in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung. &ldquo;Der Bund ist Gro&szlig;aktion&auml;r der Commerzbank und hat damit eine besondere Verantwortung&rdquo;, argumentierten die beiden. Die liege in der Bundesregierung bei Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble. &ldquo;Er muss bei der Commerzbank f&uuml;r Ordnung sorgen&rdquo;, sagten die beiden Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/domesticNews\/idDEKBN0LU1PY20150226%20\">Reuters<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kriminell in Luxemburg<\/strong><br>\nDie Steuerflucht ist ein Auslaufmodell. Sie wird von der legalen &bdquo;Steuergestaltung&ldquo; ersetzt. Dadurch entgehen dem deutschen Fiskus j&auml;hrlich Milliarden.Steuers&uuml;nder haben es jetzt schwer. Immerzu sind neue CDs unterwegs, auf denen ihre Straftaten verzeichnet sind. Der j&uuml;ngste Fall ist ein Datensatz, der Briefkastenfirmen in Panama verzeichnet &ndash; vermittelt unter anderem durch die Commerzbank.<br>\nEs ist ironisch: Die weltweite Steuerflucht w&auml;re ohne Computer nicht denkbar, ist aber genau deswegen so gef&auml;hrlich. Deutsche Steuers&uuml;nder wollen ja nicht in Panama leben, sondern nur per Mausklick einen Server ansteuern. Aber dieser Klick hinterl&auml;sst eine Datenspur, und irgendein Bankangestellter mit Geldbedarf findet sich immer, der die Konteninformationen an den Fiksus verkauft.<br>\nDie simple, kriminelle Steuerflucht ist ein Auslaufmodell, denn die Datenlecks werden st&auml;ndig gr&ouml;&szlig;er &ndash; und sind f&uuml;r die Banken nicht mehr beherrschbar. Allerdings ist dies kein gro&szlig;er Trost, denn l&auml;ngst gibt es Ersatz: die legale &bdquo;Steuergestaltung&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Steuerskandale\/!155438\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>McDonald&rsquo;s soll Milliarden am Fiskus vorbeigelenkt haben<\/strong><br>\nDie Fastfood-Kette McDonald&rsquo;s soll den EU-Staaten durch Steuertricks mehr als eine Milliarde Euro vorenthalten haben. Das Unternehmen habe durch sogenannte Steueroptimierung zwischen 2009 und 2013 Zahlungen von 1,05 Milliarden Euro vermieden, erkl&auml;rten drei internationale Gewerkschaftsverb&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/wirtschaft\/unternehmen\/id_73065668\/steuerflucht-angeprangert-mcdonald-s-soll-milliarden-am-fiskus-vorbeigelenkt-haben.html\">AFP via T-Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Abschluss der IG-Metall: Warum kann selbst eine Gewerkschaft nicht einfach die einfache Wahrheit sagen?<\/strong><br>\nW&uuml;rde man heute eine Umfrage unter der deutschen Bev&ouml;lkerung machen, um wie viel die L&ouml;hne in der Metallindustrie in diesem Jahr steigen, 90 Prozent w&uuml;rden sicher sagen: um 3,4 Prozent.<br>\nStimmt leider nicht so ganz. Bei Prozentrechnungen muss man immer dazu sagen, auf was man sich genau bezieht, und bei Tarifabschl&uuml;ssen ist es wichtig, auf 12 Monate zu rechnen, weil man ihn sonst nicht gut vergleichen kann etwa mit dem j&auml;hrlichen Wachstum der Produktivit&auml;t oder der j&auml;hrlichen Inflationsrate. Also: Die L&ouml;hne in der Metallindustrie steigen ab dem 1. April um 3,4 Prozent, und die Laufzeit des Vertrages betr&auml;gt in der Tat von da ab zw&ouml;lf Monate. H&ouml;rt sich so an, als ob auch auf das Jahr gerechnet 3,4 Prozent herausk&auml;men. Was aber bei den meisten Meldungen ganz verschwiegen und bei anderen nur hingenuschelt wurde, ist die Tatsache, dass der Abschluss schon vom 1. Januar dieses Jahres an gilt.<br>\nDas sind dann 15 Monate und 3,4 Prozent auf 15 Monate macht genau 2,72 Prozent auf zw&ouml;lf Monate (3,4 geteilt durch 15 und multipliziert mit 12).<br>\nDas ist der eigentliche Tarifabschluss: Die Tarifl&ouml;hne erh&ouml;hen sich nur um 2,72 Prozent. Dazu gibt es dann, gewisserma&szlig;en als Trostpflaster, 150 Euro als Einmalzahlung f&uuml;r die ersten drei Monate. Eine Einmalzahlung bedeutet aber nicht viel, weil sie ja gerade nicht in das Lohnniveau f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre eingeht. Alle die Faktoren, die mit einer Tariferh&ouml;hung ausgeglichen werden sollen, also die Produktivit&auml;tszunahme und die von den Unternehmen nach der Tarifrunde durchgesetzten Preissteigerungen, sind dagegen dauerhaft vorhanden.<br>\nDamit schlie&szlig;t die IG-Metall nach vielen Jahren exorbitant hoher Gewinnsteigerungen mit einer Lohnsteigerung ab, die genau 0,8 Prozentpunkte &uuml;ber der in Europa eigentlich angestrebten Preissteigerung von 1, 9 Prozent liegt. Unterstellt man realistischerweise, dass dieser Abschluss in anderen Branchen nicht einmal voll erreicht wird und dort, wo keine oder nur geringe Tarifbindung vorherrscht, wesentlich geringere Abschl&uuml;sse die Regel sein werden, muss man konstatieren, dass in Deutschland auch 2015 die L&ouml;hne nominal viel zu schwach steigen werden. Real wird ein bisschen was dabei herauskommen, aber nur, weil der Einmaleffekt der &Ouml;lpreisschw&auml;che und der europ&auml;ischen Lohnsenkungen das Preisniveau daran hindern, so stark zu steigen, wie es sinnvoll w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/der-abschluss-der-ig-metall-warum-kann-selbst-eine-gewerkschaft-nicht-einfach-die-einfache-wahrheit-sagen\/%20\">Flassbeck Economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Leiharbeit boomt<\/strong><br>\nRund ein Drittel der Erwerbslosen, die durch Vermittlung der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit eine neue Stelle bekommen, landet in der Leiharbeit. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Gr&uuml;nen im Bundestag hervor. Nach Auswertung der Zahlen des vorigen Jahres habe die Agentur rund 262 000 Erwerbslose in Arbeit vermittelt &ndash; 81 000 in Leiharbeit. Das ist fast ein Drittel.<br>\nDie Bundestagsabgeordnete Beate M&uuml;ller-Gemmeke findet das &bdquo;nicht akzeptabel&ldquo;. Sie weist darauf  hin, dass die Leiharbeitsbranche nur einen Anteil von 2,6 Prozent an der Gesamtbesch&auml;ftigung habe. &bdquo;Besonders kritikw&uuml;rdig&ldquo; findet die Sprecherin f&uuml;r Arbeitnehmerrechte, dass 65 Prozent der auf diese Weise Vermittelten zuvor nicht einmal ein Jahr arbeitslos waren. Sie h&auml;tten also keine &bdquo;Vermittlungshemmnisse&ldquo; und brauchten keine &bdquo;Br&uuml;cke&ldquo; in den ersten Arbeitsmarkt, kritisiert die Politikerin. M&uuml;ller-Gemmeke: &bdquo;Die Leiharbeit versperrt diesen Menschen den direkten Weg in Arbeit, zumal Leiharbeitskr&auml;fte h&auml;ufig nach relativ kurzer Zeit wieder arbeitslos werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/leiharbeit-arbeitslosenzahlen-die-leiharbeit-boomt,1473632,29975392.html%20\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zentralasien, Region unter Einfluss<\/strong><br>\nIn den ehemaligen Sowjetrepubliken von Astana bis Aschkabad verliert Russland an Einfluss &ndash; trotz der angestrebten Wirtschaftsunion. Daf&uuml;r wird China immer wichtiger &ndash; als Handelspartner, Energieabnehmer und Investor.<br>\n&hellip; F&uuml;r Tadschikistan, Kirgisien und Turkmenistan ist China inzwischen der wichtigste Handelspartner, f&uuml;r Usbekistan und Kasachstan ist es der zweitwichtigste (nach Russland). Die zweitgr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsmacht der Welt verst&auml;rkt ihr Engagement in der Region auf beeindruckende Weise. Im September 2013 unterzeichnete Staatspr&auml;sident Xi Jinping im Lauf einer zehnt&auml;gigen Rundreise Handels- und Kreditvertr&auml;ge im Wert von rund 50 Milliarden Dollar. Die chinesischen Gasimporte aus Turkmenistan sollen in Zukunft auf 65 Milliarden Kubikmeter pro Jahr ansteigen. Mit Kasachstan vereinbarte Xi Jinping eine Beteiligung von 8,33 Prozent an dem riesigen Kaschagan-&Ouml;lfeld im Kaspischen Meer, und er k&uuml;ndigte den Bau einer &Ouml;lraffinerie durch den chinesischen Staatskonzern CNPN an. Vor diesem Hintergrund sind auch die chinesischen Infrastrukturinvestitionen zu sehen, die vor allem in Verkehrsprojekte flie&szlig;en. Die Strategie Pekings zielt auf ein &ldquo;pazifisches Hinterland&rdquo;, das Kellner als &ldquo;notwendige Voraussetzung f&uuml;r die Modernisierung und Machtentfaltung Chinas&rdquo; sieht. China h&auml;lt sich aus innenpolitischen Fragen heraus, um den Verdacht, kolonialistische Absichten zu verfolgen, erst gar nicht aufkommen zu lassen. Gest&uuml;tzt auf sein gro&szlig;es finanzielles Potenzial, ist es zu einem unumg&auml;nglichen Akteur in der Region geworden. &ldquo;Russland kann China in der Region nicht mehr Einhalt gebieten&rdquo;, meint der Chinaexperte Konstantin Siroiejkine vom Kasachischen Institut f&uuml;r strategische Studien (Kisi). Die Folge seien allerdings auch vermehrte Konflikte. Als Beispiel nennt Siroiejkine Chinas Gask&auml;ufe in Zentralasien. Mit denen hat sich Peking ein Instrument verschafft, &ldquo;um aus einer Position der St&auml;rke mit Moskau zu verhandeln&rdquo;, weil es die russischen Energielieferungen entsprechend reduzieren k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/12\/12.mondeText.artikel,a0036.idx,9\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die in diesem Artikel durchgef&uuml;hrten geopolitischen Gedankenspiele kann man als gedanklichen Einstieg in diese Region betrachten. R&eacute;gis Gent&eacute; l&auml;sst viele M&ouml;glichkeiten anklingen. Zuletzt ger&auml;t er etwas in Widerspruch zu seinen eigenen Ausf&uuml;hrungen, indem er Chokan Laumulin, einen aus Kasachstan stammenden Asienexperten am Cambridge Central Asia Forum in London zitiert: Der Konflikt zwischen Washington und Moskau, der sich unter anderem in der Ukrainekrise &auml;u&szlig;ert, k&ouml;nne dazu f&uuml;hren, &ldquo;dass sich Russland in die Tiefen Eurasiens zur&uuml;ckzieht&rdquo;. So sei es auch im 19. Jahrhundert geschehen, als sich Russland nach der Niederlage auf der Krim zur Eroberung Zentralasiens aufmachte. F&uuml;r den Fall, dass Russland &ldquo;die Ukraine verliert&rdquo;, k&ouml;nnte es &ldquo;erneut versuchen, seine Positionen tief im Herzen des eurasischen Kontinents, in Zentralasien zu konsolidieren&rdquo;. Und das k&ouml;nnte Washington im Grunde ganz recht sein, meint Laumulin. Kurz zuvor hat Gent&eacute; allerdings ausgef&uuml;hrt, dass &ldquo;Russland die Mittel zur Verwirklichung seiner Ambitionen&rdquo; abgingen.<\/em><br>\n<em>Es stehen dieser Region spannende Zeiten bevor. Hoffen wir, dass die europ&auml;ische Diplomatie vor Ort, unsere Regierungen zumindest gut informiert sind und Europa nicht wie in Syrien nur zuschauen kann, wenn eines dieser autorit&auml;ren Regime implodiert. Anlass k&ouml;nnt z.B. der Tod Nursultan Nasarbajew in Kasachstan sein. Eine Opposition existiert naturgem&auml;&szlig; nicht und der 74-J&auml;hrige hat keinen Nachfolger aufgebaut. Auf einem Forum der Jugendbewegung &ldquo;Naschi&rdquo; hat Wladimir Putin folgendes ausgef&uuml;hrt: &ldquo;Kasachstan, das ist der uns am n&auml;chsten stehende strategische Verb&uuml;ndete und Partner. Sie wissen, dass Nasarbajew ein sehr kompetenter F&uuml;hrer ist. Ich denke, im postsowjetischen Raum der kompetenteste. Er hat einen Staat aufgebaut, wo es vorher nie einen Staat gab. Die Kasachen hatten nie eine Staatlichkeit. Er hat sie geschaffen. Und da ist diese Idee eines eurasischen Raumes. Die Kasachen haben verstanden, dass dieser f&uuml;r sie von Vorteil ist, f&uuml;r die Entwicklung der Wirtschaft und um in der sogenannten gro&szlig;en russischen Welt zu bleiben, als Teil der Weltzivilisation.&rdquo; Dabei stehen im Falle einer schweren Krise die Chancen nicht schlecht, dass sich Kasachstan nach Russland orientiert. Der Journalist Lukpan Akhmedyarov geht davon aus, dass etwa 60 Prozent der Bev&ouml;lkerung Putin unterst&uuml;tzen w&uuml;rden &ndash; zum einen die russische Minderheit, aber auch viele Kasachen, die noch die Sowjetunion kennen. Vor allem aber sei Kasachstan im Einflussbereich der russischen Medien.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Protest gegen Bundeswehr-Schulbesuche: Kritisches Nachfragen unerw&uuml;nscht<\/strong><br>\nWeil er die Bundeswehr kritisierte, erhielt ein Sch&uuml;ler in Bamberg einen Verweis. Seine &bdquo;linksorientierte Gesinnung&ldquo; bedr&auml;nge andere, sagt sein Direktor. (&hellip;)<br>\nH. ist ein politischer Mensch. Ein Linker, der &ndash; wie das manche Linke eben so machen &ndash; aufschreit, wenn er eine Ungerechtigkeit entdeckt. Als der 17-J&auml;hrige meinte, sie selbst zu erfahren, sagte er der Tageszeitung Junge Welt, seine Schule habe versucht, ihn wegen seiner politischen Einstellung &bdquo;mundtot&ldquo; zu machen. Seitdem ist seine Stadt in Aufruhr, k&auml;mpft seine Schule um ihren Ruf und H. darum, nicht zu fliegen.<br>\nSchuld ist ein versch&auml;rfter Verweis, den H. von der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule in Bamberg bekommen hat und der der taz vorliegt. Darin wird ihm eine &bdquo;zweifelhaft linksorientierte Gesinnung&ldquo; attestiert, und er wird angehalten, &bdquo;&Auml;u&szlig;erungen bez&uuml;glich seiner extremistischen politischen Meinung zu unterlassen&ldquo;, sonst drohe die Entlassung. H. habe seine Meinung so &bdquo;beharrlich&ldquo; vertreten, dass sogar die Polizei gerufen werden musste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Protest-gegen-Bundeswehr-Schulbesuche\/!155262\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Elektronische Gesundheitskarte und E-Health-Gesetz: Ist die Angst berechtigt, dass Gesundheitsdaten missbraucht werden k&ouml;nnen?<\/strong><br>\nDie Angst, dass zentral gesammelte und elektronisch gespeicherte Daten &uuml;ber Krankheiten und ihre Behandlung missbraucht werden k&ouml;nnten, pr&auml;gt seit Jahren die Auseinandersetzung um die Einf&uuml;hrung der elektronischen Gesundheitskarte (eGk). Mehr als eine Million gesetzlich Versicherter hat noch immer keine eGk. Seit 1. Januar 2015 haben diese Krankenkassenmitglieder Stress mit ihrer Krankenkasse und in der Arztpraxis: Wer nicht im Besitz einer elektronischen Gesundheitskarte (eGk) ist, wird nicht oder erst nach l&auml;ngeren Auseinandersetzungen behandelt.<br>\nIst die Angst berechtigt, dass Gesundheitsdaten missbraucht werden k&ouml;nnen? Nein! &ndash; sagen Minister Gr&ouml;he, die Krankenkassen, die gematik (Gesellschaft f&uuml;r Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH) und die Unternehmen, die mit der Datenverarbeitung im Gesundheitswesen ihr Geld verdienen.<br>\nAber immer wieder gibt es Beispiele die zeigen, dass die Realit&auml;t anders ist. Zuletzt Anfang Februar 2015 wurde bekannt, dass die Datenbank der zweitgr&ouml;&szlig;ten Krankenversicherung in USA gehackt wurde. Daten von mehr als zehn Millionen Kunden (Namen, Geburtsdaten, Krankenversicherungsnummern, Sozialversicherungsnummern, Adressen, E-Mail-Adressen und Angaben zu L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern) wurden geklaut.<br>\nMit Gr&ouml;hes e-Health-Gesetz soll die zentralisierte Sammelei von Gesundheitsdaten weiter ausgebaut werden.<br>\nWas Minister Gr&ouml;he Mitte Januar 2015 als Gesetzentwurf vorlegte, sieht u. a. vor, dass die derzeit &uuml;ber 200 unterschiedlichen Datenverarbeitungssysteme im deutschen Gesundheitswesen mit einander vernetzt werden, damit potentiell alle, die im Gesundheitswesen t&auml;tig sind, darauf einen ungehinderten Zugriff haben. Datensch&uuml;tzer bewerten den Gesetzentwurf als einseitig zu Gunsten der wirtschaftlichen Interessen von Krankenkassen, Krankenh&auml;usern und Unternehmen Gesundheitsindustrie. Die Interessen der Patienten mit ihren Bed&uuml;rfnissen nach Vertraulichkeit ihrer intimsten Daten und w&uuml;rden dagegen missachtet; die &auml;rztliche Schweigepflicht &ndash; Grundlage eines vertrauens-vollen Verh&auml;ltnisses zwischen Arzt und Patient &ndash; werde durch gesetzliche und technische Regelungen ausgebremst. (&hellip;)<br>\nAufzeichnung einer Informationsveranstaltung am 20.02.2015 in Frankfurt am Main mit Jan Kuhlmann, Rechtsanwalt und IT-Entwickler aus Berlin.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.businesscrime.de\/elektronische-gesundheitskarte-und-e-health-gesetz-ist-die-angst-berechtigt-dass-gesundheitsdaten-missbraucht-werden-koennen\/\">Business Crime Control e.V.<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ddrm.de\/?p=3784\">dieDatensch&uuml;tzer Rhein-Main<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Initiative gegen Total&uuml;berwachung &ndash; Veranstaltung am 20. M&auml;rz 2015<\/strong><br>\nDie Diskussion &uuml;ber Datenschutz und Vorratsdatenspeicherung nimmt immer skurrilere Z&uuml;ge an. Wenn auf der einen Seite t&auml;glich immer neue Angriffe auf die Freiheitsrechte der B&uuml;rger durch die Geheimdienste und IT-Konzerne bekanntwerden, denen im &Uuml;brigen, soweit ersichtlich, nicht widersprochen werden, ist andererseits auff&auml;llig, mit welcher augenscheinlichen Hilflosigkeit sich die Bundesregierung in Schweigen h&uuml;llt oder &Auml;u&szlig;erungen verlautbart, die schlichtweg inakzeptabel sind.<br>\nSo hat unmittelbar nach dem Anschlag auf die Reaktion der Karikaturzeitschrift &bdquo;Charlie Hebdo&ldquo; der englische Premierminister David Cameron populistisch verlautbart, er beabsichtige, ein Gesetz einzubringen, wonach die Verschl&uuml;sselung der digitalen Kommunikation unter Strafe gestellt werden soll. Eilfertig hat sich auch der Bundesinnenminister de Maizi&egrave;re in gleicher Weise ge&auml;u&szlig;ert. Dabei muss man wissen, dass es in Gro&szlig;britannien schon seit langem eine Vorratsdatenspeicherung gibt, &uuml;brigens auch in Frankreich und D&auml;nemark. Von ihren Planungen auf Vorratsdatenspeicherung nehmen weder der Bundesinnenminister noch die Bundeskanzlerin Abstand. Sie gehen jetzt aber sogar einen Schritt weiter. Die B&uuml;rger sollen sich quasi selbst nackt ausziehen und damit ihre grundgesetzlich gesch&uuml;tzte Privatheit aufgeben.<br>\nDeswegen m&uuml;ssen jetzt die B&uuml;rger ihre Grundrechte und deren absoluten Schutz dringend einfordern, bevor die technische und gesetzliche Entwicklung uns alle &uuml;berrollt. Da die Politik augenscheinlich weder willens noch in der Lage ist, den B&uuml;rgern ausreichenden Schutz zu gew&auml;hren und zu verschaffen, m&uuml;ssen wieder B&uuml;rgerinitiativen her, um unsere Demokratie wehrhaft zu sch&uuml;tzen!<br>\nVeranstaltungshinweis: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150227_hinweiseiiwl.pdf\">Total&uuml;berwachung? Handeln statt jammern!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Paul Krugman: Wissen ist nicht Macht<\/strong><br>\nDieses Mal geht es um den Versuch, die nationale Debatte &uuml;ber die Ungleichheit in eine Diskussion u&#776;ber angebliche Probleme im Bildungswesen umzulenken.<br>\nUnd das ist eine Ausflucht, denn ganz gleich, was die ernsthaften Leute sich vielleicht gerne vormachen wollen, bei der wachsenden Ungleichheit geht es nicht um Bildung; Es geht um Macht.<br>\nUm eins klarzustellen: Ich bin fu&#776;r bessere Bildung. Bildung ist mir lieb und teuer. Und siesollte fu&#776;r alle zug&auml;nglich und erschwinglich sein. Aber ich erlebe immer wieder, dass Leute behaupten, Schw&auml;chen im Bildungssystem seien der Grund fu&#776;r den noch immer labilen Arbeitsmarkt, fu&#776;r die stagnierenden L&ouml;hne und fu&#776;r die wachsende Ungleichheit. Das klingt ernsthaft und durchdacht. Tats&auml;chlich aber steht diese Ansicht u&#776;berhaupt nicht im Einklang mit dem wirklichen Geschehen, ganz abgesehen davon, dass sie dazu dient, eine reale und unumg&auml;ngliche parteipolitische Auseinandersetzung zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/02\/23\/opinion\/paul-krugman-knowledge-isnt-power.html\">The New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die korrupten Eliten sind schuld<\/strong><br>\nWarum hat sich der halbe Irak f&uuml;r die Milizen des Islamischen Staats ge&ouml;ffnet, also f&uuml;r eine Gruppierung, die als eine der psychotischsten &uuml;berhaupt gilt? Wie konnte Boko Haram in Nordnigeria dauerhaft Fu&szlig; fassen? Warum werden die Al-Qaida-F&uuml;hrer im Jemen trotz der regelm&auml;&szlig;igen Drohnenangriffe einfach nicht weniger? Haben diese so unterschiedlichen L&auml;nder etwa etwas gemeinsam? &ndash; Allerdings: Sie alle haben eine endemisch korrupte Elite.<br>\nBei dieser Form der Korruption handelt es sich nicht um das leise Anzapfen von &ouml;ffentlichen Geldern. Diese Korruption bestiehlt die Menschen direkt &ndash; und jeden Tag. Wenn die Polizei einen Bus betritt, m&uuml;ssen die Mitfahrenden bar bezahlen oder sie riskieren, aus dem Fahrzeug gezerrt und zusammengeschlagen zu werden. M&uuml;ssen sie ihr Kind ins Krankenhaus bringen, sind sie gezwungen, daf&uuml;r zu bezahlen, um auch nur beachtet zu werden. Erst k&uuml;rzlich sprach ich mit einem Journalisten aus Usbekistan, der dar&uuml;ber nachdachte, sein Auto zu verkaufen, damit er den Weg zum College f&uuml;r seinen Sohn freikaufen k&ouml;nnte &ndash; obwohl dieser die Einstellungspr&uuml;fung mit Bestnoten bestanden hatte. Die Empf&auml;nger jener Bestechungsgelder stehen am unteren Ende der gesellschaftlichen Hierarchie und m&uuml;ssen bei ihrem Weg nach oben einen Gutteil ihrer Beute mit anderen &ldquo;teilen&rdquo;. Die ihnen &uuml;bergeordneten Regierungen aber sind am treffendsten nicht als solche, sondern als hoch effiziente kriminelle Organisationen beschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!154639\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sicherlich wird hier ein wichtiger Zusammenhang aufgezeigt und ist deswegen empfehlenswert, aber er kann nur eine Erkl&auml;rung unter anderen bieten. Erkl&auml;rungen haben dies naturgem&auml;&szlig; an sich. Bei den konkreten L&ouml;sungen wird es allerdings noch schwieriger. Wie schafft man es z.B. in klientelistischen, nach Clans oder St&auml;mmen organisierten Gesellschaften von au&szlig;en rechtsstaatliche Institutionen, die den Namen verdienen, zu bef&ouml;rdern? Indem man jeden Kontakt abbricht? Und haben wir nicht eben gelernt, dass es sinnvoller sein kann, autorit&auml;re, ja sogar brutale Regime wie im Irak, in Syrien, in Libyen zu belassen, ja zu unterst&uuml;tzen, da ihre Aufl&ouml;sung erst recht das Chaos gebiert? Vielleicht sollten wir uns in viel mehr Geduld &uuml;ben &ndash; nach dem Motto: Rom wurde auch nicht an einem Tage erbaut? Ein etwas ratloser Schreiberling.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schule muss anders mit armen Kindern umgehen<\/strong><br>\nIm Vergleich zu den vielf&auml;ltigen Wurzeln der weltweit eskalierenden Gewalt (Perspektivlosigkeit, Gettodasein, M&auml;nnlichkeitswahn etc.) scheint die Institution Schule nur eine geringe Rolle bei dieser Entwicklung zu spielen. Ihr kann au&szlig;erdem nicht vorgeworfen werden, f&uuml;r eine der Hauptursachen der Gewaltexzesse, d.h. f&uuml;r die Armut, verantwortlich zu sein.<br>\nSchule macht Kinder nicht arm, aber Schule muss mit armen Kindern umgehen. Von der Art dieses Umgangs h&auml;ngt ab, ob sie sich hinsichtlich der Auswirkungen von Armut als ausgleichende oder als verst&auml;rkende Instanz erweist.<br>\nIn unserem bislang hochselektiven Schulsystem stand die negativ verst&auml;rkende Funktion eindeutig im Vordergrund. Mittlerweile hat sich die Situation f&uuml;r die sog. benachteiligten Sch&uuml;ler erkennbar verbessert: teilweiser Abbau der Selektion bei gleichzeitiger Zunahme nachteilsausgleichender Angebote (k&uuml;nstlerische bzw. musische Aktivit&auml;ten, Verl&auml;ngerung der t&auml;glichen Schulzeit, unterrichtsbegleitende Patenschaften oder Durchf&uuml;hrung von Ma&szlig;nahmen zum Aggressionsabbau).<br>\nAllerdings werden die entsprechenden Angebote weder kontinuierlich noch fl&auml;chendeckend vorgehalten. Hinzu kommt, dass diese Bem&uuml;hungen in einem ansonsten &uuml;berwiegend nicht kindgem&auml;&szlig;en Umfeld angesiedelt sind und die darunter liegenden Ebenen weiterhin &uuml;bersehen werden.<br>\nDeshalb setze ich mich an dieser Stelle noch fokussierter als bislang f&uuml;r eine st&auml;rkere Beachtung genau dieser Ebenen ein. Da das diesbez&uuml;gliche Hauptziel in einem Abbau der armutsbedingten Minderwertigkeitsgef&uuml;hle bestehen soll, gehen die nachfolgenden (zumeist schlichten oder sogar trivial anmutenden) Vorschl&auml;ge von den bei armen Sch&uuml;lern gegebenen Verletzungspotenzialen aus. Der hier gew&auml;hlte Begriff bezieht sich auf ganz allt&auml;gliche schulische Bereiche (Verwaltung, Materialien und Schulleben), die unter bestimmten Umst&auml;nden immer auch eine Quelle von Dem&uuml;tigungen sein k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/a\/93003\/schule-muss-anders-mit-armen-kindern-umgehen\/\">Bildungsklick<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;Ankl&auml;ger sind Beklagte geworden&rdquo;: Roland Tichy zum Pressekodex der Dax-Konzerne<\/strong><br>\nViele Unternehmen sind heute verantwortungsbewusster als die Medien, meint Roland Tichy im Interview mit MEEDIA. Der Ex-Chefredakteur der WirtschaftsWoche begr&uuml;&szlig;t den Compliance-Kodex, den viele DAX-Unternehmen gerade aufgesetzt haben. F&uuml;r sie gehe es um Reputationsschutz. Gleichzeitig stellten die Unternehmen aber auch die neuen Gesch&auml;ftsmodelle, wie Podiumsdiskussionen, Konkresse oder Preisverleihungen, vieler Medienunternehmen infrage.<br>\nNicht nur Werbung und Berichterstattung verschmelzen zunehmend. Ein Aufbrechen der Grenzen findet nicht nur auf dem Papier oder im Internet statt, sondern vor allem auf weiteren Gesch&auml;ftsfeldern wie Podiumsdiskussionen, Kongressen, Preisverleihungen, wo die Teilnehmenden zahlen m&uuml;ssen. Hier entstehen viele kleine, feine Abh&auml;ngigkeiten, an denen die Verschmelzung deutlich wird, weil Journalisten wie Wirtschaft Teil der Veranstaltungen sind. Viele Redaktionen tragen das mit, weil sie lieber s&uuml;ndigen als sterben. Unternehmen sehen aber nicht ein, f&uuml;r solche oft geradezu erzwungene &Ouml;ffentlichkeit zu bezahlen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/02\/27\/anklaeger-sind-beklagte-geworden-roland-tichy-zum-pressekodex-der-dax-konzerne\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email%20\">MEEDIA<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist geradezu paradox, dass sich nun schon die Unternehmen Sorgen um die Pressefreiheit machen. Es ist so, als schl&ouml;sse der Fuchs einen Nichtangriffspakt mit der Gans.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Buchrezension &ldquo;Russland verstehen&rdquo; Mit Feuer geschrieben<\/strong><br>\nWarum ist Russlands Pr&auml;sident Putin so wie er ist? Warum verh&auml;lt er sich in der Ukraine-Krise so stur? Die Autorin Gabriele Krone-Schmalz versucht in ihrem Buch &ldquo;Russland verstehen&rdquo; ihren Lesern genau das zu erkl&auml;ren &ndash; und sorgt damit f&uuml;r viel Streitpotential.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/augsteins-auslese-russland-verstehen-von-gabriele-krone-schmalz-1.2366239%20\">Von Franziska Augstein SZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: Russland verstehen<\/strong><br>\nViele Jahre hat sie aus der damaligen Sowjetunion berichtet: Gabriele Krone-Schmalz. Auch in den Jahren danach hat sie sich immer wieder engagiert zu Wort gemeldet, wenn es um den Umgang mit Russland ging. Die Ukraine-Krise und die Reaktion westlicher Politiker beweise, dass es an Respekt fehle daf&uuml;r, wie Russen und insbesondere die russische Regierung die Welt wahrnehmen. Krone-Schmalz wirbt f&uuml;r mehr Verst&auml;ndnis. Ein Gespr&auml;ch mit der ehemaligen ARD-Korrespondentin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/osteuropamagazin\/gespaechkroneschmalz100.html\">WDR5<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25233","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25233","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25233"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25233\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28571,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25233\/revisions\/28571"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25233"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25233"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25233"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}