{"id":2524,"date":"2007-08-02T09:21:34","date_gmt":"2007-08-02T07:21:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2524"},"modified":"2007-08-02T09:21:34","modified_gmt":"2007-08-02T07:21:34","slug":"hinweise-des-tages-451","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2524","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Neues aus dem Casino<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Rettung in letzter Sekunde<\/strong><br>\nDeutschland ist nur durch das Eingreifen des Staats einer m&ouml;glichen schweren Krise des Bankensektors entgangen. Damit haben die Ausl&auml;ufer des US-Immobilienbebens auch den hiesigen Markt erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/249\/126056\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Informationen &uuml;ber die IKB in der FTD<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Warum%20US%20Krise%20IKB\/232934.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines unserer Leser:<\/strong><br>\nSchauen Sie mal, wer bei der IKB alles im Aufsichtrat und unter &ldquo;Beraterkreis&rdquo; firmiert. Neben &ldquo;Allzweckwaffe&rdquo; Tacke sitzen da J&uuml;rgen Thumann, Randolf Rodenstock, Michael Rogowski, Martin Kannegiesser und viele mehr.<br>\nBei der geballten Kompetenz ist der letzte Finanzbericht hochinteressant zu lesen. Offenbar ist der 0,04%-Fall eingetreten, der die Vork&auml;mpfer f&uuml;r Eigenverantwortung informell nach dem Staat rufen lie&szlig;en:<br>\n&ldquo;&hellip; Um dem Anspruch des Kapitalmarktes im Hinblick auf unser Rating gerecht zu werden, legen wir bei unseren Berechnungen ein Konfidenzniveau von 99,96 % zugrunde. Dies bedeutet, dass die von uns simulierten unerwarteten Risiken in nur 0,04 % aller F&auml;lle &uuml;ber der von uns gesetzten Grenze liegen d&uuml;rfen. &hellip;&rdquo;<br>\nTats&auml;chlich dr&auml;ngt sich eher der Eindruck auf, dass auch hier bunte Bilder und nichts- sagende Sprechblasen gerne geglaubt wurden, wo der &ouml;konomische Sachverstand leider nicht ausreichte, das zu kontrollierende auch nur zu &uuml;berblicken, geschweige denn zu durchschauen.<br>\nNur folgerichtig, dass der Aufsichtsrat absegnete, dass sich das Marktpreisrisiko seit dem Vorjahr offenbar auf 100 Mio. halbiert hat (Seite 75).<br>\nW&uuml;rde mich interessieren, ob die wom&ouml;glich bereits das Fiasko andeutende Randnotiz<br>\n&ldquo;&hellip; Die Zunahme der Handelsaktiva um 1,5 Mrd. EUR auf 2,1 Mrd. EUR resultiert prim&auml;r aus dem Aufbau von kurzfristigen Handelsbest&auml;nden mit dem Ziel, diese in K&uuml;rze auf eine Asset-Management-Gesellschaft zu &uuml;bertragen. &hellip;&rdquo; &uuml;berhaupt jemand aus dem Aufsichtsrat zur Nachfrage veranlasst hat (Seite 65). Auf deutsch bedeutet das ja wohl, dass beim Spiel &ldquo;den letzten bei&szlig;en die Hunde&rdquo; offenbar vor dem Bilanzstichtag kein letzter Hund mehr aufgetan werden konnte.<br>\nSo hie&szlig; es im letzten Gesch&auml;ftbericht im Anhang n&auml;mlich bereits (Seite 145): &ldquo;&hellip; Die in den Forderungen und Verbindlichkeiten eingebetteten Derivate (Embedded Derivatives) werden &ndash; sofern abspaltungspflichtig &ndash; getrennt bilanziert und zum Marktwert unter den Handelsaktiva oder -passiva in Ansatz gebracht (vgl. hierzu auch die Ausf&uuml;hrungen unter Kapitel 6). &hellip;&rdquo;<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ikb.de\/content\/de\/ir\/finanzberichte\/gb_2006_2007\/IKB_komplett_dt.pdf\">IKB [PDF &ndash; 3.3 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Interessante Websites &uuml;ber Privatisierung im Gesundheitswesen und in der Bildung<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Gesundheitswesen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ungesundleben.org\/privatisierung\/index.php\/Hauptseite\">ungesundleben.org<\/a><\/li>\n<li><strong>Bildung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary24638\/Privatisierungsreport1.pdf\">GEW &ndash; Die Bildungsgewerkschaft [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Talentstadt Hamburg mit Talent zur Kl&uuml;ngelei<\/strong><br>\nAufregung um das Projekt &ldquo;Talentstadt Hamburg&rdquo;, mit dem Wissenschaftssenator J&ouml;rg Dr&auml;ger (parteilos) begabte junge Menschen in die Hansestadt locken will. Wie die Wissenschaftsbeh&ouml;rde jetzt best&auml;tigte, ist Dr&auml;ger selbst Vorsitzender der Lenkungsgruppe &ldquo;Talentstadt&rdquo;, die am 19. M&auml;rz beschloss, die Unternehmensberatung Roland Berger mit der Untersuchung und Erstellung des &ldquo;Talentstadt&rdquo;-Konzepts zu beauftragen. Das Unternehmen, bei dem Dr&auml;ger von 1996 bis 1998 als Berater angestellt war, erhielt daf&uuml;r 239 400 Euro aus Steuermitteln. Der Senat hatte in einer Antwort auf eine entsprechende Kleine Anfrage der GAL-Abgeordneten Heike Opitz Mitte Juli lediglich erkl&auml;rt, Dr&auml;ger habe &ldquo;an der Sitzung der achtk&ouml;pfigen Lenkungsgruppe, die einstimmig &uuml;ber die Auftragsvergabe entschieden hat, teilgenommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/daten\/2007\/07\/31\/777047.html\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<p>&bdquo;Banal und irref&uuml;hrend&ldquo; nannte ein senatsinternes Gutachten das Berger-Konzept.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/daten\/2007\/07\/31\/777017.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Werner R&uuml;gemer: Londoner U-Bahn: Public Private Partnership wird zum Milliardengrab f&uuml;r Steuergelder<\/strong><br>\nAm 16. Juli hat das private Firmenkonsortium Metronet in London Antrag auf Insolvenz gestellt. Metronet hatte sich 2003 verpflichtet, den gr&ouml;&szlig;eren Teil der maroden Londoner U-Bahn zu sanieren und 30 Jahre lang in Schuss zu halten. Jetzt muss aufgrund des Public-Private-Partnership-Vertrags der Staat die Folgen tragen. Schon drei Jahre nach dem Start erweist sich das Projekt als Milliardengrab f&uuml;r die Steuerzahler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/08-02\/023.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Weiteres Zitat aus dem Artikel: &bdquo;Der deutsche Medienkonsument erf&auml;hrt so gut wie nichts &uuml;ber die Desaster, die sich im Land seiner Erfindung um das neue Wundermittel PPP entwickeln. Die englischen Medien sind seit Jahren voll mit Katastrophenmeldungen. Die Korrespondenten von Handelsblatt, FAZ, Spiegel, ARD, ZDF, RTL bekommen das hautnah mit. So hat die Tageszeitung Guardian seit den ersten Verhandlungen &uuml;ber die Privatisierung der Londoner U-Bahn bis heute immer wieder ausf&uuml;hrlich berichtet. Das gr&ouml;&szlig;te PPP-Projekt Englands und die Folgen sind dort ein Dauerthema, auch im Fernsehen und in den Boulevardbl&auml;ttern &hellip;Doch in deutschen Medien taucht die Londoner U-Bahn vor allem auf, wenn es um tats&auml;chliche oder vermeintliche terroristische Anschl&auml;ge geht. Dass die Privatisierung nach dem PPP-Muster einen Daueranschlag auf die Sicherheit und die Geldb&ouml;rsen von Millionen Fahrg&auml;sten darstellt &ndash; dazu herrscht verbissenes Schweigen.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Italien streitet um die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters von 58 auf 61 Jahre<\/strong><br>\nVier Minister gegen Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters. Mitte-links-B&uuml;ndnis gef&auml;hrdet?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/08-02\/033.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Tu felix italia<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>In Afghanistan gibt es keine klaren Fronten und keine guten K&auml;mpfe<\/strong><br>\nDas merken auch die deutschen Politiker, vor allem in der SPD. Sie wollen nicht, doch sie werden wohl mehr Soldaten schicken m&uuml;ssen.<br>\nDie afghanische Bev&ouml;lkerung unterscheidet nicht, wer diese Operationen durchf&uuml;hrt, wie einige von unseren internationalen Kr&auml;ften das tun. Tats&auml;chlich allerdings lassen sich der Einsatz der Friedenstruppe Isaf, die sich nur selbst verteidigen darf, und der Kampftruppe OEF, die die Terroristen jagen soll, in der Praxis &uuml;berhaupt nicht klar trennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/online\/2007\/31\/afghanistan\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Murdoch heizt Fusionsfieber an<\/strong><br>\nMedienmogul Rupert Murdoch hat sein Ziel erreicht. Er kann die Finanznachrichtenagentur Dow Jones (Wall Street Journal) seinem Konzern einverleiben. Kaufpreis: F&uuml;nf Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro). Sein Vorsto&szlig; ist das j&uuml;ngste Beispiel f&uuml;r das grassierende Fusionsfieber in der Medienbranche. Seine Kritiker sehen die Pressefreiheit gef&auml;hrdet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/public\/article\/aktuelles\/wirtschaft\/news\/464269\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Schon einigen Tagen hat der Stuttgarter Verleger Dieter von Holtzbrinck, 66 Jahre, den Board des amerikanischen Medienunternehmens Dow Jones &amp; Co verlassen. Er bef&uuml;rchtet, dass bei Dow Jones unter der &Auml;gide des 73 Jahre alten australischen Medienzaren langfristig &ldquo;die einzigartigen journalistischen Werte&rdquo; des &ldquo;Journal&rdquo; leiden werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wer da klatscht<\/strong><br>\nDie Seehofer-Kolportage auf dem Boulevard der Medien ist der erste unverh&uuml;llte Bruch mit dem Pressekodex. Es ist kein ungeschriebenes Gesetz, sondern eine schriftlich fixierte berufsethische Selbstverpflichtung: Die Presse achtet das Privatleben und die Intimsph&auml;re des Menschen. Die Grenze zum &bdquo;&ouml;ffentlichen Interesse&ldquo;, die Ausnahmen erlaubt, verschiebt sich allerdings seit geraumer Zeit, aus schlechten und aus nachvollziehbaren Gr&uuml;nden.<br>\nDie Menschheitsgeschichte kennt Legionen von Helden, Genies, Staatenlenkern, die in Liebesdingen gro&szlig;e Feiglinge waren. Ist als Heuchler &uuml;berf&uuml;hrt, wer &ouml;ffentlich seine Familie preist, aber eine Geliebte hat?  Ein Heuchler ist gewiss der Journalist, der unfehlbare Politiker verlangt, w&auml;hrend er selbst gerade die eigene Berufsethik verletzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2350067?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Hochschulreform in Frankreich vor Verabschiedung<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Regierung will ein Gesetz zur Reform der Hochschulen verabschieden. Die Einrichtungen sollen mehr Autonomie erhalten und enger mit der Privatwirtschaft zusammenarbeiten. Besonders die kleinen Unis bef&uuml;rchten davon aber Nachteile.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/653115\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die europ&auml;ische Gleichschaltung zur &bdquo;unternehmerischen&ldquo; Hochschule geht weiter. Siehe dazu  <a href=\"?p=2518\">&bdquo;Der Zug der Lemminge &ndash; Hochschulen unter dem Druck der Lissabon Strategie&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Im Niemandsland<\/strong><br>\nStudie: Eltern mit Abitur oder Mittlerer Reife nutzen f&uuml;r ihre Kinder weitaus h&auml;ufiger einen Kindergarten als M&uuml;tter und V&auml;ter mit Hauptschulabschluss.  Zudem besuchen nur 79 Prozent der Kinder mit ausl&auml;ndischen Wurzeln einen Kindergarten, w&auml;hrend 88 Prozent der &uuml;brigen Heranwachsenden dorthin gehen. Viele der Kinder mit Migrationshintergrund, die das Betreuungsangebot nicht nutzen, stammen demnach aus Familien mit geringem Einkommen und niedriger Bildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/.bin\/_print.php\/berliner-zeitung\/print\/politik\/674520.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2524","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2524","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2524"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2524\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2524"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2524"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2524"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}