{"id":25240,"date":"2015-03-02T09:03:52","date_gmt":"2015-03-02T08:03:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240"},"modified":"2015-03-02T09:03:52","modified_gmt":"2015-03-02T08:03:52","slug":"hinweise-des-tages-2323","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h02\">Tarifeinheit verst&ouml;&szlig;t gegen Grundgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h03\">Trotz Aufschwungs steigt die Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h04\">Steuervermeidung und Steuerbetrugsbek&auml;mpfung &ndash; Hoffnung und Dornr&ouml;schenschlaf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h05\">Why Elizabeth Warren is declaring war on an obscure trade policy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h06\">Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h07\">Eine Frage der Daseinsf&uuml;rsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h08\">Noch ein Genosse der Bosse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h09\">Mehr Pfusch als fr&uuml;her<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h10\">Du kommst also aus dem Land, das unseren Propheten kr&auml;nkt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h11\">Schuldenschnitt f&uuml;r 60.000 Kroaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h12\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h13\">Wie nah war der Verfassungsschutz den NSU-M&ouml;rdern?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h14\">Die L&uuml;ge von der Vereinbarkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h15\">F&uuml;hrungsanspruch als Zitat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h16\">Die Gr&uuml;nen: Parteiferne Anstiftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h17\">Paywall: S&uuml;ddeutsche zieht im Internet Bezahlschranke hoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240#h18\">Die inszenierte Suchaktion<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25240&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&ldquo;Ich k&auml;mpfe gegen dieses Troika-Regime und gegen diese ungeheuerliche nationale Arroganz!&rdquo;<\/strong><br>\nHarald Schumann hat sich monatelang mit der Arbeit der Troika in den Euro-Krisenstaaten besch&auml;ftigt. Bei Jung &amp; Naiv erkl&auml;rt der Wirtschaftsjournalist, wie Troika-Beamte unkontrolliert arbeiten, wer von ihren Vorgaben profitiert und warum private in &ouml;ffentliche Verschuldung umgewandelt wird. Ohne Schuldenschnitt macht es keinen Sinn, Griechenland neues Geld zu leihen, sagt (nicht nur) Schumann. (&hellip;)<br>\nDich hat der Erfolg der Arbeit der Troika interessiert?<br>\nMan muss sich das so vorstellen: Da reisen Delegationen von Beamten aus drei verschiedenen Institutionen im Auftrag der Euro-Gruppe in diese L&auml;nder und &uuml;berwachen dort die Regierungen und den Staatsapparat und sagen: Ihr m&uuml;sst dieses und jenes tun, ihr m&uuml;sst diese und jene Auflage erf&uuml;llen. Sie schreiben alle drei Monate Berichte dar&uuml;ber, mit langen Listen von noch zu erledigenden Aufgaben.<br>\nDas Besondere an dieser Arbeitsweise ist, dass dort nicht-gew&auml;hlte Beamte gew&auml;hlten Regierungen sagen, was sie zu tun und was sie zu lassen haben. Da wird ein grundlegendes Problem von demokratischer Berechtigung aufgeworfen: Ob die das &uuml;berhaupt k&ouml;nnen und d&uuml;rfen. Das Besondere an diesem Regime ist, man muss es wirklich eine Form von Regime nennen, dass diese Beamten niemanden rechenschaftspflichtig sind &ndash; au&szlig;er den Finanzministern der Euro-Gruppe. Es gibt kein Parlament, das sie herbeizitieren und hinterher beschlie&szlig;en kann: Ihr d&uuml;rft das und das tun und das d&uuml;rft ihr nicht tun. Wir haben eine Gruppe von Beamten, die viel Macht aus&uuml;ben, sich aber gegen&uuml;ber keinem Parlament rechtfertigen und auch von dort keine Anweisungen entgegennehmen m&uuml;ssen. &Uuml;brigens werden sie auch von keinem Rechnungshof dahingehend kontrolliert, ob ihre Politik &uuml;berhaupt sinnvoll ist und wirtschaftlichen Nutzen bringt oder Schaden. (&hellip;)<br>\nWaren da keine deutschen Beamten dabei, die sagen: &bdquo;N&ouml;, bei uns w&uuml;rde das so auch nicht gehen!&ldquo;?<br>\nDoch. Zwei der drei Verhandlungsf&uuml;hrer dieser drei Institutionen waren Deutsche. F&uuml;r die EZB ein Mann namens Masuch und f&uuml;r die EU-Kommission ein Mann namens Mors.<br>\nDie haben in den L&auml;ndern etwas durchgesetzt, was in Deutschland eigentlich undenkbar w&auml;re?<br>\nJa, nat&uuml;rlich. Das mit dem Arbeitsmarkt ist nur ein Element. Ein anderes wichtiges Element: Sie haben in Griechenland durchgesetzt, dass die Ausgaben f&uuml;r das Gesundheitswesen insgesamt sechs Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes nicht &uuml;berschreiten d&uuml;rfen. Wei&szlig;t du wie hoch das in Deutschland ist?<br>\nKeine Ahnung.<br>\nZehn Prozent. Warum beschlie&szlig;en sie denn, dass es in Griechenland nur sechs Prozent sein d&uuml;rfen? Mit welchem Recht?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krautreporter.de\/463--ich-kampfe-gegen-dieses-troika-regime-und-gegen-diese-ungeheuerliche-nationale-arroganz\">Tilo Jung auf Krautreporter<\/a><\/li>\n<li><strong>Populistische Stimmungsmache gegen Griechenland w&auml;chst<\/strong><br>\nDie heutige Abstimmung im Parlament &uuml;ber die &ldquo;Griechenland-Hilfe&rdquo; wird sie nicht beenden<br>\nEine ganz gro&szlig;e Koalition stimmte am Freitag im Bundestag f&uuml;r die Verl&auml;ngerung des sogenannten Hilfsprogramms f&uuml;r Griechenland. 542 Abgeordneten waren f&uuml;r den Antrag von Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble, das Programm, das morgen ausgelaufen w&auml;re, bis Ende Juli zu verl&auml;ngern. Dagegen waren 32 Mandatstr&auml;ger; 13 enthielten sich. Die &uuml;ber 90prozentige Zustimmung zu dem Programm bedeutet aber nicht, dass es im Parlament eine gro&szlig;e Einigung g&auml;be. Im Gegenteil: die Motivation bei den Abgeordneten, die zustimmten, war denkbar unterschiedlich.<br>\nDem gro&szlig;en Teil der Unionsabgeordneten ging es bei ihrer Zustimmung vor allem darum, die neue von der linkssozialdemokratischen Syriza-Regierung dominierte Regierung in das Korsett ihrer Austerit&auml;tspolitik zu zw&auml;ngen und ihr und m&ouml;glichen Nachahmern an der europ&auml;ischen Peripherie deutlich zu machen, dass es in EU-Europa keine Alternative zum Troika-Diktat gibt. Es k&ouml;nnen h&ouml;chstens die Namen der Institutionen ge&auml;ndert werden, die die &ouml;konomischen Folterinstrumente vorzeigen. F&uuml;r sie war das Wesentliche, dass die griechische Regierung nun zumindest formal die abgew&auml;hlte Austerit&auml;tspolitik als Richtschnur ihrer Arbeit anerkannt hat.<br>\nDer Wunsch, Griechenland weiter am G&auml;ngelband der Troika zu halten, hat verhindert, dass nicht noch mehr konservative Abgeordnete mit &ldquo;Nein&rdquo; zum Griechenlandpaket stimmten. Viele hoffen ganz offen, dass die derzeitige Regierung in Athen schnell scheitert und dann wieder eine EU-konforme Regierung an die Macht kommt. Das w&uuml;rde in der Union als gro&szlig;er Sieg der Demokratie, wie man sie dort versteht, gefeiert. Im Spiegel wurde die Stimmung im konservativen Lager so beschrieben:<br>\nDas Misstrauen in die linksgef&uuml;hrte Regierung um Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras ist enorm, der &Auml;rger &uuml;ber die scharfen T&ouml;ne aus Athen gegen das angebliche europ&auml;ische Spardiktat gro&szlig;. Die Zahl der CDU- und CSU-Abgeordneten, die den Griechen lieber heute als morgen den Geldhahn zudrehen wollen, w&auml;chst. &ldquo;Das ist das letzte Mal&rdquo; &ndash; diesen Satz h&ouml;rt man in diesen Tagen immer wieder von jenen, die sich noch mal zu einem Ja durchringen wollen.&ldquo; W&auml;re die FDP noch im Bundestag vertreten, w&auml;re die Zahl der b&uuml;rgerlichen Nein-Stimmen gr&ouml;&szlig;er geworden. Noch in der alten Bundestagsfraktion gab es dort eine gro&szlig;e Fraktion, die Griechenland aus dem Euro dr&auml;ngen wollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Populistische-Stimmungsmache-gegen-Griechenland-waechst-2561234.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>ARD und ZDF machen unbeirrt weiter mit Fehlinformationen &uuml;ber Athen<\/strong><br>\nAls ich m&uuml;de von der Arbeit nach Hause kam und gegen meine Gewohnheit schon die &ldquo;Heute&rdquo;-Nachrichten einschaltete, traute ich meinen Ohren nicht. Yanis Varoufakis habe damit geprahlt, dass die REFORMLISTE, die er nach Br&uuml;ssel geschickt habe, absichtlich vage gewesen sei, um die Abstimmungen in den Parlamenten nicht zu gef&auml;hrden. Eine Korrespondentin, Nicole Diekmann, berichtete das nochmal l&auml;nglich aus Athen und dabei geizte nicht mit scharfsinniger, geh&auml;ssiger Analyse. Daraufhin schaute ich mir um 20 Uhr auch noch die Tagesschau an. Dort, inhaltlich das Gleiche, wenn auch nicht so ausgeschm&uuml;ckt.<br>\nIch hatte den Tag &uuml;ber die Nachrichtenagenturen verfolgt und war im Glauben, Varoufakis habe gesagt, dass die VEINBARUNG MIT DER EUROGRUPPE, absichtlich vage gehalten worden sei, weil die Finanzminister das so wollten, um die Einigung zu Hause leichter verkaufen zu k&ouml;nnen.<br>\nVielleicht habe ich mich ja verlesen, und das Finanzministerium, &uuml;ber deren Sprecherin ich mich im vorangegangenen Blog mokiert habe, hat Varoufakis in etwas widersprochen, was dieser gar nicht gesagt hat. Also googelte ich nochmal, auf deutsch und auf englisch.<br>\nHier beispielhaft f&uuml;r viele Fundstellen auf Englisch, die alle unmissverst&auml;ndlich das Gleiche sagen, die griechische Enikos:<br>\n&ldquo;The Greek government&rsquo;s agreement with the Eurogroup was intentionally vague because that is what the EU partners wanted in order to ensure that they would be able to ratify the deal in their parliaments, Finance Minister Yanis Varoufakis said on Friday. &ldquo;We are very proud of the level of vaguenessness&hellip;[European] officials asked for abstract concepts in the text we delivered in order for them to receive parliamentary approval,&rdquo; Varoufakis told ANT1 TV, adding that this is the  reason no numbers were included in the Eurogroup deal.&rdquo;<br>\nDie Erkl&auml;rung der Finanzminister wurde absichtlich auf Wunsch der Partner vage gehalten, sagte Varoufakis nach diesen Quellen.<br>\nSucht man auf deutsch, nach &ldquo;Varoufakis&rdquo;, &ldquo;absichtlich&rdquo;, &ldquo;vage&rdquo;, sieht es pl&ouml;tzlich ganz anders aus. Hier ein typisches Beispiel von vielen aus Focus online, erschienen schon vor der Bundestagsabstimmung:<br>\n&ldquo;Am Tag der Bundestagsabstimmung<br>\nVaroufakis provoziert: Haben Reformliste absichtlich vage formuliert<br>\nDer griechische Finanzminister Gianis Varoufakis ist sich der Zustimmung des Deutschen Bundestages offenbar so sicher, dass er die Geldgeber schon wieder provozieren kann. Die Reformliste, die sein Land nach Br&uuml;ssel gesendet habe, sei absichtlich vage formuliert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/284-ard-zdf#1-weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><strong>Syriza gewinnt Zeit und Raum<\/strong><br>\nIst die griechische Linke vor der EU eingeknickt? F&uuml;r ein endg&uuml;ltiges Urteil ist es zu fr&uuml;h. Doch eine alternative Lesart ist m&ouml;glich.<br>\nWenn man den Schlagzeilen einiger Zeitungen glauben soll, sei also Athen vor den Forderungen der Eurogruppe in die Knie gegangen (La Repubblica) und mache bereits den Schritt zur&uuml;ck zur Fortsetzung der Austerit&auml;tspolitik (The Guardian). Auch nach Ansicht einiger f&uuml;hrender Mitglieder der linken Fraktion von Syriza habe der Mut nicht weit gereicht, und die Selbstverleugnung habe schon begonnen &hellip;<br>\nDie griechische Regierung hat tats&auml;chlich &bdquo;nachgegeben&ldquo;, aber dies nur, um Zeit und Raum zu gewinnen. Das hei&szlig;t, um der neu entstandenen Chance in Europa zu erlauben, bis zu den n&auml;chsten Terminen (darunter die Wahlen in Spanien) durchzuhalten, bis es auch den Vertretern der neuen Politik gelungen ist, mehr Raum zu erobern.<br>\nDamit dieser Prozess an Kraft gewinnt, muss er sich in den kommenden Monaten auf verschiedenen Ebenen weiterentwickeln. Es braucht zur St&auml;rkung der Autonomie soziale K&auml;mpfe und B&uuml;rgerinitiativen, neue Verhaltensweisen und eine andere Geisteshaltung der Bev&ouml;lkerungen, Aktionen der Regierungen und der zivilen Gegenmacht. Auch wenn wir anerkennen, dass es von entscheidender Bedeutung ist, was Syriza derzeit unternimmt und was Podemos auf institutioneller Ebene zu tun beabsichtigt, m&uuml;ssen wir auch deren Grenzen betonen&hellip;<br>\nDarum sind Mobilisierungen wie die Bewegung Blockupy aus Anlass der Einweihung des neuen EZB-Sitzes am 18. M&auml;rz in Frankfurt so wichtig. Das ist eine Gelegenheit, der Stimme des europ&auml;ischen Volkes zur Unterst&uuml;tzung der griechischen Regierung Geh&ouml;r zu verschaffen. Abgesehen von der unbedingt notwendigen Verurteilung des Finanzkapitals und der postdemokratischen Macht (Habermas) ist dies auch eine Bew&auml;hrungsprobe f&uuml;r das Erstarken der alternativen Kr&auml;fte, ohne die alles Handeln von Regierungen und Parteien gegen die Austerit&auml;t zur Ohnmacht verurteilt w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Griechenland-und-die-EU\/!155510\/\">&Eacute;tienne Balibar, Sandro Mezzadra in der taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Tarifeinheit verst&ouml;&szlig;t gegen Grundgesetz<\/strong><br>\nDas ist eine schallende Ohrfeige f&uuml;r die Bundesregierung und Arbeitsministerin Andrea Nahles: Beim Tarifeinheitsgesetz d&uuml;rfte in Karlsruhe Endstation sein. Jetzt soll es turbulente Tage zu den Pl&auml;nen in Berlin geben.<br>\nDas geplante Gesetz zur Tarifeinheit wird nach Einsch&auml;tzung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages gegen das Grundgesetz versto&szlig;en. Das Gesetz, &uuml;ber das am Donnerstag erstmals im Plenum beraten wird, stelle einen Eingriff in die kollektive Koalitionsfreiheit dar, hei&szlig;t es laut Berliner &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; (Montag) in der Expertise. Alles in allem seien verfassungsrechtliche Bedenken nicht von der Hand zu weisen. &bdquo;Der Grundrechtseingriff d&uuml;rfte nicht gerechtfertigt sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/steuern-recht\/recht\/wissenschaftlicher-dienst-tarifeinheit-verstoesst-gegen-grundgesetz\/11441546.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Klatsche f&uuml;r die Regierung<\/strong><br>\nRund f&uuml;nf Jahren haben die Arbeitgeber daf&uuml;r gek&auml;mpft, jetzt kommt das geplante Gesetzt &uuml;ber die Tarifeinheit in den Bundestag. Doch es gibt Gegenwind. Das Gesetz stellt einen Eingriff in die kollektive Koalitionsfreiheit dar, hei&szlig;t es in einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, das dem Tagesspiegel vorliegt. Alles in allem seien verfassungsrechtliche Bedenken nicht von der Hand zu weisen (&hellip;), dieser Grundrechtseingriff d&uuml;rfte nicht gerechtfertigt sein&rdquo;. Am kommenden Donnerstag ist die erste Lesung des Gesetzes im Bundestag. Die Regierung will k&uuml;nftig in Betrieben, wo mehrere Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r identische Besch&auml;ftigtengruppen gelten, dem Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern Vorrang geben. Da dadurch aber die M&ouml;glichkeiten der kleineren Gewerkschaften erheblich eingeschr&auml;nkt werden, sieht der Wissenschaftliche Dienst die Koalitionsfreiheit nach Artikel 9 (3) Grundgesetz betroffen.<br>\nDie BDA arbeitet seit f&uuml;nf Jahren an einer gesetzlichen Regelung. Im Jahr 2010 hatte das Bundesarbeitsgericht das Prinzip der Tarifeinheit aufgegeben zugunsten der Tarifpluralit&auml;t. In der Folge bef&uuml;rchten die Arbeitgeber, aber auch gro&szlig;e Teile des DGB, dass sich Berufs- oder Spartengewerkschaften mit ihren speziellen Interessen bilden und es zunehmend zu Tarifkonflikten in den Betrieben kommt. Die Arbeitgeber sprechen in diesem Zusammenhang gerne und mit Blick auf Dauerstreiks in Gro&szlig;britannien von englischen Verh&auml;ltnissen. Dazu schreibt nun der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages, f&uuml;r die bef&uuml;rchteten &Uuml;berbietungswettbewerbe und eine Vervielfachung von Arbeitsk&auml;mpfen fehlen empirische Hinweise. G&ouml;hner wiederum erkl&auml;rt die ausbleibenden Arbeitsk&auml;mpfe damit, dass sich potenziell neu auftretende Berufsgruppen und Spezialisten, etwas Werksfeuerwehren, noch zur&uuml;ckhielten und abwarteten, was der Gesetzgeber mache.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/gesetz-zur-tarifeinheit-klatsche-fuer-die-regierung\/11440570.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon erstaunlich, wie wenig Instinkt die SPD wie auch der DGB in dieser Frage an den Tag legen. Da m&uuml;hte sich die Arbeitgeberseite bereits in schwarz\/gelben Zeiten ab, dieses Gesetz zu bekommen, aber weder bei der SPD noch beim DGB schrillten wie fr&uuml;her ganz selbstverst&auml;ndlich die Alarmglocken. Fr&uuml;her wussten Arbeitnehmer und ihre Vertreter genau, wie mit den W&uuml;nschen der Arbeitgeber umzugehen war &ndash; mit gr&ouml;&szlig;ten Vorbehalten. Wie sich jetzt der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde vor die Ministerin wirft, m&uuml;sste eigentlich dieser und den DGB-Spitzen die Schamesr&ouml;te in das Gesicht steigen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Trotz Aufschwungs steigt die Armut<\/strong><br>\nImmer mehr Bundesb&uuml;rger gelten als arm. Wie passt das zum Aufschwung? Besch&auml;ftigungsforscher sagen: Der Boom war nur m&ouml;glich, weil so viele in die Armut getrieben wurden<br>\nVollbesch&auml;ftigung ist nicht nur ein gro&szlig;es Wort, sondern auch ein gro&szlig;er Traum vieler Wirtschafts- und Sozialpolitiker. Vor ein paar Wochen erst tr&auml;umte der Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ganz laut davon. F&uuml;r Frank-J&uuml;rgen Weise liegt die Vollbesch&auml;ftigung in Deutschland ganz nah. Schlie&szlig;lich staunen halb Europa und der Rest der Welt &uuml;ber das neue deutsche Jobwunder, das allen Krisen trotzt. Die Wirtschaft boomt, und die Besch&auml;ftigtenzahl nimmt von Jahr zu Jahr zu. 42,6 Millionen Menschen haben Arbeit, das ist Rekord.<br>\nUnd dann das: Nicht nur Bruttoinlandsprodukt und Einkommen steigen &ndash; sondern auch die Armutsquote, mahnt jetzt ein Bericht des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. Mit 12,5 Millionen Menschen hierzulande gelten so viele als arm wie noch nie. Es sind 15,5 Prozent der Bev&ouml;lkerung, die laut Bericht unterhalb der Armutsgrenze leben; und das im viertreichsten Land der Welt, das mit 5,4 Prozent zudem die niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Europa hat. Nur im angeschlagenen Griechenland, in Bulgarien, Italien und Portugal leben noch mehr arme Menschen als hier.<br>\nWie passt das zusammen? Eine erste Erkl&auml;rung ergibt sich aus der Statistik selbst: Als &ldquo;arm&rdquo; gelten per Definition all diejenigen, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verf&uuml;gung haben. In Deutschland ist das der Fall, so schl&uuml;sselt der Bericht des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes auf, wenn Alleinlebende weniger als 979 Euro im Monat zum Leben haben und ein Vier-Personenhaushalt weniger als 1.873 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-02\/armut-einkommen-mindestlohn-vermoegen%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Jetzt ist diese Erkenntnis von den Billigjobs auch bei der ZEIT angekommen, hurra. Und welche angebliche Qualit&auml;tszeitung hat Hartz IV, Lohnzur&uuml;ckhaltung f&uuml;r mehr Wettbewerbsf&auml;higkeit und den Niedriglohnsektor mit herbeigeschrieben und sch&auml;mt sich bis heute kein bisschen? <\/em><br>\n<em>Ganz armselig wird es &uuml;brigens dort, wo die &ldquo;relative Armut&rdquo; wieder einmal zum Statistikph&auml;nomen umgedeutet wird. Immerhin wird festgestellt, dass die Schlechtverdiener noch weniger bekommen als fr&uuml;her, also auch unter den Armen die Armut zugenommen hat. Im &Uuml;brigen ist eine Einzelperson in Hamburg, K&ouml;ln, M&uuml;nchen, Stuttgart&hellip; mit 979 Euro netto im Monat einfach bettelarm, kaum in der Lage, eine Wohnung zu finden und kaum ausreichend ern&auml;hrt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.:<\/strong> Leider etliche der &uuml;blichen Kommentare, die relative Armut gegen absolute Armut ausspielen, bzw. &lsquo;reiche Arme&rsquo; gegen &lsquo;Dritte-Welt-Arme&rsquo;. Aktuell auch die g&auml;ngige konservative Wahlkampfmelodie hier in Spanien, das vom &lsquo;Modell Deutschland&rsquo; (und den G20) seinerseits als &lsquo;modellhaft&rsquo; in bzw. nach seiner &lsquo;Reform&rsquo; propagiert wird. Aktuell bedeutet dies, die deutsche Tendenz noch &uuml;bertrumpfend, dass die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden stagniert bzw. zur&uuml;ckgeht, und nur 8% (!) aller neu geschaffenen Arbeitspl&auml;tze unbefristet und in Vollzeit sind. Die &uuml;brigen 92% sind prek&auml;r, befristet (z.T. wochenweise) und in Teilzeit.<\/em><br>\nBei aller berechtigten kritischen Analyse sog. Armutsindustrie, Armut ist und bleibt relativ und relativ im Rahmen des jeweiligen (speziell sozialstaatlichen) Gemeinwesens, und somit immer ein Problem der Verteilung bzw. Teilhabe (sozial, materiell, politisch), so dass mittels des relativen Armutskonzepts korrekterweise verdeutlicht wird, wie sich die Wohlstandsentwicklung verteilt und sich das Problem der Teilhabe entwickelt. Verteilte sich die Wohlstandsentwicklung gleichm&auml;&szlig;ig, bliebe auch der Anteil der relativ Armen und das Problem der Teilhabe gleich. Nimmt der Wohlstand zu, doch ungleichm&auml;&szlig;ig wie in letzter Zeit, so steigt der Anteil der relativ Armen, und ist diese Entwicklung f&uuml;r eine demokratisches und sozialstaatliches Gemeinwesen (der Teilhabe) sehr wohl ein grunds&auml;tzliches und kein Luxus-Problem.\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steuervermeidung und Steuerbetrugsbek&auml;mpfung &ndash; Hoffnung und Dornr&ouml;schenschlaf<\/strong><br>\nBis vor kurzem waren die Bem&uuml;hungen der Politik zur Bek&auml;mpfung von Steuervermeidung und &ndash;hinterziehung trotz der enormen Steuerausf&auml;lle eher als bescheiden einzustufen. W&auml;hrend die Offenlegung von Steuerdeals der Gro&szlig;konzerne durch &bdquo;Luxemburg-Leaks&ldquo; den Druck auf die Politik erh&ouml;ht hat, die Gesetzgebung im Bereich der Gewinnsteuern und ihre Durchf&uuml;hrung in Richtung einer gerechteren Verteilung der Steuerlast grundlegend zu &uuml;berdenken, fehlt eine entsprechende Dynamik im Bereich der Umsatzsteuer. Hier also Hoffnung, dort Dornr&ouml;schenschlaf.<br>\nOffenlegung der Steuerdeals von Gro&szlig;konzernen bringt frischen Wind in Steuervermeidungsdebatte<br>\nMit &bdquo;Lux-Leaks&ldquo; sind die Steuertricks, die Deals und zahlreiche vertrauliche Gesch&auml;ftsbeschreibungen der Kunden des Beratungshauses PWC &ouml;ffentlich zug&auml;nglich gemacht worden. Willige Helfer dieser Deals sind einerseits die gro&szlig;en Steuerberatungskanzleien (die &bdquo;Big Four&ldquo;, also Deloitte, Ernst&amp;Young, PwC und KPMG), die nicht nur den gro&szlig;en Konzernen wie Starbucks, Google, Apple, Amazon etc helfen Steuern vermeiden. Mit im Spiel der aggressiven Steuerplanung sind andererseits auch die nationalen Steuerbeh&ouml;rden (vor allem in Luxemburg, Irland, Niederlande), die mit &bdquo;tax rulings&ldquo; die Steuerminimierung erm&ouml;glichen.<br>\nDie Gro&szlig;konzerne machen in Europa Milliardenums&auml;tze und zahlen daf&uuml;r niedrige bis gegen Null tendierende Gewinnsteuern. Die Kommission pr&uuml;ft nun &ndash; sp&auml;t, aber doch &ndash; in allen Mitgliedstaaten die Praxis derartiger Steuervorentscheidungen. Mit h&ouml;chster Dringlichkeit, hei&szlig;t es. Es besteht n&auml;mlich der Verdacht, dass diese nicht nur der Rechtssicherheit dienen, sondern zum Vorteil von Gro&szlig;konzernen missbraucht worden sind.<br>\nGlasnost f&uuml;r Steuerdeals ist also angesagt. Ein Untersuchungsausschuss im Europ&auml;ischen Parlament wurde aber von den Mehrheitsfraktionen verhindert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/steuervermeidung-und-steuerbetrugsbekaempfung-hoffnung-und-dornroeschenschlaf\/#more-8579%20\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Why Elizabeth Warren is declaring war on an obscure trade policy<\/strong><br>\nPopulist crusader Massachusetts Sen. Elizabeth Warren has picked her next big fight, and this one could create real problems for the Obama Administration.<br>\nHer beef is with a piece of the massive Trans-Pacific Partnership trade deal that the Obama Administration is promoting. It&rsquo;s called investor-state dispute settlement, and it gives a foreign corporation the power to fight a government outside of the normal judicial system.<br>\n&ldquo;The name may sound mild, but don&rsquo;t be fooled,&rdquo; Warren wrote in a Washington Post op-ed. &ldquo;Agreeing to ISDS in this enormous new treaty would tilt the playing field in the United States further in favor of big multinational corporations. Worse, it would undermine U.S. sovereignty.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vox.com\/2015\/2\/28\/8124057\/investor-state-dispute-settlement-elizabeth-warren\">Vox<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hartz IV<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Immer weniger Hartz-IV-Bezieher schaffen es<\/strong><br>\nNur einer Minderheit gelingt der Sprung in den ersten Arbeitsmarkt<br>\nDie Zahl der Hartz-IV-Bezieher, die einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt finden, ist seit Jahren r&uuml;ckl&auml;ufig.<br>\nAls Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) im vergangenen November ein &raquo;Paket gegen Langzeitarbeitslosigkeit&laquo; f&uuml;r 2015 ank&uuml;ndigte, da zeigten sich Medien, Opposition und Sozialverb&auml;nde skeptisch. Zu klein das Budget, zu gro&szlig; das Problem. Dabei ist das Problem offenbar noch gr&ouml;&szlig;er, als bislang angenommen. Dies geht aus den entsprechenden Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) hervor, die die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (LINKE) bei der Beh&ouml;rde abgefragt hatte. Die Statistiken, die dem &raquo;nd&laquo; vorliegen, machen deutlich, dass viele Betroffene aus der beh&ouml;rdlichen Erfassung verschwinden, ohne eine Arbeit aufzunehmen. 2014 ging demnach &uuml;ber die H&auml;lfte derer, die ihre Langzeitarbeitslosigkeit beendeten, in die &raquo;Nichterwerbst&auml;tigkeit&laquo;, also etwa in die Rente. Nur rund jeder achte Betroffene schied aus der Statistik aus, weil er eine Besch&auml;ftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt fand. Da die Statistik jene nicht mitz&auml;hlt, die Ma&szlig;nahmen durchlaufen oder krank geschrieben sind, in den vergangenen Jahren betraf das zwischen 600 000 und 700 000 Menschen, wird das Zahlenwerk vollends un&uuml;bersichtlich. Ihr Anteil an den Zug&auml;ngen liegt konstant um die 45 Prozent. Somit ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gr&ouml;&szlig;er als die offiziell verlautbarte eine Million.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/963257.immer-weniger-hartz-iv-bezieher-schaffen-es.html\">neues deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Langzeitarbeitslose: Wer sich engagiert, wird bestraft<\/strong><br>\nAktueller Hinweis der Redaktion: Uns erreichen &uuml;ber Telefon, E-Mail und Facebook viele Reaktionen auf den Bericht &uuml;ber Jessica und Rosa, die beiden Frauen, denen das Jobcenter die Leistungen gestrichen haben, nachdem sie eine Ausbildung begonnen haben. Viele Zuschauer wollen den beiden helfen. Das freut uns, aber wir k&ouml;nnen die Kontaktdaten von Jessica und Rosa nat&uuml;rlich nicht ver&ouml;ffentlichen. Wer also helfen m&ouml;chte, egal ob mit Rat oder Geld, der schreibe uns bitte eine E-Mail an monitor@wdr.de, Betreff: &ldquo;Jobcenter&rdquo;. Wir melden uns zur&uuml;ck!<br>\nGeorg Restle: &bdquo;Zun&auml;chst zu der Erfolgszahl des Tages &ndash; 3,02 Millionen. Das ist der niedrigste Arbeitslosenstand in einem Februar seit 1991. Klingt toll, was aber nicht erz&auml;hlt wird, es ist eine verlogene Statistik. Kranke, Alte, Ein-Euro-Jobber, sie alle tauchen darin n&auml;mlich nicht auf. Insgesamt beziehen &uuml;ber 6 Millionen Menschen in Deutschland Sozialleistungen. Und viele von ihnen w&uuml;rden alles daf&uuml;r tun, um aus dieser Armut herauszukommen. Aber wehe, sie engagieren sich zu viel oder k&uuml;mmern sich sogar um einen Berufsabschluss. Dann n&auml;mlich droht ihnen alles genommen zu werden &ndash; Hartz IV machts m&ouml;glich. Dorothe D&ouml;rholt und Achim Pollmeier haben zwei Frauen getroffen, die das gerade bitter erfahren m&uuml;ssen.&ldquo;<br>\nDas ist die Geschichte von Jessica und Rosa. Zwei Frauen, die viel gemeinsam haben. Beide sind alleinerziehend, beide waren jahrelang arbeitslos, in Hartz IV. Und beide machen jetzt ihre erste Ausbildung. Masseurin, um danach Physiotherapeutin zu werden. Ein festes Ziel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/arbeitslose118.html\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><strong>In der Transferfalle<\/strong><br>\nImmer weniger staatliche F&ouml;rderung des Einstiegs ins Erwerbsleben. ARD-Bericht: Wer Ausbildung anf&auml;ngt, wird mit Streichung von Hartz IV bestraft<br>\nZehn Jahre nach dem &raquo;Rekordhoch&laquo; vom 1. M&auml;rz 2005 konnte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) am Donnerstag ein neues &raquo;Rekordtief&laquo; bei den Erwerbslosenzahlen vermelden. &raquo;Nur&laquo; noch 3,017 Millionen Menschen waren offiziell als arbeitslos registriert. Am 1. M&auml;rz 2005 waren es 5,216 Millionen gewesen, so viele wie noch nie seit dem Kriegsende. Wie Arbeitsmarktforscher sp&auml;ter ermittelten, waren damals sogar 6,267 Millionen Personen ohne Job.<br>\nDie aktuellen Zahlen rechnet sich die Politik weiter als Erfolg an &ndash; insbesondere die SPD verweist gern auf die unter ihrer F&uuml;hrung vor zehn Jahren in Kraft gesetzten Hartz-Gesetze. Deren offizieller Slogan lautete: f&ouml;rdern und fordern. Die &raquo;aktivierende&laquo; Wirkung der damaligen &raquo;Reformen&laquo; war in der Tat durchschlagend, betrachtet man nur die amtliche Statistik: Die Zahl der als erwerbst&auml;tig eingestuften Menschen ist mit 42,5 Millionen so hoch wie noch nie. Allerdings werden in dieser Statistik auch all jene mitgez&auml;hlt, die sich in gef&ouml;rderten Aus- und Weiterbildungsma&szlig;nahmen befinden. Au&szlig;erdem wird den Erwerbst&auml;tigen jeder zugeordnet, der mehr als eine Wochenstunde (!) eine entlohnte T&auml;tigkeit aus&uuml;bt. Wenn nach wie vor mehr als sechs Millionen Menschen Hartz-IV-Leistungen beziehen, dann ist das ein Beleg daf&uuml;r, dass viele von ihrer Berufst&auml;tigkeit nicht leben k&ouml;nnen. Vieles spricht au&szlig;erdem daf&uuml;r, dass eine gro&szlig;e Zahl von Menschen ihren Anspruch auf Transferzahlungen nicht wahrnehmen &ndash; auch, weil sie die immensen b&uuml;rokratischen H&uuml;rden f&uuml;rchten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/02-28\/059.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Gierige Anw&auml;lte &ndash; Das Gesch&auml;ft mit Hartz IV<\/strong><br>\nAnw&auml;lte gibt es wie Sand am Meer. Manche unter ihnen scheinen gesichtslos, immer auf der Suche nach dem schnellen Geld. Eine Methode: Gegen jeden Hartz-IV-Bescheid vorgehen. Denn das Wort Widerspruch ist schnell geschrieben und an die Beh&ouml;rde gefaxt. Mit so einem Anwalt sieht sich Wilfried Reihl vom Jobcenter Gifhorn konfrontiert: Eines Morgens kamen 630 Widerspr&uuml;che durch sein Fax. Sie kamen alle von von ein und demselben Rechtsanwalt. Seit dem &uuml;berflutet er die Beh&ouml;rde der Kleinstadt mit mehreren Tausend Widerspr&uuml;chen Jahr f&uuml;r Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/mdr\/anwalt-hartz-IV100.html%20\">plusminus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu allerdings &bdquo;Helga Spindler: Polemik gegen &bdquo;Hartz IV-Anw&auml;lte&ldquo; diskreditiert die Durchsetzung sozialer Rechte <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23865#h07\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.info-also.nomos.de\/fileadmin\/infoalso\/doc\/Aufsatz_infoalso_14_04.pdf\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eine Frage der Daseinsf&uuml;rsorge<\/strong><br>\nWenn die Lokf&uuml;hrer streiken, schimpfen alle auf die Gewerkschaften. Aber warum nicht auf den Staat? Der w&auml;re eigentlich zust&auml;ndig.<br>\nVor einigen Tagen bin ich mit dem Auto von Berlin nach M&uuml;nchen gefahren. Stellenweise herrschte Nebel, in Franken lag noch ziemlich viel Schnee. Glatteisgefahr. Nicht angenehm, aber die Lokf&uuml;hrer hatten mal wieder mit Streiks gedroht. Dann f&uuml;gt man sich halt seufzend ins Unvermeidliche und schimpft abends auf die Gewerkschaft.<br>\nWieso schimpft eigentlich niemand auf den Staat? Ist doch sonst ein beliebtes Thema. Und der w&auml;re in diesem Fall auch die richtige Adresse f&uuml;r Unmuts&auml;u&szlig;erungen.<br>\nLandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat erkl&auml;rt, die Tarifautonomie in Deutschland sei ein &bdquo;hohes Gut&ldquo;, sie sollte seiner Ansicht nach &bdquo;allerdings nicht zu Lasten der Daseinsvorsorge ausgenutzt werden&ldquo;. Er meinte damit, dass viele Pendler auf die Bahn angewiesen sind, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Wer es ernst meine mit der Entwicklung des l&auml;ndlichen Raums, so Schmidt, der d&uuml;rfe &bdquo;die Pendler nicht auf den Bahnsteigen stehen lassen.&ldquo;<br>\nRecht hat er. Aber was will der Minister uns damit sagen? Was immer die Aufgabe von Gewerkschaften ist: Die Entwicklung des l&auml;ndlichen Raums geh&ouml;rt nicht dazu. &bdquo;Daseinsvorsorge&ldquo; &uuml;brigens auch nicht. W&uuml;rden sich Gewerkschaften &ndash; weil sie einfach nett sein wollten &ndash; darum k&uuml;mmern, dann k&ouml;nnte man ihnen die Verschwendung von Mitgliedsbeitr&auml;gen vorwerfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kolumne-Macht\/!155513\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Noch ein Genosse der Bosse<\/strong><br>\nEine von Sigmar Gabriel einberufene Kommission will gro&szlig;e Teile der Infrastruktur privatisieren. Ist das Werbung f&uuml;r seine Kanzlerschaft?<br>\nGeht es nach Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), werden gro&szlig;e Teile der Infrastruktur in Deutschland privatisiert. Um diese &ouml;ffentlich-privaten Partnerschaften (&Ouml;PP) durchzusetzen, hat Gabriel im Sommer 2014 eine Expertenkommission eingesetzt. Der taz liegt nun der Entwurf des Abschlussberichts der Gabriel-Kommission in Ausz&uuml;gen vor.<br>\nWeil die Werbedarstellung von &Ouml;PP als effizientes und kosteng&uuml;nstiges Modell nicht mehr &uuml;berzeugend wirkt &ndash; alle Rechnungsh&ouml;fe kritisieren das Instrument als f&uuml;r die Steuerzahler extrem nachteilig &ndash;, m&ouml;chte Gabriel das Vorhaben verschleiern. Gegen&uuml;ber der taz weigerte sich sein Ministerium im Dezember, Fragen zu beantworten, warum er &Ouml;PP f&ouml;rdern will. Bei diesen Modellen profitierten bislang fast nur die beteiligten Konzerne.<br>\nDer Entwurf belegt nun, dass Gabriel die Schaffung einer &bdquo;Bundes-Autobahnen Infrastrukturgesellschaft&ldquo; anschieben will. Diese soll &bdquo;s&auml;mtliche Kompetenzen im Bereich der Stra&szlig;eninfrastruktur in einer Hand b&uuml;ndeln und verf&uuml;gt &uuml;ber Schnittstellen zu Staat und Bauwirtschaft sowie privaten Anlegern&ldquo;. Es gehe dabei um eine &bdquo;konsequente Umsetzung einer Nutzerfinanzierung&ldquo; durch Mautgeb&uuml;hren &ndash; die Autofahrer sollen f&uuml;r die Autobahnen zahlen. Der Vorteil liege f&uuml;r die Investoren in &bdquo;lang laufenden Anlagem&ouml;glichkeiten f&uuml;r institutionelle Anleger&ldquo;.<br>\nGabriel m&ouml;chte den Versicherungskonzernen, die in seiner Kommission prominent vertreten sind, in Zeiten niedriger Zinsen Anlagem&ouml;glichkeit verschaffen. Die hocken auf rund 1,4 Billionen Euro. Deswegen ist Gabriel bereit, die Infrastruktur in Form von Anlageprodukten zu ver&auml;u&szlig;ern. &Uuml;ber dieses Modell will er den bestehenden Investitionsstau verringern. Der wird im Bericht auf 7,3 Milliarden Euro gesch&auml;tzt. Allein der Bedarf f&uuml;r die Bundesfernstra&szlig;en wird auf j&auml;hrlich 1,3 Milliarden Euro beziffert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Strassenbau-in-Deutschland\/!155535\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Auch das hat Herr Gabriel offenbar von Gerhard Schr&ouml;der gelernt: Die N&auml;he zu Versicherungskonzernen.<\/em><br>\n<em>Die NachDenkSeiten haben sich in der Vergangenheit mehrfach kritisch zu den PPP-Projekten ge&auml;u&szlig;ert; hier lediglich drei Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6144\">Irrweg PPP &ndash; eine Kampagne von attac<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3460\">PPP und andere Grausamkeinten: Schauen Sie Ihren Kommunalpolitikern\/innen auf die Finger!<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2630\">Die Aushebelung von Grundrechten durch die &Uuml;bertragung staatlicher Leistungen auf Private im Rahmen der PPP<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mehr Pfusch als fr&uuml;her<\/strong><br>\nElektroger&auml;te wie Waschmaschinen und K&uuml;hlschr&auml;nke gehen schneller kaputt als noch vor einigen Jahren. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Umweltbundesamt (UBA) in Kooperation mit dem &Ouml;ko-Institut am Sonntag ver&ouml;ffentlich hat. Demnach hat sich der Anteil von Haushaltsgro&szlig;ger&auml;ten, die innerhalb von f&uuml;nf Jahren defekt sind, von 2004 bis 2012 mehr als verdoppelt. Das Fazit: Es gibt zwei Ursachen f&uuml;r den Austausch von Ger&auml;ten. Die eine liegt beim Kunden selbst. &ldquo;Heute werden mehr Elektro- und Elektronikger&auml;te ersetzt, obwohl sie noch gut funktionieren&rdquo;, sagt Rainer Grie&szlig;hammer vom &Ouml;ko-Institut. Verantwortlich daf&uuml;r seien h&auml;ufig Technologiespr&uuml;nge, etwa bei Fernsehger&auml;ten. Verbraucher kaufen sich einen gr&ouml;&szlig;eren Apparat oder einen mit h&ouml;herer Aufl&ouml;sung oder mehr Funktionen, obwohl der alte keinen Defekt hat. Laut der Studie wurden im Jahr 2012 mehr als 60 Prozent der &ndash; funktionierenden &ndash; Flachbildfernseher durch ein neueres Ger&auml;t ersetzt. Das ersetzte Ger&auml;t war dabei im Schnitt f&uuml;nfeinhalb Jahre alt. Die durchschnittliche Erstnutzungsdauer bei R&ouml;hrenfernsehern lag dagegen zwischen 2005 und 2012 noch zwischen zehn und zw&ouml;lf Jahren.<br>\nDoch nicht immer ist der Konsument schuld. Der zweite Grund f&uuml;r den Neukauf sind Probleme mit dem Ger&auml;t. &ldquo;Wir stellen fest, dass der Anteil der Haushaltsgro&szlig;ger&auml;te, die nicht mal f&uuml;nf Jahre durchhalten und aufgrund eines Defekts ausgetauscht werden m&uuml;ssen, angestiegen ist&rdquo;, sagt Grie&szlig;hammer. Und zwar von dreieinhalb Prozent im Jahr 2004 auf gut acht Prozent im Jahr 2012. Durchschnittlich 13 Jahre sind Haushaltsgro&szlig;ger&auml;te heute in Benutzung &ndash; im Jahr 2004 waren es noch gut 14 Jahre. &ndash; Inwieweit geplante Obsoleszenz &ndash; also der gezielte Einbau von Schwachstellen seitens der Hersteller in die Ger&auml;te &ndash; f&uuml;r die k&uuml;rzere Nutzungsdauer verantwortlich sein k&ouml;nnte, wollen Umweltbundesamt und &Ouml;ko-Institut im zweiten Teil der Studie kl&auml;ren. Die Ergebnisse sollen gegen Ende des Jahres ver&ouml;ffentlicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2015%2F03%2F02%2Fa0039&amp;cHash=326d587b45800011220d352686afc51c\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Du kommst also aus dem Land, das unseren Propheten kr&auml;nkt?<\/strong><br>\nDie Attentate von Kopenhagen wurden in einem Land ver&uuml;bt, dessen Einwanderungspolitik seit f&uuml;nfzehn Jahren immer restriktiver wird. Im Mutterland der Mohammed-Karikaturen l&ouml;st sich dabei die Grenze zwischen Satire und Hetze auf. &ndash; D&auml;nische PolitikerInnen geh&ouml;rten zu den schlimmsten Demagoginnen und Hetzern in Europa, sagt Carsten Jensen. Die Politik Kopenhagens sei &laquo;zwei Jahrzehnte lang zielgerichtet auf eine Konfrontation zugesteuert&raquo;. Wenn ein Land nach einer Ansteckungsquelle f&uuml;r den einheimischen Terrorismus suche, dann m&uuml;sse es erst einmal bei sich selbst anfangen, fordert der Schriftsteller. &hellip; Die Politik, die D&auml;nemark betrieben habe und immer noch betreibe, sowie das Klima, das dadurch im Land entstanden sei, h&auml;tten nun einmal einen Preis, gibt der Journalist Ellegaard zu bedenken. Offenbar verm&ouml;ge f&uuml;r einen &laquo;marginalisierten Muslim&raquo; etwa der IS eine Perspektive zu bieten. Es ist deshalb vermutlich kein Zufall, dass laut der d&auml;nischen Sicherheitspolizei aus D&auml;nemark (zusammen mit Belgien) im Verh&auml;ltnis zur Bev&ouml;lkerung am meisten Staatsb&uuml;rger als IS-K&auml;mpfer nach Syrien und in den Irak gezogen sind. Auch Omar Abdel Hamid el-Hussein scheint sich &#150; nach seinen &Auml;usserungen in sozialen Medien zu schliessen &#150; als eine Art IS-K&auml;mpfer gef&uuml;hlt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1508\/daenemark\/du-kommst-also-aus-dem-land-das-unseren-propheten-kraenkt\">WOZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: D&auml;nemark nach dem Terror<\/strong><br>\nRegierung setzt auf teures Antiterrorpaket, die rechte &ldquo;D&auml;nische Volkspartei&rdquo; ist im Aufwind<br>\nLetzte Woche wurde unter gro&szlig;er Anteilnahme Finn N&oslash;rgaard begraben, der Filmemacher, der am 14. Februar von dem pal&auml;stinensischst&auml;mmigen Attent&auml;ter Omar Abdel Hamid El-Hussein in dem Kopenhager Kulturzentrum Krudtt&oslash;nden erschossen wurde (Kopenhagen: Anschlag auf Meinungsfreiheitskonferenz [3. Update]).<br>\nNach der Trauerphase wendet sich D&auml;nemark nun der Sicherheitspolitik zu. Sowohl die rechte &ldquo;D&auml;nische Volkspartei&rdquo; w&auml;chst an Popularit&auml;t wie die sozialdemokratische Premierministerin Helle Thorning-Schmidt. Doch M&auml;ngel an den Sicherheitsvorkehrungen vor Krudtt&oslash;nden k&ouml;nnten zum gro&szlig;en Thema werden.<br>\nEin 970 Millionen d&auml;nische Kronen (rund 130 Millionen Euro) teures Ma&szlig;nahmenpacket gegen den Terror hat die Regierung bereits entworfen. Von der Summe sollen 450 Millionen Kronen f&uuml;r das Aufsp&uuml;ren und Analysieren von m&ouml;glichen terroristischen Bedrohungen aus dem Ausland ausgegeben werden. Auch w&uuml;rden j&uuml;dische Einrichtungen und Menschen besser gesch&uuml;tzt, der vermutliche T&auml;ter erschoss einen Wachmann vor einer Synagoge.<br>\nNoch im Januar, vor dem Anschlag, wurden haupts&auml;chlich vorbeugende Ma&szlig;nahmen von fast allen Parteien verabschiedet, die auf allein 8,1 Millionen Euro veranschlagt worden waren (PegidaDK &ndash; nicht weit weg vom &ldquo;Mainstream&rdquo;). F&uuml;r Diskussionsstoff sorgen noch die 150 aus D&auml;nemark ausgereisten Personen, die f&uuml;r den Islamischen Staat in Syrien und Irak k&auml;mpfen: Was soll bei ihrer R&uuml;ckkehr mit ihnen geschehen?<br>\nBislang scheint es so, dass die rechte &ldquo;D&auml;nische Volkspartei&rdquo; aus der derzeitigen Verunsicherung politisches Kapital schlagen kann. In aktuellen Umfragen liegt sie bei 21,7 Prozent, bei der Parlamentswahl 2011 erzielte sie lediglich 12,3 Prozent. Die Sozialdemokraten stehen gerade mal 22 Prozent &ndash; die Beliebtheit der Premierministerin strahlt nicht auf die Partei aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44262\/1.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schuldenschnitt f&uuml;r 60.000 Kroaten<\/strong><br>\nKritisch be&auml;ugt von ausl&auml;ndischen Kommentatoren entschuldet Kroatien seine &auml;rmsten B&uuml;rger<br>\nWie der sozialdemokratische Premier, Zoran Milanovic, erkl&auml;rte, k&ouml;nne man mit der Anfang Februar angelaufenen Entschuldungsaktion &ldquo;Zehn von Tausend&rdquo; kroatischen Familien helfen. Das Programm wurde mit Banken, Steuerbeh&ouml;rden, staatlichen Unternehmen und Telekommunikationsanbietern ausgehandelt. Rund 27 Millionen Euro an privaten Verbindlichkeiten d&uuml;rften gestrichen werden. Das ist allerdings nur ein Tropfen auf dem hei&szlig;en Stein.<br>\nAgenturberichten zufolge k&ouml;nnen kroatische B&uuml;rger bis Mai einen Erlass ihrer Schulden beantragen. In den Genuss der Aktion &ldquo;Neuer Anfang&rdquo; sollen B&uuml;rger kommen, deren Konten seit &uuml;ber einem Jahr gesperrt sind. Die Schulden d&uuml;rfen nicht mehr als 35.000 Kuna (ca. 4.550 EUR) betragen und das Monatseinkommen nicht h&ouml;her als 2.500 Kuna (ca. 325 EUR) liegen. Es d&uuml;rfe kein Verm&ouml;gen zur Begleichung der Verbindlichkeiten vorhanden sein.<br>\nDer Schuldenschnitt wurde von der Regierung mit Banken, Kommunen, staatlichen Unternehmen, Steuerbeh&ouml;rden und Telekommunikationsunternehmen ausgehandelt. Bis zu 27.3 Millionen Euro k&ouml;nnten gestrichen werden. Im Vergleich zu den Gesamtschulden der Kroaten ist dieser Betrag allerdings verschwindend niedrig. Insgesamt werden die privaten Verbindlichkeiten der Kroaten auf etwa vier Milliarden Euro gesch&auml;tzt, berichtet die &ouml;sterreichische Nachrichtenagentur APA. Weitere 260.000 Privatkonten blieben weiterhin gesperrt, zumal ihre Inhaber die Voraussetzungen f&uuml;r einen Schuldenschnitt nicht erf&uuml;llen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44237\/1.html\">Brigitte Zarzer auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Der Neoliberalismus, das Internet und wir &ndash; Pathologien der Freiheit<\/strong><br>\n&ldquo;Pathologien der Freiheit&rdquo; zeichnet den kritischen Netzdiskurs nach &ndash; von den 1980er-Jahren bis heute &ndash; und zeigt, wie im zweiten Anlauf aus der Asche der Dot.com-Krise und der Twin Towers das neoliberale Internet entsteht, in dem Staaten, Geheimdienste und Unternehmen vor allem Kalkulierbarkeit und Kontrolle der Individuen anstreben. Erf&uuml;llt sich hier eine Bef&uuml;rchtung des franz&ouml;sischen Philosophen Michel Foucault? Der warnte bereits in den 1970er-Jahren vor einer Gesellschaft, die auf den &ldquo;homo economicus&rdquo; baut, ein Subjekt, das sich gezwungen sieht, sich st&auml;ndig selbst zu optimieren und sich dabei in einer &ldquo;Freiheitsfalle&rdquo; verheddert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/dok5\/der-neoliberalismus-das-internet-und-wir100.html\">WDR Dok 5 (dort auch das Manuskript zur Sendung zum Download)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/podcast-ww.wdr.de\/medstdp\/fsk0\/64\/640634\/wdrfeaturedepot_2015-03-01_derneoliberalismusdasinternetundwirpathologienderfreiheit_wdr3.mp3\">Podcast<\/a><\/li>\n<li><strong>Verfassungsschutz setzt &bdquo;stille SMS&ldquo; ein<\/strong><br>\nDer Verfassungsschutz m&ouml;chte in Zukunft vermehrt &bdquo;stille SMS&ldquo;. Die sind umstritten, da damit Telefone geortet und Bewegungsprofile erstellt werden k&ouml;nnen.<br>\nDer Verfassungsschutz greift zur &Uuml;berwachung verd&auml;chtiger Personen immer st&auml;rker auf eine heimliche Handy-Ortung zur&uuml;ck. Im zweiten Halbjahr 2014 versendete der deutsche Inlandsgeheimdienst rund 142.000 sogenannte &bdquo;stille SMS&ldquo; an die Mobiltelefone von Verd&auml;chtigen und damit fast drei Mal so viele wie in den ersten sechs Monaten. Dies geht aus einer Reuters vorliegenden Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der Linken-Abgeordneten Andrej Hunko und Jan Korte hervor, aus der zuvor der &bdquo;Spiegel&ldquo; aus seiner neuen Ausgabe berichtet hatte. Das Bundeskriminalamt (BKA) mit knapp 27.000 solcher SMS-&Uuml;berwachungen und die Bundespolizei mit rund 39.500 fuhren ihre Aktivit&auml;ten in diesem Bereich hingegen zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/inlandsgeheimdienst-verfassungsschutz-setzt-stille-sms-ein\/11437554.html%20\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie nah war der Verfassungsschutz den NSU-M&ouml;rdern?<\/strong><br>\nDie Aufkl&auml;rung des NSU-Mordes in einem Kasseler Internetcaf&eacute; 2006 k&ouml;nnte viele offene Fragen zur Terrorserie beantworten. Bisher unver&ouml;ffentlichte Dokumente bringen Hessens Verfassungsschutz in Not.<br>\nEs kommt nicht oft vor, dass Polizisten einen Verfassungssch&uuml;tzer abh&ouml;ren. Doch genau das taten Ermittler der Kasseler Mordkommission Ende April 2006 &uuml;ber Monate. Ein Mitarbeiter des Landesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz Hessen stand unter Mordverdacht. Am 6. April 2006 hatte sich der Beamte Andreas Temme in einem Internetcaf&eacute; in Kassel aufgehalten, als dort der Besitzer Halit Yozgat mit zwei Kopfsch&uuml;ssen ermordet wurde.<br>\nEs war der neunte Mord der Serie, die dem NSU, dem sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund, zugeschrieben wird. Trotz eines laufenden Strafprozesses in M&uuml;nchen und mehrerer parlamentarischer Untersuchungsaussch&uuml;sse sind die Hintergr&uuml;nde der Anschl&auml;ge bis heute nicht vollst&auml;ndig gekl&auml;rt.<br>\nEine Schl&uuml;sselrolle im NSU-Komplex spielt offenbar der Verfassungssch&uuml;tzer, den die Fahnder im April 2006 im Visier hatten. Nach der Tat meldete er sich erstaunlicherweise nicht bei der Polizei als Zeuge. Und angeblich verlor er auch in seinem Amt kein Wort dar&uuml;ber, dass er am Tatort eines Mordes gewesen war &ndash; zwei Wochen lang, bis ihn die Polizei anhand von Computer-Daten identifizierte.<br>\nDie &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; kann jetzt den Ablauf der Ereignisse vor und nach dem Mord in Kassel rekonstruieren und sich dabei auf Vermerke und Akten aus dem hessischen Innenministerium st&uuml;tzen, die bislang &ouml;ffentlich nicht bekannt waren. Vor allem abgeh&ouml;rte Telefonate, die erst jetzt ausgewertet werden konnten, lassen den Mord von Kassel in einem anderen Licht erscheinen.<br>\nDiese Protokolle und weitere, bislang unbekannte Details, werden in mehreren Beweisantr&auml;gen aufgef&uuml;hrt, die die Anw&auml;lte der Hinterbliebenen des Opfers Halit Yozgat, Thomas Bliwier, Bilsat Top, Doris Dierbach und Alexander Kienzle, am vergangenen Freitag beim Oberlandesgericht in M&uuml;nchen eingereicht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article137918258\/Wie-nah-war-der-Verfassungsschutz-den-NSU-Moerdern.html%20\">Die Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die L&uuml;ge von der Vereinbarkeit<\/strong><br>\nAuch wenn stets das Gegenteil behauptet wird: Die totale Mobilisierung beider Geschlechter f&uuml;r das Arbeitsleben l&auml;sst nicht genug Zeit f&uuml;r Kinder. Die Vollzeit arbeitende Gesellschaft zehrt von der Substanz.<br>\nDie Vereinbarkeit ist allgegenw&auml;rtig. Sie fehlt in kaum einer Pressekonferenz von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles oder Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Und in Personalabteilungen redet man ohnehin von fast nichts anderem mehr.<br>\nArbeit und der Rest des Lebens sollen miteinander vereinbar sein. Das finden alle gut und richtig, ob Staat, NGO oder Unternehmen. Und die arbeitenden M&auml;nner und Frauen sowieso.<br>\nRoland Berger hat vor kurzem eine Studie pr&auml;sentiert, mit deren Hilfe man eine &bdquo;neue Vereinbarkeit&ldquo;, also einen &bdquo;Qualit&auml;tssprung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie&ldquo; fordert. Das klingt nat&uuml;rlich besonders fortschrittlich.<br>\nDrei Dinge stellen die Autoren heraus: Unternehmen nehmen wahr, dass auch V&auml;ter ein Familienleben haben m&ouml;chten; Berufseinsteiger erwarten, dass der Job sich nach der Lebensplanung richtet; Eltern w&uuml;nschen sich, beide &bdquo;vollzeitnah&ldquo; zu arbeiten und Familienarbeit fair zu teilen. (&hellip;)<br>\nDie illusion&auml;re Behauptung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat nicht nur den vordergr&uuml;ndigen Zweck, Menschen, die unter keinen Umst&auml;nden auf die Gr&uuml;ndung einer Familie verzichten wollen, dennoch als Vollzeitarbeitskr&auml;fte zu motivieren. Sie vernebelt auch einen unbequemen Zusammenhang in modernen Industriegesellschaften, n&auml;mlich den zwischen der Produktivit&auml;t und der Reproduktivit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/erfolg\/zukunftderarbeit\/familie-und-beruf-die-luege-von-der-vereinbarkeit\/11331314-all.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>F&uuml;hrungsanspruch als Zitat<\/strong><br>\nHofberichterstattung im Deutschlandfunk<br>\nKlaus Remme &ndash; fr&uuml;her Korrespondent des Deutschlandfunks in Washington, heute f&uuml;r den Sender v.a. in Sachen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik zust&auml;ndig &ndash; hat einen guten Draht ins Au&szlig;enministerium und zu den wichtigsten au&szlig;enpolitischen Think-Tanks. Er ist damit ein gutes Beispiel f&uuml;r die immer h&auml;ufiger kritisierte Verquickung zwischen Medien und Politik und die daraus resultierende unkritische Berichterstattung.<br>\nAls Beispiel und konkreter Ort (f&uuml;r diese Verquickung wird immer wieder die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz genannt (Journalisten als politische Lobbyisten?) und tats&auml;chlich scheinen auch die Verbindungen zwischen Remme und Konferenzleiter Ischinger gut zu sein. Jedenfalls zitiert ersterer gerne letzteren. Kurz vor der diesj&auml;hrigen Sicherheitskonferenz etwa am 18. Januar mit der Einsch&auml;tzung, wonach es &ldquo;ein Wunder oder jedenfalls viel Gl&uuml;ck&rdquo; w&auml;re, wenn Deutschland vor terroristischen Anschl&auml;gen verschont bliebe, um anschlie&szlig;end &uuml;ber neue Vorst&ouml;&szlig;e zur Einf&uuml;hrung der Vorratsdatenspeicherung zu berichten. Wenige Tage sp&auml;ter berichtete Remme dann &ldquo;mit einem Blick hinter die Kulissen&rdquo; &uuml;ber die Sicherheitskonferenz selbst. Auch hier kommt Ischinger zu Wort und wird ihm sogar das letzte Wort &uuml;berlassen, in dem er diejenigen, die drau&szlig;en demonstrieren, als &ldquo;ewig Gestrige&rdquo; bezeichnet, &ldquo;die sich an ihrem Feindbild von vorgestern erfreuen&rdquo;.<br>\nWenn Remme hier au&szlig;erdem berichtet, dass sich auf der Konferenz &ldquo;in den unteren Fluren &hellip; Akteure und Beobachter&rdquo; mischen, dann liefert er damit eigentlich eine ganz gute Beschreibung seiner Arbeit in der Diskursmaschine.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44247\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Gr&uuml;nen: Parteiferne Anstiftung<\/strong><br>\nIn der Ukraine-Krise pr&auml;gen Teile der parteinahen Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung ein gutes St&uuml;ck des Au&szlig;enbildes der Gr&uuml;nen. Dabei treten wieder sehr spezielle transatlantische Haltungen und Verbindungen hervor, die eine lange Geschichte haben [&hellip;]<br>\nIch bin da, um als au&szlig;enpolitischer Sprecher meiner Fraktion amerikanischen Interessenten Auskunft zu geben. Schon bei ihrer Begr&uuml;&szlig;ung liefert die B&ouml;ll-B&uuml;roleiterin[2] mich ans Messer. &ldquo;Er geh&ouml;rte zu denen, die die Nato abschaffen wollten.&rdquo; Das ist zwar ebenso dumm wie falsch, verfehlt aber nicht seine Wirkung. Der Vertreter des &ldquo;American Enterprise Institute&rdquo; f&auml;llt &uuml;ber mich her. Laut, ungehobelt, p&ouml;belnd. Ein Parteig&auml;nger der Fundamentalistentruppe rund um das Wei&szlig;e Haus. Das also waren George W. Bushs au&szlig;enpolitische Berater. Die B&ouml;ll-Stiftung hat, aus Angst, des Antiamerikanismus geziehen zu werden, ihre Dialogstrategie sehr weit nach rechts ausgeweitet.::Ludger Volmer[3]<br>\nKurz zuvor, im September 2004, hatte der neokonservative Think Tank &ldquo;Project For The New American Century&rdquo; (PNAC), einen &ldquo;Brief der Einhundert &uuml;ber die Demokratie in Russland&rdquo; ver&ouml;ffentlicht. Vorsitzender des PNAC, das sich seinerzeit im selben Geb&auml;ude wie das bereits erw&auml;hnte &ldquo;American Enterprise Institute&rdquo; befand, war der bekannte Neokonservative William Kristol, Mitbegr&uuml;nder unter anderem der Berater von George W. Bush jr. Richard Perle, Mitglieder unter anderen die neokonservativen Vordenker Francis Fukuyama und Robert Kagan, sowie aus der Bush-Administration Dick Cheney, Donald Rumsfeld und Paul Wolfowitz. Das Besondere dieses Briefes ist nicht die &uuml;bliche ideologische &Uuml;berh&ouml;hung (&ldquo;At this critical time in history when the West is pushing for democratic change around the world&rdquo;) des neokonservativen Programms einer &ldquo;Pax Americana&rdquo; mit aggressiv-offensiven milit&auml;rischen Mitteln &ndash; mit den heute allseits bekannten desastr&ouml;sen Folgen (siehe: Irak) -, das Besondere sind seine Unterzeichner und der Zeitpunkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44278\/1.html\">Robert Zion auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Paywall: S&uuml;ddeutsche zieht im Internet Bezahlschranke hoch<\/strong><br>\nDie S&uuml;ddeutsche Zeitung will ihre Inhalte k&uuml;nftig nur noch begrenzt kostenlos online freigeben. Nutzer k&ouml;nnen dann einige Artikel einsehen, bevor sich die Bezahlschranke senkt. Davor k&ouml;nnen sie aber fast alle Artikel der gedruckten Zeitung online lesen.<br>\nEine Bezahlschranke auf der Internetseite der S&uuml;ddeutschen Zeitung soll ab Ende M&auml;rz daf&uuml;r sorgen, dass pro Nutzer nur noch eine begrenzte Zahl an Artikeln kostenlos einsehbar ist. Das berichtet der Spiegel und erkl&auml;rt, die S&uuml;ddeutsche setze damit auf das sogenannten &ldquo;metered model&rdquo;, das die New York Times popul&auml;r gemacht hat. Auf sueddeutsche.de sollen demnach anfangs pro Nutzer und Woche voraussichtlich zehn Texte kostenlos abrufbar sein. Weitere gebe es nur bei Abschluss des Digital-Abos &ldquo;SZ plus&rdquo; (f&uuml;r monatlich 30 Euro) oder nach dem Kauf eines Tagespasses (1,99 Euro). In Zukunft solle die Zahl frei verf&uuml;gbarer Artikel noch sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Paywall-Sueddeutsche-zieht-im-Internet-Bezahlschranke-hoch-2561496.html%20\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Auf der einen Seite wollen und m&uuml;ssen die Zeitungsverlage Geld verdienen, aber wir entwickeln uns in das Informationszeitalter vor dem Internet zur&uuml;ck, mit den bezahlten Presseberichten f&uuml;r die oberen 30% des Einkommens. Die Informationsfreiheit des Internets wird durch die Bezahlschranken f&uuml;r den Normalnutzer nicht mehr bezahlbar und wir entwickeln uns mehr und mehr zu einer geteilten Informationsgesellschaft, in der jene die &uuml;ber ausreichend freie Mittel verf&uuml;gen, sich umfangreich informieren k&ouml;nnen und der &uuml;berwiegende Teil unserer Gesellschaft uninformiert oder einseitig durch die Funkmedien informiert wird, ohne echte M&ouml;glichkeit eines Gegen-Checks.<\/em><br>\n<em>Bei einer allgemeinen Bezahlschranke im Internet, w&uuml;rden auch Systeme, wie Google News oder Portal, wie die NachDenkSeiten ausgehebelt, da nicht mehr auf die angezeigten Artikel zugegriffen werden kann. Man k&ouml;nnte sagen, die fast unbegrenzte Informationsfreiheit soll zu Gunsten der Gewinne eingeschr&auml;nkt werden. Der gelenkte Kommentarbereich in der SZ war hier ein deutlicher Fingerzeig. War das freie Internet nur eine kurze Episode und soll die Mehrzahl der B&uuml;rger informativ wieder in alte Zeiten vor dem Internet gedr&auml;ngt werden oder ist die Bezahlschranke nur die Antwort auf die Forderungen nach einem zweigeteilten Internet in anderer Form?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die inszenierte Suchaktion<\/strong><br>\nIsrael gilt als einzige Demokratie im Nahen Osten. Dennoch beeinflusst sie die Berichterstattung der Medien: durch Nachrichtensperren und Zensur&hellip;<br>\nZwei Wochen lang durchsuchen Tausende Soldaten das Westjordanland. Zwei Wochen lang sch&uuml;ren israelische Medien die Hoffnung von Millionen Menschen, dass die drei Talmudsch&uuml;ler unversehrt gefunden werden. Und das, obwohl viele der gro&szlig;en Zeitungen, Fernseh- und Radiostationen schon fr&uuml;h wussten, dass die Teenager wahrscheinlich bereits zu Beginn der Entf&uuml;hrung ermordet wurden. Doch dar&uuml;ber durften Journalisten in Israel nicht berichten. Das Oberste Gericht verh&auml;ngte auf Antrag der Polizeibeh&ouml;rde eine sogenannte Gag-Order &ndash; eine Nachrichtensperre.<br>\nWie zweifelhaft die Rolle der Regierung und der Medien in dieser Angelegenheit war, wei&szlig; Aluf Benn, der Chefredakteur der linksliberalen Tageszeitung Haaretz. Das Problematischste sei nicht die Nachrichtensperre gewesen, auch wenn sie &ldquo;&auml;u&szlig;erst umfassend&rdquo; gewesen sei. Sondern die Tatsache, dass die Medien eine Geschichte erfanden. Und zwar die, dass die Jungs leben und zur&uuml;ckgeholt werden k&ouml;nnen. &ldquo;Es war eine Inszenierung, wie in einem Theaterst&uuml;ck. Die Medien wussten genau, dass die Geschichte nicht stimmt.&rdquo; &hellip;<br>\nIn diesen zwei Wochen griff noch ein zweites Instrument der israelischen Regierung, um Berichterstattung zu beeinflussen: die Zensur. Seit der Staatsgr&uuml;ndung existiert in Israel daf&uuml;r eigens eine Beh&ouml;rde. Sie ist dem Milit&auml;r angegliedert, unterliegt nach eigenen Angaben aber ausschlie&szlig;lich dem Obersten Gericht und arbeitet unabh&auml;ngig von anderen Sicherheitsbeh&ouml;rden. 40 Zensoren bekommen dort alle Artikel zu milit&auml;rischen oder geheimdienstlichen Belangen vor ihrer Ver&ouml;ffentlichung auf den Schreibtisch. Pro Monat sind das Tausende von Texten. Ein Sprecher sagt gegen&uuml;ber der taz: &ldquo;Wir lesen sie und entscheiden, ob sie so ver&ouml;ffentlicht werden d&uuml;rfen oder nicht. Wir treffen uns mit den Journalisten dabei meistens in der goldenen Mitte.&rdquo; &Uuml;ber 80 Prozent der eingereichten St&uuml;cke w&uuml;rden nicht beanstandet, der Rest lediglich an &ldquo;bestimmten Stellen&rdquo;&hellip;.<br>\nBislang hielt sich die NYT immer an Nachrichtensperren. Das sei, &ldquo;wie sich an Verkehrsregeln zu halten&rdquo;, so die Chefin des Israel-B&uuml;ros.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=fl&amp;dig=2015%2F02%2F28%2Fa0064&amp;cHash=0fa764ce0439c692ba40c7919933afaa\">taz<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25240","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25240","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25240"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25240\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25243,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25240\/revisions\/25243"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25240"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25240"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25240"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}