{"id":25258,"date":"2015-03-03T09:06:38","date_gmt":"2015-03-03T08:06:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258"},"modified":"2015-03-03T09:06:38","modified_gmt":"2015-03-03T08:06:38","slug":"hinweise-des-tages-2324","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h02\">Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h03\">Das Scheitern der europ&auml;ischen Sozialdemokratie in der Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h04\">Journalismus unter Druck: Studie beleuchtet Probleme in den Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h05\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h06\">Publikationshinweis: Austerit&auml;t und Besteuerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h07\">Mindestl&ouml;hne in der EU wieder st&auml;rker gestiegen &ndash; In Westeuropa zwischen 8,06 und 11,12 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h08\">Hartz-Reformen haben Ungleichheit versch&auml;rft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h09\">Jobsuche &ndash; Bewerber haben es im Ruhrgebiet schwer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h10\">Protest gegen Pl&auml;ne zur Tarifeinheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h11\">Sinkender Anteil der Arbeitgeberbeitr&auml;ge verringert 2012 die Lohnnebenkostenquote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h12\">Zeit f&uuml;r ein neues Normalarbeitsverh&auml;ltnis!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h13\">Jauch-Talk zum Mindestlohn: In der ideologischen Blase<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h14\">&raquo;Tarifeinheitsgesetz kommt Streikverbot gleich&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h15\">BamS-Autor Backhaus wird Chef-Kommunikator von CSU-Minister S&ouml;der<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h16\">Fall Edathy &ndash; Nur Verlierer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h17\">CSU-Verwandten-Aff&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h18\">Schafft die Schulbeamten ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h19\">Niederl&auml;ndische StudentInnen im Protest f&uuml;r mehr Demokratie an den Unis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258#h20\">100. Jahrestag Genozid an Armeniern &ndash; Sie zogen es vor, nichts zu tun<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25258&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Ein richtiges Klima der Verhetzung<\/strong><br>\nDie Euro-Sanierungspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel sei offenkundig gescheitert, sagte der Gr&uuml;nen-Politiker J&uuml;rgen Trittin im Deutschlandfunk. Das zeige sich nicht nur in Griechenland. Wie vor allem von der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung Stimmung gegen das Land gemacht werde, sei &ldquo;zutiefst rassistisch und verabscheuungsw&uuml;rdig&rdquo;.<br>\nSchmidt-Mattern: Jetzt hat der griechische Finanzminister Varoufakis schon wieder einen Schuldenschnitt selber ins Gespr&auml;ch gebracht. Das Wort von einem neuen Privatisierungsstopp ist wieder gefallen. Es gibt in den Reihen der Abgeordneten, gerade in der Union, viele laute Bedenken, ob dieser Kurs langfristig so weiter gehalten werden kann, Griechenland mit immer wieder neuen Rettungspaketen zu st&uuml;tzen. Das sind doch alles Einw&auml;nde, die berechtigt sind, oder nicht?<br>\nTrittin: Nein. Wir finden in Deutschland inzwischen ein richtiges Klima der Verhetzung. Angetrieben durch Kai Diekmanns &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung wird das Bild von dem &ldquo;gierigen Griechen&rdquo; gemalt. Das ist zutiefst rassistisch &ndash; um das mal so deutlich zu sagen &ndash; und verabscheuensw&uuml;rdig. Was ist eigentlich gierig daran, wenn heute eine Million Griechinnen und Griechen ohne Krankenversicherungsschutz dastehen? Wir haben es mit etwas ganz anderem zu tun. Wir haben es damit zu tun, dass offenkundig ist, dass die Sanierungspolitik, wie sie sich Frau Merkel vorgestellt hatte, in den L&auml;ndern des S&uuml;dens gescheitert ist. Anders gesagt: Ausgabenk&uuml;rzungen, die nicht gleichzeitig begleitet werden durch Investition, durch Wachstum, solche Ausgabenk&uuml;rzungen f&uuml;hren Volkswirtschaften ins Elend. Und das ist der Grund, warum Herr Rajoy in Spanien keine Aussicht hat, jemals wiedergew&auml;hlt zu werden &ndash; es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Regierungsbeteiligung von Podemos, m&ouml;glicherweise den Regierungschef durch Podemos geben, es wird auch in Portugal die konservative Regierung aller Voraussicht nach abgew&auml;hlt werden. Das hei&szlig;t, wir stehen vor der Situation &ndash; alle in Europa -, dass die Politik der Austerit&auml;t abgel&ouml;st werden muss durch eine Politik kluger Strukturreformen, verbunden mit tats&auml;chlichen Investitionen. Und daf&uuml;r muss man Geld in die Hand nehmen im Europa, und das scheitert zur Zeit noch an der Blockade Deutschlands.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechenland-hilfen-ein-richtiges-klima-der-verhetzung.868.de.html?dram:article_id=312925\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> J&uuml;rgen Trittins Einsch&auml;tzung der Springer-Kampagne ist voll beizupflichten. Aber nicht nur die BILD beflei&szlig;igt sich der Hetzte gegen Griechenland. Auch viele andere deutsche Politiker tragen ihr &Uuml;briges dazu bei. Vorneweg die Politiker der CSU. Wie etwa der CSU-Generalsekret&auml;r Andreas Scheuer auf dem politischen Aschermittwoch seiner Partei: &ldquo;Den griechischen Halbstarken mit heraush&auml;ngendem  Hemd, denen sage ich, Hemd rein, G&uuml;rtel enger schnallen, die Zeit der griechischen Feten mit Wein ist vorbei, jetzt wird endlich gearbeitet &hellip;.&rdquo; Oder CSU-Bundestagsabgeordneter Klaus Peter Willsch in der Bundestagsdebatte &uuml;ber die Fortf&uuml;hrung des Hilfsprogrammes f&uuml;r Griechenland: &bdquo;Schauen Sie sich Tsipras an, schauen sie sich Varoufakis an: W&uuml;rden Sie von denen einen Gebrauchtwagen kaufen? Wenn die Antwort darauf nein ist, dann stimmen Sie heute mit Nein.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Es sind aber nicht nur Figuren wie Scheuer oder Willsch, die gesamten &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; inszenieren seit dem Wahlsieg der Syriza eine Hasskampagne gegen ein einzelnes europ&auml;isches Land, wie man sie, leider f&auml;llt einem kein anderer Vergleich ein, seit den Nazis nicht mehr erlebt hat. Sind das die deutschen Vorstellungen eines vereinten Europas? Das ersch&uuml;tternde, nur eine Minderheit im Lande scheint sich wirklich daran zu st&ouml;ren, wenn so gegen ein anderes Land gehetzte wird. Wo sind all diejenigen, die so vehement gegen Pegida Stellung bezogen haben? Ist etwa die Kampagne insbesondere der Springer-Hetzbl&auml;tter gegen die &ldquo;Pleite-Griechen&rdquo; keine rassistische Hetze? Oder stimmt man dieser sogar insgeheim zu? Bisher gab es noch keine einzige Demonstration in Deutschland, die sich solidarisch mit den griechischen Menschen erkl&auml;rt h&auml;tte.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur Illustration der t&auml;glichen Hetze der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; dieser Kommentar auf der Webpage von n-tv:<\/em><\/p>\n<p><strong>Griechenlands gr&ouml;&szlig;tes Problem hei&szlig;t Tsipras<\/strong><br>\nMit seiner Ma&szlig;losigkeit br&uuml;skiert Griechenlands Ministerpr&auml;sident beinahe t&auml;glich seine europ&auml;ischen Partner. Er beklagt Erpressungen und Drohungen &ndash; seine Regierung setzt exakt darauf. Tsipras&rsquo; Selbst&uuml;bersch&auml;tzung ist eine Gefahr f&uuml;r sein Land.<br>\nEs gibt nicht wenige in Deutschland und im &uuml;brigen Europa, denen beim Gedanken an die Rettung Griechenlands ein Begriff aus der Psychiatrie einf&auml;llt: Wahnsinn. In der Tat kann man den Vorgang &ndash; nun bereichert um die Aussicht auf ein drittes Kreditpaket &ndash; als &ouml;konomischen Irrsinn betrachten.<br>\nDie Diagnose bezog sich bislang weitgehend auf volkswirtschaftliche Aspekte. Seit dem Machtwechsel in Griechenland r&uuml;cken jedoch zunehmend Personen in den Mittelpunkt dieser Pathologisierung. Denn inzwischen fragen nicht nur Eurogegner, sondern auch jene, die es gut meinen mit den Griechen: Ist die Regierung in Athen noch ganz bei Trost?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Griechenlands-groesstes-Problem-heisst-Tsipras-article14611591.html\">n-tv<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Dijsselbloem lockt Griechen mit schnellem Geld<\/strong><br>\nGriechenland k&ouml;nnte bereits im M&auml;rz weitere Milliarden der internationalen Geldgeber erhalten &ndash; vorausgesetzt, das Land f&auml;ngt mit der Umsetzung versprochener Reformen an. Dieses Angebot machte nun Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem in der &ldquo;Financial Times&rdquo;. &ldquo;Meine Botschaft an die Griechen lautet: Versucht das Programm zu starten, bevor die gesamten Verhandlungen beendet sind&rdquo;, sagte der niederl&auml;ndische Finanzminister. &ldquo;Es gibt Elemente, mit denen bereits heute begonnen werden kann. Wenn ihr das tut, dann k&ouml;nnte es irgendwann im M&auml;rz eine erste &Uuml;berweisung geben. Das aber w&uuml;rde Fortschritt erfordern und nicht blo&szlig; Absichten.&rdquo;<br>\nGrunds&auml;tzlich kann Griechenland auf die Auszahlung von 7,2 Milliarden Euro hoffen, da das Land sich mit der Euro-Gruppe auf Reformzusagen geeinigt hat.<br>\nDas Geld sollte aber erst ausgezahlt werden, wenn die Reformliste aus Athen &uuml;berpr&uuml;ft wurde. Das k&ouml;nnte dauern &ndash; bisher war Ende April als Frist vorgesehen.<br>\nDijsselbloems Appell an Athen kann als Angebot der Europartner verstanden werden, schneller an Geld zu kommen. Denn Griechenland k&ouml;nnte bereits in den kommenden Wochen das Geld ausgehen. Die Regierung muss Kredite zur&uuml;ckzahlen und Zinsen begleichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-euro-gruppe-bietet-geld-gegen-reformen-an-a-1021304.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich m&uuml;sste das geneigte Publikum das Spiel langsam durchschauen. Es geht definitiv nicht darum Griechenland zu helfen einen Ausweg aus der fatalen Schulden&ouml;konomie zu erm&ouml;glichen und eine langfristige &ouml;konomische Perspektive zu geben. Sondern es geht darum Griechenland in der eisernen Klammer der Verschuldung und der Alimentierung durch internationale Finanzmarktakteure zu halten. Die Abh&auml;ngigkeit von externen Mittel raubt der griechischen Regierung faktische jeden Handlungsspielraum und ist der entscheidende Hebel zur Durchsetzung der neoliberalen Agenda in Griechenland durch Berlin und Br&uuml;ssel. Nur darum geht es. Auch bei der nun von Euro-Gruppen-Chef Dijsselbloem ins Spiel gebrachten Formel Geld gegen &bdquo;Reformen&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zaziki f&uuml;r die Griechen<\/strong><br>\nAls der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis den Europ&auml;ern seine Ideen zur Beilegung der Griechenlandkrise schickte, antwortete Wolfgang Sch&auml;uble: &bdquo;Der Brief aus Athen ist kein substantieller L&ouml;sungsvorschlag.&ldquo;<br>\nDazu muss man wissen, dass der Sch&auml;uble ja nur wie ein Arzt handelt, zu dem ein kranker Mann kommt und fragt: &bdquo;Was muss ich machen, um wieder gesund zu werden?&ldquo; Worauf der Arzt sagt: &bdquo;Du musst vor allem erst mal deine offenen Medikamenten-Rechnungen an die Pharmakonzerne bezahlen, dann wird&rsquo;s dir wieder besser gehen.&ldquo;. Ein Jahr sp&auml;ter ist der Mann nicht mehr krank, sondern totkrank. Und was macht der Arzt? Er besteht auf Einhaltung der Therapie.<br>\nDeswegen sagte Sch&auml;uble: &bdquo;Der Brief aus Athen ist kein substantieller L&ouml;sungsvorschlag&ldquo;, denn er will den Griechen ja einfach nur seri&ouml;ses Finanzgebarden beibringen, und zwar so seri&ouml;s, wie Sch&auml;uble selber seine Finanzen stets gehandhabt hat. Man h&auml;tte sich also in Athen einfach nur mal beim Waffenh&auml;ndler Schreiber erkundigen m&uuml;ssen, dann h&auml;tte man erfahren, dass Briefe f&uuml;r Wolfgang Sch&auml;uble nur dann etwas substantielles beinhalten, wenn sich 100.000 DM im Umschlag befinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hgbutzko.de\/blog\/artikel\/article\/zaziki-fuer-die-griechen-maerz-15.html\">HG.Butzko<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150303_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.irishtimes.com\/opinion\/martyn-turner-1.2111456\">Irish Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Greece Now Positioned to Negotiate a New Loan Agreement<\/strong><br>\nProfessor James K. Galbraith, academic colleague and advisor to Finance Minister Yanis Varoufakis, says the extension of the loan agreement will allow for a change in the terms to be developed over the next four months.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/therealnews.com\/t2\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=31&amp;Itemid=74&amp;jumival=13292&amp;updaterx=2015-02-26+14%3A00%3A08\">TRN<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&raquo;Hinrichtung nach KGB-Handbuch&laquo;?<\/strong><br>\nDiejenigen Jornalisten und Redaktionen in der Bundesrepublik, denen Putin als der weltweit einzige B&ouml;sewicht in einem politischen F&uuml;hrungsamt gilt, mussten sich gedanklich nicht erst anstrengen, f&uuml;r sie ist das &raquo;Todesr&auml;tsel vor den Mauern des Kreml&laquo; gar keines; in jenem Geb&auml;ude selbst residiert der Verantwortliche, denn nun ist die &raquo;Todesdrohung an alle oppositionellen russischen Politiker&laquo; brutal und in aller &Ouml;ffentlichkeit verk&uuml;ndet ( &raquo;Die Welt&laquo;). &raquo;Nur Furcht h&auml;lt Putins System am Leben&laquo;, die &raquo;Hinrichtung&laquo; Nemzows fand &raquo;wie nach dem KGB-Handbuch&laquo; statt (&raquo;BILD&laquo;), &raquo;wer nicht f&uuml;r Putin ist, f&uuml;rchtet sich sp&auml;testens jetzt&laquo; (&raquo;Die Welt&laquo;), &raquo;Nemzow war der letzte, der die Wahrheit aussprach&laquo; (&raquo;Spiegel Online&laquo;), &raquo;die russische politische Elite wird vernichtet&laquo; (&raquo;S&uuml;ddeutsche&laquo;).<br>\nDer Kreml aber, wei&szlig; &raquo;Spiegel Online&laquo;, hat eine gro&szlig;e &raquo;Operation Desinformation&laquo; gestartet, er geht verschw&ouml;rungstheoretisch vor: War der Mord vielleicht ein spannungsf&ouml;rdernder, geheimdienstlicher Akt im Interesse der Feinde Putins? Oder eine islamistische Gewaltttat? Oder eine Wahnsinnstat solcher ukrainischer Separatisten, die ihre eigenen Ziele verfolgen? Oder schlie&szlig;lich doch privat motiviert, gesch&auml;ftlich bzw. als Rache an einem Macho?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/963508.hinrichtung-nach-kgb-handbuch.html%20\">Arno Kl&ouml;nne im ND<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es hei&szlig;t ja nicht, die Propaganda und Stimmungsmache in den russischen Medien zu verteidigen, wenn man die Einseitigkeit und Meinungsmache unserer Medien kritisiert. <\/em><br>\n<em>Siehe z.B. &bdquo;Polizei erschie&szlig;t unbewaffneten Mann&ldquo; Ein Unbewaffneter, eine Auseinandersetzung &ndash; und am Ende ist ein Mann tot. Schon wieder stehen <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/polizei-los-angeles-101.html\">US-Polizisten wegen ihres harten Umgangs mit Unbewaffneten in der Kritik<\/a>. Haben solche Erschie&szlig;ungen eigentlich rein gar nichts mit Stimmungsmache im Lande zu tun?<\/em><br>\n<em>Der Mord an Nemzow ist eine scheu&szlig;liche Tat. Wenn aber jetzt so getan wird, als sei hier ein Freiheitsheld ermordet worden, so sollte man nicht vergessen, dass Nemzow Vize-Ministerpr&auml;sident unter Boris Jelzin war. Es gibt glaubw&uuml;rdige Kritiker, die Nemzow f&uuml;r den Raubtierkapitalismus und f&uuml;r die Pl&uuml;nderung des russischen Volksverm&ouml;gens durch die Oligarchen politisch verantwortlich machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kasparow: &ldquo;Russland kann Putin nicht friedlich st&uuml;rzen&rdquo;<\/strong><br>\nDer im US-Exil lebende Ex-Schachweltmeister sagte am Sonntag, die Hoffnung auf einen friedlichen politischen &Uuml;bergang in seiner Heimat schwinde. Es k&ouml;nne eines Tages gewaltsame Massenproteste in Moskau geben. Derzeit sei es f&uuml;r Russland aber nicht m&ouml;glich, friedfertig von der &ldquo;brutalen Diktatur&rdquo; des Pr&auml;sidenten Wladimir Putin wegzukommen, so Kasparow gegen&uuml;ber &ldquo;Reuters&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/sections\/eu-aussenpolitik\/kasparow-nach-nemzow-mord-russland-kann-putin-nicht-friedlich-stuerzen?utm_source=EurActiv.de+Newsletter&amp;utm_campaign=f8eda1e03d-newsletter_t%C3%A4gliche_news_aus_europa&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_d18370266e-f8eda1e03d-56969221%20\">euractive<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist schon erstaunlich, dass Gary Kasparow in den Medien meist als &bdquo;Ex-Schachweltmeister&ldquo; vorgestellt wird. Das ist nat&uuml;rlich nicht falsch. Seine &Auml;u&szlig;erungen gibt er jedoch nicht als Privatmann, sondern als Politiker ab. Und da hat der &bdquo;Ex-Schachweltmeister&ldquo; einiges auf dem Kerbholz. Kasparow wurde vor einigen Jahren von neokonservativen US-Think-Tanks als &bdquo;unser Mann in Moskau&ldquo; aufgebaut. Schon  marschierte er Seit&acute; an Seit&acute; mit der rechtsradikalen &bdquo;Nationalbolschewisten&ldquo; um Eduard Limorow im B&uuml;ndnis &bdquo;Das andere Russland&ldquo; gegen Putin. Seitdem ist es in Russland jedoch still geworden um den selbsternannten Oppositionsf&uuml;hrer. Seite jetzige Aufgabe scheint eher die zu sein, den westlichen Medien auf Stichwort knackige Zitate gegen Putin zu liefern. <\/em><\/p>\n<p><em>Zum Thema ein wenig bekannter Artikel aus dem Jahre 2007: <\/em><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/hanswernerklausen.wordpress.com\/2011\/12\/30\/washingtons-funfte-kolonne-in-rusland-schachgenie-garri-kasparow-seine-bundesgenossen-und-seine-westlichen-gonner\/\">Hans-Werner Klausen: Washingtons f&uuml;nfte Kolonne in Russland &ndash; Schachgenie Garri Kasparow, seine Bundesgenossen und seine westlichen G&ouml;nner<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das Scheitern der europ&auml;ischen Sozialdemokratie in der Eurokrise<\/strong><br>\nEuropas inkompetentes Management der unvermeidbaren Eurokrise hat bei den letzten Wahlen zum Europ&auml;ischen Parlament 2014 zu einem Ergebnis gef&uuml;hrt, das ein deutliches Signal f&uuml;r den Zerfall Europas war. Und Europa zerf&auml;llt deswegen, weil die Sozialdemokratie es auf spektakul&auml;re Weise vers&auml;umt hat einzuschreiten, sowohl w&auml;hrend der Konstruktion des Europ&auml;ischen Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion, als auch, noch fataler, nachdem die Krise derselben begonnen hatte.<br>\nDie internationale Presse hat die Wahlergebnisse so interpretiert, dass die Wirtschaftskrise, die Europa plagt, die W&auml;hlerInnen in zwei &bdquo;extreme&ldquo; Richtungen getrieben habe: zur Ultrarechten und zur radikalen Linken. Diese Bewertung ist vor allem bequem f&uuml;r die europ&auml;ischen Eliten, deren Schwindeleien verantwortlich f&uuml;r den Zerfall Europas sind. F&uuml;r sie ist dies der Beweis, dass sie, trotz einiger &bdquo;Irrt&uuml;mer&ldquo;, den Pfad der goldenen Mitte beschreiten, w&auml;hrend einige W&auml;hlerInnen rechts und links vom rechten Weg abkommen. Und sie hoffen, dass, sobald es wieder mehr Wachstum gibt, die Abtr&uuml;nnigen zur&uuml;ckkehren werden. Dies ist eine Fehlinterpretation der derzeitigen &ouml;konomischen und politischen Realit&auml;t. Die Europ&auml;erInnen wurden nicht von zwei Extremen verf&uuml;hrt. Sie drifteten zu einem Extrem: dem der rassistischen, xenophoben, anti-europ&auml;ischen Rechten. Extreme anti-europ&auml;ische linke Parteien verzeichneten nirgendwo in Europa einen Anstieg ihrer W&auml;hlerschaft.<br>\nSeit nunmehr vier Jahren sind europ&auml;ische Institutionen das Feld, auf dem Inkompetenz und T&uuml;cke miteinander um den Preis f&uuml;r die unauff&auml;lligste Verschleierung der Wahrheit konkurrieren: dass n&auml;mlich (a) die Konstruktion der Eurozone fehlerhaft war; und dass (b), die Eliten, sobald die nicht enden wollende Krise begonnen hatte, nurmehr daran interessiert waren, Bankverluste umzuschichten von den Verm&ouml;gensb&uuml;chern der Banken auf die Schultern der schw&auml;cheren B&uuml;rgerInnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeitschrift-luxemburg.de\/das-scheitern-der-europaeischen-sozialdemokratie-in-der-eurokrise\/\">Yanis Varoufakis in Luxemburg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Journalismus unter Druck: Studie beleuchtet Probleme in den Medien<\/strong><br>\nUmfrage zeigt Einschr&auml;nkungen in der Berichterstattungsfreiheit<br>\nWie schlimm ist es um den Journalismus bestellt? Eine Studie aus der Schweiz hat die Arbeitsbedingungen f&uuml;r Journalisten in der Alpenrepublik untersucht und geht der Frage nach, ob die Freiheit der Berichterstattung gegeben ist. Die Ergebnisse lassen aufhorchen: Ein zunehmender &ouml;konomischer Druck auf die Redakteure, Eingriffe in die Pressefreiheit und geringe Zeitressourcen sind Bestandteil problematischer Arbeitsbedingungen, denen sich Journalisten ausgesetzt sehen. Ein Telepolis-Interview mit Professor Manuel Puppis von der Universit&auml;t Freiburg (Schweiz).<br>\nls erstes konnten wir feststellen, dass rund die H&auml;lfte aller Befragten eine starke bis sehr starke Zunahme des &ouml;konomischen Drucks wahrnehmen, also beispielsweise Personalk&uuml;rzungen oder eine steigende Bedeutung von Klickraten. Insbesondere bei Tageszeitungen ist das der Fall.<br>\nZweitens wird deutlich, dass die Arbeitsbedingungen teilweise problematisch sind. Zeit f&uuml;r vertiefende Recherchen und die Pflege von Netzwerken bleibt kaum. Insgesamt sind die Journalistinnen und Journalisten mit ihren Zeitressourcen eher wenig zufrieden. Die qualitativen Vorstudien deuten darauf hin, dass diese Situation mit einem R&uuml;ckgang journalistischer Sorgfalt und einer oberfl&auml;chlicheren Bearbeitung von Themen einhergeht. Allerdings zeigt die Befragung auch, dass sich die Situation in den letzten Jahren nicht einfach f&uuml;r alle Personen verschlechtert hat, sondern dass es auch zur Umverteilung vorhandener Ressourcen gekommen ist.<br>\nUnd drittens weist die Umfrage auf Einschr&auml;nkungen bei der Berichterstattungsfreiheit hin. So werden eher selten Berichte &uuml;ber Anzeigenkunden ver&ouml;ffentlicht, die f&uuml;r deren Image sch&auml;dlich sein k&ouml;nnten. Kritische Nachrichten &uuml;ber das eigene Medienunternehmen gibt es kaum; &uuml;ber positive Entwicklungen des eigenen Unternehmens wird hingegen berichtet. Trotz der Relevanz des Themas wird Medienpolitik selten thematisiert, und wenn, dann teilweise unter dem Einfluss der Interessen des eigenen Unternehmens.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44240\/1.html%20\">Marcus Kl&ouml;ckner in Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/medienwoche.ch\/2015\/01\/28\/journalistische-unabhaengigkeit-in-gefahr\/\">Journalistische Unabh&auml;ngigkeit in Gefahr<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.bakom.admin.ch\/themen\/radio_tv\/01153\/01156\/04801\/index.html?lang=de&amp;download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDfXx_g2ym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A\">Link zur Studie<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu nochmals: Pressefreiheit in Deutschland: Einflussnahmen von au&szlig;en auf die journalistische Arbeit<\/strong><br>\nAllerdings haben 60 Prozent der Zeitungsjournalisten bereits pers&ouml;nlich Behinderungen und Beeinflussungen ihrer Arbeit erlebt, die sie als Eingriff in die Pressefreiheit empfunden haben. Die Erfahrungen der Politik-, Wirtschafts- und Lokaljournalisten sind dabei relativ &auml;hnlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stiftervereinigung.de\/downloads\/Einflussnahmen%20auf%20journalistische%20Arbeit_Summary.pdf\">Institut f&uuml;r Demoskopie Allensbach<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Warum Kanadier bald an einer Griechenlandpleite verdienen k&ouml;nnten<\/strong><br>\nCeta bedroht Sozialstandards in Deutschland. Ein neues Gutachten findet im geplanten Freihandelsabkommen insgesamt 26 schwerwiegende Probleme.<br>\nZwar wird &uuml;ber TTIP tats&auml;chlich noch verhandelt, fest steht nichts. Doch jetzt liefert die gewerkschaftsnahe Hans-B&ouml;ckler-Stiftung neue Argumente f&uuml;r die Debatte. Sie hat das Ceta-Abkommen untersuchen lassen. Das wurde zwischen Kanada und der EU verhandelt, dessen Text ist inzwischen bekannt und hat auch Bedeutung f&uuml;r die Verhandlungen mit den USA. Denn es gilt in vielen Bereichen als &ldquo;Blaupause&rdquo; f&uuml;r TTIP.<br>\nDas B&ouml;ckler-Gutachten sieht das Grundproblem von Ceta in der weitreichenden &ldquo;Liberalisierungsverpflichtung&rdquo; des Vertrages und macht das auch konkret. So werde es beispielsweise k&uuml;nftig schwieriger, die Datenschutzbestimmungen in der EU oder Deutschland zu novellieren, weil das von kanadischen Investoren als &ldquo;indirekte Form der Enteignung&rdquo; aufgefasst werden k&ouml;nne. Auch soziale Standards sieht es durch Ceta bedroht. Beispielsweise fehlten dem Kapitel &uuml;ber &ldquo;das &ouml;ffentliche Beschaffungswesen verbindliche Sozialklauseln&rdquo; weitgehend. Daher k&ouml;nne die &ldquo;Kopplung der Auftragsvergabe an die Einhaltung von Vergabe- und Tariftreuegesetzen&rdquo; schwierig werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-03\/ceta-ttip-freihandel-kritik\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>CETA\/TTIP: Wie die SPD die Freihandelsabkommen retten wird<\/strong><br>\nIn der aktuellen Debatte um die Freihandelsabkommen TTIP (EU-USA) und CETA (EU-Kanada) und Investitionsschutz bzw. Schiedsgerichte im Besonderen hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel eine Kehrwende hingelegt. Ich habe mich gefragt, wann und wodurch der Positionswechsel des SPD-Parteichefs eingeleitet wurde &ndash; und kam zu nicht ganz &uuml;berraschenden Ergebnissen.<br>\nIm ZEIT-Artikel vom 24.2.2015 &bdquo;TTIP &ndash; Kann er nicht oder will er nicht? Vizekanzler Sigmar Gabriel findet Schiedsgerichte pl&ouml;tzlich sinnvoll. Der Sinneswandel im TTIP-Streit kommt &uuml;berraschend&ldquo; wird diese politische Kehrtwende zu den Schiedsgerichten beschrieben. Zur Erinnerung: Noch im September 2014 hatte Gabriel verk&uuml;ndet, er wolle versuchen, den umstrittenen Investorenschutz im CETA-Freihandelsabkommen zu verhindern. Die rote Linie war bis dahin klar: Ablehnung von undemokratischen und rechtlich nicht legitimierten Schiedsgerichten. Im gemeinsamen Positionspapier von SPD\/BMWI und DGB vom 18. September 2014 hei&szlig;t es hierzu:<br>\n&bdquo;Investitionsschutzvorschriften sind in einem Abkommen zwischen den USA und der EU grunds&auml;tzlich nicht erforderlich und sollten nicht mit TTIP eingef&uuml;hrt werden. In jedem Fall sind Investor-Staat-Schiedsverfahren und unklare Definitionen von Rechtsbegriffen wie &sbquo;Faire und gerechte Behandlung&rsquo; oder &sbquo;Indirekte Enteignung&rsquo; abzulehnen.&ldquo;<br>\nIm Bundestag bezog Gabriel am 25. September 2014 klar Position:<br>\n&ldquo;Wir brauchen keinen Investitionsschutz bei TTIP und CETA.&ldquo; Das Kapitel Investitionsschutz sei in der vorliegenden CETA-Fassung f&uuml;r Deutschland nicht zustimmungsf&auml;hig und die Bedingungen m&uuml;ssten aus deutscher Sicht an wichtigen Stellen nachgebessert werden.&ldquo;<br>\nDeutlicher geht&rsquo;s nicht, oder?<br>\nDoch dann kam der 9. November 2014. An diesem Tag ver&ouml;ffentlichten die Wirtschaftsverb&auml;nde BDI, BDA, DIHK und ZDH eine gemeinsame Erkl&auml;rung zum TTIP-Abkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1494\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP und die sozialdemokratischen Grundwerte  &ndash; ein Konflikt?<\/strong><br>\nIn Sachen &#8234;#&lrm;TIP&#8236; hat die Grundwertekommission der &#8234;SPD&#8236; unter meiner Beteiligung ihre Stellungnahme vorgelegt. Der Tenor ist klar: So wie TTIP derzeit angedacht ist, ist es mit den Grundwerten der SPD nicht vereinbar. Insbesondere enth&auml;lt das Papier eine Warnung vor der Privatisierung der globalen Handelsstruktur.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/gustav.horn.1\/posts\/747390775376620?notif_t=close_friend_activity\">Gustav Horn via facebook<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/spd-webapp\/servlet\/elementblob\/17445339\/content\">spd.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So, so das TTIP ist also mit den sozialdemokratischen Grundwerten nicht vereinbar. Das muss einen Sigmar Gabriel aber nicht weiter st&ouml;ren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nobelpreistr&auml;ger warnt: Vorsicht vor dem Kleingedruckten in TTIP<\/strong><br>\nDer Wirtschafts-Nobelpreistr&auml;ger Paul Krugman liest den TTIP-Fans die Leviten: TTIP ist &ldquo;suspicious nonsense&rdquo; &ndash; h&ouml;chst suspekter Unsinn. Weil es keine vern&uuml;nftigen Gr&uuml;nde f&uuml;r das Abkommen gibt, dr&auml;ngen sich unlautere Motive als Erkl&auml;rung auf. Warum der Nobelpreistr&auml;ger glaubt, dass sich b&ouml;se Dinge im Kleingedruckten verstecken, verr&auml;t ein Blick in seine Kolumne.<br>\nIn seiner Kolumne f&uuml;r die New York Times schreibt Paul Krugman, er sei eigentlich ein Freund des Freihandels. Mehr noch, er h&auml;lt viele Bef&uuml;rchtungen von Kritikern f&uuml;r &uuml;bertrieben. Aber er sagt auch: &ldquo;Meine Nackenhaare stellen sich auf und mein Misstrauen w&auml;chst, wenn ich den Bef&uuml;rwortern zuh&ouml;re.&rdquo;<br>\nKrugman verweist auf die Empfehlungen des Chefs des US-Unternehmensverbands Chamber of Commerce, Tom Donohue, f&uuml;r mehr Wachstum. Ganz oben auf der Liste der von dem Lobbyisten empfohlenen Ma&szlig;nahmen, steht als allerh&ouml;chste Priorit&auml;t der Abschluss der Abkommen TTIP und TPP (der transpazifischen Schwester). Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) schreibt &ldquo;Von einem solchen Abkommen sind signifikante Wohlstandsgewinne zu erwarten.&rdquo; Diese Behauptung, so Krugman, ist absurd und beunruhigend.<br>\n&ldquo;Denken Sie dar&uuml;ber nach: Das Hauptproblem der Weltwirtschaft zur Zeit ist mangelnde Nachfrage und drohende Deflation. Hilft Handelsliberalisierung auf dieser Front weiter? Nicht im geringsten!&rdquo; Klar werde durch die Liberalisierung des Handels der Handel erleichtert, und damit w&uuml;rden die globalen Exporte steigen. &ldquo;Aber die weltweiten Importe steigen haargenau im selben Umfang, und entsprechend sinkt auch die Nachfrage.&rdquo; Oder anders gesagt: Durch mehr Handel &auml;ndert sich die Struktur der weltweiten Ausgaben, jeder Staat kauft mehr Produkte aus dem Ausland und weniger aus dem eigenen Land. Aber die Handelsabkommen erh&ouml;hen die weltweiten Ausgaben insgesamt nicht. Sie sind ungeeignet als kurzfristig wirksames Konjunkturprogramm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.campact.de\/2015\/03\/nobelpreistraeger-warnt-vorsicht-vor-dem-kleingedruckten-in-ttip\/?utm_source=post-facebook&amp;utm_medium=social&amp;utm_term=nobelpreistraeger+warnt+vorsicht+vor+dem+kleingedruckten+in+ttip&amp;utm_content=blog&amp;utm_campaign=%2Fttip-ebi\">campact<\/a><\/li>\n<li><strong>TPP und TTIP: Gef&auml;hrliche Komplizen<\/strong><br>\nDurch den Aufstieg der sogenannten BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und S&uuml;dafrika) hat der Kapitalismus eine neue Epoche eingel&auml;utet. Nachdem Europa und die Vereinigten Staaten die Welt jahrhundertelang dominierten, scheint sich das &ouml;konomische Zentrum des Kapitalismus nun zu verlagern: vom Westen und Norden hin zum Osten und S&uuml;den. Obwohl es noch zu fr&uuml;h ist f&uuml;r eine Prognose, wie sich diese Verschiebung auf die globalen Machtbeziehungen auswirken wird, k&ouml;nnen wir doch bereits einen substanziellen Wandel diagnostizieren. Der wirtschaftliche Aufstieg Chinas zum &bdquo;Exportweltmeister&ldquo; illustriert, wohin die Reise geht: n&auml;mlich in Richtung eines relativen Abstiegs des Westens und eines st&auml;rkeren Selbstbewusstsein (mancher) der BRICS-Staaten und anderer L&auml;nder des globalen S&uuml;dens.<br>\nDie Staaten des Westens wollen diese tektonische Verschiebung der globalen Machtbeziehungen nicht einfach hinnehmen. Ihre Regierungen versuchen daher, den Trend zu verlangsamen bzw. zu stoppen, so dass sie die Welt&ouml;konomie weiter steuern und ihre eigenen Interessen sch&uuml;tzen k&ouml;nnen. In diesem Kontext sind die gegenw&auml;rtig laufenden Verhandlungen &uuml;ber zwei gigantische &bdquo;Handelsabkommen&ldquo; ein wichtiges Instrument westlicher Politik: Auf der pazifischen Seite verhandeln die Vereinigten Staaten eine &bdquo;Trans-Pazifische Partnerschaft&ldquo; (TPP) mit Australien, Brunei, Kanada, Chile, Japan, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam. Auf der atlantischen Seite nimmt die &bdquo;Transatlantische Handels-und Investitionspartnerschaft&ldquo; (TTIP) zwischen den USA und der Europ&auml;ischen Union Gestalt an. Diese Initiativen sind eine Antwort des Westens auf das Scheitern des Projekts eines gemeinsamen Marktes auf dem amerikanischen Kontinent und der Nutzung der Welthandelsorganisation (WTO) zur Umsetzung der eigenen &ouml;konomischen Agenda. Diese Misserfolge wiederum sind ihrerseits Folgen ebenjener Machtverschiebung, die durch die Abkommen aufgehalten werden soll. Der Schl&uuml;ssel zu ihrem Verst&auml;ndnis liegt darin, dass die Abkommen in Wirklichkeit gar nicht auf Handelsfragen fokussieren; nicht einmal ihre Bef&uuml;rworter behaupten, sie w&uuml;rden sich nennenswert auf den Handel auswirken oder substanzielles &ouml;konomisches Wachstum generieren. Vielmehr sollen sie dem Westen die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnen, die Standards f&uuml;r die Welt&ouml;konomie des 21. Jahrhunderts zu setzen und auf diese Weise den Aufstieg der BRICS, und insbesondere Chinas, einzud&auml;mmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/publication\/41115\/tpp-und-ttip-gefaehrliche-komplizen.html\">Rosa-Luxemburg-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP und das Wechselkursschwert<\/strong><br>\nManche Dinge brauchen lange, bevor sich zeigt, dass sie unsinnig sind und niemals so eintreten werden, wie die meisten es erwartet haben. Bei anderen geht es sehr schnell. Zu Letzteren geh&ouml;rt TTIP, das Freihandelsabkommen zwischen den USA und Europa, also der Versuch, einen transatlantischen Binnenmarkt zu schaffen.<br>\nIn meiner Studie f&uuml;r die FES habe ich im Dezember 2014 geschrieben (ein Link findet sich hier; die hier zitierten Textpassagen sind mit aktualisierten Grafiken versehen; auch deren Nummerierung wurde angepasst, ohne dass das als Abweichung vom Original jeweils einzeln kenntlich gemacht wurde):<br>\n&bdquo;Der gesamte Freihandelsgedanke basiert darauf, dass sich die Preise bei allen Handelspartnern nach genau den gleichen Marktregeln bilden. Das hei&szlig;t auch, dass das Freihandelsdogma unterstellt, dass in allen L&auml;ndern am Arbeitsmarkt Bedingungen eines vollkommenen Wettbewerbs herrschen, also die Festlegung der L&ouml;hne entsprechend der relativen Knappheit von Arbeit und Kapital erfolgt. F&uuml;r ein Land mit geringer Kapitalausstattung bedeutet das, dass die L&ouml;hne relativ niedrig sind, weil die geringe Kapitalausstattung nur eine geringe Produktivit&auml;t erlaubt. Auf diese Weise entsprechen in allen L&auml;ndern die L&ouml;hne der Produktivit&auml;t. Das gilt auf jeden Fall f&uuml;r die realen L&ouml;hne.<br>\nGeht in Systemen mit nationalen W&auml;hrungen und flexiblen (&uuml;berhaupt &auml;nderbaren) Wechselkursen die nominale Entlohnung in einem Land &uuml;ber die reale Entlohnung und damit die Produktivit&auml;t weit hinaus, entsteht Inflation. Diese hat nat&uuml;rlich Auswirkungen auf die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit, weil die Nachfrage nach den Produkten eines Landes sich an den (nominalen) Preisen orientiert. Dadurch entstehende Inflationsdifferenzen werden aber durch &Auml;nderungen des Au&szlig;enwertes der W&auml;hrungen ausgeglichen, weil es sonst einfach keinen Freihandel geben kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/ttip-und-das-wechselkurschwert\/\">flassbeck economics<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Publikationshinweis: Austerit&auml;t und Besteuerung<\/strong><br>\nErst am Dienstag einigten sich die griechische Regierung und die EU-Finanzminister auf ein neues Hilfspaket unter der Auflage von weitgehenden Reformen. Doch mittlerweile scheinen nur noch die beteiligten Politiker und die Beamten der Troika (und der deutsche Stammtisch) von der Wirksamkeit der Sparma&szlig;nahmen &uuml;berzeugt zu sein. Ein halbes Jahrzehnt nach Beginn der Schuldenkrise scheint die in vielen EU-Staaten angeordnete Austerit&auml;tspolitik eher Armut zu schaffen als Wirtschaftswachstum anzusto&szlig;en.<br>\nEin besonders fragw&uuml;rdiges Instrument der Sparma&szlig;nahmen untersuchte das britische Labor Research Department in einer Studie f&uuml;r den Europ&auml;ischen Gewerkschaftsverband f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst (EG&Ouml;D).<br>\nSie kommt zu dem Schluss, dass im Zeitraum zwischen 2008 und 2012 in 24 von 30 untersuchten Staaten (EU plus Island und Norwegen) die Anzahl der &ouml;ffentlich angestellten Steuerpr&uuml;fer teilweise drastisch gek&uuml;rzt wurde. Auch ohne wirtschaftlichen Sachverstand muss dieses Ergebnis Jedem suspekt vorkommen, wird doch das Gehalt eines Steuerpr&uuml;fers durch die von ihm generierten zus&auml;tzlichen Steuereinnahmen um ein Vielfaches &uuml;bertroffen. Nichtsdestotrotz verloren im gesamten Zeitraum von den ca. 593.000 Angestellten bei Steuerbeh&ouml;rden mehr als 56.000 ihren Job.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2015\/02\/publikationshinweis-austeritat-und.html\">tax justice network<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.epsu.org\/IMG\/pdf\/impact_of_austerity_on_tax_collection.pdf\">The Impact of Austerity on Tax Collection (PDF)<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mindestl&ouml;hne in der EU wieder st&auml;rker gestiegen &ndash; In Westeuropa zwischen 8,06 und 11,12 Euro<\/strong><br>\nMit Deutschland verf&uuml;gen nun 22 von 28 Mitgliedsstaaten der Europ&auml;ischen Union &uuml;ber einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. Die Mehrheit unter ihnen hat ihre Lohnuntergrenze zum 1. Januar angehoben. Die Erh&ouml;hungen fielen &uuml;berwiegend etwas st&auml;rker aus als in den Vorjahren. Da gleichzeitig die Inflation sehr niedrig war, legten die Mindestl&ouml;hne in den meisten EU-L&auml;ndern auch real zu&hellip;.W&auml;hrend der preisbereinigte Zuwachs in West- und S&uuml;deuropa meist unter zwei Prozent blieb, stiegen die Lohnuntergrenzen in den meisten mittel- und osteurop&auml;ischen Mitgliedsl&auml;ndern auf niedrigerem Niveau deutlich. Der deutsche Mindestlohn ist im westeurop&auml;ischen Vergleich moderat und liegt relativ zum nationalen Durchschnittsverdienst lediglich im internationalen Mittelfeld.<br>\n11,12 Euro in Luxemburg, 9,61 Euro in Frankreich, 9,21 Euro in den Niederlanden &ndash; zum 1. Januar 2015 haben 16 EU-L&auml;nder ihre gesetzlichen Mindestl&ouml;hne erh&ouml;ht &hellip; Gro&szlig;britannien und Portugal hatten schon im vergangenen Herbst aufgeschlagen&hellip;<br>\nIn West- und S&uuml;deuropa reichten die nominalen Anhebungen von 0,2 Prozent in Luxemburg, Malta und Slowenien bis zu 3 Prozent in Gro&szlig;britannien und 4,1 Prozent in Portugal. In Osteuropa stiegen die Mindestl&ouml;hne fast &uuml;berall um nominal mindestens drei Prozent, in Rum&auml;nien sogar um 14,7 Prozent. In insgesamt 17 L&auml;ndern lag die Anhebung &uuml;ber der &ndash; niedrigen &ndash; Inflationsrate, 2013 hatte das f&uuml;r 14 Staaten gegolten. Auch einige L&auml;nder au&szlig;erhalb der EU hoben ihre Mindestl&ouml;hne sp&uuml;rbar oberhalb der Inflation an, darunter Korea, die T&uuml;rkei und Brasilien. In den USA verlor der nationale Mindestlohn dagegen real um 1,6 Prozent an Wert.<br>\nIn den westeurop&auml;ischen Euro-L&auml;ndern betragen die niedrigsten erlaubten Brutto-Stundenl&ouml;hne nun zwischen 8,50 Euro in Deutschland und 11,12 Euro brutto in Luxemburg. In Gro&szlig;britannien m&uuml;ssen umgerechnet mindestens 8,06 Euro gezahlt werden. Dieser Wert ist jedoch von der anhaltenden Schw&auml;che des Britischen Pfunds beeinflusst. Wenn man den Wechselkurs zugrunde legen w&uuml;rde, der 1999 bei Einf&uuml;hrung des britischen Mindestlohns galt, l&auml;ge dieser heute bei 9,87 Euro und damit im westeurop&auml;ischen Spitzenbereich, erkl&auml;rt Schulten.<br>\nDie s&uuml;deurop&auml;ischen EU-Staaten haben Lohnuntergrenzen zwischen gut drei Euro in Portugal und 4,16 Euro auf Malta. Etwas dar&uuml;ber liegt mit 4,57 Euro Slowenien. In den meisten anderen mittel- und osteurop&auml;ischen Staaten sind die Mindestl&ouml;hne noch deutlich niedriger. Allerdings haben mehrere davon weiter aufgeholt. So m&uuml;ssen etwa in Polen jetzt mindestens 2,42 Euro pro Stunde bezahlt werden. Zudem spiegeln die Niveauunterschiede zum Teil auch unterschiedliche Lebenshaltungskosten wider. Legt man Kaufkraftstandards (KKS) zugrunde, reduziert sich das Verh&auml;ltnis zwischen dem niedrigsten und dem h&ouml;chsten gesetzlichen Mindestlohn in der EU von 1:11 auf etwa 1:5,5 &hellip;<br>\nDer neue deutsche Mindestlohn liegt nach Schultens Analyse bei der absoluten H&ouml;he &ldquo;am unteren Rand der westeurop&auml;ischen Spitzengruppe&rdquo; &ndash; hinter Luxemburg, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Irland. Schaut man auf das relative Niveau, rangiert Deutschland lediglich im internationalen Mittelfeld: Gemessen am jeweiligen Medianlohn, den Vollzeitbesch&auml;ftigte verdienen, h&auml;tte die deutsche Lohnuntergrenze im Jahr 2013 &ndash; dem letzten, f&uuml;r das derzeit international vergleichbare Daten vorliegen &ndash; 50 Prozent betragen.<br>\nAu&szlig;erhalb der EU verf&uuml;gen nach Daten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) rund 80 weitere Staaten &uuml;ber eine allgemeine Untergrenze f&uuml;r L&ouml;hne. Exemplarisch betrachtet das WSI die Mindestl&ouml;hne in zehn L&auml;ndern. Sie reichen von umgerechnet 1,15 Euro in Brasilien und 5,46 Euro in den USA &uuml;ber 7,21 Euro in Kanada bis zu 11,46 Euro in Australien.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/media.boeckler.de\/Sites\/A\/Online-Archiv\/15508\">Thorsten Schulten: WSI-Mindestlohnbericht 2015 &ndash; Ende der Lohnzur&uuml;ckhaltung? In: WSI-Mitteilungen 2\/2015<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/36714.htm\">Mehr Forschungsergebnisse zu Mindestl&ouml;hnen<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsi-tarifarchiv_43610.htm\">Mindestlohndaten immer aktuell in der WSI-Mindestlohndatenbank<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz-Reformen haben Ungleichheit versch&auml;rft<\/strong><br>\nKarin Schulze Buschoff sagt &uuml;ber den arbeitsmarktpolitischen Kurswechsel: &bdquo;Die mit den Hartz-Reformen verfolgte Deregulierung hat die soziale Ungleichheit am Arbeitsmarkt vertieft.&ldquo;<br>\nSinkende Arbeitslosenzahlen, mehr freie Stellen und steigende Besch&auml;ftigung &ndash; das sieht auf den ersten Blick nach einem vollen Erfolg aus. Bei n&auml;herem Hinsehen bleibt jedoch ungewiss, inwieweit das &bdquo;deutsche Jobwunder&ldquo; tats&auml;chlich auf die Hartz-Reform zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Deutlich werden dabei auch Fehlentwicklungen: soziale H&auml;rten f&uuml;r bestimmte Personengruppen und eine zunehmende Segmentierung des Arbeitsmarktes. Die zeigt sich darin, dass ein Drittel der Besch&auml;ftigten heute in atypischen, h&auml;ufig prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen arbeitet. Und trotz positiver Arbeitsmarktentwicklung wird ein Teil der Arbeitslosen dauerhaft abgeh&auml;ngt: Rund eine Million Menschen sind von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Mit der Hartz-Reform wurde zwar der Kreis derjenigen, die mithilfe &bdquo;aktivierender Ma&szlig;nahmen&ldquo; in das Erwerbssystem integriert werden sollten, erheblich ausgedehnt. Ausgeklammert bleiben vom System des &bdquo;F&ouml;rderns und Forderns&ldquo; aber bestimmte Personen: Diese sind typischerweise weiblich, typischerweise gering qualifiziert und arbeitsmarktfern und typischerweise aufgrund von Kinderbetreuungsaufgaben zeitlich eingeschr&auml;nkt.<br>\nZudem sind die Ausgaben f&uuml;r aktive Arbeitsmarktpolitik kontinuierlich zur&uuml;ckgefahren worden. Die Mittel f&uuml;r die F&ouml;rderung von Arbeitslosen wurden deutlich gek&uuml;rzt &ndash; weitaus st&auml;rker als die Arbeitslosigkeit zur&uuml;ckgegangen ist. Zugunsten von kurzfristigen Strategien, von denen insbesondere die besser Qualifizierten profitieren, wurde die vormals starke Ausrichtung der Arbeitsf&ouml;rderung auf berufliche Aus- und Weiterbildung aufgegeben. Diejenigen, die bessere F&ouml;rderung ben&ouml;tigen w&uuml;rden, n&auml;mlich die weniger gut qualifizierten, m&ouml;glicherweise weniger gesunden oder l&auml;ngerfristig Arbeitslosen bleiben dabei auf der Strecke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/53014_53021.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jobsuche &ndash; Bewerber haben es im Ruhrgebiet schwer<\/strong><br>\nDie Konjunktur brummt, Unternehmen suchen reichlich Personal &ndash; allerdings nicht &uuml;berall in Deutschland: Wer eine Stelle sucht, hat in manchen Regionen zahlreiche Mitbewerber, in anderen kaum einen.<br>\nDank der guten Konjunktur suchen die deutschen Unternehmen reichlich Personal, und es gibt viele offene Stellen. Doch die Chancen sind regional sehr unterschiedlich verteilt. Am besten sind die Aussichten einer aktuellen Studie zufolge in Baden-W&uuml;rttemberg. In dem s&uuml;dwestlichen Bundesland kommen rechnerisch nur 3,4 Arbeitssuchende auf eine freie Stelle, in der Landeshauptstadt Stuttgart sind es sogar nur 1,3.<br>\nIm Bundesdurchschnitt entfallen 15 Bewerber auf eine Offerte. Schwieriger ist die Lage dagegen f&uuml;r Kandidaten in Ostdeutschland. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegt das Verh&auml;ltnis bei 40 beziehungsweise 32 Suchenden je Stelle.<br>\nGanz schwer wird es im Ruhrgebiet: Mit 51 Arbeitslosen je freie Stelle bietet Oberhausen den intensivsten Wettbewerb, dicht gefolgt von Recklinghausen, Herne und Gelsenkirchen mit jeweils &uuml;ber 44. F&uuml;r den Vergleich hat die Suchmaschine Adzuna die Stellenausschreibungen in den 80 gr&ouml;&szlig;ten deutschen St&auml;dten mit den Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit verglichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/arbeitswelt\/jobsuche-deutschland-13452636.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Keine f&uuml;rchterlich &uuml;berraschende Nachricht, da&szlig; es Bewerber im Ruhrgebiet und in Meck-Pomm besonders schwer haben &ndash; aber die konkreten Zahlen &uuml;berraschen dann doch: 32 Stellensuchende pro Stelle in Meck-Pomm, ca. 50 im Ruhrgebiet (!!??). Und bundesweit 15 Bewerber pro Offerte: wo, bitte, ist da ein Fachkr&auml;ftemangel oder gar Arbeitskr&auml;ftemangel???? Selbst in BaW&uuml; kommen 3,4 Arbeitssuchende auf eine Stelle, selbst dort k&ouml;nnte rein rechnerisch nur jeder dritte eine Stelle finden &ndash; und was machen die anderen beiden? Zumal sich nat&uuml;rlich auch Menschen aus dem restlichen Bundesgebiet bewerben k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>Kurz: es herrscht millionenfache Massenarbeitslosigkeit, seit vielen Jahrzehnten und absehbar noch viele Jahre. So war es ja auch von den Arbeitgebern gew&uuml;nscht und von der Politik geplant. Aber &ldquo;Deutschland geht es gut&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da werden noch ganz andere Zahlen kolportiert. Wer sich bei einem der gro&szlig;en exportorientierten, oft in S&uuml;ddeutschland angesiedelten Konzernen, etwa als technische Fachkraft (Ingenieur)bewirbt, darf schon einmal davon ausgehen, dass er mit weit mehr als 100 anderen um die Stelle konkurrieren darf. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Protest gegen Pl&auml;ne zur Tarifeinheit<\/strong><br>\nEinen massiven Eingriff ins Streikrecht f&uuml;rchten vor allem die kleineren Gewerkschaften in Deutschland. Die Regierung verneint das &ndash; und verteidigt ihre Pl&auml;ne zur Tarifeinheit ohne jedes Zugehen auf Kritiker.<br>\nBundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen-Fraktion deutlich. Am Vormittag wollen die Kritiker des Gesetzes vor die Parteizentralen von CDU und SPD in Berlin ziehen. Der Gesetzentwurf soll an diesem Donnerstag im Bundestag erstmals beraten werden.<br>\nDie Regierung will, dass in Betrieben mit mehreren Tarifvertr&auml;gen f&uuml;r gleiche Besch&auml;ftigtengruppen nur noch der Vertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern gilt. Die Macht kleinerer Gewerkschaften wie jener der Lokf&uuml;hrer, GDL, w&uuml;rde eingeschr&auml;nkt.<br>\nEinen &Uuml;berblick &uuml;ber neuere, kleine Gewerkschaften oder das damit verbundene Streikgeschehen hat die Regierung selbst aber nicht, wie sie in ihrer Antwort einr&auml;umt: &bdquo;&Uuml;ber die Anzahl der neugegr&uuml;ndeten Gewerkschaften und der von ihnen gef&uuml;hrten Arbeitsk&auml;mpfe liegen der Bundesregierung keine statistischen Angaben vor.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/protest-gegen-plaene-zur-tarifeinheit-3049072.html\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sinkender Anteil der Arbeitgeberbeitr&auml;ge verringert 2012 die Lohnnebenkostenquote<\/strong><br>\nDie Ende 2014 vom Statistischen Bundesamt ver&ouml;ffentlichten Daten f&uuml;r das Jahr 2012 &uuml;ber die Arbeitskosten und Lohnnebenkosten im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich lassen erkennen, dass der Anteil der Lohnnebenkosten an den gesamten Bruttoarbeitskosten bei 22,9 % liegt.\n<ul>\n<li>Vergleicht man diese Quote mit dem Befund aus dem Jahr 2008, zeigt sich, dass sich die Lohnnebenkostenquote verringert hat: von 23,4 % auf 22,9 %. Im Jahr 2004 wurde mit 25,1 % ein sogar noch h&ouml;herer Wert ermittelt&hellip;<\/li>\n<li>Werden zu den Lohnnebenkosten noch die Verg&uuml;tungen f&uuml;r nicht gearbeitete Tage (Urlaub-und Feiertage) hinzugerechnet, liegt der Anteil im Jahr 2012 bei 31,7 % gegen&uuml;ber 31,6 % im Jahr 2008 und gegen&uuml;ber 34,6 % im Jahr 2004.<\/li>\n<li>Insgesamt zeigt sich, dass die Lohnnebenkosten einschlie&szlig;lich der Verg&uuml;tung f&uuml;r nicht gearbeitete Tage eine begrenzte Bedeutung im Rahmen der Bruttoarbeitskosten insgesamt haben. Dies gilt insbesondere f&uuml;r die Arbeitgeberbeitr&auml;ge zur Sozialversicherung: Sie machen 2012 lediglich 13,2 % der Bruttoarbeitskosten aus und sind ebenfalls gegen&uuml;ber 2008 (14,4 %) merklich gesunken.<\/li>\n<li>Zwar liegt der Arbeitgeberbeitragssatz zu den Zweigen der Sozialversicherung deutlich h&ouml;her, bei 19,2%(2012) bzw. 19,6 % (2008)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Abweichung erkl&auml;rt sich daraus, dass als Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Arbeitgeberbeitr&auml;ge nur die Bruttol&ouml;hne- und -geh&auml;lter dienen. Die<br>\nBruttol&ouml;hne- und -geh&auml;lter sind aber wesentlich niedriger als die Arbeitskosten, denn sie beinhalten weder die tats&auml;chlichen noch die unterstellten Sozialbeitr&auml;ge der Arbeitgeber. Insgesamt decken die Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter 2012 nur 75,8 %<br>\nder gesamten Arbeitskosten ab. Hinzu kommt, dass die Beitragsbelastung nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze reicht.<br>\nDie wirtschafts- und sozialpolitische Debatte seit Anfang der 1990er Jahre wird durch die Auffassung beherrscht, dass eine Anhebung der Arbeitgeberbeitragss&auml;tze zur Sozialversicherung zu vermeiden sei. Steigende Beitr&auml;ge &ndash; so die These &ndash; erh&ouml;hen die Lohnnebenkosten der Unternehmen, verteuern den Faktor Arbeit, gef&auml;hrden die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit und vernichten Arbeitspl&auml;tze.<br>\nEntsprechend pr&auml;gt die Entlastung der Betriebe durch ein Einfrieren der Arbeitgeberbeitr&auml;ge die Entwicklung in der Rentenversicherung (Finanzierung der<br>\nbetrieblichen und privaten Altersvorsorge allein durch die Arbeitnehmer) wie in der Krankenversicherung (Finanzierung der Sonderbeitr&auml;ge bzw. Zusatzbeitr&auml;ge allein durch die Versicherten). Im Ergebnis ist der Grundsatz der parit&auml;tischen Finanzierung der Sozialversicherung damit eingeschr&auml;nkt worden &ndash; verbunden mit einer Mehrbelastung der Versicherten. Der R&uuml;ckgang der Lohnnebenkostenquote zwischen 2004, 2008 und 2012 l&auml;sst erkennen, dass diese Strategie wirksam war.<br>\nDie Arbeitskostenerhebungen des Statistischen Bundesamtes machen allerdings deutlich, dass die Bef&uuml;rchtungen &uuml;ber die &ouml;konomischen Negativwirkungen der Lohnnebenkosten weit &uuml;berzogen sind. Denn der Arbeitgeberbeitragssatz zur Sozialversicherung ist nicht mit der Belastung der Arbeitgeber durch Arbeitskosten<br>\nzu verwechseln&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Finanzierung\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbII15_Grafik_Monat_03_2015.pdf\">Sozialpolitik aktuell in Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das IAQ f&uuml;hrt zwar aus, dass des f&uuml;r die Kostenkalkulation nicht auf die &bdquo;Nebenkosten&ldquo; ankomme, sondern auf die gesamten Arbeitskosten. Da aber das Statistische Bundesamt mit dem (ideologisch besetzten) Begriff der &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; arbeitet, blieb wohl nichts anderes &uuml;brig als sich dieser Terminologie zu bedienen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Eine Auswahl der im Februar 2015 neu eingestellten Dokumente finden Sie in den Politikfeldern:<\/em><br>\n<em>Grundsicherung, Sozialversicherung, Finanzierung des Sozialstaates, Einkommensverteilung, Arbeitsmarkt &amp; Arbeitslosigkeit, Gesundheit &amp; Krankenversicherung, Pflege &amp; Pflegeversicherung, Bev&ouml;lkerung, Familien, Kinder, Alter &amp; Alterssicherun unter <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik aktuell in Deutschland<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zeit f&uuml;r ein neues Normalarbeitsverh&auml;ltnis!<\/strong><br>\nEine Normalisierung der Arbeitsverh&auml;ltnisse erfordert heute zumindest zwei radikale zeitpolitische Einschnitte. Dem zunehmenden Raubbau an der Lebenszeit von Menschen muss durch entschleunigende Gegenwehr und zeitachtsame Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen wirksamer als je zuvor entgegengetreten werden. Das erfordert die Verankerung von Reflexionszeiten (&bdquo;Zeit f&uuml;r Zeit&ldquo;) und mehr direkter individueller Beteiligung im Arbeitsalltag. Und: In der Arbeitszeitgestaltung m&uuml;ssen viel st&auml;rker die zeitlichen Bed&uuml;rfnisse der Menschen als B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger innerhalb wie au&szlig;erhalb des Erwerbslebens wirksam gemacht werden.<br>\nWann geh&ouml;rt zur Normalit&auml;t von Arbeitsverh&auml;ltnissen, dass im Erwerbsalter relevante Zeiteinheiten f&uuml;r andere gesellschaftliche Notwendigkeiten (vor allem Care-T&auml;tigkeit, aber auch Bildung, Mu&szlig;e etc.) zur Verf&uuml;gung stehen, die mit differenziertem Entgeltersatz verbunden sind und je nach Lebenslage &bdquo;gezogen&ldquo; werden k&ouml;nnen? Klar: Diese Normalisierung ist einschneidend &ndash; aber erst sie kann Arbeit humanisieren und die Kluft zwischen Arbeit und Leben &uuml;berwinden helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsimit_2015_02_kommentar.pdf\">Ulrich M&uuml;ckenberger in WSI-Mitteilungen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Jauch-Talk zum Mindestlohn: In der ideologischen Blase<\/strong><br>\nWieder einmal wurde deutlich, dass es bei der Diskussion &uuml;ber den Mindestlohn vor allem um eine emotional aufgeladene Symboldebatte geht und weniger um eine n&uuml;chterne Auseinandersetzung in einer Sachfrage.<br>\nSchon im Bundestagswahlkampf 2013 war das Thema einer der gro&szlig;en Streitpunkte: W&auml;hrend die SPD hoffte, mit dem Mindestlohn Terrain gutzumachen, das sie wegen der Einf&uuml;hrung von Hartz IV bei den Gewerkschaften verloren hatte, war es f&uuml;r die Union staatsdirigistisches Teufelszeug in einem Bereich, der besser dem Markt und den Tarifparteien vorzubehalten sei.<br>\nWeil die W&auml;hler aber eine Gro&szlig;e Koalition wollten, musste man sich in dieser Streitfrage zusammenraufen. Jetzt brechen die Gegens&auml;tze aber wieder auf: Die Union trommelt schon seit Wochen f&uuml;r eine &Uuml;berpr&uuml;fung des Gesetzes, obwohl sie es selbst mitgetragen hat, und es erst acht Wochen in Kraft ist&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/jauch-talk-zum-mindestlohn-in-der-ideologischen-blase-1.2371541%20\">Paul Katzenberger in der SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Tarifeinheitsgesetz kommt Streikverbot gleich&laquo;<\/strong><br>\nOffener Brief des Konzernbetriebsrats der Rh&ouml;n-Klinikum AG an Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zum Tarifeinheitsgesetz:<br>\nDer Gesetzesentwurf soll zum Ziel haben, die Funktionsf&auml;higkeit der Tarifautonomie durch die Aufl&ouml;sung von Tarifkollisionen zu sichern, um den Koalitions- und Tarifpluralismus in geordnete Bahnen zu lenken. Der Koalitions- und Tarifpluralismus ist jedoch bereits geordnet. Auch bei der Rh&ouml;n-Klinikum AG und den mit ihr verbundenen Gesellschaften arbeiten tagt&auml;glich Kolleginnen und Kollegen kollegial zusammen, die in unterschiedlichen Gewerkschaften &ndash; oder auch gar nicht gewerkschaftlich organisiert sind. Das Interesse, eine m&ouml;glichst geschlossene Interessenvertretung f&uuml;r alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gew&auml;hrleisten, steht im Mittelpunkt der Zusammenarbeit. Diese Zusammenarbeit findet gewerkschafts&uuml;bergreifend statt. Durch den aktuellen Gesetzesentwurf gingen jedoch zahlreiche, den Betriebsfrieden und den Fl&auml;chentarif st&auml;rkende Absprachen verloren. Denn ersetzt w&uuml;rden sie in vielen Betrieben durch eine Versch&auml;rfung der Konkurrenz zwischen verschiedenen Gewerkschaften auf Betriebsebene.<br>\nWenn &ndash; wie vorgesehen &ndash; nur noch die Tarifvertr&auml;ge der als mitgliederst&auml;rkste Gruppierung ermittelten Gewerkschaft in jedem einzelnen Betrieb gelten, w&uuml;rden viele freiwillige Kooperationen von Gewerkschaften bedroht, weil die Notwendigkeit zur Absprache entfiele. Das w&uuml;rde selbst vor der jetzt gut funktionierenden Zusammenarbeit bei engen Kooperationen auf Betriebsebene nicht Halt machen. Vor allem aber stellen die vorgesehenen Regelungen des Gesetzesentwurfs einen beispiellosen und in seiner Qualit&auml;t schwerwiegenden Eingriff in den Schutzbereich der Koalitionsfreiheit nach Artikel 9 Absatz 3 Grundgesetz dar. Ohne eigenen Tarifvertrag unterliegen die jeweils kleineren Gewerkschaften der Friedenspflicht aus dem Mehrheitstarifvertrag. Ein Arbeitskampf darf sich nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts immer nur auf die Durchsetzung eines tariflich regelbaren Ziels richten, also den Abschluss eines Tarifvertrages. Da dies aber hiernach gar nicht mehr m&ouml;glich w&auml;re, kommt das Gesetz einem Streikverbot gleich, auch wenn dies nicht explizit im Gesetzesentwurf geregelt ist. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/03-02\/007.php%20\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>BamS-Autor Backhaus wird Chef-Kommunikator von CSU-Minister S&ouml;der<\/strong><br>\n&Uuml;berraschende Personalie im bayerischen Finanzministerium: Der langj&auml;hrige Springer-Journalist Michael Backhaus, derzeit Autor bei der Bild am Sonntag, wird Kommunikationschef von Bayerns Finanzminister Markus S&ouml;der. Die neue Funktion wird der 58-J&auml;hrige zum 1. Mai 2015 &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/02\/27\/bams-autor-backhaus-wird-chef-kommunikator-von-csu-minister-soeder\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email%20\">MEEDIA<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Backhaus &bdquo;wird&ldquo; Chef-Kommunikator von CSU-S&ouml;der? Das war er doch schon l&auml;ngst nur bisher auf der Lohnliste der BamS. &bdquo;&Uuml;berraschend&ldquo; ist die Personalie also keineswegs.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Fall Edathy &ndash; Nur Verlierer<\/strong><br>\nDer ehemalige Bundestagsabgeordnete Edathy war l&auml;ngst bestraft, bevor der Strafprozess begann: Er stand monatelang am &ouml;ffentlichen Pranger, hingestellt von einer Staatsanwaltschaft, die das Verfahren mit gro&szlig;er &ouml;ffentlicher Begleitmusik inszeniert hatte. Dies, obwohl die Experten des Bundeskriminalamtes (BKA) die inkriminierten Fotos nicht als illegal eingestuft hatten. Gut also, dass Edathy am Montag mit einem ihm abgerungenen Schuldeingest&auml;ndnis den Weg zur Einstellung des Verfahrens frei gemacht hat. Zwar w&auml;re die Strafe &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; eher geringf&uuml;gig ausgefallen. Doch das &ouml;ffentliche Get&ouml;se w&auml;re zu einem b&ouml;sen Bocksgesang angeschwollen&hellip;<br>\n&hellip; die Unschuldsvermutung.<br>\nDie aber war im heillosen Zusammenspiel einer fahrl&auml;ssig agierenden Justiz mit einer hysterischen Presse und einer emp&ouml;rten &Ouml;ffentlichkeit ganz schnell abgeschafft. Gerade die Verfahrens-Einstellung bezeugt: Edathy hat trotz eines juristisch gesehen geringen Vergehens die maximale &ouml;ffentliche Strafe erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/kommentar-zum-fall-edathy-nur-verlierer\/11444396.html%20\">R&uuml;diger Scheidges im Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>&sect; 153a StPO und die Selbstbelastungsfreiheit<\/strong><br>\nDie Einstellung des Verfahrens nach &sect; 153a StPO verlangt vom Gericht keine Schuldfeststellung, der Angeklagte gilt weiterhin formell als unschuldig. Die Schuldfrage bleibt ungekl&auml;rt, weil eine Beweisaufnahme wegen der Verfahrensabk&uuml;rzung nicht stattgefunden hat.[&hellip;]<br>\nEs ist denkbar, dass ein Gest&auml;ndnis der Staatsanwaltschaft deshalb enorm wichtig war, um das eigene Fehlverhalten &ndash; namentlich den an den Tag gelegten, &uuml;berm&auml;&szlig;igen Verfolgungseifer &ndash; zu rechtfertigen. Daf&uuml;r war jedes Mittel recht &ndash; auch eine Art &bdquo;&ouml;ffentliche Kriegserkl&auml;rung&ldquo; mit der Androhung, ohne Gest&auml;ndnis alle Beweise &bdquo;auf den Tisch zu legen&ldquo;. Man mag sich besser gar nicht vorstellen, wie dies dann im Einzelfall ausgesehen h&auml;tte.<br>\nOb man die heutige Einlassung durch den Verteidiger von Sebastian Edathy nun als Gest&auml;ndnis ansehen mag oder nicht &ndash; es bleibt nur zu hoffen, dass diese Form der Aussageabn&ouml;tigung im Strafverfahren nun nicht zur Gewohnheit wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.strafakte.de\/strafprozessrecht\/153a-stpo-selbstbelastungsfreiheit-nemo-tenetur\/\">Strafakte<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>CSU-Verwandten-Aff&auml;re<\/strong><br>\nLeichenblass erscheint Georg Schmid vor Gericht. Ihm droht nicht nur der Verlust seiner gesamten Altersversorgung. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, allein die Sozialkassen um 347.772,97 Euro betrogen zu haben. [&hellip;]<br>\nEs ist der lange Zeitraum, in dem Schmid die Dienste seiner Frau in dieser Weise abrechnete &ndash; von 1991 bis 2013 &ndash;, der f&uuml;r den Angeklagten bedrohlich werden k&ouml;nnte. Die Staatsanwaltschaft bezifferte am Montag den &bdquo;Gesamtsozialversicherungsschaden&ldquo;, den Schmid dadurch verursacht habe, dass er seine Frau und deren zeitweilige Mitarbeiterin nicht als Arbeitnehmerinnen gemeldet habe, auf den Cent genau &ndash; auf 347.772,97 Euro. Schmid hat in der vergangenen Woche der Rentenversicherung schon vorsorglich einen Betrag von 450.000 Euro &uuml;berwiesen, zum Ausgleich eines m&ouml;glichen Schadens. Einen stattlichen Betrag errechneten die Strafverfolger auch bei der Lohnsteuer, die Schmid f&uuml;r seine Frau und deren Mitarbeiterin nicht abgef&uuml;hrt haben soll, n&auml;mlich 127.629,27 Euro, sowie Solidarit&auml;tszuschlag in H&ouml;he von 7019,31 Euro. Die Betr&auml;ge deuteten darauf hin, was Schmid, sollte das Gericht der Bewertung der Staatsanwaltschaft folgen, als Strafe drohen k&ouml;nnte &ndash; und darauf warfen  auch Vermerke &uuml;ber Gespr&auml;che zwischen den Verfahrensbeteiligten, die verlesen wurden, ein grelles Licht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/csu-verwandten-affaere-die-angst-vor-dem-wirtschaftlichen-ruin-13459420.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wie die FAZ selber schreibt, gilt das Gesetz f&uuml;r alle gleich. Soll nun f&uuml;r den Juristen (!!) Georg Schmid eine Ausnahme gemacht werden, nachdem er mindestens grob fahrl&auml;ssig, eher wohl vors&auml;tzlich die Sozialkassen gesch&auml;digt hat? F&uuml;r ein Vergehen, f&uuml;r das andere Angestellte im &ouml;ffentlichen Dienst entlassen worden w&auml;ren, f&uuml;r die man ihnen ebenfalls die Altersvorsorge streichen w&uuml;rde? Im Artikel wird ein Zeitraum von 22 Jahren und ein Schadensbetrag von mehreren Hunderttausend Euro genannt, das ist weder eine Bagatelle noch durch ein Versehen erkl&auml;rbar. Wozu also das Mitleid mit Schmid?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Schafft die Schulbeamten ab<\/strong><br>\nWeniger Geld, weniger Sicherheit: Im Vergleich zu ihren verbeamteten Kollegen sind angestellte Lehrer vielerorts schlechtergestellt. Ihr Streik ist daher sinnvoll. Noch sinnvoller w&auml;re es, das Beamtentum f&uuml;r Lehrer fl&auml;chendeckend abzuschaffen. [&hellip;]<br>\nPraktisch unk&uuml;ndbar zahlen verbeamtete Lehrer auf ihren Sold geringere Abgaben als Angestellte. Dieser Anreiz ist so stark, dass zu viele vor allem deshalb Lehrer werden wollen.<br>\nDer Staat l&auml;sst seine Diener bei der Ernennung schw&ouml;ren, stets loyal zu sein. Streiken d&uuml;rfen Beamte nicht. Im Gegenzug bietet der Staat F&uuml;rsorge in Krankheit und Alter. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r die Bundesl&auml;nder haben angestellte Lehrer vor allem langfristig einen gro&szlig;en Vorteil: F&uuml;r ihre Altersbez&uuml;ge kommt die Rentenkasse auf, und nicht wie bei Beamten oft und immer noch der Steuerzahler. F&uuml;r die westlichen Bundesl&auml;nder ist der, auch durch die Lehrer aufgebl&auml;hte Beamtenapparat ein massives Kostenproblem: In Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg etwa wird sich die Zahl der pensionierten Staatsdiener in den kommenden zwei bis drei Jahrzehnten verdoppeln. Das Geld f&uuml;r diese Pension&auml;re belastet die L&auml;nderhaushalte und raubt viel politischen Spielraum. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/wissen\/lehrerstreik-schafft-die-schulbeamten-ab-kommentar-a-1021362.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein v&ouml;llig inkonsistenter Artikel. Wozu hat der Autor eigentlich studiert (und ist vorher zur Schule gegangen), wenn er die einfachsten Zusammenh&auml;nge nicht kennt oder nicht versteht? Fangen wir mal mit der Rente bzw. Beamtenpension an: &ldquo;F&uuml;r die Bundesl&auml;nder haben angestellte Lehrer vor allem langfristig einen gro&szlig;en Vorteil: F&uuml;r ihre Altersbez&uuml;ge kommt die Rentenkasse auf, und nicht wie bei Beamten oft und immer noch der Steuerzahler.&rdquo; Aha. Und wer zahlt die Rentenbeitr&auml;ge der angestellten Lehrer bzw. damit gleichzeitig die Bez&uuml;ge der verrrenteten Lehrer? Wohl doch der Steuerzahler. Ein (mehr als fragw&uuml;rdiger) &ldquo;Gewinn&rdquo; f&uuml;r den Steuerzahler kann h&ouml;chstens dadurch entstehen, dass &ndash; &uuml;ber das gesamte Berufsleben plus Rentnerdasein gerechnet &ndash; die Gehaltssumme (inklusive Renten) niedriger ist als bei den Beamten. (Der Gewinn ist f&uuml;r den Steuerzahler fragw&uuml;rdig, weil der Steuerzahler &ndash; sogar der ohne Kinder &ndash; doch ein Interesse an den bestm&ouml;glichen Lehrern und der bestm&ouml;glichen Ausbildung der nachfolgenden Generationen haben m&uuml;sste.) Also eine Aufforderung zum Lohndumping, was ja auf Kosten der Lehrer real auch stattfindet? Anscheinend nicht, denn &ldquo;die Frage einer gerechten Bezahlung der angestellten Lehrer [ist] wichtiger. Denn gerade wenn nicht mehr das Berufsbeamtentum lockt, muss der Lehrerberuf attraktiv bleiben &ndash; auch beim Gehalt.&rdquo; Also was nun? H&ouml;heres Gehalt, aber niedrigere Renten f&uuml;r die angestellten Lehrer? Wo ist dann der Gewinn? Und warum soll &ldquo;[d]ie GEW [&hellip;] behutsam vorgehen m&uuml;ssen&rdquo;, wenn doch das Streikrecht &ndash; wie im Artikel herausgestellt wird &ndash; im Vergleich das einzige Privileg der Angestellten ist und Lohnverhandlungen ohne Streikrecht kollektive Bettelei? Also h&auml;tte der Autor gerne gut bezahlte Angestellte mit mickriger Rente, die ihr Streikrecht nur dosiert wahrnehmen, damit die Kinder nicht zu sehr gesch&auml;digt werden? Der Artikel ist genauso inkonsequent wie die Einstellungsstrategie der Bundesl&auml;nder.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> In NRW wurde vor geraumer Zeit vom Finanzministerium eine Berechnung der Finanzierung der Altersversorgung von &ouml;ffentlich Bediensteten &uuml;ber die Zeit erstellt, mit der Frage, wer f&uuml;r das Land billiger k&auml;me, der Angestellte oder der Beamte. Das Ergebnis war, dass diese Frage einzig und allein eine Frage der H&ouml;he der Zinsen f&uuml;r den Staat ist. Zahlt der Staat in die Rentenkasse ein und &ndash; nicht zu vergessen &ndash; in die Zusatzversorgung im &ouml;ffentlichen Dienst, so muss er &ndash; angesichts der Verschuldung &ndash;  auch Zinsen &uuml;ber die Zeit bezahlen. Diese fallen bei der Pension bis zum Eintritt in den Ruhestand nicht an.<\/em><br>\n<em>Zum damaligen Zeitpunkt hat die damalige Landesregierung davon Abstand genommen, die Lehrer k&uuml;nftig zu Angestellten zu machen. Die Rechnung ging schlicht nicht auf.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Niederl&auml;ndische StudentInnen im Protest f&uuml;r mehr Demokratie an den Unis<\/strong><br>\nNoch am selben Tag wurden auch an der im Norden gelegenen  Reichsuniversit&auml;t Groningen und der s&uuml;dwestlichen Technischen  Universit&auml;t Delft Gruppen der Neuen Universit&auml;t gegr&uuml;ndet. Vorsorglich lie&szlig; die Leitung der Uni Groningen die T&uuml;r des Verwaltungsgeb&auml;udes abschlie&szlig;en und Besucher nur noch nach Anmeldung herein. Dennoch wurde  eine Handvoll Studierender, die mit Protestschildern zu einer &ouml;ffentlichen Sitzung des Universit&auml;tsrats gingen, nicht an der Teilnahme gehindert&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44274\/1.html\">Harry Bosch intelepolis<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu auch: Student protests escalate in Amsterdam<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/libcom.org\/blog\/student-protests-escalating-amsterdam-25022015\">libcom<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>100. Jahrestag Genozid an Armeniern &ndash; Sie zogen es vor, nichts zu tun<\/strong><br>\nDer Genozid an den Armeniern ab 1915 wurde von den Deutschen mitgetragen. Die Bundesregierung vermeidet das Wort &bdquo;V&ouml;lkermord&ldquo; bis heute&hellip;<br>\nAm 7. Juli 1915 schrieb der damalige deutsche Botschafter in Konstantinopel, Hans Freiherr von Wangenheim, in einem Telegramm an den deutschen Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg folgenden Satz: &bdquo;Die Umst&auml;nde und die Art, wie die Umsiedlung [der Armenier im Osmanischen Reich, Anmerk. des Autors] durchgef&uuml;hrt wird, zeigen, dass die Regierung tats&auml;chlich den Zweck verfolgt, die armenische Rasse im t&uuml;rkischen Reich zu vernichten.&ldquo;<br>\nDamals gab es den Begriff &bdquo;V&ouml;lkermord&ldquo; noch nicht. Aber genau das ist gemeint. Sp&auml;testens zu dem Zeitpunkt, gut zwei Monate nach Beginn der Umsiedlungen der armenischen Zivilbev&ouml;lkerung, h&auml;tte Wangenheim, h&auml;tte Deutschland eingreifen m&uuml;ssen. Doch warum eigentlich Deutschland?<br>\nWeil damals, im Fr&uuml;hsommer 1915, nur Deutschland die Macht gehabt h&auml;tte, das Morden zu beenden&hellip;.<br>\nDie deutschen Verantwortlichen mussten jetzt eine Entscheidung treffen. Wollten sie hinnehmen, dass unter ihrem politischen und milit&auml;rischen Schutz ein V&ouml;lkermord vollzogen wurde, oder w&uuml;rden sie ihre Macht und ihren Einfluss gegen&uuml;ber ihrem Verb&uuml;ndeten nutzen, um den V&ouml;lkermord zu verhindern?<br>\nWangenheim zog es vor, nichts weiter zu tun. Einige wichtige deutsche Offiziere begr&uuml;&szlig;ten den Massenmord sogar, weil sie glaubten, die T&uuml;rkei w&uuml;rde dadurch zu einem st&auml;rkeren Verb&uuml;ndeten&hellip;<br>\nAm 24. April j&auml;hrt sich das Gedenken an den Beginn des V&ouml;lkermords zum 100. Mal. Bis heute vermeidet es die Bundesregierung, von einem V&ouml;lkermord zu sprechen, und unterst&uuml;tzt so die Weigerung der t&uuml;rkischen Regierung, das Verbrechen an den Armeniern anzuerkennen. Zwar hat sich der deutsche Bundestag vor zehn Jahren in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung aller Fraktionen f&uuml;r die &bdquo;unr&uuml;hmliche Rolle&ldquo; entschuldigt, die das Deutsche Reich damals gespielt hat, eine echte Mitschuld will man aber nicht anerkennen.<br>\nDeshalb wird Deutschland zur zentralen Gedenkfeier im armenischen Jerewan auch nicht mit einer hochrangigen Delegation vertreten sein&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!155511\/%20\">J&uuml;rgen Gottschlich in der taz<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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