{"id":2527,"date":"2007-08-03T09:12:40","date_gmt":"2007-08-03T07:12:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2527"},"modified":"2007-08-03T09:20:03","modified_gmt":"2007-08-03T07:20:03","slug":"hinweise-des-tages-452","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2527","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Arbeitslosengeld II reicht nicht f&uuml;r gesunde Kinderern&auml;hrung<\/strong><br>\nDas Arbeitslosengeld (ALG) II reicht nicht aus, um Kinder und Jugendliche ausgewogen zu ern&auml;hren. Zu diesem Schluss kommt das Forschungsinstitut f&uuml;r Kinderern&auml;hrung (FKE) der Universit&auml;t Bonn in einer umfangreichen Studie. Demnach veranschlagt der Gesetzgeber f&uuml;r Nahrung und Getr&auml;nke bei 14- bis 18-J&auml;hrigen lediglich 3,42 Euro pro Tag. Selbst wer nur beim Discounter kauft, muss jedoch im Schnitt 4,68 Euro t&auml;glich hinbl&auml;ttern, um den Appetit eines Teenagers mit ausgewogener Kost zu stillen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kunden.interface-medien.de\/fke\/content.php?bereich=presse&amp;seite=seiten\/start_presse.php\">F&ouml;rderergesellschaft Kinderern&auml;hrung e. V., Dortmund<\/a><\/li>\n<li><strong>Studie &uuml;ber ALG-II-Empf&auml;nger: Verarmt, verunsichert, ausgegrenzt und ohne Perspektive<\/strong><br>\nAnne Ames ist Sozialwissenschaftlerin und hat im Auftrag des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung (ZGV) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau eine Fragebogenerhebung bei Arbeitslosengeld-II-Beziehern durchgef&uuml;hrt. Das Fazit der Studie &raquo;Ich hab es mir nicht ausgesucht&laquo; findet sich unter:<br>\n<a href=\"http:\/\/zgv.info\/hartz\/befragung_ergebnis.htm\">zgv.info\/hartz\/befragung_ergebnis.htm<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/\">Junge Welt<\/a>\n<p><strong>Zitat aus der Zusammenfassung der Studie:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Die Frage nach den Einschr&auml;nkungen oder Verzichten, die f&uuml;r sie am schlimmsten sind, beantworteten viele Befragungsteilnehmer\/innen mit dem Hinweis, dass es an allem fehle, also nicht einzelne Entbehrungen hervorgehoben werden k&ouml;nnten. Diejenigen, die doch eine Rangordnung versuchten, haben am h&auml;ufigsten den Verzicht auf Urlaub, Ausfl&uuml;ge und Erholung genannt. Bereits an zweiter Stelle steht jedoch die Ern&auml;hrung. Offenbar sparen sich viele Betroffene die Ausgaben f&uuml;r Dinge, die im Regelsatz nicht vorgesehen sind &ndash; etwa eine Monatskarte f&uuml;r den Stadtverkehr, das Abonnement einer Tageszeitung, Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenke &ndash; buchst&auml;blich vom Munde ab.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>FOCUS-Altersvorsorge-Tip: Rente verdoppeln<\/strong><br>\nPrivate Altersvorsorge ist wichtiger denn je. Clevere lassen sich gro&szlig;z&uuml;gig vom Fiskus sponsern und setzen auf staatlich gef&ouml;rderte Produkte.<br>\nNeun von zehn Deutschen glauben, dass die Leistungen der gesetzlichen Rente im Alter kein gutes Auskommen mehr sichern. Das ergab eine aktuelle repr&auml;sentative Umfrage, die der Bundesverband deutscher Banken (BdB) beim Mannheimer Ipos-Institut in Auftrag gegeben hatte. &bdquo;Privat vorsorgen &ndash; &ouml;ffentlich abkassieren&ldquo;, mit diesem Slogan wirbt beispielsweise die Versicherung Hannoversche Leben f&uuml;r ihre Riester-Rente.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/tid-6832\/altersvorsorge_aid_66363.html#\">Focus<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.hannoversche-leben.de\/web\/hl_informiert\/hl_aktuell\/Anke_Engelke\/\">Hannoversche Leben<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Martin Betzwieser:<\/strong> Besonders interessant sind die Ausf&uuml;hrungen zur Betrieblichen Altersvorsorge. Bis zu 2.520 Euro k&ouml;nnen im Jahr beitragsfrei umgewandelt werden (4% der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung = 63.000 Euro). Das wird immer als Vorteil dargestellt, da Sozialversicherungsbeitr&auml;ge gespart werden. Die gro&szlig;en Nachteile werden in solchen Ratgeberartikeln unterschlagen. Jeder beitragsfrei umgewandelte Euro hat zur Folge, dass den Tr&auml;gern der gesetzlichen Sozialversicherung durchschnittlich 0,40 Euro an Beitr&auml;gen verloren gehen, was die finanziellen Engp&auml;sse der gesetzlichen Sozialversicherung nat&uuml;rlich versch&auml;rft. Jeder beitragsfrei umgewandelte Euro fehlt beim Sozialversicherungsbrutto, welches die Berechnungsgrundlage f&uuml;r Rente und Entgeltersatzleistungen ist. Das hei&szlig;t im Klartext, dass f&uuml;r jeden beitragsfrei umgewandelten Euro die H&ouml;he der Rente sinkt. Aber die b&ouml;se &Uuml;berraschung kann schon viel fr&uuml;her bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit kommen: Das Krankengeld betr&auml;gt 70% (Stand 2006) des letzten Brutto&ndash;, aber h&ouml;chstens 90% des Nettoeinkommens, wobei auch die Einmalzahlungen in den letzten 12 Monaten vor der Arbeitsunf&auml;higkeit ber&uuml;cksichtigt werden. Die H&ouml;he des Arbeitslosengeldes 1 betr&auml;gt 60% bzw. 67% des pauschalierten Nettoentgeltes; unter anderer Berechnung trifft das auch f&uuml;r Kurzarbeitergeld zu. Das hei&szlig;t im Klartext, dass jeder beitragsfrei umgewandelte Euro entsprechend weniger Krankengeld bzw. Arbeitslosengeld I bedeutet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>In Deutschland wird wieder l&auml;nger gearbeitet<\/strong><br>\nDie Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten wieder l&auml;nger. Um durchschnittlich fast eine Stunde (0,8 Stunden) ist die w&ouml;chentliche Arbeitszeit der Vollzeitbesch&auml;ftigten zwischen 2003 und 2006 gestiegen, zeigt eine aktuelle Eurostat-Statistik.<br>\nMit 41,8 Stunden liegt sie nun im Mittelfeld der europ&auml;ischen Mitgliedsl&auml;nder, wo der Durchschnittswert 41,9 Stunden betr&auml;gt. &ldquo;Nirgendwo in Europa ist die Wende zu l&auml;ngeren Arbeitszeiten so kr&auml;ftig ausgepr&auml;gt wie in Deutschland&rdquo;, so Arbeitszeitforscher Dr, Hartmut Seifert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-212A3D73\/hbs\/hs.xsl\/320_88347.html\">WSI<\/a><\/li>\n<li><strong>H&auml;user f&uuml;r Falschgeld<\/strong><br>\nUSA: Banken pleite, Fonds geplatzt, B&ouml;rsen verunsichert. Finanzkapital und Staat versuchen fieberhaft, einen Crash am Immobilienmarkt zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/08-03\/023.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Fluggastdaten-Abkommen: &bdquo;Unzul&auml;ssig und unn&uuml;tz&rdquo;<\/strong><br>\nDatensch&uuml;tzer Alexander Dix r&auml;t von Reisen in die USA ab. Denn seit dieser Woche m&uuml;ssen die Airlines Daten Reisender vorab an US-Beh&ouml;rden weitergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=europa&amp;art=2605&amp;id=europa-artikel&amp;cHash=9d8a7f0177\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Kritik am Ausschluss<\/strong><br>\nDeutschland unterzeichnete die Behindertenkonvention &ndash; und sperrt 86 Prozent besondere Kinder aus Regelschulen aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=wissen&amp;art=2542&amp;id=wissen-artikel&amp;cHash=3b78832e27\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>2,5 Millionen Euro im Durchschnitt erhielten die Hochschulen von privaten Spendern<\/strong><br>\nCornelia Kliment, Vorsitzende des Deutschen Fundraising Verbandes, glaubt, dass der gordische Knoten beim Fundraising im Bildungsbereich gel&ouml;st sei: &bdquo;Also, einmal ist es im Gegensatz zu den amerikanischen Spenden nicht so, dass es einfach in ein gro&szlig;es Verm&ouml;gen einflie&szlig;t, sondern in der Regel in eine Stiftung und aus den Stiftungsertr&auml;gen wird die Unifinanzierung teilgew&auml;hrleistet. Und in Deutschland ist es auch so, nehmen wir mal das Beispiel der Jacobs-Spende, dass der Spender ganz genau darauf guckt, wie soll die Universit&auml;t der Zukunft nach seinen Vorstellungen aussehen. Oder die Spende von K&uuml;hne &amp; Nagel an die Hamburger Universit&auml;t, oder die Kassel-Spende jetzt, die 33 Millionen. Die f&uuml;hrt dazu, dass der Spender, der will nichts zur&uuml;ck, aber der will ganz genau wissen, was mit seinem Geld gemacht wird und wof&uuml;r die Hochschule nach seinen Vorstellungen es verwendet.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/653502\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Also einerseits sind 2,5 Millionen gemessen an staatlichen Zusch&uuml;ssen in dreistelliger Millionenh&ouml;he ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein. Andererseits kann man f&uuml;r die erhellende Aussage, dass der Spender genau darauf guckt, wie die Universit&auml;t in Zukunft nach seinen Vorstellungen aussehen soll, nur dankbar sein. Mit einem minimalen Einsatz steuern also die privaten Spender die &uuml;berwiegend von Steuergeldern bezahlten Hochschulen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zeit der L&auml;hmung<\/strong><br>\nAxel Honneth, Direktor des Frankfurter Instituts f&uuml;r Sozialforschung, &uuml;ber Studiengeb&uuml;hren, Professoren als Kleinmanager und die Apathie an den Universit&auml;ten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/31\/07311101.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Zerrei&szlig;probe f&uuml;r studentischen Dachverband<\/strong><br>\nDer studentische Dachverband fzs sieht sich nach seiner Mitgliederversammlung am letzten Wochenende, auf der ein Antrag auf Selbstaufl&ouml;sung mit deutlicher Mehrheit abgewendet wurde, nun mit massiven Austritten seitens kritischer Studierendenvertretungen konfrontiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/25\/25861\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> In einer Phase der Hochschul- und Studienreform, in der es wichtiger als je zuvor w&auml;re, dass Studierende mit einer schlagkr&auml;ftigen Organisation ihre Interessen vertreten k&ouml;nnten, spaltet sich offenbar der letzte verbliebene, &uuml;berregionale studentische Verband.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Milchl&uuml;ge<\/strong><br>\nM&uuml;ssen wir uns vor Chinas Milchtrinkern f&uuml;rchten? Nein. China ist an vielem schuld &ndash; nicht aber an der Erh&ouml;hung der deutschen Lebensmittelpreise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/Kommentare-Lebensmittel;art141,2350635?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Chinas Boom verursacht mehr Kosten als Wohlstand<\/strong><br>\nDie Regierung will das Ausma&szlig; der Umweltzerst&ouml;rung nun doch nicht berechnen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/politik\/674896.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Geschichte entwaffnen <\/strong><br>\nMit einem Schulbuch, das beide Perspektiven zeigt, wollen Lehrer aus Israel und Pal&auml;stina den Konflikt entsch&auml;rfen. Doch die Beh&ouml;rden beider L&auml;nder mauern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=wissen&amp;art=2540&amp;id=wissen-artikel&amp;cHash=0e20e5409f\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>R&uuml;stungsabkommen Frankreichs mit Libyen enth&uuml;llt<\/strong><br>\nEin grosses R&uuml;stungsabkommen mit Frankreich und die Auslieferung eines fr&uuml;heren libyschen Agenten aus Grossbritannien haben offenbar zur Freilassung der bulgarischen Krankenschwestern gef&uuml;hrt. Dies geht aus Aussagen eines Sohns von Staatschef Ghadhafi hervor. Im &Uuml;brigen habe er an die Unschuld der Bulgaren geglaubt, &ldquo;sie haben leider als S&uuml;ndenb&ouml;cke herhalten m&uuml;ssen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/libyen_frankreich_1.535261.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2527","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2527"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2527\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2527"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}