{"id":25272,"date":"2015-03-04T08:59:46","date_gmt":"2015-03-04T07:59:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272"},"modified":"2015-03-04T08:59:46","modified_gmt":"2015-03-04T07:59:46","slug":"hinweise-des-tages-2325","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h02\">Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h03\">Richard Koo: &laquo;Die Europ&auml;er lassen ihre Wirtschaft abst&uuml;rzen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h04\">J&auml;hrliche Inflation im Euroraum auf -0,3% gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h05\">Deutscher Mindestlohn liegt nur im Mittelfeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h06\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h07\">Schmidt soll erneut in Sachverst&auml;ndigenrat berufen werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h08\">Der Weg aus dem Banken-Dilemma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h09\">Nummer drei im weltweiten Agrarhandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h10\">Studie der Industrie: Gewerkschaften schaffen das Comeback<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h11\">Geplanter Verfassungsbruch &ndash; Bundesregierung will ihr umstrittenes Gesetz jetzt im Eiltempo durchziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h12\">Erwerbst&auml;tige arbeiten 2014 mehr als 58 Milliarden Stunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h13\">E.on und der R&uuml;ckbau von Atommeilern: Die Furcht vorm gro&szlig;en Schlupfloch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h14\">Rudolf Hickel: &ldquo;Die Treuhandanstalt hat verbrannte Erde hinterlassen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h15\">British refusal to cooperate with spy inquiry causes row in Germany<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h16\">Was will der W&auml;hler? Volkes Stimme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h17\">Europ&auml;ische Forscherrechte endlich auch in Deutschland anerkennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h18\">Wirtschaftslobby k&auml;mpft um die K&ouml;pfe unserer Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272#h19\">Journalisten lesen Hassbriefe vor<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25272&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Lasst es uns den Griechen nachmachen<\/strong><br>\nDer Ausgang der griechischen Wahlen hat einen Schleier weggerissen, diesen tr&uuml;ben Nebelschleier, der sich &uuml;ber alles legt. Nicht, weil mit dem Sieg der Syriza-Partei schon irgendetwas gewonnen w&auml;re; nicht, weil es jetzt schon wahrscheinlich w&auml;re, dass der neuen Regierung mehr als langsame Korrekturen des Austerit&auml;tskurses gelingen k&ouml;nnen. Nicht, weil anzunehmen w&auml;re, dass sich die neue, tapfere Regierung eines kleinen Landes im Handumdrehen gegen die Widerst&auml;nde der herrschenden Eliten und des Einheitdenkens durchsetzen k&ouml;nnte. Von all dem kann man, wenn man einigerma&szlig;en realistisch ist, nat&uuml;rlich nicht ausgehen und konnte man auch nicht.<br>\nDas Entscheidende ist vielmehr: Die Wahlen in Griechenland haben der Demokratie wieder Energie zugef&uuml;hrt. Die Griechinnen und Griechen haben eine Alternative aufgebaut und sie haben f&uuml;r diese gestimmt. Sie haben sich eine Regierung gegeben, f&uuml;r die, g&auml;be es heute Wahlen, 46 Prozent der W&auml;hler stimmen w&uuml;rden und deren Kurs von 70 Prozent der B&uuml;rger unterst&uuml;tzt wird. Eine Regierung, gegen die nicht demonstriert wird, sondern eine, f&uuml;r die die B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen demonstrieren. Damit haben die Griechinnen und Griechen, denen es &ouml;konomisch und sozial so dreckig geht, den Bewohnern der meisten anderen Demokratien sehr viel voraus. &Uuml;berall sonst herrscht Pessimismus und Passivit&auml;t. Ein Misstrauen in die Demokratie und kein Vertrauen in die Macht der B&uuml;rger, die Dinge zu &auml;ndern. Denn das ist ja eine der schlimmsten Folgen der Sachzwangideologie: Dass B&uuml;rger das Gef&uuml;hl haben, dass es ganz egal ist, wof&uuml;r sie stimmen, dass auch Engagement nichts bringt und es nichts gibt, f&uuml;r das man sich solidarisch und gemeinsam stark machen kann. Dass man eben nur individuell um ein paar Brosamen k&auml;mpfen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/misik.at\/2015\/03\/lasst-es-uns-den-griechen-nachmachen\/\">Robert Misik auf misik.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;ubles Triumph<\/strong><br>\nWenn es nach den deutschen Medien geht, hat die neue griechische Regierung in den Verhandlungen mit den Euro-Finanzministern rein gar nichts erreicht. Vielmehr habe Onkel Sch&auml;uble mit der ihm eigenen Festigkeit alle vor grobem Unfug bewahrt. &hellip; Tats&auml;chlich aber unterscheidet sich die jetzige Vereinbarung durchaus von der alten. Sie ist vor allem vage, erfreulich vage, wie der griechische Finanzminister Varoufakis findet, denn den Vorschriften im Detail wollten die Griechen ja entkommen. Dar&uuml;ber, dass der Ausdruck &raquo;Troika&laquo; nun nicht mehr verwendet wird, haben Politiker und Journalisten viel gespottet. Tats&auml;chlich ist es keineswegs egal, ob die griechische Regierung in Athen von Statthaltern beaufsichtigt wird oder ob sie sich gegen&uuml;ber den &raquo;Institutionen&laquo; selber, wie Euro-Zentralbank, EU-Kommission und Internationaler W&auml;hrungsfonds IWF nun genannt werden, rechtfertigen muss. In dem neuen Papier werden die &raquo;Reformen&laquo; des Arbeitsmarktes und des Rentensystems, was im Klartext Lohn- und Rentenk&uuml;rzung waren, nicht mehr ausdr&uuml;cklich erw&auml;hnt. Besonders wichtig scheint, dass die Regierung den schon erreichten Prim&auml;r&uuml;berschuss des Staatshaushalts von 1,5 nicht auf drei Prozent erh&ouml;hen muss. Zusammengefasst hat sich die Syriza-Regierung ein ganz klein wenig Spielraum verschafft. Sie kann in einem sehr engen Rahmen eigene Politik betreiben.<br>\nWie es seit Jahrzehnten Praxis des IWF gegen&uuml;ber Schuldnerl&auml;ndern ist, wurden auch Griechenland die Kredite nicht am St&uuml;ck und zur freien Verwendung ausgezahlt, sondern in Raten, die feinsinnig darauf abgestimmt sind, wann die Regierung gro&szlig;e Tilgungen leisten muss. Jedes Mal kann so die Kreditzahlung davon abh&auml;ngig gemacht werden, ob die Regierung so handelt, wie sie soll. Auch modifiziert handelt es sich um einen Knebelvertrag. Es bestand gestern also kein Grund f&uuml;r linke Parlamentarier in Deutschland, diesem leicht gelockerten Knebelvertrag zuzustimmen. &ndash; Dennoch ist die Episode eine Niederlage Berlins, speziell eine des deutschen Finanzministers. Es regt sich Protest gegen die ganz stupide und brutale Austerit&auml;tspolitik. Die Herrenschicht in anderen Euro-L&auml;ndern bremst den Durchmarsch Berlins und wird dabei diskret von Washington unterst&uuml;tzt. Dort s&auml;he man es nicht gern, wenn Griechenland aus EU und NATO gekegelt w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/02-28\/032.php\">Lucas Zeise in der jungen Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Noch ein langer Weg f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nTrotz verl&auml;ngertem Hilfsprogramm fragen sich Marktteilnehmer, wie Griechenland den in den n&auml;chsten Wochen f&auml;lligen Schuldendienst finanzieren und einen Zahlungsausfall vermeiden kann. [&hellip;]<br>\nAllein im M&auml;rz muss Griechenland rund 1,6 Mrd. &euro; an den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IMF) zur&uuml;ckzahlen und 600 Mio. &euro; f&uuml;r Zinsen an die Euro-L&auml;nder aufbringen (die Zahlen differieren je nach Quelle). Gleichzeitig m&uuml;ssen kurz laufende Staatsanleihen (T-Bills) im Wert von &uuml;ber 4 Mrd. &euro; zur&uuml;ckgezahlt und neu aufgelegt werden. Nach einer offiziellen Sch&auml;tzung addieren sich die Verpflichtungen im M&auml;rz auf 7,26 Mrd. &euro;. Im April fallen die R&uuml;ck- und Zinszahlungen und &laquo;Roll-over&raquo;-Transaktionen mit &uuml;ber 3 Mrd. &euro; geringer aus. Aber ob, wann und in welcher H&ouml;he Griechenland zur Finanzierung dieser Ausgaben Hilfe erhalten wird, ist offen; ebenso, ob die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) Auflagen lockern wird (wie die Emissionsgrenze von 15 Mrd. &euro; f&uuml;r T-Bills).<br>\nMarktteilnehmer sollten sich an die Entwicklung von zwei Massst&auml;ben halten, r&auml;t Russ Koesterich vom Verm&ouml;gensverwalter Blackrock: der Bankdepositen und der Staatsfinanzen. Beide Gr&ouml;ssen begrenzen den Handlungs- und Verhandlungsspielraum der Regierung. Im Januar zogen Haushalte und Unternehmen Depositen von mehr als 12 Mrd. &euro; ab; die im Bankensystem verbliebenen Depositen von 148 Mrd. &euro; sind der tiefste Stand seit 2005. Die Banken, die in hohem Mass mit notleidenden Krediten konfrontiert sind, kommen durch den Geldabfluss, der sich im Februar offenbar vergleichbar fortgesetzt hat, weiter unter Druck.<br>\nDie Staatseinnahmen, die im Dezember um 14% unter den Pl&auml;nen lagen, wiesen im Januar einen Fehlbetrag von 20% auf, wozu aber Sonderregeln beigetragen haben. Je l&auml;nger diese Entwicklung anh&auml;lt, desto eher ist der griechische Staat zur Finanzierung laufender Ausgaben auf &auml;ussere Hilfe angewiesen. Mit Blick auf die R&uuml;ckzahlungen und d&uuml;nnen Einnahmen &uuml;berraschen Hinweise der Regierung nicht, Griechenland k&ouml;nnte gezwungen sein, Zahlungen an den IMF zu verschieben. Dies w&auml;re aber ein klarer Default mit Folgen f&uuml;r andere Kredite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/beta.nzz.ch\/finanzen\/noch-ein-langer-weg-fuer-griechenland-1.18493135?extcid=Newsletter_02032015_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Angesichts dieser Zahlen ist es nur allzu verst&auml;ndlich, dass Michael Pettis Griechenland keine Wachstumschancen gibt und eine &ldquo;Restrukturierung der griechischen Schulden&rdquo; fordert, ja sogar in Vorwegnahme des Dominoeffekts eine Restrukturierung eines gro&szlig;en Teils der wachsenden Schulden Europas. <a href=\"http:\/\/blog.mpettis.com\/2015\/02\/when-do-we-decide-that-europe-must-restructure-much-of-its-debt\/\">Er spricht<\/a> von &ldquo;Spain, Portugal and Italy among them, and perhaps even France&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Allerdings verbirgt sich hinter all den Fragen zu den Schulden der Krisenl&auml;nder eine kaum diskutierte Frage &uuml;ber die Krisenl&auml;nder hinaus: Wie k&ouml;nnen die vielen, im Verh&auml;ltnis zu Kerneuropa weniger entwickelten Volkswirtschaften der Peripherie zu diesen hochentwickelten Industriel&auml;ndern aufholen, d.h. ihre produktiven F&auml;higkeiten entwickeln? Wann k&ouml;nnen sie im Warenhandel eine &auml;hnliche Produktpalette aufbringen, um erfolgreich zu konkurrieren?<\/em><br>\n<em>Leider sind die griechischen Probleme nur vordergr&uuml;ndig gel&ouml;st, wenn das Land weniger sparen m&uuml;sste und damit mehr Raum f&uuml;r Investitionen h&auml;tte. Griechenland hat im Au&szlig;enhandel nur wenig hochwertige Produkte anzubieten oder anders formuliert: Griechenland produziert sehr wenig von dem, was die Welt zu konsumiert. Deutschland importierte 2013 0,2% seines Gesamtimports aus Griechenland (0,54% Prozent aus Portugal, 1,1% aus Irland, 2,56% aus Spanien). Preisliche Wettbewerbsvorteile in Form von Lohnsenkung oder Lohnerh&ouml;hungen in Deutschland  n&uuml;tzen den Griechen nur wenig, da sie &uuml;ber keine moderne Industriestruktur verf&uuml;gen und bis auf Sonne und Meer, mit den Hauptexportg&uuml;tern Nahrungsmittel und Futtermittel (20 Prozent), Erzeugnisse der Landwirtschaft und Jagd (10 Prozent) nach Deutschland z.B. nicht mit den Chinesen mithalten k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Israel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Netanjahu beschw&ouml;rt Gefahr durch Iran<\/strong><br>\nDer Streit &uuml;ber den Umgang mit Iran bringt die sonst so engen Beziehungen zwischen den USA und Israel auf einen Tiefpunkt. Die seit Jahren schwelenden Differenzen offenbarten sich am Dienstag auf gro&szlig;er B&uuml;hne: In einer Rede vor beiden Kammern des US-Kongresses kritisierte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu die Iran-Politik von Pr&auml;sident Barack Obama scharf. Dessen geplanter Ausgleich im Atomkonflikt mit dem Regime in Teheran lasse es zu, dass sich Iran binnen kurzer Zeit nuklear bewaffnen und Israel bedrohen oder zerst&ouml;ren k&ouml;nne. &ldquo;Dies ist ein sehr schlechter Deal, wir sind besser dran, wenn wir darauf verzichten&rdquo;, sagte Netanjahu, &ldquo;der Deal stoppt Iran nicht auf dem Weg zur Atombombe, er pflastert den Weg zur Atombombe&rdquo;.<br>\nDas Wei&szlig;e Haus reagierte umgehend mit bei&szlig;ender Kritik. Der Sender CNN zitierte einen hochrangigen Mitarbeiter mit den Worten, Netanjahu habe keine einzige neue Idee vorgestellt. Bereits zuvor hatte Obama erkl&auml;rt, Netanjahus Ansatz sei unrealistisch. Es sei keine brauchbare Verhandlungsposition, darauf zu bestehen, dass Iran sein Atomprogramm komplett aufgebe, sagte Obamas Beraterin Susan Rice. &ndash; F&uuml;r beide Seiten steht viel auf dem Spiel. Selbst Abgeordnete und Senatoren aus Obamas Partei sehen einen Ausgleich mit Iran skeptisch. Netanjahu wiederum muss sich in zwei Wochen einer Wahl stellen. Sein Auftritt im US-Kongress, der mit Obama nicht abgesprochen war und den US-Pr&auml;sidenten br&uuml;skiert hat, ist nicht nur in Israel, sondern auch unter amerikanischen Juden umstritten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/israels-premier-in-washington-netanjahu-beschwoert-gefahr-durch-iran-1.2376534\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Einladung an Netanyahu, vor dem Kongress zu sprechen, ging von John Boehner aus, dem republikanischen Sprecher des Repr&auml;sentantenhauses. Der Auftritt war nicht mit dem Wei&szlig;en Haus abgesprochen. Dieser Provokation begegneten Barack Obama, Vizepr&auml;sident Joe Biden und Au&szlig;enminister John Kerry sowie mehrere Dutzend demokratische Parlamentarier, indem sie der Rede fern blieben. Es ist nicht nur der Iran, sondern auch der Siedlungsbau im Westjordanland, der Obama und Netanyahu trennt. Es darf bezweifelt werden, dass dieser (Wahlkampf)Auftritt Netanyahus f&uuml;r Israel vorteilhaft ist, denn der Preis ist ein endg&uuml;ltiges Zerw&uuml;rfnis mit dem Pr&auml;sidenten der USA. &ndash; und dies in so unsicheren Zeiten. Den Wahlkampf in Israel dominiert allerdings nicht das Atomprogramm des Iran, sondern eher die Wohnungsnot und die hohen Lebenshaltungskosten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Obama und Netanjahu &ndash; Spannungen auf dem H&ouml;hepunkt<\/strong><br>\nDie Beziehung zwischen dem US-Pr&auml;sident Barack Obama und dem israelischen Premier Netanjahu ist seit Jahren gest&ouml;rt. Die Liste gegenseitiger Kr&auml;nkungen, Sticheleien und Dem&uuml;tigungen ist lang.<br>\nDie Spannungen zwischen den beiden Staatsm&auml;nnern, die am Dienstag mit der geplanten Rede Netanjahus vor dem US-Kongress einen vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt erleben werden, gehen auf grundlegend unterschiedliche Weltanschauungen zur&uuml;ck. Dieser &ndash; wahrscheinlich un&uuml;berbr&uuml;ckbare &ndash; Graben zeigt sich gerade am Nahostkonflikt und am Streit um das iranische Atomprogramm besonders deutlich.<br>\nW&auml;hrend Obama auf Verhandlungen setzt, die den Willen zum Kompromiss voraussetzen, ist Netanjahus Politik sehr viel st&auml;rker von der &Uuml;berlegung getragen, dass Sicherheit f&uuml;r den Staat Israel nur schaffen kann, wer aus der Position des St&auml;rkeren heraus handelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/obama-und-netanjahu-spannungen-auf-dem-hoehepunkt,1472596,30008918.html%20\">FR<\/a>\n<p><strong>Dazu: Netanyahu outlined impossible Iran deal, U.S. official says<\/strong><br>\nThe White House believes Netanyahu not only failed to present an alternative to the emerging agreement, but also presented unrealistic demands for what he would deem a better agreement.<br>\n&ldquo;In his speech, Netanyahu outlined a nuclear agreement that will never happen,&rdquo; the senior official said. &ldquo;We agree with what he said about Iranian involvement in terror and the other negative things Iran does, but the negotiations we&rsquo;re conducting are meant to prevent them from getting a nuclear bomb, and we need to focus on that.&rdquo;<br>\nNetanyahu&rsquo;s demand that Iran&rsquo;s nuclear infrastructure be completely dismantled, the official continued, would be unacceptable not only to Iran, but also to the other countries involved in the talks &ndash; Germany, Britain France, Russia and China.<br>\nMoreover, he said, Netanyahu&rsquo;s demand for additional sanctions on Iran could backfire. &ldquo;If we go with new sanctions, would the world support this? What&rsquo;s liable to happen is that Iran will abandon the negotiations, begin installing thousands of new centrifuges, activate the reactor in Arak and quickly become a nuclear threshold state. We&rsquo;re proposing an agreement that will halt Iran&rsquo;s nuclear program for more than a decade.&rdquo;<br>\nEven after the agreement lapses, Iran won&rsquo;t be free to do whatever it pleases, he added, because if it races for the bomb, &ldquo;we&rsquo;ll still be able to impose new sanctions and we&rsquo;ll still be able to launch a ground operation. We won&rsquo;t lose any of our options.&rdquo; &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haaretz.com\/news\/diplomacy-defense\/1.645224\">Haaretz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Ende der Zweistaatenl&ouml;sung und die Niederlage des Zionismus<\/strong><br>\nEs gibt keine Alternative zur Teilung des Landes.<br>\nSeit dem Scheitern des amerikanischen Versuchs, die Verhandlungen zwischen Israel und den Pal&auml;stinensern zu erneuern, bek&auml;mpfen sich Israelis und Pal&auml;stinenser auf der internationalen B&uuml;hne. Dabei geht es insbesondere um die Frage der Anerkennung eines pal&auml;stinensischen Staates. Gro&szlig;britannien, Schweden, Spanien und das Europ&auml;ische Parlament haben sich bereits f&uuml;r eine Anerkennung Pal&auml;stinas ausgesprochen &ndash; trotz diplomatischer Anstrengungen Israels, genau das zu verhindern&hellip;<br>\nDieser Wille der Pal&auml;stinenser ist faktisch das Einverst&auml;ndnis und die Anerkennung der Tatsache, dass der Zionismus kein vor&uuml;bergehendes Ph&auml;nomen ist und dass Israel eine Realit&auml;t an der Seite des pal&auml;stinensischen Staates sein wird. Nicht von ungef&auml;hr lehnen die Extremisten in der arabischen Welt Mahmoud Abbas und dessen Politik ab.<br>\n&hellip;die Alternative zur Zweistaatenl&ouml;sung ist klar: Ein binationaler Staat, in dem zwei Nationalbewegungen mit entgegengesetzten Interessen und Bestrebungen aufeinanderprallen. Es w&auml;re ein Staat im Gegensatz zur zionistischen Idee, die sich die Errichtung eines j&uuml;dischen und demokratischen Staates mit einer j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerungsmehrheit und gleichen Rechten f&uuml;r alle auf die Fahne geschrieben hat.<br>\nEs ist genau diese Ein-Staaten-L&ouml;sung, die der sch&auml;rfste Gegner Israels bef&uuml;rwortet: Iran.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/das-ende-der-zweistaatenloesung-und-die-niederlage-des-zionismus-799\/\">Internationale Politik und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Richard Koo: &laquo;Die Europ&auml;er lassen ihre Wirtschaft abst&uuml;rzen&raquo;<\/strong><br>\nMassnahmen gegen eine Bilanzrezession und Strukturreformen sind zwei v&ouml;llig verschiedene Dinge. Man kann das eine nicht mit dem anderen ersetzen. In einer Bilanzrezession muss man die Wirtschaft davon abhalten, in eine Deflationsspirale zu fallen. In solch einer Situation sind Strukturreformen kein Ersatz f&uuml;r sofortige Impulse durch Staatsausgaben&hellip;<br>\n1997 hat der japanische Premier Ryutaro Hashimoto geglaubt, nur mit Strukturreformen die Konsolidierung des Staatshaushalts zu erreichen und gleichzeitig die Wirtschaft anzutreiben. Das Ergebnis waren f&uuml;nf aufeinanderfolgende Quartale mit negativem Wachstum und ein Zusammenbruch des Bankensystems. Japan hat damals eine seltene Gelegenheit zur wirtschaftlichen Erholung verpasst. Der Fehler von 1997 hat die Rezession um mindestens f&uuml;nf, wenn nicht zehn Jahre verl&auml;ngert&hellip;<br>\nDie europ&auml;ischen L&auml;nder beschr&auml;nken freiwillig ihre Staatsausgaben und lassen damit ihre Wirtschaft &uuml;ber die Fiskalklippe st&uuml;rzen, was sehr traurig ist. In Amerika wurde die japanische Lektion dagegen verstanden&hellip; man kann mit Strukturreformen einen Fiskalstimulus nicht ersetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/richardkoo\/\">Finanz und Wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>J&auml;hrliche Inflation im Euroraum auf -0,3% gestiegen<\/strong><br>\nDie j&auml;hrliche Inflation im Euroraum  im Februar 2015 wird auf -0,3% gesch&auml;tzt, ein Anstieg gegen&uuml;ber -0,6% im Januar. Dies geht aus einer  von Eurostat, dem statistischen Amt der Europ&auml;ischen Union, ver&ouml;ffentlichten Schnellsch&auml;tzung hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/documents\/2995521\/6664152\/2-02032015-BP-DE.pdf\/5055f303-5a2d-43df-9109-bc5599ac9cb2%20\">Eurostat<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die &Uuml;berschrift der Pressemitteilung wirkt schon etwas seltsam an. Man h&auml;tte besser schreiben k&ouml;nnen, der Preisverfall setzt sich fort oder wenn man wohlwollender klingen m&ouml;chte, der Preisverfall ist im Februar weniger stark ausgefallen, als im Monat davor. Aber so wie oben klingt es nach einer guten Nachricht, was ein R&uuml;ckgang der Preise nun einmal nicht ist. <\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe auch: EWU Inflation bei 4,4 Prozent!!!???<\/strong><br>\nWir werden jetzt jeden Monat melden, um wie viel die europ&auml;ische Inflationsrate vom Inflationsziel abweicht.<br>\nWir werden aber, um die Aufmerksamkeit auch solcher Leser zu erreichen, f&uuml;r die Deflation ein Buch mit sieben Siegeln ist, die Abweichung immer nach oben auf das Inflationsziel aufschlagen. Da im Januar die Preise um 0,6 Prozent gefallen sind, ist das eine Abweichung von 2,5 Prozentpunkten (bei einem Inflationsziel von 1,9 Prozent oder knapp unter zwei Prozent, wie es von der EZB gesetzt wurde) und entspricht folglich einer Inflationsrate von 4,4 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/ewu-inflation-bei-4-4-prozent\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutscher Mindestlohn liegt nur im Mittelfeld<\/strong><br>\n11,12 Euro im reichen Luxemburg, 9,61 Euro in Frankreich, 9,21 Euro in den Niederlanden &ndash; zum Jahresanfang haben 16 der EU-L&auml;nder ihren gesetzlichen Mindestlohn erh&ouml;ht. Damit bewegt sich Deutschland mit seiner erstmals seit 1. Januar 2015 geltenden Lohnuntergrenze von 8,50 Euro am unteren Rand der westeurop&auml;ischen Spitzengruppe. Dies geht aus einer Untersuchung hervor, die das WSI-Institut in der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung vorgelegt hat. &ndash; In der Untersuchung macht sich der Experte daf&uuml;r stark, die Lohnuntergrenzen europaweit st&auml;rker zu koordinieren. Dies w&auml;re ein wichtiger Beitrag, um die Mindestl&ouml;hne, die noch vielfach auf Armutsniveau seien, auf ein faires Niveau anzuheben. Au&szlig;erdem k&ouml;nnte dies dazu beitragen, &ldquo;die Lohnentwicklung in Europa insgesamt zu stabilisieren und damit einen wichtigen Beitrag gegen die drohende Deflationskrise zu leisten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/vergleich-der-eu-laender-deutscher-mindestlohn-liegt-nur-im-mittelfeld-1.2373837\">SZ<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/media.boeckler.de\/Sites\/A\/Online-Archiv\/15508\">WSI-Mindestlohnbericht 2015 &ndash;  Ende der Lohnzur&uuml;ckhaltung?<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>TTIP-Resolution im EU-Parlament: 375 Organisationen verfassen offenen Brief<\/strong><br>\nMitte Mai 2015 wird das EU-Parlament eine Resolution zu TTIP verabschieden (1). Ein erster Entwurf des Handelsausschusses wird in den n&auml;chsten Wochen in den verschiedenen Aussch&uuml;ssen des Parlamentes diskutiert. Aus diesem Anlass haben heute 375 europ&auml;ische Organisationen aus mehr als 20 EU-L&auml;ndern einen offenen Brief (http:\/\/t1p.de\/German-MEP-letter) an die Europa-Abgeordneten gerichtet. Gewerkschaften, Konsumentenschutz-, Umwelt-, Menschenrechts- und globalisierungskritische Organisationen fordern darin, &ldquo;TTIP und gleichartige Handels- und Investitionsabkommen abzulehnen, die<br>\nfundamentale Grund- und Freiheitsrechte bedrohen, welche in langen demokratischen K&auml;mpfen errungen wurden.&rdquo;<br>\n&ldquo;Bisher durchgesickerte Verhandlungsdokumente zeigen, dass mit TTIP ein Angriff auf alles droht, was in Jahrzehnten hart erk&auml;mpft wurde. Soziale Sicherheit, &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge, Arbeitsrechte, Umweltschutz, nachhaltige Landwirtschaft und Demokratie sind f&uuml;r Konzerne und Freihandelslobbyisten so genannte Handelshemmnisse, die ihre Profitm&ouml;glichkeiten schm&auml;lern. Mit Vorschl&auml;gen wie den Klagerechten f&uuml;r Konzerne oder einer unkontrollierten Superregulierungsbeh&ouml;rde k&ouml;nnten Konzerne diese Errungenschaften Schritt f&uuml;r Schritt beseitigen &ndash; und zwar ohne f&uuml;r sie l&auml;stige demokratische Verfahren&rdquo;, sagte Roland S&uuml;&szlig; vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. &ldquo;Die Abgeordneten des Europ&auml;ischen Parlaments werden uns mit ihrer Resolution zeigen, ob sie auf der Seite der Konzerne oder auf der Seite der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, der Demokratie und der Umwelt stehen.&rdquo;<br>\nQuelle 1: Pressemitteilung Attac Deutschland<br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/fileadmin\/user_upload\/Kampagnen\/ttip\/German-MEP-letter.pdf\">Der Offene Brief<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP: Fortsetzung der Geopolitik mit anderen Mitteln<\/strong><br>\nMan solle aufh&ouml;ren, Flugzeugtr&auml;ger, Kampfjets und Raketen zu z&auml;hlen, schrieb Phillip Stephens vor kurzem in der Financial Times. Das Scheitern der USA in Afghanistan und Irak habe der Welt die Grenzen milit&auml;rischer Macht vor Augen gef&uuml;hrt. Die klassische Geopolitik sei seitdem von der Geo&ouml;konomie abgel&ouml;st worden. Die schlingernde Weltmacht USA setze zunehmend auf Handelsabkommen, um das internationalen System in ihrem Interesse zu ordnen.<br>\nIn der Tat verfolgt die Obama Regierung eine neue Strategie, die Lehren aus der milit&auml;rischen &Uuml;berdehnung der Bush Regierung zieht. Sie setzt auf Wirtschafts- und Finanzbeziehungen als strategische Instrumente der Machtsicherung. Durch ihren Ausbau soll sichergestellt werden, dass die USA auch in Zukunft das Zentrum der Weltwirtschaft bleiben. Denn das versetzt die USA in die Lage, durch neu entwickelte Sanktionsmethoden auch gro&szlig;e Staaten vom internationalen Handel und insbesondere dem Finanzaustausch auszuschlie&szlig;en. Gelingt dieser Plan,  w&auml;re das Drohpotential milit&auml;rischer Schlagkraft nur noch ein flankierendes Instrument amerikanischer Ordnungspolitik und die USA blieben weiterhin regelsetzende Macht in den internationalen Beziehungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/europaeische-integration\/artikel\/ttip-fortsetzung-der-geopolitik-mit-anderen-mitteln-815\/%20%20\">Internationale Politik und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schmidt soll erneut in Sachverst&auml;ndigenrat berufen werden<\/strong><br>\nChristoph Schmidt (52) soll in den Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wiederberufen werden. Das Bundeskabinett hat am 25. Februar auf Vorschlag des Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel (SPD) beschlossen, dem Bundespr&auml;sidenten die Wiederberufung Schmidts f&uuml;r die Amtsperiode vom 1. M&auml;rz 2015 bis zum 28. Februar 2020 vorzuschlagen. Der Wirtschaftsweise lehrt an der Ruhr-Universit&auml;t in Bochum und ist Pr&auml;sident des Rheinisch-Westf&auml;lischen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (RWI).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.politik-kommunikation.de\/personalwechsel\/schmidt-soll-erneut-sachverstaendigenrat-berufen-werden-15815%20\">Politik und Kommunikation<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da wird also auf Vorschlag es SPD-Wirtschaftsministers ein Mitglied erneut in den sog. Sachverst&auml;ndigenrat berufen, das nun in allen Punkten kontr&auml;r etwa <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23931\">gegen die abschlagfreie Rente mit 63 oder den Mindestlohn steht<\/a> Da best&uuml;nde endlich einmal die Chance einen &Ouml;konomen zu berufen, der nicht nur die arbeitgeberorientierte Wirtschaftspolitik vertritt, aber Gabriel schl&auml;gt erneut einen Vertreter vor der die neoliberale Gebetsm&uuml;hle auch k&uuml;nftig weiterdrehen wird.<\/em><br>\n<em>Besser als es die Anstalt getan hat, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=c9MA5X_hSAw\">kann man die Sachverst&auml;ndigen nicht karikieren<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Weg aus dem Banken-Dilemma<\/strong><br>\nDer Schweiz steht eine wichtige Debatte bevor. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern UBS und Credit Suisse heute, sechs Jahre nach dem H&ouml;hepunkt der Finanzkrise, noch ein Risiko f&uuml;r die Volkswirtschaft darstellen. Bis Ende Februar muss der Bundesrat dem Parlament allf&auml;lligen Anpassungsbedarf in der hiesigen Too-big-to-fail-Gesetzgebung (TBTF) aufzeigen. Die Banken werden dagegen lobbyieren. Sie werden sagen, sie h&auml;tten bereits genug unternommen. Sie werden Wettbewerbsnachteile gegen&uuml;ber ausl&auml;ndischen Konkurrenten beklagen und warnen, eine Versch&auml;rfung des TBTF-Regimes schade der Wirtschaft. Dabei wird bisweilen die Ansicht aufkommen, die Debatte drehe sich um die Frage zwischen &laquo;mehr Regulierung&raquo; und &laquo;mehr Markt&raquo;. Doch ein derartiger Zielkonflikt existiert nicht. Der Markt will das Gleiche wie der Regulator: besser kapitalisierte und klarer fokussierte Banken.<br>\nDie Schweiz erlebte im Oktober 2008 eine Nahtod-Erfahrung, als Bund und Nationalbank mit einem Kapitaleinsatz von &uuml;ber 60 Mrd. Fr. die UBS retten mussten. In der Folge nahm die Schweiz global eine Vorreiterrolle in der L&ouml;sung des TBTF-Problems ein. Im M&auml;rz 2012 trat das Gesetz in Kraft, das von den systemrelevanten Banken deutlich mehr verlustabsorbierendes Kapital verlangt. Nun ist der Zeitpunkt f&uuml;r diese Evaluation gekommen. Objektiv kann festgestellt werden: Die USA, Grossbritannien und Schweden sind mit ihren Kapitalvorschriften zum Teil weiter gegangen. Die Schweiz steht heute im globalen Vergleich nicht mehr an der Spitze. In der Behebung des TBTF-Problems hat sich &ndash; abgesehen von der Variante der Zerschlagung &ndash; ein Zweis&auml;ulensystem durchgesetzt: Die erste S&auml;ule soll die Wahrscheinlichkeit verringern, dass eine systemrelevante Bank &uuml;berhaupt insolvent wird. Das wird erreicht, indem die Banken mehr verlustabsorbierendes Kapital halten. Die zweite S&auml;ule soll ein Systemchaos verhindern und die Kollateralkosten minimieren, falls doch ein Institut kollabiert. Das wird erreicht, indem die systemrelevanten Teile einer Bank organisatorisch isoliert werden und auf globaler Ebene Klarheit herrscht, nach welchen Regeln eine insolvente Grossbank saniert oder abgewickelt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/der-weg-aus-dem-banken-dilemma\/\">Mark Dittli im Tages-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mark Dittlis Hoffnung, dass sich Universalbanken freiwillig aufspalten w&uuml;rden, weil sie daf&uuml;r an der B&ouml;rse mit einer Bewertungspr&auml;mie belohnt w&uuml;rden und auf Druck der Aktion&auml;re andere Gro&szlig;banken folgen w&uuml;rden, und die &ldquo;Dinosaurier und mit ihnen das TBTF-Problem&rdquo; in der Folge verschwinden w&uuml;rden, scheint doch sehr optimistisch. Aber eines wird klar, w&auml;hrend in Deutschland &uuml;ber L&auml;nder wie Griechenland hergezogen wird, wird in der Schweiz n&auml;her an den Verursachern der gro&szlig;en Krise diskutiert. Es ist geradezu erschreckend wie wenig unserer notorisch unterkapitalisierten Gro&szlig;banken und die Too-big-to-fail- Problematik thematisiert werden. Sollte eine systemrelevante Bank wie Deutsche Bank in Not geraten, wird die Griechenlandkrise im Verh&auml;ltnis dazu ein laues L&uuml;ftchen sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nummer drei im weltweiten Agrarhandel<\/strong><br>\nDeutschland geh&ouml;rt nach den USA und den Niederlanden zu den weltweit gr&ouml;&szlig;ten Exporteuren und hinter den USA und China zu den gr&ouml;&szlig;ten Importeuren von Agrarprodukten. Das geht aus einer Antwort (18\/4054) der Bundesregierung auf Basis von Zahlen der Welthandelsorganisation (WTO) auf eine Kleine Anfrage (18\/3797) der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen zum globalen Handel von Agrarerzeugnissen und zur Ern&auml;hrungssouver&auml;nit&auml;t hervor. Dazu hei&szlig;t es in der Antwort weiter, dass nach Ansicht der Bundesregierung die WTO-Regelungen ausreichen, um Kleinproduzenten in Entwicklungsl&auml;ndern eine dauerhafte, existenzsichernde und wettbewerbsf&auml;hige Produktion zu erm&ouml;glichen. Die Regeln w&uuml;rden ausreichenden Spielraum f&uuml;r eine die Agrarentwicklung f&ouml;rdernde Agrarpolitik bieten. Es liege in der Hand der jeweiligen nationalen Regierungen, von den vorhandenen WTO-Regeln Gebrauch zu machen, um die Interessen ihrer landwirtschaftlichen Erzeuger zu sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_03\/-\/363452\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist ziemlich zynisch die Entwicklungsl&auml;nder auf die WTO-Regeln zu verweisen. Eines der gr&ouml;&szlig;ten Probleme f&uuml;r die Kleinproduzenten in den Entwicklungsl&auml;ndern ist, dass sie mit hochsubventionierten Agrarprodukten aus Deutschland und Europa nicht konkurrieren k&ouml;nnen. So gehen mehr als 40 Prozent des EU Haushalts in Agrarsubventionen. Siehe &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.agenda21-treffpunkt.de\/archiv\/03\/01\/dwh01agrarsubvention.pdf\">Der Wahnsinn europ&auml;ischer Agrarsubventionen<\/a>&ldquo; Inzwischen sind zwar die EU_ Exportsubventionen f&uuml;r Lebensmittel zur&uuml;ckgefahren worden, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/agrarsubventionen-der-eu-werden-viel-zu-spaet-abgeschafft-a-944019.html\">doch die Kleinproduzenten in den Entwicklungsl&auml;ndern sind l&auml;ngst in den Ruin getrieben<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Studie der Industrie: Gewerkschaften schaffen das Comeback<\/strong><br>\nDer Einfluss der Gewerkschaften ist in Deutschland deutlich gestiegen. Zu dieser Einsch&auml;tzung kommen nicht sie selbst, sondern dies ist ein Fazit der Industrie. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ver&ouml;ffentlicht am kommenden Mittwoch eine Studie, in der es von einem &ldquo;Comeback der Gewerkschaften&rdquo; spricht. Es sei ihnen in den vergangenen Jahren gelungen, &ldquo;aus dem politischen Abseits herauszutreten, in das sie sich mit ihrer Opposition gegen die Agenda 2010 selbst hineinman&ouml;vriert hatten&rdquo;&hellip;<br>\nEin Comeback stellten sie aus zwei Gr&uuml;nden fest: Erstens ist die Zahl ihrer berufst&auml;tigen Mitglieder gestiegen. Vor neun Jahren waren nur noch 18 Prozent der Besch&auml;ftigten in Deutschland Mitglied in einer Gewerkschaft; bis 2012 stieg dieser Wert auf 20,6 Prozent&hellip;<br>\nMindestens bei sechs der acht DGB-Gewerkschaften w&auml;chst die Zahl der berufst&auml;tigen Mitglieder: IG Metall, Verdi, IG Bergbau-Chemie-Energie (IG BCE), Erziehung und Wissenschaft (GEW), Gewerkschaft der Polizei (GdP) und Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten (NGG). Nur IG Bau und Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) machen dazu keine Angaben. Auch der zweite gro&szlig;e Gewerkschafts-Dachverband, der Beamtenbund, verzeichnet seit Jahren steigende Mitgliederzahlen; ebenso Organisationen, die keinem Dachverband angeh&ouml;ren, wie der Marburger Bund&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/studie-der-industrie-gewerkschaften-schaffen-das-comeback-1.2373897\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was will uns das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft mit dieser Studie sagen? <\/em><br>\n<em>Nachdem inzwischen nicht mehr bestreitbar ist, dass die Gewerkschaften in der sog. Tarifpartnerschaft nicht mehr auf Augenh&ouml;he mit der Wirtschaft auftreten k&ouml;nnen (siehe z.B. die Lohnstagnation seit zwei Jahrzehnten), soll hier der Eindruck erweckt werden, dass die Arbeitnehmervertretungen wieder an Kraft und an Macht gewonnen h&auml;tten. Es dauert sicher nicht mehr lange bis wir wieder die Propaganda vom sog. &bdquo;Gewerkschaftsstaat&ldquo; h&ouml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Geplanter Verfassungsbruch &ndash; Bundesregierung will ihr umstrittenes Gesetz jetzt im Eiltempo durchziehen<\/strong><br>\nNun soll aber alles wirklich blitzschnell gehen: Bereits f&uuml;r den 6. M&auml;rz 2015 war im Bundestag die 1. Lesung des von der schwarz-roten Bundesregierung eingebrachten Gesetzes zur Erzwingung der Tarifeinheit im Betrieb angesetzt (nach Redaktionsschluss der vorliegenden Ausgabe der &ldquo;ver.di news&rdquo;).<br>\nAm Wochenende zuvor war der Inhalt eines von der Gr&uuml;nen-Abgeordneten Beate M&uuml;ller-Gemmeke in Auftrag gegebenen Rechtsgutachtens bekanntgeworden: Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages kommt darin zu dem Schluss, dass das geplante Gesetz &ldquo;alles in allem&rdquo; verfassungswidrig sei, weil es die im Artikel 9 des Grundgesetzes garantierte Koalitionsfreiheit verletze und das Streikrecht der Arbeitnehmer\/innen und ihrer Gewerkschaften angreife (&ldquo;ver.di news&rdquo; berichtete mehrfach).<br>\nEingriffe in Grundrechte sind dem Gutachten zufolge zwar m&ouml;glich, aber nur wenn sie gerechtfertigt seien. Das von der Regierung angegebene Ziel des Gesetzes, die Funktionsf&auml;higkeit der Tarifautonomie zu sichern, reiche daf&uuml;r nicht aus, zitiert dpa aus dem Papier. Auch andere Begr&uuml;ndungen seien nicht ausreichend f&uuml;r einen Eingriff in die Koalitionsfreiheit &ndash; etwa eine Zunahme von Arbeitsk&auml;mpfen oder eine St&auml;rkung des Betriebsfriedens. [&hellip;]<br>\nDem Aufruf der DGB-Gewerkschaften ver.di, NGG und GEW unter der &Uuml;berschrift &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/themen\/geld-tarif\/tarifeinheit\">Tarifeinheit: ja &ndash; Eingriff ins Streikrecht: nein<\/a>&ldquo;, der sich gegen eine gesetzliche Regelung der Tarifeinheit wendet, haben sich bis zum 2. M&auml;rz 2015 mehr als 33.500 Unterst&uuml;tzer\/innen angeschlossen. Er steht im Internet weiter zur Unterzeichnung bereit. Unter dem unten stehenden Link und im Download-Bereich von <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\">verdi-news.de<\/a> findet sich zum Herunterladen und Ausdrucken auch das Formular einer Unterschriftenliste zum Ausf&uuml;llen auf Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di News<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Vor der Debatte im Bundestag &ndash; wohl am Donnerstag &ndash; wollte ich euch noch einen kleinen &Uuml;berblick zur &ldquo;Tarifeinheits&rdquo;-Debatte (klingt nicht nur nach DDR &ndash; jedoch im neoliberalen Zwangs-Gewande -, sondern ist auch so) <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/gw\/tarifpolitik\/tarifdebatte\/tarifeinheit\/\">von Labournet zukommen lassen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Dort findet ihr auch <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/?p=69760\">meine letzte Stellungnahme dazu<\/a>.<\/em><br>\n<em>Armin Schuhmacher hat zus&auml;tzlich im &ldquo;Express&rdquo; herausgearbeitet, dass dies im Rahmen eines breiten Angriffes der Arbeitgeber im internationalen Rahmen der  ILO-Normen <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/streik_schuhmacher.pdf\">zu sehen ist<\/a>.<\/em><br>\n<em>Deshalb ist bei diesem neoliberal-basierten Gro&szlig;angriff auf das Streikrecht &ndash; alles muss weg , was die &ldquo;Marktfreiheit&rdquo; der Unternehmen einschr&auml;nkt &ndash; das Streikrecht auch international in Gefahr (Deutschland war in seinem restriktiven Streikrecht ohnehin international schon ein &ldquo;Vorreiter&rdquo; in der Beschr&auml;nkung des Streikrechtes &ndash; siehe z.B. den sog. &ldquo;politischen Streik&rdquo;).<\/em><br>\n<em>Thorsten Knuf schreibt heute dazu in der FR &ldquo;Gegen alle guten Argumente&rdquo; &ndash; Am Donnerstag k&ouml;nnte der Bundestag beschlie&szlig;en, die Macht der kleinen Gewerkschaften zu beschneiden. Dabei gibt es ernste Zweifel, ob dies verfassungsgem&auml;&szlig; w&auml;re. (= nicht im Netz ) Aber der renommierte Arbeitsrechtler Wolfgang D&auml;ubler hatte &ndash; nach Gutachten f&uuml;r Gewerkschaften &ndash; nun zuletzt noch ein &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.mdb-klaus-ernst.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Gutachten-zur-Tarifeinheit-W-D%C3%A4ubler-DIE-LINKE.pdf\">Gutachten zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Tarifeinheitsgesetz<\/a>&rdquo; f&uuml;r die Bundestagsfraktion DIE LINKE zum 9.1.2015 erstellt. In acht zentralen Thesen macht er die Verfassungswidrikeit deutlich.<\/em><br>\n<em>Und nicht zuletzt hatte der Verdi- Bundesvorstand seine Bedenken <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/tarifeinheit_verdivorstand.pdf\">dagegen dargelegt<\/a> und hier noch der &ldquo;Marburger Bund&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.marburger-bund.de\/sites\/default\/files\/dateien\/seiten\/koalitionsfreiheit-statt-einheitszwang\/mb-argumente-was-steckt-hinter-dem-ruf-nach-tarifeinheit-310814.pdf\">mit ausf&uuml;hrlichen Erkl&auml;rungen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Erwerbst&auml;tige arbeiten 2014 mehr als 58 Milliarden Stunden<\/strong><br>\nIm Jahr 2014 arbeiteten die Erwerbst&auml;tigen in Deutschland insgesamt 58,5 Milliarden Stunden. Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr, berichtete das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag. Mehr gearbeitet wurde zuletzt 1992 mit 59,9 Milliarden Stunden.<br>\n&bdquo;Das Arbeitsvolumen hat sich 2014 auch bei durchwachsener Konjunktur kr&auml;ftig erh&ouml;ht. Der Arbeitsmarkt bleibt Zugpferd der deutschen Volkswirtschaft&ldquo;, h&auml;lt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs &bdquo;Prognosen und Strukturanalysen&ldquo; fest. Dieses Wachstum ist sowohl auf die Zunahme bei den Erwerbst&auml;tigen als auch auf den Anstieg bei der Arbeitszeit zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nDie Erwerbst&auml;tigkeit nahm im Jahr 2014 um 0,9 Prozent zu und hat mit 42,7 Millionen einen neuen H&ouml;chststand erreicht. Die durchschnittliche Jahresarbeitszeit der Erwerbst&auml;tigen stieg 2014 um 0,6 Prozent und lag bei 1.371 Stunden. Selbst&auml;ndige und mithelfende Familienangeh&ouml;rige arbeiteten 2014 durchschnittlich 1.973 Stunden, besch&auml;ftigte Arbeitnehmer 1.302 Stunden.<br>\nEin Grund f&uuml;r die angestiegene Arbeitszeit sei, dass die Besch&auml;ftigten mit durchschnittlich 1,3 Stunden wieder Guthaben auf ihren Arbeitszeitkonten sammelten. Im Jahr 2013 wurden noch drei Stunden abgebaut, erkl&auml;rt Weber. Der Anstieg sei au&szlig;erdem auf die geleisteten &Uuml;berstunden zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Besch&auml;ftigte Arbeitnehmer machten 2014 im Durchschnitt 21,1 bezahlte &Uuml;berstunden und damit 1,1 Stunden mehr als im Vorjahr. Die unbezahlten &Uuml;berstunden lagen 2014 bei 27,8 Stunden, es waren damit 0,6 Stunden mehr als 2013.<br>\nDer Krankenstand blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 3,8 Prozent ungef&auml;hr gleich. Nach ersten vorl&auml;ufigen Hochrechnungen lag die Kurzarbeit im Jahr 2014 mit rund 93.000 Personen unter dem Stand des Vorjahres (124.000 Personen).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/az13.aspx%20\">IAB<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/arbeitsmarktdaten\/tab-az2014.pdf\">Eine Tabelle zur Entwicklung der Arbeitszeit<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/arbeitsmarktdaten\/AZ_Komponenten.xlsx\">Eine lange Zeitreihe mit den Jahreszahlen ab 1991 ist hier abrufbar<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/aktuell\/2014\/aktueller_bericht_1407.pdf%20\">Weitere Informationen zur Verbreitung von bezahlten und unbezahlten &Uuml;berstunden<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Arbeitsvolumen der Arbeitnehmer hat also im Vergleich zum Vorjahr um 1,5% zugenommen. Das ist erfreulich. Doch gleichzeitig erreichten die Teilzeitquote mit 38,6% und die Zahl der Personen mit Nebenjobs mit 2,771 Mio. neue H&ouml;chstst&auml;nde. (Vgl. <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/arbeitsmarktdaten\/AZ_Komponenten.xlsx\">die Jahreszahlen ab 1991<\/a>)<\/em><br>\n<em>Das Arbeitsvolumen in der Teilzeit hat deutlich mehr, n&auml;mlich um +3,4%  und auch das Arbeitsvolumen einschlie&szlig;lich der Nebenjobs hat st&auml;rker zugenommen als in der Vollzeitbesch&auml;ftigung. Es bleibt also bei dem Trend, dass das (wenngleich vergr&ouml;&szlig;erte) Arbeitsvolumen nur auf mehr K&ouml;pfe verteilt wird und vor allem die Teilzeitarbeit angestiegen ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>E.on und der R&uuml;ckbau von Atommeilern: Die Furcht vorm gro&szlig;en Schlupfloch<\/strong><br>\nSieben Atomkraftwerke muss E.on in den kommenden Jahren zur&uuml;ckbauen. Kritiker f&uuml;rchten, dass der Konzern sich aus der Verantwortung stehlen k&ouml;nnte. Ein Rechtsgutachten zeigt: Die Sorge ist berechtigt.<br>\nGut 14,5 Milliarden Euro hat E.on nach eigenen Angaben zur&uuml;ckgelegt, um sich f&uuml;r diese Aufgabe zu wappnen: Sieben Atomkraftwerke muss der Konzern in den kommenden Jahrzehnten abrei&szlig;en, dekontaminieren und den strahlenden M&uuml;ll sicher entsorgen. Doch die Bundesregierung fragt sich, ob das Geld reicht und wie sicher die R&uuml;ckstellungen noch sind.<br>\nAus einem neuen Rechtsgutachten geht nun hervor, dass es durchaus Grund zur Sorge gibt. Denn Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Energieversorger will sich obendrein auch noch aufspalten. Und von den zwei Firmen, in die sich E.on trennen will, kann wahrscheinlich nur eine f&uuml;r das atomare Erbe des Konzerns verantwortlich gemacht werden, hei&szlig;t es in einer Expertise des Wissenschaftlichen Dienstes f&uuml;r den Bundestag, mit der sich der parlamentarische Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft und Energie am Mittwoch besch&auml;ftigen will. Das Dokument liegt SPIEGEL ONLINE vor.<br>\nDer Konzernumbau bei E.on soll wie folgt ablaufen: Die erste Firma, die &ldquo;alte E.on&rdquo;, wenn man so will, soll das Gesch&auml;ft mit der konventionellen Stromerzeugung, also mit Atom-, Kohle-, Gas- und Wasserkraftwerken, weiterf&uuml;hren &ndash; und damit auch f&uuml;r den AKW-R&uuml;ckbau verantwortlich sein&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/e-on-neuer-konzern-muss-fuer-akw-rueckbau-nicht-zahlen-a-1021515.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auf diese Gefahr, dass durch die Aufspaltung von E.on die Durchgriffshaftung verhindert werden soll hatten wir schon damals hingewiesen.<\/em><br>\n<em>So war das bisher beim THTR in Hamm und beim Kugelhaufen-Reaktor in J&uuml;lich. Immer blieb der Staat und damit der Steuerzahler auf den Kosten f&uuml;r den R&uuml;ckbau sitzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rudolf Hickel: &ldquo;Die Treuhandanstalt hat verbrannte Erde hinterlassen&rdquo;<\/strong><br>\nWir schreiben den 1. M&auml;rz 1990. Die DDR steht vor einer Transformation ihres wirtschaftlichen Systems: weg von der sozialistischen Plan- und hin zur Marktwirtschaft nach westdeutschem Vorbild. F&uuml;r diesen Prozess beauftragte die damalige DDR-F&uuml;hrung eine Treuhandanstalt. Deren Bilanz: tausende abgewickelte Betriebe, hunderttausende Menschen ohne Arbeitsplatz. Welche Rolle spielten dabei westdeutsche Interessen? Wie sp&uuml;ren wir die Folgen dieses &ldquo;Wirtschaftskrimis&rdquo; noch heute? Dar&uuml;ber haben wir mit dem Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel gesprochen, der zur Wendezeit selbst als Gutachter in den neuen Bundesl&auml;ndern unterwegs gewesen ist&hellip;<br>\nSie hat einen l&auml;ngerfristigen Schaden verursacht. Das sehen wir daran, dass beispielsweise die Wirtschaftskraft &ndash; also die Produktion bezogen auf die Zahl der Einwohner &ndash; in Ostdeutschland strukturell immer noch mindestens 25 Prozent niedriger ist als in Westdeutschland. Und die Treuhand hat weiteren Schaden hinterlassen. Wir sehen das zum Beispiel daran, dass keine kleinteilige Betriebsstruktur aufgebaut worden ist, die Unternehmen fehlen. Insoweit ist da schon ein St&uuml;ck Politik der verbrannten Erde mit diesem Wirtschaftskrimi namens Treuhandanstalt zustande gekommen. Insofern muss man schon sagen, dass die Politik, die die Weichen f&uuml;r die Treuhandanstalt gestellt hat, schwere Fehler gemacht hat&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/treuhand-interview-wirtschaftswissenschaftler100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html\">mdr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>British refusal to cooperate with spy inquiry causes row in Germany<\/strong><br>\nCommittee under pressure to censor disclosures about UK activity after Downing Street threatens to break off intelligence-sharing with Berlin&hellip;<br>\nDowning Street and the German chancellery are embroiled in a worsening dispute over intelligence-sharing and the covert counter-terrorism campaign because of conflicts arising from the surveillance scandals surrounding the US National Security Agency and Britain&rsquo;s GCHQ.<br>\nAccording to German newspaper reports citing government and intelligence officials in Berlin, the Bundestag&rsquo;s inquiry into the NSA controversy is being jeopardised by Britain&rsquo;s refusal to cooperate and its threats to break off all intelligence-sharing with Berlin should the committee reveal any UK secrets.<br>\nThe weekly magazine Focus reported last month that a national security aide to David Cameron had written to Peter Altmaier, Angela Merkel&rsquo;s chief of staff, refusing all requests for help in the inquiry and warning that Britain would cease supplying terrorism-related intelligence to the Germans unless Berlin yielded.<br>\nIt emerged during the NSA revelations that the Americans had hacked into Merkel&rsquo;s mobile phone, generating outrage in Germany and feeding growing anti-American sentiment.<br>\nInternationally, the BND, Germany&rsquo;s foreign intelligence service, is viewed as less than vigorous. In the secret war on terror, the Germans are said to be dependent on signals intelligence from the British and the Americans.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2015\/mar\/03\/british-refusal-cooperate-spy-inquiry-row-germany\">theguardian<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu: Briten drohen mit Spionage-Boykott<\/strong><br>\nDer deutsche und der britische Geheimdienst stecken in einer tiefen Partnerschaftskrise.<br>\nIn einem Brandbrief an das Kanzleramt drohte London vergangene Woche damit, jegliche Zusammenarbeit mit den deutschen Nachrichtendiensten sofort einzustellen. Betroffen davon w&auml;re in erster Linie der Austausch wichtiger geheimdienstlicher Erkenntnisse zur Terrorismus- und Spionageabwehr.<br>\nAusl&ouml;ser des Streits ist das Vorhaben der Bundesregierung, Akten des britischen Geheimdienstes f&uuml;r den NSA-Untersuchungsausschuss freizugeben. Das Gremium pr&uuml;ft Aktivit&auml;ten ausl&auml;ndischer Nachrichtendienste in Deutschland. Da die USA und die Briten selbst keine Unterlagen nach Berlin schicken, will der Ausschuss deutsche Dossiers auswerten, die Agentenkooperationen mit den USA und England dokumentieren.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;ten Nachteile bei einer Debatte im Parlament bef&uuml;rchtet der britische Abh&ouml;rdienst Government Communications Headquarters (GCHQ). Er f&uuml;hrte zum Beispiel im Jahr 2013 zusammen mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) eine bis heute streng geheime europaweite &Uuml;berwachungsaktion durch&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/magazin\/archiv\/fakten-fakten-fakten-geheimdienste-briten-drohen-mit-spionage-boykott_id_4456568.html\">Focus<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Was will der W&auml;hler? Volkes Stimme<\/strong><br>\nBeinahe die H&auml;lfte der Deutschen lehnt das Gewaltmonopol des Staates ab, jeder F&uuml;nfte w&uuml;nscht sich offenbar eine Revolution. Was aber sagen uns solche Umfrageergebnisse? Sagen sie &uuml;berhaupt etwas?<br>\nEine nicht extremistisch genannt werden wollende Revolutionsbereitschaft von links, die eher gewaltlos zu einem Staat ohne Gewaltmonopol f&uuml;hren soll, der sich nicht mehr in kriegerische Auseinandersetzungen treiben l&auml;sst und den Kapitalismus zwanglos abschafft? Die Utopie war auch schon aggressiver. Wer sich die Begegnung mit einer einzelnen Person vorstellen m&uuml;sste, die all das Gesagte zugleich meint, w&uuml;rde wohl versuchen, schnell das Gespr&auml;chsthema zu wechseln. Vielleicht zeigt die Bereitschaft zum Ankreuzen von Spr&uuml;chen aber auch nur die Grenzen solcher Umfragen. Was messen sie eigentlich? Politische Meinungen, deren Inkonsistenz, die Art des Medienkonsums der Befragten, den entsprechenden Wiedererkennungswert von Phrasen? Meinen geht ja &uuml;berhaupt sehr leicht. Gewaltmonopol? Klingt irgendwie nach Gewalt und Monopol, also lieber mal ablehnen.<br>\nInteressanter aber als die innere Struktur solcher Bekenntnisse ist ein Vergleich der Umfrageresultate mit dem politischen Handeln. F&uuml;r die allermeisten bedeutet es doch eher die Beteiligung an Wahlen als an Umst&uuml;rzen. Diagnosen, die vor Zulauf bei der politischen Rechten warnen, den Zerfall der Mitte oder die Schw&auml;che des Liberalismus konstatieren, k&ouml;nnen darum zwar um den demoskopischen Eindruck erg&auml;nzt werden, bei fast der H&auml;lfte der Deutschen schlage das Herz weit links. Doch das geht eben nicht mit einem dazu passenden Wahlverhalten einher. Man wird sich die W&auml;hler von Olaf Scholz schlie&szlig;lich nicht als Gegner des Gewaltmonopols vorstellen wollen oder als Leute, die sich die echte Demokratie ohne Marktwirtschaft und Privateigentum vorstellen k&ouml;nnen. Von denen Angelas Merkels ganz zu schweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/keine-echte-demokratie-laut-60-prozent-der-deutschen-13447652.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Angenehm entt&auml;uscht ist man, wie die FAZ die Vorstellung einer Studie durch die Autoren einige Tage sp&auml;ter relativiert. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/die-gegenwart\/studie-zum-linksextremismus-13443452.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Diese Vorstellung<\/a> kam noch so daher: Gegen eine offene Gesellschaft. Gegen &bdquo;rechts&ldquo; zu sein ist Pflicht, &bdquo;links&ldquo; zu sein oft mehr als eine harmlose Neigung. Linksradikale und linksextreme Einstellungsmuster sind in Deutschland weit verbreitet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Forscherrechte endlich auch in Deutschland anerkennen<\/strong><br>\nBildungsgewerkschaft zum zehnten Jahrestag der Europ&auml;ischen Forschercharta<br>\nDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland aufgefordert, Forscherinnen und Forschern endlich die Rechte zu gew&auml;hrleisten, die seit 2005 europ&auml;ischer Standard sind. Bereits vor zehn Jahren habe die Europ&auml;ische Kommission Hochschulen und Forschungseinrichtungen in ganz Europa empfohlen, die &ldquo;Europ&auml;ische Forschercharta&rdquo; sowie den &ldquo;Kodex f&uuml;r die Einstellung von Forschern&rdquo; zu unterzeichnen. &ldquo;Deutschlands Wissenschaftsreinrichtungen tun sich immer noch schwer mit der Forschercharta: Erst drei Universit&auml;ten, vier Fachhochschulen und vier Forschungseinrichtungen sowie vier Wissenschaftsorganisationen haben Charta und Kodex unterzeichnet, darunter die Hochschulrektorenkonferenz mit einer umfangreichen Liste an Vorbehalten &ndash; ein Armutszeugnis&rdquo;, sagte der stellvertretende GEW-Vorsitzende und Wissenschaftsexperte, Andreas Keller, aus Anlass des zehnten Jahrestages der Europ&auml;ischen Forschercharta, der heute in Br&uuml;ssel w&auml;hrend eines Festaktes der Europ&auml;ischen Union gefeiert wird.<br>\n&ldquo;Immer mehr Zeitvertr&auml;ge mit immer k&uuml;rzeren Laufzeiten, lange und steinige Karrierewege &ndash; fast nirgendwo in Europa sind die Probleme so stark ausgepr&auml;gt wie im deutschen Wissenschaftssystem. Zum Programm der Europ&auml;ischen Forschercharta geh&ouml;ren dagegen diese Ziele: Stabilit&auml;t der Besch&auml;ftigungsbedingungen, Laufbahnentwicklung, Anerkennung von Mobilit&auml;tserfahrung, Schutz des geistigen Eigentums, Partizipation in Entscheidungsgremien, Gleichstellung von Forscherinnen sowie Familienfreundlichkeit. Alle Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollten sich die Charta endlich zu eigen machen. Das ist nicht nur im Interesse der Forscherinnen und Forscher, sondern auch der Kontinuit&auml;t und damit der Qualit&auml;t der Forschung sowie der Attraktivit&auml;t des Arbeitsplatzes Hochschule und Forschung&rdquo;, mahnte Keller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verbaende.com\/news.php\/Europaeische-Forscherrechte-endlich-auch-in-Deutschland-anerkennen-Bildungsgewerkschaft-zum-zehnten-Jahrestag-der-Europaeischen-Forschercharta?m=101831%20\">GEW in Deutsches Verb&auml;ndeforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wirtschaftslobby k&auml;mpft um die K&ouml;pfe unserer Kinder<\/strong><br>\nDie Arbeitgeber-Perspektive ist zweifellos wichtig f&uuml;r die &ouml;konomische Bildung. Doch Unternehmen verbreiten zunehmend Unterrichtsmaterialien, die einseitig sind und wirtschaftswissenschaftliche Kontroversen einfach ausblenden. Die Politik sollte der Wirtschaftslobby nicht unsere Kinder &uuml;berlassen&hellip;<br>\nDer Fachdidaktiker Tim Engartner bringt das Problem auf den Punkt: &bdquo;Unz&auml;hlige Eltern, Lehrer, Sch&uuml;ler, Kulturministeriale und Wissenschaftler f&uuml;rchten, dass ein eigenst&auml;ndiges Unterrichtsfach Wirtschaft zum Fach der Wirtschaft werden k&ouml;nnte&hellip; Weil in Zeiten klammer kommunaler Kassen die Schulbuchetats sinken und die Kopierkontingente gedeckelt werden, gelingt es den unternehmerischen Initiativen immer besser, die Schulen mit selektiven, tendenzi&ouml;sen und manipulativen Unterrichtsmaterialien zu speisen.&ldquo;<br>\nSeit 2012 wird unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministers von der &bdquo;Bundesarbeitsgemeinschaft Schule Wirtschaft&ldquo; das &bdquo;G&uuml;tesiegel Schulbuch des Jahres &ndash; &Ouml;konomische Bildung&ldquo; verliehen. Partner der Initiative sind neben dem Wirtschafts-, dem Innenministerium und der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit auch die Bertelsmann Stiftung, McDonald&rsquo;s, die Stiftung der Deutschen Wirtschaft und Siemens. Die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung liegt bei der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeber (BDA) und dem arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW).<br>\nDie Unternehmensperspektive ist wichtig f&uuml;r die &ouml;konomische Bildung. Aber die einseitig arbeitgebernahe Ausrichtung der &bdquo;Bundesarbeitsgemeinschaft&ldquo; ist problematisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorwaerts.de\/blog\/wirtschaftslobby-kaempft-um-koepfe-unserer-kinder\">Vorw&auml;rts<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Journalisten lesen Hassbriefe vor<\/strong><br>\nViele Journalisten mit Migrationshintergrund werden von Lesern in E-Mails und Briefen beleidigt, beschimpft, ja, sogar bedroht. Wie geht man damit am besten um? Die Kollegen geben darauf eine sehr pers&ouml;nliche Antwort. Sie lesen diese Leserzuschriften &ouml;ffentlich einem Publikum vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2015\/02\/19\/dlf_20150219_1951_67d214ba.mp3\">DLF<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25272","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25272","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25272"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25272\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25275,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25272\/revisions\/25275"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}