{"id":25281,"date":"2015-03-05T08:58:37","date_gmt":"2015-03-05T07:58:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281"},"modified":"2015-03-05T08:58:37","modified_gmt":"2015-03-05T07:58:37","slug":"hinweise-des-tages-2326","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h01\">WSI-Arbeitskampfbilanz 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h02\">Vermittlungsquote von 13 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h03\">Jahresabr&uuml;stungsbericht 2014 &ndash; Erfolge in der Abr&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h04\">Immer mehr Frauen arbeiten &ndash; aber nur in Teilzeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h05\">Neue Energiemarktordnung statt nur ein Strommarktdesign <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h06\">Atom: Fondsl&ouml;sung ist umstritten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h07\">Wir k&ouml;nnen alles. Au&szlig;er Windkraft.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h08\">Pegida<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h09\">Kurzfassung des MEMORANDUM 2015 verschickt! <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h10\">Ein Jahr nach dem Maidan: Was hat&#700;s gebracht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h11\">Untersuchungsbericht zur Polizei in Ferguson &ndash; Der Rassismus in den USA lebt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h12\">Aus dem Werk ins Folterzentrum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h13\">Kriegsende 1945 &ndash; Kein Anlass f&uuml;r Gedenktag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h14\">Offener Brief zum Beitrag &ldquo;Armutsschwindel&rdquo; in Die Zeit Ausgabe Nr. 9 vom 26. Februar 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h15\">Armut nach Plan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h16\">&raquo;Vertreibung aus dem Paradies&laquo; &ndash; Die aktuelle Situation der Medienbranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h17\">Privatunis: Die dressierte Elite &ndash; was wir unseren Kindern zumuten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h18\">TV-Tipp: Tarifeinheitsgesetz im Bundestag am Donnerstag, 05.03.2015, ab 12.30 Uhr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h19\">Duell in Samthandschuhen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281#h20\">Grimme-Preis 2015: &ldquo;Die Anstalt&rdquo; und Tukur-&ldquo;Tatort&rdquo; werden ausgezeichnet<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25281&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>WSI-Arbeitskampfbilanz 2014<\/strong><br>\nDeutlich geringeres Streikvolumen, anhaltend viele Konflikte<br>\nGro&szlig;e Warnstreikwellen im &Ouml;ffentlichen Dienst sowie die anhaltenden Auseinandersetzungen bei Amazon, der Deutschen Bahn und der Lufthansa pr&auml;gten das Arbeitskampfgeschehen im Jahr 2014. W&auml;hrend sich die Gesamtzahl der Konflikte kaum ver&auml;nderte, gingen das Streikvolumen und die Zahl der an Streiks Beteiligten im Vergleich zu 2013 deutlich zur&uuml;ck. Dies zeigt die Jahresbilanz zur Streikentwicklung, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung heute vorlegt.<br>\nInsgesamt registrierte das WSI im abgelaufenen Jahr 214 Tarifkonflikte mit Arbeitsniederlegungen. Damit liegt die Arbeitskampfh&auml;ufigkeit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (218). Da viele dieser Arbeitsk&auml;mpfe sich auf einzelne Unternehmen beschr&auml;nkten, sank jedoch zugleich das Arbeitskampfvolumen. Es lag mit 392.000 Ausfalltagen um gut 25 Prozent niedriger als im Vorjahr (551.000). Noch deutlicher ging die Zahl der Streikenden zur&uuml;ck. Insgesamt nahmen 2014 rund 345.000 Besch&auml;ftigte an Arbeitsniederlegungen teil, ein R&uuml;ckgang um fast zwei Drittel gegen&uuml;ber 2013 (1 Million Beteiligte; siehe auch Grafik 1 im Anhang). Die erheblichen Schwankungen in der Streikbeteiligung werden wesentlich von Rhythmus und Verlauf der Tarifrunden in der Metall- und Elektroindustrie bestimmt, erkl&auml;rt WSI-Arbeitskampfexperte Dr. Heiner Dribbusch. 2014 standen in diesem Bereich keine Tarifverhandlungen an.<br>\nIm internationalen Vergleich des Arbeitskampfvolumens liegt Deutschland nach wie vor im unteren Bereich &hellip;<br>\n&ndash; Fast neun von zehn Arbeitsk&auml;mpfen im Dienstleistungsbereich &ndash;<br>\nNoch deutlicher als im Vorjahr konzentrierte sich 2014 das Streikgeschehen auf den Dienstleistungssektor. Fast 90 Prozent aller Arbeitsk&auml;mpfe und gut 97 Prozent aller Ausfalltage sind diesem Bereich zuzuordnen. Alleine die Gewerkschaft ver.di war in mehr als 160 von Arbeitsniederlegungen begleitete Tarifkonflikte involviert, von denen 16 bereits vor 2014 begonnen hatten. Au&szlig;erhalb des Dienstleistungsbereichs gab es erneut besonders viele, h&auml;ufig kleinere, Streiks in der von der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gastst&auml;tten (NGG) organisierten Getr&auml;nke- und Lebensmittelindustrie.<br>\nDie umfangreichsten Fl&auml;chenstreiks fanden in der Tarifrunde des &Ouml;ffentlichen Dienstes von Bund und Gemeinden statt. An verschiedenen Warnstreikwellen, zu denen neben ver.di und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auch die zum Beamtenbund geh&ouml;rende dbb tarifunion aufgerufen hatte, nahmen nach Gewerkschaftseinsch&auml;tzung rund 300.000 Besch&auml;ftigte teil. Den prozentual h&ouml;chsten Tarifabschluss nach einem Streik gab es, nachdem am 21. Februar 2014 das mit seiner niedrigen Bezahlung unzufriedene Sicherheitspersonal am Frankfurter Flughafen die Arbeit niedergelegt hatte. &Uuml;ber zwei Jahre verteilt wurde ein Einkommensplus von bis zu 26,5 Prozent vereinbart. Auch hier streikten Mitglieder von ver.di und dbb tarifunion gemeinsam.<br>\nKonfrontation statt Kooperation zwischen den Gewerkschaften kennzeichnete dagegen die Tarifauseinandersetzung bei der Deutschen Bahn, wo die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) bisher darauf bestand, getrennt von der wesentlich gr&ouml;&szlig;eren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zu verhandeln. Neben dem Bahnkonflikt stand der Arbeitskampf bei der Lufthansa im Mittelpunkt des &ouml;ffentlichen Interesses. Von der Zahl der Streikenden und der Ausfalltage her fielen beide Arbeitsk&auml;mpfe jedoch kaum ins Gewicht, so Arbeitskampfforscher Dribbusch. Auch streikten die Berufsgewerkschaften insgesamt im Jahr 2014 weder h&auml;ufiger noch erfolgreicher als die Branchengewerkschaften.<br>\nUnabh&auml;ngig davon, ob ver.di, die EVG, die GDL, oder die Vereinigung Cockpit dazu aufriefen, erhielten die auf l&auml;ngere Sicht eher seltenen Arbeitsk&auml;mpfe im Flug- und Bahnverkehr stets besondere Beachtung, beobachtet der WSI-Experte. Dabei gerate in der &Ouml;ffentlichkeit h&auml;ufig die Verantwortung der Arbeitgeberseite f&uuml;r den Konflikt aus dem Blick&hellip;\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150305_beschaeftigung.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150305_beschaeftigung_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_wsi_2015_03_04.pdf\">WSI<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Vermittlungsquote von 13 Prozent<\/strong><br>\nVon den zwei Millionen Arbeitslosen, die 2014 eine ungef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt fanden, wurden 271.000 durch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) oder Jobcenter in Stellen vermittelt. Die Vermittlungsquote der BA lag damit, bezogen auf die ungef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung, bei 13 Prozent. Das geht aus der Antwort (18\/4073) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (18\/3867) der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen hervor. Darin hei&szlig;t es weiter, dass Arbeitslose mit einer akademischen Ausbildung mit 6,4 Prozent die niedrigste Vermittlungsquote aufweisen, da es ihnen h&auml;ufig gelinge, durch Eigeninitiative eine Arbeitsstelle zu finden und auch die Unternehmen andere Rekrutierungswege als den &uuml;ber die BA h&auml;ufiger nutzten. Nach Wirtschaftszweigen zeigten sich die niedrigsten Vermittlungsquoten demnach im Bereich Kommunikation und Information sowie in der Land- und Forstwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_03\/-\/363660%20\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jahresabr&uuml;stungsbericht 2014 &ndash; Erfolge in der Abr&uuml;stung<\/strong><br>\nTrotz zahlreicher internationaler Krisen konnten 2014 in der Abr&uuml;stungs- und R&uuml;stungskontrolle Erfolge verbucht werden: So leistete Deutschland einen Beitrag bei der Vernichtung syrischer Chemiewaffen. Der Jahresabr&uuml;stungsbericht, den das Kabinett beschlossen hat, stellt die weiteren inhaltliche Schwerpunkte dar&hellip;<br>\nDes weiteren verlaufen auch die Verhandlungen &uuml;ber die L&ouml;sung des Streits um das iranische Nuklearprogramm grunds&auml;tzlich konstruktiv&hellip;<br>\nGerade die Ukraine-Krise zeigt, dass Instrumente der R&uuml;stungskontrolle unter dem Dach der Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) weiterhin n&uuml;tzlich sind. Deutschland wird seinen OSZE-Vorsitz 2016 nutzen, um die Zukunft der europ&auml;ischen Sicherheitsarchitektur verantwortungsvoll mitzugestalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/Artikel\/2015\/03\/2015-03-03-kabinett-jahresabruestungsbericht-2014.html\">Bundesregierung<\/a>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/cae\/servlet\/contentblob\/699620\/publicationFile\/203106\/150304-JAB_2014.pdf\">Bericht der Bundesregierung zum Stand der Bem&uuml;hungen um R&uuml;stungskontrolle, Abr&uuml;stung und Nichtverbreitung sowie &uuml;ber die Entwicklung der  Streitkr&auml;ftepotenziale (Jahresabr&uuml;stungsbericht 2014)<\/a> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Dazu: Jan van Aken: Abr&uuml;sten statt Aufr&uuml;sten<\/strong><br>\nAuch 218 Seiten leere Worth&uuml;lsen k&ouml;nnen nicht verbergen, dass Deutschland mehr f&uuml;r Aufr&uuml;stung als f&uuml;r Abr&uuml;stung in dieser Welt tut. Ein paar kleine Projekte zur Abr&uuml;stung von Kleinwaffen sind eine Farce angesichts der vielen zehntausend Kleinwaffen, die Deutschland in den letzten Jahren exportiert hat. Und ganz offensichtlich interessiert sich Au&szlig;enminister Steinmeier heute nur noch halb so viel f&uuml;r Abr&uuml;stung wie in seiner letzten Amtszeit. 2009 standen dem AA noch 64 Millionen Euro f&uuml;r Abr&uuml;stungsma&szlig;nahmen zur Verf&uuml;gung. 2015 sind es nur noch 30 Millionen Euro&ldquo;, kommentiert Jan van Aken, au&szlig;enpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, den heute von der Bundesregierung vorgestellten Jahresabr&uuml;stungsbericht 2014. Van Aken weiter:<br>\n&bdquo;Besch&auml;mend ist noch etwas anderes: Von Steinmeier geht keinerlei Initiative aus, die US-Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen. Deutschland kann so kein Vorreiter in Sachen Abr&uuml;stung sein, Deutschland ist mit den US-Atomwaffen und seiner Teilhabe daran Teil des Problems. Das &uuml;bert&uuml;ncht auch kein noch so langer Jahresabr&uuml;stungsbericht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jan-van-aken.de\/aktuell.html?newid=454#d454%20\">Jan von Aken<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Au&szlig;enminister r&uuml;hmt Abr&uuml;stungsbem&uuml;hungen, die Verteidigungsministerin fordert mehr Panzer und der Finanzminister <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/bundeswehr-schaeuble-verspricht-mehr-geld-fuer-panzer-13457020.html\">verspricht einen h&ouml;heren Verteidigungsetat<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Immer mehr Frauen arbeiten &ndash; aber nur in Teilzeit<\/strong><br>\nIm vergangenen Jahr hatten elf Millionen weibliche Besch&auml;ftigte keine volle Stelle, wie das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mitteilt. Das waren doppelt so viele wie vor rund 20 Jahren. Fast die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten war im vergangenen Jahr weiblich&hellip;<br>\nAllerdings merken auch schon die IAB-Forscher an, dass die Zahl der besch&auml;ftigten Frauen seit der Wiedervereinigung um 21 Prozent gestiegen ist, aber die von ihnen geleistete Arbeit nur um vier Prozent&hellip;<br>\nGrund ist die steigende Teilzeitquote. Sie lag im Jahr 2014 bei knapp 58 Prozent. Im Jahr 1991 betrug sie nur 35 Prozent&hellip;<br>\nGleichzeitig steigt nicht nur die Zahl der Besch&auml;ftigungen in Teilzeit, sondern auch die Zahl der in Vollzeit angestellten Frauen sinkt. Die Zahl der vollzeitbesch&auml;ftigten Frauen ging zwischen 2001 und 2014 um knapp eine Million auf 7,5 Millionen zur&uuml;ck.<br>\nAuch immer mehr M&auml;nner haben Teilzeit-Jobs. Mit inzwischen gut 20 Prozent hat sich die Quote laut dem IAB bei ihnen im Vergleich zum Jahr 1991 mehr als vervierfacht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haufe.de\/personal\/hr-management\/arbeitsmarkt-immer-mehr-frauen-arbeiten-aber-nur-in-teilzeit_80_295136.html%20\">Haufe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neue Energiemarktordnung statt nur ein Strommarktdesign<\/strong><br>\nGrund f&uuml;r die Debatte um einen Strommarkt der Zukunft ist, dass der energiewirtschaftsrechtliche Rahmen nie grundlegend an die neuen Anforderungen der seit 1990 und beschleunigt seit 2000 stattfindenden dezentralen Energiewende ausgerichtet worden ist.<br>\nEine zu gro&szlig;en Anteilen fluktuierende Einspeisung aus Wind&#8208;&nbsp; und Solarenergie bedarf neuer, auf die spezifischen Charakteristika der Erneuerbaren Energien abgestimmter rechtlicher Rahmenbedingungen.<br>\nAuf eine solche Neue Energiemarktordnung arbeitet EUROSOLAR seit Jahren hin &ndash; mit fachlichen Beitr&auml;gen auf unseren Stadtwerke&#8208;&nbsp;und Speicherkonferenzen.<br>\nUnmittelbar nach Fukushima hat EUROSOLAR im 10&#8208;Punkte- Sofortprogramm (2011) erste Antworten gegeben, die im Memorandum &bdquo;Neue Energiemarktordnung f&uuml;r die dezentrale Energiewende&ldquo; (2013) <a href=\"http:\/\/\/www.eurosolar.de\/de\/index.php\/memoranden-a-papiere-2013-archivmenumemopap-371\/1781-memorandum-2013\">weiterentwickelt wurden<\/a>.<br>\nAuf dieser Grundlage nimmt EUROSOLAR zum Gr&uuml;nbuch &bdquo;Ein Strommarkt f&uuml;r die Energiewende&ldquo; in einem Memorandum Stellung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.eurosolar.de\/de\/images\/EUROSOLAR-Memorandum_Gr%C3%BCnbuch_NEMO.pdf\">EUROSOLAR-Memorandum zum Gr&uuml;nbuch &bdquo;Ein Strommarkt f&uuml;r die Energiewende&ldquo;<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Atom: Fondsl&ouml;sung ist umstritten<\/strong><br>\nEine &Uuml;bertragung der R&uuml;ckstellungen der deutschen Atomkraftwerksbetreiber f&uuml;r die Stilllegung und den R&uuml;ckbau der Anlagen in einen &ouml;ffentlich-rechtlichen Fonds wird von Experten v&ouml;llig kontr&auml;r beurteilt. Dies wurde in einer &Ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Ausschusses f&uuml;r Wirtschaft und Energie am Mittwoch deutlich.<br>\nF&uuml;r &bdquo;grunds&auml;tzlich machbar&ldquo; h&auml;lt Rechtsanwalt Hartmut Ga&szlig;ner von der Kanzlei Ga&szlig;ner, Groth, Siederer und Coll. die &Uuml;bertragung der auf rund 36 Milliarden Euro veranschlagten R&uuml;ckstellungen in einen Fonds. Allein die R&uuml;ckstellungen des vor einer Aufspaltung seines Gesch&auml;ftsbetriebs stehenden Energieversorgungsunternehmens E.ON werden mit 10,25 Milliarden Euro angegeben. Ga&szlig;ner verwies auf Gedankenspiele in der Wirtschaft, die R&uuml;ckstellungen in eine &bdquo;Bad Bank&ldquo; auszulagern, damit die Unternehmen von den Folgen der friedlichen Nutzung der Kernenergie vollst&auml;ndig entlastet w&uuml;rden. Ga&szlig;ner gewann dieser Diskussion durchaus positive Aspekte ab: Zeige sie doch, dass es offenbar m&ouml;glich sei, die in Sachg&uuml;tern oder Beteiligungen investierten R&uuml;ckstellungen umzuschichten und in die &bdquo;Bad Bank&ldquo; zu verlagern. Die Energieversorgungsunternehmen (EVU) h&auml;tten offenbar selbst Pl&auml;ne daf&uuml;r in der Schublade: &bdquo;Die EVU wollen offenbar reinen Tisch machen und sehen gen&uuml;gend finanzielle Spielr&auml;ume.&ldquo; Ga&szlig;ners Schlussfolgerung: &bdquo;Der Grundgedanke der Bad Bank ist Beleg f&uuml;r die Machbarkeit eines &ouml;ffentlich-rechtlichen Fonds.&ldquo;<br>\nProfessor Georg Hermes (Goethe-Universit&auml;t Frankfurt a.M.) verwies auf die Gefahren durch Aufspaltungen der Energiekonzerne. Diese k&ouml;nnten zur Folge haben, dass die Haftungssummen der Konzerne immer kleiner w&uuml;rden. Dagegen gebe es nur die M&ouml;glichkeit der Gr&uuml;ndung eines externen Fonds. Nur dieses Modell biete die Chance, dass die Mittel erhalten bleiben w&uuml;rden. Er bef&uuml;rwortete auch eine Nachschusspflicht der Kraftwerksbetreiber, falls die Fondsmittel nicht reichen w&uuml;rden. Dem widersprach der Wirtschaftspr&uuml;fer Claus Banschbach. Nach dessen Angaben hat der externe Fonds f&uuml;r Atomr&uuml;ckstellungen in der Schweiz ein F&uuml;nftel seiner Gelder bei der Lehman-Pleite verloren.<br>\nDagegen bezeichnete Rechtsanwalt Stefan Wiesendahl (Kanzlei K&uuml;mmerlein Simon &amp; Partner) die angedachte zwangsweise &Uuml;berf&uuml;hrung der R&uuml;ckstellungen als Grundrechtseingriff in Grundrechte der betroffenen Energieversorgungsunternehmen. Der zwangsweise staatliche Zugriff auf Rechtsg&uuml;ter beziehungsweise Verm&ouml;genspositionen der Betreiber der deutschen Kernkraftwerke erf&uuml;lle den Tatbestand einer Enteignung.<br>\nThorben Becker (Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz in Deutschland) erkl&auml;rte, es sei unklar, ob die R&uuml;cklagen f&uuml;r Stilllegung und R&uuml;ckbau der Kernkraftwerke reichen w&uuml;rden. Es gebe bei den Energieversorgungsunternehmen ein Transparenzproblem. So sei nicht nachvollziehbar, nach welchen Grundlagen die Bildung der R&uuml;ckstellungen erfolgt sei. Becker warf den Energieversorgungsunternehmen vor, Strukturen aufzubauen, um sich der Haftung f&uuml;r R&uuml;ckstellungen zu entziehen. Wenn Vattenfall zum Beispiel die Braukohlesparte verkaufe, bleibe in Deutschland nur noch ein Mini-Konzern mit Atomkraftwerken &uuml;brig. Auch angesichts der geplanten E.ON-Aufspaltung sah Becker deutlich erh&ouml;hten Handlungsbedarf f&uuml;r die Gr&uuml;ndung eines Fonds.<br>\nGrunds&auml;tzlich h&auml;tten die Kraftwerksbetreiber die Pflicht zur Stilllegung und zum R&uuml;ckbau der Atomkraftwerke, argumentierte Professor Franz J&uuml;rgen S&auml;cker (Institut f&uuml;r Energie- und Regulierungsrecht Berlin). Niemand au&szlig;er diesen Unternehmen sei zum R&uuml;ckbau der Anlagen in der Lage, und daher sei die Vorstellung einer Fondsl&ouml;sung etwas kurios und unpassend. F&uuml;r die Kosten der Endlagerung des Atomm&uuml;lls konnte sich S&auml;cker jedoch eine Fondsl&ouml;sung vorstellen, da die Entscheidung &uuml;ber die Schaffung eines Endlagers nicht in H&auml;nden der Unternehmen liege.<br>\nGrundlage der Anh&ouml;rung waren zwei Antr&auml;ge der Oppositionsfraktionen. So fordert die Fraktion Die Linke (18\/1959) die Vorlage eines Gesetzentwurfs, der die &Uuml;berf&uuml;hrung der R&uuml;ckstellungen der Atomkraftwerksbetreiber f&uuml;r Stilllegung, R&uuml;ckbau und Entsorgung in einen &ouml;ffentlich-rechtlichen Fonds vorsieht. Damit soll das Geld vor Spekulation gesch&uuml;tzt und f&uuml;r dauerhafte Atomm&uuml;llfolgekosten gesichert werden. Dabei m&uuml;sse gew&auml;hrleistet sein, dass die Unternehmen auch in Zukunft in der Haftung f&uuml;r weitere, dar&uuml;ber hinaus anfallende Kosten bleiben, fordert die Linksfraktion.<br>\nDie Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen spricht sich in ihrem Antrag (18\/1465) ebenfalls f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines &ouml;ffentlich-rechtlichen Fonds aus, in den die von den Energieversorgungsunternehmen bereits gebildeten und k&uuml;nftig zu bildenden R&uuml;ckstellungen f&uuml;r den R&uuml;ckbau ihrer Atomkraftwerke und die Entsorgung ihrer radioaktiven Abf&auml;lle eingezahlt werden sollen. Die Abgeordneten wenden sich ausdr&uuml;cklich gegen den Vorschlag von AKW-Betreibern, ihre noch laufenden und abgeschalteten Atomkraftwerke nebst Atomm&uuml;ll und R&uuml;ckstellungen komplett in einer Art staatliche &bdquo;AKW-Bad-Bank&ldquo; beziehungsweise Stiftung zu &uuml;bertragen. Damit wollten sich die Konzerne auf einen Schlag von allen weiteren Verpflichtungen befreien und im Gegenzug auf Schadenersatzklagen gegen den Atomausstieg verzichten. Dieser Vorsto&szlig; ist aus Sicht der Gr&uuml;nen-Fraktion &bdquo;inakzeptabel&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_03\/-\/363776\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wir k&ouml;nnen alles. Au&szlig;er Windkraft.<\/strong><br>\nWo, wenn nicht im ersten gr&uuml;n regierten Bundesland, k&ouml;nnte Windkraft boomen? Doch ausgerechnet in Baden-W&uuml;rttemberg stockt der Ausbau: 2014 gingen nur sieben Rotoren neu ans Netz, so wenig wie in keinem anderen Fl&auml;chenland. Am selbst gesteckten Ziel, bis 2020 zehn Prozent des Stroms aus Wind zu erzeugen, droht die Kretschmann-Regierung zu scheitern.<br>\nUm die Energiewende in seiner Heimat voranzutreiben, will Andreas Markowsky hoch hinaus. Seit der Jahrtausendwende baut der Chef der Freiburger &Ouml;kostromgruppe kirchturmhohe Windr&auml;der auf den Gipfeln des S&uuml;dschwarzwalds. Inzwischen produzieren dort 30 seiner Rotoren CO2-frei Strom. Doch das bislang gr&ouml;&szlig;te Projekt des Windkraftpioniers stockt: Die Pl&auml;ne f&uuml;r ein 200 Meter hohes Windrad nahe dem Freiburger Hausberg Schauinsland, das einen ganzen Stadtteil der Breisgaumetropole klimaschonend mit Strom versorgen k&ouml;nnte, liegen auf Eis. Wegen eines Wanderfalkenpaars, das seit Jahren in der N&auml;he nistet, freilich ohne bislang Nachwuchs aufgezogen zu haben. &ldquo;Wir h&auml;tten schon l&auml;ngst einen Ersatzhorst weiter entfernt eingerichtet&rdquo;, verzweifelt der Planer. Darf er aber nicht. Die Beh&ouml;rden pr&uuml;fen seit Jahren, ob Tier und Technik sich vertragen.<br>\nDas langwierige Verfahren ist kein Einzelfall, sagen Projektplaner. Und es hat Folgen: W&auml;hrend bundesweit Windenergie boomt und j&auml;hrlich Tausende neuer Anlagen ans Netz gehen, herrscht im S&uuml;dwesten der Republik Flaute. 1766 neue Rotoren wurden im vergangenen Jahr in Deutschland errichtet, mit 455 die meisten in Schleswig-Holstein. In Baden-W&uuml;rttemberg nahmen dagegen nur sieben Anlagen den Betrieb auf, so wenig wie in keinem anderen Fl&auml;chenland. Selbst im &ldquo;windkraftkritischen&rdquo; Nachbarland Bayern wurden 154 Windm&uuml;hlen fertiggestellt.<br>\nBundesweit sind derzeit 24&nbsp;867 Anlagen mit 38&nbsp;115 Megawatt Leistung am Netz. Doch im S&uuml;dwesten kommt bislang kaum heimischer Windstrom aus der Steckdose&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/205\/wir-koennen-alles-ausser-windkraft-2768.html%20\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>&ldquo;Papa, das ist meine Lebensversicherung&rdquo;:<\/strong> Florian Heilig (21) verbrannte 2013 in seinem Auto. Die Polizei sagte damals, das habe nichts mit dem NSU zu tun. Jetzt sitzt seine Familie im Untersuchungsausschuss und hat jedes Vertrauen in die Polizei verloren.&nbsp;<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Marxistischer Optimist:<\/strong> Er wird am 7. M&auml;rz 99 Jahre alt, doch bei Er&ouml;ffnung der Wanderausstellung &uuml;ber &ldquo;Deutsche Hitlergegner als Opfer des Stalinterrors&rdquo; darf Theodor Bergmann nicht fehlen. Er, der &ldquo;kritische Kommunist&rdquo;, der &ldquo;nicht j&uuml;disch Jude&rdquo; und der ewige Optimist.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Bibelfreie Zone:<\/strong> Ein ungl&auml;ubiger Kommissar will keine Bibeln auf dem Polizeirevier in Friedrichshafen. Schon gar nicht die vom Gideonbund. Sein Vorsto&szlig; ist von Erfolg gekr&ouml;nt: Das Innenministerium erkl&auml;rt die Polizei jetzt zur bibelfreien Zone.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Islam, Bedrohung, Terror:<\/strong> Terror aller Orten? Ob zuletzt in Bremen oder Dresden, st&auml;ndig werden wir vor Anschl&auml;gen gewarnt. Dass damit auch Politik betrieben wird, ist offenkundig. Die Kommunikationspsychologen Nicole Hau&szlig;ecker und Wolfgang Frindte verlangen vor allem mediale Verantwortung.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Die letzte Fahrt:<\/strong> Die Zahl der Fl&uuml;chtlinge aus dem Balkan steigt seit Monaten massiv an. Die wenigsten d&uuml;rfen allerdings bleiben. Wer nicht freiwillig geht, der wird von den Beh&ouml;rden in die Heimat zur&uuml;ck gebracht &ndash; einmal im Monat auch per Sammelabschiebung vom Flughafen Karlsruhe\/Baden-Baden.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Viel Sekret&auml;rin, wenig General:<\/strong> Ach, w&auml;re es doch nur Satire zum Internationalen Frauentag. Es ist aber Realit&auml;t, dass inzwischen drei Parteien im Land, CDU, SPD und FDP, ein frauenpolitisches Signal senden und zugleich m&ouml;glichst billig davon kommen wollen. Also machten sie aus dem Amt des Generalsekret&auml;rs das einer -sekret&auml;rin. Was leider allzu oft nur allzu w&ouml;rtlich zu nehmen ist.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Verlorene Heimat Oberschwaben:<\/strong> Sie malen Pferdek&ouml;pfe an die Hausw&auml;nde, stellen Holzspeichen-Zierr&auml;der auf und spielen Mittelalter &ndash; die Oberschwaben wehren sich gegen die aufgezwungene Moderne. Ihre Heimat retten sie damit nicht. Ein Auszug aus Peter Renz&rsquo; neuem Buch&nbsp; &ldquo;Heimat. Ausflug in ein unbekanntes Land&ldquo;.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Lauter coole Socken:<\/strong> Gewerkschafterinnen sind nicht nur starke K&auml;mpferinnen f&uuml;r die gute Sache, sie machen Streiks, Demos und Tarifrunden auch um einiges attraktiver. Kontext-Fotograf Joachim E. R&ouml;ttgers liefert kurz vor dem internationalen Frauentag in unserer Schaub&uuml;hne den Beweis.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\">kontextwochenzeitung.de<\/a> und samstags als Beilage zur taz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Pegida<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Erkenntnisse zu Pegida<\/strong><br>\nUm die Str&ouml;mung &bdquo;Patriotische Europ&auml;er gegen die Islamisierung des Abendlandes&ldquo; (Pegida) geht es in der Antwort der Bundesregierung (18\/4068) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18\/3969). Wie die Regierung darin ausf&uuml;hrt, fallen im Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) zu Pegida und &auml;hnlichen Aktionsformen &bdquo;ausschlie&szlig;lich Erkenntnisse unter dem Aspekt einer m&ouml;glichen rechtsextremistischen Einflussnahme oder Steuerung an&ldquo;. Bei Demonstrationen von Bogida (Bonn), K&ouml;gida (K&ouml;ln), D&uuml;gida (D&uuml;sseldorf), S&uuml;gida (Suhl\/Th&uuml;ringen) und MVgida (Schwerin und Stralsund) seien rechtsextremistische Einflussnahmen beziehungsweise Steuerungen zu verzeichnen gewesen.<br>\nPegida Deutschland habe sich eigenen Angaben zufolge am 9. Januar 2015 von den Aktionsformen in Bonn (Bogida), K&ouml;ln (K&ouml;gida) und D&uuml;sseldorf (D&uuml;gida) distanziert, hei&szlig;t es in der Antwort weiter. Als Begr&uuml;ndung wurde laut Vorlage angegeben, dass Pegida &bdquo;&uuml;berparteilich sei und sich nicht von der Partei Pro NRW vereinnahmen lasse&ldquo;.<br>\nZur Frage, welche &bdquo;rechtsextremen oder fremdenfeindlichen Parteien wie NPD, Pro-Bewegung und Die Rechte&ldquo; in welcher Form die Pegida-Bewegung unterst&uuml;tzen, verweist die Bundesregierung darauf, dass &uuml;ber soziale Netzwerke von NPD, Pro NRW, Der III. Weg und Die Rechte zur Teilnahme an Veranstaltungen der Pegida aufgerufen und teilweise eine gemeinsame Anreise angeboten worden sei. &Uuml;berwiegend habe es sich um eine passive Teilnahme an den Demonstrationen gehandelt.<br>\nF&uuml;r Veranstaltungen der Str&ouml;mung &bdquo;Leipzig gegen die Islamisierung des Abendlandes&ldquo; (Legida) hatten die Parteien NPD und Die Rechte &uuml;ber soziale Netzwerke zur Teilnahme aufgerufen, wie aus der Antwort ferner hervorgeht. Danach nahmen an fast allen Legida-Demonstrationen Personen des rechtsextremistischen Spektrums, meistens in passiver Form, teil.<br>\nDie Positionierung von Pegida zur Teilnahme von Rechtsextremisten wird der Bundesregierung zufolge &bdquo;bereits in ihrem Logo (Hakenkreuz in den M&uuml;lleimer) und auch in der Distanzierung vom 9. Januar 2015 deutlich&ldquo;. So sei bei einer Veranstaltung von Pegida NRW in Duisburg einem Mitglied der NPD vom verantwortlichen Organisator ein Redeverbot erteilt sowie Rechtsextremisten des Kreisverbandes Dortmund der Partei Die Rechte bei erneuter Teilnahme ein sofortiger Platzverweis angek&uuml;ndigt worden.<br>\n&bdquo;Grunds&auml;tzlich versuchen die Organisatoren der Legida sich von Rechtsextremisten abzugrenzen&ldquo;, schreibt die Bundesregierung ferner. Dies werde auch &bdquo;durch das verwandte Logo (ein Hakenkreuz in den M&uuml;lleimer) deutlich&ldquo;. Auch seien Anhaltspunkte f&uuml;r eine rechtsextremistische Anschauung im Positionspapier von Legida inzwischen entfernt worden.<br>\nIn ihrer Antwort listet die Bundesregierung zudem 105 Veranstaltungen der Str&ouml;mung Pegida oder nach deren Vorbild gegr&uuml;ndeten Aktionsformen auf, die im Bundesgebiet zwischen dem 20. Oktober 2014 und dem 9. Februar 2015 stattfanden. Die angegebenen Teilnehmerzahlen liegen dabei zumeist im &ndash; &uuml;berwiegend unteren &ndash; dreistelligen Bereich. Bei 15 Veranstaltungen lag die Teilnehmerzahl der Antwort zufolge zwischen zw&ouml;lf und 94 und bei zw&ouml;lf Veranstaltungen, die in Dresden, Leipzig, M&uuml;nchen und Suhl stattfanden, zwischen 1.000 und 7.500. Zwischen 10.000 und 18.000 Teilnehmer wurden laut Vorlage zudem bei f&uuml;nf Veranstaltungen in Dresden und einer in Leipzig verzeichnet und 25.000 Teilnehmer bei einer weiteren Veranstaltung in Dresden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_03\/-\/363780\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Zweifelhafter Zuwachs f&uuml;r Pegida<\/strong><br>\nLutz Bachmann hat vor kurzem neue Kameraden vorgestellt: Zwei M&auml;nner mit Verbindungen ins Milieu rund um die Rockerbanden Hells Angels und Bandidos steigen in die Bundesspitze der Islamfeinde auf&hellip;.<br>\nAngela Merkel wollte er steinigen. Israelis beschimpfte er als &bdquo;Judenpack&ldquo;. Wegen Volksverhetzung wird gegen ihn ermittelt. Und bei seinen Demonstrationen trugen immer wieder Neonazis die Ordnerbinde. Michael Viehmann, Chef der Kasseler Pegida-Filiale, hat deswegen schon seinen Abschied von der AfD nehmen m&uuml;ssen&hellip;<br>\nMarco Probach hat bereits &ouml;ffentlich einger&auml;umt, einem Supporterclub der ber&uuml;chtigten Bandidos angeh&ouml;rt zu haben. Nur wann er ausgestiegen sein will, wei&szlig; der 49-J&auml;hrige anscheinend nicht mehr so genau&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/pegida\/pegida-zweifelhafter-zuwachs-fuer-pegida,29337826,30022124.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Pegida: Wieder mal die Rettung des Abendlandes<\/strong><br>\nAuch wenn es mit Pegida nun vorbei ist, scheint die Analyse des Ph&auml;nomens noch lange nicht abgeschlossen. Ein prominenter Bezugspunkt der Bewegung vor allem in Dresden war der Begriff des Abendlandes, welcher in der deutschen Geschichte &uuml;ber eine lange Tradition verf&uuml;gt. Der Begriff &bdquo;Abendland&ldquo; als Baustein zur Konstruktion (politischer) Identit&auml;t vor allem konservativer Gruppen existierte schon Ende des 18. Jahrhunderts und richtete sich urspr&uuml;nglich vor allem gegen die Ideen der Franz&ouml;sischen Revolution. Seine Bl&uuml;tezeit erhielt der Begriff aber durch Oswald Spenglers folgenreiches Buch &bdquo;Der Untergang des Abendlandes&ldquo; von 1918&hellip;<br>\nDie R&uuml;ckbesinnung auf eine positiv konnotierte Tradition des Abendlandes dient gerade in Zeiten einer unbestimmten, aber intensiv wahrgenommenen Krise als Antwort auf die Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels f&uuml;r die individuelle und kollektive Identit&auml;t. Es ist dabei unerheblich, dass der einer Krise gegen&uuml;ber gestellte vermeintliche historische Idealzustand weitgehend unkonkret bleibt, fungiert die Bezugnahme auf das Abendland doch vielmehr schlicht als Chiffre zur Konstruktion kultureller &Uuml;berlegenheitsgef&uuml;hle und damit der Erneuerung kollektiver Identit&auml;t.<br>\nAuch im Fall von Pegida antwortet die weitgehend diffuse, doch prominente Bezugnahme auf das Abendland auf eine intensive Krisen-Wahrnehmung. Sie stiftet die Grundlage einer positiven kollektiven Abgrenzung von gesellschaftlicher Marginalisierung, kultureller Fragmentierung sowie politischer Desintegration &ndash; wie sie in Ostdeutschland, vor allem aber in Sachsen zu finden sind.[5] Dabei spiegelt die Popularit&auml;t des Begriffs das starke Bed&uuml;rfnis nach kollektiver Identit&auml;t. Insofern mag die Pegida-Bewegung an ihr Ende gekommen sein, die gesellschaftlichen Probleme sind damit aber noch lange nicht gel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1492\">annotazioni<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kurzfassung des MEMORANDUM 2015 verschickt!<\/strong><br>\nVor 40 Jahren &ndash; 1975 &ndash; hat die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik ihr erstes MEMORANDUM ver&ouml;ffentlicht. Unter dem Titel &bdquo;F&uuml;r eine wirksame und soziale Wirtschaftspolitik&ldquo; wurde damals auf die beginnende &ndash; und bis heute anhaltende &ndash; Massenarbeitslosigkeit reagiert.<br>\nIn den vergangenen Tagen haben wir die Kurzfassung des MEMORANDUM 2015 verschickt und bitten wie immer um Ihre Unterschrift. Nur durch Ihre Unterst&uuml;tzung kann das MEMORANDUM auch in Zukunft erscheinen.<br>\nWer die Kurzfassung noch nicht erhalten hat oder wer weitere Exemplare (f&uuml;r Kolleginnen und Kollegen, Bekannte &hellip;) ben&ouml;tigt, kann sie am einfachsten <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/show\/3531331.html\">hier anfordern<\/a>.\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein Jahr nach dem Maidan: Was hat&#700;s gebracht?<\/strong><br>\n22.Februar vor einem Jahr in Kiew: Lie&szlig;en wir alle Polemiken beiseite; beschrieben wir nur, was an diesem Tag vor einem Jahr &nbsp;faktisch geschah, dann kl&auml;nge das ungef&auml;hr so: Nachdem der &uuml;ber Monate gewachsene Protest gegen eine korrupte Regierung und die Forderung nach West&ouml;ffnung des Landes im Rahmen des von der EU angebotenen Assoziierungsvertrages am 21. Februar in einem Massaker gipfelte, wurde der amtierende Pr&auml;sident Viktor Janukowytsch am 22. Februar unter dem militanten Druck des Maidan abgesetzt und gegen eine provisorische Regierung ausgetauscht. Bis heute ist nicht aufgekl&auml;rt, wer f&uuml;r das Massaker die Verantwortung tr&auml;gt&hellip;<br>\nDas Land ist nicht nur in zwei Teile gespalten, innerhalb der jeweiligen Seite bestimmen die Oligarchen heute willk&uuml;rlicher als je zuvor das politische &ndash; und das milit&auml;rische &ndash; Geschehen. Von Demokratie kann keine Rede sein, faktisch herrscht Kriegsrecht, auch wenn es offiziell nicht ausgerufen wurde.<br>\nUngel&ouml;st bleiben grunds&auml;tzliche Fragen. Wie wollen die Menschen in der Ukraine in Zukunft leben? Mit R&uuml;ckgriffen auf sowjetische Gesellschaftsmuster im Osten? Unter dem Modernisierungsdruck aus dem Westen? Oder getrennt voneinander in zwei auseinanderdriftenden Gesellschaftsformationen?<br>\nWie soll die ukrainische Staatlichkeit aussehen? Was soll zuk&uuml;nftig ukrainische Identit&auml;t sein? Ein nationalistischer Einheitsstaat, der seine B&uuml;rger mit Terror unter eine ukrainische Identit&auml;t zwingt? Ein demokratisches Staatswesen, das seine Pluralit&auml;t durch autonome und f&ouml;derale Strukturen leben l&auml;sst?<br>\nStatt sich als souver&auml;ner Staat gefestigt zu haben, ist die Ukraine zum Feld eines Stellvertreterkriegs zwischen dem Westen, speziell den USA, und Russland geworden. Hart steht die Frage, wie die Ukraine &ndash; so oder so organisiert &ndash; zwischen Eurasischer Union und Europ&auml;ischer Union, zwischen Ost und West leben kann, ohne in einem Entweder-Oder zerrissen zu werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2015\/02\/ein-jahr-nach-dem-maidan-was-hat%C2%B4s-gebracht-31991.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Untersuchungsbericht zur Polizei in Ferguson &ndash; Der Rassismus in den USA lebt<\/strong><br>\nDer Bericht des US-Justizministeriums &uuml;ber strukturellen Rassismus in der Polizei der Kleinstadt Ferguson kann nicht wirklich &uuml;berraschen. Seit Jahren klagen B&uuml;rgerrechtler in Amerika dar&uuml;ber, dass Schwarze in vielen St&auml;dten von der Polizei wie B&uuml;rger dritter Klasse oder noch schlechter behandelt werden.<br>\nEs sind die Details aus der Untersuchung, die einen schaudern lassen. Wenn wei&szlig;e Polizisten im 21. Jahrhundert immer noch Hunde auf Afroamerikaner hetzen, als w&auml;ren sie Freiwild, dann l&auml;uft in den USA grunds&auml;tzlich etwas falsch. Wenn wei&szlig;e Beamte schwarze Autofahrer, die nicht einmal zu schnell gefahren sind, offenbar gezielt anhalten, um Geld in die st&auml;dtischen Kassen zu bringen, dann ist es h&ouml;chste Zeit, grunds&auml;tzlich nachzudenken&hellip;<br>\nViele Polizisten in den USA f&uuml;hlen sich regelrecht im Krieg gegen die eigene Bev&ouml;lkerung. Sie sind &uuml;berbewaffnet und unterbezahlt, zu oft v&ouml;llig ratlos und unbeholfen in Situationen, in denen Deeskalierung gefragt ist statt des Einsatzes von sinnloser Gewalt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/debatte\/untersuchungsbericht-zur-polizei-in-ferguson-der-rassismus-in-den-usa-lebt,15188012,30033940.html%20\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> In E-Mails von Polizeibeamten stellten die Kontrolleure aus Washington offenen Rassismus fest, der auch vor dem Pr&auml;sidenten nicht Halt machte. Obama werde kaum seine Amtszeit durchstehen, schrieb ein Officer, denn &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/panorama\/ferguson-wo-schwarze-us-buerger-taeglich-schikaniert-werden-id10417538.html#plx1986678360\">welcher schwarze Mann h&auml;lt schon vier Jahre in seinem Job durch<\/a>&ldquo;. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Dass es in den letzten f&uuml;nfig Jahren vom Ende der Rassentrennung nicht viel zu sp&uuml;ren sei, ist &uuml;bertrieben, denn es ist in dieser Zeit schon eine Menge passiert. Wahr ist aber, dass der Rassismus immer noch lebt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: US-Justizministerium prangert Fergusons institutionellen Rassismus an<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Debatte um die t&ouml;dlichen Sch&uuml;sse auf den unbewaffneten schwarzen Teenager Michael Brown tobte, schickte das US-Justizministerium Beamte seiner B&uuml;rgerrechtsabteilung in die Stadt. Sie f&uuml;hrten mehr als drei Monate lang Interviews, durchk&auml;mmten 35.000 Seiten Polizei- und Beh&ouml;rdendokumente. Nun sind sie zu einem Ergebnis gekommen, das die Wut der schwarzen B&uuml;rger Fergusons mit Zahlen unterf&uuml;ttert.<br>\nDer Bericht soll erst am Mittwoch erscheinen, das Fazit und wichtige Details sind aber schon in vielen US-Medien zu finden. Demnach pflegen die Strafverfolger in Ferguson rassistische Vorurteile und missachteten Gesetze und die in der Verfassung festgelegten Grundrechte ihrer (schwarzen) B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/buergerrechte-der-schwarzen-us-justizministerium-prangert-fergusons-institutionellen-rassismus-an-1.2376829\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bevor jemand sein Vor-Urteil &uuml;ber die USA allzu schnell best&auml;tigt sieht, sollte dieser nicht vergessen, dass es eben die Regierung dieser USA ist, die diese Untersuchung veranlasst hat und zu dieser Bewertung kommt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Aus dem Werk ins Folterzentrum<\/strong><br>\nSchwarze Listen, Bespitzelung und Misshandlungen auf dem Werksgel&auml;nde. Dem deutschen Autobauer Volkswagen wird vorgeworfen, aktiv an der Repression zu Zeiten der brasilianischen Milit&auml;rdiktatur (1964-1985) beteiligt gewesen zu sein. Der Konzern wiegelt ab und verspricht eine Pr&uuml;fung der Vorw&uuml;rfe, die am vergangenen Freitag vor der Wahrheitskommission des Bundesstaates S&atilde;o Paulo erhoben wurden. Die Recherchen der Kommission seien wichtig, doch &ldquo;zu keinem Zeitpunkt hat sich VW einer Verletzung der Menschenrechte schuldig gemacht&rdquo;, erkl&auml;rte Rog&eacute;rio Vargas, Gesandter der Rechtsabteilung von Volkswagen, vor der Kommission. Der Kommissionschef Adriano Diogo reagierte ungehalten. Es sei nicht hinzunehmen, dass VW nicht kooperiere und die dokumentierten Vorw&uuml;rfe einfach von sich weise. Er k&uuml;ndigte an, die Unterlagen an die Staatsanwaltschaft weiterzuleiten. &ldquo;Irgendwann wird Volkswagen seine perverse Zusammenarbeit mit der Diktatur eingestehen m&uuml;ssen&rdquo;, so Diogo.<br>\nDie Kommissionen haben kein Mandat, mutma&szlig;lich Verantwortliche vor Gericht zu stellen. Aber sie sollen Namen nennen und die Umst&auml;nde von Folter und Unterdr&uuml;ckung untersuchen. Jetzt ging es um Vorw&uuml;rfe, dass Unternehmen, darunter viele ausl&auml;ndische, die Repression des Regimes gegen unliebsame Gewerkschafter im Industriegebiet rund um die Metropole S&atilde;o Paulo unterst&uuml;tzt haben sollen. Ein Dokument, das aus dem Archiv des ehemaligen Folterzentrums Dops stammt, ist eine Liste von gewerkschaftlich organisierten Arbeitern, die VW an die Milit&auml;rs weitergegeben hat. Ein anderes Dokument belegt, dass VW kritische Arbeiter bespitzelte. Unter diesen wird auch der sp&auml;tere Pr&auml;sident Luis In&aacute;cio Lula da Silva genannt.<br>\nLaut dem Abschlussbericht der Nationalen Wahrheitskommission haben neben VW &uuml;ber 80 namhafte Unternehmen mit der Diktatur zusammengearbeitet, darunter viele Autobauer wie Benz, Toyota, Ford und Scania, aber auch Firmen wie Siemens oder Kodak. Alle gaben Namen von Regimekritikern weiter, einige unterst&uuml;tzten die Milit&auml;rs und ihre Folterzentren sogar mit gro&szlig;z&uuml;gigen Geldspenden. Manchmal seien auch Arbeitsunf&auml;lle inszeniert worden, um das wirkliche Schicksal einiger Oppositioneller zu vertuschen, so der Bericht. Anders als die Diktaturschergen sind weder die Firmen noch ihre Angestellten durch das Amnestiegesetz gesch&uuml;tzt, das bislang die rechtliche Aufarbeitung der Repression verhindert. In den Prozessen kann es Experten zufolge um Schadensersatz bis hin zu Strafverfolgung gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2015%2F03%2F04%2Fa0069&amp;cHash=b6ab9b520bd05fd4e590112a88f8c7f6\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In ein gro&szlig;es Loch der Mutlosigkeit d&uuml;rften diejenigen fallen, die da hofften, dass den Deutschen &uuml;ber den engeren Begriff der Vergangenheitsbew&auml;ltingung der NS-Zeit hinaus Vergangenheitsbew&auml;ltigung etwas bedeuten w&uuml;rde &ndash; z.B. als immer w&auml;hrender Prozess der Aufarbeitung von Fehlern bzw. Fehlverhalten &ndash; wenn der Aufsichtsratsvorsitzende von Siemens, Gerhard Cromme, dem Kollaborationsvorwurf mit Brasiliens Milit&auml;rdiktatur mit folgenden Worten begegnet: &ldquo;Das liegt jetzt 40 Jahre zur&uuml;ck! Uns interessiert Siemens heute&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kriegsende 1945 &ndash; Kein Anlass f&uuml;r Gedenktag<\/strong><br>\nSo erkl&auml;rte die Bundesregierung jetzt in ihren Antworten auf zwei Anfragen der Linksfraktion im Bundestag, dass sie keine eigene Gedenkveranstaltung anl&auml;sslich des 70. Jahrestags der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus plane. Auch einen Gedenktag, der an die Befreier erinnere, lehne man ab, hei&szlig;t es in einem Schreiben, das der FR vorliegt. Auf die Frage der Linken, ob nach dem Gedenktag f&uuml;r die Opfer von Rassenwahn und V&ouml;lkermord am 27. Januar nicht auch die geehrt werden sollten, &bdquo;die dem Rassenwahn und V&ouml;lkermord ein Ende gemacht haben&ldquo;, etwa am Jahrestag der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai, der anderswo in Europa als &bdquo;Tag der Befreiung&ldquo; begangen werde, antwortet das Au&szlig;enministerium schlicht: &bdquo;Die Bundesregierung sieht keinen Anlass f&uuml;r einen weiteren Gedenktag im Sinne der Fragestellung.&ldquo;&hellip;<br>\nF&uuml;r die Linksfraktion passt das zu ihrem Eindruck, sowohl Deutschland als auch die EU wollten den Beitrag der damaligen Sowjetunion und der Roten Armee zur Befreiung Europas vom Nationalsozialismus schm&auml;lern. &bdquo;Die Bundesregierung will das Gedenken an die Sieger &uuml;ber den deutschen Zivilisationsbruch entsorgen&ldquo;, kritisiert etwa Linken-Au&szlig;enpolitikerin Sevim Dagdelen scharf. Die Linke verweist darauf, dass der Bundesregierung im Gegensatz dazu der UN-Weltfl&uuml;chtlingstag am 20. Juni nicht ausreiche, um an die &bdquo;weltweiten Opfer von Flucht und Vertreibung, ebenso wie den deutschen Vertriebenen&ldquo; zu erinnern und sie einen zus&auml;tzlichen nationalen Gedenktag plane. Dass Deutschland dagegen &bdquo;vor allem den Angeh&ouml;rigen der Roten Armee ein ehrendes und w&uuml;rdiges Gedenken verweigert&ldquo;, sei ein offener Affront gegen die noch lebenden und die gefallenen Befreier aller alliierten Armeen, sagte Linken-Politikerin Dagdelen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/kriegsende-1945-kein-anlass-fuer-gedenktag,1472596,30015518.html%20\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Offener Brief zum Beitrag &ldquo;Armutsschwindel&rdquo; in Die Zeit Ausgabe Nr. 9 vom 26. Februar 2015<\/strong><br>\nSehr geehrter Herr Rudzio,<br>\nin o. g. Beitrag werfen Sie unserem Verband und mir pers&ouml;nlich im Zusammenhang mit der Ver&ouml;ffentlichung unseres Armutsberichtes Schwindel vor.<br>\nSie schreiben u.a.: &bdquo;Es geht schon damit los, dass die Sache mit dem &sbquo;historischen&lsquo; H&ouml;chststand geschummelt ist&hellip;<br>\nDa die Wiedervereinigung 1990 eine besondere historische Z&auml;sur darstellt, und es wenig Sinn macht, gesamtdeutsche Armutsquoten mit einer bundesrepublikanischen in langer Reihe zu vergleichen, ziehen wir es vor, bei der historischen Einordnung von Armutsquoten nicht weiter als bis Mitte der 1990er Jahre zu gehen, auch wenn dies theoretisch durchaus m&ouml;glich w&auml;re und im &Uuml;brigen zu demselben Ergebnis eines &bdquo;historischen H&ouml;chststandes&ldquo; f&uuml;hren w&uuml;rde.<br>\nInsofern ist sowohl die Aussage des &bdquo;Historischen H&ouml;chststandes&ldquo; richtig als auch die Auskunft unserer Sprecherin, dass ein Zeitraum &bdquo;seit der Wiedervereinigung&ldquo; gemeint sei. V&ouml;llig falsch ist dagegen, dass unsere Aussage lediglich einen Zeitraum von 9 Jahren umfasse bzw. f&uuml;r diesen Zeitraum belegbar w&auml;re. Geradezu rufsch&auml;digend ist Ihr aus dieser falschen Behauptung abgeleitete Vorwurf, wir w&uuml;rden schummeln und irref&uuml;hren&hellip;<br>\nIm Weiteren setzen Sie sich mit der Relativit&auml;t des Armutsbegriffs auseinander. Sie schreiben mit Bezug auf unseren Armutsbericht: &bdquo;Ob das mittlere Einkommen steigt oder f&auml;llt, ob es 3 000 Euro im Monat betr&auml;gt oder 10 000 Euro, ist v&ouml;llig egal &ndash; geschaut wird nur, ob jemand deutlich weniger hat.&ldquo;<br>\nDiese Behauptung ist einfach unwahr, wie Sie sehr wohl wissen, wenn Sie unseren Armutsbericht gelesen haben. Regelm&auml;&szlig;ig pr&uuml;fen wir bei unseren Armutsberichten, wie sich die 60-Prozent-Schwellenwerte des Mikrozensus zu den jeweiligen Grundsicherungsniveaus des SGB II und des SGB XII verhalten.<br>\nNicht nur unterschlagen Sie diesen wichtigen methodischen Schritt in Ihrem Artikel, Sie behaupten sogar das genaue Gegenteil, dass es n&auml;mlich ausschlie&szlig;lich interessiere, &bdquo;ob jemand deutlich weniger hat.&ldquo; &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/startseite\/artikel\/news\/offener-brief-von-ulrich-schneider-an-zeit-redakteur-kolja-rudzio\/%20%20\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Armut nach Plan<\/strong><br>\nIn Ungarn hat die Armut in den letzten Jahren Ausma&szlig;e erreicht, wie es sie in Friedenszeiten das letzte Mal w&auml;hrend des St&auml;ndestaates der Zwischenkriegszeit gegeben hat. Statistiken zufolge lebt heute so gut wie die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung in Armut, ein Drittel fristet sein Dasein in tiefster Verelendung und ohne jede Hoffnung auf eine Verbesserung. In den letzten drei Jahren ist es so weit gekommen, dass der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) und die Europ&auml;ische Union (EU) Ungarn zu einer sozial gerechteren Wirtschafts- und Sozialpolitik dr&auml;ngen, etwa zu einer weniger restriktiven Arbeitslosenpolitik oder dazu, mehr Geld im Portemonnaie der Rentnerinnen und Rentner zu lassen. Das ist beachtenswert, wo doch diese Institutionen f&uuml;r die Durchsetzung der schieren Marktmacht stehen &ndash; und Staatschef Viktor Orb&aacute;n ausgerechnet unter Berufung auf das &raquo;nationale Wohl&laquo; seine erbitterten Schlachten gegen sie schl&auml;gt.\n<p>Bereits die sozialdemokratisch-liberale Vorg&auml;ngerregierung hatte mit ihrer Politik die Verarmung der unteren ungarischen Gesellschaftsschichten forciert. Sie beschloss etwa, in allen jenen F&auml;llen, in denen in einer Familie zwei Erwachsene auf staatliche Unterst&uuml;tzung angewiesen sind, nur einem von beiden die Sozialhilfe auszuzahlen. Trotz einer betr&auml;chtlichen Inflationsrate von sechs bis acht Prozent k&uuml;rzte sie das Arbeitslosengeld und verringerte dessen Bezugsdauer. Doch mit Antritt der Orb&aacute;n-Regierung kam es ab 2010 zu einer radikalen Versch&auml;rfung dieser Politik, die nun weit &uuml;ber die vorherigen K&uuml;rzungen hinausgeht. &raquo;Wer es im Leben zu nichts gebracht hat, der ist eben gerade so viel wert, so kann ich es sagen. Dessen Leben ist nicht mehr wert, taugt nicht f&uuml;r mehr.&laquo; Diese mittlerweile ber&uuml;hmt gewordene Aussage des Kanzleramtsministers J&aacute;nos L&aacute;z&aacute;r, des zweiten Manns im Orb&aacute;n-Staat, aus dem Jahr 2011 steht beispielhaft f&uuml;r diese Politik. Orb&aacute;ns Fidesz-Partei erkl&auml;rte, dass Arbeitslose zumeist Sozialschmarotzer seien, Kranke und Behinderte in der Regel Betr&uuml;ger, und bei den Armen handele es sich um moralisch Schwache, die daher an ihrer Lage selber schuld seien. Nach der Amts&uuml;bernahme entwickelte die Regierung eine deutlich gegen Arme gerichtete Politik. &hellip;<br>\nAuch die brutale Versch&auml;rfung des Strafgesetzbuches f&uuml;r Delikte, die typischerweise von Armen, darunter viele Roma, begangen werden, nimmt die internationale &Ouml;ffentlichkeit kaum wahr. Dieses Vorgehen passt blendend in die gegen die Schwachen und Schw&auml;chsten der Gesellschaft gerichtete Ausgrenzungspolitik von Fidesz. Beispielsweise wurde aus den USA das Prinzip des &raquo;Three-Strikes-Law&laquo; &uuml;bernommen, das festschreibt, dass bei der dritten Verurteilung wegen eines beliebigen Vergehens automatisch eine lebenslange Haftstrafe verh&auml;ngt wird. Eingef&uuml;hrt wurde auch die tats&auml;chlich lebensl&auml;ngliche Gef&auml;ngnisstrafe, und in Verletzung internationaler Abkommen wurde das Strafm&uuml;ndigkeitsalter von 14 auf 12 Jahre herabgesetzt. Die &raquo;Kinderkriminalit&auml;t&laquo; wird von der Orb&aacute;n-Regierung einzig und allein durch den Bau von Erziehungs- beziehungsweise Besserungsanstalten bek&auml;mpft, wo die Kinder unter den schlimmsten Bedingungen Jahre verbringen. Psychologische, erzieherische oder sonstige materielle oder humanit&auml;re Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Betroffenen kommen f&uuml;r die heutigen ungarischen Machthaber nicht in Frage. Verurteilungen von Kleinkriminellen im Ad-hoc-Verfahren sind keine Ausnahme mehr. Im M&uuml;ll zu w&uuml;hlen und auf der Stra&szlig;e zu schlafen ist per Verfassung zur Straftat erkl&auml;rt. Im Hochsommer 2013 wurde ein Obdachloser wegen des Diebstahls einer Bettdecke im Wert von sechs Euro sowie zwei Euro Bargeld zu elf Jahren Gef&auml;ngnis verurteilt &ndash; er war eben r&uuml;ckf&auml;llig&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/03-04\/001.php\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer vielleicht meint, dass diese Armutspolitik nichts anderes ausdr&uuml;ckt als die letzte Phase (vor dem Chaos) in einem &Uuml;berlebenskampf einer Armengesellschaft, sollte sich vor Augen halten, dass das Pro- Kopf-Einkommen der Ungarn (2013) etwa auf den gleichen Level liegt wie in Polen &ndash; ohne dass Polen zu solchen Ma&szlig;nahmen greift. Dabei ist die Einkommensverteilung in Polen weitaus ung&uuml;nstiger. Wir m&uuml;ssen also von einer bewusst barbarischen Ausgrenzungspolitik von Armen der ungarischen Regierung sprechen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&raquo;Vertreibung aus dem Paradies&laquo; &ndash; Die aktuelle Situation der Medienbranche<\/strong><br>\nZeitungssterben, Medienkrise &ndash; seit einigen Jahren sind diese Schlagw&ouml;rter in aller Munde. Rainer Butensch&ouml;n  wirft einen Blick auf die Situation in den deutschen Printmedien, die sich inzwischen l&auml;ngst zu Multimediakonzernen und Hochburgen prek&auml;rer Arbeitsverh&auml;ltnisse entwickelt haben&hellip;<br>\n Vor diesem Hintergrund hat der Konzentrationsprozess in der Medienbranche in den vergangenen Jahren kr&auml;ftige Schubkraft erhalten. F&uuml;r 2013 z&auml;hlte die Unternehmensberatung Bartholom&auml;us &amp; Cie 254 Unternehmensaufk&auml;ufe im Bereich der Printmedien mit einem Volumen von 6,5 Milliarden Euro; dabei standen die Tageszeitungen mit 1,5 Milliarden Euro an erster Stelle. Erstmals, so die Analyse der Beratungsfirma weiter, machten &raquo;klassische mediale Gesch&auml;ftsmodelle als Kaufobjekte weniger als die H&auml;lfte der registrierten &Uuml;bernehmen und Beteiligungen aus&laquo; &ndash; der &uuml;berwiegende Teil seien Gesch&auml;fte mit digitalen Formaten oder E-Commerce (Artus in Sozialismus, Nr. 10\/2014).<br>\nDas Formatt-Institut ver&ouml;ffentlicht alle zwei Jahre anhand der Auflagenanteile die publizistische Konzentrationsentwicklung unter den Zeitungsverlagen. F&uuml;r den Stichtag 31. Dezember 2013 misst das Institut die bisher gr&ouml;&szlig;te Rate: 59,3 Prozent der verkauften Auflage der deutschen (multimedial aufgestellten) Zeitungskonzerne werden von zehn Mediengruppen herausgegeben. Dazu geh&ouml;ren &ndash; der Gr&ouml;&szlig;e nach sortiert &ndash; der Springer-Verlag, die S&uuml;dwestdeutsche Medienholding (Stuttgarter Zeitung, S&uuml;ddeutsche Zeitung, Rheinpfalz, S&uuml;dwestpresse Ulm u.a.); die Funke Mediengruppe (fr&uuml;her WAZ), die Mediengruppe Madsack (Hannoversche Allgemeine Zeitung, Leipziger Volkszeitung, M&auml;rkische Allgemeine, L&uuml;becker Nachrichten u.a.), die Mediengruppe DuMont Schauberg (K&ouml;lner Stadtanzeiger, Berliner Zeitung, Hamburger Morgenpost, Mitteldeutsche Zeitung u.a.), die Verlagsgruppe Ippen (M&uuml;nchner Merkur, Hessisch-Nieders&auml;chsische Allgemeine), die Verlagsgruppe Augsburger Allgemeine, die Mediengruppe Rheinische Post aus D&uuml;sseldorf, die SPD-Medienholding DDVG und die Verlagsgruppe Frankfurter Allgemeine Zeitung.<br>\nDie meisten Verlagsgruppen folgen dabei der Strategie, die St&uuml;ckkosten &uuml;ber Gr&ouml;&szlig;envorteile zu senken (economies of scale). Die Kehrseite dieser Konzentration nach au&szlig;en ist eine scharfe Rationalisierung nach innen. Netzwerkartig werden die Arbeitsbeziehungen innerhalb der Konzerne neu strukturiert. Jede Arbeit soll &ndash; wo immer m&ouml;glich &ndash; innerhalb des Konzerns nur einmal verrichtet werden. So entstehen zentrale Rechenzentren, Buchhaltungsfirmen, Callcenter, Personaldienstleister &ndash; meistens durch Ausgliederungen in tariflose T&ouml;chter. So werden L&ouml;hne gesenkt, Arbeitszeiten verl&auml;ngert und die gewachsene betriebliche Mitbestimmung klein gehackt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/branchen\/medien\/medien-presse\/medien-journalismus\/vertreibung-aus-dem-paradies-die-aktuelle-situation-der-medienbranche\/%20\">LabourNet<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Privatunis: Die dressierte Elite &ndash; was wir unseren Kindern zumuten<\/strong><br>\nPrivatschulen, Internate, Spitzenunis: Mit Unsummen versucht die Wirtschaftselite, die Karriere ihrer Kinder abzusichern &ndash; und erreicht oft das Gegenteil&hellip;<br>\nIn vielen deutschen Unternehmer- und Managerfamilien hat sich eine teils irrationale Angst eingenistet. Die Zukunft ihrer Kinder erscheint der Wirtschaftselite zu unsicher, um sie in die H&auml;nde des &ouml;ffentlichen Schulsystems zu legen. Abi macht heute praktisch jeder (Bildungsforscher Manfred Wei&szlig;: &ldquo;Das &ouml;ffentliche Gymnasium als neue Hauptschule erf&uuml;llt seine Distinktionsfunktion nicht mehr&rdquo;), das Studium ist vom Sonderfall zur Regel geworden&hellip;<br>\nWas in den USA, Gro&szlig;britannien oder Frankreich schon lange &uuml;blich ist, wird so auch hierzulande zum Trend: Teure Privatschulen, Internate und Eliteuniversit&auml;ten sollen den Status des Nachwuchses absichern. Die Abschl&uuml;sse dienen als Eintrittskarte in die gesellschaftliche Elite, wie eine Art Klubmitgliedschaft. Das Kalk&uuml;l: Karriere durch Kontakte statt K&ouml;nnen&hellip;<br>\nTeurer, besser, internationaler &ndash; die Upperclass der Republik ist im Bildungswahn&hellip;<br>\nRational ist dieser Ansturm nicht, n&uuml;chtern betrachtet gibt es kaum Gr&uuml;nde, sich um die berufliche Zukunft der Kinder gro&szlig;e Sorgen zu machen. Die Arbeitslosigkeit unter Akademikern ist hierzulande so niedrig wie lange nicht, der demografische Wandel verspricht einen versch&auml;rften Fachkr&auml;ftemangel. Zudem zeigen Studien, dass Privatschulen bei der Unterrichtsqualit&auml;t ihren staatlichen Pendants nicht unbedingt &uuml;berlegen sind&hellip;<br>\nDie Wirtschaftsgr&ouml;&szlig;en setzen auf die clever vermarkteten Abschl&uuml;sse&hellip;<br>\nDie teuren Privatschulen, Internate und Unis sind nicht selten ein eigener, weltentr&uuml;ckter Kosmos, die Absolventen m&uuml;ssen nach der Ausbildungsblase erst mal lernen, wie es in der wirklichen Welt zugeht, wie sie mit weniger Beg&uuml;terten klarkommen und was sie leisten m&uuml;ssen, um ihren Lebensstandard zu halten&hellip;<br>\nJe &auml;lter das Geld, so beobachtet ein deutscher Societyexperte, desto positiver sei die Einstellung zum &ouml;ffentlichen Schulsystem. Und auch Elitenforscher diagnostizieren, dass es nicht die wirklich Reichen sind, die den Boom treiben. Eingesessene Wirtschafts- oder Adelsdynastien h&auml;tten &uuml;ber Generationen Erfahrung im Statuserhalt gesammelt und es daher weniger n&ouml;tig, ihn durch exklusive Diplome zu sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/magazin\/artikel\/die-dressierte-elite-bildung-um-jeden-preis-a-1021521.html%20\">manager-magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>TV-Tipp: Tarifeinheitsgesetz im Bundestag am Donnerstag, 05.03.2015, ab 12.30 Uhr<\/strong><br>\nMit der Rolle von Gewerkschaften innerhalb eines Betriebes befasst sich der Bundestag am Donnerstag, 5. M&auml;rz 2015. Gegenstand der einst&uuml;ndigen Debatte ist ein Entwurf der Bundesregierung f&uuml;r ein Tarifeinheitsgesetz (18\/4062), mit dem Tarifkonflikte mehrerer Gewerkschaften eines Betriebes k&uuml;nftig verhindert werden sollen. Ebenfalls diskutiert wird in dieser ersten Lesung ein Antrag der Linken zur Verteidigung des Streikrechts. Die einst&uuml;ndige Debatte beginnt um 12.30 Uhr (Tagesordnungspunkt 6). Live-&Uuml;bertragung auf Phoenix und bei <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/tv\">bundestag.de\/tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Duell in Samthandschuhen<\/strong><br>\nRezension: &bdquo;Deutschland im Tiefschlaf. Wie wir unsere Zukunft verspielen&ldquo; &ndash; Stephan Hebel<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150305_Rezension_Tiefschlaf_NRhZ.pdf\">Buchtipp von Harry Popow<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Grimme-Preis 2015: &ldquo;Die Anstalt&rdquo; und Tukur-&ldquo;Tatort&rdquo; werden ausgezeichnet<\/strong><br>\nIn der Kategorie Unterhaltung\/Spezial k&ouml;nnen sich Dietrich Krau&szlig;, Max Uthoff und Claus von Wagner &uuml;ber einen Grimme-Preis f&uuml;r &ldquo;Die Anstalt&rdquo; vom 18. November 2014 freuen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/03\/04\/grimme-preis-2015-die-anstalt-und-tukur-tatort-werden-ausgezeichnet\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email%20\">MEEDIA<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Gl&uuml;ckwunsch!<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150305_streikrecht.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.glasergrafik.de\/\">Glasergrafik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25281","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25281","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25281"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25281\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25284,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25281\/revisions\/25284"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25281"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25281"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25281"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}