{"id":25285,"date":"2015-03-05T10:18:09","date_gmt":"2015-03-05T09:18:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25285"},"modified":"2024-09-23T02:03:43","modified_gmt":"2024-09-23T00:03:43","slug":"die-demokratie-im-visier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25285","title":{"rendered":"Die Demokratie im Visier"},"content":{"rendered":"<p>Laut Umfragen w&uuml;nschen sich die meisten Deutschen eine sozial ausgewogene und Politik und eine dem Frieden verpflichtetet Au&szlig;enpolitik. Dennoch ger&auml;t die Sozialpolitik in immer <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44186\/1.html\">bedenklichere Schieflage<\/a> und ist Deutschland in immer gef&auml;hrlichere milit&auml;rische und geostrategische Abenteuer der USA verstrickt. Und obwohl &uuml;ber TTIP und Co. zurzeit viel diskutiert wird, fragt zugleich doch niemand nach den Urhebern dieses Programms, nach ihren Motiven, ihrer &bdquo;Philosophie&ldquo;, ihrer Taktik und Strategie. Warum eigentlich? Hierzu sprach <strong>Jens Wernicke<\/strong> mit <strong>Hermann Ploppa<\/strong>, der in seinem aktuellen Buch aufdeckt, dass <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Schock-Strategie\">neoliberale Schockstrategen<\/a> und US-Lobbygruppen seit Jahrzehnten daran arbeiten, demokratische Regularien zugunsten der exklusiven Herrschaft einer selbst ernannten Elite zu &uuml;berwinden.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Herr Ploppa, in ihrem neuen Buch vertreten Sie die These, transatlantische Netzwerke w&uuml;rden heimlich die Demokratie in Deutschland unterwandern. Was genau meinen Sie damit?<\/strong><\/p><p>Zun&auml;chst einmal zum Begriff &bdquo;transatlantisch&ldquo;. Man sollte aufhorchen, wenn in der Presse kommuniziert wird, ein bestimmter Politiker wie beispielsweise Helmut Schmidt sei ein &bdquo;&uuml;berzeugter Transatlantiker&ldquo;. Diese von den Medien benutzte Chiffre bedeutet: Der so bezeichnete Politiker ist fest davon &uuml;berzeugt, dass die Bundesrepublik Deutschland nur als fest angeschlossener Juniorpartner der Vereinigten Staaten von Amerika gedeihen kann. Es gibt da gar keine Alternative f&uuml;r Deutschland dazu, im Milit&auml;rb&uuml;ndnis NATO ein Organ im K&ouml;rper der Machtarchitektur der USA zu sein. Zudem ist f&uuml;r den Transatlantiker unstrittig, dass die Art, wie in den USA Politik und Wirtschaft organisiert sind, f&uuml;r uns vorbildlich und m&ouml;glichst eins zu eins bei uns umzusetzen ist. <\/p><p>Die Transatlantiker arbeiten an der Umsetzung dieser Agenda praktisch seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Sie organisieren sich in von der &Ouml;ffentlichkeit abgeschlossenen Gruppen. Ihr Selbstverst&auml;ndnis ist elit&auml;r. Sie sind der &Uuml;berzeugung, dass das gemeine Volk die Notwendigkeiten der politischen Agenda nicht begreifen kann, und man deswegen in nicht &ouml;ffentlichen Zirkeln politische Richtlinien erarbeiten muss, die dann &uuml;ber Netzwerke in praktische Politik umgesetzt und &uuml;ber transatlantisch eingestellte F&uuml;hrungskr&auml;fte in Medien und Verb&auml;nden den Menschen drau&szlig;en im Lande nahegebracht werden. <\/p><p>Zu diesen elit&auml;ren diskreten Gruppen geh&ouml;rt etwa die Atlantik-Br&uuml;cke. Deren langj&auml;hrige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Beate Lindemann hat das Credo dieser selbst ernannten Eliten einmal in die treffenden Worte gefasst: &bdquo;Man kann mehr erreichen, wenn man nicht in der &Ouml;ffentlichkeit arbeitet.&ldquo; Demokratie ist aber ohne &Ouml;ffentlichkeit gar nicht m&ouml;glich. Und diese transatlantischen Elitemenschen wissen das ganz genau. Wissen, dass ihre Agenda, beispielsweise die totale &Ouml;konomisierung Europas durch TTIP, niemals auf demokratischem Wege und &ouml;ffentliche Abstimmungen durchsetzbar ist. Insofern unterminieren sie eben die Demokratie, wo immer es ihrer Agenda dient und m&ouml;glich ist. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"236\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/xzGb7tyzaCM\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center\"><strong>Uwe Kr&uuml;ger: Unabh&auml;ngigkeit in Gefahr? Deutsche Top-Journalisten und transatlantische Netzwerke<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Und diese Netzwerke sind sozusagen Vertreter bestimmter Interessen? Wessen Interessen vertreten sie denn &ndash; und wie tun sie dies genau?<\/strong><\/p><p>Um das beantworten zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen wir zuerst einmal die Genese dieser Netzwerke betrachten. Quasi die &bdquo;Mutter&ldquo; aller transatlantischen Netzwerkgruppen ist der <em>Council on Foreign Relations<\/em>, kurz CFR. Dieser Rat f&uuml;r Ausw&auml;rtige Angelegenheiten wurde 1921 in New York gegr&uuml;ndet. Zuvor gab es bereits so genannte Runde Tische in Gro&szlig;britannien und den USA. An denen sa&szlig;en die reichsten und m&auml;chtigsten M&auml;nner aus Politik, Wirtschaft und Finanzen. Diese Leute erkannten, dass eine komplexer werdende Welt ohne wissenschaftliche Expertise nicht mehr effizient wirtschaftlich ausgebeutet werden kann. Der Council verst&auml;rkte daher die Interessenvertretung der Eliten durch eine wissenschaftlich untermauerte Wissens- und Strategieproduktion im Sinne eben dieser. <\/p><p>So machte er nach dem Ersten Weltkrieg etwa Druck auf die Politik, um die Sowjetunion anzuerkennen. Denn US-Industrielle wollten die immensen &Ouml;l- und Mangansch&auml;tze der Sowjetunion ausbeuten. Den Herren vom CFR schwebte dabei schon damals eine entfesselte Weltwirtschaft ohne Grenzen vor, in der das Handeln der Nationalstaaten sich auf die Garantie der Vertragssicherheit, der sicheren Handelswege und des Schutzes von Privateigentum beschr&auml;nkt.<\/p><p>Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde diese Vision des entfesselten Welthandels durch die Ordnung von Bretton Woods dann Wirklichkeit. Um die Eliten weltweit m&ouml;glichst geschmeidig in diese neue Ordnung einzubinden, gr&uuml;ndete der CFR seit diesem Zeitpunkt in 170 Staaten &bdquo;Partnerorganisationen&ldquo;, Filialen also, die den face to face-Kontakt mit den Eliten der USA sowie eine Anbindung an deren Interessen herstellen. Doch das reichte nicht aus. Die Bilderberger-Gruppe stiftet daher den pers&ouml;nlichen Kontakt zwischen nordamerikanischen und europ&auml;ischen Eliten. Und die Trilateral Commission verbindet die genannten Eliten mit jenen Ostasiens.<\/p><p>In Deutschland stellt die Atlantik-Br&uuml;cke Kontakte her zwischen den Eliten der USA und jenen Deutschlands. Und Think Tanks wie die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik sowie die Stiftung Wissenschaft und Politik produzieren die Strategien, um Deutschland optimal in die Pax Americana einzubauen. <\/p><p><strong>Es geht also vor allem darum, den Interessen des US-amerikanischen Kapitals Geltung zu verschaffen &ndash; koste es, was es wolle, sozusagen?<\/strong><\/p><p>&hellip;wenn man sich die aktuelle Ukraine-&bdquo;Krise&ldquo; anschaut, k&ouml;nnte man fast sagen: &bdquo;koste es, was es wolle&ldquo;, ja. Nur durch die geduldige Arbeit der oben genannten transatlantischen Netzwerke ist in Politik und Medien Deutschlands schlie&szlig;lich jene Hegemoniestruktur entstanden, in der man ungehemmt die Eskalation eines Konflikts provoziert, die aus deutscher Perspektive schlicht selbstm&ouml;rderisch ist. <\/p><p>Hier ist es m&ouml;glich, die deutsche Wirtschaft durch die Sanktionen gegen Russland massiv zu sch&auml;digen. Und im Falle, dass die Provokation Russlands Erfolg haben sollte, tragen auch wir Deutschen unmittelbar die Folgen eines Krieges, und nicht die USA. Dass sich Bundespr&auml;sident Gauck und Kanzlerin Merkel an diesem Spiel mit dem Feuer beteiligen, vollst&auml;ndig synchronisiert mit den USA, ist nur dadurch erkl&auml;rlich, dass beide Politiker sowie die politischen Leitfiguren aller im Bundestag vertretenen Parteien fest eingebunden sind in die vorhandenen transatlantischen Netzwerke. Ja, sie verdanken ihre Karriere zum gro&szlig;en Teil eben diesen Netzwerken. Sie haben die &bdquo;Philosophie&ldquo; des Transatlantizismus zutiefst verinnerlicht und wissen gar nicht, dass es ganz reale Alternativen gibt.<\/p><p><strong>Nun, das mag sein. Andererseits gibt es derlei &bdquo;Netzwerke&ldquo; von vielen Eliten mit jeweils anderen und sehe ich hier kein &bdquo;Alleinstellungsmerkmal&ldquo; auf Seiten der USA.<\/strong><\/p><p>Das ist der Zeitpunkt, an dem wir &uuml;ber die Begriffe &bdquo;Government&ldquo; und &bdquo;Governance&ldquo; sprechen m&uuml;ssen. Das sind zwei unterschiedliche politische W&auml;hrungen, die in unserer Gesellschaft koexistieren, ohne dass der Unterschied beider in der &Ouml;ffentlichkeit ausreichend diskutiert w&uuml;rde. Unter Government k&ouml;nnen wir die repr&auml;sentative Demokratie verstehen, die unser politisches System bezeichnet: &Ouml;ffentlichkeit aller die Allgemeinheit betreffenden Entscheidungsprozesse, Gewaltenteilung, regelm&auml;&szlig;iger Austausch der Entscheidungstr&auml;ger durch Volksentscheid etc. pp. Demgegen&uuml;ber wird immer &ouml;fter von Governance gesprochen. Darunter kann man jene subtile informelle Entscheidungsfindung verstehen, die selbsterkl&auml;rte Eliten im exklusiven Rahmen treffen, und die durch Stiftungen, Denkfabriken, Medien, Verbandsfunktion&auml;re und Netzwerkpolitiker dann in reale Politik umgesetzt wird.<\/p><p>Und Sie haben nat&uuml;rlich Recht: Neben dem Council on Foreign Affairs in den USA gibt es in Gro&szlig;britannien eine vergleichbare Instanz, n&auml;mlich das Royal Institute of International Affairs, auch kurz: Chatham House genannt. Es wurde schon 1920 gegr&uuml;ndet, nachdem der Versuch, f&uuml;r die Eliten der USA und Gro&szlig;britanniens eine gemeinsame Einrichtung zu schaffen, gescheitert war. Es darf aber bezweifelt werden, dass das britische Pendant eine eigenst&auml;ndige, von den USA deutlich abgesetzte Linie verfolgt. Deutschland hingegen verf&uuml;gte nie &uuml;ber eine solch elit&auml;re Strategiefabrik wie den CFR. Und Frankreich hat zwar seine ultraelit&auml;ren F&uuml;hrungsakademien, aber das ist etwas anderes. <\/p><p>Beachtlich ist in diesem Kontext vor allem Russland, denn das ist ein absolutes Trauerspiel: Peter Scholl-Latour hat einmal das russische &bdquo;Gegenst&uuml;ck&ldquo; zum CFR besucht. In einer Dachkammer fand er einen Herrn vor, der sozusagen mit &Auml;rmelschonern vergilbte Dokumente von Motten befreite. Und die Volksrepublik China ist zwar gerade dabei, den &Uuml;bergang von der Diktatur in die Governance zu vollziehen &ndash; tats&auml;chlich verf&uuml;gen aktuell aber nur die USA &uuml;ber mehr Denkfabriken als die Volksrepublik China und darf in beiden Versionen sehr wohl auch offen und kontrovers diskutiert werden, solange das gewisse &bdquo;Tabus&ldquo; nicht ber&uuml;hrt. <\/p><p>Das ist im Falle Chinas die Allmacht der Kommunistischen Partei. Und das ist im Falle der transatlantischen Netzwerke der unumst&ouml;&szlig;liche Grundsatz, dass es zur Herrschaft der Eliten und zum &bdquo;Betriebssystem&ldquo; des US-Finanzkapitalismus keine Alternative geben darf. <\/p><p>Solch ein Eliteclub ist eben kein Politb&uuml;ro. Kontroverse Meinungen und Vorschl&auml;ge sind sogar erw&uuml;nscht. Sie finden neben dem Mainstream marktradikaler Ansichten dort deshalb auch beispielsweise das keynesianische Konzept, also das Konzept eines starken Staates, wie es etwa Paul Krugman vertritt. Krugman ist Mitglied im CFR, in David Rockefellers Group of Thirty, sowie in der &Ouml;konomen-Geheimloge Mont Pelerin Society. Das ist das Salz in der Suppe. Eventuell kann man n&auml;mlich rasch auf die Konzepte der Dissidenten zur&uuml;ckgreifen, wenn die vorgegebene Strategie nicht mehr funktioniert. Die Netzwerker sind geschmeidig und recht flexibel. <\/p><p>Als sich in den F&uuml;nfziger Jahren etwa die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Massive_Vergeltung\">Strategie der Massiven Vergeltung<\/a>, die der Alpha-Netzwerker John Foster Dulles verk&uuml;ndet hatte, als politische Sackgasse herausstellte, beauftragte der CFR Henry Kissinger, eine neue Strategie zu entwerfen. Heraus kam die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flexible_Response\">Strategie der Flexiblen Antwort<\/a>.<\/p><p><strong>Machen Sie das doch bitte einmal an einem konkreten Beispiel fest. Welches Interesse steht bspw. hinter TTIP? Und von wem genau geht dieses Interesse aus &ndash; und welche Netzwerke und elit&auml;ren Zirkel arbeiten daran, demselben jenseits demokratischer Regularien zur Geltung bzw. Durchsetzung zu verhelfen?<\/strong><\/p><p>Wie gesagt: Ziel dieser elit&auml;ren Kreise war es schon immer, ein optimales Investitionsklima zu schaffen. Der Staat soll so weit wie m&ouml;glich zur&uuml;ckgefahren werden auf die Funktion, solche g&uuml;nstigen Investitionsbedingungen zu garantieren. Seit dem Bestehen des Council on Foreign Relations wurde in diesem Sinne beharrlich an der sukzessiven Ann&auml;herung an dieses Ziel gearbeitet. <\/p><p>Eine wichtige Etappe war dabei die Durchsetzung der Nachkriegsordnung von Bretton Woods im Jahre 1944. Hierdurch war der Welthandel so stark stimuliert, dass multinationale Konzerne in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts bereits mit ihrem Umsatz an das Bruttosozialprodukt kleinerer Staaten heranreichten. Das war die Stunde der Interdependenztheorie. Der CFR stellte fest, dass nationale Grenzen l&ouml;chrig geworden waren. Multinationale Konzerne und Nichtregierungsorganisationen agierten &uuml;ber Grenzen hinweg. Unter solchen Bedingungen seien Nationalstaaten nur einer von vielen Spielern im globalen Spiel, und m&uuml;ssten sich Entscheidungsbefugnisse in Zukunft mit Konzernen und NGOs teilen. &Uuml;bernationale Instanzen wie UNO oder die Welthandelsorganisation m&uuml;ssten ordnend in den globalisierten Wildwuchs eingreifen, im Sinne des CFR allerdings. <\/p><p>Mit der weltweiten Durchsetzung des Marktradikalismus wurde diese Tendenz dann auch noch k&uuml;nstlich verst&auml;rkt, indem Nationalstaaten planm&auml;&szlig;ig verarmt und ausgehungert wurden. Die globale Machbalance hat sich in den letzten vierzig Jahren inzwischen dramatisch zu Ungunsten der Nationalstaaten verschoben.<\/p><p>Immer deutlicher wird auch die Tendenz des globalisierten Kapitalismus zur Zentralisierung:  Strukturen an der Peripherie werden durch so genannte Freihandelsabkommen zerst&ouml;rt, obwohl sie eigentlich optimal funktionieren. Durch das Freihandelsabkommen NAFTA wurde beispielsweise die mexikanische Landwirtschaft weitgehend zerschlagen. Die mexikanischen Bauern arbeiten jetzt als illegale Billiglohnarbeiter in der US-amerikanischen industriellen Landwirtschaft. Mit dem eingef&auml;delten &bdquo;Frei&ldquo;-Handelsabkommen TTIP droht Europa nun dasselbe Schicksal. Die Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse zwischen den geeinten USA und dem zerstrittenen Europa lassen keinen anderen Schluss zu. Die USA, die in einer schweren strukturellen Krise stecken, g&ouml;nnen sich mit TTIP quasi eine Frischzellenkur. <\/p><p>Und diese ist von den transatlantischen Netzwerken schon lange angebahnt worden. Es gab ja bereits einen Vorl&auml;ufer von TTIP, n&auml;mlich das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Multilaterales_Abkommen_%C3%BCber_Investitionen\">Multilaterale Abkommen &uuml;ber Investitionen<\/a>, kurz MAI. Und auf Unternehmerseite existiert auch bereits ein Dachverband f&uuml;r TTIP: der Transatlantic Business Council. Unternehmer beiderseits des Atlantiks k&auml;mpfen hier f&uuml;r TTIP. Und im European Round Table of Industrialists treffen sich regelm&auml;&szlig;ig die CEOs, also die obersten Strategen ausgesuchter europ&auml;ischer Konzerne, um der EU Gesetze vorzugeben, die oftmals eins zu eins umgesetzt werden. So r&uuml;hmt sich der ERT auf seiner Webseite beispielsweise, die Lissabon-Agenda aus dem Jahre 2000 erdacht und ausformuliert zu haben. <\/p><p>Und als im Fr&uuml;hjahr 2013 Frau Merkel den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Francois Hollande und den damaligen Pr&auml;sidenten der Europ&auml;ischen Kommission Jos&eacute; Manuel Barroso ins Kanzleramt zitierte, sa&szlig;en dort bereits 15 Herren aus dem European Round Table und hatten eine Wunschliste mitgebracht. Diese wurde sodann von einer regierungsamtlichen franz&ouml;sisch-deutschen Arbeitsgruppe eins zu eins abgeschrieben und als Regierungshandeln der &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;sentiert. <\/p><p>Damit die Abgeordneten des Europaparlaments in Stra&szlig;burg auch mitgenommen werden auf dem TTIP-Boot, gibt es f&uuml;r diese Klientel das Transatlantic Policy Network. Hier bearbeitet der Bertelsmann-Lobbyist Elmar Brok seine Parlamentskollegen f&uuml;r TTIP. Oder der gr&uuml;ne EU-Abgeordnete Rainer B&uuml;tikofer. Oder auch, das wird manche &uuml;berraschen, der fr&uuml;here Umweltaktivist Jo Leinen.<\/p><p>Die Vertreter der neuen transatlantischen Governance sind mittlerweile so gest&auml;rkt, dass sie ganz ungeniert die Grundelemente einer Demokratie, wie beispielsweise das Gebot der &Ouml;ffentlichkeit, missachten und wir gemeinen B&uuml;rger nur noch durch gezielte Indiskretionen einiger Ministerialbeamter mit Gewissen tr&ouml;pfchenweise erfahren, was die Meister der Governance mit uns vorhaben. <\/p><p><strong>Und die Interessen hinter TTIP? Gibt es da Namen &ndash; oder halten Sie es hier mit dem Elitenforscher Hans-J&uuml;rgen Krysmanski, der <a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/PeaCon\/global-texte\/g-m\/krysmanski-a&amp;k-mai2011.htm\">meint<\/a>, die uns, wenn &uuml;berhaupt, pr&auml;sentierten Namen seien vor allem jene von Hilfsk&ouml;chen und Tellerw&auml;schern aus der Gro&szlig;k&uuml;che globaler Interessenpolitik, die weltpolitische Entscheidungsmacht l&auml;ge jedoch in ganz anderer Hand?<\/strong><\/p><p>Naja, die Meisterstrategen der transatlantischen Governance haben sich durch ihr Handeln auch ein bisschen ihr eigenes Grab geschaufelt. Denn durch die massive Schw&auml;chung des Staates, durch die Deregulierung der Wirtschaft ist eine Dynamik entfesselt worden, die vermutlich auch f&uuml;r die Meisterstrategen nur noch schwer kontrollierbar ist. <\/p><p>Wenn Computerprogramme in Nanosekunden automatisch gigantische Geldmengen verschieben, sind langfristige Strategien in Gefahr. Gleichzeitig hat das deregulierte Wachstum des Milit&auml;r-Industriellen Komplexes zu einer massiven Destabilisierung ganzer Regionen gef&uuml;hrt. Und zur gleichen Zeit sind manche Individuen auf diesem Planeten so reich geworden, dass sie glauben, sie k&ouml;nnten die Probleme dieser Welt nach eigenem Gutd&uuml;nken im Alleingang l&ouml;sen. Bill Gates etwa will h&ouml;chstpers&ouml;nlich Bev&ouml;lkerungswachstum und Ozonloch stoppen. Und der superreiche Richard Branson denkt &uuml;ber Geoengineering nach. Diese Entwicklungen sind inzwischen auch den Elite-Netzwerken entglitten. <\/p><p>Zbigniew Brzezinski, Meisterdenker der Trilateral Commission, ging Mitte der Neunziger Jahre davon aus, dass die USA in gar nicht so ferner Zukunft als Hegemonialmacht implodieren, die elit&auml;ren Netzwerke dann aber immer noch den Globus umspannen w&uuml;rden. Sozusagen intrinsisch motivierte Netzwerker w&uuml;rden den Fortbestand des &bdquo;Betriebssystems US-Finanzkapitalismus&ldquo; auf der ganzen Welt f&uuml;r alle Zeiten festschreiben. Die flei&szlig;ige Nachahmung der amerikanischen Regierungskunst in China k&ouml;nnte in diese Richtung weisen.<\/p><p>Aber wer wirklich &bdquo;ganz hinten&ldquo; hinter den Kulissen die Richtlinien der Politik bestimmt, k&ouml;nnen wir nicht mit Sicherheit sagen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Krysmanski so selten konkrete Namen nennt. Es ist gewiss aber ein Erkenntnisgewinn, die Strategien der elit&auml;ren Netzwerke f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit sichtbar gemacht zu haben. Hilfsk&ouml;che wie Kissinger, Nye, Brzezinski oder Lippmann sollte man auf jeden Fall kennen.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p style=\"text-align:center\"><em>&bdquo;Die rohe Skizze der liberalistischen Gesellschaftstheorie hat gezeigt, wie viele Elemente der totalit&auml;ren Staatsauffassung in ihr schon angelegt sind. Von der &ouml;konomischen Struktur aus enth&uuml;llt sich eine fast l&uuml;ckenlose Kontinuit&auml;t in der Entwicklung der theoretischen Interpretation der Gesellschaft. Die &ouml;konomischen Grundlagen dieser Entwicklung von der liberalistischen zur totalit&auml;ren Theorie m&uuml;ssen hier vorausgesetzt werden: sie liegen im wesentlichen alle auf der Linie der Wandlung der kapitalistischen Gesellschaft von dem auf der freien Konkurrenz der selbst&auml;ndigen Einzelunternehmer aufgebauten Handels- und Industriekapitalismus zum modernen Monopolkapitalismus, in dem die ver&auml;nderten Produktionsverh&auml;ltnisse (und besonders die gro&szlig;en &sbquo;Einheiten&lsquo; der Kartelle, Trusts etc.) eine alle Machtmittel mobilisierende Staatsgewalt fordern. [&hellip;]<\/em><\/p><p style=\"text-align:center\"><em>Die Wendung vom liberalistischen zum total-autorit&auml;ren Staate vollzieht sich auf dem Boden derselben Gesellschaftsordnung. Im Hinblick auf diese Einheit der &ouml;konomischen Basis l&auml;&szlig;t sich sagen: es ist der Liberalismus selbst, der den total-autorit&auml;ren Staat aus sich &sbquo;erzeugt&lsquo;: als seine eigene Vollendung auf einer fortgeschrittenen Stufe der Entwicklung. Der total-autorit&auml;re Staat bringt die dem monopolistischen Stadium des Kapitalismus entsprechende Organisation und Theorie der Gesellschaft.&ldquo;<\/em><\/p><p style=\"text-align:center\"><strong>Herbert Marcuse: Der Kampf gegen den Liberalismus in der totalit&auml;ren Staatsauffassung<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Wenn das nun der Sachstand und die &bdquo;Lage der Welt&ldquo; skizziert &ndash; was k&ouml;nnten wir dann tun gegen das reale Elend, das auch Ihr Thema ist? Wenn Sie um Rat gefragt w&uuml;rden: Was rieten Sie?<\/strong><\/p><p>Zum einen ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass wir in Deutschland, aber auch in &Ouml;sterreich, der Schweiz und Skandinavien, ein anderes Wirtschaftssystem haben als in den angloamerikanisch gepr&auml;gten L&auml;ndern. <\/p><p>W&auml;hrend dort praktisch alle Wirtschaftsbereiche privatwirtschaftlich oder &uuml;ber private Stiftungen betrieben werden, war in den kontinentaleurop&auml;ischen L&auml;ndern lange Zeit klar: Das Profitprinzip hat in den Bereichen Daseinsvorsorge, Grundversorgung, Infrastruktur, Gesundheitswesen, Bildung und &ouml;ffentliche Sicherheit grunds&auml;tzlich nichts zu suchen. Es gab und gibt noch gesch&uuml;tzte Bereiche der Geldbeschaffung f&uuml;r die kleinen Leute und den Mittelstand durch Sparkassen. Diese Aufgaben wurden zum einen von &ouml;ffentlich-rechtlich-staatlichen Einrichtungen und zum anderen von Genossenschaften erf&uuml;llt. Nur dort, wo profitorientierte T&auml;tigkeit keinen Schaden anrichten konnte, war diese schon immer zugelassen. <\/p><p>Wir m&uuml;ssen uns positiv hierauf beziehen und den noch unversehrten Bestand bei uns offensiv verteidigen und ausbauen. Genossenschaften sind kein Nischenph&auml;nomen. Weltweit arbeiten bereits jetzt &uuml;ber 800 Millionen Menschen in Genossenschaften, Tendenz steigend. Und wir m&uuml;ssen eigene Netzwerke aufbauen, vor allem f&uuml;r den Wissenstransfer von neuen Ideen f&uuml;r eine solidarische &Ouml;konomie. Das Kapital zieht sich aus der Realwirtschaft zur&uuml;ck. Lassen wir es doch einfach rechts liegen und bauen von unten her eine eigene, ganz reale Wirtschaft auf. Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingen kann.<\/p><p><strong>Noch ein letztes Wort?<\/strong><\/p><p>Ich denke, viel liegt in der Psychologie begr&uuml;ndet. Die marktradikalen und transatlantischen Seilschaften f&uuml;hren einen medialen Einsch&uuml;chterungskrieg gegen uns einfache Leute. Dagegen hilft nur, sich von diesen Medien abzukoppeln und konsequent den eigenen Weg der Solidarit&auml;t zu verfolgen. <\/p><p>Die Weltwirtschaft war schon einmal durch ihre Entfesselung an die Wand gefahren worden, mit gro&szlig;em Leiden f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung. Und der au&szlig;ergew&ouml;hnliche US-Pr&auml;sident Franklin D. Roosevelt sagte in jener niedergeschlagenen Stimmung in seiner Antrittsrede 1933: &bdquo;Das einzige, wovor wir uns f&uuml;rchten m&uuml;ssen, ist die Furcht selber!&ldquo; Das k&ouml;nnen, ja, sollten wir uns zu Eigen machen.<\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Hermann Ploppa<\/strong>, Jahrgang 1953, ist Politologe und Publizist. Er hat zahlreiche Artikel &uuml;ber die Eliten der USA ver&ouml;ffentlicht, u.a. &uuml;ber den einflussreichen Council on Foreign Relations. 2009 ver&ouml;ffentlichte Ploppa das Buch &bdquo;Hitlers Amerikanische Lehrer&ldquo;, in dem er bislang nicht beachtete Einfl&uuml;sse US-amerikanischer Stiftungen und Autoren auf den Nationalsozialismus offenlegte. Sein aktuelles Buch tr&auml;gt den Titel &bdquo;Die Macher hinter den Kulissen. Wie transatlantische Netzwerke heimlich die Demokratie unterwandern&ldquo; und <a href=\"http:\/\/www.nomen-verlag.de\/admin\/bilder_nomen\/48_Ploppa_Beschreibung_Inhaltsverzeichnis%20und%20Einleitung_fuer_Web.pdf\">erschien<\/a> im nomen-Verlag.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterschauen:<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"236\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/7RpdS5XwRus\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center\"><strong>Hermann Ploppa: Transatlantische Netzwerke, Denkfabriken und Eliteclubs<\/strong><\/p><p><strong>Weiterlesen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Artikel: Hans-J&uuml;rgen Krysmanski: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/PeaCon\/global-texte\/g-m\/krysmanski-a&amp;k-mai2011.htm\">Wenn es die Bilderberger nicht sind, wer regiert dann eigentlich wirklich die Welt?<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: Hermann Ploppa: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36477\/1.html\">Interessanter Einblick in das Innenleben einer rechten Denkfabrik<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: Hermann Ploppa: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/28\/28513\/1.html\">Der Klub der &ldquo;Weisen M&auml;nner&rdquo;<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: Hermann Ploppa: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/28\/28552\/1.html\">Von der massiven Vergeltung zum transatlantischen Netzwerk<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: Dieter Boris: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/02-16\/002.php\">Informelle Zirkel: Wer verhandelt da mit wem &uuml;ber was? Neue Studie &uuml;ber die Netzwerke hinter TTIP erschienen<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Rezension: Frank &Uuml;berall: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.socialnet.de\/rezensionen\/17446.php\">Hermann Ploppa: Die Macher hinter den Kulissen<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: Jens Wernicke: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23757\">Klassenkampf 2.0<\/a>&ldquo;<\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Eine automatische E-Mail-Benachrichtigung &uuml;ber neue Texte von Jens Wernicke k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DE\">hier<\/a> bestellen.<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/68599dd30a514c93a82bb4c74501c9b0\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut Umfragen w&uuml;nschen sich die meisten Deutschen eine sozial ausgewogene und Politik und eine dem Frieden verpflichtetet Au&szlig;enpolitik. Dennoch ger&auml;t die Sozialpolitik in immer <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44186\/1.html\">bedenklichere Schieflage<\/a> und ist Deutschland in immer gef&auml;hrlichere milit&auml;rische und geostrategische Abenteuer der USA verstrickt. Und obwohl &uuml;ber TTIP und Co. zurzeit viel diskutiert wird, fragt zugleich doch niemand nach<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25285\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,37,209,127,11],"tags":[374,895,233,776,382,1338],"class_list":["post-25285","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-globalisierung","category-interviews","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-strategien-der-meinungsmache","tag-eliten","tag-freihandel","tag-marktliberalismus","tag-schockstrategie","tag-think-tanks","tag-transatlantiker"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25285","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25285"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25285\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":121663,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25285\/revisions\/121663"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25285"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25285"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25285"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}