{"id":25356,"date":"2015-03-10T09:55:33","date_gmt":"2015-03-10T08:55:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25356"},"modified":"2015-03-13T08:47:53","modified_gmt":"2015-03-13T07:47:53","slug":"will-sigmar-gabriel-uns-fuer-dumm-verkaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25356","title":{"rendered":"Will Sigmar Gabriel uns f\u00fcr dumm verkaufen?"},"content":{"rendered":"<p>Dass Sigmar Gabriel ein gro&szlig;er Freund des Freihandelsabkommens TTIP ist, ist bekannt. Bekannt ist auch, dass TTIP zwar bei den gro&szlig;en Konzernen dies- und jenseits des Atlantiks sehr beliebt ist, die Menschen das Abkommen jedoch mehrheitlich ablehnen. Das gilt auch f&uuml;r die W&auml;hler der SPD und deren Parteibasis. Anstatt ernsthaft auf die Kritik an TTIP einzugehen, w&auml;hlt Gabriel jedoch lieber die Vorw&auml;rtsverteidigung. Nun trommelt er sogar schon in einem Gastartikel mit dem Titel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/ttip\/gruende-warum-das-ttip-gut-fuer-uns-ist-40040900.bild.html\">5 Gr&uuml;nde, warum TTIP gut f&uuml;r uns ist<\/a>&ldquo; in der BILD mit Allgemeinpl&auml;tzen und Verdrehungen f&uuml;r TTIP. Offenbar h&auml;lt Sigmar Gabriel &bdquo;sein Volk&ldquo; f&uuml;r unterbelichtet. Anders ist seine skurrile PR-Offensive f&uuml;r Freihandelsabkommen kaum zu verstehen. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5623\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-25356-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150312_Fuer-dumm_verkauft_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150312_Fuer-dumm_verkauft_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150312_Fuer-dumm_verkauft_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150312_Fuer-dumm_verkauft_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=25356-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150312_Fuer-dumm_verkauft_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"150312_Fuer-dumm_verkauft_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Wenn Sigmar Gabriel &uuml;ber TTIP spricht und schreibt, dann geht es streng genommen nie um TTIP. Wer nicht wei&szlig;, was TTIP ist oder welche Inhalte &uuml;berhaupt im Rahmen der TTIP-Vertr&auml;ge verhandelt werden sollen, erf&auml;hrt dies vom Wirtschaftsminister, Vizekanzler und SPD-Vorsitzenden auch nicht. Stattdessen wirft Gabriel in stetiger Regelm&auml;&szlig;igkeit mit Allgemeinpl&auml;tzen um sich und baut rhetorische <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Strohmann-Argument\">Strohm&auml;nner<\/a>, auf die er dann mit Vorliebe eindrischt. Beispiel gef&auml;llig?<\/p><blockquote><p>\nEuropa und die USA sind die gr&ouml;&szlig;ten Handelsr&auml;ume der Welt. Und gerade Deutschland lebt vom Export &ndash; ein Viertel unserer Arbeitspl&auml;tze h&auml;ngt davon ab!\n<\/p><\/blockquote><p>Sigmar Gabriel in der BILD<\/p><p>Obgleich es &uuml;berf&auml;llig w&auml;re, die deutsche Exportfixierung einmal unter die Lupe zu nehmen, geht dieses &bdquo;Argument&ldquo; doch ins Leere. Deutschland ist bereits Export&uuml;berschussweltmeister &hellip; ganz ohne TTIP. Und es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass ein Scheitern der TTIP-Verhandlungen mittel- oder langfristig negative Auswirkungen auf die deutschen Exporte h&auml;tte. Die USA sind &uuml;brigens auch nicht dumm. W&auml;re TTIP so konstruiert, dass nur deutsche Exporteure davon profitieren w&uuml;rden, w&uuml;rden die USA ein solches Vertragswerk sicher nicht unterzeichnen. <\/p><p>Auch dies ist jedoch noch nicht einmal der Kern der Kritik an TTIP. TTIP hat nur der Verpackung nach etwas mit dem Au&szlig;enhandel zu tun. Im Kern geht es darum, verschiedene Sozial-, Verbraucherschutz- und Umweltstandards in der EU und der USA &bdquo;anzupassen&ldquo; &ndash; also so senken. &Uuml;ber den Umweg von Freihandelsabkommen werden so vor allem nationale Gesetze au&szlig;er Kraft gesetzt, die man in einem geordneten demokratischen Verfahren nur durch massiven Popularit&auml;tsverlust beim W&auml;hler abschaffen k&ouml;nnte. Darauf geht Gabriel jedoch &ndash; wenn wundert es? &ndash; in keinem einzigen Satz ein. Stattdessen fokussiert er seien Vorw&auml;rtsverteidigung ausschlie&szlig;lich auf den Au&szlig;enhandel und auch hier argumentiert er unlauter:<\/p><blockquote><p>\nEs gibt viele Barrieren gerade f&uuml;r kleine und mittelst&auml;ndische Unternehmen. Z&ouml;lle und Doppelregulierungen machen den Handel unn&ouml;tig teuer. Allein die deutsche Autoindustrie muss jedes Jahr eine Milliarde Euro ausgeben, um Autos aus Deutschland in die USA exportieren zu k&ouml;nnen.\n<\/p><\/blockquote><p>Sigmar Gabriel in der BILD<\/p><p>Eine Milliarde &ndash; das h&ouml;rt sich nat&uuml;rlich viel an. Ist es aber nicht, wenn man bedenkt, dass das Exportvolumen in diesem Segment fast 20 Mrd. Euro und die Zollgeb&uuml;hr gerade einmal 2,5% betr&auml;gt . Nat&uuml;rlich k&ouml;nnten die USA und die EU ihre Einfuhrz&ouml;lle auch ganz ohne TTIP abschaffen. Doch darum geht es nicht. Es geht darum, die &bdquo;Doppelregulierungen&ldquo;, wie Gabriel es nennt abzuschaffen. Die machen &ndash; laut Gabriels Zahlenbeispiel &ndash; noch einmal 2,5% des Preises aus, was aber auch nicht gerade existenzbedrohend viel ist. Was sind diese &bdquo;Doppelregulierungen&ldquo;? Dazu z&auml;hlen im konkreten Beispiel unterschiedliche Abgasnormen, Crashtest-Verfahren und technische Normen, wie beispielsweise die Farbe der Blinker. Auch dies lie&szlig;e sich problemlos im Rahmen bilateraler oder internationaler Normenkommissionen aus dem Wege schaffen. <\/p><p>Warum also TTIP? Eins vorweg &ndash; Sigmar Gabriel hat nicht ohne Grund das Beispiel Autoindustrie vorgebracht. Dem deutschen W&auml;hler ist wahrscheinlich herzlich egal, wenn in der EU k&uuml;nftig europ&auml;ische Abgasnormen gelten, daf&uuml;r in den USA die europ&auml;ischen Crashtest-Normen und gelbe Blinker vorgeschrieben werden. Das sind Spiegelfechtereien, die nichts mit dem Thema zu tun haben. Wie sieht es aber mit dem Zugang amerikanischer Finanzunternehmen auf bislang regulierten europ&auml;ischen Sektoren, wie beispielsweise der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge aus? Wie sieht es mit den Sozial- und Arbeitsstandards aus, die ebenfalls eine &bdquo;Doppelregulierung&ldquo; sind? Und vor allem, wie stellt sich der deutsche Wirtschaftsminister die Frage des Investitionsschutzes vor &ndash; dem Kernelement von TTIP? Zu diesen Punkten gibt sich Gabriel wie &uuml;blich wortkarg.<\/p><blockquote><p>\nNiemand muss Angst vor diesen Freihandelsabkommen haben: Sie werden nicht die Sozial-, Umwelt- oder Verbraucherschutzstandards in Deutschland oder in Europa absenken.\n<\/p><\/blockquote><p>Sigmar Gabriel in der BILD<\/p><p>Es w&auml;re sch&ouml;n, wenn Sigmar Gabriel f&uuml;r diese Aussage seine Hand ins Feuer legen w&uuml;rde. Er k&ouml;nnte ja &ndash; um Zweifler zu bes&auml;nftigen &ndash; seine politische Zukunft davon abh&auml;ngig machen. Warum sagt er nicht: &bdquo;Wenn durch die Freihandelsabkommen die Sozial-, Umwelt oder Verbraucherschutzstandards in Deutschland oder Europa abgesenkt werden, trete ich mit sofortiger Wirkungen von allen meinen &Auml;mtern zur&uuml;ck&ldquo;.  Das werden wir aber nicht h&ouml;ren, da es sich bei diesem Satz um eine glatte L&uuml;ge handelt. <\/p><p>Der gr&uuml;ne Europaabgeordnete Sven Giegold hat im Internet <a href=\"http:\/\/www.ttip-leak.eu\/de\/start.html\">eine kommentierte Version des TTIP-Mandats der EU<\/a> ver&ouml;ffentlicht. Bereits in diesem als geheim eingestuften Dokument gibt es zahlreiche Punkte, die darauf hinweisen, dass TTIP keinesfalls die jeweils strengeren Standards anpeilt. Ganz im Gegenteil. Aber das ist ja auch nur logisch. Wer &bdquo;Barrieren&ldquo; abbauen will, hat schlie&szlig;lich nicht vor, strengere Standards einzuf&uuml;hren. <\/p><p>Au&szlig;erdem kann Sigmar Gabriel &uuml;berhaupt nicht wissen, was im Detail verhandelt wird. Wenn es erst einmal ernst wird, werden unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit neue transatlantische Institutionen, in denen auch die Lobbyisten der Verb&auml;nde sitzen, die Einzelheiten aushandeln. Und da will Gabriel dem Volk erz&auml;hlen, dass es in keinem Fall zu einer Absenkung der jetzigen Standards kommen wird? Das ist eine dummdreiste T&auml;uschung der &Ouml;ffentlichkeit. <\/p><p>Aber was soll man auch von einem Mann erwarten, der seinen W&auml;hlern noch nicht einmal reinen Wein einschenkt, wenn es um die Gr&uuml;nde f&uuml;r die geplanten Freihandelsabkommen geht. In Gabriels BILD-Artikel liest sich das folgenderma&szlig;en:<\/p><blockquote><p>\nSelbst das starke Deutschland wird in ein paar Jahren gegen&uuml;ber den neuen Riesen in der Welt &ndash; China, Indien, Lateinamerika &ndash; zu klein sein, um geh&ouml;rt zu werden. Unsere Kinder haben entweder eine europ&auml;ische Stimme oder keine Stimme in der Welt. Doch selbst als Europ&auml;er alleine sind wir zu klein, denn der Anteil der Europ&auml;er an der Weltbev&ouml;lkerung sinkt.<br>\nIn China und Indien leben heute 2,6 Milliarden Menschen, 2050 werden es 3 Milliarden sein. In Deutschland schrumpfen wir dagegen von heute 80 Millionen auf dann 75 Millionen. Wenn wir also die Balance in der Welt halten wollen, brauchen wir Partner. Zuallererst die USA.\n<\/p><\/blockquote><p>Sigmar Gabriel in der BILD<\/p><p>Und nun lesen Sie einmal, wie Angela Merkel in ihrer Regierungserkl&auml;rung im Dezember 2012 die Entscheidung zum Fiskalpakt begr&uuml;ndet hat:<\/p><blockquote><p>\nSchauen Sie &ndash; wenn ich das einfach noch einmal sagen darf -: Die Welt hat 7 Milliarden Einwohner. Alle m&ouml;chten in Wohlstand leben. Als Konrad Adenauer im Deutschen Bundestag gesprochen hat, gab es auf der Welt 2,5 Milliarden Einwohner. Wir Europ&auml;er waren 500 Millionen. Wir Europ&auml;er sind heute noch 500 Millionen. Wir stellen inzwischen noch 8 bis 9 Prozent &ndash; genau: 8,7 Prozent &ndash; der Welteinwohnerschaft. Wir erarbeiten 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Welt. Wir haben ungef&auml;hr 50 Prozent der Sozialleistungen auf der Welt. Wenn wir f&uuml;r dieses Sozialmodell, f&uuml;r das wir alle bzw. mehr oder weniger alle in verschiedenen Variationen einstehen, wenn wir f&uuml;r die soziale Marktwirtschaft der Zukunft k&auml;mpfen wollen, dann m&uuml;ssen wir sehen: Wir werden ohne Wettbewerbsf&auml;higkeit den Wohlstand unseres Landes und Europas nicht erreichen. Wettbewerbsf&auml;higkeit ist kein Selbstzweck. Wettbewerbsf&auml;higkeit sagt doch nicht anderes aus, als dass unsere Unternehmen in der Lage sind, auch au&szlig;erhalb Deutschlands ihre Waren zu verkaufen: Autos von VW und anderen Automobilunternehmen, chemische Produkte und vieles andere mehr. Das bedeutet Wettbewerbsf&auml;higkeit.\n<\/p><\/blockquote><p><a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/ContentArchiv\/DE\/Archiv17\/Regierungserklaerung\/2012\/2012-06-29-merkel.html\">Angela Merkel am 29. Februar 2012 im Bundestag<\/a><\/p><p>Ideologisch passt offenbar zwischen die Kanzlerin und ihren Vize kein Blatt. Und das ist vor allem in diesem konkreten Punkt tragisch. Die demografische Entwicklung in Deutschland, Europa und der Welt hat schlie&szlig;lich weder etwas mit TTIP, noch mit dem Fiskalpakt zu tun. Sowohl Gabriel als auch Merkel greifen zur Verteidigung komplett unsinniger und b&uuml;rgerfeindlicher Gesetze auf abstrakte globale Entwicklungen hin, die wir ohnehin nicht beeinflussen k&ouml;nnen. Eine unabwendbare globale Bedrohung wird an die Wand gemalt. Die Welt &auml;ndert sich und wir m&uuml;ssen darauf reagieren, sonst gehen wir unter &ndash; so die Botschaft. Dar&uuml;ber kann man ja diskutieren, wenn die konkreten Fragen, wie TTIP bei Gabriel oder der Fiskalpakt bei Merkel, denn wenigstens mit diesen globalen Entwicklungen im Zusammenhang stehen w&uuml;rden. Das tun sie aber nicht. Und nicht nur das &ndash; bereits die immanente Logik dieses Bedrohungsszenario ist falsch.<\/p><p>Es ist nicht ersichtlich, was der wachsende Wohlstand mit der Gr&ouml;&szlig;e der betroffenen Volkswirtschaft oder demografischen Entwicklungen zu tun haben soll. F&uuml;r die Menschen ist es ziemlich egal, welchen Anteil das &bdquo;Tortenst&uuml;ck&ldquo; der heimischen Volkswirtschaft am gro&szlig;en &bdquo;Weltwirtschaftskuchen&ldquo; hat. Wenn Sie das nicht glauben, dann fragen Sie mal einen Luxemburger, einen Schweizer oder einen D&auml;nen, deren Volkswirtschaften bekanntlich deutlich kleiner als die deutsche Volkswirtschaft sind. Entscheidend ist doch, auf wie viele &bdquo;Mitesser&ldquo; ein &bdquo;Tortenst&uuml;ck&ldquo; sich verteilt. Alles andere ist lediglich eine abstrakte Definitionsfrage. Es erschlie&szlig;t sich auch nicht, was sich an dieser simplen Logik &auml;ndern sollte, wenn man nun das europ&auml;ische und das amerikanische Tortenst&uuml;ck zusammen betrachtet. <\/p><p>Wenn Merkel und Gabriel es problematisch finden, dass Deutschland oder die EU relativ (und nicht absolut!) weniger Anteile an der Weltwirtschaft haben k&ouml;nnten, so zeigt sich, dass es ihnen nicht um die Menschen geht, sondern einzig und allein um die Frage der relativen Macht von Nationalstaaten und Regionen. Dies im Hinterkopf wird auch klar, warum Sigmar Gabriel in der BILD bei seiner Vorw&auml;rtsverteidigung des Freihandels sogar noch &uuml;ber TTIP hinausgeht:<\/p><blockquote><p>\nNur mit den USA und Russland zusammen wird es Europa auf Dauer schaffen, die wirtschaftliche und politische Balance in diesem neuen &bdquo;asiatischen Jahrhundert&ldquo; zu halten.\n<\/p><\/blockquote><p>Sigmar Gabriel in der BILD<\/p><p>Offenbar hat Gabriel seinen Zbigniew Brzezi&#324;ski gelesen. In seinen j&uuml;ngeren Werken malt Brzezi&#324;ski n&auml;mlich exakt dieses Bild: Die USA und Europa sollten Russland als Kernst&uuml;ck Eurasiens dem asiatischen Block entrei&szlig;en, um im kommenden Gro&szlig;konflikt zwischen den transatlantischen M&auml;chten und China die strategische Oberhand zu gewinnen. Auch Brzezi&#324;ski legt Wert darauf, dass dies im Idealfall nicht milit&auml;risch, sondern durch Handelspolitik erfolgen soll. Es ist schon erstaunlich. Da &uuml;bernimmt der Parteivorsitzende der SPD, deren Ostpolitik fr&uuml;her vor allem daf&uuml;r bekannt war, Konflikte durch Ann&auml;hrung abzubauen, die strategischen Visionen eines transatlantischen Falken.  <\/p><p>&Uuml;ber die geostrategischen Visionen des Vizekanzlers kann man sicherlich vortrefflich diskutieren. Das hat aber doch alles nichts mit einem Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA zu tun, dessen eigentlicher Zweck der Abbau von Sozial-, Verbraucherschutz- und Umweltstandards ist. Oder doch?<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/363bac62b53749cea4d3ac58f8c8cfff\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass Sigmar Gabriel ein gro&szlig;er Freund des Freihandelsabkommens TTIP ist, ist bekannt. Bekannt ist auch, dass TTIP zwar bei den gro&szlig;en Konzernen dies- und jenseits des Atlantiks sehr beliebt ist, die Menschen das Abkommen jedoch mehrheitlich ablehnen. 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