{"id":25360,"date":"2015-03-11T09:04:24","date_gmt":"2015-03-11T08:04:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360"},"modified":"2015-03-11T14:48:53","modified_gmt":"2015-03-11T13:48:53","slug":"hinweise-des-tages-2330","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h02\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h03\">Wie der Ph&ouml;nix aus der Asche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h04\">Das globale Kapital erreicht seine Grenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h05\">Ja zu Junckers 315-Milliarden-Plan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h06\">Mythos: Reiche schaffen viele Arbeitspl&auml;tze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h07\">Austerit&auml;t und Besteuerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h08\">Studie zur Auswanderung: Deutschland verliert seine Talente an das Ausland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h09\">&Uuml;berausbeutung von Migrant_innen: Emp&ouml;rung reicht nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h10\">&ldquo;Unten&rdquo; betrifft alle: Ungleichheit als Gefahr f&uuml;r Demokratie, Teilhabe und Stabilit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h11\">Trotz h&ouml;herer Gewinne &ndash; Audi k&uuml;rzt Mitarbeitern den Bonus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h12\">Kritik an Rente mit 63 wird zum Bumerang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h13\">EU-Kommission: Unausgewogene Beratung gef&auml;hrdet unsere Gesundheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h14\">Gegen Gewalt im Namen der Ehre: Was macht euch Angst, ihr V&auml;ter, Br&uuml;der, Ehem&auml;nner?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h15\">Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen: Gabriel nimmt Katar in Schutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h16\">Schulverweis nach Bundeswehrkritik: Bamberg in Aufruhr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h17\">Verbindung zu Morddrohungen? Journalist nach Nazi-Kundgebung &uuml;berfallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h18\">Bildungsministerin Wanka &ndash; Ist Chancengleichheit eine Illusion?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360#h19\">Das Allerletzte &ndash; In Florida, officials ban term &lsquo;climate change&rsquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25360&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wer kein Geld hat, stirbt<\/strong><br>\nSie trennen Welten: Die Technokraten in Br&uuml;ssel, die Reformen verordnen, und die Menschen, die mit diesen leben m&uuml;ssen. Der Film &bdquo;Die Spur der Troika&ldquo; zeigt, was die EU aus Griechenland macht.<br>\nEs gibt S&auml;tze, die wirken wie in Stein gemei&szlig;elt. &bdquo;Die T&auml;tigkeit der Troika war ein gro&szlig;er Erfolg&ldquo; geh&ouml;rt dazu. So zitieren Harald Schumann und &Aacute;rp&aacute;d Bondy den Europaabgeordneten Othmar Karas in ihrem Film &bdquo;Die Spur der Troika&ldquo;. Es geht um jene &bdquo;staatenlosen B&uuml;rokraten&ldquo;, die den Krisenstaaten im S&uuml;den der EU helfen sollen. So lautet die Aufgabenbeschreibung, will man den Verlautbarungen aus Br&uuml;ssel glauben. Schumann und Bondy machen in ihrem Film deutlich, wie dieser &bdquo;Erfolg&ldquo; in Griechenland oder Portugal verstanden wird: als Abw&auml;rtsstrudel mit verheerenden sozialen und &ouml;konomischen Folgen.<br>\n&bdquo;Sie haben eine Ideologie&ldquo;, sagt der Arzt Georgios Vichas. &bdquo;Wer Geld hat, lebt, wer keins hat, stirbt.&ldquo; Vichas ist Teil jenes informell organisierten Gesundheitswesens in Griechenland, das sich nach dem faktischen Zusammenbruch des staatlichen Systems etabliert hat. Mehr als drei Millionen Griechen sind ohne Krankenversicherung. &bdquo;Zur Arbeit der Troika gab es nahezu keine Alternative&ldquo;, sagt Karas. Wirklich nicht? Der Film rekonstruiert die Einflussnahme der Troika bei der Reform des Gesundheitssystems. Das Budget schrumpfte im Vergleich zu den Vorkrisenzeiten um ein Drittel. &bdquo;Es war keine Reparatur, sondern eine Katastrophe&ldquo;, sagt Vichas. Wer will ihm widersprechen?<br>\nPsychologischer Kollateralschaden<br>\nAllerdings liegt darin nicht die eigentliche St&auml;rke des Films. Er kontrastiert vor allem die Sichtweisen der Technokraten, die im Auftrag des IWF, der EZB oder der EU-Kommission handeln, mit den Erfahrungen der Menschen, die mit den Folgen leben m&uuml;ssen. Und die sind im Wortsinn &bdquo;alternativlos&ldquo;: Was soll ein junger Portugiese sagen, wenn er mit seinem Einkommen keine Kinder ern&auml;hren k&ouml;nnte und so der Kinderwunsch zur Utopie wird? Er bleibt den Bedingungen ausgeliefert, ohne erwarten zu d&uuml;rfen, es k&ouml;nnte je wieder besser werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/fernsehkritik-die-spur-der-troika-im-ersten-13470866.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung  J.A.:<\/strong> Eine nachdenkliche, sachliche Rezension im FAZ-Feuilleton &ndash; und im Wirtschafts- und Politikteil wird weiter gehetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>ARD g&ouml;nnt den Griechen einen Troika-Schauprozess<\/strong><br>\nSyriza-Werbe-TV im Ersten: In einer Dokumentation &uuml;ber die Troika wird die Griechenland-Rettung als Untat am griechischen Volk dargestellt. Die politisch verantwortlichen Griechen kommen nicht vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.welt.de\/vermischtes\/article138235928\/ARD-goennt-den-Griechen-einen-Troika-Schauprozess.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em>Dazu <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/pages\/WirtschaftsWunder\/160349790714294?fref=nf\">Thomas Fricke via facebook<\/a>: Da wir gerade dabei waren. Ob der Kollege sich bewusst ist, was er da geschrieben hat? Also: Wir sind in der ganzen Krise die &ndash; Achtung &ndash; Sieger, die deshalb jetzt die Geschichte schreiben d&uuml;rfen. Und die Griechen sind die Verlierer, die haben nat&uuml;rlich die Klappe zu halten. Da stockt einem ein bisschen der Atem. Nicht nur wegen des entr&uuml;ckten deutschen Gr&ouml;&szlig;enwahns, der dahinter steckt. Oder wegen der schr&auml;gen Selbstwahrnehmung &ndash; das Gros der &Ouml;konomen international erz&auml;hlt die Krise ja auch anders als wir (alles Loser!). Sondern wegen des &ouml;konomischen Kriegs-Verst&auml;ndnisses: &Ouml;konomie ist also, als Land gegen andere zu siegen &ndash; und dann triumphierend die Geschichte erz&auml;hlen, die eigenen Fehler f&uuml;r tot erkl&auml;ren und den Besiegten gegen Geld Bedingungen stellen zu k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>Weil, klar, wer zahlt, bestimmt. Ist ja im Kegelclub nix anderes. Irre. Und das aus einem Land, das seinen ganzen Wohlstand auf den Export gebaut hat &ndash; also darauf, dass es andere gibt, die unsere sch&ouml;nen Autos und Maschinen auch kaufen (k&ouml;nnen); und die nach dem Zweiten Weltkrieg auf genau diese Siegerkonsequenz schlauerweise verzichtet haben. Wohlstand kommt nicht, wenn man andere beseitigt (kleiner Unterschied zur Betriebswelt). Wenn man die anderen besiegt, hat man am Ende keinen mehr, wohin man exportieren kann.<\/em><br>\n<em>Solche Halbstarkenspr&uuml;che klingen &ouml;konomisch ein bisschen wie Realsatire. Das Bittere: sie scheinen einen gro&szlig;en Teil der deutschen Politik und Haltung in der Euro-Krise auszumachen. Von daher ist es sch&ouml;n, das mal so klar auf den Punkt gebracht zu haben. Wir: Sieger. Ihr: Loser!<\/em><br>\n<em>Noch was zur Kritik an dem Film: Ja, nat&uuml;rlich ist das kein unwahrscheinlich ausgewogener Film, der nochmals griechische Unzul&auml;nglichkeiten darbietet, und stattdessen die Fehler der Troika in den Mittelpunkt stellt. Die Frage ist nur, ob so ein Film &uuml;berhaupt so furchtbar (vermeintlich) ausgeglichen sein muss. Wer lesen und h&ouml;ren und sehen will, wie irre und faul und unsolide die Griechen sind, muss daf&uuml;r seit f&uuml;nf Jahren ja hierzulande nur zu jedem beliebigen Zeitpunkt die Zeitung aufschlagen und das Fernsehen anschalten.<\/em><br>\n<em>Komisch jetzt zu m&auml;keln, dass bei einem Film, der einfach mal (fast nur) die anderen &ndash; samt Nobelpreistr&auml;gern &ndash; zu Wort kommen l&auml;sst, diejenigen nicht zu Wort kommen, die uns erkl&auml;ren, dass die Griechen in Wirklichkeit nur faul und unversch&auml;mt sind, was nat&uuml;rlich auf unserem deutschen Sofa viel angenehmer klingt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wir brauchen eine strikte Kontrolle aller Gelder<\/strong><br>\nWesteuropa hat die politische Kultur in Griechenland nicht begriffen, sagt der Historiker Heinz Richter. Er bezweifelt, dass mit Syriza der Klientelismus verschwindet:<br>\n&ldquo;Syriza war bis zur Wahl ein Klientelverband im Wartezustand. Wer in Griechenland an die Macht kommt, wird automatisch klientelistisch. Die gegenw&auml;rtige Situation &auml;hnelt der von 1981, als die Pasok erstmals die Parlamentswahl gewann. Sie trat als linke sozialistische Partei an. Andreas Papandreou gab damals &auml;hnliche Spr&uuml;che von sich wie jetzt Alexis Tsipras. Innerhalb weniger Monate war die Pasok ein Klientelverband &ndash; einfach weil sie an der Macht war. Hinzu kommt, dass Syriza zur H&auml;lfte aus &uuml;bergelaufenen Pasok-Subnetzen besteht, die klientelistisch funktionieren. Die andere H&auml;lfte sind Kommunisten und linke Sozialisten &ndash; die sind gegen die Klientelpolitik. Die Frage ist: Kann Tsipras die Partei dorthin steuern, wohin er will? Ich habe da gro&szlig;e Zweifel. &hellip;. Das griechische System stammt aus der osmanischen Zeit des 19. Jahrhunderts und h&auml;lt sich bis heute. Die Klientelverb&auml;nde werden zusammengehalten durch rousfetia, Gef&auml;lligkeiten. Das k&ouml;nnen Zuwendungen finanzieller Art sein &ndash; also vom Staat geklaute Steuern, die an die Mitglieder weitergereicht werden &ndash; oder Posten im Staatsapparat, der deshalb so aufgebl&auml;ht ist. Jeder vierte Job in Griechenland ist im &ouml;ffentlichen Dienst. &hellip; Ja, der einfache Grieche hasst dieses System. Er muss sich aber anpassen, um zu &uuml;berleben. &hellip; Ja, der Druck ist zwar da, aber die Versuchung, sich zu bedienen, ist bei jeder griechischen Partei gro&szlig;. Das hat man bei der Pasok gesehen. Selbst die Kommunisten in der Syriza werden irgendwann an den Fressnapf wollen. Wir haben es in Griechenland schlicht mit einer anderen politischen Kultur zu tun, und das wird in Berlin und Br&uuml;ssel nicht begriffen. Auf dem ganzen ehemals osmanischen Balkan ist die Politik klientelistisch. Die einzige Ausnahme ist Zypern, dort tickt man westeurop&auml;isch. &hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-03\/griechenland-syriza-tsipras-klientelismus\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon sehr &auml;rgerlich, wenn ein Historiker, der es schon quasi Beruf besser wissen m&uuml;sste, mal schnell den Klientelismus im heutigen Griechenland in der osmanischen Zeit verankert. Oder mal eben die europ&auml;ische Finanzaufsicht von 1897 mit der heutigen vergleicht. &ldquo;Damals war der griechische Haushalt pl&ouml;tzlich ausgeglichen.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Was soll das? 1829 hatte Griechenland gerade seine Unabh&auml;ngigkeit erlangt. Das Land war vom Krieg total ausgelaugt und hatte einen ungeheuren Investitionsbedarf. Griechenland sah sich gleichzeitig zu hohen R&uuml;stungsausgaben gezwungen, da immer mehr griechisch bewohnte Gebiete sich vom Osmanischen Reich l&ouml;sen wollten. Die europ&auml;ischen Gro&szlig;m&auml;chte garantierten dem Land nach dem Krieg eine Anleihe &uuml;ber 60 Millionen Francs. Bereits 1833 konnte f&uuml;r diese Anleihe der Zins nicht mehr bezahlt werden. Die Niederlage im T&uuml;rkisch-Griechischen Krieg um Kreta 1897 gab Griechenland den Rest und f&uuml;hrte zu nicht mehr zu bedienenden Reparationszahlungen an die T&uuml;rkei und in der Folge zur Einrichtung einer internationalen Finanzkontrolle. Griechenland kam bis zum deutschen Einmarsch 1941 allen <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland-geschichte-eines-staatsbankrotts-1589989.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen nach<\/a>.<\/em><br>\n<em>Dass der Historiker sein Forschungsobjekt, Griechenland, gering sch&auml;tzt, wird eine schnell durch seine Wortwahl klar. &ldquo;Andreas Papandreou gab damals &auml;hnliche Spr&uuml;che von sich wie jetzt Alexis Tsipras&rdquo; Spr&uuml;che! Das ist billig und ignorant gegen&uuml;ber Vergangenheit und Gegenwart, eines Historikers nicht w&uuml;rdig. In seiner Anfangszeit hat Andreas Papandreou ganz wesentlich die gesellschaftliche Modernisierung Griechenland vorangetrieben. Zu nennen w&auml;re die Gleichberechtigung von Mann und Frau, Modernisierung eines in der byzantinischen Kirche wurzelnden Eherechts, die Einf&uuml;hrung der 40-Stunden-Woche und einer gesetzliche Urlaubsregelung, der Aufbau einer nationalen Gesundheitsf&uuml;rsorge mit Behandlungszentren im ganzen Land. Wenn der Syriza Syriza solch ein Modernisierungsschub hinsichtlich heutiger Problemlagen gelingen w&uuml;rde, zu denen leider auch das klientelistische Erbe der auf den Hund gekommenen Pasok z&auml;hlt, w&auml;re viel erreicht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Zu gut gemeint<\/strong><br>\nVon Haus aus meint es das russische Staatsfernsehen gut mit Wladimir Putin. Der Produzent des am Sonntagabend ausgestrahlten Trailers zur Ank&uuml;ndigung eines &bdquo;Dokumentarfilms&ldquo; namens &bdquo;Krim &ndash; Der Weg in die Heimat&ldquo; meinte es hingegen offenbar zu gut mit dem Pr&auml;sidenten. Jedenfalls folgte darauf am Montagabend gleich eine Klarstellung. Aber der Reihe nach. [&hellip;]<br>\nIm Sender Rossija 1 hie&szlig; es dann am Montagabend nach der Ausstrahlung des Trailers, zuvor h&auml;tten &bdquo;so viele Fragen der Zuschauer&ldquo; den Sender erreicht, dass man schon jetzt weitere &bdquo;Details&ldquo; sende. Es folgte eine Art Richtigstellung. Im neuen Ausschnitt aus dem &bdquo;Dokumentarfilm&ldquo; sagt Putin nach dem Satz, das man &bdquo;gezwungen&ldquo; sei, an der &bdquo;R&uuml;ckkehr&ldquo; der Krim zu arbeiten [&hellip;] Putin sagt weiter, er habe an jenem Morgen des 23. Februar &bdquo;bestimmte Aufgaben&ldquo; ausgegeben, aber zugleich bekr&auml;ftigt, &bdquo;dass wir das&ldquo; &ndash; gemeint ist offenbar die Annexion &ndash; &bdquo;nur in dem Fall machen werden, dass wir absolut sicher sind, dass das die Leute, die auf der Krim leben, selbst wollen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/putin-und-die-krim-zu-gut-gemeint-13475571.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Auch die nachtr&auml;gliche &bdquo;Klarstellung&ldquo; l&auml;sst mehr Fragen offen, als sie beantwortet. Nach dieser offiziellen Version begann die russische Regierung am Morgen des 23. Februars damit, die &bdquo;R&uuml;ckkehr&ldquo; der Krim vorzubereiten. Eine der Schl&uuml;sselfiguren dieser &bdquo;R&uuml;ckkehr&ldquo;, Igor Girkin aka Strelkow, der unter anderem die irregul&auml;ren Truppen (gr&uuml;ne M&auml;nnchen) auf der Krim kommandiert hat, gab in einem Gespr&auml;ch mit dem konservativen russischen Publizisten Nikolai Starikow <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/international\/wir-haben-sie-zur-abstimmung-getrieben-1.18469931\">unl&auml;ngst zu<\/a>, bereits am 21. Februar &ndash; also zwei Tage vorher &ndash; auf der Krim angekommen zu sein. Wer gab den Befehl? <\/em><br>\n<em>Duma und F&ouml;derationsrat erlaubten den Milit&auml;reinsatz auf der Krim <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/925665.russlands-foederationsrat-erlaubt-militaereinsatz-auf-der-krim.html\">&uuml;brigens erst am 1. M&auml;rz<\/a>  &ndash; es ist schon erstaunlich mit welcher Selbstverst&auml;ndlichkeit auch russische Medien den Umstand tolerieren, dass die russische Regierung die Truppen offenbar verfassungswidrig auf die Krim entstand hat. Die &bdquo;gr&uuml;nen M&auml;nnchen&ldquo; tauchten zum ersten Mal am 27. Februar in Simferopol auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nato-Man&ouml;ver in Sichtweite russischer Milit&auml;rs<\/strong><br>\nBegegnung der Milit&auml;rs: Vor einem Man&ouml;ver der Nato im Schwarzen Meer &ndash; an dem auch Deutschland mitwirkt &ndash; sind ganz in der N&auml;he russische Schiffe und Flugzeuge aufgetaucht. Internationales Recht wurde nicht verletzt&hellip;<br>\nMoskau protestiert zudem auch gegen die Pl&auml;ne der USA, 300 Milit&auml;rausbilder in die Westukraine zu schicken.<br>\nDie milit&auml;rischen Drohgeb&auml;rden des Westens und die in den USA diskutierten Waffenlieferungen f&uuml;r die Ukraine seien eine Gefahr f&uuml;r den Friedensprozess, warnt der Kreml.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/einsatz-im-schwarzen-meer-nato-manoever-in-sichtweite-russischer-militaers\/11476366.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>Dazu: USA schicken 3000 Soldaten ins Baltikum<\/strong><br>\nDemn&auml;chst w&uuml;rden rund 3000 US-Soldaten im Rahmen der &Uuml;bung &ldquo;Atlantic Resolve&rdquo; ins Baltikum verlegt, teilte das Pentagon in Washington mit. Sie seien Teil einer bereits geplanten Truppenrotation zur St&auml;rkung der NATO in der Region&hellip;<br>\nDie litauische Regierung plant zur St&auml;rkung der Landesverteidigung die Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht, die im Jahr 2008 abgeschafft worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/usa-manoever-baltikum-101.html%20\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man&ouml;ver im Schwarzen Meer, 3000 US-Soldaten und auffahrende Panzer f&uuml;r 90 Tage an Russlands Grenze im Baltikum, das soll also den Friedensprozess f&ouml;rdern? Dabei best&auml;tigt doch selbst Poroschenko, <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/ukraine-krise\/ukraine-krise-ukraine-bestaetigt-abzug-schwerer-waffen-durch-rebellen_id_4532638.html\">dass die prorussischen K&auml;mpfer Waffen zur&uuml;ckgezogen h&auml;tten<\/a>. Wer provoziert und eskaliert also jetzt? <\/em><br>\n<em>Durch die Aggressionen der USA, EU und Nato f&uuml;hlt sich Russland provoziert und bedroht! Die Einkreisung schreitet voran und die Kriegsgefahr steigt! Doch kaum einer macht sich dar&uuml;ber Gedanken was dies f&uuml;r Deutschland bedeutet! Siehe dazu <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CJDPc8fyxR8&amp;feature=youtu.be\">Holger Strohm<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krieg in der Ukraine: MH 17 wurde vom Boden aus abgeschossen<\/strong><br>\nDer russische Flugzeugkonstrukteur des Kampfjets Su-25, Wladimir Babak sagt nun, er gehe davon aus, dass die Boeing 777 von einer Buk Boden-Luft-Rakete abgeschossen worden sei &ndash; und nicht von einem Kampfjet. Die Boeing sei offenkundig in 10 050 Meter H&ouml;he von einer Rakete getroffen worden und dann auseinandergebrochen. Die ukrainische Su-25, die vom russischen Verteidigungsministerium ins Spiel gebracht worden war, sei aber &ldquo;ein Tiefflieger. Babak sagt, er und sein Team h&auml;tten das Flugzeug &ldquo;so konstruiert, dass es auf niedrigen und mittleren H&ouml;hen eingesetzt werden kann&rdquo;. Er sei der Chefkonstrukteur und befasse sich mit der Su-25 &ldquo;schon seit 35 Jahren&rdquo;, das Flugzeug sei sein &ldquo;Lieblingskind&rdquo;. Zwar k&ouml;nne die Maschine f&uuml;r &ldquo;kurze Zeit &rdquo; h&ouml;her fliegen, aber es brauche schwere Raketen um eine Boeing zu zerst&ouml;ren. Eine Su-25 k&ouml;nne eine Boeing m&ouml;glicherweise auf einer H&ouml;he von drei oder vier Kilometern abschie&szlig;en. Doch auf einer H&ouml;he von zehn oder elf Kilometern sei das nicht m&ouml;glich, dabei st&uuml;rze die Su-25 sehr wahrscheinlich ab. &ldquo;Ich glaube, man hat die Su-25 ins Spiel gebracht, um Spuren zu verwischen. Anders kann ich es mir nicht erkl&auml;ren. Wir verstehen nicht, wie eine Su-25 die Boeing h&auml;tte abschie&szlig;en k&ouml;nnen&rdquo;. Babak meint zudem, eine Luft-Luft-Rakete h&auml;tte die Boeing nur besch&auml;digt, und nicht auseinanderbrechen lassen, was aber passiert war. [&hellip;]<br>\nDer ukrainische Kampfpilot Wladyslaw Woloschyn, der &ndash; wie im russischen Fernsehen zu sehen war &ndash; angeblich die Boeing abgeschossen hatte, bestreitet jede Tatbeteiligung. Der Pilot sagt im Interview, &Auml;u&szlig;erungen von ihm seien in russischen Medien verdreht worden. Ein angeblicher &Uuml;berl&auml;ufer hatte dort verdeckt berichtet, dass Woloschyn nach dem Abschuss der MH17 gesagt habe: &ldquo;Das war ein schlechter Tag&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/krieg-in-der-ukraine-mh-wurde-vom-boden-aus-abgeschossen-1.2386385\">SZ<\/a>\n<p><strong>Dazu auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24253\">Jens Berger &ndash; MH17 &ndash; Spekulationen, Indizien und deren Bewertung<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diese Erkenntnisse sind nicht neu. Gegen&uuml;ber der russischen Nachrichtenagentur TASS machte Wladimir Babak im Juli letzen Jahres bereits exakt <a href=\"http:\/\/www.aex.ru\/news\/2014\/7\/28\/122697\/\">die gleichen Aussagen<\/a> (Quelle gibt es leider nur auf russisch) Fairerweise muss man jedoch sagen, dass die These vom Abschuss durch eine SU 25 nicht &bdquo;vom russischen Generalstab lanciert wurde&ldquo;, wie die SZ schreibt. Der russische Generalstab hat &bdquo;nur&ldquo; darauf hingewiesen, dass angeblich zur Zeit des Abschusses eine SU 25 in der mittelbaren N&auml;he der Boeing gesichtet wurde. Die These, MH 17 sei von einer SU 25 abgeschossen worden, stammt vor allem von deutschen Bloggern. Die kennen freilich auch die Aussagen von Wladimir Babak und werden sich durch nichts in der Welt davon abhalten lassen, weiter ihre SU-25-These unters Volk zu bringen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie der Ph&ouml;nix aus der Asche<\/strong><br>\n&bdquo;2015 stehen wir vor der Herausforderung, die Wahlen zu gewinnen und die Regierung zu stellen&rdquo;, erkl&auml;rt Pablo Iglesias selbstsicher. Ein solcher Satz ist f&uuml;r einen Oppositionspolitiker nichts Ungew&ouml;hnliches. Nicht so in diesem Fall. Es spricht ein 36-j&auml;hriger Politikprofessor, dessen politische Formation Podemos (&ldquo;Wir k&ouml;nnen&rdquo;) nicht viel &auml;lter als ein Jahr ist. Laut Umfragen liegt Podemos in der Gunst der W&auml;hler ganz vorn: mal auf dem ersten, mal auf dem zweiten Platz. Egal wo Iglesias auftritt, er f&uuml;llt Pl&auml;tze und S&auml;le. Seine Fernsehinterviews erzielen Zuschauerrekorde. Podemos ist eine Erfolgsgeschichte, wie sie Spanien noch nicht erlebt hat.<br>\nLinks? Rechts? Das sind f&uuml;r Errej&oacute;n &uuml;berholte Kategorien. Denn &ldquo;ob Mitte-links oder Mitte-rechts, die Politik ist die gleiche: Austerit&auml;t, Sozialk&uuml;rzungen&rdquo;. Podemos spricht von &ldquo;unten&rdquo; und &ldquo;oben&rdquo;, von &ldquo;den Leuten&rdquo; und von &ldquo;der Kaste&rdquo;, dem Kl&uuml;ngel aus Politik und Wirtschaft, die sich dank der Spekulationsblase in der Bauindustrie bereicherten. &ldquo;Reiner Populismus&rdquo;, lautet der Vorwurf der Podemos-Gegner.<br>\nErrej&oacute;n weist dies von sich. &ldquo;Das ist ein Schlagwort, das gegen all diejenigen Verwendung findet, die eine Ver&auml;nderung anstreben. Sie werfen uns vor, dass wir ,einfache L&ouml;sungen f&uuml;r komplizierte Probleme anbieten&rsquo;. Dabei ist es genau das, was die Parteien der Politikkaste gemacht haben. Sie haben Aufschwung versprochen und gleichzeitig die Rechte der B&uuml;rger beschnitten und per Verfassung die der Gl&auml;ubiger gesichert.&rdquo;<br>\nErrej&oacute;n meint damit eine Verfassungsreform, die mitten in der Sommerpause 2011 von den beiden gro&szlig;en Parteien verabschiedet wurde. Seither haben Schulden Vorrang vor Sozialausgaben. Viele W&auml;hler &ndash; vor allem die der Sozialisten &ndash; haben diesen Kniefall vor Br&uuml;ssel und &ldquo;la Merkel&rdquo; nie verziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2015%2F03%2F10%2Fa0089&amp;cHash=258b3a110202ee6b0bbb578bc9cf04be%20\">Reiner Wandler in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das globale Kapital erreicht seine Grenzen<\/strong><br>\nDie so genannten &bdquo;Grenzm&auml;rkte&ldquo; sind momentan der letzte Schrei in Anlegerkreisen. Diese L&auml;nder niedrigen Einkommens &ndash; wie Bangladesch und Vietnam in Asien, Honduras und Bolivien in Lateinamerika sowie Kenia und Ghana in Afrika &ndash;  verf&uuml;gen zwar nur &uuml;ber kleine, nicht entwickelte Finanzm&auml;rkte, aber sie weisen rasches Wachstum auf und man rechnet damit, dass sie sich zu den Schwellenm&auml;rkten der Zukunft entwickeln. In den vergangenen vier Jahren lag der Zufluss an Privatkapital in den Grenzm&auml;rkten beinahe 50 Prozent h&ouml;her (im Vergleich zum BIP) als in die Schwellen&ouml;konomien. Die Frage, ob das nun Anlass zur Freude oder zur Wehklage ist, k&ouml;nnte f&uuml;r Wirtschaftsanalysten und politische Entscheidungstr&auml;ger zu einer Art Rorschach-Test werden.<br>\nHeute wissen wir, dass das Versprechen der freien Kapitalmobilit&auml;t nicht eingel&ouml;st wurde. Insgesamt hat der Anstieg an Kapitalzufl&uuml;ssen in den Empf&auml;ngerl&auml;ndern eher den Konsum als die Investitionen befl&uuml;gelt, wodurch sich die wirtschaftliche Volatilit&auml;t versch&auml;rfte und schmerzhafte Finanzkrisen h&auml;ufiger wurden. Statt f&uuml;r Disziplin zu sorgen, haben die globalen Finanzm&auml;rkte die Verf&uuml;gbarkeit von Fremdkapital erh&ouml;ht und damit die Haushaltsbeschr&auml;nkungen verschwenderischer Staaten aufgeweicht sowie Bankbilanzen &uuml;berdehnt. &hellip;. Auf der Welt bedarf es eines n&uuml;chternen, dem jeweiligen Individualfall angepassten Pragmatismus, der anerkennt, dass Kapitalkontrollen in manchen F&auml;llen eine zentrale Stellung geb&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/frontier-market-economy-fad-by-dani-rodrik-2015-03\/german\">Dani Rodrik auf Project Syndicate<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ja zu Junckers 315-Milliarden-Plan<\/strong><br>\nEr soll die Wirtschaft in den EU-Staaten in Schwung bringen: der Investitionsplan von Kommissionschef Juncker. Die EU-Finanzminister finden das gut und haben das Programm in H&ouml;he von 315 Milliarden Euro gebilligt. Vier L&auml;nder haben schon Unterst&uuml;tzung zugesichert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/juncker-investitionsplan-101.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was von diesem Plan zu halten ist, siehe nochmals <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24097\">&bdquo;Junckers 315-Milliarden-Euro-Luftnummer&ldquo; von Jens Berger<\/a> Dass durch Garantien f&uuml;r 21 Milliarden &ndash; wovon 16 Milliarden noch aus anderen laufenden Programmen abgezweigt werden &ndash; Investitionen in 15facher H&ouml;he bewirkt w&uuml;rden, glaubt kein Volkswirt der Welt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mythos: Reiche schaffen viele Arbeitspl&auml;tze<\/strong><br>\nUngleichheit wirkt positiv auf den Arbeitsmarkt: Als Nebeneffekt ihres Strebens nach Reichtum lassen die Verm&ouml;genden viele Millionen Arbeitspl&auml;tze entstehen. Tatsache ist: Die meisten Arbeitspl&auml;tze bieten Klein&ndash; und Mittelbetriebe, neue Jobs schaffen vor allem neue und junge Unternehmen. Es gibt viele Arten von Verm&ouml;gen, aber nur wenige haben direkt mit der Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen zu tun.<br>\nDer direkteste Einfluss von Reichen auf die Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen ist beim Besitz von oder der Beteiligung an Unternehmen zu erwarten. W&auml;hrend diese Verm&ouml;gensart bei den meisten &ouml;sterreichischen Haushalten kaum vorkommt, halten &uuml;ber zwei Drittel der reichsten 5% Unternehmensbeteiligungen. Unternehmenseigent&uuml;merInnen haben zwar sicher einen Einfluss auf Personalentscheidungen, aber grunds&auml;tzlich unterliegt jedes Unternehmen der kapitalistischen Logik, in der das Streben nach Profiten ganz klar im Vordergrund steht. Besonders erfolgreich bei der Erzielung von Profiten sind multinationale Gro&szlig;konzerne, ein beliebtes Ziel der Reichen f&uuml;r ihre Finanzinvestitionen. Die Konzerne nutzen ihre Quasi-Monopolstellung, um Preise nach ihren Vorstellungen zu gestalten, sie spielen Regierungen gegeneinander aus, zahlen dank Finanztricks kaum Steuern und produzieren dort, wo es am billigsten ist. Viele Arbeitspl&auml;tze kreieren sie dabei nicht. Obwohl sie f&uuml;r etwa zwei Drittel des Welthandels und etwa ein Viertel der Welt-Wertsch&ouml;pfung verantwortlich sind, haben die multinationalen Gro&szlig;konzerne nur etwa einen Anteil von 5% an den Arbeitspl&auml;tzen weltweit.<br>\nDie meisten Arbeitspl&auml;tze entfallen auf Klein&ndash; und Mittelbetriebe. In &Ouml;sterreich und anderen OECD-L&auml;ndern sind sie Arbeitgeber f&uuml;r rund zwei Drittel aller unselbst&auml;ndig und selbst&auml;ndig Besch&auml;ftigten. Wie die Studie des National Bureau of Economic Research (Haltiwanger u.a. 2010), der gr&ouml;&szlig;ten unabh&auml;ngigen wirtschaftswissenschaftlichen Forschungseinrichtung in den USA, zeigt, schaffen vor allem neue und junge Unternehmen neue Arbeitspl&auml;tze. Dies gilt auch f&uuml;r die EU: Laut EU-Kommission wurden zwischen 2002 und 2010 85% aller neuen Arbeitspl&auml;tze von Klein&ndash; und Mittelbetrieben geschaffen &ndash; das waren netto (also abz&uuml;glich der verlorengegangenen Arbeitspl&auml;tze) durchschnittlich 1,1 Millionen Jobs pro Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.beigewum.at\/zu-uns\/\">BEIGEWUM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Austerit&auml;t und Besteuerung<\/strong><br>\nEin halbes Jahrzehnt nach Beginn der Schuldenkrise scheint die in vielen EU-Staaten angeordnete Austerit&auml;tspolitik eher Armut zu schaffen als Wirtschaftswachstum anzusto&szlig;en.  Ein besonders fragw&uuml;rdiges Instrument der Sparma&szlig;nahmen untersuchte das britische Labor Research Department in einer Studie f&uuml;r den Europ&auml;ischen Gewerkschaftsverband f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst (EG&Ouml;D). Sie kommt zu dem Schluss, dass im Zeitraum zwischen 2008 und 2012 in 24 von 30 untersuchten Staaten (EU plus Island und Norwegen) die Anzahl der &ouml;ffentlich angestellten Steuerpr&uuml;fer teilweise drastisch gek&uuml;rzt wurde. Auch ohne wirtschaftlichen Sachverstand muss dieses Ergebnis Jedem suspekt vorkommen, wird doch das Gehalt eines Steuerpr&uuml;fers durch die von ihm generierten zus&auml;tzlichen Steuereinnahmen um ein Vielfaches &uuml;bertroffen. Nichtsdestotrotz verloren im gesamten Zeitraum von den ca. 593.000 Angestellten bei Steuerbeh&ouml;rden mehr als 56.000 ihren Job.  Die st&auml;rksten K&uuml;rzungen beobachten die Autoren ausgerechnet im krisengebeutelten Griechenland. Trotz des maroden Steuersystems wurden hier mehr als 20% der Steuerpr&uuml;fer entlassen. Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Studie die geringe Bereitschaft der Regierungen, effektiv gegen Steuerhinterziehung vorzugehen. Gleichzeitige K&uuml;rzungen von Sozialleistungen mit Verweis auf das Haushaltsdefizit f&uuml;hren eine solche Sparpolitik v&ouml;llig ins absurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2015\/02\/publikationshinweis-austeritat-und.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.epsu.org\/IMG\/pdf\/impact_of_austerity_on_tax_collection.pdf\">The impact of austerity on tax collection: one year later and still going backwards<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Studie zur Auswanderung: Deutschland verliert seine Talente an das Ausland<\/strong><br>\nJ&auml;hrlich wandern mehr deutsche Staatsangeh&ouml;rige aus, als nach Deutschland zur&uuml;ckkehren &ndash; vor allem junge Menschen und gut Qualifizierte zieht es ins Ausland. Das geht aus einer Studie hervor, die am Dienstag vom Sachverst&auml;ndigenrat deutscher Stiftungen f&uuml;r Integration und Migration (SVR) vorgelegt wurde. Gefragt wurde nach den Motiven und Absichten der Aus- und R&uuml;ckwanderung deutscher Staatsb&uuml;rger. Die Forscher geben in ihrer Pilotstudie zugleich Entwarnung: Bef&uuml;rchtungen, dass der demografisch alternde Industriestaat Deutschland in gro&szlig;em Umfang dauerhaft junge Hochqualifizierte an das Ausland verliere, habe die Untersuchung nicht best&auml;tigt. [&hellip;]<br>\nDer SVR forderte Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft daher auf, die Migration zu nutzen und zu steuern &ndash; vor allem mit Blick auf den Fachkr&auml;ftemangel und die demografische Entwicklung. Vor diesem Hintergrund k&ouml;nnten f&uuml;r bestimmte Branchen gezielte Mobilit&auml;ts- und R&uuml;ckkehrer-Programme &bdquo;sinnvoll&ldquo; sein, um junge gut Qualifizierte zu werben, dauerhaft zu binden oder wieder zur&uuml;ckzuholen. [&hellip;]<br>\nEine Einkommensverbesserung ist der Studie zufolge nur einer von mehreren Gr&uuml;nden f&uuml;r eine Abwanderung ins Ausland und dabei nicht der wichtigste (46,9 Prozent). Neue Erfahrungen seien f&uuml;r 72,2 Prozent der Befragten ausschlaggebend, berufliche Gr&uuml;nde geben 66,9 Prozent an. Bei einer R&uuml;ckwanderung geben f&uuml;r rund zwei Drittel &bdquo;famili&auml;re und partnerschaftliche Gr&uuml;nde&ldquo; den Ausschlag. Als besonders mobil erweisen sich Deutsche mit Migrationshintergrund. Diese Gruppe sei vor allem aus famili&auml;ren Gr&uuml;nden mobil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/studie-deutschland-verliert-jaehrlich-250-000-staatsbuerger-an-das-ausland-13474356.html\">FAZ<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.svr-migration.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Studie_International-Mobil_Web.pdf\">International Mobil: Motive, Rahmenbedingungen und Folgen der Aus- und R&uuml;ckwanderung deutscher Staatsb&uuml;rger<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es ist naheliegend und plausibel, da&szlig; Menschen aus famili&auml;ren und sozialen Gr&uuml;nden das Land verlassen, oder einfach, um den Horizont zu erweitern. Weniger d&uuml;rfte der FAZ in den Kram passen, da&szlig; v&ouml;llig entgegen der (auch von der FAZ) verbreiteten Propaganda fast die H&auml;lfte im Ausland (deutlich) mehr verdient als im angeblichen Hochlohnland Deutschland und zwei Drittel ihre berufliche Entwicklung au&szlig;erhalb Deutschlands positiver sehen. Ein einfaches &ldquo;R&uuml;ckholprogramm&rdquo; w&uuml;rde also darin bestehen, die Berufschancen und die Einkommenssituation im Lohndumpingland Deutschland dramatisch zu verbessern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Uuml;berausbeutung von Migrant_innen: Emp&ouml;rung reicht nicht<\/strong><br>\nDie &Uuml;berausbeutung von Migrant_innen ist Kennzeichen eines rassistisch segmentierten Arbeitsmarkts. &ndash; Seit Jahren wird von beharrlich-nationalkonservativer bis flexibel-neoliberaler Seite dar&uuml;ber diskutiert, wie viele Migrant_innen denn nach Deutschland k&auml;men, um auf der faulen Haut zu liegen. Das Fatale an der Diskussion: Auch manche Linke tappen in die Diskursfalle und lassen sich auf die herrschenden Koordinaten der Debatte ein, etwa wenn sie darauf verweisen, dass Migrant_innen unter dem Strich durchaus etwas &raquo;n&uuml;tzen&laquo;. Anstatt ebenfalls Kosten-Nutzen-Rechnungen ins Feld zu f&uuml;hren, sollten derartige Bilanzen besser in den M&uuml;lleimer geworfen werden. Ein Anker f&uuml;r einen Perspektivwechsel ist die Thematisierung von Arbeitsbedingungen &uuml;berausgebeuteter Arbeitsmigrant_innen und Wanderarbeiter_innen in Deutschland&hellip;.<br>\nWir appellieren deshalb, die Auseinandersetzungen im Feld Europa, Migration und Arbeit nicht durch die herrschenden Pr&auml;missen des Armutseinwanderungsdiskurses diktieren zu lassen, sondern den Zusammenhang von Migration und Kapitalismus prominenter auf die linke Agenda zu setzen. Ankn&uuml;pfungspunkte f&uuml;r praktische Solidarit&auml;t gibt es gen&uuml;gend, denn nicht nur die Streikenden bei der &raquo;Mall of Berlin&laquo; d&uuml;rften sich &uuml;ber Streikunterst&uuml;tzung und andere Formen des Supports freuen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1475\">annotazioni.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Unten&rdquo; betrifft alle: Ungleichheit als Gefahr f&uuml;r Demokratie, Teilhabe und Stabilit&auml;t<\/strong><br>\nUngleichheit ist das neue Megathema sowohl in der politischen als auch in der wirtschaftswissenschaftlichen Fachdebatte. W&auml;hrend in der Politik zunehmend der Zusammenhang zwischen steigender &ouml;konomischer Ungleichheit und gesellschaftlichen Desintegrationstendenzen diskutiert wird, entdecken auch die Wirtschaftswissenschaften die Ungleichheit als zentrales Forschungsthema wieder. Der internationale Bestseller von Thomas Piketty &ldquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&rdquo; wirkte in dieser Hinsicht wie ein Paukenschlag. Piketty beschreibt zum einen den Anstieg der &ouml;konomischen Ungleichheit w&auml;hrend der vergangenen Jahrzehnte in den reichen Volkswirtschaften. Zum anderen untersucht er, unter welchen Voraussetzungen die Ungleichheit von Einkommen und Verm&ouml;gen steigt, und empfiehlt weitgehende politische Ma&szlig;nahmen, um einen weiteren Anstieg der Ungleichheit zu vermeiden. Zugleich mehren sich Analysen anderer international renommierter &Ouml;konomen, die einen Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Ungleichheit und den weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrisen seit 2007 feststellen.<br>\nEs ist wenig &uuml;berraschend, dass diese Analysen nicht unwidersprochen bleiben. In einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) K&ouml;ln etwa wird eine Umfrage nach der Wahrnehmung hinsichtlich der &ldquo;Gesellschaftsform&rdquo; herangezogen, und die Antworten werden mit einer bestimmten Verteilung der verf&uuml;gbaren Haushaltseinkommen verglichen. Die Studie wurde &ndash; &uuml;berraschend vor dem Hintergrund anderer Forschung &ndash; dahin gehend interpretiert, dass die Ungleichheit in Deutschland &uuml;bersch&auml;tzt wird. Allerdings bleibt dabei die Verteilung von Verm&ouml;gen, Status, politischem Einfluss oder anderen Faktoren, die die subjektive Wahrnehmung der bestehenden Gesellschaftsform beeinflussen k&ouml;nnten, unber&uuml;cksichtigt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/201654\/ungleichheit-als-gefahr-fuer-demokratie-teilhabe-und-stabilitaet?p=all\">Aus Politik und Zeitgeschichte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Autoren gehen von drei Dimensionen von &ouml;konomischer Ungleichheit aus. Erstens geht es um die durch Verteilung von Ressourcen, welche die Freiheit gew&auml;hren &uuml;ber G&uuml;ter zu verf&uuml;gen und Dinge zu tun oder zu lassen. Zweitens geht es um die Statusdimension von Ungleichheit, d.h. die Zufriedenheit h&auml;ngt von der G&uuml;terausstattung einer Referenzgruppe ab &ndash; gerne mit Neiddebatte umschrieben. Drittens geht es um die  Verteilung von Ressourcen, die politische Einflussnahme erm&ouml;glichen, d.h. &ouml;konomische Ungleichheit gleich politische Ungleichheit.<\/em><br>\n<em>Die Autoren res&uuml;mieren, dass die zunehmende Ungleichheit von Einkommen und Verm&ouml;gen in Deutschland und vielen anderen reichen L&auml;ndern mit drei Krisen verwoben ist: &ldquo;eine Krise der Demokratie, der sozialen Teilhabe und der &ouml;konomischen Stabilit&auml;t &ndash; eine Melange mit Sprengkraft, wie am wachsenden Erfolg demokratie- und menschenverachtender Ideologien deutlich wird. Vor diesem Hintergrund ist es f&uuml;r uns nicht nachvollziehbar, hinsichtlich Verteilungsfragen einen wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf abzustreiten. &ndash; Dieser Aufsatz ist in einem Schwerpunktheft &ldquo;Aus Politik und Zeitgeschichte&rdquo; zu finden, das einer relativ schlichten Einteilung der Gesellschaft sich <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/201641\/unten\">mit denen da &ldquo;Unten&rdquo; besch&auml;ftigt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Trotz h&ouml;herer Gewinne &ndash; Audi k&uuml;rzt Mitarbeitern den Bonus<\/strong><br>\nDer Autohersteller Audi macht mehr Geld. Die F&uuml;hrungsriege wird daf&uuml;r besser belohnt als im Vorjahr &ndash; die Mitarbeiter hingegen bekommen weniger Bonus.<br>\nTrotz eines h&ouml;heren Konzern-Gewinns bekommen die Mitarbeiter von Audi weniger Bonus. Die Tarifbesch&auml;ftigten an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm bekommen f&uuml;r das vergangene Jahr im Schnitt 6540 Euro, wie die VW-Tochter am Dienstag mitteilte. Schon im Jahr zuvor war die Ergebnisbeteiligung gesunken, f&uuml;r 2013 erhielten die Mitarbeiter im Schnitt 6900 Euro.<br>\nDie Audi-F&uuml;hrungsriege bekam dagegen 2014 einen weiteren Aufschlag: Insgesamt erhielt das siebenk&ouml;pfige Gremium 24,9 Millionen Euro, das sind 6,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. W&auml;hrend das fixe Gehalt etwas sank, legte die Gewinnbeteiligung kr&auml;ftig zu. Die Bez&uuml;ge der einzelnen Vorstandsmitglieder rund um Vorstandschef Rupert Stadler legt Audi nicht offen.<br>\nDie Senkung der Ergebnisbeteiligung begr&uuml;ndete der Autobauer damit, dass die Zahl der Anspruchsberechtigten um rund 4000 gestiegen sei. Audi besch&auml;ftigt in Deutschland circa 58.000 Menschen, weltweit sind es mehr als 80.000. In diesem Jahr will der Konzern mehr als 6000 neue Mitarbeiter einstellen, davon rund 4000 in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/audi-kuerzt-mitarbeiter-bonus-trotz-umsatzplus-13474342.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kritik an Rente mit 63 wird zum Bumerang<\/strong><br>\nMit scharfer Kritik hat der Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian B&auml;umler, auf Forderungen namhafter Unionsvertreter nach &Auml;nderungen bei der Rente mit 63 reagiert. &bdquo;Es ist verantwortungslos, eine Rentenreform nach nicht einmal einem Jahr wieder zu korrigieren&ldquo;, sagte B&auml;umler dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). &bdquo;Menschen richten ihre Lebensplanung nach Gesetzen aus und verlassen sich auf deren Bestand.&ldquo;<br>\nBehauptungen die Rentenreform verursache eine Kostenlawine wies der CDU-Politiker als &bdquo;Stimmungsmache&ldquo; zur&uuml;ck. &bdquo;Die Wirtschaftsverb&auml;nde sollten das Lamentieren lassen und die Arbeitsbedingungen so verbessern, dass &auml;ltere Arbeitnehmer l&auml;nger arbeiten k&ouml;nnen&ldquo;, sagte B&auml;umler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/streit-in-der-union-kritik-an-rente-mit-63-wird-zum-bumerang\/11482730.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Arbeitgeberseite und ihre Hilfstruppen im Parlament lassen nicht locker. Da werden nicht nur Gesetze wie zum Mindestlohn oder die Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahren im Vorfeld mit aller propagandistischer Macht bek&auml;mpft und kaum sind sie ein paar Monaten in Kraft wird wieder f&uuml;r ihre Abschaffung oder Durchl&ouml;cherung getrommelt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU-Kommission: Unausgewogene Beratung gef&auml;hrdet unsere Gesundheit<\/strong><br>\nEine von Greenpeace ver&ouml;ffentlichte Studie zeigt: Die EU-Kommission wurde zu neuen Emissionsstandards von Kohlekraftwerken vor allem von der Industrielobby beraten. Mit verheerenden Folgen: Die Regeln wurden EU-weit verw&auml;ssert. Auch insgesamt sind die Beratergruppen der EU-Kommission unausgewogen besetzt. Ob bei der Klima-und Steuerpolitik oder der Finanzmarktregulierung: Trotz jahrelangem Druck des EU-Parlaments und der Zivilgesellschaft hat sich an der Dominanz der Unternehmenslobby in den Gruppen immer noch kaum etwas ge&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/?p=20834\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gegen Gewalt im Namen der Ehre: Was macht euch Angst, ihr V&auml;ter, Br&uuml;der, Ehem&auml;nner?<\/strong><br>\nWas ist so bedrohlich an einer freien Frau? Warum wird sie von der eigenen Familie und der muslimischen Gesellschaft so klein gehalten? Ein Gastbeitrag aus pers&ouml;nlicher Erfahrung:<br>\nIch liebe meine Kultur. Auf dem Weg zu meiner Freiheit habe ich sie zu einem sehr gro&szlig;en Teil verloren. F&uuml;r diesen Weg habe ich viel bezahlt. Er war lang, schmerzhaft und selbstzerst&ouml;rend. Doch meine Vision war immer die Freiheit, um derentwillen ich mich sogar ab und zu verrannt habe. Trotzdem, ich war und bin nach wie vor bereit, das alles auf mich zu nehmen. Meinen eigenen Weg zu gehen kostet mich noch immer sehr viel Mut und Kraft. Jeden Tag. &ndash; Diese Kultur, in die ich hineingeboren wurde, ist voller Sch&auml;tze, voller Wunder. Und &ndash; sie kann gnadenlos sein. Tagt&auml;glich versuche ich trotz Anfeindungen und Vorurteilen erhobenen Hauptes durchs Leben zu gehen. Ich habe kein Kapitalverbrechen begangen, trotzdem werden Menschen wie ich von einigen schlimmer behandelt als M&ouml;rder. &hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/sibel-kekilli-gegen-gewalt-im-namen-der-ehre-13470898.html\">Sibel Kekilli in der FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Traurig. Keine intellektuelle Analyse, aber pers&ouml;nlich und ber&uuml;hrend. &ndash; Sibel Kekilli ist ein Beispiel daf&uuml;r, dass auch sp&auml;terer beruflicher Erfolg einen Menschen nicht gegen die Traumata seiner Jugend feit, vor allem wenn der Rahmen, der diese Traumata bedingt, immer noch besteht. &ndash; Auch wenn Kekillis Rede als Botschafterin von TERRE DES FEMMES im Schloss Bellevue auf einen muslimischen Hintergrund zielte, bleibt festzuhalten, dass jede 4. Frau in Deutschland schon einmal von h&auml;uslicher Gewalt betroffen war. Auf der Veranstaltung wurde auch der Kurzfilm &bdquo;<a href=\"http:\/\/schaust-du-hin.de\">Schaust du hin?<\/a>&ldquo;, das Motto der Kampagne, vorgestellt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Mehr Zwangsehen in Berlin<\/strong><br>\nZwangsverheiratungen geh&ouml;ren auch in Berlin zum Alltag &ndash; und die Forderungen werden lauter, mehr dagegen zu tun. Wie am Wochenende bereits kurz gemeldet, ergab eine jetzt von der Senatsverwaltung f&uuml;r Frauen und Integration publizierte Umfrage des Arbeitskreises gegen Zwangsheirat aus dem vergangenen Jahr, dass es in Berlin im Jahr zuvor 460 F&auml;lle von drohenden oder vollzogenen Eheschlie&szlig;ungen gegen den Willen von Betroffenen gab. Die Dunkelziffer d&uuml;rfte ein Vielfaches betragen, vermuten Experten. Die meisten waren zwischen 18 und 21 Jahre alt, die zweitgr&ouml;&szlig;te Gruppe waren 16- bis 17-J&auml;hrige. Allerdings gab es auch vier F&auml;lle, in denen zehn- bis zw&ouml;lfj&auml;hrige Kinder verheiratet werden sollten oder wurden. Ein Drittel der Betroffenen hatte t&uuml;rkische Wurzeln, 22 Prozent arabische, 18 kamen aus Balkanl&auml;ndern. Es gab aber auch F&auml;lle, in denen die Familien aus westlichen L&auml;ndern wie Italien stammten.<br>\nDie Zahl von 460 F&auml;llen liegt &uuml;ber dem Ergebnis der ersten Befragung im Jahr 2007, damals waren 378 F&auml;lle gez&auml;hlt worden. Allerdings beteiligten sich diesmal auch mehr Einrichtungen an der Umfrage. &bdquo;Die Zahl ist auch bundesweit gestiegen, weil sich mehr Betroffene trauen, zu Beratungsstellen zu gehen&ldquo;, sagt Myria B&ouml;hmecke, Referatsleiterin f&uuml;r &bdquo;Gewalt im Namen der Ehre&ldquo; bei Terre des Femmes, einer gemeinn&uuml;tzigen Frauenrechtsorganisation. Nach bundesweiten Studien w&uuml;rde etwa jede dritte Zwangsehe nur als religi&ouml;se Zeremonie geschlossen, zwei Dritten seien standesamtlich &ndash; allerdings oft im Ausland. Sie fordert, dass in Deutschland k&uuml;nftig auch religi&ouml;s vollzogene Eheschlie&szlig;ungen gegen den Willen von Betroffenen strafbar sind, bislang gilt das nur f&uuml;r standesamtliche. Zudem sei mehr Aufkl&auml;rung in Schulen, bei der Polizei und in Jugend&auml;mtern n&ouml;tig, um drohende Zwangsehen zu erkennen und darauf richtig zu reagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/frauenrechtler-fordern-bessere-hilfe-fuer-betroffene-mehr-zwangsehen-in-berlin\/11349576.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der <a href=\"http:\/\/berlin.lsvd.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Umfrage-zu-Zwangsverheiratung.pdf\">Zusammenfassung der Umfrage<\/a> hei&szlig;t es: &ldquo;Die Umfrage erhebt ausdr&uuml;cklich nicht den Anspruch, quantitativ repr&auml;sentative Ergebnisse zu liefern. So waren z.B. aufgrund einer relativ einfachen und anonymisierten Form der Erhebung Mehrfachz&auml;hlungen nicht auszuschlie&szlig;en. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch Anfragen aus anderen Bundesl&auml;ndern in die Statistik eingeflossen sind (z.B. wegen &uuml;berregional arbeitender Anlaufstellen bzw. online-Beratung)&rdquo; &ndash; Die Befragung erinnert daran, dass Zwangsehen nicht nur unter Muslimen vorkommen. Interessant w&auml;re die Frage gewesen, wie lange die Betroffenen deutscher Staatsangeh&ouml;rigkeit (ein Drittel) bereits in Deutschland lebten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen: Gabriel nimmt Katar in Schutz<\/strong><br>\nEs ist ein heikler Besuch von Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) in Katar: Das Emirat steht seit Monaten in der Kritik, weil dort mehr als 10.000 Gastarbeiter unter oft unw&uuml;rdigen Bedingungen schuften &ndash; viele davon auf den Gro&szlig;baustellen f&uuml;r die ohnehin umstrittene Fu&szlig;ball-WM 2022. Gabriel schaute sich also in Doha eine Gro&szlig;baustelle f&uuml;r einen neuen Stadtteil an, wo auch das Stadion f&uuml;r die Er&ouml;ffnung der Fu&szlig;ball-WM entstehen soll &ndash; und fand &auml;u&szlig;erst ausgewogene Worte. &ldquo;Wir wissen, dass es in der Vergangenheit erhebliche Verst&ouml;&szlig;e gegeben hat&rdquo;, sagte der Bundeswirtschaftsminister. Der Westen sollte aber anerkennen, dass Katar auf Druck von Gewerkschaften und der Uno-Arbeitsorganisation ILO viel f&uuml;r die Wanderarbeiter verbessert habe. &ldquo;Ich finde, das geh&ouml;rt auch zur Wahrheit&rdquo;, sagte Gabriel.<br>\nZu den Hauptproblemen, die Katar zu l&ouml;sen habe, z&auml;hle das Sponsorensystem, bei dem Arbeitgeber von ausl&auml;ndischen Wanderarbeitern hohe Provisionen verlangten und den Menschen oft den Pass abn&auml;hmen, sagte Gabriel. Das sei jedoch in der ganzen Golfregion so. Man m&uuml;sse ber&uuml;cksichtigen, wo Katar herkomme: Obwohl das Land sehr reich sei, befinde es sich &ldquo;auf dem Niveau eines Entwicklungslands&rdquo; und habe &ldquo;keinerlei Erfahrung mit Arbeitsrecht&rdquo;, sagte Gabriel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/sigmar-gabriel-in-katar-bei-besuch-von-baustellen-fuer-wm-a-1022673.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es f&auml;llt einem irgendwann nichts mehr ein. Ein Sklavenarbeitssystem, das Gabriel im Wesentlichen OK findet&hellip; M&ouml;chte er sich da etwas abschauen f&uuml;r die deutsche Arbeitswelt, die er vielleicht trotz Hartz IV, Leiharbeit und Lohndumping noch zu schnuckelig findet?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schulverweis nach Bundeswehrkritik: Bamberg in Aufruhr<\/strong><br>\nSeitdem der zweifelhafte Verweis &ouml;ffentlich wurde, ist die Stadt in Aufruhr. F&uuml;r die Schule geht es um ihren Ruf, f&uuml;r den Sch&uuml;ler um seine Zukunft. Das umstrittene St&uuml;ck Papier soll mittlerweile schon Thema in Bewerbungsgespr&auml;chen sein. Sch&uuml;ler Hatzold, der die Emp&ouml;rungswelle losgetreten hat, distanziert sich von den Beleidigungen, mit denen seine Schule &bdquo;&uuml;berh&auml;uft&ldquo; wurde. Die Schulleitung habe sich bis jetzt immer richtig verhalten, schreibt er in einer Stellungnahme. &bdquo;Bis jetzt&ldquo;, denn alle &bdquo;Rechtfertigungsversuche&ldquo; der Schule seien &bdquo;konstruiert&ldquo;. Diese begr&uuml;ndete ihren Verweis im Nachhinein damit, dass Hatzold das Schulgel&auml;nde unbeaufsichtigt verlassen habe und au&szlig;erdem krankgeschrieben war.<br>\nDie Schulleitung hat den Verweis bislang nicht zur&uuml;ckgenommen. Sie will sich auch nicht &auml;u&szlig;ern und verweist auf die Stadt Bamberg. Schulreferent Christian Lange sagt: &bdquo;Wir werden die Begr&uuml;ndung des Verweises sehr gr&uuml;ndlich analysieren.&ldquo; Er will die Lage m&ouml;glichst rasch &bdquo;deeskalieren&ldquo;. Sch&uuml;ler Hatzold hat einen Vorschlag, wie das ginge: Er fordert die R&uuml;cknahme des Verweises.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!156139\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben bereits auf diesen Vorgang hingewiesen: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!155262\/\">Zu pazifistisch f&uuml;r den Schulfrieden?<\/a>&ldquo;. Man fragt sich, was die Stadt in Aufruhr versetzt, wenn es nur um einen Verweis ginge, der das Betreten oder das Verlassen des Schulgel&auml;ndes durch einen krankgeschriebenen  Sch&uuml;ler betrifft. Eine Ver&ouml;ffentlichung des Verweises k&ouml;nnte Klarheit schaffen. Ganz anders stellt sich die Sachlage dar, wenn es in dem Verweis um kritische &Auml;u&szlig;erungen gegen&uuml;ber einem Bundeswehroffizier geht, der in der Schule f&uuml;r den Soldatenberuf warb. In einer erweiterten Version des Verweises bietet sich ein anderes Bild und man stellt sich unwillk&uuml;rlich die Frage: Was ist das nur f&uuml;r eine seltsame Schule, was sind das f&uuml;r seltsame Lehrer und Sch&uuml;ler? Darin hei&szlig;e es, dass sich Lehrer und Sch&uuml;ler &bdquo;politisch und pers&ouml;nlich von der politischen &Uuml;berzeugung des Sch&uuml;lers H. bedr&auml;ngt&ldquo; f&uuml;hlten. Der Sch&uuml;ler sei seit Anfang des Schuljahres durch respektloses Verhalten gegen&uuml;ber Lehrkr&auml;ften und Mitsch&uuml;lern aufgefallen. Vor allem im Zusammenhang mit seiner &ldquo;politischen, zweifelhaft linksorientierten Gesinnung&rdquo;. Einige Sch&uuml;ler h&auml;tten sich &uuml;ber ihn beschwert und die Klassenlehrerin soll  gesagt haben, sie werde mit allen Mitteln verhindern, dass er seine Mitsch&uuml;ler von seiner Meinung &uuml;berzeuge. Wie hat man sich vorzustellen, dass ein Sch&uuml;ler den Schulbetrieb durch politische &Auml;u&szlig;erungen &bdquo;st&ouml;re? So Schuldirektor Martin Mattausch. War mit einer mit einer kritischen Anfrage zu Kundus das respektlose Verhalten auf die Spitze getrieben? Was sind das f&uuml;r Klassenlehrer, die sich bem&uuml;&szlig;igt f&uuml;hlen, ihre 17 Jahre alten Sch&uuml;ler vor den politischen Meinungen eines einzigen Sch&uuml;lers sch&uuml;tzen zu m&uuml;ssen. Und was sind das f&uuml;r arme, wehrlose 17-J&auml;hrige, die sich bei der Schulleitung beschweren m&uuml;ssen. Ich kenne 17-J&auml;hrige eher als allzu diskutierfreudig, ja diskutierw&uuml;tig. Und respektloses Verhalten, ja rotzfreche Sch&uuml;ler, sind sie ein neues Ph&auml;nomen?<\/em><br>\n<em>Wor&uuml;ber diskutiert Bamberg? Was an sich nur zu begr&uuml;&szlig;en ist, da das Nachdenken bef&ouml;rdert wird. Dass der Sch&uuml;ler einen Proteststand gegen den Bundeswehrbesuch (au&szlig;erhalb der Schule) organisiert hat?  Zur Sache: Im Gegensatz zur Bundesregierung, die in ihrem Koalitionsvertrag vom Dezember 2013 den Zugang der Bundeswehr zu Schulen begr&uuml;&szlig;t, hat der UN-Fachausschuss f&uuml;r die Rechte des Kindes die Rekrutierungs- und Werbema&szlig;nahmen der Bundeswehr deutlich kritisiert. Er fordert ein Verbot aller Formen von Werbekampagnen f&uuml;r die Bundeswehr, die Jugendliche adressieren. &ndash; Es ist f&uuml;r Erwachsene schwer genug, sich der Frage zu stellen, ob man f&uuml;r sein Land  sterben und t&ouml;ten kann. So ist es absolut skandal&ouml;s, dass Jugendoffiziere (sogenannte Karriereberater) der Bundeswehr 2013 mit 8700 Vortr&auml;ge bei etwa 189.000 Sch&uuml;lern f&uuml;r die Bundeswehr werben durften &ndash; wahrscheinlich ohne diese Frage zu ber&uuml;hren. War wenigstens ein Lehrer w&auml;hrend der Veranstaltung an der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule zugegen? Wurde dieser Besuch durch einen Lehrer vor- und nachbereitet?- Siehe <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2014-01\/bundeswehr-minderjaehrige-soldaten\">hier<\/a> zur Rekrutierung von Minderj&auml;hrigen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Verbindung zu Morddrohungen? Journalist nach Nazi-Kundgebung &uuml;berfallen<\/strong><br>\nWenige Wochen nachdem Dortmunder Neonazis Todesanzeigen von Journalisten im Internet verbreiteten, wurde ein Journalist am Montag Abend nach einer Neonazi-Kundgebung in dem Stadtteil Derne Opfer eines Gewaltangriffs. Die Polizei geht von einer Verbindung der beiden Vorf&auml;lle aus.<br>\nDer 43-j&auml;hrige Marcus Arndt arbeitet als freier Journalist in Dortmund. Im Februar erhielt er wie einige seiner Kollegen Morddrohungen aus der rechten Szene: &ldquo;Bald ist es Zeit zu gehen&rdquo;, hie&szlig; es auf den falschen Todesanzeigen, die im Netz verbreitet wurden. Wie der NDR berichtete, ging die Dortmunder Polizei damals davon aus, dass die besonders provokative, aktive und aggressive Dortmunder Neonazi-Szene dahintersteckt. Neben den Journalisten und Bloggern hatten au&szlig;erdem Juso-Mitglieder sowie Mitarbeiter der Piratenpartei und der Linken die Drohbotschaften erhalten. Unterschrieben seien diese vom &ldquo;Nationalen Widerstand&rdquo;, eine seit 2012 verbotene rechtsextreme Organisation.<br>\nAm Montag Abend wurde Arndt nach einer Neonazi-Kundgebung von mehreren vermummten M&auml;nnern zun&auml;chst verfolgt und dann mit Steinen beworfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/03\/10\/verbindung-zu-morddrohungen-journalist-nach-nazi-kundgebung-ueberfallen\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email%20\">MEEDIA<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bildungsministerin Wanka &ndash; Ist Chancengleichheit eine Illusion?<\/strong><br>\nSchauen Sie: Ich bin eine einfache Bauerntochter. Ich war in der DDR auf der erweiterten Oberschule und habe Agrotechnikerin gelernt. Ich habe im Stall gearbeitet, habe R&uuml;ben verzogen, bin also wirklich auf dem Bauernhof gro&szlig;geworden.<br>\nGenerell gesprochen: Ich halte Chancengerechtigkeit in Deutschland f&uuml;r m&ouml;glich. Das ist ja etwas anderes als Chancengleichheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2015%2F03%2F10%2Fa0084&amp;cHash=88025e2b48ee27b2eed40df87a345b3f%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; das ist eines der wichtigsten Tarnw&ouml;rter der Konservativen. Dieser Begriff mit seiner sympathischen Anmutung f&uuml;r jedermann, verbirgt n&auml;mlich mehr, als dass er aufkl&auml;rt.<\/em><br>\n<em>Zum Ersten lenkt dieser Begriff von den bestehenden Verh&auml;ltnissen ab und verweist in die Zukunft, n&auml;mlich vor allem auf (formal) gleiche Bildungschancen. Die Konservativen haben erkannt, dass Bildung den Fluchtweg aus allen gegenw&auml;rtigen Problemen bietet. Bildung wird als &bdquo;K&ouml;nigsweg&ldquo; aus der Spaltung der Gesellschaft in oben und unten, aus der Arbeitslosigkeit, aus prek&auml;rer Besch&auml;ftigung, aus Altersarmut und schon gar aus der bestehenden Gerechtigkeitsl&uuml;cke angepriesen. (Deshalb ist &ndash; nebenbei bemerkt &ndash; Bildung auch f&uuml;r die Bertelsmann Stiftung zum wichtigsten Thema geworden.) Mit der Forderung nach mehr Chancengerechtigkeit im Bereich der Bildung versuchen konservative Kreise ihre Fortschrittlichkeit vorzut&auml;uschen. Doch Bildung ist ein langandauernder Prozess von der Kindertagesst&auml;tte, &uuml;ber die Schule, bis zur Berufsausbildung oder einen Hochschulabschluss, ja bis hin zur beruflichen Weiterbildung. Und weil die Fr&uuml;chte von Bildung vom Einzelnen, wie von der Gesellschaft erst nach vielen Jahren geerntet werden k&ouml;nnen, sind bildungspolitische Appelle zumal vom konservativen Lager oftmals nur politische Ablenkungsman&ouml;ver von wirtschafts- und sozialpolitischem Versagen gegen&uuml;ber den Problemen der Gegenwart.<\/em><br>\n<em>Zum Zweiten ist &bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; etwas v&ouml;llig anderes als die Schaffung der (tats&auml;chlichen) Voraussetzungen f&uuml;r mehr &bdquo;Chancengleichheit&ldquo;. Wenn Konservative Begriffe wie &bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; oder &bdquo;gleiche Zugangschancen&ldquo; im Munde f&uuml;hren, dann handelt es sich um nichts anderes als die bildungspolitische unterf&uuml;tterte Variante der neoliberalen Parole &bdquo;Jeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied&ldquo;. Denn wenn jeder (formal) gleiche Chancen auf Bildung und Qualifikation hat, dann ist eben ein ausbleibender beruflicher oder sozialer Aufstieg oder auch Arbeitslosigkeit und Armut den &bdquo;eigenen F&auml;higkeiten und Leistungen&ldquo; zuzurechnen, dann reichen eben seine Talente und F&auml;higkeiten nicht dazu aus um aufzusteigen.<\/em><br>\n<em>&bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; hei&szlig;t also nicht mehr und nicht weniger als die Verteidigung bestehender gesellschaftlicher Rollen und Verteilungsverh&auml;ltnisse.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Allerletzte &ndash; In Florida, officials ban term &lsquo;climate change&rsquo;<\/strong><br>\nThe state of Florida is the region most susceptible to the effects of global warming in this country, according to scientists. Sea-level rise alone threatens 30 percent of the state&rsquo;s beaches over the next 85 years.<br>\nBut you would not know that by talking to officials at the Florida Department of Environmental Protection, the state agency on the front lines of studying and planning for these changes.<br>\nDEP officials have been ordered not to use the term &ldquo;climate change&rdquo; or &ldquo;global warming&rdquo; in any official communications, emails, or reports, according to former DEP employees, consultants, volunteers and records obtained by the Florida Center for Investigative Reporting.<br>\nThe policy goes beyond semantics and has affected reports, educational efforts and public policy in a department with about 3,200 employees and $1.4 billion budget.<br>\n&ldquo;We were told not to use the terms &lsquo;climate change,&rsquo; &lsquo;global warming&rsquo; or &lsquo;sustainability,&rsquo;&rdquo; said Christopher Byrd, an attorney with the DEP&rsquo;s Office of General Counsel in Tallahassee from 2008 to 2013. &ldquo;That message was communicated to me and my colleagues by our superiors in the Office of General Counsel.&rdquo;<br>\nKristina Trotta, another former DEP employee who worked in Miami, said her supervisor told her not to use the terms &ldquo;climate change&rdquo; and &ldquo;global warming&rdquo; in a 2014 staff meeting. &ldquo;We were told that we were not allowed to discuss anything that was not a true fact,&rdquo; she said.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.miamiherald.com\/news\/state\/florida\/article12983720.html#storylink=cpy\">Miami Herald<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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