{"id":25386,"date":"2015-03-13T08:41:35","date_gmt":"2015-03-13T07:41:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386"},"modified":"2015-03-13T08:45:23","modified_gmt":"2015-03-13T07:45:23","slug":"hinweise-des-tages-2332","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386#h01\">Griechenland\/Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386#h02\">Debatte um Kriegsschulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386#h03\">EZB-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386#h04\">Die Zukunft der gro&szlig;en Energieversorger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386#h05\">Reaktorkatastrophe von Fukushima Chaos f&uuml;r Jahrzehnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386#h06\">IWF bewilligt Milliardenkredit an die Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386#h07\">Hartmut Mehdorn will zum Schluss jetzt 6,5 Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386#h08\">Rund 280.000 Hartz-IV-Empf&auml;nger pflegen Angeh&ouml;rige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386#h09\">Bundeswehr-Gro&szlig;projekte um 12,9 Milliarden Euro teurer als geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386#h10\">Steinmeier warnt USA vor Waffenlieferungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386#h11\">Auswertung der Antwort auf die Kleine Anfrage: R&uuml;stungsexportentscheidungen des Bundessicherheitsrates &ndash; Kabinette Schr&ouml;der II, Merkel I und Merkel II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386#h12\">Eine brandgef&auml;hrliche Wette<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386#h13\">Zu guter Letzt: Blumen f&uuml;r die Kanzlerin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25386&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland\/Deutschland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Deutsche Verbohrtheit<\/strong><br>\n&ldquo;Der Geisterfahrer&rdquo;, titelte der Spiegel unmittelbar nach der Wahl von Alexis Tsipras. In den Tagesthemen der &ouml;ffentlich-rechtlichen ARD wird EU-Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz von einer Moderatorin salopp gefragt, ob er dem Griechen-Premier auch schon ordentlich &ldquo;auf die Finger geklopft&rdquo; habe. Die BILD-Zeitung bittet ihre Leser Poster gegen die &ldquo;gierigen Griechen&rdquo; im Internet hochzuladen und auch die normalerweise seri&ouml;se S&uuml;ddeutsche Zeitung f&auml;hrt seit Wochen eine Kampagne mit einem Stakkato an antigriechischen Kommentaren, die oft nicht einmal mehr tangential etwas mit der Realit&auml;t zu tun haben. Die Beispiele lie&szlig;en sich endlos fortsetzen, doch das Bild ist klar: Deutschlands Medien haben sich, von wenigen lobenswerten Ausnahmen abgesehen, seit der Wahl der neuen griechischen Regierung in einen Kampfmodus hineingeschrieben, der seinesgleichen sucht. Da wird mit nicht einmal mehr verhohlener Diffamierungsabsicht von der &ldquo;links-rechten Populistenregierung&rdquo; geschrieben (SZ), mit erfundenen und aufgebauschten Vorw&uuml;rfen gearbeitet. Es darf angenommen werden, dass dieses Bashing den beteiligten Journalisten nicht einmal mehr selbst auff&auml;llt. Man schreibt sich im Herdentrieb in einen Mainstream hinein und glaubt selbst noch, man w&uuml;rde die Realit&auml;t objektiv abbilden. [&hellip;]<br>\nWagt man einen Blick in internationale Zeitungen wie den Guardian, den konservativen Telegraph, oder in die des Linksradikalismus v&ouml;llig unverd&auml;chtige Financial Times und dem Wall Street Journal, dann bietet sich ein v&ouml;llig anderes Bild: Nicht, dass diese Zeitungen durchgehend Syriza-freundlich berichten und kommentieren w&uuml;rden &ndash; aber es kommen eben unterschiedliche Stimmen zu Wort und die Mehrheit der Kommentatoren verschweigt nicht, dass die neue griechische Regierung grunds&auml;tzlich die makro&ouml;konomische Vernunft auf ihrer Seite hat: Austerit&auml;t funktioniert nicht; das oktroyierte Sparprogramm hat den Krisenl&auml;ndern eine soziale Katastrophe beschert; die ganze Eurozone ist in eine Depression gest&uuml;rzt und die Schulden k&ouml;nne man nie zur&uuml;ckzahlen, wenn man L&auml;nder wie Griechenland weiter stranguliere. In der New York Times wird gar mit der autoritativen Autorenzeile &ldquo;By the Editorial Board&rdquo; (was &uuml;blicherweise annonciert, dass es sich hierbei um die Meinung der Gesamtredaktion, nicht um die eines Journalisten handelt) gefordert: &ldquo;Gebt Griechenland Raum zum Man&ouml;vrieren.&rdquo; Von all dem bekommt der deutsche Leser nichts mit. Deutschland wird zum gro&szlig;em &bdquo;Tal der Ahnungslosen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++fee6d932-c8a5-11e4-93a4-52540066f352\">Robert Misik via Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><strong>Harald Schumann (Troika) kommentiert den unfassbar arroganten Tonfall von Sch&auml;uble gegen&uuml;ber Griechenland<\/strong><br>\nDiesen Sch&auml;uble muss man geh&ouml;rt haben (der Ton ist auf Deutsch), der h&auml;ssliche Deutsche, wie er leibt und lebt. Da hilft auch kein Fremdsch&auml;men mehr, nur noch abw&auml;hlen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/harald.schumann.5?fref=nf&amp;pnref=story\">Harald Schumann via Facebook<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=player_embedded&amp;v=olKu10tGgHc\">Sch&auml;uble im TV-Sender MEGA via YouTube<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Der griechische Aufschwung ist eine statistische Illusion&rdquo;<\/strong><br>\nDer US-&Ouml;konom James K. Galbraith ber&auml;t Griechenland in den Verhandlungen mit der Eurogruppe. Er fordert mehr Vertrauen in Europa &ndash; und endlich einen langfristigen Plan.<br>\nDer vermeintliche Anfang des griechischen Aufschwungs war eine statistische Illusion. Wenn das Bruttoinlandsprodukt so schnell so stark einbricht wie in Griechenland, kommt irgendwann zwangsl&auml;ufig der Punkt, an dem es wieder w&auml;chst. Au&szlig;erdem wurde v&ouml;llig &uuml;bersehen, dass die Preise in Griechenland noch immer rasant fallen. Um 1,4 Prozent allein im vergangenen Jahr. Das ist f&uuml;r Unternehmen ein Problem, deren Gewinnmargen immer geringer werden, und f&uuml;r alle, die Schulden haben, denn die Schuldenlast wird w&auml;hrend einer Deflation immer gr&ouml;&szlig;er. Und &uuml;berhaupt: Wenn es wirklich einen Aufschwung gegeben h&auml;tte, von dem die Menschen in Griechenland auch etwas gesp&uuml;rt h&auml;tten, w&auml;re die Wahl vermutlich nicht so ausgegangen, wie sie es ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-03\/griechenland-eurogruppe-james-galbraith\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Debatte um Kriegsschulden<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>V&ouml;lkerrechtler: Athens Forderungen sind zul&auml;ssig<\/strong><br>\nDer V&ouml;lkerrechtler an der Universit&auml;t Bremen, Professor Andreas Fischer-Lescano, kritisiert die Haltung der Bundesregierung zur Forderung Griechenlands nach Begleichung von Kriegsschulden. Dem ARD Politikmagazin Kontraste sagt er: &ldquo;Die Argumentation der Bundesregierung ist juristisch sehr d&uuml;rftig und anfechtbar. Der 2+4-Vertrag bindet Griechenland nicht, denn es ist nicht Partei dieses Vertrags. Es ist v&ouml;lkerrechtlich nicht zul&auml;ssig, einen Vertrag zu Lasten Dritter &ndash; in diesem Falle Griechenlands &ndash; abzuschlie&szlig;en.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/110520\/2970496\/voelkerrechtler-griechische-forderungen-nach-begleichung-der-kriegsschulden-nach-deutschem-recht\">Presseportal<\/a>\n<p>dazu: <strong>Griechenland: Deutschland dr&uuml;ckt sich um R&uuml;ckzahlung der Kriegsschulden<\/strong><br>\nBis zur Wiederherstellung der deutschen Einheit hatte Griechenland, wie die anderen ehemaligen Kriegsgegner, den Deutschen Schulden aus dem II. Weltkrieg gestundet. Doch nach der Wiedervereinigung weigerten sich alle Bundesregierungen mit Griechenland &uuml;ber Reparationen und Schulden aus der Besatzungszeit auch nur zu verhandeln: Nachdem der Krieg Jahrzehnte zur&uuml;ckliege, seien die Forderungen nicht mehr relevant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste-vom-12-03-2015\/griechenland-deutsche-schulden.html\">Kontraste<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Wenn wir der Stimmungsmache folgen und den dicken Emil geben, werden irgendwann die alten Rechnungen pr&auml;sentiert&ldquo;, warnte Albrecht Ritschl schon 2011<\/strong><br>\n&ldquo;Die Anti-Griechenland-Stimmung, die in vielen deutschen Medien verbreitet wird, ist hochgef&auml;hrlich. Und wir sitzen im Glashaus: Nur durch den weitgehenden Schulden- und Reparationsverzicht seiner Kriegsopfer aus dem Zweiten Weltkrieg ist Deutschlands Wiederaufstieg m&ouml;glich geworden. Deutschland hat im 20. Jahrhundert zwei Weltkriege begonnen &hellip; und anschlie&szlig;end haben die Feinde die Reparationszahlungen ganz oder in betr&auml;chtlichem Umfang erlassen. Dass die Bundesrepublik ihre wirtschaftliche Bl&uuml;te der Gnade anderer V&ouml;lker verdankt, hat auch in Griechenland niemand vergessen.<br>\nDie Griechen kennen die feindlichen Artikel aus deutschen Medien sehr gut. Wenn die Stimmung im Land umschl&auml;gt, alte Forderungen nach Reparationszahlungen laut und auch von anderen europ&auml;ischen Staaten erhoben werden und Deutschland diese je einl&ouml;sen muss, werden wir alle bis aufs Hemd ausgezogen. Wenn wir hier der Stimmungsmache folgen und den dicken Emil geben, der die Zigarre pafft und nicht zahlen will, dann werden irgendwann die alten Rechnungen wieder pr&auml;sentiert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/302-ritschl\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.P.:<\/strong> Norbert H&auml;ring zitiert aus einem alten SPON &ndash; Artikel, der uns vor Augen f&uuml;hrt wie verantwortungslos und gef&auml;hrlich die PR-Narrative weiter Teile unserer Medien sein k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Das ist ja nur konsequent. Wenn man von anderen verlangt, dass sie ihre Schulden bis auf den letzten Cent zur&uuml;ckzahlen, darf man sich nicht wundern, wenn das Gleiche von ihm verlangt wird. Anstatt diese Selbstverst&auml;ndlichkeit einzusehen, werden die Griechen daf&uuml;r beschimpft, dass sie so &ldquo;unversch&auml;mt&rdquo; sind, von den Deutschen genau das zu verlangen, was die Deutschen von ihnen verlangen, n&auml;mlich, dass sie ihre Schulden zur&uuml;ckzahlen. Und die Deutschen halten sich dabei auch noch f&uuml;r die moralisch &Uuml;berlegenen. Dreister geht&rsquo;s nicht.<\/em><\/p>\n<p>Siehe auch: <strong>Deutschland ist der gr&ouml;&szlig;te Schuldens&uuml;nder des 20. Jahrhunderts<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/euro-krise-deutschland-ist-der-groesste-schuldensuender-des-20-jahrhunderts-a-769052.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Was kostet die Schuld?<\/strong><br>\nFleischer war Mitte der 70er-Jahre im Bundesarchiv in Koblenz ein Konvolut frisch eingetroffener Akten aus US-Best&auml;nden in die H&auml;nde gefallen. Darin fand sich auch jene &ldquo;Denkschrift&rdquo;, in der Reichsbankbeamte Anfang 1945 die &ldquo;Reichsverschuldung gegen&uuml;ber Griechenland&rdquo; auflisteten. Hier war auch der Zwangskredit von 476 Millionen Reichsmark von 1942&nbsp;verzeichnet.<br>\nFleischer sagt, generelle Reparationsforderungen Griechenlands h&auml;tten heute keinen Erfolg mehr. Deshalb sollte Athen darauf &ldquo;offiziell verzichten&rdquo;, was das Land bislang nie getan hat. Der Verzicht sollte allerdings, so Fleischer zur S&uuml;ddeutschen Zeitung, &ldquo;mit der dringenden Bitte verbunden werden, dass man sich an einen Tisch setzt&rdquo; und mit der alten Anleihe&nbsp;befasst.<br>\nDenn die war eine griechische Besonderheit, in keinem anderen von den Nazis besetzten Land habe es so etwas gegeben, betont Fleischer. Hier hat Athen also einen Punkt. Der Historiker widerspricht daher auch dem Argument, der Zwangskredit falle unter die &ldquo;Reparationen&rdquo;, die sich 70 Jahre nach Kriegsende &ldquo;unter Freunden&rdquo; erledigt h&auml;tten, wie Berlin&nbsp;argumentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/reparationen-fuer-nazi-graeuel-was-kostet-die-schuld-1.2331976\">Christine Schl&ouml;tzer, Joachim K&auml;ppner in der SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EZB-Politik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Varoufakis kritisiert EZB-Politik: &ldquo;EZB nimmt uns die Luft zum Atmen&rdquo;<\/strong><br>\nGriechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis hat erneut gegen die Rolle der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) im Schuldenstreit gewettert. &ldquo;Aus meiner Sicht verfolgt die EZB eine Politik gegen&uuml;ber unserer Regierung, die ihr die Luft zum Atmen nimmt&rdquo;, sagte Varoufakis dem griechischen Fernsehsender Mega.<br>\nIn dem Interview wertete Varoufakis das Vorgehen der EZB zudem als Druckmittel, mit dem die anderen Staaten der Euro-Zone und der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) gezwungen w&uuml;rden, eine &Uuml;bereinkunft mit Griechenland zu erzielen.<br>\nBundesbank-Pr&auml;sident Jens Weidmann wies die Vorw&uuml;rfe aus Griechenland zur&uuml;ck: Es sei Aufgabe der Regierungen und Parlamente zu entscheiden, ob sie bereit seien, die Griechenlandrisiken weiter auszuweiten und den Finanzbedarf des griechischen Staates zu decken, sagte Weidmann. &ldquo;Ich sehe diese Aufgabe weniger denn je beim Eurosystem.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/griechenland-425.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>EZB-Er&ouml;ffnung: B&uuml;rger bleiben vor der T&uuml;r<\/strong><br>\nBei der Er&ouml;ffnung der EZB m&uuml;ssen die meisten Journalisten drau&szlig;en bleiben und mit ihnen die B&uuml;rger. So geht die EZB mit der Pressefreiheit um: Man l&auml;sst die Tageszeitungen einfach nicht rein. Ein mieser Einstieg in die Beziehungen zur neuen Heimatstadt der EZB. Der FR-Kommentar.<br>\nSch&ouml;n, dass die EZB nun auch offiziell er&ouml;ffnet wird. Schade, dass der Europ&auml;ischen Zentralbank so restlos gleichg&uuml;ltig ist, was die Stadt Frankfurt, das Rhein-Main-Gebiet und die B&uuml;rger davon mitbekommen. Da wird gleich zum Start gezeigt, wie wichtig sie ihren Standort nimmt: Die meisten Journalisten m&uuml;ssen drau&szlig;en bleiben. Mit ihnen bleiben die B&uuml;rger vor der T&uuml;r, f&uuml;r die sie berichten.<br>\nDrinnen begr&uuml;&szlig;t OB Feldmann die G&auml;ste im Namen der Stadt, drinnen hei&szlig;t Wirtschaftsminister Al-Wazir die Banker in Hessen willkommen. Drau&szlig;en stehen die Reporter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Frankfurter Neuen Presse, der Bild und auch Ihrer Frankfurter Rundschau. Zutritt verboten!<br>\nWas Feldmann sagt, was Al-Wazir sagt, wie die Reden aufgenommen werden, wie die geladenen G&auml;ste reagieren, das werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, in einem Text von einer Nachrichtenagentur lesen. Sie werden nicht in unterschiedlichen Zeitungen verschiedene Eindr&uuml;cke vergleichen k&ouml;nnen, sie werden nicht aus verschiedenen Perspektiven &uuml;ber die Er&ouml;ffnungsfeier informiert werden.<br>\nSo geht die EZB mit der Pressefreiheit um: Man l&auml;sst die Tageszeitungen einfach nicht rein &ndash; und ihre Leserinnen und Leser auch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt\/ezb-eroeffnung-buerger-bleiben-vor-der-tuer,1472798,30104212.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p>dazu: <strong>Euro-Milliarden von der EZB: Hurra! Geld f&uuml;r Reiche!<\/strong><br>\nJetzt explodiert die Billionen-Bombe: Europas Zentralbank flutet den Kontinent mit Geld. Wer profitiert davon? Nur die Banken und Investoren. Nicht die B&uuml;rger. [&hellip;]<br>\nMit seinen Milliarden schreibt Draghi ein neues Kapitel in der langen Geschichte der Umverteilung von unten nach oben. Denn das Risiko ist hoch, dass das Geld in der sogenannten Realwirtschaft gar nicht ankommt. Stattdessen steigen Aktien und Immobilien im Wert. Die Reichen werden reicher.<br>\nDer Rest hat das Nachsehen: Sparb&uuml;cher, Lebensversicherungen, die Versorgungswerke der Berufsgruppen &ndash; die niedrigen Zinsen ruinieren den deutschen Weg der Daseinsvorsorge. Der Finanzkapitalismus ist ins deutsche Wohnzimmer geschwappt und hat alte Sicherheiten fortgesp&uuml;lt. Da wird noch so mancher sein Kreuz bei der AfD machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/kolumne-augstein-ezb-hilft-banken-nicht-buergern-a-1023111.html\">Kolumne von Jakob Augstein<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Zukunft der gro&szlig;en Energieversorger<\/strong><br>\nDie Studie zeigt auf, wie sich die Marktbedingungen der Big 4 (RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW) nach der Liberalisierung der Energiem&auml;rkte und durch die Energiewende ver&auml;ndert haben. Zudem analysiert die Studie, welche Antworten die Big 4 hierauf entwickelten, welche strategischen Fehler sie dabei begangen und welche Perspektiven die Big 4 f&uuml;r die Zukunft haben&hellip;.<br>\nDie Hauptschuld trifft die damals und heute verantwortlichen Manager. Sie haben sich zu lange auf vormals blendenden Gesch&auml;ftszahlen ausgeruht, die oftmals alleine das Ergebnis von Quasimonopolen waren. Sie haben sich zu lange auf ihren Einfluss auf die Politik verlassen. Sie haben zu lange auf die Kernkraft gesetzt, obwohl absehbar war, dass sich &ndash; auch ohne eine Katas&shy;trophe wie in Fukushima &ndash; die politischen Verh&auml;ltnisse jederzeit &auml;ndern k&ouml;nnten. Sie haben ferner zu lange die Dynamik des Ausbaus Erneuerbarer Energien untersch&auml;tzt und dessen Aus&shy;wirkungen auf den fossilen Kraftwerkspark verkannt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www2.alternative-wirtschaftspolitik.de\/uploads\/m0815.pdf\">Die Studie im Auftrag von Greenpeace von Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup und Prof. Dr. Ralf-M. Marquard, siehe Alternative Wirtschaftspolitik.de [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> In dieser Woche haben RWE und E.ON ihre Bilanzen vorgelegt. Das ganze lief dann unter den &Uuml;berschriften <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/eon-bilanz-traurige-rekorde\/11487236.html\">&bdquo;Traurige Rekorde&ldquo;<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/jahresbilanz-von-rwe-im-tal-der-traenen\/11486102.html\">&bdquo;Im Tal der Tr&auml;nen&ldquo;<\/a>. Dennoch sprudeln die Gewinne der Stromkonzerne weiterhin im Milliardenbereich, allerdings nicht mehr so hoch, wie noch in den Jahren davor. Ist das wirklich traurig? Auf der anderen Seite k&ouml;nnen die Konzerne weiterhin auf Entsch&auml;digungen hoffen. Beim Bundesverfassungsgericht ist eine Klage der Betreiberfirmen E.ON, RWE und Vattenfall gegen die fr&uuml;hzeitige Abschaltung von Atomkraftwerken <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!156005\/\">anh&auml;ngig<\/a>. Vor deutschen und internationalen Gerichten sind es bereits mehr als 20 Klagen. Darin fordern die arg gebeutelten Konzerne Schadenersatz in Milliardenh&ouml;he.<\/em><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>R&uuml;ckgabe Elektroschrott<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150313_hdt_01.gif\" alt=\"Harm Bengen: R&uuml;ckgabe Elektroschrott\" title=\"Harm Bengen: R&uuml;ckgabe Elektroschrott\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Reaktorkatastrophe von Fukushima Chaos f&uuml;r Jahrzehnte<\/strong><br>\nVier Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima sind die Aufr&auml;umarbeiten an der Ungl&uuml;cksstelle noch immer in vollem Gange. Die Reste der Atomreaktoren sind hei&szlig; und ben&ouml;tigen gro&szlig;e Mengen K&uuml;hlwasser. Was in den Reaktoren genau geschah, ist noch unklar. Kosmische Strahlung soll jetzt genutzt werden, das herauszufinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/reaktorkatastrophe-in-fukushima-chaos-fuer-jahrzehnte-1.2386487\">Christopher Schrader in der SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>IWF bewilligt Milliardenkredit an die Ukraine<\/strong><br>\nDer IWF hat gestern beschlossen, der Ukraine einen vierj&auml;hrigen Kredit &uuml;ber 17,5 Milliarden zu gew&auml;hren und damit das Land vor der drohenden Staatspleite zu retten, bzw. diese hinauszuschieben. Es w&auml;re kaum denkbar gewesen, dass der IWF zu einer anderen Entscheidung h&auml;tte kommen k&ouml;nnen, da der Westen uneingeschr&auml;nkt hinter Kiew gegen die &ldquo;russische Aggression&rdquo; steht. Den Kredit nicht zu gew&auml;hren, h&auml;tte nicht nur bedeutet, dass die Ukraine bankrottgeht, sondern auch, dass die milit&auml;rische Aufr&uuml;stung zusammenbricht.<br>\nAllerdings kommt der Kredit nicht den ukrainischen Menschen zugute, erf&uuml;llt werden lediglich Schuldenpflichten. Das k&ouml;nnte demn&auml;chst &auml;hnlich wie in Griechenland zu Protesten gegen die Regierung f&uuml;hren, weil die Bev&ouml;lkerung unter den mit den Krediten verbundenen Sparma&szlig;nahmen noch mehr leiden wird.<br>\nZwar hatte der ukrainische Pr&auml;sident Poroschenko wohl gehofft, in der ersten Tranche mehr zu erhalten, als die 2,7 Milliarden US-Dollar, die der IWF bewilligt hat. Er hatte auf mindestnes 5 Milliarden gehofft und erkl&auml;rt, dass es desto besser sei, je mehr die Ukraine erhalte. Der IWF erkl&auml;rt, man erkenne an, dass die Regierung ernsthaft eine makro&ouml;konomische Stabilit&auml;t anstrebe, entscheidend sei, die Inflation unter 10 Prozent zu reduzieren, die internationalen W&auml;hrungsreserven aufzustocken und die Schulden kontrollieren zu k&ouml;nnen. Es m&uuml;ssten Reformen durchgef&uuml;hrt und das Finanzsystem stabilisiert werden. Die Auflagen sind gro&szlig; und k&ouml;nnten die politische Stabilit&auml;t untergraben. So muss das Rentensystem angepasst, also gek&uuml;rzt werden, es m&uuml;ssen staatliche Angestellte entlassen werden, um den neoliberal gew&uuml;nschten schlanken Staat zu erhalten, das Bildungs- und Gesundheitssystem muss reformiert werden, was hei&szlig;t, dass die Privatisierung vorangetrieben werden soll, die Subventionen f&uuml;r Gas m&uuml;ssen abgeschafft und staatliche Unternehmen privatisiert werden. Der IWF h&auml;lt unerbittlich an der Ideologie fest, die noch nie sonderlich erfolgreich war und die beispielsweise auch daf&uuml;r verantwortlich war, Putin nach den Eskapaden der Jelzin-&Auml;ra zur Macht zu verhelfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44378\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hartmut Mehdorn will zum Schluss jetzt 6,5 Milliarden<\/strong><br>\nVor der heutigen Sitzung, bei der sich alles ums Geld dreht, gab es heftigen Streit. Der scheidende Flughafenchef Hartmut Mehdorn mahnt von Berlin, Brandenburg und dem Bund die &uuml;berf&auml;llige Freigabe der 1,1 Milliarden Euro an, mit denen der Hauptstadtflughafen bis 2017 zu Ende gebaut werden soll. Mehdorn warnte: Das Geld reiche nur noch bis Sp&auml;tsommer. Der Aufsichtsrat reagierte ver&auml;rgert. Mehdorn &uuml;bertreibe. Also nur ein dramatischer Effekt zum Abschied des Flughafenchefs? Ein &Uuml;berblick &uuml;ber die aktuelle Finanzlage am BER:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/noch-mehr-geld-fuer-ber-hartmut-mehdorn-will-zum-schluss-jetzt-6-5-milliarden\/11497588.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rund 280.000 Hartz-IV-Empf&auml;nger pflegen Angeh&ouml;rige<\/strong><br>\nDas sind gut sieben Prozent der Personen im erwerbsf&auml;higen Alter, die in einem Haushalt leben, der Hartz-IV-Leistungen bezieht. Bei Personen, die keine Hartz-IV-Leistungen beziehen, liegt dieser Anteil bei f&uuml;nf Prozent. Dies geht aus einer Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vom Donnerstag hervor.<br>\n33 Prozent der pflegenden Hartz-IV-Empf&auml;nger k&uuml;mmern sich mindestens 20 Stunden in der Woche um ihre Angeh&ouml;rigen. Bei Pflegenden, die keine Leistungen beziehen, sind es 18 Prozent. 22 Prozent der pflegenden Hartz-IV-Empf&auml;nger sind zehn bis 19 Stunden in der Pflege t&auml;tig und 40 Prozent neun Stunden oder weniger.<br>\nDabei &uuml;bernehmen 91 Prozent der pflegenden Hartz-IV-Empf&auml;nger Besorgungen und Erledigungen au&szlig;er Haus und 76 Prozent Aufgaben der Haushaltsf&uuml;hrung und der Versorgung mit Mahlzeiten und Getr&auml;nken. 59 Prozent der Befragten leisten aber auch einfache Pfleget&auml;tigkeiten wie etwa Hilfe beim Ankleiden. 22 Prozent verrichten zudem schwierigere Pfleget&auml;tigkeiten wie beispielsweise Hilfe beim Umbetten.<br>\nGrunds&auml;tzlich m&uuml;ssen alle erwerbsf&auml;higen Leistungsbezieher dem Arbeitsmarkt zur Verf&uuml;gung stehen. Unter bestimmten Voraussetzungen k&ouml;nnen sie aber davon befreit werden. Bei Nicht-Pflegenden sind dies mit knapp 33 Prozent am h&auml;ufigsten gesundheitliche Probleme. Bei pflegenden Hartz-IV-Beziehern ist der h&auml;ufigste Grund mit 28 Prozent die Pflege Angeh&ouml;riger, gefolgt von gesundheitlichen Einschr&auml;nkungen mit 26 Prozent und Kinderbetreuung mit 20 Prozent. Dabei k&ouml;nnen mehrere Gr&uuml;nde gleichzeitig zutreffen. So kann es sein, dass Personen aus einem anderen Grund dem Arbeitsmarkt nicht zur Verf&uuml;gung stehen und sich erst danach f&uuml;r die Pflege eines Angeh&ouml;rigen entscheiden.<br>\nDie IAB-Forscherinnen Katrin Hohmeyer und Eva Kopf schreiben in ihrer Studie: &bdquo;Insgesamt ist die Erwerbssituation der pflegenden und nicht-pflegenden Leistungsbezieher &auml;hnlich. Ungef&auml;hr ein Zehntel beider Gruppen ist erwerbst&auml;tig. Wenn allerdings Pflegende nach einer Arbeit suchen, streben sie seltener eine Vollzeitbesch&auml;ftigung an.&ldquo; Insbesondere wenn die Pflege einen hohen Stundenumfang einn&auml;hme, d&uuml;rfte es schwierig sein, neben der Pflege einer bedarfsdeckenden Erwerbst&auml;tigkeit nachzugehen.<br>\nPflegende Hartz-IV-Empf&auml;nger st&uuml;nden, so Hohmeyer und Kopf, im Spannungsfeld zwischen Pfleget&auml;tigkeit und Arbeitsmarktbeteiligung. Einerseits werde der Pflegebedarf durch den demografischen Wandel steigen. Andererseits sei aus gesellschaftlicher Perspektive eine hohe Erwerbsbeteiligung erstrebenswert.<br>\nDie Studie beruht auf dem Panel &bdquo;Arbeitsmarkt und soziale Sicherung&ldquo;, in der sowohl Haushalte mit Hartz-IV-Bezug als auch ohne Leistungsbezug befragt werden. Sie ist im Internet abrufbar unter:<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2015\/kb0515.pdf\">IAB [PDF]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2015\/kb0515_Anhang.pdf\">Erg&auml;nzende Daten zu Pflegenden und Nichtpflegenden ohne ALG-II-Bezug &ndash; IAB [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bundeswehr-Gro&szlig;projekte um 12,9 Milliarden Euro teurer als geplant<\/strong><br>\nDem Leitbild-Anspruch einer gr&ouml;&szlig;eren sicherheitspolitischen Verantwortung stehen in der Hauptsache Versp&auml;tungen und vermutlich Kungeleien, Verdunkelungen und Murks gegen&uuml;ber<br>\nIm Herbst vergangenen Jahres hatte die Studie eines externen Beraterkonsortium, das von der Verteidigungsministerin beauftragt war, Gro&szlig;projekte der Bundeswehr genauer zu untersuchen, erhebliche M&auml;ngel festgestellt. In Medienberichten hierzu fiel die Erkennis auf, dass es dem &ldquo;Bund nicht gelinge, seine &lsquo;Kosten-, Termin- und Leistungsziele&rsquo; gegen&uuml;ber der Industrie durchzusetzen&rdquo;.<br>\nHeute wurde zu diesem Problemkomplex eine Kostengr&ouml;&szlig;e bekannt: Um 12,9 Milliarden Euro sind die 15 gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungsprojekte der Bundeswehr teurer als geplant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44381\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Steinmeier warnt USA vor Waffenlieferungen<\/strong><br>\nBundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die deutsche Ablehnung von Waffenlieferungen an die Ukraine bekr&auml;ftigt. Bei einem Besuch in Washington warnte Steinmeier am Donnerstag, die von Teilen der US-Regierung geforderte Unterst&uuml;tzung Kiews mit Defensivwaffen k&ouml;nne den Konflikt &bdquo;in eine n&auml;chste Phase katapultieren&ldquo;.<br>\nAm Mittwochabend hatte der Au&szlig;enminister mit seinem US-Kollegen John Kerry die Bedeutung einer diplomatischen L&ouml;sung unterstrichen. Steinmeier rief dazu auf, den Weg &uuml;ber politischen und &ouml;konomischem Druck gegen&uuml;ber Russland fortzusetzen.<br>\nWaffenlieferungen w&uuml;rden die bisherige Strategie durchkreuzen, sagte der Au&szlig;enminister. Die Ukraine-Krise sei &bdquo;von Anfang an kein Konflikt auf Augenh&ouml;he&ldquo; gewesen. Waffen f&uuml;r Kiew w&uuml;rden zwangsl&auml;ufig zu einer Aufr&uuml;stung der prorussischen Separatisten f&uuml;hren und am Ende nur das Eskalationsniveau anheben, sagte der Au&szlig;enminister bei einer Veranstaltung des Politikinstituts Center for Strategic and International Studies (CSIS).<br>\nDeutschland nimmt beim Ukraine-Konflikt in den Augen Kerrys eine Rolle als Europas Chefvermittlers ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/krise-in-der-ukraine-steinmeier-warnt-usa-vor-waffenlieferungen\/11492926.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Auswertung der Antwort auf die Kleine Anfrage: R&uuml;stungsexportentscheidungen des Bundessicherheitsrates &ndash; Kabinette Schr&ouml;der II, Merkel I und Merkel II<\/strong><br>\nErstmals ver&ouml;ffentlicht die Bundesregierung Namen von exportierenden R&uuml;stungsfirmen. Damit ist in einem wesentlichen Punkt der Kontrolle der deutschen R&uuml;stungsexporte nun Transparenz geschaffen. Unklar bleibt dabei, ob die Bundesregierung nun auch in anderen Zusammenh&auml;ngen abseits des BSR, also in R&uuml;stungsexportberichten, bei Kleinen Anfragen zu anderen R&uuml;stungsexporten etc., Unternehmensnamen nennen wird. Eine Nicht- Ver&ouml;ffentlichung d&uuml;rfte aus unserer Sicht jedoch rechtlich und sachlich nun kaum zu begr&uuml;nden sein. Interessant ist allerdings, dass die Bundesregierung in der Vorbemerkung zur Antwort auf die Kleine Anfrage mitteilt, dass sie aufgrund des BVerfG-Urteils nur zu Angaben zum konkreten R&uuml;stungsgut, Auftragsvolumen und Empf&auml;ngerland verpflichtet sei. Die Vorbemerkung der Bundesregierung ist wohl dahingehend zu interpretieren, dass mit der Beantwortung der KA keine Pr&auml;judizierung geschaffen werden soll und sie sich damit die M&ouml;glichkeit offen halten will, zuk&uuml;nftig nach Bedarf weiterhin Unternehmensnamen geheim zu halten.<br>\nZudem erhalten wir zum ersten Mal einen Einblick in den Umfang der BSR-Entscheidungen. Offenbar tagte der BSR in der Vergangenheit eher unregelm&auml;&szlig;ig, ungef&auml;hr vier Mal im Jahr. Im Schnitt wurden jedes Jahr nur rund 14 Genehmigungen im BSR erteilt, weniger als 0,1% aller R&uuml;stungsexportentscheidungen (Vergleichsjahre 2008: 15.458 Genehmigungen insgesamt, 2009: 16.202; im Vorbereitenden Ausschuss (VoA): 16,8 Entscheidungen im Jahresdurchschnitt, etwas mehr als 0,1%). 99,8% werden demnach auf unterer Ebene, im Ministerium oder im BAFA genehmigt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jan-van-aken.de\/files\/bundessicherheitsrat__auswertungkleine_anfrage___jan_van_aken-5.3.2015_.pdf\">Jan van Aken (MdB, Die Linke) [PDF]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.waffenexporte.org\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/18-3002.pdf\">Kleine Anfrage der Abgeordneten Jan van Aken, Christine Buchholz, Annette Groth u. a. der Fraktion DIE LINKE betr.: R&uuml;stungsexportentscheidungen des Bundessicherheitsrates&rdquo; [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Interessant ist, dass angesichts der Gesamtzahl der Exportgenehmigungen nur wenige, vermutlich die wirklich heiklen, vom Bundessicherheitsrat genehmigt wurden. Dabei wird deutlich, dass z.B. Waffenlieferungen an h&ouml;chst fragw&uuml;rdige Regime wie in Saudi-Arabien von Regierungsparteien aller Couleur in gleicher Weise verantwortet wurden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Eine brandgef&auml;hrliche Wette<\/strong><br>\nSanktionen werden den Konflikt mit Moskau nicht l&ouml;sen. Das Ende k&ouml;nnte bitter werden.<br>\nNach offizieller Lesart des Westens sind Sanktionen ein Mittel, Russland f&uuml;r seinen Versto&szlig; gegen die Regeln der internationalen Ordnung zu bestrafen und sein k&uuml;nftiges Verhalten zu korrigieren. Die Russen sehen das v&ouml;llig anders. In ihren Augen sollen die Sanktionen Russland und seine Verteidigungsf&auml;higkeit schw&auml;chen. Diese gegens&auml;tzlichen Auffassungen sind nur die Spitze eines Eisbergs gegenseitiger Missverst&auml;ndnisse zwischen Russland und dem Westen, die in der fundamentalen Uneinigkeit dar&uuml;ber wurzeln, wie Nationen in der Welt von heute ihre Sicherheit gew&auml;hrleisten k&ouml;nnen.<br>\nIn der Frage, wie es zum Konflikt in der Ukraine kommen konnte, sind wir v&ouml;llig unterschiedlicher Ansicht. Nach Putins Auffassung griff er ein, um Russland zu verteidigen und ein drohendes Sicherheitsrisiko auszuschalten. Nach dieser Logik wird Russland vom Westen bedr&auml;ngt. Es darf nicht zulassen, dass die Ukraine, mit der es wirtschaftlich so eng verbunden ist, g&auml;nzlich in den Einflussbereich seines Gegners ger&auml;t, der die Ukrainer beschwatzen oder zwingen k&ouml;nnte, sich gegen die Russen zu stellen, ohne dass Russland Mittel hat, diesen Druck zu erwidern. Aus westlicher Sicht dagegen bedroht der Regelversto&szlig; Russlands unser gesamtes System und somit die Sicherheit (und auch Wohlstand und Freiheit) aller.<br>\nNach Aussage westlicher Staatschefs bezwecken sie mit den Sanktionen, &bdquo;Putins Kalk&uuml;l zu ver&auml;ndern&ldquo;. Das setzt voraus, dass es Vorteile g&auml;be, auf die Putin bereit w&auml;re zu verzichten, wenn im Gegenzug der Druck aktueller oder k&uuml;nftiger Sanktionen gemildert wird. Doch wer von diesem Kosten-Nutzen-Modell ausgeht &ndash; das der Strafverfolgung entliehen ist &ndash;, verkennt gr&uuml;ndlich, was f&uuml;r Russland auf dem Spiel steht. F&uuml;r die Russen ist die Ukraine keine Beute, deren Wert sie mit den Kosten des Raubzugs verrechnen. In ihren Augen diente Russlands Eingreifen in der Ukraine vielmehr der Verteidigung gegen eine existenzielle Bedrohung&hellip;.<br>\nEin nicht-milit&auml;risches Ende ist nur zu erreichen, wenn wir die Grundproblematik der unvereinbaren Sicherheitsbegriffe l&ouml;sen. Putins Interesse ist die Sicherheit. Unseres auch. Wir haben fundamental unterschiedliche Ansichten. Diese Unterschiede beizulegen, muss das wahre Thema von Verhandlungen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/eine-brandgefaehrliche-wette-828\/\">Clifford Gaddy in Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Blumen f&uuml;r die Kanzlerin<\/strong><br>\nVor vier Jahren fand Angela Merkel ihre Rolle als Politikerin. Wir erinnern uns an den verheerenden Tsunami in Japan und den Super-Gau in Fukushima. Wenige Tage sp&auml;ter machte die Kanzlerin ihre politische Kehrtwende in der Energiepolitik. Anstatt wie vorher geplant, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verl&auml;ngern und damit auch das Gesch&auml;ftsmodell der gro&szlig;en Energieversorger, unternahm sie jetzt das Gegenteil. Der Atomausstieg wurde im Vergleich zu den urspr&uuml;nglichen Planungen der Regierung Schr&ouml;der\/Fischer sogar noch beschleunigt. Die Folgen sind bekannt. Weder sind bei uns die Lichter ausgegangen, noch ist der Industriestandort Deutschland untergegangen. Lediglich die gro&szlig;en Energieversorger haben ihr Gesch&auml;ftsmodell verloren, weil sich fett gewordene Dinosaurier offenkundig nicht mehr auf neue Rahmenbedingungen einstellen k&ouml;nnen. Vor allem haben wir aber mit der Kanzlerin viel &uuml;ber Politik gelernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2015\/03\/11\/blumen-fuer-die-kanzlerin\/\">Wiesaussieht<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25386","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25386"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25386\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25392,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25386\/revisions\/25392"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25386"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}