{"id":25393,"date":"2015-03-13T16:33:07","date_gmt":"2015-03-13T15:33:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393"},"modified":"2015-11-09T15:15:41","modified_gmt":"2015-11-09T14:15:41","slug":"hinweise-des-tages-ii-189","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h01\">Five minutes with Philippe Legrain: &ldquo;The Eurozone has become a glorified debtors&rsquo; prison&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h02\">Juncker hatte doch Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h03\">Erneuerung Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h04\">Partying Like It&rsquo;s 1995 &ndash; Feiern als w&auml;r&rsquo;s 1995<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h05\">Ohne Fehl am Tadel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h06\">F&uuml;nf Voraussetzungen f&uuml;r eine erfolgreiche Umsetzung des Mindestlohns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h07\">&Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften &ndash; Lehren aus internationaler Erfahrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h08\">Zwischenbericht: &bdquo;Freibrief f&uuml;r noch mehr Lastwagen auf den Stra&szlig;en&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h09\">Entscheidung Bundesverfassungsgericht &ndash; Kein pauschales Kopftuchverbot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h10\">&ldquo;Schwimmende Telefonzelle&rdquo; f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h11\">Tochter der Deutschen Bank f&auml;llt durch Stresstest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h12\">Spanien im Wahljahr: Links? Rechts? &Uuml;berholte Kategorien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h13\">Wie man einen Konflikt verkauft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h14\">Gro&szlig;e Koalition: SPD-Chef Gabriel gibt Wahl 2017 de facto verloren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h15\">Merkel will die Deutschen durch Nudging erziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393#h16\">Zu guter Letzt: Obacht!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25393&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Five minutes with Philippe Legrain: &ldquo;The Eurozone has become a glorified debtors&rsquo; prison&rdquo;<\/strong><br>\nAs well as gambling on American subprime mortgages, German and French banks lent too much, badly to Spanish and Irish homebuyers and property developers, Portuguese consumers and the Greek government, both directly and together with local banks. When the bubbles burst and banks began to fail, governments decided to bail them out, protecting banks&rsquo; creditors. Banks&rsquo; initial losses were often related to American subprime mortgages, over which European governments had no control. But when it became clear in early 2010 that Greece could not pay its debts, Merkel &ndash; together with a French trio of Jean-Claude Trichet at the ECB, Dominique Strauss-Kahn at the IMF and President Nicolas Sarkozy &ndash; took a different approach.<br>\nTo avoid losses for French and German banks, they decided to pretend that Greece was merely going through temporary funding difficulties. And under the pretence that the financial stability of the Eurozone as a whole was at risk, they decided to breach the legal basis on which the Eurozone was formed &ndash; the &ldquo;no-bailout rule&rdquo; &ndash; and lend to the Greek government so that it could repay those foreign banks and investors. Further loans from EU governments to Ireland, Portugal and Spain followed, primarily to bail out local banks that would otherwise have defaulted on their borrowing from German and French banks and other financial investors.<br>\nAs a result of these bailouts, the bad lending of private banks has become obligations between governments. And a crisis that could have united Europe in a collective effort to curb the banks that got us into this mess has instead divided it, pitting creditor countries &ndash; principally Germany &ndash; against debtor ones, with EU institutions becoming instruments for creditors to impose their will on debtors. The Eurozone has become, in effect, a glorified debtors&rsquo; prison. [&hellip;]<br>\nClearly, the Eurozone&rsquo;s current plight is very different to Germany&rsquo;s at the turn of the century. Back then, Germany was not suffering a banking crisis. It didn&rsquo;t have huge private debts that households and companies were trying to reduce. And it was surrounded by booming economies to which it could easily export more. So when Merkel repeats the mantra that Germany&rsquo;s earlier experience shows that fiscal consolidation can be compatible with growth in the Eurozone now, she is comparing apples and oranges.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.lse.ac.uk\/europpblog\/2015\/03\/09\/five-minutes-with-philippe-legrain-the-eurozone-has-become-a-glorified-debtors-prison\/\">LSE&rsquo;s EUROPP blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Lang, aber sehr interessant. Legrain war von 2011 bis 2014 Berater des ehemaligen Kommissionspr&auml;sidenten Barroso. Der scheint ihm aber selten zugeh&ouml;rt zu haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Juncker hatte doch Recht<\/strong><br>\nNach einem Hilferuf aus Athen empf&auml;ngt Kommissionschef Juncker heute den griechischen Premier Tsipras. Doch Juncker kann nicht viel ausrichten. Berlin spricht ihm das Recht ab, zu helfen &ndash; dabei ist das sein Job. [&hellip;] Nach einem Ukas aus Berlin lenkte Juncker n&auml;mlich ein und erkl&auml;rte, er k&ouml;nne keine Finanzhilfen f&uuml;r Athen mehr durchsetzen. Das sei einzig und allein Aufgabe der Eurogruppe. Das ist auch die deutsche Auffassung &ndash; doch sie ist falsch. Die Eurogruppe existiert n&auml;mlich im EU-Recht gar nicht. Die Kommission hingegen ist Teil der Troika, die Berlin so sch&auml;tzt. Juncker ist daher im Recht, wenn er sich f&uuml;r bessere Konditionen f&uuml;r Athen einsetzt. Das letzte Wort haben allerdings die Geberl&auml;nder &ndash; und die agieren nach eigenen Regeln und Interessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/juncker-hatte-recht\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope%29\">Eric Bonse auf Lost in EU<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Erneuerung Europas<\/strong><br>\nIndustriepolitischer Aufruf f&uuml;r eine gemeinsame sozial-&ouml;kologische Industriepolitik in Europa.<br>\nDie Europ&auml;ische Linke hat der Troika-Politik bisher keine einheitliche Position entgegenzusetzen. Um eine solche zu entwickeln, werden gezielte und konzertierte gemeinsame Anstrengungen n&ouml;tig sein, um die unterschiedlichen Ans&auml;tze und Erfahrungen der L&auml;nder und Linksparteien Europas auf einen &ndash; f&uuml;rs erste wohl kleinen &ndash; gemeinsamen Nenner zu bringen.<br>\nDas Projekt linke europ&auml;ische Industriepolitik soll diesen Prozess der internationalen Verst&auml;ndigung ansto&szlig;en helfen. Mit dem Aufruf &bdquo;Erneuerung Europas: F&uuml;r eine gemeinsame sozial-&ouml;kologische Industriepolitik in Europa&ldquo;, der auf Diskussionen in einem von der RLS organisierten Kreis europ&auml;ischer &Ouml;konomInnen und linker PolitikerInnen in Zusammenarbeit mit Transform entstanden ist, wurde ein erster Schritt getan, um die Diskussion zu er&ouml;ffnen und erste Grundsteine f&uuml;r die Konzipierung einer linken europ&auml;ischen Industriepolitik zu legen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/8361.erneuerung-europas.html\">Axel Troost, hier der Download &bdquo;F&uuml;r eine gemeinsame sozial-&ouml;kologische Industriepolitik in Europa<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Partying Like It&rsquo;s 1995 &ndash; Feiern als w&auml;r&rsquo;s 1995<\/strong><br>\nPaul Ryan, inzwischen Vorsitzender des Haushaltsausschusses im Kongress und f&uuml;hrende Stimme der GOP in Sachen Wirtschaftspolitik, ver&ouml;ffentlichte vor sechs Jahren einen Artikel auf der Meinungsseite von The Times. Unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Nach drei&szlig;ig Jahren eine R&uuml;ckkehr zur Stagflation&ldquo; warnte er, die Bem&uuml;hungen der Obama-Administration und der Federal Reserve zur Bek&auml;mpfung der Folgen der Finanzkrise w&uuml;rden mit hoher Inflation und hoher Arbeitslosigkeit die Probleme der 1970er Jahre zur&uuml;ckbringen.<br>\nNicht alle Republikaner haben allerdings dieser Einsch&auml;tzung zugestimmt. Viele behaupteten stattdessen, wir steuerten geradewegs auf eine Hyperinflation im Stil Weimars zu. Diese Warnungen erwiesen sich nat&uuml;rlich als v&ouml;llig falsch. Die galoppierende Inflation fand<br>\nnie statt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/03\/09\/opinion\/paul-krugman-partying-like-its-1995.html\">Paul Krugman, New York Times, 9.M&auml;rz 2015<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ohne Fehl am Tadel<\/strong><br>\n&raquo;Sch&auml;uble-R&uuml;ffel f&uuml;r Griechen&laquo;, war letztens wieder zu lesen. Und Merkel tadelte Putin, w&auml;hrend Kauder damit besch&auml;ftigt war, die Syriza-Regierung zu r&uuml;gen. Bosbach wetterte bei Jauch gegen die neue griechische Regierung. Steinmeier machte es seiner Chefin nach und tadelte &ndash; ebenfalls Putin. Gauck kritisierte derweil Erdogan. R&uuml;ffeln, tadeln, r&uuml;gen, wettern, kritisieren. Ist das aus dem politischen Alltagsgesch&auml;ft geworden? Eine Standpauke, die uns B&uuml;rgern zeigen soll, dass sie es richtig drauf haben, diese Damen und Herren? Ist Politik die Kunst des Tadelns geworden? Eines Tadelns, bei dem man sich von Journalisten begleiten l&auml;sst, die dann wiederum schreiben: &raquo;Oho, Politiker X hat es dem oder dem mal so ordentlich gegeben&laquo;?<br>\nGuckt man sich heute mal an, was so &uuml;ber den Ticker l&auml;uft, dann sticht doch eines sehr deutlich ins Auge: Sie sind bem&uuml;ht, sich als Oberlehrer mit erhobenen Zeigefinger zu inszenieren. Fr&uuml;her inszenierte diese Gilde Macht. Man tat so, als sei man der Protz, der alles an sich rei&szlig;t. Heute l&auml;uft es ein bisschen anders. Macht hat die Wirtschaft. Mehr denn je. Marktkonforme Demokratie eben. Die Kanzlerin war selten ehrlicher als damals, als ihr dieser Begriff &uuml;ber die Lippen nuschelte. Macht hat die Politik nur noch in einem engen Rahmen. &raquo;Politik ist nur der Spielraum, den die Wirtschaft ihr l&auml;sst&laquo;, hat Dieter Hildebrandt mal lakonisch bemerkt. Selten brachte es jemand besser auf den Punkt. Macht ist f&uuml;r die Politik nicht vorgesehen. Aber macht nichts. Man kann ja noch so tun, als habe man etwas zu melden. Und exakt das veranstalten diese &raquo;M&auml;chtigen&laquo; t&auml;glich.<br>\nDeutschland soll ja mal eine Gelehrtenrepublik gewesen sein. Vielleicht war das so. Keine Ahnung. Es gab ja immer auch gen&uuml;gend Leute aus den Eliten, die gelehrt, aber intellektuell trotzdem ziemlich entleert waren. Heute verkommt dieses Land zu einer Belehrtenrepublik. Passenderweise hat Sascha Lobo erst neulich davon geschrieben und diesen h&uuml;bschen Begriff gepr&auml;gt. Alle heben irgendwie gerne den Zeigefinger. Politiker allen voran. Besonders wenn es an eine ausl&auml;ndische Adresse geht. Da wird getadelt, was das Zeug h&auml;lt. Und die Journalisten berichten davon, als sei ein solcher Tadel das h&ouml;chste aller politischen Gef&uuml;hle. Da inszeniert sich die politische Machtlosigkeit als machtvolles Auftreten. Das Primat der Politik, lange schon abgel&ouml;st von &raquo;den M&auml;rkten&laquo;, rappelt sich da nochmal hoch, um wenigstens ansatzweise intakt auszusehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/964618.ohne-fehl-am-tadel.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>F&uuml;nf Voraussetzungen f&uuml;r eine erfolgreiche Umsetzung des Mindestlohns<\/strong><br>\nEs vergeht kaum ein Tag, an dem nicht in den Medien &uuml;ber neue Mindestlohnverst&ouml;&szlig;e berichtet wird. Im Internet bieten Anwaltskanzleien offen ihre Beratung daf&uuml;r an, den Mindestlohn zu umgehen. Und in den von DGB und BMAS eingerichteten Mindestlohnhotlines erz&auml;hlen t&auml;glich Hunderte von Besch&auml;ftigten die zum Teil abenteuerlichsten Geschichten, wie sie um den Mindestlohn geprellt werden sollen.<br>\nAngesichts dieser offensichtlichen Umsetzungsprobleme ist es schon mehr als merkw&uuml;rdig, dass einige Wirtschaftsverb&auml;nde derzeit lautstark die Forderung nach Abschaffung der im Mindestlohngesetz (MiLoG) vorgesehenen Nachweispflichten erheben. Noch merkw&uuml;rdiger ist allerdings, dass diese Forderung bei Teilen von CDU und CSU unmittelbar auf gro&szlig;en Widerhall gesto&szlig;en ist und die Regierungskoalition nunmehr beschlossen hat, das MiLoG diesbez&uuml;glich bereits im April zu &uuml;berpr&uuml;fen&hellip;<br>\nDas Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hat bereits im Herbst letzten Jahres im Auftrag des Arbeitsministeriums von Nordrhein-Westfalen eine Studie vorgelegt, in der nach den Voraussetzungen f&uuml;r eine erfolgreiche Umsetzung von Mindestl&ouml;hnen gefragt wird&hellip;.<br>\nIm Kern wurden hierbei f&uuml;nf Erfolgsfaktoren identifiziert:\n<ol>\n<li>Eine m&ouml;glichst pr&auml;zise und handhabbare Definition des Mindestlohns.<\/li>\n<li>Eine klare und kontrollierbare Regelung des Verh&auml;ltnisses von Mindestlohn und Arbeitszeiten.<\/li>\n<li>Die Existenz effizienter Kontrollinstitutionen und &ndash;verfahren.<\/li>\n<li>Wirksame Instrumente f&uuml;r Besch&auml;ftigte, ihre Mindestlohnanspr&uuml;che geltend zu machen.<\/li>\n<li>Eine m&ouml;glichst breite gesellschaftliche Akzeptanz st&ouml;&szlig;t, die auch weite Teile der Wirtschaft mit einschlie&szlig;t&hellip;.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++eb5e9314-c805-11e4-b1c0-52540066f352\">Thorsten Schulten in Gegenblende<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften &ndash; Lehren aus internationaler Erfahrung<\/strong><br>\nDer Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat eine Kommission gegr&uuml;ndet, die pr&uuml;fen soll, inwieweit &Ouml;ffentlich-Private-Partnerschaften (auch Public-Private-Partnership) zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten zuk&uuml;nftig in Deutschland sinnvoll sind. Der Bundesrechnungshof beklagt seit l&auml;ngerem ihre Unrentabilit&auml;t f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Kassen. Auch internationale Erfahrungen der letzten 15 Jahre zeigen, dass es sich bei &Ouml;ffentlich-Privaten-Partnerschaften (&Ouml;PP) langfristig um eine teure und ineffiziente Finanzierungsform f&uuml;r Infrastruktur und &ouml;ffentliche Dienstleistungen handelt, die finanzielle Probleme weniger l&ouml;st als verursacht. Im Folgenden werden einige dieser Beispiele und die Hintergr&uuml;nde der &Ouml;PPs geschildert&hellip;.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Vorteil von &Ouml;PP besteht f&uuml;r die Regierungen darin, dass die mit ihnen verbundenen Schulden nicht als &ouml;ffentliche, sondern als private Schulden gelten. Die EU erleichterte diese Qualifikation durch eine Eurostat-Regel, wonach der private Sektor so lange das Bau- und Ausfallrisiko tr&auml;gt, wie die Finanzierung nicht in die Berechnung der Staatsschulden einflie&szlig;t&hellip;<br>\nWirtschaftlichkeit scheint zwar ein zentrales Motiv f&uuml;r die Gr&uuml;ndung von &Ouml;PP zu sein, doch tats&auml;chlich gibt es keinen Beweis daf&uuml;r, dass es sich dabei tats&auml;chlich um eine effiziente Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen handelt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass lokale, bundesstaatliche sowie zentrale Regierungen ihre Investitionen fernab von &Ouml;PP-Konstruktionen zinsg&uuml;nstiger refinanzieren k&ouml;nnen. Traditionelle Modelle zeichnen sich auch gegen&uuml;ber &Ouml;PP durch gr&ouml;&szlig;ere Flexibilit&auml;t, bessere Kontrolle und mehr Effizienz aus. Die Transaktionskosten sind niedriger, die vertraglichen Unsicherheiten geringer und Einsparungen h&ouml;her. Dazu kommen Effizienzsteigerungen aufgrund der gr&ouml;&szlig;eren demokratischen Verantwortlichkeit&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++2731552a-c8a1-11e4-ab60-52540066f352\">David Hall in Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zwischenbericht der BASt zum Riesen-Lkw-Test: &bdquo;Freibrief f&uuml;r noch mehr Lastwagen auf den Stra&szlig;en&ldquo; <\/strong><br>\nVor der Pr&auml;sentation des Riesen-Lkw-Zwischenberichts der Bundesanstalt f&uuml;r Stra&szlig;enwesen (BASt) am heutigen Donnerstag in Bergisch Gladbach bezweifeln namhafte Wissenschaftler auf Anfrage der Allianz pro Schiene die &ouml;kologische Unbedenklichkeit von Gigalinern. Die Bef&uuml;rworter werben damit, dass durch die Zulassung von Riesen-Lkw der Lastwagen-Verkehr auf den Stra&szlig;en weniger werde. &bdquo;Unter den besonderen Bedingungen des Feldversuchs mag diese Rechnung aufgehen. Bei einer Regelzulassung von Lang-Lkw mit einem Gewicht von bis zu 44 Tonnen rechnen wir mit einer starken R&uuml;ckverlagerung von der Schiene auf die Stra&szlig;e&ldquo;, sagte Hans-Paul Kienzler, der 2006 und 2007 f&uuml;r das Bundesverkehrsministerium und 2011 mit dem Fraunhofer ISI Verlagerungsstudien erstellt hat. &bdquo;Dies hat zwei Gr&uuml;nde: Zum einen ist der Lang-Lkw deutlich kosteng&uuml;nstiger als ein herk&ouml;mmlicher Lkw, zum anderen werden die Verlader auf das gesamte Transportgewerbe einen Preisdruck aus&uuml;ben, was zur Folge hat, dass das gesamte Preisniveau des Stra&szlig;entransports gegen&uuml;ber dem Schieneng&uuml;terverkehr abgesenkt wird. Dies wird zu Verlagerungseffekten f&uuml;hren. Hiernach setzt dann eine Abw&auml;rtsspirale ein: Die Angebote im Einzelwagenverkehr werden reduziert werden m&uuml;ssen. Diese Angebotsreduktion wird wegen des hohen Fixkostenanteils zu Preissteigerungen der Bahn f&uuml;hren, was wiederum zu weiteren Verlagerungen f&uuml;hrt. Wir haben ermittelt, dass durch den Einsatz von Lang-Lkw bis zu 35 Prozent der Verkehrsleistung des Einzelwagenverkehrs von der Schiene zur&uuml;ck auf die Stra&szlig;e verlagert werden w&uuml;rde&ldquo;, sagte Kienzler<br>\nAuch der Verkehrswissenschaftler Claus Doll vom Fraunhofer-Institut f&uuml;r System- und Innovationsforschung, bem&auml;ngelte das Versuchsdesign der BASt. &bdquo;Der Riesen-Lkw-Test der Bundesregierung l&auml;sst eine begrenzte Anzahl von &uuml;berlangen Lastwagen &uuml;ber bestimmte Strecken fahren. Aussagen &uuml;ber Umweltwirkungen im gesamten Verkehrssektor wie CO2-Emissionen lassen sich unter solchen Laborbedingen kaum machen&ldquo;, sagte Doll. &bdquo;Da es in der Praxis unter bestimmten Bedingungen zu Verlagerungen von der Schiene kommen wird, k&ouml;nnen Riesen-Lkw zu mehr statt zu weniger Kohlendioxid-Aussto&szlig; f&uuml;hren. Versuchsanordnungen, die dem Gigaliner eine gute Umweltbilanz bescheinigen sollen, ohne die langfristigen Wirkungen auf dem gesamten Netz zu ber&uuml;cksichtigen, sind daher mit &auml;u&szlig;erster Vorsicht zu betrachten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.allianz-pro-schiene.de\/presse\/pressemitteilungen\/2015\/007-zwischenbericht-der-bast-zum-riesen-lkw-test\/\">Allianz pro Schiene<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Entscheidung Bundesverfassungsgericht &ndash; Kein pauschales Kopftuchverbot<\/strong><br>\nEin pauschales Kopftuchverbot bei Lehrkr&auml;ften ist nicht mit der Religionsfreiheit vereinbar. Das hat jetzt das Bundesverfassungsgericht entschieden.<br>\nGeklagt hatten zwei muslimische P&auml;dagoginnen aus Nordrhein-Westfalen, die in der Schule aufgrund ihres Glaubens eine Kopfbedeckung tragen wollten. Eine trug ein klassisches Kopftuch, die andere eine Art M&uuml;tze. Damit verstie&szlig;en sie aber nach Ansicht der Beh&ouml;rden gegen das nordrhein-westf&auml;lische Schulgesetz. Dort werden den Lehrkr&auml;ften religi&ouml;se &bdquo;Bekundungen&ldquo; verboten, die geeignet sind, die Neutralit&auml;t des Landes und den Schulfrieden zu gef&auml;hrden. Eine Kl&auml;gern wurde gek&uuml;ndigt, die andere abgemahnt.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat nun entschieden, dass dieses Verbot &bdquo;verfassungskonform einzuschr&auml;nken&ldquo; ist. K&uuml;nftig soll keine abstrakte Gefahr f&uuml;r Neutralit&auml;t und Schulfrieden mehr gen&uuml;gen, vielmehr muss eine &bdquo;hinreichend konkrete Gefahr&ldquo; von den jeweiligen Kopft&uuml;chern ausgehen.<br>\nEine generelle Kopftucherlaubnis ist das allerdings nicht. Sollten konservative Eltern gegen eine erkennbar muslimische Lehrerin Proteste organisieren, k&ouml;nnte darin eine konkrete Gefahr f&uuml;r den Schulfrieden gesehen werden, die ein Kopftuchverbot im konkreten Fall doch erlaubt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!156328\/\">Christian Ratz in der taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Mehr Kopftuch wagen<\/strong><br>\nMuslimische Lehrerinnen d&uuml;rfen grunds&auml;tzlich Kopftuch tragen. Diese Karlsruher Entscheidung ist eine Entscheidung gegen die Hysterie. Sie ist eine Entscheidung gegen Berufsverbote, also f&uuml;r Integration. Und sie eine Entscheidung f&uuml;r die Gleichbehandlung von Religionen. Es geht nicht, dass eine Ordenstracht erlaubt ist, das Kopftuch aber nicht. Wenn eine muslimische Lehrerin, die f&uuml;r diesen Staat und seine Grundordnung einsteht, ein Kopftuch tr&auml;gt &ndash; dann ist das eine gute Botschaft. Sie widerlegt &ldquo;durch sich selbst die Vorstellung von der im Islam unterdr&uuml;ckten Frau&rdquo;. So hat das schon vor Jahren der Rechtsgelehrte und fr&uuml;here Bundesverfassungsrichter Ernst-Wolfgang B&ouml;ckenf&ouml;rde formuliert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundesverfassungsgericht-mehr-kopftuch-wagen-1.2391569\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2015\/bvg15-014.html;jsessionid=69D154DB1404901755F2A03E3C2B9EF0.2_cid370\">Original Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts hat nicht nur Auswirkungen auf Nordrhein-Westfalen, aus dem die beiden Kl&auml;gerinnen stammen, sondern auch auf die Bundesl&auml;nder Berlin, Saarland, Baden-W&uuml;rttemberg, Bayern, Niedersachsen, Bremen und Hessen (<a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/politik\/beitrag\/2015\/03\/bundesverfassungsgericht-hebt-kopftuch-verbot-auf.html\">siehe rbb<\/a>). Dort sind infolge einer Karlsruher Entscheidung aus dem Jahr 2003 &auml;hnlich lautende gesetzliche Regelungen beschlossen worden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Schwimmende Telefonzelle&rdquo; f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nEigentlich ist Wasser nicht Harald H&ouml;ppners Element. &ldquo;Ich bin eine Landratte und fahre am liebsten mit dem Wohnmobil durch die Gegend&rdquo;, sagt der 41-J&auml;hrige. Trotzdem steht er heute am Harburger Lotsekai auf dem schwankenden Deck eines Kutters &ndash; mit dem er sich Ende M&auml;rz auf den Weg ins Mittelmeer machen wird. Der Grund: H&ouml;ppner und einige Mitstreiter wollen in Seenot geratenen Fl&uuml;chtlingen helfen. Zurzeit laufen die letzten Umbauarbeiten an ihrem Schiff, das in K&uuml;rze auf den Namen &ldquo;Sea-Watch&rdquo; getauft wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Schwimmende-Telefonzelle-fuer-Fluechtlinge,seawatch164.html\">NDR<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Mitmachen<\/strong><br>\nWenn du dich in unserem Projekt engagieren m&ouml;chtest, w&uuml;rden wir uns freuen, von dir zu h&ouml;ren oder zu lesen.<br>\nWir suchen Freiwillige, die bereit sind, f&uuml;r mindestens zwei Wochen mit dem Boot auf dem Mittelmeer unterwegs zu sein:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sea-watch.org\/?page_id=11\">Sea Watch<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Tochter der Deutschen Bank f&auml;llt durch Stresstest<\/strong><br>\nIn der zweiten Runde des Banken-Stresstests in den Vereinigten Staaten ist die US-Tochter der Deutschen Bank durchgefallen. Die Aufseher haben Zweifel am Risikomanagement der Bank. Nur zwei von 31 gepr&uuml;ften Banken fielen durch, das war neben der Deutschen Bank die spanische Banco Santander.<br>\n&hellip; die Aufseher zweifeln nicht an der Kapitaldecke des Instituts, sondern am Risikomanagement. Deshalb hatte die Fed die Deutsche Bank in der Vergangenheit bereits kritisiert. Am Markt war ein Scheitern darum schon erwartet&nbsp;worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/usa-tochter-der-deutschen-bank-faellt-durch-stresstest-1.2389783\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Spanien im Wahljahr: Links? Rechts? &Uuml;berholte Kategorien<\/strong><br>\n&bdquo;2015 stehen wir vor der Herausforderung, die Wahlen zu gewinnen und die Regierung zu stellen&ldquo;, erkl&auml;rt Pablo Iglesias selbstsicher. Ein solcher Satz ist f&uuml;r einen Oppositionspolitiker nichts Ungew&ouml;hnliches. Nicht so in diesem Fall. Es spricht ein 36-j&auml;hriger Politikprofessor, dessen politische Formation Podemos (&bdquo;Wir k&ouml;nnen&ldquo;) nicht viel &auml;lter als ein Jahr ist.<br>\nLaut Umfragen liegt Podemos in der Gunst der W&auml;hler ganz vorn: mal auf dem ersten, mal auf dem zweiten Platz. Egal wo Iglesias auftritt, er f&uuml;llt Pl&auml;tze und S&auml;le. Seine Fernsehinterviews erzielen Zuschauerrekorde. Podemos ist eine Erfolgsgeschichte, wie sie Spanien noch nicht erlebt hat.<br>\n&bdquo;Wir sind nicht nur die Konsequenz unseres eigenen politischen Erfolgs, sondern sicherlich auch der gescheiterten Politik, mit der in Europa regiert wird&ldquo;, erkl&auml;rte Iglesias. Der wortgewandte junge Mann stellte die Idee zu Podemos Ende Januar 2014 in einem alternativen Theater in Madrid vor. &Uuml;ber Nacht gewann die Partei 50.000 Unterst&uuml;tzer, bei den Europawahlen im Mai 2014 erhielt sie 1,2 Millionen Stimmen und stellt nun f&uuml;nf Abgeordnete.<br>\nAnstatt dies zu feiern, trat Iglesias vor seine Anh&auml;nger und erkl&auml;rte: &bdquo;Wir geben uns mit dem heutigen Erfolg nicht zufrieden. Es werden weiterhin sechs Millionen Menschen arbeitslos sein, man wird weiterhin Familien zwangsr&auml;umen und weiterhin privatisieren. Ab morgen werden wir daf&uuml;r arbeiten, dass dieses Land wieder eine anst&auml;ndige Regierung bekommt.&ldquo; Iglesias zeigte Entschlossenheit und damit das, worauf viele der Menschen, die seit Jahren gegen die Austerit&auml;tspolitik auf die Stra&szlig;e gegangen sind, gewartet haben.<br>\nMittlerweile treffen sich &uuml;ber 1.000 Kreise &ndash; Basisversammlungen &ndash; &uuml;berall im Land. Selbst im Ausland organisieren sich viele Spanier. 350.000 Menschen haben sich online bei Podemos eingeschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Spanien-im-Wahljahr\/!156116\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie man einen Konflikt verkauft<\/strong><br>\nBeispiel Kosovo-Krieg: Anteil der Medien an der Vorbereitung, Begleitung und Auswertung der NATO-Angriffe&hellip;<br>\nGenau ein Jahr nach Beginn des Angriffs gegen Jugoslawien machte der NATO-Sprecher von sich reden. Die Neue Z&uuml;rcher Zeitung berichtete am 29. M&auml;rz 2000 von seinem Auftritt in Bern, wo er seinen staunenden Zuh&ouml;rern aus Wirtschaft und Politik erz&auml;hlte, wie die NATO die Welt&ouml;ffentlichkeit &uuml;ber den Krieg get&auml;uscht hatte. In seinem Vortrag mit dem Titel: &raquo;Selling a conflict &ndash; the ultimate PR challenge&raquo; (Wie man einen Konflikt verkauft, die ultimative Public-Relations-Herausforderung), pr&auml;sentierte er sich als der Mann, der den Krieg wie ein Markenprodukt verpackt, verkauft und &ndash; notabene &ndash; fast eigenh&auml;ndig gewonnen hatte&hellip;.<br>\nNun sei zu hoffen, kommentierte die NZZ den Vorgang, dass der in sich selbst verliebte Mann auf sexuellem Gebiet mehr leiste als bei der Vermittlung von NATO-Informationen. In Demokratien habe die &Ouml;ffentlichkeit das Recht, von ihren kriegf&uuml;hrenden Regierungen wahrheitsgetreu unterrichtet zu werden. Glaubw&uuml;rdigkeit beruhe auf Faktentreue. Wird diese &uuml;ber l&auml;ngere Zeit beachtet, so ist man bereit, Vertrauen zu schenken auch in F&auml;llen, in denen man aus Gr&uuml;nden der Geheimhaltung nicht in alle Einzelheiten eingeweiht werden k&ouml;nne, so das Schweizer Blatt. Und es f&auml;hrt fort: &raquo;Wenn nun ein kleiner Sprecher, der nicht ganz versteht, worum es geht, meint, alles sei nur Public Relations, und dies verk&uuml;ndet, setzt er seinen Marktwert f&uuml;r die M&auml;chtigen stark herab. Seine Glaubw&uuml;rdigkeit ist pl&ouml;tzlich im Eimer, nicht mehr zu gebrauchen. In kurzer Zeit wird man sich am Kopf kratzen und fragen: Wie hie&szlig; er doch schon, der Sprecher? Jamie &hellip; irgendetwas.&laquo; Aber hier irrte die Tageszeitung.<br>\nShea setzte seine Karriere in der NATO fort. Sein weiterer Werdegang ist f&uuml;r den Charakter der Organisation symptomatisch. Er brachte es nicht nur zum Direktor der Abteilung &raquo;Politikplanung&laquo;, sondern ist heute Vizegeneralsekret&auml;r der Organisation. Jetzt kann er &uuml;ber Russland als unberechenbare Macht schwadronieren, die f&uuml;r die friedliebende, die demokratischen Werte verteidigende NATO zu einer neuen Bedrohung geworden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/03-13\/003.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalition: SPD-Chef Gabriel gibt Wahl 2017 de facto verloren<\/strong><br>\nSPD-Parteichef Sigmar Gabriel richtet sich auf eine l&auml;ngere Zeit ein, in der die SPD nicht mehr den Bundeskanzler stellt. Nach Informationen des SPIEGEL gab Gabriel bei der j&uuml;ngsten SPD-Vorstandsklausur Anfang Februar im brandenburgischen Nauen eine d&uuml;stere Prognose f&uuml;r die Perspektiven seiner Partei ab: &ldquo;Zwischen Union, Gr&uuml;nen und Linkspartei bleibt uns nur ein Potenzial von 27 Prozent.&rdquo; Deshalb k&ouml;nne es &ldquo;sehr lange dauern, bis wir wieder den Kanzler stellen&rdquo;, so Gabriel. &ldquo;Deprimierend&rdquo; sei die Stimmung gewesen, berichteten laut SPIEGEL sp&auml;ter Teilnehmer der Klausur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/sigmar-gabriel-spd-chef-gibt-bundestagswahl-2017-verloren-a-1023347.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es ist ja nicht nur ein &ldquo;Imageproblem&rdquo; &ndash; die SPD macht nun mal in der Realit&auml;t seit 1999 fast ausschlie&szlig;lich Politik f&uuml;r das Arbeitgeberlager und betont gegen die Arbeitnehmerschaft. Es ist eher ein Wunder, da&szlig; &uuml;berhaupt noch Arbeitnehmer oder Rentner die SPD w&auml;hlen&hellip;.<br>\nGleichzeitig k&ouml;nnte Gabriel schon auf der Basis des gew&auml;hlten Bundestages Kanzler werden, wenn er eine Koalition mit Gr&uuml;nen und der Partei DIE LINKE. zimmern k&ouml;nnte, denn eine solche Koalition h&auml;tte die Mehrheit der Abgeordneten&hellip; dito auch in der Legislaturperiode 2005 bis 2009&hellip; die Probleme sind ausschlie&szlig;lich selbst verursacht. Gabriel kann als eingefleischter Schr&ouml;derianer und &ldquo;Wirtschaftsversteher&rdquo;, sprich TTIP-Bef&uuml;rworter und BDI-Lobbyist, nicht pl&ouml;tzlich f&uuml;r eine linke, sozial gerechte und &ouml;kologische Politik stehen, genauso wenig wie der Rest der SPD, der weiterhin brav zur Agenda 2010 steht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Merkel will die Deutschen durch Nudging erziehen<\/strong><br>\nDie Stellenausschreibung war ungew&ouml;hnlich: &ldquo;Das Bundeskanzleramt sucht am Dienstort Berlin f&uuml;r das Referat Stab Politische Planung, Grundsatzfragen und Sonderaufgaben befristet bis zum Ende der 18. Legislaturperiode drei Referenten&rdquo;, hie&szlig; es vergangenen August. Die drei Bewerber sollten &ldquo;hervorragende psychologische, soziologische, anthropologische, verhaltens&ouml;konomische bzw. verhaltenswissenschaftliche Kenntnisse&rdquo; haben. &ldquo;Merkel will Psycho-Trainer anheuern&rdquo;, wunderte sich die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung.<br>\nNur wollte die Bundeskanzlerin sich nicht selbst auf die Couch legen. Die drei gesuchten Experten sollen der Kanzlerin beim &ldquo;wirksamen Regieren&rdquo; helfen. Merkel &uuml;bernimmt damit einen Ansatz, den die amerikanische oder britische Regierungen schon seit Jahren anwenden. Das sogenannte Nudging.<br>\nDer Staat nutzt dabei Erkenntnisse aus der Verhaltens&ouml;konomie, baut in Gesetze kleine Kniffe ein und bringt B&uuml;rger &uuml;ber kleine &ldquo;Stupser&rdquo; dazu, sich besser zu verhalten: Energie zu sparen, f&uuml;rs Alter vorzusorgen oder sich ges&uuml;nder zu ern&auml;hren.<br>\n&ldquo;Es geht um einen v&ouml;llig neuen politischen Ansatz. Man kann ohne Gesetze und Verordnungen seine Ziele erreichen&rdquo;, schw&auml;rmt Wirtschaftsprofessor Cass Sunstein, der als geistiger Vater des Stups-Ansatzes gilt, seit er 2008 seinen Bestseller &ldquo;Nudge: Improving Decisions About Health, Wealth, and Happiness&rdquo; ver&ouml;ffentlichte. So gro&szlig; die M&ouml;glichkeiten sind, so gro&szlig; ist aber auch die Angst vieler vor dem Gestupstwerden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article138326984\/Merkel-will-die-Deutschen-durch-Nudging-erziehen.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Obacht!<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150313_hdt2_01.gif\" alt=\"Obacht!\" title=\"Obacht!\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/br.schlachthof\/photos\/a.414989295295286.1073741828.411825738944975\/651648774962669\/?type=1&amp;theater\">Die Sendung Schlachthof auf Facebook<\/a><\/p>\n<p>Die Ganze Nummer von Frederic Hormuth ist auch <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Fuj4fsUo1zs\">auf YouTube zu sehen<\/a>.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25393","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25393","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25393"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25393\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28567,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25393\/revisions\/28567"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25393"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25393"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25393"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}