{"id":25401,"date":"2015-03-16T09:25:23","date_gmt":"2015-03-16T08:25:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401"},"modified":"2015-11-09T15:13:33","modified_gmt":"2015-11-09T14:13:33","slug":"hinweise-des-tages-2333","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h02\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h03\">Erbschaftssteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h04\">TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h05\">Wachsende Ungleichheit &ndash; Armut ist teuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h06\">Zivilgesellschaft fordert umfassende Reform der EU-Steuerregelungen f&uuml;r Unternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h07\">Sind Gewerkschaften eine historische Randerscheinung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h08\">Die gro&szlig;e soziale Entsicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h09\">Bundesregierung sch&uuml;tzt Abmahnindustrie: Keine Abschaffung der St&ouml;rerhaftung f&uuml;r B&uuml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h10\">Rheinmetall fordert 120 Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h11\">Strength Is Weakness  &ndash;  St&auml;rke ist Schw&auml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h12\">Ein Leben lang gearbeitet, aber kaum Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h13\">Das Kopftuch ist frei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h14\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h15\">Drohnen. Forschung. &Uuml;berwachung. Krieg.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h16\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h17\">Blockupy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401#h18\">Friedenswinter<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25401&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Syriza als S&uuml;ndenbock<\/strong><br>\nWie und warum die regierende deutsche Politik von der Linksregierung in Griechenland propagandistischen Gebrauch macht<br>\nArbeitsteilig stellen deutsche Medien und PolitikerInnen die regierenden &ldquo;Linksradikalen&rdquo; in Hellas als die B&ouml;sewichte im Euro-Raum an den Pranger, vorneweg und ungeniert demagogisch BILD, oberlehrerstreng drohend der Bundesfinanzminister. Die Syriza-Anf&uuml;hrer (ihre gar nicht linken Koalition&auml;re bleiben bei dieser Gelegenheit unerw&auml;hnt) seien unversch&auml;mterweise dabei, mit der &ldquo;europ&auml;ischen Solidarit&auml;t&rdquo; wie Rabauken umzugehen, die externen Helfer ganz undankbar zu maltr&auml;tieren, und das griechische Volk verprasse die doch &uuml;ppigen milden Gaben aus anderen EU-Staaten.<br>\nIn dieser eifrig betriebenen, meinungsbildenden Kampagne steckt Desinformation &ndash; durch das Herausstellen von Halbwahrheiten, die sich im Gesamtbild zu einer systematischen T&auml;uschung verdichten.<br>\nEs stimmt: Auch zur Zeit sind Wirtschaft und Verwaltung in Griechenland durch l&auml;hmende, korruptive und klientilistische Strukturen gekennzeichnet.<br>\nAber diese sind nicht von der Syriza-Regierung hervorgebracht oder gepflegt worden, sondern l&auml;ngst zuvor durch ganz andere Regierungen und regierende Koalitionen, so zuletzt durch den Regierungschef Andonis Samaras und dessen Partei Nea Dimokratia. Die jedoch genossen die Gunst deutscher Regierungspolitik, die Bundeskanzlerin war sogar sehr bem&uuml;ht, Samaras an der Macht zu halten &ndash; gegen die Syriza-Opposition. Die jetzige griechische Regierung wird f&uuml;r Zust&auml;nde verantwortlich gemacht, an deren Herstellung sie keineswegs beteiligt war und die sie selbst nicht weiter hinnehmen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44396\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;ubles Buddies und das Feindbild Griechenland<\/strong><br>\nAm 8. M&auml;rz gab Griechenlands Finanzminister Varoufakis einer italienischen Tageszeitung ein Interview, in dem er danach gefragt wurde, was passiere, wenn Br&uuml;ssel nicht die im Gegenzug f&uuml;r die weiteren Kreditauszahlungen von der griechischen Regierung auszuarbeitenden Reformma&szlig;nahmen akzeptiere. Varoufakis entgegnete, dass sich die griechische Regierung dann an die Bev&ouml;lkerung wende, um ein Referendum oder Neuwahlen abzuhalten. Was ist daran verwerflich, wenn eine Regierung feststellt, dass sie den W&auml;hlerauftrag (ein Ende der humanit&auml;ren Krise, Wiederherstellung von W&uuml;rde und ein Mindestma&szlig; an Selbstbestimmung) nicht wie zugesagt umsetzen kann und sich somit an die eigene Bev&ouml;lkerung wendet, um sich in Anbetracht dieser Gegebenheiten erneut demokratische Legitimation f&uuml;r das weitere Vorgehen einzuholen?<br>\nWir kennen das Ereignismuster, der damalige Ministerpr&auml;sident Papandreou wollte sich 2011 auch an die Bev&ouml;lkerung wenden und ein Referendum abhalten, dann wurde er gegangen. Demokratie ist unter den gegeben Voraussetzungen von Kreditprogrammen, Eurozonenkorsett und Finanzmarktdiktat einfach nicht mehr vorgesehen. Und diesen Umstand in der &ouml;ffentlichen Meinung zu naturalisieren, ihn geradezu zur Selbstverst&auml;ndlichkeit zu machen, haben sich die deutschen Mainstreammedien fest vorgenommen, wie titelten diese n&auml;mlich &uuml;ber das Varoufakis Interview?<br>\n&bdquo;Varoufakis droht mit Referendum &uuml;ber Reformen&ldquo; (Zeit Online), &bdquo;Griechenland: Varoufakis droht im Schuldenstreit mit Referendum&ldquo; (Spiegel Online), &bdquo;Varoufakis droht im Schuldenstreit mit Referendum&ldquo; (Die Welt), &bdquo;Varoufakis droht Euro-Gruppe mit Referendum&ldquo; (t-online), &bdquo;Varoufakis droht EU-Partnern mit Referendum&ldquo; (Stern), &bdquo;Varoufakis droht mit Referendum&ldquo; (Tagesschau.de), &bdquo;Varoufakis droht mit Neuwahlen und Referendum&ldquo; (RP Online)&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=8442#more-8442\">Maskenfall<\/a><\/li>\n<li><strong>Berlin muss Griechenlands Regierung gewinnen lassen<\/strong><br>\nDer Leiter des DiW vertritt, Berlin m&uuml;sse Griechenlands neuer SYRIZA-Regierung im Interesse Deutschlands und Europas einen Gewinn zugestehen.<br>\nMarcel Fratzscher, Leiter des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftforschung (DiW) bzw. eines der gr&ouml;&szlig;ten Think Tanks Deutschlands, signalisiert, es liege im Interesse Europas und Deutschlands, Griechenlands SYRIZA-Regierung aus der Verhandlung &uuml;ber die Verschuldung als Sieger hervorgehen zu lassen.<br>\nMit seinem Artikel in der Financial Times fordert Marcel Fratzscher Berlin auf, Alexis Tsipras zu unterst&uuml;tzen, und betont, die neue griechische Regierung habe sehr viel mehr M&ouml;glichkeiten als die alte politische Elite des Landes, tats&auml;chliche Reformen zu erzielen.<br>\nEuropa muss aus seinen Fehlern lernen<br>\nDie Europ&auml;er reagierten mit Erleichterung auf das, was mit der Vereinbarung &uuml;ber die Verl&auml;ngerung des Rettungsprogramms allgemein als Kapitulation der griechischen Regierung betrachtet wurde. Die R&uuml;ckkehr der Krise der Eurozone scheint abgewendet oder zumindest verschoben worden zu sein. Europa wird jedoch einen seiner gr&ouml;&szlig;ten Fehler wiederholen, den es in den letzten f&uuml;nf Jahren beging, wenn es Griechenland unter Druck setzt, in den Verhandlungen zu kapitulieren.<br>\nDie beiden ersten Programme zur Rettung Griechenlands scheiterten, weil die Vaterschaft der Reformen nicht bei den vorherigen Regierungen Athens oder dem griechischen Volk lag. Daher unternahmen die Regierungen nur das minimal Erforderliche, um die n&auml;chste Finanzierungstranche sicherzustellen. Im selben Moment nutzten sie jede Gelegenheit, um die beaufsichtigende &ldquo;Troika&rdquo; &ndash; sprich Kommission, Europ&auml;ische Zentralbank und IWF &ndash; zu attackieren und Griechenlands schlimme Lage Europa und dem Euro anzulasten.<br>\nDie einzige Griechenland verbleibende Hoffnung ist, aus der Krise hinaus zu gelangen und selbst die Verantwortung f&uuml;r seine Reformen zu &uuml;bernehmen. Und dies kann nur geschehen, wenn die Regierung auf inl&auml;ndischer politischer Ebene stark ist. Die Verhandlungen k&ouml;nnen nur erfolgreich sein, wenn beide Seiten legitimiert sind, sich als Sieger zu erkl&auml;ren. Deutschland ist all dies sehr gut bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.griechenland-blog.gr\/2015\/03\/berlin-muss-griechenlands-regierung-gewinnen-lassen\/2134650\/\">Griechenland-Blog<\/a><\/li>\n<li><strong>Presenting an agenda for Europe at AMBROSETTI (Lake Como, 14th March 2015)<\/strong><br>\nDear All, Ministerial duties have impeded my blogging of late. I am now breaking the silence since I have just given a talk that combines my previous work with my current endeavours. Here is the text of the talk I gave this morning at the Ambrosetti Conference on the theme of &lsquo;An Agenda for Europe&rsquo;. Long time readers will recognise the main theme &ndash; evidence of a certain continuity&hellip;<br>\nBack in March 1971, as Europe was preparing itself for the Nixon Shock and beginning to plan for a European monetary union closer to the Gold Standard than to the Bretton Woods system that was unravelling, Cambridge economist Nicholas Kaldor wrote the following lines in an article published in The New Statesman:<br>\n&ldquo;&hellip; [I]t is a dangerous error to believe that monetary and economic union can precede a political union or that it will act (in the words of the Werner report) &ldquo;as a leaven for the evolvement of a political union which in the long run it will in any case be unable to do without&rdquo;. For if the creation of a monetary union and Community control over national budgets generates pressures which lead to a breakdown of the whole system it will prevent the development of a political union, not promote it.&rdquo;<br>\nUnfortunately, Kaldor&rsquo;s prescient warning was ignored and replaced by a touching optimism that monetary union will forge stronger links between Europe&rsquo;s nations and, following some large financial sector crisis (like that of 200), European leaders will be forced by circumstances to deliver the political union that was always necessary.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2015\/03\/15\/presenting-an-agenda-for-europe-at-ambrosetti-lake-como-14th-march-2015\/\">Yanis Varoufakis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Zeit der Waffen<\/strong><br>\nNeue NATO-Man&ouml;ver und westliche Aufr&uuml;stungsschritte gegen Russland begleiten j&uuml;ngste Warnungen prominenter Politiker vor einem neuen &ldquo;hei&szlig;en Krieg&rdquo;. Es sei &ldquo;nicht v&ouml;llig ausgeschlossen&rdquo;, dass es zu einem Waffengang zwischen dem Westen und Russland komme, warnt Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt. Die Folgen eines solchen Krieges gegen eine Atommacht w&auml;ren unabsehbar. Dennoch setzt die NATO ihre aktuellen Man&ouml;ver fort &ndash; im Schwarzen Meer, im Baltikum, jenseits des Polarkreises und in Polen. NATO-Staaten schicken mehrere hundert Milit&auml;rberater in die Ukraine; umfangreiche Lieferungen von Kriegsger&auml;t an Kiew werden fortgesetzt. Auch in Deutschland werden erneut Forderungen nach einer umfassenden Aufr&uuml;stung der ukrainischen Streitkr&auml;fte laut. Mit der Militarisierung des Konflikts mit Russland geht eine Umstrukturierung im Ausw&auml;rtigen Amt einher: Die Abteilung f&uuml;r Aufr&uuml;stung wird betr&auml;chtlich verkleinert und mit einer anderen Abteilung verschmolzen; eine neue Krisenabteilung wird aufgebaut. Russland tr&auml;gt dem westlichen Waffengerassel Rechnung und ist vergangene Woche aus dem KSE-Vertrag, der der Aufr&uuml;stung in Europa Schranken setzen sollte, ausgestiegen. Experten warnen vor einer weiteren Eskalation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59077\">German-Foreign-Policy.com<\/a><\/li>\n<li><strong>Yanukovych ally Peklushenko in new Ukraine mystery death<\/strong><br>\nA former regional governor has been found dead in Ukraine, the latest in a series of deaths involving allies of deposed President Viktor Yanukovych.<br>\nOleksandr Peklushenko, former head of Zaporizhzhya, had suffered a gunshot wound to the neck and authorities said initial inquiries pointed to suicide.<br>\nA member of Ukraine&rsquo;s Party of the Regions, he was being investigated over the dispersal of protesters last year.<br>\nFive other officials also died in mysterious circumstances this year.<br>\nAll of them supposedly took their own lives in the past six weeks\n<ul>\n<li>Stanislav Melnyk, 53, an ex-MP was found shot dead in his bathroom on 9 March<\/li>\n<li>Mykhaylo Chechetov, former party deputy chairman, died after apparently jumping from a window in his 17th-floor flat on 28 February; he had been accused of abuse of office and fraud<\/li>\n<li>Serhiy Valter, a mayor in the south-eastern city of Melitopol, was found hanged on 25 February; he too had been accused of abuse of office<\/li>\n<li>Oleksandr Bordyuh, a former police deputy chief in Melitopol linked to Mr Valter, was found dead at his home on 26 February<\/li>\n<li>Oleksiy Kolesnyk, ex-head of Kharkiv&rsquo;s regional government was found hanged on 29 January<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/news\/world-europe-31855700%20\">BBC News<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Erbschaftssteuer<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Nils Schmid &ndash; Liebling der Deutschen Dynastien<\/strong><br>\nDer Finanzminister Baden-W&uuml;rttembergs war heute im ARD-Morgenmagazin und sprach zur anstehenden Erbschaftssteuerreform. Wie allgemein bekannt bewertete das Verfassungsgericht die bisherige Regelung als verfassungswidrig, weil sie &ndash; vereinfacht gesagt &ndash; Betriebsverm&ouml;gen und hohe andere Verm&ouml;gen zu niedrig besteuert. Nils Schmid schlug sich in seinem Beitrag so sehr auf die Seite der Unternehmer, dass die Moderatorin ihm bescheinigte, mit Wolfgang Sch&auml;uble die Rollen getauscht zu haben. Herr Schmid begr&uuml;ndete dies mit den vielen kleinen und mittelst&auml;ndischen Unternehmen im S&uuml;ddeutschen Raum, denen man ja nicht die Existenzgrundlage entziehen d&uuml;rfte. Doch er ist nicht allein &ndash; CSU-Chef Seehofer gab die Linie vor. Dieser forderte eine &ldquo;volle Steuerbefreiung f&uuml;r die Nachfolger familiengepr&auml;gter Unternehmen&rdquo; (siehe hier).<br>\nAlle Welt denkt bei diesen Worten wahrscheinlich an den kleinen Tante Emma Laden, der durch die Reform bankrott zu gehen droht. Nichts k&ouml;nnte weiter von der Realit&auml;t entfernt sein als dieses Bild. Das, was heute gern als Familienbetrieb pr&auml;sentiert wird, hat oft gar nichts mit einem kleinen oder mittleren Betrieb zu tun. Es gibt zig Konzerne mit Milliardenums&auml;tzen, die familiengef&uuml;hrt sind. Zum Beispiel pr&auml;sentiert sich Ferrero (Nutella und Co.) als familiengef&uuml;hrtes Unternehmen. Ferrero macht einen Umsatz von 8 Milliarden Euro im Jahr mit knapp 800 Millionen Euro Gewinn und hat die Eigent&uuml;mer zur reichsten Familie Italiens gemacht.<br>\nSelbst f&uuml;r die Zwecke der Betriebspr&uuml;fung k&ouml;nnen Betriebe mittlerer Gr&ouml;&szlig;e &ndash; das was Herr Schmid hier in die N&auml;he vom Aussterben bedrohter Tierarten r&uuml;ckt &ndash; einen Umsatz von bis zu 790.000&euro; bzw. 123.000&euro; Gewinn (Bsp. Freiberufler) haben (siehe hier). Werden solche Betriebe vererbt, dann d&uuml;rfte es beim Unternehmer bereits Millionenverm&ouml;gen in Wertpapieren und Bankguthaben geben. Daraus k&ouml;nnten in aller Regel die f&auml;lligen Erbschaftssteuern wie aus einer Portokasse entrichtet werden &ndash; ganz ohne den Betrieb zu gef&auml;hrden. F&uuml;r die wenigen andere F&auml;lle, in denen kein fl&uuml;ssiges Verm&ouml;gen vorhanden sein sollte &ndash; und das d&uuml;rfte die gro&szlig;e Ausnahme sein &ndash; k&ouml;nnte man nat&uuml;rlich ohne Probleme Stundungen und Ratenzahlungen vereinbaren. Es entbehrt deshalb jeglicher &uuml;berzeugender Grundlage, die Heranziehung von Betriebsverm&ouml;gen oberhalb gewisser Freibetr&auml;ge von etwa 1-2 Millionen Euro pro Inhaber, als f&uuml;r den Betrieb gef&auml;hrdend darzustellen. Verdi hat viele weitere &uuml;berzeugende Argumente hier gesammelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2015\/03\/nils-schmid-liebling-der-deutschen.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Erbschaften und Schenkungen &ndash; Hauptursachen f&uuml;r Verm&ouml;gensungleichheit<\/strong><br>\nVerm&ouml;gen sind in &Ouml;sterreich ungleicher verteilt als in allen anderen L&auml;ndern der Eurozone. Diese Tatsache ist mittlerweile hinl&auml;nglich bekannt. Unklarer ist allerdings, wie stark einzelne Faktoren die Verm&ouml;gensungleichheit beeinflussen: Werden Verm&ouml;gen durch erwirtschaftetes Einkommen und Ersparnisse aufgebaut? Oder ist Reichtum haupts&auml;chlich ererbt? Ist die beobachtete Ungleichheit auch Ergebnis der Verm&ouml;gensunterschiede zwischen jungen (Single-)Haushalten und jenen, die &uuml;ber die Lebensspanne Verm&ouml;gen aufgebaut haben? Sind h&ouml;here Verm&ouml;gen auch auf bessere Ausbildung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren oder eventuell Ergebnis unterschiedlicher Haushaltgr&ouml;&szlig;en? Das wichtigste Ergebnis der Analyse vorweg: Erbschaften und Schenkungen sind der wichtigste Faktor f&uuml;r Verm&ouml;gensunterschiede &ndash; &Ouml;sterreich ist auch hier ein Spitzenreiter in Europa.<br>\nWas bestimmt Ungleichheit?<br>\nF&uuml;r eine aufgekl&auml;rte Diskussion &uuml;ber Verm&ouml;gensungleichheit ist weniger von Bedeutung ob die oben gestellten Fragen mit JA beantwortet werden k&ouml;nnen (denn offensichtlich sind alle Erkl&auml;rungen mehr oder weniger relevant), sondern welche Begr&uuml;ndungen mehr und welche weniger Gewicht haben. Dieser Themenstellung bin ich in meiner aktuellen Studie am Wiener Instituts f&uuml;r Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) aus quantitativ-&ouml;konomischem Blickwinkel nachgegangen, die soeben in der Working Paper Series der AK Wien erschienen ist. Die zentrale Frage ist dabei, in welchem Ausma&szlig; die Verm&ouml;gensungleichheit in &Ouml;sterreich und anderen Eurol&auml;ndern insbesondere auf die ungleiche Verteilung von Erbschaften und Schenkungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Alternative Einflussfaktoren auf die Verteilungssituation, die in der Untersuchung ber&uuml;cksichtigt wurden, sind Unterschiede in den Haushaltseinkommen und sozio&ouml;konomischen Charakteristika zwischen den Haushalten (Bildungsstand, Haushaltsgr&ouml;&szlig;e und -struktur, Durchschnittsalter, Familienstand und Migrationshintergrund der Haushalte).<br>\nZur Erinnerung: Martin Sch&uuml;rz und Pirmin Fessler haben bereits in einer ersten Auswertung der HFCS &ndash; Daten f&uuml;r &Ouml;sterreich auf die Bedeutung von Erbschaften und Schenkungen f&uuml;r Verm&ouml;gensungleichheit hingewiesen und auch am AK-Blog diskutiert. Nur etwa 35% der &ouml;sterreichischen Haushalte haben zum Zeitpunkt der Erhebung bereits eine Erbschaft oder Schenkung erhalten. Erbschaften und Schenkungen sind mit einem Gini-Koeffizienten von 0,89 noch ungleicher verteilt als Brutto- (0,76) und Nettoverm&ouml;gen (0,73).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/erbschaften-und-schenkungen-hauptursachen-fuer-vermoegensungleichheit\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.-H.S.:<\/strong> Die Situation in Deutschland ist vergleichbar. Nur Deutschland und Zypern, so hei&szlig;t im Artikel, bewegen sich in Europa in vergleichbar (ungleichen) Gr&ouml;&szlig;enordnungen. Politisch wird gegen das entscheidende Instrument gegen diese &ouml;konomisch unsinnige Entwicklung von den Klientelvertretern scharf geschossen. H&ouml;here Erbschaftssteuer zerst&ouml;re die einzigartige Landschaft von Familienbetrieben in Deutschland, so Arbeitgebervertreter. Argumente: Fehlanzeige. Wer die (gr&ouml;&szlig;ere) Lobby hat, ben&ouml;tigt diese ja auch nicht. Offenbar reicht es auf der Klaviatur &ldquo;Angst vor wirtschaftlichem Abstieg&rdquo; anzustimmen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>TTIP<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&ldquo;TTIP verhindert dringend erforderliche Verbesserungen unserer Standards&rdquo;<\/strong><br>\nAm Ende hei&szlig;t es: &ldquo;Friss oder stirb&rdquo; &ndash; der Verbrauchersch&uuml;tzer Thilo Bode &uuml;ber die Ausgestaltung der transatlantischen Freihandelsabkommens und den Einfluss der nationalen Parlamente<br>\nThilo Bode, Gr&uuml;nder der Verbraucherschutzorganisation foodwatch, hat ein Buch ver&ouml;ffentlicht, dessen Titel &ldquo;Die Freihandelsl&uuml;ge&rdquo; keine Frage dar&uuml;ber aufkommen l&auml;&szlig;t, wie sich der Buchautor grunds&auml;tzlich positioniert. Bode kritisiert eine gezielte Desinformations-Politik im Zusammenhang mit dem Abkommen: &ldquo;Aufgebauschte Vorteile und verschwiegene Risiken&rdquo;. Da die TTIP-Informationspolitik tats&auml;chlich sehr viele Fragen offenl&auml;&szlig;t, hat Telepolis mit dem Freihandelsabkommens-Kritiker gesprochen.<br>\nWarum wird TTIP immer mit den sogenannten Chlorh&uuml;hnchen in Verbindung gebracht?<br>\nThilo Bode: Das Chlorh&uuml;hnchen wurde zu Anfang der Debatte als griffiges Beispiel benutzt, aber es taugt nicht als Symbol f&uuml;r die Nachteile von TTIP. Weder halte ich Chlorh&uuml;hnchen f&uuml;r gesundheitlich bedenklich, noch ist davon auszugehen, dass sie in Europa zugelassen werden. Aber: Wenn es jetzt immer hei&szlig;t, die Chlorh&uuml;hnchen werden verhindert, wischt das die Kritik an TTIP nicht beiseite. Die Politiker wollen uns immer wieder mit dem Versprechen beruhigen, unsere bestehenden Standards in Europa und Deutschland w&uuml;rden nicht abgesenkt.<br>\nAber selbst wenn niemand Angst haben muss, dass in Zukunft gentechnisch ver&auml;nderte Lebensmittel ohne Kennzeichnung oder hormonbehandeltes Rindfleisch bei uns auf dem Teller landen, bedeutete das keine Entwarnung &ndash; im Gegenteil. Denn die gro&szlig;e Gefahr von TTIP ist weniger, dass bestehende Standards direkt abgesenkt werden, sondern dass die dringend erforderliche Verbesserung unserer Standards, zum Beispiel eine bessere Tierhaltung oder eine erweiterte Gentechnik-Kennzeichnung, nicht mehr m&ouml;glich sein k&ouml;nnten, wenn die TTIP-Regeln dem entgegenstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44391\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Auch INSM korrigiert Falschinformationen &uuml;ber TTIP<\/strong><br>\nNach dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) musste nun auch die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) Falschinformationen &uuml;ber die wirtschaftlichen Chancen von TTIP korrigieren. Wie der BDI hatte auch die arbeitgebernahe INSM m&ouml;gliche wirtschaftliche Effekte zehn Mal gr&ouml;&szlig;er dargestellt, als sie nach Einsch&auml;tzung in Studien sein k&ouml;nnten. foodwatch hatte beide Organisationen zuvor &ouml;ffentlich und per Brief aufgefordert, die falschen Angaben zur&uuml;ckzuziehen.<br>\nWeiter operieren der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und die CDU mit falschen Zahlen &uuml;ber die angeblichen Besch&auml;ftigungszuw&auml;chse des geplanten transatlantischen Freihandelsabkommens. foodwatch forderte beide ebenfalls zur Richtigstellung auf.<br>\nF&uuml;r foodwatch ist klar: Die Kampagne der TTIP-Fans entlarvt sich mehr und mehr als das, was sie ist: eine gro&szlig;e Luftnummer. K&uuml;hne Tr&auml;ume werden als Fakten dargestellt, Chancen von TTIP aufgebauscht und Risiken geleugnet. Allein das sollte das Misstrauen der Bev&ouml;lkerung wecken: Wer so unaufrichtig informiert, der hat etwas zu verbergen. Das ist der beste Grund daf&uuml;r, die TTIP-Verhandlungen jetzt zu stoppen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.foodwatch.org\/de\/informieren\/freihandelsabkommen\/aktuelle-nachrichten\/auch-insm-korrigiert-falschinformationen-ueber-ttip\/\">foodwatch<\/a><\/li>\n<li><strong>Steinmeier dringt bei TTIP-Verhandlungen auf Eile<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Steinmeier hat w&auml;hrend seiner USA-Reise davor gewarnt, den Abschluss des Freihandelsabkommens TTIP zu verz&ouml;gern. &ldquo;Vern&uuml;nftige L&ouml;sungen auch f&uuml;r die schwierigen Fragen sind m&ouml;glich.&rdquo;<br>\nWenn Frank-Walter Steinmeier auf die Vorteile des geplanten europ&auml;isch-amerikanischen Freihandelsabkommens deutet, wei&szlig; er, auf welch heftigen Widerstand er damit st&ouml;&szlig;t. Innerhalb seiner Partei, der SPD, gibt es vielerlei Kritik am Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) &ndash; aus unterschiedlichsten Gr&uuml;nden.<br>\nErst vor sechs Wochen erlebte Steinmeier auf einer SPD-Regionalkonferenz in N&uuml;rnberg den Groll der eigenen Leute auf TTIP. Als Abgeordneter des Wahlkreises Brandenburg\/Havel kennt Steinmeier au&szlig;erdem die im Osten st&auml;rker als im Westen vorhandenen generellen Vorbehalte gegen die Vereinigten Staaten. In Rathenow, Belzig, J&uuml;terbog und dem Fl&auml;ming ist den Menschen der Freihandel mit den USA nicht das wichtigste Anliegen.<br>\nInsofern ist dem Bundesau&szlig;enminister klar, dass er mit seinem Pl&auml;doyer f&uuml;r TTIP nicht zuletzt bei Parteifreunden und der &ldquo;Basis&rdquo; auf Gegenwind st&ouml;&szlig;t. Das aber hielt Steinmeier nicht davon ab, w&auml;hrend seiner an diesem Samstag endenden USA-Reise sich erneut zugunsten von TTIP zu positionieren. Die transatlantische Partnerschaft sei der Schl&uuml;ssel f&uuml;r die Herausforderungen der Zukunft, sagte der Au&szlig;enminister. TTIP werde beiden Seiten dienen; die USA und Europa k&ouml;nnten mit ihren hohen Standards weltweit neue Ma&szlig;st&auml;be setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article138389860\/Steinmeier-dringt-bei-TTIP-Verhandlungen-auf-Eile.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wachsende Ungleichheit &ndash; Armut ist teuer<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Nettoprivatverm&ouml;gen in Deutschland wachsen rasch.<\/li>\n<li>Die reichsten zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung besitzen f&uuml;nf Billionen Euro.<\/li>\n<li>Die sich selbst verst&auml;rkende Armut ist in Anlehnung an ein Zitat aus den Evangelien als der Matth&auml;us-Effekt bekannt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jede Sekunde nimmt der Reichtum zu. Wer auf die Internetseite der Nationalen Armutskonferenz geht, kann sehen, wie schnell das Nettoprivatverm&ouml;gen in Deutschland w&auml;chst. Ein einziges Flimmern, nie stehen die Ziffern still. Viel wichtiger noch als diese Summe sind aber die beiden Angaben darunter. Sie zeigen, wie viel die reichsten zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung besitzen, etwa f&uuml;nf Billionen Euro &ndash; und wie wenig das untere Zehntel hat, n&auml;mlich Schulden von 16 bis 17 Milliarden Euro. Die schlichte Botschaft: Wer reich ist, wird reicher. Wer arm ist, muss sich sehr anstrengen, nicht noch &auml;rmer zu werden. Denn hohe Kosten f&uuml;r Grundbed&uuml;rfnisse wie Energie und Ern&auml;hrung treffen diejenigen besonders hart, die ohnehin Mangel leiden.<br>\n&ldquo;Menschen, die wenig Geld haben, leben immer von der Hand in den Mund&rdquo;, sagt der Armutsforscher Ernst-Ulrich Huster. Weil am Ende des Monats kein Geld &uuml;brig ist, besteht keine M&ouml;glichkeit, nachhaltig zu investieren. &ldquo;Wenn man in einer Knappheits-&Ouml;konomie lebt, bleibt wenig Autonomie&rdquo;, sagt Huster. Das Leben sei eher ein permanentes L&ouml;cherstopfen: Hat man gerade erst mit M&uuml;he ein Loch gestopft, tut sich schon das n&auml;chste auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/wachsende-ungleichheit-armut-ist-teuer-1.2392438\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zivilgesellschaft fordert umfassende Reform der EU-Steuerregelungen f&uuml;r Unternehmen<\/strong><br>\nIn einem offenen Brief an die EU-Kommission fordert eine breite Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen den Kommissionspr&auml;sidenten Jean-Claude Juncker auf, eine ambitionierte Reform der geltenden Steuerregelungen f&uuml;r Unternehmen innerhalb der EU auszuarbeiten.<br>\nNach der Offenlegung mehrerer Skandale in Bezug auf die Steuervermeidung transnationaler Konzerne, k&uuml;ndigte die Kommission einen Gesetzesvorschlag zum automatischen Informationsaustausch &uuml;ber Steuerregelungen an, der diesen Monat vorgelegt werden soll. Im Verlauf des Jahres sollen weitere Reformpakete folgen. Gleichzeitig f&uuml;hrt die Kommission Ermittlungsverfahren &uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit von einzelnen Steuerregelungen in Irland, den Niederlanden, Luxemburg und Belgien.<br>\nJean-Claude Juncker erkl&auml;rte in seinen politischen Leitlinien den Kampf gegen Steuerumgehung und Steuerbetrug zu einem Schwerpunktthema der aktuellen Kommission. W&auml;hrend seiner Amtszeit als Finanzminister und sp&auml;ter Premier Luxemburgs war dieser mitverantwortlich f&uuml;r die durch die LuxLeaks bekannt gewordenen Steuerdeals und steht daher unter besonderer Beobachtung durch die &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nDer offene Brief weist auf die sch&auml;dlichen Folgen eines aggressiven Steuerwettbewerbs zwischen den EU-Staaten hin &ndash; nicht nur f&uuml;r die europ&auml;ische Wirtschaft sondern auch f&uuml;r L&auml;nder des globalen S&uuml;dens. Daher fordern die Unterzeichner umfassende Schritte zur Schaffung eines fairen und transparenten Steuersystems:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2015\/03\/zivilgesellschaft-fordert-umfassende.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sind Gewerkschaften eine historische Randerscheinung?<\/strong><br>\nGleich drei namhafte Historiker gehen in ihren Gesamtdarstellungen der deutschen Geschichte &uuml;ber die Gewerkschaften als wichtige gesellschaftliche Akteure mehr oder weniger hinweg. Die keineswegs unbedeutende Rolle, die die Gewerkschaften in der sozialen und politischen Entwicklung Deutschlands seit &uuml;ber anderthalb Jahrhunderten eingenommen haben, wird heruntergespielt. Nicht nur aktuell genie&szlig;en Gewerkschaften in den Medien und der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung oft nur noch geringe Aufmerksamkeit. Auch aus der Geschichte werden sie offenbar mehr und mehr verdr&auml;ngt.<br>\nWinklers Weg nach Westen<br>\nHeinrich August Winkler erw&auml;hnt in seinem zweib&auml;ndigen Werk &bdquo;Der lange Weg nach Westen. Deutsche Geschichte&ldquo; die Gewerkschaften immer nur am Rande. Als eigenst&auml;ndiger Akteur, der auf gesellschaftliche und politische Prozesse Einfluss nimmt, tauchen sie kaum auf. Weder ist darin die Rede von der Gr&uuml;ndung der Gewerkschaften noch von ihrem bemerkenswerten Aufstieg vor dem Ersten Weltkrieg.[1] In drei kurzen S&auml;tzen wird das Betriebsr&auml;tegesetz von 1920 und damit die Wirtschaftsdemokratie abgehandelt, und der Aufruf zum Generalstreik gegen den Kapp-Putsch vom M&auml;rz 1920 wird kurzerhand der SPD und nicht den Gewerkschaften zugeschrieben. Das Ausblenden der Gewerkschaften setzt sich auch f&uuml;r die Zeit nach 1945 fort.[2] &Uuml;ber ihre Rolle beim Wiederaufbau und der Entstehung der Bundesrepublik wird einfach hinweg gegangen, und die Einf&uuml;hrung der parit&auml;tischen Mitbestimmung wird so dargestellt, als ob sie nicht erk&auml;mpft werden musste sondern sich mit fortschreitender Zeit schlichtweg ergab. Arbeitsk&auml;mpfe werden nur insoweit gestreift, als die Gewerkschaften &ndash; wie im Februar 1974 im &ouml;ffentlichen Dienst &ndash; mit ihren &bdquo;ma&szlig;losen Forderungen&ldquo; angeblich die staatliche Autorit&auml;t untergruben (S. 320 f). Die betriebliche Mitbestimmung wird schlie&szlig;lich keines weiteren Blickes gew&uuml;rdigt. Das 1976 verabschiedete Mitbestimmungsgesetz wird zwar als Beweis daf&uuml;r gefeiert, dass ein Ausgleich &bdquo;zwischen Marktwirtschaft und Wirtschaftsdemokratie&ldquo; m&ouml;glich ist (S. 336 f), scheint aber einer genaueren Betrachtung trotzdem nicht wert zu sein. Die Bedeutung der Gewerkschaften f&uuml;r den sozialen Fortschritt und die politische Stabilit&auml;t der Bundesrepublik wird auf diese Weise verschwiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/32-2015\/++co++3a8f4196-c8b4-11e4-87ae-52540066f352\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Auch aktuell &ndash; und bereits seit einigen Jahren &ndash; ist eine gewisse Ausblendung von gewerkschaftlichen Perspektiven in deutschen Medien zu beobachten. So ist deren Vertreterschaft recht selten zu Gast in Talk-Shows. Selbst die Vertreterschaft religi&ouml;ser Lobbygruppen ist h&auml;ufiger zu sehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die gro&szlig;e soziale Entsicherung<\/strong><br>\nAm 14. M&auml;rz 2003 &hellip; verk&uuml;ndete Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der im Bundestag seine Agenda 2010. Am 1. Januar 2015, also vor zehn Jahren, trat dann das Kernst&uuml;ck der sogenannten &bdquo;Reform&ldquo; in Kraft, landl&auml;ufig bekannt unter dem Namen &bdquo;Hartz IV&ldquo;&hellip;<br>\nDer K&ouml;lner Politologe Butterwegge hat das zehnj&auml;hrige Bestehen des Arbeitslosengeldes 2 zum Anlass einer Bilanz genommen. &bdquo;Hartz IV und die Folgen&ldquo; hei&szlig;t das materialreiche und fundierte Buch. Der ehemalige Sozialdemokrat Butterwegge, 2012 vor&uuml;bergehend als Kandidat der Linkspartei f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten im Gespr&auml;ch, l&auml;sst keinen Zweifel an seinem Urteil: Schr&ouml;ders Agenda stellte &bdquo;ein umfassendes Regierungsprogramm zur Pauperisierung, Prekarisierung und sozialen Polarisierung&ldquo; dar.<br>\nGerade wer meint, diese Wertung als Schlagwort-Rhetorik abtun zu k&ouml;nnen, sollte Butterwegges Buch unbedingt lesen. Je l&auml;nger man das tut, desto gespenstischer muss einem die vorherrschende politisch-mediale Stimmung im Lande erscheinen, in der die systematische Deklassierung von Erwerbslosen weitgehend ignoriert und das von Butterwegge &uuml;berzeugend widerlegte M&auml;rchen vom &bdquo;Jobwunder&ldquo; durch Hartz IV unbeirrt weiter verbreitet wird&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/literatur\/christoph-butterwege-hartz-iv-die-grosse-soziale-entsicherung,1472266,30116086.html\">Stephan Hebel in der FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bundesregierung sch&uuml;tzt Abmahnindustrie: Keine Abschaffung der St&ouml;rerhaftung f&uuml;r B&uuml;rger<\/strong><br>\nVor drei Wochen haben wir einen nicht-abgestimmten Referentenentwurf zur Neuregelung der St&ouml;rerhaftung hier ver&ouml;ffentlicht. Der Referentenentwurf las sich damals schon nicht gut und eine Stelle war noch nicht zwischen den Ministerien abschlie&szlig;end gekl&auml;rt. Gestern hat das federf&uuml;hrende Bundeswirtschaftsministerium den abgestimmten Referentenentwurf ver&ouml;ffentlicht, der wahrscheinlich kommende Woche vom Kabinett p&uuml;nktlich zur CEBIT beschlossen und pr&auml;sentiert werden soll. Der Entwurf kommt den Forderungen der Wirtschaft entgegen, endlich auch mal WLAN-Zug&auml;nge ohne st&auml;ndige Urheberrechtsabmahnungen anbieten zu k&ouml;nnen. Allerdings trifft das nicht f&uuml;r Private zu. Hier werden so hohe H&uuml;rden angesetzt, dass es nicht zu mehr offenen WLANs durch Privatpersonen f&uuml;hren wird, sondern m&ouml;glicherweise sogar noch zu weniger.<br>\nKurzfassung: Die F&ouml;rderung von offenem WLAN sieht anders aus &ndash; und ist weiterhin von dieser Bundesregierung nicht erw&uuml;nscht.<br>\nVor drei Wochen war ein Punkt noch nicht ausverhandelt:<br>\n[(5) Alle anderen Diensteanbieter, die den Internetzugang nach Absatz 3 zur Verf&uuml;gung stellen, haften nur dann nicht als St&ouml;rer auf Unterlassen, wenn sie zumutbare Ma&szlig;nahmen, insbesondere solche im Sinne der Abs&auml;tze 4 a) und b), getroffen haben und den Namen des Nutzers kennen.]<br>\nHier hat sich jetzt wohl das Bundesinnenministerium und die Abmahnindustrie durchgesetzt. Im abgestimmten Entwurf steht jetzt:<br>\n(5) Sonstige Diensteanbieter, die einen Internetzugang nach Absatz 3 zur Verf&uuml;gung stellen, k&ouml;nnen wegen einer eechtswidrigen Handlung eines Nutzers nicht auf Unterlassung in Anspruch genommen werden, wenn sie zumutbare Ma&szlig;nahmen im Sinne des Absatzes 4 ergriffen haben und die Namen der Nutzer kennen, denen sie den Zugang gew&auml;hrt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/bundesregierung-schuetzt-abmahnindustrie-keine-abschaffung-der-stoererhaftung-fuer-buerger\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rheinmetall fordert 120 Millionen Euro<\/strong><br>\nDer R&uuml;stungskonzern Rheinmetall fordert Schadensersatz von der Bundesregierung in H&ouml;he von etwa 120 Millionen Euro. Grund ist nach Informationen von NDR, WDR und SZ ein R&uuml;stungsdeal mit Russland, der wegen der Ukraine-Krise gestoppt worden war.<br>\nEigentlich sollten russische Truppen schon seit einigen Monaten in ihrem neuen &Uuml;bungszentrum in der Stadt Mulino in der Wolga-Region Gefechte trainieren k&ouml;nnen. Bis Ende 2014 sollte &ldquo;die weltweite modernste Trainingsbasis mit simulationsgest&uuml;tzter Ausbildung&rdquo; entstehen &ndash; so hatte es der R&uuml;stungskonzern Rheinmetall drei Jahre zuvor stolz angek&uuml;ndigt.<br>\nDoch das Gesch&auml;ft ist geplatzt. Im August stoppte die Bundesregierung die Auslieferung des Gefechts&uuml;bungszentrums (G&Uuml;Z). Wegen der Ukraine-Krise widerrief sie die von der schwarz-gelben Vorg&auml;ngerregierung erteilte Genehmigung. Nun will Rheinmetall f&uuml;r das entgangene Gesch&auml;ft entsch&auml;digt werden und fordert nach Recherchen von NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; etwa 120 Millionen Euro f&uuml;r den angeblich entstandenen Schaden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/rheinmetall-schadensersatzforderungen-bundesregierung-101.html?r=&amp;lid=403707&amp;pm_ln=1\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Dieser Schritt von Rheinmetall war zu erwarten. Herr Gabriel w&auml;re naiv, wenn er das nicht einkalkuliert h&auml;tte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Strength Is Weakness  &ndash;  St&auml;rke ist Schw&auml;che<\/strong><br>\nImmer wieder h&ouml;rt man die Warnung, die Federal Reserve &ldquo;mindere den Wert des Dollars&ldquo; mit ihren Versuchen, der Wirtschaft zu helfen. Schon die archaische Ausdrucksweise (&ldquo;debasing&ldquo;) sagt viel dar&uuml;ber aus, woher die Leute, die solche Warnungen aussprechen, kommen. Sie ist eine Anspielung auf die alte Praxis, M&uuml;nzen aus reinem Gold oder Silber durch minderwertigere M&uuml;nzen (&ldquo;debased coins&ldquo;) zu ersetzen, bei denen der Edelmetallgehalt mit billigerem Material gestreckt wird. Ein Wort an die Goldliebhaber und Ayn-Rand-J&uuml;nger, die die republikanische Partei beherrschen: Modernes Geld funktioniert so nicht. Trotzdem behaupten die Kritiker der Fed immer noch, die Politik des billigen Geldes f&uuml;hre zum Absturz des Dollars.<br>\nDoch die Realit&auml;t weigert nach wie vor, da mitzuspielen. Statt in den Keller der Abwertung zu rutschen, ist der Dollar &uuml;bers Dach hinaus gewachsen. (Sorry.) Im Verlauf des letzten Jahres ist er im Schnitt um 20 Prozent gegen&uuml;ber anderen gro&szlig;en W&auml;hrungen gestiegen; Gegen&uuml;ber dem Euro sogar um 27 Prozent. Hurra f&uuml;r den starken Dollar!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/03\/13\/opinion\/paul-krugman-strength-is-weakness.html\">New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ein Leben lang gearbeitet, aber kaum Rente<\/strong><br>\nDer Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband prognostiziert einen massiven Anstieg der Altersarmut. Schon 2025 k&ouml;nnten 1,5 Millionen Rentner auf Grundsicherung angewiesen sein, dreimal mehr als heute. Dabei zeigen Beispiele von Rentnern schon jetzt: Trotz Arbeit reicht oft das Geld nicht.<br>\n16 Jahre lang hat Gudrun in die Rentenkasse eingezahlt. In ihrem Berufsleben hat die 66-J&auml;hrige, die ihren Nachnamen nicht nennen m&ouml;chte, als Buchh&auml;ndlerin gearbeitet und als P&auml;dagogin. Was ihr heute bleibt? Etwas &uuml;ber 600 Euro im Monat &ndash; und das, obwohl sie studiert hat. Zus&auml;tzlich erh&auml;lt sie noch Witwenrente, rund 350 Euro. Insgesamt bleiben ihr 985 Euro Rente, das Ergebnis eines Arbeitslebens.<br>\nAltersarmut ist in Deutschland noch kein Massenph&auml;nomen, sagt der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband. Im Moment seien 15,2 Prozent der Rentner und Pension&auml;re arm. Beim Rest der Bev&ouml;lkerung liegt diese Zahl etwas h&ouml;her, 15,5 Prozent. &ldquo;Allerdings &auml;ndert sich das gerade schlagartig, sagt Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen. &ldquo;Wir gehen davon aus, dass sich die Zahl derer, die im Alter auf die Grundsicherung angewiesen sein werden, in den n&auml;chsten zehn Jahren verdreifachen wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/altersarmut-wenn-zum-leben-600-euro-im-monat-bleiben-37512070.html\">heute.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die Politik sollte vermehrt &uuml;ber das Modell B&uuml;rgerversicherung f&uuml;r die Rente nachdenken anstatt weiterhin der privaten Absicherung das Wort zu reden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Kopftuch ist frei<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht spricht sich gegen pauschale Kopftuchverbote an Schulen aus. Zehn Fragen und Antworten zum Urteil.<br>\nWarum kippt Karlsruhe das Kopftuchverbot?<br>\nZwei P&auml;dagoginnen aus Nordrhein-Westfalen hatten geklagt, beide sind Deutsche mit t&uuml;rkischem Migrationshintergrund. Eine arbeitete als Lehrerin f&uuml;r muttersprachlichen Unterricht an verschiedenen Schulen. Nachdem 2005 in Nordrhein-Westfalen ein faktisches Kopftuchverbot eingef&uuml;hrt wurde, wurde sie gek&uuml;ndigt. Die zweite Frau arbeitete als Sozialp&auml;dagogin an einer Gesamtschule. Sie ersetzte damals das Kopftuch durch eine rosafarbene Baskenm&uuml;tze, wurde aber dennoch abgemahnt, da sie die M&uuml;tze erkennbar als Ersatz f&uuml;r ein Kopftuch getragen habe. In den Vorinstanzen waren die Frauen noch gescheitert. Karlsruhe gab ihnen nun recht.<br>\nWas hat das Bundesverfassungsgericht entschieden?<br>\nKopftuchverbote k&ouml;nnen nur noch ausgesprochen werden, wenn eine &bdquo;hinreichend konkrete&ldquo; Gefahr f&uuml;r den Schulfrieden und die staatliche Neutralit&auml;t droht. Das pauschale Kopftuchverbot im nordrhein-westf&auml;lischen Schulgesetz muss darum ge&auml;ndert werden. Auch eine zweite Klausel, mit der Darstellungen christlich-abendl&auml;ndischer Kulturwerte ausdr&uuml;cklich von dem Verbot ausgenommen wurden, erkl&auml;rte Karlsruhe f&uuml;r verfassungswidrig. Die Bevorzugung christlicher und j&uuml;discher Symbole versto&szlig;e gegen das Gleichheitsgebot.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Religionssymbole-an-Schulen\/!156420\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Buschkowsky: &lsquo;Kopftuchurteil ist eine Katastrophe!&rsquo;<\/strong><br>\nEin pauschales Kopftuchverbot f&uuml;r muslimische Lehrerinnen widerspricht unserer Verfassung. Das ist am Freitag h&ouml;chstrichterlich in Karlsruhe festgelegt worden. Vertreter von SPD und Gr&uuml;nen, die Kultusministerkonferenz, die katholischen Bisch&ouml;fe und Vertreter der Muslime begr&uuml;&szlig;ten die Entscheidung. Harsche Kritik &auml;u&szlig;ert dagegen Neuk&ouml;llns Bezirksb&uuml;rgermeister Heinz Buschkowsky. Er sieht durch das Urteil die Grundwerte unserer Gesellschaft besch&auml;digt. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Preisgabe eines elementaren Bausteins&rdquo;<br>\nNeuk&ouml;llns demn&auml;chst scheidender Bezirksb&uuml;rgermeister Heinz Buschkowsky findet deutliche Worte zum Karlsruher Urteil: &ldquo;Ich empfinde es als Katastrophe. Ein Grundsatz unserer Gesellschaft und des Landes wird aufgegeben, der n&auml;mlich, wonach sich der Staat wertneutral zu verhalten hat. Das Gericht sagt jetzt, die Wertneutralit&auml;t des staatlichen Handelns ist eine allgemeine unverbindliche Gr&ouml;&szlig;e, sie k&ouml;nne nicht &uuml;ber der Religionsfreiheit stehen. Das hei&szlig;t &uuml;bersetzt: Die pers&ouml;nliche Ausrichtung steht &uuml;ber der Ausrichtung der Gesellschaft. Das ist ein Zur&uuml;ckweichen, eine Preisgabe eines elementaren Bausteins unserer Gesellschaft.&rdquo; (&hellip;)<br>\nWer Bekenntnisunterricht betreiben wolle, der k&ouml;nne das in einer j&uuml;dischen, muslimischen oder christlichen Schule tun. &ldquo;Eine staatliche Schule hat wertneutral zu sein, das gilt &uuml;brigens genauso f&uuml;r das Kruzifix&rdquo;, betont der SPD-Politiker. Und weiter: &ldquo;Religionsfreiheit hat da ihr Ende, wo sie eingreift in unsere allgemein anerkannten Lebensregeln, dort wo h&ouml;herwertige G&uuml;ter verletzt werden. Ein gutes Beispiel daf&uuml;r ist der Schwimmunterricht, an dem viele muslimische M&auml;dchen nicht teilnehmen d&uuml;rfen. Solche Eltern riskieren Gesundheit und Leben ihrer Kinder, das ist &uuml;berhaupt nicht zu tolerieren. M&auml;dchen von klein auf zu suggerieren, sie m&uuml;ssten ein Kopftuch tragen, ihrem Mann gehorchen und nur ihm die Haare pr&auml;sentieren, weil ansonsten alle J&uuml;nglinge &uuml;ber sie herfallen w&uuml;rden &ndash; das ist 1400 Jahre her, das mag ich f&uuml;r eine freie Gesellschaftsordnung im Jahre 2015 nicht akzeptieren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.inforadio.de\/programm\/schema\/sendungen\/int\/201503\/13\/217770.html\">Inforadio<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.B.:<\/strong> Seh ich genauso wie Buschkowsky.<\/em><br>\n<em>Religion ist Privatsache und hat nichts in der Bildung zu suchen und sollte auch nicht in einer Vorbildfunktion subtil zur Indoktrination  eingesetzt werden!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.:<\/strong> Vielleicht sollte als Konsequenz dieser Entscheidung aus Karlsruhe endlich verst&auml;rkt &uuml;ber die Trennung von Staat und Religion nachgedacht werden.<\/em><br>\n<em>Es mutet paradox an, wenn Vertreter von SPD und Gr&uuml;nen das Urteil begr&uuml;&szlig;en. Programmatisch war zumindest die SPD schon mal weiter. Im <a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/geschichte\/deutsch\/spd\/1925\/heidelberg.htm\">Heidelberger Programm (1925)<\/a> ist u.a. zu lesen: &bdquo;Die &ouml;ffentlichen Einrichtungen f&uuml;r Erziehung, Schulung, Bildung und Forschung sind weltlich. Jede &ouml;ffentlich-rechtliche Einflu&szlig;nahme von Kirche, Rehgions- und Weltanschauungsgemeinschaften auf diese Einrichtungen ist zu bek&auml;mpfen. Trennung von Staat und Kirche, Trennung von Schule und Kirche, weltliche Volks-, Berufs- und Hochschulen. Keine Aufwendung aus &ouml;ffentlichen Mitteln f&uuml;r kirchliche und religi&ouml;se Zwecke.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&ldquo;Wir brauchen die Vorratsdatenspeicherung&rdquo;<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel h&auml;lt die Vorratsdatenspeicherung f&uuml;r notwendig. Im DLF sagte der SPD-Chef, er wisse zwar, dass das Thema hochumstritten und die Vorratsdatenspeicherung kein Allheilmittel sei &ndash; sie k&ouml;nne aber durch eine schnellere Aufdeckung von Straftaten helfen, die n&auml;chste Straftat zu verhindern. (&hellip;)<br>\nGabriel: Wir haben damals einen Parteitagsbeschluss gehabt &ndash; 2011 im Dezember -, der &uuml;brigens mit relativ gro&szlig;er Mehrheit gefasst wurde, weil wir gesagt haben: &lsquo;Achtung, das, was derzeit in Deutschland an Rechtslage ist, ist verfassungswidrig!&rsquo; Und wir haben die damalige Bundesregierung &ndash; CDU\/CSU und FDP &ndash; sehr davor gewarnt. Das ist uns damals nicht geglaubt worden, hinterher ist das Gesetz vor dem Verfassungsgericht gescheitert. Und wir haben Vorschl&auml;ge gemacht, wie man es verfassungskonform machen kann. Zum Beispiel, dass man es begrenzt auf schwere Straftaten zum Beispiel dadurch, dass man einen Richtervorbehalt hat &ndash; die Daten werden ja sowieso nicht beim Staat gesammelt, sondern bei privaten Unternehmen &ndash; und der Staat jetzt nicht einfach darauf zugreifen kann, sondern dass er ein Gericht fragen muss und im &Uuml;brigen, dass die Aufbewahrungsfristen solcher Daten relativ kurz ist.<br>\nDas, glaube ich, sind damals schon vern&uuml;nftige Beschl&uuml;sse gewesen, heute werden sie uns helfen, ein mit der Verfassung und auch mit Europarecht konformen Gesetzesvorschlag zu machen. Ich bin der &Uuml;berzeugung, wir brauchen das, ich wei&szlig; aber, dass das hochumstritten ist. Ich glaube nur, dass die Debatte eine sehr ideologische ist. Die Vorratsdatenspeicherung ist kein Allheilmittel, die wird uns nicht bei jeder Gelegenheit helfen, alle Straftaten zu verhindern, aber sie kann uns durch eine schnellere Aufdeckung von Straftaten helfen, die n&auml;chste Straftat zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/sigmar-gabriel-wir-brauchen-die-vorratsdatenspeicherung.868.de.html?dram:article_id=314247%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ob Vorratsdatenspeicherung, ob Zustimmung zu TTIP, ob &Ouml;PP usw. Gabriel kennt im Wortsinne keine &bdquo;roten&ldquo; Linien mehr. Er sorgt daf&uuml;r, dass sich die SPD als politische Partei &uuml;berfl&uuml;ssig macht. <\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu noch einmal: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150227_hinweiseiiwl.pdf\">Initiative gegen Total&uuml;berwachung? Handeln statt jammern!<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: SPD-Chef Sigmar Gabriel fordert Wiedereinf&uuml;hrung der Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nDer SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel fordert im Interview der Woche beim Deutschlandfunk mal wieder die Wiedereinf&uuml;hrung der Vorratsdatenspeicherung. Dabei greift er wieder auf sein altes M&auml;rchen zur&uuml;ck, die Vorratsdatenspeicherung habe in Norwegen bei den Ermittlungen gegen Anders Breivik geholfen. Das stimmte damals schon nicht, weil die Vorratsdatenspeicherung in Norwegen zu dem Zeitpunkt noch nicht umgesetzt war. Die Wiederholung macht es nicht wahrer. Breivik hat man offensichtlich auch anders ermittelt. Diesen Klassiker hatten wir in unserer &Uuml;bersicht &bdquo;Bei&szlig;reflex Vorratsdatenspeicherung&ldquo; beschrieben. (&hellip;)<br>\nIm aktuellen SPIEGEL gibt es einen l&auml;ngeren Artikel zu Gabriels Sprunghaftigkeit, wo es auch um eine Kabinettssitzung im Januar geht, wo Gabriel wohl Maas in die Parade gefahren ist.<br>\nDa f&auml;llt Gabriel ihm ins Wort: &bdquo;Die SPD ist nicht grunds&auml;tzlich gegen die Vorratsdatenspeicherung&ldquo;, sagt der Parteichef, &bdquo;Thomas de Maizi&egrave;re, der Heiko und ich werden uns zusammensetzen und einen gemeinsamen Weg finden.&ldquo; Der Vorsto&szlig; war nicht abgesprochen, nicht einmal von dem geplanten Treffen wusste der Justizminister. Selbst die CDU-Minister werfen ihm mitleidige Blicke zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/spd-chef-sigmar-gabriel-fordert-wiedereinfuehrung-der-vorratsdatenspeicherung\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Wir haben vergangene Woche bereits hingewiesen auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25332#h13\">Bundesregierung plant eigene L&ouml;sung<\/a>.<\/em><br>\n<em>Gabriel meint also nun u.a., mit Hilfe der Vorratsdatenspeicherung &bdquo;die n&auml;chste Straftat&ldquo; verhindern zu k&ouml;nnen. Das ist ein Paradox, denn eine verhinderte Handlung k&ouml;nnte niemals eine (verhinderte) Straftat sein. &bdquo;Minority Report&ldquo; l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schlanker Datenschutz in der EU<\/strong><br>\nDie bisherigen Regeln aus dem Jahr 1995 sind f&uuml;r die digitale Welt eine gef&uuml;hlte Ewigkeit alt. Deshalb dr&uuml;cken die EU-Staaten bei der Datenschutzreform aufs Tempo. Doch Kritiker bef&uuml;rchten gro&szlig;fl&auml;chige &Uuml;berwachung.<br>\nIn der Europ&auml;ischen Union sollen sich Unternehmen und B&uuml;rger beim Datenschutz k&uuml;nftig nur noch an eine einzige Beh&ouml;rde wenden m&uuml;ssen. Im Ringen um eine neue Datenschutzverordnung einigten sich die EU-Justiz- und Innenminister in Br&uuml;ssel auf diesen Grundsatz.<br>\n&ldquo;Das Leben der Unternehmen wird dadurch einfacher, denn sie m&uuml;ssen nur noch mit einer Aufsichtsbeh&ouml;rde arbeiten&rdquo;, sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourova. Die Tschechin zeigte sich optimistisch, dass beim n&auml;chsten Ministerrat im Juni eine grunds&auml;tzliche Einigung erreicht und die Verordnung dann bis Jahresende auf den Weg gebracht werden k&ouml;nne.<br>\nIrland sch&uuml;tzt Apple und Co.<br>\nBeim Prinzip der einheitlichen Anlaufstellen setzten einige EU-Staaten jedoch eine Sonderregelung durch, wonach die Beh&ouml;rden in ihrem Land Einspruch gegen externe Entscheidungen erheben k&ouml;nnen. Gegen zu starke Kompetenzen von Institutionen anderer EU-Staaten hatte sich unter anderem Irland gewehrt, wo gro&szlig;e US-Konzerne wie Apple oder Google ihre Europa-Zentralen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/schlanker-datenschutz-in-der-eu\/a-18314838\">DW<\/a><\/li>\n<li><strong>Britisches Parlament: GCHQ &uuml;berwacht massiv, aber nicht pauschal<\/strong><br>\nDer Geheimdienstausschuss des britischen Parlaments hat seinen Untersuchungsbericht zu den Snowden-Enth&uuml;llungen herausgegeben. Die Abgeordneten verlangen darin, die gesetzlichen Spionagebefugnisse zu reformieren.<br>\nDer britische Geheimdienst GCHQ betreibt &ldquo;Massen&uuml;berwachung&rdquo;, erfasst aber nicht pauschal und verdachtsunabh&auml;ngig die gesamte Internetkommunikation. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest das Intelligence and Security Committee (ISC) des britischen Parlaments in seinem Untersuchungsbericht zu den Enth&uuml;llungen des Whistleblowers Edward Snowden. Die Beh&ouml;rde k&ouml;nne zwar theoretisch &ldquo;einen kleinen Prozentsatz&rdquo; der rund 100.000 gro&szlig;en Netzknoten abfischen, hei&szlig;t es in dem Papier. Praktisch verschaffe sie sich aber nur Zugang zu einem Bruchteil davon. Details sind geschw&auml;rzt<br>\nDie genauen Anteile der erfassten Internetkommunikation schl&uuml;sselt das Kontrollgremium zwar auf, die Zahlen sind im publik gemachten Dokument aber genauso geschw&auml;rzt wie viele andere Details. Die Fernmeldeaufkl&auml;rung mit massenhaften Datenbest&auml;nden erfolgt dem Ausschuss zufolge mehr oder weniger gezielt, da sie drei Filter- und Selektionsverfahren durchlaufe. So w&uuml;rden zun&auml;chst spezielle Netzstrecken ausgew&auml;hlt und im Anschluss Kommunikationsdaten sowie Inhalte anhand spezieller Rufnummern oder Internetadressen erhoben. Dann w&uuml;rde entschieden, was davon von einem Menschen gelesen, analysiert oder gespeichert werden solle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Britisches-Parlament-GCHQ-ueberwacht-massiv-aber-nicht-pauschal-2574630.html?wt_mc=nl.ho.2015-03-14\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>SAP arbeitet f&uuml;r die NSA<\/strong><br>\nNSA und CIA spionieren auch mithilfe deutscher Technik. Der IT-Konzern SAP hat die US-Geheimdienste sogar gezielt durch Firmenzuk&auml;ufe und Vertr&auml;ge als Kunden gewonnen. (&hellip;)<br>\nDie sogenannten Metadaten aus der Massen&uuml;berwachung von Telefongespr&auml;chen, WhatsApp- und SMS-Chats sowie von E-Mails und Facebook, sind die Waffen der Zukunft. Mit diesen Informationen k&ouml;nnen Geheimdienste Personen finden, Reiserouten nachvollziehen und am Ende sogar Verd&auml;chtige  umbringen &ndash; zum Beispiel durch Drohnenangriffe. &ldquo;Wir t&ouml;ten Menschen auf der Basis von Metadaten&rdquo;, sagte der fr&uuml;here NSA- und CIA-Chef Michael Hayden vergangenes Jahr. Auf einer Tagung der amerikanischen SAP-Tochterfirma bedankte er sich zuvor auch schon einmal f&uuml;r die Mithilfe an diesen Hinrichtungen aus der Luft: &ldquo;Sehr viel, was wir anhand der Datenbanken machen, ist die Zielauswahl. Dank Gott, dass sie uns dazu in die Lage versetzen.&rdquo;<br>\nSeit dem 11. September 2001 ist in den USA ein riesiger Markt f&uuml;r sogenannte private contractors entstanden. Das sind Unternehmen, die haupts&auml;chlich f&uuml;r NSA, CIA, das Verteidigungsministerium oder das FBI arbeiten und Technik oder Experten zur Verf&uuml;gung stellen, die dem Staat fehlen. An den Gewinnen dieses neuen Marktes will auch SAP teilhaben.<br>\nWie jetzt bekannt wird, kaufte SAP bereits 2007 den amerikanischen Suchtechnikentwickler Inxight. Die Technologie der Firma erm&ouml;glicht es, gro&szlig;e Datenmengen bei Massen&uuml;berwachungen in k&uuml;rzerer Zeit und mit weniger Personal durchsuchbar zu machen. &ldquo;Inxight l&ouml;st das Problem der amerikanischen &Uuml;berwachungsprogramme, die enormen Mengen an Daten durchsuchbar zu machen und relevante Ergebnisse zu erhalten&rdquo;, sagt der belgische Unternehmer Jo Lernout. Jahrelang entwickelte er selbst Software f&uuml;r Geheimdienste, einige seiner ehemaligen Angestellten gingen zu Inxight und sind jetzt bei SAP.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2015-03\/nsa-sap-uberwachung-technik\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Amazon &uuml;berwacht Mitarbeiter minutengenau<\/strong><br>\n&ldquo;Der Mitarbeiter war von 7:27 Uhr bis 7:37 Uhr inaktiv&rdquo;, steht in einem so genannten Amazon-Inaktivit&auml;tsprotokoll, das der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vorliegt. Der Versandh&auml;ndler &uuml;berwache seine Mitarbeiter minutengenau, lautet der Vorwurf. &Uuml;ber die mobilen Ger&auml;te, die viele Mitarbeiter in den Amazon-Logistikzentren zum Scannen der Pakete nutzen, w&uuml;rden Pinkel- oder Raucherpausen, aber auch nur einige Sekunden protokolliert und archiviert, die ein Amazon-Packer oder Logistiker nicht in seine Aufgabe investiert. Vollste Arbeitsbelastung bei geringster Bezahlung &ndash; das will die Gewerkschaft nicht mehr dulden und ruft erneut zum Streik auf.<br>\n&ldquo;Es handelt sich hier um einen absoluten Einzelfall, der sich vor rund einem Jahr ereignet hat, und bei dem ein Vorgesetzter fehlerhaft gehandelt hat. Nat&uuml;rlich sind Verweise wegen Arbeitsunterbrechungen von ein bis zwei Minuten absurd, und dieser Hinweis wurde bereits vor rund einem Jahr aus der Personalakte des Mitarbeiters entfernt&rdquo;, teilte Amazon nach einer Anfrage des Tagesspiegels schriftlich mit.<br>\nIm Tarifkonflikt mit dem Versandh&auml;ndler Amazon hat Verdi neue Streiks noch vor Ostern angek&uuml;ndigt. Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger erkl&auml;rte in der Nacht zum Freitag, der Onlineh&auml;ndler erwarte von seinen Besch&auml;ftigten Einsatz und Verl&auml;sslichkeit, verweigere ihnen aber den zuverl&auml;ssigen Schutz durch Tarifvertr&auml;ge. Damit die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung begreife, &ldquo;wie wichtig Verl&auml;sslichkeit und Sicherheit im Alltag&rdquo; seien, werde es vor Ostern flexible Streiks geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/tarifkonflikt-beim-versandhaendler-amazon-ueberwacht-mitarbeiter-minutengenau\/11499762.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Drohnen. Forschung. &Uuml;berwachung. Krieg.<\/strong><br>\nTageskonferenz zur Drohnenforschung am 21. M&auml;rz 2015 in Hannover (&hellip;)<br>\n2013 erhielt die Gottfried Wilhelm Leibniz Universit&auml;t Hannover bundesweit die meisten Mittel f&uuml;r wehrtechnische Forschung und Technologie aus dem <a href=\"http:\/\/www.landtag-niedersachsen.de\/Drucksachen\/Drucksachen_17_2500\/1001-1500\/17-1409.pdf\">Haushalt des Bundesverteidigungsministeriums<\/a>. Seit dem Jahr 2000 erhielt sie Drittmittel in H&ouml;he von fast elf Mio. Euro f&uuml;r 35 sicherheitstechnische und milit&auml;rische Forschungsprojekte, von denen 26 als &ldquo;vertraulich&rdquo; eingestuft wurden. Bei vielen dieser Projekte geht es um Fernerkundung, k&uuml;nstliche Intelligenz und Bilderkennung &ndash; Technologien, die sowohl in der zivilen Video&uuml;berwachung, <a href=\"http:\/\/taz.de\/Ruestungsforschung-an-der-Uni\/!153176\/\">wie in milit&auml;rischen Drohnen zur Anwendung kommen<\/a>.<br>\nHannover ist dabei kein Einzelfall. 2013 erhielten insgesamt 26 Hochschulen bundesweit Drittmittel aus dem Verteidigungsministerium, fast an jeder deutschen Universit&auml;t forschen etwa Informatiker_innen an Fragen der Bilderkennung, Mathematiker_innen und Nachrichtentechniker_innen an der verschl&uuml;sselten &Uuml;bertragung von Daten, biologische und psychologische Institute sind an Projekten zur Steuerung, &Uuml;berwachung und Selbstorganisation von Drohnenschw&auml;rmen beteiligt. Die Ausrichtung auf oder Integration von Sicherheitsaspekten in Forschungsprojekte beschleunigt die rasante Entwicklung von &Uuml;berwachungstechnologien, welche die individuellen Rechte der Bev&ouml;lkerung ber&uuml;hren und die Digitalisierung der Kriegf&uuml;hrung vorantreiben. Insbesondere die &ldquo;Drohnenforschung&rdquo; provoziert jedoch auch Auseinandersetzungen &uuml;ber die Ziele, Grenzen und Unabh&auml;ngigkeit von Wissenschaften und &ouml;ffentlichen Universit&auml;ten. &ldquo;Drohnen bald tabu&rdquo; titelte beispielsweise <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!154580\/\">die tageszeitung<\/a> k&uuml;rzlich &uuml;ber das Vorhaben des Bremer Senats, im Landeshochschulgesetz eine Zivilklausel zu verankern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2015\/03\/12\/drohnen-forschung-ueberwachung-krieg\/\">Informationsstelle Militarisierung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Gro&szlig;e Koalition: SPD-Vize fordert sch&auml;rfere Abgrenzung von Union<\/strong><br>\nHat die SPD die Bundestagswahl 2017 bereits verloren gegeben? Parteivize Sch&auml;fer-G&uuml;mbel widerspricht: Er ruft die Genossen zu mehr Distanz zu CDU und CSU auf &ndash; und verlangt ein neues Grundsatzprogramm.<br>\nIn der SPD mehren sich angesichts stagnierender Umfragewerte die Rufe nach einer h&auml;rteren Linie gegen&uuml;ber der Union von Kanzlerin Angela Merkel und einer neuen thematischen Schwerpunktsetzung. &ldquo;Die SPD muss als klare Alternative zur Union wahrgenommen werden&rdquo;, sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel SPIEGEL ONLINE.<br>\n&ldquo;Die Merkel-Union f&auml;hrt in allen Fragen auf Sicht, wir m&uuml;ssen klar erkennbar sein als die Partei, die sich mit den Herausforderungen der Zukunft besch&auml;ftigt: Familienpolitik, Chancengleichheit bei Bildung und Arbeit&rdquo;, so Sch&auml;fer-G&uuml;mbel weiter.<br>\nEr widersprach dem Eindruck, die SPD-Spitze um Sigmar Gabriel habe die Bundestagswahl 2017 bereits verloren gegeben. &ldquo;Das ist grober Unfug&rdquo;, sagte er. &ldquo;Die SPD und ihr Parteivorsitzender geben keine Wahl verloren.&rdquo; Die R&uuml;ckgewinnung von Vertrauen sei aber &ldquo;keine Sache von ein paar Tagen&rdquo;. Gabriel hatte nach SPIEGEL-Informationen die Genossen k&uuml;rzlich darauf eingestellt, auf absehbare Zeit wohl nicht den Kanzler stellen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/thorsten-schaefer-guembel-spd-vize-will-abgrenzung-von-union-a-1023469.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Gabriels Last<\/strong><br>\nNeum&uuml;nster hoch im Norden ist an diesem Samstag der Mittelpunkt der sozialdemokratischen Welt. Die Schleswig-Holstein-SPD kommt zu ihrem Landesparteitag zusammen. Erwartet wird auch SPD-Chef Sigmar Gabriel. Er wird einiges zu erkl&auml;ren haben.<br>\nZum Beispiel, wieso er glaubt, dass die SPD die Wahl 2017 nicht gewinnen wird, dass es &ldquo;sehr lange dauen kann, bis wir wieder den Kanzler stellen&rdquo;. So zitiert ihn der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe.<br>\nDer Satz soll Anfang Februar auf einer Klausur des SPD-Bundesvorstandes gefallen sein. Gabriel will ihn nicht gesagt haben. Via Bild-Zeitung begl&uuml;ckw&uuml;nscht er Spiegel online, das die Meldung am Freitag verbreitet hatte, &ldquo;zu seiner Wandlung zum Satire-Magazin&rdquo;. Und fragt: &ldquo;Wie k&auml;me ich dazu, eine Wahl verloren zu geben, die erst in zweieinhalb Jahren stattfindet?&rdquo;<br>\nIn der Tat, das w&auml;re ungew&ouml;hnlich. Und widerspr&auml;che allen Regeln der Wahlkampfkunst. Die erste Regel n&auml;mlich lautet: Wer nicht an den Sieg glaubt, der hat schon verloren. Der Satz aber ist jetzt in der Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-im-umfragetief-gabriels-last-1.2393640\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Ob Gabriel den Satz gesagt hat oder nicht, wird wohl f&uuml;r die n&auml;chste Bundestagswahl nicht entscheidend sein.<\/em><br>\n<em>Bedeutsam d&uuml;rfte vielmehr sein, dass die derzeitige SPD-Spitze offenbar immer noch nicht verstanden hat, weshalb die SPD von &uuml;ber 40 Prozent bei der Wahl 1998 auf unter 24 Prozent bei der Wahl 2009 gefallen ist und auch bei derzeitigen Umfragen kaum &uuml;ber die 25-Prozent-Marke hinaus kommt.<\/em><br>\n<em>Siehe dazu z.B. erneut: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25332#h02\">W&auml;hler-Studie: SPD leidet an gravierendem Imageproblem<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Kanzler, der gekonnt, wenn er gewollt h&auml;tte<\/strong><br>\nSteinbr&uuml;ck gab dem &raquo;Spiegel&laquo; k&uuml;rzlich ein viel beachtetes Interview. Er gab zu, dass er und seine Partei Fehler im Wahlkampf 2013 gemacht h&auml;tten. Man h&auml;tte parteiintern ein falsches Bild vom Land gehabt und gemeint, die Sozialdemokratie k&ouml;nne als Erl&ouml;ser auftreten. Themen h&auml;tte man zudem verfehlt. Es war auch viel unausgereifter Unsinn bei seinen Erkl&auml;rungen dabei. Ein besonders gro&szlig;er Quatsch war die Sache, dass er keine Chance auf die Kanzlerschaft hatte.<br>\nSchon im Fr&uuml;hjahr 2013 sei die Sache gelaufen gewesen. Aus vielen Gr&uuml;nden. Er habe Fehler im Bezug auf seine Honorare gemacht, die er einstrich und &uuml;ber die er nicht wirklich sprechen wollte. Au&szlig;erdem h&auml;tten die Deutschen ein Verlangen nach einer Sachwalterin des &raquo;Weiter so!&laquo; gehabt und sie in Frau Merkel gefunden. Es war ihm seither eigentlich klar, dass das Projekt gescheitert war. Sp&auml;ter ist man ja kl&uuml;ger und kann so tun, als habe man es immer schon gewusst. Aber eine Randnotiz erw&auml;hnt der Mann mit keiner Silbe. Er h&auml;tte am Abend des 22. September 2013 faktisch Bundeskanzler sein k&ouml;nnen. Es h&auml;tte nicht mehr gebraucht als die Bereitschaft, sich mit den Linken an den Tisch zu setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/03\/der-kanzler-der-gekonnt-wenn-er-wollte.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Blockupy<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Staatsschutz erfragt Passagierlisten<\/strong><br>\nWer reist am Tag der EZB-Er&ouml;ffnung mit dem Bus nach Frankfurt? Daf&uuml;r interessiert sich offenbar die Polizei und fragt bei Busunternehmen nach Passagierlisten. Die Linken im Landtag kritisieren das.<br>\nDie Linksfraktion im hessischen Landtag kritisierte am Donnerstag das Vorgehen der Polizei im Vorfeld der Blockupy-Demonstration in zwei Wochen in Frankfurt. Es geht um den Vorwurf, dass der Staatsschutz sich bei Busunternehmen erkundige, ob sie und wann sie Demonstranten nach Frankfurt fahren. Am 18. M&auml;rz wird der Neubau der Europ&auml;ischen Zentralbank am Main er&ouml;ffnet. Die Protestbewegung &ldquo;Blockupy&rdquo; hat zu einer gro&szlig;en Demonstration gegen die Geldpolitik der EZB aufgerufen. Die Organisatoren rechnen mit tausenden Besuchern. Viele davon k&ouml;nnten mit Bussen anreisen.<br>\nAnfrage liegt dem hr vor<br>\nDie Linke bezieht sich in ihrer Kritik auf eine Anfrage der Polizei in Bielefeld. In dem Schreiben, das dem hr vorliegt, wird ein Busunternehmen aufgefordert mitzuteilen, welche Personen und Organisationen einen Bus gebucht haben. Auch die Abfahrts- und Ankunftszeiten sollen genannt werden. Die Polizei begr&uuml;ndet die Anfrage mit dem Hinweis, bei der Gro&szlig;demonstration seien gewaltt&auml;tige Auseinandersetzungen zu erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/rubriken\/nachrichten\/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&amp;key=standard_document_54673667\">hr-online.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Blockupy kritisiert &raquo;Angstmache&laquo; der Polizei<\/strong><br>\nB&uuml;ndnis: Demokratischer Protest gegen Verelendungspolitik soll behindert werden<br>\nDas Blockupy-B&uuml;ndnis hat der Polizei und den Beh&ouml;rden der Stadt Frankfurt am Main vorgeworfen, &raquo;durch Angstmache und das Sch&uuml;ren von Panik den demokratischen Protest gegen die Verelendungspolitik der Troika-Institutionen behindern zu wollen&laquo;. Das B&uuml;ndnis verwies dazu unter anderem auf eine Pressekonferenz im Frankfurter Polizeipr&auml;sidium am Freitag. Dabei sei &raquo;erneut deutlich geworden&laquo;, dass die &raquo;angebliche Dialogoffensive der Gr&uuml;nen und der Polizei&laquo; eine PR-Ma&szlig;nahme sei. Offenbar wollten die Verantwortlichen die B&uuml;rger &raquo;vergessen machen, dass die Gewalt bei Blockupy-Protesten stets von der Polizei ausging&laquo;, hie&szlig; es in einer Erkl&auml;rung.<br>\nAm 18. M&auml;rz wollen linke Gruppen, Gewerkschafter und Bewegte aus ganz Europa die Er&ouml;ffnungsfeier des neuen Geb&auml;udes der Europ&auml;ischen Zentralbank blockieren. Es gehe um &raquo;einen Ausdruck des transnationalen Widerstands gegen die europ&auml;ische Krisenpolitik und gegen deren katastrophale Konsequenzen besonders f&uuml;r die Menschen im europ&auml;ischen S&uuml;den&laquo;, hei&szlig;t es in einem Aufruf. Die EZB spiele &raquo;eine wichtige Rolle in der ber&uuml;chtigten Troika. Sie ist verantwortlich f&uuml;r brutale K&uuml;rzungen, f&uuml;r wachsende Erwerbslosigkeit und sogar f&uuml;r den Zusammenbruch der Gesundheitsversorgung in Griechenland und anderen EU-Staaten&laquo;, so Blockupy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/964759.blockupy-kritisiert-angstmache-der-polizei.html\">neues deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Friedenswinter<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Dienstweg zur korrekten Demo?<\/strong><br>\nFriedenswinter-Aktivisten weisen Vorwurf angeblicher rechter Unterwanderung zur&uuml;ck<br>\nDie Friedensbewegung wehrt sich gegen Vorw&uuml;rfe, von rechts vereinnahmt zu werden. Sie zog eine positive Bilanz der Veranstaltungen des &raquo;Friedenswinters&laquo; und will auf jeden Fall weitermachen.&raquo;<br>\nWir lassen uns nicht spalten. Versuche, die Friedensbewegung zu fragmentieren, sind gescheitert.&laquo; Dieses Res&uuml;mee zog Pedram Shayar, Redner mehrfach auch bei den umstrittenen Friedensmahnwachen, zum Abschluss einer Aktionskonferenz des Antikriegsnetzwerks Friedenswinter, zu der am Wochenende Aktivisten nach Frankfurt am Main gekommen waren. Da der Krieg immer n&auml;her an Mitteleuropa heranr&uuml;cke und neue imperiale Projekte drohten, sei Gegenwehr gegen Aufr&uuml;stung n&ouml;tiger denn je, ist Shayar &uuml;berzeugt.<\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die Realit&auml;t ist schlimmer als fast alle Verschw&ouml;rungstheorien&rdquo;<\/strong><br>\nEinst lockte die linke Friedensbewegung Hunderttausende auf die Stra&szlig;e. Nun paktiert sie mit den umstrittenen &bdquo;Mahnwachen&ldquo;, die auch Putin-Fans, Neu-Rechte und Antisemiten anziehen. Vor einer Konferenz am Wochenende verteidigt der langj&auml;hrige Aktivist Reiner Braun die gemeinsame Kampagne &bdquo;Friedenswinter&ldquo; &ndash; weil sie wieder Auftrieb gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/politik\/interview-mit-aktivist-reiner-braun-ueber--friedenswinter---die-realitaet-ist-schlimmer-als-fast-alle-verschwoerungstheorien-,15187246,30118374.html\">K&ouml;lner Stadtanzeiger<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Du hast deinen Ruf riskiert&rdquo;<\/strong><br>\nDie vielgeschm&auml;hte Friedensbewegung mobilisiert f&uuml;r das Fr&uuml;hjahr wieder zu Demos, Kundgebungen und Aktionskonferenzen. Mittendrin ist Pedram Shahyar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2015\/03\/11\/pedram-shahyar-du-hast-deinen-ruf-riskiert\/\">Le Bohemien<\/a><\/li>\n<li><strong>Finger weg von Els&auml;sser<\/strong><br>\nAktivisten ziehen in Frankfurt Bilanz des &bdquo;Friedenswinters&ldquo;. Der Gespr&auml;chsbedarf ist gro&szlig;. Ganz knapp verhindert die Versammlung einen Eklat. Die Abstimmung, die vieles verdeutlicht, beginnt um 15.27 Uhr &ndash; und dann findet sie pl&ouml;tzlich doch nicht statt. Aber das ist eine Sache f&uuml;r sp&auml;ter. Denn die erste Frage muss heute lauten: Darf die taz &uuml;berhaupt &uuml;ber diese Abstimmung schreiben? Darf sie wiedergeben, was ist? Darf sie es einordnen?<br>\nEs ist Abrechnungsstunde Samstag in Frankfurt, Saalbau Bockenheim. Teile der Friedensbewegung, 140 Menschen, sind hier versammelt, um &uuml;ber den sogenannten &bdquo;Friedenswinter&ldquo; zu reden. Lars M&auml;hrholz, einer der bekannten Redner der umstrittenen Mahnwachen-Bewegung, sitzt im Publikum, auch die Aktivistin und Russia-Today-Mitarbeiterin Lea Frings, die Linkspartei-Abgeordnete Inge H&ouml;ger sowie Friedensaktivisten wie Reiner Braun (Ialana), Wiltrud R&ouml;sch-Metzler (Pax Christi) oder Monty Sch&auml;del (DFG-VK). Sch&auml;del hatte am Freitag in einem taz-Interview die Versammlung aufgefordert, sich klar von rechten Rednern zu distanzieren und den &bdquo;Friedenswinter&ldquo; zu beenden. Daf&uuml;r wird er hier nun angegriffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!156457\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Ein Versuch, der gescheitert ist&ldquo;<\/strong><br>\nWie geht es weiter mit dem Projekt Friedenswinter? Der Aktivist Monty Sch&auml;del fordert, dass man sich klar von rechts abgrenzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!156414\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Friedenswinter: Antifaschismus ist die Grundlage<\/strong><br>\nDie linke Friedensbewegung paktiert mit den umstrittenen &bdquo;Mahnwachen&ldquo;, die auch Putin-Fans, Neu-Rechte und Antisemiten anziehen. Vor einer Aktionskonferenz am Wochenende verteidigt der langj&auml;hrige Aktivist Reiner Braun die gemeinsame Kampagne &bdquo;Friedenswinter&ldquo;.<br>\nAlle am Friedenswinter Beteiligten haben sich wiederholt gegen Antisemitismus, Neue Rechte, Reichsb&uuml;rger, Rassismus und Nationalismus ausgesprochen. Wir sind einer von mehreren Beteiligten am &bdquo;Friedenwinter&ldquo; &ndash; mit mehr als 80 Organisationen, die zu zwei Dritteln aus der traditionellen Bewegung kommen. Basis f&uuml;r die Zusammenarbeit mit den Mahnwachen war &uuml;brigens auch der Ausschluss von Protagonisten wie Els&auml;sser, der vom Linken zum Nationalisten geworden ist. All das haben viele lokale Mahnwachen-Gruppen mit vollzogen, in Erkl&auml;rungen formuliert und bei &bdquo;Friedenswinter&ldquo;-Veranstaltungen auch stets praktiziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/friedenswinter-antifaschismus-ist-die-grundlage,1472596,30122068.html%20\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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