{"id":25405,"date":"2015-03-16T09:55:28","date_gmt":"2015-03-16T08:55:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25405"},"modified":"2015-03-17T15:51:08","modified_gmt":"2015-03-17T14:51:08","slug":"nachtrag-zur-friedman-rede-im-beitrag-der-tod-kommt-aus-amerika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25405","title":{"rendered":"Nachtrag zur Friedman-Rede im Beitrag \u201eDer Tod kommt aus Amerika &#8230;\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Es gab viele Reaktionen auf diesen Beitrag, meist positiv, aber auch kritisch. Und es gab hilfreiche Erg&auml;nzungen von unseren Leserinnen\/en: eine Niederschrift der Bildunterschriften (siehe Anhang 1), der Link zur gesamten Rede des Mr. Friedman (Anlage 2); ein Leser erg&auml;nzte, dass der Tod auch aus Deutschland kommt. Das ist richtig. Kritisch angemerkt wurde auch, dass Friedman kein bedeutender und einflussreicher Berater ist und es 100tausende dieser Typen g&auml;be. Naja, in milit&auml;rischen Kreisen soll Friedman durchaus eine Rolle spielen. Dass er ein wichtiger politischer Berater sei, hatte ich nicht behauptet. Im Artikel vom 13. M&auml;rz war hingegen angemerkt, dass die Handlungsanweisungen durch die praktische Politik der USA erstaunlich weitgehend best&auml;tigt w&uuml;rden. Dabei habe ich ausdr&uuml;cklich auf die dahinter steckende, von Republikanern gepr&auml;gte Ideologie verwiesen.<br>\nInteressant ist in diesem Zusammenhang sind Vermutungen, welche Rolle der amerikanische Pr&auml;sident Obama noch spielt. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDazu die Einsch&auml;tzung des NachDenkSeiten-Kolumnisten Professor Norman Birnbaum: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Obama himself is half in half out of the apparatus&rdquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>F&uuml;r die Einsch&auml;tzung, dass der Pr&auml;sident zum Teil au&szlig;erhalb des machtaus&uuml;benden Apparates stehe, spricht einiges. Ich nenne als Beispiel die Rolle des US-Botschafters in Kiew und der Beauftragten des State Departments Nuland bei der Auswahl des Ministerpr&auml;sidenten der Ukraine vor einem Jahr. Die Machtlosigkeit des Pr&auml;sidenten bei der praktischen Umsetzung der Ann&auml;herung zwischen USA und Kuba d&uuml;rfte ein anderes Beispiel sein.<\/p><p>Obama ist politisch von der Mehrheit der Republikaner in beiden H&auml;usern eingemauert. Und er d&uuml;rfte pers&ouml;nlich in einer brenzligen Lage sein. Dazu w&ouml;rtlich:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Obama has every reason to fear for his safety and that of his family in view of repeated Secret Service &ldquo;mistakes&rdquo; which may well be warnings to him&hellip;after all we allowed two Kennedys to die and the family never never accepted the public explanations.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das Auftreten und die Aussagen des Mister Friedman lassen diese Sorgen als nicht besonders unrealistisch erscheinen. Vielleicht sollten wir ein bisschen mehr Verst&auml;ndnis f&uuml;r Barack Obama haben.<\/p><p><strong>Anhang 1<\/strong><br>\n<strong>Niederschrift der Bildunterschriften im Interview mit<\/strong><\/p><p><strong>Georg Friedman vom amerikanischen Think Tank STRATFOR in einem YouTube Video (Pressekonferenz)<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/oaL5wCY99l8?rel=0\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>Vorbemerkung: Diese Niederschrift wurde vom NachDenkSeiten-Leser H.-J. M&uuml;ller angefertigt. Vielen Dank daf&uuml;r, denn es ist ausgesprochen n&uuml;tzlich, diese Niederschrift und nicht nur die Bildunterschriften zu haben.<br>\nDie Niederschrift anzufertigen war etwas schwierig, weil die Bildunterschriften schlecht &uuml;bersetzt waren. Wo Korrekturen dringend notwendig waren, sind diese gemacht worden. Es ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass nach wie vor ein paar &Uuml;bersetzungsfehler enthalten sind. <\/p><p><strong>Korrektur 17.3.2015:<\/strong><\/p><p>In der Tat gab es noch ein paar gravierende &Uuml;bersetzungsfehler, die nicht die Schuld von H.-J. M&uuml;ller sind. Das deutsch amerikanische Ehepaar D. und G. Pumphrey hat uns ihre verbesserte &Uuml;bersetzung geschickt. Der Text ist entsprechend ausgetauscht. Es liest sich jetzt flie&szlig;end und ist deshalb auch besser verwertbar.<\/p><p>Die beiden &Uuml;bersetzer machen noch auf folgendes aufmerksam: Es ist sehr interessant, was Rainer Rupp zur Bedeutung von STRATFOR schrieb:<\/p><blockquote><p>&ldquo;STRATFOR verdient mit politischen, &ouml;konomischen und milit&auml;rischen Risikoeinsch&auml;tzungen sein Geld. Was die Berichte von westlichen Medien und Regierungsstellen unterscheidet, ist, dass sie die Lage weitaus weniger ideologisch verzerrt und manipuliert wiedergeben, denn die Kunden sind haupts&auml;chlich die Abteilungen in den Gro&szlig;konzernen, die strategische Investitionsentscheidungen zu f&auml;llen haben und deshalb eine realistische Grundlage f&uuml;r ihre Planung brauchen und keine nach politischem Gutd&uuml;nken gef&auml;rbte.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Ich hatte aus Vorsicht und R&uuml;cksicht auf andere Urteile die Bedeutung von STRATFOR tiefer geh&auml;ngt.<\/p><p>Hier der Text:<\/p><p>Kein Ort kann auf Dauer friedlich bleiben. Auch die USA nicht. Wir haben st&auml;ndig Kriege Europa wird, wie ich vermute, zwar nicht zu den gro&szlig;en Kriegen zur&uuml;ckkehren, aber es wird wieder zum menschlichen Normalfall zur&uuml;ckkehren: es wird seine (ihre) Kriege haben, seine (ihre) Friedenszeiten, und sie (die Europ&auml;er) werden ihre Leben leben. Es wird keine 100 Millionen Tote geben, aber die Vorstellung Europa sei eine Ausnahmeerscheinung wird zuerst sterben. <\/p><p>Es wird Konflikte in Europa geben, es gab schon Konflikte, in Jugoslawien und jetzt auch in der Ukraine. Was Europas Beziehungen zu den Vereinigten Staaten betrifft &ndash; wir haben keine Beziehungen mehr mit &bdquo;Europa&ldquo;. Wir haben Beziehungen mit Rum&auml;nien, wir haben Beziehungen mit Frankreich, aber es gibt kein &bdquo;Europa&ldquo;, mit dem man Beziehungen haben kann.<\/p><p>Der islamistische Extremismus ist ein Problem f&uuml;r die Vereinigten Staaten, aber keine existenzielle Bedrohung. Man muss sich damit befassen, man muss sich damit angemessen befassen. Wir haben andere au&szlig;enpolitische Interessen. Das Hauptinteresse der US-Au&szlig;enpolitik w&auml;hrend des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse war sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt.<\/p><p>Wenn sie ein Ukrainer sind, werden sie Ausschau danach halten, wer Ihnen als einziger helfen kann &ndash; und das sind die Vereinigten Staaten. Letzte Woche, oder etwa vor 10 Tagen war der Oberbefehlshaber der &ldquo;US-Army Europe&rdquo; General Ben Hodges zu Besuch in der Ukraine. Er k&uuml;ndigte dort an, dass US-Ausbilder in die Ukraine demn&auml;chst offiziell kommen sollen, nicht nur inoffiziell. Er hat dort tats&auml;chlich Orden an die ukrainischen K&auml;mpfer verteilt, obwohl es gegen milit&auml;risches Protokoll ist, dass Soldaten Orden von fremden Armeen annehmen. Doch er tat das, weil er damit zeigen wollte, dass die ukrainische Armee seine Armee ist. Dann ging er weg und verk&uuml;ndete in den Baltischen Staaten, dass die Vereinigten Staaten Panzer, Artillerie und andere Milit&auml;rausr&uuml;stung in den baltischen Staaten, Rum&auml;nien, Polen und Bulgarien in Stellung bringen w&uuml;rden. Das ist ein sehr interessanter Punkt. Und gestern haben die Vereinigten Staaten angek&uuml;ndigt, dass sie vorhaben, Waffen in die Ukraine zu liefern, das wurde in der Nacht wieder dementiert, aber sie tun das, die Waffen werden geliefert. Und bei all diesen Handlungen agieren die Vereinigten Staaten au&szlig;erhalb des Rahmens der NATO, weil NATO Entscheidungen von allen NATO Mitgliedern einstimmig getroffen werden m&uuml;ssen und jedes Land ein Veto einlegen kann. (Die T&uuml;rken machen das schon aus Jux.) Der Punkt bei der ganzen Sache ist, dass die USA ein &bdquo;Cordon Sanitaire&ldquo;, einen Sicherheitsg&uuml;rtel um Russland herum aufbauen. Und Russland wei&szlig; das.<\/p><p>Russland glaubt, die USA beabsichtigen die Russische F&ouml;rderation zu zerschlagen. Ich denke, wir wollen sie nicht t&ouml;ten, sondern ihnen nur ein wenig weh tun. Jedenfalls sind wir wieder beim alten Spiel. Und wenn sie einen Polen, Ungarn oder Rum&auml;nen fragen, die leben in einer ganz anderen Welt als die Deutschen, und diese in einer ganz anderen Welt als die Spanier. Es gibt keine Gemeinsamkeit in Europa. Aber wenn ich Ukrainer w&auml;re, w&uuml;rde ich genau das tun, was diese tun: versuchen die Amerikaner hineinzuziehen.<\/p><p>Die Vereinigten Staaten haben ein fundamentales Interesse. Sie kontrollieren alle Ozeane der Welt. Keine andere Macht hat das jemals getan. Aus diesem Grund k&ouml;nnen wir in andere L&auml;nder eindringen, aber sie k&ouml;nnen das nicht bei uns. Das ist eine sch&ouml;ne Sache. Die Aufrechterhaltung der Kontrolle &uuml;ber die Ozeane und im Weltall ist die Grundlage unsere Macht. Der beste Weg eine feindliche Flotte zu besiegen ist zu verhindern, dass diese gebaut wird. Der Weg, den die Briten gegangen sind, um sicherzustellen, dass keine europ&auml;ische Macht die Flotte bauen konnte, ist, dass die Europ&auml;er einander bek&auml;mpften. Die Politik, die ich empfehlen w&uuml;rde, ist die, die Ronald Reagan angewendet hat, im Iran und Irak (Iran-Irak-Krieg 1980-88). Er finanzierte beide Seiten, sodass sie gegeneinander k&auml;mpften und nicht gegen uns. Es war zynisch, bestimmt nicht moralisch, aber es funktionierte.<\/p><p>Und das ist der Punkt: die Vereinigten Staaten sind nicht in der Lage, ganz Eurasien zu okkupieren. In dem Moment, wo unsere Stiefel den Boden ber&uuml;hren, sind wir demographisch zahlenm&auml;&szlig;ig unterlegen. Wir k&ouml;nnen eine Armee besiegen, aber wir sind nicht in der Lage den Irak zu besetzen. Die Idee, dass 130 000 US Soldaten ein Land mit 25 Millionen Menschen okkupieren&hellip;Das Verh&auml;ltnis zwischen der Anzahl der Polizisten und der Einwohner von New York ist gr&ouml;&szlig;er, als das Verh&auml;ltnis von US Soldaten und der irakischen Bev&ouml;lkerung. Also sind wir nicht in der Lage, &uuml;berall milit&auml;risch zu intervenieren, aber wir sind in der Lage, erstens, gegeneinander k&auml;mpfende M&auml;chte zu unterst&uuml;tzen, damit sie sich auf sich selbst konzentrieren k&ouml;nnen. Sie zu unterst&uuml;tzen, politisch, finanziell, milit&auml;risch und mit Beratern. Im &auml;u&szlig;ersten Fall k&ouml;nnen wir das tun was wir in Japan, nein, in Vietnam, im Irak und in Afghanistan taten mit &ldquo;St&ouml;rangriffen&rdquo; intervenieren.<\/p><p>&ldquo;St&ouml;rangriffe&rdquo; zielen nicht darauf den Feind zu besiegen, sondern den Feind aus dem Gleichgewicht zu bringen, was wir in jedem dieser Kriege taten. In Afghanistan z.B. brachten wir Al Qaida aus dem Gleichgewicht. Das Problem das wir haben, da wir so jung und dumm sind, ist, dass wir die Feinde aus dem Gleichgewicht brachten, und anstatt zu sagen, &bdquo;wir haben den Job gut gemacht, lasst uns nach Hause gehen&ldquo;, sagten wir: &bdquo;Mann das war aber leicht, lasst uns hier noch eine Demokratie aufbauen&ldquo;. Das war der Moment unserer Geistesschw&auml;che.<\/p><p>Deshalb lautet die Antwort, die USA k&ouml;nnen nicht st&auml;ndig und &uuml;berall in Eurasien milit&auml;risch intervenieren. Sie m&uuml;ssen selektiv intervenieren und m&ouml;glichst selten. Das ist der Extremfall. Wir k&ouml;nnen nicht als ersten Schritt US-Truppen aussenden. Aber wenn wir es tun, dann muss uns klar sein, was die Mission ist, sie darauf begrenzen und nicht alle m&ouml;glichen irren Phantasien entwickeln. <\/p><p>Hoffentlich haben wir das f&uuml;r dieses Mal verstanden. Kinder brauchen immer etwas Zeit um Lektionen zu lernen. Aber Sie haben absolut recht, wir als ein Imperium k&ouml;nnen das (&uuml;berall intervenieren) nicht tun. Die Briten haben damals Indien nicht besetzt, sie haben einfach die einzelnen Staaten Indiens genommen und lie&szlig;en sie gegeneinander k&auml;mpfen. Die Briten haben britische Offiziere bei der indischen Armee installiert. Die alten R&ouml;mer haben auch keine riesigen Armeen in entlegene Regionen entsandt, sondern sie haben pro-r&ouml;mische K&ouml;nige dort eingesetzt. Und diese K&ouml;nige waren verantwortlich f&uuml;r die Aufrechterhaltung des Friedens, z. B. Pontius Pilatus. Also Imperien, die versuchen das ganze Imperium selbst zu regieren scheitern, wie es mit dem Nazi Imperium der Fall war. Niemand hat soviel Macht. Da muss man schon klug vorgehen.<\/p><p>Wie auch immer, das ist noch nicht unser Problem, sondern dass wir zugeben, dass wir ein Imperium haben. Wir haben den Punkt noch nicht erreicht, wo wir nicht glauben, wir k&ouml;nnten nach Hause gehen und alles w&auml;re vorbei. Wir sind noch nicht einmal bereit f&uuml;r das dritte Kapitel des Buches. <\/p><p>Die Frage, die sich jetzt f&uuml;r die Russen stellt: Werden sie die Ukraine wenigstens als eine neutrale Pufferzone erhalten, oder wird der Westen soweit in die Ukraine vordringen, dass er nur noch 100 km von Stalingrad und 500 Km von Moskau entfernt ist. F&uuml;r Russland ist der Status der Ukraine eine existenzielle Bedrohung. Und die Russen k&ouml;nnen das nicht ignorieren. Und wie weit werden die USA gehen, falls Russland sich weiterhin an die Ukraine klammert?<\/p><p>Es ist kein Zufall, dass General Hodges, der ernannt wurde, um f&uuml;r all dies gerade zu stehen, davon spricht Truppen in Rum&auml;nien, Bulgarien, Polen und den baltischen Staaten in Stellung zu bringen, dem Intermarum, demTerritorium zwischen dem Schwarzen Meer und der Ostsee, wie Pilsudski es ertr&auml;umte. F&uuml;r die USA ist das die L&ouml;sung.<\/p><p>Die Frage, auf die wir keine Antwort haben, ist, wie wird Deutschland sich verhalten. Die unbekannte Variable in Europa sind die Deutschen. W&auml;hrend die USA diesen Sicherheitsg&uuml;rtel aufbauen, nicht in der Ukraine, sondern westlich davon und die Russen einen Weg suchen, den westlichen Einfluss in der Ukraine zu zur&uuml;ckzudr&auml;ngen &ndash; wissen wir nicht wie die deutsche Haltung ausfallen wird.<\/p><p>Deutschland befindet sich in einer sehr eigenartigen Lage. Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der sitzt im Aufsichtsrat von Gazprom. Die Deutschen haben eine sehr komplexe Beziehung zu den Russen. Die Deutschen wissen selbst nicht was sie tun sollen. Sie m&uuml;ssen ihre Waren exportieren, die Russen k&ouml;nnen ihnen ihre Waren abnehmen. Andererseits, wenn sie die Freihandelszone verlieren, dann m&uuml;ssen sie etwas anderes aufbauen. Die Urangst der USA ist, dass deutsches Kapital und deutsche Technologien sich mit russischen Rohstoffen und russischer Arbeitskraft verbinden &ndash; eine einzigartige Kombination, vor der die USA seit Jahrhunderten eine H&ouml;llenangst haben. <\/p><p>Wie wird sich das also abspielen? Die USA haben ihre Karten bereits auf den Tisch gelegt: die Linie zwischen dem Baltikum und dem Schwarzen Meer. Die russischen Karten lagen schon immer auf dem Tisch: Das Mindeste was sie brauchen ist eine neutrale Ukraine, keine pro-westliche. Wei&szlig;russland ist eine andere Frage.<\/p><p>Wer mir nun sagen kann, was die Deutschen tun werden, der kann mir auch sagen, wie die Geschichte der n&auml;chsten zwanzig Jahre aussehen wird. Aber leider haben sich die Deutschen noch nicht entschieden. Und das ist immer das Problem Deutschlands. Wirtschaftlich sehr m&auml;chtig, geopolitisch sehr fragil. Und es wei&szlig; nie wie es beides vers&ouml;hnen kann. Seit 1871 ist das die deutsche Frage, die Frage Europas. Denken Sie &uuml;ber die deutsche Frage nach, denn sie kommt jetzt wieder auf uns zu. Ihr m&uuml;ssen wir uns jetzt stellen und wir wissen nicht wie. Wir wissen nicht was die Deutschen tun werden.<\/p><p><strong>Anhang 2: Die komplette Rede von Friedman<\/strong><\/p><p>In Kapitel aufgeteilt und einschlie&szlig;lich der Fragen auf der Pressekonferenz mit Links versehen von Andr&eacute; Carls.<\/p><p>Er schrieb dazu:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ich habe mir den Originalvortrag angesehen (1h 15min), weil in der Kurzfassung einige &Uuml;bersetzungsfehler drin waren und f&auml;nde es besser, wenn Sie auf diesen direkt verlinken, da Hr. Friedman in seinem Vortrag auch ein deutlich breiteres Spektrum an Themen anschl&auml;gt.<br>\nInsbesondere geht er dort auch auf Deutung der Finanz- und Wirtschaftskrise ein und das deutsch-griechische Verh&auml;ltnis, welches Europas Sargnagel werden k&ouml;nnte.  Die Erfahrung, dass Sie dort fast alles, was in deutschen Meinungsmedien allenfalls als Randmeinung zugelassen ist wiederfinden, werden Sie auch dort machen. Da es kein Transkript des Vortrages gibt, habe ich mir erlaubt den Vortrag kapitelartig zu verlinken.\n<\/p><\/blockquote><p>Vortrag:<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=15m11s\">Wer okkupiert(e) wen in EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=20m18s\">Farbenrevolutionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=23m27s\">Finanzkrisen (und inkoh&auml;rentes Vorgehen in EU)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=25m30s\">Deutsche Export&uuml;bersch&uuml;sse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=30m00s\">Wettbewerb in der EU\/Austerity\/QE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"Https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=34m30s\">Soziale Katastrophe in EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=39m00s\">Verschiebung der Machtgleichgewichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=44m00s\">Schlu&szlig;satz<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Fragen<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=45m00s\">Ukraine\/Waffenlieferungen\/Cordon Sanitaire<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=48m15s\">Russlandfrage (sehr interessant)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=51m00s\">Europ&auml;ischer Pazifismus\/Europ&auml;ische Teilung durch US<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=53m00s\">Islamfrage als &ldquo;major threat&rdquo;(hier kommt auch der Teil mit der Spaltung deutsch-russischer Beziehungen)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=56m00s\">Financial risks in EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=58m00s\">Iran\/Irak\/Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=1h00m03s\">Eurofrage (unbedingt anh&ouml;ren)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/youtu.be\/QeLu_yyz3tc?t=1h07m07s\">EU\/Russland\/&rdquo;Deutsche Frage&rdquo; (Geografie, Pufferzone)<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Interessant ist auch die grunds&auml;tzliche Auffassung Herrn Friedman, dass Frieden und Prosperit&auml;t, also Europas Grundziele, sich gegenseitig ausschlie&szlig;en.&ldquo;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gab viele Reaktionen auf diesen Beitrag, meist positiv, aber auch kritisch. Und es gab hilfreiche Erg&auml;nzungen von unseren Leserinnen\/en: eine Niederschrift der Bildunterschriften (siehe Anhang 1), der Link zur gesamten Rede des Mr. Friedman (Anlage 2); ein Leser erg&auml;nzte, dass der Tod auch aus Deutschland kommt. Das ist richtig. Kritisch angemerkt wurde auch, dass<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25405\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,126,129,171],"tags":[366,259,382,260,1556,1122],"class_list":["post-25405","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-erosion-der-demokratie","category-lobbyorganisationen-und-interessengebundene-wissenschaft","category-militaereinsaetzekriege","tag-obama-barack","tag-russland","tag-think-tanks","tag-ukraine","tag-usa","tag-waffenexporte"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25405","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25405"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25405\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25428,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25405\/revisions\/25428"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25405"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25405"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25405"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}