{"id":25415,"date":"2015-03-17T09:03:41","date_gmt":"2015-03-17T08:03:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415"},"modified":"2015-03-17T09:03:41","modified_gmt":"2015-03-17T08:03:41","slug":"hinweise-des-tages-2334","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h02\">Varoufakis bei Jauch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h03\">Geheimdienste m&uuml;ssen besser kontrolliert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h04\">Die EZB-Politik ist falsch! Aber was ist die Alternative?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h05\">Eine Investitionsdynamik gegen Europas Wachstumsschw&auml;che in Gang setzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h06\">Der Beweis f&uuml;r intelligentes Leben in der Profession der Wirtschaftswissenschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h07\">Jede Krise ist ein intellektueller Gl&uuml;cksfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h08\">Anfeindungen von Gewerkschaften: &ldquo;Pegida im Betrieb&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h09\">Wenn der Strom abgestellt wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h10\">Epidemiologe Wilkinson: &ldquo;Die Antwort ist simpel: Ungleichheit bringt uns um&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h11\">Vor dem n&auml;chsten Desaster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h12\">Israel: Wahlkampf mit der Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h13\">Wir machen uns unsere Feinde selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h14\">Neue IWF-Gelder flie&szlig;en nach Kiew<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415#h15\">Neonazis in NRW feiern Terror-Trio<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25415&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Unterwerfung Athens ist ein verheerendes Signal<\/strong><br>\nDie Botschaft der Europ&auml;er lautet: Entweder die wirtschaftlich schw&auml;cheren L&auml;nder kriechen bei den Deutschen und ihren Agenten in Br&uuml;ssel zu Kreuze. Oder diese treiben sie in den wirtschaftlichen Niedergang&hellip;<br>\nPremier Alexis Tsipras und seine Syriza-Partei waren angetreten, das bisherige Regime der Gl&auml;ubiger so zu reformieren, dass sie den katastrophalen wirtschaftlichen Niedergang und die wachsende Verarmung aufhalten und umkehren k&ouml;nnen.<br>\nAber diese Ziele interessieren die Kreditgeber aus den anderen Euro-Staaten nicht. Was immer Tsipras und sein Finanzminister Varoufakis vorschlugen, wiesen ihre &bdquo;Partner&ldquo; aus der &uuml;brigen Euro-Zone zur&uuml;ck. Eine europ&auml;ische Schuldenkonferenz, die &uuml;ber nachhaltige L&ouml;sungen f&uuml;r alle &uuml;berschuldeten Krisenl&auml;nder verhandelt? Abgelehnt. Eine Koppelung des griechischen Schuldendienstes an das Wirtschaftswachstum, wie sie auch der &Ouml;konom Marcel Fratzscher vorschl&auml;gt, der als Chef des DIW die Bundesregierung ber&auml;t? Abgelehnt. Ein &Uuml;berbr&uuml;ckungskredit f&uuml;r vier Monate, der es der Athener Regierung erm&ouml;glicht, f&auml;llige Schulden zu bedienen und ihr eigenes Reformprogramm auf den Weg zu bringen, das nicht wie das alte auf die Entrechtung der Schwachen und die Beg&uuml;nstigung der Reichen setzt? Abgelehnt. Die Aufhebung rechtswidriger Massenentlassungen und ein Stopp des Ausverkaufs von Staatseigentum zum Schleuderpreis an Oligarchen und ausl&auml;ndische Konzerne? Abgelehnt. Selbst der Forderung, gew&auml;hlte Minister nicht l&auml;nger der &Uuml;berwachung durch Technokraten der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF zu unterwerfen, mochten Finanzminister Sch&auml;uble und seine Kollegen nicht nachgeben.<br>\n&hellip; die Verwalter der Euro-Krise f&uuml;rchten den Erfolg einer linken Regierung offenkundig mehr als die milliardenschweren Verluste auf ihre Kredite, die das Scheitern der Regierung Tsipras ihnen zwangsl&auml;ufig bescheren wird. Schlie&szlig;lich k&ouml;nnte das Beispiel Schule machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/griechenland-krise-die-unterwerfung-athens-ist-ein-verheerendes-signal\/11506994.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Brief aus Athen: An Sch&auml;ubles Wesen soll Athen genesen<\/strong><br>\nDie Angriffe der der deutschen Mainstream-Medien gegen die griechische Regierung, die gerade mal 6 Wochen im Amt ist gehen unvermindert weiter. &Uuml;ber Aussagen der gew&auml;hlten Volksvertreter Griechenlands wird mittlerweile beinahe ausschlie&szlig;lich unter Verwendung von Verben berichtet, die vor noch nicht allzu langer Zeit Kennzeichen der gelben Krawallpresse waren. Griechische Politiker erkl&auml;ren nicht  etwa ihren Standpunkt geschweige denn argumentieren. Noch nicht einmal behaupten sie etwas. Nein: sie drohen, giften, provozieren, machen Anw&uuml;rfe und Verbalangriffe, st&auml;nkern, wettern und machen w&uuml;ste Rundumschl&auml;ge.  Drunter tun es Spiegel, FAZ, Zeit und S&uuml;ddeutsche inzwischen nicht mehr.<br>\nUm Argumente geht es damit auch gar nicht mehr. Waren vor kurzem durchaus noch Stimmen der Vernunft zu h&ouml;ren, die mal drauf hinwiesen, dass die seit 5 Jahren erzwungene Austerit&auml;tspolitik vollst&auml;ndig gescheitert ist und man vielleicht der neuen Regierung eine Chance geben solle, was anderes zu machen hei&szlig;t es jetzt diese h&auml;tte ihre Chance schon gehabt aber nicht genutzt. Jetzt m&uuml;sse sie &ldquo;endlich liefern&ldquo; was &uuml;bersetzt nichts anderes hei&szlig;t als sich die linken (oder besser keynesianischen) Flausen aus dem Kopf schlagen und die mit der konservativen Vorg&auml;ngerregierung vereinbarten neuen noch strengeren Austerit&auml;tsma&szlig;nahmen endlich anzugehen. Zudem wird die Regierung fast durchgehend mit erschreckender Unredlichkeit f&uuml;r die Politik verantwortlich gemacht, die die von CDU und SPD jahrelang kr&auml;ftig unterst&uuml;tzten Regierungen von ND und PASOK jahrelang betrieben haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/newsblog2\/27-german\/news\/305-brief-wesen#1-weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><strong>Auf der Suche nach dem Ariadnefaden: von den rechtlichen Schwierigkeiten von Grexit und Graccident<\/strong><br>\nAllenthalben verdichten sich die Anzeichen, dass Griechenland die Reformforderungen der Eurogruppe f&uuml;r die Auszahlung noch zur Verf&uuml;gung stehender Hilfsgelder oder sogar f&uuml;r ein weiteres Hilfsprogramm nicht erf&uuml;llen will oder aus den unterschiedlichsten politischen Gr&uuml;nden nicht erf&uuml;llen kann. Die unmittelbare Konsequenz scheint offenkundig: Griechenland w&uuml;rde seine ausstehenden Verbindlichkeiten insbesondere gegen&uuml;ber dem IWF und der EZB nicht erf&uuml;llen, zahlungsunf&auml;hig werden und den Euro bewusst verlassen (Grexit). Alternativ k&ouml;nnte es im augenscheinlichen Regierungschaos in Athen sogar dazu kommen, dass Griechenland &bdquo;versehentlich&ldquo; den Euro verl&auml;sst, weil der Regierung der &Uuml;berblick &uuml;ber die Kontenlage abhandengekommen ist. Der Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble hat diese Bef&uuml;rchtung j&uuml;ngst selbst ausdr&uuml;cklich ge&auml;u&szlig;ert. Im Einklang mit der Auffassung des Bundesverfassungsgerichts (OMT-Vorlagebeschluss, Rn. 72) hat der Bundesbankpr&auml;sident Jens Weidmann darauf hingewiesen, bei der Entscheidung &uuml;ber die Zusammensetzung der Eurozone handele es sich um eine politische Entscheidung. Ob ein Austritt aus dem Euro und die Einf&uuml;hrung einer neuen W&auml;hrung (&bdquo;Neue Drachme&ldquo;) f&uuml;r Griechenland wirtschaftspolitisch eine kluge Entscheidung w&auml;re, kann hier dahinstehen. &Ouml;konomen sind sich diesbez&uuml;glich uneinig &ndash; als Juristen m&uuml;ssen wir uns da nicht einmischen. Auch bei der wirtschaftspolitischen Beurteilung sollte man allerdings zwei Dinge nicht vermischen (was aber manchmal der Fall zu sein scheint): Ob Griechenland mit einer eigenen W&auml;hrung besser dast&uuml;nde als mit dem Euro ist nicht gleichbedeutend mit der Frage, ob ein Verlassen der Eurozone f&uuml;r Griechenland besser w&auml;re als ein Verbleib. Gleichzusetzen w&auml;re beides nur, wenn ein Verlassen des Euro selbst keinerlei Wohlfahrtseinbu&szlig;en (wie &Ouml;konomen das wohl nennen w&uuml;rden) mit sich br&auml;chte oder diese geringer w&auml;ren als die zu erwartenden Wohlfahrtsgewinne. Und nun sind wir als Juristen doch wieder im Spiel. Anders als h&auml;ufig &ndash; selbst von Juristen, die es eigentlich besser wissen m&uuml;ssten &ndash; angenommen, ist das Verlassen des Euro n&auml;mlich keineswegs rechtlich einfach, aber f&uuml;r &bdquo;findige Juristen&ldquo; sollte doch ein Weg zu finden sein. Begeben wir uns also auf die Suche!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verfassungsblog.de\/auf-der-suche-nach-dem-ariadnefaden-von-den-rechtlichen-schwierigkeiten-von-grexit-und-graccident\/\">Verfassungsblog<\/a><\/li>\n<li><strong>Schulz: Tsipras muss Koalition aufk&uuml;ndigen<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Parlaments, der SPD-Politiker Martin Schulz, hat den griechischen Regierungschef Alexis Tsipras aufgefordert, sich seines Koalitionspartners Anel zu entledigen. &bdquo;Ich halte die jetzige Koalition der Linkspartei mit diesen Rechtspopulisten f&uuml;r einen Fehler&ldquo;, sagte Schulz der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Er habe dies Tsipras bei ihrem Treffen am Freitag in Br&uuml;ssel deutlich gesagt, berichtete die F.A.S. weiter.<br>\n&Uuml;ber den Anel-Parteivorsitzenden Panos Kammenos, der zugleich Verteidigungsminister ist, sagte Schulz: &bdquo;Der Elefant im Porzellanladen erscheint mir verglichen mit Herrn Kammenos wie ein feinziselierter Diplomat.&ldquo;<br>\nKammenos hatte damit gedroht, Fl&uuml;chtlinge mit Papieren f&uuml;r andere europ&auml;ische L&auml;nder auszustatten, falls sein Land nicht weiter von den Geldgebern finanziert werde. Am Samstag hielt er in einem Interview mit der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung dem deutschen Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) Korruption vor.<br>\n&bdquo;Wir Griechen erinnern uns genau, dass Herr Sch&auml;uble sein Amt als Parteivorsitzender aufgeben musste, weil er in einen Fall von Bestechung verwickelt war. Aber er ist heute trotzdem Finanzminister&ldquo;, sagte Kammenos in den Interview. &bdquo;Bei aller Kritik an der Korruption in Griechenland ist es ja auch nicht so, dass Deutschland oder Herr Sch&auml;uble immer fehlerfrei waren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/schulz-fordert-tsipras-zur-koalitionskuendigung-auf-13483106.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Herr Schulz h&auml;lt die jetzige Koalition der Linkspartei mit der ANEL also f&uuml;r einen Fehler. Und was soll Alexis Tsipras nach Meinung von Herrn Schulz jetzt machen? Die Koalition mit der ANEL sofort aufk&uuml;ndigen und vor Schulz auf die Knie fallen und um Verzeihung bitten? Was ist, wenn Alexis Tsipras und die griechische Regierung die neoliberale Austerit&auml;tspolitik, die Deutschland Griechenland oktroyiert hat, und die dort zu einer humanit&auml;ren Katastrophe gef&uuml;hrt hat, f&uuml;r einen Fehler h&auml;lt? Wird die Bundesregierung nun sofort aufh&ouml;ren diese mit aller Gewalt in Griechenland durchzusetzen und das griechische Volk f&uuml;r das erlittene Leid um Verzeihung bitten?<\/em><br>\n<em>Was erlaubt sich Schulz eigentlich, dass er glaubt der griechischen Regierung Anweisungen erteilen zu k&ouml;nnen? Da ist es wieder das deutsche Herrenmenschentum! Das fatale, in Deutschland st&ouml;rt sich niemand daran, sondern es wird inzwischen f&uuml;r das Nat&uuml;rlichste auf der Welt gehalten, dass deutsche Politiker glauben der griechischen Regierung einfach Befehle erteilen zu k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Auf 799,2 Milliarden mehr oder weniger kommt es bei Griechenland auch nicht mehr an<\/strong><br>\nDie &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo; nennt Yanis Varoufakis, den griechischen Finanzminister, einen &bdquo;Laien-Darsteller&ldquo;. Weil er griechische Verm&ouml;gen, die auf Schweizer Konten liegen und wom&ouml;glich nicht versteuert wurden, unbehelligt lasse. Es handele sich um 800 Milliarden Schweizer Franken, wei&szlig; das Blatt. 800 Milliarden!<br>\nDie Zahl ist nat&uuml;rlich falsch. Sie ist sogar um den Faktor 1000 falsch. Gemeint haben die Profi-Journalisten von der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo; 800 Millionen Schweizer Franken.<br>\nEs handelt sich nicht um einen einmaligen Tippfehler. Die falsche Angabe zieht sich durch den Artikel, &uuml;ber dem nicht weniger als drei Autorennamen stehen: Jan Dams, Martin Greive und Sebastian Jost. Sie findet sich auch in einem Kasten und einer Infografik, unter der verlockenden &Uuml;berschrift &bdquo;Ein Schatz, der nur gehoben werden muss&ldquo;.<br>\nDie absurde Zahl schaffte es in der Folge unter anderem in die Online-Auftritte von &bdquo;Spiegel Online&ldquo;, n-tv, &bdquo;Manager Magazin&ldquo;, &bdquo;Bild&ldquo;, &bdquo;Stuttgarter Nachrichten&ldquo;, &bdquo;Oberbayerisches Volksblatt&ldquo;, &bdquo;K&ouml;lner Stadt-Anzeiger&ldquo;.<br>\nEs dauerte bis 20:38, bis dpa sich &ndash; wiederum unter Berufung auf die &bdquo;Welt&ldquo; &ndash; korrigierte. In einer neuen Version der Meldung &bdquo;(Berichtigung: Verm&ouml;genssumme im 3. Absatz korrigiert)&ldquo; standen nun Millionen statt Milliarden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/63487\/auf-7992-milliarden-mehr-oder-weniger-kommt-es-bei-griechenland-auch-nicht-mehr-an\/\">BILDblog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Varoufakis bei Jauch<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Der Tiefpunkt ist erreicht<\/strong><br>\nVaroufakis wird wie ein Strafgefangener behandelt &ndash; und in Zukunft wird man sich &uuml;ber die Echtheit oder F&auml;lschung eines Stinkefingers streiten: &ldquo;G&uuml;nther Jauch&rdquo; war ein Meilenstein des inszenierten Journalismus.<br>\nNach dem gestrigen Abend und dem Polittalk &ldquo;G&uuml;nther Jauch&rdquo; in der ARD, wo der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis vor dem bereits aufgebrachten deutschen Volk Rede und Antwort stehen durfte, bleibt eine Erkenntnis: Der beliebteste Deutsche sollte wieder seine Quizshows machen, beim Journalismus hat er nichts verloren. Doch auch Letzterer verkommt, wie gestern mal wieder gesehen, zum niedersten Infotainment.<br>\nNicht das sich Jauch in seinen Sendungen jemals als Moderator mit kritischen Format erwiesen h&auml;tte, seit gestern Abend allerdings ist der Tiefpunkt in der Berichterstattung &uuml;ber den Schuldenstreit mit Griechenland erreicht. Ab sofort wird noch weniger &uuml;ber Inhalte, sondern nur noch &uuml;ber einen vermeintlichen Stinkefinger Yaroufakis gestritten werden. Die Springerpresse l&auml;uft bereits auf Hochtouren. Den &ldquo;Deutschen Michel&rdquo; zumindest hat sie l&auml;ngst im Sack, und Yaroufakis wohl auch &ndash; Hintergr&uuml;nde richten da nur Schaden an.<br>\nDoch um die ging es auch nicht wirklich. &Uuml;berhaupt glich die Sendung mehr einem Tribunal, denn einer Gespr&auml;chsrunde mit dem Finanzminister eines souver&auml;nen Landes. Zwei der drei geladenen G&auml;ste, der bayerische CSU-Finanzminister Markus S&ouml;der und der Bildkolumnist Ernst Elitz, spielten sich auf wie die Reichsprotektoren eines teilautonomen Griechenlands. Yaroufakis selbst wurde respektlos behandelt (Elitz: &ldquo;Mir scheint, der Minister habe Weichsp&uuml;ler geschluckt oder Kreide gefressen.&rdquo;). Allein die Taz-Journalistin Ulrike Herrmann sorgte f&uuml;r Aufkl&auml;rung und lichte Momente. Der Applaus des Publikums aber galt vor allem den simplen Parolen des Schaumschl&auml;gers S&ouml;der: &ldquo;Jeder muss seine Schulden selber zahlen und nicht Deutschland f&uuml;r alle!&rdquo;. Das zieht und ist f&uuml;r jeden verst&auml;ndlich, der ohnehin nur in Schablonen denkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2015\/03\/16\/varoufakis-bei-guenther-jauch\/\">le Boh&eacute;mien<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechischer Finanzminister bei Jauch: Die Varoufakis-Monologe<\/strong><br>\nKann es sein, dass Griechenland noch vor Monatsende zahlungsunf&auml;hig ist?&rdquo;, legt Jauch los. &ldquo;Lassen Sie es mich so sagen. Wir tun alles, damit die Zahlungen gemacht werden k&ouml;nnen&rdquo;, weicht Varoufakis, der &uuml;ber eine Videoleitung aus Athen zugeschaltet wurde, aus. &Uuml;berhaupt gef&auml;hrde ein &ldquo;unbedeutendes kleines Liquidit&auml;tsproblem&rdquo; doch nicht Europa, oder?<br>\nJauch ist irritiert. Wie bitte? Der Minister eines Schuldenlandes, dem wom&ouml;glich noch im M&auml;rz das Geld ausgeht, verharmlost derart die Krise? Varoufakis ist l&auml;ngst woanders: F&uuml;r Europa sei es &ldquo;wirklich an der Zeit, mit einer Stimme zu sprechen&rdquo;, mahnt er, Deutsche wie Griechen w&uuml;rden an das &ldquo;Haus Europa&rdquo; glauben. &ldquo;Also bauen wir dieses Haus&rdquo;, appelliert Varoufakis. Man hat ihn vor eine B&uuml;cherwand gesetzt. Das Regal sieht so aus, als wurde es schnell noch derangiert, damit das Setting zum krawattenlosen Gast passt.<br>\nSolche sanften T&ouml;ne h&ouml;rt man von ihm selten. Der Wirtschaftsprofessor gibt fast t&auml;glich Interviews, in den meisten lehnt er den Kurs der Euro-Partner ab. Auch Deutschland teilt regelm&auml;&szlig;ig gegen Griechenland aus. F&uuml;nf Jahre nach dem Ausbruch der Euro-Krise ist das Klima vergiftet, das Vertrauen dahin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/guenther-jauch-giannis-varoufakis-bestritt-den-talk-fast-allein-a-1023498.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder ein Paradest&uuml;ck journalistischer Hetze gegen Griechenland &ndash; dieser Artikel und Jauchs Sendung, wobei bei G&uuml;nther Jauchs Propaganda-Show von Journalismus nicht im Entferntesten die Rede sein kann. Es wird nur versucht, Varoufakis abzuwerten und l&auml;cherlich zu machen. Am schlimmsten ist f&uuml;r die Schreiberin Annett Meiritz offenbar, dass Varoufakis es wagte offensiv seine Position zu vertreten und nicht dem&uuml;tig darauf wartete Ratschl&auml;ge aus Deutschland erteilt zu bekommen. Dazu noch einmal: Die gerade von Deutschland forcierte neoliberale Austerit&auml;tspolitik ist v&ouml;llig gescheitert und hat in Griechenland zu einer wirtschaftlichen und humanit&auml;ren Katastrophe unglaublichen Ausma&szlig;es gef&uuml;hrt. Diese Politik muss beendet werden. Daf&uuml;r ist die Syrizia in Griechenland angetreten und gew&auml;hlt worden und Tsipras und Varoufakis haben alles Recht der Welt dies offensiv zu vertreten. Und es zeugt von einer unglaublichen Arroganz und v&ouml;lligen Kaltschn&auml;uzigkeit gegen&uuml;ber der Not der griechischen B&uuml;rger, wenn die Bundesregierung weiter auf die bedingungslose Umsetzung der Austerit&auml;tspolitik pocht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.F.:<\/strong> Wer die gestrige Jauch-Sendung gesehen hat, wei&szlig;, dass es gar nicht mehr um Austausch von sachlichen Argumenten und gegenseitiges Verst&auml;ndnis geht, und davon, die Kuh vom Eis zu bekommen. Gestern gab es ein inquisitorisches Tribunal, inkl. Jauch, der eigentlich nur moderieren und nicht mit anklagen sollte. Varoufakis hat es dann selbst angesprochen: diese neue Regierung mu&szlig; weg, weil sie nicht in den neoliberalen Zeitgeist passt und den Besitzenden und den damit verbandelten Politikern in die Kandare f&auml;hrt. Selbstbestimmung, wo k&auml;men wir denn da hin? Ihr habt gef&auml;lligst zu parieren und sonst das Maul zu halten. &ldquo;Sie&rdquo; werden es schaffen, weil die Tsipras-Regierung machen kann, was sie will, es wird nicht n&uuml;tzen und nicht ausreichen! Und dann werden wieder solche Strohpuppen des intern. Kapitals eingesetzt, die flei&szlig;ig weiter f&uuml;r Umverteilung sorgen, von unten nach oben. Wer Schulden hat, soll sich schuldig f&uuml;hlen, das Maul halten, willf&auml;hrig sein, sich ausbeuten lassen und Demokratie in der Art von Globuli genie&szlig;en: Dran glauben, aber nichts bewirken. Also, lassen wir es krachen. Die Frage ist nur, ob dann die Goldene Morgenr&ouml;te, als m&ouml;gliche Nachfolge-Regierung, willf&auml;hriger ist. Die halten es eher mit Le Pen und irrlichtern ganz rechts-au&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Sache mit dem Finger: Varoufakis bei Jauch<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Trag&ouml;die ist, dass alle nur &uuml;ber diesen Finger reden werden. Yanis Varoufakis hat spannende und richtige Dinge gesagt bei G&uuml;nther Jauch am Sonntag, aber eben auch eine, die entweder v&ouml;llig falsch oder zumindest so d&auml;mlich missverst&auml;ndlich war, dass der Abend am Ende seinen Gegnern m&ouml;glicherweise mehr n&uuml;tzen wird als ihm und der Sache der neuen griechischen Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pantelouris.de\/2015\/03\/15\/die-sache-mit-dem-finger-varoufakis-bei-jauch\/\">Michalis Pantelouris<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Der Finger wurde aus dem Zusammenhang gerissen&ldquo;<\/strong><br>\nHat Giannis Varoufakis den Deutschen den Stinkefinger gezeigt? Srecko Horvat kennt die Antwort. Er hat das &bdquo;Subversive Festival&ldquo; organisiert, auf dem das fragliche Video entstand. [&hellip;]<br>\nNein, das muss ein f&uuml;r alle Mal gesagt werden: Varoufakis reckte nicht &bdquo;den Mittelfinger gegen die Deutschen&ldquo;. Bei dieser Pr&auml;sentation in Zagreb sprach Varoufakis &uuml;ber eine Zeit, &uuml;ber den Mai 2010, als Griechenland den deutschen Steuerzahlern noch keinen einzigen Euro schuldete. Sein Argument lautete, Griechenland h&auml;tte damals gegen&uuml;ber den privaten Gl&auml;ubigern in Konkurs gehen sollen, statt sich von den europ&auml;ischen Partnern einen riesigen Kredit geben zu lassen. Der Finger wurde also aus dem Zusammenhang gerissen und absichtlich so interpretiert, als h&auml;tte sich der griechische Finanzminister gegen die R&uuml;ckzahlung der Schulden an Deutschland ausgesprochen und Deutschland den Finger gezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland\/festival-organisator-horvat-der-finger-wurde-aus-dem-zusammenhang-gerissen-13487196.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Geheimdienste m&uuml;ssen besser kontrolliert werden<\/strong><br>\nDie Kontrolle der Geheimdienste ist ein Witz, befindet der Jurist und Politiker Wolfgang Ne&scaron;kovi&#263;. In seinem Kommentar zum CIA-Folterreport mahnt er Reformen auch in Bezug auf die deutschen Geheimdienste an. Am Deutschlandradio-Stand auf der Leipziger Buchmesse f&uuml;hrte er aus, warum er als Herausgeber des Folterreports in deutscher &Uuml;bersetzung fungiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/leipziger-buchmesse-wolfgang-neskovic-geheimdienste-muessen.1310.de.html?dram:article_id=314183\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: ARD-TV-Forum: Wolfgang Ne&scaron;kovi&#263;<\/strong><br>\nWolfgang Ne&scaron;kovi&#263; gilt als Geheimdienstexperte. Nun hat er den &ldquo;CIA-Folterreport&rdquo; herausgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.ardmediathek.de\/ARD-TV-Forum-Wolfgang-Ne-kovi-?docId=27051696&amp;pageId=13932928\">MDR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die EZB-Politik ist falsch! Aber was ist die Alternative?<\/strong><br>\nZun&auml;chst die Blasen. Ja, das ist schlimm, die Aktienm&auml;rkte sind nahe am Bersten und die EZB macht immer weiter. Welche Fehlallokation von Kapital! Aber, wenn ich europ&auml;ischer Notenbanker w&auml;re, w&uuml;rde ich fragen, wer eine Welt geschaffen hat, in der niedrige Zinsen nur zu Spekulation f&uuml;hren und nicht zu Investitionen. Wer hat denn die Regulierungen beseitigt, um den Banken den Weg in die Finanzm&auml;rkte freizumachen? Waren das die Notenbanken oder waren es die Parlamente? Sicher waren in Deutschland einige Notenbanker Stichwortgeber. Aber die Weltanschauung der Tietmeyers, Issings, Starks und Webers (und wie sie alle hei&szlig;en) m&uuml;ssen sich heutige F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten der EZB nicht anrechnen lassen.<br>\nWer positive Impulse f&uuml;r die Konjunktur will, kann die Staaten Europas auffordern, sofort und in ausreichendem Ma&szlig;e das billige Geld vom Kapitalmarkt zu nehmen und &ouml;ffentliche Investitionen durchzuf&uuml;hren oder die Geringverdiener zu entlasten. Wenn dem Vertr&auml;ge (oder gar Regelungen im Grundgesetz) entgegenstehen, m&uuml;ssen diese ge&auml;ndert werden. Auch dazu muss man wieder Regierungen und Parlamente auffordern, nicht die Notenbank. Wer die Eurokrise wirklich l&ouml;sen will, soll die Regierungen und die europ&auml;ischen Gewerkschaften auffordern, sofort eine Konferenz einzuberufen, wo lohnpolitische Leitlinien diskutiert und beschlossen werden, die allen Mitgliedsl&auml;ndern eine Chance geben, in absehbarer Zeit wieder gleichberechtigt auf den Weltm&auml;rkten mithalten zu k&ouml;nnen, ohne dass Deflation in einzelnen L&auml;ndern dazu notwendig ist. Wer glaubt, dass der Vertrag von Maastricht insgesamt falsch und unzureichend ist, muss die Staaten auffordern, ihn zu &auml;ndern, und er hat mich sofort auf seiner Seite.<br>\nAuch wer Griechenland eine Chance geben will, muss die Regierungen, vorneweg die deutsche auffordern, der griechischen Regierung ohne sinnlose und ideologisch motivierte Konditionen den finanziellen Spielraum durch neue Kredite zu verschaffen, den sie unmittelbar braucht, um das Land aus der Krise zu f&uuml;hren. Auch die EZB ist aufgefordert, die griechischen Banken weiter zu finanzieren und griechische Staatsanleihen wieder als Sicherheit zu akzeptieren. Dann hat auch der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB eine senkende Wirkung auf die griechischen Zinsen. Die Regierungen sollten schlie&szlig;lich auch daf&uuml;r sorgen, dass die EZB nicht mehr in der Troika vertreten ist, denn sie hat dort in der Tat nichts verloren. Ihre Aufgabe ist die Geldpolitik und sonst nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-ezb-politik-ist-falsch-aber-was-ist-die-alternative\/\">flassbeck economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eine Investitionsdynamik gegen Europas Wachstumsschw&auml;che in Gang setzen<\/strong><br>\nIm Irrtum weitermachen scheint die Devise der politisch Verantwortlichen der Eurozone zu sein. Die Eurozone verharrt zurzeit in k&uuml;mmerlichem Wachstum, das sich durch allseitige Resignation weiter fortschreibt. Eine Initiative von Staatsm&auml;nnern, f&auml;hig, Energien f&uuml;r Investitionen zu b&uuml;ndeln, k&ouml;nnte ein Weg aus der Krise sein. Doch das heutige Europa hat keine gestandenen Staatsm&auml;nner. Ganz im Gegenteil, unsere Regierungen haben uns in die heute bestehende Situation hinein man&ouml;vriert. Die Absenkung der Investitionen in der Eurozone bel&auml;uft sich seit Ende des Jahres 2007 auf 20 Prozent, erreicht jedoch einen Wert von mehr als 40 Prozent in den am meisten heruntergewirtschafteten s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern.<br>\nWenn es eine &Uuml;berzeugung gibt, die Keynes und Schumpeter verbindet, dann die, dass nur investive Zukunftsprojektionen krisengesch&uuml;ttelten Gesellschaften die Chance geben, sich wirtschaftlich zu erholen bzw. zu regenerieren. Ein vertretbares Wirtschaftswachstum sollte zwei Ziele anstreben: einmal muss die Schaffung neuer Arbeitspl&auml;tze von beruflicher Bildung zur Erlernung neuer Kompetenzen begleitet werden, d.h. der Faktor Arbeit muss aufgewertet werden. Zweitens muss vertretbares Wachstum die existierende &ouml;kologische Schuld (der Industriegesellschaften) anerkennen, d.h. es muss die fortschreitende Umweltzerst&ouml;rung stoppen bzw. den bestehenden Trend dazu umkehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2015\/03\/eine-investitionsdynamik-gegen-europas-wachstumsschwache-in-gang-setzen-von-michel-aglietta\/#sthash.LRkDwFsG.dpuf\">Michel Aglietta auf Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Beweis f&uuml;r intelligentes Leben in der Profession der Wirtschaftswissenschaften<\/strong><br>\nDer US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Dean Baker &uuml;ber einen erstaunlichen Sinneswandel unter Mainstream-&Ouml;konomen: Von manchem Allgemeinplatz, der ihnen bis dahin als unbestreitbarer Grundsatz f&uuml;r eine richtige Wirtschaftspolitik galt, sind sie in den letzten Jahren abger&uuml;ckt.<br>\nVor einiger Zeit ging Larry Summers, der fr&uuml;here Finanzminister Bill Clintons und Top-Berater Barack Obamas, auf jene los, die behaupten, dass mehr Erziehung die richtige Antwort auf die Ungleichheitsprobleme der USA sei: &ldquo;Das Kernproblem ist, dass es nicht genug Jobs gibt. Wenn du manchen Leuten hilfst, dann hilfst du ihnen zwar, einen Job zu bekommen, nur bekommt dann jemand anderes diesen Job eben nicht. Solange du nichts tust, was sich auf die Nachfrage nach Arbeit auswirkt, hilfst du den Leuten nur, ein Rennen um eine begrenzte Anzahl von Jobs zu gewinnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1497\">annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Jede Krise ist ein intellektueller Gl&uuml;cksfall<\/strong><br>\nSeit l&auml;ngerer Zeit ist das seltsame Ph&auml;nomen zu beobachten, dass die Politik unter allen Umst&auml;nden ihre eigene Entscheidungsmacht an nicht demokratisch legitimierte Institutionen weiter delegieren m&ouml;chte und dies in zunehmenden Umfang auch tut. Die Politik betreibt Demokratieabbau mit demokratischen Mitteln. Nach den Ausf&uuml;hrungen von Joseph Vogl in seinem Buch Der Souver&auml;nit&auml;tseffekt ist aber dieser Prozess weniger paradox, als man gemeinhin annehmen m&ouml;chte, weil die Verstrickungen und das einander Zuarbeiten von Politik und Wirtschaft zumindest f&uuml;r den Historiker bereits seit dem Aufkommen der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft zu beobachten waren.<br>\nMit der Finanzkrise wird dies nun auch f&uuml;r die Gegenwart offenbar und wir k&ouml;nnen gewisserma&szlig;en in Echtzeit nachvollziehen, wie sehr Finanzinstitutionen mit tatkr&auml;ftiger Unterst&uuml;tzung der Politik bis in die Belange souver&auml;ner Staaten hinein regieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44374\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Anfeindungen von Gewerkschaften: &ldquo;Pegida im Betrieb&rdquo;<\/strong><br>\nDie Initiative Arbeitsunrecht hat einen neuen Protesttag kreiert. Immer, wenn der Freitag auf einen 13. des Monats f&auml;llt, soll vor Firmen protestiert werden, die sich als besonders gewerkschaftsfeindlich hervortun. Am letzten Freitag hatte der Tag Premiere und in mehr als 15 St&auml;dten gab es kleinere Aktionen vor der Firma Neupack sowie dem Unternehmen Milram, die mit diesen Firmen kooperieren.<br>\nDie Verpackungsfirma Neupack war in die Schlagzeilen gekommen, weil sie sich weigerte, mit den Besch&auml;ftigten einen Tarifvertrag abzuschlie&szlig;en. Es gab deshalb einen monatelangen Streit. Noch immer m&uuml;ssen engagierte Gewerkschaftler sich gegen ihre Entlassung wehren.<br>\nAm Samstag berichtete der gek&uuml;ndigte Neupack-Gewerkschafter Murat G&uuml;nes auf einer Tagung in Hamburg &uuml;ber die vielf&auml;ltigen Methoden des &ldquo;Union Busting&rdquo;, das in den letzen Jahren auch in Deutschland immer mehr verfeinert wurde.<br>\nBekannte Anwaltsfirmen sind nach Angaben der Referenten mittlerweile darauf spezialisiert, engagierte Kollegen m&ouml;glichst schnell loszuwerden. Auf der Tagung wurde auch deutlich, welch gro&szlig;e Ausma&szlig;e das Union Busting mittlerweile angenommen hat. So berichtete Torben Ackermann &uuml;ber die Schikanen gegen Gewerkschafter bei G&ouml;tz-Brot in W&uuml;rzburg. Fritz Wilke konnte &uuml;ber &auml;hnliche Methoden bei der Hannoveraner Filiale des Weltkonzern UPS berichten.<br>\nRamazan Bayran, der f&uuml;r die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ein Organizingprojekt bei UPS betreut, betonte, dass hinter den gewerkschaftsfeindlichen Aktivit&auml;ten nicht nur ein milliardenschwerer Weltkonzern, sondern auch der Staat steht, der mit der Agenda 2010 und anderen Ma&szlig;nahmen daf&uuml;r verantwortlich ist, dass sich viele Lohnabh&auml;ngige gar nicht mehr trauen, im Betrieb noch f&uuml;r ihre Rechte zu k&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Anfeindungen-von-Gewerkschaften-Pegida-im-Betrieb-2575018.html\">Peter Nowak auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wenn der Strom abgestellt wird<\/strong><br>\nKein Licht, kein warmes Essen, keine saubere W&auml;sche: Ohne Strom ist der Alltag mehr als ungem&uuml;tlich. Das erfahren auch in NRW t&auml;glich viele Haushalte. Bereits bei einem Zahlungsr&uuml;ckstand von 100 Euro k&ouml;nnen die Versorger die Lieferung stoppen.<br>\nBei Monika Fischer flattert der sogenannte &ldquo;Gelbe Zettel&rdquo; im Juni 2014 ins Haus: Versorger RWE k&uuml;ndigt der 62-J&auml;hrigen an, dass in den kommenden Tagen ihr Strom abgestellt wird. Grund: Die Arbeitslose kann eine Nachzahlung f&uuml;r das Vorjahr in H&ouml;he von 274 Euro nicht begleichen. Wenige Tage sp&auml;ter sitzt sie im Dunkeln. Der K&uuml;hlschrank ist warm, der Herd bleibt kalt. Seitdem ist Fischer auf die Hilfe von Freunden angewiesen, wenn sie W&auml;sche waschen will. Denn im Gegensatz zu Heizkosten und Miete ist das Geld f&uuml;r Strom bereits im Regelsatz zur Sozialhilfe drin. Wer wie Monika Fischer von einer hohen Nachzahlungsforderung &uuml;berrascht wird, muss zusehen, wie er damit zurechtkommt.<br>\nWas viele nicht wissen: Jobcenter oder Sozialamt k&ouml;nnen ein Darlehen gew&auml;hren, damit die Stromkosten beim Versorger beglichen werden. &ldquo;Doch das ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden und oft wimmeln die &Auml;mter Antragsteller ab&rdquo;, sagt Kurt Schubert. Zu dem Sozialarbeiter der Diakonie Steinfurt kommen jedes Jahr 50 bis 60 Menschen, denen eine Sperrung bevorsteht. &ldquo;Das sind viele Familien mit Kindern, f&uuml;r die ein Leben ohne Strom eine besondere H&auml;rte bedeuten w&uuml;rde&rdquo;, erkl&auml;rt Schubert. Er wird dann schnell aktiv, versucht mit dem Energielieferanten eine Einigung zu finden, etwa in Form einer Ratenzahlung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/aktuell\/strom-abstellen-100.html\">WDR<\/a>\n<p><strong>Dazu: Teurer Strom wird zur Armutsfalle<\/strong><br>\nAltersarmut und Kinderarmut, das sind Begriffe die jeder kennt. Aber wer hat schon einmal von Energiearmut geh&ouml;rt? Die Strompreise verteuerten sich in den vergangenen zehn Jahren um 65 Prozent. Mit diesem Anstieg konnten weder die Rentenerh&ouml;hungen noch die Hartz IV-Regels&auml;tze mithalten. Deshalb werden die hohen Strompreise f&uuml;r immer mehr Menschen zum Armutsrisiko.<br>\nAcht Prozent und somit 36.800 Haushalte sind in Rheinland-Pfalz von Stromsperren betroffen. Dies hat eine Umfrage der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bei den Energieversorgern ergeben. Neben Familien mit einem geringen Einkommen leiden insbesondere Leistungsbezieher unter den steigenden Strompreisen. Denn trotz einer Anhebung des Regelbedarfs zum 1. Januar 2015 um acht Euro monatlich auf 399 Euro, m&uuml;ssen Hartz IV-Empf&auml;nger in Rheinland-Pfalz Mehrkosten f&uuml;r Strom von etwa 145 im Jahr stemmen. Der Grund: Die Bemessungsgrundlage f&uuml;r Energie im Hartz-IV-Bereich reicht nicht aus, um die Stromkosten komplett zu decken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdk.de\/rheinland-pfalz\/pages\/armut\/69051\/teurer_strom_wird_zur_armutsfalle\">VdK<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Epidemiologe Wilkinson: &ldquo;Die Antwort ist simpel: Ungleichheit bringt uns um&rdquo;<\/strong><br>\nUnser Lebensstil und unsere &Auml;rzte entscheiden, wie lange wir leben? Falsch, sagt der Epidemiologe Richard Wilkinson. Zu den gr&ouml;&szlig;ten Einflussfaktoren f&uuml;r unsere Gesundheit z&auml;hlt Verteilungsgerechtigkeit<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000012911001\/Epidemiologe-Wilkinson-Die-Antwort-ist-simpel-Ungleichheit-bringt-uns-um\">derStandard.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vor dem n&auml;chsten Desaster<\/strong><br>\nDer Sturm &ldquo;Haiyan&rdquo; brachte es auf den Philippinen auf 315 Stundenkilometer. Die Klimaver&auml;nderung bestimmt in der Region l&auml;ngst das Leben der Menschen. Die neue Normalit&auml;t ist der immer wiederkehrende Ausnahmezustand. Niemand wei&szlig;, ob der n&auml;chste Sturm nicht mit 350 Stundenkilometer &uuml;ber Guiuan fegen wird. Alles, was das Leben von Tootsie Esposito und seinen Nachbarn sch&uuml;tzt, ist gut. Aber nichts wird verhindern, dass vielleicht schon bald der n&auml;chste Taifun die Palmen und Maniokplantagen, die sich gerade erholt haben, zerst&ouml;rt und die neuen Ferkel im Garten im Salzwasser ertr&auml;nkt, w&auml;hrend die Menschen in den doppelt vernieteten Klassenzimmern warten. Sind zum Schutz vor den tropischen St&uuml;rmen am Ende Bunker n&ouml;tig, wie die kleinen Pilze, die der albanische Diktator Enver Hoxha &uuml;ber sein Land gestreut hat? Ist das der Preis eines Zeitalters der Erderw&auml;rmung und Extremwetter, in dem der Mensch sich in einer feindlichen Umwelt einrichtet, wie er es auch in den Forschungsstationen am Polarkreis tut? Und wenn ja: Wer kann das bezahlen? &ndash; Tootsie Esposito zeigt den Stumpf einer Kokospalme im grauen Schlamm. &ldquo;So hoch stand das Wasser&rdquo;, sagt er. Wenn das wieder passiert &ndash; sein noch nicht abbezahltes Motorrad wird es so wenig &uuml;berstehen wie der Fernseher oder die M&ouml;bel. Er wird wieder bei null anfangen. Wie letztes Mal, wie alle hier. &ldquo;Wenn die n&auml;chste Flut kommt, gehen wir wieder auf den H&uuml;gel&rdquo;, sagt er und deutet auf einen Hang hinter der Kirche. Der Schutzraum dort wird ausgebaut, &ldquo;wir hoffen, dass es bald genug Pl&auml;tze f&uuml;r alle gibt&rdquo;. Er m&uuml;sse sich daran gew&ouml;hnen, dass in Guiuan mit immer neuen Katastrophen zu rechnen ist. &ldquo;Es ist schwer, diesen Gedanken zu akzeptieren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2015%2F03%2F16%2Fa0089&amp;cHash=3ec5a4daa438d9bbc8a5a6ce395405df\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Israel: Wahlkampf mit der Angst<\/strong><br>\nIsrael will den Wandel&rdquo;: Unter diesem Motto gehen in Tel Aviv seit Wochen Tausende auf die Strasse und demonstrieren gegen die Politik von Netanjahu. Der Friedensprozess mit den Pal&auml;stinensern ist in weite Ferne ger&uuml;ckt. Die Preise f&uuml;r Mieten und Lebenshaltungskosten sind stark gestiegen. Hinzu kommt ausserdem Bibis ausschweifender Lebensstil. W&auml;hrend die  Opposition die sozialen Vers&auml;umnisse im Land kritisiert, setzt Netanjahu vor allem auf sicherheitspolitische Themen und sch&uuml;rt ein Klima der Angst. Eine Reportage von Uri Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/info.arte.tv\/de\/israel-wahlkampf-mit-der-angst\">arte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nicht nur der einstige Mossad-Chef Meir Dagan, sondern eine ganze Reihe von israelischen Gener&auml;len und Geheimdienstchefs &auml;u&szlig;erten ihre Kritik gegen&uuml;ber Netanjahu und seiner Politik &ndash; so z.B auch Juval Diskin, einer der sechs noch lebenden, fr&uuml;heren Direktoren von Schin Beth, die auch in dem beeindruckenden Dokumentarfilm &ldquo;T&ouml;te zuerst&rdquo;  die aktuelle israelische Politik scharf kritisierten. Im letzten Kapitel des Films fordern sie, Israel m&uuml;sse wieder mehr verhandeln. Und zwar mit allen Gruppen, selbst denen, die Israel mit der Vernichtung drohen. Sonst laufe man Gefahr, die Schlachten zu gewinnen &ndash; und den Krieg zu verlieren. &ndash; Leider spielt im Wahlkampf z.B. die Gegengewalt ausl&ouml;sende, illegale Siedlungspolitik der israelischen Regierung mehr in Hinsicht der (finanziellen) Vorzugsbehandlung der Siedler gegen&uuml;ber den Israelis im Lande eine Rolle.<\/em><\/p>\n<p><strong>Interessant auch: Die Hoffnung der israelischen Araber<\/strong><br>\nF&uuml;r viele j&uuml;dische Israelis &ndash; und ganz sicher f&uuml;r viele j&uuml;dische Parlamentarier &ndash; gelten sie als Staatsfeinde: die arabischen Knessetabgeordneten. Sie erkl&auml;ren sich solidarisch mit den unter Besatzung lebenden Pal&auml;stinensern. In Parlamentsdebatten weisen sie immer wieder darauf hin, im j&uuml;dischen Staat B&uuml;rger zweiter Klasse zu sein. Vier arabische Parteien gab es bisher &ndash; mit vier unterschiedlichen Ideologien, von Kommunisten bis zu strenggl&auml;ubigen Muslimen. Zu diesen Wahlen haben sie sich zu einer Partei zusammengeschlossen. Ein politischer Schachzug, der bei den arabischen Staatsb&uuml;rgern, die immerhin an die 20 Prozent der Bev&ouml;lkerung ausmachen, gut ankommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/info.arte.tv\/de\/die-hoffnung-des-israelischen-araber\">arte<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wir machen uns unsere Feinde selbst<\/strong><br>\nAl Kaida, Taliban, Islamischer Staat: Der Erfolg der einflussreichsten Terrorgruppen der vergangenen zehn Jahre ist unter anderem das Ergebnis einer falschen Politik des Westens, meint der Politikwissenschaftler Michael L&uuml;ders. Westlich Akteure h&auml;tten im Nahen Osten nichts aus ihren Fehlern gelernt, sagte L&uuml;ders im DLF.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/naher-osten-wir-machen-uns-unsere-feinde-selbst.1310.de.html?dram:article_id=314398\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Michael L&uuml;ders: Wer den Wind s&auml;t. Was westliche Politik im Orient anrichtet<\/strong><br>\nC.H.Beck, 175 Seiten, 14,95 Euro,<br>\nISBN 978-3-406-67749-6\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Neue IWF-Gelder flie&szlig;en nach Kiew<\/strong><br>\nDie drohende Staatspleite der Ukraine ist noch nicht abgewendet: Der IWF springt mit Milliardenhilfe in die Bresche. Doch bei der Umschuldung haben die Gl&auml;ubiger das letzte Wort &ndash; und deren Entscheidung ist offen.<br>\nDie Ukraine hat vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) die erste Kredittranche in H&ouml;he von f&uuml;nf Milliarden Dollar (4,7 Milliarden Euro) erhalten. Die gesamte Summe werde noch an diesem Freitag eingehen, teilte das Finanzministerium in Kiew mit. Demnach sind 2,2 Milliarden Dollar f&uuml;r die Regierung und 2,8 Milliarden Dollar f&uuml;r die Zentralbank bestimmt.<br>\nMit ihren Gl&auml;ubigern verhandelt die Ukraine zurzeit &uuml;ber eine Umschuldung, um eine drohende Staatspleite abzuwenden. Die Geldgeber k&ouml;nnten sich allerdings den angebotenen Bedingungen verweigern. Dann h&auml;tte das Land, das in einer tiefen Rezession steckt, ein ernstes Problem.<br>\nExperten sch&auml;tzen, dass die Staatsschulden noch in diesem Jahr auf mindestens 100 Prozent der Wirtschaftsleistung anwachsen werden. Der Konflikt im Osten des Landes und die gigantisch emporschnellenden R&uuml;stungsausgaben verschlingen Unsummen. Die Nationalw&auml;hrung Hrywnja verlor in einem Jahr zwei Drittel an Wert.<br>\nAm Mittwoch hatte der IWF neue Darlehen von insgesamt 17,5 Milliarden Dollar (15,5 Milliarden Euro) bewilligt. Das auf vier Jahre angelegte Programm ziele auf &ldquo;sofortige wirtschaftliche Unterst&uuml;tzung&rdquo;, erkl&auml;rte der W&auml;hrungsfonds. Das neue Paket ersetzt ein Hilfsprogramm aus dem vergangenen Jahr, das vor allem wegen der K&auml;mpfe mit den prorussischen Separatisten nicht ausgereicht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/neue-iwf-gelder-flie%C3%9Fen-nach-kiew\/a-18314337\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nun ja, die Umschuldung wird schon gelingen. Handelt es sich bei der Regierung in Kiew doch um keine widerspenstige Linksregierung, die das neoliberale Dogma in Frage stellt. Und das Geld wird ja auch sinnvoll f&uuml;r neue Panzer und Gesch&uuml;tze ausgegeben, anstatt wie in Griechenland f&uuml;r Sozialklimbim.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Neonazis in NRW feiern Terror-Trio<\/strong><br>\nVerh&ouml;hnung der Opfer, Unterst&uuml;tzung der mutma&szlig;lichen T&auml;ter &ndash; Neonazis verherrlichen den NSU mehr als drei Jahre nach dessen Selbstenttarnung. Bundesweit gibt es bislang fast 240 Straftaten mit NSU-Bezug, davon 45 in NRW.<br>\nRechte Gewalt ist mittlerweile an der Tagesordnung: offene und subtile Bedrohung Andersdenkender, Anfeindungen, &Uuml;bergriffe. Es trifft Menschen mit ausl&auml;ndischer Herkunft, aber auch Politiker, Journalisten und engagierte B&uuml;rger, die sich den Rechten entgegegenstellen. Alle vier Tage registrieren die Sicherheitsbeh&ouml;rden statistisch gesehen in Deutschland eine Straftat, bei der sich die T&auml;ter ausdr&uuml;cklich auf den NSU als Vorbild beziehen. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministerium auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor.<br>\nSeit der NSU am 4. November 2011 aufgeflogen ist, wurden demnach bundesweit bislang fast 240 Straftaten mit Bezug zum Terror-Trio ver&uuml;bt. Allein f&uuml;r NRW hat das BKA 45 Straftaten registriert, darunter sind drei Gewalttaten in Duisburg, Essen und Kempen. Die h&auml;ufigsten Delikte sind Bedrohungen, Propagandavergehen und Sachbesch&auml;digungen. In D&uuml;ren spr&uuml;hten zum Beispiel Unbekannte im Mai 2013 an die Wand der Islamischen Gemeinde: &ldquo;NSU lebt weiter und ihr werdet die n&auml;chsten Opfer sein&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/archiv\/sp_amrechtenrand\/terrorvonrechts\/delikte-mit-nsu-bezug-100.html\">WDR<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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