{"id":25433,"date":"2015-03-18T08:54:03","date_gmt":"2015-03-18T07:54:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433"},"modified":"2015-11-09T15:10:09","modified_gmt":"2015-11-09T14:10:09","slug":"hinweise-des-tages-2335","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h02\">Umstrittene Rede: Das sagte Varoufakis, als er den Stinkefinger zeigte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h03\">EZB braucht Dialog statt exklusiver Mini-Feier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h04\">Absurd und menschenverachtend &ndash; das System Jobcenter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h05\">Joschka Fischer: Merkel auf Frontalkurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h06\">Israel&rsquo;s Gilded Age  &ndash;  Israels vergoldetes Zeitalter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h07\">Das Inkonsistenzproblem, das Ph&auml;nomen Syriza und die Perspektiven der Eurozone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h08\">Starker Druck auf den Euro: Erste Klagen &uuml;ber das Kaufprogramm der EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h09\">Milliarden von den Spekulanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h10\">Bundestag: Experten &auml;u&szlig;ern schwere Bedenken gegen TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h11\">Erh&ouml;hung um drei Prozent: London hebt Mindestlohn kr&auml;ftig an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h12\">Pkw-Maut soll viel weniger Geld bringen als gedacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h13\">Acht Milliarden f&uuml;r die Truppe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h14\">US-Umweltbeh&ouml;rde beschr&auml;nkt Genmais<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h15\">Roland Koch ist Aufsichtsrat bei Vodafone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h16\">Indien: Im Land der Sklavenhalter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h17\">Deutung des Ukraine- Konflikts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433#h18\">KenFM am Telefon: Willy Wimmer &ndash; Albrecht M&uuml;ller &ndash; Dr. Daniele Ganser: Krieg gegen Russland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25433&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Das reiche Deutschland wirkt peinlich<\/strong><br>\nDie Debatte zwischen der Bundesregierung, bisher fast nur vertreten von Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble, und der griechischen Regierung wird immer feindseliger. Wer daran die &ldquo;Schuld&rdquo; tr&auml;gt, wird sich gegenw&auml;rtig in der Hitze des Schlagabtausches schwer sagen lassen. Aber klar ist, das Sch&auml;uble von vornherein keinerlei Konzessionen gegen&uuml;ber der neuen griechischen Regierung machen wollte, sondern ein uneingeschr&auml;nktes &ldquo;Weiter so&rdquo; im Vergleich zu den konservativen Vorg&auml;ngern verlangte, bis hin zum Beharren auf der Wortwahl &ldquo;Troika&rdquo;. Dabei wird dem erfahrenen Politiker nicht entgangen sein, dass Alexis Tsipras&rsquo; Kapitulation, die Sch&auml;uble mit seinem &ldquo;Pacta sunt servanda&rdquo; praktisch verlangte, von Syriza nur zum Preis der politischen Selbstaufgabe h&auml;tte realisiert werden k&ouml;nnen.<br>\nZugleich geht der Finanzminister offenbar davon aus, dass Deutschland nicht nur gegen&uuml;ber Griechenland, sondern auch gegen&uuml;ber der Kommission am l&auml;ngeren Hebel sitzt und deshalb den verbalen wie den faktischen Umgang mit Griechenland bestimmen kann. Interessant ist, wie vehement sich der fr&uuml;here polnische Premier und heutige Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Rates, Donald Tusk, gegen Sch&auml;ubles Idee gewandt hat, dass es zu einem versehentlichen Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone kommen k&ouml;nnte. &ldquo;Wir haben ein solches idiotisches Szenario zu verhindern&rdquo;, forderte er gerade in der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;.<br>\nDass in diesem Kontext Syriza die Forderung auch der griechischen Vorg&auml;ngerregierungen nach Entsch&auml;digungen f&uuml;r die NS-Verbrechen verst&auml;rkt aufnehmen w&uuml;rde (der Konservative Samaras hatte ja bereits eine Kommission zum Thema &ldquo;Entsch&auml;digungen&rdquo; einsetzen lassen), war zu erwarten. Wenn man also von deutscher Seite praktisch eine Kapitulationsstrategie verfolgt, muss man eine solche Eskalation einkalkulieren. Die mantraartige Wiederholung, nur die Griechen seien an der negativen bilateralen und europ&auml;ischen Entwicklung Schuld &ndash; die gegen jede Lebenserfahrung spricht und an eine Buddelkastenmentalit&auml;t erinnert &ndash; verf&auml;ngt vor allem bei den Deutschen, die sowieso &ldquo;wissen&rdquo;, dass sie richtig- und die anderen falschliegen. Im europ&auml;ischen Ausland kommt das gegenw&auml;rtig nicht gut an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/griechenland-schwan-fordert-entschaedigung-fuer-ns-verbrechen-a-1023956.html\">Gesine Schwan auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Frau Schwan hat recht, &uuml;berlegt sich die Bundesregierung &uuml;berhaupt wie ihre kompromisslose Haltung gegen&uuml;ber Griechenland bei den anderen europ&auml;ischen Nationen ankommt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;biges Spiel<\/strong><br>\nGriechenland hat von Deutschland Reparationszahlungen f&uuml;r die Nazizeit gefordert. Rainer Buchardt findet: Wer es mit der Wahrung des Landes als EU-Mitglied ernst meine, der w&auml;re gut beraten, Kompromissbereitschaft zu signalisieren, anstatt auf ohnehin umstrittenen Rechtspositionen zu beharren.<br>\nDa m&ouml;gen sich die politischen Kassenwarte zu Berlin noch so selbstgewiss im Recht f&uuml;hlen, sie werden um einen gerechten finanziellen und damit auch moralischen Ausgleich der Kriegsschulden nicht herumkommen. Und sollte man auf den schwarz-roten Regierungssesseln an der Spree nicht alsbald zu Einsicht und Vernunft kommen, dann droht Deutschland ein globaler Imageschaden, der kaum wieder zu reparieren sein wird. [&hellip;]<br>\nForderungen aus Athen wird jetzt stets entgegengehalten, diese Schuld sei rechtlich l&auml;ngst getilgt. Herhalten f&uuml;r dieses Argument muss die Londoner Schuldenkonferenz von 1953 und schlie&szlig;lich der Zwei-plus-vier-Vertrag zur deutschen Einheit, womit alle Anspr&uuml;che Dritter automatisch erledigt seien. Schon damals wurde getrickst, denn hie&szlig;e dieses Konvolut wahrheitsgem&auml;&szlig; Friedensvertrag, dann w&auml;ren offene Forderungen noch zu begleichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/reparationszahlungen-schaebiges-spiel.720.de.html?dram%3Aarticle_id=314523\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Wolfgang Sch&auml;uble und die Griechenlandkrise: Vom Mantra der Alternativlosigkeit zur deutsch-griechischen Schlammschlacht<\/strong><br>\nJahrelang hat insbesondere die Bundesregierung immer wieder hervorgehoben, dass es f&uuml;r die europ&auml;ischen Schuldenstaaten keine Alternative zu strukturellen Reformen und zum Sparen bzw. zum (austerit&auml;tspolitischen) Sanierungskonzept der sogenannten Troika gibt. Das ist selbstverst&auml;ndlich eine Behauptung. Eine ernsthafte und offene Debatte &uuml;ber m&ouml;gliche Alternativen hat es in der Euro-Gruppe nie gegeben.<br>\nSeit in Griechenland die vom Linksb&uuml;ndnis Syriza gef&uuml;hrte Regierung im Amt ist, fordert diese hartn&auml;ckig genau das: eine Debatte &uuml;ber alternative und vor allem bessere L&ouml;sungskonzepte. Die Folge: Das Mantra von der Alternativlosigkeit funktioniert nicht mehr &ndash; jedenfalls nicht mehr so richtig. Darum wird versucht, Griechenland als europ&auml;ischen Sonderfall darzustellen und in Europa politisch zu isolieren. [&hellip;]<br>\nDeutsche Regierungspolitiker reden nicht weniger schlecht &uuml;ber die griechische Regierung als umgekehrt. Dass nun ganz Deutschland nichts Besseres zu tun hat als dar&uuml;ber zu diskutieren, ob der heutige griechische Finanzminister vor Jahren in einem Vortrag Deutschland den erhobenen Mittelfinger gezeigt hat oder nicht, ist ein weiterer Zug in dieser Schlammschlacht und er bewirkt, was er bewirken soll: Er lenkt von dem eigentlichen Problem ab, n&auml;mlich dass das Sanierungskonzept der Troika alles andere als erfolgreich gewesen ist und eine bessere L&ouml;sung fehlt &ndash; die aber von konservativen Regierungen offenbar auch gar nicht gewollt ist. Er heizt die ohnehin schon vergiftete Atmosph&auml;re weiter auf, in der gemeinsam L&ouml;sungen f&uuml;r dr&auml;ngende und absolut reale Probleme in Griechenland und in Europa gefunden werden m&uuml;ssen &ndash; Probleme, deren Existenz konservative Regierungen de facto immer noch weitgehend leugnen oder ignorieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/wolfgang-schaeuble-und-die-griechenlandkrise-vom-mantra-der-alternativlosigkeit-zur-deutsch-griechischen-schlammschlacht\/\">Stefan L. Eichner auf Querschuesse<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Kommission will offenbar Sozialpaket von Syriza stoppen<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission hat der griechischen Regierung unter Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras offenbar davon abgeraten, ein Gesetzespaket zu verabschieden, das Sofortma&szlig;nahmen gegen die soziale Krise im Land beinhaltet. Das berichtet der englische Sender Channel 4 unter Berufung auf ein Schreiben des Direktors f&uuml;r wirtschaftliche und finanzielle Fragen bei der EU-Kommission, Declan Costello. Costello habe der Regierung in Athen dringend geraten, die Gesetze nicht zu verabschieden. Die Anforderungen der Gl&auml;ubiger an die Athener Regierung m&uuml;ssten mit dem Inhalt der Gesetze abgeglichen und die Themen im Zusammenhang besprochen werden, soll es in dem Schreiben hei&szlig;en. Eine Verabschiedung von Gesetzen im Vorhinein w&uuml;rde als einseitiger Schritt der griechischen Regierung betrachtet und damit als Versto&szlig; gegen die Vereinbarung vom 20. Februar. &ndash; Die geplanten Reformen beinhalten die Bewilligung von freien Stromkontingenten f&uuml;r &auml;rmere Haushalte sowie Ma&szlig;nahmen gegen Altersarmut und Obdachlosigkeit. Ein Gesetz soll es au&szlig;erdem erm&ouml;glichen, Steuerr&uuml;ckst&auml;nde in Raten zu bezahlen. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker kritisierte bereits, dass der geplante Mindestlohn &uuml;ber denen von sechs anderen EU-Staaten liegen w&uuml;rde, unter ihnen die Slowakei und Spanien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-03\/syriza-eu-kommission-gesetzespaket-athen-bruessel-obdachlosigkeit-armut-steuern\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.D.:<\/strong> Juncker ist ein Heuchler wenn er kritisiert, dass der Mindestlohn h&ouml;her w&auml;re als in sechs anderen EU-L&auml;ndern. Die Tatsache ist doch, dass der Mindestlohn in den anderen sechs L&auml;ndern auch nicht gerade &ldquo;zum Leben reicht&rdquo;. Und dar&uuml;ber hinaus macht es mich traurig, dass nicht einmal ein Paket, dass an die &Auml;rmsten geht, einen menschlichen Zug in der Entscheidungsfindung der EU regt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Umstrittene Rede: Das sagte Varoufakis, als er den Stinkefinger zeigte<\/strong><br>\nNach seinem Dementi hat Giannis Varoufakis seine Stinkefinger-Rede nun auf Twitter selbst verbreitet. Sie liefert den Kontext, warum der griechische Finanzminister von Manipulation sprach. Hier die entscheidenden Stellen des Vortrags im Wortlaut. [&hellip;]<br>\nZusammengefasst: Die umstrittene Rede von Griechenlands Finanzminister Giannis Varoufakis wurde bei G&uuml;nther Jauch aus dem Kontext gerissen &ndash; Varoufakis sprach darin im Mai 2013 &uuml;ber die Situation Griechenlands vor f&uuml;nf Jahren. Im Kontext sagt er, dass es 2013 gerade keine Option sei, Deutschland den Stinkefinger zu zeigen. Seine Behauptung, der Stinkefinger sei nachtr&auml;glich &ldquo;in den Film montiert&rdquo; worden, widerlegt er aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/griechenland-das-sagte-varoufakis-in-der-stinkefinger-rede-a-1023977.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man mu&szlig; den SPIEGEL auch mal loben, wenn er so gute Arbeit abliefert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EZB braucht Dialog statt exklusiver Mini-Feier<\/strong><br>\nDiesen Mittwoch er&ouml;ffnet die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) ihr neues Geb&auml;ude in Frankfurt am Main. Blockupy nimmt das zum Anlass, gegen die Austerit&auml;tspolitik zu protestieren, an der auch die EZB in der Troika ihren aktiven Anteil hat. Die Feier der EZB selbst ist angesichts der Demonstrationen und der erneuten Zuspitzung der Eurokrise sehr klein geplant. Interessierte k&ouml;nnen der Veranstaltung <a href=\"http:\/\/www.ecb.europa.eu\/press\/tvservices\/other\/html\/webcast_150318.en.html\">nur virtuell ab 11 Uhr folgen<\/a>: Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen im Europaparlament, wird am Mittwoch zur Er&ouml;ffnung und zu den Protesten vor Ort sein und kommentiert:<br>\nEs ist gut, dass der &ouml;ffentliche Druck eine der Euro-Krise unangemessen pomp&ouml;se Er&ouml;ffnungsparty verhindert hat. Statt in exklusiver Runde zu feiern, sollte die EZB aber nun das &ouml;ffentliche Gespr&auml;ch mit ihren Kritikern suchen. Die Proteste sollten zum Anlass genommen werden, eine &ouml;ffentliche Debatte zur Euro-Politik in Frankfurt zu erm&ouml;glichen. Die m&auml;chtigste EU-Institution darf sich nicht vor den B&uuml;rgern verstecken und sollte verloren gegangenes Vertrauen wieder zur&uuml;ckgewinnen.<br>\nGrunds&auml;tzlich begr&uuml;&szlig;e ich die Proteste, weil die Kritik an der EZB-Arbeit im Rahmen der Troika berechtigt ist. Die  EZB war der Hardliner in der Troika. Wiederholt hat die EZB dabei ihr geldpolitisches Mandat weit &uuml;berschritten. Friedliche Proteste gegen die Politik der Troika sind legitim und verdienen auch in Frankfurt den Schutz der Polizei.<br>\nAllerdings hat sich Blockupy ein wenig bei der Hausnummer der Adressaten ihrer Proteste geirrt. Die Hauptverantwortung f&uuml;r die unsoziale und &ouml;konomisch kontraproduktive Euro-Politik der Troika liegt in den Hauptst&auml;dten der Eurozone. Berlin, Paris, Rom und Athen w&auml;ren die richtigen Anschriften f&uuml;r die Demonstrationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2015\/ezb-dialog-statt-exklusiver-mini-feier-sven-giegold-ist-vor-ort-bei-blockupy-protesten\/%20\">Sven Giegold<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung F.K.:<\/strong> Anmerkung zu Blockupy und der Er&ouml;ffnung der neuen EZB in Frankfurt. Unabh&auml;ngig von den Protesten, die morgen stattfinden, darf man doch festhalten, was niemand bestreiten wird: Finanzelite und Politik feiern sich und einen Protzpalast f&uuml;r &uuml;ber 1,2 Milliarden Euro (!) Steuergelder. Sie sind dabei fast schon klinisch isoliert von den B&uuml;rgern, die zwar das Ganze bezahlt haben, denen sie aber zutiefst misstrauen, was auf Gegenseitigkeit beruht. Das neue EZB-Geb&auml;ude wird deshalb bereits am ersten Tag zu einer &ldquo;Green Zone&rdquo; hinter Stacheldraht und Betonsperren unter dem Schutz tausender Polizisten. Geht es noch entlarvender? Ich glaube, fast nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Absurd und menschenverachtend &ndash; das System Jobcenter<\/strong><br>\nG&uuml;nter Wallraff deckt mit seiner neuen Reportage auf, wie das deutsche System der Arbeitsvermittlung scheitert. Dazu geh&ouml;ren Geldverschwendung und sinnlose Ma&szlig;nahmen &ndash; wie Spazierg&auml;nge mit Lamas.<br>\nG&uuml;nter Wallraff hat gemeinsam mit seinem Team wieder zugeschlagen. Am Montagabend pr&auml;sentierten die Undercover&#727;Journalisten auf RTL ihre neusten Enth&uuml;llungen. Rund neun Monate haben sie deutsche Jobcenter unter die Lupe genommen. Und sind entsetzt: Das System der Arbeitsvermittlung in Deutschland ist nicht nur einfach gescheitert. Sondern es ist ein Netz aus Frustration, sinnlosen Ma&szlig;nahmen, Geldverschwendung und sogar Illegalit&auml;t entstanden, das sowohl f&uuml;r Arbeitssuchende wie Jobcenter Mitarbeiter pures Gift ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/guenther-wallraff-jobcenter-haben-absurdes-und-menschenverachtendes-system-2180583.html%20\">Katharina Grimm in stern.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Joschka Fischer: Merkel auf Frontalkurs<\/strong><br>\nDer j&uuml;ngste Versuch, den Krieg in der Ukraine mit diplomatischen Mitteln zu stoppen, hatte eine noch k&uuml;rzere &Uuml;berlebenszeit als der erste Versuch vom vergangenen September. Die &Uuml;bereinkunft in Minsk erkannte de facto an, dass die Ukraine bereits mit milit&auml;rischen Mitteln geteilt worden ist&hellip;.<br>\nMinsk II spiegelt dabei nur die tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse auf den Schlachtfeldern der Ukraine. Die Frage bleibt jedoch, ob es nicht kl&uuml;ger gewesen w&auml;re, wenn die einzige Macht, die Wladimir Putin ernst nimmt, die Vereinigten Staaten, die Verhandlungen gef&uuml;hrt h&auml;tte. Angesicht der Geringsch&auml;tzung, die Putin f&uuml;r Europa zeigt, wird dies fr&uuml;her oder sp&auml;ter sowieso unvermeidbar werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/krisenpolitik-der-bundeskanzlerin-merkel-auf-frontalkurs-1.2394124%20\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Fischer sitzt nach wie vor auf dem Scho&szlig; der ehemaligen US-Au&szlig;enministerin <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/albright-group-llc-joschka-fischer-arbeitet-kuenftig-fuer-madeleine-albright\/3027720.html\">Madelaine Albright<\/a> und ist der Lautsprecher konservativer amerikanischer Politiker in Deutschland.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Israel&rsquo;s Gilded Age  &ndash;  Israels vergoldetes Zeitalter<\/strong><br>\nWarum meinte Pr&auml;mierminister Netanyahu, in Washington mit dem Hund wedeln zu m&uuml;ssen? Denn das ist nat&uuml;rlich, was er getan hat mit seiner Anti-Iran-Rede vor dem Kongress. Wenn man ernsthaft Einfluss auf die amerikanische Au&szlig;enpolitik nehmen will, dann beleidigt man nicht den Pr&auml;sidenten und stellt sich so eindeutig auf die Seite seiner politischen Gegner. Nein, der wirkliche Zweck dieser Rede war, die israelischen W&auml;hler mit s&auml;belrasselndem Bombast auf andere Gedanken zu bringen, ihre Aufmerksamkeit abzulenken von ihrer Unzufriedenheit mit der Wirtschaft, die, wie Umfragen zeigen, Herrn Netanyahu bei den Wahlen am Dienstag gut und gerne das Amt kosten k&ouml;nnen.<br>\nDoch Moment mal: Warum sind die Israelis denn unzufrieden? Schlie&szlig;lich ist die Wirtschaftsleistung Israels an &uuml;blichen Standards gemessen doch gut. Israels Wirtschaft hat die Finanzkrise mit nur minimalem Schaden &uuml;berstanden. Langfristiger gesehen ist sie schneller gewachsen als die in den meisten anderen Industriel&auml;ndern, und sie hat sich zu einem High-Tech-Standort entwickelt. Was gibt es da zu klagen?<br>\nDie Antwort, und das ist hierzulande wohl nicht allgemein bekannt, ist, dass Israels Wirtschaft zwar gewachsen ist, dass dieses Wachstum aber mit einer beunruhigenden Ver&auml;nderung in Einkommensverteilung und gesellschaftlichem Leben einhergeht. Es war einmal, dass Israel ein Land egalit&auml;rer Ideale war<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/03\/16\/opinion\/paul-krugman-israels-gilded-age.html?_r=0\">Paul Krugman in der New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Inkonsistenzproblem, das Ph&auml;nomen Syriza und die Perspektiven der Eurozone<\/strong><br>\nMit dem Wahlsieg der linken Partei &sbquo;Syriza&lsquo; in Griechenland steht die EU vor einer neuen Herausforderung: Die als &sbquo;Br&uuml;ssel-Frankfurt-Konsens&lsquo; bezeichnete Austerit&auml;tspolitik als Antwort auf die Krise der &ouml;ffentlichen Haushalte wird von der Regierung eines EU-Mitgliedsstaates offen und vehement abgelegt &ndash; hierf&uuml;r hat ihr der griechische Demos ein klares Mandat erteil. Im vorliegenden Aufsatz wird argumentiert, dass diese Entwicklung, die auch andere EU-Mitgliedsstaaten erfassen k&ouml;nnte, das Ergebnis einer &sbquo;unm&ouml;glichen Euro-Trinit&auml;t&lsquo; ist, in der sich die Unvereinbarkeit von neoliberaler Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik, dem Erhalt einer gemeinsamen Geld- und W&auml;hrungspolitik und einer Legitimation der europ&auml;ischen Integration zeigt, die sich auf die Erwartung wachstums- und besch&auml;ftigungsf&ouml;rderlicher Impulse des weiteren Zusammenwachsen der EU st&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiso.uni-hamburg.de\/fileadmin\/sozialoekonomie\/zoess\/DP_46_Heise.pdf\">Z&Ouml;SS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich macht sich Arne Heise keine Illusionen dar&uuml;ber, ob mit dem Wahlerfolg von Syriza in Griechenland jetzt der &ldquo;erste Schritt in eine R&uuml;ckgewinnung der &sbquo;sozialen Demokratie&lsquo; auf EU-Ebene getan&rdquo; sei. Der Verzicht auf die gegenw&auml;rtige wirtschaftspolitische Ausrichtung sei angesichts der Einstimmigkeit in den EU-Entscheidungsgremien, um die notwendigen Korrekturen vorzunehmen, von der aktuellen politischen Klasse vor allem in Deutschland nicht zu erwarten. Noch deutlicher formuliert es der von Heise zitierte Peter Wahl. Diesem europ&auml;ischen Governance-System &ldquo;ist der Neoliberalismus als genetisches Programm eingeschrieben und fest in Strukturen und Regeln zementiert. Diese Strukturen und Regeln sind kein neutrales Gef&auml;&szlig;, in das heute Neoliberalismus und morgen linke Wirtschafts- und Sozialpolitik gef&uuml;llt werden k&ouml;nnte.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Heise sieht in der Schaffung einer EU- Wirtschaftsregierung &ldquo;eine unverzichtbare, also notwendige Bedingung f&uuml;r eine funktionsf&auml;hige EWU&rdquo;, ausgestattet &ldquo;mit fiskalischen und finanzpolitischen Kompetenzen und einer progressiven Ausrichtung&rdquo; (!). Selbst wenn man von den Bedenken absieht, die Heise selbst  einr&auml;umt, stellt sich die Frage, welche Wirtschaftspolitik eine EU- Wirtschaftsregierung realisieren kann, die der spezifischen Situation eines jeden Mitgliedslands gerecht w&uuml;rde. Die L&auml;nder der Peripherie mit einem sehr gro&szlig;en Entwicklungsgef&auml;lle zum Zentrum ben&ouml;tigen eine ganz andere Wirtschaftspolitik (und Geldpolitik) als das Zentrum. Vor allem ben&ouml;tigt eine W&auml;hrungsunion, einen Finanzausgleich, der mindestens dem Niveau der USA entspr&auml;che, die ein viel geringeres Entwicklungsgef&auml;lle aufweisen.. Das ist auf jeden Fall die Lehre der deutschen Wiedervereinigung. &ndash; Der Artikel von Heise ist informativ, anregend und die 8 Seiten sind gut lesbar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Starker Druck auf den Euro: Erste Klagen &uuml;ber das Kaufprogramm der EZB<\/strong><br>\nDas grosse Anleihekaufprogramm der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) l&auml;uft erst wenige Tage, doch schon nehmen in Finanzmarktkreisen Klagen &uuml;ber die mit dieser quantitativen Lockerung verbundenen Marktverzerrungen zu. Auf kurze Laufzeiten beschr&auml;nkte Geldmarktfonds sind gezwungen, in Euro-Aktiva zu negativen Renditen zu investieren, da sie aus regulativen Gr&uuml;nden nicht in andere Anlageklassen ausweichen d&uuml;rfen. Da die K&auml;ufe der EZB unerwartet heftig die Zinsen dr&uuml;cken und die Palette negativ rentierender Anleihen verbreitern, stehen auch andere Investoren, wie Pensionskassen, immer mehr vor dem Problem negativer Renditen. Die K&auml;ufe der EZB drohen auch das Angebot erstklassiger Sicherheiten im Repo-Markt zu verknappen.<br>\nDer Druck auf den Kurs des Euro, den bereits die Absichtserkl&auml;rung der EZB, in grossem Stil Anleihen von Euro-L&auml;ndern und andere Aktiva zu erwerben, ausge&uuml;bt hatte, ist durch den effektiven Start der K&auml;ufe gr&ouml;sser geworden. Der Kurszerfall ist so rasch und heftig ausgefallen &ndash; der Wert fiel in den letzten zw&ouml;lf Monaten um 25% gegen&uuml;ber dem Dollar, seit Jahresanfang um 13% und seit Anfang des Monats um 6% auf ein Zw&ouml;lf-Jahre-Tief &ndash;, dass die makro&ouml;konomischen und finanziellen Konsequenzen noch nicht klar geworden sind, wie Louis Gave von der Hongkonger Finanzfirma Gavekal bef&uuml;rchtet. Viele Marktteilnehmer sind eifrig am Revidieren ihrer Kursprognosen. Im neuen Konsens ist das Kursniveau des Euro deutlich tiefer als noch vor wenigen Wochen. Grosse US-H&auml;user wie Goldman Sachs und Morgan Stanley, aber auch Boutiquen wie Cumberland Advisors sehen den Euro auf 90 US-Cent und sogar 80 US-Cent mit einem Zeithorizont bis 2016 und 2017. Eine der umstrittenen Fragen lautet, ob die EZB mit den Anleihek&auml;ufen und den Negativzinsen die tieferen Euro-Kurse gezielt anstrebt, wie manche Marktbeobachter annehmen, die von kompetitiver Abwertung und &laquo;Beggar-thy-neighbor&raquo;-Politik sprechen, oder ob die sinkende Bewertung ein (willkommener) Nebeneffekt der geldpolitischen Abwehr deflation&auml;rer Tendenzen ist. Louis Gave sieht die Kursentwicklung als Folge der Geldpolitik an, als deren wahres Ziel er jedoch die heimliche Rekapitalisierung der weiter zu schwachen Gesch&auml;ftsbanken vermutet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/beta.nzz.ch\/finanzen\/erste-klagen-ueber-das-kaufprogramm-der-ezb-1.18502766?extcid=Newsletter_16032015_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><strong>Einen etwas anderen Schwerpunkt setzt Lucas Zeise: Warum der Dollar steigt<\/strong><br>\nAm Mittwoch ist der Euro um mehr als zwei Cent unter 1,06 US-Dollar gefallen. Klar, die Zentralbanken des Euro kaufen seit Montag Unmengen an Staatsanleihen und geben daf&uuml;r frisch geschaffenes Geld aus. Das konnte nur in der Euro-Schw&auml;che enden, befinden die klugen K&ouml;pfe bei den Banken und Zeitungen. Man sollte nicht vergessen, dass die M&ouml;glichkeit, dass Griechenland aus dem Euro katapultiert wird, ebenfalls die W&auml;hrung schw&auml;cht. Dass die Ukraine auch wirtschaftlich taumelt, dass die Wirtschaftsbeziehungen zu Russland immer schlechter werden, schadet &ouml;konomisch den Euro-Staaten und dr&uuml;ckt auf ihre W&auml;hrung.<br>\nAlles nicht verwunderlich. Schaut man sich die W&auml;hrungen der Welt genauer an, stellt man fest, dass nicht nur der Euro, sondern auch Yen (Japan), Pfund (Britannien), Real (Brasilien), Rupie (Indien) und sogar Renminbi-Yuan (China) in den letzten Monaten im Vergleich zum Dollar schw&auml;cher geworden sind, vom russischen Rubel ganz zu schweigen. Die Regierungen nur einiger dieser L&auml;nder sind, wie die japanische, an einer Schw&auml;chung der eigenen W&auml;hrung interessiert. Brasilien dagegen hat, wie andere lateinamerikanische Staaten auch, j&uuml;ngst die Leitzinsen erh&ouml;ht, um die eigene W&auml;hrung zu st&uuml;tzen. Wir haben es also mit einer Dollar-St&auml;rke zu tun. Sie setzte im Fr&uuml;hsommer vorigen Jahres ein und hat sich zuletzt erh&ouml;ht. Man kann annehmen, dass die M&auml;chtigen in Washington und New York &auml;hnlich wie in der Phase des Finanzbooms unter Pr&auml;sident William Clinton eine &raquo;Politik des starken Dollars&laquo; favorisieren.<br>\nEin Zeichen daf&uuml;r ist, dass die US-Notenbank Fed trotz schlechter Wirtschaftsdaten an der Absicht festh&auml;lt, ihren Leitzins &ndash; vermutlich im Juni &ndash; auf sensationelle 0,25 Prozent anzuheben. Das ist als Signal gemeint an die &raquo;scheuen Rehe&laquo;, dass nun die Zeiten vorbei sind, wo sich in risikoreichen Schwellenl&auml;ndern Asiens, S&uuml;damerikas, Afrikas und Europas gute Gewinne machen lie&szlig;en, die dann in Dollar gerechnet &ndash; wegen dessen damals sinkenden Kurses &ndash; noch h&ouml;her ausfielen. F&uuml;r die Kapitalexporteure aus den USA (darunter fast alle Gro&szlig;konzerne) ist der jetzt wieder eingeschlagene Kurs des starken Dollar also etwas &auml;rgerlich. Das Geldkapital aus anderen L&auml;ndern wird dagegen angelockt. Gef&auml;hrlich wird die Sache f&uuml;r jene Nicht-US-Kapitalisten, die sich in Dollar verschuldet haben. Nach Angaben der Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich in Basel machen die au&szlig;erhalb der USA ausgereichten Dollarkredite heute sechs Billionen Dollar aus, dreimal soviel wie noch im Jahr 2000.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/03-14\/013.php\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die New Yorker B&ouml;rse hat am Montag nach drei Verlustwochen im Plus geschlossen. Das Paradoxe ist, dass die gute Nachricht f&uuml;r die B&ouml;rse die schw&auml;cheren Kennziffern f&uuml;r die US-Volkswirtschaft waren. Die US-Industrie hatte im Februar ihre Produktion weniger stark ausgeweitet als erwartet. Auch der Empire-State-Index f&uuml;r das verarbeitende Gewerbe in der Region New York lag niedriger als erwartet. Auch die US-Einzelhandelsums&auml;tze vergangener Woche entt&auml;uschten. Wie gew&ouml;hnlich an der B&ouml;rse l&ouml;sen diese f&uuml;r die gesamte Wirtschaftsperiode kaum tauglichen Schlaglichter sofort Reaktionen aus. In diesem Fall n&auml;hrten die schlechten Nachrichten die Hoffnung, dass die US-Niedrigzinsphase noch etwas l&auml;nger anhalten w&uuml;rde und die Fed im Juni die Zinsen nicht erh&ouml;he. Wie sch&ouml;n f&uuml;r die B&ouml;rse. Allm&auml;hlich stellt sich allerdings die Frage, ob die Unternehmensgewinne die Bewertungsexpansion an den B&ouml;rsen rechtfertigen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Milliarden von den Spekulanten<\/strong><br>\nEine Finanztransaktionssteuer w&uuml;rde sich f&uuml;r die Staaten lohnen: Allein Deutschland k&ouml;nnte mit 18 bis 44 Milliarden Euro rechnen, wie eine neue Studie im Auftrag der SPD-Bundestagsfraktion zeigt. Frankreich w&auml;re mit 14 bis 36 Milliarden Euro dabei, Italien mit 3 bis 6 Milliarden. &Ouml;sterreich k&auml;me auf 700 Millionen bis 1,5 Milliarden. Diese Zahlen gehen davon aus, dass Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen mit 0,1 Prozent besteuert werden, wenn sie den Eigent&uuml;mer wechseln. Diese Steuer w&uuml;rde sowohl beim K&auml;ufer als auch beim Verk&auml;ufer erhoben. Bei Derivaten w&auml;ren es 0,01 Prozent auf den Nominalwert. Es w&uuml;rden nur die Transaktionen auf den sogenannten Sekund&auml;rm&auml;rkten besteuert &ndash; also der reine Handel von schon existierenden Papieren. Erstgesch&auml;fte w&auml;ren nicht ber&uuml;hrt, wie etwa die Kreditvergabe an Firmen und Verbraucher oder die Ausgabe von neuen Aktien.<br>\nDamit sich die Steuer nicht umgehen l&auml;sst, m&uuml;sste unter anderem das sogenannte Ans&auml;ssigkeitsprinzip gelten: Es w&uuml;rden alle Transaktionen besteuert, die die heimischen Finanzinstitute und H&auml;ndler durchf&uuml;hren. Es w&auml;re teuer, darauf zu verzichten. Frankreich und Deutschland w&uuml;rden mehr als 30 Prozent der prognostizierten Einnahmen verlieren, bei &Ouml;sterreich w&auml;ren es 75 Prozent. Die Studie ist hochaktuell, weil elf Euro-Staaten eine gemeinsame Finanztransaktionsteuer einf&uuml;hren wollen. Dies sind Belgien, Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Italien, &Ouml;sterreich, Portugal, Slowakei, Slowenien und Spanien. Noch sind jedoch eine ganze Reihe von Details strittig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2015%2F03%2F10%2Fa0077&amp;cHash=39177faea0bad0e163511f3025c29c85\">taz<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.spdfraktion.de\/sites\/default\/files\/gutachten_fts-2015_feb18-final.pdf\">Fiskalische und &ouml;konomische Auswirkungen einer eingeschr&auml;nkten Finanztransaktionssteuer <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bedauerlicherweise verschwinden im &ldquo;Bermudadreieck&rdquo; von Ukraine, Griechenland und Naher Osten (IS) wichtige Politikfelder aus dem Sichtbereich der Medien und des Publikums: u.a. die Finanztransaktionssteuer als stabilisierendes Instrument speziell f&uuml;r kurzfristige Spekulationsgesch&auml;fte z.B. im der automatisierten Hochgeschwindigkeitshandel und nat&uuml;rlich zur Generierung von h&ouml;heren Steuereinnahmen. Im Modell der EU-Kommission w&uuml;rden bei unver&auml;ndertem Handelsvolumen trotz Einf&uuml;hrung der Steuer ein Maximalerl&ouml;s von 44 Milliarden Euro f&uuml;r Deutschland anfallen. Das w&auml;ren fast 15 Prozent der Gesamtausgaben des Bundes. Allerdings ist zu erwarten, dass ein Teil dieses Gesch&auml;fts z.B. in die Londoner City abwandern w&uuml;rde. Doch selbst bei einem angenommenen 15-prozentigen R&uuml;ckgang der Wertpapiergesch&auml;fte und einem Einbruch des Derivatehandels um 75 Prozent k&auml;men immer noch fast 19 Milliarden Euro zusammen. Leider verhindern die unterschiedlichen Interessen der L&auml;nder immer noch eine endg&uuml;ltige Regelung. So ist nicht so richtig nachzuvollziehen, warum Frankreich sich lange Zeit nur auf Aktien beschr&auml;nken und Derivate au&szlig;en vor lassen wollte. Allerdings scheint unter der Vermittlung &Ouml;sterreichs und Portugals dieser Widerstand &uuml;berwunden zu sein und man m&ouml;chte nun doch m&ouml;glichst viele Finanzprodukte einbeziehen. Allerdings  werden die Steuers&auml;tze zun&auml;chst niedriger ausfallen als im Kommissionsmodell vorgeschlagen. Deutschland k&ouml;nnte aber nach Berechnungen des DIW selbst bei einer Halbierung mit 10 bis 25 Milliarden Euro rechnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bundestag: Experten &auml;u&szlig;ern schwere Bedenken gegen TTIP<\/strong><br>\nDem geplanten Handels- und Investitionsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA begegneten viele Experten bei einer Anh&ouml;rung im Bundestag am Montag mit Skepsis. Die meisten Sachverst&auml;ndigen teilten Bef&uuml;rchtungen, dass europ&auml;ische Standards unterwandert werden k&ouml;nnten. Auch die geplante Schiedsgerichtsbarkeit f&uuml;r Investoren (ISDS) bereitete vielen der angeh&ouml;rten Experten Bauchschmerzen. Mehrere Fragen f&uuml;hrten zu sehr widerspr&uuml;chlichen Antworten. So vertrat etwa Gabriel Felbermayr vom M&uuml;nchner Leibniz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung die Ansicht, dass bestehende Handelsabkommen der EU mit Partnern wie S&uuml;dkorea &ldquo;funktionieren&rdquo;. Sie h&auml;tten Z&ouml;lle gesenkt, andere Handelsbarrieren abgebaut und so Kosteneinsparungen f&uuml;r Unternehmen mit sich gebracht, die diese teils an die Verbraucher weiterg&auml;ben. Der Wissenschaftler zog das Res&uuml;mee: &ldquo;Vorteile und Chancen &uuml;berwiegen.&rdquo;<br>\nDie Effekte solcher Vertr&auml;ge l&auml;gen oft &ldquo;praktisch bei Null&rdquo;, hielt Sebastian Dullien von der Hochschule f&uuml;r Technik und Wirtschaft Berlin dagegen. Vor allem der gesonderte Investorenschutz bringe gesamtwirtschaftlich nichts. Hier sei es besser, zu einer globalen oder zumindest multilateralen L&ouml;sung zu kommen. Die hiesige Politik m&uuml;sse Br&uuml;ssel und Washington aufzeigen, dass der im Raum stehende, bislang gr&ouml;&szlig;tenteils geheime Text gegebenenfalls nicht ratifiziert werde. Eine Fehlerkorrektur im Nachhinein sei schwierig: Der Handelsteil k&ouml;nne zwar mit sechsmonatiger Frist gek&uuml;ndigt werden, die Regeln f&uuml;r Investoren w&uuml;rden aber &ldquo;noch 20 Jahre nachwirken&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Bundestag-Experten-aeussern-schwere-Bedenken-gegen-TTIP-2576423.html?wt_mc=nl.ho.2015-03-17\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: Freihandelsabkommen TTIP entzweit die Experten<\/strong><br>\nPositive Erwartungen, betr&auml;chtliche Sorgen, komplette Ablehnung: Das geplante europ&auml;isch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP (&bdquo;Transatlantic Trade and Investment Partnership&ldquo;) stie&szlig; am Montag, 16. M&auml;rz 2015, unter Experten bei einer Anh&ouml;rung im Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft und Energie auf ein geteiltes Echo. Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Klaus Barthel (SPD), der die &ouml;ffentliche Anh&ouml;rung leitete, sah den Bundestag vor noch vielen Beratungsstunden, da &bdquo;bis jetzt nur Grundz&uuml;ge&ldquo; zu erkennen seien. Die EU-Kommission strebe an, dass es bis Ende dieses Jahres ein &bdquo;Grundger&uuml;st&ldquo; f&uuml;r TTIP gebe, sagte ihr Vertreter Lutz G&uuml;llner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2015\/kw12_pa_wirtschaft\/363978\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Erh&ouml;hung um drei Prozent: London hebt Mindestlohn kr&auml;ftig an<\/strong><br>\nAb Oktober 6,70 Pfund je Stunde: Die britische Regierung hat wenige Wochen vor der Parlamentswahl im Mai eine Anhebung des Mindestlohns angek&uuml;ndigt. Ab Oktober steige er um drei Prozent, sagte Premierminister David Cameron in London. &ldquo;Das bedeutet mehr finanzielle Sicherheit f&uuml;r britische Familien und eine bessere Zukunft f&uuml;r unser Land.&rdquo; Die Lohnuntergrenze erh&ouml;ht sich damit umgerechnet auf rund 9,36 Euro. Zum Vergleich: In Deutschland gilt seit Januar ein Mindestlohn von 8,50 Euro. In Gro&szlig;britannien betrifft er etwa f&uuml;nf Prozent der Erwerbst&auml;tigen, doch beeinflusst seine Entwicklung die Lohnverhandlungen f&uuml;r etwa jeden dritten Besch&auml;ftigten.<br>\nDie Opposition kritisierte die Politik Camerons, die den Lebensstandard in den vergangenen f&uuml;nf Jahren gedr&uuml;ckt habe. &ldquo;Unter David Cameron ist der Wert des Mindestlohns erodiert&rdquo;, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Labour-Partei, Chuka Umunna. &ldquo;Wir brauchen einen Aufschwung f&uuml;r die arbeitende Bev&ouml;lkerung.&rdquo; Labour will den Mindestlohn bis 2020 auf acht Pfund anheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/mindestlohnlondon-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A:<\/strong> Eine konservative Regierung f&uuml;hlt sich unter dem Druck von Wahlen gen&ouml;tigt, den Mindestlohn auf immerhin 9,36 Euro anzuheben, was &ldquo;nur&rdquo; 5% der Arbeitnehmer betrifft &ndash; in Deutschland mit seiner wesentlich h&ouml;heren Produktivit&auml;t und dem h&ouml;chsten Leistungsbilanz&uuml;berschuss weltweit wird die Frage gestellt, ob l&auml;cherliche 8,50 Euro nicht zu hoch sind und &uuml;berhaupt erwirtschaftet werden k&ouml;nnen, und mehr Menschen als in Gro&szlig;britannien bekommen weniger.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Pkw-Maut soll viel weniger Geld bringen als gedacht<\/strong><br>\nDie Einnahmen aus der geplanten Pkw-Maut f&uuml;r Ausl&auml;nder werden nach Meinung von Verkehrsexperten deutlich geringer ausfallen als vom Bund erwartet. Statt der 700 Millionen Euro, die sich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt j&auml;hrlich von Ausl&auml;ndern erhofft, sei nur mit 280 Millionen Euro zu rechnen, schreibt der M&uuml;nchner Verkehrswissenschaftler Ralf Ratzenberger in seiner Stellungnahme f&uuml;r den Verkehrsausschuss des Bundestags. Ratzenberger ist dort f&uuml;r diesen Mittwoch als Experte eingeladen. Im g&uuml;nstigsten Fall rechnet der Wissenschaftler, der auch schon Gutachten f&uuml;r den Maut-kritischen ADAC erstellt hat, mit 342 Millionen Euro. Dieser Betrag k&ouml;nne &ldquo;als Obergrenze einer realistischen Sch&auml;tzung betrachtet werden&rdquo;, schreibt Ratzenberger.<br>\nSeiner Meinung nach hat das Verkehrsministerium zu wenig ber&uuml;cksichtigt, dass ein beachtlicher Teil der Ausl&auml;nder, die nach Deutschland fahren, mehrere Male im Jahr kommen &ndash; und es sich somit immer wieder um die selben Autos handelt, die das deutsche Autobahnnetz benutzen. Als Konsequenz daraus w&uuml;rden deutlich weniger Vignetten verkauft als das Ministerium angenommen hat, so Ratzenberger. Die kommunalen Spitzenverb&auml;nde, die ebenfalls als Experten angeh&ouml;rt werden, bef&uuml;rchten wirtschaftliche Einbu&szlig;en im kleinen Grenzverkehr. Daher m&uuml;sse es m&ouml;glich sein, unmittelbar nach einer Grenze die ersten 30 Kilometer einer Autobahn von der Maut-Pflicht zu befreien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/dobrindt-unter-druck-pkw-maut-soll-viel-weniger-geld-bringen-als-gedacht-1.2397756\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Acht Milliarden f&uuml;r die Truppe<\/strong><br>\nAngesichts zunehmender Krisen soll die Bundeswehr in den n&auml;chsten vier Jahren mit etwa acht Milliarden Euro zus&auml;tzlich aufger&uuml;stet werden. Die mittelfristige Finanzplanung der Bundesregierung sieht eine schrittweise Steigerung des Verteidigungsetats von 32,97 Milliarden Euro 2015 auf 35,01 Milliarden Euro 2019 vor. Das Kabinett will die Eckwerte, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, an diesem Mittwoch beschlie&szlig;en&hellip;. Schon im kommenden Jahr soll sie nun 1,2 Milliarden Euro mehr als 2015 erhalten.<br>\nBisher war eine K&uuml;rzung des Etats auf 32,42 Milliarden Euro f&uuml;r 2016 geplant. Auch in den darauffolgenden drei Jahren sollen nun jeweils zwei Milliarden Euro mehr ausgegeben werden als bisher vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bundeswehr-acht-milliarden-fuer-die-truppe\/11516466.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Eskalationspolitik des Westens erreicht ihren Zweck: Der R&uuml;stungsetat steigt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>US-Umweltbeh&ouml;rde beschr&auml;nkt Genmais<\/strong><br>\nUm die Ausbreitung des Maiswurzelbohrers zu stoppen, will die US-Umweltbeh&ouml;rde EPA den Genmais-Anbau beschr&auml;nken. Der K&auml;fer geh&ouml;rt zu den gr&ouml;&szlig;ten Bedrohungen f&uuml;r Maisernten. Er entwickelt laut einem Bericht der FAZ viel schneller als erwartet Resistenzen gegen das Gentech-Saatgut, dessen Proteine den K&auml;fer eigentlich abt&ouml;ten sollen. Die EPA will nun die Farmer animieren, die Maismonokulturen aufzugeben, da sich der Maiswurzelbohrer in diesen besonders gut ausbreiten kann. In den Gefahrenzonen sollen k&uuml;nftig Fruchtfolgen eingehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2015%2F03%2F10%2Fa0074&amp;cHash=d3923c4daaa86f79c59775f7372ee4f5\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon fast ein Witz. Da hoffen Saatgutkonzerne und US-Farmer, &uuml;ber TTIP neue M&auml;rkte f&uuml;r amerikanischen Genmais zu erschlie&szlig;en. Und jetzt warnt selbst die US-Umweltbeh&ouml;rde EPA. Ob unsere TTIP-Verhandler das schon mitbekommen haben? &ndash; Siehe auch den Artikel &ldquo;<a href=\"http:\/\/globalmagazin.com\/themen\/wirtschaft\/genmais-beschleunigt-schaedlingsresistenzen\/\">Genmais beschleunigt Sch&auml;dlingsresistenzen<\/a>&rdquo; auf global.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Roland Koch ist Aufsichtsrat bei Vodafone<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.politik-kommunikation.de\/personalwechsel\/koch-ist-aufsichtsrat-bei-vodafone-15885\">politik &amp; kommunikation<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nach dem Abgang der ehemaligen &bdquo;brutalstm&ouml;glichen&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-08\/roland-koch-bilfinger-scheitern\">hessischen Ministerpr&auml;sidenten von Bilfinger<\/a> nun also eine neue Stelle um die Pension aufzubessern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Indien: Im Land der Sklavenhalter<\/strong><br>\nDie Sklaverei ist keine traurige Geschichte aus finsterer Vergangenheit. Laut UNO und Berichten von mehreren Menschenrechtsorganisationen werden noch immer &uuml;ber 30 Millionen Menschen in der Welt wie Sklaven gehalten &ndash; die H&auml;lfte davon in Indien: Im Land Mahatma Gandhis leben 15 Millionen Leibeigene, M&auml;nner, Frauen und Kinder.  &ndash; Die moderne Sklaverei spielt im Verborgenen, heimlicher als fr&uuml;her in den alten Zeiten.  Die Sklavenhalter haben neue durchaus subtile Wege gefunden, die Menschen wie Leibeigene zu unterjochen. Niemand spricht mehr von eisernen Ketten, viel mehr von  brutaler finanzieller Knechtschaft. Plantagenbesitzer oder die Betreiber von Ziegeleien leihen ihren Arbeitern Geld zur Behandlung einer schweren Krankheit, einer Hochzeit oder einer Beerdigung und verlangen daf&uuml;r Wucherzinsen. Die Schuld m&uuml;ssen sie abarbeiten &uuml;ber viele Jahre bis Jahrzehnte und sie vererbt sich weiter auf ihre Kinder und Kindeskinder. Unsere Reporter folgten den Spuren der modernen Sklavenhalter und ihrer Opfer, auf Plantagen, in Ziegeleien und in den Labyrinthen der gro&szlig;en St&auml;dte Indiens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/info.arte.tv\/de\/indien-im-land-der-sklavenhalter\">arte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider sind solche Themen in Handelsabkommen tabu. Hauptsache wir machen Gesch&auml;fte. Eher geht ein Kamel durch ein Nadel&ouml;hr, als dass die EU oder die USA die Abschaffung von Sklaverei oder Kinderarbeit zur Bedingung in Handelsabkommen verankern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Deutung des Ukraine- Konflikts<\/strong><br>\nEine Handreichung des Ausw&auml;rtigen Amtes zum Ukraine-Konflikt thematisiert die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (18\/4275). Unter dem Titel &bdquo;Realit&auml;tscheck&ldquo; habe das Amt Mitte Februar eine solche Handreichung &bdquo;an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages verschickt, welcher &sbquo;in der &ouml;ffentlichen Diskussion h&auml;ufig verwendeten Behauptungen zum Ukraine-Konflikt, die auf unrichtigen oder nur teilweise richtigen Fakten beruhen&lsquo;, begegnen soll&ldquo;.<br>\nDie Abgeordneten hinterfragen die darin enthaltene &bdquo;Deutung historischer Daten und Abl&auml;ufe sowie der Ursachen und des Verlaufes des Ukrainekonfliktes&ldquo; &ndash; unter anderem zur Nichtunterzeichnung des EU-Assoziierungsabkommens durch die ukrainische Regierung im Dezember 2013 und die Reaktion des Westens darauf, die der damalige ukrainische Pr&auml;sident Viktor Janukowitsch als Einmischung in die inneren Angelegenheiten seines Landes betrachtet habe. Weitere Fragen zielen auf den Ablauf der Zusammenst&ouml;&szlig;e rund um die Maidan-Proteste im Februar 2014, auf die Beteiligung &bdquo;extrem rechter&ldquo; Kr&auml;fte an der &Uuml;bergangsregierung nach dem Sturz Janukowitschs, auf die &bdquo;einseitige Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung&ldquo; der Krim im Jahre 2014 und jener des Kosovos im Jahre 2008 sowie auf die Nato-Osterweiterung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_03\/-\/365592\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>KenFM am Telefon: Willy Wimmer &ndash; Albrecht M&uuml;ller &ndash; Dr. Daniele Ganser: Krieg gegen Russland<\/strong><br>\nAmerikanische Aussenpolitik wird, bevor sie das Wei&szlig;en Haus verk&uuml;ndet, in Think-Tanks erdacht. Hier geht es vor allem um private Ziele die dann milit&auml;risch vom Staat umgesetzt werden. Einer der einflussreichsten Denkfabriken f&uuml;r Geopolitik nennt sich STRATFOR (Strategic Forecasting Inc) und wird von Georg Friedman geleitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uUht1s6m-7Q&amp;feature=youtu.be\">KenFM via YouTube<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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