{"id":25484,"date":"2015-03-20T08:50:37","date_gmt":"2015-03-20T07:50:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484"},"modified":"2015-03-20T08:50:37","modified_gmt":"2015-03-20T07:50:37","slug":"hinweise-des-tages-2337","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h01\">#Varoufake\/B&ouml;hmermann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h02\">Jenseits des Stinkefingers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h03\">EZB-Protest war richtig &ndash;&nbsp;Danke, Demonstranten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h04\">Griechenland: Sparkurs hat die verf&uuml;gbaren Haushaltseinkommen um fast ein Drittel einbrechen lassen &ndash; schwere soziale Unwucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h05\">Zwischen Athen und Br&uuml;ssel herrscht Funkstille<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h06\">Zw&ouml;lf Prozent der Betriebe sind vom Mindestlohn betroffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h07\">Zu wenig Transparenz bei Riester-Vertr&auml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h08\">Eine Million dopt regelm&auml;&szlig;ig am Arbeitsplatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h09\">Vorbild mit Kopftuch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h10\">Israel stimmt gegen den Frieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h11\">Testdurchlauf f&uuml;r Podemos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h12\">Die T&uuml;rme des Kreml<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h13\">Putin im deutschen Meinungstief: Die F.A.Z. verk&uuml;ndet den Sieg im &ldquo;Informationskrieg&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h14\">ARD-Tagesschau pr&auml;sentiert Scientologen als Kronzeugen f&uuml;r angebliche russische Menschenrechtsverletzungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h15\">Vortragshonorare: Was Unternehmen f&uuml;r einen MdB zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h16\">Zu guter Letzt: Studie: Nur Taxifahrer haben mehr Vertrauen eingeb&uuml;&szlig;t als Journalisten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>#Varoufake\/B&ouml;hmermann<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>B&ouml;hmermann zeigt Erregungsdeutschland den Stinkefinger<\/strong><br>\nWer an den Recherchef&auml;higkeiten der ARD-Sendung seit Varoufakis&rsquo; Live-Dementi am Sonntagabend erste Zweifel hatte, wird nun best&auml;tigt: Das Stinkefinger-Video von 2013, kalkulierter Erregungspunkt der Sendung, kann nachhaltig nicht als authentisch verifiziert werden. Abgesehen davon, dass die Redaktion die gezeigten Varoufakis-Filmausschnitte aus dem Kontext gerissen und schlecht erkl&auml;rt hatte &ndash; der vorgebliche Stinkefinger-Auftritt war eben blo&szlig; ein Fundst&uuml;ck aus dem Netz, mit dem Jauch den Politiker schnell mal konfrontieren wollte. Er machte das Video damit seri&ouml;ser, als es offensichtlich ist. W&auml;re es eine Nebensache, w&auml;re das vielleicht eine l&auml;ssliche S&uuml;nde. Doch weil manche Medien, allen voran Bild, die Stinkefinger-Causa nutzten, um Varoufakis endg&uuml;ltig zum &ldquo;L&uuml;gen-Griechen&rdquo; zu stempeln, ist es eben ein gr&ouml;&szlig;eres Drama. [&hellip;]<br>\nNat&uuml;rlich kamen sofort Fragen auf, ob B&ouml;hmermann die Manipulation wiederum nur manipuliert hat, so unglaublich ist das alles (er dementiert das) &ndash; aber darum geht es im Kern schon nicht mehr. In jedem Fall ist das Verdienst dieser Satire, dass die Emp&ouml;rungsrepublik Deutschland nun im Spiegel ihre Fratze sieht.<br>\nB&ouml;hmermann ist der derzeit beste Satiriker des deutschen Fernsehens, weil er die Wirkungsweisen &ouml;ffentlicher Debatten in diesem Land entlarvt wie kein anderer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/varoufakis-video-boehmermann-zeigt-erregungsdeutschland-den-stinkefinger-1.2400610\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Wenn die Wirklichkeit die bessere Satire ist&hellip;., aber dieses kein Privileg der Bild-gebenden Medien und Manipulationen findet sich tagt&auml;glich in den Printmedien, Rundfunksendungen, im Onlinebereich der Medien und vor allem in den Sozialen Netzwerken wieder. Der Nutzer braucht nicht nur einen Filter gegen Hacker-Angriffe, sondern besonders gegen Manipulationen, die kaum noch zu erkennen sind. Es bedarf mehr &ldquo;Vertrauen-bildender- Medien&rdquo; &ndash; so wie die NachDenkSeiten. Vielleicht sollte ein &ldquo;Siegel f&uuml;r glaubw&uuml;rdige, Lobby freie Nachrichten&rdquo; geschaffen oder werden sie auch das Ziel der Satire?<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Video und Wahrheit<\/strong><br>\nDie doppelte F&auml;lschung des deutschen Satirikers Jan B&ouml;hmermann mit dem Stinkefinger von Giannis Varoufakis war brillant. Sie offenbart unsere &Uuml;berforderung mit der Welt. [&hellip;]<br>\nMein Gott. Es spielt keine Rolle, ob Varoufakis vor zwei Jahren in Zagreb f&uuml;r den Bruchteil einer Sekunde den ausgestreckten Mittelfinger gezeigt hat oder nicht. (Er hat, falls Sie es wirklich wissen wollen.) Es spielt keine Rolle, ob G&uuml;nther Jauch oder Jan B&ouml;hmermann ein Video manipulierten. Entscheidend ist die Metainformation, entscheidend sind die letzten paar S&auml;tze von B&ouml;hmermann in seinem Video. S&auml;tze &uuml;brigens, welche die hysterische Wahr-oder-falsch-Debatte eigentlich h&auml;tten verhindern m&uuml;ssen. B&ouml;hmermann sagte: &laquo;Liebe Redaktion von G&uuml;nther Jauch. Giannis Varoufakis hat unrecht. Ihr habt das Video nicht gef&auml;lscht. Ihr habt einfach das Video nur aus dem Zusammenhang gerissen und einen griechischen Politiker am Stinkefinger durchs Studio gezogen. Damit sich Mutti und Vati abends nach dem &lsaquo;Tatort&rsaquo; noch mal sch&ouml;n aufregen k&ouml;nnen: &lsaquo;Der Ausl&auml;nder! Raus aus Europa mit dem! Er ist arm und nimmt uns Deutschen das Geld weg. Das gibts ja wohl gar nicht. Wir sind hier die Chefs! So!&rsaquo; Das habt ihr gemacht. Und der Rest ist von uns.&raquo; Das ist der Punkt: Dass &laquo;Bild&raquo; die Griechen Tag f&uuml;r Tag verh&ouml;hnt, ist noch irgendwie nachvollziehbar: Es ist die &laquo;Bild&raquo;, es ist Boulevard, es ist schmierig und gemein. Wenn aber ein Moderator wie G&uuml;nther Jauch auf einem &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender eine hochkomplexe Debatte auf einen Mittelfinger reduziert, ist das ein tragischer Beweis, wie weit die De&shy;genera&shy;ti&shy;on der Medien&ouml;ffentlichkeit schon fortgeschritten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/leben\/gesellschaft\/Video-und-Wahrheit\/story\/24435143\">Tagesanzeiger<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Leider sind so scharfsinnige Analysen in unseren deutschen Medien nur sehr selten zu finden. Vielleicht ist die Schweizer Demokratie auch deshalb so viel besser als unsere, weil dort die Medien noch mehr auf Qualit&auml;t achten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Chapeau vor B&ouml;hmermann und dem Stinkefinger<\/strong><br>\nDiese zehn Minuten Fernsehbeitrag waren seit langem das Beste und Subversivste, was ich im ZDF mitbekommen habe. Ein Moment, der einer ganzen Mediendebatte grandios den Spiegel vorh&auml;lt und einen Kontrapunkt setzt. Dabei Fernsehen und Netz vermischt. Und zum Nachdenken und Reflektieren einl&auml;dt, ob wir alles glauben sollen, was wir glauben zu sehen. So unterhaltsam kann die Verbindung aus Satire und Medienkompetenz sein. Chapeau, Jan B&ouml;hmermann und Team.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n24.de\/n24\/Kolumnen\/Markus-Beckedahl\/d\/6333966\/chapeau-vor-boehmermann-und-dem-stinkefinger.html\">Kolumne Welt im Netz von Markus Beckedahl auf N24<\/a><\/li>\n<li><strong>#Varoufake: Mittelfinger in die Wunde<\/strong><br>\nEgal, ob Fake oder nicht. Egal, ob Stinkefinger oder nicht: Jan B&ouml;hmermann ist ein Held. Der deutsche Satiriker hat mit seinem Beitrag die wohl beste Medienkritik seit langer Zeit ver&ouml;ffentlicht. Runtergebrochen auf das journalistische Handwerk bleibt n&auml;mlich &uuml;brig, dass hier Fehler passiert sind. [&hellip;]<br>\nB&ouml;hmermanns Meisterwerk ist geniale Satire und gleichzeitig eine Watsche f&uuml;r die Medien. Diese haben in Zeiten h&ouml;chster Krise eines europ&auml;ischen Landes offenbar keine anderen Sorgen als den Streit um eine Nichtigkeit, der von einer Redaktion ausgel&ouml;st und von anderen Redaktionen weitergef&uuml;hrt wurde und wohl auch jetzt noch wird, um Ressentiments zu sch&uuml;ren.<br>\nDie Watsche geht aber auch in Richtung Medienkonsument. [&hellip;] Schelm B&ouml;hmermann hat uns durch seinen gefakten Fake des eventuell mutma&szlig;lichen Fakes daran erinnert. Man sollte die Dinge mehr hinterfragen und sich auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000013177439\/Mittelfinger-auf-die-Wunde\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Je suis B&ouml;hmermann<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150320_hdt1_01.gif\" alt=\"Je suis B&ouml;hmermann\" title=\"Je suis B&ouml;hmermann\"><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jenseits des Stinkefingers<\/strong><br>\n&Uuml;ber dem Schaukampf Varoufakis gegen Sch&auml;uble vergessen wir, dass es beiden Politikern (aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden) um das Gleiche geht: um Deutschlands F&uuml;hrung in Europa. Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis ist ein ausgewiesener Spieltheoretiker. Die europ&auml;ische Linke sieht er &ndash; nach 35 Jahren Neoliberalismus &ndash; in einer aussichtslosen Position. Gleichzeitig steuert Europas Finanzpolitik laut Varoufakis auf den Abgrund zu &ndash; wie eine hypnotisierte Lemmingherde.<br>\nWas macht ein linker Realist in dieser Lage? Er will die Verh&auml;ltnisse erst einmal stabilisieren. Folgerichtig fordert Varoufakis die konservativen Regierungen Europas auf, sich in der Krise nicht chaotisch (also nationalistisch) zu geb&auml;rden, sondern rational und streng kapitalistisch zu verhalten. Er spielt dem Kapitalismus die eigene Melodie vor, damit dieser nicht in Panik (oder gar dem Front National) verf&auml;llt. Denn Varoufakis ist Marxist. Ein &bdquo;erratischer Marxist&rdquo;, was so viel hei&szlig;en soll wie: Ich bin flexibel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wolfgangmichal.de\/2015\/03\/varoufakis-der-spieler\/\">Wolfgang Michal<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Debatte um Fake-Videos: Danke f&uuml;r die Nebelkerze, Herr B&ouml;hmermann<\/strong><br>\nKommen wir also nach dem st&auml;ndigen Purzelbaumschlagen in Sachen Stinkefinger wieder zu Ruhe, setzen uns hin und fangen an, &uuml;ber die dr&auml;ngenderen Fragen zu sprechen, die seit Sonntagabend im Raum stehen: Welchen Beitrag zur politischen Diskussionskultur in Deutschland glauben die ARD, G&uuml;nther Jauch und seine Redaktion mit dieser Sendung zu leisten?<br>\nWie kann es angehen, dass ein Professor der Wirtschaftswissenschaften und Vertreter der griechischen Regierung im deutschen Fernsehen unter Verkennung seiner Nationalit&auml;t vorgestellt wird mit den Worten &ldquo;italienischer Bruce Willis&rdquo; &ndash; in einer Sendung mit dem Titel &ldquo;Der Euro-Schreck stellt sich&rdquo;?<br>\nWie k&ouml;nnen so grobe handwerkliche Fehler wie die fehlende Kontextualisierung von Varoufakis&rsquo; Rede passieren?<br>\nAuf welches Diskussionsniveau zielt man, wenn man &ldquo;Bild&rdquo;-Kommentator Ernst Elitz einl&auml;dt, der es f&uuml;r ein politisches Argument h&auml;lt, Varoufakis vorzuwerfen, er habe &ldquo;mehrere Glas Weichsp&uuml;ler&rdquo; getrunken?<br>\nWieso kann der CSU-Politiker Markus S&ouml;der Varoufakis vorwerfen, zu viele Interviews zu geben, wenn sie gemeinsam in einer Talkshow sitzen? Zumal S&ouml;der selbst h&auml;ufig Gast ist in den TV-Runden. M&uuml;sste er da nicht vom Moderator auf den Widerspruch hingewiesen werden?<br>\nWarum leitet G&uuml;nther Jauch den meistgesehenen Polittalk im deutschen Fernsehen, wenn er die kontr&auml;ren Positionen seiner G&auml;ste mit den Worten zusammenfasst: &ldquo;Sie sehen, Herr Minister in Athen, die Meinungen gehen hier auch in Deutschland, sie sind unterschiedlich, und es sind nicht alle gegen Griechenland und gegen das, was Sie da sagen&rdquo;?<br>\nWieso zeigt die ARD seine Sendung am Sonntagabend um 21.45 Uhr und warum einen aufwendig recherchierten Dokumentarfilm wie &ldquo;Die Spur der Troika &ndash; Macht ohne Kontrolle&rdquo; am Montagabend um 22.45 Uhr?<br>\nDie Antworten auf diese Fragen sind allesamt wichtiger als die Frage, was Fake und was Fake des Fakes ist. Danke, Jan B&ouml;hmermann, dass Sie Nebelkerzen mit Nebelkerzen bek&auml;mpft haben und wir gerade deshalb wieder klarer sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/jan-boehmermann-und-das-varoufakis-stinkefinger-video-danke-a-1024452.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p>Dazu auch: <strong>Um mal wieder zum Thema zu kommen:<br>\nDie Jauch-Show: Die L&ouml;hne um 25 Prozent zu senken, ist keine &bdquo;Reform&ldquo; &ndash; oder?<\/strong><br>\nIch habe schon wieder den gro&szlig;en Fehler gemacht, eine Talkshow anzuschauen. Weil Yanis Varoufakis angesagt war, habe ich mir das gestern Abend teilweise angetan. &Uuml;ber den Gro&szlig;teil dieser &bdquo;Show&ldquo; sollte man eigentlich nachtr&auml;glich kein Wort verlieren. Auch Varoufakis hatte sich wohl nur vorgenommen, als der nette Nachbar r&uuml;berzukommen und sagte nichts von Belang.<br>\nInteressant an dieser Sendung wie an vielen anderen dieser Art vorher war allerdings, dass das Eigentliche, worum es bei einer ernsthaften Diskussion gehen m&uuml;sste, n&auml;mlich die Frage, welche &bdquo;Reformen&ldquo; in den vergangenen f&uuml;nf Jahren unter der Fuchtel der Troika schon gemacht wurden und was diese &bdquo;Reformen&ldquo; gebracht haben, nicht ein einziges Mal auch nur erw&auml;hnt wurde.<br>\nHat das Methode oder ist es wieder nur schiere Ignoranz? Das untenstehende Bild zeigt das Ergebnis der wichtigsten Reformen. Beginnend mit 2010 sind in Griechenland die Reall&ouml;hne pro Stunde in Euro auf der rechten Skala (einmal mit Verbraucherpreisen, einmal mit Produzentenpreisen gerechnet) aufgezeichnet, auf der linken Skala befindet sich die Arbeitslosigkeit. Die wichtigste Forderung an Griechenland von Seiten Deutschlands war doch immer, wettbewerbsf&auml;hig zu werden. Folglich wurde von der Troika enormer Druck auf die L&ouml;hne ausge&uuml;bt. Der f&uuml;hrte schlie&szlig;lich zu einem absoluten Sinken der Reall&ouml;hne. Sie sanken von 15,50 Euro auf 12,7 Euro aus Verbrauchersicht (das sind &uuml;ber 22 Prozent) und um &uuml;ber 30 Prozent aus Produzentensicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-jauch-show-die-loehne-um-25-prozent-zu-senken-ist-keine-reform-oder\/\">flassbeck-economics<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EZB-Protest war richtig &ndash;&nbsp;Danke, Demonstranten!<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich ist die EZB nicht der richtige Adressat. Weder die Notenbank als Institution noch das Geb&auml;ude, in dem sie untergebracht ist, sind verantwortlich f&uuml;r die Misere, die Tausende zum Teil gewaltbereite Menschen nach Frankfurt gelockt hat. Es ist ein krankes System, das weder eine Postadresse noch eine Person an der Spitze hat, die man daf&uuml;r verantwortlich machen k&ouml;nnte.<br>\nDaf&uuml;r etwa, dass 800 Milliarden Euro zur Rettung von Banken aufgebracht werden und sechs Milliarden, um Millionen von arbeitslosen Jugendlichen einen Job zu verschaffen. Oder daf&uuml;r, dass nach der Finanzkrise in den Vorstands-Etagen der Banken keine erkennbaren Konsequenzen gezogen wurden, damit sich das Szenario der letzten Krise nicht wiederholt. Daf&uuml;r, dass Sparen wichtiger ist als ein soziales, gerechtes Europa.<br>\nDer Blockupy-Protest richtet sich &ndash; ganz naiv ausgedr&uuml;ckt &ndash; gegen den Kapitalismus. Doch etwas n&auml;her betrachtet richtet er sich gegen eine Politik und eine Wirtschaft, die sich immer mehr von den Menschen entfernt, die dem Finanzsystem mehr Platz einr&auml;umt als den N&ouml;ten von Millionen. Es ist ein Protest von Menschen, die l&auml;ngst aufgeh&ouml;rt haben zu glauben, dass sie von den Parlamenten, den Unternehmen und den Banken geh&ouml;rt werden. Auch wenn es nicht die EZB war, die das so gemacht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Danke-Demonstranten-article14730986.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein erstaunlicher Kommentar. Dem an sich nichts hinzuzuf&uuml;gen ist. Nur, nat&uuml;rlich gibt es Akteure und Institutionen, die eben im Sinne des System agieren, die die neoliberale Ideologie propagieren und durchsetzen. Diese m&uuml;ssen klar benannt und kritisiert werden.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Blockupy-Proteste: Gewalt gegen Gewalt<\/strong><br>\nAus den Protesten gegen die EZB wurde in Frankfurt ein Aufruhr gegen das System &ndash; und viele sind emp&ouml;rt. Aber wenn wir die Gewalt der Stra&szlig;e verachten, warum akzeptieren wir dann die Gewalt der Politik? [&hellip;]<br>\nEiner der Vordenker der Protestbewegung, Herbert Marcuse, hatte schon 1964 geschrieben, dass die &ldquo;traditionellen Mittel und Wege des Protests&rdquo; unwirksam geworden seien, weil der moderne Kapitalismus gelernt habe, auch den Protest zu integrieren. Marcuse sagte, wer in der Gesellschaft der &ldquo;repressiven Toleranz&rdquo; sein Rechte aus&uuml;bt &ndash; das Recht der Wahl, der freien Rede, der unabh&auml;ngigen Presse &ndash; trage allein dadurch zum Anschein bei, dass es noch demokratische Freiheiten gebe, die in Wirklichkeit jedoch l&auml;ngst ihren Inhalt verloren h&auml;tten: &ldquo;In einem solchen Fall wird die Freiheit zu einem Instrument, die Knechtschaft freizusprechen.&ldquo;  [&hellip;]<br>\nUnd unter anderem gegen das Leid in diesen L&auml;ndern richtet sich ja der Frankfurter Protest: gegen die sch&auml;ndliche Jugendarbeitslosigkeit in Spanien, gegen den sozialen Zusammenbruch in Griechenland. Es kann sich niemand mehr Illusionen &uuml;ber die katastrophalen Folgen der Austerit&auml;tspolitik f&uuml;r Griechenland machen. Aber Athen ist weit. Was dort geschieht, sehen wir nicht. Aber jetzt sehen wir den Rauch &uuml;ber Frankfurt.<br>\nDie Gewalt der Protestierenden wird einhellig verurteilt. Aber die Gewalt des Systems ignorieren wir. Was ist mehr wert: Das Leben eines griechischen Rentners? Oder ein deutscher Streifenwagen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/blockupy-in-frankfurt-gewalt-gegen-gewalt-augstein-kolumne-a-1024351.html\">Kolumne von Jakob Augstein<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Aus den Kommentaren:<\/strong> Recht hat er bezogen auf unsere Heuchelei und Doppelmoral. Es ist noch gar nicht so lange her, da haben deutsche Politiker die bezahlten und schwer bewaffneten gewaltbereiten Demonstranten in der Ukraine als Helden gefeiert. Da geh&ouml;rten Baseballschl&auml;ger, Pflastersteine und Molotow Coktails zur Grundausstattung der angeblich so friedlichen Demonstrationen. Was gestern fehlte, war Frau Nuland mit Keksen und Dollars und die Adenauer Stiftung mit ihren Geldkoffern. Als Kr&ouml;nung vielleicht noch Lawrow, der die Massen einpeitscht. Dann h&auml;tten wir Zust&auml;nde wie damals auf dem Maidan und monatelange Diskussionen auf allen Ebenen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland: Sparkurs hat die verf&uuml;gbaren Haushaltseinkommen um fast ein Drittel einbrechen lassen &ndash; schwere soziale Unwucht<\/strong><br>\nDer Austerit&auml;tskurs in Griechenland hat die Einkommen der privaten Haushalte in dem Krisenland drastisch einbrechen und die Armut ansteigen lassen. Wie stark und mit welchen Folgen, macht eine neue Studie im Auftrag des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung deutlich. Die Auswertung einer umfangreichen Stichprobe von Steuer- und Einkommensdaten ergibt: Im Schnitt sind die nominalen Bruttoeinkommen der griechischen Privathaushalte in nur vier Jahren von 2008 bis 2012 um ein knappes Viertel gesunken. Lohnk&uuml;rzungen verursachten knapp die H&auml;lfte dieses R&uuml;ckgangs. Diese K&uuml;rzungen fielen weit umfassender aus als n&ouml;tig gewesen w&auml;re, um die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit der griechischen Wirtschaft zu st&auml;rken, analysieren die Studienautoren Prof. Dr. Tassos Giannitsis und Prof. Dr. Stavros Zografakis. Die Nettoeinkommen fielen um weitere fast 9 Prozent, weil die Steuerbelastung deutlich erh&ouml;ht wurde. Zwar b&uuml;&szlig;ten alle sozialen Schichten durch K&uuml;rzungen, Steuererh&ouml;hungen und Wirtschaftskrise betr&auml;chtlich an Einkommen ein. Besonders stark waren aber Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen betroffen. Das liegt unter anderem am starken Anstieg der Arbeitslosigkeit und an Steuererh&ouml;hungen, die teilweise regressiv wirkten. Zudem erlitten Besch&auml;ftigte in der Privatwirtschaft insgesamt deutlich h&ouml;here Einkommensverluste, und sie waren st&auml;rker von Arbeitslosigkeit bedroht als die Besch&auml;ftigten im &ouml;ffentlichen Sektor.<br>\n&bdquo;Die Untersuchung liefert auf repr&auml;sentativer Datenbasis die Chronik eines angek&uuml;ndigten Desasters. Die n&uuml;chternen Zahlen zeigen, wie Millionen Menschen in Griechenland durch eine &uuml;berharte und sozial v&ouml;llig unausgewogene Austerit&auml;tspolitik wirtschaftlich abgest&uuml;rzt sind&ldquo;, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK. &bdquo;Hunderttausende sind in ihrer Existenzgrundlage bedroht, weil die von der Troika aus EU, EZB und IWF geforderte und von den bisherigen Regierungen sehr kurzsichtig und zum Teil interessengeleitet umgesetzte Sparpolitik kaum soziale Abfederung kannte. Volkswirtschaftlich hatten diese Opfer keinen Sinn, weil sie das Nachfragepotenzial derart reduziert haben, dass die griechische Wirtschaft noch lange brauchen wird, um wieder auf einen einigerma&szlig;en stabilen Entwicklungspfad zu kommen. Ein Politikwechsel ist dringend erforderlich. Ein konsequentes Vorgehen gegen Steuerflucht und Steuerhinterziehung ist notwendig und auch eine andere Lastverteilung zwischen wohlhabenden und &auml;rmeren Haushalten. Zudem muss eine Konsolidierungspolitik, die Erfolg haben soll, insgesamt mehr auf Wachstum und Investitionen zielen.&ldquo;<br>\n&nbsp;Im Durchschnitt gingen die j&auml;hrlichen Einkommen der griechischen Haushalte vor Steuern von rund 23.100 Euro 2008 zur&uuml;ck auf knapp 17.900 Euro im Jahr 2012. Das entspricht einem Verlust von knapp 23 Prozent. Dabei fielen die Einbu&szlig;en stark unterschiedlich aus, die &auml;rmsten Haushalte verloren relativ am st&auml;rksten. Das zeigt sich, wenn man die Haushalte nach ihrem Einkommen im Jahr 2012 Dezilen zuordnet: So verlor das 1. Dezil &ndash; die 10 Prozent Haushalte mit den niedrigsten Einkommen &ndash; gegen&uuml;ber 2008 rund 86 Prozent. Im 2. und 3. Dezil lagen die Einbu&szlig;en bei rund 51 und etwa 31 Prozent. Fast jeder dritte griechische Haushalt musste so 2012 mit einem Jahreseinkommen unter 7.000 Euro auskommen. In den Dezilen 4 bis 7 reichten die Einkommenseinbu&szlig;en von knapp 25 bis etwa 18 Prozent. Die 30 Prozent der Haushalte mit den h&ouml;chsten Einkommen verloren zwischen knapp 20 und 17 Prozent (siehe auch Grafik 1).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/2728_53364.htm\">Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150320_hdt1_02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150320_hdt1_02_th.gif\" alt=\"Sparen trifft die Schw&auml;chsten\" title=\"Sparen trifft die Schw&auml;chsten\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150320_hdt1_03.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150320_hdt1_03_th.gif\" alt=\"Mehr Arme trotz gesunkener Armutsschwelle\" title=\"Mehr Arme trotz gesunkener Armutsschwelle\"><\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zwischen Athen und Br&uuml;ssel herrscht Funkstille<\/strong><br>\nAthen hat nach Ansicht der Kreditgeber mit einem hinsichtlich der Einzelartikel erst nach Mitternacht der Nacht von Mittwoch auf den heutigen Donnerstag abgesegneten sozialen Notprogramm) gegen die Sparauflagen versto&szlig;en. In der Folge protestierte die fr&uuml;her Troika genannte Vereinigung der Institutionen und zog je nach Lesart ab oder wurde vor die T&uuml;r gesetzt.<br>\nIn einem Siebenertreffen soll nun die Kommunikation wieder hergestellt werden. In Br&uuml;ssel werden heute der Pr&auml;sident des EU-Rats Donald Tusk, EU Kommissionspr&auml;sident Jean Claude Juncker, Eurogruppenchef Jereon Dijsselbloem, EZB-Chef Mario Draghi, Bundeskanzlerin Angela Merkel und der franz&ouml;sische Staatspr&auml;sident Francois Hollande auf Premierminister Alexis Tsipras einreden.<br>\nDie sechs F&uuml;hrungspolitiker der EU m&ouml;chten dem widerspenstigen griechischen Premier offensichtlich die Leviten lesen. Sie alle sehen in den Sozialma&szlig;nahmen, mit welchen Tsipras den absolut einkommenslosen Bewohnern des Landes etwas die Not lindern m&ouml;chte, &ldquo;einseitige Ma&szlig;nahmen, welche den Haushalt belasten.&rdquo; Wie gering die Kosten der kurzfristigen Sozialhilfe sind, zeigt die Rechnung der Opposition. Jeder der vollkommen Mittellosen, also nicht nur die Griechen, sondern auch Immigranten, hat eine Chance, 200 Euro pro Jahr zu erhalten. Die insgesamt 200 Millionen Kosten f&uuml;r das Ganze sind knapp 0,1 Prozent des BIP. Es ist jedoch unklar, ob es &uuml;berhaupt zur Auszahlung kommt.<br>\nFakt ist, Griechenland geht innerhalb der n&auml;chsten Tage das Geld aus. Giannis Dragasakis, der griechische Vizepremier, betonte, dass Griechenland seit dem vergangenen August s&auml;mtliche Verbindlichkeiten erf&uuml;llt, aber im Gegenzug weder die zugesicherte Kreditrate noch die Dividende der EZB erh&auml;lt. Der fr&uuml;here Premier Griechenlands, Antonis Samaras wittert daher Oberwasser und spielt sich als mahnender Prophet auf, &ldquo;die Zeit geht aus&rdquo;, sagt er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44442\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zw&ouml;lf Prozent der Betriebe sind vom Mindestlohn betroffen<\/strong><br>\nIn zw&ouml;lf Prozent der Betriebe mit sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten arbeitete im Jahr 2014 mindestens ein Mitarbeiter, der weniger als 8,50 Euro in der Stunde verdiente. Dies zeigen Analysen auf Grundlage des IAB-Betriebspanels, einer j&auml;hrlichen Betriebsbefragung des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br>\nIn Ostdeutschland sind mehr Betriebe vom Mindestlohn betroffen als in Westdeutschland. In Sachsen etwa besch&auml;ftigten 32 Prozent der Betriebe im Jahr 2014 mindestens einen Mitarbeiter f&uuml;r weniger als 8,50 Euro Stundenlohn, in Baden-W&uuml;rttemberg oder Hamburg lag dieser Anteil bei weniger als sieben Prozent.<br>\nAuch zwischen den Branchen lassen sich erhebliche Unterschiede bei der Betroffenheit der Betriebe vom Mindestlohn feststellen. Mit rund 30 Prozent war der Anteil im Gastgewerbe besonders gro&szlig;. Ebenso waren beispielsweise im Einzelhandel mit etwa 25 Prozent oder im Bereich Verkehr und Lagerei mit knapp 20 Prozent vergleichsweise viele Betriebe vom Mindestlohn betroffen.<br>\nIm Durchschnitt liegt der Anteil der Besch&auml;ftigten, die vor der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns weniger als 8,50 Euro verdienten, in vom Mindestlohn betroffenen Betrieben bei 45 Prozent. &bdquo;Die Intensit&auml;t der betrieblichen Betroffenheit &ndash; gemessen am Anteil der Besch&auml;ftigten, die weniger als den Mindestlohn verdienten &ndash; variiert zwischen einzelnen Branchen st&auml;rker als zwischen Regionen&ldquo;, erl&auml;utern die Arbeitsmarktexperten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/kb0615.aspx\">IAB<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2015\/kb0615.pdf\">Die IAB-Studie [PDF]<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: Mindestlohn betrifft nur 4,4 Prozent der Besch&auml;ftigten<\/strong><br>\nNur gegen massiven Widerstand aus der Wirtschaft wurde der Mindestlohn in Deutschland Gesetz. Tats&auml;chlich profitieren aber viel weniger Menschen als vor der Einf&uuml;hrung prognostiziert&hellip;<br>\nIn Deutschland seien nur etwa 4,4 Prozent der Besch&auml;ftigten betroffen, hei&szlig;t es in einer am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in N&uuml;rnberg, einer Einrichtung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). Der Anteil liege wesentlich niedriger als bei fr&uuml;heren Sch&auml;tzungen.<br>\nDie bisher vom Bundesarbeitsministerium genannte Zahl, dass etwa 3,7 Millionen Besch&auml;ftigte vom Mindestlohn profitierten, sei &ldquo;deutlich zu hoch&rdquo; gegriffen, sagte einer der Autoren der Studie, der Arbeits&ouml;konom Lutz Bellmann&hellip;<br>\nDas IAB sprach von einer &ldquo;hohen Diskrepanz&rdquo; zu den eigenen Befunden. Dies sei unter anderem damit zu erkl&auml;ren, dass die IAB-Betriebsbefragung deutlich n&auml;her an der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns gelegen habe&hellip;.<br>\n&ldquo;Die Anpassungsreaktionen werden in der Masse nicht so breit ausfallen&rdquo;, sagte Bellmann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/mindestlohn-nur-wenige-beschaeftigte-profitieren-a-1024460.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da wird also eine jahrlange Kampagne gegen den Mindestlohn betrieben und selbst nach seiner Einf&uuml;hrung geht der Kampf der Wirtschaft und ihrer politischen Vertreter weiter. Es wurde das ein Schreckbild gemalt und jetzt stellt sich heraus, dass nur ein winziger Prozentsatz der Besch&auml;ftigten davon profitiert. Das liegt daran, dass das Mindestlohngesetz mehr L&ouml;cher hat als Schweizer K&auml;se und vor allem auch daran, dass der Betrag von 8,50 Euro so tief angesetzt ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zu wenig Transparenz bei Riester-Vertr&auml;gen<\/strong><br>\nBei staatlich gef&ouml;rderten Altersvorsorgevertr&auml;gen wie den Riester-Rentenvertr&auml;gen sind die tats&auml;chlichen Kosten oft nicht erkennbar. &bdquo;Der Kunde hat keine Chance, das optimale Produkt zu finden&ldquo;, erkl&auml;rte Mark Ortmann, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Instituts f&uuml;r Transparenz (Berlin) in einer Sitzung des Finanzausschusses am Mittwoch. Ortmann stellte den Abgeordneten eine Untersuchung seines Instituts &uuml;ber die Kosten bei diesen Finanzprodukten vor. Er sprach sich daf&uuml;r aus, in die Produktinformationsbl&auml;tter Angaben &uuml;ber die Kosten eines Produkts aufzunehmen. Die effektiven Kosten m&uuml;ssten aber f&uuml;r alle Anbieter von Finanzprodukten ganz genau definiert werden.<br>\nZugleich schlug Ortmann vor, die effektiven Kosten zu begrenzen und legte daf&uuml;r mehrere Vorschl&auml;ge vor. Allerdings sollten die Obergrenzen nicht zu niedrig angesetzt werden, denn dann w&uuml;rden einige Anbieter den Markt verlassen. &bdquo;Eine zu starke Kostenbegrenzung schr&auml;nkt das Angebot ein&ldquo;, sagte Ortmann.<br>\nDer Finanzausschuss will sich weiter mit dem Thema Kosten von staatlich gef&ouml;rderten Altersvorsorgevertr&auml;gen befassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_03\/-\/365776\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Mit anderen Worten: Der Staat muss also weiterhin daf&uuml;r sorgen, dass private Finanzprodukte attraktiv bleiben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Eine Million dopt regelm&auml;&szlig;ig am Arbeitsplatz<\/strong><br>\nVom DAK-Gesundheitsreport aufgedeckte Muster des Medikamentenkonsums widersprechen verbreiteten Klischees<br>\nF&uuml;hrende Ethiker und Rechtswissenschaftler setzen sich international gegen zus&auml;tzliche Regulierung des Neuroenhancements ein. Neuere Studien deuten jedoch daraufhin, dass die Konsumenten in der Arbeitswelt vor allem auf Anpassungsdruck reagieren oder Stresskompensation betreiben. Der Nutzen der Mittel ist dabei umstritten. Die seit mehr als zehn Jahren anhaltende Diskussion um das Gehirndoping k&ouml;nnte stattdessen eine Reaktion auf zunehmenden Leistungsdruck darstellen. Da L&ouml;sungen vor allem im Individuum gesucht werden, verschwinden gesellschaftliche Alternativen aus dem Blick&hellip;<br>\nVon den rund 5.000 Erwerbst&auml;tigen im Alter von 20 bis 50 Jahren gaben 6,7% an, es mindestens einmal im Leben ausprobiert zu haben; 3,2% berichteten mindestens einen Versuch innerhalb der letzten zw&ouml;lf Monate; 1,9% gaben an, mindestens zweimal im Monat zu den Pillen zu greifen. Dieser Konsum wird im DAK-Bericht dann als &ldquo;regelm&auml;&szlig;ig&rdquo; bezeichnet, was in der Praxis freilich noch einen gro&szlig;en Interpretationsspielraum &uuml;brig l&auml;sst.<br>\nW&auml;hrend sich M&auml;nner (6,5%) und Frauen (6,9%) kaum bei der absoluten H&auml;ufigkeit unterscheiden, entsprechen die Pr&auml;ferenzen f&uuml;r Neuroenhancement-Mittel stereotypischen Rollenbildern: So &uuml;berwog bei M&auml;nnern der Konsum der vermeintlichen Leistungspillen (4,0% gegen&uuml;ber 2,5%), bei Frauen hingegen derjenige der angeblichen Stimmungspillen (5,5% gegen&uuml;ber 4,1%).<br>\nAuff&auml;llig ist ebenfalls ein Unterschied zwischen den Altersgruppen: W&auml;hrend die Angaben, nun bezogen auf die letzten zw&ouml;lf Monate, zur Leistungssteigerungen &uuml;ber die Gruppen hinweg relativ konstant blieben (1,4% f&uuml;r 20- bis 29-J&auml;hrige zu 1,7% f&uuml;r 40- bis 50-J&auml;hrige), stieg bei den &auml;ltesten Befragten die Verwendung zur Stimmungsverbesserung deutlich an (1,3% f&uuml;r 20- bis 29-J&auml;hrige gegen&uuml;ber 2,8% f&uuml;r 40- bis 50-j&auml;hrige). Damit sind die 40- bis 50-J&auml;hrigen auch insgesamt die h&auml;ufigsten Konsumenten pharmakologischem Neuroenhancements&hellip;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44436\/1.html\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dak.de\/dak\/download\/Vollstaendiger_bundesweiter_Gesundheitsreport_2015-1585948.pdf\">DAK-Gesundheitsreport 2015 [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Klar, dass die Chefs weniger dopen, als Angestellte z.B. in Gro&szlig;raumb&uuml;ros. Dass diese Menschen sich anscheinend nicht ob der vielen Kontakte in diesen B&uuml;ros erfreuen, sondern diese als Belastung empfinden und diese mit Medikamenten ausgleichen wollen, ist eine interessante Erkenntnis. Vier von zehn dopenden Besch&auml;ftigten sagen, vor allem vor wichtigen Anl&auml;ssen Medikamente einzunehmen. Und jeder Vierte meint, ohne solche Medikamente nicht in der Lage zu sein, die Arbeit zu machen. Bei den M&auml;nnern glaubt jeder F&uuml;nfte, ohne die Pharmazeutika beruflich nicht mithalten zu k&ouml;nnen. Die Empfehlungen der Experten, die diesem Druck zu entkommen sei, wirken ein wenig d&uuml;rftig: Hinnehmen, dass Stress nicht v&ouml;llig vermeidbar sei, bessere Arbeitszeitorganisation, Sport in der Freizeit, ausreichend schlafen. Der Arbeitgeber k&ouml;nnte das nicht besser formulieren. Wie w&auml;re es mit einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Vorbild mit Kopftuch<\/strong><br>\nAuch wenn Pegida &amp; Co. angesichts des Richterspruchs aus Karlsruhe aufschreien werden, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist logisch, konsequent und kein Anzeichen f&uuml;r eine fortschreitende Islamisierung. Das einzige, was die Richter gemacht haben, ist die Unwucht auszugleichen, die in Paragraf 57 des NRW-Landesschulgesetzes zugunsten christlicher und abendl&auml;ndischer Symbole bislang festgeschrieben ist. Eine Unwucht &uuml;brigens, die sie selber mit ihrer Entscheidung aus dem Jahr 2003 produziert haben.<br>\nEs ist wirklich schwer verst&auml;ndlich, warum eine Nonne in ihrer Ordenstracht unterrichten darf, einer muslimischen Lehrerin aber das Kopftuch verwehrt wird. Wer hier mit der christlichen Tradition Deutschlands und Europas argumentiert, hat das Rechtsprinzip der Gleichbehandlung nicht verstanden. Nat&uuml;rlich kann ein Christ, Muslim, Buddhist oder Jude der Meinung sein, dass seine Religion mehr wert ist als die von anderen. Ein Staat, der diesen Eindruck erweckt, begibt sich aber in gef&auml;hrliches Fahrwasser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aachener-zeitung.de\/meinung\/kommentare\/kommentiert-vorbild-mit-kopftuch-1.1047291\">Aachener Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Israel stimmt gegen den Frieden<\/strong><br>\nDer Sieg von Benjamin Netanjahu bedeutet Konflikt und Stagnation. Die Folgen sollten er und seine Partner selbst ausbaden: Das linke Lager muss eine gro&szlig;e Koalition verweigern&hellip;<br>\nDer Likud ist schon lange nicht mehr eine konservative Volkspartei wie zu Zeiten von Menachem Begin oder Ariel Scharon, die besetzte Gebiete wie den Sinai oder den Gazastreifen r&auml;umen lie&szlig;en. Im Likud von heute z&auml;hlt selbst Netanjahu zu den Gem&auml;&szlig;igten. Den Ton gibt sein rechter Parteifl&uuml;gel an, in dem kein Mangel an Siedler-Lobbyisten und Nationalisten herrscht, die Bennett in nichts nachstehen.<br>\nDas allerdings ist auch Netanjahus Dilemma. Eine Rechtsregierung unter F&uuml;hrung des Likud wird nicht nur das Land weiter polarisieren. Sie wird auch dem israelischen Image international wenig gut bekommen. Eine solche Koalition l&auml;uft auf einen Crash-Kurs mit den USA, mit Europa und vor allem auch mit den Pal&auml;stinensern hinaus&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/leitartikel\/leitartikel-israel-stimmt-gegen-den-frieden,29607566,30156460.html\">Inge G&uuml;nther in der FR<\/a>\n<p>dazu: <strong>Netanjahu bekennt sich wieder zur Zwei-Staaten-L&ouml;sung<\/strong><br>\nKurz nach seinem Wahlsieg vollzieht der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu eine weitere spektakul&auml;re Wende. Nur einen Tag vor der Wahl hatte er gesagt, einen Pal&auml;stinenserstaat werde es mit ihm nicht geben. Nun sagte Netanjahu dem US-Sender MSNBC, er wolle eine Zwei-Staaten-L&ouml;sung. Nach eigener Darstellung hat der israelische Ministerpr&auml;sident seine Meinung &uuml;ber die Gr&uuml;ndung eines Pal&auml;stinenserstaates nie ge&auml;ndert. Die jetzigen politischen Bedingungen lie&szlig;en eine solche M&ouml;glichkeit jedoch in weitere Ferne r&uuml;cken, sagte Netanjahu dem US-Sender MSNBC. Der rechtsgerichtete Politiker r&uuml;ckte damit offensichtlich von Bemerkungen aus dem Wahlkampf ab, die insbesondere in den USA auf heftige Kritik gesto&szlig;en waren. Diese waren als Absage an eine Zwei-Staaten-L&ouml;sung interpretiert worden. Der pl&ouml;tzliche Gesinnungswandel k&ouml;nnte Netanjahu Stimmen aus dem rechten Lager eingebracht haben. Seine Partei ging als deutlicher Sieger aus der Wahl hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nach-wahlsieg-in-israel-netanjahu-bekennt-sich-wieder-zur-zwei-staaten-loesung-1.2402207\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Selten zuvor betrog ein Politiker das W&auml;hlervolk so dumm-dreist, indem er einerseits an die niedrigsten Instinkte der W&auml;hler appellierte und praktisch &uuml;ber Nacht leugnete, es je getan zu haben. Nicht zur&uuml;ckgenommen hat Netanjahu &uuml;brigens seine polarisierende Rhetorik gegen&uuml;ber seinen arabisch-israelischen Mitb&uuml;rgern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Testdurchlauf f&uuml;r Podemos<\/strong><br>\nAm Wochenende wird in Andalusien gew&auml;hlt. Der Protestpartei werden dort knapp 20 Prozent der Stimmen zugetraut. Vorn liegt sie damit nicht. Erstmals stellt sich Podemos in Andalusien einer spanischen Regionalwahl. Die Umfragen sehen die vor etwas mehr als einem Jahr entstandene politische Kraft auf Platz 3 oder gar auf Platz 2. Die von dem 36-j&auml;hrigen Politikprofessor Pablo Iglesias gef&uuml;hrte Politik gegen Sparen und Sozialk&uuml;rzungen erzielte bei den Europawahlen im vergangenen Mai &uuml;berraschend acht Prozent der Stimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Regionalwahl-in-Spanien\/!156660\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die T&uuml;rme des Kreml<\/strong><br>\nAuch in Zeiten des &bdquo;Putinimus&ldquo; liegt die Entscheidungshoheit nicht bei einer einzelnen Person.<br>\nDie deutsche Russland-Berichtserstattung steckt voller Klischees. Mit Konstruktionen wie &bdquo;Putin-Russland&ldquo;, &bdquo;Putin-Politik&ldquo; oder gar &bdquo;Putinismus&ldquo; werden leicht vermittelbare Bilder geschaffen, die auf die absolutistischen Traditionen des Zarenreichs zur&uuml;ckgreifen&hellip;<br>\nUnd doch ist die russische Elite keineswegs homogen. Sie folgt Putin nicht aus Gehorsamkeit, sondern als Ergebnis zahlreicher Kompromisse. Putins Machtvertikale hat eine weite horizontale Dimension und ist ein vielschichtiges Gebilde&hellip;<br>\nIm russischen Politslang werden die Seilschaften der obersten Etage des Landes oft &bdquo;T&uuml;rme des Kreml&ldquo; genannt: nach den 20 T&uuml;rmen der m&auml;chtigen Burg im Zentrum Moskaus. Bei einer oberfl&auml;chlichen Betrachtung sind haupts&auml;chlich zwei Str&ouml;mungen zu beobachten: Die &bdquo;Falken&ldquo; im Milit&auml;r und Sicherheitsapparat und die &bdquo;Tauben&ldquo;, Vertreter der Wirtschaftsliberalen und Oligarchen. Dieses Modell war faktisch eine Wiederauflage des altrussischen Streits zwischen &bdquo;Westlern&ldquo; und &bdquo;Slawophilen&ldquo;&hellip;<br>\nDie Hauptakteure der politischen Klasse in Moskau konzentrieren sich derzeit in sechs &bdquo;T&uuml;rmen&ldquo;&hellip;<br>\nDer &Uuml;berblick &uuml;ber Hauptakteure der politischen Klasse in Moskau zeigt: Aktuell besteht im Kreml ein Neben-, Mit-, und Gegeneinander ganz unterschiedlicher Interessen und Anspr&uuml;che. Die &bdquo;T&uuml;rme&ldquo; im Kreml haben zwar eine ideologische F&auml;rbung, agieren dabei aber in erster Linie machtpolitisch motiviert. Eine Schl&uuml;sselrolle spielen dabei die jeweiligen F&uuml;hrungspersonen. Deren Anf&uuml;hrer stehen mehrheitlich auf der westlichen Sanktionsliste. Die Gruppen sind zurzeit Putin-treu, handeln aber oftmals autonom und auf eigene Rechnung. Auch in Zeiten des immer wieder heraufbeschworenen &bdquo;Putinismus&ldquo; zeigt ein Blick hinter die Kremlmauer die Vielfalt der russischen Elite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/die-tuerme-des-kreml-798\/\">Dmitri Stratievski in Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Putin im deutschen Meinungstief: Die F.A.Z. verk&uuml;ndet den Sieg im &ldquo;Informationskrieg&rdquo;<\/strong><br>\nTriumphierend berichtete die &ldquo;Frankfurter Allgemeine&rdquo; am 18.3. auf ihrer Titelseite: &ldquo;Mehrheit der Deutschen gibt Putin Alleinschuld am Ukraine-Konflikt. Meinungsbild in Internetforen nicht repr&auml;sentativ.&rdquo; Die Zeitung st&uuml;tzt sich dabei auf eine von ihr in Auftrag gegebene Umfrage des Instituts f&uuml;r Demoskopie in Allensbach, deren Ergebnisse in derselben Ausgabe n&auml;her beschrieben werden. &ldquo;Die Grenzen der Propaganda&rdquo; hei&szlig;t hier der Titel.<br>\nGemeint sind &ldquo;putinversteherische&rdquo; &Auml;u&szlig;erungen in Internetforen, die &ldquo;Kommentarlage im Internet&rdquo; nennt das der Allensbach-Bericht. Womit autoritativ klargestellt ist, dass deutsche Druckerzeugnisse, von BILD bis zur F.A.Z., und ebenso deutsche TV-Sendungen keine Propaganda betreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44440\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>ARD-Tagesschau pr&auml;sentiert Scientologen als Kronzeugen f&uuml;r angebliche russische Menschenrechtsverletzungen<\/strong><br>\nDie ARD scheint sich zu nichts mehr zu schade zu sein, wenn es darum geht Propaganda gegen Russland zu machen. So brachte die Siebzehn-Uhr-Ausgabe der Tagesschau am gestrigen Montag einen Beitrag &uuml;ber die Anh&ouml;rung Russlands zum &bdquo;Internationalen Pakt &uuml;ber b&uuml;rgerliche und politische Rechte&ldquo; vor dem UN-Menschenrechtskomitee.<br>\nSo eine Anh&ouml;rung ist reine Routine. Jede der 171 Nationen, die das Abkommen unterzeichnet haben wird in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden in einer Anh&ouml;rung, dem &ldquo;Staatenberichtsverfahren&rdquo; &uuml;berpr&uuml;ft. Am Ende eines l&auml;ngeren Prozesses erl&auml;sst der Ausschuss dann die &bdquo;Abschlie&szlig;enden Erkl&auml;rungen&ldquo;.<br>\nSo lange wollte die ARD aber nicht warten und f&auml;llte flugs selbst ein Urteil.<br>\n&ldquo;Wie steht es um die Unabh&auml;ngigkeit der Gerichte der Versammlungs- und Meinungsfreiheit? Wie um den Schutz von Minderheiten? Menschenrechtler sehen hier eine dramatische Verschlechterung.&rdquo;<br>\nDazu zeigt die ARD Bilder von Menschen vor Gericht, in den so sehr beliebten Gitterk&auml;figen, Festnahmen von Demonstranten und Jugendliche, die auf eine Einzelnen einpr&uuml;geln und eintreten, als bef&auml;nden sie sich in einer deutschen U-Bahn-Station. F&uuml;r das abschlie&szlig;ende Urteil bedient sich die Sendeanstalt eines Vertreters einer eher umstrittenen Organisation. Konstantin Baranov von den &bdquo;Youth for Human Rights&ldquo;:<br>\n&bdquo;Es gab eine Flut neuer Gesetze. Die Regierung hat es kritischen B&uuml;rgern praktisch unm&ouml;glich gemacht, abweichende Meinungen zu vertreten, sich auch nur zu verteidigen.&ldquo;<br>\nIn der Textzeile, die unten im Bild eingeblendet ist, wird &bdquo;Youth for Human Rights&ldquo; als Menschenrechtsgruppe bezeichnet. In Wirklichkeit verbirgt sich aber hinter der &ldquo;Menschenrechtsgruppe&rdquo; die Scientology Sekte. Diese Vereinigung steht allerdings seit Jahren selbst in dem Verdacht, es mit den Menschenrechten nicht ganz so genau zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/spiegelkabinett-blog.blogspot.de\/2015\/03\/ard-tagesschau-prasentiert-scientologen.html\">Spiegelkabinett<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vortragshonorare: Was Unternehmen f&uuml;r einen MdB zahlen<\/strong><br>\nBis zu 30.000 Euro f&uuml;r einen einzigen Vortrag: So viel kassieren einige Bundestagsabgeordnete, wenn sie auf Einladung von Unternehmen auftreten. Das Geld erhalten sie privat &ndash; f&uuml;r etwas, das zur Kernaufgabe ihrer Abgeordnetent&auml;tigkeit geh&ouml;rt. Schluss damit!&hellip;<br>\nUnter den Honorarrednern im Deutschen Bundestag geh&ouml;rt Spahn damit ins mittlere Preissegment. F&uuml;r Politiker wie Linken-Fraktionschef Gregor Gysi oder Ex-Finanzminister Norbert R&ouml;ttgen (CDU) sind Unternehmen bereit, bis zu 15.000 Euro pro Vortrag zu zahlen. Noch teurer ist der fr&uuml;here Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck: 25.000 Euro kann sein Gastspiel kosten, wie der SPD-Politiker vor einiger Zeit unter dem Druck der &Ouml;ffentlichkeit offenbarte. In einer Liga mit Steinbr&uuml;ck spielt, jedenfalls was die Honorarh&ouml;he angeht, Unionsfraktionsvize Michael Fuchs, der zuletzt von dem fragw&uuml;rdigen Privatnachrichtendienst Hakluyt &amp; Company f&uuml;r einen Vortrag bis zu 30.000 Euro erhielt (auf die Merkw&uuml;rdigkeit, dass der regelm&auml;&szlig;ige Gastredner Fuchs von Hakluyt f&uuml;r den jeweils letzten Vortrag eines Jahres ein besonders hohes Honorar kassiert, hatten wir schon f&uuml;r die Jahre 2010, 2011 und 2012 hingewiesen.)<br>\nDie Frage ist, warum Abgeordnete &uuml;berhaupt (privat) Geld daf&uuml;r erhalten, dass sie Politik erkl&auml;ren?! F&uuml;r die eigene Position zu werben, sich mit kontr&auml;ren Meinungen auseinanderzusetzen, politische Zusammenh&auml;nge zu veranschaulichen: dies geh&ouml;rt zu den Kernaufgaben eines Parlamentariers. Damit ein Abgeordneter dies tun kann, erh&auml;lt er von den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern jeden Monat 9.082 Euro in Form von Di&auml;ten plus eine steuerfreie Kostenpauschale in H&ouml;he von 4.267 Euro, also unter dem Strich gut 13.300 Euro. Obendrauf gibt es noch eine Bahncard 100, um auch in entlegenden Winkeln der Republik Politik erkl&auml;ren zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2015-03-18\/vortragshonorare-was-unternehmen-fur-einen-mdb-zahlen\">abgeordnetenwatch.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Studie: Nur Taxifahrer haben mehr Vertrauen eingeb&uuml;&szlig;t als Journalisten<\/strong><br>\nAngesichts dessen, dass der Vorwurf der &ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo; immer &ouml;fter erhoben wird, ist das Ergebnis der neuen Trusted Brands Studie wenig &uuml;berraschend: Journalisten b&uuml;&szlig;en an Glaubw&uuml;rdigkeit ein &ndash; nur 26 Prozent der Deutschen schenken dem Berufsstand vertrauen. Am anerkanntesten bleiben Feuerwehrleute.<br>\n92 Prozent der Deutschen vertrauen den Berufsrettern von der Feuerwehr. Werte, von denen Journalisten nur tr&auml;umen k&ouml;nnen. Selbst vor zehn Jahren genossen Berichterstatter nicht mal das Vertrauen von jedem Zweiten. Seither sank das Ansehen innerhalb von f&uuml;nf Jahren um 14 Prozent, bevor es sich kurzzeitig erholte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/03\/19\/studie-nur-taxifahrer-haben-mehr-vertrauen-eingebuesst-als-journalisten\/\">Meedia<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25484","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25484","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25484"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25484\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25488,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25484\/revisions\/25488"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25484"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25484"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}