{"id":25498,"date":"2015-03-20T16:32:10","date_gmt":"2015-03-20T15:32:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498"},"modified":"2015-03-23T10:30:44","modified_gmt":"2015-03-23T09:30:44","slug":"hinweise-des-tages-ii-190","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h01\">Tsipras und der Flash-Mob<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h02\">Griechenland und deutsche Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h03\">Blockupy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h04\">EU-Kommission umrei&szlig;t Vorschl&auml;ge f&uuml;r besseres TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h05\">Wohngelderh&ouml;hung &raquo;reine Symbolpolitik&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h06\">Sie sollen den Bund vor dem Milliardenregress retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h07\">Crowdwork &ndash; Wie eine neue digitale Arbeitsweise die Arbeitswelt radikal ver&auml;ndert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h08\">Schattenseiten der schnellen Mode<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h09\">Im Zangengriff der Geierfonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h10\">Verfassungsschutz: Th&uuml;ringen schafft s&auml;mtliche V-Leute ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h11\">Gabriel l&auml;utet Ausstieg aus der Kohlekraft ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h12\">Regierung plant neue Anti-Terror-Einheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h13\">Was die Regierung unter Aufkl&auml;rung versteht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h14\">Schadstoff-Belastung von Schulen und &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h15\">Studieren war noch nie so gefragt wie heute &ndash; also alles Bestens nach Bologna?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h16\">Schweizer Geheimdienst soll als &ldquo;Mini-NSA&rdquo; den Finanzplatz sch&uuml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h17\">Die Entstehung der Megamaschine und die Wurzeln globaler Krisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h18\">Sonnenfinsternis: Ernstfall um 9:29 Uhr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h19\">Zu guter Letzt: Es ist soweit: Die Islamisierung des Abendlandes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498#h20\">Das Allerletzte: Lasst die Griechen wurschteln<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25498&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tsipras und der Flash-Mob<\/strong><br>\nBeim EU-Gipfel wurde der griechische Premier wie ein unm&uuml;ndiger Delinquent behandelt. Eurogruppenchef Dijsselbloem plant derweil schon f&uuml;r den Ernstfall<br>\nDas Procedere ist genauso ungew&ouml;hnlich wie unw&uuml;rdig. Da steht ein EU-, Euro- und Nato-Mitglied kurz vor der Pleite, doch seine Partner und Alliierten lassen den Ministerpr&auml;sidenten dieses Landes allein im Regen stehen. Geschlagene zwei Wochen musste Alexis Tsipras bitten und betteln, damit er am Mittwochabend endlich ein wenig Extra-Redezeit beim EU-Gipfel erhielt. Und das auch nicht etwa im offiziellen Gipfel-Programm, sondern in einem eigens improvisierten Sechser-Format. Die Krise in Griechenland zum offiziellen Gipfel-Thema zu machen, w&auml;re &ldquo;zu hei&szlig;&rdquo; gewesen, begr&uuml;ndete EU-Ratspr&auml;sident Donald Tusk sein undiplomatisches Vorgehen. [&hellip;]<br>\nParlamentspr&auml;sident Martin Schulz war nicht zugelassen, was den SPD-Politiker veranlasste, den in keinem EU-Text vorgesehenen exklusiven Sechser-Kreis als &ldquo;Flash Mob&rdquo; ver&auml;chtlich zu machen. Auch Italien oder Belgien durften an diesem Abend nicht mitreden, was den belgischen Premier Charles Michel zu einer geharnischten Beschwerde bei Tusk veranlasste. &ldquo;Ich habe Frankreich oder Deutschland kein Mandat gegeben, im Namen Belgiens zu verhandeln&rdquo;, entfuhr es dem w&uuml;tenden Regierungschef.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44447\/1.html\">Eric Bonse auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Diese Flash-Mobs sind nicht neu. Beim G20 Treffen 2011 im franz&ouml;sischen Cannes wurde seinerzeit der griechische Premierminister Papandreou in kleiner Runde bearbeitet und zwar deshalb, weil er ank&uuml;ndigte, ein Referendum &uuml;ber die von der EU diktierten Sparma&szlig;nahmen abhalten zu wollen.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>&raquo;Sie machen uns keine Angst&laquo;<\/strong><br>\nK&uuml;rzungen, Entlassungen, Deregulierung sind das &lrm;Reformen&#8236;? Nein, sagt &lrm;SYRIZA&#8236;-Chef Alexis Tsipras. Seine Regierung habe &ldquo;das erste &lrm;Gesetz&#8236; seit f&uuml;nf Jahren&rdquo; auf den Weg gebracht, &ldquo;das den B&uuml;rgern nichts nimmt&rdquo;. &#8234;&lrm;Dokumentation&#8236; der Rede zur Verabschiedung eines erstens Pakets zur Bew&auml;ltigung der humanit&auml;ren &#8234;&lrm;Krise&#8236; in &lrm;Griechenland&#8236;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/965459.sie-machen-uns-keine-angst.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p>Und: <strong>Of Greeks and Germans: Re-imagining our shared future<\/strong><br>\nAny sensible person can see how a certain video[1] has become part of something beyond a gesture. It has sparked off a kerfuffle reflecting the manner in which the 2008 banking crisis began to undermine Europe&rsquo;s badly designed monetary union, turning proud nations against each other. When, in early 2010, the Greek state lost its capacity to service its debts to French, German and Greek banks, I campaigned against the Greek government&rsquo;s quest for an enormous new loan from Europe&rsquo;s taxpayers. Why?<br>\nI opposed the 2010 and 2012 &lsquo;bailout&rsquo; loans from German and other European taxpayers because:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2015\/03\/20\/of-greeks-and-germans-re-imagining-our-shared-future\/\">Yanis Varoufakis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland und deutsche Medien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Und schon wieder die faulen Griechen<\/strong><br>\nDie Schweiz hortet Schwarzgeldmillionen, die Griechen sind nur zu faul, um sie abzuholen. Manchmal scheint die Welt ganz einfach gestrickt. Aber ist das tats&auml;chlich so?<br>\nAuf Schweizer Bankkonten horten griechische B&uuml;rger derzeit 800 Millionen Franken. Ein Teil dieser Gelder ist unversteuert &ndash; ein paar Millionen w&uuml;rden also dem griechischen Staat zustehen. Das hochverschuldete Land wird mit dem Geld nicht gerettet, aber es ist besser als nichts. In Athen sagte Finanzministerin Widmer-Schlumpf vor 13 Monaten, die Schweiz sei bereit, &uuml;ber ein solches Abkommen zu verhandeln. Und der Syriza-Fraktionschef Nikos Filis versprach in einem Interview mit der Sonntagszeitung: &ldquo;Wir werden Auslands&uuml;berweisungen in die Schweiz genau &uuml;berpr&uuml;fen.&rdquo;<br>\nAm vergangenen Wochenende dann der Knall: Die Welt am Sonntag enth&uuml;llte, die Schweizer Finanzministerin habe den Griechen angeboten, die Schwarzgeldmillionen &ldquo;aufzusp&uuml;ren und nach Athen zu &uuml;berweisen&rdquo;. Und der stellvertretende Chefredakteur, selbst ein Schweizer, kommentierte: &ldquo;Die Regierung in Bern ist l&auml;ngst bereit f&uuml;r ein Steuerabkommen. Varoufakis offenbar nicht.&rdquo; Dumm nur, dass die Geschichte nur zur H&auml;lfte stimmt. Und noch d&uuml;mmer, dass die WamS in ihrem Artikel aus 800 Millionen kurzerhand 800 Milliarden machte &ndash; also das gesamte Bruttoinlandsprodukt von drei Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-03\/griechenland-schweiz-steuern?\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland: Die Feier f&auml;llt aus<\/strong><br>\nBlicken wir zur&uuml;ck: Noch vor wenigen Monaten, n&auml;mlich Mitte November 2014, jubelten die Medien hierzulande &uuml;ber die vermeintliche wirtschaftliche Wende in Griechenland. Zu dieser Zeit waren von der europ&auml;ischen Statistikbeh&ouml;rde Eurostat die neuesten Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) f&uuml;r das dritte Quartal 2014 ver&ouml;ffentlicht worden. Sie hatten gezeigt, dass Griechenland (zusammen mit Slowenien) mit einem Wachstum des saisonbereinigten BIP von 0,7 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorquartal an die Spitze aller L&auml;nder des Euroraums ger&uuml;ckt war. Vom &bdquo;&Uuml;berraschungssieger&ldquo; Griechenland (Deutschlandfunk), dem &bdquo;Wachstumschampion der Eurozone&ldquo; (Spiegel online) und &Auml;hnlichem konnte man lesen. Fast alle Medien teilten die Auffassung der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo;: &bdquo;Griechenland k&auml;mpft sich aus der Rezession.&ldquo; Andreas Scheuerle von der Dekabank sah im Deutschlandfunk f&uuml;r Griechenland gar einen &bdquo;Grund zu feiern&ldquo;, da nun deutlich werde, dass die Reformen sich auszahlten.<br>\nDie Griechen angesichts einer saisonbereinigten Arbeitslosenquote von 26 Prozent, einer Jugendarbeitslosenquote von 51,2 Prozent (beides im Dezember 2014), einem Anstieg der Zahl der Selbstmorde um 40 Prozent in den letzten f&uuml;nf Jahren und einer dramatischen Verschlechterung der medizinischen und Ern&auml;hrungssituation (wie der franz&ouml;sische &Ouml;konom Jacques Sapir berichtet, bleibt inzwischen fast die H&auml;lfte der griechischen Bev&ouml;lkerung im Krankheitsfall medizinisch unversorgt und ein Viertel der Schulkinder leidet an Hunger) zum Feiern aufzufordern, ist nicht mehr und nicht weniger als blanker Zynismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/griechenland-die-feier-faellt-aus\/\">G&uuml;nther Grunert auf flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><strong>BILD fragt &ndash; ich auch<\/strong><br>\nAm gestrigen Donnerstag ging eine Mail an alle Bundestagsabgeordneten, ob wir einem dritten Griechenlandpaket zustimmen w&uuml;rden. Inklusive Frist und der Ank&uuml;ndigung, auch Nicht-Antworten zu dokumentieren. Das Problem: Es gibt &uuml;berhaupt kein drittes Paket, wie soll ich da jetzt antworten? &Uuml;berhaupt ist die ganze Kampagne, die die BILD-Zeitung f&auml;hrt, unertr&auml;glich. Darum habe ich geantwortet und eine Gegenfrage gestellt.\n<blockquote><p>&ldquo;Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>derzeit liegt kein drittes Hilfspaket vor. Wenn ein drittes Hilfspaket kommt, werde ich die Inhalte wie bei jeder Entscheidung sorgf&auml;ltig pr&uuml;fen und dann abstimmen.<\/p>\n<p>Ich habe eine Gegenfrage:<\/p>\n<p>Als Zeitung haben Sie nach Art 5 Grundgesetz das Recht zur freien Berichterstattung unter Ber&uuml;cksichtigung journalistischer Sorgfaltspflichten. Vor diesem Hintergrund m&ouml;chte ich alle Bild-Journalisten bereits heute fragen, ob die BILD-Zeitung beabsichtigt ihre andauernde Kampagne, in der pauschal ein ganzes Volk stigmatisiert und diffamiert wird, fortzuf&uuml;hren &ndash; und wie begr&uuml;nden Sie das?<\/p>\n<p>Bitte schicken Sie uns Ihre Antwort bis Dienstag, den 24. M&auml;rz (10:00 Uhr) an folgende Adresse: tabea.roessner@bundestag.de<\/p>\n<p>Wir werden auf www.tabea-roessner.de, Twitter und Facebook alle Antworten dokumentieren. Das gilt auch f&uuml;r ausbleibende Antworten.<\/p>\n<p>F&uuml;r R&uuml;ckfragen bez&uuml;glich journalistischer Ethik wenden Sie sich gerne an:<br>\nDJV, DJU, den BILD-Blog oder Jan B&ouml;hmermann.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p>\n<p>Tabea R&ouml;&szlig;ner&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/tabea-roessner.de\/2015\/03\/20\/bild-fragt-ich-auch\/\">Tabea R&ouml;&szlig;ner (MdB, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Brief aus Athen: Deutsche Medien blenden diplomatische Bem&uuml;hungen der USA aus<\/strong><br>\nAm gestrigen Mittwoch hat Pr&auml;sident Obama bei Angela Merkel angerufen. Das Weisse Haus gibt den wesenlichen Inhalt des Gespr&auml;chs bekannt. Es geht um die Ukraine und Griechenland. Was Griechenland betrifft heisst es: &bdquo;They also reviewed recent<br>\ndevelopments in Greece and efforts to reach a pragmatic agreement that builds upon recent reforms to return the country to growth within the euro area.&ldquo; (Hervorhebung M.B.) Schon Anfang Februar hatte sich Obama in einem ausfuehrlichen Interview auf CNN gegen die gescheiterte Austeritaetspolitik der EG und f&uuml;r eine neue Wachstumsstrategie ausgesprochen. Dass er diese neue Wachstumsstrategie innerhalb der Euro-Zone will ist f&uuml;r nahezu alle griechischen Medien ein Anlass diese Nachricht an prominenter Stelle zu pr&auml;sentieren und zwar mit dem Tenor dass Obama zugunsten Griechenlands in die Debatte eingegriffen habe. Auch die Russen berichten in diesem Sinne.<br>\nWas melden die deutschen Medien? Online: FAZ, Sueddeutsche und Focus: Fehlanzeige. Die Zeit berichtet &uuml;ber den Anruf klammert Griechenland aber aus. Auch Spiegel Online sieht das Thema Griechenland als eher unwichtig an und erw&auml;hnt das Telefongespr&auml;ch nur im Zusammenhang mit der Ukraine. Ungefiltert kommt die Agenturmeldung (AFP) dagegen beim Donaukurier und auch beim Handelsblatt (Reuters). Print: Eine Datenbankrecherche bei den gro&szlig;en &uuml;berregionalen Zeitungen ergab f&uuml;r den 19. M&auml;rz  zu Obama in Zusammenhang mit Griechenland Fehlanzeige.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/27-german\/news\/310-brief-obama-2#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Blockupy<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Steile &ouml;ffentliche Erregungskurve<\/strong><br>\nBei den Leuten, die in Frankfurt verletzt, deren Autos angez&uuml;ndet oder Scheiben eingeworfen wurden, ist die Wut v&ouml;llig verst&auml;ndlich. In der &ouml;ffentlichen Diskursmaschine ist sie aber bigott. Sie hat etwas vom Verhalten von Autofahrern, die anhalten, um Unfallopfer zu beglotzen. Gro&szlig;e Demos ziehen Leute an, die auf Konfrontation aus sind, genauso wie Fu&szlig;ballspiele Hooligans und Bahnh&ouml;fe Taschendiebe. Das war schon immer so und wird auch nicht ohne Weiteres aus der Welt zu schaffen sein. Und ebenso viel oder wenig, wie die Fu&szlig;ballvereine etwas f&uuml;r ihre pr&uuml;gelnden Fans k&ouml;nnen, k&ouml;nnen die Abgeordneten, die Blockupy angemeldet haben, etwas f&uuml;r die Autoanz&uuml;nder. Es gibt auch keine &ldquo;neue Qualit&auml;t der Gewalt&rdquo;. Dass die Polizeigewerkschaft dies behauptet, ist ihr Job. Und um das zu widerlegen, muss man nicht bis zur Startbahn West zur&uuml;ckgehen.<br>\nNur der Winkel der &ouml;ffentlichen Erregungskurve ist heute steiler. Und da liegt eines der Probleme. Medien st&uuml;rzen sich begierig auf jede Form von Regelverletzung. Dieser Sog ist so stark, dass dann, wie am Mittwoch, schon mal &ouml;ffentlich-rechtlich weiterverbreitet wird, 80 Polizisten seien durch &ldquo;&auml;tzende S&auml;ure&rdquo; verletzt worden, obwohl es wohl das eigene Pfefferspray war. Dieser &uuml;berhitzte Umgang mit der Demo-Gewalt l&auml;sst sich am Ende auf eine &uuml;beraus unselige Formel bringen: Wer zerst&ouml;rt, wird geh&ouml;rt. Tats&auml;chlich f&uuml;hren die Krawalle eben nicht dazu, dass nicht &uuml;ber &ldquo;das Anliegen&rdquo; &ndash; sei es EU-Spardiktat, Castor oder Nazis &ndash; geredet wird. Es wird sehr wohl &uuml;ber beides gesprochen. Ob dies f&uuml;r die Autoanz&uuml;nder eine Rolle spielt, ist fraglich. Trotzdem: Wer den Automatismus durchbrechen will, dass Krawall faktisch belohnt wird, sollte in der Demo-Berichterstattung nicht immer neue Superlative nachbeten, sondern einfach mal den Dampf rauslassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2015%2F03%2F20%2Fa0076&amp;cHash=b5e6bce35092864096e2440cbf7157ea\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Lassen die Krawalle und ihr Eigenleben in den Medien nicht eher  &ldquo;das Anliegen&rdquo; &ndash; sei es EU-Spardiktat, Castor oder Nazis -&rdquo; in den Hintergrund treten? Die Regierungsparteien haben diese Konzentration auf die Krawalle doch sehr wohl genutzt, um vom Anliegen von Blockupy abzulenken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die neoliberale Marktbl&ouml;digkeit hat gewaltig an Boden verloren&rdquo;<\/strong><br>\nIm Desaster &ndash; so endeten die Blockupy-Proteste gegen die EZB. Der Politikwissenschaftler Claus Leggewie kennt die Gr&uuml;nde und erkl&auml;rt, warum sich der Kapitalismus nicht sicher f&uuml;hlen kann.<br>\nSZ.de: Brennende Autos, verletzte Beamte, Frankfurt im Ausnahmezustand: Geht eine friedliche Phase der Kapitalismuskritik zu Ende, Herr Leggewie?<br>\nClaus Leggewie: Sie war nie nur friedlich. Aber ich glaube kaum, dass die Gewaltt&auml;ter noch irgendeine Kapitalismuskritik auf dem Plan haben, sie folgen einer haltlosen Verschw&ouml;rungstheorie. Wut allein ist ein schlechter Ratgeber. Der &ldquo;Schwarze Block&rdquo; wirkt unf&auml;hig, zu lernen. Und er betreibt das Spiel der politischen Rechten, die jetzt sagen kann: Schaut euch an, so sehen Antikapitalisten aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/blockupy-krawalle-in-frankfurt-die-neoliberale-marktbloedigkeit-hat-gewaltig-an-boden-verloren-1.2401508\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Neben Idioten sehen Idioten richtig gut aus<\/strong><br>\nIch verstehe, dass die Polizeipr&auml;senz und diese EZB, die sich feiert und die so tut, als mache sie das Richtige, das Gef&uuml;hl der Ohnmacht verst&auml;rken. Und was soll man auch tun? Man kann friedlich demonstrieren. Nur was bringt es? Es kratzt keinen. So wenig, wie die Randale. Sie machen einfach weiter. Immer weiter. Und dann w&auml;re da noch politische Einflussnahme? Ja, das k&ouml;nnte eventuell ein Mittel sein. Aber &raquo;Die Linke&laquo; w&auml;hlen viele dieser Linken erst gar nicht, weil sie sagen, die Partei klebe immer noch im Kapitalismus fest. Na dann. So gibt es eben gar keinen anderen Ansatz. Alternativlosigkeit. Merkel verk&uuml;ndet sie. Und diese Simpel wirken mit. Als Randalierer und als solche, die politische Einflussnahme kategorisch ausschlie&szlig;en. Und die EZB und die Troika stehen daneben und sehen aus wie der bessere Weg. Man kann sich eben auch selbst im Weg stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/03\/neben-idioten-sehen-idioten-richtig-gut.html\">Ad Sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>Urban Priol beim Blockupy Aktionstag gegen die EZB (R&ouml;mer Frankfurt 18.03.15)<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LvS5COW7zeU\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EU-Kommission umrei&szlig;t Vorschl&auml;ge f&uuml;r besseres TTIP<\/strong><br>\nEU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m m&ouml;chte die umstrittenen Schiedsstellen f&uuml;r Investoren im geplanten transatlantischen Handelsabkommen auf eine solidere Basis stellen und eine Revisionsinstanz einf&uuml;hren.<br>\nNachdem Br&uuml;ssel im Rahmen einer Konsultation massiver Gegenwind f&uuml;r eine Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) mit den USA ins Gesicht blies, hat EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m am Mittwoch im EU-Parlament erste Ans&auml;tze zum Aufgreifen von Bedenken rund um das besonders umk&auml;mpfte Schiedsverfahren zum Investorenschutz (ISDS) pr&auml;sentiert. Die Liberale sprach sich daf&uuml;r aus, eine begrenzte Liste mit qualifizierten Schiedsrichtern mit tats&auml;chlicher Bef&auml;higung zum Richteramt und eine Revisionsinstanz mit permanenten Beisitzern etwa bei der Welthandelsorganisation WTO zu schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/EU-Kommission-umreisst-Vorschlaege-fuer-besseres-TTIP-2579474.html?wt_mc=nl.ho.2015-03-19\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wohngelderh&ouml;hung &raquo;reine Symbolpolitik&laquo;<\/strong><br>\nHeizkosten weiterhin nicht anerkannt. K&uuml;nftig steigende Mieten bleiben au&szlig;en vor<br>\nDie Mieten steigen, das hat auch die Bundesregierung mitbekommen. Nach sechs Jahren Stillstand will sie das Wohngeld erh&ouml;hen. Den entsprechenden Gesetzentwurf habe das Kabinett beschlossen, verk&uuml;ndete Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) am Mittwoch, als sie das Vorhaben im Bundestag vorstellte. Die Mietzusch&uuml;sse f&uuml;r Haushalte mit niedrigen Einkommen w&uuml;rden um durchschnittlich 39 Prozent angehoben, erl&auml;uterte Hendricks. Die Opposition bleibt misstrauisch. Bestenfalls gleiche die geplante Novelle das seit 2009 rasant gestiegene Preisniveau aus, r&uuml;gen Linke und Gr&uuml;ne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/03-20\/026.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sie sollen den Bund vor dem Milliardenregress retten<\/strong><br>\nWar der Atomstopp verfassungswidrig? Zwei Juristen sollen den Bund vor Milliarden-Forderungen der Energiekonzerne bewahren. Doch es geht um mehr: um die Schicksalsfrage der deutschen Energiepolitik.<br>\nHeimlich auf der Toilette das Ergebnis googeln? Keine Chance: Den Studenten von Christoph M&ouml;llers, 46, n&uuml;tzen solche Schummeleien mit dem Smartphone gar nichts. Der Berliner Verfassungsrechtler und Rechtsphilosoph l&auml;sst Klausuren mit Vorliebe &uuml;ber solche F&auml;lle schreiben, die h&ouml;chstrichterlich noch gar nicht entschieden wurden. Das trifft auch auf seinen aktuellen Fall zu: M&ouml;llers soll im Auftrag der Bundesregierung den Angriff der Energiekonzerne auf den deutschen Atomausstieg abwehren.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe will nach Informationen der &ldquo;Welt&rdquo; noch in diesem Jahr dar&uuml;ber entscheiden, ob das Atomausstiegsgesetz der Bundesregierung von 2011 mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Setzen sich die Atomkonzerne mit ihrer Verfassungsbeschwerde durch, drohen dem Bund Schadenersatzforderungen von bis zu 22 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/energie\/article138595901\/Sie-sollen-den-Bund-vor-dem-Milliardenregress-retten.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Crowdwork &ndash; Wie eine neue digitale Arbeitsweise die Arbeitswelt radikal ver&auml;ndert<\/strong><br>\nDie Herausgeberin des eben erschienen Buches &ldquo;Crowdwork &ndash; zur&uuml;ck in die Zukunft&ldquo;, Christiane Benner, erz&auml;hlt im Interview &uuml;ber Chancen, Risiken und Nebenwirkungen eines neuen Ph&auml;nomen digitaler Arbeitsweise, bei der Unternehmen&nbsp;Auftr&auml;ge mittels webbasierten Plattformen an eine gro&szlig;e Menge von Menschen ausschreiben. Wie wirkt diese neue Form der Arbeitsorganisation auf Arbeitsbedingungen,&nbsp; Verg&uuml;tung und Mitbestimmungsrechte der Besch&auml;ftigten? Und wie kann gewerkschaftliche Organisation im rein virtuellen Raum statt finden? Ein lesenswertes Gespr&auml;ch &uuml;ber die Zukunft der Arbeitswelt&hellip;.<br>\n&bdquo;Die Risiken f&uuml;r die Einzelnen: geringe Einkommen, mangelnder Gesundheitsschutz, fehlende soziale Absicherung, Entgrenzung von Arbeit &ndash; um nur einige zu nennen.<br>\nDar&uuml;ber hinaus ist die rechtliche Basis dieser Arbeitsbeziehungen aktuell allein durch die Allgemeinen Gech&auml;ftsbeziehungen (ABG) der Plattform geregelt. Das hei&szlig;t: Standards, die wir durch die Mitbestimmung in den Betrieben, Tarifvertr&auml;ge und das Arbeitsrecht haben, sind au&szlig;er Kraft gesetzt.<br>\nAuf vielen Plattformen gibt es wie bei ebay Bewertungssysteme, die die Arbeitsleistung der Auftragnehmer (Crowdsourcees) bewerten, womit auch definiert wird, an welche Jobs sie &uuml;ber das Netz kommen. W&auml;hrend die Auftragnehmer zu gl&auml;sernen Akteuren werden, ist das Bewertungssystem der Plattform g&auml;nzlich intransparent, die eigentlichen Auftraggeber (Arbeitgeber) sind unsichtbar&hellip;.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/crowdwork\/\">blog arbeit&amp;wirtschaft.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schattenseiten der schnellen Mode<\/strong><br>\nManchmal reicht ein ganz simples Mittel, um Erkenntnis zu schaffen. Etwa die Konfrontation des sch&ouml;nen Scheins mit der Realit&auml;t. In der Ausstellung &ldquo;Fast Fashion&rdquo;, die aktuell im Hamburger Museum f&uuml;r Kunst und Gewerbe zu sehen ist, steht eine Litfasss&auml;ule vollgeklebt mit Modeplakaten: Junge Leute pr&auml;sentieren T-Shirts, Blusen und Jeans f&uuml;r ein paar Cent. Daneben schildern Zitate von Textilarbeiterinnen, deren Arbeitsbedingungen und die Mindestl&ouml;hne, die zum Leben nicht reichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/kultur\/kunst\/hamburg\/Fast-Fashion-im-Museum-fuer-Kunst-und-Gewerbe,fastfashion122.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Im Zangengriff der Geierfonds<\/strong><br>\nIn der vergangenen Woche wurde eine neue Runde im Schuldenstreit zwischen Argentinien und US-amerikanischen Hedgefonds eingel&auml;utet. Sie endete mit einem klaren Punktsieg f&uuml;r Hedgefondsmanager Paul Singer. Der zust&auml;ndige New Yorker Bezirksrichter Thomas Griesa untersagte der US-Gro&szlig;bank Citigroup in einem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Urteil, Zinsen in H&ouml;he von etwa 2,3 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) auf eine Reihe argentinischer Staatsanleihen auszuzahlen, die am 31. M&auml;rz f&auml;llig werden. Der Richter folgte damit einem fr&uuml;heren Urteil. Danach widerspricht das bisherige Verfahren dem Gebot der Gleichbehandlung aller Kreditgeber, weshalb Zinsen an Argentiniens Altgl&auml;ubiger nur weiter bedient werden d&uuml;rfen, wenn auch Hedgefonds von Singer ausbezahlt werden. Das Urteil vom Donnerstag kam trotzdem &uuml;berraschend. Denn Griesa hatte der Citigroup zuletzt dreimal in Folge genehmigt, die Zahlung f&auml;llig werdender Zinsen f&uuml;r Argentinien abzuwickeln.<br>\nDer Konflikt eskalierte im Juli vergangenen Jahres, als Griesa der Bank of New York Mellon verbot, eine Tranche f&auml;lliger Zinszahlungen von Argentinien an die Gl&auml;ubiger weiterzuleiten. So entstand die skurrile Situation, dass das Land f&auml;llige Zinsen nicht &uuml;berweisen kann, obwohl es finanziell in der Lage w&auml;re, seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen. Die New Yorker Ratingagentur Standard &amp; Poor&rsquo;s erkl&auml;rte die zweitgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft S&uuml;damerikas daraufhin f&uuml;r &raquo;teilweise zahlungsunf&auml;hig&laquo;. Zwar blieben danach gr&ouml;&szlig;ere Verwerfungen wie nach der argentinischen Staatspleite im Jahr 2001 aus. Trotzdem ist das Land weiter von den internationalen Finanzm&auml;rkten ausgeschlossen. Dabei braucht es dringend neue Kredite, um den laufenden Haushalt decken zu k&ouml;nnen. Anders als im Juli handelt es sich bei den nun blockierten Zahlungen um solche f&uuml;r Staatsanleihen, die nicht nach US-amerikanischem Recht ausgegeben wurden, sondern nach argentinischem. Die Regierung in Buenos Aires bestreitet deshalb, dass das Urteil des 84j&auml;hrigen Richters &uuml;berhaupt zum Tragen kommen kann. Mit dieser Sichtweise steht sie nicht allein da. Im Februar hatte ein Londoner Gericht die Forderung eines anderen Hedgefonds aus dem Singer-Imperium zur&uuml;ckgewiesen, argentinische Zinszahlungen auf nach britischem Recht gezeichnete Staatsanleihen zu stoppen. Der zust&auml;ndige Richter David Richards stellte jedoch fest, dass bei Staatsanleihen das Recht des Landes gilt, in dem sie aufgelegt werden.<br>\nSeit mehr als zehn Jahren muss sich Argentinien mit Hedgefonds auseinandersetzen, die bei der Staatspleite Ende 2001 billige Anleihen kauften und nun auf volle Kompensation pochen. Als damals die Preise f&uuml;r argentinische Staatsanleihen ins Bodenlose fielen, sahen zahlreiche Fonds ihre Stunde gekommen. Nach Recherchen des argentinischen Journalisten Carlos Burgue&ntilde;o kauften sie allein im Januar 2002 Papiere im Wert von acht Milliarden US-Dollar. Unter den Spekulanten waren auch zahlreiche von Singers Fonds. Doch ihm ging es nicht darum, auf etwaige Kurssteigerungen zu warten, um dann gewinnbringend zu verkaufen. Ziel war es von vornherein, vor Gerichten die Auszahlung des Nominalwerts der Anleihen zu erzwingen plus Zinsen. &ndash; Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten. Sollte es Argentinien nicht gelingen, bis Ende des Monats die f&auml;lligen Zinszahlungen zu bedienen, droht dem Land die zweite &raquo;technische&laquo; Staatspleite binnen eines Jahres. Die Chancen des Landes, mittelfristig wieder auf die internationalen Finanzm&auml;rkte zur&uuml;ckzukehren, d&uuml;rften gesunken sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/03-16\/015.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verfassungsschutz: Th&uuml;ringen schafft s&auml;mtliche V-Leute ab<\/strong><br>\nDie rot-rot-gr&uuml;ne Regierung in Th&uuml;ringen setzt eines ihrer umstrittensten Vorhaben um: Alle verdeckten Informanten des Verfassungschutzes werden au&szlig;er Dienst gestellt. Die Opposition erhebt schwere Vorw&uuml;rfe. Th&uuml;ringen setzt eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um und schaltet s&auml;mtliche V-Leute beim Verfassungsschutz ab. Innenminister Holger Poppenh&auml;ger traf diese Entscheidung in Abstimmung mit Ministerpr&auml;sident Bodo Ramelow, wie die &ldquo;Th&uuml;ringer Allgemeine&rdquo; berichtet. Anschlie&szlig;end habe der SPD-Minister die Parlamentarische Kontrollkommission des Landtages informiert. [&hellip;]<br>\nBis zum Ende des Jahres sollen demnach nun noch sogenannte Nachsorgetreffen abgehalten werden. CDU-Fraktionschef Mike Mohring kritisierte die Entscheidung. &ldquo;Rot-Rot-Gr&uuml;n f&uuml;hrt Th&uuml;ringen in die Isolation&rdquo;, sagte er der Zeitung. Es sei &ldquo;gef&auml;hrlich und lebensfremd&rdquo;, den Verfassungsschutz seiner wichtigsten Quellen zu berauben. Der Linken-Abgeordnete Steffen Dittes sagte dazu, die Erfahrung zeige vielmehr, dass das V-Leute-System nicht die Sicherheit erh&ouml;he, sondern die Demokratie gef&auml;hrde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/thueringen-schafft-alle-v-leute-im-verfassungsschutz-ab-a-1024572.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gabriel l&auml;utet Ausstieg aus der Kohlekraft ein<\/strong><br>\nAlte Kohlekraftwerke sollen unrentabel werden. So will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) den Ausstieg aus der Kohlekraft beginnen. Erstmals g&auml;be es damit eine feste Obergrenze f&uuml;r den CO&#8322;-Aussto&szlig; deutscher Kraftwerke. Der Vorschlag ist Teil eines Kraftwerkpakets, das auch eine Kampfansage an Horst Seehofer enth&auml;lt: Gabriels Papier fordert Stromtrassen, die der CSU-Chef ablehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/energiewende-gabriel-laeutet-ausstieg-aus-der-kohlekraft-ein-1.2401300\">Michael Bauchm&uuml;ller in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung P.S.:<\/strong> Laut Artikel schl&auml;gt BMWi eine Begrenzung des CO2 Emissionen besonders f&uuml;r alte Kohlekraftwerke und eine Abgabe (Klimabeitrag)&nbsp;vor.&nbsp;Damit wendet Gabriel sich ab von der noch im Dezember favorisierten Konzeption, in der die Kraftwerks-Betreiber selbst den Reduzierung unter sich ausmachen sollen. Vermutlich haben die Betreiber und der Verband nicht mitgespielt.<br>\n&nbsp;Als Bonbon will BMWi&nbsp; die schon im Gr&uuml;nbuch angek&uuml;ndigte Kapazit&auml;tsreserve bezahlen, was nicht das gleiche ist wie der Kapazit&auml;tsmarkt, den die Stromverb&auml;nde in einer bestimmten Variante wollen.&nbsp;Schlie&szlig;lich besteht BMWi Gabriel auf drei Nord-S&uuml;d Gleichstromleitungen.&nbsp;Das sieht aus wie ein Anfangsvorschlag von Gabriel. Er wird ma&szlig;gebliche Teile der CDU in Bezug auf Begrenzung und Abgabe gegen sich haben, CSU in Bezug auf die Leitungen. Vielleicht hat er noch Verhandlungsmasse vorgesehen, um beiden entgegenzukommen, damit die Koalitionsfraktionen sich einigen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Regierung plant neue Anti-Terror-Einheit<\/strong><br>\nInnenminister de Maizi&egrave;re plant den Aufbau einer neuen Anti-Terror-Einheit, die die L&uuml;cke zwischen GSG9 und Bereitschaftspolizei schlie&szlig;en soll. Nach Informationen des rbb soll die Einheit auch im normalen Polizeidienst eingesetzt werden. Das Bundesinnenministerium reagiert mit den Pl&auml;nen f&uuml;r eine neue Anti-Terror-Einheit auf die wachsende terroristische Bedrohung, vor allem durch den islamistischen Terrorismus. [&hellip;]<br>\nVor allem die Terroranschl&auml;ge von Paris Anfang des Jahres hatten deutlich gemacht, vor welchen Herausforderungen die Polizeibeh&ouml;rden stehen. &ldquo;Wir haben es hier mit T&auml;tern zu tun, die teilweise milit&auml;risch bewaffnet sind, die milit&auml;rische Erfahrung haben, und von den Waffen auch r&uuml;cksichtslos Gebrauch machen. Und demgegen&uuml;ber steht eine Polizei, die weder von ihrer Bewaffnung noch von ihrer Ausr&uuml;stung dem gewappnet ist&rdquo;, sagt Clemens Binninger, Mitglied des Bundestags-Innenausschusses.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/anti-terror-einheit-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Was die Regierung unter Aufkl&auml;rung versteht<\/strong><br>\nHaben die USA Drohnenfl&uuml;ge von St&uuml;tzpunkten in Deutschland aus organisiert? Washington dementiert. Berlin ist damit zufrieden &ndash; obwohl sich die Bundesregierung wom&ouml;glich eines Verbrechens schuldig macht.<br>\nEs ist schon ein bemerkenswerter Vorgang und er wirft Fragen auf. Etwa, wie ernst es die Bundesregierung mit der Aufkl&auml;rung wirklich nimmt, wenn die Vereinigten Staaten betroffen sind: Da erf&auml;hrt sie aus der Zeitung, dass ihr amerikanischer Verb&uuml;ndeter von deutschem Boden aus den v&ouml;lkerrechtlich umstrittenen Drohnenkrieg unterst&uuml;tzt, dass Deutschland sich damit wom&ouml;glich eines Verbrechens schuldig macht. Und was macht Berlin? Schickt einen Fragebogen nach Amerika. Damit ist die Sache erst mal erledigt.<br>\nSo geschehen, nachdem SZ, NDR und WDR im Jahr 2013 &uuml;ber Deutschlands Rolle im US-Drohnenkrieg berichtet hatten. Angriffe in Somalia &ndash; wie jener am vergangenen Freitag, bei dem drei M&auml;nner get&ouml;tet wurden &ndash; werden demnach vom US-Oberkommando Africom in Stuttgart mitbefehligt. Daneben spielt der US-St&uuml;tzpunkt in Ramstein auch bei Drohnenangriffen in Pakistan und in Jemen eine zentrale Rolle. Die Daten der ferngesteuerten Flugger&auml;te werden den Recherchen zufolge via Ramstein an die Piloten &uuml;bermittelt. Auch eine wichtige Analysezentrale f&uuml;r Drohneneins&auml;tze hat dort ihren Sitz. [&hellip;]<br>\nIn den folgenden Monaten versicherte die Regierung, man nehme entsprechende Medienberichte ernst, au&szlig;erdem erinnere man die Amerikaner &ldquo;fortgesetzt&rdquo;, &ldquo;eindringlich&rdquo;, &ldquo;mit Nachdruck&rdquo; sowie &ldquo;fortgesetzt eindringlich&rdquo; an die Beantwortung ihres Drohnen-Fragebogens. Auf Fragen von Journalisten und Parlamentariern antwortete die Regierung stets, dass von US-St&uuml;tzpunkten aus bewaffnete Drohnen &ldquo;weder geflogen noch befehligt werden&rdquo;. In dieser Woche hie&szlig; es schlie&szlig;lich: Drohnen w&uuml;rden von Deutschland aus &ldquo;in keiner Weise gesteuert&rdquo; oder entsprechende Fl&uuml;ge &ldquo;durchgef&uuml;hrt&rdquo; und die Befehle f&uuml;r ihre Eins&auml;tze in Afrika k&auml;men aus Washington, nicht etwa aus Stuttgart. Das alles wei&szlig; die Bundesregierung jedoch nicht etwa, weil sie ihre Experten gefragt und sich Zugang zu den St&uuml;tzpunkten verschafft h&auml;tte. Nein, die US-Regierung hat es so mitgeteilt. Darauf verl&auml;sst sich Deutschland.<br>\nJenen &ldquo;Fragebogen&rdquo;, auf dessen Beantwortung die Bundesregierung angeblich so gedrungen hat, erachteten die Amerikaner jedenfalls &ldquo;als beantwortet&rdquo;, teilte das Ausw&auml;rtige Amt j&uuml;ngst auf Fragen der Linkspartei-Abgeordneten Andrej Hunko und Niema Movassat mit. Man sehe die Angelegenheit damit als &ldquo;gekl&auml;rt&rdquo; an, schrieb eine Staatssekret&auml;rin. Die Fragen bleiben also weitgehend unbeantwortet. Und die Bundesregierung nimmt das einfach so hin. &ldquo;Das Ausw&auml;rtige Amt will keine Aufkl&auml;rung, inwiefern US-Standorte in Deutschland am t&ouml;dlichen Drohnenkrieg der US-Armee in Afrika und Asien beteiligt sind&rdquo;, kritisieren die Parlamentarier Hunko und Movassat. &ldquo;Das ist nicht nur undemokratisch, sondern es erf&uuml;llt den Tatbestand der Strafvereitelung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/amerikanischer-drohnenkrieg-was-die-regierung-unter-aufklaerung-versteht-1.2401323\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schadstoff-Belastung von Schulen und &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden<\/strong><br>\nDie Coordination gegen BAYER-Gefahren hat heute das Buch &bdquo;Schadstoffe an Schulen und &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Autor ist der Biologe und Fachtoxikologe Dr. Hans-Ulrich Hill. Das Manuskript ist ab sofort <a href=\"http:\/\/www.cbgnetwork.org\/downloads\/Hill_Schadstoffe.pdf\">online [PDF]<\/a> verf&uuml;gbar.<br>\nDas Buch gibt einen &Uuml;berblick zur Belastung &ouml;ffentlicher Geb&auml;ude mit Gefahrstoffen wie Flammschutzmitteln, Pestiziden, Asbest, L&ouml;sungsmitteln und Polychlorierten Biphenylen (PCB). Auf 400 Seiten werden die Risiken f&uuml;r die Gesundheit &ndash; insbesondere von Kindern und Jugendlichen &ndash; dargelegt. Auch das Kartell von Beh&ouml;rden, Industrie und firmen-abh&auml;ngigen Gutachtern, welches die Gefahren meist verharmlost und wirksame Sanierungen verhindert, wird untersucht. Abschlie&szlig;end beschreibt das Buch praktische Ma&szlig;nahmen zum Gesundheitsschutz und zur Sanierung von Geb&auml;uden.<br>\n&nbsp;Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: &bdquo;Die Untersuchung von Dr Hans-Ulrich Hill gibt einen wertvollen &Uuml;berblick zur &ndash; oftmals wissentlich erfolgten &ndash; Kontamination &ouml;ffentlicher Geb&auml;ude und zum sch&auml;bigen Umgang mit den Betroffenen. Aus den massenhaften Vergiftungen m&uuml;ssen dringend Konsequenzen gezogen werden: Wir ben&ouml;tigen industrie-unabh&auml;ngige Toxikologen und Gutachter zur umfassenden Untersuchung aller Sch&auml;den. Zudem m&uuml;ssen Firmen, die wissentlich Gefahrstoffe verkauft haben, nach dem Verursacherprinzip haften. Auch m&uuml;ssen strafrechtliche Konsequenzen gezogen werden.&ldquo;<br>\nUntersuchungen in den 90er Jahren zeigten, dass allein 15.000 Schulen mit hochgiftigen PCB belastet waren. PCB sind krebserregend, k&ouml;nnen Hormon- und Immunsystem sch&auml;digen und Schilddr&uuml;sen, Leber und Nieren angreifen. Die Sanierung der belasteten Geb&auml;ude dauert bis heute an und verschlingt Milliarden; die Kosten bleiben zum gr&ouml;&szlig;ten Teil an L&auml;ndern und Kommunen h&auml;ngen. Die PCB-Hersteller, in erster Linie die Firmen MONSANTO und BAYER, hatten die Gefahren zwar fr&uuml;hzeitig gekannt. Dennoch mussten sich die Unternehmen an den horrenden Kosten nicht beteiligen und wurden auch nicht juristisch belangt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cbgnetwork.org\/6014.html\">Coordination gegen BAYER-Gefahren<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Studieren war noch nie so gefragt wie heute &ndash; also alles Bestens nach Bologna?<\/strong><br>\nAlles Bestens 15 Jahre nach Bologna? Das zumindest ist der Tenor der Presseerkl&auml;rung des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung (BMBF), die am Mittwoch aus Anlass der Verabschiedung des Berichts &uuml;ber die Umsetzung der Bologna-Reform 2012 bis 2015 durch das Bundeskabinett ver&ouml;ffentlicht wurde. &bdquo;Der Bologna-Prozess hat in Deutschland geholfen, flexibler auf die hohe Studiennachfrage und die Heterogenit&auml;t der Studierendenschaft zu reagieren&rdquo;, erkl&auml;rte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.<br>\nZu einer differenzierten Bilanz kommt der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der GEW, Andreas Keller. Zwar sei es Studierendenvertretungen und Gewerkschaften gelungen, Positionen f&uuml;r eine fortschrittliche Hochschulentwicklung und Studienreform in der Bologna-Agenda zu verankern: Studierendenzentrierte Lehre, Durchl&auml;ssigkeit, soziale Dimension oder ein f&ouml;rderliches Arbeitsumfeld f&uuml;r Hochschulbesch&auml;ftigte. Kernelemente der Bologna-Reformen &ndash; Bachelor und Master, Mobilit&auml;t und Modularisierung &ndash; h&auml;tten hingegen nicht zu einer Verbesserung, sondern in vieler Hinsicht zu einer Verschlechterung der Situation von Studierenden und Hochschulbesch&auml;ftigten gef&uuml;hrt. Verantwortlich f&uuml;r die Fehlentwicklungen seien aber weniger die Bologna-Kommunikees der europ&auml;ischen Bildungsministerinnen und Bildungsminister als vielmehr die Art und Weise der Umsetzung in Deutschland. &bdquo;Nicht Bologna ist gescheitert, sondern Bonn&ldquo;, sagte Keller beim Bologna-Symposium des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) vor einer Woche in Berlin und machte sich f&uuml;r einen Kurswechsel bei der Weiterentwicklung der Bologna-Reformen stark.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Die_europaeische_Studienreform_am_Vorabend_der_Jerewankonferenz.html\">Andreas Keller GEW (dort auch der gesamte Vortrag zum Download)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schweizer Geheimdienst soll als &ldquo;Mini-NSA&rdquo; den Finanzplatz sch&uuml;tzen<\/strong><br>\nIn der Schweiz soll der Geheimdienst stark ausgeweitete Kompetenzen erhalten. Er soll Telefone, Computer und Netzwerke anzapfen sowie Privatr&auml;ume verwanzen k&ouml;nnen. Das neue Nachrichtendienstgesetz hat die erste wichtige H&uuml;rde genommen.<br>\nMit 119 zu 65 Stimmen bei 5 Enthaltungen hat der Nationalrat, die gro&szlig;e Kammer des Schweizer Parlaments, am Dienstag das neue Nachrichtendienstgesetz angenommen, mit dem &ldquo;Ziel, die Handlungsfreiheit der Schweiz in der ver&auml;nderten strategischen Lage zu verbessern&rdquo;, so ein Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates (SiK-NR). Tritt das Gesetz in Kraft, sollen die Kompetenzen des Schweizer Nachrichtendienst des Bundes (NDB) stark ausgebaut werden, so dass dieser bisher rechtlich nicht zugelassene &ldquo;Informationsbeschaffungsma&szlig;nahmen&rdquo; durchf&uuml;hren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Schweizer-Geheimdienst-soll-als-Mini-NSA-den-Finanzplatz-schuetzen-2577997.html?wt_mc=nl.ho.2015-03-19\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Entstehung der Megamaschine und die Wurzeln globaler Krisen<\/strong><br>\nIn seinem Buch &ldquo;Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation&rdquo; geht Fabian Scheidler den Wurzeln der Zerst&ouml;rungskr&auml;fte nach, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen. In einer historischen Spurensuche erz&auml;hlt er die Vorgeschichte und Genese des kapitalistischen Weltsystems, das vor etwa 500 Jahrten in Europa entstand und Mensch und Natur einer radikalen Ausbeutung unterworfen hat. Dieses System sei nicht, wie es der Mythos der Moderne will, aus dem Pioniergeist von Entdeckern und H&auml;ndlern hervorgegangen, sondern aus einer engen Verflechtung von Kriegswirtschaft, Staatsmacht und Finanziers. Die tiefgreifende Verflechtung von Staaten und Gro&szlig;unternehmen sei bis heute eines der zentralen Hindernisse f&uuml;r die notwendige sozial-&ouml;kologische Transformation. Angesichts von Klimachaos, Finanzcrashs und der sich versch&auml;rfenden sozialen Spaltung sto&szlig;e heute ein ganzes Zivilisationsmodell an seine Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/sendung\/19032015\/megamaschine\/globale-krisen\">Kontext.TV<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Sonnenfinsternis: Ernstfall um 9:29 Uhr<\/strong><br>\nAm kommenden Freitag gibt es in Deutschland eine Sonnenfinsternis. Die Sonne ist zum wichtigen Faktor im hiesigen Stromnetz geworden &ndash; und zum Lieferanten eines gro&szlig;en Teils der Energie. Mit der Finsternis k&ouml;nnte ein Gro&szlig;teil pl&ouml;tzlich wegfallen und mit Ende der Sonnenfinsternis rasch wieder ans Netz gehen &ndash; eine gewaltige Schwankung, die es in dieser Intensit&auml;t noch nie gab. In Deutschland l&auml;sst die Angst vor dem Stromausfall eine alte Diskussion neu aufflammen: die um Notkraftwerke f&uuml;rs Stromnetz. Denn die Gefahr ist mit Ende des Naturschauspiels nicht gebannt. Schon jetzt machen sich Experten und Beh&ouml;rden dar&uuml;ber Gedanken, wie die Stromversorgung in den kommenden Wintern gesichert werden kann, wenn wegen des beschleunigten Atomausstiegs immer weniger Kraftwerke am Netz sind und schwankungsanf&auml;llige gr&uuml;ne Energien noch gr&ouml;&szlig;ere Anteile der Versorgung beisteuern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/sonnenfinsternis-ernstfall-um-uhr-1.2393944\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nun hat das Stromnetz die Sonnenfinsternis <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tr\/artikel\/Sonnenfinsternis-Blackout-Sorge-uebertrieben-2581767.html\">gut &uuml;berstanden<\/a>. Sollte die Aufregung in der SZ und anderen Medien vielleicht etwas damit zu tun haben, dass die Stromnetzbetreiber eine &ldquo;riesige Herausforderung&rdquo;, propagieren, monatelange Vorbereitungen und eine Aufstockung des Personals im gro&szlig;en Stil an diesem Tag in den (Presse)Raum stellen. Maike von Galen im <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/wirtschaft\/blackout-sonnenfinsternis-100.html\">WDR schreibt<\/a>: &ldquo;Ein Blick in die Pressemitteilung des europ&auml;ischen Verbands Entsoe gibt einen Hinweis darauf: Strom aus erneuerbaren Energien muss in Deutschland vorrangig in die Stromnetze eingespeist werden &ndash; das ist der Industrie seit Langem ein Dorn im Auge. Denn anders als ein Kohlekraftwerk ist die Stromerzeugung durch Wind oder Sonne nur schlecht planbar. In vielen Positionspapieren habe der Verband immer wieder auf die Schwierigkeiten f&uuml;r die Versorgungssicherheit hingewiesen, schreibt der Verband Entsoe, die Sonnenfinsternis sei ein perfektes Beispiel daf&uuml;r. Tats&auml;chlich stellt die Sonnenfinsternis die Stromnetzbetreiber vor Herausforderungen &ndash; ein allt&auml;gliches Problem f&uuml;r die Stromversorgung stellt sie allerdings nicht dar: Die n&auml;chste Sonnenfinsternis in Deutschland wird es 2026 geben.&rdquo; Galen verweist auf die Studie <a href=\"http:\/\/pvspeicher.htw-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/HTW-Berlin-Studie-Einfluss-der-Sonnenfinsternis-im-M%C3%A4rz-2015-auf-die-Solarstromerzeugung-in-Deutschland.pdf\">&ldquo;Einfluss der Sonnenfinsternis im M&auml;rz 2015 auf die Solarstromerzeugung in Deutschland&rdquo; [PDF]<\/a> der Hochschule f&uuml;r Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin. Die Wissenschaftler sehen keine Gefahr f&uuml;r die Stromversorgung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Es ist soweit: Die Islamisierung des Abendlandes<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/taz.kommune\/photos\/a.207013419357734.51100.171844246207985\/865458600179876\/?type=1&amp;fref=nf\">taz via Facebook<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150320_hdt2_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150320_hdt2_01_th.jpg\" alt=\"Es ist soweit: Die Islamisierung des Abendlandes\" title=\"Es ist soweit: Die Islamisierung des Abendlandes\"><\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Lasst die Griechen wurschteln<\/strong><br>\nDie st&auml;ndigen Gipfel bringen nichts. Deutschland und die EU m&uuml;ssen pragmatisch handeln und festlegen: kein neues Geld. Ansonsten macht, was ihr wollt. Und wenn viele Griechen es eine gute Idee finden, keine Steuern zu zahlen &ndash; dann sei es so. Dann m&uuml;ssen die Armen eben ohne Geld auskommen. Die &bdquo;humanit&auml;re Katastrophe&ldquo; in Griechenland w&uuml;rde endlich als das erkannt, was sie ist: eine Katastrophe, die sich die Griechen gegenseitig antun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Griechenland\/!156773\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> So sehr ich Frau Herrmanns Stellungnahmen gew&ouml;hnlich sch&auml;tze, so sehr irritiert mich dieser fahrl&auml;ssig saloppe und irref&uuml;hrende Kommentar. Denn sie spricht ja selbst die europ&auml;ische Dimension des &lsquo;griechischen Problems&rsquo; bzw. Symptoms an: die urspr&uuml;ngliche Konkursverschleppung zur Rettung und Stabilisierung des diese Situation erm&ouml;glichenden und bef&ouml;rdernden Banken- und Finanzsystems, in dem Kreditgeber und Kreditnehmer zudem zwangsl&auml;ufig in gemeinsamer Verantwortung verbunden sind. Jetzt zu insinuieren, man solle die Griechen besser alleine weiterwurschteln lassen, nachdem man in den zur&uuml;ckliegenden Jahren auf Kosten der griechischen Gesellschaft ein europ&auml;isches (Banken-)Rettungsprogramm durchzog, ist schlicht unredlich und, ja, verantwortunglos. [&hellip;] Kurzum, w&auml;re seinerzeit nicht dieses europ&auml;ische Rettungsprogramm via Griechenland n&ouml;tig gewesen, so h&auml;tte Griechenland fr&uuml;her und ohne dieses zerst&ouml;rerische Rettungsprogramm weiterwurschteln k&ouml;nnen. Diesen Preis gilt es zu ber&uuml;cksichtigen, in dieser perversen und gruseligen Demonstration machtpolitischer und zynischer Verantwortungslosigkeiten, speziell von deutscher Seite.<br>\nJoseph Stiglitz kommentiert hier weniger salopp und verantwortungsbewusster: <a href=\"https:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/greece-eurozone-austerity-reform-by-joseph-e--stiglitz-2015-02\/german\">Griechenland &ndash; eine moralische Erz&auml;hlung<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25498","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25498","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25498"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25498\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25522,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25498\/revisions\/25522"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25498"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25498"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25498"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}