{"id":25504,"date":"2015-03-20T16:44:54","date_gmt":"2015-03-20T15:44:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25504"},"modified":"2019-07-05T10:26:47","modified_gmt":"2019-07-05T08:26:47","slug":"alexis-tsipras-kampf-gegen-den-grexit-und-das-dilemma-der-syriza-als-regierungspartei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25504","title":{"rendered":"Alexis Tsipras Kampf gegen den \u201eGrexit\u201c und das Dilemma der Syriza als Regierungspartei"},"content":{"rendered":"<p>Die Situation Griechenlands und der gerade acht Wochen alten Regierung Tsipras ist dramatisch. Daraus macht die Athener Regierung selbst kein Geheimnis, sonst h&auml;tte sie nicht von sich aus eine Art EU-Mini-Gipfel gefordert, der eine  &bdquo;politische L&ouml;sung&ldquo; der griechischen Krise vorantreiben sollte. Dieses Treffen von gestern, an dem neben Merkel, Hollande, Juncker und EU-Pr&auml;sident Tusk auch EZB-Chef Draghi und der holl&auml;ndische Finanzminister als Pr&auml;side der Ecofin (also der Eurogruppen-Finanzminister) teilnahm, hat zwar positive Signale ausgesendet, aber im Grunde nur die Abmachungen best&auml;tigt, die schon am 20. Februar auf dem Ecofin-Treffen in Br&uuml;ssel getroffen wurden. Allerdings hat Tsipras eine beschleunigte Vorlage der konkreten und mit Zahlen unterlegten Reformvorschl&auml;ge aus Athen zugesagt, die von den Institutionen EU-Kommission, EZB und IWF (vormals Troika genannt) abgesegnet werden m&uuml;ssen; erst dann sollen den Griechen die ausstehenden Gelder aus dem (noch) laufenden bailout-Programm bewilligt werden. Ein weiterer Bericht unseres Griechenlandbeobachters <strong>Niels Kadritzke<\/strong><br>\n<!--more--><br>\n<strong>Der Mini-Griechenland-Gipfel<\/strong><\/p><p>Das Tsipras auf diesem Treffen bestanden hat, ist gleichbedeutend mit dem Eingest&auml;ndnis, dass Athen das Geld ausgeht. Tsipras hat in Br&uuml;ssel klar gemacht, dass seine Staatskasse  noch im Lauf des April leer sein wird, wenn nicht vorher ein Teil der noch ausstehenden Summe aus dem alten bailout-Programm &uuml;berwiesen wird. An welch kritischem Punkt seine Regierung steht, zeigt sich auch darin, wie er den &bdquo;Erfolg&ldquo; von gestern gegen&uuml;ber der griechischen &Ouml;ffentlichkeit interpretiert: Zum einen habe niemand von ihm neue Sparma&szlig;nahmen gefordert, zum anderen werde Griechenland sein eigenes Reformprogramm entwerfen, statt sich dieses von au&szlig;en diktieren zu lassen.<\/p><p>Der erste Punkt ist deshalb bemerkenswert, weil schon das Ausbleiben neuer Sparauflagen als Erfolg bewertet wird, w&auml;hrend von einer Lockerung des laufenden Sparprogramms (in Form der versprochenen Erh&ouml;hung von Mindestl&ouml;hnen und von Renten) nicht mehr die Rede ist. Im Gegenteil: Finanzminister Varoufakis hat Anfang der Woche deutlich gemacht, dass alle im Wahlprogramm vorgesehenen Ausgaben unter einem generellen Finanzierungsvorbehalt stehen. Das hei&szlig;t, dass selbst Leistungen nach schon beschlossenen Gesetzen ausgesetzt bleiben &ndash; bis zur erhofften &bdquo;gro&szlig;en L&ouml;sung&ldquo; der Schuldenfrage, mit der fr&uuml;hestens im Sommer zu rechnen ist. <\/p><p>Der zweite Punkt ist &auml;hnlich aufschlussreich. Wenn Tsipras jetzt unter Zeitdruck zusagt, das griechische Reformprogramm beschleunigt vorzulegen, ist dies gleichbedeutend mit dem Eingest&auml;ndnis, dass die bisher nach Br&uuml;ssel geschickten Papiere als Beleg f&uuml;r verbindliche Zusagen noch nicht ausreichen. Das betrifft vor allem das Dokument, das Finanzminister Varoufakis ausgearbeitet hat. Denn das enthielt keine konkreten Zahlen, daf&uuml;r aber den (viel bel&auml;chelten) Plan, zur Ermittlung von Steuerbetr&uuml;gern einfache griechische B&uuml;rger und sogar Touristen einzusetzen. <\/p><p><strong>Die Staatskasse ist fast leer<\/strong><\/p><p>Das entscheidende Faktum im Kr&auml;fteverh&auml;ltnis zwischen Griechenland und den &bdquo;Institutionen&ldquo; ist in der Tat die verzweifelte Kassenlage der Regierung Tsipras. Sie  muss in diesen Tagen die letzten Euros zusammenkratzen, um bis zum Monatsende die Auszahlung der Geh&auml;lter der &ouml;ffentlichen Bediensteten und der Renten zu gew&auml;hrleisten. Mit dem Rest der Geldbest&auml;nde mussten allein im M&auml;rz 2,2 Milliarden Euro f&uuml;r Zinszahlungen und die Umschuldung ablaufender T-Bills aufgewendet werden. Griechenland steht also kurz vor der Zahlungsunf&auml;higkeit. Das bezeugt auch die alarmierende Liste der Notma&szlig;nahmen, die das Finanzministerium ergreifen musste:<\/p><ol>\n<li>Der f&uuml;r die Kassenbest&auml;nde zust&auml;ndige Vieze-Finanzminister Mardas hat alle Ministerien angewiesen, jenseits der Geh&auml;lter keinerlei Zahlungen mehr vorzunehmen, und auch nicht einmal mehr die Beitr&auml;ge zu den Sozialkassen abzuf&uuml;hren (die nicht bezahlten Rechnungen f&uuml;r Warenlieferungen und Dienstleistungen belasten nat&uuml;rlich die Realwirtschaft);<\/li>\n<li>Die Sozialkassen sollen ihre liquiden Mittel in den Kauf von T-Bonds zu stecken; eine entsprechende Bestimmung wurde in einen Gesetzentwurf eingef&uuml;gt, dessen Hauptinhalt eigentlich die Bek&auml;mpfung der Armut ist. Gegen diese vor&uuml;bergehende Konfiskation von Barbest&auml;nden der (ohnehin klammen) Sozialkassen, wehren sich allerdings die Verwaltungsr&auml;te der betroffenen Kassen entschieden.<\/li>\n<li>Dieselbe Aufforderung erging am Mittwoch an die (ganz oder teilweise) &ouml;ffentlichen Unternehmen: So sollen der Stromversorger DIE und die EYDAP, das Wasser- und Abw&auml;sser-Unternehmen f&uuml;r Athen und Pir&auml;us, ihre Barmittel ebenfalls in T-Bills anlegen, und zwar in Form von R&uuml;ckkaufvereinbarungen (Repos), die dem Staatshaushalt Liquidit&auml;t zuf&uuml;hren sollen.<\/li>\n<\/ol><p>Diese Anweisungen zum &bdquo;Zwangseinkauf&ldquo; von T-Bills ist eine Reaktion darauf, dass f&uuml;r die zuletzt auktionierten T-Bills auf dem &bdquo;freien Markt&ldquo; keine Nachfrage zu verzeichnen war. Die einzigen K&auml;ufer waren die griechischen Banken, die aber an die Grenzen ihrer M&ouml;glichkeiten geraten sind, weil die EZB nicht mehr bereit ist, ihnen weiteren Spielraum in Form von ELA- Notfallkrediten einzur&auml;umen. Wenn die EZB diese Politik nicht &auml;ndert, m&uuml;ssen Sozialkassen und &ouml;ffentlichen Unternehmen als &bdquo;Notk&auml;ufer&ldquo; f&uuml;r die T-Bills einspringen, deren Erl&ouml;se unbedingt gebraucht werden, weil die Steuereinnahmen weit hinter den Erwartungen zur&uuml;ckgeblieben sind (um mindestens 2,5 Milliarden Euro), mit steigender Tendenz.  <\/p><p>Wie verzweifelt die Lage an der Einnahmenfront ist, l&auml;sst sich an dem Gesetz &uuml;ber die Eintreibung von Steuerschulden ablesen, das Anfang der Woche verabschiedet wurde. Das Finanzministerium hat dabei Abzahlungskonditionen durchgesetzt, die darauf zielen, m&ouml;glichst schnelle Einnahmen zu erzielen. Wer seine ausstehende Steuerschuld bis Ende M&auml;rz komplett begleicht, bekommt die auferlegten Strafzahlungen vollst&auml;ndig erlassen. Da diese Bu&szlig;gelder im Falle langj&auml;hriger Zahlungsr&uuml;ckst&auml;nde bis zu ein Drittel der geschuldeten Gesamtsumme ausmachen, verzichtet der Fiskus also langfristig auf gewaltige Summen, um m&ouml;glichst noch diesen Monat (gesch&auml;tzte oder erhoffte) ein paar hundert Millionen Euro einzunehmen. Dazu einige Zahlen: Die Gesamtsumme der nicht bezahlten Steuern liegt derzeit bei 77 Mrd. Euro, davon sind 21,6 Mrd. an R&uuml;ckst&auml;nden seit Anfang 2013, also innerhalb der letzten beiden Jahre hinzugekommen.<\/p><p>Die dramatische finanzielle Lage hat Vize-Ministerpr&auml;sident Dragasakis, der f&uuml;r die Koordinierung der Finanz- und Wirtschaftspolitik zust&auml;ndig ist, am Donnerstag r&uuml;ckhaltlos geschildert. Wenn keine rasche Einigung mit den Gl&auml;ubigern komme, habe das Land ein &bdquo;akutes Problem mit der Zahlungsf&auml;higkeit&ldquo;. Er wies darauf hin, dass Griechenland seit August 2014 keinerlei Gelder mehr aus dem bail-out-Programm bezogen hat und dennoch alle seine finanziellen Verpflichtungen (gegen&uuml;ber EU, IWF und den Finanzm&auml;rkten) erf&uuml;llt hat. Deshalb forderte er insbesondere von der EZB ein gr&ouml;&szlig;eres Entgegenkommen, indem sie den griechischen Banken den Spielraum gibt, weiterhin als K&auml;ufer von T-Bills aufzutreten. Wobei Dragasakis einr&auml;umt, dass die Banken inzwischen so knapp bei Kasse sind, dass sie praktisch keine Kredite mehr f&uuml;r die Realwirtschaft zur Verf&uuml;gung stellen. Die Kassenbest&auml;nde der Banken sind in der Tat seit Dezember kontinuierlich abgeschmolzen. In Bankenkreisen ist von einem Abfluss von bislang 26 Milliarden die Rede und mit jeder neuen Meldung &uuml;ber eine &bdquo;Vertrauenskrise&ldquo; zwischen Athen und Br&uuml;ssel und Berlin werden noch mehr Gelder abgezogen. Hinzu kommt, dass die vier gro&szlig;en &bdquo;systemischen&ldquo; Banken auf 35 bis 40 Prozent fauler Kredite sitzen, die sie aller Voraussicht nach abschreiben m&uuml;ssen.<\/p><p><strong>Das einzig realistische Ziel &ndash; ein ehrenhafter Kompromiss<\/strong><\/p><p>Angesichts dieser Lage kann das Ziel der griechischen Seite nur sein, sehr schnell jenen &bdquo;ehrenhafter Kompromiss&ldquo; zu erzielen, der dem Land die Atempause verschafft, die eigentlich in der Br&uuml;sseler Vereinbarung vom 20. Februar fest vereinbart war. Jetzt hat Tsipras zugesagt, bis Mitte n&auml;chster Woche einen konkreten Reformfahrplan einzureichen, auf dessen Grundlage (und auch auf der Basis von Zahlen &uuml;ber die angestrebten Steuereinnahmen) ein Teil der Gelder nach Athen &uuml;berwiesen werden k&ouml;nnen, die eigentlich erst f&uuml;r den Fall einer abschlie&szlig;enden Bewertung durch die &bdquo;Institutionen&ldquo; flie&szlig;en sollten. In der griechischen Presse wird die Summe von 1,9 Mrd. Euro genannt.<\/p><p>Das ist zweifellos eine positive Botschaft, die den Fall eines  &bdquo;Grexident&ldquo;, also eines nicht geplanten &bdquo;Unfalls&ldquo; mit Austrittsfolge wieder etwas unwahrscheinlicher macht. Von diesem Szenario war in den letzten zehn Tagen in EU-Kreisen und in der Presse verst&auml;rkt die Rede. Vor allem aber wurde dieser &bdquo;Grexident&ldquo; von &bdquo;den M&auml;rkten&ldquo; wieder st&auml;rker einkalkuliert, was sich im Ansteigen des Zinssatzes f&uuml;r griechische 3-Jahres-Bonds ausdr&uuml;ckt, der gestern auf die Rekordh&ouml;he von 26 Prozent gestiegen war.  Was diese Zahl f&uuml;r die Kreditw&uuml;rdigkeit des griechischen Staates bedeutet, zeigt der Vergleich mit den spanischen und italienischen 3-Jahres-Papieren, f&uuml;r die gestern 0,23 bzw. 0,32 Prozent Zinsen berechnet wurden. Diese dramatische Marktbewertung hat unmittelbare Folgen f&uuml;r die griechischen Finanzen, weil die Regierung ihren akuten Geldbedarf derzeit nur &uuml;ber den Verkauf von T-Bills (Bonds mit kurzer Laufzeit) decken kann.<\/p><p><strong>Wie konnte es zu dieser Zuspitzung der Lage kommen?<\/strong><\/p><p>Der wichtigste Grund ist nat&uuml;rlich die strikte Haltung der EU-Partner und vor allem der EZB, die im Fall Griechenland auch aus politischen Gr&uuml;nden keine Zugest&auml;ndnisse machen wollen. Aus griechischer Sicht gab es in dieser Hinsicht ein b&ouml;ses Erwachen aus den Tr&auml;umen &uuml;ber ein B&uuml;ndnis mit einzelnen EU-L&auml;ndern, das in keiner Phase der Verhandlungen mit der Tsipras-Regierung zustande kam. Eine gewisse Entt&auml;uschung herrscht in dieser Hinsicht bei der Syriza &uuml;ber Frankreich und seinen Pr&auml;sidenten, in dem man anfangs einen gewichtigen potentiellen &bdquo;Paten&ldquo; der neuen Athener Regierung gesehen hatte. <\/p><p>Mehr Unterst&uuml;tzung sp&uuml;rte man dagegen bei der EU-Kommission und vor allem bei Finanzkommissar Moscovici. Aber die engen Kontakte, die man in Br&uuml;ssel suchte, wirkten nach griechischen Presseberichten ab einem bestimmten Zeitpunkt kontraproduktiv. Vor allem in Berlin, berichtete die Kathimerini, sei man &uuml;ber voreilige Zusagen Junckers an die griechische Seite nicht am&uuml;siert gewesen: Man habe darin einen Versuch des Kommissions-Pr&auml;sidenten gesehen, die Rolle der Kommission in einer Frage aufzuwerten, in der letztlich die Staaten die Rechnung bezahlen.<\/p><p>Die &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber Griechenland, die noch am meisten Mut machen, h&ouml;rt man aber auch jetzt wieder eher aus Br&uuml;ssel als aus Paris und schon gar nicht aus Berlin. EU-Diplomaten erkl&auml;rten gegen&uuml;ber der griechischen Presse, bei dem Mini-Gipfel von gestern habe Konsens geherrscht, dass man einen &bdquo;Grexit&ldquo; wie einen &bdquo;Grexident&ldquo; auf jeden Fall verhindern m&uuml;sse. Schon vor dem Treffen hatte EU-Finanzkommissar Moscovici erkl&auml;rt, es sei &bdquo;der &uuml;berw&auml;ltigenden Wille der Euro-gruppe, Griechenland in der Euro-Zone zu halten&ldquo; und hinzugef&uuml;gt: &bdquo;Finanzielle Unf&auml;lle k&ouml;nnen passieren. Unsere Aufgabe ist es aber nicht, diese zu organisieren, sondern sie zu verhindern.&ldquo;<\/p><p>Noch deutlicher &auml;u&szlig;erte sich EU-Pr&auml;sident Donald Tusk gegen&uuml;ber dem Guardian-Korrespondenten in Br&uuml;ssel: &bdquo;K&ouml;nnen Sie sich Europa ohne Griechenland vorstellen&hellip; Die Folgen f&uuml;r Europa w&auml;ren nicht nur finanzieller Art; das Resultat w&auml;re das dramatischste Kapitel in der Geschichte der Europ&auml;ischen Union. Denn es geht ja nicht nur um Geld und geopolitische Gefahren. Es geht auch um W&uuml;rde, um Gef&uuml;hle. Wir m&uuml;ssen alles vermeiden, was die andere Seite erniedrigen k&ouml;nnte. Gef&uuml;hle wie W&uuml;rde und Erniedrigung sind in der Politik sehr wichtig, nicht nur die Zahlen.&ldquo;<\/p><p>Man w&uuml;nschte sich, dass solche &Uuml;berlegungen auch bei deutschen Politikern Geh&ouml;r f&auml;nden. Aber die lassen sich doch eher von &bdquo;den M&auml;rkten&ldquo; leiten, die allerdings auch die griechische Seite nicht missachten darf. Insofern sind die ersten Wochen der Regierung Tsipras eine bittere Lehre f&uuml;r den Syriza-Wahlk&auml;mpfer, der noch vor drei Monaten seinen Anh&auml;ngern zugerufen hat, die neue Athener Regierung werde &bdquo;die M&auml;rkte&ldquo; zwingen, nach der griechischen Melodie zu tanzen. Tsipras und seine Mannschaft &ndash; die nicht nur aus Varoufakis besteht &ndash; m&uuml;ssen diese Erfahrung jetzt in einem Crashkurs machen, von dem man nur hoffen kann, dass er nicht mit dem Absturz jenseits der Eurozone endet.<\/p><p><strong>Die Syriza und ihre inneren Schwierigkeiten<\/strong><\/p><p>Das setzt allerdings voraus, dass auch die Syriza als Partei einen gewissen Lernprozess durchl&auml;uft. Damit bin ich wieder bei dem Abgeordneten Lapavitsas und der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25437\">Strategie der BILD-Zeitung<\/a>. <\/p><p>In einer f&uuml;r die Tsipras-Regierung &auml;u&szlig;erst schwierigen Situation hat der akademische und politische Rivale von Varoufakis in einem Interview mit dem deutschen Zentralorgan der &bdquo;Grexit&ldquo;-Bef&uuml;rworter, einen z&uuml;gigen und &bdquo;geordneten&ldquo; Ausstieg Griechenlands aus dem Euro empfohlen. Auf die Details dieses Interviews will ich hier nicht eingehen. Es mag der Hinweis gen&uuml;gen, dass Lapavitsas von der BILD-Redaktion bereits mit einer bewussten Unwahrheit (&bdquo;einer der wichtigsten Berater&ldquo; von Tsipras) und einer Fehlinformation (&bdquo;Wirtschafts-Kolumnist&ldquo; beim britischen Guardian) vorgestellt wird. Was seine &bdquo;Grexit&ldquo;-Theorie betrifft, so reicht es v&ouml;llig, zwei der Lapavitsas- Argumente vorzuf&uuml;hren: Er behauptet erstens, die Eurozone habe den Deutschen keine Vorteile gebracht, was ihm vielleicht die AfD-F&uuml;hrung, aber nur wenige Wirtschaftswissenschaftler abnehmen werden. Er postuliert zweitens, Voraussetzung f&uuml;r das griechische Wirtschaftswunder, das er im Gefolge eines Euro-Ausstiegs prophezeit, sei die komplette Streichung aller griechischen Schulden; dagegen k&auml;me &bdquo;ein Ausstieg ohne Schuldenschnitt&ldquo; einem &bdquo;Desaster&ldquo; gleich. <\/p><p>Wer so argumentiert, muss sich nat&uuml;rlich fragen lassen, ob dann nicht die Griechen &ndash; und ihre EU-Partner &ndash; besser bedient w&auml;ren, wenn man dem Land (wie fr&uuml;her von der Syriza gefordert) nur die H&auml;lfte der Schulden streichen w&uuml;rde, ohne die schwer kontrollierbaren Folgen eines &bdquo;Grexit&ldquo; f&uuml;r die gesamte Eurozone zu riskieren. <\/p><p><strong>Lapavitsas und  &bdquo;Grexit&ldquo;<\/strong><\/p><p>Zu den Implikationen eines &bdquo;Grexit&ldquo; wurde auf diesen Seiten erst k&uuml;rzlich die Analyse von Rudolf Hickel dokumentiert (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24678\">NDS 21. Januar 2015<\/a>); das Grundproblem hat Jens Berger bereits in seiner <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13310\">Analyse vom 22. Mai 2012<\/a> klar herausgearbeitet. Zudem sollte man unbedingt nachlesen, was Varoufakis zu diesem Thema in seiner inzwischen legend&auml;ren &bdquo;Stinkefinger&ldquo;-Rede in Zagreb gesagt hat (auf die gestern in den NDS verwiesen wurde). Hier betont Varoufakis mit Nachdruck eine Differenz, die fast alle &bdquo;Grexit&ldquo;-Bef&uuml;rworter &uuml;bersehen, die aber f&uuml;r Griechenland entscheidend ist:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wenn wir den Euro aufgeben, werden wir nicht dorthin zur&uuml;ckgehen, wo wir gestanden h&auml;tten, wenn wir ihn nie gehabt h&auml;tten. Es ist also die eine Sache zu sagen, dass wir ihn nicht bekommen sollten &ndash; und eine ganz andere Sache zu sagen, dass wir ihn verlassen sollten.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Es ist exakt dieser Unterschied zwischen &bdquo;besser nicht beitreten&ldquo; und &bdquo;auf keinen Fall austreten&ldquo;, der das zentrale Problem eines &bdquo;Grexit&ldquo; ausmacht. Dieses Problem untersch&auml;tzt Lapavitsas so str&auml;flich, dass man an den analytischen F&auml;higkeiten des &bdquo;bekennenden Marxisten&ldquo; (so die BILD-Zeitung) zweifeln muss. Deshalb ignoriert er auch (in all seinen Schriften) eine fatale Folge des &bdquo;Grexit&ldquo;, die bei der R&uuml;ckkehr zu einer stark abgewerteten Drachme unvermeidlich w&auml;re: der Ausverkauf des Landes an Kapitaleigner, die mit dem starken Euro die wertvollsten &bdquo;assets&ldquo; der griechischen Wirtschaft zu Schn&auml;ppchenpreisen erwerben k&ouml;nnten. Die Profiteure eines &bdquo;Grexit&ldquo; w&auml;ren also die Griechen, die ihre Euro-Verm&ouml;gen im Ausland geparkt haben, und nicht-griechische Investoren aus dem Euro- und dem Dollarraum. Diese Individuen, Unternehmen und Finanzgruppen, die vor allem auf Immobilien im Tourismus-Sektor scharf sind, machen das aus, was man in Griechenland die &bdquo;Drachmen-Fraktion&ldquo; nennt. Und die hat an &bdquo;n&uuml;tzlichen Idioten&ldquo; gerade auf der politischen Linken ihre helle Freude. <\/p><p>Noch gravierender an dem Interview von Lapavitsas ist allerdings seine Aussage, das die Politik von Tsipras gescheitert sei: &bdquo;Er hat versucht, den Politikwechsel zu vollziehen, den das griechische Volk verlangt, und gleichzeitig die Probleme innerhalb der Eurozone zu bew&auml;ltigen.&ldquo; Das aber h&auml;lt er f&uuml;r ausgeschlossen. <\/p><p><strong>Tsipras, Lapavitsas und der W&auml;hlerwille<\/strong><\/p><p>An diesem Punkt muss man dem Tsipras-Kritiker zugestehen, dass die Vereinbarkeit der genannten beiden Ziele in der Tat sehr schwierig und auf keinen Fall im strengen Sinne zu erreichen ist. Allerdings vernachl&auml;ssigt seine Argumentation zwei wichtige Punkte: Erstens sind sich die meisten Griechen dieser Schwierigkeit voll bewusst und  gehen deshalb davon aus, dass der erhoffte Politikwechsel nicht vollst&auml;ndig und schon gar nicht sofort, sondern allenfalls partiell und phasenweise gelingen kann. Das best&auml;tigen alle Umfragen, einschlie&szlig;lich der neusten (die zwischen dem 5. Und 10. M&auml;rz erhoben wurde) nach der 59 Prozent der Befragten &ndash; und 62 Prozent der Syriza-W&auml;hler &ndash; der Meinung sind, dass die neue Regierung in den Br&uuml;sseler Verhandlungen nicht mehr erreichen konnte als die Vereinbarungen vom 20. Februar (Public Issue im Auftrag der Syriza-Zeitung Avgi, wo die Resultate der Umfrage am 14. M&auml;rz publiziert wurden; siehe auch Ta Nea vom 15. M&auml;rz).).<\/p><p>Noch wichtiger ist ein zweites Resultat: Nach dieser Umfrage bef&uuml;rworten nach wie vor 71 Prozent der Befragten den Verbleib Griechenlands in der Eurozone. Zum Zeitpunkt der Wahlen Ende Januar lag die Zustimmung zum Euro sogar &uuml;ber 80 Prozent. Die griechischen W&auml;hler wollten also mit ihren Stimmen f&uuml;r die Syriza nicht nur (wie Lapavitsas es sieht) einen &bdquo;Politikwechsel&ldquo; einleiten. Sie verlangten zugleich die Garantie des Euro als innergriechische W&auml;hrung, die ein Eckstein im Wahlprogramm der Syriza war. Und die Parteif&uuml;hrung ist sich nat&uuml;rlich auch bewusst, dass der Anteil der Euro-Anh&auml;nger in der griechischen Gesellschaft sehr viel h&ouml;her liegt als der Prozentsatz der Syriza-W&auml;hler vom 25. Januar (n&auml;mlich 35,5 Prozent). <\/p><p>F&uuml;r eine Syriza-Regierung, die sich an den W&auml;hlerauftrag h&auml;lt, kann es demnach die Alternative &bdquo;Politikwechsel&ldquo; oder &bdquo;Probleml&ouml;sung innerhalb der Eurozone&ldquo; gar nicht geben. Sie muss vielmehr einen Kompromiss zwischen beiden Zielen finden, und der wird &ndash; angesichts des Machtgef&auml;lles zwischen Athen und Berlin\/Br&uuml;ssel &ndash;  eher zu Lasten eines radikalen &bdquo;Politikwechsels&ldquo; der Syriza gehen. Aber auch dar&uuml;ber ist sich die griechische Bev&ouml;lkerung weitgehend im Klaren, was auch f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit der Syriza-W&auml;hler gilt. <\/p><p>Ein klares Indiz f&uuml;r den &bdquo;Realismus&ldquo; der Bev&ouml;lkerung ist der Befund, der sich aus einer weiteren Umfrage (von Marc Poll f&uuml;r die linke Tageszeitung Efimerida ton Syntakton) ergibt: &Uuml;ber 75 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Br&uuml;sseler Vereinbarung vom 20. Februar keinesfalls das Ende der Sparpolitik, also bereits den von der Syriza verk&uuml;ndeten Politikwechsel darstellt. Dass nach derselben Umfrage dennoch 64 Prozent mit der Arbeit der Regierung zufrieden waren, verweist darauf, wie realistisch-bescheiden die Erwartungen der Bev&ouml;lkerung sind: Wenn die Regierung alles getan hat, um ein besseres Ergebnis zu erzielen, kann man es ihr nicht ankreiden, dass die Machtverh&auml;ltnisse derzeit keine gro&szlig;en Erfolge zulassen. <\/p><p><strong>Das Dilemma der Syriza als Regierungspartei<\/strong><\/p><p>Die Regierung Tsipras steht also vor dem klassischen Dilemma einer Partei, deren Mitglieder politisch radikaler denken und handeln wollen als die Mehrheit ihrer W&auml;hler, die die realen M&ouml;glichkeiten der Regierung n&uuml;chterner einsch&auml;tzen. Das hei&szlig;t aber: Die neue Regierung muss mit jenem &bdquo;ehrenvollen Kompromiss&ldquo;, den sie den EU-Partnern abringen will (die ja zugleich ihre Gl&auml;ubiger sind), entweder einen Teil ihrer Mitgliederbasis vor den Kopf sto&szlig;en &ndash; und zwar vor allem die innerparteiliche Linke, die einen raschen und radikalen &bdquo;Politikwechsel&ldquo; will -, oder die Mehrheit ihrer W&auml;hler und der griechischen Bev&ouml;lkerung, die einen &bdquo;Grexit&ldquo; unbedingt vermeiden will. <\/p><p>Abstrakt und rhetorisch hat sich Tsipras klar ge&auml;u&szlig;ert, wie er dieses Dilemma im Ernstfall aufzul&ouml;sen gedenkt: Seit seinem Wahlsieg betont er die Notwendigkeit, mit der Politik der neuen Regierung die ganze Gesellschaft zu repr&auml;sentieren und zu &uuml;berzeugen. Das ist im Grunde eine Selbstverst&auml;ndlichkeit, aber zugleich &ndash;  angesichts der Verfassung der Partei &ndash; eine h&ouml;llisch schwere Aufgabe. Denn die Syriza ist nach wie vor ein Parteienb&uuml;ndnis mit sehr unterschiedlichen Fraktionen, die sich zum Teil noch als autonome Einheiten verstehen. Die Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse zwischen den verschiedenen Gruppen und Fl&uuml;geln spiegeln sich auch in der Parlamentsfraktion wieder, in der zum Beispiel die Parteilinke (die sich linke Plattform nennt) genau so stark repr&auml;sentiert ist wie in der Gesamtpartei, also mit etwa 30 Prozent der Abgeordneten (zu denen auch Lapavitsas geh&ouml;rt). <\/p><p>Das ausgepr&auml;gte Eigenbewusstsein der einzelnen Fraktionen und eine rigoros praktizierte innerparteiliche Demokratie machen es zum Beispiel undenkbar, dass Tsipras oder die Regierung gegen&uuml;ber den eigenen Syriza-Abgeordneten eine Art von Fraktionsdisziplin durchsetzen k&ouml;nnte, wie sie bei den fr&uuml;heren Regierungsparteien Pasok und ND selbstverst&auml;ndlich war (weshalb es im Parlament am Ende der vergangenen Legislaturperiode nahezu 30 &bdquo;unabh&auml;ngige&ldquo; Abgeordnete gab, die man aus ihrer Fraktion als &bdquo;Dissidenten&ldquo; ausgeschlossen hatte). <\/p><p><strong>Keine Abstimmung im griechischen Parlament<\/strong><\/p><p>Was dies f&uuml;r die Handlungsf&auml;higkeit der Regierung bedeuten kann, zeigte sich in der Abstimmung &uuml;ber die Br&uuml;sseler Vereinbarung vom 20. Februar, die Tsipras vor der Fraktion als soliden und m&uuml;hsam erstrittenen Verhandlungserfolg darzustellen versuchte. Bei der vom Regierungschef geforderten Probeabstimmung zeigte sich allerdings (nach 11-st&uuml;ndiger kontroverser Diskussion) dass etwa 30 Syriza-Abgeordnete dem Verhandlungsresultat nicht zustimmen wollten (die genaue Zahl der Gegenstimmen, Enthaltungen und abwesenden Mitgliedern hat die Partei nicht ver&ouml;ffentlicht). Zu den kritischen Stimmen geh&ouml;rte auch der allseits verehrte Parteiveteran Manolis Glezos, und der anerkannte Kopf der linken Plattform, Panayotis Lafazanis, der in der Regierung Tsipras das Amt des Ministers f&uuml;r Strukturreform, Umwelt und Energie bekleidet.  Bei so viel Widerspruch entschied sich die Regierung, das Parlament gar nicht mit der  Br&uuml;sseler Vereinbarung zu befassen. Das f&uuml;hrte zu einem merkw&uuml;rdigen Resultat: &Uuml;ber eine Vereinbarung mit EU, EZB und IWF, die Griechenlands Regierung als unentbehrliches &bdquo;Br&uuml;ckenprogramm&ldquo; gefordert hatte, wurde in allen Parlamenten der Euro-L&auml;nder abgestimmt &ndash; nur nicht in der Athener Vouli. <\/p><p>Die Begr&uuml;ndung des Regierungssprechers, eine Befassung des Parlaments sei nicht n&ouml;tig, weil es sich nur um &bdquo;die Verl&auml;ngerung eines schon bestehenden Kreditabkommens&ldquo; handle, war eine durchsichtige Ausrede. Tats&auml;chlich wollte die Regierung einen doppelten Prestigeverlust vermeiden: Man wollte nicht vorf&uuml;hren, dass die Fraktion in der Bewertung des &bdquo;Erfolges&ldquo; von Br&uuml;ssel gespalten ist. Und man wollte verhindern, dass Abgeordnete anderer Parteien f&uuml;r das Abkommen mit der Ex-Troika stimmen und damit demonstrieren, dass die Syriza-Anel-Koalition in dieser Frage ihre Mehrheit nicht zusammenhalten kann (ein positives Votum hatten insbesondere die Zentrumspartei &bdquo;Potami&ldquo; und auch die Pasok angek&uuml;ndigt, aber auch Teile der Nea Dimokratia). <\/p><p>Diese Episode zeigt &ndash; gerade weil die Gefahr einer Abstimmungsniederlage nicht bestand &ndash; wie heikel das beschriebene Dilemma f&uuml;r die Regierung Tsipras ist, und dass sie alles tut, um die Differenz zwischen der &ouml;ffentlichen Meinung und der Haltung eines betr&auml;chtlichen Teils ihrer Parteibasis nicht allzu klar hervortreten zu lassen. <\/p><p>Allerdings ist nicht anzunehmen, dass die innerparteiliche Opposition so weit gehen w&uuml;rde, der Regierung bei k&uuml;nftigen entscheidenden Abstimmungen das Vertrauen zu verweigern.  Auch die Parteilinke will die Regierungsf&auml;higkeit nicht aufs Spiel setzen und Lapavitsas ist eher ein intellektueller Au&szlig;enseiter, der allerdings immer wieder Verb&uuml;ndete findet. Zum Beispiel Yiannis Milios, der zu Oppositionszeiten hochoffiziell als Wirtschaftsexperte der Partei fungierte, sich aber seit dem Wahlsieg durch den Medienstar Varoufakis an den Rand gedr&auml;ngt sieht. Milios und Lapavitsas haben als erste das Verhandlungsergebnis von Br&uuml;ssel als Resultat einer falschen Verhandlungsstrategie des Finanzministers kritisiert und damit eine &ndash; derzeit noch untergr&uuml;ndige &ndash; Stimmung an der Parteibasis ausgedr&uuml;ckt (Varoufakis legt durchaus Wert auf die Feststellung, dass er kein Syriza-Mitglied ist).    <\/p><p>Diese ersten Risse in Partei und Fraktion k&ouml;nnten noch deutlicher hervortreten, wenn die Bem&uuml;hungen der Athener Regierung um einen &bdquo;ehrenhaften Kompromiss&ldquo; an der Haltung der EU-Partner und vor allem der erkl&auml;rten EU-Gro&szlig;macht Deutschland scheitern sollten. Wie sich das spezielle deutsch-griechische Verh&auml;ltnis weiter entwickelt, wird man vielleicht schon n&auml;chsten Montag genauer beurteilen k&ouml;nnen. Ich werde den Antrittsbesuch von Alexis Tsipras im Kanzleramt von Athen aus verfolgen, also auch durch das Prisma der griechischen &Ouml;ffentlichkeit und der Medien. Dar&uuml;ber wird n&auml;chste Woche zu berichten sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Situation Griechenlands und der gerade acht Wochen alten Regierung Tsipras ist dramatisch. Daraus macht die Athener Regierung selbst kein Geheimnis, sonst h&auml;tte sie nicht von sich aus eine Art EU-Mini-Gipfel gefordert, der eine &bdquo;politische L&ouml;sung&ldquo; der griechischen Krise vorantreiben sollte. Dieses Treffen von gestern, an dem neben Merkel, Hollande, Juncker und EU-Pr&auml;sident Tusk auch<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25504\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,139,22,173,156],"tags":[423,1045,1358,359,1224,654,1230],"class_list":["post-25504","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-euro-und-eurokrise","category-europaische-union","category-griechenland","category-schulden-sparen","tag-austeritaetspolitik","tag-grexit","tag-lapavitsas-costas","tag-parteistroemungen","tag-syriza","tag-troika","tag-tsipras-alexis"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25504","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25504"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25504\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53059,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25504\/revisions\/53059"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25504"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25504"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25504"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}