{"id":25529,"date":"2015-03-24T09:14:48","date_gmt":"2015-03-24T08:14:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529"},"modified":"2015-03-24T11:17:14","modified_gmt":"2015-03-24T10:17:14","slug":"hinweise-des-tages-2339","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h02\">Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h03\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h04\">Einsch&auml;tzung der Bundesbank &ndash; &ldquo;W&auml;hrungsunion muss Insolvenz verkraften&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h05\">Export&uuml;berschuss &ndash; Deutschland erzielt neuen Rekordwert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h06\">Wann Reiche wirklich reich sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h07\">Ungleichheit: Deutschland liegt vorn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h08\">Deutschlands (neue) Gro&szlig;machtambitionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h09\">Institut f&uuml;r Weltwirtschaft: &Ouml;konomen prognostizieren starke Inflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h10\">Investitionsvertr&auml;ge, die Ma&szlig;anz&uuml;ge der Multis &ndash; Lateinamerikanische Erfahrungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h11\">Schmutzige Deals mit dem Geld von Bill Gates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h12\">Kirche gibt sich selbst Kredite und l&auml;sst den Staat die Zinsen zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h13\">FNS und &ldquo;Der Dritte Weg&rdquo; &ndash; braune Kontinuit&auml;ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h14\">Netanyahu bedauert Araber-Kommentar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h15\">Gabriel beerdigt den Stolz der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h16\">nicht vergessen &hellip; heute Abend kommt &bdquo;die Anstalt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529#h17\">Das Allerletzte &ndash; Kai Dieckmann zum aktuellen Spiegel-Titel<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25529&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Tsipras-Besuch bei Merkel: Letzte Hoffnung<\/strong><br>\nEs ist das Tragische am Euro, dass er die L&auml;nder Europas eigentlich n&auml;her zusammenbringen sollte und sie nun immer tiefer entzweit. Das beste (oder schlimmste) Beispiel daf&uuml;r sind Deutschland und Griechenland.<br>\nSeit die von Berlin angef&uuml;hrten Eurostaaten dem Land im Mai 2010 zum ersten Mal mit Hilfskrediten beisprangen und ihnen im Gegenzug ein radikales Sparprogramm aufzwangen, gibt es Spannungen in den Beziehungen zwischen beiden L&auml;ndern. Und in den vergangenen Wochen ist diese Spannung so stark geworden, dass der Bogen mitunter auch manchmal &uuml;berspannt wurde.<br>\nIn Deutschland heizte die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung diese Wut an, indem sie &uuml;ber die undankbaren &ldquo;Pleite-Griechen&rdquo; schimpfte. Flankiert wurde sie dabei von diversen Politikern aus CSU, CDU und SPD, die Regierung und B&uuml;rger eines befreundeten europ&auml;ischen Landes im Schulmeisterton aufforderten, &ldquo;endlich ihre Hausaufgaben&rdquo; zu machen oder damit drohten, sie andernfalls aus der Eurozone zu schmei&szlig;en.<br>\nWenn Alexis Tsipras an diesem Montag nach Berlin kommt, schwingt das alles mit. Die Verwerfungen zwischen den beiden L&auml;ndern behindern die L&ouml;sung der griechischen Krise &ndash; obwohl die so dringend n&ouml;tig w&auml;re.<br>\nIn einem Brief von Tsipras an Bundeskanzlerin Angela Merkel, der offenbar schon vor einer Woche abgeschickt wurde, warnt der griechische Regierungschef, dass es seinem Land nicht mehr m&ouml;glich sein werde, die anstehenden Schuldenr&uuml;ckzahlungen in den kommenden Wochen zu erf&uuml;llen, wenn die europ&auml;ischen Partner keine schnellen Hilfen bereitstellen. So berichtet es die britische &ldquo;Financial Times&rdquo;. Als Gegenleistung will er Merkel offenbar eine Liste mit Ma&szlig;nahmen pr&auml;sentieren, die die Bundesregierung und die anderen Geldgeber gn&auml;dig stimmen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-alexis-tsipras-besucht-angela-merkel-a-1025087.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.P.:<\/strong> Eine der seltenen gem&auml;&szlig;igten Stimmen, wenn es um Griecheland geht; leider sind die Leute bereits derartig gegen Griechenland aufgehetzt, dass eine ruhige    Diskussion h&auml;ufig gar nicht mehr m&ouml;glich scheint. Es ist doch erschreckend, wie erfolgreich die Stimmungsmache gegen ein eigentlich befreundetes Land war, wobei der Tonfall z.T. an den von vor 70 Jahren erinnerte. Aber so wurde immerhin erfolgreich vermieden, dar&uuml;ber zu reden, ob die Inhalte des Griechenland auferlegten Programms &uuml;berhaupt zielf&uuml;hrend im Sinne einer Konsolidierung sein konnten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Syriza-Mobbing &ndash; Der W&uuml;rgeengel<\/strong><br>\nEuropas Eliten wollen die Syriza-Regierung in die Kapitulation mobben. Gleichzeitig verbreitet sich die Ansicht, Tsipras, Varoufakis &amp; Co. w&uuml;rden es ihren Gegnern durch Ungeschicklichkeit leicht machen. Ist da etwas dran?<br>\nWer zu einer dichotomischen Weltauffassung neigt, f&uuml;r den oder die sind die Dinge leicht schwarz-wei&szlig;. Kr&auml;fte der Finsternis stehen gegen die Kr&auml;fte des Lichts. Die Unterdr&uuml;ckten gegen die Unterdr&uuml;cker. Aufkl&auml;rung gegen Verdummung. Wir k&ouml;nnen uns hunderte solcher Antagonismen ausdenken. In der wirklichen Welt sind die Dinge oft eine Prise komplexer: Kompromisse werden eingegangen, die Kr&auml;fte des Lichts setzen sich nicht vollends durch, aber die Kr&auml;fte der Finsternis sind gelegentlich auch bereit, sich mit ihnen zu arrangieren. Zumal es, wie wir ja alle wissen, auch auf der Seite des Lichts ein paar Schattenpl&auml;tze gibt, und deshalb genauso auf der Seite der Finsternis ein paar Gutmeinende und wache Geister, die bereit sind, sich mit einem neuen Konsens abzufinden, wenn sich die Umst&auml;nde &auml;ndern.<br>\nWeniger poetisch und daf&uuml;r etwas politischer gesprochen hei&szlig;t das: Politische Bl&ouml;cke sind nie v&ouml;llig monolithisch und es gibt immer Raum f&uuml;r Man&ouml;ver. Das gibt auch der politischen Linken gelegentlich die M&ouml;glichkeit, kleine, aber signifikante Fortschritte zu erzielen, selbst wenn ein Sieg in eminentem Sinn nicht im Angebot ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/misik.at\/2015\/03\/der-wuergeengel\/#more-2814\">Robert Misik<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechisch-deutscher Sandkastenstreit<\/strong><br>\nDie politischen Streitpunkte zwischen Griechenland auf der einen Seite und Deutschland sowie einigen weiteren Eurol&auml;ndern auf der anderen Seite lassen sich tats&auml;chlich auf zwei Kernpunkte reduzieren: Griechenland m&ouml;chte einen Schuldenschnitt, um seine sehr hohe Staatsschuldenquote sp&uuml;rbar zu reduzieren und m&ouml;chte das von der Troika auferlegte Austerit&auml;tsprogramm beenden. Die andere Seite lehnt hingegen einen Schuldenschnitt ab und beharrt auf der Einhaltung des Sparprogramms. Intuitiv liegt nun vermutlich der Gedanke nahe, dass die Forderung nach einem Schuldenschnitt angesichts der extrem hohen Schuldenquote von &uuml;ber 170% zumindest teilweise berechtigt ist, w&auml;hrend gleichzeitig die Troika zu Recht auf einer Einhaltung des Sparprogramms besteht, damit die Schulden nicht ewig weiter steigen.<br>\nDie Intuition liegt hier aber wohl falsch und zwar bei beiden Punkten. Zwar ist die Schuldenquote sehr hoch, doch bezahlt Griechenland auf die ausstehenden Schulden kaum Zinsen. Die Zinsbelastung ist im Verh&auml;ltnis zur Wirtschaftsleistung eine der geringsten aller Eurol&auml;nder und liegt sogar niedriger als in Deutschland. Eine weitere Reduktion der Schuldenquote w&auml;re daher f&uuml;r Griechenland sicherlich sch&ouml;n, notwendig ist ein solcher Schritt &ouml;konomisch aber nicht, die derzeitige Zinsbelastung ist durchaus tragbar und zumutbar f&uuml;r Griechenland. Auf der anderen Seite klingt die Forderung nach Sparma&szlig;nahmen in einem Land, dessen Regierung selbst von Zahlungsunf&auml;higkeit spricht zun&auml;chst durchaus sinnvoll. Allerdings ist die Kritik der neuen griechischen Regierung an dem Programm, dass es sehr ineffizient und sch&auml;dlich war, durchaus berechtigt. Durch die Ausgabenk&uuml;rzungen sind das BIP und damit die Steuereinnahmen gesunken, die Schulden somit letztlich gestiegen. Zudem beharrt die Troika weiterhin auf einen sog. Prim&auml;r&uuml;berschuss, d.h. ein &Uuml;berschuss der Staatseinnahmen &uuml;ber die Ausgaben ohne Zinszahlungen, von 4,5% des BIPs. F&uuml;r einen &Uuml;berschuss dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung gibt es historisch ausgesprochen wenige Beispiele. Italien wies von 1997 bis 2000 und Gro&szlig;britannien in den 1920er Jahren f&uuml;r einige Jahre einen derart hohen Prim&auml;r&uuml;berschuss auf. Die historische Erfahrung legt also nahe, dass die Forderung der Troika als unrealistisch einzustufen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2015\/03\/20\/fabian-fritzsche-griechisch-deutscher-sandkastenstreit\/\">WirtschaftsWunder<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland: Die M&auml;r vom Rentnerparadies<\/strong><br>\nGriechischen Rentnern geht es vergleichsweise gut. Zu gut, lassen Vertreter der Troika p&uuml;nktlich zum Tsipras-Besuch in Berlin durchblicken. Diese hielten &ldquo;das Klagen Griechenlands &uuml;ber die stark gesunkenen Renten und eine damit einhergehende Verarmung f&uuml;r unbegr&uuml;ndet&rdquo;, hei&szlig;t es in der &ldquo;Welt&rdquo;. Das ist ein gewagter Schluss. Zwar sind die griechischen Altersbez&uuml;ge im Durchschnitt tats&auml;chlich immer noch recht hoch. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau aber sind sie geradezu dramatisch zur&uuml;ckgegangen. Den zitierten Zahlen zufolge bekommt ein griechischer Rentner heute im Schnitt 958,77 Euro ausgezahlt. In Deutschland liege die Durchschnittsrente dagegen zwischen 734 Euro (Ost) und 896 Euro (West). Doch wie das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; anmerkt, sind diese Werte nur begrenzt aussagekr&auml;ftig &ndash; etwa, weil sie keine staatlich gef&ouml;rderte Privatvorsorge beinhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/warum-griechenland-kein-rentnerparadies-mehr-ist-a-1025159.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie bei allen Durchschnittswerten wird auch bei der Rente die Verteilung nicht ber&uuml;cksichtigt. Nach einem Bericht des Athener Arbeits- und Sozialministeriums aus dem Februar m&uuml;ssen in Griechenland  20 Prozent der B&uuml;rger mit bis zu 500 Euro im Monat auskommen, 38 Prozent erhalten 500 bis 1000 Euro ausgezahlt. 23 Prozent stehen mit 1000 bis 1500 Euro deutlich besser da. Und 17 Prozent beziehen mehr als 1500 Euro. Gesamtgesellschaftlich bedeutsam ist, dass h&auml;ufig die Alten die einzigen &bdquo;Verdiener&ldquo; der Familie sind &ndash; von ihrer Rente leben auch Kinder und Enkel. Nach Jahren der Krise gilt fast jeder dritte Grieche als arm.<\/em><\/p>\n<p><em>Ein gro&szlig;es Informationsdefizit oder soll man sagen Informationsunwille bestimmt die ganzen Jahre die Diskussion &uuml;ber Griechenland. So <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/schuldenkrise-merkel-fordert-einheitliches-rentenalter-in-europa\/4187960.html\">meinte<\/a> die Kanzlerin auf einer Parteiveranstaltung 2011 in Meschede in NRW noch: &bdquo;Es geht auch darum, dass man in L&auml;ndern wie Griechenland, Spanien, Portugal nicht fr&uuml;her in Rente gehen kann als in Deutschland, sondern dass alle sich auch ein wenig gleich anstrengen &ndash; das ist wichtig.&ldquo; Das Dumme ist nur, dass die OECD f&uuml;r Deutschland im Jahr 2010 ein reales Renteneintrittsalter von 61,8 und f&uuml;r Griechenland von 61,9 Jahren errechnete. Wie sich die Rente mit 67 bei uns und wahrscheinlich bald auch in Griechenland auf das reale Renteneintrittsalter auswirken wird, steht in den Sternen. Viele Berufe erzwingen ein fr&uuml;heres Renteneintrittsalter. Die Rente mit 67 ist eine M&ouml;glichkeit, auf den demographischen Wandel zu reagieren und man k&ouml;nnte sie sinnvollerweise f&uuml;r die willigen Gesunden mit Anreizen versehen, aber sie ist und bleibt realiter ein reines Rentenk&uuml;rzungsprogramm.<\/em><\/p>\n<p><em>Grunds&auml;tzlich ist es unbegreiflich, dass gerade bei solchen Vergleichen nicht ein Aufschrei durch die Medien geht und die deutsche Bruttoersatzrate* von 42 Prozent skandalisiert. Wie meinte noch die Leiterin der OECD-Abteilung f&uuml;r Sozialpolitik, Monika Queisser, bei der Vorstellung des Berichts, &ldquo;Renten auf einen Blick&rdquo; im Jahr 2013: &bdquo;Wir m&uuml;ssen aber aufpassen, dass die langfristigen Folgen f&uuml;r den sozialen Zusammenhalt und Altersarmut nicht aus dem Blick geraten. In Deutschland zum Beispiel werden die Rentenbez&uuml;ge f&uuml;r Menschen mit verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kleinem Gehalt gegen Mitte dieses Jahrhunderts so niedrig sein wie in kaum einem anderen OECD-Land.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>*Diese Raten geben an, welchen Teil der individuellen Eink&uuml;nfte Rentner aus der staatlichen oder privaten Kasse erhalten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitslose Griechen ver&ouml;ffentlichen Tageb&uuml;cher<\/strong><br>\nMehrmals am Tag unterbricht der Journalist Christoforos Kasdaglis seine Arbeit, um nachzusehen, ob neue Texte aufgelaufen sind. Er gibt ihnen einen Titel, setzt die Tags und schaltet sie frei. &ldquo;Tagebuch eines Arbeitslosen&rdquo; hei&szlig;t die Internetplattform, Christoforos Kasdaglis hat sie ins Leben gerufen.<br>\nIn Griechenland gibt es keine Grundsicherung. Wenn das Arbeitslosengeld nach zw&ouml;lf Monaten ausl&auml;uft, droht dem Betroffenen der Absturz. Es gibt keine Hilfe f&uuml;r den Lebensunterhalt und keine Sozialversicherung &ndash; die h&auml;ngt n&auml;mlich am Arbeitsplatz. Arbeitslosigkeit ist in Griechenland ein existentielles Problem.<br>\nWer sich durch die Internetplattform klickt, erf&auml;hrt, was das bedeutet. Da ist zum Beispiel die Geschichte der 41-j&auml;hrigen Mutter, die die K&uuml;che durchk&auml;mmt, auf der Suche nach etwas, was sie der Familie auftischen k&ouml;nnte. Sie findet einen Rest Margarine und Puderzucker. Daraus lie&szlig;e sich ein Brotaufstrich bereiten, doch auch f&uuml;r Brot fehlt das Geld. All ihr Geld zusammengekratzt, kommt die Familie auf 70 Cent. Oder die Geschichte eines 43-j&auml;hrigen, der in den Lebensl&auml;ufen, die er rausschickt, seine Qualifikationen verschweigt, weil er f&uuml;rchtet, sie k&ouml;nnten ihm zum Nachteil gereichen. Da sind die Selbstzweifel von Menschen, die sich in Bewerbungsgespr&auml;chen auf jede Bedingung des Arbeitgebers einlassen. Und der 58-j&auml;hrige Vaggelis bilanziert:<br>\n&ldquo;Seit drei Jahren habe ich nicht das geringste Einkommen. K&ouml;rperlich &uuml;berlebe ich dank der Solidarit&auml;t meiner Umwelt. Und wenn ich immer noch nicht durchgedreht bin, dann ist das einem befreundeten Psychologen zu verdanken. Er behandelt mich umsonst, versteht sich. Sonst w&uuml;rde ich das Gras schon lange von unten wachsen sehen.&rdquo;<br>\nUnd dann ist da der 45-J&auml;hrige aus dem nordgriechischen Thessaloniki, der auf rund 2000 Bewerbungen genau f&uuml;nf Einladungen zu einem Vorstellungsgespr&auml;ch erhalten hat. Und der nun in einer ungeheizten, 14 Grad kalten Wohnung sitzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/armut-die-erschuettert-arbeitslose-griechen.1013.de.html?dram:article_id=308378\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es werden wohl nur wenige unserer Leser des Griechischen m&auml;chtig sein. Aber allein was man aus der Berichterstattung &uuml;ber dieses Projekt erf&auml;hrt ist absolut ersch&uuml;tternd. Millionen Menschen jede Lebensperspektive zu nehmen ist unmittelbare und nackte Gewalt. Aber Merkel fordert einfach weiter &bdquo;Strukturreformen&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Die Situation in Griechenland ist dabei der Fiebertraum jedes Neoliberalen, ein Arbeitsmarkt auf dem die Menschen Arbeit zu jeder Bedingung annehmen m&uuml;ssen, sich selbst bei den miesesten Jobs noch gegenseitig unterbieten. Man fragt sich nur wann es den Menschen in Deutschland d&auml;mmert, dass Griechenland das Freiluftlabor des Neoliberalismus ist und getestet wird wie weit man gehen kann, dass somit bedingungslose Solidarit&auml;t mit den griechischen B&uuml;rgern angesagt w&auml;re.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Dazu aus einer Zuschrift unseres Lesers H.S.:<\/strong> Wo ist eigentlich der Unterschied zu sehen zwischen der Besetzung eines Landes mit Soldaten und der Vereinnahmung mit Geld? Es gibt zwar auch Tote, aber nicht so viele. Es gibt Unterdr&uuml;ckung, aber nicht mit Stiefeln. Es gibt Fremdbestimmung, aber unter dem Deckmantel der Demokratie. Ob eine Demokratie, die ja auch Solidarit&auml;t beinhalten muss, diese Bezeichnung noch verdient ist zweifelhaft, wenn in Kauf genommen wird, dass m&ouml;glicherweise auch antidemokratische Elemente an die parlamentarische Macht gesp&uuml;lt werden k&ouml;nnten. Die wirkliche Macht wird eh schon von denen ausge&uuml;bt, denen Demokratie nur dann willkommen ist, wenn sie ihren wirtschaftlichen und finanziellen Interessen dient.<\/em><br>\n<em>Die Frage, die sich m.E. anschlie&szlig;en muss ist die, wo eigentlich der Unterschied ist zwischen der angeordneten Informationspolitik eines totalit&auml;ren Staates und der tendenzi&ouml;sen Berichterstattung in scheinbar freien Medien.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Spanien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>In Spanien naht das Ende des Zwei-Parteien-Systems<\/strong><br>\nBei der Regionalwahl im spanischen Andalusien haben die neuen Parteien Podemos und Ciudadanos starke Ergebnisse erzielt. Die Konservativen und die Sozialisten m&uuml;ssen um ihre Vormachtstellung bangen.<br>\nMit einem solchen Denkzettel hatte Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy nicht gerechnet. Seine Volkspartei (PP) verlor bei der Regionalwahl in Andalusien am Sonntag ein Drittel ihrer W&auml;hler und fuhr das schlechteste Ergebnis der vergangenen 25 Jahre ein. Das ist in diesem Fall besonders bitter, denn die PP war bei der vorherigen Regionalwahl im S&uuml;den Spaniens vor drei Jahren als st&auml;rkste Kraft hervorgegangen. Wobei sie wegen eines B&uuml;ndnisses zwischen Sozialisten und Altkommunisten im Parlament von Sevilla letztendlich doch nicht die Macht hatte.<br>\nDas Debakel f&uuml;r die PP spiegelt die Unzufriedenheit der W&auml;hler mit dem Krisenmanagement der Konservativen in ganz Spanien und ihren harten Sparauflagen. &ldquo;W&uuml;rden wir das Resultat auf die kommenden Wahlen &uuml;bertragen, dann w&auml;re die PP in allen Regionen, in denen sie regiert, weg vom Fenster&rdquo;, lautete die n&uuml;chterne Bilanz von Casimiro Garc&iacute;a-Abadillo, Chefredakteur der Tageszeitung &ldquo;El Mundo&rdquo;.<br>\nSo wie Rajoys Konservative wegen der neuen Zentrumspartei Stimmen verlor, so k&auml;mpfen die Sozialisten gegen einen Newcomer auf dem linken Fl&uuml;gel des Parteienspektrums: Die Linkspartei Podemos mit ihrer Spitzenkandidatin Teresa Rodr&iacute;guez erhielt am Sonntag fast 15 Prozent der Stimmen in Andalusien. Mit 15 Mandaten ist Podemos jetzt drittst&auml;rkste Kraft im Regionalparlament. Ebenso wie Ciudadanos wetterte auch Podemos im Wahlkampf gegen die Korruption in den Rath&auml;usern. Die Partei konnte seit dem &Uuml;berraschungserfolg bei der Europawahl nochmals f&uuml;nf Prozentpunkte zulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article138696146\/In-Spanien-naht-das-Ende-des-Zwei-Parteien-Systems.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>S&uuml;&szlig;saurer Erfolg f&uuml;r Podemos<\/strong><br>\nDas Momentum, das sich die Protestpartei Podemos erhoffte, ist es nicht geworden. Die Machtverh&auml;ltnisse im spanischen Andalusien bleiben gewahrt.<br>\nSpaniens Zweiparteiensystem ist robuster, als viele dachten. Zwar verloren im andalusischen Testlauf des Superwahljahres 2015 die beiden gro&szlig;en Parteien, die im S&uuml;den regierende sozialistische PSOE und die konservative Partido Popular (PP) des Ministerpr&auml;sidenten Mariano Rajoy zusammen &uuml;ber 600.000 Stimmen, die Machtverh&auml;ltnisse jedoch blieben gewahrt. So k&ouml;nnen die Sozialisten in Andalusien auch weiterhin regieren.<br>\nVon 0 auf 15 Prozent ist f&uuml;r ein Deb&uuml;t wie das von Podemos weit mehr als ein Achtungserfolg. Aber das Momentum, das sich die Protestpartei erhoffte und das die Umfragen auch vorhersagten &ndash; ist es nicht geworden. Die Angst vor Podemos sei der Grund f&uuml;r das &uuml;berraschend gute Abschneiden der korrupten PSOE der andalusischen Regierungschefin Susana D&iacute;az, so die spanische Presse. Das trifft es auf den Punkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Wahl-in-Andalusien\/!156936\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> Bzgl. der massenmedialen &lsquo;Berichterstattung&rsquo; ein so kurzer wie (leider) zutreffender Kommentar. Dar&uuml;ber hinaus gelten f&uuml;r Andalusien durchaus einige Besonderheiten, generell als Stammland der PSOE, und aktuell durch die von Susana D&iacute;az vorgezogenen Neuwahlen. Podemos ist weiterhin im Aufbau und (noch) nicht auf allen politischen Ebenen (regional und lokal) pr&auml;sent. &Uuml;ber das Risiko des Verlusts des &lsquo;Momentums&rsquo; ist sich Podemos im Klaren, weshalb bewusst auf die eigene Teilnahme an den kommenden Lokalwahlen verzichtet wurde, um weniger &lsquo;Angriffsfl&auml;che&rsquo; f&uuml;r das eigentlich Ziel der spanischen Parlamentswahlen am Jahresende zu bieten (stattdessen arbeitet Podemos f&uuml;r die Lokalwahlen mit anderen politischen Gruppierungen zusammen).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wo die Krise nicht enden will<\/strong><br>\nViele Weinkellereien im s&uuml;dspanischen Jerez de la Frontera wurden durch die Wirtschaftskrise vernichtet &ndash; dabei war die Branche der Motor der Region. Marc Dugge hat die Stadt besucht. Jerez geh&ouml;rt zu den Gemeinden mit den h&ouml;chsten Arbeitslosenzahlen des Landes.<br>\nVon den rund 2000 Menschen, die f&uuml;r die Bodegas gearbeitet h&auml;tten, seien nicht mehr als ein F&uuml;nftel &uuml;brig geblieben, sagt Jim&eacute;nez. 2008 kommt dann noch die geplatzte Immobilienblase hinzu. Sie l&ouml;st die Wirtschaftskrise in Spanien aus &ndash; und beutelt Jerez de la Frontera zus&auml;tzlich. Von diesen Schl&auml;gen hat sich die Stadt bis heute nicht erholt: Mit 35 Prozent Arbeitslosigkeit steht sie an der Spitze der spanischen Statistik. Der Sozialist Jim&eacute;nez spricht von einem &ldquo;permanenten sozialen Notstand&rdquo; in Jerez. Nach Jahren der Krise habe sich die Armut tief in die Gesellschaft gegraben. Alle Versuche der Politik seien gescheitert, hier Firmen anzusiedeln, die ausreichend Arbeitspl&auml;tze schaffen. Viele Menschen &uuml;berlebten nur durch Schwarzarbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/andalusien-nach-der-wahl-wo-die-krise-nicht-enden-will.979.de.html?dram:article_id=315097\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Ukraine am Abgrund<\/strong><br>\nEin Jahr nach der Maidan-Revolution sieht der Pr&auml;sident der Ukraine das Land in der tiefsten Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die im April 2014 eingeleitete Anti-Terror-Aktion hat D&ouml;rfer und St&auml;dte zerst&ouml;rt und &uuml;ber eine Million Bewohner in die Flucht getrieben; das Land steht vor dem Staatsbankrott.<br>\nDer Westen weist die Verantwortung f&uuml;r dieses Desaster einem revanchistischen Russland zu, das sein Imperium zu restaurieren versucht. Diese Rhetorik eines neuen Kalten Krieges &uuml;berschattet die internen Defekte der ukrainischen Politik. Undurchsichtige Privatisierungen spielten die Wirtschaft konkurrierenden oligarchischen Gruppen zu. Die von ihnen beherrschten Parteien und Medien polarisieren die &Ouml;ffentlichkeit entlang ethnischer Linien. In der Politik haben sich jene Interessen durchgesetzt, die auf eine weitere Internationalisierung Richtung Westen dr&auml;ngen, auch wenn dies das Land vor eine Zerrei&szlig;probe stellt.<br>\nDie EU muss sich fragen, warum sie die innerukrainische Polarisierung zu einen Kulturkampf gegen Russland &uuml;bersteigert, den alle Seiten nur verlieren k&ouml;nnen &ndash; in erster Linie die ukrainische Bev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/politik-die-ukraine-am-abgrund.1170.de.html?dram:article_id=311262\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>One Year After Russia Annexed Crimea, Locals Prefer Moscow To Kiev<\/strong><br>\nThe U.S and European Union may want to save Crimeans from themselves. But the Crimeans are happy right where they are.<br>\nOne year after the annexation of the Ukrainian peninsula in the Black Sea, poll after poll shows that the locals there &mdash; be they Ukrainians, ethnic Russians or Tartars are all in agreement: life with Russia is better than life with Ukraine.<br>\nLittle has changed over the last 12 months.  Despite huge efforts on the part of Kiev, Brussels, Washington and the Organization for Security and Cooperation in Europe, the bulk of humanity living on the Black Sea peninsula believe the referendum to secede from Ukraine was legit.  At some point, the West will have to recognize Crimea&rsquo;s right to self rule. Unless we are all to believe that the locals polled by Gallup and GfK were done so with FSB bogey men standing by with guns in their hands.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forbes.com\/sites\/kenrapoza\/2015\/03\/20\/one-year-after-russia-annexed-crimea-locals-prefer-moscow-to-kiev\/\">Forbes<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Einsch&auml;tzung der Bundesbank &ndash; &ldquo;W&auml;hrungsunion muss Insolvenz verkraften&rdquo;<\/strong><br>\nBez&uuml;glich einer m&ouml;glichen Pleite Griechenlands kommt die Bundesbank zu einer harten Einsch&auml;tzung: So etwas m&uuml;sse die W&auml;hrungsunion aushalten und Notenbanken d&uuml;rften keinesfalls einspringen. Und das Institut stellt Forderungen.<br>\nDie Euro-Zone muss nach Ansicht der Bundesbank auch die Insolvenz eines Mitgliedslandes aushalten k&ouml;nnen. Staaten seien grunds&auml;tzlich selbst f&uuml;r ihre Schulden verantwortlich, erkl&auml;rte die Bundesbank in ihrem Monatsbericht. &ldquo;Insofern muss in der W&auml;hrungsunion auch der Extremfall einer Insolvenz eines Mitgliedsstaates m&ouml;glichst verkraftbar sein.&rdquo;<br>\nEine Finanzierung von Staaten in finanzieller Schieflage durch die Notenbank sei genauso untersagt wie eine gemeinschaftliche Haftung. Die Bundesbank pochte daher auf Reformen, um das Finanzsystem im W&auml;hrungsraum krisenfester zu machen.<br>\nGenerell gilt laut Bundesbank, dass die Finanzstabilit&auml;t in der Euro-Zone unabh&auml;ngiger gemacht werden muss von der Entwicklung einzelner Staatshaushalte. Ansteckungseffekte durch L&auml;nder in Schieflage m&uuml;ssten beseitigt werden. &ldquo;Dies w&uuml;rde ebenfalls Druck von der Geldpolitik nehmen, in die Verantwortung f&uuml;r die Finanzstabilit&auml;t oder die staatliche Schuldentragf&auml;higkeit genommen zu werden.&rdquo; Geldpolitik, die auf Stabilit&auml;t ausgerichtet sei, m&uuml;sse dem Druck widerstehen, bei einer &Uuml;berschuldung von Banken oder Staaten in die Verantwortung genommen zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Waehrungsunion-muss-Insolvenz-verkraften-article14757096.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Bundesbank wie immer auf stramm neoliberalem Kurs. Dazu noch einmal die Bilanz der Austerit&auml;tspolitik:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>26,5 Prozent Arbeitslosigkeit<\/em><\/li>\n<li><em>51,2 Prozent Jugendarbeitslosigkeit<\/em><\/li>\n<li><em>R&uuml;ckgang der L&ouml;hne um 23 Prozent<\/em><\/li>\n<li><em>2,5 Millionen B&uuml;rger ohne Krankenversicherung<\/em><\/li>\n<li><em>Zusammenbruch des Gesundheitssystems<\/em><\/li>\n<li><em>Um 36 Prozent erh&ouml;hte Selbstmordrate (2011)<\/em><\/li>\n<li><em>Um 43 Prozent erh&ouml;hte S&auml;uglingssterblichkeit<\/em><\/li>\n<li><em>Verdoppelung der Obdachlosen<\/em><\/li>\n<li><em>30 Prozent der griechischen Bev&ouml;lkerung leben unterhalb der Armutsgrenze<\/em><\/li>\n<li><em>17 Prozent der Menschen sind nicht in der Lage, ihren t&auml;glichen Bedarf an Nahrungsmitteln zu decken<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25484#h04\">Sparkurs hat die verf&uuml;gbaren Haushaltseinkommen um fast ein Drittel einbrechen lassen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/gesundheitsversorgung-in-griechenland-schluss-aus-kein-amen-1.1635719\">Gesundheitsversorgung in Griechenland &ndash; Schluss, Aus, kein Amen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2015-02\/suizid-griechenland-wirtschaftskrise-sparpolitik\">Zahl der Suizide in Griechenland gestiegen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/lancet-euro-krise-hat-fatale-wirkung-auf-gesundheit-der-europaeer-a-891149.html\">Euro-Krise kostet Menschenleben<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/studie-sparkurs-hat-verheerende-folgen-fuer-gesundheit-der-griechen-a-954879.html\">S&auml;uglingssterblichkeit in Griechenland steigt um 43 Prozent<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Export&uuml;berschuss &ndash; Deutschland erzielt neuen Rekordwert<\/strong><br>\nDeutsche Unternehmen haben im vergangenen Jahr so viel exportiert wie nie zuvor &ndash; und erzielten einen Export&uuml;berschuss in neuer Rekordh&ouml;he. Weltweit kommt Deutschland auf den mit Abstand h&ouml;chsten &Uuml;berschuss.<br>\nDeutschland hat 2014 einen Export&uuml;berschuss in Rekordh&ouml;he erzielt. Die Ausfuhren &uuml;bertrafen die Einfuhren um 216,9 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. &bdquo;Der bisherige H&ouml;chstwert von 195,3 Milliarden Euro im Jahr 2007 wurde damit deutlich &uuml;bertroffen&ldquo;, erkl&auml;rten die Statistiker. 2013 hatte der &Uuml;berschuss noch bei 195 Milliarden Euro gelegen.<br>\nDie deutschen Unternehmen exportierten im vergangenen Jahr Waren im Wert von 1133,5 Milliarden Euro und damit so viel wie nie zuvor. Gleichzeitig wurden Waren im Wert von 916,6 Milliarden Euro importiert. Die Differenz beider Zahlen ist der Export&uuml;berschuss.<br>\nNach Berechnungen des M&uuml;nchner Ifo-Instituts kommt Deutschland weltweit auf den mit Abstand h&ouml;chsten &Uuml;berschuss. Die Leistungsbilanz wies demnach 2014 ein Plus von 285 Milliarden Dollar auf. Auf Platz zwei kommt die weltgr&ouml;&szlig;te Handelsnation China (150 Milliarden Dollar), gefolgt vom &Ouml;lexporteur Saudi-Arabien (100 Milliarden).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/exportueberschuss-deutschland-erzielt-neuen-rekordwert\/11541760.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Exportirrsinn wird weiter propagiert und gefeiert. Wann begreifen es Merkel, Sch&auml;uble &amp; Co und ihre Apologeten in den Redaktionen der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; endlich: Deutschlands Eport&uuml;bersch&uuml;sse, sind die Schulden der anderen. <\/em><br>\n<em>Ein Umdenken ist nicht in Sicht. Es wird keine L&ouml;sung f&uuml;r das griechische Schuldenproblem im Besonderen und f&uuml;r die Euro-Krise im Allgemeinen geben, so lange Deutschland dem Exportwahn verfallen ist. Wobei sich die Frage stellt, ob ein Umsteuern &uuml;berhaupt gewollt ist? Wie an Griechenland gerade demonstriert wird, sind Schulden der wichtigste Hebel zur Durchsetzung der neoliberalen Agenda.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Rekord-Export&uuml;berschuss: Deutschland kann unm&ouml;glich Konjunkturlokomotive sein<\/strong><br>\nHeute fr&uuml;h meldete das Statistische Bundesamt: &ldquo;Jahr 2014: Export&uuml;berschuss auf Rekordniveau&ldquo;. Ein Land aber, das mehr ins Ausland verkauft, als von dort einkauft, kann niemals Konjunkturlokomotive sein. Dessen aber r&uuml;hmen Politik und Medien regelm&auml;&szlig;ig Deutschland. Im Gegenteil, Deutschland &auml;hnelt einem Wagon, der von einer Lokomotive gezogen werden muss, weil es ihm an eigenem Antrieb mangelt. Doch das ist noch nicht alles, was sich aus der Meldung herauslesen l&auml;sst. [&hellip;]<br>\nWir haben erst vor kurzem festgestellt, dass Deutschland selbst mit dem am Boden liegenden Griechenland noch Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse realisiert hat, seine eigene Konjunktur also von Griechenland hat ziehen lassen. Damit musste die Gesamtverschuldung Griechenlands in genau dieser H&ouml;he zunehmen.<br>\nDer j&uuml;ngste Rekord-Export&uuml;berschuss zeigt, dass Deutschland seiner sich selbst zugesprochenen Verantwortung in Europa und der Welt nicht gerecht wird. Wie kann Deutschland sich, wie es seit geraumer Zeit geschieht, f&uuml;r so genannte Hilfen an L&auml;nder wie Griechenland auf die eigene Schulter klopfen, wenn es gleichzeitig mit seinen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;ssen daf&uuml;r sorgt, dass &ldquo;Hilfen&rdquo; &uuml;berhaupt notwendig werden? Denn auch das zeigt die Meldung des Statistischen Bundesamts. Der Rekord-Export&uuml;berschuss ist kein einmaliger Ausrei&szlig;er, sondern ein Dauerzustand:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2015\/03\/rekord-exportuberschuss-deutschland-kann-unmoglich-konjunkturlokomotive-sein\/\">Thorsten Hild auf Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wann Reiche wirklich reich sind<\/strong><br>\nWer ist reich? Schwierig zu sagen, da es &uuml;ber Multimillion&auml;re und Milliard&auml;re kaum valide Daten gibt.<br>\nDiese w&auml;ren aber f&uuml;r die Verteilungsdebatte wichtig &ndash; und sie k&ouml;nnten eigentlich auch erhoben werden, etwa durch zentrale Bankregister und mehr Datenaustausch.<br>\nDass die Schere zwischen Arm und Reich aufgeht, ist unbestritten. Aber wer sind eigentlich die &ldquo;wirklich Reichen&rdquo;? Die, bei denen die Gefahr besteht, dass sie sich vom gro&szlig;en Rest der Bev&ouml;lkerung immer weiter abkoppeln?<br>\nIn Deutschland gilt laut g&auml;ngiger Definition, die unter anderem auch dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zugrunde liegt, als &ldquo;reich&rdquo;, wer mehr als das Doppelte des Medianeinkommens hat. Das trifft laut einer aktuellen WSI-Untersuchung auf einen Single-Haushalt zu, der ein Nettojahreseinkommen von mehr als 35 616 Euro zur Verf&uuml;gung hat.<br>\nAls &ldquo;sehr reich&rdquo; gelten Haushalte, die mehr als das Dreifache des Medianeinkommens haben, das entspricht einem Nettojahreseinkommen von mindestens 53 424 Euro. 41 Prozent der so definierten &ldquo;sehr Reichen&rdquo; sind Selbst&auml;ndige, 52 Prozent Angestellte (und einige wenige Arbeiter), sechs Prozent Beamte. Der typisch &ldquo;sehr reiche&rdquo; Deutsche ist &auml;lter als 55, m&auml;nnlich, hat Abitur, eventuell Studium, und lebt in einem Haushalt ohne Kinder. Wer zu dieser Gruppe geh&ouml;rt, hat auch eine hohe Chance, nicht stark sozial abzusteigen.<br>\nSo sinnvoll es ist, diese Gruppe zu studieren, so sehr muss man sich aber trotzdem fragen: Sind das die wirklich Reichen? Ein Facharbeiter kurz vor der Rente? Ein Ingenieur? Ein Einzelhandelskaufmann? Ein Universit&auml;tsprofessor? Sind es diese 8,1 Prozent (&ldquo;Reiche&rdquo;) beziehungsweise 1,9 Prozent (&ldquo;sehr Reiche&rdquo;) der Bev&ouml;lkerung, die laut Befragungen wie dem sozio-&ouml;konomischen Panel (SOEP) die h&ouml;chsten Einkommen haben, auf die sich eine Verteilungsdebatte konzentrieren sollte? Wohl nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/debatte-ueber-umverteilung-wann-reiche-wirklich-reich-sind-1.2404487\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Es ist ein Manko des Armuts- und Reichtumsbericht, dass er den Focus lediglich auf den &ldquo;&auml;rmeren&rdquo; Teil der Gesellschaft legt. Aber vielleicht l&auml;&szlig;t sich &uuml;ber die wirklich Reichen auch deshalb so wenig forschen und ver&ouml;ffentlichen, u.a. weil sie ihr Verm&ouml;gen im Verborgenen halten &ndash; eventuell sogar illegal verbergen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Die ganze Debatte ist von Hilfslosigkeit gekennzeichnet. Das erkennt man schon daran, dass man hier versucht, &bdquo;Reichtum&ldquo; am Einkommen zu definieren. Nun ist es aber so, dass auch ein sehr reicher Haushalt mit einem guten Steuerberater, der in diesen Kreisen die Regel sein d&uuml;rfte, die Einnahmen klein rechnen kann. Schwieriger ist es jedoch, das Verm&ouml;gen klein zu rechnen. Daher ist das Verm&ouml;gen auch der einzig denkbare Indikator f&uuml;r &bdquo;Reichtum&ldquo;. &Uuml;ber die Verm&ouml;gensverteilung haben jedoch weder die Wirtschaftsforschungsinstitute, noch die statistischen &Auml;mter und die Finanzbeh&ouml;rden greifbare Daten. Daher muss man den irrigen Umweg &uuml;ber die Einkommen gehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ungleichheit: Deutschland liegt vorn<\/strong><br>\nDie Verm&ouml;gen in modernen Gesellschaften sind extrem ungleich verteilt &ndash; so lautet eine zentrale Erkenntnis von Thomas Piketty in &bdquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo;. Miriam Rehm und Matthias Schnetzer zeigen, dass dies in Europa in besonderem Ma&szlig;e f&uuml;r Deutschland und &Ouml;sterreich gilt.<br>\nDie beiden Wissenschaftler der Arbeiterkammer in Wien haben den Household Finance and Consumption Survey (HFCS) ausgewertet. Diese im Jahr 2010 durchgef&uuml;hrte Erhebung enthalte erstmals f&uuml;r die meisten L&auml;nder der Eurozone vergleichbare Daten zur Verm&ouml;gensverteilung, schreiben Rehm und Schnetzer. Dank zus&auml;tzlicher sozio&ouml;konomischer Informationen sei es m&ouml;glich, der von Piketty beschriebenen Konzentration von Verm&ouml;gen &bdquo;ein Gesicht zu geben&ldquo;.<br>\nDas reichste Prozent der Deutschen besitzt den HFCS-Daten zufolge etwa 24 Prozent am gesamten Privatverm&ouml;gen. Tats&auml;chlich d&uuml;rfte der Anteil sogar noch h&ouml;her ausfallen, so die Forscher. Das liege daran, dass sich die Verm&ouml;gen von Superreichen in einer freiwilligen Erhebung schwer erfassen lassen. Nach Sch&auml;tzungen k&ouml;nnte in Deutschland bis zu einem Drittel des Verm&ouml;gens beim reichsten Prozent konzentriert sein, in &Ouml;sterreich sogar gut 40 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/53399_53408.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschlands (neue) Gro&szlig;machtambitionen<\/strong><br>\neine regelrechte Propagandaoffensive gestartet, um die Menschen in diesem Land mit Projekten wie etwa &sbquo;Review 2014&lsquo; des Ausw&auml;rtigen Amtes buchst&auml;blich sturmreif zu schie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2015\/03\/23\/deutschland-wieder-die-grossmacht-2\/\">Informationsstelle Militarisierung (IMI)<\/a>\n<p><strong>und: Der Aufstieg des deutschen Europa<\/strong><br>\nWer hat das Sagen in Europa? Diese brisante Frage l&auml;sst sich am besten in jenen h&auml;ufigen Krisensituationen beantworten, in denen die Interessen dieser neuen europ&auml;ischen Gro&szlig;macht tangiert werden. Die derzeitigen Auseinandersetzungen um die &ldquo;europ&auml;ische&rdquo; Krisenpolitik gegen&uuml;ber Griechenland lieferten wieder tiefe Einblicke in die reellen Machtverh&auml;ltnisse in der Eurozone.<br>\n&ldquo;Alle f&uuml;rchten Merkel&rdquo;, titelte Deutschlands f&uuml;hrendes Newsportal Spiegel-Online sichtlich befriedigt Mitte Februar, nachdem eine europ&auml;ische Rundreise der neu gew&auml;hlten griechischen Regierung zu Anfang des Monats nicht die gew&uuml;nschten diplomatischen Erfolge zeitigte. Bei dieser diplomatischen Offensive waren der griechische Regierungschef Alexis Tsipras und sein Finanzminister auf der Suche nach europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten gegen das verheerende Spardiktat, das Berlin der gesamten Eurozone im Krisenverlauf oktroyieren konnte.<br>\nIn Rom, Paris und Br&uuml;ssel sei Tsipras klar gemacht worden, dass er nicht auf Unterst&uuml;tzung bei der kommenden Auseinandersetzung mit Berlin rechnen k&ouml;nne. In Europas Hauptst&auml;dten herrsche Angst, &ldquo;die m&auml;chtige Kanzlerin Merkel zu ver&auml;rgern,&rdquo; so SPON w&ouml;rtlich. Selbst der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande, der sich kurz nach dem Wahlsieg des griechischen Linksb&uuml;ndnisses Syriza in einer Vermittlerrolle positionieren wollte, r&uuml;ckte pl&ouml;tzlich von seinem Vorhaben ab, nachdem er sich &ldquo;des langen Arms von Bundeskanzlerin Angela Merkel&rdquo; erinnerte, die &ldquo;die Syriza-Ideen bekanntlich skeptisch sieht&rdquo;. Worauf Berlin letztendlich bei den Auseinandersetzungen mit Syriza abzielt, machte die Onlinepr&auml;senz der konservativen Tageszeitung Die Welt klar: Es gehe darum, &ldquo;Tsipras in die Knie zu zwingen&rdquo; und hierdurch die linke Regierung zu &ldquo;blamieren&rdquo;.<br>\nEs w&auml;re m&uuml;&szlig;ig und redundant, noch weitere Quellen oder Zitate aus der weitgehend gleichgeschalteten deutschen Presselandschaft anzuf&uuml;hren, die bei der j&uuml;ngsten Krise in hysterischer Intensivierung die alte ideologische Leier von den faulen, verantwortungslosen und korrupten Griechen abspulte, w&auml;hrend die desastr&ouml;sen Folgen des deutschen Spardiktats in der Eurozone souver&auml;n &uuml;bersehen oder uminterpretiert werden. Die Reihen in der &ldquo;Propagandakompanie der deutschen Journallie&rdquo; (Karl Kraus) sind wieder so fest geschlossen wie sonst nur bei der Legitimierung von Kriegseins&auml;tzen oder Sozialabbau. Einen traurigen Tiefpunkt erreichte G&uuml;nter Jauch mit dem &ouml;ffentlichen Verh&ouml;r, dem er den griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis unterzog.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44423\/1.html\">Tomasz Konicz auf Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Institut f&uuml;r Weltwirtschaft: &Ouml;konomen prognostizieren starke Inflation<\/strong><br>\nForscher erwarten ein kr&auml;ftiges Wirtschaftswachstum. Einige warnen sogar vor einer &Uuml;berhitzung der Konjunktur und stark steigenden Inflationsraten: Die Verbraucherpreise d&uuml;rften merklich anziehen &ndash; bis 2019 auf fast drei Prozent. Eine solche &Uuml;berhitzung sei kein Grund zum Feiern, sondern Anlass zur Sorge. &ldquo;Stabilisierungspolitisch ist ein Boom ebenso eine Zielverfehlung wie eine Rezession&rdquo;, sagte der Leiter des IfW-Prognosezentrums, Stefan Kooths.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ifw-institut-fuer-weltwirtschaft-in-kiel-zur-konjunktur-a-1025081.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Warnung vor Inflation ist f&uuml;r deutsche &Ouml;konomen das, was der Wackeldackel f&uuml;r deutsche Autofahrer und wei&szlig;e Socken plus Sandalen f&uuml;r deutsche Touristen sind &ndash; typisch deutsch mit einem hohen Fremdsch&auml;mpotential. Wir befinden uns mitten in einer Deflation und deutsche &Ouml;konomen warnen vor einer kommenden Inflation von &ndash; halten Sie sich bitte fest &ndash; drei Prozent! W&auml;re es nicht so absurd und l&auml;cherlich, man k&ouml;nnte herzhaft lachen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Investitionsvertr&auml;ge, die Ma&szlig;anz&uuml;ge der Multis &ndash; Lateinamerikanische Erfahrungen<\/strong><br>\n&ldquo;Ein Multi droht uns mit Verfahren&rdquo;, emp&ouml;rte sich der Pr&auml;sident Uruguays Tabar&eacute; Vazquez. Sein Antitabak-Gesetz war allzu starker Tobak f&uuml;r den Tabakgiganten Philip Morris. Der Gro&szlig;investor sieht seine Eigentumsrechte verletzt und klagt vor dem Internationalen Schiedsgericht (ICSID) in Washington. Gesundheit gehe vor blauem Dunst, argumentiert dagegen die Regierung in Montevideo. Uruguay und Philip Morris sind kein Einzelfall. Und das Schiedsgericht f&uuml;r Investitionsstreitigkeiten ist f&uuml;r interessierte Europ&auml;er durchaus ein Begriff &ndash; seit den Verhandlungen um das Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Europ&auml;ischen Union TTIP. Ein privates Gericht hebele nationale Gesetze aus, kritisieren die Gegner des Freihandelsabkommens. Es tage zudem geheim und sei keineswegs neutral, favorisiere es doch Gro&szlig;konzerne. Investitionsschutz wurde urspr&uuml;nglich vereinbart, um Auslandsinvestitionen vor allem in Entwicklungsl&auml;ndern zu f&ouml;rdern und abzusichern. Manche Regierungen sehen sich allerdings in einer Falle: Investitionsschutzabkommen behinderten Reformen in Sozialpolitik, zum Umwelt- und Verbraucherschutz. Sie schr&auml;nkten Demokratie und Souver&auml;nit&auml;t ein. Profit w&uuml;rde zum h&ouml;chsten Rechtsgut. Lateinamerika liefert reichlich Anschauungsmaterial zum Thema Investitionsschutz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/wissen\/investitionsvertraege-lateinamerika\/-\/id=660374\/did=14883762\/nid=660374\/c462iv\/index.html\">SWR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schmutzige Deals mit dem Geld von Bill Gates<\/strong><br>\nMicrosoft-Gr&uuml;nder Bill Gates und seine Frau Melinda wollen den &Auml;rmsten dieser Welt helfen. Erkl&auml;rtes Ziel des verm&ouml;genden Paares ist es au&szlig;erdem, den Klimawandel zu bek&auml;mpfen und saubere Energien zu f&ouml;rdern. Da will es nicht so richtig ins Bild passen, dass ausgerechnet die Verm&ouml;gensverwaltung ihrer Stiftung, der Bill &amp; Melinda Gates Foundation Trust, einen Teil seines Kapitals in Unternehmen anlegt, die alles andere als umweltfreundlich sind, darunter einige der gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;lfirmen sowie diverse internationale Rohstoff- und Chemiekonzerne. Das geht aus der Steuererkl&auml;rung des Trusts f&uuml;r das Jahr 2013 hervor. Die Gates-Stiftung ist mit einem Kapital von 41 Milliarden Dollar die gr&ouml;&szlig;te ihrer Art weltweit. Keine andere private Organisation gibt so viel Geld f&uuml;r wohlt&auml;tige Zwecke aus.<br>\nLaut einer Datenanalyse der britischen Zeitung Guardian hat der Trust im Steuerjahr 2013 allein 1,4 Milliarden Dollar in Firmen investiert, die &Ouml;l, Gas oder Kohle f&ouml;rdern. Einige davon sind f&uuml;r gro&szlig;e Umweltkatastrophen verantwortlich. So steht auf der Anlageliste die britische BP, die f&uuml;r die &Ouml;lpest im Golf von Mexiko vor f&uuml;nf Jahren verantwortlich ist. Bei der Explosion der Deepwater-Horizon-Plattform starben elf Menschen, mehrere Monate str&ouml;mte &Ouml;l unkontrolliert ins Meer. Auch der US-Konzern Exxon, der 1989 mit dem Tankerungl&uuml;ck der Exxon-Valdez in Alaska f&uuml;r Schlagzeilen sorgte, steht auf der Liste ebenso wie die britisch-holl&auml;ndische Firma Shell, die an der seit Jahrzehnten anhaltenden Verschmutzung der K&uuml;stenregion von Nigeria beteiligt ist. Kr&auml;ftig investiert haben die Verm&ouml;gensverwalter der Gates-Stiftung auch in m&auml;chtige Rohstoffkonzerne wie Anglo American, BHP Billiton, Vale, Rio Tinto oder Glencore Xstrata, die nicht nur wegen Umweltvergehen, sondern auch Menschenrechtsverletzungen immer wieder im Fokus stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/gates-stiftung-schmutzige-deals-mit-dem-geld-von-bill-gates-1.2402681\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nun, die M&auml;r vom philanthropischen M&auml;zen diente schon immer nur der Exkulpation der Superreichen und ihrem angeh&auml;uften Verm&ouml;gen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kirche gibt sich selbst Kredite und l&auml;sst den Staat die Zinsen zahlen<\/strong><br>\nDurch die &ldquo;Transparenzoffensive&rdquo; der katholischen Kirche kommt langsam ans Licht, weshalb sich die Bist&uuml;mer im Hinblick auf ihre Finanzen bisher eher bedeckt gehalten haben: So nimmt die Kirche in Nordrhein-Westfalen quasi Darlehen bei sich selbst auf &ndash; und l&auml;sst den Staat die Zinsen zahlen.<br>\nDiese Praxis, die zumindest f&uuml;r das Erzbistum K&ouml;ln und das Bistum M&uuml;nster belegt ist (f&uuml;r die anderen Bist&uuml;mer in NRW reichen die ver&ouml;ffentlichten Informationen nicht aus), kommt bei Schulbauma&szlig;nahmen zum Tragen. Obwohl es am wirtschaftlichsten w&auml;re, diese Ma&szlig;nahmen durch Eigenkapital zu finanzieren (was die Bist&uuml;mer bei allen anderen Investitionen auch tun), nehmen die Bist&uuml;mer als Schultr&auml;ger hierf&uuml;r Darlehen (also Fremdkapital) auf, deren Zinsen das Land Nordrhein-Westfalen zu 94 Prozent erstattet. Die Kirche profitiert dabei gleich doppelt: Zum einen brauchen die Bist&uuml;mer in H&ouml;he dieser Darlehen keine eigenen Mittel einzusetzen und legen die so &ldquo;gesparten&rdquo; Gelder als Finanzanlagen gewinnbringend an.<br>\nZum anderen d&uuml;rften diese Darlehen von kirchlichen Banken stammen, so dass die Darlehenszinsen auch noch der Kirche zuflie&szlig;en.<br>\nUmgekehrt stellt diese Praxis f&uuml;r das Land NRW die denkbar ung&uuml;nstigste Variante der Schulfinanzierung dar: Wenn die Finanzierung von Schulbauma&szlig;nahmen schon &uuml;ber Darlehen erfolgen muss, so w&auml;re es f&uuml;r das Land wirtschaftlicher, diese selbst aufzunehmen, weil es im Zweifel die g&uuml;nstigeren Finanzierungskonditionen erh&auml;lt.<br>\nDar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnte das Land diese Mittel unter Umst&auml;nden (zumindest teilweise) auch ohne Kreditaufnahme finanzieren.<br>\nAlternativ w&auml;re es immer noch g&uuml;nstiger, wenn das Land den Bist&uuml;mern die entgangenen (geringeren) Guthabenzinsen auf das eingesetzte Kapital erstatten w&uuml;rde statt den (h&ouml;heren) Darlehenszinsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hpd.de\/artikel\/11458\">Humanistischer Pressedienst<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>FNS und &ldquo;Der Dritte Weg&rdquo; &ndash; braune Kontinuit&auml;ten<\/strong><br>\nFlugblattverteilungen in W&uuml;rzburg und Karlshuld, Demonstrationen in M&uuml;nchen und Wunsiedel, Kontakte zu Kameraden in ganz Europa von Tschechien &uuml;ber Ungarn bis Griechenland &ndash; die Partei &bdquo;Der Dritte Weg&ldquo; ist erst anderthalb Jahre alt, doch in Bayern ist sie l&auml;ngst die wichtigste Neonaziorganisation. Sie versammelt sich vor allem ehemalige Aktivisten des verbotenen &bdquo;Freien Netz S&uuml;d&ldquo;. Mit dabei: Verurteilte Volksverhetzer, Schl&auml;ger und Terroristen.<br>\nIm vergangenen Sommer verk&uuml;ndete das bayerische Innenministerium auf einer eigens anberaumten Pressekonferenz mit gro&szlig;er Geste das Verbot des &ldquo;Freien Netz S&uuml;d&rdquo; (FNS), des bis dato gr&ouml;&szlig;ten und aktivsten Neonazinetzwerks in Bayern. Eine Gro&szlig;razzia gegen das FNS lag da schon bald ein Jahr zur&uuml;ck. Die Neonazis waren also l&auml;ngst gewarnt und hatten genug Zeit, sich auf das Verbot vorzubereiten. Sie nutzten die Zeit: Bereits im September 2013 formierte sich die neue Partei der &ldquo;Dritte Weg&rdquo;, deren Fahnen und Transparente schon wenige Wochen sp&auml;ter den allj&auml;hrlichen Neonazi-Aufmarsch in Wunsiedel dominierten. Seit Jahresbeginn 2014 zeigte die Partei auch au&szlig;erhalb Deutschlands Pr&auml;senz: Aktivisten reisten nach Athen, um sich mit den Gesinnungsgenossen von der Neonazipartei &ldquo;Goldene Morgenr&ouml;te&rdquo; zu treffen und an deren Aufm&auml;rschen teilzunehmen. Und sie veranstalteten mit Unterst&uuml;tzung tschechischer Kameraden einen &ldquo;Trauermarsch&rdquo; in Karlovy Vary (Karlsbad).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/rechtsextremismus\/rechtsextremismus-dritter-weg-kolumne-100.html\">Bayerischer Rundfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Netanyahu bedauert Araber-Kommentar<\/strong><br>\nBenjamin Netanyahu wollte wohl kurzfristig noch unentschlossene W&auml;hler am rechten Rand mobilisieren: Am Tag der Parlamentswahl in Israel hatte sich der Regierungschef abf&auml;llig &uuml;ber israelische Araber ge&auml;u&szlig;ert, die &ldquo;in Horden&rdquo; an die Urnen st&uuml;rmen w&uuml;rden. Jetzt hat er die Aussage zur&uuml;ckgenommen.  &ldquo;Ich wei&szlig;, dass das, was ich vor ein paar Tagen gesagt habe, arabische Israelis gekr&auml;nkt hat&rdquo;, sagte Netanyahu vor arabischen Anh&auml;ngern seines Likud-Blocks in einem auf seiner Facebook-Seite ver&ouml;ffentlichten Video. &ldquo;Ich hatte nicht die Absicht, dass das passiert&rdquo;, sagt er darin weiter. &ldquo;Ich bedauere das.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/israel-netanyahu-entschuldigt-sich-fuer-abfaelligen-kommentar-a-1025184.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mein Gott, wie verlogen! Benjamin Netanyahu hat in noch gar nicht absehbarer Weise das Ansehen Israels in der Welt besch&auml;digt. Wie soll man man mit solche einem Mann rationale Politik betreiben k&ouml;nnen, der so einseitig und bedenkenlos auf Machterhalt ausgerichtet ist?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gabriel beerdigt den Stolz der SPD<\/strong><br>\nSigmar Gabriel hat den Anspruch aufgegeben, die SPD k&ouml;nne einen Kanzler stellen. Damit riskiert er einen weiteren Bedeutungsverlust seiner Partei. Wenn die popul&auml;re Kanzlerin eines Tages beiseitetritt, k&ouml;nnte es zu sp&auml;t sein. (&hellip;)<br>\nSigmar Gabriel f&uuml;hrt seine Partei, aber ihm fehlen der Wille und die Vorstellung, mit seiner SPD das Land zu f&uuml;hren. Hinter der herzhaften Rustikalit&auml;t, die er ausstrahlt, verbirgt sich entschlossene Unentschlossenheit. Gabriel hat Kraft, aber keine St&auml;rke; er verwechselt Pose mit Haltung. Er ist pr&auml;sent, aber er pr&auml;sentiert keine Botschaft. Er hat ein ganz wunderbares Talent zur mitrei&szlig;enden Rede, damit gewinnt er bisher seine Parteitage; aber er wei&szlig; nicht, wohin und zu welchen Zielen er die W&auml;hler rei&szlig;en soll; deswegen rei&szlig;t er nichts. Ihm fehlt die unbeirrbare und unb&auml;ndige Zuversicht, die er und die SPD br&auml;uchten, um sich &uuml;ber die schlechten Meinungsumfragen zu erheben. Gabriel macht die Sozialdemokratie so klein, wie sie derzeit dort bewertet wird. (&hellip;)<br>\nNie wurde das so deutlich wie j&uuml;ngst beim Parteitag der schleswig-holsteinischen SPD in Neum&uuml;nster. Dort hielt Gabriel eine verr&auml;terische Rede: Angela Merkel, so sagte er, sei &ldquo;eine gute Bundeskanzlerin, solange wir aufpassen&rdquo;. Dieser Satz steht f&uuml;r die Verzwergung der SPD: Gabriel macht aus einer Partei mit dem Anspruch zu dirigieren eine Partei, die andere beim Dirigieren kontrolliert. (&hellip;)<br>\nDie gro&szlig;en Br&uuml;tereien finden anderswo statt: Ein Buch nach dem anderen wird geschrieben &uuml;ber die Ungerechtigkeit der Weltordnung und wie man sie beseitigen k&ouml;nnte. Die SPD, die aufgrund ihrer Geschichte wie keine andere dazu berufen w&auml;re, schreibt daran nicht mit. Die Verbindung des Sozialen mit dem &Ouml;konomischen gelingt Gabriel bisweilen gut in seinen Reden. Es entsteht aber daraus kein Politikentwurf und keine Politik. Die TTIP-Debatte k&ouml;nnte eine Debatte sein, die daf&uuml;r Gelegenheit gibt. Gabriel will diese Debatte, die seine Partei f&uuml;hren will, aber partout verhindern. Der Zickzackkurs, den Gabriel dabei vorf&uuml;hrt, &uuml;berzeugt niemanden &ndash; nicht einmal jene, die, wie er, TTIP unbedingt wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/sozialdemokraten-im-umfragetief-gabriel-beerdigt-den-stolz-der-spd-1.2400672\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Herr Gabriel ist bereits seit der gemeinsamen Zeit in Niedersachsen quasi ein &bdquo;Sch&uuml;ler&ldquo; von Gerhard Schr&ouml;der, der mit seiner Agenda-Politik das Sozialdemokratische in der SPD zu Grabe getragen und dabei offenbar mehr an sich selbst als an die Partei gedacht hat. Vor allem diesen Egoismus scheint Gabriel von Schr&ouml;der gelernt zu haben.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Die rechte und die linke Hand des Gabriel<\/strong><br>\nManchmal wei&szlig; die rechte Hand nicht, was die linke tut. In einer Koalition kommt das unter verschiedenen Zeitgenossen oder Ministerien recht oft vor. Gabriel schafft es aber, dass er am eigenen Leib nicht wei&szlig;, was seine rechte Hand treibt, w&auml;hrend er mit der linken an Themen herumnestelt.<br>\nLetzte Woche verk&uuml;ndete er gro&szlig;spurig, dass die Bundesregierung &raquo;in die Debatte &uuml;ber die Neuregelung von Werkvertr&auml;gen und Leih- und Zeitarbeit einsteigen&laquo; werde. Die Regierung habe n&auml;mlich &raquo;etwas dagegen, dass Werkvertr&auml;ge missbraucht werden, um Gesch&auml;ftsmodelle zu etablieren, die letztlich auf der gesetzwidrigen Ausbeutung von Menschen beruhen&laquo;. Nun k&ouml;nnte man gleich mal fragen, ob es ein Recht auf gesetzeskonforme Ausbeutung von Menschen gibt. Aber das f&uuml;hrt nun mal wieder zu weit. Kurzum, er k&uuml;ndigte an, dass etwas geschehen sollte, um die Prekarisierung von Arbeitsverh&auml;ltnissen zu stoppen. Ein neuer Gesetzesrahmen, neue Regelungen und vielleicht ja auch verst&auml;rkte Kontrollen und Bestrafungen. Gabriel spielt die Karte des Gesetzgebers. An sich nicht &uuml;bel, was er mit seiner linken Hand so anstellt. Aber wo ist noch gleich die rechte?<br>\nNicht in der Hosentasche jedenfalls. Mit der rechten Hand klammert er sich an das Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten. St&auml;ndig macht er Werbung daf&uuml;r, was f&uuml;r ein tolles Ding TTIP doch eigentlich sei. Zuletzt tobte er sich bei der &raquo;Bildzeitung&laquo; aus. Alle Vorz&uuml;ge notierte er. Argumente, die nur schwer nachvollziehbar waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/03\/die-rechte-und-die-linke-hand-des.html\">d sinistram<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>nicht vergessen &hellip; heute Abend kommt &bdquo;die Anstalt&ldquo;<\/strong><br>\nPolitsatire mit Max Uthoff und Claus von Wagner<br>\nG&auml;ste: Klaus Eckel, Arnulf Rating, Serdar Somuncu<br>\nDienstag, 24.03.2015, 22:15 &ndash; 23:00 Uhr\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Allerletzte &ndash; Kai Dieckmann zum aktuellen Spiegel-Titel<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150324_twitter.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/titelbild-spiegel-stellt-merkel-in-eine-reihe-mit-nazis-1.2404209\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So, aber die rassistische Hetzkampagne der Bild gegen Griechenland, die dieses Titelbild wohl eher unbeabsichtigt perfekt untermalt, die geht durch. Mehr Heuchelei geht nicht!<\/em><br>\n<em>Auch wenn der Spiegel, das Titelbild als ironische Brechung gemeint hat. SPIEGEL-Chefredakteur Klaus Brinkb&auml;umer schreibt dazu: &bdquo;Wir zitieren, ironisieren und verfremden einen Blick von au&szlig;en und die Vermischung von deutscher Geschichte mit deutscher und europ&auml;ischer Gegenwart.&ldquo; Und der Tenor, der Story, der ist, dass man die verfolgte Unschuld spielt und gar nicht verstehen kann wie man &bdquo;uns&ldquo; immer noch die Nazi-Zeit vorwerfen kann, und dass Deutschland nat&uuml;rlich nie und nimmer die anderen EU-L&auml;nder und insbesondere Griechenland dominiert, sondern doch nur Gutes tun will, etwa die F&uuml;hrungsrolle &uuml;bernehmen, die Europa angeblich so dringend braucht. So zeigt das Titelbild dennoch das Bild von Deutschland, das dank Sch&auml;uble und Merkel immer mehr Menschen in Europa haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25529","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25529","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25529"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25529\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25534,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25529\/revisions\/25534"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25529"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25529"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25529"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}