{"id":25568,"date":"2015-03-27T08:51:40","date_gmt":"2015-03-27T07:51:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568"},"modified":"2015-03-27T08:51:40","modified_gmt":"2015-03-27T07:51:40","slug":"hinweise-des-tages-2342","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h01\">Berichterstattung zum Flugzeugabsturz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h02\">Griechische L&ouml;hne und polnische Produktivit&auml;t &ndash; ein Faktencheck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h03\">Jakob Augstein: Offener Brief an die Kanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h04\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h05\">Arbeiten wie in Asien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h06\">Die Misere der Makro&ouml;konomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h07\">Wir sind bei der &Ouml;ffnung zu weit gegangen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h08\">Deutsche Firmenchefs verdienen so viel wie nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h09\">Studie: Deutscher Arbeitsmarkt braucht j&auml;hrlich 533.000 Zuwanderer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h10\">Linke will 200.000 gef&ouml;rderte Stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h11\">Ma&szlig;nahmenkatalog gegen Missst&auml;nde in Jobcentern n&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h12\">Der Tod formt die ideale Alterspyramide<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h13\">Wolfgang Gehrke (Die LINKE): Diese drei Abkommen vertiefen die Spaltung in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h14\">1,4 Millionen f&uuml;r die NPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h15\">AfD-Fraktion in Th&uuml;ringen droht der Bruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h16\">Europa: Gemeinsamer Forschungsraum n&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568#h17\">Zu guter Letzt: CDU ernennt Sigmar Gabriel zum Ehrenmitglied<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25568&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Berichterstattung zum Flugzeugabsturz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Absturz des Journalismus<\/strong><br>\nAls BILDblogger schaut man jeden Tag in die Abgr&uuml;nde des Journalismus, aber es gibt Tage, an denen vor lauter Abgr&uuml;nden kaum noch Journalismus zu sehen ist. Gestern war so ein Tag.<br>\nAm fr&uuml;hen Mittag, weniger als eine Stunde nachdem bekannt geworden war, dass die Germanwings-Maschine 4U9525 &uuml;ber Frankreich abgest&uuml;rzt ist, umfasste der Liveticker bei Bild.de schon &uuml;ber 35 Eintr&auml;ge. Bei &bdquo;Focus Online&ldquo; &uuml;ber 20.<br>\nDas ist eine dieser furchtbaren Eigenarten des deutschen Onlinejournalismus: Dass die Portale in den ersten Stunden nach solchen medialen Gro&szlig;ereignissen alles rausjagen, was sie in die Finger kriegen, egal, wie irrelevant, spekulativ oder nichtssagend die &bdquo;Nachricht&ldquo; auch sein mag. Hauptsache Content. Hauptsache Klicks.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/63665\/absturz-des-journalismus\/\">Mats Sch&ouml;nauer auf Bildblog<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Medien und der Co-Pilot &ndash; so unterschiedlich gehen Bild, New York Times &amp; Co. mit Foto und Namen um<\/strong><br>\nDie Enth&uuml;llung, dass der Co-Pilot den Germanwings-Flug 9525 offenbar absichtlich abst&uuml;rzen lie&szlig;, stellte die Medien hierzulande vor eine Gewissensfrage. W&auml;hrend angels&auml;chsische Medien durchgehend den Co-Piloten im Bild zeigen und mit vollem Namen nennen, gibt es in deutschen Medien eine gro&szlig;e Bandbreite. Vom v&ouml;lligen Bild-Verzicht bis hin zur vollen Namensnennung. Zwischen Boulevard- und &ldquo;Qualit&auml;ts&rdquo;-Medien ist kein Unterschied feststellbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/03\/26\/die-medien-und-der-co-pilot-so-unterschiedlich-gehen-bild-new-york-times-co-mit-foto-und-namen-um\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a> \n<p>passend dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/bild_cover_germanwingsabsturz.png\" title=\"BILD-Cover vom 27. M&auml;rz 2015\">Die Titelseite der heutigen BILD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass sich zwischen Boulevard- und &bdquo;Qualit&auml;ts&ldquo;-Medien die Unterschiede verwischen gilt nicht nur f&uuml;r die Bildberichterstattung. Aus der W&uuml;rde des Menschen (Art. 1 GG) leitet sich auch ein Pers&ouml;nlichkeitsrecht nach dem Tode ab. Das haben Bild und Spiegel schon beim Flugzeugabsturz in der Ukraine verletzt. Siehe dazu nochmals <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22546\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> MEEDIA konzentriert sich in dieser &Uuml;bersicht auf die Frage, ob und welche Medien auf das Verpixeln des Gesichts verzichten und den Namen voll ausschreiben. Viel interessanter finde ich jedoch einen weiteren Vergleich: Alle aufgezeigten deutschen Medien (egal ob Boulevard oder selbsternanntes &bdquo;Qualtit&auml;tsmedium&ldquo;) nehmen direkt oder indirekt die Aussagen der franz&ouml;sischen Staatsanwaltschaft als Fakt auf, w&auml;hrend die Aussagen in s&auml;mtlichen britischen\/amerikanischen Medien als Zitat bzw. indirekte Rede verwandt werden.<br>\nIn Artikel 2 (Sorgfalt) des Pressekodex ist folgendes nachzulesen: &bdquo;Unbest&auml;tigte Meldungen, Ger&uuml;chte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen. Symbolfotos m&uuml;ssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden.&ldquo;<br>\nUnd in Artikel 13 (Unschuldsvermutung) steht folgendes: &bdquo;Die Berichterstattung &uuml;ber Ermittlungsverfahren, Strafverfahren und sonstige f&ouml;rmliche Verfahren muss frei von Vorurteilen erfolgen. Der Grundsatz der Unschuldsvermutung gilt auch f&uuml;r die Presse.&ldquo;<br>\nWenn man diese beiden Artikel an die aktuelle Berichterstattung zum Flugzeugungl&uuml;ck nahezu aller deutschen Medien anlegt, m&uuml;sste der Presserat wohl eine &bdquo;Massen-R&uuml;ge&ldquo; erteilen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Medien und der Absturz<\/strong><br>\nDas Haus des Co-Piloten wurde im Fernsehen gezeigt, sein voller Name in verschiedenen Medien ver&ouml;ffentlicht. Hinzukommen die mehr als voreiligen Spekulationen &ndash; ganz zu schweigen von Formulierungen in &auml;u&szlig;erst schlechtem Stil. Festzuhalten bleibt: Abgest&uuml;rzt ist nicht nur ein Flugzeug mit 150 Menschen an Bord, sondern leider auch der Journalismus&hellip;<br>\n&hellip;auch Medien vermeintlich h&ouml;herer Qualit&auml;t bekleckern sich in diesen Tagen nicht mit Ruhm. So titelt die Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo; heute. &ldquo;Absturz eines Mythos &ndash; Wenn eines sicher war, dann die Lufthansa. Das furchtbare Ungl&uuml;ck der Germanwings r&uuml;hrt am Selbstverst&auml;ndnis des Konzerns &ndash; und der Nation.&rdquo;<br>\n&ldquo;Ob dieser verungl&uuml;ckte Titel wohl auch am Selbstverst&auml;ndnis der Zeitung r&uuml;hrt&rdquo;, fragte der Medienjournalist Stefan Niggemeier heute Mittag&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/germanwings-unglueck-die-medien-und-der-absturz.724.de.html?dram%3Aarticle_id=315423\">Betina Schmieding im DLF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechische L&ouml;hne und polnische Produktivit&auml;t &ndash; ein Faktencheck<\/strong><br>\nEin Leser weist uns darauf hin&hellip;, dass Professor Hans-Werner Sinn in der Sendung &bdquo;Hart, aber fair&ldquo; am 16. 3. 2015 gesagt hat, die griechischen L&ouml;hne seien doppelt so hoch wie die polnischen, Griechenland m&uuml;sse folglich eine doppelt so hohe Produktivit&auml;t haben wie Polen, die griechische Produktivit&auml;t sei &ldquo;in Wirklichkeit aber nur ein Bruchteil davon&ldquo;.<br>\nDas ist eine mehr als erstaunliche Aussage, einerseits in Hinblick auf die Fakten, andererseits in Hinblick auf das Verst&auml;ndnis der Funktionsweise einer W&auml;hrungsunion. In einer W&auml;hrungsunion reicht es n&auml;mlich schon, wenn ein Land Jahr f&uuml;r Jahr nur ein klein wenig &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse lebt, um sich allm&auml;hlich in eine unhaltbare Situation zu man&ouml;vrieren. Das gilt umso mehr, wenn es in der gleichen W&auml;hrungsunion ein anderes (wom&ouml;glich gro&szlig;es) Land gibt, das weit unter seinen Verh&auml;ltnissen lebt. Denn dann entwickelt sich die Wettbewerbsf&auml;higkeit beider Mitgliedsl&auml;nder auf Dauer eklatant auseinander, ohne dass der Wechselkurs der gemeinsamen W&auml;hrung darauf ad&auml;quat reagieren kann: F&uuml;r das eine Land, das unter seinen Verh&auml;ltnissen lebt, m&uuml;sste die W&auml;hrung aufwerten, f&uuml;r das andere dagegen abwerten. Man braucht also gar keinen Vergleich zwischen zwei L&auml;ndern anzustellen, bei dem die L&ouml;hne in dem einen Land doppelt so hoch sind wie in dem anderen und die Produktivit&auml;t im Gegensatz dazu nur einen Bruchteil betr&auml;gt&hellip;<br>\nDoch f&uuml;r einen solchen Vergleich von L&ouml;hnen und Produktivit&auml;t ein Land heranzuziehen, das nicht Mitglied der W&auml;hrungsunion ist, geht am Problem vollkommen vorbei&hellip;<br>\nGriechenlands Problem in Sachen Wettbewerbsf&auml;higkeit ist nicht Polen, sondern Deutschland&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/griechische-loehne-und-polnische-produktivitaet-ein-faktencheck-2\/\">flassbeck-economics<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Ouml;konomische Aufkl&auml;rung im besten Sinne.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jakob Augstein: Offener Brief an die Kanzlerin<\/strong><br>\nHeute hat uns das nationale Ressentiment wieder eingeholt. Und Sie haben es zugelassen. Im Jahr 2011 schimpften Sie: &ldquo;Es geht auch darum &hellip; dass alle sich auch ein wenig gleich anstrengen. &hellip; Wir k&ouml;nnen nicht eine W&auml;hrung haben und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig.&rdquo; Wussten Sie damals nicht, wie hart die Griechen schuften, um trotz der desolaten Lage ihres Landes &uuml;ber die Runden zu kommen? Die OECD hat ermittelt, dass die Griechen 2011 2039 Stunden pro Jahr arbeiteten &ndash; weit mehr als die Menschen in fast allen anderen verglichenen Staaten. In den USA kam man auf 1786 Stunden, in Italien auf 1772 &ndash; und in unserem lieben Deutschland, Frau Merkel, wurde nur 1405 Stunden pro Jahr gearbeitet.<br>\nHat Ihnen der Grieche Tsipras von den Verheerungen erz&auml;hlt, die Ihre Austerit&auml;tspolitik in seinem Land angerichtet hat? Die nominalen Bruttoeinkommen sind zwischen 2008 und 2012 um knapp 25 Prozent gefallen. Die Arbeitslosigkeit ist bis 2014 von 7,3 auf 26,6 Prozent gestiegen, bei Jugendlichen auf 44 Prozent. Und nat&uuml;rlich hat es die Schwachen wieder schlimmer erwischt als die Starken: die &auml;rmsten Haushalte haben fast 86 Prozent ihres Einkommens verloren, die reichsten nur rund 20 Prozent. Die Steuerbelastung der unteren Einkommensh&auml;lfte ist um 337 Prozent gestiegen, die der oberen H&auml;lfte um nur neun Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/augstein-offener-brief-an-kanzlerin-merkel-a-1025478.html\">Jakob Augstein auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Deeskalation bei der Politik der Missgunst in Europa<\/strong><br>\nDer deutsche Fernsehmoderator G&uuml;nther Jauch zeigte k&uuml;rzlich im Fernsehen ein nachbearbeitetes Video von mir aus der Zeit, bevor ich griechischer Finanzminister war, in dem ich seinem Land den &bdquo;Stinkefinger&ldquo; zeigte. Die Reaktion darauf zeigt die potenziellen Auswirkungen einer angeblichen Geste insbesondere in schwierigen Zeiten. Vor der Finanzkrise von 2008, die die Schw&auml;chen der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion aufgezeigt und stolze L&auml;nder gegeneinander aufgebracht hat, h&auml;tte die Ausstrahlung des Videos gewiss keine derartige Aufregung zur Folge gehabt.<br>\nAls die griechische Regierung Anfang 2010 ihre Schulden gegen&uuml;ber franz&ouml;sischen, deutschen und griechischen Banken nicht mehr bedienen konnte, sprach ich mich gegen ihr Bem&uuml;hen um einen enormen neuen Kredit seitens der europ&auml;ischen Steuerzahler aus, um diese Schulden zur&uuml;ckzuzahlen. Ich gab daf&uuml;r drei Gr&uuml;nde an.<br>\nZun&auml;chst einmal stellten die neuen Kredite weniger eine Rettung Griechenlands dar als eine zynische Verschiebung privater Verluste aus den B&uuml;chern der Banken auf die Schultern der verwundbarsten B&uuml;rger Griechenlands. Wie viele von Europas Steuerzahlern, die die Zeche f&uuml;r diese Kredite zahlen, wissen, dass &uuml;ber 90% der 240 Milliarden Euro, die Griechenland aufnahm, an Finanzinstitute gingen und nicht an den griechischen Staat oder seine Bev&ouml;lkerung?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/greek-bailout-restructuring-by-yanis-varoufakis-2015-03\/german\">Yanis Varoufakis auf Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><strong>Es geht nicht nur um Griechenland<\/strong><br>\nNach Wochen politischer Verbalattacken r&uuml;sten endlich Griechenland und Deutschland ab. Nun wird in Ruhe verhandelt. Gut so! Doch nach wie vor stehen zwei unterschiedliche Welten gegen&uuml;ber: Dort die neue griechische Regierung, die der Bek&auml;mpfung der Armut im eigenen Land h&ouml;chste Priorit&auml;t einr&auml;umt. Hier die Protagonisten der bisherigen EU-Krisenpolitik, die darauf beharren, dass Griechenland den Spar- und K&uuml;rzungskurs fortsetzt wie bisher.<br>\nUnd der Druck auf die Griechen steigt. Nicht nur von Sch&auml;uble aus, sondern auch von der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB). Sie akzeptiert seit Februar keine griechischen Staatsanleihen mehr als Sicherheiten f&uuml;r Refinanzierungsgesch&auml;fte von Banken und hat jetzt offenbar griechische Gesch&auml;ftsbanken direkt angewiesen, keine weiteren Staatspapiere ihres Landes mehr zu kaufen. Das engt den Spielraum der griechischen Regierung immer weiter ein. Die Gefahr einer Staatspleite w&auml;chst.<br>\nDoch es ist ein Spiel mit dem Feuer: Eine Staatspleite w&uuml;rde f&uuml;r Deutschland und andere Kreditgeber zu einem massiven Verlust ihrer Forderungen in Milliardenh&ouml;he f&uuml;hren. Ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone k&ouml;nnte das Vertrauen in den Euro nachhaltig ersch&uuml;ttern und Spekulationen gegen weitere Eurostaaten nach sich ziehen. Doch, wenn solche Risiken in Kauf genommen werden, weil nur ein kleines Euroland den bisherigen Spar- und K&uuml;rzungskurs verlassen will, l&auml;sst das nichts Gutes f&uuml;r den Kurs der gesamten EU vermuten: Es geht nicht nur um Griechenland, sondern um die Frage, in welche Richtung Europa k&uuml;nftig steuert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++ea3e71cc-d393-11e4-94c3-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Greece &ndash; Plus &ccedil;a change<\/strong><br>\nYves here. Readers will recognize that I differ with Rose on some of his reading of the Greek government strategy, most important, in how defiant they have actually been. For instance, calling the Troika &ldquo;the institutions&rdquo; does not make them any less the Troika. See James Petras for his take, which is caustic, on the gap between Syriza&rsquo;s PR and its actions.<br>\nNevertheless, whether the Greek government&rsquo;s protests are substantive or mere grandstanding, any show of opposition is more that the Eurocrats are prepared to accept. And a successful left-leaning government is also seen as a threat in quite a few quarters.<br>\nIf there is one satisfying aspect of being an investigative journalist, it is not having to chase, create or falsify stories. One has plenty of time to gather the facts to come to a reliable result. I have rarely appreciated this situation more than in the past two months. That is how long Syriza has been in office. It has been truly impressive watching my colleagues racing from one purported crisis meeting to the next, sitting in press centres until the early hours of the morning, attempting to top each other with their scoops and inside information. After two exhausting months, however, nothing has really changed; or as the French would say: Plus &ccedil;a change, plus c&rsquo;est la m&ecirc;me chose.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nakedcapitalism.com\/2015\/03\/mathew-d-rose-greece-plus-ca-change.html\">Mathew D. Rose auf Naked Capitalism<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeiten wie in Asien<\/strong><br>\nWikileaks deckt Details von Freihandelsabkommen zwischen USA und Pazifikregion auf. Verheerende Folgen auch f&uuml;r Arbeiterrechte in Europa<br>\nK&ouml;nnen chinesische Unternehmen k&uuml;nftig die US-Regierung verklagen und zu Gesetzes&auml;nderungen zwingen? Dieses Szenario zeichnet die New York Times in ihrer Donnerstagausgabe, nachdem die Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks am Vortag einen Abschnitt der derzeit verhandelten &raquo;Transpazifischen Partnerschaft&laquo; (TPP) ver&ouml;ffentlicht hatte. Dieses Abkommen ist das asiatisch-nordamerikanische Gegenst&uuml;ck zu dem in Geheimverhandlungen zwischen den USA und der EU beratenen Freihandelsabkommen TTIP. Beteiligt an TPP sind neben den Vereinigten Staaten Japan, Mexiko, Kanada, Australien, Malaysia, Chile, Singapur, Peru, Vietnam, Neuseeland und Brunei. China ist nicht dabei, doch Unternehmen aus der Volksrepublik k&ouml;nnten &ndash; so die Bef&uuml;rchtung der New York Times &ndash; &uuml;ber Tochterunternehmen in einem Mitgliedsland die Mechanismen des Vertrags ausnutzen.<br>\nHintergrund sind die Bestimmungen &uuml;ber die Einrichtung von transnationalen Schiedsgerichten, vor denen Firmen, die sich von nationalen Regelungen benachteiligt f&uuml;hlen, Regierungen auf Schadensersatz in unbegrenzter H&ouml;he verklagen k&ouml;nnen. Dazu m&uuml;ssen sie nicht einmal die vor Ort geltenden Rechtswege aussch&ouml;pfen. &raquo;So bekommen ausl&auml;ndische Investoren mehr Rechte als nationale&laquo;, warnt die peruanische Tageszeitung La Rep&uacute;blica.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/03-27\/012.php\">Junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Secret Trans-Pacific Partnership Agreement (TPP) &ndash; Investment Chapter<\/strong><br>\nWikiLeaks releases today the &ldquo;Investment Chapter&rdquo; from the secret negotiations of the TPP (Trans-Pacific Partnership) agreement. The document adds to the previous WikiLeaks publications of the chapters for Intellectual Property Rights (November 2013) and the Environment (January 2014).<br>\nThe TPP Investment Chapter, published today, is dated 20 January 2015. The document is classified and supposed to be kept secret for four years after the entry into force of the TPP agreement or, if no agreement is reached, for four years from the close of the negotiations.<br>\nJulian Assange, WikiLeaks editor said: &ldquo;The TPP has developed in secret an unaccountable supranational court for multinationals to sue states. This system is a challenge to parliamentary and judicial sovereignty. Similar tribunals have already been shown to chill the adoption of sane environmental protection, public health and public transport policies.&rdquo;<br>\nCurrent TPP negotiation member states are the United States, Japan, Mexico, Canada, Australia, Malaysia, Chile, Singapore, Peru, Vietnam, New Zealand and Brunei. The TPP is the largest economic treaty in history, including countries that represent more than 40 per cent of the world&acute;s GDP.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/tpp-investment\/\">WikiLeaks<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Misere der Makro&ouml;konomie<\/strong><br>\nBis vor ein paar Jahren erkl&auml;rten &Ouml;konomen aller Richtungen voller &Uuml;berzeugung, so etwas wie die Gro&szlig;e Depression w&uuml;rde es nie wieder geben. In gewisser Weise hatten sie recht. Nach dem Ausbruch der Finanzkrise von 2008 bekamen wir statt dessen die Gro&szlig;e Rezession. Die Regierungen konnten den Schaden begrenzen, indem sie enorme Mengen von Geld in die Weltwirtschaft pumpten und die Zinss&auml;tze beinahe auf Null senkten. Damit haben sie zwar den Abw&auml;rtstrend von 2008-2009 bezwungen, aber jetzt geht ihnen die intellektuelle und politische Munition aus.<br>\nWirtschaftsberater versicherten ihren Chefs, die Erholung werde schnell kommen. Und eine gewisse Erholung fand tats&auml;chlich statt, aber bereits 2010 kam sie ins Stocken. In der Zwischenzeit bauten die Staaten als Reaktion auf den Wirtschaftsabschwung enorme Defizite auf. Der Plan war, dass diese bei erneutem Wachstum wieder abgebaut werden k&ouml;nnten. In der Eurozone gerieten L&auml;nder wie Griechenland in Staatsschuldenkrisen, und durch Bankenrettungen wurden private Schulden in &ouml;ffentliche Schulden verwandelt.<br>\nDie Aufmerksamkeit richtete sich immer mehr auf das Problem der Haushaltsdefizite und die Beziehung zwischen Defiziten und Wirtschaftswachstum. Sollten Staaten ihre Defizite absichtlich vergr&ouml;&szlig;ern, um die abnehmende Haushalts- und Investitionsnachfrage auszugleichen? Oder sollten sie die &ouml;ffentlichen Ausgaben k&uuml;rzen, um Geld f&uuml;r private Ausgaben zur Verf&uuml;gung zu stellen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/economic-policies-public-expectations-by-robert-skidelsky-2015-03\/german\">Robert Skidelsky auf Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wir sind bei der &Ouml;ffnung zu weit gegangen<\/strong><br>\n&Ouml;konom Dani Rodrik erkl&auml;rt, warum die einst in Davos gefeierte Hyperglobalisierung viel von ihrer Anziehungskraft verloren hat: &rdquo; &hellip; &Ouml;konomen und Gesch&auml;ftsleute haben die Gewinne durch die &ouml;konomische Globalisierung &uuml;bertrieben, die negativen Folgen im Zusammenhang mit Fairness, Gerechtigkeit, Einkommensverteilung und weiteren sozialen Anliegen aber unter den Teppich gekehrt. Damit wurde die Politik vernachl&auml;ssigt, die es braucht, um der &ouml;konomischen Globalisierung Legitimit&auml;t zu verschaffen. Wir haben einfach angenommen, dass Globalisierung letztlich alle reicher macht. &hellip; Die potenziellen Gewinne durch die Globalisierung h&auml;ngen von einer Menge ab: etwa von der Ausgangslage eines Landes. Die entwickelten L&auml;nder sind schon sehr offen und auf einem hohen Entwicklungsstand. Die &ouml;konomischen Gewinne, die sie durch eine weitere &Ouml;ffnung noch erheischen k&ouml;nnen, sind relativ gering. Im Vergleich dazu hat die Ber&uuml;cksichtigung von Gerechtigkeitsvorstellungen und von sozialen Normen zur Legitimit&auml;t der M&auml;rkte eine sehr viel gr&ouml;ssere Bedeutung erlangt. &hellip;. China hat sich nur da ge&ouml;ffnet, wo ihm das unmittelbar gen&uuml;tzt hat. Genau darin liegt der Erfolg der chinesischen Strategie. Die chinesische F&uuml;hrung hat das selbst so beschrieben: Wir &ouml;ffnen das Fenster, aber wir belassen ein Moskitonetz, um die sch&auml;dlichen Elemente draussen zu lassen. Im Prinzip gibt es viele L&auml;nder der Welt, die von einer weiteren &Ouml;ffnung &auml;hnlich profitieren k&ouml;nnen. Es geht aber darum, die Weltm&auml;rkte so zu nutzen, dass ein Land die eigenen Vorteile weltweit ausspielen kann, ohne die eigene Entwicklung zu gef&auml;hrden. &hellip;. Man muss sicherstellen, dass eine starke soziale Sicherung, ein Ausgleich und damit die politische Selbstbestimmung &shy;gew&auml;hrleistet bleiben. Nur so kann ein gr&ouml;sserer Teil der Bev&ouml;lkerung auch von der Globalisierung profitieren. Das ist eine Voraussetzung f&uuml;r die Legitimit&auml;t offener M&auml;rkte. Wir m&uuml;ssen uns darum bem&uuml;hen, das Gleichgewicht in diesem Sinn wiederzufinden. Wir m&uuml;ssen der Politik in den L&auml;ndern den Raum belassen, damit sie ihre heimischen Aufgaben l&ouml;sen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/world-economic-forum\/Wir-sind-bei-der-Oeffnung-zu-weit-gegangen\/story\/12120245?dossier_id=2521\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dani Rodrik nennt China als ein Beispiel f&uuml;r eine nachholende Entwicklung, das hat sich nur da ge&ouml;ffnet habe, wo es ihm das unmittelbar gen&uuml;tzt hat. Das ist sicherlich richtig, aber deshalb hei&szlig;t dies noch langen nicht, dass dies anderen L&auml;ndern gelingen k&ouml;nne. China hat die eigene Produktion sch&uuml;tzen k&ouml;nnen &ndash; was laut WTO eigentlich nicht erlaubt ist -, weil die reichen Industrienationen begierig danach dr&auml;ngten, auf diesem riesigen Markt pr&auml;sent zu sein und deshalb viele Beschr&auml;nkungen und Nachteile bis zu nachgewiesenen Patentverletzungen schluckten. Diese Macht haben die meisten Entwicklungsl&auml;nder nicht. Ob China in seinem Vorgehen seiner Bev&ouml;lkerung z.B. eine &ldquo;starke soziale Sicherung&rdquo; gew&auml;hrleistet kann, steht in den Sternen. In der europ&auml;ischen Peripherie gelingt dies im Globalisierungsprojekt Binnenmarkt nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutsche Firmenchefs verdienen so viel wie nie<\/strong><br>\nDie Vorstandschefs der 30 gr&ouml;&szlig;ten deutschen b&ouml;rsennotierten Unternehmen haben im vergangenen Jahr so viel verdient wie noch nie. Im Durchschnitt erhielten sie jeweils 5,9 Millionen Euro, nach 5,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Das ergab eine Auswertung der Verg&uuml;tungsberichte aller im deutschen Leitindex Dax notierten Konzerne durch die Unternehmensberatung hkp. Seit 2006 m&uuml;ssen die Dax-Konzerne genau auflisten, welcher Vorstand wie viel verdient. Der Anstieg gegen&uuml;ber 2013 lag somit bei 9,8 Prozent &ndash; auch das war ein Rekord.<br>\nGleichzeitig verdienten die Konzerne auch mehr: Der durchschnittliche Gewinn lag bei 2,2 Milliarden Euro, der h&ouml;chste Wert seit dem Jahr 2007, als sie unter dem Strich 2,4 Milliarden Euro verdienten. Laut einer Studie der Unternehmensberatung EY profitieren davon auch die Eigent&uuml;mer: Die B&ouml;rsenschwergewichte sch&uuml;tten demnach in diesem Jahr zusammen 29,5 Milliarden Euro Dividenden an ihre Aktion&auml;re aus &ndash; noch ein Rekord.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/dax-deutsche-firmenchefs-verdienen-so-viel-wie-nie,1472780,30218080.html\">Nina Luttner in der FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Verdienen&ldquo; die Firmenchefs wirklich solche Millionenbetr&auml;ge? Ein Anstieg der L&ouml;hne um 9,8 Prozent f&uuml;r diejenigen die solche Einkommen, Gewinne und Dividende erarbeitet haben, das w&uuml;rde in den Medien und in der Politik einen Aufschrei ausl&ouml;sen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Studie: Deutscher Arbeitsmarkt braucht j&auml;hrlich 533.000 Zuwanderer<\/strong><br>\nDeutschland braucht einer aktuellen Studie zufolge sp&auml;testens in zehn Jahren mehr Arbeitskr&auml;fte aus dem Ausland als bisher. Nur wenn langfristig durchschnittlich 533 000 mehr Menschen zu- als abwandern, lasse sich die L&uuml;cke f&uuml;llen, die durch das Ausscheiden der in den 50er und 60er Jahren geborenen &ldquo;Babyboomer&rdquo; aus dem Beruf entstehe, haben Experten des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sowie der Hochschule in Coburg im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ermittelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/wirtschaft\/id_73433322\/wirtschaft-studie-deutscher-arbeitsmarkt-braucht-jaehrlich-533-000-zuwanderer.html\">dpa via T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Und deshalb muss der Druck auf die S&uuml;deurop&auml;er nat&uuml;rlich hoch gehalten werden. Die Exportmaschine Deutschland braucht ja st&auml;ndig billige Arbeitskr&auml;fte, da kommen solche (in Auftrag gegebenen?) Studien nat&uuml;rlich gerade recht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Linke will 200.000 gef&ouml;rderte Stellen<\/strong><br>\nDie Fraktion Die Linke macht sich in einem Antrag (18\/4449) f&uuml;r ein Programm &bdquo;f&uuml;r gute &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung&ldquo; stark. Sie verweist darin auf die konstant hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen, die bisher kaum von der guten wirtschaftlichen Konjunktur profitierten. Es gebe trotzdem zu wenige Arbeitspl&auml;tze, Arbeitslose w&uuml;rden zu wenig gef&ouml;rdert und Arbeitgeber w&uuml;rden Langzeitarbeitslosen aufgrund von Vorurteilen oft keine Chance geben, kritisiert die Fraktion. Vor diesem Hintergrund seien die 10.000 Stellen des geplanten Programms &bdquo;Soziale Teilhabe&ldquo; unzureichend, hei&szlig;t es in dem Antrag.<br>\nDie Linke fordert dagegen einen &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigungssektor mit 200.000 Stellen f&uuml;r alle Erwerbslosen, die l&auml;nger als ein Jahr arbeitslos sind. Die Besch&auml;ftigung soll sich an den Bed&uuml;rfnissen der Erwerbslosen und an den regionalen Gegebenheiten ausrichten und bei Bedarf sollen die Besch&auml;ftigten auch w&auml;hrend der T&auml;tigkeit individuell unterst&uuml;tzt werden. Die neu zu schaffenden Arbeitspl&auml;tze sollen voll sozialversicherungspflichtig sein und tariflich, mindestens jedoch nach Mindestlohn bezahlt werden. Sie sollen auf drei bis f&uuml;nf Jahre begrenzt sein. Au&szlig;erdem soll es sich um zus&auml;tzliche Besch&auml;ftigung handeln, die keine Arbeitspl&auml;tze verdr&auml;ngt. Der Bund soll die Grundfinanzierung sicherstellen, indem er Gelder, die derzeit zur Finanzierung der Arbeitslosigkeit verwendet werden, in den &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigungssektor umleitet. Dazu geh&ouml;ren nach den Vorstellungen der Linken das Arbeitslosengeld II, die Bundesbeteiligung an den Kosten f&uuml;r Unterkunft und Heizung (KdU) sowie die entsprechenden Sozialversicherungsbeitr&auml;ge. &bdquo;Diese Gelder der passiven Arbeitsmarktpolitik m&uuml;ssen in Mittel f&uuml;r aktive Arbeitsmarktma&szlig;nahmen umgewandelt werden k&ouml;nnen&ldquo;, fordert Die Linke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_03\/-\/367038\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ma&szlig;nahmenkatalog gegen Missst&auml;nde in Jobcentern n&ouml;tig<\/strong><br>\nLetzte Woche schlug ein Undercover-Bericht des Team-Wallraff in den Jobcentern hohe Wellen. Darin wurde aufgedeckt, was Betroffenen und Kennern schon bekannt ist, aber in der &Ouml;ffentlichkeit viel zu wenig Beachtung findet: Erwerbslose werden in sinnlose Ma&szlig;nahmen gedr&uuml;ckt, nachhaltige F&ouml;rderung findet nicht statt, selbst bei der Leistungsauszahlung hakt es oft. Zugleich leiden die Besch&auml;ftigten unter einer enormen Arbeitsbelastung, was einer verl&auml;sslichen Leistungsgew&auml;hrung und guten Vermittlung entgegensteht. Noch immer gibt es keine ordentliche Personalbemessung, der offizielle Betreuungsschl&uuml;ssel ist weichgesp&uuml;lt.<br>\nDas neue an dem Wallraff-Report ist: zunehmend artikulieren Besch&auml;ftigte ihren Unmut. Ein Brandbrief von Personalr&auml;ten ist an die Presse gelangt. In diesem wird beklagt, dass es bei dem derzeitigen System im Jobcenter nur um Zahlen, nicht um die Menschen geht und &bdquo;auf die Besch&auml;ftigten ein irrationaler Druck ausge&uuml;bt wird&ldquo;.<br>\nAuf Initiative der LINKEN besch&auml;ftigte sich am 25. M&auml;rz der Ausschuss f&uuml;r Arbeit und Soziales mit dem Thema. Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit musste dort ebenso Rede und Antwort stehen wie das Arbeitsministerium in der Person der Staatssekret&auml;rin Anette Kramme (SPD). Die Ergebnisse der Befragungen f&ouml;rderten erschreckend zu Tage, wie weit weg die Beh&ouml;rde in N&uuml;rnberg und das Ministerium von der Realit&auml;t sind. Sie sahen trotz zahlreicher F&auml;lle und der massiven Kritik zahlreicher Personalr&auml;te kein grunds&auml;tzliches Problem im System Hartz IV und den Jobcentern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/nachrichten\/massnahmenkatalog-gegen-missstaende-in-jobcentern-noetig\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Tod formt die ideale Alterspyramide<\/strong><br>\nDer Zusammenbruch der gesetzlichen Rente ist nahe, orakelt Guru Hans-Werner Sinn mal wieder. Und wie alle Berserker gegen die gesetzliche Rente, weint auch er der idealen Alterspyramide nach. Das ist nicht nur fadenscheinig. Es ist der Ruf nach einer morbiden Gesellschaft. [&hellip;]<br>\nDer demographische Wandel ist ja immer noch Thema f&uuml;r manche Publikation. &raquo;Focus Online&laquo; (das mittlerweile sogar die &raquo;Bild-Zeitung&laquo; in Sachen Niveaulosigkeit abh&auml;ngt) kramt daf&uuml;r mal wieder Professor Sinn aus der Mottenkiste. Der jongliert mit Zahlen und erkl&auml;rt, dass in einigen Jahren die Babyboomer in die Rente pilgern. &raquo;Dann werden [&hellip;] achteinhalb Millionen weniger Personen im erwerbsf&auml;higen Alter&laquo; sein, analysiert er. Und damit das ausgeglichen werden k&ouml;nnte, &raquo;seien theoretisch 32 Millionen mehr Arbeitskr&auml;fte n&ouml;tig&laquo;. Diese Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit von Einzahlern und Rentnern belegt, dass der ifo-Leiter durchaus der Ansicht ist, dass eine &raquo;ideale Alterspyramide&laquo; notwendig sei, um die staatliche Rente zu erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/966118.der-tod-formt-die-ideale-alterspyramide.html\">neues-deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wolfgang Gehrke (Die LINKE): Diese drei Abkommen vertiefen die Spaltung in Europa<\/strong><br>\nWir, DIE LINKE, verfolgen nach wie vor das Ziel Michail Gorbatschows von einem Gemeinsamen Haus Europa. Wir glauben und wollen, dass in diesem gemeinsamen Haus jeder seinen Platz findet. Die Einrichtung des anderen muss uns nicht gefallen und auch nicht die Art, wie er die Feten in seinen R&auml;umen feiert. Aber wir m&uuml;ssen in einem gemeinsamen Europa zusammenleben wollen; das muss die Zielsetzung sein&hellip;<br>\nDiese drei Abkommen vertiefen die Spaltung in Europa. Deswegen werden wir ihnen nicht zustimmen.<br>\nIch meine die Spaltung zwischen oben und unten &ndash; das kann man anhand der Abkommen nachvollziehen -, die Spaltung zwischen Ost und West, eine Spaltung, die wir endlich &uuml;berwinden m&uuml;ssen, statt sie wieder zuzulassen&hellip;<br>\nWenn Sie den Mut gehabt h&auml;tten, die Debatte &uuml;ber die Assoziierung mit dem Vorschlag zu verbinden, einige Sanktionen gegen Russland aufzuheben, wenn Sie beides miteinander gekoppelt h&auml;tten, dann h&auml;tten sie einen Schritt in diese Richtung gemacht und wir h&auml;tten trotz aller Bedenken vielleicht zustimmen k&ouml;nnen.<br>\nDas haben Sie nicht gemacht. Sie haben im Gegenteil die Sanktionen gegen Russland versch&auml;rft. Deswegen sage ich Ihnen: Sie reden von Verst&auml;ndigung; daf&uuml;r finden Sie unseren Beifall. Ihre praktische Politik aber bedeutet eine Versch&auml;rfung der Situation in Europa&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.waehlt-gehrcke.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=1314:diese-drei-abkommen-vertiefen-die-spaltung-in-europa&amp;catid=115:2013&amp;Itemid=180\">Wolfgang Gehrke<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>1,4 Millionen f&uuml;r die NPD<\/strong>\n<ul>\n<li>Die &ldquo;Festsetzung der staatlichen Mittel&rdquo; f&uuml;r Parteien ist am Mittwoch bekannt geworden.<\/li>\n<li>Hauptprofiteure sind SPD und CDU. Die Sozialdemokraten erhalten 48,6 Millionen Euro, die Christdemokraten 47,9 Millionen. Es folgen die Gr&uuml;nen (14,8), die CSU (12,7) die Linken (10,7) und die FDP (9,2).<\/li>\n<li>Die NPD erh&auml;lt exakt 1 415 502,86 Euro an staatlichen Zuwendungen. Auch die Republikaner, &ldquo;Pro NRW&rdquo; und &ldquo;Pro Deutschland&rdquo; d&uuml;rfen sich &uuml;ber Geld freuen&hellip;<br>\nDen Republikanern steht fast eine Million Euro zu, die beiden Pro-Parteien bekommen zusammen gut 180 000 Euro&hellip;<\/li>\n<li>Zahl der Nichtw&auml;hler hat keine Auswirkung auf die Zusch&uuml;sse&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/parteienfinanzierung-millionen-fuer-die-npd-1.2409685\">Robert Ro&szlig;man in der SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>AfD-Fraktion in Th&uuml;ringen droht der Bruch<\/strong><br>\nElf Mitglieder z&auml;hlt die AfD-Fraktion in Th&uuml;ringen &ndash; schon bald k&ouml;nnten es zwei weniger sein. In einem Brief drohen mehrere Abgeordnete zwei Kollegen mit dem Ausschluss. Hintergrund ist offenbar der Richtungsstreit um den Umgang mit Pegida&hellip;<br>\nNach Informationen der &ldquo;Th&uuml;ringer Allgemeinen&rdquo; sollen die Abgeordneten Jens Krumpe und Oskar Helmerich diszipliniert werden.<br>\nDie Mehrheit der Fraktion forderte beide schriftlich auf, ihre Sitze in den Fachaussch&uuml;ssen des Parlaments aufzugeben. In dem Brief sei Krumpe und Helmerich auch der Ausschluss aus der Fraktion angedroht worden&hellip;<br>\nInzwischen wird sogar in der AfD die These vertreten, dass H&ouml;cke hinter dem Autoren mit dem Pseudonym &ldquo;Landolf Ladig&rdquo; stecken k&ouml;nnte, der 2012 in NPD-Bl&auml;ttern Beitr&auml;ge publizierte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/afd-in-thueringen-landtagsfraktion-in-erfurt-droht-der-bruch-a-1025628.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Europa: Gemeinsamer Forschungsraum n&ouml;tig<\/strong><br>\nEuropas Forschung und Wissenschaft braucht einen gemeinsamen Forschungsraum, der grenz&uuml;berschreitend F&ouml;rderm&ouml;glichkeiten bietet, Mobilit&auml;tsfreir&auml;ume f&uuml;r Wissenschaftler er&ouml;ffnet, sowie eine hohe Attraktivit&auml;t und Offenheit f&uuml;r Talente aus aller Welt bietet. Das schreibt die SPD in ihrem Antrag (18\/4423).<br>\nEuropa habe eine f&uuml;hrende Position in Wissenschaft und Forschung. 500 Millionen Europ&auml;er w&uuml;rden nahezu 30 Prozent des weltweiten Wissens und rund 20 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung produzieren. Europa sei damit grunds&auml;tzlich gut aufgestellt, um als ein Kontinent der Ideen seine Zukunftsf&auml;higkeit zu sichern. Der globale Wissens- und Innovationswettbewerb werde jedoch zunehmend h&auml;rter. In den letzten 15 Jahren seien bedeutende wissenschaftlich-technologische Zentren und Innovationskapazit&auml;ten vor allem in Asien massiv ausgebaut worden. Die Investitionen in Forschung und Innovation w&uuml;rden in dieser Region sehr viel st&auml;rker wachsen als in Europa&hellip;.<br>\nDurch Forschung und Innovation erzielte Wissens- und Technologievorspr&uuml;nge seien der Schl&uuml;ssel f&uuml;r die langfristige Sicherung und St&auml;rkung von Europas Wettbewerbs- und Zukunftsf&auml;higkeit&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_03\/-\/367010\">Deutscher Bundestag<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bei allem guten Willen, so geht es nicht. Jetzt hat schon der Lissabon-Prozess zumindest in Deutschland den Bologna-Prozess zu einem technokratisch-&ouml;konomistischen Monster verunstaltet und nun soll auch noch die Forschungsf&ouml;rderung in Europa auf die Zw&auml;ngen der internationalen Wettbewerbsf&auml;higkeit zugerichtet werden. Hat sich die SPD eigentlich nicht gefragt, warum die Europ&auml;er in der Vergangenheit mit 30 Prozent (eine bl&ouml;dsinnige Angabe, aber immerhin) mehr zum weltweiten Wissen beigetragen haben als zur globalen Wirtschaftsleistung. Nicht etwa weil hier nicht ausreichend Wissen &bdquo;produziert&ldquo; worden w&auml;re, sondern weil die Wirtschaft nicht im Stande war dieses Wissen zu nutzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: CDU ernennt Sigmar Gabriel zum Ehrenmitglied<\/strong><br>\nDie CDU hat Sigmar Gabriel heute im Zuge einer feierlichen Zeremonie zum Ehrenmitglied ernannt. Grund seien seine gro&szlig;en Verdienste um die Ziele der Partei, erkl&auml;rte Kanzlerin und Parteivorsitzende Angela Merkel bei der kurzfristig anberaumten Veranstaltung im Konrad-Adenauer-Haus.<br>\n&ldquo;Sigmar Gabriel setzt sich immer wieder f&uuml;r christlich-demokratische Politik ein und st&auml;rkt die Union nachhaltig&rdquo;, erkl&auml;rte Merkel. Dabei lobte sie besonders die Vielseitigkeit, mit der sich der Geehrte sowohl f&uuml;r wirtschaftsliberale Themen als auch erzkonservative Interessen einsetze. &ldquo;Er k&auml;mpft unerm&uuml;dlich f&uuml;r das Freihandelsabkommen TTIP, er begl&uuml;ckt Privatinvestoren, indem er f&uuml;r &ouml;ffentlich-private Partnerschaften wirbt und jetzt sorgt er auch noch daf&uuml;r, dass die Vorratsdatenspeicherung kommt. Daf&uuml;r wollen wir uns erkenntlich zeigen.&rdquo;<br>\nGleichzeitig ermutigte die Kanzlerin ihren Minister, seine zun&auml;chst rein symbolische Ehrenmitgliedschaft als Startschuss f&uuml;r eine politische Karriere in der CDU zu nutzen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2015\/03\/cdu-ernennt-sigmar-gabriel-zum.html?m=1\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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