{"id":25577,"date":"2015-03-27T16:45:00","date_gmt":"2015-03-27T15:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577"},"modified":"2015-11-09T11:18:58","modified_gmt":"2015-11-09T10:18:58","slug":"hinweise-des-tages-ii-191","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h01\">Berichterstattung zum Flugzeugabsturz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h02\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h03\">Maut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h04\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h05\">Nachhaltigkeit f&uuml;r die Eurozone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h06\">Dieses irregef&uuml;hrte Eiland &ndash; Gro&szlig;britanniens f&uuml;rchterlicher, unguter Wirtschaftsdiskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h07\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h08\">Einkommensschere wird durch Tarifflucht gr&ouml;&szlig;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h09\">Arbeitskammer: Wirtschaftspolitik &ndash; Standpunkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h10\">Investitionsprogramm IG Metall: Verm&ouml;gensabgabe soll Investitionen finanzieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h11\">Ausbeutung: Werftarbeiter erheben Vorw&uuml;rfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h12\">Andrea Nahles definiert die Armut weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h13\">Reall&ouml;hne 2014 stark gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h14\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h15\">DHV zu Transparenzgebot bei Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577#h16\">Die GEW begr&uuml;&szlig;t die Richtlinien zur Verg&uuml;tung von DoktorandInnen und Postdocs der Max-Planck-Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25577&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Berichterstattung zum Flugzeugabsturz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Absturz in den Alpen &ndash; Warnung vor voreiligen Schl&uuml;ssen<\/strong><br>\nEinen verantwortungsvollen Umgang mit der Datenlage um den in S&uuml;dfrankreich abgest&uuml;rzten Germanwings-Airbus hat der fr&uuml;here Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) angemahnt. In der ZDF-Sendung &ldquo;maybrit illner&rdquo; sagte Ramsauer am Donnerstag, wenn die franz&ouml;sische Staatsanwaltschaft behaupte, der Co-Pilot habe die Maschine willentlich in die Katastrophe gef&uuml;hrt, hei&szlig;e das &ldquo;noch lange nicht, dass es wirklich definitiv so ist&rdquo;. Viele Staatsanwaltschaften h&auml;tten &ldquo;schon viel in die Welt gesetzt&rdquo;, die Urteile seien am Ende &ldquo;ganz anders&rdquo; gewesen. Auch mit R&uuml;cksicht auf die Angeh&ouml;rigen der Opfer sei Besonnenheit wichtig.<br>\n&ldquo;Wozu brauchen wir dann noch die Datenbox?&rdquo;<br>\nLuftfahrtjournalist Andreas Spaeth schloss sich dieser Haltung an: &ldquo;Wenn die Lage so klar ist wie heute behauptet, wozu brauchen wir dann noch die Datenbox?&rdquo; Er betonte, es gab fr&uuml;her schon F&auml;lle, in denen franz&ouml;sische Staatsanwaltschaften m&ouml;glichst Schaden von Airbus fern halten wollten. Es sei &ldquo;voreilig&rdquo; von Suizid des Co-Piloten zu sprechen. Lufthansa und Germanwings dagegen haben seiner Meinung nach &ldquo;einen guten Job gemacht sich in der &Ouml;ffentlichkeit zu stellen&rdquo;.<br>\nAuch Markus Wahl, Vorstandsmitglied der Pilotenvereinigung Cockpit, riet zum Abwarten. Man m&uuml;sse jetzt sehen, in welche Richtung die Flugunfalluntersuchungen f&uuml;hrten. Dann k&ouml;nne bewertet werden, ob es &ldquo;wirklich das Drama&rdquo; gewesen sei, &ldquo;von dem im Moment alle ausgehen&rdquo;. Man solle &ldquo;vielleicht warten, bis das Bild komplett ist, um dann erst unsere Schlussfolgerungen zu ziehen&rdquo;, sagte der Pilot.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/maybrit-illner\/germanwings-airbus-absturz-in-den-alpen-die-katastrophe-und-die-folgen-37740432.html\">Maybritt Illner, ZDF<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Co-Pilot, der T&auml;ter<\/strong><br>\nNiemand fragt, ob die Faktenlage schon eindeutig klar ist und ob aus dem Mund der franz&ouml;sischen Staatsanwaltschaft stets die Worte Gottes zu h&ouml;ren sind. Stumm sind jene zahlreichen Akteure, die sonst stets kritisch die Stimmen von Staatsvertretern kommentieren. Eine gewisse Vorsicht bei der Einordnung, Einsch&auml;tzung und Wiedergabe von hochaktuellen Ereignissen w&auml;re ein Gebot der selbstkritischen Vernunft. Vielleicht ist das eine etwas altmodische Meinung.<br>\nSelbst Plattformen, die man gemeinhin zu den seri&ouml;seren Informationsvermittlern z&auml;hlt, brachten &uuml;berdies ein Foto des Manns, der das Flugzeug willentlich zum Absturz gebracht haben soll&hellip;<br>\nDie Polizei hat Stellung bezogen, um die Angeh&ouml;rigen zu sch&uuml;tzen. Diesen ginge es bestimmt besser, wenn die Medien sie nicht ins Visier n&auml;hmen. Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass sie an den Taten des Co-Piloten Mitschuld tragen.<br>\nDa wird nur der Voyeurismus bedient.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/medienblog.blog.nzz.ch\/2015\/03\/26\/der-co-pilot-der-taeter\/\">Rainer Stadler NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mal ein <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/03\/27\/welt-chef-peters-zur-germanwings-katastrophe-warum-ich-den-namen-des-co-piloten-nicht-nenne\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Lob<\/a> f&uuml;r den Welt-Chef Peters.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Offenbar scheinen die Springer-Bl&auml;tter WELT und BILD &bdquo;guter Bulle, b&ouml;ser Bulle&ldquo; zu spielen. Was f&uuml;r Springer schlussendlich z&auml;hlt, ist die Auflage. Alles andere ist PR.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum FAZ.NET das Bild von Andreas Lubitz zeigt<\/strong><br>\nWir m&uuml;ssen uns mit ihm besch&auml;ftigen, wir m&uuml;ssen ihn ansehen, wir d&uuml;rfen ihn sehen. Deshalb hat FAZ.NET das Foto von Andreas Lubitz gezeigt. Nachdem die Redaktion zuvor lange dar&uuml;ber diskutiert hat, denn auch wir hatten zun&auml;chst Zweifel. So haben sich im  &Uuml;brigen auch viele der f&uuml;hrenden News-Dienste der Welt entschieden. Darunter die New York Times, die BBC, der Guardian, der Independent und viele mehr. Redaktionen, die von besonnenen K&ouml;pfen geleitet werden und f&uuml;r ihre Aufkl&auml;rungsdienste oft gelobt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/absturz-in-den-alpen\/warum-faz-net-das-bild-von-andreas-lubitz-zeigt-13509080.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Mal wieder eine entlarvende Begr&uuml;ndung. Weil es die anderen tun, machen wir es auch. Der Herdentrieb wischt die Zweifel davon. Es ist eine ganz schlechte Leistung, wenn sich die selbsternannten klugen K&ouml;pfe der Republik hinter mutma&szlig;lich besonnenen K&ouml;pfen verstecken und das Denken einstellen. Ich verstehe auch nicht, was mir das Bild des Co-Piloten &uuml;ber dessen Psyche erkl&auml;rt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Uuml;berharte Sparpolitik wesentlicher Grund f&uuml;r Absturz der griechischen Wirtschaft<\/strong><br>\nDie K&uuml;rzung staatlicher Ausgaben hat die griechische Wirtschaft stark belastet. Ohne diese K&uuml;rzungen oder mit einer langfristig gestreckten Konsolidierung ginge es dem Land heute besser. Das zeigt eine neue Untersuchung des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.*<br>\nInfolge der Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Wirtschaft in Griechenland eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt sank seit 2007 um mehr als 25 Prozent. Dieser R&uuml;ckgang sei zum gr&ouml;&szlig;ten Teil auf staatliche Sparma&szlig;nahmen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, schreiben Dr. Sebastian Gechert und Dr. Ansgar Rannenberg vom IMK in ihrer neuen Studie. Die &Ouml;konomen haben untersucht, wie Ausgabenk&uuml;rzungen und Steuererh&ouml;hungen zwischen 2010 und 2014 die Wirtschaftskraft des Landes und die &ouml;ffentlichen Haushalte beeinflussten. Au&szlig;erdem haben sie berechnet, welche Auswirkungen alternative Strategien gehabt h&auml;tten.<br>\nDie Folgen fiskalpolitischer Eingriffe f&uuml;r die Konjunktur eines Landes lassen sich anhand sogenannter Fiskalmultiplikatoren bestimmen &ndash; dies haben die beiden Wissenschaftler bereits in einer fr&uuml;heren Studie analysiert. Sie werteten dazu 98 internationale Untersuchungen aus. Dabei zeigte sich, dass sich w&auml;hrend eines Konjunkturabschwungs eine K&uuml;rzung der staatlichen Ausgaben f&uuml;r Investitionen, G&uuml;ter, Dienstleistungen und Transfers besonders negativ auf das Bruttoinlandsprodukt auswirkt, weil sie die Nachfrage reduzieren und private Haushalte und Unternehmen ihre Ausgaben dann ebenfalls einschr&auml;nken und so den Abschwung verst&auml;rken. Steuererh&ouml;hungen haben zwar auch einen negativen Effekt, aber einen deutlich geringeren als Ausgabenk&uuml;rzungen.<br>\nInsgesamt wurden in Griechenland zwischen 2010 und 2014 staatliche Konsumausgaben, &ouml;ffentliche Investitionen und Sozialausgaben in H&ouml;he von insgesamt 29,2 Milliarden Euro gestrichen, ausgedr&uuml;ckt in Preisen von 2010. Gleichzeitig summierten sich die Ma&szlig;nahmen zur Erh&ouml;hung von Steuern und Abgaben auf ein Volumen von 29,4 Milliarden Euro. Nach Berechnungen der IMK-&Ouml;konomen lie&szlig;en diese K&uuml;rzungen und Steuererh&ouml;hungen zusammengenommen das Bruttoinlandsprodukt um rund 25,7 Prozent schrumpfen.<br>\nDie Forscher weisen darauf hin, dass die griechische Wirtschaft bereits vor Ausbruch der Krise unter schwerwiegenden Problemen gelitten habe, allen voran unter einem massiven Verlust von Wettbewerbsf&auml;higkeit, einem gro&szlig;en Leistungsbilanzdefizit sowie Kapitalabfl&uuml;ssen aufgrund der Furcht vor einer Staatspleite. Diese Ausgangslage sei in den von ihnen berechneten alternativen Szenarien ebenso ber&uuml;cksichtigt wie die notwendigen Rettungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Staat und Banken. Ein Vergleich der verschiedenen Szenarien zeige jedoch, dass der dramatische Einbruch der Wirtschaftsleistung erst durch die Politik in den Krisenjahren verursacht worden ist.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_pb_1_2015\">Sebastian Gechert, Ansgar Rannenberg: The costs of Greece&rsquo;s fiscal consolidation, IMK Policy Brief, M&auml;rz 2015<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/52614_53657.htm\">Pressemitteilung der Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland sp&uuml;rt undeklarierten Verm&ouml;gen nach<\/strong><br>\nWie aus einer Statistik der Schweizerischen Nationalbank hervorgeht, sind die griechischen Verm&ouml;gen in der Schweiz w&auml;hrend der Finanzkrise erheblich gestiegen&hellip;<br>\nDer auf Schattenwirtschaft spezialisierte &Ouml;konom Friedrich Schneider von der Universit&auml;t Linz sch&auml;tzt, dass in der Schweiz griechische Guthaben von mindestens 80 Mrd. &euro; deponiert sind. Schneider sagte gegen&uuml;ber der Nachrichtenagentur DPA, rund zwei Drittel davon seien Schwarzgeld. Finanzkreise warnen derweil vor &uuml;berzogenen Erwartungen, da wohlhabende Griechen teilweise in der Schweiz steuerpflichtig sind&hellip;<br>\nVon der Schweiz nicht als Informationsquelle akzeptiert wird derweil die &laquo;Lagarde-Liste&raquo;, die auf einem Datendiebstahl bei der Bank HSBC in Genf basiert. Die Bundesanwaltschaft hat einen ehemaligen Mitarbeiter der britischen Bank, den franz&ouml;sisch-italienischen Doppelb&uuml;rger Herv&eacute; Falciani, wegen qualifizierten wirtschaftlichen Nachrichtendiensts angeklagt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/griechenland-spuert-undeklarierten-vermoegen-nach-1.18511053\">NZZ<\/a> \n<p>Dazu: <strong>Schweiz und Griechenland verhandeln &uuml;ber Schwarzgeld<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Schweizer Finanzministerin Widmer-Schlumpf hatte Athen bereits im vergangenen Jahr vorgeschlagen, unversteuerte Gelder griechischer B&uuml;rger aus der Schweiz nach Griechenland zu &uuml;berweisen.<\/li>\n<li>Jetzt verhandeln die Regierung Tsipras und Bern &uuml;ber ein bilaterales Abkommen, um solche Steuerhinterzieher aufzusp&uuml;ren.<\/li>\n<li>Etwa 80 Milliarden Euro k&ouml;nnten auf griechischen Konten in der Schweiz lagern. Das Geld k&ouml;nnte Griechenland gut gebrauchen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>An diesem Donnerstag kamen Berater des griechischen Ministerpr&auml;sidenten Alexis Tsipras und der Leiter des Schweizer Staatssekretariats, Jacques de Watteville, in Athen zusammen. Die Gespr&auml;che &uuml;ber ein bilaterales Steuerabkommen sind wieder aufgenommen worden. Nun wird verhandelt, wie die in der Schweiz gelagerten Verm&ouml;gen nach Griechenland kommen k&ouml;nnen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuerhinterziehung-dann-klingelte-in-bern-das-telefon-1.2411401\">Charlotte Theile in der SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Athens Reparationsforderungen an Berlin &ndash; Schuld und Schulden<\/strong><br>\nReparationsforderungen Griechenlands begegnet die Bundesregierung stets mit der Behauptung, das Thema sei abgeschlossen. Doch Differenzen lassen sich nicht einseitig mit dem Recht des St&auml;rkeren &ldquo;abschlie&szlig;en&rdquo;. Die deutsche Argumentation ist unredlich.<br>\nDie dreieinhalbj&auml;hrige deutsche Okkupation Griechenlands war brutaler als in allen nichtslawischen L&auml;ndern. Die f&uuml;r die Pariser Reparationskonferenz in den Jahren 1945\/46 erfolgte Schadensberechnung in H&ouml;he von 7,2 Milliarden Dollar wurde von den Westm&auml;chten erst als zutreffend eingesch&auml;tzt. Doch unter den Vorzeichen des Kalten Krieges beschlossen die USA, Westdeutschland zu einem Bollwerk gegen den Osten aufzubauen, was die Abkehr von der Reparationspolitik voraussetzte.<br>\nBeim haircut der deutschen Auslandsschulden im Londoner Abkommen (LSA) aus dem Jahr 1953 wurde daher die &ldquo;Pr&uuml;fung&rdquo; aller aus dem &ldquo;Krieg herr&uuml;hrenden Forderungen&rdquo; gegen Deutschland mit der schwammigen Formulierung: &ldquo;bis zur endg&uuml;ltigen Regelung der Reparationsfrage&rdquo; zur&uuml;ckgestellt.<br>\nAls hypothetische Vorbedingung f&uuml;r eine solche &ldquo;Regelung&rdquo; nannten die Westm&auml;chte keineswegs einen formellen Friedensvertrag, sondern lediglich eine nicht zu erwartende deutsche Wiedervereinigung oder irgendeine Friedensregelung &ndash; also so etwas wie der Zwei-plus-Vier-Vertrag aus dem Jahr 1990&hellip;<br>\nUnredlich ist daher die Argumentation des AA, die Opfer bis 1990 auf den Zeitpunkt der deutschen Einigung zu vertr&ouml;sten und zugleich auf jenen Zeitablauf hinzuarbeiten, auf den man von 1990 an dann achselzuckend verweist&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/schuld-gegenueber-griechenland-schuld-und-schulden-1.2410244\">Hagen Fleischer in der SZ.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Fabrizierter Korruptionsvorwurf soll Syriza schw&auml;chen<\/strong><br>\nDie Linkspartei Syriza hat die Wahlen in Griechenland nicht nur mit ihrem Programm zur Besserung der Lebensverh&auml;ltnisse gewonnen. Mindestens genauso wichtig war das Versprechen der Partei, der Gei&szlig;el von Korruption und Amtsmissbrauch den Garaus zu machen. Im Gegensatz zu ihren neoliberalen Vorg&auml;ngerinnen traut ein Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung der Partei die Bew&auml;ltigung dieser Herkulesaufgabe zu. Nun aber werden schwere Vorw&uuml;rfe gegen die neue Regierung erhoben. Der Syriza-Vizeminister f&uuml;r Verwaltungsreformen, Giorgos Katrougalos, soll sich &uuml;ber die Wiedereinstellung entlassener Staatsbediensteter bereichert haben, berichtete die auflagenstarke konservative Sonntagszeitung To Vima. [&hellip;]<br>\nIn einer zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt er&ouml;ffneten Kanzlei hatte Katrougalos dagegen nur noch Privatangestellte in Lohnstreitigkeiten vertreten. Und auch diese Mandanten hatte der Arbeitsrechtler nach seiner Ernennung zum Minister an eine Kollegin abgegeben. To Vima aber habe bei ihrer Falschdarstellung seiner angeblichen Vertretung entlassener Staatsangestellte bewusst Ausschnitte aus Vertr&auml;gen mit Mandanten aus der Privatwirtschaft ver&ouml;ffentlicht, erkl&auml;rte Katrougalos gegen&uuml;ber der Presse. Dies, so Katrougalos, erf&uuml;lle den Tatbestand der Dokumentenf&auml;lschung. &Ouml;ffentlich forderte der Vizeminister die Zeitung auf, 10.000 Euro Schadenersatz an eine gemeinn&uuml;tzige Organisation zu zahlen, ansonsten werde er die Verantwortlichen verklagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/03-24\/013.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenlands Trag&ouml;die ist der IWF<\/strong><br>\nF&uuml;r den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) und ihren ehrgeizigen damaligen Chef Dominique Strauss-Kahn schien die 2010 heraufziehende Eurokrise eine einmalige Chance zu bieten. Nach dem Missmanagement der Asienkrise in den 1990ern hatte der IWF an Einfluss verloren. Sein Rat war nicht mehr gefragt &ndash; die 65 Jahre alte Institution drohte in die Bedeutungslosigkeit zu rutschen.<br>\nMit dem ersten gr&ouml;&szlig;eren Rettungseinsatz in Europa wollten die IWF-Experten zeigen, dass sie als globale Wirtschaftsfeuerwehr immer noch gebraucht w&uuml;rden. F&uuml;r Strauss-Kahn schien es die gro&szlig;e Chance, sich auf internationalem Parkett Meriten f&uuml;r eine sp&auml;tere Pr&auml;sidentschaft in seiner franz&ouml;sischen Heimat zu erwerben. F&uuml;nf Jahre sp&auml;ter steht der IWF vor einem Scherbenhaufen, den er ma&szlig;geblich selbst zu verantworten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-03\/internationaler-waehrungsfonds-iwf-griechenland-euro-krise\/komplettansicht\">Heike Buchter in der ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser A.P.:<\/strong> Lesenswerter Artikel, leider mit irref&uuml;hrendem Titel, da im Weiteren ja auch die anderen Beteiligten der griechischen Trag&ouml;die benannt werden: &lsquo;[&hellip;] weder der Fonds noch seine europ&auml;ischen Partner seien damals bereit gewesen, weitere Finanzmittel bereitzustellen. &ldquo;Der IWF hat Griechenland f&uuml;r die europ&auml;ischen Banken geopfert&rdquo;, sagt Lachman dazu. Er geht sogar noch weiter: Ihre Glaubw&uuml;rdigkeit habe die Organisation schon weit vor der Krise verloren, sagt er. EU-Kommission und EZB h&auml;tten tatenlos zugeschaut, wie die L&auml;nder S&uuml;deuropas immer mehr Schulden anh&auml;uften. Der IWF habe sich ebenfalls nicht eingeschaltet. Dabei sei dessen Fr&uuml;hwarnsystem ein wichtiges Instrument. Die IWF-Verantwortlichen h&auml;tten schlicht den Versicherungen des damaligen EZB-Chefs Jean-Claude Trichet geglaubt. Er behauptete, innerhalb eines W&auml;hrungsraums sei es durchaus m&ouml;glich, L&auml;nder mit &Uuml;bersch&uuml;ssen und solche mit Defiziten zu haben. &ldquo;Das Argument war, in den USA funktioniere das ja auch&rdquo;, sagt Lachman. Doch den Europ&auml;ern fehlten die notwendigen Institutionen, um die Ungleichgewichte unter Kontrolle zu behalten.&rsquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Maut<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Politik nach dem Motto &ldquo;Wie Du mir, so ich Dir&rdquo;<\/strong><br>\nWas ist schlimm an der heute beschlossenen Pkw-Maut? Dass sie Millionen kosten statt einbringen k&ouml;nnte? Dass mit ihr ein weiteres B&uuml;rokratiemonster geschaffen wird? Dass sie populistisch ist? Dass sie eine reine Ausl&auml;nderabgabe ist? Dass sie europ&auml;ischem Recht nicht entspricht? Nein, sie ist schlimm, weil das Politik ist nach dem Motto: &ldquo;Wie Du mir, so ich Dir&rdquo;. Wenn wir bei Euch zahlen m&uuml;ssen, m&uuml;sst Ihr auch bei uns zahlen.<br>\nNat&uuml;rlich &auml;rgert sich der Bayer aus Bad Reichenhall zurecht dar&uuml;ber, dass er daf&uuml;r zahlen muss, wenn er ein paar Kilometer ins nahe Nachbarland f&auml;hrt, w&auml;hrend der Salzburger die schnellste Strecke nach Innsbruck, die durch Bayern f&uuml;hrt, kostenlos nutzen darf. Der naheliegende Impuls: Soll der &ldquo;&Ouml;si&rdquo; ruhig auch zahlen, wenn er bei uns unterwegs ist.<br>\nDer &ldquo;&Ouml;si&rdquo; wiederum findet es vielleicht nur angebracht, dass Millionen Bayern, die seit Jahrzehnten gerne an den Gardasee brausen, ihr Scherflein dazu beitragen, dass die kleine Alpenrepublik enorme Umweltbelastungen zu verkraften hat und ihre Transitrouten immer schneller und komfortabler macht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/innenpolitik\/id_73440758\/pkw-maut-das-ist-politik-nach-dem-motto-wie-du-mir-so-ich-dir-.html\">Jan Eger auf T-Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Hofreiter (Gr&uuml;ne): Maut ist &ldquo;offensichtlich Schwachsinn&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Am Ende hat die CSU einen ganz gro&szlig;en W&auml;hlerbetrug vor. Die CSU glaubt, diskriminierungsfrei Diskriminierung zu schaffen. Aber das klappt eben nicht. Und der Europ&auml;ische Gerichtshof, der der h&auml;rteste Gegner des Ganzen ist, wird am Ende die Entlastung f&uuml;r die deutschen Autofahrer kassieren und die Maut bestehen bleiben. Und dann die CSU wieder populistisch schreien: Europa war es.&rdquo;<br>\nOb es tats&auml;chlich durch die Maut zu Mehreinnahmen kommen werde, sei zudem fraglich, sagte Hofreiter. Nach Berechnungen des Finanzministers Sch&auml;uble drohten sogar Mindereinnahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/politik-weltgeschehen\/morgenmagazin\/politik\/Hofreiter-Maut-ist-offensichtlich-Schwachsinn-100.html\">Das Erste moma<\/a>\n<p>Dazu: <strong>DIE LINKE: Groko beratungsresistent<\/strong><br>\nUngeachtet heftiger Kritik von Experten und der EU will die Gro&szlig;e Koalition nicht die Finger von der Pkw-Maut lassen und peitscht das Gesetz im Eiltempo durchs Parlament. Petra Sitte h&auml;lt das f&uuml;r einen unw&uuml;rdigen Politikstil. Herbert Behrens warnte, Dobrindts Maut w&uuml;rde von der EU nicht akzeptiert werden. Am Ende m&uuml;ssten deutsche Autofahrerinnen und Autofahrer das teuer bezahlen. DIE LINKE fordert, alle Pl&auml;ne zur privaten Nutzerfinanzierung der Bundesstra&szlig;en zu begraben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/\">Die Linksfraktion, u.a. mit den Redebeitr&auml;gen im Bundestag<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir weisen auf diese Stellungnahmen der Oppositionsfraktionen hin, weil sie gegen&uuml;ber der &Uuml;bermacht der Groko ansonsten in der Berichterstattung nur unter ferner liefen auftauchen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bundestag billigt Ukraine-Abkommen<\/strong><br>\nDer Bundestag hat das umstrittene Assoziierungsabkommen zwischen der Europ&auml;ischen Union und der Ukraine am Donnerstag mit gro&szlig;er Mehrheit gebilligt. Die beiden Regierungsfraktionen CDU\/CSU und SPD sowie die Gr&uuml;nen stimmten daf&uuml;r, die LINKE dagegen. Anschlie&szlig;end segnete das Parlament auch die Assoziierungsabkommen der EU mit Georgien und der Republik Moldau ab.<br>\nZuvor hatte Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier die Politik der Osterweiterung verteidigt. &raquo;Die Nachbarschaftspolitik der EU ist gegen niemanden gerichtet. Wir wollen gute Zusammenarbeit nicht nur mit unseren Nachbarn, sondern auch mit unseren Nachbarn der Nachbarn.&laquo; Der SPD-Politiker versicherte, die Hand der EU bleibe &raquo;auch gegen&uuml;ber Russland ausgestreckt&laquo;.<br>\nAls n&auml;chstes ist nun der Bundesrat am Zug. Die L&auml;nderkammer wird vermutlich am 8. Mai zustimmen. Anschlie&szlig;end muss noch Bundespr&auml;sident Joachim Gauck unterschreiben, damit die Ratifizierung durch Deutschland endg&uuml;ltig werden kann. Die Vertr&auml;ge treten erst in Kraft, wenn alle 28 EU-Mitglieder zugestimmt haben. Dies wird vermutlich noch Jahre dauern, weshalb es &Uuml;bergangsregelungen gibt.<br>\nDas Abkommen mit der Ukraine sollte nach jahrelangen Verhandlungen urspr&uuml;nglich bereits im November 2013 unterzeichnet werden, was dann aber vom damaligen ukrainischen Pr&auml;sidenten Viktor Janukowitsch gestoppt wurde. Dies l&ouml;ste Proteste aus, die schlie&szlig;lich im Februar 2014 zum Sturz des Moskau-freundlichen Staatschefs f&uuml;hrten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/966195.bundestag-billigt-ukraine-abkommen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Viktor Janukowitsch Junior Tod im Baikalsee<\/strong><br>\nLaut &uuml;bereinstimmenden Berichten unter Berufung auf Augenzeugen kam Janukowitsch bei einem Ungl&uuml;ck auf dem Baikalsee ums Leben. Zusammen mit f&uuml;nf Passagieren steuerte Janukowitsch demnach einen Kleinbus der Marke Volkswagen auf das Eis hinaus. Das Auto brach ein. Die Passagiere konnten sich retten. Der Fahrer jedoch sei mit dem Wagen versunken, seine Leiche sp&auml;ter im Eisloch aufgetaucht, berichtete Anton Geraschtschenko, ein Berater des ukrainischen Innenministers, in der Nacht auf Montag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/viktor-janukowitsch-junior-tod-im-zugefrorenen-baikalsee-13500382.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Machtkampf in Kiew: Oligarch Kolomoiski verliert Gouverneursamt<\/strong><br>\nDer ukrainische Pr&auml;sident Petro Poroschenko hat in einem Machtkonflikt den einflussreichen Milliard&auml;r Igor Kolomoiski als Gouverneur der Industrieregion Dnipropetrowsk entlassen&hellip;<br>\nDer Milliard&auml;r war zuletzt unter Druck geraten, weil seine bewaffneten Einheiten die halbstaatlichen Energieunternehmen Ukrnafta und Ukrtransnafta in Kiew besetzt hatten. Kolomoiski wollte Berichten zufolge dort die Absetzung des Managements verhindern. Kommentatoren meinten nun, dass sich Poroschenko in dem Machtkampf mit dem Oligarchen durchgesetzt habe.<br>\nKolomoiski und seine Anh&auml;nger hatten die ukrainische Regierung zuletzt mehrfach kritisiert und die angek&uuml;ndigten Reformen angemahnt. Kolomoiski hatte sich etwa f&uuml;r eine Dezentralisierung der in Kiew geb&uuml;ndelten Machtbefugnisse eingesetzt. In Kiew l&ouml;ste aber zuletzt Befremden aus, dass sich der &ldquo;Besch&uuml;tzer der Ostukraine&rdquo; und &ldquo;K&auml;mpfer gegen &Uuml;bergriffe Russlands&rdquo; f&uuml;r einen Dialog mit den Aufst&auml;ndischen im Donbass aussprach. So sieht es ein am 12. Februar in Minsk vereinbarter Friedensplan f&uuml;r das Kriegsgebiet vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/politik\/konflikte-machtkampf-in-kiew-oligarch-kolomoiski-verliert-gouverneursamt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-150325-99-04817\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu nochmals &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/10\/10.mondeText.artikel,a0043.idx,11\">Die Clans der Ukraine<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nachhaltigkeit f&uuml;r die Eurozone<\/strong><br>\nIn den Anf&auml;ngen der Eurozone hatten ihre Gr&uuml;nder die Vision eines schrittweisen Fortschritts hin zu einer &bdquo;optimalen W&auml;hrungsunion&ldquo;, die durch Haushaltsintegration, Freiz&uuml;gigkeit der Arbeitskr&auml;fte und politische Einheit gepr&auml;gt ist. Aber dieser Prozess hat nicht stattgefunden, und wie die scheinbar endlose Griechenlandkrise zeigt, ist die Eurozone immer noch durch strukturelle Schw&auml;chen und extreme Anf&auml;lligkeit gegen&uuml;ber externen Schocks gepr&auml;gt. Dies ist eindeutig nicht nachhaltig.<br>\nTrotz aller Bem&uuml;hungen zur F&ouml;rderung haushaltspolitischer Koordinierung stehen die Budgets der Eurozonen-Mitglieder immer noch unter der Zust&auml;ndigkeit unterschiedlicher nationaler Beh&ouml;rden, und die Nordeurop&auml;er sperren sich immer noch gegen Ausgleichszahlungen von reicheren hin zu &auml;rmeren L&auml;ndern &uuml;ber den sehr begrenzten Rahmen der EU-Regionalfonds hinaus. Au&szlig;erdem wird die Mobilit&auml;t der Arbeitskr&auml;fte immer noch durch sprachliche und kulturelle Barrieren sowie durch b&uuml;rokratische Hemmnisse eingeschr&auml;nkt. Und eine &bdquo;immer engere&ldquo; politische Union findet in der &Ouml;ffentlichkeit keine Unterst&uuml;tzung mehr &ndash; wenn dies &uuml;berhaupt jemals der Fall war &ndash; und ist daher heute nicht mehr machbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/eurozone-economies-fiscal-transfers-by-yannos-papantoniou-2015-03\/german\">Yannos Papantoniou auf Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Dieses irregef&uuml;hrte Eiland &ndash; Gro&szlig;britanniens f&uuml;rchterlicher, unguter Wirtschaftsdiskurs<\/strong><br>\nDie Wahl von 2016 (in den USA (WL)) ist noch 19 zerm&uuml;rbende, an die Substanz gehende Monate weit weg. Allerdings findet in nur sechs Wochen eine andere wichtige Wahl statt, wenn n&auml;mlich Gro&szlig;britannien an die Urnen geht. Und da stehen viele der gleichen Themen an.<br>\nUngl&uuml;cklicherweise dominiert im wirtschaftlichen Diskurs Gro&szlig;britanniens eine irrige Fixierung auf Haushaltsdefizite. Und, was noch schlimmer ist, diese falsche<br>\nBetrachtungsweise hat sich auf die vermeintlich objektive Berichterstattung &uuml;bertragen. Die Medien geben regelm&auml;&szlig;ig umstrittene, wenn nicht sogar einfach falsche Behauptungen als Fakten aus&hellip;<br>\nDie Darstellung, von der hier die Rede ist, klingt so: In den Jahren vor der Finanzkrise hat die britische Regierung sich unverantwortlich hoch verschuldet, sodass das Land weit &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse lebte. Als Folge davon stand es 2010 kurz vor einer Krise griechischen Stils; Austerit&auml;tsma&szlig;nahmen, insbesondere Ausgabeneinschnitte waren unabdingbar. Und der Beweis f&uuml;r die Richtigkeit dieser Wende zur Austerit&auml;t sind die niedrigen britischen Kreditkosten sowie die Tatsache, dass die Wirtschaft nun nach mehreren harten Jahren wieder recht gut w&auml;chst&hellip;<br>\nUnd doch ist nichts davon wahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/03\/23\/opinion\/paul-krugman-britains-terrible-no-good-economic-discourse.html\">Paul Krugman, This Snookered Isle, in The New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Was schief l&auml;uft bei TTIP<\/strong><br>\nWenn Cecilia Malmstr&ouml;m &uuml;ber die TTIP-Verhandlungen spricht, bem&uuml;ht die EU-Handelskommissarin manchmal einen alten Witz: Jemand hat sich verfahren und fragt mitten im Nirgendwo einen Einheimischen, wie er von hier am besten zu seinem Ziel komme. &ldquo;Sie sollten von woanders losfahren&rdquo;, kommt als Antwort.<br>\nDie liberale Schwedin hat die Verhandlungen &uuml;ber das Freihandelsabkommen mit den USA von ihrem Vorg&auml;nger geerbt. Es ist kein Geheimnis, dass sie &uuml;ber manche Aspekte dieser Hinterlassenschaft nicht ganz gl&uuml;cklich ist. Auf den Begriff &ldquo;Chlorh&uuml;hnchen&rdquo; reagiert sie inzwischen resolut. Ernster nimmt sie Kritik an den hochumstrittenen Schiedsgerichten, die der Handelsvertrag schaffen soll.<br>\nVor den privaten Gerichten &ndash; ISDS im Fachsprech &ndash; k&ouml;nnten Investoren Staaten verklagen, wenn sie mit ihren Entscheidungen vermeintlich den Wert ihrer Investitionen besch&auml;digen. Statt beamteter Richter sprechen dort spezialisierte Anw&auml;lte die Urteile. Alleine Deutschland verwendet ISDS in rund 140 Handelsvertr&auml;gen. Kritiker halten die Praxis jedoch f&uuml;r undemokratisch und f&uuml;rchten, die Tribunale k&ouml;nnten Investoren f&uuml;r die Folgen politischer Entscheidungen Milliardensummen zugestehen. (&hellip;)<br>\nMalmstr&ouml;m glaubt an die Vorteile des Abkommens mit den USA, nicht nur von Amts wegen. Eine Einigung &uuml;ber niedrigere Z&ouml;lle und die Angleichung von Regeln f&uuml;r Airbags, Autoblinker und Klimaanlagen sollen neue Jobs schaffen, aber auch ein geopolitisches Signal senden: Die USA und Europa haben sich auch in Zeiten von NSA nicht v&ouml;llig auseinandergelebt. &ldquo;Putin w&uuml;rde TTIP nicht m&ouml;gen&rdquo;, sagte die EU-Kommissarin k&uuml;rzlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ttip-eu-vorschlaege-zu-handelsabkommen-mit-den-usa-a-1025609.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Diese Staaten wurden von Investoren verklagt<\/strong>\n<ul>\n<li>Investoren k&ouml;nnen Staaten jenseits nationaler Gerichte vor internationalen Schiedsgerichten verklagen.<\/li>\n<li>Investorenschutz ist ein umstrittenes Thema, besonders im Streit um TTIP, das Freihandelsabkommen zwischen EU und USA.<\/li>\n<li>Aktuelle Zahlen der UN-Handelskonferenz Unctad zeigen, dass 2014 die beteiligten Investoren &ouml;fter Recht bekamen als die Staaten, dass es ein EU-Land ganz besonders traf und dass mindestens zwei deutsche Konzerne die Investitionsschutzklauseln nutzten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie viel Schutz brauchen Geldgeber, die im Ausland investieren? Die Investorenschutzklauseln in Vertr&auml;gen zwischen Regierungen beinhalten Vorgaben zu Streitschlichtungsverfahren zwischen Investoren und Staaten (Investor-state dispute settlement, kurz: ISDS). Sie erlauben es Investoren, Staaten vor Gericht zu bringen, wenn sie sich durch politische Entscheidungen einer Regierung enteignet f&uuml;hlen. Aber es sind nicht irgendwelche Gerichte: Die Verfahren werden vor internationalen Schiedsgerichten gef&uuml;hrt, etwa in Washington oder Den Haag, die allerdings als intransparent gelten (Faktencheck zum Investorenschutz hier).<br>\nDie Kammern gelten Kritikern als undemokratisch, weil sie keinerlei nationaler Kontrolle unterworfen sind. Drei Richter, auf die sich die Parteien einigen, entscheiden dort, ob der verklagte Staat Millionen oder gar Milliarden Euro Steuergeld an Investoren &uuml;berweisen muss.<br>\n42 neue Verfahren landeten 2014 vor den Schiedsgerichten, zeigen Zahlen der UN (Unctad-PDF auf Englisch). Das sind weniger als in den drei Jahren zuvor, als die Zahlen jeweils einen neuen H&ouml;chststand erreicht hatten. 2013 waren es fast 60 Verfahren gewesen. Die tats&auml;chliche Zahl der Klagen d&uuml;rfte noch h&ouml;her liegen, da viele Abkommen zum Investitionsschutz Geheimhaltungsklauseln enthalten.<br>\nEin Staat wurde 2014 mit Abstand am h&auml;ufigsten verklagt: Spanien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/umstrittene-schiedsgerichte-diese-staaten-wurden-von-investoren-verklagt-1.2370829\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Von patentierten K&uuml;hen, TTIP und gesellschaftlichen Spannungen<\/strong><br>\nDer Tierarzt, Aktivist und GMO-Experte Christoph Then &uuml;ber aktuelle Entwicklungen und Gefahren in der Agro-Gentechnik<br>\nHeute wird nicht nur mit gentechnisch ver&auml;nderten Pflanzen experimentiert sondern verst&auml;rkt auch mit gentechnisch manipulierten Tieren. Daf&uuml;r werden selbst in Deutschland immer mehr Tierversuche durchgef&uuml;hrt, kritisiert Christoph Then. &ldquo;Patentierf&auml;hige&rdquo; GV-Tiere k&ouml;nnten Landwirte in noch st&auml;rkere Abh&auml;ngigkeiten von gro&szlig;en Konzernen bringen. Dar&uuml;ber hinaus w&auml;ren ethische Fragen bis dato nicht hinreichend gekl&auml;rt, so der Experte f&uuml;r synthetische Biologie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44488\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Einkommensschere wird durch Tarifflucht gr&ouml;&szlig;er<\/strong><br>\nSeit Mitte der 1990er Jahre ist die Lohnungleichheit in Deutschland gestiegen&hellip;<br>\nNichts versch&auml;rft die Lohnungleichheit in Deutschland so stark, wie die zunehmende au&szlig;ertarifliche Besch&auml;ftigung. Dies zeigt eine Studie der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit dem ifo-Institut M&uuml;nchen. W&auml;hrend die L&ouml;hne seit Mitte der 1990er Jahre im oberen Einkommensf&uuml;nftel gestiegen sind, sanken sie im unteren F&uuml;nftel. Verantwortlich f&uuml;r diese Entwicklung ist zu 43 Prozent die stark r&uuml;ckl&auml;ufige Zahl der tarifgebundenen Unternehmen und Arbeitnehmer. Der intensivierte internationale Handel hingegen spielt als Ursache mit 15 Prozent eine deutlich geringere Rolle. Weitere Gr&uuml;nde f&uuml;r die auseinanderklaffende Einkommensschere sind eine Reihe verschiedener Einzelfaktoren.<br>\nDie Reall&ouml;hne der Arbeitnehmer des oberen Einkommensf&uuml;nftels sind seit Mitte der 1990er Jahre in Deutschland inflationsbereinigt um 2,5 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sank das Lohnniveau der Arbeitnehmer des unteren Einkommensf&uuml;nftels um 2 Prozent. Zwar ist die Lohnungleichheit in der Bundesrepublik nach wie vor geringer als im OECD-Durchschnitt. Jedoch stieg sie in den vergangenen beiden Jahrzehnten schneller als etwa in den USA oder in Gro&szlig;britannien. Im selben Zeitraum ging die Zahl der Betriebe mit Tarifbindung von 60 auf 35 Prozent zur&uuml;ck. Zugleich sank die Anzahl der tarifgebundenen Besch&auml;ftigten von 82 auf 62 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/themen\/aktuelle-meldungen\/2015\/maerz\/studie-lohnungleichheit\/?et_rp=1\">Bertelsmann Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Selbst die Bertelsmann Stiftung kann sich der Tatsache der auseinandergehenden Einkommensschere nicht mehr entziehen. Aber selbstverst&auml;ndlich finden die Wirtschaftsexperten dieser Stiftung mit ihrer neoliberalen Mission wieder einen Bogen, um die Export&uuml;bersch&uuml;sse und die Exportabh&auml;ngigkeit der deutschen Wirtschaft zu rechtfertigen. Die Exportwirtschaft w&uuml;rde schlie&szlig;lich h&ouml;here L&ouml;hne bezahlen, deshalb &bdquo;eigne sich eine Ausweitung des Au&szlig;enhandels zur Wiederangleichung der L&ouml;hne&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitskammer: Wirtschaftspolitik &ndash; Standpunkte<\/strong><br>\nU.a. folgende Beitr&auml;ge:\n<ul>\n<li>Herausforderungen 2015: Sparpolitik beenden, Arbeitslosigkeit senken<\/li>\n<li>Griechenland  I: Ans&auml;tze zur &Uuml;berwindung des Dilemmas<\/li>\n<li>Griechenland II: Von &bdquo;Grexit&ldquo; bis Plan Z<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150327_Wirtschaftspolitik_Standpunkte.pdf\">Kammer f&uuml;r Arbeiter und Angestellte f&uuml;r Wien [PDF]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Investitionsprogramm IG Metall: Verm&ouml;gensabgabe soll Investitionen finanzieren<\/strong><br>\n1500 Milliarden Euro f&uuml;r Wachstum in Europa: Die IG Metall legt ein umfangreiches Investitionsprogramm f&uuml;r die Euro-Zone vor. Es ist nicht das erste, daf&uuml;r das gewaltigste&hellip;<br>\nUm kurzfristig Wachstum anzukurbeln und soziale H&auml;rten abzufedern, schl&auml;gt die Gewerkschaft dreierlei vor: &Ouml;ffentliche Investitionen sowie zus&auml;tzliche Zahlungen einzelner Staaten in den EFSI sollen f&uuml;r die Einhaltung der Maastricht-Kriterien vor&uuml;bergehend keine Rolle spielen. Somit k&ouml;nnte beispielsweise Athen Geld in die Wirtschaftsf&ouml;rderung stecken, ohne dass diese Ausgaben in die Schuldenrechnung des Fiskalpaktes einflie&szlig;en. Zum Zweiten k&ouml;nnten Pr&auml;mien in H&ouml;he von bis zu 600 Euro pro Privathaushalt f&uuml;r den Kauf umweltschonender energiearmer Haushaltsger&auml;te gezahlt werden. Schlie&szlig;lich soll es in den s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenstaaten Zusch&uuml;sse f&uuml;r verarmte Hausbesitzer geben.<br>\nUm l&auml;ngerfristig die Wirtschaft in der EU anzukurbeln, pl&auml;diert die IG Metall f&uuml;r einen Investitionsfonds im Riesenformat: Anstelle von 21 sollen 150 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung stehen, mit denen Investitionen von 1500 Milliarden Euro mobilisiert werden k&ouml;nnten. Wie auch beim Juncker-Plan m&uuml;ssten die einzelnen EU-Staaten Geld f&uuml;r konkrete Vorhaben beantragen&hellip;<br>\nBleibt die Frage der Finanzierung. IG-Metall-Vorstandsmitglied Wolfgang Lemb nennt drei m&ouml;gliche Quellen: Zum einen k&ouml;nnten 80 Milliarden Euro, die im Bankenrettungsschirm ESM geparkt sind, ganz oder teilweise dem Investitionsfonds zugeschlagen werden. Denkbar sei zweitens, eine einmalige Abgabe auf hohe Verm&ouml;gen zu erheben: Ledige mit einem reinen Geldverm&ouml;gen von mehr als f&uuml;nf Millionen, Verheiratete ab zehn Millionen Euro sollen davon drei Prozent abgeben. Ein solcher Obolus w&uuml;rde laut IG Metall angesichts eines Geldverm&ouml;gens von EU-weit 30 Billionen Euro mindestens 130 Milliarden Euro einbringen. Dritte M&ouml;glichkeit: Die EU-Staaten stocken den EFSI aus Haushaltsmitteln in der H&ouml;he von einem Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts auf. So k&auml;men mehr als 100 Milliarden Euro zusammen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/investitionsprogramm-ig-metall-vermoegensabgabe-soll-investitionen-finanzieren,1472780,30217556.html\">Stefan Sauer in der FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.igmetall.de\/internet\/pressemitteilungen-2015-15974.htm\">IG Metall: &ldquo;Juncker-Plan muss aufgestockt werden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ausbeutung: Werftarbeiter erheben Vorw&uuml;rfe<\/strong><br>\nMehr als 300 Stunden harte, k&ouml;rperliche Arbeit pro Monat. Anschlie&szlig;end mit vielen Arbeitern auf engstem Raum wohnen. Und der versprochene Lohn bleibt auch noch aus. So soll es sich &uuml;ber Monate in Flensburg zugetragen haben. Die Gewerkschaft IG Metall erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen einen Subunternehmer der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG). Er soll insgesamt 13 Arbeiter aus Griechenland, Rum&auml;nien, Bulgarien und anderen L&auml;ndern in einer Zwei-Zimmer-Wohnung im Norden Flensburgs untergebracht haben, drei von ihnen sollen auf der Werft im Einsatz sein. Die FSG hat bereits reagiert und alle Vertr&auml;ge mit dem Subunternehmer gek&uuml;ndigt. Man wolle den Fall gemeinsam mit der Gewerkschaft pr&uuml;fen, so ein Werftsprecher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Ausbeutung-Werftarbeiter-erheben-Vorwuerfe,fsg134.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Andrea Nahles definiert die Armut weg<\/strong><br>\nAndrea Nahles ist bekanntlich Sozialdemokratin und Arbeitsministerin, und als solche hat sie nun in der SZ einen beachtenswerten Vorschlag zur Bek&auml;mpfung der Armut gemacht: Sie definiert sie einfach weg. Sie h&auml;lt nicht viel von der weitverbreiteten Annahme, wonach jeder, der weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verf&uuml;gung hat, arm ist. [&hellip;]<br>\nFrau Nahles &auml;rgert sich, weil k&uuml;rzlich ein Bericht des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands ergeben hat, dass die relativ gemessene Armut einen neuen H&ouml;chststand erreicht hat. Das passt nat&uuml;rlich nicht zu der Erz&auml;hlung, dass es in diesem Land allen besser geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2015\/03\/27\/andrea-nahles-definiert-die-armut-weg_8238\">ZEIT Herdentrieb<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Sebastian Thieme:<\/strong> Zum Thema selbst gibt es nat&uuml;rlich noch viel mehr zu schreiben. Aber Mark Schieritz in der ZEIT bringt m. E. die offensichtlichsten Dinge auf den Punkt. War es nicht Nahles, die mit ihrem Versuch einer Pippi Langstrumpf-Imitation der damaligen Regierung VOR der Wahl vorwarf, sich die Welt einfach zurecht zu biegen? Nahles macht genau das, was wir von den Konservativen erwarten. Fehlt nur noch, dass sie auch noch die absolute Armut in Abrede stellt, weil wir ja einen Sozialstaat haben. Vielleicht ist ja genau das die Strategie: (i) Die relative Armut verneinen, (ii) sich auf die Beseitigung der absoluten Armut konzentrieren und (iii) die dann wieder verneinen dadurch, dass wir ja &uuml;ber Hartz IV die absolute Armut gar nicht mehr in Deutschland haben. Besonders peinlich: Als Arbeits- und Sozialministerin sollte sie eigentlich auch die Armutsberichte kennen. Da stand noch im Dritten Bericht: &ldquo;So herrscht heute weitgehend Konsens, dass soziale Gerechtigkeit sich nicht in erster Linie nur an materiellen Verteilungsaspekten orientieren kann, sondern auch ein Mehr an Gleichheit bei den Teilhabe- und Verwirklichungschancen bedeuten sollte. Diese Teilhabechancen m&uuml;ssen in allen wichtigen Bereichen unabh&auml;ngig von der Einkommenssituation der betroffenen Person er&ouml;ffnet werden.&rdquo; (<a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/16\/099\/1609915.pdf\">Dritter Armuts- und Reichtumsbericht, S. 39 [PDF]<\/a>) Mir f&auml;llt jetzt spontan nichts ein, womit sich Frau Nahles noch mehr f&uuml;r ihren Posten disqualifizieren konnte, als mit ihrer Aussage &uuml;ber die Armut. Eigentlich ein Grund, ihren R&uuml;cktritt zu fordern!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Reall&ouml;hne 2014 stark gestiegen<\/strong><br>\nDie Reall&ouml;hne der deutschen Arbeitnehmer sind 2014 so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2008. Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes f&uuml;hrte vor allem die geringe Preissteigerung zu einer Reallohnsteigerung von 1,7 Prozent, wie die Beh&ouml;rde am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.<br>\nDie Nominall&ouml;hne kletterten 2014 gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 2,6 Prozent nach 1,4 Prozent 2013 und 2,5 Prozent 2012. Da die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr aber nur um 0,9 Prozent zulegten, hatten die Besch&auml;ftigten real deutlich mehr Geld in der Tasche.<br>\nNach den Angaben profitierten vor allem h&ouml;her qualifizierte Arbeitnehmer von dem kr&auml;ftigen Lohnanstieg. So war der nominale Verdienstzuwachs der Arbeitnehmer in leitender Stellung mit plus 4,1 Prozent &uuml;berdurchschnittlich hoch, w&auml;hrend die Verdienstanstiege angelernter Besch&auml;ftigter (+ 1,5 Prozent) und ungelernter Besch&auml;ftigter (+ 1,2 Prozent) deutlich unterhalb der Gesamtentwicklung lagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/lohnsteigerung-realloehne-2014-stark-gestiegen,1472780,30226442.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was ist schon ein Nominallohnanstieg um 2,6 Prozent gegen&uuml;ber dem Anstieg der Millioneneinkommen der Firmenchefs <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/dax-deutsche-firmenchefs-verdienen-so-viel-wie-nie,1472780,30218080.html\">um 9,8 Prozent<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p>Siehe zu den Geh&auml;ltern der DAX-Manager: <strong>Der Exzess ist nun Normalit&auml;t<\/strong><br>\n&ldquo;Wir sehen keine Verg&uuml;tungsexzesse&rdquo;, sagte ein Experte f&uuml;r Vorstandsgeh&auml;lter vergangene Woche. Keine Verg&uuml;tungsexzesse? Auf diese Idee muss man erst einmal kommen. Der Exzess ist die neue Normalit&auml;t&hellip;<br>\nNur zur Erinnerung: Seit 1997 haben sich die Bez&uuml;ge der Dax-Chefs in etwa versiebenfacht. Viele &bdquo;normale&ldquo; Besch&auml;ftigte, insbesondere die unteren Lohngruppen, mussten im gleichen Zeitraum Reallohnverluste hinnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/aktuelle-kommentare\/gehaelter-der-dax-manager-der-exzess-ist-nun-normalitaet,30085308,30224148.html\">Daniel Baumann in der FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Is it time to go back to the typewriter, carbon paper and Tippex?<\/strong><br>\nThe &ldquo;white-washing&rdquo; report on GCHQ, MI5 &amp; MI6 by the Intelligence and Security Committee [1] published on 12 March 2015 was preceded by a draft Code of Practice &ldquo;Equipment Interference&rdquo; [2] to allow the UK intelligence and security agencies<br>\nto &ldquo;legally&rdquo; access computers to gather and break encrypted codes and allow &ldquo;remote access&rdquo; to &ldquo;interfere&rdquo; with any targeted computer anywhere in the world. The deadline for comments on the Code is 20 March 2015 after which it will simply be &ldquo;laid&rdquo; before parliament and adopted without debate&hellip;<br>\nThe draft Code of Practice, published on 6 February, seeks to legalise the intelligence and security agencies having direct access to computers inside the UK by MI5 (the Secret Service) under the 1989 Security Service Act [7] and outside the UK &ndash; in the EU and the rest of the world by GCHQ  and MI6 (Secret Intelligence Service) under the  Intelligence  Services Act 1994.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.statewatch.org\/analyses\/no-265-Is-it-time-to-dust-off-the-typewriter.pdf\">Statewatch [PDF]<\/a><\/li>\n<li><strong>Netanyahu&rsquo;s Spying Denials Contradicted by Secret NSA Documents<\/strong><br>\nIsraeli Prime Minister Benjamin Netanyahu yesterday vehemently denied a Wall Street Journal report, leaked by the Obama White House, that Israel spied on U.S. negotiations with Iran and then fed the intelligence to Congressional Republicans. His office&rsquo;s denial was categorical and absolute, extending beyond this specific story to U.S.-targeted spying generally, claiming: &ldquo;The state of Israel does not conduct espionage against the United States or Israel&rsquo;s other allies.&rdquo;<br>\nIsrael&rsquo;s claim is not only incredible on its face. It is also squarely contradicted by top-secret NSA documents, which state that Israel targets the U.S. government for invasive electronic surveillance, and does so more aggressively and threateningly than almost any other country in the world. Indeed, so concerted and aggressive are Israeli efforts against the U.S. that some key U.S. government documents &mdash; including the top secret 2013 intelligence budget &mdash; list Israel among the U.S.&rsquo;s most threatening cyber-adversaries and as a &ldquo;hostile&rdquo; foreign intelligence service.<br>\nOne top-secret 2008 document features an interview with the NSA&rsquo;s Global Capabilities Manager for Countering Foreign Intelligence, entitled &ldquo;Which Foreign Intelligence Service Is the Biggest Threat to the US?&rdquo; He repeatedly names Israel as one of the key threats.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/firstlook.org\/theintercept\/2015\/03\/25\/netanyahus-spying-denial-directly-contradicted-secret-nsa-documents\/\">Glen Greenwald und Andrew Fishman auf The Intercept<\/a><\/li>\n<li><strong>Datenleck bei Bertelsmann-Tochter Infoscore<\/strong><br>\nEine der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Auskunfteien, die Bertelsmann-Tochter Infoscore Consumer Data GmbH, steht wegen unzureichenden Datenschutzes in der Kritik. Nach Recherchen von NDR Info konnten Unbefugte mit einfachen Mitteln an sensible Daten von Millionen Verbrauchern gelangen, die sich in Zahlungsschwierigkeiten befinden. Die &ldquo;undichte Stelle&rdquo; ist ein Portal f&uuml;r Mieterselbstausk&uuml;nfte, das keine ausreichende Identifizierung f&uuml;r den Abruf von Daten vorsieht. Die zust&auml;ndige Datenschutzaufsicht spricht von einem &ldquo;gravierenden Datenschutzversto&szlig;&rdquo;. Als Reaktion auf die Berichterstattung hat Infoscore die Datenbank mittlerweile vorerst vom Netz genommen.<br>\nNach Recherchen von NDR Info musste man nur den Namen, die Adresse und das Geburtsdatum der Person angeben, an deren Daten man wollte. F&uuml;r knapp 20 Euro gab es dann die Auskunft von Infoscore &ndash; ohne weitere &Uuml;berpr&uuml;fung der Identit&auml;t. Name, Adresse und Geburtsdatum &ndash; in Zeiten von Sozialen Netzwerken wie Facebook sowie Online-Telefonb&uuml;chern ist es einfach, an diese Informationen zu gelangen. Andere Auskunfteien wie die Schufa verlangen f&uuml;r die gleiche Dienstleistung deshalb eine Personalausweiskopie zur Identifizierung. Infoscore hat nach eigenen Angaben von 7,8 Millionen Verbrauchern Daten, die auf finanzielle Schwierigkeiten hinweisen: von Mahnbescheiden &uuml;ber erfolglose Pf&auml;ndungen bis hin zu Haftbefehlen f&uuml;r hartn&auml;ckige Schuldner. All das konnte man auch &uuml;ber das Mieterportal erfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/info\/programm\/Datenleck-bei-Bertelsmann-Tochter-Infoscore,datenschutz364.html\">NDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>DHV zu Transparenzgebot bei Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft<\/strong><br>\nDer Deutsche Hochschulverband (DHV) hat die Haltung, dass bei Kooperationen zwischen Universit&auml;ten und Wirtschaft Transparenz herrschen m&uuml;sse, erneuert und konkretisiert. &ldquo;Geheime Forschung an &ouml;ffentlichen Universit&auml;ten ist ein prinzipieller Widerspruch in sich. Universit&auml;re Forschung ist grunds&auml;tzlich &ouml;ffentliche Forschung&rdquo;, erkl&auml;rte der Pr&auml;sident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen, anl&auml;sslich des 65. DHV-Tags in Mainz. &ldquo;Ausnahmen von diesem Grundsatz sind begr&uuml;ndungs- und rechtfertigungspflichtig.&rdquo;<br>\nAbweichungen vom Transparenzgebot universit&auml;rer Forschung seien nur in wenigen Konstellationen denkbar. Dies sei etwa der Fall, wenn das Bekanntwerden des Drittmittelauftrages geeignet sei, Interessen der inneren und &auml;u&szlig;eren Sicherheit, der Landesverteidigung oder internationale Beziehungen zu besch&auml;digen, oder wenn die Gefahr der Verletzung von Betriebs- und Gesch&auml;ftsgeheimnissen zu bef&uuml;rchten sei. Daneben k&ouml;nnten im Einzelfall geplante Patentanmeldungen, Marktstrategien und Investitionsentscheidungen des Drittmittelgebers eine Rolle spielen. &ldquo;Bisweilen kann tats&auml;chlich allein der Umstand, dass ein Forschungsauftrag zu einem bestimmten Thema, mit einer bestimmten Fragestellung und in einem bestimmten finanziellen Umfang zum Gegenstand eines Drittmittelauftrags geworden ist, geeignet sein, dem Drittmittelgeber im Falle der Ver&ouml;ffentlichung des Drittmittelprojekts wirtschaftlichen Schaden zuzuf&uuml;gen&rdquo;, erl&auml;uterte Kempen. &ldquo;Allerdings darf diese Gefahr nicht nur rituell behauptet werden, sondern muss vom Drittmittelgeber im Einzelnen gegen&uuml;ber der Universit&auml;t belegt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hochschulverband.de\/cms1\/pressemitteilung+M5bfab2bdeb3.html\">DHV<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die GEW begr&uuml;&szlig;t die Richtlinien zur Verg&uuml;tung von DoktorandInnen und Postdocs der Max-Planck-Gesellschaft<\/strong><br>\nDie neuen Richtlinien zur Verg&uuml;tung von Doktoranden und Postdocs sehen vor, dass in der MPG k&uuml;nftig einheitlich nicht mehr &uuml;ber Stipendien, sondern &uuml;ber Arbeitsvertr&auml;ge promoviert wird. Damit wird die soziale Absicherung der Doktorandinnen und Doktoranden erheblich verbessert, die MPG zahlt k&uuml;nftig wie andere Arbeitgeber in die Sozialversicherungssysteme ein. Zwei Drittel der Postdocs sollen ebenfalls &uuml;ber einen Vertrag und nicht mehr per Stipendium finanziert werden. Institute mit &bdquo;besonderen strukturellen Bedingungen&ldquo; k&ouml;nnen allerdings ein Opt-out aus der Umstellung beantragen.<br>\nIn den vergangenen Jahren hatte sich der Anteil der Stipendiatinnen und Stipendiaten kontinuierlich erh&ouml;ht, so dass diese inzwischen die gro&szlig;e Mehrheit der MPG bilden. Gegen diese Entwicklung hatten das Netzwerk der Doktorandinnen und Doktoranden in der Max-Planck-Gesellschaft (PhDNet) sowie die GEW immer wieder protestiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Bildungsgewerkschaft_begruesst_neue_Richtlinien_der_Max-Planck-Gesellschaft.html\">GEW<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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