{"id":2558,"date":"2007-08-16T09:17:45","date_gmt":"2007-08-16T07:17:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2558"},"modified":"2007-08-16T09:20:46","modified_gmt":"2007-08-16T07:20:46","slug":"hinweise-des-tages-461","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2558","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>EnBW-Chef Claassen bekommt 400.000 Euro Arbeitslosengeld pro Jahr &ndash; und das 17 Jahre<\/strong><br>\nEs ist eine Fr&uuml;hrente, von der andere nur tr&auml;umen: Der scheidende Vorstandschef des Energieversorgers EnBW, Utz Claassen, hat nach einem Bericht des &ldquo;Handelsblatts&rdquo; Anspruch auf millionenschwere &Uuml;bergangszahlungen. Aus dem Gesch&auml;ftsbericht 2006 lasse sich ableiten, dass sich die j&auml;hrlichen Zahlungen an den 44-J&auml;hrigen auf knapp 400.000 Euro belaufen k&ouml;nnten, berichtet die Zeitung. Bis zum Erreichen der Altersgrenze von 63 Jahren w&uuml;rde Claassen demnach bis 2026 noch einmal rund sieben Mill. Euro zahlen, nachdem er von 2003 bis 2007 schon mehr als zw&ouml;lf Mill. Euro als normale Vorstandsverg&uuml;tung erhielt. Nach 2026 bekommt Claassen dann eine EnBW-Rente, die genau so hoch ist wie sein &Uuml;bergangsgeld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/news\/Karriere\/Arbeit-Geld\/_pv\/_p\/200813\/_t\/ft\/_b\/1309039\/default.aspx\/kritik-an-sorglos-paketen-fuer-vorstaende.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &bdquo;Wir leben als Gesellschaft schon seit Langem &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse&ldquo; schrieb Claassen in seinem Buch <a href=\"?p=2196\">&bdquo;Mut zur Wahrheit&ldquo;<\/a>. Merke: Wenn &bdquo;f&uuml;hrende Ungernehmenschefs&ldquo; (Gerhard Schr&ouml;der) den Satz &bdquo;Wir leben &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse&ldquo; in den Mund nehmen, sind mit &bdquo;Wir&ldquo; niemals sie selbst, sondern immer die anderen gemeint.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Bei Managern steigt der Arbeitsanreiz bei h&ouml;heren L&ouml;hnen, bei Hartz IV-Empf&auml;ngern steigt er bei niedrigem Einkommen.<\/strong><br>\nNach der Haltung der Bundesregierung zu Arbeitsanreizen fragt die Linksfraktion in einer Kleinen Anfrage (16\/6201). Die Linke will wissen, &ldquo;welche sozialwissenschaftliche Theorie bzw. welche Ergebnisse der Motivationsforschung erkl&auml;ren, dass nach Kenntnis der Bundesregierung der Arbeitsanreiz bei Fach- und F&uuml;hrungskr&auml;ften und mittelst&auml;ndischen Unternehmern mit zunehmendem Einkommen ansteigt, w&auml;hrend der Arbeitsanreiz bei Hartz-IV-Beziehern steigt, wenn ihr Einkommen niedrig ist&rdquo;. Die Abgeordneten fragen ferner, wie die Bundesregierung den Arbeitsanreiz bei Personen einsch&auml;tzt, die &ldquo;bedeutend weniger&rdquo; als acht Euro pro Stunde verdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2007\/2007_213\/06.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue Produkte sollen der R&uuml;rup-Vorsorge zum Durchbruch verhelfen. Der Nutzen bleibt zweifelhaft.<\/strong><br>\nDie R&uuml;rup-Rente: Das 2005 eingef&uuml;hrte Produkt gilt als eines der kompliziertesten, das es je auf dem Markt f&uuml;r die private Altersvorsorge gab. Und als eines der unverk&auml;uflichsten: Nur rund 350.000 Vertr&auml;ge wurden bisher unterschrieben. Der Erfinder der R&uuml;rup-Rente hofft nun auf einen sp&auml;ten Erfolg. Die Politiker h&auml;tten den &raquo;Geburtsfehler&laquo; der mangelnden Absetzbarkeit (von der Steuer) durch das Jahressteuergesetz 2007 behoben, sagt R&uuml;rup, sogar r&uuml;ckwirkend zum Januar 2006. Zudem hat der Gesetzgeber die Rente auch f&uuml;rs Fondssparen ge&ouml;ffnet. Nachdem bisher nur Versicherer R&uuml;rup-Vertr&auml;ge anbieten durften, werden Fondsgesellschaften wie DWS, Deka und Union Investment wohl bald folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/2007\/33\/G-Ruerup\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Den wesentlichen Nachteil der R&uuml;rup-Rente streift der  Artikel  nur in einem Nebensatz: Einen vorgeschriebenen Kapitalerhalt g&auml;be es bei R&uuml;rup nicht. &ldquo;Verluste seien m&ouml;glich.&rdquo;<br>\nVorstellbar ist das bei sowohl bei der konventionellen Rentenversicherung als auch bei der fondsgebundenen Rentenversicherung. Bei den Fondstarifen  mu&szlig; man z.Z. nichts erl&auml;utern, aber selbst bei der klassischen Rentenversicherung, die eine Garantieverzinsung bietet, besteht keine Absicherung der Anspr&uuml;che f&uuml;r den Fall der Insolvenz des Versicherungsunternehmens.<br>\nDer Artikel thematisiert leider auch nicht die Verbindungen R&uuml;rups zur Versicherungswirtschaft (Referent f&uuml;r den Finanzdienstleister MLP, Vorstandsvorsitzender des Mannheimer Forschungsinstituts &Ouml;konomie und demographischer Wandel).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Aufbau einer privaten Altersvorsorge ist in Deutschland mit dramatisch hohen Kosten verbunden<\/strong><br>\nW&uuml;rde man  100.000 Euro zu den in Deutschland &uuml;blichen Geb&uuml;hren anlegen, k&auml;men nach 30 Jahren (5 Prozent Ausgabeaufschlag und 1,5 Prozent Managementfee pro Jahr) nur knapp 630.000 Euro, d.h. rund 380.000 Euro weniger als bei einer kostenlosen Verm&ouml;gensverwaltung, heraus.<br>\nVergessen Sie alles, was Ihnen hohe Ertr&auml;ge verspricht, Ihnen daf&uuml;r aber erheblich h&ouml;here Risiken aufb&uuml;rdet. Ich wei&szlig; nicht, ob Sie Ihre Alterseinkommen von einem Finanzkonstrukt abh&auml;ngig machen wollen, das auf den Boom in den Schwellenl&auml;ndern setzt, dessen Rendite aber beim n&auml;chsten Putsch in S&uuml;damerika einbricht.<br>\nEine Regierung, die die Finanzierung der Altersvorsorge ihrer B&uuml;rger teilweise privatisiert, muss sich schon fragen lassen, warum sie die Gewinne daraus Banken und Fondsgesellschaften und nicht ihren B&uuml;rgern &uuml;berl&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/magazin\/artikel\/0,2828,489396-2,00.html\">manager-magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Mannheimer Professor Martin Weber ist  zwar offenbar ziemlich wenig mit der gesetzlichen Rente vertraut, sonst k&ouml;nnte er nicht von einem &bdquo;R&uuml;ckzug&ldquo; des Staates aus der Rentenfinanzierung daherreden, denn immerhin, wird diese Rente &uuml;berwiegend aus Beitr&auml;gen finanziert und die Staatsknete ist allenfalls ein Ausgleich f&uuml;r versicherungsfremde Leistungen aus dem Rentensystem. Aber bei den Kosten f&uuml;r die private Altersvorsorge kennt er sich zumindest einigerma&szlig;en aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neues aus dem Casino:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Heiner Flassbeck:  Die Kreditbranche ist dem Renditewahn verfallen und die Aufsichtsbeh&ouml;rden sind &uuml;berfordert<\/strong><br>\nInzwischen glaubt ja sogar die Postbank, dass sie eine Eigenkapitalrendite von mindestens 20 Prozent erwirtschaften muss. Das ist unter normalen Bedingungen nicht zu schaffen. Also geht man immer riskantere Gesch&auml;fte ein, indem man sich zum Beispiel indirekt an den faulen Krediten auf dem amerikanischen Hypothekenmarkt beteiligt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=zukunft&amp;art=3157&amp;id=wirtschaft-artikel&amp;cHash=0e26da077d\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Wer einmal l&uuml;gt . . .<\/strong><br>\nBesonderes Misstrauen schl&auml;gt laut Marktteilnehmern derzeit deutschen Banken entgegen. Nach der Bonit&auml;tskrise um die IKB Deutsche Industriebank und Ger&uuml;chten &uuml;ber Probleme bei anderen Banken werden die Institute in Sippenhaft genommen. Vor allem die unzureichende Kommunikation vieler deutscher Institute im Allgemeinen und die L&uuml;gen der IKB im Speziellen erh&ouml;hten das Misstrauen. Der inzwischen abgel&ouml;ste Chef der IKB hatte noch kurz vor dem Bekanntwerden der existenziellen Probleme der Bank selbige v&ouml;llig in Abrede gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/boersen_und_maerkte\/wer_einmal_luegt____1.541138.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Man m&uuml;sste eigentlich noch hinzuf&uuml;gen, dass man vor allem auch den Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften misstrauen m&uuml;sste, schlie&szlig;lich hat die ach so ber&uuml;hmte und ber&uuml;chtigte KPMG wenige Monate vor der IKB-Krise in einer Sonderpr&uuml;fung keinerlei Unregelm&auml;&szlig;igkeiten zu Tage bef&ouml;rdert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Wolfgang M&uuml;nchau: Irrglaube an die Mathematik<\/strong><br>\nEs handelt sich nicht prim&auml;r um eine US-Hypothekenkrise, wie man oft liest, sondern um eine gigantische Blase an den Kreditm&auml;rkten. Ein Element, das jeder Blase zugrunde liegt, ist die falsche Einsch&auml;tzung des Risikos. Die Krise ist daher weit gef&auml;hrlicher als der Teil, der schon an die Oberfl&auml;che gesp&uuml;lt wurde.Es handelt sich nicht prim&auml;r um eine US-Hypothekenkrise, wie man oft liest, sondern um eine gigantische Blase an den Kreditm&auml;rkten.<br>\nEinige der europ&auml;ischen Banken, die sich verspekulierten, hatten sich mit Wertpapieren eingedeckt, die zum Teil erstklassige Ratings hatten, Bewertungen von &ldquo;A&rdquo; oder in einigen F&auml;llen sogar &ldquo;AAA&rdquo;. Hier handelt es sich um Tranchen einer so genannten besicherten Schuldverschreibung oder Collateralized Debt Obligation. Das  Entscheidende ist die M&ouml;glichkeit, ein &ldquo;AAA&rdquo; der besten Tranche dadurch erreicht werden kann, dass die Emissionen durch mehr Kredite als n&ouml;tig absichern werden. Je mehr Sicherheiten, desto h&ouml;her das Rating. Diesen Prozess nennt man auch Overcollateralization. Das ist ungef&auml;hr so, als w&uuml;rde man eine Hypothek gleich mit zwei H&auml;usern absichern. Mit einem Haufen schlechter Kredite kann man also eine &ldquo;AAA&rdquo;-Tranche erzeugen. Man hat einen Weg gefunden, aus Mist Geld zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/239186.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Rechnergest&uuml;tzten Investmentfonds erleben aktuell ein Debakel<\/strong><br>\nSie sind nicht nur im Gleichklang mit den B&ouml;rsen in die Tiefe gerauscht, sondern haben deutlich st&auml;rker verloren als der Markt. Damit ist mit den Computerfonds eine weitere Anlageklasse erst einmal diskreditiert. Das ist umso bemerkenswerter, als diese Anlagestrategie f&uuml;r sich in Anspruch nimmt, durch die automatische Titelselektion den Risikofaktor Mensch auszuschlie&szlig;en und emotionslose Renditen zu erwirtschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article1105906\/Computerfonds_erleiden_drastische_Einbrueche.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Studie: Gleichbehandlungsgesetz kostet Firmen 1,73 Milliarden Euro &ndash; oder Diskriminierung spart Geld<\/strong><br>\nDie Firmen mussten f&uuml;r jeden sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter jeweils durchschnittlich 72,50 Euro aufbringen, wie aus der von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) heute vorgestellten Studie hervorgeht. Knapp ein Drittel der Gesamtkosten in H&ouml;he von 532 Millionen Euro entfielen auf die Mitarbeiterschulungen, weitere 602 Millionen w&uuml;rden f&uuml;r die Einf&uuml;hrung neuer Standards und &ldquo;strategischer Implementierungen&rdquo; aufgewandt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-500085,00.html\">Spiegel Online <\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/Presse\/Pressemeldungen\/Pressemeldungen\/Aktuelle_INSM-Studie_zum_Antidiskriminierungsgesetz__Unternehmen_werden_mit_1_73_Mrd._Euro_belastet.html\">insm<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nachdem sich die seitens der Unternehmen prophezeite Prozessflut  nicht eingestellt hat, das Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg nennt 25 F&auml;lle, hat sich die INSM verpflichtet gef&uuml;hlt, wenigstens die betrieblichen Kosten dieses Gesetzes ausrechnen zu lassen. Nun ja, sind das gute Kosten oder schlechte Kosten? Oder sind Kosten generell schlecht? Dies soll wohl suggeriert werden. Die INSM sollte dann weitermachen, da bliebe ein weites Feld: die Kosten von Umweltschutzauflagen, die Kosten des K&uuml;ndigungsschutzes, die Kosten von Sicherheitsstandards, ja die Kosten des  Arbeitsrechts generell.<br>\nF&uuml;r wie bl&ouml;d h&auml;lt die INSM die Bev&ouml;lkerung, nat&uuml;rlich kostet der &lsquo;european way of life&rsquo; etwas, wir k&ouml;nnen stattdessen auch von westlichen Werte sprechen, welche in den Sonntagsreden des Kapitals gerne hochgehalten werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Im W&uuml;rgegriff der Energiekonzerne<\/strong><br>\n20 Milliarden Euro in drei Jahren &ndash; das ist der Gewinn von RWE. Der Energiekonzern mit Sitz in Essen konnte seinen B&ouml;rsenkurs von 2003 bis heute verdreifachen. Der Markt versagt, und die Politik schaut weg. Gegen die Tricks von E.ON, RWE &amp; Co. scheinen Verbraucher machtlos zu sein. Die Frontal21-Dokumentation mit Theo Koll berichtet &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde dramatischer Fehlentwicklungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dokumentation.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/15\/0,1872,5589167,00.html\">ZDF Frontal 21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Interessant sind vor allem auch die auf der Wegsite verlinkten Dokumente &uuml;ber die unverfrorenen Drohungen der Monopolisten gegen den f&uuml;r Energiepolitik zust&auml;ndigen Wirtschaftsstaatssekret&auml;r.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue Ausgabe von ver.di NEWS<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di<\/a><\/li>\n<li><strong>Allensbach-Chefin Kr&ouml;cher: Distanz zwischen B&uuml;rgern und Wirtschaft w&auml;chst<\/strong><br>\nHeute bestreitet die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit, dass Deutschland eine Soziale Marktwirtschaft hat; nur noch 24 Prozent der Bev&ouml;lkerung sind davon &uuml;berzeugt, w&auml;hrend 62 Prozent den Eindruck haben, dass die soziale Ausrichtung aufgegeben wurde oder nie existierte.<br>\nGleichzeitig hat die &Uuml;berzeugung abgenommen, dass wirtschaftlicher Erfolg auch dem Gro&szlig;teil der Leute zugute kommt. Nur noch 27 Prozent vertrauen darauf, dass die Bev&ouml;lkerung profitiert, wenn es der Wirtschaft gut geht. Die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit, 66 Prozent der gesamten Bev&ouml;lkerung, vertritt mittlerweile die Auffassung, dass es den Unternehmen sehr gut gehen kann, ohne dass die Bev&ouml;lkerung an diesem Erfolg teilhat.<br>\nIm Verbund mit der Reform des Sozialstaats hat die tiefgreifende Umstrukturierung der Unternehmen nach und nach die &Uuml;berzeugung verst&auml;rkt, dass Wirtschaft und Bev&ouml;lkerung letztlich gegens&auml;tzliche und unvereinbare Interessen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3\/Doc~E193C765840264DECA3290F7754B748C3~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ Net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die CDU-Beraterin Kr&ouml;cher macht sich Sorgen, wie die die &bdquo;einseitig&ldquo; der Wirtschaft zugeordnete Union mit solchen Meinungsbildern unter den W&auml;hlern umgehen soll.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Michael Dauderst&auml;dt: Was wir Deutschland schulden<\/strong><br>\nDie im Aufschwung steigenden Steuereinnahmen bieten eine g&uuml;nstige Gelegenheit, die Staatsverschuldung zu senken. Aber Schuldenabbau sollte die Option aktiver Konjunkturpolitik durch Budgetdefizite erhalten, nicht erschweren. Wachstum braucht immer Schulden. Sie belasten nicht die k&uuml;nftigen Generationen, die vom steigenden Wohlstand profitieren. Eine Umverteilung zwischen Gl&auml;ubigern und Schuldnern steht in der Zukunft immer an, ob nun der geschm&auml;hte Staat oder der gesch&auml;tzte Privatsektor der Schuldner ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/fo-wirtschaft\/04707.pdf\">WISO direkt [PDF &ndash; 180 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Pharma-Schleichwerbung in der ARD<\/strong><br>\nPharmakonzerne haben nach einem Bericht des Hamburger Magazin stern in der ARD-&Auml;rzteserie In aller Freundschaft jahrelang Schleichwerbung f&uuml;r Medikamente platziert. Das geht aus einem bisher unver&ouml;ffentlichten Protokoll der PR-Agentur hervor, die die Deals eingef&auml;delt hat. Dabei ist in Deutschland Werbung f&uuml;r verschreibungspflichtige Medikamente beim Laienpublikum grunds&auml;tzlich verboten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/unternehmen\/unternehmen\/:Pharmaindustrie-%0A%09%09stern%3A-Pharma-Schleichwerbung-ARD%0A%09%09%09\/595315.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen Martin Betzwieser:<\/strong> Der Vorwurf ist berechtigt und es ist richtig, dar&uuml;ber zu berichten. Dabei sollte aber niemand vergessen, dass der &bdquo;stern&ldquo; selbst gerne mit solchen Praktiken arbeitet.<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/finanzen-versicherung\/versicherung\/593165.html?nv=cb\">Stern<\/a><\/p>\n<p><em>Der Autor dieses Artikels betreibt eine PR-Agentur mit folgendem Dienstleistungsspektrum: &bdquo;Die redaktionelle Betreuung der Kunden geh&ouml;rt seit der Gr&uuml;ndung von mestmedia 1995 zu der Kernkomptenz des Unternehmens. Die Auftraggeber finden sich dabei im Printbereich, im Internet und im H&ouml;rfunk. mestmedia steht dabei f&uuml;r anspruchsvolle Ratgeber und topaktuelle News aus der Wirtschaft.&ldquo;<\/em><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.mest-media.de\/452\/index.php?option=com_contact&amp;itemid=3\">Mest-Media<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.mest-media.de\/452\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=27&amp;Itemid=58\">Mest-Media<\/a><\/p>\n<p><em>Bei betrieblicher Altersvorsorge kommt es auch nicht unbedingt darauf an, welches Vorsorgeprodukt bei welchem Versicherungsanbieter genommen wird; daran verdient die gesamte Branche.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Unsere Elite-Unis unter ferner liefen<\/strong><br>\nSechs deutsche Hochschulen geh&ouml;ren zu den hundert besten Universit&auml;ten der Welt. Das geht aus der k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Rangliste Academic Ranking of World Universities der Jiao Tong University in Shanghai hervor. Die Spitzenpl&auml;tze m&uuml;ssen die deutschen Hochschulen allerdings anderen &uuml;berlassen. Auf den ersten R&auml;ngen finden sich nur Elite-Universit&auml;ten aus den USA.<br>\nDie bestplatzierte deutsche Hochschule, die Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t in M&uuml;nchen, nimmt Platz 53 ein. Auf Platz 56 folgt als n&auml;chste deutsche Lehranstalt die Technische Universit&auml;t M&uuml;nchen. Au&szlig;erdem schaffen es noch die Universit&auml;ten Heidelberg (65), G&ouml;ttingen (87), Freiburg (94) und Bonn (99) in die Top Hundert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/wissenschaft\/677923.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Zum Trost an unserer &bdquo;Exzellenzen&ldquo;: Dieses Shanghai Ranking ist genauso beliebig wie andere Rankings. So werden etwa die Zahl der Nobelpreistr&auml;ger als wichtiges Kriterium genommen, diese Preise beziehen sich aber auf eine kleine Forschungspalette, wenn sie &uuml;berhaupt eine aktuelle Aussagekraft haben. Das Ranking ist danach ausgerichtet die Kluft zwischen den chinesischen Unis mit den westlichen, vor allem englischsprachlichen Unis aufzuzeigen. Wenn man diese Unis zum Gradmesser erhebt, ist das Ergebnis von vorneherein klar.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Raketenforscherin schie&szlig;t 1.100 Studenten ab<\/strong><br>\nDie Universit&auml;t Hamburg wird jetzt 1110 Studenten exmatrikulieren, weil sie ihre Geb&uuml;hren nicht bezahlt haben. Sie werden damit nach den Semesterferien nicht mehr weiterstudieren d&uuml;rfen, und k&ouml;nnen sich &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; erst zum Sommersemester 2008 wieder einschreiben. Zuvor war die letzte &bdquo;Gnadenfrist&ldquo; endg&uuml;ltig abgelaufen. Damit zeigt sich, dass auch Hamburgs gr&ouml;&szlig;te Hochschule ernst macht mit den Geb&uuml;hren. Raketenforscherin Monika Auweter-Kurtz, Pr&auml;sidentin der Uni: &bdquo;Ich gehe davon aus, dass es sich bei denjenigen, die nicht bezahlt haben, um Studienabbrecher der ersten Semester oder Studierende h&ouml;herer Semester handelt, die keinen Abschluss mehr anstreben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/hamburg\/article1108341\/1110_Studenten_muessen_die_Uni_verlassen.html\">Die Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es w&auml;re h&ouml;chst interessant rechtlich &uuml;berpr&uuml;fen zu lassen, ob die Exmatrikulation wegen eines Geb&uuml;hrenboykotts dem Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit entspricht. An der zynischen &Auml;u&szlig;erung der Pr&auml;sidentin l&auml;sst sich leicht ablesen, dass wir es bei ihr nicht mehr um eine Hochschul-&bdquo;Lehrerin&ldquo;, sondern um angelernte Pseudo-Management-All&uuml;ren handelt, wonach der Rauswurf von Leuten als F&uuml;hrungsf&auml;higkeit gilt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2558","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2558","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2558"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2558\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2558"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2558"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2558"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}