{"id":25587,"date":"2015-03-30T12:42:32","date_gmt":"2015-03-30T10:42:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25587"},"modified":"2024-09-23T01:54:37","modified_gmt":"2024-09-22T23:54:37","slug":"keine-demokratie-ohne-demokratisierung-der-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25587","title":{"rendered":"Keine Demokratie ohne Demokratisierung der Medien!"},"content":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin:0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150330_eckart_spoo.jpg\" alt=\"Eckart Spoo\" title=\"Eckart Spoo\"><\/div><p>Dass den Medien in b&uuml;rgerlichen Demokratien auch und vor allem die Aufgabe der &bdquo;Gedankenkontrolle&ldquo; der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zukommt, hat Noam Chomsky, der meistzitierte Intellektuelle der Welt, in etlichen Publikationen herausgearbeitet und belegt. Diese Funktion der Medien wird &ndash; vor allem wohl aufgrund der Zunahme an Kriegen und gesellschaftlicher Segregation &ndash; f&uuml;r immer gr&ouml;&szlig;ere Bev&ouml;lkerungsteile aktuell evident. Sie betiteln die Medien daher als &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo;, legen Programmbeschwerden ein und &bdquo;basteln&ldquo; sich ihre Informationen mehr und mehr aus den wenigen unabh&auml;ngigen Medien und im Netz selbst zusammen. Wie aber ist es nun um &bdquo;unsere&ldquo; Medien bestellt? L&uuml;gen sie oder l&uuml;gen sie nicht? Und welche Rolle spielen die Journalisten hierbei? Zu diesen Fragen sprach <strong>Jens Wernicke<\/strong> mit dem Journalisten und Medienkritiker <strong>Eckart Spoo<\/strong>, der hierzu einen klaren Standpunkt vertritt.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Herr Spoo, sp&auml;testens seit der Medienschelte von PEGIDA und dem neuen &bdquo;Unwort des Jahres&ldquo; ist Medienkritik im Verdacht, irgendwie &bdquo;rechts&ldquo;, &bdquo;undifferenziert&ldquo; oder sogar &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; zu sein&hellip; Was halten Sie davon?<\/strong><\/p><p>Medienschelte, Medienkritik &ndash; sind das Synonyme? Medienkritik sollten die Kinder fr&uuml;hzeitig in der Schule, am besten schon in der Vorschule lernen. An Medienschelte w&uuml;rde ich mich nicht beteiligen. Hilft Schelte dem Gescholtenen? Als Journalist bin ich selber jahrzehntelang Teil der Medien gewesen. Selbstschelte ist in der deutschen Sprache nicht vorgesehen. Medienschelte und Medienkritik sind nach meinem Verst&auml;ndnis so unterschiedlich, ja gegens&auml;tzlich wie rechts und links.<\/p><p>Aber auch rechts und links, undifferenziert, Verschw&ouml;rungstheorie &ndash; all diese W&ouml;rter sind erkl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Es kommt immer darauf an, wer welches Wort verwendet und wof&uuml;r und an wen man es richtet. Die Bedeutung und Wirkung jedes Wortes h&auml;ngen vom Vorverst&auml;ndnis im jeweiligen Milieu ab, und immer sind Interessen beteiligt.<\/p><p>Bei der Wortwahl befinden sich Journalisten allemal &ndash; zumeist unbewusst &ndash; im Spannungsfeld zwischen Propaganda und Aufkl&auml;rung. Sie entscheiden sich im einen Fall f&uuml;r dieses und im anderen f&uuml;r jenes Wort. Warum schreiben sie zum Beispiel, dass Obama warnt und Putin droht, wenn beide das Gleiche sagen, n&auml;mlich: Tu das nicht, sonst wirst Du selber davon den Schaden haben? <\/p><p>Aber stimmt es &uuml;berhaupt, dass der einzelne Journalist die Freiheit zu dieser Entscheidung hat? <em>Darf<\/em> er wirklich eine andere Wortwahl treffen? In den gro&szlig;en deutschen Medienkonzernen wissen die zust&auml;ndigen Redakteure, wer als gut und wer als b&ouml;se zu gelten hat. Der Gute stellt fest oder erkl&auml;rt, der B&ouml;se behauptet, und wer droht <em>und<\/em> behauptet, beweist damit, dass er der B&ouml;se ist. Wenn sich alle gro&szlig;en, tonangebenden Medien &uuml;ber die Rollenverteilung auf der politischen B&uuml;hne einig sind, wird kaum noch jemand daran zweifeln. <\/p><p><strong>Wie meinen Sie das mit dem &bdquo;Spannungsfeld zwischen Propaganda und Aufkl&auml;rung&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Das Wort Propaganda kommt urspr&uuml;nglich von der Kirche; sie meinte damit ihre Aktivit&auml;ten zur Verbreitung des Glaubens. Philosophen wie Voltaire und Diderot wollten hingegen aufkl&auml;ren, also Wissen verbreiten und zu selbst&auml;ndigem Denken anregen. Sie bereiteten die Franz&ouml;sische Revolution vor, indem sie wahrheitsgem&auml;&szlig; &uuml;ber Missst&auml;nde berichteten. Die Herrschenden reagierten mit Zensur, die Aufkl&auml;rer wiederum mit der Forderung nach Pressefreiheit, die sie brauchten, um &uuml;ber bestehende Herrschaftsverh&auml;ltnisse aufkl&auml;ren zu k&ouml;nnen. <\/p><p>Im Geiste der Aufkl&auml;rung sollte das Volk bef&auml;higt werden, unter der revolution&auml;ren Parole &bdquo;Freiheit, Gleichheit, Br&uuml;derlichkeit&ldquo; die grausige Bourbonen- und Kirchen-Herrschaft abzusch&uuml;tteln. Politische Entscheidungen sollten nicht mehr im Geheimkabinett des Monarchen getroffen werden, sondern in der &Ouml;ffentlichkeit. Daher auch der  Name Republik; denn publik bedeutet &ouml;ffentlich.<\/p><p>Im August 1789, wenige Wochen nach der Erst&uuml;rmung der Bastille, garantierten die Revolution&auml;re in ihrer Erkl&auml;rung der B&uuml;rger- und Menschenrechte dann auch die Pressefreiheit. <\/p><p>Und aus dieser Zeit stammt auch die politische Einordung nach rechts oder links. In der Nationalversammlung waren die Pl&auml;tze auf der rechten Seite des Saales den Aristokraten, also den von Geburt an Reichen und M&auml;chtigen vorbehalten. Die Besitzlosen dagegen sa&szlig;en &ndash; weit unterrepr&auml;sentiert &ndash; links und in der Mitte breiteten sich die mehr oder weniger liberalen Neureichen aus. <\/p><p>So oder &auml;hnlich ist es in Frankreich und vielen anderen L&auml;ndern bis heute geblieben: Die Rechte und die Mitte verb&uuml;nden sich, um die Besitzlosen an jeglichen Aktivit&auml;ten zur &Auml;nderung der Besitzverh&auml;ltnisse zu hindern. Das geschieht bisweilen mit brutaler Gewalt, haupts&auml;chlich aber mit den Mitteln der Propaganda, also durch L&uuml;gen, Ablenken, Verwirren, Einsch&uuml;chtern, nationalistisches, rassistisches oder religi&ouml;ses Spalten und Aufwiegeln, durch D&auml;monisieren oder Verharmlosen und Besch&ouml;nigen&hellip; Die Besitzlosen bed&uuml;rfen daher, um sich befreien zu k&ouml;nnen, nach wie vor der Aufkl&auml;rung &uuml;ber bestehende Ausbeutungs- und Herrschaftsverh&auml;ltnisse sowie Herrschaftsmethoden. <\/p><p><strong>&hellip;die aber wiederum mittels Propaganda bek&auml;mpft wird, nehme ich an?<\/strong><\/p><p>Ja, wo Linke sich zum Zwecke des Verstehens und der Aufkl&auml;rung etwa mit den Erkenntnissen von Marx und Engels vertraut machen und beispielsweise von Klassengegens&auml;tzen zu sprechen beginnen, werden die Rechten dies allemal als &bdquo;undifferenziert&ldquo;, &bdquo;unwissenschaftlich&ldquo;, &bdquo;&uuml;berholt&ldquo;, &bdquo;verstaubt&ldquo; und &bdquo;ideologisch&ldquo; zur&uuml;ckweisen und ihrerseits den Vorwurf der Propaganda erheben; was die Linken auch nicht verwundern darf, da die Interessen nun einmal gegens&auml;tzlich sind. <\/p><p>&Auml;hnlich die Unterstellung von &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo;. Dieselbe ist in der heutigen Propagandasprache eines der verbreitetsten W&ouml;rter, mit denen die Reichen und M&auml;chtigen von Tatsachen ablenken und die Wahrheit verleugnen. Dieser verbale Kn&uuml;ppel wird seit Jahren so heftig geschwungen, dass inzwischen jeder wei&szlig;: Blo&szlig; nicht in Verdacht geraten, ein Verschw&ouml;rungstheoretiker zu sein! <\/p><p>Das Wort kam 2001 unmittelbar nach dem bis heute nicht gr&uuml;ndlich aufgekl&auml;rten Anschlag auf das World Trade Center auf, den Pr&auml;sident Bush II. zum Anla&szlig; f&uuml;r seinen weltweiten &bdquo;Krieg gegen Terror&ldquo; nahm. Tatverd&auml;chtige und Zeugen wurden get&ouml;tet oder so schwer gefoltert, da&szlig; ihre Aussagen nicht gerichtlich verwertbar sind. Die offizielle, von Ungereimtheiten strotzende Version von einer Al-Kaida-Verschw&ouml;rung gegen die USA wird sich daher vielleicht niemals in allen Einzelheiten widerlegen oder best&auml;tigen lassen. <\/p><p>Die politischen und publizistischen Herren der USA und ihre Verb&uuml;ndeten in Deutschland &ndash; die Besch&auml;ftigten des Springer-Konzerns zum Beispiel, die sogar arbeitsvertraglich auf eine freundschaftliche Haltung zu den USA verpflichtet sind &ndash; w&uuml;nschen, da&szlig; keinerlei Zweifel an der offiziellen Version laut werden. Darum drehen sie den Spie&szlig; um und beschuldigen jeden Zweifler, ein &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.schweizamsonntag.ch\/ressort\/basel\/die_ganser-verschwoerung\/\">Verschw&ouml;rungstheoretiker<\/a>&ldquo; zu sein. Inzwischen richtet sich dieser Vorwurf allerdings gegen eigentlich jeden, der der Propaganda f&uuml;r Sozial- und Demokratieabbau, f&uuml;r Aufr&uuml;stung und Krieg noch zu widersprechen wagt.<\/p><p><strong>Medienkritik ist also nicht nur K&uuml;r, sondern sozusagen erste B&uuml;rgerpflicht? Was macht gute Medienkritik f&uuml;r Sie denn aus?<\/strong><\/p><p>Ja, denn ohne Medienkritik sind wir der Propaganda der M&auml;chtigen ohnm&auml;chtig ausgeliefert. Gute, demokratische Medienkritik hat die Aufgabe, die von den Medien vermittelten Informationen daraufhin zu pr&uuml;fen, ob sie der Wahrheit entsprechen. Die Rezipienten der Konzernmedien sollen erkennen lernen, wie sie irregef&uuml;hrt werden. <\/p><p>Darum muss Medienkritik den Blick f&uuml;r Einseitigkeiten der Berichterstattung sch&auml;rfen. Sie mu&szlig; darauf bedacht sein, dass immer auch die jeweilige Gegenseite zu Wort kommen mu&szlig;, weil wir sonst nicht zu gerechten Urteilen und richtigen Entscheidungen gelangen k&ouml;nnen. Und sie muss die Mediensprache &ndash; auch die Sprache der Bilder &ndash; untersuchen und Alarm schlagen, wenn Vorurteile gez&uuml;chtet und Menschen und V&ouml;lker gegeneinander aufgehetzt werden. <\/p><p>Dass solche Medienkritik m&ouml;glich ist und wie man sie wirkungsvoll machen kann, zeigt besonders erfrischend die Sendereihe &bdquo;<a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/\">Die Anstalt<\/a>&ldquo; des Zweiten Deutschen Fernsehens. In den Konzernmedien wird man schwerlich Derartiges finden.<\/p><p><strong>W&uuml;rden Sie das bitte ein wenig verdeutlichen?<\/strong><\/p><p>Gern. Selten, sehr selten sogar, laufen im Fernsehen Reportagen &uuml;ber die Arbeitsbedingungen etwa bei Lidl oder Amazon. Das ist erfreulich. Wenn es &uuml;berhaupt vorkommt. Besonders unkritisch werden hingegen die Produktionsverh&auml;ltnisse in den Medien selbst behandelt. Dabei w&auml;re es f&uuml;rs Publikum sehr n&uuml;tzlich, wenn ihm gezeigt w&uuml;rde, wie zum Beispiel L&uuml;gen &uuml;ber Kriegsursachen, Kriegsgr&auml;uel und Kriegsopfer zustande kommen und warum solche L&uuml;gen in der Regel nicht korrigiert werden. Aber eben weil die typischen deutschen Medien &auml;u&szlig;erst ungern um Entschuldigung bitten, lassen sie uns gar nicht erst in ihre K&uuml;che schauen. Da&szlig; der Westdeutsche Rundfunk 1990 mehr als ein Jahr nach dem NATO-Bombenkrieg gegen Jugoslawien in der Sendung &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZtkQYRlXMNU\">Es begann mit einer L&uuml;ge<\/a>&ldquo; eine ganze Reihe schmutzigster L&uuml;gen aufdeckte, stellte hier eine seltene Ausnahme dar. <\/p><p>Und auch &uuml;ber andere Teile der Welt bekommen wir aus den Konzernmedien wenig Information &ndash; obwohl die Chefredakteure wie die regierenden Politiker immer wieder gern von &bdquo;Globalisierung&ldquo; und &bdquo;weltweiter Verantwortung&ldquo; reden. Verantwortung ohne Wissen aber &ndash; welch Unsinn ist das?! Oder wollen wir uns wirklich mit Reiseberichten aus fernen Sehnsuchtsl&auml;ndern begn&uuml;gen, mit vielen bunten Bildern von der Pflanzen- und Tierwelt dort, gleich neben entsprechenden Anzeigen der heimischen Tourismusindustrie? Die Ausbeutung der Menschen in Bangladesh findet nur dann Erw&auml;hnung, wenn wieder einmal hunderte N&auml;herinnen beim Brand einer Fabrikhalle zu Tode gekommen sind. Und selbst die Fernseh-Berichterstattung aus den USA beschr&auml;nkt sich in aller Regel auf das Oval Office sowie &ndash; bei sonnigem Wetter &ndash; den Garten hinter dem Wei&szlig;en Haus. <\/p><p>Infolge der Militarisierung der Politik nehmen solche wei&szlig;en Flecken in der Berichterstattung weiter zu. Ein Beispiel daf&uuml;r ist das &bdquo;Kommando Spezialkr&auml;fte&ldquo;. Die Bundeswehr nennt sich nach wie vor brav &bdquo;Parlamentsarmee&ldquo;, &uuml;ber das KSK aber, seine Taten wie Untaten wird eisern geschwiegen, der Bundestag erf&auml;hrt nichts davon, nicht einmal der Verteidigungsausschuss wird informiert, und unseren Medien scheinen diesbez&uuml;glich die Augen und Ohren verbunden zu sein. Informations- und Meinungsfreiheit sind hier regelrecht ausgehebelt, was demokratische Kontrolle unm&ouml;glich macht. Ein Zustand, den ich als verfassungswidrig ansehe. <\/p><p><strong>Inwiefern denn das?<\/strong><\/p><p>Wegen der vielzitierten Pressefreiheit. Von dieser ist in Deutschland zwar oft die Rede, beispielsweise wenn die Zeitungsverleger gegen den Mindestlohn f&uuml;r Zustellerinnen wettern. Tats&auml;chlich nehmen sich gro&szlig;e Medienunternehmen auch unendliche Freiheiten heraus. Man denke nur an Fernseh-Serien wie das &bdquo;Dschungelcamp&ldquo; oder an das t&auml;gliche Horoskop der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung. <\/p><p>An die revolution&auml;re Vergangenheit der Pressefreiheit wird dabei jedoch gew&ouml;hnlich nicht erinnert. Damals, als die Revolution&auml;re die Pressefreiheit als allgemeines Menschenrecht garantierten, erbl&uuml;hte in Paris eine bunte Pracht vieler hunderter Bl&auml;tter, anfangs sogar ohne Anzeigen &ndash; ein krasser Gegensatz zur heutigen &Ouml;dnis der regionalen Monopolbl&auml;tter, die zumeist den zehn gro&szlig;en Medienkonzernen geh&ouml;ren. <\/p><p>Diese Entwicklung zur publizistischen Einfalt mu&szlig; als t&ouml;dliche Gefahr f&uuml;r Freiheit und Demokratie verstanden werden. Denn die im Grundgesetz verb&uuml;rgte Pressefreiheit w&auml;re kein <em>Grundrecht<\/em>, wenn sie nur den Eigent&uuml;mern der Medien zust&uuml;nde. Sie ist aber auch kein Privileg der Journalistinnen und Journalisten, sondern als Grundrecht <em>unser aller Recht<\/em>, das Recht der Leser, H&ouml;rer und Zuschauer also. Wir alle haben Anspruch auf die Informationen, die wir brauchen, um in einer demokratischen Gesellschaft mitreden und mitentscheiden zu k&ouml;nnen. <\/p><p>Wie weit wir davon jedoch entfernt sind, offenbarte sich exemplarisch im Dezember 2014, als die Wochenzeitung &bdquo;Die Zeit&ldquo; das Ergebnis einer von ihr in Auftrag gegebenen Umfrage bekannt gab. 47 Prozent der Befragten klagten &uuml;ber Einseitigkeit der Berichterstattung. Am gr&ouml;&szlig;ten war die Unzufriedenheit bei Befragten mit h&ouml;heren Bildungsabschl&uuml;ssen. Eine Umfrage des Fernsehmagazins &bdquo;Zapp&ldquo; ergab sogar noch gr&ouml;&szlig;ere Unzufriedenheit &ndash; gerade am aktuellen Beispiel der Berichterstattung &uuml;ber den Ukraine-Konflikt. Gar zu forsch, zu unbek&uuml;mmert klangen die Hassges&auml;nge der Konzern- wie auch der &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien gegen Russland und gar zu anma&szlig;end die Sp&ouml;tteleien &uuml;ber jedes Bem&uuml;hen um Verst&auml;ndnis f&uuml;r den russischen Pr&auml;sidenten Putin, womit diese Medien ihren Vermittlungsauftrag preisgaben und infolge hiervon zurecht an Glaubw&uuml;rdigkeit verloren. <\/p><p>Mich erschreckte dabei vor allem, wie sie die <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43829\/1.html\">offen faschistischen Kr&auml;fte in der westlichen Ukraine<\/a> leugneten, ohne die nach einer Feststellung der &bdquo;New York Times&ldquo; der Kiewer Putsch im Februar 2014 niemals stattgefunden h&auml;tte. <\/p><p>Nahezu unisono beteiligten sich unsere Medien alsbald an der Kriegspropaganda. Im Nu setzten sich Sprachregelungen durch. Ru&szlig;land mu&szlig;te als &bdquo;Aggressor&ldquo; gelten, die friedliche Sezession der Krim als &bdquo;Annexion&ldquo;. Und wo alles derart klar zu sein schien, brauchte auf Seiten der Journalisten selbstverst&auml;ndlich auch nicht mehr extra kostspielig <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/02\/16\/redaktioneller-fehler-zdf-heute-zeigt-falsche-russenpanzer\/\">recherchiert zu werden<\/a>.<\/p><p><strong>Ist in diesem Sinne am pr&auml;gnanten Vorwurf der &bdquo;<a href=\"https:\/\/propagandaschau.wordpress.com\/2015\/01\/13\/lugenpresse-ist-fur-selbsternannte-jury-das-unwort-des-jahres\/\">L&uuml;genpresse<\/a>&ldquo; also doch etwas dran? Ich meine: Wenn die Medien so einseitig aufgestellt sind, dass sie in aller Regel &ndash; und so verstehe ich Sie &ndash; nicht umfassend, sondern vor allem den Interessen ihrer Eigent&uuml;mer sowie der M&auml;chtigen im Lande verpflichtet berichten?<\/strong><\/p><p>Wenn Zeitungen, Rundfunksender, auch &ouml;ffentlich-rechtliche, fast ausnahmslos das Weltgeschehen <em>so<\/em> einseitig, also falsch darstellen, wenn sie in solcher Weise und solchem Ausma&szlig; auf unserem Anspruch auf zutreffende Information herumtrampeln, dann sollten sie sich &uuml;ber scharfe Reaktionen nicht wundern. <\/p><p>Und dass es hierzulande eine L&uuml;genpresse gibt, sollte sp&auml;testens nach G&uuml;nter Wallraffs Recherchen bei der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung allgemein bekannt sein. Diese Zeitung, die auflagenst&auml;rkste im Lande, steht allerdings nicht allein so h&auml;sslich auf gr&uuml;ner Flur. Denn ihre Tendenz ist die <em>aller<\/em> Bl&auml;tter des Springer-Konzerns, und die publizistischen Interessen der zehn gr&ouml;&szlig;ten Pressekonzerne, denen weit mehr als die H&auml;lfte aller Zeitungen, Zeitschriften und Kommerzsender in Deutschland geh&ouml;ren, unterscheiden sich, wenn &uuml;berhaupt, auch nur gering voneinander. <\/p><p><strong>Was f&uuml;r Alternativen zu dieser Entwicklung und Strategien hiergegen sehen Sie denn? Was k&ouml;nnen wir tun &ndash; gegen Einseitigkeit, Propaganda etc.?<\/strong><\/p><p>Die Konzentration und Monopolisierung der Medien schreitet immer weiter voran und niemand h&auml;lt sie auf. J&uuml;ngstes Beispiel: Das &bdquo;Darmst&auml;dter Echo&ldquo; wird verkauft. Vorher wurden Lokalbl&auml;tter in Dortmund, M&uuml;nster und M&ouml;nchengladbach eingestellt, sodass die in diesen drei nordrhein-westf&auml;lischen St&auml;dten verbliebenen Bl&auml;tter nun de facto &uuml;ber publizistische Monopolmacht verf&uuml;gen. <\/p><p>Oder nehmen wir als Beispiel die Funke-Gruppe in Essen, deren &bdquo;Westdeutsche Allgemeine Zeitung&ldquo; die zweitgr&ouml;&szlig;te deutsche Tageszeitung ist. Im Laufe der Jahre hat dieser Verlag im Ruhrgebiet ein konkurrierendes Blatt nach dem anderen geschluckt und ist inzwischen weit &uuml;ber das urspr&uuml;ngliche Verbreitungsgebiet hinausgewachsen. Jetzt geh&ouml;ren ihm unter anderen auch das ostnieders&auml;chsische Monopolblatt &bdquo;Braunschweiger Zeitung&ldquo; und drei der vier im Bundesland Th&uuml;ringen erscheinenden Zeitungen. Paragraph 27 der nordrhein-westf&auml;lischen Verfassung gebietet aber: &bdquo;Unternehmen, die wegen ihrer monopolartigen Stellung besondere Bedeutung haben, sollen in Gemeineigentum &uuml;bergef&uuml;hrt werden.&ldquo; Dieses Problem geh&ouml;rt daher auf die Agenda aller aktiven Demokraten und entstandene Medienmonopole geh&ouml;ren meines Erachtens unbedingt in &ouml;ffentlich-rechtliche Tr&auml;gerschaft. Allerdings nicht nach dem Muster von ARD und ZDF, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23993\">bei denen die gro&szlig;en Parteien bestimmen<\/a>, sondern wirklich <a href=\"http:\/\/www.publikumsrat.de\/ueber-uns\/erlanger-erklaerung\/\">in B&uuml;rgerhand<\/a>.<\/p><p><strong>Kommt in Bezug auf diese Auseinandersetzung denn auch den Gewerkschaften eine spezifische Rolle zu? <\/strong><\/p><p>Schon seit Jahrzehnten liegen wissenschaftliche Untersuchungen vor, die eindeutig belegen, da&szlig; namentlich der Springer-Konzern seine publizistische Macht einseitig f&uuml;r die Interessen des Kapitals und gegen die Rechte der Lohnabh&auml;ngigen einsetzt. Es wird Zeit, da&szlig; sich die Gewerkschaften dagegen gemeinsam wehren. <\/p><p>Dringend notwendig erscheint mir auch eine Novellierung des Mitbestimmungs- und des Betriebsverfassungsgesetzes, damit endlich der Tendenzparagraph f&auml;llt und die Journalisten arbeitsrechtlich gegen&uuml;ber den Unternehmern nicht l&auml;nger schlechter gestellt sind als beispielsweise die Besch&auml;ftigten in der Chemie- oder Metallindustrie. <\/p><p>Schon vor vielen Jahren gab es Pl&auml;ne f&uuml;r ein neues deutsches Presserecht, das nicht nur die &auml;u&szlig;ere Pressefreiheit regeln sollte, also die Unabh&auml;ngigkeit vom Staat, sondern auch die innere Pressefreiheit, also die Unabh&auml;ngigkeit der Journalisten gegen&uuml;ber dem Verlag. Gemeinsam mit der arbeitsrechtlichen Stellung sollte auch die publizistische Verantwortung der einzelnen Redakteure gest&auml;rkt werden. <\/p><p>Die Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt k&uuml;ndigten ein dementsprechendes Bundespresserechtsrahmengesetz an, hielten ihr Versprechen aber nicht ein &ndash; woran man auch sieht, wie m&auml;chtig die Herren der Medienkonzerne sind. Und diese ist seitdem immer noch gr&ouml;&szlig;er geworden. Einige Konzerne haben sich ins Ausland ausgedehnt, Springer hat viel ins Internet investiert. Wir m&uuml;ssen inzwischen achtgeben, dass die Freiheit im Netz weiter erhalten bleibt.<\/p><p><strong>Und was w&uuml;rden Sie politisch Aktiven in Bezug auf deren Medienkritik raten? Was w&auml;re Ihrer Meinung nach aktuell vorrangig zu tun?<\/strong><\/p><p>Beispiel Braunschweig: Die &bdquo;Braunschweiger Zeitung&ldquo;, die einzige am Orte, fr&uuml;her eigenst&auml;ndig, geh&ouml;rt seit einigen Jahren der schon erw&auml;hnten Funke-Gruppe. Das Unternehmen ist bekannt daf&uuml;r, da&szlig; es k&uuml;hl Leistungen abbaut, um den Profit zu steigern. Was also tun? Das Abonnement abbestellen? Oder mit Abbestellung <em>drohen<\/em>? Aber man will doch erfahren, wer in Braunschweig gestorben ist, was es im Theater gibt, welcher Laden im Ausverkauf alles zum halben Preis anbietet, welche Stra&szlig;e gesperrt wird. Au&szlig;erdem ist zu bef&uuml;rchten, da&szlig; die Beschwerde eines oder einer Einzelnen nur wenig ausrichten w&uuml;rde. <\/p><p>Wenn aber ein oder zwei Studenten, ein Pfarrer, ein Aktiver von &bdquo;Pro Asyl&ldquo; oder eine Aktive aus einem Umweltverband, ein gewerkschaftlicher Vertrauensmann aus einem Gro&szlig;betrieb und eine Gewerkschaftssekret&auml;rin und der eine oder andere r&uuml;stige Rentner sich <em>verabreden<\/em>, jede Woche oder alle 14 Tage oder wenigstens einmal im Monat an einem Abend alles zusammenzutragen, was ihnen beim Lesen des Blattes aufgefallen ist, und wenn dieser Kreis das Ergebnis in knapper Form auf ein Doppelblatt druckt, um es an belebten Pl&auml;tzen auszulegen &ndash; <em>das<\/em> w&uuml;rde Aufsehen erregen. Und wenn sechs Wochen sp&auml;ter ein neues, aktuelles Doppelblatt &auml;hnlichen Inhalts erschiene und nach weiteren sechs Wochen wieder, dann k&ouml;nnte vielleicht ein Dramaturg des Staatstheaters oder der Direktor der Volkshochschule zu einer Diskussion mit dem Chefredakteur unter dem Titel &bdquo;Wie wir Braunschweiger informiert werden (m&ouml;chten)&ldquo; einladen. Oder so &auml;hnlich &hellip; oder auch ganz anders. Die Hauptsache ist, da&szlig; selbstbewu&szlig;te B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger endlich ihre Rechte geltend machen. Ich bin sicher: Das w&uuml;rde demokratisch gesonnenen Journalisten notwendigen An- und Auftrieb geben. Meine Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen brauchen, um dem st&auml;ndigen Druck von rechts oben standzuhalten, pers&ouml;nliches R&uuml;ckgrat, aber auch gesellschaftlichen R&uuml;ckhalt. Medienkritik, die &uuml;ber einmalige Beschwerden hinausgeht, zwingt zur Diskussion unter den Redakteuren und hilft ihnen, sich auf ihren demokratischen Auftrag zu besinnen, also aufkl&auml;ren und sich nicht f&uuml;r Propagandazwecke einspannen zu lassen.<\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Eckart Spoo<\/strong>, deutscher Journalist und Publizist, war von 1962 bis 1997 Redakteur der Frankfurter Rundschau (FR), wo er oft gesellschaftskritische Beitr&auml;ge aus linksliberaler Perspektive ver&ouml;ffentlichte. 1971 entlie&szlig; ihn FR-Herausgeber Karl Gerold mit den Worten: &bdquo;Ich mach die Rundschau, du machst die Gewerkschaft&ldquo;. Spoo war im Jahr zuvor zum Bundesvorsitzenden der Deutschen Journalisten-Union gew&auml;hlt worden. Er klagte erfolgreich auf Wiedereinstellung. 1997 schied er aus der Redaktion der FR aus und gr&uuml;ndete gemeinsam mit anderen Journalisten die Zeitschrift <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/\">Ossietzky<\/a> und Von 1970 bis 1986 war Spoo Vorsitzender der Deutschen Journalisten-Union (DJU). Von 2006 bis 2009 war er berufenes Mitglied im Stiftungsrat der Bewegungsstiftung. Er ist Vorstandsmitglied der Stiftung Deutsches Holocaust-Museum und lebt in Berlin. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterschauen:<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"236\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/cgkQXJ3mugY\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center;\"><strong>Daniele Ganser: Medial vermittelte Feindbilder und die Anschl&auml;ge vom 11. September 2001<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"236\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/GtXmXuXt7Tg\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center;\"><strong>Spoos Presseschau: &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; &ndash; ein wahres Wort<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"236\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/IZKuqjSa1N4\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center;\"><strong>Spoos Presseschau: Der freche Wladimir<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Eine automatische E-Mail-Benachrichtigung &uuml;ber <a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DE\">neue Texte von Jens Wernicke k&ouml;nnen Sie hier<\/a> bestellen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/ef0ce0932ba64cec96f5d214c6cdecea\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin:0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150330_eckart_spoo.jpg\" alt=\"Eckart Spoo\" title=\"Eckart Spoo\"\/><\/div>\n<p>Dass den Medien in b&uuml;rgerlichen Demokratien auch und vor allem die Aufgabe der &bdquo;Gedankenkontrolle&ldquo; der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zukommt, hat Noam Chomsky, der meistzitierte Intellektuelle der Welt, in etlichen Publikationen herausgearbeitet und belegt. Diese Funktion der Medien wird &ndash; vor allem wohl aufgrund der Zunahme<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25587\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[35,209,41,182,11],"tags":[595,1544,1361,271,260,244],"class_list":["post-25587","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-interviews","category-medienanalyse","category-medienkonzentration-vermachtung-der-medien","category-strategien-der-meinungsmache","tag-betriebliche-mitbestimmung","tag-kampagnenjournalismus","tag-spoo-eckart","tag-springer","tag-ukraine","tag-vierte-gewalt"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25587","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25587"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25587\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":121656,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25587\/revisions\/121656"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25587"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25587"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25587"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}