{"id":25613,"date":"2015-04-01T09:12:48","date_gmt":"2015-04-01T07:12:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613"},"modified":"2015-04-01T12:16:31","modified_gmt":"2015-04-01T10:16:31","slug":"hinweise-des-tages-2345","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h01\">Osterm&auml;rsche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h02\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h03\">Deutschland ist Europameister bei Gehalt und Freizeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h04\">Langfristige Investitionen? &ndash; Privatisierung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h05\">Arbeitgeber wollen keinen h&ouml;heren Krankenkassenbeitrag zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h06\">DGB: Zwischenbilanz zum Ausbildungspakt in der Altenpflege (2012 -2015)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h07\">Wenn der Beruf krank macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h08\">90 Bewerbungen und noch immer keinen Job: Die unendliche Geschichte einer jungen Rollstuhlfahrerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h09\">Deutsche Tochterfirma: Hyundai-Betriebsrat beklagt &bdquo;Regime der Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h10\">Frauen arbeiten im Durchschnitt 23 Prozent k&uuml;rzer als M&auml;nner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h11\">Arbeitsmarkt im M&auml;rz 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h12\">Post aus Jerusalem I<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h13\">Erkenntnisse zum Absturz von Flug MH 17<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h14\">Russland verstehen &ndash; Gespr&auml;ch mit Gabriele Krone-Schmalz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h15\">Der verdr&auml;ngte Vertrauensverlust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h16\">Hunderttausende Klicks: &ldquo;Anstalt&rdquo;-Clip &uuml;ber Griechenland wird zum Viral-Hit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h17\">Fl&uuml;chtlinge willkommen hei&szlig;en &ndash; Vorurteilen entgegentreten &ndash; In Ku&#776;rze &ndash; 10 Fakten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h18\">Satire: China und die USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613#h19\">Man nannte sie Emmely<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25613&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Osterm&auml;rsche<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Friedensbewegung: Ignoriert oder verspottet<\/strong><br>\nZu langweilig, zu klein oder zu kritisch &ndash; warum die Friedensbewegung in deutschen Medien so schlecht wegkommt<br>\nEs gab Zeiten, da wurde in den Leitmedien viel &uuml;ber die Friedensbewegung berichtet. Das ist lange vorbei. Das heutige Desinteresse ist viel weniger Konsequenz ihrer Schw&auml;che als der St&auml;rke von Eliten.<br>\nDie Osterm&auml;rsche stehen vor der T&uuml;r und schon jetzt ist klar, dass in kaum einem Medienbericht ein l&auml;ngerer Absatz dazu fehlen wird, dass sich heute weit weniger Menschen als in den 1980er Jahren daran beteiligen. Welche Anliegen und Argumente die Demonstranten haben, das taucht au&szlig;erhalb von linken Alternativmedien allenfalls in ein paar S&auml;tzen auf. Von FAZ bis taz ist man sich einig: Die Friedensbewegung sei selber schuld, dass sie kaum wahrgenommen wird. Zu langweilig und &uuml;beraltert sei sie, und &uuml;berhaupt vermisse man gute Vorschl&auml;ge zur L&ouml;sung der Konflikte&hellip;<br>\nDoppelte Standards, wohin man blickt: Beraten sich Machteliten auf einer privaten, von R&uuml;stungskonzernen und Bundesregierung gesponserten Konferenz &uuml;ber Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik, wird ihr Diskurs detailliert wiedergegeben. Hinterfragt wird die ganze Konstruktion nicht. Beraten sich Friedensforscher, kritische Publizisten und Praktiker der zivilen Konfliktbearbeitung &uuml;ber dieselben Themen, m&uuml;ssen das die Veranstalter nicht nur &uuml;berwiegend aus Kleinspenden finanzieren, sondern werden auch noch medial ignoriert oder verspottet&hellip;.<br>\nDer Schl&uuml;ssel liegt in der Elitenorientierung der Leitmedien. Sie tendieren dazu, sich an den herrschenden Elitendiskurs zu halten und dessen Pr&auml;missen nicht zu hinterfragen &ndash; wohl um sich die Arbeit zu erleichtern und um Konflikte mit Geld- und Machteliten zu vermeiden. Diskussionen &uuml;ber Au&szlig;enpolitik, die wir medial miterleben d&uuml;rfen, sind fast immer Diskussionen zwischen Eliten. Gibt es aber einen Konsens unter diesen Eliten, haben es zivilgesellschaftliche Kr&auml;fte schwer, die diesen Konsens herausfordern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/966613.ignoriert-oder-verspottet.html?sstr=Friedenswinter%20\">Uwe Kr&uuml;ger im ND<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Gerade vor den Osterm&auml;rschen ein wichtiger und erhellender Artikel des Autors des Buches <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17471\">Meinungsmacht<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nein zu Aufr&uuml;stung und zur Politik der Eskalation &ndash; Aufruf zum Ostermarsch<\/strong><br>\nInsbesondere in diesem Jahr, dem 70. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges und der Befreiung vom Nationalsozialismus ist es wichtig gemeinsam mit der Friedensbewegung bei den Osterm&auml;rschen f&uuml;r den Frieden auf die Stra&szlig;e zu gehen. Auch vor diesem Hintergrund wendet sich DIE LINKE in aller Entschiedenheit gegen eine Militarisierung der bundesdeutschen Au&szlig;en- und Innenpolitik.<br>\nDie Bundesregierung schickt sich derzeit an, eine immer wichtigere Rolle in der Weltpolitik spielen zu wollen. Sp&auml;testens mit der Rede des deutschen Bundespr&auml;sidenten Joachim Gauck bei der Sicherheitskonferenz 2014 in M&uuml;nchen wurde klar: das schlie&szlig;t ausdr&uuml;cklich den Einsatz milit&auml;rischer Mittel ein. Dieser Linie folgt auch das neue &ldquo;Wei&szlig;buch&rdquo; der Bundeswehr, dessen Erarbeitung Ursula von der Leyen, angesto&szlig;en hat.<br>\nSeither werden von der Bundesregierung die Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr ausgeweitet und mehr Geld f&uuml;r R&uuml;stung ausgegeben. Die Bundeswehr soll insgesamt etwa acht Milliarden Euro mehr erhalten, als bislang vorgesehen. Der Wehretat soll dabei bis 2019 von derzeit rund 33 Milliarden auf rund 35 Milliarden Euro anwachsen. DIE LINKE lehnt eine Erh&ouml;hung des Milit&auml;rhaushaltes ab. Statt Aufr&uuml;stung ist Abr&uuml;stung das Gebot der Stunde.<br>\nDeutschland ist &ldquo;F&uuml;hrungsnation&rdquo; der neuen schnellen Eingreiftruppe der NATO, der so genannten Speerspitze, mit 30.000 Soldaten, die explizit mit der &ldquo;Gefahr aus Russland&rdquo; in den osteurop&auml;ischen Staaten begr&uuml;ndet stationiert wird. Deutschland wird dabei die H&auml;lfte der sofort einsetzbaren Soldaten (5.000) stellen. S&auml;mtliche Stationierungen und die umfangreichen Man&ouml;ver der NATO an der Grenze zu Russland m&uuml;ssen gestoppt werden, die NATO-Eingreiftruppe muss aufgel&ouml;st werden.<br>\nDie Bundesregierung will jetzt relativ schnell bewaffnete Drohnen auch f&uuml;r die Bundeswehr anschaffen. DIE LINKE lehnt eine Anschaffung von Drohnen f&uuml;r die Bundeswehr ab, ob als bewaffnete oder &Uuml;berwachungsdrohnen. Der Drohnenkrieg der USA, der nicht unwesentlich auch &uuml;ber in Deutschland befindliche Standorte wie Ramstein oder das AFRICOM gef&uuml;hrt wird muss gestoppt werden. Die Bundesregierung sollte die Nutzung der in Deutschland befindlichen Standorte daf&uuml;r untersagen.<br>\nIn Bezug auf die Ukraine fordert DIE LINKE ein Ende s&auml;mtlicher milit&auml;rischen Aktionen und eine Umsetzung des Minsk II Abkommens von allen Konfliktbeteiligten. Die Beschie&szlig;ung von Zivilbev&ouml;lkerung muss endlich beendet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/partei\/organe\/parteivorstand\/parteivorstand-2014-2016\/beschluesse\/nein-zu-aufruestung-und-zur-politik-der-eskalation-aufruf-zum-ostermarsch\/\">DIE LINKE<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Politik im Stillstand<\/strong><br>\nDas geplante Freihandelsabkommen TTIP wirkt wie ein Gesetz gegen allgemeine Ver&auml;nderungen. Es wird besonders von dem Mann vorangetrieben, der die Menschen 2008 mit dem Wort &ldquo;Change&rdquo; begeisterte.<br>\nWenn ein Unternehmer in eine Diktatur expandieren m&ouml;chte, hat er ein Problem: Er kann sich weder auf Gesetze noch auf ihre Einhaltung verlassen. Gro&szlig;konzerne k&ouml;nnten diese L&auml;nder deshalb meiden und in sicheren Staaten bleiben. Machen sie aber nicht. Stattdessen schlagen sie dem Diktator vor, ihre eigene Justiz zu installieren, die nur zwischen dem Staat und dem Unternehmen wirkt. Der Diktator stimmt zu. Er braucht die Steuereinnahmen. Der Unternehmer investiert, denn er hat Sicherheit.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150401_ttip_02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150401_ttip_02_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/katapult-magazin.de\/de\/artikel\/artikel\/fulltext\/politik-im-stillstand\/\">Katapult<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Schauen Sie sich ruhig mal die Seite an. Katapult versucht mit dem Einsatz von gut gemachten Infografiken komplexe Themen und Zusammenh&auml;nge greifbarer zu machen. Ein interessanter Ansatz, wie ich finde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europa absurd<\/strong><br>\nDie EU-Kommission ist gro&szlig;. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein Teil nicht wei&szlig;, was der andere tut. Doch wie sich die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde derzeit in Sachen privater Schiedsgerichtsbarkeit pr&auml;sentiert, ist absurdes Theater. Da dr&auml;ngt die Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m in ihren Gespr&auml;chen mit anderen Regierungen auf eine private Schiedsgerichtsbarkeit, die ausl&auml;ndischen Investoren besondere Klagerechte geben soll. Gleichzeitig aber hat die Kommission auf Dr&auml;ngen ihrer Wettbewerbsexperten nun zu Beginn der Woche ein Verfahren gegen Rum&auml;nien er&ouml;ffnet. Und zwar, weil das Land das Urteil eines solchen Schiedsgerichtes befolgt. &ndash; Richtig gelesen: Weil es das Urteil befolgt!<br>\nRum&auml;nien war vom ICSID-Schiedsgericht in Washington 2013 zu einer Strafe von rund 250 Millionen Dollar verurteilt worden. Diese Summe soll das Land an die Micula-Br&uuml;der zahlen, weil es ihnen urspr&uuml;nglich zugesagte Subventionen wieder gestrichen hatte. Beendet worden war der staatliche Geldsegen auf Druck der EU-Kommission. Die hatte das Streichen von Subventionen zu einer Voraussetzung f&uuml;r den Beitritt Rum&auml;niens gemacht, was wiederum den Miculas missfiel. Die Br&uuml;der klagten deswegen vor dem internationalen Schiedsgericht und beriefen sich dabei auf ein bilaterales<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-03\/ttip-freihandel-ceta\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Da haben zwei findige rum&auml;nische Br&uuml;der, Ioan und Viorel Micula, in den 90ern ein schwedisches Unternehmen gekauft, um &uuml;ber dieses staatlichen Subventionen f&uuml;r ausl&auml;ndische Investoren in Rum&auml;nien zu erhalten, die sie als rum&auml;nisches Unternehmen nie erhalten h&auml;tten. Die Produktion von Mineralwasser und S&auml;ften in einem strukturschwachen Gebiet wurde durch den Wegfall von Einfuhrz&ouml;llen und den Verzicht auf Gewinnsteuern subventioniert. Mit dem EU-Beitritt wurden aus diesen Subventionen illegale, weil wettbewerbsverzerrende Beihilfen. Wegen des Investitionsabkommens zwischen Rum&auml;nien und Schweden verlor Rum&auml;nien vor dem internationalen Schiedsgericht ICSID in Washington Schiedsgericht. Die Micula-Br&uuml;der hatten sich mit Emmanuel Gaillard den so ziemlich besten Spezialanwalt genommen. Er vertrat auch mit <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-07\/yukos-russland-chodorkowski-urteil\">Erfolg die fr&uuml;heren Mehrheitsaktion&auml;re des russischen &Ouml;lkonzerns Yukos Oil<\/a>. Inzwischen haben die Br&uuml;der vor einem US-Gericht die Pf&auml;ndung von rum&auml;nischem Staatseigentum &ndash; Anteile des rum&auml;nischen Staats an der &Ouml;lgesellschaft Petrom &ndash; durchgesetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>L&ouml;schtage bei der Europ&auml;ischen Kommission: Zahlreiche Angaben zu TTIP korrigiert<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission hat eine Reihe von Angaben zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP auf ihrer Internetseite korrigiert. Insbesondere verzichtet sie auf der ge&auml;nderten &bdquo;Fragen &amp; Antworten&ldquo;-Seite nun vollst&auml;ndig auf konkrete Aussagen &uuml;ber zus&auml;tzliche Einkommen f&uuml;r Privathaushalte. Auch die vormals als angeblich zu erwartender volkswirtschaftlicher Gewinn genannten Milliardenbetr&auml;ge entfernte die Kommission. Die Verbraucherorganisation foodwatch hatte die Aussagen in einer Dokumentation &uuml;ber die Desinformationskampagne der TTIP-Bef&uuml;rworter kritisiert. Auch f&uuml;hrende Wirtschaftsverb&auml;nde wie der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) mussten bereits Falschinformationen zu TTIP richtigstellen.<br>\n&bdquo;Wo die Kommission eben noch mit Milliarden-Profiten und mehr Geld f&uuml;r TTIP die Werbetrommel r&uuml;hrte, ist jetzt vor allem Schweigen&ldquo;, erkl&auml;rte Lena Blanken, Volkswirtin bei foodwatch. &bdquo;Wir sind einen kleinen Schritt voran gekommen, wenn auf &uuml;bertriebene wirtschaftliche Versprechen verzichtet wird &ndash; doch eine ehrliche Abw&auml;gung von Chancen und Risiken des Abkommens findet noch immer nicht statt. TTIP wird Gesetzgebungsspielr&auml;ume einengen und den Einfluss von Parlamentariern beschneiden, und das wird nach wie vor viel zu selten offen diskutiert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.foodwatch.org\/de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung-loeschtage-bei-der-europaeischen-kommission-zahlreiche-angaben-zu-ttip-korrigiert\/\">foodwatch<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutschland ist Europameister bei Gehalt und Freizeit<\/strong><br>\nReichlich Geld plus genug Zeit, es auszugeben &ndash; im Europa-Vergleich schneiden deutsche Arbeitnehmer blendend ab, wie eine neue Studie zeigt. Beim Urlaub &uuml;bertrumpfen sie sogar Kollegen aus der Schweiz. Im Vergleich zu anderen L&auml;ndern haben deutsche Arbeitnehmer das gro&szlig;e Los gezogen &ndash; sie haben europaweit die beste Work-Life-Balance. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Towers Watson, die in einer neuen Studie 50 Schl&uuml;sselpositionen in 58 L&auml;ndern weltweit analysierte. Demnach bekommen deutsche Facharbeiter und Angestellte im mittleren Management nicht nur sehr gute Geh&auml;lter &ndash; sie haben auch noch ziemlich viele freie Tage.<br>\n&ldquo;Die deutschen Arbeitnehmer profitieren von einem im europ&auml;ischen Vergleich hervorragenden Mix aus leistungsstarken Geh&auml;ltern und arbeitsfreien Tagen&rdquo;, so Paul Fabiszak, Verg&uuml;tungsexperte bei Towers Watson. Der Mix aus hohem Gehalt und Freizeit sei in Europa nirgendwo so ausbalanciert wie in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/work-life-balance-gutes-einkommen-und-viel-freizeit-fuer-deutsche-a-1026521.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Mehr &ldquo;Hurra-uns-geht&rsquo;s-gut&rdquo; Propaganda geht nicht. Die Verfasser der Studie haben von den Bedingungen der heutigen Arbeitswelt definitiv keine Ahnung.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie repr&auml;sentativ ist eine Erhebung f&uuml;r Deutschland, wenn sie nur Facharbeiter und Angestellte im mittleren Management erfasst?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Langfristige Investitionen? &ndash; Privatisierung!<\/strong><br>\nEU-Kommission und Bundesregierung &ndash; wie auch G20 und Weltbank &ndash; wollen mit ihren Pl&auml;nen f&uuml;r &ldquo;langfristige Investitionen&rdquo; &ouml;ffentliche Infrastruktur in v&ouml;llig neuem Ausma&szlig; f&uuml;r private Investoren wie Fonds, Banken und Versicherungen &ouml;ffnen. Diese sollen unter anderem &uuml;ber neuartige Investmentfonds (N&auml;heres schon letztes Jahr hier) oder Projektanleihen leichter in Autobahnen, Wassernetze oder Gef&auml;ngnisse &ldquo;investieren&rdquo; k&ouml;nnen &ndash; trotz vieler negativer Erfahrungen mit der Privatisierung solcher Strukturen. In Deutschland hat dazu Wirtschaftsminister Gabriel eine Kommission einberufen. In unserem neuen Film kl&auml;ren wir gemeinsam mit unserem Partner Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand (GiB) &uuml;ber diese Vorg&auml;nge auf und rufen dazu auf, eine Petition zu diesem Thema zu unterst&uuml;tzen. Hier geht&rsquo;s zur Petition gegen die Gabriel-Kommission: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.gemeingut.org\/gabriel-stoppen\/\">Jetzt unterschreiben: Kein Ausverkauf unserer Infrastruktur an Versicherungen und Banken!<\/a>&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weed-online.org\/themen\/8335817.html\">WEED<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein kleines Filmchen, das sich durchaus dazu eignet, als Anregung an Bekannte und Freunde verschickt zu werden. Die NachDenkSeiten haben schon h&auml;ufiger auf die Europ&auml;ischen langfristigen Investmentfonds sowie den Junkerplan und nat&uuml;rlich die deutsche F&ouml;rderung &Ouml;ffentlich-Privater-Partnerschaften (zuletzt <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25457#h05\">Sigmar Gabriel<\/a>) zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten in Deutschland hingewiesen. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen internationalen Trend, der leider schon l&auml;ngst auch die Entwicklungsl&auml;nder erreicht hat. Dabei spielt der private Arm der Weltbank, die International Finance Corporation (IFC), eine unr&uuml;hmliche Rolle, da sie kaum auf die &ouml;kologischen und sozialen Folgen ihrer Projekte achtet. Einen kurzen internationalen &Uuml;berblick bietet David Hall mit dem Beitrag: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/32-2015\/++co++2731552a-c8a1-11e4-ab60-52540066f352\">&Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften &ndash; Lehren aus internationaler Erfahrung<\/a>&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passt: Folgen und Beharrungskraft der Privatisierung &ouml;ffentlicher Infrastrukturen<\/strong><br>\nIn der &ouml;ffentlichen Diskussion werden das Ausma&szlig; der Privatisierungen von Infrastrukturen und die Dynamik der Privatisierungsentwicklung oft untersch&auml;tzt, und ihre Folgen bleiben mangels hinreichender Erfahrungen und Daten undurchsichtig.  Ihre Vorz&uuml;ge f&uuml;r Investoren sind offensichtlich.  Zu diskutieren sind ihre Vor- und Nachteile f&uuml;r den Staat und der Nutzen f&uuml;r die B&uuml;rger.<br>\nSeit 20 bis 30 Jahren zieht sich der Staat hier langsam zur&uuml;ck, die Privatisierung von Infrastrukturen schreitet st&auml;ndig fort. Zu unterscheiden ist: <\/p>\n<ol>\n<li>&bdquo;Public-Private Partnership&ldquo; (PPP), also die &Uuml;berlassung &ouml;ffentlicher G&uuml;ter f&uuml;r meist 20 bis &uuml;ber 40 (in anderen L&auml;ndern auch 60 und mehr) Jahre und gerahmt durch Vertr&auml;ge.<\/li>\n<li>Der Verkauf von Infrastrukturen an pri- vate Unternehmen; die Verkaufsvertr&auml;ge enthalten meist Klauseln &uuml;ber die Angebotsbedingungen, bei Weiterverk&auml;ufen (s.u.) ist deren Geltung aber umstritten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Qualit&auml;t und Gleichverteilung der Leistungen ist damit gef&auml;hrdet; staatliche Auflagen und komplizierte Vertr&auml;ge m&uuml;ssen dem abhelfen. Empirische Nachweise f&uuml;r eine h&ouml;here Leistungsf&auml;higkeit, ja selbst f&uuml;r eine kosteng&uuml;nstigere Erbringung privater Infrastrukturangebote fehlen. In keinem Land &ndash; auch nicht in Gro&szlig;britannien mit gut der H&auml;lfte aller europ&auml;ischen Privatisierungsprojekte &ndash;hat der Staat, der doch sonst zu umfassenden Datensammlungen neigt, f&uuml;r hinreichende Informationen gesorgt. Betriebsdaten zur Wirtschaftlichkeit bleiben geheim, Angaben &uuml;ber Preis-, Gewinn- und Besch&auml;ftigtenentwicklung gibt es kaum, selbst die pure Zahl der Privatisierungsprojekte ist ungesichert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spw.de\/data\/206_neef.pdf\">spw<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeitgeber wollen keinen h&ouml;heren Krankenkassenbeitrag zahlen<\/strong><br>\nForderungen aus der SPD, den derzeit bei 7,3 Prozent eingefrorenen Anteil der Arbeitgeber am allgemeinen Krankenkassenbeitrag angesichts stark steigender Gesundheitsausgaben anzuheben, sto&szlig;en in der Wirtschaft auf Ablehnung.<br>\n&ldquo;Die Festschreibung des Arbeitgeberanteils ist eine unverzichtbare Ma&szlig;nahme, um die Belastung der Unternehmen durch die hohen Lohnzusatzkosten zu begrenzen&rdquo;, sagte ein Sprecher der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo; (Dienstagausgabe). Dies gelte gerade mit Blick auf die steigende Beitragslast in der Pflegeversicherung.<br>\nDie gesundheitspolitische Sprecherin der SPD, Hilde Mattheis, hatte im Gespr&auml;ch mit dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo; gefordert, zur parit&auml;tischen Finanzierung auch bei der Krankenversicherung zur&uuml;ckzukehren, da die Versicherten die Kosten der geplanten Gesundheitsreformen nicht &uuml;ber steigende Zusatzbeitr&auml;ge allein tragen k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/newsburger.de\/berlin-arbeitgeber-wollen-keinen-hoeheren-krankenkassenbeitrag-zahlen-81317.html\">newburger<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>DGB: Zwischenbilanz zum Ausbildungspakt in der Altenpflege (2012 -2015)<\/strong><br>\nIn der Altenpflege gibt es seit Jahren einen Fachkr&auml;ftemangel, der sich ausnahmslos in allen Bundesl&auml;ndern zeigt. Obwohl der Bedarf an Pflegekr&auml;ften besser und fr&uuml;hzeitiger erkannt werden kann als in vielen anderen Berufsfeldern, haben Politik und Pflegebranche lange &uuml;ber die Folgen des demografischen Wandels diskutiert, doch jahrelang geschlafen  und ihre Hausaufgaben zur Sicherung des Altenpflegebedarfs nicht ordentlich gemacht&hellip;<br>\nNach dem Mikrozensus 2013 waren zuletzt gut 400.000 Fachkr&auml;fte und Helfer in der Altenpflege t&auml;tig. Auffallend ist der hohe Teilzeitanteil in den Pflegeberufen. (Nur 30 Prozent Vollzeit, 70 Prozent Teilzeit, mehr als 80  Prozent der geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten entfallen auf Frauen)&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150331_zwischenbilanz_ausbildungspakt_altenpflege.pdf\">DGB arbeitsmarktaktuell Nr. 3 April 2015 [PDF &ndash; 344 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wenn der Beruf krank macht<\/strong><br>\nDie Ursachen von Fehlzeiten unterscheiden sich erheblich nach den Berufszweigen.  Dies zeigt eine aktuelle Analyse von Fehlzeiten des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Die Art der ausge&uuml;bten T&auml;tigkeit hat erheblichen Einfluss auf das Ausma&szlig; und die H&auml;ufigkeit der Fehlzeiten als auch auf die Art der Erkrankung. Dabei gibt es gro&szlig;e Unterschiede zwischen einzelnen Berufsgruppen: Die meisten Fehltage weisen Berufsgruppen aus den Bereichen Ver- und Entsorgung, welche mit 30,8 Fehltagen die Tabelle anf&uuml;hren, Metallverarbeitung sowie Verkehr und Transport auf. Es handelt sich dabei um Berufsgruppen wie beispielsweise M&uuml;llwerker oder Rohrleitungsbauer mit hohen k&ouml;rperlichen Arbeitsbelastungen und &uuml;berdurchschnittlich vielen Arbeitsunf&auml;llen. Hohe Ausfallzeiten kennzeichnen auch die Berufe in der industriellen Gie&szlig;erei, Stra&szlig;en- und Tunnelw&auml;rter, Bus- und Stra&szlig;enbahnfahrer sowie Altenpflege. Dagegen lagen die durchschnittlichen Fehltage in den Berufen in der Hochschullehre und -forschung bei lediglich 3,9 Fehltagen. Auch &Auml;rzte, Berufe in der Softwareentwicklung sowie in der technischen Forschung und Entwicklung weisen deutlich unterdurchschnittliche krankheitsbedingte Fehlzeiten auf.<br>\nDie Gr&uuml;nde f&uuml;r die H&ouml;he der Fehlzeiten liegen vor allem in den berufsspezifischen Anforderungsprofilen. In Berufen der Ver- und Entsorgung und in der industriellen Gie&szlig;erei mit k&ouml;rperlich anspruchsvollen T&auml;tigkeiten treten vor allem von Muskel-Skelett-Erkrankungen auf. In diesen Berufsgruppen entfallen 28 bzw. 27 Prozent aller Krankheitstage auf diese Krankheitsarten. Bei Berufen in der Hochschullehre und -forschung sind es im Vergleich nur 10 Prozent. In den dienstleistungsorientierten Berufen sind dabei eher psychische Erkrankungen bestimmend f&uuml;r eine Krankschreibung: Auff&auml;llig sind hier insbesondere die Berufe im Dialogmarketing, zu denen Besch&auml;ftigte im Callcenter geh&ouml;ren, bei denen 19 Prozent der Arbeitsunf&auml;higkeitstage auf psychische Erkrankungen zur&uuml;ckgehen. Auch Berufe in der Altenpflege sind hohen psychischen Belastungen ausgesetzt, was sich in hohen Fehlst&auml;nden von 16 Prozent der Arbeitsunf&auml;higkeitstage &auml;u&szlig;ert. Demnach entfiel im Dialogmarketing fast jeder f&uuml;nfte Fehltag auf eine psychische Erkrankung und in der Altenpflege fast jeder Sechste. Beide Berufsgruppen haben mit 26,4 beziehungsweise 26,7 Fehltagen pro Besch&auml;ftigten allgemein einen hohen Krankenstand. Psychische Erkrankungen sind im Durchschnitt wieder deutlich angestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aok-bv.de\/presse\/pressemitteilungen\/2015\/index_13463.html\">AOK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider will die Politik nicht begreifen, dass dieselben Diagnosen eng mit dem Renteneintrittsalter korrelieren d&uuml;rften. Stattdessen legen unsere kaum unter hohen k&ouml;rperlichen Arbeitsbelastungen leidenden Politiker gro&szlig;en Wert darauf, alle Arbeitnehmer &uuml;ber einen Kamm zu scheren. &ndash; Unerfreulicherweise ist sich die AOK nicht zu schade zu betonen, dass besser gebildete Besch&auml;ftigte sich in der Regel gesundheitsbewusster verhielten. Was soll das? Da k&ouml;nnen M&uuml;llm&auml;nner noch so gesundheitsbewusst leben. Es ist die Arbeit selbst, die f&uuml;r 31 Tage Fehlzeiten sorgt. Auch wenn die AOK einr&auml;umt, dass Studien zeigten, dass besser gebildete Besch&auml;ftigte gr&ouml;&szlig;ere Handlungsspielr&auml;ume und Gestaltungsm&ouml;glichkeiten bei ihrer beruflichen T&auml;tigkeit h&auml;tten, bleibt diese Behauptung unversch&auml;mt und tendenzi&ouml;s gegen&uuml;ber physisch und psychisch hart belasteten Besch&auml;ftigten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>90 Bewerbungen und noch immer keinen Job: Die unendliche Geschichte einer jungen Rollstuhlfahrerin<\/strong><br>\nUm die 90 Bewerbungen hat Karina Bott mittlerweile geschrieben, sie an Unternehmen geschickt und auf Antworten gewartet. Einen Job hat die junge Frau in den vergangenen zwei Jahren trotzdem nicht gefunden &ndash; dabei hat sie eine dreij&auml;hrige Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen erfolgreich abgeschlossen. Die Ausbildung hat sie in einem Berufsbildungswerk absolviert. Solche Einrichtungen helfen unter anderem Menschen mit k&ouml;rperlichen Einschr&auml;nkungen beim Berufseinstieg. &bdquo;Die letzten zwei Jahre der Ausbildung habe ich dann in einer HNO Klinik in Heidelberg verbracht.&ldquo; Dort wurden Karina praktische Kenntnisse vermittelt.<br>\nMittlerweile fragt sie sich jedoch, warum sie diese Ausbildung &uuml;berhaupt gemacht hat. Der Frust bei Karina sitzt tief. Nach ihrer Ausbildung hat sie sich in Heidelberg, in Fulda und der Umgebung beworben &ndash; unter anderem als Kauffrau im Gesundheitswesen und als B&uuml;rokraft. &bdquo;In den Bewerbungen erw&auml;hne ich, dass ich im Rollstuhl sitze, dass dieser auf mich angepasst wurde und ich alles alleine machen kann&ldquo;, sagt Karina. &bdquo;Durch den Rollstuhl bin ich noch sehr mobil und selten auf Hilfe angewiesen. Leider sehen das viele noch immer anders. Insgesamt wurde die 22-J&auml;hrige zu gut zehn Vorstellungsgespr&auml;chen eingeladen. Mehr wurde jedoch nie daraus. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Absagen: &bdquo;Das eine Mal sei eine andere besser geeignet gewesen, sagte man mir. Ein anderes Mal hie&szlig; es, eine andere Bewerberin habe die Stelle bekommen, da sie sich vor mir beworben hatte.&ldquo; Begr&uuml;ndungen, die sicherlich schon viele Jobsuchende geh&ouml;rt haben. War in Karinas Fall ihr Handicap aber vielleicht die Ursache? &bdquo;Was mich am meisten &auml;rgert, ist, dass es noch nicht zu 100 Prozent akzeptiert wird, dass Menschen im Rollstuhl ganz normal arbeiten k&ouml;nnen&ldquo;, sagt sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuldaerzeitung.de\/artikelansicht\/artikel\/3742046\/regional+huenfeld\/90-bewerbungen-und-noch-immer-keinen-job-die-unendliche-geschichte-einer-jungen-rollstuhlfahrerin\">Fuldaer Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutsche Tochterfirma: Hyundai-Betriebsrat beklagt &bdquo;Regime der Angst<\/strong><br>\nDie IG Metall wirft dem koreanische Autohersteller Hyundai die Verletzung von Arbeitnehmerrechten und massive Beeintr&auml;chtigungen der Betriebsratsarbeit vor. Die Leitung der Konzerntochter Hyundai Motor Europa Technical Center GmbH (HMETC) mit Sitz in R&uuml;sselsheim gehe &bdquo;mit aller H&auml;rte gegen die gew&auml;hlten Vertreter der Besch&auml;ftigten vor&ldquo; und schrecke &bdquo;dabei auch nicht vor pers&ouml;nlichen Angriffen zur&uuml;ck&ldquo;, kritisiert der Darmst&auml;dter IG-Metall-Bevollm&auml;chtigte J&uuml;rgen Homburg. Das Vorgehen des Unternehmens stelle eine &bdquo;systematische Zerm&uuml;rbungsstrategie wie aus dem Lehrbuch des Betriebsratsmobbings&ldquo; dar. So sei dem ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden der HMETC unter fadenscheinigem Vorwand fristlos gek&uuml;ndigt, die K&uuml;ndigung vom Arbeitsgericht Darmstadt aber wieder aufgehoben worden. Daraufhin erfolgten zwei weitere K&uuml;ndigungen, die nun ebenfalls bei Gericht anh&auml;ngig sind. Die Liste der Vorw&uuml;rfe, die die IG-Metall gegen die Hyundai-Konzerntochter mit 280 Mitarbeitern erhebt, ist lang: Mal seien Belegschaftsmitglieder unter Druck gesetzt worden, eine Unterschriftenliste gegen den amtierenden Betriebsrat zu unterzeichnen, mal habe sich die Unternehmensf&uuml;hrung geweigert, den Betriebsrat f&uuml;r Fortbildungen frei zu stellen. Zudem sollen die Arbeitnehmervertreter keine Einsicht in Unterlagen &uuml;ber Wochenend-, Nacht- und Mehrarbeit der Besch&auml;ftigten erhalten haben. Auch seien Mitbestimmungsrechte missachtet und Informationen zur Verg&uuml;tung einzelner Mitarbeiter zur&uuml;ck gehalten worden. &ndash; Offenbar sieht die deutsche Justiz dies &auml;hnlich. Nicht nur die fristlose K&uuml;ndigung des Betriebsratschefs wurde verworfen, auch in vier von f&uuml;nf der insgesamt 70 anderen Verfahren, die Mitarbeiter angestrengt hatten, musste Hyundai in erster Instanz Niederlagen einstecken. Auch von den bisher zweitinstanzlich entschiedenen Verfahren konnte die Arbeitnehmerseite mehr als drei Viertel gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/deutsche-tochterfirma-hyundai-betriebsrat-beklagt--regime-der-angst-,10808230,30054664.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Seit Jahren beklagt Amnesty International den Umgang mit den Gewerkschaften in S&uuml;dkorea. J&uuml;ngst schrieb Amnesty: &ldquo;Gewerkschaften in S&uuml;dkorea sehen sich zunehmenden Einschr&auml;nkungen ausgesetzt. Neben Kim Jungwoo befinden sich noch einige weitere GewerkschafterInnen wegen ihrer rechtm&auml;&szlig;igen Aktivit&auml;ten in Haft oder sind nur gegen Kaution auf freiem Fu&szlig;. Die Beh&ouml;rden versuchen zudem, einige gro&szlig;e Gewerkschaften aus dem Register streichen zu lassen, und haben langwierige Gerichtsverfahren gegen sie angestrengt.&rdquo; &ndash; Wir sollten sehr genau beobachten, wie s&uuml;dkoreanische Tochterfirmen in Deutschland mit den GewerkschaftlerInnen umgehen &ndash; bevor deutsche Unternehmen diese Praktiken nachahmen. Das Kapital agiert ja schon l&auml;ngst mit den Argumenten: Seht  die L&ouml;hne in Ostasien, seht die Arbeitsbedingungen dort. Euch geht es doch Gold.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Frauen arbeiten im Durchschnitt 23 Prozent k&uuml;rzer als M&auml;nner<\/strong><br>\nFrauen arbeiten im Durchschnitt pro Woche neun Stunden k&uuml;rzer als M&auml;nner in einem bezahlten Job (30,3 Stunden im Vergleich zu 39,6 Stunden). Dieser Arbeitszeitunterschied von insgesamt 23 Prozent in Deutschland ist zur&uuml;ckzuf&uuml;hren auf die ungleiche Verteilung von Frauen und M&auml;nnern auf die einzelnen Arbeitszeitgruppen. Seit Anfang der 1990er Jahre ist der &ldquo;Gender Time Gap&rdquo; bei der Erwerbsarbeit deutlich gewachsen: W&auml;hrend die durchschnittlichen w&ouml;chentlichen Arbeitszeiten der M&auml;nner nur geringf&uuml;gig (um 1,6 Stunden oder 4 Prozent) gesunken sind, haben die der Frauen kr&auml;ftig abgenommen (-4,1 Stunden oder 12 Prozent). Wichtigster Grund daf&uuml;r: Heute gehen deutlich mehr Frauen einer Erwerbst&auml;tigkeit nach, die meisten zus&auml;tzlichen Stellen waren allerdings Teilzeitjobs. In den letzten Jahren ist der Arbeitszeitunterschied relativ konstant auf diesem hohen Niveau geblieben. Das zeigt ein aktueller Report des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.* Die WSI-Forscherinnen Dr. Christina Klenner und Sarah Lillemeier haben darin das neueste verf&uuml;gbare Datenmaterial aus dem WSI-GenderDatenPortal geb&uuml;ndelt. Diese Online-Plattform liefert umfassende geschlechtsspezifische Informationen rund um Arbeitsleben, soziale Sicherung, Bildung und Gesundheit.**<br>\nDer Gro&szlig;teil der M&auml;nner (64 Prozent ) arbeitet in einer &ldquo;Normalarbeitszeit&rdquo; zwischen 36 und 40 Stunden die Woche. Ein weiteres F&uuml;nftel arbeitet l&auml;nger als 40 Stunden. Frauen hingegen verteilen sich wesentlich heterogener auf die einzelnen Arbeitszeitgruppen. Es gibt kaum eine Arbeitszeitdauer, die f&uuml;r Frauen als normal gelten kann. Nur vier von zehn Frauen arbeiten im Vollzeitbereich zwischen 36 und 40 Stunden die Woche, weitere sieben Prozent noch l&auml;nger. Immer h&auml;ufiger finden sich Frauen in den Arbeitszeitgruppen im Teilzeitbereich mit entsprechend geringeren Einkommenschancen. Insbesondere von Bedeutung sind die Gruppen zwischen 15 und 30 Arbeitsstunden die Woche (33 Prozent). Aber auch sehr kurze Arbeitszeiten unter 15 Stunden, die in der Regel kein existenzsicherndes Einkommen garantieren, haben nach der WSI-Analyse vor allem f&uuml;r Frauen an Bedeutung gewonnen (1991: 7 Prozent; 2013: 14 Prozent).<br>\nBesonders gro&szlig; sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede, wenn Kinder im Haushalt leben. Teilzeit als Instrument zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie werde derzeit entsprechend der traditionellen Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern haupts&auml;chlich von Frauen genutzt, so die WSI-Forscherinnen. Die Teilzeitquote von M&uuml;ttern betr&auml;gt aktuell 70 Prozent. Damit f&auml;llt sie doppelt so hoch aus wie die Teilzeitquote der Frauen ohne Kinder. Der Vergleich von M&auml;nnern und V&auml;tern zeigt dagegen ein anderes Bild: V&auml;ter arbeiten seltener in Teilzeit (6 Prozent) als M&auml;nner ohne Kinder (10 Prozent).<br>\nQuelle: Pressmitteilung Hans-B&ouml;ckler-Stiftung (nicht im Netz)\n<p>Siehe auch:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_22_2015.pdf\">Christina Klenner, Sarah Lillemeier: Gender News: Gro&szlig;e Unterschiede in den Arbeitszeiten von Frauen und M&auml;nnern. WSI-Report 22, M&auml;rz 2015. [PDF &ndash; 11,2 MB]<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.wsi.de\/genderdatenportal\">Startseite des GenderDatenPortals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsi_51968.htm\">&Uuml;bersichtsseite Arbeitszeiten<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im M&auml;rz 2015<\/strong>\n<ul>\n<li>5,221 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,396 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 56.000 (1,2%) weniger als im M&auml;rz 2014<\/li>\n<li>2,932 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 123.000 (4,0%) weniger als im M&auml;rz 2014<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ver&auml;nderungsraten (registrierte Arbeitslose) in den L&auml;ndern (M&auml;rz 2014 &ndash; M&auml;rz 2015): <\/p>\n<ul>\n<li>M&auml;nner und Frauen: &ndash;9,1% in Brandenburg bis +2,1% in Bremen<\/li>\n<li>Frauen: &ndash;9,1% in Brandenburg bis +1,0% in Bremen (Bund: -4,7%)<\/li>\n<li>M&auml;nner: -9,1% in Brandenburg bis +3,1% in Bremen (Bund: -3,5%)<\/li>\n<li>unter 25 Jahre: -29,7% in Brandenburg bis +0,1% in Baden-W&uuml;rttemberg<br>\n(Bund:  -9,2%)<\/li>\n<li>67,4% der Arbeitslosen sind im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert<br>\n(M&auml;rz 2014: 66,4%)<\/li>\n<li>Von den 2,932 Millionen Arbeitslosen waren 955.000 (32,6%) im Rechtskreis SGB III (bei den 156 Arbeitsagenturen!) und 1,976 Millionen (67,4%) im Rechtskreis SGB II (bei den 408 Jobcentern!) registriert.<\/li>\n<li>Als  Arbeitsuchende waren im M&auml;rz 2015  insgesamt 4,976 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 116.000 (2,3%) weniger als im M&auml;rz 2014.<\/li>\n<li>Die von der Statistik der BA ermittelte  &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im M&auml;rz 2015 3,818 Millionen, 165.000 (4,1%) weniger als im M&auml;rz 2014.<\/li>\n<li>Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im M&auml;rz 2015 932.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,396 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 107.000 sog. Aufstocker\/Parallelbezieher (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im M&auml;rz 2015 etwa 5,221 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) und\/oder Arbeitslosengeld II, &bdquo;106.000 Menschen weniger&ldquo; als ein Jahr zuvor. (vgl. BA-Monatsbericht, S. 21 ; BA-Monatsbericht 07\/2014: M&auml;rz 2014: 5,327 Millionen)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2015-03-31_alo0315t.pdf%20\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ)<\/a><\/p>\n<p>Siehe auch: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201503.pdf\">Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland &ndash; Monatsbericht M&auml;rz 2015 [PDF &ndash; 1.9 MB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Post aus Jerusalem I<\/strong><br>\nZuletzt war ich vor 15 Monaten in Israel. Eines f&auml;llt nach dieser kurzen Zeitspanne sofort auf: Das Land boomt. &Uuml;berall werden neue Stra&szlig;en und Bahnlinien und Tunnel durchs Gel&auml;nde gebrochen. Man h&ouml;rt in Europa viel vom Siedlungsbau, dabei geht es jeweils um einige Apartmentbl&ouml;cke, aufregender ist die tausendf&auml;ltige Baut&auml;tigkeit innerhalb der international anerkannten Grenzen. Noch zwei Jahrzehnte und das Heilige Land &auml;hnelt Singapur. Auch die zahlreichen muslimischen Gemeinden im Norden Israels expandieren, errichten neue Moscheen und Minarette von atemberaubender H&ouml;he, so selbstbewusst, wie man sie im Der-Islam-geh&ouml;rt-zu-uns-Deutschland nirgendwo findet.<br>\nUnd die aktuelle Politik? Aus Deutschland erreicht mich &bdquo;tiefe Sorge um den Friedensprozess&ldquo;. Vorsicht: Wo ist es im Nahen und Mittleren Osten derzeit so friedlich und vergleichsweise gewaltarm wie in Israel? Wo leben Araber derzeit sicherer als in Israel? Wo haben sie besseren Zugang zu Bildung, Arbeit, Konsum und medizinischer Versorgung? Das n&auml;chste Mal mehr zur k&uuml;nftigen Regierung und zum Iran, kurz: zur hohen Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/meinung\/kolumne-aus-israel-post-aus-jerusalem-i,10808020,30258210.html\">G&ouml;tz Aly in der Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Den Siedlungsbau mit einigen Apartmentbl&ouml;cke zu beschreiben oder die Rede vom friedlichen Israel zeugen von einem dreisten Zynismus, den man nicht mehr als Provokation durchgehen lassen kann, die G&ouml;tz Aly so gerne pflegt. Israel als neues Singapur? Noch nie etwas von den sozialen Protesten geh&ouml;rt? Die selbstbewusst expandierenden muslimischen Gemeinden? &Uuml;ber 50 Prozent aller arabischen Familien innerhalb Israels leben unter der Armutsgrenze. Kein Wort zur rechtlichen Benachteiligung der arabischen Minderheit! Was sollen sie sonst noch alles schlucken daf&uuml;r, dass sie nach Aly in Israel derzeit sicherer leben als in anderen L&auml;ndern?  Zwischen der arabischen Minorit&auml;t und der j&uuml;dischen Mehrheit besteht eine tiefe Kluft. &ndash; Werte Berliner Zeitung ziehen Sie bitte diesen Berichterstatter aus Phantasia schleunigst ab!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Erkenntnisse zum Absturz von Flug MH 17<\/strong><br>\nDie Bundesregierung kann auf Basis der derzeit vorliegenden Informationen keinen &bdquo;eindeutigen R&uuml;ckschluss auf einen m&ouml;glichen Munitionstyp&ldquo; ziehen, der beim Absturz von Flug MH17 in der Ostukraine im Juli vergangenen Jahres eine Rolle gespielt haben k&ouml;nnte. &bdquo;Auf Grundlage des vorliegenden offenen Bildmaterials von Tr&uuml;mmerteilen der betroffenen Boeing 777 (Authentizit&auml;t vorausgesetzt) kann davon ausgegangen werden, dass die dargestellten Fragmentierungen in den Blechen von Splittern nach Umsetzung einer explosiven Wirkladung entstanden sind&ldquo;, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18\/4299) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18\/3818). Die erkennbaren Besch&auml;digungen des Wrackteils w&uuml;rden darauf hindeuten, dass dort eine hohe Anzahl von Splittern in relativ gro&szlig;er Dichte eingeschlagen sei. &bdquo;Allerdings lassen Aufnahmewinkel und Qualit&auml;t des vorliegenden Bildmaterials keine genauere Analyse zu, so dass eine Bestimmung des genauen Wirkladungsabstandes, der Wirkladungsgr&ouml;&szlig;e oder der Art der Munition nicht m&ouml;glich ist. Form der Penetrationen und Splitterbild st&uuml;tzen jedoch die Annahme, dass die Wirkladung in einem gewissen Abstand zu den gezeigten Blechen zur Umsetzung gekommen sein muss.&ldquo;<br>\nEinen Teil der Antworten auf die Fragen der Linksfraktion, die sich unter anderem nach Erkenntnissen zu einem mutma&szlig;lichen Abschussort einer wom&ouml;glich f&uuml;r den Absturz urs&auml;chlichen BUK-Rakete sowie nach Belegen f&uuml;r die Verantwortung f&uuml;r einen m&ouml;glichen Abschuss erkundigt hatte, stuft die Bundesregierung mit den Geheimhaltungsgrad &bdquo;VS -Vertraulich&ldquo; beziehungsweise &bdquo;VS-Geheim&ldquo; ein: In den Antworten seien Ausk&uuml;nfte enthalten, &bdquo;die unter dem Aspekt des Schutzes der nachrichtendienstlichen Zusammenarbeit mit ausl&auml;ndischen Diensten&ldquo; vertraulich behandelt werden m&uuml;ssten beziehungsweise &bdquo;besonders schutzbed&uuml;rftig sind&ldquo;. Die Antworten seien in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt und k&ouml;nnten dort nach Ma&szlig;gabe der Geheimschutzordnung eingesehen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_03\/-\/367532\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Video-Aufruf: MH17-Ermittler suchen Zeugen f&uuml;r Abschusshypothese<\/strong><br>\nInternationale Ermittler halten einen Abschuss von Flug MH17 durch ein Buk-Raketensystem f&uuml;r das wahrscheinlichste Szenario. Jetzt suchen sie per Video nach Augenzeugen f&uuml;r einen verd&auml;chtigen Raketentransport durch die Ostukraine.<br>\nDas internationale Ermittlerteam zum Absturz des Passagierflugs MH17 sucht Zeugen f&uuml;r einen m&ouml;glichen Abschuss der Boeing 777-200 mit einer Boden-Luft-Rakete. Daf&uuml;r haben die Ermittler jetzt ein Video erstellt, das den mutma&szlig;lichen Weg eines Raketentransports durch die Ostukraine vor und nach dem Absturz am 17. Juli 2014 nachzeichnet.<br>\nIn dem Video werden Fotos und Filmaufnahmen eines wei&szlig;en Tiefladers der Marke Volvo gezeigt, auf dem ein Buk-Raketenwerfer-System verstaut sein soll. Die Sprecherin lenkt die Aufmerksamkeit auf ein gelbes Schild, das an dem Fahrzeug angebracht ist und offenbar eine Telefonnummer zeigt.<br>\nAus mehreren Mitschnitten von Telefongespr&auml;chen zwischen Separatisten rekonstruieren die Ermittler die Route, die das Fahrzeug mutma&szlig;lich genommen hat. Sie hoffen auf die Beantwortung folgender Fragen durch m&ouml;gliche Augenzeugen oder Mitwisser: Wer hat den Transport der Buk-Raketen beobachtet, fotografiert oder gefilmt? Wer kennt die M&auml;nner, die mit dem Waffensystem unterwegs waren?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/mh17-ermittler-suchen-per-video-zeugen-fuer-raketen-transport-a-1026342.html\">SPIEGEL Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=olQNpTxSnTo\">Der Videoaufruf &ndash; JITMH17<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Russland verstehen &ndash; Gespr&auml;ch mit Gabriele Krone-Schmalz<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/podcast-ww.wdr.de\/medstdp\/fsk0\/67\/672825\/wdr5neugiergenuegtredezeit_2015-03-30_redezeitmitgabrielekroneschmalzrusslandverstehen300315_wdr5.mp3%20\">wdr5 Neugier gen&uuml;gt<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Arno Schmidt: &bdquo;Wer hat wen eingekreist?!&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;&ndash; ein Blick auf die Weltkarte gen&uuml;gt: Denn da sucht man vergebens die bedrohlichen sowjetischen St&uuml;tzpunkte auf den Bermudas, auf Kuba, in Mexiko Alaska Kanada Gr&ouml;nland &ndash; wohl aber findet man amerikanische, von Norwegen, &uuml;ber die Bundesrepublik, Griechenland T&uuml;rkei und Pakistan bis hin zu den Kurilen! (Aber die &sbquo;absolute Mehrheit&lsquo; des westdeutschen Volkes wollte diese Orientierung nach dem Wilden Westen: so sei es denn: aber klage Keiner dann, sp&auml;ter, wenn es wieder &sbquo;passiert&lsquo; ist!).&ldquo;<br>\nQuelle: Arno Schmidt, Deutsches Elend (1957\/58)\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der verdr&auml;ngte Vertrauensverlust<\/strong><br>\nViele Leser und Zuschauer &auml;u&szlig;ern Misstrauen gegen&uuml;ber den Leitmedien, doch eine aktuelle Telepolis-Umfrage bei ARD, ZDF und verschiedenen Zeitungsredaktionen zeigt nun, dass weiterhin kaum echtes Problembewusstsein vorhanden ist<br>\nDabei sind die Zahlen, die eine repr&auml;sentative Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag des NDR-Medienmagazins &ldquo;Zapp&rdquo; im vergangenen Dezember zu Tage gef&ouml;rdert hat, eigentlich alamierend. Von tausend Befragten hatten dort 69 Prozent klar gesagt, sie h&auml;tten nur noch wenig oder gar kein Vertrauen mehr in die Medien. 63 Prozent gaben an, insbesondere wenig oder kein Vertrauen zur Ukraine-Berichterstattung hierzulande zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44545\/1.html\">Paul Schreyer auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dieser Beitrag von Paul Schreyer ist best&uuml;ckt mit Fakten auf der Basis von Recherchen und versuchten Recherchen. Insgesamt sehr empfehlenswert f&uuml;r alle, die sich um unsere Medien und ihre Qualit&auml;t sorgen. Auch f&uuml;r alle, die mit Entt&auml;uschung zur Kenntnis nehmen m&uuml;ssen, dass gerade die sogenannten Qualit&auml;tsmedien Selbstkritik nicht kennen. Das wird schon daran sichtbar, dass namhafte Medien auf die Anfragen und Recherchen des Journalisten Schreyer nicht reagiert haben. Dazu Schreyer w&ouml;rtlich: &bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung, FAZ und Spiegel beantworteten die zugesandten Fragen zur Vertrauenskrise der Medien, zur eigenen Einsch&auml;tzung der Zapp-Infratest-Dimap-Umfrage sowie zum Umgang mit Leserkommentaren nicht.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Elmar Theve&szlig;en, stellvertretender Chefredakteur des ZDF, meint die &bdquo;Propagandamaschine im Internet&ldquo; sei schuld an der Vertrauenskrise.<\/em><br>\n<em>Was f&uuml;r eine ma&szlig;lose &Uuml;bersch&auml;tzung dessen, was wir und andere an Gegen&ouml;ffentlichkeit im Internet aufzubauen versuchen. Und was f&uuml;r eine ma&szlig;lose Untersch&auml;tzung des eigenen Beitrags der Medien zum Vertrauensverlust.<\/em><br>\n<em>Siehe zum <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25544\">Gesamtkomplex auch den Bericht vom 25.3.2015<\/a> zu einer einschl&auml;gigen Podiumsdiskussion in M&uuml;nchen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hunderttausende Klicks: &ldquo;Anstalt&rdquo;-Clip &uuml;ber Griechenland wird zum Viral-Hit<\/strong><br>\nDie aktuelle Folge der ZDF-Kabarett-Show &ldquo;Die Anstalt&rdquo; besch&auml;ftigt sich gewohnt spitzz&uuml;ngig und intelligent mit dem Konflikt zwischen der Troika und Griechenland sowie mit den Problemen der Austerit&auml;tspolitik. Das Lachen bleibt dem Zuschauer dabei an vielen Stellen im Hals stecken. Ein besonders emotionaler Ausschnitt der Sendung wurde bei Facebook hochgeladen und schon knapp eine Millionen Mal angesehen.<br>\nH&ouml;hepunkt der Folge bilden die letzten Minuten, in denen ein &auml;lterer Herr aus Griechenland den Kabarettisten einen Ouzo spendiert und erz&auml;hlt, dass er der letzte &Uuml;berlebende eines &Uuml;berfalls der Wehrmacht in Griechenland sei. Eine Entsch&auml;digung der Deutschen daf&uuml;r habe er nie gesehen. Die Sendung endet mit betretenem Schweigen.<br>\nDieser Ausschnitt wurde mit griechischen Untertiteln auf der Facebook-Seite &ldquo;Ich bin Grieche&rdquo; hochgeladen, &uuml;ber 900.000 Mal angesehen und &uuml;ber 35.000 Mal geteilt. Auch bei YouTube wurde der Clip mit dem Untertitel &ldquo;Solidarische Gr&uuml;&szlig;e an unsere Freunde in Griechenland&rdquo; ver&ouml;ffentlicht und ebenfalls mehrere hunderttausend Mal geklickt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/03\/31\/hundertausende-klicks-anstalt-clip-ueber-griechenland-wird-zum-viral-hit\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email%20\">MEEDIA<\/a>\n<p><em>Hier k&ouml;nnen Sie die Sendung nochmals <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/2351516\/Die-Anstalt-vom-31.-Maerz-2015?bc=sts#\/beitrag\/video\/2351516\/Die-Anstalt-vom-31.-Maerz-2015\">auf der ZDF-Mediathek abrufen<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge willkommen hei&szlig;en &ndash; Vorurteilen entgegentreten<\/strong><br>\nIn Ku&#776;rze &ndash; 10 Fakten\n<ul>\n<li>80-90 % aller Flu&#776;chtlinge weltweit leben nicht in den reichen Industriel&auml;ndern<\/li>\n<li>die Zahl der in Deutschland lebenden Flu&#776;chtlinge ist in den letzten 17 Jahren deutlich zuru&#776;ckgegangen (Ende 2014: 630.000, Ende 1997: u&#776;ber 1 Mio.)<\/li>\n<li>in der EU werden in Deutschland am meisten Asylantr&auml;ge gestellt, in Relation zur Bev&ouml;lkerung lag Deutschland im Jahr 2013 jedoch nur an 10. Stelle (0,16% der Bev&ouml;lkerung)<\/li>\n<li>etwa jeder zweite Asylsuchende wird anerkannt und erh&auml;lt einen Schutzstatus in Deutschland<\/li>\n<li>Asylsuchende erhalten etwa 10 % weniger Sozialhilfe als andere Menschen<\/li>\n<li>Asylsuchende unterliegen zahlreichen Beschr&auml;nkungen, etwa in Bezug auf die Erwerbsaufnahme, die Bewegungsfreiheit und die Gesundheitsversorgung<\/li>\n<li>Asylunterku&#776;nfte entsprechen h&auml;ufig nicht menschenwu&#776;rdigen Mindeststandards und verletzen die Privatsph&auml;re<\/li>\n<li>Deutschland profitiert von Einwanderung, Ausl&auml;nderinnen und Ausl&auml;nder erbringen in etwa einen &raquo;Nettogewinn&laquo; von 22 Mrd. Euro j&auml;hrlich<\/li>\n<li>Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Zahl der Asylsuchenden und der Frage des Wohlstands, der Besch&auml;ftigung und der sozialen Gerechtigkeit in Deutschland<\/li>\n<li>die Zahl der Muslime in Deutschland wird massiv u&#776;bersch&auml;tzt, tats&auml;chlich sind es nur 5 % der Bev&ouml;lkerung; dort wo viele Muslime leben, ist die Angst vor dem Islam am geringsten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/issuu.com\/linksfraktion\/docs\/150212_asyl_web%20\">DIE LINKE<\/a><\/p>\n<p>Links zu Originalquelle zum Thema Asyl und Fl&uuml;chtlinge:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.bamf.de\/SharedDocs\/Anlagen\/DE\/Downloads\/Infothek\/Statistik\/201502-statistik-anlage-asyl-geschaeftsbericht.html?nn=1694460\">BAMF: Monatliche Asylgesch&auml;ftsstatistik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.bamf.de\/SharedDocs\/Anlagen\/DE\/Publikationen\/Flyer\/flyer-schluesselzahlen-asyl-jahr-2014.html;jsessionid=FF75EC4790E4942FA2C5E42C328C232F.1_cid359?nn=1367528\">BAMF: Schl&uuml;sselzahlen Asyl (Gesch&auml;ftsjahr 2014)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/039\/1803987.pdf\">Antwort der Bundesregierung &uuml;ber Zahlen in der Bundesrepublik Deutschland lebender Fl&uuml;chtlinge zum Stand 31. Dezember 2014 [PDF &ndash; 2.3 MB]<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/040\/1804025.pdf\">Antwort der Bundesregierung &uuml;ber Abschiebezahlen im Jahr 2014 [PDF &ndash; 2.2 MB]<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150401_asylstatistiken.pdf\">Das Wichtigste siehe hier [PDF &ndash; 610 KB]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Satire: China und die USA<\/strong><br>\nAus vertraulichen Geheimdienstquellen wurde bekannt, da&szlig; China beabsichtigt, in n&auml;chster Zeit ein Verteidigungsb&uuml;ndnis mit einigen s&uuml;damerikanischen Staaten und Mexiko einzugehen. Als Abwehrma&szlig;nahme gegen einen m&ouml;glichen Raketenangriff des Iran oder Nordkoreas ist geplant, ein Raketenabwehrsystem an der mexikanischen Grenze zur USA zu stationieren. In Folge sollen dann Mittelstreckenraketen, die mit Atomsprengk&ouml;pfen ausger&uuml;stet werden k&ouml;nnen, in das Abwehrsystem einbezogen werden.<br>\nDes Weiteren beabsichtigt China, Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte in mehreren mittelamerikanischen L&auml;ndern, in Kanada sowie auf Kuba zu errichten. Au&szlig;erdem sollen in Kooperation mit Ru&szlig;land Raketen-Schutzschilde und Langstreckenraketen an der nordsibirischen Grenze aufgestellt werden, um eventuellen Angriffen aus Schurkenstaaten wirkungsvoll begegnen zu k&ouml;nnen.<br>\nDie US-Regierung hat die Vorhaben als ernsthafte Bedrohung und Aggression verurteilt und scharf dagegen protestiert. Aus Washington war zu vernehmen, man werde unverz&uuml;glich entsprechende Abwehrma&szlig;nahmen gegen eine milit&auml;rische Einkreisung der USA ergreifen. Ebenso werde man die seit l&auml;ngerem zu registrierenden Versuche, die Vereinigten Staaten durch Subversion zu destabilisieren, unterbinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/6-2015&amp;textfile=3010%20\">Wolfgang Bittner im Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Man nannte sie Emmely<\/strong><br>\nWegen zweier Pfandbons verlor Barbara Emme ihren Job als Kassiererin. Sie klagte dagegen, bis sie wieder bei Kaiser&rsquo;s an der Kasse sa&szlig; &ndash; und wurde bekannt als Heldin der Arbeiterklasse. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Barbara Emme am 16. M&auml;rz unerwartet im Alter von 57 Jahren an Herzversagen gestorben. &ndash; Es ist Emmes Verdienst, dass sich die Rechtsprechung bei Bagatellk&uuml;ndigungen ver&auml;ndert hat. Zuvor basierte alles auf einem Urteil von 1984. Eine Angestellte hatte ein St&uuml;ck Bienenstich verzehrt und wurde fristlos gek&uuml;ndigt &ndash; zu Recht, entschied das Bundesarbeitsgericht damals. Bis Emmely kam, orientierte sich die Rechtsprechung 26 Jahre lang an diesem arbeitgeberfreundlichen Urteil. Obwohl viele Juristen es f&uuml;r unm&ouml;glich hielten, eine jahrzehntelange Rechtsprechung zu kippen, lie&szlig; sich Emme nicht beirren. &ldquo;Wer aufgeh&ouml;rt hat zu k&auml;mpfen, hat schon verloren!&rdquo; Das war ihr Leitsatz.<br>\nBarbara Emme ging es nicht ums Geld, sondern ums Prinzip. Sie lehnte jeden Vergleich ab. Sie wollte ihren Job zur&uuml;ck. Den bekam sie auch &ndash; zw&ouml;lf Tage nach dem Urteil arbeitete sie in einer neuen Filiale, wie gew&uuml;nscht in Wohnortn&auml;he, zehn Minuten Fu&szlig;weg von zu Hause. Aber damit war ihr Weg nicht zu Ende. In den letzten f&uuml;nf Jahren hat sie sich ein gro&szlig;es Netzwerk aufgebaut. 2011 flog sie zur Weltfrauenkonferenz nach Venezuela. Als Koautorin schrieb sie zwei B&uuml;cher, wurde zu Podiumsdiskussionen eingeladen. Sie reiste &ouml;fter nach Paris, um sich dort mit Gewerkschaftern zu treffen. Bei der Stiftung &ldquo;Menschenw&uuml;rde und Arbeitswelt&rdquo; war sie im Vorstand, sie begleitete gelegentlich Menschen bei ihren Prozessen vor Gericht. Noch Anfang M&auml;rz lud sie mit anderen zu einer Veranstaltung der Gewerkschaft Verdi ein, um die aktuelle Situation im Einzelhandel zu diskutieren. &ndash; Aber Emmely sa&szlig; auch bis zuletzt an der Kasse des Supermarkts im Berliner Stadtteil Hohensch&ouml;nhausen und zog die Waren des t&auml;glichen Bedarfs &uuml;ber den Scanner. Menschen, die sie noch aus ihrer alten Filiale kannten, kamen vorbei, nur um bei ihr einzukaufen oder ihre Pfandbons einzul&ouml;sen. Manche baten sie um ein Autogramm. Einige ihrer Kolleginnen, die ihr zun&auml;chst mit Misstrauen begegneten, fassten Vertrauen. 2014 wurde Emme in den Betriebsrat gew&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=tz&amp;dig=2015%2F03%2F28%2Fa0034&amp;cHash=df21394c61bb8623441d73104987afa8\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie die Zeit vergeht, wie schnell doch die Themen wechseln, die Personen vergessen werden. Und es bleiben Fragen. Was hat das Urteil des BAG eigentlich bewirkt? Sind K&uuml;ndigungen wegen Bagatelldelikten zur&uuml;ckgegangen? Ein Bagatelldelikt m&uuml;sse mit dem &ldquo;Kapital an Vertrauen&rdquo; abgewogen werden, das eine Besch&auml;ftigte wie Barbara Emme &uuml;ber Jahrzehnte erworben habe, so der Spruch. Wie weit geht das? Das w&auml;re an Praxis der letzten Jahre nachzuweisen. Da wurde fr&uuml;her seitens der Rechtsprechung und der Arbeitgeberseite viel vom gest&ouml;rten Vertrauensverh&auml;ltnis geredet. Ich w&uuml;rde sagen, dass manche Einzelhandelskette in Deutschland das Vertrauensverh&auml;ltnis bereits gest&ouml;rt sieht, wenn ein Besch&auml;ftigter gewerkschaftlich t&auml;tig ist &ndash; wie im Fall von Emmely. Nun ja, heute setzt man wahrscheinlich mehr auf Abmahnungen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25613","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25613","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25613"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25613\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25618,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25613\/revisions\/25618"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25613"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25613"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25613"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}