{"id":25619,"date":"2015-04-02T08:51:03","date_gmt":"2015-04-02T06:51:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619"},"modified":"2015-04-02T08:51:03","modified_gmt":"2015-04-02T06:51:03","slug":"hinweise-des-tages-2346","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h02\">&lsquo;Wealth creators&rsquo; are robbing our most productive people<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h03\">Hartz IV-Empf&auml;nger: Fast die H&auml;lfte ist l&auml;nger als 4 Jahre im Leistungsbezug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h04\">Post &ndash; typischer Fall von &bdquo;Job-Wunder&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h05\">Exakt vom 01.04.2015 Wie Unternehmen den Mindestlohn umgehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h06\">Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel &uuml;ber die SPD: &bdquo;Hartz l&ouml;st Abstiegs&auml;ngste aus&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h07\">Weltbank-Prognose: Wachsende Armut und lange Rezession in Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h08\">Verbietet Fracking in Deutschland!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h09\">Hauptversammlung 2015: Kritische Aktion&auml;re verweigern Daimler die Entlastung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h10\">&ldquo;Sie kennen die Wahrheit nicht, Herr Diekmann&rdquo; &ndash; der Wut-Brief des Ober-Kriminalers an den Bild-Chef<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h11\">Selektive Trauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h12\">Pal&auml;stina tritt Welt-Strafgerichtshof bei &ndash; Verfahren gegen Israel geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h13\">Im Blick der &Ouml;ffentlichkeit: Friedens-und R&uuml;stungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h14\">Osterm&auml;rsche und -aktionen 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619#h15\">Bilder, die den Wahnsinn zeigen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25619&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Makro&ouml;konomische Effekte der Konsolidierung in Griechenland<\/strong><br>\nAnders als die Debatte in den deutschen Medien manchmal suggeriert, hat Griechenland&nbsp; seit 2010 Konsolidierungsanstrengungen biblischen Ausma&szlig;es unternommen. Insbesondere in den Jahren 2010 und 2011 wurden die Ausgaben stark gek&uuml;rzt und die Steuern deutlich erh&ouml;ht. Auf der Ausgabenseite (darunter insbesondere beim &ouml;ffentlichen Konsum) kam es in Summe zu K&uuml;rzungen, die mehr als 12% des griechischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachen. Einnahmeseitig ergeben sich ungef&auml;hr &auml;hnliche Zahlen&hellip;.<br>\nDer Schrumpfungseffekt des BIP steigt bereits 2010 &uuml;ber 10 % und kumuliert sich bis 2013 auf 28 % des BIP von 2009, wobei 2014 mit der Lockerung der Sparma&szlig;nahmen eine leichte Entspannung einsetzt. Dennoch bewirken die Austerit&auml;tsma&szlig;nahmen in Summe eine Schrumpfung des BIP um 1\/4 der griechischen Wirtschaftsleistung von 2009&hellip;<br>\nEs w&auml;re deshalb auch im ureigenen Interesse der Gl&auml;ubiger gewesen, einen behutsamen und damit erfolgreicheren Konsolidierungskurs einzuschlagen. Dies gilt unabh&auml;ngig davon, ob der griechische Staatshaushalt zum Beginn der Konsolidierungsma&szlig;nahmen ein strukturelles Defizit aufwies oder nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2015\/03\/makrooekonomische-effekte-der-konsolidierung-in-griechenland\/\">&Ouml;konomenstimme<\/a><\/li>\n<li><strong>Gedanken zur aktuellen Pleite f&uuml;r Griechenland &ndash; riskanter Machtkampf in Europa um das Regime der Austerit&auml;t (Spardiktat)<\/strong><br>\nKommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 31.3.2015<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/eu-politik\/eu-krise\/eu-krise-gr\/gedanken-zur-aktuellen-pleite-fuer-griechenland-riskanter-machtkampf-in-europa-um-das-regime-der-austeritaet-spardiktat\/\">www.labournet.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Varoufakis: Genug mit dem toxischen Schwarzen-Peter! Wir brauchen eine Deeskalation der Missgunst in Europa<\/strong><br>\nG&uuml;nther Jauch zeigte k&uuml;rzlich im Fernsehen ein nachbearbeitetes Video von mir aus der Zeit, bevor ich griechischer Finanzminister war, in dem ich seinem Land den &bdquo;Stinkefinger&ldquo; zeigte. Die Reaktion darauf zeigt die potenziellen Auswirkungen einer angeblichen Geste insbesondere in schwierigen Zeiten. Vor der Finanzkrise von 2008, die die Schw&auml;chen der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion aufgezeigt und stolze L&auml;nder gegeneinander aufgebracht hat, h&auml;tte die Ausstrahlung des Videos gewiss keine derartige Aufregung zur Folge gehabt.<br>\nAls die griechische Regierung Anfang 2010 ihre Schulden gegen&uuml;ber franz&ouml;sischen, deutschen und griechischen Banken nicht mehr bedienen konnte, sprach ich mich gegen ihr Bem&uuml;hen um einen enormen neuen Kredit seitens der europ&auml;ischen Steuerzahler aus, um diese Schulden zur&uuml;ckzuzahlen. Ich gab daf&uuml;r drei Gr&uuml;nde an.<br>\nZun&auml;chst einmal stellten die neuen Kredite weniger eine Rettung Griechenlands dar als eine zynische Verschiebung privater Verluste aus den B&uuml;chern der Banken auf die Schultern der verwundbarsten B&uuml;rger Griechenlands. Wie viele von Europas Steuerzahlern, die die Zeche f&uuml;r diese Kredite zahlen, wissen, dass &uuml;ber 90 Prozent der 240 Milliarden Euro, die Griechenland aufnahm, an Finanzinstitute gingen und nicht an den griechischen Staat oder seine Bev&ouml;lkerung?<br>\nZweitens war es angesichts der Tatsache, dass Griechenland schon damals seine bestehenden Kredite nicht zur&uuml;ckzahlen konnte, offensichtlich, dass die erzwungene Sparpolitik, die die Voraussetzung der &bdquo;Rettungsaktionen&ldquo; war, die griechischen Nominaleinkommen in den Keller dr&uuml;cken w&uuml;rde &ndash; was die Staatsverschuldung noch untragbarer machen w&uuml;rde. Wenn die Griechen dann keine R&uuml;ckzahlungen auf ihre monumentalen Schulden mehr w&uuml;rden leisten k&ouml;nnen, w&uuml;rden erneut deutsche und andere europ&auml;ische Steuerzahler einspringen m&uuml;ssen. (Die reichen Griechen hatten ihre Einlagen nat&uuml;rlich l&auml;ngst in Finanzzentren wie Frankfurt und London verschoben.)<br>\nUnd schlie&szlig;lich musste es den Zusammenhalt innerhalb der Eurozone untergraben, wenn man die Menschen und Parlamente t&auml;uschte, indem man die Bankenrettung als Akt der &bdquo;Solidarit&auml;t&ldquo; verkaufte, ohne den griechischen Normalb&uuml;rgern zu helfen &ndash; ja, diese B&uuml;rger tats&auml;chlich benutzte, um den Deutschen eine noch schwerere B&uuml;rde aufzuerlegen. Die Deutschen wandten sich gegen die Griechen, die Griechen gegen die Deutschen, und als weitere L&auml;nder in haushaltspolitische N&ouml;te gerieten, wandte sich Europa gegen sich selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/europaeische-integration\/artikel\/genug-mit-dem-toxischen-schwarzen-peter-856\/\">Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung V.B.:<\/strong> Als ob Varoufakis Peter Gauweiler, den &bdquo;schwarzen Peter&ldquo; kennen w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Never mind the markets: Warum Griechenland?<\/strong><br>\n&ldquo;Eine Menge Klischees &laquo;erkl&auml;ren&raquo;, wie Griechenland in seine schier ausweglose Lage geraten ist. Versuchen wir es mit einer n&uuml;chternen Analyse.<br>\nNicht zum ersten Mal ist Griechenland im Zentrum der Eurokrise. Nicht zum ersten Mal droht der finanzielle Kollaps des Landes und nicht zum ersten Mal wird diese Debatte mit sehr vielen Klischees gef&uuml;hrt. H&auml;me prasselt vor allem &uuml;ber die Griechen herein. Da herrscht nicht das Bild der stolzen Wiege Europas mit seinen grossen Philosophen vor, wie es die alte Geschichte vermittelt. Gem&auml;ss den g&auml;ngigen Klischees steht das Wesen der Griechen ihrer eigenen &ouml;konomischen Entwicklung und den Erfordernissen der Eurozone sogar im Weg. In der primitivsten Form lautet das Klischee dann, die Griechen seien eben faul.<br>\nDas ist vollkommener Quatsch. Eine n&uuml;chterne &ouml;konomische Antwort auf die Frage zu den Ursachen der Probleme von Griechenland untersucht die Institutionen und die durch sie gepr&auml;gten Anreizstrukturen. Versuchen wir also die Besonderheiten der institutionellen Situation von Griechenland herauszusch&auml;len &ndash; ohne Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit &ndash;, die zur speziell schweren Krise dort gef&uuml;hrt hat:&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/36810\/warum-griechenland\/\">Tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&lsquo;Wealth creators&rsquo; are robbing our most productive people<\/strong><br>\nGeorge Monbiot<br>\nLives are being trashed by klepto-remuneration: theft through excess rewards to rapacious bosses<br>\nThere is an inverse relationship between utility and reward. The most lucrative, prestigious jobs tend to cause the greatest harm. The most useful workers tend to be paid least and treated worst.<br>\nAs the pay gap widens the uselessness ratio is going through the roof<br>\nThey&rsquo;ll acquire a wide investment portfolio, perhaps including a few properties, so that &ndash; even if they cease to do anything resembling work &ndash; they can continue living off the labour of people such as Carole as she struggles to pay extortionate rents. Their descendants, perhaps for many generations, need never take a job of the kind she does.<br>\nCare workers function as a human loom, shuttling from one home to another, stitching the social fabric back together while many of their employers and shareholders, and government ministers, slash blindly at the cloth, downsizing, outsourcing and deregulating in the cause of profit.<br>\nThere is no end to this theft except robust government intervention: a redistribution of wages through maximum ratios and enhanced taxation. But this won&rsquo;t happen until we challenge the infrastructure of justification, built so carefully by politicians and the press. Our lives are damaged not by the undeserving poor but by the undeserving rich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2015\/mar\/31\/wealth-creators-klepto-rewards-bosses\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hartz IV-Empf&auml;nger: Fast die H&auml;lfte ist l&auml;nger als 4 Jahre im Leistungsbezug<\/strong><br>\nIm Juni 2014 haben &uuml;ber 6,1 Mio. Personen Leistungen nach dem SGB II bezogen. Fragt man nach der bisherigen Verweildauer dieser Personen im SGB II, also danach wie lange ihre Angewiesenheit auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld bereits andauert, wird sichtbar, dass sich nahezu die H&auml;lfte der Empf&auml;nger (46,3 %) bereits 4 Jahre und l&auml;nger im Leistungsbezug befindet. Kurz- und mittelfristige Leistungsbez&uuml;ge sind demgegen&uuml;ber eher selten; 22,4 % stehen weniger als 12 Monate im Leistungsbezug.\n<ul>\n<li>Wird der Anteil der Langzeitbezieher nach Bundesl&auml;ndern unterschieden, zeigt sich, dass der Leistungsbezug von 4 Jahren und mehr in Ostdeutschland besonders ausgepr&auml;gt ist (an der Spitze Sachsen-Anhalt mit 53,8 %), w&auml;hrend in S&uuml;d- und S&uuml;dwestdeutschland die Quote deutlich niedriger ausf&auml;llt (am unteren Ende Bayern mit 36,7 %).<\/li>\n<li>Die Zusammenh&auml;nge zwischen der Verweildauer einerseits und sozial&ouml;konomischen Rahmenbedingungen der Bundesl&auml;nder andererseits, liegen auf der Hand. So fallen in Bayern die Daten &uuml;ber die Lage auf dem Arbeitsmarkt und &uuml;ber die Einkommensverh&auml;ltnisse besonders g&uuml;nstig aus. Dies macht sich in niedrigen Arbeitslosenquoten&hellip;, niedrigen SGB II-Empf&auml;ngerquoten<br>\n&hellip;und einem geringeren Langzeitbezug von SGB II-Leistungen bemerkbar.<\/li>\n<li>In St&auml;dten mit einer besonders hohen Arbeitslosigkeit, wie im Ruhrgebiet, f&auml;llt die Verweildauer genauso drastisch auswie in den neuen Bundesl&auml;ndern. So liegt beispielsweise der Anteil der Langzeitempf&auml;nger der Grundsicherung in Essen (52,5 %), Gelsenkirchen (51,7 %) und Bottrop (50,6 %) deutlich &uuml;ber dem Durchschnitt von Nordrhein-Westfalen&hellip;.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/abbIII35_Grafik_Monat_04_2015.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/abbIII35_Grafik_Monat_04_2015_th.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Sozialstaat\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIII35_Grafik_Monat_04_2015.pdf\">Sozialpolitik aktuell in Deutschland [PDF]<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch in diesem Monat wieder eine Reihe von neu eingestellten Dokumenten auf dem Gebiet der Sozialpolitik. Siehe <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik aktuell in Deutschland<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Post &ndash; typischer Fall von &bdquo;Job-Wunder&ldquo;<\/strong><br>\nDie Zusteller der Post streiken, Millionen von Briefen und Hunderttausende von Paketen bleiben liegen. Wer sich dar&uuml;ber &auml;rgert, sollte nicht den Fehler machen, &uuml;ber die Zusteller zu schimpfen. Denn sie f&uuml;hren einen exemplarischen Kampf gegen die neuzeitliche Lohndr&uuml;ckerei.<br>\nWorum geht es bei dem Streik? Um ihre Lohnkosten zu senken, besch&auml;ftigt die Deutsche Post etwa 14.000 befristete Zustellerinnen und Zusteller. Schon diese riesige Zahl von Besch&auml;ftigten, die in permanenter Unsicherheit leben m&uuml;ssen, ist ein Skandal. Man erinnere sich an die Postbotin in Wittenberge, die ab 1997 satte 88 Mal hintereinander einen befristeten Vertrag erhielt.<br>\nNun macht die Post den Befristeten ein gro&szlig;herziges Angebot. Sie k&ouml;nnen unbefristete Jobs in einem der neuen 49 Regionalzentren bekommen. &bdquo;Die Post schafft viele neue Jobs&ldquo;, jubelt die Zeitung &bdquo;Die Welt&ldquo;. Kleiner Haken dabei: Dort gilt der Tarifvertrag der Speditions- und Logistikbranche. Und der liegt 20 Prozent niedriger als der Haustarifvertrag der Post. Das Angebot der Post k&ouml;nnen die prek&auml;ren Zusteller allerdings kaum ablehnen. Denn sonst droht ihnen die Arbeitslosigkeit.<br>\nDie Strategie der Post ist in mehrfacher Hinsicht eine Schweinerei. Erstens bricht sie die Vereinbarung mit den Gewerkschaften. Denn sie hatte sich verpflichtet, h&ouml;chstens zehn Prozent aller Zustellbezirke an konzerninterne oder externe Unternehmen zu vergeben. F&uuml;r diesen Schutz vor Billig-Konkurrenz hatten die Post-Besch&auml;ftigten auf Tarifleistungen im Wert von 160 Millionen Euro verzichtet. Diese Vereinbarung gilt bis Jahresende &ndash; die Post k&ouml;nnte sie vorzeitig k&uuml;ndigen, wenn ihre Gesch&auml;fte schlecht liefen.<br>\nDas machen sie aber &ndash; zweitens &ndash; nicht. Denn der Post geht es blendend. Seit sechs Jahren gehen die Gewinne in die H&ouml;he. Im letzten Jahr erwirtschafteten die Besch&auml;ftigten dem Konzern einen um drei Prozent h&ouml;heren &Uuml;berschuss von fast drei Milliarden Euro. Das ist Rekord. Das freut die Aktion&auml;re, deren Dividende um sechs Prozent zulegte. Der Aktienkurs hat sich in den letzten drei Jahren verdoppelt.<br>\nDoch das ist offensichtlich nicht genug: Der Konzern will weltweit Nummer Eins werden. Post-Chef Frank Appel &ndash; Jahreseinkommen 2014: 9,6 Millionen Euro &ndash; will den Gewinn bis zum Jahr 2020 auf f&uuml;nf Milliarden Euro steigern &ndash; das ist ein Plus von acht Prozent jedes Jahr! Na klar, um solche Ziele zu erreichen und die Aktion&auml;re zu erfreuen, quetscht man die Filialisten aus und l&auml;sst die Besch&auml;ftigte bluten.<br>\nDie Bundesregierung sieht das nat&uuml;rlich ganz anders. Immerhin w&uuml;rde in den neuen Billig-T&ouml;chtern der Post &bdquo;Besch&auml;ftigung aufgebaut, und zwar tarifgebundene Besch&auml;ftigung&ldquo;, so Tobias Zech von der CSU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/post-typischer-fall-von-job-wunder.html#more-5242\">Michael Schlecht, MdB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Exakt vom 01.04.2015 Wie Unternehmen den Mindestlohn umgehen<\/strong><br>\nEndlich mehr verdienen! Darauf hofften viele nach Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohnes, auch drei Mitarbeiter eines Callcenters in G&ouml;rlitz. Doch Fehlanzeige &ndash; keiner von ihnen bekommt seit Januar mehr Geld. Dabei h&ouml;rte sich im Dezember noch alles gut an. Kurz vor Weihnachten bekamen alle Callcenter-Mitarbeiter ein Schreiben. Darin informiert der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, dass selbstverst&auml;ndlich ab dem 01. Januar Mindestlohn gezahlt wird.<br>\nDie Berechnung sei ganz simpel: Einfach den Bruttolohn plus Funktionszulage, Provisionen, Verg&uuml;tung f&uuml;r &Uuml;berstunden und Bonus Verf&uuml;gbarkeit durch die Arbeitsstunden teilen. Heraus kommt dann das, was als Mindestlohn anzusehen ist &ndash; laut Arbeitgeber. Doch ganz so einfach ist es wohl nicht. Zum Beispiel bei Udo D&ouml;ring: Er hat im Februar einen Bruttoarbeitslohn von 1.684 Euro erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/exakt\/mindestlohn310.html\">MDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel &uuml;ber die SPD: &bdquo;Hartz l&ouml;st Abstiegs&auml;ngste aus&ldquo;<\/strong><br>\nSPD-Bundesvize Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel verabschiedet ein paar Lebensl&uuml;gen seiner Partei. Und hat Ideen f&uuml;r die Zukunft der Sozialdemokratie. [&hellip;]<br>\nIhre Partei wirkt, als suche sie krampfhaft nach neuen Themen.<br>\nNein. Richtig ist, dass wir uns Gedanken &uuml;ber die Zukunft der Gesellschaft machen. Die SPD wird Themen der arbeitenden Mitte st&auml;rker nach vorne stellen.<br>\nDie arbeitende Mitte, was ist das eigentlich?<br>\nGemeint ist die berufst&auml;tige Sandwichgeneration, die Familie und Beruf unter einen Hut bringen muss. Menschen, die jeden Tag aufstehen, hart arbeiten, aber keine Reicht&uuml;mer nach Hause bringen, egal ob Arbeiter, Angestellte oder Freiberufler und Selbstst&auml;ndige, die Familie haben und immer &ouml;fter ihre Eltern pflegen. [&hellip;]<br>\nHaben die Hartz-Reformen der SPD eher genutzt oder geschadet?<br>\nDie SPD steht f&uuml;r den Anspruch, sozialen Zusammenhalt und Gerechtigkeit zu organisieren. Dieser Anspruch ist durch die Hartz-Reformen zum Teil besch&auml;digt worden. Und zwar durch einen Umstand, der h&auml;ufig &uuml;bersehen wird, den ich aber f&uuml;r den Kern halte. Mit dem Arbeitslosengeld II wurden Menschen, die zwanzig, drei&szlig;ig Jahre lang gearbeitet haben, mit Menschen gleichgestellt, die noch nie gearbeitet haben.<br>\nWer arbeitslos wird, bekommt nach einem Jahr nur noch Hartz IV. Egal, wie lange er davor berufst&auml;tig war.<br>\nDiese Gleichbehandlung hat f&uuml;r viele eine Entwertung ihrer Lebens- und Arbeitsleistung dargestellt. Ich bin davon &uuml;berzeugt: Das wirkt noch nach. Diesen Glaubw&uuml;rdigkeitsverlust bei der sozialen Sicherheit zu reparieren braucht Zeit. Auch wenn der Mindestlohn ein riesiger Schritt dazu ist.<br>\nIn der Mittelschicht nehmen Absturz&auml;ngste zu. Sind die Sozialreformen der Schr&ouml;der-SPD mit verantwortlich?<br>\nErst mal waren wesentliche Teile der Reform richtig, andere nicht. Aber es l&auml;sst sich nicht leugnen: Die Reformen haben auch Abstiegs&auml;ngste ausgel&ouml;st, und Teile der Mittelschicht haben sie als eine Bedrohung ihres sozialen Status wahrgenommen. Daf&uuml;r haben sie mit einigem Recht die SPD verantwortlich gemacht.<br>\nDiese Effekte waren damals von manchen Spitzengenossen ausdr&uuml;cklich gewollt &hellip;<br>\n&hellip; und wir haben aus den Fehlern gelernt. Der Mindestlohn war ja nur die letzte einer Reihe von Ma&szlig;nahmen, die viel korrigiert haben. Vertrauen gewinnt man aber nur auf der langen Linie zur&uuml;ck, deshalb erwarte ich keine kurzfristige Ver&auml;nderung bei den Umfragen.<br>\nWas muss die SPD in der Arbeitsmarktpolitik angehen?<br>\nWir m&uuml;ssen den Menschen Sicherheit geben, damit sie sich unbeschwerter auch auf Ver&auml;nderung einlassen k&ouml;nnen. Angst ist ein schlechter Ratgeber. [&hellip;]<br>\nDer Staat gibt bei der Rente mit 63 viele Milliarden f&uuml;r eine kleine Gruppe aus, die in ihrem Leben sehr gut verdient hat. In Wirklichkeit ist die kommende Altersarmut das Megathema bei der Rente.<br>\nDa haben Sie recht, die Sicherheit im Alter bleibt eine Baustelle. Die Vorstellung, dass man eine Reform macht und dann ist alles gut, ist naiv. Die Grundlage gegen Altersarmut ist aber vor allem gut bezahlte und sichere Arbeit.<br>\nGanze Kohorten der heute 40-J&auml;hrigen k&ouml;nnten in die Grundsicherung fallen, weil sie nicht genug verdienen.<br>\nDie Lohnh&ouml;he ist ein Problem, aber nicht das entscheidende. Wichtiger ist, dass wir in unterbrochene Arbeitsbiografien mehr Stetigkeit bringen. Firmen befristen Arbeitsverh&auml;ltnisse ohne Not oder lagern durch Werkvertr&auml;ge Risiken an die Besch&auml;ftigten aus. Gegen diesen Missbrauch werden wir vorgehen. Und ja, wir h&auml;tten bei der Rente mit 63 lauter sagen m&uuml;ssen: Leute, das ist nur ein Schritt. Es gibt noch mehr Baustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Thorsten-Schaefer-Guembel-ueber-die-SPD\/!157424\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Hartz IV ist schlimm (allerdings fordert Sch&auml;fer-G&uuml;mbel nicht die Wiedereinf&uuml;hrung der Arbeitslosenhilfe), aber die Agenda 2010 war im Wesentlichen richtig, auch wenn sie viele Abstiegs&auml;ngste ausgel&ouml;st hat. Der Mindestlohn (nicht existenzsichernd und mit riesigen L&ouml;chern) soll den Glaubw&uuml;rdigkeitsverlust reparieren, und ansonsten will sich die Partei um die hart arbeitende Mitte k&uuml;mmern (O-Ton Gabriel). An den k&uuml;nftigen und heutigen Armutsrenten sind die Firmen schuld, die Werkvertr&auml;ge ausnutzen, und irgendwie schon auch die niedrigen L&ouml;hne, aber nicht nur. Und nat&uuml;rlich sch&ouml;n am Thema &ldquo;radikale K&uuml;rzung der Renten&rdquo; vorbeilaviert. &ldquo;Von mehr sozialer Sicherheit und Chancengleichheit haben alle etwas. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen uns und den Marktradikalen.&rdquo; &ndash; nach der Definition sind Schr&ouml;der, Clement, M&uuml;ntefering und Gabriel Marktradikale.<br>\nSch&auml;fer-G&uuml;mbel gilt meines Wissens als Parteilinker in der SPD. Wenn die SPD ernsthaft glaubt, mit so einem halbgaren Herumgew&uuml;rge &ndash; 90% weiter auf dem toten neoliberalen Agenda-Pfad, 10% windelweiche Entschuldigungen und Ausreden &ndash; wieder W&auml;hler auf der sozialdemokratischen Seite gewinnen zu k&ouml;nnen, ist sie l&auml;cherlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Weltbank-Prognose: Wachsende Armut und lange Rezession in Russland<\/strong><br>\nSeit Putin an die Macht gelangte, sank in Russland die Armutsquote. F&uuml;r 2015 sagt die Weltbank nun erstmals wieder einen Anstieg voraus. Au&szlig;erdem einen deutlichen R&uuml;ckgang der Wirtschaftsleistung.<br>\nRussland droht nach Einsch&auml;tzung der Weltbank eine langwierige Rezession. Die Konjunkturaussichten h&auml;tten sich wegen der Sanktionen des Westens und des &Ouml;lpreisverfalls deutlich eingetr&uuml;bt, hie&szlig; es in einem am Mittwoch vorgelegten Bericht.<br>\nDarin wird f&uuml;r dieses Jahr ein R&uuml;ckgang der Wirtschaftsleistung um 3,8 Prozent und f&uuml;r 2016 ein Minus von 0,3 Prozent vorausgesagt. Die mittelfristigen Wachstumsperspektiven werden als d&uuml;ster beschrieben. &ldquo;Die haupts&auml;chliche Herausforderung f&uuml;r Russland ist der anhaltende Mangel an Investitionen&rdquo;, erl&auml;uterte Weltbank-Expertin Birgit Hansl.<br>\nAls eine Folge der Wirtschaftskrise d&uuml;rfte die Armutsquote in diesem Jahr auf 14,2 Prozent steigen, von 11,2 Prozent im Jahr 2014, erkl&auml;rte die Weltbank. Rund 20,3 Millionen Menschen &ndash; ein Siebtel der Bev&ouml;lkerung &ndash; hat 2015 demnach weniger als f&uuml;nf Dollar am Tag zur Verf&uuml;gung.<br>\nUnter Putin wuchs die Mittelschicht<br>\nF&uuml;r Pr&auml;sident Wladimir Putin ist das eine Z&auml;sur. Denn in den bisherigen 15 Jahren seiner Amtszeit (als Pr&auml;sident und Ministerpr&auml;sident) ist der Lebensstandard der Russen fast stetig gestiegen. Zwischen 2000 und 2013 fiel die Armutsquote von 30 auf 10 Prozent. Zugleich wurde die immer besser verdienende Mittelschicht gr&ouml;&szlig;er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article139017505\/Wachsende-Armut-und-lange-Rezession-in-Russland.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> An Putin kann man neben der autorit&auml;ren Demokratur auch seine schlechte Wirtschaftspolitik, die nur auf Rohstoffexport setzt und viel zu wenig investiert, scharf kritisieren. Aber schau an: unter Putin ist von 2000 bis 2014 &ldquo;der Lebensstandard der Russen fast stetig gestiegen&rdquo; und &ldquo;die Armutsquote von 30 auf 10 Prozent [gefallen]&rdquo;. Genau die gegenteilige Entwicklung hat in Deutschland stattgefunden, wo der Lebensstandard im selben Zeitraum bestenfalls stagniert hat, bei den &Auml;rmsten gesunken ist, und daf&uuml;r die Armutsquote stetig von 10 auf inzwischen fast 20% gestiegen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Verbietet Fracking in Deutschland!<\/strong><br>\nDas Kabinett hat ein v&ouml;llig vermurkstes Fracking-Gesetz verabschiedet, das der Industrie Hintert&uuml;ren &ouml;ffnet. Wozu? Keiner will Fracking &ndash; und daf&uuml;r gibt es gute Gr&uuml;nde&hellip;<br>\nEin Megagesch&auml;ft f&uuml;r Energiekonzerne. Und ein Riesenproblem f&uuml;r die Umwelt: Die Chemikalien belasten das Grundwasser nachhaltig. Eine erh&ouml;hte Erdbeben-Gefahr kann auch nicht ausgeschlossen werden. Wer m&ouml;chte daf&uuml;r die Verantwortung &uuml;bernehmen?<br>\nBundesumweltministerin Barbara Hendricks nicht. Sie h&auml;lt Fracking wegen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien eigentlich f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssig. Im ARD-Morgenmagazin sagte sie, aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden gebe es aber keine M&ouml;glichkeit, das Verfahren generell zu verbieten. Man k&ouml;nne es nur soweit wie m&ouml;glich einschr&auml;nken. Genau so liest sich nun ihr Gesetzentwurf zum Fracking. Ein einziges Sollte-H&auml;tte-M&uuml;sste-Wei&szlig;-ja-auch-nicht-Aber. Ein v&ouml;llig verungl&uuml;ckter Mix aus den Interessen der Energiekonzerne und den Erfordernissen des Umweltschutzes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/fracking-gesetzesentwurf-gefaehrdet-weiterhin-umwelt-und-gesundheit-schlag-12-2184288.html\">Anna-Beeke Gretemeier im stern<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Entwurf eines Gesetzes zur &Auml;nderung wasser- und naturschutzrechtlicher Vorschriften zur Untersagung und zur Risikominimierung bei den Verfahren der Fracking-Technologie<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bmub.bund.de\/themen\/wasser-abfall-boden\/binnengewaesser\/wasser-binnengewaesser-download\/artikel\/entwurf-eines-gesetzes-zur-aenderung-wasser-und-naturschutzrechtlicher-vorschriften-zur-untersagung-und-zur-risikominimierung-bei-den-verfahren-der-f\/?tx_ttnews[backPid]=3643\">Bundesumweltministerium<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hauptversammlung 2015: Kritische Aktion&auml;re verweigern Daimler die Entlastung<\/strong><br>\nDie Kritischen Daimler-Aktion&auml;re stimmen in ihren Antr&auml;gen gegen die Entlastung wegen der T&auml;uschung beim Kraftstoffverbrauch, den R&uuml;stungsexporten von Mercedes-Milit&auml;rfahrzeugen in menschenrechtsverletzende Staaten und der mangelhaften Aufkl&auml;rung bei der Finanzierung eines Folterzentrums &nbsp;n Brasilien&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kritischeaktionaere.de\/fileadmin\/Dokumente\/Pressemitteilungen_2015\/Pm_KAD_2015-03-30_Daimler_HV.pdf\">Pressemitteilung des Dachverbands der Kritischen Aktion&auml;rinnen und Aktion&auml;re &ndash; Kritische Aktion&auml;rInnen Daimler (KAD) [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Sie kennen die Wahrheit nicht, Herr Diekmann&rdquo; &ndash; der Wut-Brief des Ober-Kriminalers an den Bild-Chef<\/strong><br>\nIch gebe Ihnen die einmalige Gelegenheit, zu verstehen, wie ein erfahrener Ermittler das sieht, was Sie zu sehen glauben, lieber Herr Diekmann. Und ich betone, dass sich alles, was ich schreibe, tats&auml;chlich nur auf das bezieht, was man den Medien entnehmen kann!<br>\nDer Ermittler sieht eine unfassbare Trag&ouml;die. Eine Trag&ouml;die, die vielleicht, aber auch nur vielleicht, ein Verbrechen sein k&ouml;nnte. Konjunktiv eins!<br>\nEr h&ouml;rt von m&ouml;glichen Abl&auml;ufen, dargestellt aus berufenem Munde, die noch immer unheimlich viele Fragen offen lassen, und denkt sich: Wenn das so gewesen w&auml;re, w&auml;re das entsetzlich. Konjunktiv zwei!<br>\nEr nimmt wahr, dass eine Person im Raum steht, die m&ouml;glicherweise allein f&uuml;r diese Trag&ouml;die verantwortlich ist. Er ist fassungslos und denkt sich: Bitte, lass das nicht wahr sein! Ist froh, dass noch zu viele Fragezeichen bleiben, um mit Sicherheit davon auszugehen. Und denkt sich: Okay, es k&ouml;nnte immer noch anders gewesen sein. Konjunktiv drei!<br>\nSo sehen Profis das, Herr Diekmann. Im Konjunktiv. Im dreifachen! Mindestens! So lange, bis Fakten auf dem Tisch liegen, die keine andere Wahrnehmung, keine andere M&ouml;glichkeit mehr m&ouml;glich machen. Dieselben Profis, die auf Ihre Titelseite schauen, dort die Abbildung eines &bdquo;Amok-Piloten&ldquo; sehen, der mit vollem Namen genannt ist, und sich einfach nur fragen: Haben die sie noch alle!?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/04\/01\/sie-kennen-die-wahrheit-nicht-herr-diekmann-der-wut-brief-des-ober-kriminalers-an-den-bild-chef\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Andy Neumann, Vorsitzender Bund Deutscher Kriminalbeamter. Verband Bundeskriminalamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Selektive Trauer<\/strong><br>\n&hellip;wenn Politiker vorgeben, zu trauern, in Gedanken und mit Gebeten bei den Opfern und ihren Angeh&ouml;rigen zu sein. Ihre Trauer ist selektiv und schl&auml;gt schnell in Rage um, wenn Trauer nicht in ihr politisches Konzept passt. Ihre &ouml;ffentliche Trauer ist nicht mehr und nicht weniger als ein Sympathiek&ouml;der, ein Selbstdarstellungsakt f&uuml;r die Medien, ein Kalk&uuml;l, im besten Fall ein Ritual, ein rhetorisches Zeremoniell. Sie dient einzig und allein der Ausbeutung der allgemeinen Ersch&uuml;tterung f&uuml;r wahlarithmetische Zwecke. Der so genannte Mann oder auch die Frau von der Stra&szlig;e, die nicht um Stimmen buhlen m&uuml;ssen, sind der Wahrheit wohl n&auml;her, wenn sie auf die Frage, was ihnen nach einer Katastrophe als erstes durch den Kopf gegangen sei, antworten: &ldquo;Was ein Gl&uuml;ck, dass ich nicht dabei war.&rdquo;<br>\nKaum hatten die Nachrichtenagenturen den Absturz der Germanwings-Maschine auf dem Flug von Barcelona nach D&uuml;sseldorf gemeldet, lie&szlig;en die Staatsoberh&auml;upter oder Regierungschefs von Spanien, Frankreich und Deutschland wissen, dass sie nicht nur trauerten, sondern sich zudem mit prominenter Entourage an den Ort des Geschehens begeben w&uuml;rden&hellip;.<br>\n Eins freilich ist inmitten dieser widerw&auml;rtigen Heuchelei doch tr&ouml;stlich: Die so genannten &ldquo;einfachen Menschen&rdquo; durchschauen das Spektakel. Sie nehmen den Politikern ihre demonstrative Trauer ebenso wenig ab wie ihre Versprechen und ihre Erfolgsberichte. Sie wissen n&auml;mlich, was Trauer wirklich bedeutet. Sie erleiden sie, wenn der Lebenspartner stirbt oder das eigene Kind an Krebs erkrankt. &ldquo;Das Gedenken ist vor allem auch eine private Sache&rdquo;, sagte die B&uuml;rgermeisterin von Montabaur, dem Wohnort des Todespiloten. Sie wollte nicht vor die Fernsehkameras treten. Sie hat als einzige unter den Politikern angemessen reagiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/209\/selektive-trauer-2814.html\">Thomas Rothschild in der Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Springen, wenn die Bahn ruft:<\/strong> Der Lokalchef der &ldquo;Stuttgarter Nachrichten&rdquo; wird neuer Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart 21. &ldquo;Schamlos&rdquo; nennen Kritiker den Abgang von J&ouml;rg Hamann zur Deutschen Bahn.&nbsp; &ldquo;Ganz normal&rdquo; findet ihn die Chefetage des Blattes. Der 52-J&auml;hrige ist ein gl&uuml;hender Verfechter des Tiefbahnhofs &ndash; und ein Beispiel&nbsp; f&uuml;r den Verfall journalistischer Moral.<\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ich bin die Ratte&rdquo;:<\/strong> Wer die Berichterstattung &uuml;ber die Germanwings-Katastrophe verfolgt hat, wird bemerkt haben, unter welchem Druck Journalisten und Redaktionen standen. Dass aus Fehlern gelernt wird, ist kaum zu erwarten, sagt der Medienjournalist Hans Hoff, und gibt den Journalismus auf.<\/li>\n<li><strong>&ldquo;Es gibt ein Leben mit und nach Stuttgart 21&rdquo;:<\/strong> Seit 20 Jahren ist Winfried Hermann Gegner des Tiefbahnhofs. Dennoch muss er als Verkehrsminister das umstrittene Milliardenprojekt nicht nur begleiten, sondern auch noch, wie gerade auf den Fildern, Verbesserungen aushandeln. Daf&uuml;r hagelte es Kritik, aber auch Anerkennung. Sogar von seinen Gegnern.<\/li>\n<li><strong>Domina Vobiscum:<\/strong> Unser Wetterer Peter Grohmann wei&szlig;: Der Weg &uuml;bers Wasser fiel nur dem Fl&uuml;chtling Jesus leicht. &Uuml;ber Angela Merkel als Domina Vobiscum, Begr&uuml;&szlig;ungsgeld an der Wahlurne und den Franzosen, der verst&auml;rkt nach rechts au&szlig;en f&auml;hrt.<\/li>\n<li><strong>Besser wohnen in Wien:<\/strong> Die Stadt Wien macht vor, was in Stuttgart nicht klappt. Als erste europ&auml;ische Metropole wird die &ouml;sterreichische Hauptstadt&nbsp; selber Wohnungen errichten. Das hat der Gemeinderat vergangene Woche einstimmig beschlossen. Eine Mietpreisbremse alleine reicht eben nicht.<\/li>\n<li><strong>Hassattacken auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte:<\/strong> K&uuml;rzlich wurde eine geplante Unterkunft f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge im s&uuml;dbadischen Malterdingen unter Wasser gesetzt. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund gilt als wahrscheinlich. Wie rechtsextreme Organisationen steigende Fl&uuml;chtlingszahlen f&uuml;r ihre Progaganda nutzen.<\/li>\n<li><strong>Es kommt ein Zug von irgendwo:<\/strong> Vollmundig hat die Deutsche Bahn die gr&ouml;&szlig;te Kundenoffensive in ihrer Geschichte angek&uuml;ndigt. Das wird viele wundern, die auf schnellere und bessere Z&uuml;ge warten. Bis 2030 vielleicht.<\/li>\n<li><strong>Darf&rsquo;s ein bisschen mehr sein:<\/strong> 5,5 Millionen Euro hat der Stuttgarter Gemeinderat Ende 2013 f&uuml;r die Sanierung der Wagenhalle bewilligt. Nun sind die Kosten angeblich auf 30 Millionen Euro gestiegen. Dabei existiert bisher nur eine &ldquo;Grobkostenprognose&rdquo;. Es gibt noch viele Fragen zu kl&auml;ren.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf <a href=\"http:\/\/kontextwochenzeitung.de\">kontextwochenzeitung.de<\/a> und samstags als Beilage zur taz.<\/strong><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Pal&auml;stina tritt Welt-Strafgerichtshof bei &ndash; Verfahren gegen Israel geplant<\/strong><br>\nDie Pal&auml;stinensergebiete sind am Mittwoch formell als 123. Vollmitglied dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) beigetreten&hellip;<br>\nAb sofort k&ouml;nnen die Pal&auml;stinenser nun dem Gerichtshof in den Haag F&auml;lle vorlegen, in denen auf ihrem Territorium Verst&ouml;&szlig;e gegen das V&ouml;lkerstrafrecht begangen wurden. Ihre Absicht ist es, Verfahren gegen Verantwortliche in Israel in Gang zu setzen.<br>\nDabei geht es gegenw&auml;rtig vor allem um den Gaza-Krieg im vergangenen Sommer, aber auch um die Folgen der seit 1967 andauernden Besiedlung des besetzten Westjordanlands durch Israel. Ermittlungen k&ouml;nnten sich nun aber auch gegen extremistische Pal&auml;stinenser richten, die israelische Zivilisten mit Raketen beschie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!157459\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Im Blick der &Ouml;ffentlichkeit: Friedens-und R&uuml;stungspolitik<\/strong><br>\nAngesichts weltweiter Krisenherde, deutscher Waffenexporte in Spannungsgebiete wurde die Debatte zur R&uuml;stungsproduktion versus R&uuml;stungskonversion, zu Frieden und Abr&uuml;stung neu belebt.<br>\nLaut Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI liegt Deutschland nach den USA und Russland unver&auml;ndert auf Platz drei der Weltrangliste der R&uuml;stungsexporteure. Im vergangenen Jahr haben deutsche Konzerne R&uuml;stungsg&uuml;ter im Wert von 5,8 Milliarden Euro exportiert, so die offiziellen Daten des &bdquo;R&uuml;stungsexport-bericht 2013&ldquo; der Bundesregierung. Eine Steigerung um 24 Prozent bzw. von 1,14 Milliarden Euro gegen&uuml;ber 2012 &ndash; ein prosperieren der Gesch&auml;ftsbereich. 62 Prozent der Exporte gingen in L&auml;nder au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union und der NATO, deutlich mehr als im Jahr zuvor. Unter den gr&ouml;&szlig;ten Empf&auml;ngerl&auml;ndern von R&uuml;stungsg&uuml;tern waren allein drei aus dem arabischen Raum &ndash; Algerien, Saudi-Arabien und Katar &ndash;, die nicht nur als Spannungsgebiete gelten, sondern auch als L&auml;nder mit massiven Menschenrechtsverletzungen.<br>\nNach Angaben der R&uuml;stungsindustrie wird in der Branchej&auml;hrlich ein Umsatz von 16 Milliarden Euro erwirtschaftet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www2.alternative-wirtschaftspolitik.de\/uploads\/m1015.pdf\">Reinhard Schwitzer auf Alternative Wirtschaftspolitik [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Osterm&auml;rsche und -aktionen 2015<\/strong><br>\n&ldquo;Die K&auml;mpfe in der Ukraine zeigen: Krieg als Mittel der Machtpolitik hat in Europa noch immer nicht ausgedient. Viele Tausende mussten und m&uuml;ssen sterben, weil nationalistische Kr&auml;fte auf beiden Seiten nur in den Kategorien von Sieg und Niederlage denken. Externe M&auml;chte st&auml;rken ihnen den R&uuml;cken, k&auml;mpfen um ihren eigenen Einfluss auf die Ukraine, ein Land, dessen Bewohner bereits im 2. Weltkrieg zu jenen geh&ouml;rten, die am meisten leiden mussten. (&hellip;) Mit Demonstrationen, Kundgebungen, Fahrradtouren, Wanderungen und Friedensfesten stellen sich die Friedensgruppen der R&uuml;stungs- und Interventionspolitik der Gro&szlig;en Koalition mit immer mehr Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr entgegen&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ostermarsch.friedenskooperative.de\/?q=node\/71\">Aufruf auf der Ostermarsch-Infoseite des Netzwerks Friedenskooperativ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bilder, die den Wahnsinn zeigen<\/strong><br>\nDie aktuelle Folge der &ldquo;Anstalt&rdquo; besch&auml;ftigt sich mit den verheerenden Folgen der Troika-Diktate f&uuml;r Griechenland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/tv-kritik\/tv-kritik---die-anstalt--bilder--die-den-wahnsinn-zeigen,1473344,30262222.html\">FR-Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25619","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25619","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25619"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25619\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25623,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25619\/revisions\/25623"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25619"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25619"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25619"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}