{"id":2562,"date":"2007-08-17T09:47:00","date_gmt":"2007-08-17T07:47:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2562"},"modified":"2007-08-17T09:47:00","modified_gmt":"2007-08-17T07:47:00","slug":"hinweise-des-tages-462","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2562","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Bund stellt Gleichbehandlungsgesetz infrage<\/strong><br>\nDas vor einem Jahr in Kraft getretene Gleichbehandlungsgesetz sei eine erhebliche Belastung f&uuml;r Unternehmen, sagt Wirtschafts-Staatssekret&auml;r Schauerte. M&ouml;glicherweise m&uuml;sse es ge&auml;ndert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/arbeitundberuf\/712490.html\">Netzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/Presse\/Pressemeldungen\/Pressemeldungen\/Aktuelle_INSM-Studie_zum_Antidiskriminierungsgesetz__Unternehmen_werden_mit_1_73_Mrd._Euro_belastet.html;jsessionid=89DA4B5CA6C0C504C13D6FEC5CFCFA37\">INSM pfeift<\/a> und die Bundesregierung macht &bdquo;M&auml;nnchen&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>FAZ: Hartz IV steht f&uuml;r den gro&szlig;en Ausbau des deutschen Sozialstaats<\/strong><br>\n&ldquo;Es ist eine Ironie der Geschichte, dass sein Auftraggeber, Freund und Sch&ouml;pfer der Reformagenda 2010, Altkanzler Schr&ouml;der, unter falschen Vorzeichen abgew&auml;hlt worden ist. Denn es gibt keinen sozialen Kahlschlag. Vielmehr steht Hartz IV f&uuml;r den gro&szlig;en Ausbau des deutschen Sozialstaats.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc~E903C36A60B524A7D80E90CB92885839E~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> War nat&uuml;rlich irgendwie zu erwarten, dass die FAZ die &lsquo;ollen&rsquo; Kamellen bis hin zum Missbrauch durchdekliniert. Das Blatt betreibt in diesen Fragen pure Ideologie. Aber selbst die Financial Times, bestimmt kein linkes Blatt, zitiert in diesem Fall Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, der darauf hinweist, dass eine wesentliche Ursache f&uuml;r die Zusatzkosten darin best&uuml;nde, dass der Staat mit der so genannten aufstockenden Hilfe f&uuml;r Vollzeitbesch&auml;ftigte Unternehmen subventioniere, die Niedrigl&ouml;hne zahlen. Wer von seinem Arbeitgeber, obwohl er Vollzeit arbeitet, weniger bekommt, als ihm nach Hartz IV zusteht, erh&auml;lt die Differenz vom Staat ausgeglichen. Derzeit beziehen laut Alt rund eine halbe Million Vollzeitbesch&auml;ftigte solche Leistungen. Dazu k&auml;men rund 70.000 gering verdienende Selbst&auml;ndige. Damit hat Herr Alt nichts anderes gesagt als das WSI. Das sei die Folge einer &ldquo;politisch gewollten und gef&ouml;rderten Ausweitung des Niedriglohnsektors.&rdquo;<br>\nDies alles k&ouml;nnte die FAZ auch recherchieren bis hin zum Anstieg der Zahl der Langzeitarbeitslosen, aber sie will es nicht. Sie erz&auml;hlt lieber das M&auml;rchen vom Milliarden kostenden &ldquo;gro&szlig;en Ausbau des deutschen Sozialstaat&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Wer die Argumente der FAZ nochmals im Detail widerlegt haben m&ouml;chte, der lese:<\/em><\/p>\n<p><strong>&bdquo;Der Kommunismus siegt: Hartz IV ist das glatte Gegenteil dessen geworden, was es sein sollte: Ausbau statt Abbau des Sozialstaats.&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"?p=1668\">NachDenkSeiten<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Neues aus dem Casino:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Vorw&uuml;rfe gegen Rating-Agenturen<\/strong><br>\nKritiker monieren bereits seit geraumer Zeit das Gesch&auml;ftsgebaren von Rating-Agenturen wie Standard &amp; Poor&rsquo;s, Moody&rsquo;s oder Fitch. Ihnen werden grundlegende Interessenkonflikte vorgeworfen, weil sie von den Unternehmen bezahlt werden, deren Bonit&auml;t sie &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/.bin\/_print.php\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/678658.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Fehler der Ratingagenturen<\/strong><br>\nDie Subprime-Krise wirft ein schlechtes Licht auf die Bonit&auml;tsw&auml;chter. Und es ist nicht das erste Mal, dass die Agenturen falsch lagen. FTD Online gibt einen &Uuml;berblick &uuml;ber Krisen, peinliche Fehleinsch&auml;tzungen und sp&auml;te Korrekturen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/237893.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Es gibt gute Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Panik<\/strong><br>\nDie Finanzm&auml;rkte sind in Aufruhr. Die US-Notenbank Fed pumpte erneut 17 Mrd. $ in den Markt, lehnte aber eine Notfallzinssenkung ab. Experten bef&uuml;rchten inzwischen Auswirkungen auf die weltweiten Wachstumsaussichten. Die Ratingagentur Moody&rsquo;s warnte vor dem Kollaps eines gro&szlig;en Hedge-Fonds.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/marktberichte\/239993.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Ratingagentur Moody&rsquo;s h&auml;tte uns generell vor Hedge-Fonds warnen sollen, welche eine solche volkswirtschaftliche Dimension haben. Jetzt, wo jeder Zeitungsleser die Risiken sehen kann, meldet sich  Moody&rsquo;s.<br>\nMan darf gar nicht daran denken, dass die EZB 2005 beschlossen hat, Staatsanleihen durch Standard &amp; Poor&rsquo;s (S&amp;P), Moody&rsquo;s und Fitch Ratings bewerten zu lassen. Ein paar Dutzend private Wald- und Wiesenanalysten beurteilen die Haushaltspolitik gew&auml;hlter europ&auml;ischer Regierungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Egon W. Kreutzer, Das Beben der M&auml;rkte<\/strong><br>\nDie weltweite Arbeitsteilung, die &uuml;ber Jahrzehnte so gestaltet war, dass die USA sich darauf beschr&auml;nken konnten, Abschreckung zu produzieren, Kriege zu f&uuml;hren und Dollars zu drucken, w&auml;hrend der Rest der Welt daf&uuml;r bezahlte, hat einen Knacks bekommen. Ja, diese Darstellung ist &uuml;bertrieben, aber sie ist nicht falsch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.egon-w-kreutzer.de\/Meinung\/0PAD33.html\">Paukenschlag am Donnerstag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Prognosen in dem Beitrag sind zwar etwas spekulativ, sie liegen aber wohl in der Tendenz nicht falsch.<\/em> <\/p>\n<p><em>Siehe z.B.:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Subprime-Krise f&uuml;hrt zu Ausverkauf<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/marktberichte\/:Subprime%20Krise%20Ausverkauf\/239492.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Elterngeld<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Das Elterngeld boomt<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, wurden im ersten Quartal etwa 60 000 Antr&auml;ge genehmigt, im zweiten Quartal 140 000. In der weit &uuml;berwiegenden Zahl der F&auml;lle wurde das Elterngeld M&uuml;ttern zugesprochen. Nur 17 000 V&auml;ter h&auml;tten Elterngeld beantragt und erhalten, ein Anteil von 8,5 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/recht\/familien_aid_69854.html\">Focus Online<\/a><\/li>\n<p><em>Dagegen allerdings &hellip;<\/em><\/p>\n<li><strong>Das Elterngeld ist asozial<\/strong><br>\nZur Erinnerung: Das Erziehungsgeld bezogen Eltern f&uuml;r zwei Jahre nach der Geburt des Kindes und betrug unabh&auml;ngig vom Einkommen 300 Euro monatlich, in summa also 7.200 Euro.<br>\nAber: Wenn 42 Prozent aller M&uuml;tter das Mindestelterngeld von nur 300 Euro monatlich f&uuml;r 12 Monate beziehen, dann bedeutet dies, dass beim &Uuml;bergang vom Erziehungsgeld zum Elterngeld 42 Prozent der M&uuml;tter die Unterst&uuml;tzung &ndash; klar ersichtlich und als direkte Folgerung aus diesem Text &ndash; einfach so um glatte 50 Prozent gek&uuml;rzt wurde.<br>\nMit dem Elterngeld hat der Staat die F&ouml;rderung der Erziehungsleistungen von Eltern in den ersten Lebensmonaten ihrer Kinder offenbar kaum aufgestockt und dabei das, was er Reichen zus&auml;tzlich hat zukommen lassen, zuvor den Armen schlicht weggenommen.<br>\nGut der H&auml;lfte der Eltern wurden die Erziehungsleistungen um die H&auml;lfte (!) gek&uuml;rzt, w&auml;hrend die andere H&auml;lfte von einer maximal wesentlich h&ouml;heren Lohnersatzleistung profitiert, obwohl sie von vornherein weder bessere Menschen noch bessere Eltern w&auml;ren oder bessere Kinder zur Welt gebracht h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/so-zi-al.myblog.de\/so-zi-al\/art\/187637696\/Elterngeld_ist_asozial_\">Blog so-zi-al<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ich konnte die Berechnungen nicht im Einzelnen &uuml;berpr&uuml;fen, denke aber, dass sie in der Tendenz richtig liegen. Schon vor Einf&uuml;hrung des Elterngeldes hat Helga Spindler in den NachDenkSeiten darauf hingewiesen: &bdquo;Es gibt also vor allem mittlere Einkommensbezieher, die von der Neuregelung merkbar profitieren k&ouml;nnen. Und wegen des Wegfalls der bisherigen sehr niedrigen Einkommensobergrenzen profitieren nebenbei auch noch Niedrigverdienerinnen und Hausfrauen mit ab 3.600 Euro aufw&auml;rts, die mit einem Partner zusammenleben, der &uuml;ber 30.000 Euro im Jahr verdient, w&auml;hrend die mit dem Partner, der unter 16.500 Euro verdient, eben diesen Betrag verlieren.&ldquo;<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"?p=1907\">NachDenkSeiten<\/a><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Durchschnittliche Verg&uuml;tung f&uuml;r die Chefs der 30 gr&ouml;&szlig;ten DAX &ndash; Unternehmen ist von 3,9 auf 5,1 Millionen Euro gestiegen<\/strong><br>\nDurchschnittlich zwei Millionen Euro erhielten 2006 die Vorstandschefs der mittelgro&szlig;en Unternehmen, die im M-DAX notiert sind. Das zeigt die aktuelle Auswertung der Gesch&auml;ftsberichte der DAX- und M-DAX-Unternehmen, die Dr. Matthias M&uuml;ller, Experte f&uuml;r Corporate Governance in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, vorlegt. Auf den Platz des Spitzenverdieners unter den DAX-Vorstandsvorsitzenden ist nunmehr Harry Roels vorger&uuml;ckt. Der Chef der RWE AG erhielt rund 16,6 Millionen Euro (Vorjahr: 11,8 Millionen). Die bisher mit 11,9 Millionen Euro f&uuml;hrende Deutsche Bank AG liegt nun mit 13,2 Millionen Euro auf Platz zwei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_2007_08_16_tabelle.pdf\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 72 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Rudolf Dre&szlig;ler: &ldquo;Gro&szlig;e Spr&uuml;che, gro&szlig;e S&auml;tze&rdquo;<\/strong><br>\nDie Arbeitsmarktreformen sind nach Einsch&auml;tzung des SPD-Politikers Rudolf Dre&szlig;ler gescheitert. F&uuml;nf Jahre nach ihrer Einf&uuml;hrung sei die Bilanz erschreckend, sagte Dre&szlig;ler. Der von der damaligen Bundesregierung angek&uuml;ndigte Durchbruch auf dem Arbeitsmarkt sei ausgeblieben. Zudem kritisierte der SPD-Politiker, dass die Koalition nichts tue, um die Armut besonders bei den Kindern von Hartz-IV-Empf&auml;ngern zu bek&auml;mpfen. Die SPD hat mit den Gr&uuml;nen zusammen einen kapitalen Irrtum hingelegt und sie ist nicht offensichtlich bereit, diesen Irrtum in einer Gro&szlig;en Koalition auf die Tagesordnung zu setzen und die Irrt&uuml;mer, die sie eingef&uuml;hrt hat, zu korrigieren.<br>\n&bdquo;Wenn ich mir vergegenw&auml;rtige, dass der Sozialminister jetzt eine Hartz-IV-Anpassung an die Einf&uuml;hrung von Mindestl&ouml;hnen per Gesetz gekn&uuml;pft hat, wissend, dass die CDU\/CSU strikt dagegen ist, dann ist das ja kein identit&auml;tstiftendes Ziel. Jeder wei&szlig;, dass er nur Punkte machen will f&uuml;r Landtagswahlk&auml;mpfe, aber keinen Erfolg haben wird. Anstatt sich nun einer Erh&ouml;hung in dieser Hinsicht zu widmen, verkn&uuml;pft er es mit einer nicht einl&ouml;sbaren Forderung, wissend, dass damit seine eigene Forderung obsolet ist. Das ist auch nicht glaubw&uuml;rdig.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/658783\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Tatvorwurf: Forschung<\/strong><br>\nWissenschaftler wehren sich in einem offenen Brief gegen die Verhaftung des Berliner Soziologen Andrej H.. Sie sehen sich dem Generalverdacht ausgesetzt, Terroristen zu sein.<br>\nEntsetzen ist wohl das richtige Wort, um die Reaktion zu beschreiben, die die Verhaftung von Anfrej H. in der wissenschaftlichen Gemeinschaft ausgel&ouml;st hat. Der Berliner Soziologe wurde am 1. August unter dem Verdacht inhaftiert, Mitglied und Vordenker der &bdquo;Militanten Gruppe &ndash; MG&ldquo; zu sein. Gegen die ermittelt die Bundesanwaltschaft, weil sie die MG f&uuml;r eine terroristische Vereinigung nach Paragraf 129a des Strafgesetzbuches h&auml;lt.<br>\nJetzt haben 61 Wissenschaftler, darunter viele namhafte wie Wilhelm Heitmeyer oder Bruno Flierl, einen offenen Brief an Generalbundesanw&auml;ltin Monika Harms geschrieben: &bdquo;Die Art von Gewaltbef&uuml;rwortung und &ndash;aus&uuml;bung, wie sie von der &sbquo;militanten gruppe&rsquo; praktiziert wird, lehnen wir strikt ab. Zugleich verwahren wir uns aber entschieden gegen die Konstruktion der intellektuellen T&auml;terschaft, wie sie von der Bundesanwaltschaft vorgenommen wird.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2007\/33\/mg-offener-brief\">Die Zeit<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/zeus.zeit.de\/online\/2007\/33\/offener-brief-andrej-h.pdf\">Offener Brief [PDF &ndash; 112 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.freeandrej.net.ms\/\">Unterst&uuml;tzung des Protestschreibens<\/a><\/li>\n<li><strong>Nochmals: Beste deutsche Uni auf Weltrang 53<\/strong><br>\nLesen Sie eine wundersch&ouml;ne  kritische Glosse zu einem Spiegel Online-Bericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.reaktanz.de\/blog\/pivot\/entry.php?id=21\">reaktanz.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Medienwissenschaftler Lutz Hachmeister: &raquo;Der Kritiker ist nicht mehr attraktiv&laquo;<\/strong><br>\n&ldquo;In der Tat ist die Rolle des Gesellschaftskritikers nicht mehr attraktiv. Der Verlust an Utopien hat auch damit zu tun, dass man in dieser Gesellschaft als Journalist durchaus bequem leben kann. Die f&uuml;hrenden Journalisten geh&ouml;ren zur Upper Class und haben sich mit den Zust&auml;nden arrangiert. Politische Gegens&auml;tze sind im Mainstream der b&uuml;rgerlichen Presse aufgegangen.<br>\nEs gibt in der Publizistik einen graduellen Drift nach rechts bis in den b&uuml;rgerlichen Liberalismus hinein. Das ist sehr weit entfernt von dem urspr&uuml;nglichen liberalen Projekt, das unter Willy Brandt und Walter Scheel begr&uuml;ndet wurde und sehr stark mit dem linksliberalen Fl&uuml;gel der FDP zusammenhing, der auch nicht mehr existiert. Die Frankfurter Rundschau hat schon in den achtziger Jahren ihre Rolle im linksliberalen Spektrum verloren. Einstige Unterst&uuml;tzer der sozialliberalen Koalition wie Der Spiegel feierten Helmut Kohl sp&auml;ter als brillanten Kanzler.<br>\nZudem gibt es eine starke Bewegung in kultureller, gesellschaftlicher und politischer Hinsicht gegen die 68er-Generation. Der dritte Faktor ist die generelle &Ouml;konomisierung des Journalismus, die den Chefredakteur zu einem journalistischen Manager macht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2007\/33\/10456.php?print=1\">jungle-world<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2562","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2562"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2562\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}