{"id":25664,"date":"2015-04-09T08:42:40","date_gmt":"2015-04-09T06:42:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664"},"modified":"2015-04-09T08:42:40","modified_gmt":"2015-04-09T06:42:40","slug":"hinweise-des-tages-2349","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h02\">Jan Fleischhauer Der schwarze Kanal &ndash; Gro&szlig;er Satan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h03\">&ldquo;Auch andere Regierungschefs treffen sich mit Putin&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h04\">Die Steigb&uuml;gelhalter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h05\">Der anti-Staat des David Cameron<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h06\">Schwarz-rote Rentenpolitik: Rente mit 63 vertreibt &Auml;ltere vom Arbeitsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h07\">Freut euch doch endlich! Deutschland erlebt ein Wunder am Arbeitsmarkt. Wieso trauen wir ihm nicht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h08\">&ldquo;Die Politik hat die verfassungsrechtliche Anst&ouml;&szlig;igkeit von CETA und TTIP bisher ausgeblendet&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h09\">Der Fall Middelhoff &ndash; Brutale F&uuml;rsorge <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h10\">Jan van Aken : &raquo;Europa k&ouml;nnte eine Friedensmacht sein&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h11\">&bdquo;Das Unwort erkl&auml;rt die Untat&ldquo; &ndash; Die Berichterstattung &uuml;ber die NSU-Morde &ndash; eine Medienkritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h12\">NSU-Aufkl&auml;rung: Vom Korpsgeist gel&auml;hmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h13\">Mitschnitt von der Litcologne: Jean Ziegler liest aus &bdquo;&Auml;ndere die Welt!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h14\">Was ist Putin?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h15\">Jemen: &bdquo;Es geht um keinen Gottesstaat!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h16\">Libyen &ndash; der zweite B&uuml;rgerkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664#h17\">Das Allerletzte: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft missbraucht Willy Brandt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25664&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Griechenland: Demontage der Demokratie<\/strong><br>\nDie Moskau-Reise von Alexis Tsipras zwingt zum Offenbarungseid. Selten haben EU-Politiker so klar gesagt, dass Athen zu Gehorsam statt Souver&auml;nit&auml;t verpflichtet ist&hellip;.<br>\nAntidemokratische Intervention w&auml;re der passendere Begriff. Denn was etwa EU-Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz vorbringt: Es sei &bdquo;nicht akzeptabel&ldquo;, wenn Tsipras darauf spekuliere, dass als Gegenleistung f&uuml;r russische Hilfe &bdquo;die einheitliche Haltung Europas etwa in der Russland-Politik aufs Spiel gesetzt wird&ldquo;, ist nicht Ausdruck eines Sturms der Gef&uuml;hle. Es ist die Demontage von europ&auml;ischem Verfassungsrecht. Dieselben Politiker, die immerzu t&ouml;nen, Griechenland m&uuml;sse nun einmal die Vertr&auml;ge erf&uuml;llen, die es eingegangen sei, machen diesem Staat das jedem EU-Mitglied verb&uuml;rgte Recht streitig, in den Gremien der Europ&auml;ischen Union seinen eigenen Standpunkt zu vertreten.<br>\nTats&auml;chlich lehnt die neue griechische Regierung die Sanktionspolitik der EU gegen Russland ab&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/michael-jaeger\/demontage-der-demokratie\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein Preis f&uuml;r Leid und Zerst&ouml;rung <\/strong>\n<ul>\n<li>Griechenlands neue Regierung beziffert Deutschlands Schuld aus dem Zweiten Weltkrieg: 278,7 Milliarden Euro fordert das Land als Entsch&auml;digung f&uuml;r Verbrechen w&auml;hrend des Nationalsozialismus.<\/li>\n<li>Die Summe f&auml;llt h&ouml;her aus als bisherige Forderungen.<\/li>\n<li>Die Bundesregierung h&auml;lt das Thema seit 1960 f&uuml;r erledigt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die deutsche Regierung h&auml;lt die ganze Sache l&auml;ngst f&uuml;r erledigt. Im Londoner Schuldenabkommen 1953 wurde beschlossen, dass die Frage nach Entsch&auml;digungen nach einer Wiedervereinigung endg&uuml;ltig geregelt wird. Aber schon 1960 schloss Deutschland ein Abkommen mit Griechenland und zahlte 115 Millionen Mark. Nach der Wiedervereinigung kam es dann aber gar nicht zu einem Friedensvertrag, sondern zum Zwei-plus-Vier-Vertrag &ndash; exklusive Reparationszahlungen. Das nutzte Berlin f&uuml;r die Argumentation, Forderungen seien rechtlich und politisch erledigt. Deutschland ist also bislang sehr g&uuml;nstig davon&nbsp;gekommen&hellip;<br>\nSolche Ma&szlig;nahmen gelten nach einen Urteil des h&ouml;chsten Griechischen Gerichtshof aus dem Jahre 2000 als m&ouml;glich. Das Gericht legte fest, dass es zul&auml;ssig sei, deutsches Eigentum zu pf&auml;nden, um die Hinterbliebenen des Massakers von Distomo zu entsch&auml;digen. 1944 hatte die Wehrmacht dort 218 Griechen&nbsp;ermordet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/griechische-forderung-an-deutschland-ein-preis-fuer-leid-und-zerstoerung-1.2424219\">Markus C. Schulte von Drach in der SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Geschlossen unter deutscher F&uuml;hrung<\/strong><br>\nVor dem heutigen Moskau-Besuch des griechischen Ministerpr&auml;sidenten Alexis Tsipras setzt Berlin Athen heftig unter Druck. Es sei &ldquo;nicht akzeptabel&rdquo;, wenn Griechenland im Gegenzug gegen etwaige russische Finanzhilfen von der deutsch gepr&auml;gten Sanktionspolitik der EU gegen Russland abweiche, warnt der Pr&auml;sident des Europaparlaments, Martin Schulz. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;ern sich weitere Funktionstr&auml;ger des Bundestages sowie der EU-Kommission. Athen hat in den vergangenen Monaten keinen Zweifel daran gelassen, dass es die Boykottma&szlig;nahmen gegen Moskau f&uuml;r &ldquo;unsinnig&rdquo; h&auml;lt und bereit ist, bei Bedarf offen gegen sie zu opponieren. Beobachter weisen darauf hin, dass k&uuml;rzlich Zypern in &auml;hnlicher Situation Russland als Gegenleistung f&uuml;r Finanzhilfen ein Milit&auml;rabkommen gew&auml;hrt hat, das deutschen Pl&auml;nen diametral zuwiderl&auml;uft. In Berlin gilt dies auch deshalb als misslich, weil die EU, wie Parlamentspr&auml;sident Schulz erkl&auml;rt, nur bei au&szlig;enpolitischer Geschlossenheit zur &ldquo;Weltmacht&rdquo; unter deutscher F&uuml;hrung werden kann. Die &ouml;konomisch wegbrechenden R&auml;nder der EU drohen Berlin und Br&uuml;ssel, die ihre Interessen ignorieren, in h&ouml;chster Not diese Geschlossenheit zu verweigern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59086\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Im Nachhinein erfahren wir, dass finanzielle Hilfe f&uuml;r Griechenland aus Russland bei diesem Treffen nicht diskutiert wurde. Anzumerken ist, dass die Syriza-Regierung bisher stets betont hat, dass die Krise in Griechenland ein europ&auml;isches Problem, und dass es bei diesem Treffen nicht darum gehen w&uuml;rde, Russland um Finanzhilfe zu bitten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechische Reparationsforderungen an Deutschland: Zeigt mehr Mitgef&uuml;hl<\/strong><br>\nIm Reparationsstreit mit Griechenland sollte Deutschland nicht wie ein k&uuml;hler Gesch&auml;ftsanwalt auftreten. Es geht nicht nur um die Frage, wer Recht hat. Es geht um viel mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/griechische-reparationsforderungen-an-deutschland-zeigt-mehr-mitgefuehl-1.2424476\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Dass es vern&uuml;nftig sei, sich gegen Reparationsforderungen zu wehren, weil Deutschland das nicht verkraften k&ouml;nne, wenn alle das machen w&uuml;rden, mag ja sein. Aber dann sollten die Deutschen doch etwas leiser treten, wenn sie verlangen, dass andere L&auml;nder ihre Schulden zahlen, auch wenn sie nicht dazu in der Lage sind, ohne sich zu ruinieren. Das deutsche Verhalten gegen&uuml;ber den Schuldenl&auml;ndern passt mit der Haltung im Bezug auf Reparationszahlungen &ndash; von der R&uuml;ckzahlung von Schulden gegen&uuml;ber Griechenland ganz zu schweigen &ndash; mit der gnadenlosen Haltung gegen&uuml;ber Griechenland nicht zusammen. Viellmehr verdankt Deutschlannd seinen Wirtschaftswunder der sehr gn&auml;digen &ndash; wenn auch nicht nur altruistischen &ndash; Behandlung von Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, was Deutschland angesichts seiner Verbrechen nie und nimmer verdient hat. Das h&auml;lt die Deutschen aber nicht davon ab, Griechenland mit einer H&auml;rte zu &uuml;berziehen, was Deutschland &ndash; auch von Griechenland &ndash; erspart geblieben ist &ndash; und halten sich dabei auch noch f&uuml;r die moralisch &uuml;berlegenen!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jan Fleischhauer Der schwarze Kanal &ndash; Gro&szlig;er Satan<\/strong><br>\n&ldquo;Takija hei&szlig;t im Islam die Erlaubnis zur T&auml;uschung von Ungl&auml;ubigen. Zu l&uuml;gen ist dem Gl&auml;ubigen eigentlich verboten. Aber im Kampf um Leben und Tod ist alles erlaubt, auch die Verstellung. Unsere Dschihadisten sitzen in Athen. [&hellip;] Man kann die griechischen Kapriolen nur verstehen, wenn man sie als Teil eines Glaubenskampfs begreift. Dann sieht man auch, warum nichts von dem gilt, was gestern noch zugesagt wurde.&rdquo;<br>\nQuelle: DER SPIEGEL15\/2015 (Der vollst&auml;ndige Text ist noch nicht online verf&uuml;gbar, der erste Absatz allerdings <a href=\"https:\/\/magazin.spiegel.de\/digital\/?utm_source=spon&amp;utm_campaign=inhaltsverzeichnis#SP\/2015\/15\/133262058\">hier<\/a> zu finden.)\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.:<\/strong> Wer nach der Lekt&uuml;re von Jan Fleischhauers Kolumne &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/griechenland-und-die-euro-verhandlungen-holt-den-psychiater-kolumne-a-1022699.html\">Holt den Psychiater<\/a>&rdquo; dachte, tiefer k&ouml;nnte das Niveau der Berichterstattung gar nicht sinken, der wurde am Samstag eines besseren belehrt. Herr Fleischhauer bescheinigt der griechischen Regierung diesmal kein &ldquo;psychotisches Erleben&rdquo;, sondern r&uuml;ckt sie mit der Bezeichnung als &ldquo;Dschihadisten&rdquo; und der Charakterisierung als quasi-religi&ouml;se Fanatiker in die N&auml;he des IS. Feindbildpflege wie aus dem Lehrbuch: Psychotische Gotteskrieger muss man nicht ernst nehmen, sich nicht mit ihren Zielen auseinandersetzen. G&auml;be es einen Julius-Streicher-Preis f&uuml;r politische Propaganda, Jan Fleischhauer h&auml;tte mit diesem Artikel sicher gute Chancen auf eine Nominierung. Und so ein Text erscheint in einem angeblich seri&ouml;sen Nachrichtenmagazin. Quo vadis, Sturmgesch&uuml;tz der Demokratie?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Auch andere Regierungschefs treffen sich mit Putin&rdquo;<\/strong><br>\nEigentlich ist es der Antrittsbesuch von Alexis Tsipras in Moskau. Aber kaum eine Auslandsreise des neuen griechischen Ministerpr&auml;sidenten bewegt die Gem&uuml;ter in der Europ&auml;ischen Union so sehr wie das Treffen mit dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin. Br&uuml;ssel warnt davor, dass der Linkspolitiker sein hochverschuldetes Land in eine gro&szlig;e N&auml;he oder gar Abh&auml;ngigkeit zu Russland f&uuml;hren k&ouml;nnte. Die Vorsitzende der Linksfraktion im EU-Parlament Gabi Zimmer h&auml;lt den Besuch hingegen nicht f&uuml;r &ldquo;dramatisch&rdquo;. Im Interview mit NDR Info sagte die Linken-Politikerin, dass sich schlie&szlig;lich auch andere Regierungschefs mit dem russischen Regierungschef treffen w&uuml;rden. &ldquo;Mir ist nicht bekannt, dass Putin auf der Sanktionsliste steht&rdquo;, so Zimmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/info\/sendungen\/interviews\/Auch-andere-Regierungschefs-treffen-sich-mit-Putin,zimmer152.html\">NDR Info<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Steigb&uuml;gelhalter<\/strong><br>\nDeutschlands repressive Krisenpolitik ist ma&szlig;geblich f&uuml;r den Aufschwung der extremistischen Rechten in Europa verantwortlich. Aufstieg und Zerfall des &ldquo;deutschen Europa&rdquo;, letzter Teil<br>\nWer kennt sie nicht, die unz&auml;hligen Plakate und Transparente auf Demonstrationen in S&uuml;deuropa, die Merkel oder Sch&auml;uble als neue deutsche Nazis &ndash; mit Hitlerb&auml;rtchen oder in SS-Uniformen &ndash; darstellen? Inzwischen scheint man sich auch in Deutschland an diesen Anblick gew&ouml;hnt zu haben; ganz so wie sich die &Ouml;ffentlichkeit in den USA daran gew&ouml;hnt hat, dass die US-Fahne irgendwo in S&uuml;damerika oder dem Nahen Osten mal wieder bei Protesten verbrannt wird.<br>\nDabei handelt es sich bei diesen Protest&auml;u&szlig;erungen selbstverst&auml;ndlich um &Uuml;bertreibungen. Bei Merkel, Sch&auml;uble sowie dem Gro&szlig;teil des deutschen Politestablishments handelt es sich nicht um Nazis, sondern um Steigb&uuml;gelhalter eines europ&auml;ischen Faschismus des 21. Jahrhunderts. Eine korrekte historische Analogiebildung w&uuml;rde die deutsche Kanzlerin nicht als Adolf Hitler, sondern als Hindenburg, Heinrich Br&uuml;ning, Kurt von Schleicher oder Franz von Papen darstellen. Es war die Politik des &ldquo;Reichskanzlers&rdquo; und &ldquo;seiner&rdquo; autorit&auml;ren Pr&auml;sidialkabinette, die dem Faschismus in der Sp&auml;tphase der Weimarer Republik den Boden bereitete &ndash; genauso, wie nun das deutsche Sparregime in Europa der extremen Rechten immer neuen Auftrieb verschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44598\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der anti-Staat des David Cameron<\/strong><br>\nDie Tories haben den Sozialstaat zerlegt und die Einheit des Landes gef&auml;hrdet. Vor ihrer neoliberalen Blindheit verblasst sogar Margaret Thatcher.<br>\nIn David Camerons Amtszeit in der Downing Street wurden zwei l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Dinge erreicht. Das eine m&ouml;gen Gro&szlig;britannien-Beobachter lediglich mit h&ouml;flichem Interesse verfolgen, da es sich &uuml;berwiegend innenpolitisch auswirkt: Cameron hat dem Mythos, die Konservative Partei verzichte zugunsten praktischer Machtpolitik auf Ideologie, den Todessto&szlig; versetzt. Seine Torys stellen die ideologischsten Minister, die seit der Labour-Regierung 1945 im Amt waren; sie sind Theorie und Doktrin st&auml;rker verpflichtet als Margaret Thatcher.<br>\nDie zweite Errungenschaft d&uuml;rfte f&uuml;r Beobachter au&szlig;erhalb Gro&szlig;britanniens interessanter sein, besonders f&uuml;r Europ&auml;er. Teils unbeabsichtigt, teils gezielt hat Cameron den diplomatischen und milit&auml;rischen Einfluss Gro&szlig;britanniens geschm&auml;lert und das EU-Profil des Landes geschw&auml;cht. Gro&szlig;britannien ist im Nahen Osten ohne jede Bedeutung, wurde in der afghanischen Provinz Helmand besiegt, spielt in der Bew&auml;ltigung der Ukraine-Krise keine Rolle und ist zum Spielball chinesischer Konzern- und Staatsinteressen geworden, kurz: Das Vereinigte K&ouml;nigreich ist keine treibende Kraft mehr, weder international noch regional.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/schwerpunkt-des-monats\/wahlen-in-grossbritannien\/artikel\/detail\/der-anti-staat-des-david-cameron-868\/%20%20\">Polly Toynbee in Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schwarz-rote Rentenpolitik: Rente mit 63 vertreibt &Auml;ltere vom Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nKritiker der schwarz-roten Rentenpolitik hatten davor gewarnt, nun ist es amtlich: Der vielgepriesene Anstieg der Zahl &auml;lterer Arbeitnehmer ist gestoppt. Sehr zum Leidwesen der Arbeitgeber, die den Verlust von Fachkr&auml;ften beklagen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/schwarz-rote-rentenpolitik-rente-mit-63-vertreibt-aeltere-vom-arbeitsmarkt-13526245.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man kann nicht fassen, da&szlig; die FAZ diesen Propaganda-Schwachsinn ernsthaft abdruckt. Zun&auml;chst einmal besteht keinerlei Zwang, die Rente mit 63 (bzw. real ja &ldquo;normales Renteneintrittsalter minus 2 Jahre&rdquo;) auch wahrzunehmen (&ldquo;Rente mit 63 vertreibt &Auml;ltere vom Arbeitsmarkt&rdquo;) &ndash; und tats&auml;chlich, es ist nur Teil der berechtigten Arbeitnehmer, die &ldquo;vorzeitig&rdquo; (mit immerhin 45 Beitragsjahren) in Rente gehen. Zweitens sprechen wir von maximal 2 Jahren (von 47!!! Arbeitsjahren), die die Betroffenen den Unternehmen angeblich fehlen. Drittens k&ouml;nnen die Unternehmen ja die Arbeitsbedingungen, z. B. &uuml;ber den Lohn oder die Arbeitszeiten (Altersteilzeit o. &auml;.) passend gestalten, wenn sie die Arbeitnehmer halten wollen &ndash; aber das w&auml;re sicher zu marktwirtschaftlich gedacht f&uuml;r unsere &ldquo;Unternehmer&rdquo;, die Weltmeister im Jammern sind. Viertens soll mal ein Arbeitnehmer mit 63 (oder auch mit Anfang 50) arbeitslos werden; da sind die Chancen auf einen Sechser im Lotto h&ouml;her als die Chance auf einen neuen, unbefristeten (!!) und vern&uuml;nftig bezahlten (!!) Arbeitsplatz. Und f&uuml;nftens g&auml;be es die Chance, die &Auml;lteren durch J&uuml;ngere zu ersetzen, aber von denen bekommt nur jeder Zweite einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Anscheinend sind die h&auml;nderingend gesuchten Fachkr&auml;fte ganz leicht ersetzbar&hellip;<\/em><br>\n<em>&ldquo;Dies ist &uuml;berhaupt das erste Mal seit dem Jahr 2006, dass die Zahl der Besch&auml;ftigten im Alter zwischen 60 und 65 Jahren langsamer steigt als die Besch&auml;ftigung insgesamt. [&hellip;] Damit ist erstmals statistisch belegt, dass die Rente mit 63 deutliche Bremsspuren auf dem Arbeitsmarkt hinterl&auml;sst.&rdquo; &ndash; was ist das denn f&uuml;r ein Ma&szlig;stab? Aus Arbeitnehmersicht und selbst f&uuml;r die gef&auml;lschte Regierungsstatistik ist nur wichtig, da&szlig; die reale Arbeitslosigkeit gering ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Freut euch doch endlich! Deutschland erlebt ein Wunder am Arbeitsmarkt. Wieso trauen wir ihm nicht?<\/strong><br>\nKommt eine Deutsche, die jahrelang im Ausland lebte und drei Jahre f&uuml;r ihre T&ouml;chter daheim blieb, zur&uuml;ck nach Deutschland. Bewirbt sich auf die erste Stelle, die ihr passend erscheint, und &ndash; zack! &ndash; sie hat den Job. Kommt ein arbeitsloser Spanier nach Deutschland, bewirbt sich auf drei Stellen und &ndash; oha! &ndash; bekommt drei Angebote. Fast jeder Deutsche kennt derzeit so eine Geschichte, und viele Europ&auml;er kennen sie auch. Den Jugendlichen der Krisenl&auml;nder gilt Deutschland l&auml;ngst als gelobtes Land der Arbeit. Auch die gerade wieder verk&uuml;ndeten Arbeitsmarktdaten sind deutlich: Im M&auml;rz sank die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf 2,93 Millionen, das ist der niedrigste M&auml;rz-Stand seit 1991. Gleichzeitig sind so viele Personen erwerbst&auml;tig wie nie in diesem Land.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/warum-trauen-wir-dem-wunder-am-arbeitsmarkt-nicht-13522653.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung T.T.:<\/strong> Das k&ouml;nnte auch direkt aus der Propaganda-Abteilung des Bundeskanzleramtes stammen&hellip; oder aus Nordkorea. Es ist eine Jubelmeldung zum &ldquo;Wunder am Arbeitsmarkt&rdquo;. Furchtbar. Interessant sind auch die Kommentare.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Die Politik hat die verfassungsrechtliche Anst&ouml;&szlig;igkeit von CETA und TTIP bisher ausgeblendet&rdquo;<\/strong><br>\nProf. Axel Flessner &uuml;ber die Freihandelsabkommen, die M&ouml;glichkeiten des Bundesverfassungsgerichts und das Versagen der Politik<br>\nStrittigster Punkt der beiden Handelsabkommen CETA und TTIP ist die darin vorgesehene Schiedsgerichtsbarkeit nach dem ISDS-Mechanismus. Trotz des an der SPD-Basis partiell sp&uuml;rbaren starken Widerstands rechnet Axel Flessner, emeritierter Rechtsprofessor der Berliner Humboldt Universit&auml;t, damit, dass die SPD im Bundestag mehrheitlich f&uuml;r CETA stimmen wird. Er sieht in diesem Fall aber Chancen, dass das Bundesverfassungsgericht den Bundespr&auml;sidenten hindern k&ouml;nnte, das Zustimmungsgesetz zu unterzeichnen. &Uuml;ber 17.000 Bundesb&uuml;rger unterst&uuml;tzen bislang eine Verfassungsklage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44595\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Fall Middelhoff &ndash; Brutale F&uuml;rsorge<\/strong>\n<ul>\n<li>Einst war er &ldquo;Big T&rdquo; &ndash; heute ist Thomas Middelhoff ein gebrochener Mann.<\/li>\n<li>Es gibt den Verdacht, dass er in der Haft an der seltenen Auto-Immunkrankheit &ldquo;Chilblain Lupus&rdquo; erkrankt ist.<\/li>\n<li>Die SZ bringt mit der Einwilligung Middelhoffs Details aus der Krankenakte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/der-fall-middelhoff-brutale-fuersorge-1.2424319%20\">Hans Leyendecker und Uwe Ritzer in der SZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jan van Aken: &raquo;Europa k&ouml;nnte eine Friedensmacht sein&laquo;<\/strong><br>\nOb in der Ukraine oder in Syrien, die Bundesregierung ist mit ihrer jetzigen Politik oft eher Teil des Problems als Teil der L&ouml;sung. Als Erstes sollte die Bundesregierung ihre konfliktf&ouml;rdernde Wirtschafts- und Handelspolitik beenden. Und sie muss endlich mal den Panzer im Kopf abschalten. Ich beobachte mit Sorge, dass Berlin bei jedem Konflikt erstmal nur milit&auml;risch denkt: Waffen liefern? Bundeswehr schicken? Aber all die vielen M&ouml;glichkeiten, Konflikte mit zivilen Mitteln zu entsch&auml;rfen, werden kaum in Betracht gezogen. Europa k&ouml;nnte eine Friedensmacht sein, wenn es endlich eine Kehrtwendung vollzieht, weg von einer militarisierten Au&szlig;enpolitik, hin zu einer Politik der zivilen Krisenpr&auml;vention und gewaltfreien Konfliktbew&auml;ltigung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/interview-der-woche\/europa-koennte-friedensmacht-sein\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Das Unwort erkl&auml;rt die Untat&ldquo; &ndash; Die Berichterstattung &uuml;ber die NSU-Morde &ndash; eine Medienkritik<\/strong><br>\nIm Herbst 2011 wurde bekannt, dass die Mordserie an Menschen mit Migrationshintergrund und weitere Gewaltverbrechen vom &bdquo;Nationalsozialistischen Untergrund&ldquo; (NSU) ver&uuml;bt worden waren.&nbsp; Staatliche Beh&ouml;rden hatten ein Jahrzehnt lang in die falsche Richtung ermittelt. In der Studie wird der Frage nachgegangen, ob auch Medien bei der Aufdeckung der Hintergr&uuml;nde der NSU-Mordserie versagt haben.<br>\nDie Studie rekonstruiert nicht nur die Medienberichterstattung &uuml;ber die NSU-Mordserie. Das Autorenteam&nbsp;fragt&nbsp;dar&uuml;ber hinaus&nbsp;nach den redaktionellen Bedingungen der Berichterstattung und unterbreitet Vorschl&auml;ge, die Eingang in die journalistische Aus- und Weiterbildung finden sollten.<br>\nGrundlage der Studie ist die Analyse der Berichterstattung zwischen September 2000 und November 2011. Rund 300 Beitr&auml;ge und 290 Bilder in der deutsch- und t&uuml;rkischsprachigen Presse in Deutschland wurden ausgewertet. Erg&auml;nzend wurden medienkritische Analysen herangezogen und Experteninterviews mit Journalisten gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-shop.de\/publikationen\/obs-arbeitshefte\/shop\/das-unwort-erklaert-die-untat-ah79.html\">Fabian Virchow, Tanja Thomas, Elke Grittmann in einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>NSU-Aufkl&auml;rung: Vom Korpsgeist gel&auml;hmt<\/strong><br>\nIn Wiesbaden steht der Ministerpr&auml;sident m&auml;chtig unter Druck, in D&uuml;sseldorf musste die Ausschussvorsitzende ihren Hut nehmen: Die NSU-Aussch&uuml;sse in Hessen und Nordrhein-Westfalen wirbeln jede Menge Staub auf. Dabei haben sie noch gar nicht richtig begonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/210\/nsu-aufklaerung-vom-korpsgeist-gelaehmt-2826.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Geisterhaus Karstadt:<\/strong> Seit Ostern haben die Stuttgarter Karstadt-Besch&auml;ftigten ihre K&uuml;ndigung auf dem Tisch. Nun sollen sie verramschen und besenrein &uuml;bergeben, was einmal ihr Arbeitsleben war. &Uuml;ber die Menschen, denen das Warenhaus mehr war als eine Immobilie.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>&ldquo;Ihr unterst&uuml;tzt diese faule Option&rdquo;:<\/strong> Im Kontext-Interview (&ldquo;Es gibt ein Leben mit und nach Stuttgart 21&rdquo;) hat Minister Winfried Hermann den Filderkompromiss begr&uuml;ndet. Heftiger Widerspruch kommt vom Vorsitzenden der Schutzgemeinschaft Filder. Der h&auml;lt den Kompromiss f&uuml;r eine l&auml;cherliche Korrektur von etwas noch Schlechterem.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>NSU-Aufkl&auml;rung:<\/strong> Vom Korpsgeist gel&auml;hmt: In Wiesbaden steht der Ministerpr&auml;sident m&auml;chtig unter Druck, in D&uuml;sseldorf musste die Ausschussvorsitzende ihren Hut nehmen: Die NSU-Aussch&uuml;sse in Hessen und Nordrhein-Westfalen wirbeln jede Menge Staub auf. Dabei haben sie noch gar nicht richtig begonnen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Smart &uuml;berwacht:<\/strong> Pforzheim, Heidenheim und B&ouml;blingen haben ihn, nur die Landeshauptstadt nicht: freien WLAN-Zugang. Rechtzeitig zum Kirchentag im Juni will Stuttgart nun bereit sein. Es wird ein Segen werden &ndash; vor allem f&uuml;r die Gesch&auml;ftemacher.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Beliebte L&uuml;gen zum Mindestlohn:<\/strong> Die Kritik am Mindestlohn nimmt surreale Z&uuml;ge an. Denn die Arbeitgeber-Lobbyisten haben ebenso wie die sie unterst&uuml;tzenden Parteien v&ouml;llig aus dem Blick verloren, welch miserables Zeugnis ihr Lamento den Verh&auml;ltnissen vor Einf&uuml;hrung der 8,50-Euro-Untergrenze ausstellt &ndash; und damit auch ihnen selbst.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Bekenntnisse einer Nobelpreistr&auml;gerin:<\/strong> Gentechnik auf dem Teller? Nein danke, sagen die meisten Deutschen. Das schmeckt der T&uuml;binger Nobelpreistr&auml;gerin Christiane N&uuml;sslein-Volhard nicht. Die Biologin glaubt fest an die Segnungen genmanipulierter Landwirtschaft und sagt: &ldquo;Die Leute haben keine Ahnung&rdquo;. Nicht nur Umweltsch&uuml;tzer sind fassungslos.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Kickers-Sieg statt Nato-Krieg:<\/strong> In einer Zeit, in der so viele Kriege und Krisen auf der Welt brodeln wie selten zuvor, haben bundesweit vielleicht 5000 Menschen Osterm&auml;rsche besucht. Freundlich gesch&auml;tzt. 79 995 000 haben gefehlt. Vor den US-Patch Baracks haben Stuttgarter Unerm&uuml;dliche die Fahnen hochgehalten.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Post Skriptum:<\/strong> Peter Grohmann hat einen Brieftr&auml;ger auf seiner Couch sitzen und wettert gemeinsam mit ihm &uuml;ber die Deutsche Post.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>&ldquo;An Ostern nach Pfullendorf zur Oma&rdquo;:<\/strong> Eine fotografische Feiertags-Nachbetrachtung in unserer Schaub&uuml;hne. <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\">kontextwochenzeitung.de<\/a> und samstags als Beilage zur taz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mitschnitt von der Litcologne: Jean Ziegler liest aus &bdquo;&Auml;ndere die Welt!&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/podcasts\/wdr5\/scala158.html\">WDR 5<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Was ist Putin?<\/strong><br>\nDie Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen haben einen Tiefpunkt erreicht. Der niedrige &Ouml;lpreis und die Sanktionen, mit denen die USA und die EU auf die Krise in der Ukraine reagiert haben, verbreiten bereits d&uuml;stere Stimmung in Russlands Wirtschaft. Seit Mitte 2014 ist der Wert des Rubels um gut ein Drittel gesunken. Und der Kreml hat mit seinen selbstzerst&ouml;rerischen Entscheidungen alles noch schlimmer gemacht. Aber Wladimir Putin ist im Lande popul&auml;rer denn je.<br>\nEine erstaunliche Diskrepanz ist zwischen der inneren und der &auml;u&szlig;eren Reputation der russischen Regierung entstanden: zwischen der wachsenden neoimperialen Popularit&auml;t zu Hause und dem Pariastatus auf internationaler Ebene. W&auml;hrend westliche Medien in die Rhetorik des Kalten Krieges zur&uuml;ckfallen, kommt eines der wenigen unabh&auml;ngigen Meinungsforschungsinstitute in Russland zu dem Ergebnis, dass 85 Prozent der Bev&ouml;lkerung die Annexion der Krim bef&uuml;rworten&hellip;<br>\nDie russische Elite ist also weniger eine Ansammlung von Clans oder eine gro&szlig;e Clique, sondern ein Geflecht von B&uuml;ndnissen und Interessengruppen, das sich &uuml;ber das ganze Land erstreckt, ein Netz von Linien, die sich von der &ldquo;Vertikale der Macht&rdquo; aus vielfach und in alle Richtungen verzweigen.<br>\nHinter der westlichen Sanktionspolitik steht hingegen die Vorstellung von Putin als der zentralen Figur einer &ldquo;Kleptokratie&rdquo; oder irgendwelcher &ldquo;finsteren Machenschaften&rdquo;. Sie pickt sich einzelne Individuen heraus und bestraft sie f&uuml;r die Raffgier des Regimes &ndash; sie meint, durch die Bestrafung bestimmter Personengruppen das Regime insgesamt treffen und disziplinieren zu k&ouml;nnen.<br>\nMan will uns glauben machen, Putin und seine Umgebung seien eine einsame Klasse von Betr&uuml;gern &ndash; als w&auml;re die &uuml;brige russische Elite nicht von denselben Motiven angetrieben und in denselben Instrumenten und Methoden ge&uuml;bt. Dar&uuml;ber hinaus sollen wir &ndash; und das ist das viel Wichtigere &ndash; die gr&ouml;&szlig;eren Zusammenh&auml;nge der Profitmacherei in Russland ausblenden. Die aber beruht auf den kapitalistischen Prinzipien, die in den 1990er Jahren durchgesetzt wurden &ndash; mit enormen Kosten f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung und unter gro&szlig;em Beifall des Auslands. Dieses System anzugreifen, hat der Westen jedoch keinerlei Interesse&hellip;<br>\nDer Putinismus ist kein korruptes, diktatorisches System, das einer hilflosen Bev&ouml;lkerung aufgezwungen wurde. Er ist vielmehr in die gesellschaftlichen, &ouml;konomischen und politischen Gegebenheiten des modernen Russlands eingebettet und wird von diesen ebenso geformt, wie er umgekehrt das heutige Russland formt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2015\/04\/10.mondeText1.artikel,a0072.idx,16\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Jemen: &bdquo;Es geht um keinen Gottesstaat!&ldquo;<\/strong><br>\nDer Vormarsch der Huthi-Rebellen fand in der nordwestlichen und zu Saudi-Arabien angrenzenden Provinz Saadah, der Heimatregion der Huthis, seinen Anfang. Urspr&uuml;nglich ging es um eine lokal begrenzte Protestbewegung. Das haupts&auml;chliche Anliegen der Huthis bestand darin, die sozio&ouml;konomische Marginalisierung ihrer Heimatprovinz zu beenden und ihre religi&ouml;s gepr&auml;gte Identit&auml;t zu bewahren. Die Huthis z&auml;hlen zu den Zaiditen. Dies ist eine Str&ouml;mung innerhalb des schiitischen Islam, die in ihrer Religionspraxis jedoch der sunnitischen Konfession n&auml;her steht. Von 2004 bis 2010 bek&auml;mpfte der damalige Pr&auml;sident Ali Abdallah Saleh die Huthis in sechs aufeinanderfolgenden Kriegen. Saleh ist selber Zaidit, sah aber in ihrem charismatischen Anf&uuml;hrer Hussein Badr ad-Din al-Huthi einen potentiellen Konkurrenten. Trotz gro&szlig;er Verluste gingen die Huthis aus diesen Kriegen als &auml;u&szlig;erst kampferprobte Miliz hervor. Insbesondere seit 2013 trieben sie die territoriale Expansion &uuml;ber die Grenzen Saadahs hinaus voran. Im Herbst 2014 schlie&szlig;lich nahmen sie die Hauptstadt Sana&rsquo;a ein&hellip;.<br>\nEs w&auml;re stark vereinfacht, den Konflikt im Jemen als einen Stellvertreterkrieg zwischen Sunniten und Schiiten zu deklarieren. Weder streben die Huthis die Errichtung eines Gottesstaates an, noch thematisieren sie theologische Streitfragen. Die Bewegung der Huthis gr&uuml;ndet sich auf dem Ziel, ihre schiitisch-zaiditische Identit&auml;t zu bewahren, sodass der Konflikt durchaus eine konfessionelle Facette hat. Bislang ist sie jedoch nicht konfliktbestimmend. Die derzeitige Gemengelage hat jedoch das Potenzial, sich zu einem Konfessionskrieg mit regionalen Sponsoren auszuweiten: Der Jemen ist Heimat eines besonders radikalen Ablegers von al-Qaida, der die Huthis als H&auml;retiker betrachtet. Die Milit&auml;roffensive hat diese konfessionelle Dimension bereits verst&auml;rkt und birgt die akute Gefahr, dass sich das Einordnen des jemenitischen Konflikts in konfessionelle Parameter fr&uuml;her oder sp&auml;ter in eine selbsterf&uuml;llende Prophezeiung wandelt.<br>\nIm Kern geht es um eine lokale Auseinandersetzung um Macht und den Zugang zu Ressourcen. Der rapide Zerfall staatlicher Durchsetzungsf&auml;higkeit, gepaart mit derUnf&auml;higkeit Pr&auml;sident Hadis, seit 2012 seine Macht und Legitimit&auml;t zu konsolidieren, boten den Huthis ideale Angriffspunkte, um mit ihren Forderungen nach Korruptionsbek&auml;mpfung und mehr Transparenz ihre Anh&auml;ngerschaft auch &uuml;ber ihre Kernklientel hinaus auszuweiten&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kurzinterview\/artikel\/es-geht-um-keinen-gottesstaat-866\/\">Interview mit Ariela Gro&szlig; in Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Libyen &ndash; der zweite B&uuml;rgerkrieg<\/strong><br>\nDie K&auml;mpfe werden h&auml;rter. Derzeit verl&auml;uft die Front zwischen dem nationalistischen und dem islamistischen Lager &ndash; doch das Geflecht der Loyalit&auml;ten und Interessen unter den verschiedenen Gruppen und St&auml;mmen ist viel komplizierter. Eine einseitige Parteinahme der Nachbarn oder des Westens w&uuml;rde die Konflikte nur verlagern, keinesfalls l&ouml;sen.<br>\nLibyen droht zu implodieren. Das Land ist gepr&auml;gt von politischer Instabilit&auml;t und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Gruppen. Die Sicherheitslage verschlechtert sich laufend. Seit Frankreich im Juli 2014 seine Botschaft in einer Nacht-und-Nebel-Aktion unter dem Schutz von Spezialkr&auml;ften evakuieren musste, deuten der franz&ouml;sische Verteidigungsminister Le Drian und seine italienische Amtskollegin Roberta Pinotti immer wieder an, dass eine erneute Milit&auml;rintervention n&ouml;tig werden k&ouml;nnte, um die Milizen zu zerschlagen, die dem Islamischen Staat (IS) die Treue geschworen haben.<br>\nErinnern wir uns an den September 2011. Damals feierten der englische Premierminister Cameron und der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Sarkozy bei einem Blitzbesuch in Libyen den Erfolg der Nato-Milit&auml;roperation und die Niederlage des Gaddafi-Regimes. Die Bev&ouml;lkerung von Bengasi forderten sie auf, &bdquo;neuen Mut zu zeigen, den Mut zur Vergebung und der Auss&ouml;hnung&ldquo;.(1)<br>\nJetzt, dreieinhalb Jahre sp&auml;ter, ist von der damaligen Zuversicht nichts mehr &uuml;brig. Viele Journalisten, die sich meist nur sehr kurz in Libyen aufhalten und die verfahrene Lage zu beschreiben versuchen, benutzen meistens das Wort &bdquo;chaotisch&ldquo;. &Auml;hnlich wie bei so schlichten Formeln wie &bdquo;Kampf der Diktatur gegen die Demokratie&ldquo;, die 2011 im Schwange war (und danach durch andere Formeln wie &bdquo;Milizen gegen Zivilgesellschaft&ldquo;, oder &bdquo;Islamisten gegen Liberale&ldquo; abgel&ouml;st wurde), zeigt sich in dieser Wortwahl die ganze Unf&auml;higkeit &ndash; vielleicht auch die Weigerung &ndash;, die Ereignisse und Entwicklungen in Libyen wirklich zu begreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.search?ik=1&amp;mode=erw&amp;tid=2015%2F04%2F10%2Fa0001&amp;ListView=0&amp;sort=3&amp;tx=Libyen+%22+%22+der+zweite+B%C3%BCrgerkrieg+Patrick+Haimzadeh&amp;qu=MONDE%20\">Patrick Haimzadeh in der Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> In der April-Ausgabe von Le Monde diplomatique wieder eine Reihe interessanter Beitr&auml;ge, u.a.: <\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Allesnutzer, Teilen als Gesch&auml;ftsmodell von Reiner Metzger<\/em><\/li>\n<li><em>&Uuml;ber das Ende des Kapitalismus von Ulrike Herrmann<\/em><\/li>\n<li><em>Traditionalismus und Herrschaft, Der Kampf um den rechten Glauben und die staatliche Macht in der arabischen Welt von Nabil Mouline<\/em><\/li>\n<li><em>Terroristen oder Freiheitsk&auml;mpfer, Was der Westen im Umgang mit den Konflikten im Nahen Osten ausblendet von Alain Gresh<\/em><\/li>\n<li><em>Hundert Jahre des Verschweigens, Der t&uuml;rkische Nationalstaat und der Untergang der Armenier von Vicken Cheterian <\/em><\/li>\n<li><em>Der V&ouml;lkermord an den Armeniern, Offiziere und Beamte des Deutschen Reichs sahen zu von Rolf Hosfeld<\/em><\/li>\n<li><em>Das blaue Pferd der Freiheit , Italien schlie&szlig;t die letzten Psychiatrien. Eine Ortsbesichtigung in Triest von Mathilde Goanec<\/em><\/li>\n<li><em>Die Reise des Kim Jong Un von Philippe Pons<\/em><\/li>\n<li><em>Tata &ndash; eine indische Legende, Im Inneren eines paternalistischen Weltkonzerns von Jyotsna Saksena<\/em><\/li>\n<li><em>S&atilde;o Paulo &ndash; eine Stadt auf dem Trockenen, von Anne Vigna<\/em><\/li>\n<li><em>Enthauptete Gipfel, Der Kohleabbau in den Bergen von West Virginia vergiftet ganze Landstriche von Maxime Robin<\/em><\/li>\n<li><em>Die gro&szlig;e digitale Landreform , Geld, Macht und Repr&auml;sentation im Internet von Stefan Mey<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Monde diplomatique ab Donnerstag im Kiosk am Freitag als Beilage zur taz. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft missbraucht Willy Brandt<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150409_hwt01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150409_hwt01_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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