{"id":25699,"date":"2015-04-10T16:42:54","date_gmt":"2015-04-10T14:42:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699"},"modified":"2015-11-09T11:16:55","modified_gmt":"2015-11-09T10:16:55","slug":"hinweise-des-tages-ii-193","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h01\">&ldquo;Ich m&ouml;chte keine Angst verbreiten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h02\">Deutschland voll der Gnade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h03\">Die US-Polizei: &ldquo;Operation Ghettostorm&rdquo; fordert im M&auml;rz mehr als 3 Todesopfer t&auml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h04\">Gro&szlig;britannien in der Nationalismusfalle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h05\">Atomkrieg in Europa? Die R&uuml;ckkehr der nuklearen Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h06\">Atomausstieg: Wie Energiekonzerne sich um die Kosten dr&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h07\">&bdquo;EU-Sozialpolitik: Formierung einer Klassengesellschaft der billigen Arbeit&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h08\">Das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h09\">Brieftr&auml;ger sollen Gassi gehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h10\">Generation Sarrazin &ndash; Eine kurze Skizze der Genese der neuen deutschen Rechten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h11\">Gr&uuml;ne wollen Informationen &uuml;ber V-Leute erstreiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h12\">Massen&uuml;berwachung: Amnesty verklagt Gro&szlig;britannien in Stra&szlig;burg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h13\">Fest im Griff der Wirtschaft? &ndash; Hochschulen h&auml;ngen immer mehr von der Industrie ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h14\">UN-Generalsekret&auml;r Ban Ki Moon warnt vor Massaker in Jarmuk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h15\">Lauffeuer &ndash; Film &uuml;ber das Massaker in Odessa am 2. Mai 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h16\">Rot sticht gr&uuml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h17\">Stell die Verbindung her<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h18\">Urteil im Ramelow-Prozess &ndash; So gut wie ein Freispruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h19\">Rechenschaftsberichte weiterer Parteien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h20\">4,2 Millionen Euro: Was die Funke-Manager verdienen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h21\">Rezension: Was westliche Politik im Orient anrichtet<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Ich m&ouml;chte keine Angst verbreiten&rdquo;<\/strong><br>\nGriechenland hat eine Regierung gew&auml;hlt, die das Mandat hat, gewisse Dinge zu tun &ndash; und nun daran gehindert wird. Das ist eine Krise der Demokratie, und davon geht eine gef&auml;hrliche Botschaft aus, besonders f&uuml;r die jungen Leute, die zum ersten Mal mit Politik in Ber&uuml;hrung kommen und den Eindruck haben, dass immer dieselbe Politik herauskommt, egal, wen du w&auml;hlst. Ich finde es sehr aufregend, wenn die Jugend in Spanien der Podemos-Bewegung folgt und nun auch eine eigene Partei gegr&uuml;ndet hat. [&hellip;] Die Botschaft, die junge Leute nun aus Griechenland h&ouml;ren, ist: Wenn ihr etwas anderes versucht, werdet ihr bestraft. In Frankfurt waren die Proteste von Blockupy deswegen ein unbeschreiblich wichtiger Augenblick. Es gibt Widerstand. [&hellip;]<br>\nDer Grund, wieso die Griechen es im Augenblick so schwer haben, liegt doch darin, dass es in Europa Interessen gibt, die die griechische Regierung scheitern lassen m&ouml;chten, weil eine Ansteckungsgefahr von ihr ausgeht. [&hellip;]<br>\nNein, ich glaube nicht mehr, dass rationale Argumente etwas an der Machtverteilung &auml;ndern. Ich pers&ouml;nlich m&ouml;chte vor allem keine Angst verbreiten. Es geht nicht um Furcht. Ich schreibe lediglich B&uuml;cher, die m&ouml;glicherweise f&uuml;r die Bewegung n&uuml;tzlich sind. Ich selbst bin niemand, der sich irgendwo einreiht. Ich bin eine Schriftstellerin, und Schriftsteller sind Einzelg&auml;nger. Fr&uuml;her habe ich, wie viele, daran geglaubt, dass kluge B&uuml;cher die Welt ver&auml;ndern k&ouml;nnen. Etwas sp&auml;ter war ich dann ziemlich entt&auml;uscht. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass Bewegungen die Welt ver&auml;ndern k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/13\/naomi-klein-klimawandel-kapitalismus-blockupy\">Interview mit Naomi Klein auf Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutschland voll der Gnade<\/strong><br>\nMan macht es sich zu einfach, die nun in die Waagschale geworfenen Reparationszahlungen als dumm zu titulieren. Wahr ist, dass der Zeitpunkt einer Debatte dar&uuml;ber sehr ung&uuml;nstig gew&auml;hlt wurde. Es wirkt ein bisschen so, als z&ouml;ge sich die griechische Regierung auf den Standpunkt eines schnippischen Kleinkindes zur&uuml;ck, das die Arme verschr&auml;nkt und sagt: &raquo;Du hast aber angefangen!&laquo; Es hat was von Ablenkung. Dass sie ausgerechnet dieser Tage zum Sujet werden, kommt sicher nicht von ungef&auml;hr. Die deutsche Verantwortung f&uuml;r den letzten Weltkrieg ist nicht zu leugnen. Aber aus reinem Kalk&uuml;l sollte sie eigentlich nicht missbraucht werden.<br>\nUnd trotzdem ist die Auflistung der zu leistenden Reparationen vielleicht sinnvoll. Oder sagen wir so: Dass sie bis heute immer noch nicht geleistet wurden von Deutschland, und noch im Jahre 2015, immerhin sieben Dekaden nach Kriegsende, zum Diskussionsstoff taugen, sagt viel &uuml;ber Europa aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/967375.deutschland-voll-der-gnade.html\">Der Heppenheimer Hiob<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Ich stimme De Lapuente weitestgehend zu. Ich will nur anmerken, dass die Griechische Regierung deutlich gesagt hat, dass sie die Reparationen nicht mit den griechischen Schulden verbindet. [&hellip;] Es mag ja sein, dass man die Reparationsforderungen nicht mit den aktuellen griechischen Schulden verbinden kann, aber dennoch ist die deutsche Haltung dazu angesichts der gnadenlosen H&auml;rte gegen&uuml;ber Griechenland der Gipfel deutscher Arroganz und Heuchelei.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die US-Polizei: &ldquo;Operation Ghettostorm&rdquo; fordert im M&auml;rz mehr als 3 Todesopfer t&auml;glich<\/strong><br>\nEin Video eines Passanten, das zeigt, wie ein unbewaffneter Mann von einem Polizisten in den R&uuml;cken geschossen wird, f&uuml;hrt in den USA erneut zu massiven Protesten gegen rassistische Polizeiwillk&uuml;r &ndash; und ausnahmsweise scheint es in diesem extrem krassen Fall sogar eine Anklage gegen den Todessch&uuml;tzen zu geben, was aber am &ldquo;System Ferguson&rdquo; leider &uuml;berhaupt nichts &auml;ndert. &nbsp;Weder haben irgendwelche Untersuchungsberichte &ndash; vor gerade einem Monat erschien der folgenlose Regierungsbericht &uuml;ber Rassismus in der Polizei &ndash; oder Zusagen &ldquo;nach Ferguson&rdquo; irgendetwas ver&auml;ndert, noch gar die kriegf&uuml;hrende Polizei. Die &ndash; tats&auml;chlich existierende &ndash; Webseite &ldquo;Killed by Police&rdquo; dokumentiert f&uuml;r den Monat M&auml;rz 2015 sage und schreibe 114 von der Polizei erschossene Menschen, von denen knapp &uuml;ber 80 definitiv unbewaffnet waren, bei anderen ist es umstritten. F&uuml;r das bisherige Jahr 2015 sind auf der Seite exakt 320 Todesopfer dokumentiert &ndash; und etwa f&uuml;r Mittwoch, den 8. April gleich f&uuml;nf Tote.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/usa\/politik-usa\/ferguson\/die-us-polizei-operation-ghettostorm-fordert-im-maerz-mehr-als-3-todesopfer-taeglich\/\">LabourNet<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/killedbypolice.net\/\">Killed by Police<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien in der Nationalismusfalle<\/strong><br>\nAm 7. Mai findet die n&auml;chste Unterhauswahl in Gro&szlig;britannien statt. Vor dem Hintergrund einer dramatisch gewandelten Parteienlandschaft hat sich der Wahlkampf vom traditionellen Zweikampf zwischen Tories und Labour zu einer komplexen Mehrparteienauseinandersetzung entwickelt. Bei der letzten Wahl im Jahr 2010 gelang es den Liberaldemokraten bekanntlich erstmals, als Koalitionspartner des konservativen Premierministers David Cameron auf der Regierungsbank Platz zu nehmen. In diesem Jahr bestimmen hingegen die EU-feindliche UK Independence Party (UKIP) sowie die Schottische Nationalpartei (SNP) mit ihren h&ouml;chst unterschiedlichen politischen Forderungen das Geschehen. Labour und Tories liegen seit Monaten Kopf an Kopf bei rund 32 bis 35 Prozent der W&auml;hlerstimmen und sind jeweils weit von einer absoluten Mehrheit entfernt. Der Wahlausgang gilt damit als v&ouml;llig offen.[1]<br>\nAngesichts der f&uuml;r beide Parteien relativ schlechten Umfragewerte stehen sowohl die Tories als auch die Labour-Opposition unter ihrem bislang farblosen Parteichef Ed Miliband vor einem nahezu unl&ouml;sbaren Dilemma. Beide sind dringend auf zus&auml;tzliche Stimmen angewiesen. Etwaige Zugest&auml;ndnisse an UKIP oder die SNP k&ouml;nnen f&uuml;r die Zukunft des Vereinigten K&ouml;nigreichs jedoch gef&auml;hrlich werden.<br>\nDie Rechnung ist so einfach wie brisant: Gehen die Tories zu weit auf die rechtspopulistische UKIP zu, verschreckt dies nicht nur die europ&auml;ischen Partner, sondern erbost auch die seit dem Unabh&auml;ngigkeits-Referendum letzten September sehr eigenst&auml;ndig agierenden Schotten noch weiter. Kommt aber Labour der SNP zu weit entgegen, dann ist auch von dieser Seite ein Auseinanderbrechen des Vereinigten K&ouml;nigreiches sowie eine entsprechende Gegenreaktion aus England zu bef&uuml;rchten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/april\/grossbritannien-in-der-nationalismusfalle\">Matthias Eickhoff in Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Paul Krugman: Die Wirtschaft und die Wahlen<\/strong><br>\nGro&szlig;britanniens Wirtschaftsleistung seit Beginn der Finanzkrise ist erstaunlich schlecht. 2009 gab es eine z&ouml;gerliche Erholung, doch die war schon 2010 wieder vorbei. Obwohl das Wachstum ab 2013 dann zunahm, erreicht das Pro-Kopf-Einkommen erst jetzt wieder den Vorkrisenstand &ndash; und das hei&szlig;t, das Wirtschaftswachstum Gro&szlig;britanniens nach 2007 liegt weit unter dem w&auml;hrend der Weltwirtschaftskrise.<br>\nDoch jetzt, da das Land sich auf die Wahlen vorbereitet, pr&auml;sentieren sich die F&uuml;hrer der Koalition, die Gro&szlig;britannien seit 2010 regiert, als H&uuml;ter des Wohlstands, als Leute, die wirklich wissen, wie die Wirtschaft gelenkt werden muss. Und im Gro&szlig;en und Ganzen wirdihnen das sogar abgenommen.<br>\nDaraus k&ouml;nnen ein paar wichtige Lehren gezogen werden, nicht nur von den Briten, sondern von allen Demokratien, die sich schwer tun, ihre Wirtschaft in schwierigen Zeiten in den Griff zu bekommen&hellip;<br>\nes ist ganz egal, wer im Nachrichtenzyklus gewinnt, oder wer den angeblichen Interessen unabh&auml;ngiger W&auml;hler am n&auml;chsten kommt. Am wichtigsten ist das Einkommenswachstum direkt vor den Wahlen. Und ich meine direkt davor: Wir reden hier von weniger als einem Jahr, wom&ouml;glich von weniger als einem halben Jahr.<br>\nDas ist ziemlich deprimierend, wenn man dar&uuml;ber nachdenkt, denn das hei&szlig;t, dass es sich politisch nur wenig oder gar nicht lohnt, eine gute Politik zu verfolgen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/04\/06\/opinion\/paul-krugman-economics-and-elections.html\">Economics and Elections in der New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Atomkrieg in Europa? Die R&uuml;ckkehr der nuklearen Gefahr<\/strong><br>\nGeorg Restle: &bdquo;Ein Gespenst scheint zur&uuml;ck in Europa. Ein Gespenst, das mit dem Ende des Kalten Krieges eigentlich so gut wie vertrieben schien. Das Gespenst von einem Atomkrieg in Europa. Was anfangs nur wie nukleares S&auml;belrasseln der alten Weltm&auml;chte klang, scheint sich nun langsam zu einer realen Gefahr zu entwickeln. Jedenfalls dann, wenn man genauer hinh&ouml;rt, was die Falken in Moskau und Washington da so von sich geben. Und wenn man sich anschaut, wie viele Milliarden pl&ouml;tzlich wieder f&uuml;r Atomwaffen ausgegeben werden. Droht uns also ein neues nukleares Wettr&uuml;sten als Folge der neuen Eiszeit zwischen Ost und West? Und wie konkret ist die Gefahr tats&auml;chlich?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/AtomkriegEuropa100.html\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Atomausstieg: Wie Energiekonzerne sich um die Kosten dr&uuml;cken<\/strong><br>\nGeorg Restle: &bdquo;Und das nicht nur in Kirchenfragen. Auch bei einem anderen Thema stellt sich die Frage, wo Milliarden an Steuergeldern eigentlich verschwinden. Die Geschichte der Atomenergie in Deutschland k&ouml;nnte man mit einem Satz auch so zusammenfassen: Die Atomkonzerne machen die Gewinne, die Kosten tr&auml;gt zum gro&szlig;en Teil die Allgemeinheit. Der Bau der Atomkraftwerke &ndash; subventioniert vom Steuerzahler. Die Atomm&uuml;lllager &ndash; im Wesentlichen bezahlt mit Steuergeldern. Und jetzt beim Atomausstieg? Wer zahlt jetzt eigentlich die Milliarden f&uuml;r R&uuml;ckbau und Endlagerung?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/AtomausstiegEnergiekonzerne100.html\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;EU-Sozialpolitik: Formierung einer Klassengesellschaft der billigen Arbeit&ldquo;<\/strong><br>\nInterview mit Prof. Albrecht Goeschel:<br>\nDie von Berlin via Br&uuml;ssel diktierte Austerity-Politik benutzt in der Tat die Euro-Krise, also die Finanz-, Banken- und Budgetkrise um die Realwirtschaft, die kapitalistische Mehrwertproduktion auf breiter Front wieder so richtig profitabel zu machen. Dazu geh&ouml;rt es, dass der ganze Sozialballast aus den Zeiten der Systemkonkurrenz abgeworfen wird, die nationalen Klassenkompromisse aus dem Kalten Krieg aufgek&uuml;ndigt werden.<br>\nInteressant ist nun, wie zwischen 2010 und 2012 erkennbar zwei unterschiedliche Strategien der Verbilligung und Entrechtung der Ware Arbeitskraft durch Zerst&ouml;rung der nationalen Sozialordnungen entwickelt wurden. In den kerneurop&auml;ischen Volkswirtschaften mit ihren ausgebauten Sozialschutzsystemen wird diese Verbilligung und Entrechtung b&uuml;rokratisiert und intransparent durch gesetzgeberische &bdquo;Stellschraubenmanipulation&ldquo; erreicht. &bdquo;Neben&ldquo;-L&ouml;hne und Lohn-&bdquo;Ersatz&ldquo;, ja selbst der wundervolle &bdquo;Mindestlohn&ldquo; bieten die Schleichwege.<br>\nIn den randeurop&auml;ischen Volkswirtschaften mit ihren wenig ausgebauten Sozialschutzsystemen geht dies brutal und ostentativ vor sich: Lohnsenkungen direkt, Sozialeinkommensenkungen direkt, Daseinsvorsorgeabbau direkt, Verkauf der Infrastruktur direkt etc. N&ouml;tigenfalls Polizeiterror auf den Hauptstra&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/goeschel_pad.pdf\">LabourNet [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP<\/strong><br>\nDas Ende der Demokratie? Diese Woche in Frankfurt. Fast 20.000 Menschen demonstrieren gegen die Ausw&uuml;chse des Kapitalismus. Es kommt zu Ausschreitungen. Die Auseinandersetzungen werden h&auml;rter. Die Angst der Menschen wird immer gr&ouml;&szlig;er. Wer hat die tats&auml;chliche Macht im Staat? Die Banken und die internationalen Konzerne oder das Volk? &ldquo;Der globale Kapitalismus ist gerade in einer entscheidenden Phase&rdquo;, sagt der Philosoph Slavoj &#381;i&#382;ek. &ldquo;Er braucht immer weniger Demokratie. Die wirklich wichtigen Entscheidungen f&uuml;r die Wirtschaft und &uuml;ber Kriege werden immer mehr im Verborgenen getroffen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/br\/freihandelsabkommen-ttip-104.html\">Das Erste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Gewiss gibt es Optimierungsbedarf in China.Aber die generelle Kritik an diesem Land wie sie &#381;i&#382;ek formuliert: &ldquo;TISA ist f&uuml;r mich eine typisch chinesische Operation (&hellip;)&rdquo; ist &uuml;bertrieben. Schlie&szlig;lich ist TISA keine chinesische Erfindung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Brieftr&auml;ger sollen Gassi gehen<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Post sucht neue Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r ihre &bdquo;facteurs&ldquo;. Einige liefern neuerdings auch Medikamente frei Haus und schaffen in einzelnen &ndash; sozialen &ndash; F&auml;llen auch Lebensmittel herbei. Auch sollen sie Hunde ausf&uuml;hren. Umgekehrt sammeln sie Sonderm&uuml;ll wie Funktelefone oder Kaffeemaschinen-Kapseln ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/brieftraeger-brieftraeger-sollen-gassi-gehen,1472780,30378634.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.W.:<\/strong> 7000 von 9700 Post&auml;mter sollen in Frankreich geschlossen werden. Es erinnert alles an das &ldquo;deutsche Modell&rdquo;. Bei uns wurden bis auf einige Gesch&auml;ftspostannahmen ja alle Post&auml;mter geschlossen, in Agenturen, Postbankfilialen oder Shops ausgegliedert. Mag sein das die &Ouml;ffnungszeiten teilweise ausgeweitet wurden. Auf der Strecke blieben vielfach Sachkenntnis und vor allem relativ gut bezahlte sozialversicherungspflichtig Vollzeitjobs. Erschreckend das die franz&ouml;sischen Gewerkschaften noch nicht mal k&auml;mpfen, aber wenn der Pr&auml;sident a la Schr&ouml;der neoliberal regiert, scheint sich Resignation breit zu machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Generation Sarrazin &ndash; Eine kurze Skizze der Genese der neuen deutschen Rechten<\/strong><br>\nEs sind qu&auml;lende 70 Minuten, die jeder Youtube-User &uuml;ber sich ergehen lassen kann, der &bdquo;Pegida: Die Interviews in voller L&auml;nge&ldquo; in das Suchfeld dieser Videoplattform eintippt und sich das ungeschnittene Rohmaterial mit Interviews von Pegida-Anh&auml;ngern anschaut, das ein Reporterteam des NDR-Politmagazins Panorama ins Netz stellte. Panorama entschloss sich zu diesem ungew&ouml;hnlichen Schritt, nachdem ein als Provokateur agierender Undercover-Mann von RTL sich unter die Interviewpartner des Reporterteams mischte und Vorw&uuml;rfe einer manipulativen Darstellung dieser Aussagen in einer Panorama-Reportage laut wurden. [&hellip;]<br>\nZwei ressentimentgeladene Argumentationsstr&auml;nge fallen bei den Interviews sofort auf: einerseits die Klagen &uuml;ber zu niedrige L&ouml;hne und Renten, &uuml;ber die zunehmende Prekarisierung und soziale Zerfallstendenzen, f&uuml;r die ausnahmslos &bdquo;die Ausl&auml;nder&ldquo; verantwortlich gemacht werden, und anderseits die felsenfeste &Uuml;berzeugung, Deutschland sei ein okkupiertes und ferngesteuertes Land. [&hellip;]<br>\nDen entscheidenden Einschnitt, der die BRD in einen regelrechten Untertanenstaat verwandelte, markierte aber die Durchsetzung der Agenda 2010 und der Hartz-Arbeitsgesetze. Die drakonische Versch&auml;rfung der Arbeitsgesetze und die Deregulierung des Arbeitsmarktes, die zu massiver Reallohnabsenkung, dem Aufbau des europaweit gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektors und einer allgemeinen Versch&auml;rfung der Arbeitsregimes f&uuml;hrten, wurden mit einer beispiellosen Hetzkampagne gegen marginalisierte Bev&ouml;lkerungsschichten erkauft. [&hellip;]<br>\nBei all diesen Kampagnen wurden die zunehmenden krisenbedingten Verwerfungen &ndash; Fl&uuml;chtlingselend, Kriege, Armut, Massenarbeitslosigkeit, soziale Desintegration, Wirtschaftskrisen &ndash; auf ein &bdquo;Au&szlig;en&ldquo; jenseits der als widerspruchsfrei imaginierten deutschen Arbeitsgesellschaft projiziert. [&hellip;]<br>\nWir haben es mit einer Generation Sarrazin zu tun, die sich umgehend als eine kleine verfolgte Minderheit artikuliert, sobald Widerspruch gegen ihre Ressentiments erhoben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.streifzuege.org\/2015\/generation-sarrazin\">Tomasz Konicz in Streifz&uuml;ge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> F&uuml;r die ressentimentgeladene Rechte gilt der Widerspruch: Die Ausl&auml;nder h&auml;ngen hier faul herum und nehmen uns die Arbeitspl&auml;tze weg!!!!!<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Die Mensch-Maschine: Aufblitzen der Unmenschlichkeit<\/strong><br>\n&ldquo;Ich dachte, wir w&auml;ren weiter&rdquo;<br>\nZur gleichen Zeit wird auf den einschl&auml;gigen Facebook-Seiten wie Pegida oder anderen rechten Gruppierungen der Brandanschlag in Tr&ouml;glitz kommentiert. Ein nicht enden wollendes Endsatz-Festival. &ldquo;Schei&szlig; Asylbetr&uuml;ger&rdquo; und &ldquo;Dreckspack&rdquo; sind blo&szlig; die Beleidigungen, die ungel&ouml;scht stehen bleiben. Bedauern, dass zum Zeitpunkt des Feuers noch keine Fl&uuml;chtlinge im Heim waren, 120 Likes. Dieser Hass, dieser unfassbare Hass. In Dimensionen, die fr&uuml;here Hasswellen klein erscheinen lassen. Wir Internet-People haben jahrelang gefordert, dass endlich alle ins Netz kommen sollen. Aber jetzt sind sie da.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/sascha-lobo-ueber-troeglitz-internetforen-hass-im-netz-a-1027514.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne wollen Informationen &uuml;ber V-Leute erstreiten<\/strong><br>\nZuerst hat die Bundesregierung lange gez&ouml;gert, dann hat sie entschieden, bei ihrem Schweigen zu bleiben. Und das, obwohl nun die letzte M&ouml;glichkeit sein d&uuml;rfte, noch einmal Licht ins Dunkel des Oktoberfest-Attentats zu bringen. Auch 35 Jahre nach dem verheerenden Anschlag im September 1980 mit 13 Toten und 200 Verletzten lehnt es die Bundesregierung ab, Informationen &uuml;ber V-Leute deutscher Geheimdienste herauszugeben, die bei der Aufkl&auml;rung des Falles helfen k&ouml;nnten oder m&ouml;glicherweise sogar selbst in das Attentat verstrickt waren. Die Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion wird aus Protest gegen die Verweigerungshaltung der Regierung deshalb vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/oktoberfest-attentat-gruene-wollen-sich-informationen-ueber-v-leute-erstreiten-1.2427980\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Merkt diese CSU-Regierung denn &uuml;berhaupt nicht, dass sie sich mit der Verweigerung dieser Informationen immer mehr ins eigene Schlamassel hineinbewegen: Zentral steht f&uuml;r die beh&ouml;rdlich konstruierten Mythen f&uuml;r das Oktoberfest-Attentat doch der weitverbreitete vorhandene Glauben, dass die CSU (Strau&szlig; war Kanzler-Kandidat !) diese &ldquo;Geschichte&rdquo; ostentativ verharmlosen wollte und deshalb alle Spuren, die ins rechtsextreme Lager verwiesen, eindeutig manipulierte und unterdr&uuml;ckte. ( wenn man schon keine Spuren zu &ldquo;Linksextremen&rdquo; konstruieren konnte, um Strau&szlig; zum Retter der Nation &ndash; vor diesem Sumpf &ndash; hochstilisieren zu k&ouml;nnen.) Und je mehr die CSU weiterhin versucht, Informationen zu unterdr&uuml;cken, umso mehr w&auml;chst der Glaube, dass dieses &nbsp;&ldquo;verfassungs&rdquo;m&auml;&szlig;ige Konstrukt durch die CSU &ndash; es war eben &ldquo;nur&rdquo; ein Einzelt&auml;ter! &ndash; erstunken und erlogen ist &ndash; aus Wahlkampfgr&uuml;nden! Als eine vertrauensbildende Ma&szlig;nahme f&uuml;r diese CSU-Demokratie kann das nicht wirken!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Massen&uuml;berwachung: Amnesty verklagt Gro&szlig;britannien in Stra&szlig;burg<\/strong><br>\nDie Menschenrechtsorganisation Amnesty International zieht gegen die britische Regierung wegen deren Massen&uuml;berwachungspraktiken vor den Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte. Die Klage basiere auf Dokumenten des US-Whistleblowers Edward Snowden, teilte Amnesty am Freitag in London mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Massenueberwachung-Amnesty-verklagt-Grossbritannien-in-Strassburg-2598410.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fest im Griff der Wirtschaft? &ndash; Hochschulen h&auml;ngen immer mehr von der Industrie ab<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cdn-storage.br.de\/iLCpbHJGNL9zu6i6NL97bmWH_-bP\/_-9S\/52Fg_ArG\/150402_2003_radioThema_Fest-im-Griff-der-Wirtschaft---Hochschulen-.mp3\">Hellmuth Nordwig auf Bayern 2 Radiothemen [MP3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>UN-Generalsekret&auml;r Ban Ki Moon warnt vor Massaker in Jarmuk<\/strong><br>\n&ldquo;Wir k&ouml;nnen nicht einfach danebenstehen und zuschauen&rdquo;: Mit einem dramatischen Appell fordert UN-Generalsekret&auml;r Ban Ki Moon ein Einschreiten in dem vom IS kontrollierten pal&auml;stinensischen Fl&uuml;chtlingslager. Dort wird die Lage immer katastrophaler&hellip;<br>\nDas Fl&uuml;chtlingslager beginne, einem &ldquo;Todeslager&rdquo; zu &auml;hneln. &ldquo;Im syrischen Horror ist das Fl&uuml;chtlingslager Jarmuk die tiefste H&ouml;lle&rdquo;, sagte Ban mit ungew&ouml;hnlich drastischen Worten. Die rund 18.000 Fl&uuml;chtlinge, darunter 3500 Kinder, seien &ldquo;menschliche Schutzschilde&rdquo; in den K&auml;mpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen, die das Camp umstellt haben.<br>\nBan warnte explizit vor einem Sturm auf Jarmuk. Das w&auml;re nichts anderes &ldquo;als ein weiteres Kriegsverbrechen&rdquo;.<br>\nBan forderte ein Ende der K&auml;mpfe und Zugang f&uuml;r humanit&auml;re Hilfe. Fl&uuml;chtlinge, die das Lager verlassen wollten, m&uuml;ssten freies Geleit bekommen. Der IS hat das Camp in der vergangenen Woche von rivalisierenden Gruppen erobert&hellip;e<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/palaestinensisches-fluechtlingslager-in-syrien-un-generalsekretaer-ban-ki-moon-warnt-vor-massaker-in-jarmuk\/11615050.html\">Gerd Braune in Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lauffeuer &ndash; Film &uuml;ber das Massaker in Odessa am 2. Mai 2014<\/strong><br>\nEine Trag&ouml;die zerrei&szlig;t Odessa zu Beginn des Ukrainischen B&uuml;rgerkrieges. [Dokumentation]<br>\nEin Film von Ulrich Heyden, Marco Benson und leftvision &uuml;ber die Brandangriffe auf das Gewerkschaftshaus in Odessa zu Beginn des ukrainischen B&uuml;rgerkrieges, die Rolle von Ultranationalen, der Polizei und Politik im Post-sowjetischen Raum.<br>\nDies ist eine Dokumentation &uuml;ber ein Schl&uuml;sselereignis des ukrainischen B&uuml;rgerkrieges und eine Stadt, die dadurch zerrissen wurde. 16 Augenzeugen, Verwandte und Beteilligte kommen in dem Film zu Wort. Viele wollen nicht erkannt werden sie haben Angst vor der Verfolgung durch ukrainische Beh&ouml;rden. Zehn Personen sind in Haft, 14 Personen stehen unter Hausarrest, davon kein Einiziger der zu den Angreifern des Hauses geh&ouml;rte &ndash; sondern jene die das Camp vor dem Gewerkschaftshaus verteidigen wollten.<br>\nInfo zu Ulrich Heyden:<br>\n1991 arbeitete Heyden als Dokumentationsjournalist im Spiegel-Archiv. Seit 1992 ist er freier Korrespondent in Moskau, unter anderem f&uuml;r Die Wochenzeitung (Z&uuml;rich) und &bdquo;der Freitag&ldquo;. Seit 2010 berichtet er au&szlig;erdem f&uuml;r Telepolis. Von 1994 bis 1999 machte Heyden zahlreiche Features &uuml;ber russische Regionen f&uuml;r die Sendung &ldquo;Hintergrund Politik&rdquo; im Deutschlandfunk. Von 1998 bis 2009 berichtete er f&uuml;r Die Presse (Wien). Von 2001 bis 2014 war Heyden Korrespondent f&uuml;r die S&auml;chsische Zeitung in Moskau. Heyden kommentiert f&uuml;r die Moskauer Radio-Sender Echo Moskwy und Govorit Moskwa Ereignisse in Deutschland und Russland.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/lauffeuer-film.de\/\">Lauffeuer<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ulrich-heyden.de\/\">Ulrich Heyden<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein bedr&uuml;ckendes Dokument.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rot sticht gr&uuml;n <\/strong><br>\nIn Hamburg einigen sich SPD und Gr&uuml;ne auf ein Regierungsb&uuml;ndnis. Die Partei von B&uuml;rgermeister Olaf Scholz hat im Koalitionsvertrag praktisch alle ihre Vorstellungen durchgesetzt.<br>\nIdeen der Gr&uuml;nen wie eine Stra&szlig;enbahn, eine Citymaut oder eine Umweltzone werden nicht verwirklicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/hamburg-dabei-sein-ist-alles-1.2425823\">Peter Burghardt in der SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Stell die Verbindung her<\/strong><br>\nStabilit&auml;t oder Stagnation: Vor dem Bielefelder Parteitag sucht die Linkspartei nach neuen Wegen zu mehr Erfolg &ndash; mit &raquo;Aprilthesen&laquo;, einem Leitantrag und einem besseren wirtschaftspolitischen Image [&hellip;]<br>\nDie Sozialdemokraten hofften weiter auf Erfolge in der &raquo;Mitte&laquo; und w&uuml;rden so &raquo;das linke Spektrum&laquo; praktisch verloren geben, meint Albrecht von Lucke in den &raquo;Bl&auml;ttern f&uuml;r deutsche und internationale Politik&laquo;. &raquo;Gewinner ist die Linkspartei.&laquo; Ist sie das? Bundesweit steht die Linkspartei in Umfragen seit Monaten bei 8 bis 10 Prozent&hellip;<br>\nUm neue beziehungsweise st&auml;rkere B&uuml;ndnisse geht es auch LINKE-Chef Bernd Riexinger, der &ndash; ebenfalls in &raquo;Sozialismus&laquo;[2] &ndash; f&uuml;r eine &raquo;verbindende Partei und emanzipatorische Klassenpolitik&laquo; pl&auml;diert. Was das hei&szlig;t? &raquo;Einen Kampf um die Hegemonie zu f&uuml;hren: verschiedene Teile und Milieus der unteren und mittleren Klassen in Prozessen der Herausbildung gemeinsamer Weltsicht und politischer Ziele zu verbinden und eine neue demokratisch organisierte Wirtschaft, Politik und Kultur\/Lebensweise zu entwickeln. &laquo; Es gehe, so Riexinger, um &raquo;plurale Gegenkr&auml;fte zum neoliberalen Kapitalismus&laquo;. Hier klingt auch schon jene Herausforderung an, die mit dem Aufstieg neuer linker Formationen wie in Spanien verbunden sind, wo Podemos die linken unter den &raquo;alten Parteien&laquo; bisweilen alt aussehen l&auml;sst&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/967210.stell-die-verbindung-her.html\">Tom Strohschneider im ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Urteil im Ramelow-Prozess &ndash; So gut wie ein Freispruch<\/strong><br>\nDas Verfahren gegen Th&uuml;ringens Ministerpr&auml;sident Ramelow wird eingestellt: Er war an der Blockade einer Nazi-Demo 2010 beteiligt. Ramelow war die Organisation der Blockade der rechtsradikalen &bdquo;Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland&ldquo; im Jahr 2010 zur Last gelegt worden. Das Verfahren war urspr&uuml;nglich wegen Geringf&uuml;gigkeit eingestellt worden, die Kosten sollte jedoch Ramelow tragen. Er legte deshalb Einspruch ein. Sein Anwalt Johannes Eisenberg stellte noch einmal umfangreiche Beweisantr&auml;ge. Polizisten sollten bezeugen, dass Ramelow bei der Blockade vor allem als Vermittler t&auml;tig war und deshalb freizusprechen sei. Statt eines Verhandlungstermins kam gestern die Nachricht der Einstellung &ndash; diesmal aber ohne Kosten f&uuml;r Ramelow.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Urteil-im-Ramelow-Prozess\/!157854\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Rechenschaftsberichte weiterer Parteien<\/strong><br>\nDie FDP hat im Jahr 2013 bei Einnahmen von 33,33 Millionen Euro und Ausgaben von 37,85 Millionen Euro ein Defizit in H&ouml;he von 4,53 Millionen Euro verbucht. Dies geht aus den als Unterrichtung (18\/4301) durch Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert (CDU) vorgelegten Rechenschaftsberichten der &bdquo;&uuml;brigen anspruchsberechtigten Parteien&ldquo; hervor. Insgesamt umfasst die Unterrichtung mehr als ein Dutzend Rechenschaftsberichte. Die Rechenschaftsberichte der f&uuml;nf im Bundestag vertretenen Parteien CDU, SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen, Die Linke und CSU f&uuml;r 2013 hatte Lammert bereits in einer vorherigen Unterrichtung (18\/4300) bekannt gemacht.<br>\nAn staatlichen Mitteln erhielt die FDP laut Vorlage im Jahr 2013 10,51 Millionen Euro. Spenden von nat&uuml;rlichen Personen bekam die Partei den Angaben zufolge in H&ouml;he von 7,2 Millionen Euro und von juristischen Personen in H&ouml;he von 3,7 Millionen Euro. Die Zahl ihrer Mitglieder Ende 2013 gibt die FDP mit 57.263 Menschen an.<br>\nDie Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) erzielte im Jahr 2013 laut Rechenschaftsbericht mit Einnahmen in H&ouml;he von 7,72 Millionen Euro und Ausgaben in H&ouml;he von 5,39 Millionen Euro einen &Uuml;berschuss in H&ouml;he von 2,34 Millionen Euro. Sie erhielt neben staatlichen Mitteln in H&ouml;he von 1,86 Millionen Euro Spenden von nat&uuml;rlichen Personen in H&ouml;he von 4,14 Millionen Euro und Spenden von juristischen Personen in H&ouml;he von 170.000 Euro. Die Mitgliederzahl der Partei lag dem Bericht zufolge Ende 2013 bei 16.134.<br>\nBei den Piraten beliefen sich im Jahr 2013 die Einnahmen laut Unterrichtung auf 3,84 Millionen Euro und die Ausgaben auf 3,31 Millionen Euro, womit die Partei einen &Uuml;berschuss von 540.000 Euro verbuchte. An staatlichen Mittel erhielt sie 1,74 Millionen Euro. Die Spenden nat&uuml;rlicher Personen beliefen sich bei den Piraten auf 830.000 Euro und die Spenden juristischer Personen auf 14.000 Euro. Die Zahl ihrer Mitglieder Ende 2013 beziffert die Partei auf 22.295.<br>\nBei den Freien W&auml;hlern standen den Angaben zufolge im Jahr 2013 Einnahmen in H&ouml;he von 2,62 Millionen Euro Ausgaben in H&ouml;he von 3,79 Millionen Euro gegen&uuml;ber, was zu einem Defizit von 1,17 Millionen Euro f&uuml;hrte. Die Freien W&auml;hler verbuchten 2013 staatliche Mittel in H&ouml;he von 720.000 Euro. Die H&ouml;he der Spenden nat&uuml;rlicher Personen geben sie mit 1,23 Millionen Euro an und die H&ouml;he der Spenden juristischer Personen mit 84.000 Euro. Den Freien W&auml;hlern geh&ouml;rten Ende 2013 laut Bericht 4.927 Mitglieder an.<br>\nDie NPD kam im Jahr 2013 der Unterrichtung zufolge mit Einnahmen von 2,98 Millionen Euro und Ausgaben von 2,73 Millionen Euro auf einen &Uuml;berschuss von 240.000 Euro. Staatliche Mittel erhielt die NPD im Jahr 2013 laut Bericht in H&ouml;he von 1,25 Millionen Euro. Spenden nat&uuml;rlicher Personen erhielt sie in H&ouml;he von 800.000 Euro und Spenden juristischer Personen in H&ouml;he von 900 Euro. Die Zahl ihrer Mitglieder Ende 2013 beziffert die Partei auf 5.048.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_04\/-\/367992\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>4,2 Millionen Euro: Was die Funke-Manager verdienen<\/strong><br>\nMassenentlassungen, die Schlie&szlig;ung einer kompletten Zeitungsredaktion &ndash; und im Sommer dann die Ank&uuml;ndigung, von Axel Springer Zeitungen und Zeitschriften zu &uuml;bernehmen. 2013 war ein Jahr der Umbr&uuml;che f&uuml;r die Funke Mediengruppe &ndash; f&uuml;r die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer sogar ein Lohnendes. Direkt im Januar 2013 k&uuml;ndigte die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung die Schlie&szlig;ung der Redaktion der defizit&auml;ren &ldquo;Westf&auml;lischen Rundschau&rdquo; an, 120 Arbeitspl&auml;tze gingen f&uuml;r immer verloren, sollten &ldquo;sozialvertr&auml;glich&rdquo; abgebaut werden. Der damalige und heutige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Manfred Braun sagte: &ldquo;Wir wissen, dass das f&uuml;r die Betroffenen und ihre Familien sehr hart ist, aber wir sehen im Interesse des gesamten Unternehmens leider keine andere M&ouml;glichkeit.&rdquo; [&hellip;]<br>\nInteressant ist in diesem Zusammenhang, was Funke-Manager Manfred Braun und seine damaligen Co-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Thomas Ziegler und Christian Nienhaus verdient haben: &ldquo;Die Gesamtbez&uuml;ge der Mitglieder der Gruppengesch&auml;ftsf&uuml;hrung einschlie&szlig;lich der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Tochterunternehmen betragen 4,2 Millionen Euro&rdquo;, hei&szlig;t es in der Ver&ouml;ffentlichung. Wenn man davon ausgeht, dass mindestens ein Drittel der Bez&uuml;ge in diesen Managementpositionen variable Lohnbestandteile sind, geh&ouml;rt das Grundgehalt der Funke-Manager mit fast einer Million Euro zu den Top-Positionen in der deutschen Verlagslandschaft &ndash; mal abgesehen von Axel Springer und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern, denen die Zeitung auch pers&ouml;nlich geh&ouml;rt.<br>\nInteressant an der Ver&ouml;ffentlichung ist &uuml;brigens auch, wie hoch die Bez&uuml;ge fr&uuml;herer Mitglieder der Gruppengesch&auml;ftsf&uuml;hrung sowie deren Hinterbliebenen betragen: 2,1 Millionen Euro. Zudem wurden insgesamt 29,3 Millionen Euro f&uuml;r Pensionsverpflichtungen zur&uuml;ckgestellt. Fr&uuml;here Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer waren unter anderem G&uuml;nther Grotkamp und der ehemalige Bundesminister und SPD-Politiker Professor Bodo Hombach, Tr&auml;ger des Ordens M&eacute;rite Europ&eacute;en, Beirat unter anderem von ProSiebenSat.1 und Deloitte Deutschland.<br>\nAuf Nachfrage wollte die Funke-Pressestelle die Zahlen gegen&uuml;ber kress.de nicht kommentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kress.de\/tweet\/tagesdienst\/detail\/beitrag\/130900-42-millionen-euro-was-die-funke-manager-verdienen.html\">Kress<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Konzentration in Hessen<\/strong><br>\nVerlagskonzerne teilen sich regionalen Medienmarkt neu auf. Madsack zieht sich zur&uuml;ck, Ippen und VRM dominieren. Vielfalt und Besch&auml;ftigung schwinden. Allein f&uuml;r das Jahr 2013 z&auml;hlte die Unternehmensberatung Bartholom&auml;us &amp; Cie im Bereich der Printmedien 254 Unternehmensaufk&auml;ufe mit einem Gesamtvolumen von 6,5 Milliarden Euro. Tageszeitungen standen dabei mit 1,5 Milliarden Euro an erster Stelle. Gro&szlig;e Player teilen sich die regionalen Medienm&auml;rkte immer st&auml;rker auf. So auch in Hessen, wo nach dem R&uuml;ckzug von Madsack vor allem die Ippen-Gruppe und die Verlagsgruppe Rhein-Main dominieren. &raquo;Ganz oder gar nicht&laquo; &ndash; Das ist das Motto von Madsack. Wenn der Hannoveraner Verlagskonzern in einem regionalen Medienmarkt kein dominanter Anbieter werden kann, zieht er sich gleich ganz zur&uuml;ck. So ist der k&uuml;rzlich erfolgte Verkauf der Madsack-Beteiligungen an der Oberhessischen Presse (OP) in Marburg an den Altverleger Wolfram Hitzeroth sowie der Waldeckischen Landeszeitung in Korbach und der Frankenberger Zeitung an die Medien Beteiligungsgesellschaft (MBG) in Bad Hersfeld zu deuten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/04-09\/005.php\">Daniel Behruzi in der jungen Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Rezension: Was westliche Politik im Orient anrichtet<\/strong><br>\nDies ist der Untertitel eines Buches, das Mitte M&auml;rz im C.H. BECK Verlag erschienen ist. Auf gerade mal 175 Seiten entlarvt der in Berlin lebende Nahostexperte Michael L&uuml;ders die verlogene und desastr&ouml;se Politik des Westens, allen voran der USA, in Bezug auf die L&auml;nder des Nahen Ostens. Mit klarem analytischem Blick beschreibt er das kontinuierliche imperialistische Vorgehen der USA in dieser Region.<br>\nDas Paradebeispiel dieser Politik  geht auf das Jahr 1953 zur&uuml;ck als  CIA und MI6 f&uuml;r den Umsturz der damaligen demokratisch legitimierten Regierung unter  dem iranische Premierminister Mossadegh gesorgt haben. Diese Regierung musste weg, weil die Gefahr bestand, dass das Monopol der britischen &Ouml;lindustrie durch Verstaatlichung verloren gehen k&ouml;nnte. Mit der Pahlevi-Dynastie, die danach installiert wurde, konnte ein Deal eingef&auml;delt werden, der die vom Westen ben&ouml;tigten &Ouml;lreserven auf Jahrzehnte hinaus absicherte, und zwar mit Hilfe eines internationalen &Ouml;lkonsortiums, welches zu 40 Prozent den USA und zu weiteren 40 Prozent BP geh&ouml;rte. Mission accomplished!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150410_Was_westliche_Politik_im_Orient_anrichtet.pdf\">J&uuml;rgen Scherer, Was westliche Politik im Orient anrichtet [PDF]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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