{"id":25706,"date":"2015-04-13T09:03:36","date_gmt":"2015-04-13T07:03:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706"},"modified":"2015-04-13T09:03:36","modified_gmt":"2015-04-13T07:03:36","slug":"hinweise-des-tages-2351","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h01\">Das Geld ist l&auml;ngst weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h02\">Hillary Clintons Kandidatur: &ldquo;Clintons W&auml;rme-Quotient ist ziemlich niedrig&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h03\">Gabriel auf TTIP-Schlingerkurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h04\">Bankenkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h05\">Die Barbarei des IWF in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h06\">Im Griff der M&auml;chtigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h07\">Zeiten des Leistungsbezugs untersucht &ndash; Auf Dauer Hartz IV?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h08\">Die SPD &ndash; hat sie ihre &ldquo;Zukunft vertagt&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h09\">Brennender Rassismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h10\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h11\">Facebooks nervigster Nutzer k&auml;mpft weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h12\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h13\">Warum sich brutale Cops vor Smartphones f&uuml;rchten <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h14\">Umrisse einer multipolaren Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h15\">Briefwechsel zu unserem Hinweis #5 vom Freitag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h16\">Zum Bild Boykott<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h17\">Medienanalyse und -kritik: H&ouml;rfunkrat spielt Ungleichbehandlung von im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien im Deutschlandfunk herunter &ndash; Transparenz l&auml;sst zu w&uuml;nschen &uuml;brig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h18\">Claus von Wagner &ndash; Aktuelles Programm &bdquo;Theorie der feinen Menschen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706#h19\">Das Vorletzte: Zum Thema Pegida<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25706&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Geld ist l&auml;ngst weg<\/strong><br>\nWer Geld f&uuml;r die Vergangenheit verlangt, ruiniert die Wirtschaftsleistung der Zukunft. Deshalb zahlte Deutschland keine Reparationen. Und darum kann auch Griechenland die Schulden nie begleichen&hellip;<br>\nMoralisch sind Geldschulden und Reparationen zwar unvergleichlich, weil man Kredite nicht gegen Millionen Tote aufrechnen kann. Aber &ouml;konomisch ist das Problem identisch: Wer Geld f&uuml;r die Vergangenheit verlangt, ruiniert die Wirtschaftsleistung der Zukunft. Am Ende sind alle &auml;rmer &ndash; nicht nur die Schuldner&hellip;<br>\nViele Menschen glauben, Geld mache reich. Kein Irrtum k&ouml;nnte gr&ouml;&szlig;er sein. Das Finanzverm&ouml;gen ist rein virtuell und zun&auml;chst nur eine Computerzahl auf einem Konto. Es ist die Kehrseite der Schulden, die ein anderer hat. Der eigentliche Wohlstand einer Gesellschaft sind die realen Waren und Dienstleistungen, die sie j&auml;hrlich produziert &ndash; auch &ldquo;Wirtschaftsleistung&rdquo; genannt. Nur diese G&uuml;ter existieren wirklich, sie sind die Gegenwart. Doch in Europa ist ein seltsames Ph&auml;nomen zu beobachten: Um die Schulden der Vergangenheit zur&uuml;ckzuzahlen, wird die Wirtschaftsleistung der Gegenwart abgew&uuml;rgt. Die Eurozone verabsolutiert Geld, das l&auml;ngst weg ist, und ruiniert den Wohlstand, der m&ouml;glich w&auml;re. Die Krisenl&auml;nder leiden besonders, aber auch die Bundesrepublik bleibt weit hinter den Wachstumsraten zur&uuml;ck, die sie haben k&ouml;nnte. Es ist merkw&uuml;rdig. Die Deutschen finden es selbstverst&auml;ndlich, dass sie nach dem Zweiten Weltkrieg kaum Reparationen abf&uuml;hren mussten, weil es &ouml;konomisch unm&ouml;glich gewesen w&auml;re. Aber sie wollen nicht verstehen, dass genau die gleichen wirtschaftlichen Zusammenh&auml;nge erkl&auml;ren, warum die Krisenl&auml;nder ihre Schulden nicht zur&uuml;ckzahlen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2015%2F04%2F11%2Fa0132&amp;cHash=2bf6f03142b0a3f10efd60ad55d13b81\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hillary Clintons Kandidatur: &ldquo;Clintons W&auml;rme-Quotient ist ziemlich niedrig&rdquo;<\/strong><br>\nKornblum sagte weiter, Clintons &ldquo;W&auml;rme-Quotient&rdquo; sei ziemlich niedrig und sie k&ouml;nne nicht die &ldquo;Kuschel-Einheiten&rdquo; wie fr&uuml;here Pr&auml;sidentschaftskandidaten bieten. &ldquo;Das ist ihr Hauptproblem&rdquo;. Dennoch st&uuml;nden ihre Wahlchancen aktuell sehr gut. &ldquo;Im Moment gibt es kaum einen republikanischen Bewerber, der ihr Konkurrenz machen k&ouml;nnte.&rdquo; Es sehe vielmehr so aus, als ob sich die Kandidaten der Republikaner wie bei der vergangenen Wahl gegenseitig ausschalteten.<br>\nAllerdings k&ouml;nnte ihr nach Einsch&auml;tzung von Kornblum das gemeinsam mit ihrem Mann Bill Clinton gekn&uuml;pfte Netzwerk Probleme bereiten. &ldquo;Die Clinton AG genie&szlig;t sehr viele Kontakte zu reichen Menschen.&rdquo; Darunter seien auch reiche Saudis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hillary-clintons-kandidatur-clintons-waerme-quotient-ist.694.de.html?dram:article_id=316854\">Interview mit John Kornblum im Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gabriel auf TTIP-Schlingerkurs<\/strong><br>\nDas Freihandelsabkommen mit den USA schafft Wohlstand und Wachstum. So wollen es seine Verteidiger sehen. Jetzt h&auml;lt SPD-Chef Sigmar Gabriel dagegen. Darauf h&auml;tte er schon fr&uuml;her kommen k&ouml;nnen. Selbst der fr&uuml;herer Handelskommissar Karel de Gucht musste am Ende einlenken. Nein, das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA werde doch keinen sofortigen Nutzen bringen. Das stellte er bereits im vergangenen September richtig, als erste Zweifel an der Redlichkeit seiner Prognosen aufkamen. Die EU m&uuml;sse wohl die Voraussagen &uuml;ber die Wachstums- und Besch&auml;ftigungsentwicklung etwas pr&auml;ziser&nbsp;darstellen.<br>\nEine leichte Untertreibung. Die EU-Kommission hatte schon 2013 das Centre for Economic Policy Research (CEPR) beauftragt, ein paar Prognosen abzugeben, wie sich TTIP auf die &Ouml;konomien von EU und USA auswirken k&ouml;nnte. Ergebnis: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der EU k&ouml;nnte mit TTIP um 0,5 Prozent steigen. Das der USA um 0,4 Prozent. Statistisch h&auml;tte jeder Haushalt in der EU ein Plus von mehr als 500 Euro in der Kasse. Dolle&nbsp;Zahlen. (&hellip;)<br>\nNur hat die EU damals irgendwie nicht daran gedacht, den zeitlichen Bezug herzustellen. Das Plus von 0,5 Prozent bezog sich auf einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren. Der Konjunktur-Effekt pro Jahr w&auml;re &ndash; nun ja &ndash; eher ein Scherz. Und selbst diese Prognose ist eine recht optimistische. Verschiedene Forschungsinstitute haben nachgerechnet. Manche kommen auf einen Wachstumseffekt von nicht einmal 0,1 Prozent des EU-weiten BIP pro Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-chef-zu-umstrittenem-freihandelsabkommen-gabriel-auf-ttip-schlingerkurs-1.2430870\">S&uuml;ddeutsche<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/wirtschaftsticker\/gabriel-glaube-berechnungen-zu-konjunktureffekten-durch-ttip-nicht_id_4604415.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant an dieser Meldung ist eigentlich nur, dass nun selbst regierungsoffiziell die M&auml;rchen &uuml;ber die Wachstumsgewinne durch TTIP dementiert werden. Traurig ist, dass Gabriel an das M&auml;rchen glaubt, dass durch TTIP die Standards des Welthandels verbessert werden k&ouml;nnten. Daf&uuml;r gibt es noch nicht einmal das kleinste Indiz. <\/em><br>\n<em>Aber solcher Beweise bedarf es auch nicht, denn &bdquo;die SPD will sich ja der Wirtschaft weiter ann&auml;hern&ldquo; und deshalb soll heute der Startschuss f&uuml;r <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article139442200\/Die-SPD-will-sich-der-Wirtschaft-weiter-annaehern.html\">ein &bdquo;SPD-Wirtschaftsforum&ldquo; fallen<\/a>. Zu Recht sieht man beim CDU-Wirtschaftsfl&uuml;gel die neue Konkurrenz gelassen. Die CDU wei&szlig; schlie&szlig;lich, dass nicht die Kopie, sondern das Original gew&auml;hlt wird. Die SPD ist dabei, sich als Koalitionspartner von CDU\/CSU als Partei &ndash; wie die FDP &ndash; &uuml;berfl&uuml;ssig zu machen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Sigmar Gabriels Einblick, Ben Bernankes Durchblick<\/strong><br>\nBravo! Wann hat ein deutscher Wirtschaftsminister so viel Einsicht in die relevanten Zusammenh&auml;nge gezeigt. Dass er dann nachgeschoben hat, dass Europa das Abkommen dringend brauche, weil &bdquo;unsere Unternehmen&ldquo; bei gleichen Standards nicht zweimal ein Zulassungsverfahren durchlaufen m&uuml;ssen, wollen wir dagegen schnell wieder vergessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/sigmar-gabriels-einblick-ben-bernankes-durchblick\/\">flassbeck economics<\/a><\/p>\n<p><strong>Au&szlig;erdem: Gabriel h&auml;ngt sein TTIP-F&auml;hnchen in den drehenden Wind<\/strong><br>\nFoodwatch-Chef Thilo Bode hat mit seinem Buch &bdquo;Die Freihandelsl&uuml;ge&ldquo; eine konzertierte Desinformationskampagne von EU-Kommission, Wirtschaftsverb&auml;nden und Lobby-Organisationen, sowie des Wirtschaftsministeriums enttarnt und die &Uuml;belt&auml;ter gen&ouml;tigt, ihre falschen Darstellungen der angeblichen Wachstumswirkungen des EU-USA-Freihandelsabkommens TTIP zu streichen oder zu korrigieren. Nun hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) auf besonders perfide Weise reagiert. Im Interview mit dem Focus sagte er: &bdquo;An die wundersamen Berechnungen vom Wirtschaftswachstum durch TTIP glaube ich nicht.&ldquo; Jede Wechselkursschwankung habe st&auml;rkere &nbsp;Auswirkungen auf die Konjunktur. &bdquo;Die ganzen Folgesch&auml;tzungen der vermeintlichen Bef&uuml;rworter&nbsp;oder Gegner von TTIP machen alle ein bisschen den Eindruck von Voodoo-&Ouml;konomie.&rdquo;<br>\nWir halten fest. Die Bef&uuml;rworter von TTIP, zu denen Gabriel sich in Bruch seiner Wahlkampfank&uuml;ndigungen bekannt hat, haben gelogen und sind dabei ertappt worden. Gabriel tut wider besseres Wissen so, als seien beide Seiten mit falschen Darstellungen an die &Ouml;ffentlichkeit gegangen. Von den &bdquo;vermeintlichen&ldquo; (was soll dieses Wort hier, au&szlig;er diskreditieren?) Gegnern von TTIP sind aber keine solchen Folgeabsch&auml;tzungen bekannt. Sie haben diese nur immer angezweifelt. Bemerkenswert ist auch, dass mindestens eine der kritisierten Studien im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellt wurde. Der Auftrag wurde zwar vor Gabriels Zeit erteilt. Aber unter Gabriel hat das Ministerium die Ifo-Studie verbreitet, und zwar in der irref&uuml;hrenden Weise, wie es zu den Falschdarstellungen der Bef&uuml;rworter einlud. Er distanziert sich also von sich selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Fast kann der Eindruck entstehen, Gabriel wolle keine Politik mit Hirn, sondern mittels &bdquo;Finger im Wind&ldquo; machen. Die NachDenkSeiten haben sich oft mit der fragw&uuml;rdigen Position von Gabriel zu den sog. Freihandelsabkommen befasst; hier einige Beispiele: <\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23530\">TTIP und die Dreifaltigkeit von Sigmar Gabriels SPD<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25219\">Freihandelskonferenz der SPD: Reklame f&uuml;r den sog. Freihandel<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25356\">Will Sigmar Gabriel uns f&uuml;r dumm verkaufen?<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Siehe auch: Kultur braucht kein TTIP &ndash; Material zum Aktionstag am 21. Mai kann jetzt bestellt werden!<\/strong><br>\nDer bundesweite Aktionstag gegen TTIP am 21. Mai r&uuml;ckt n&auml;her. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverb&auml;nde, stellt Material f&uuml;r die Aktionen vor Ort zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tag-gegen-ttip.de\/news\/kultur-braucht-kein-ttip-material-zum-aktionstag-am-21-mai-kann-jetzt-bestellt-werden\">Tag gegen TTIP<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bankenkrise<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Big Banks &ndash; in Europa noch immer ein &bdquo;big problem&ldquo;<\/strong><br>\nDass gro&szlig;e Banken ganze Staaten und Volkswirtschaften in die Bredouille bringen k&ouml;nnen, gilt mittlerweile als Binsenweisheit. Doch was hat diese Diskussion bisher bewirkt? Wie gro&szlig; ist dieses &bdquo;big problem&ldquo; im Euroraum, im Vereinigten K&ouml;nigreich und in den USA? Gibt es &ndash; abgesehen von Not-Restrukturierungen von in Schieflagen geratenen Banken &ndash; Ans&auml;tze zur L&ouml;sung des Problems, und wohin geht die Richtung? Es zeigt sich, dass von der Gr&ouml;&szlig;e der Banken gerade in Europa nach wie vor eine Gefahr ausgeht, die es st&auml;rker einzud&auml;mmen gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/big-banks-in-europa-noch-immer-ein-big-problem\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Die teure Verz&ouml;gerungstaktik der Deutschen Bank<\/strong><br>\nEs verspricht teuer, spektakul&auml;r und f&uuml;r die Verantwortlichen auch peinlich zu werden: Laut Medienberichten steht die Deutsche Bank kurz vor einer Rekordstrafe von mehr als 1,5 Milliarden Dollar im Skandal um die Manipulation wichtiger Referenzzinsen. Eine Einigung mit vier Beh&ouml;rden in den USA und Gro&szlig;britannien k&ouml;nnte demnach schon in April bevorstehen. Die Deutsche Bank w&auml;re damit eine der letzten gro&szlig;en Banken weltweit, welche den Skandal &uuml;ber weitgehende Tricksereien und Absprachen bei der Festsetzung des sogenannten Libor-Zinssatzes hinter sich lassen w&uuml;rde. Ebenso wie bei Rivalen wie UBS und Barclays werden es sich die Beh&ouml;rden nicht nehmen lassen, aus der Einigung ein gro&szlig;es Spektakel zu veranstalten: Zu erwarten ist die Ver&ouml;ffentlichung ebenso peinlicher wie ersch&uuml;tternd dreister E-Mail- und Chat-Kommunikation zwischen H&auml;ndlern der Deutschen Bank.<br>\nDoch der Schaden wird weit &uuml;ber die mediale Ausschlachtung der ordin&auml;ren Sprache millionenschwerer H&auml;ndler hinausgehen. Die Deutsche Bank wird voraussichtlich die h&ouml;chste Strafe aller Banken im Libor-Skandal bezahlen m&uuml;ssen, und ein eventuell erzwungenes Schuldeingest&auml;ndnis der englischen Tochter w&auml;re ebenfalls eine die bisherigen Bestrafungen &uuml;bertreffende harte Ma&szlig;nahme mit noch unbekannten Folgen f&uuml;r das Gesch&auml;ft der Bank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/libor-skandal-die-teure-verzoegerungstaktik-der-deutschen-bank\/11617614.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Barbarei des IWF in Europa<\/strong><br>\nDer IWF ist ein Interessen-Instrument des internationalen Finanzkapitals. Ihm hat Europa Krieg und Not zu verdanken: von Jugoslawien bis hin zu Griechenland.<br>\nHinter der ehrenwerten Fassade einer international hilfreichen Finanzorganisation arbeitet der IWF als ein Interessen-Instrument des internationalen Finanzkapitals zur Maximierung der Profite. Seine Mittel sind die Mechanismen der Kreditwirtschaft. Ist ein Land durch gro&szlig;z&uuml;gige Kredite der Banken in finanzielle Schwierigkeiten gelockt, so dass es auf dem Finanzmarkt keinen Kredit mehr erh&auml;lt, ist der IWF als &bdquo;Kreditgeber letzter Instanz&ldquo; zur Stelle und erzwingt rigorose Spardiktate, um den Schuldendienst f&uuml;r sich und die internationalen Banken aufrecht zu erhalten.[1] Das Land befindet sich im gnadenlosen W&uuml;rgegriff der US-Hochfinanz, durch die die arbeitende Bev&ouml;lkerung buchst&auml;blich bis aufs Blut ausgenommen wird. Und der Staat verliert seine finanzielle, wirtschaftliche und politische Selbst&auml;ndigkeit &ndash; das Ziel, das letztlich dahinter steht.<br>\nWeltherrschaft besteht heute weniger in milit&auml;rischer als in finanzkapitalistischer Unterjochung durch das Instrument der Kredit-Schulden-Spirale, die derart abgesichert wird, dass es aus ihr kein Entkommen geben soll. Den Raubz&uuml;gen des IWF ist Ernst Wolf in seinem verdienstvollen Buch &bdquo;Weltmacht IWF&ldquo; detailliert nachgegangen. Wesentliche Z&uuml;ge daraus sollen hier in Bezug auf die Wirksamkeit des IWF in Europa nachgezeichnet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.geolitico.de\/2015\/02\/24\/die-barbarei-des-iwf-in-europa\/\">Geolitico<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Im Griff der M&auml;chtigen<\/strong><br>\nDie spanische Regierung hat Angst vor Podemos. Deswegen werden Journalisten nun auf Linie gebracht, versetzt oder sogar entlassen. Zwei Wochen dauerte es, bis der spanische TV-Moderator Jes&uacute;s Cintora auf dem Kurznachrichtendienst Twitter erste Worte fand. &bdquo;Ihr wisst, dass sie beschlossen haben, dass ich nicht weitermache. Es ist nicht leicht, aber ich lass mich nicht unterkriegen&ldquo;, lautete die Nachricht Cintoras an seine Fans, nachdem er p&uuml;nktlich zur Osterwoche als Moderator der allmorgendlichen Politiktalkshow im Privatsender Cuatro abgesetzt worden war. Betreiber Mediaset begr&uuml;ndete dies mit dem &bdquo;klaren Ziel, die Zuschauer mit Pluralismus zu informieren, mit Moderatoren, die die Informationen objektiv darstellen&ldquo;. [&hellip;]<br>\nCintora war vielen zu kritisch. Er &uuml;berging keinen noch so kleinen Fehltritt der regierenden konservativen Partido Popular (PP) unter Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy. Seine G&auml;ste debattierten &uuml;ber die tiefe Krise des Zweiparteiensystems, das Spanien seit Ende der Diktatur regiert. Korruption war ein wichtiges Thema. Berichte &uuml;ber die Opfer der Sparpolitik durften nicht fehlen. Cintora lie&szlig; neue Stimmen aus der Mitte der krisengesch&uuml;ttelten Gesellschaft zu Wort kommen. Allen voran Vertreter der neuen Protestpartei Podemos (Wir k&ouml;nnen).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!157923\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zeiten des Leistungsbezugs untersucht &ndash; Auf Dauer Hartz IV?<\/strong><br>\nFast drei Millionen Menschen sind bereits l&auml;nger als vier Jahre auf Hartz IV angewiesen. Das ist nahezu die H&auml;lfte (46,3 Prozent) aller Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld. Kurzfristiger Leistungsbezug kommt dagegen eher selten vor: Nur 22,4 Prozent ben&ouml;tigen weniger als zw&ouml;lf Monate Hilfe. Das zeigt eine Auswertung der Grundsicherungsstatistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;r das Jahr 2014. Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen(UDE) hat diese jetzt im Informationsportal Sozialpolitik aktuell ver&ouml;ffentlicht. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Dass viele Menschen langfristig, &uuml;ber mehrere Jahre hinweg abh&auml;ngig von Hartz IV sind, weist darauf hin, dass es f&uuml;r einen gro&szlig;en Personenkreis &auml;u&szlig;erst schwierig ist, ein ausreichendes Einkommen zu erzielen und so aus der Bed&uuml;rftigkeit herauszukommen&ldquo;, stellt Prof. Dr. Gerhard B&auml;cker fest. Im Juni 2014 schafften dies lediglich 3,5 Prozent der erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, erneut auf Zahlungen angewiesen zu sein. Von allen, die zwischen Juli 2013 und Juni 2014 ihre Hilfebed&uuml;rftigkeit beendeten, bekam jeder Vierte innerhalb von drei Monaten wieder Leistungen aus der Grundsicherung.<br>\nGrundlegendes Problem ist dabei, dass die lange Arbeitslosigkeit andauert. Trotz der g&uuml;nstigen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt haben die &uuml;berwiegend von Hartz IV abh&auml;ngigen Langzeitarbeitslosen nur geringe Chancen, eine regul&auml;re Besch&auml;ftigung zu finden. Insbesondere die &Auml;lteren bleiben meist dauerhaft hilfebed&uuml;rftig.<br>\nDas Risiko des Dauerbezugs betrifft aber nicht nur die Arbeitslosen. Denn nur ein Teil der Hartz IV-Empf&auml;nger ist als &bdquo;arbeitslos&ldquo; registriert. Gro&szlig;e Schwierigkeiten, die Abh&auml;ngigkeit zu &uuml;berwinden, haben Alleinerziehende, die zwar prinzipiell erwerbsf&auml;hig sind, aber dem Arbeitsmarkt wegen der Betreuung ihrer Kinder nicht zur Verf&uuml;gung stehen. Zudem befinden sich unter den Langzeitbeziehern viele Aufstocker, die ihr niedriges Erwerbseinkommen durch Hartz IV-Leistungen erg&auml;nzen m&uuml;ssen, um das Existenzminimum zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news628960\">Universit&auml;t Duisburg-Essen im idw<\/a>\n<p><strong>Dazu: Dauerbaustelle Sozialstaat<\/strong><br>\nChronologie gesetzlicher Neuregelungen in der Sozialpolitik 1998 &ndash; 2014<br>\nDas sozialpolitische Leistungssystem in Deutschland hat sich &uuml;ber Jahre und Jahrzehnte hinweg entwickelt. Selbst den Experten f&auml;llt es schwer, hier den &Uuml;berblick zu bewahren. Das seit 2000 bestehende Internet-Informationsportal sozialpolitik-aktuell.de hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, diesen Ver&auml;nderungsprozess im Einzelnen nachzuzeichnen. Begonnen wurde mit dem Jahr 1998, also mit Beginn der ersten rot-gr&uuml;nen Koalition. Die Rubrik &bdquo;gesetzliche Neuregelungen&ldquo; konzentriert sich dabei auf sechs zentrale Bereiche des Sozialstaats:<\/p>\n<ul>\n<li>Arbeitsf&ouml;rderung\/SGB II<\/li>\n<li>Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende\/SGB II &amp; Sozialhilfe \/SGB XII<\/li>\n<li>Rentenversicherung &amp; Alterssicherung<\/li>\n<li>Krankenversicherung &amp; Gesundheitswesen<\/li>\n<li>Pflegeversicherung &amp; Pflege<\/li>\n<li>Familienpolitik, Familienleistungsausgleich, Kindergeld, Elterngeld\/-zeit<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der vorliegenden Brosch&uuml;re werden die Neuregelungen in diesen Bereichen erstmalig in einem Dokument zusammengefasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/blaue-reihe\/2015\/br2015-01.pdf\">Gerd B&auml;cker und das Team von sozialpolitik-aktuell &ndash; Institut f&uuml;r Arbeit und Qualifikation [PDF &ndash; 1.9 MB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die SPD &ndash; hat sie ihre &ldquo;Zukunft vertagt&rdquo;?<\/strong><br>\n&ldquo;Vertagte Zukunft&rdquo; hat Peer Steinbr&uuml;ck, der ehemalige, recht gl&uuml;cklose Herausforderer der Bundeskanzlerin, sein neues Buch genannt. Es werde &ldquo;lange dauern, bis wieder nach Autogrammkarten eines sozialdemokratischen Bundeskanzlers verlangt werden&rdquo; k&ouml;nne, meint Torsten Albig, SPD-Ministerpr&auml;sident von Schleswig-Holstein. Man d&uuml;rfe seine Partei aber nicht &ldquo;verzwergen&rdquo;, r&uuml;gte ihn Sigmar Gabriel. Aber dass die SPD bei der Bundestagswahl 2017 eine Mehrheit gewinnt, darauf hofft auch ihr Vorsitzender nicht. Sie hat, wenn nicht ein Wunder geschieht oder Angela Merkel denn doch amtsm&uuml;de wird, keine Aussichten, aus ihrem Tief in der W&auml;hlergunst heraus zu kommen (Die SPD im 25-Prozent-Turm?). (&hellip;)<br>\nDer F.A.Z.-Redakteur Jasper von Altenbockum (er ist alles andere als ein Kritiker der Agenda-2010-Politik ) fragt, weshalb sich die SPD so schwer damit tue, einen Gegenkandidaten zu Angela Merkel aufzubauen und gibt eine n&uuml;chterne Antwort: &ldquo;Wer es auch immer ist, er wird den Schatten Schr&ouml;ders mit sich tragen&rdquo;. Den Verlust des Status einer &ldquo;Volkspartei&rdquo; also. F&uuml;r einen Bundestagswahlkampf braucht die SPD popul&auml;re eigene Themen, Nachweise ihrer Besonderheit, ihrer Unentbehrlichkeit. Immer noch ist die Rede davon, die Partei m&uuml;sse mehr &ldquo;die Mitte ansprechen&rdquo; &ndash; aber woraus besteht diese, und sch&ouml;pft nicht schon die CDU\/CSU gerade hier ab? (&hellip;)<br>\nNostalgisch blicken Sozialdemokraten auf den gro&szlig;en Aufschwung ihrer Partei in der &Auml;ra Willy Brandt zur&uuml;ck. Der damalige Erfolg allerdings kam zustande in der Konfrontation mit bis dahin herrschenden Politikmustern, aus der Opposition heraus. Und durch den Aufritt eines Kanzlerkandidaten, der als Verfechter einer gesellschafts- und au&szlig;enpolitischen Alternative wahrgenommen wurde, von seinen Gegnern bek&auml;mpft, von immer mehr W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern in eben dieser Eigenschaft gesch&auml;tzt. &ldquo;Vertagte Zukunft&rdquo; der SPD? Vertagung kann f&uuml;r eine Partei auch bedeuten: Eine Zukunft in besserer Position stellt sich nicht mehr ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44623\/1.html\">Arno Kl&ouml;nne auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Brennender Rassismus<\/strong><br>\nTr&ouml;glitz ist kein Einzelfall. Vorg&auml;nge wie dort haben viele Orte. Im Dezember 2014 fackelten Neonazis im mittelfr&auml;nkischen Vorra[1] einen renovierten Gasthof ab, der als Fl&uuml;chtlingsunterkunft dienen sollte. In Escheburg bei L&uuml;beck brannte es im Februar 2015. Anfang M&auml;rz setzten Unbekannte im badischen Malterdingen ein Heim unter Wasser. In Dortmund gelang es Neonazis Ende M&auml;rz, in eine Fl&uuml;chtlingsunterkunft im Stadtteil Wickede einzudringen.<br>\nTr&ouml;glitz liegt also nicht nur im Osten Deutschlands. Seit Monaten breitet sich bundesweit eine aggressive Bewegung gegen eine wachsende Zahl von Fl&uuml;chtlingen in Deutschland aus. Laut &raquo;Pro Asyl&laquo; dokumentierten Beobachter im vergangenen Jahr 77 gewaltt&auml;tige &Uuml;bergriffe auf Fl&uuml;chtlinge und 153 Attacken auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte, davon 35 Brandanschl&auml;ge. Die Bundesregierung best&auml;tigte auf eine Anfrage der Linken, dass allein im Jahr 2014 150 Angriffe auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte registriert wurden.[2] Schon 2013 hatte sich die Zahl mehr als verdoppelt: Wurden in 2012 noch 24 Angriffe gez&auml;hlt, waren es im Jahr darauf schon 58.<br>\nDiese Angriffe erfolgen vor dem Hintergrund politischer Stimmungsmache gegen unerw&uuml;nschte Migranten. So f&auml;llt die Verdoppelung der Angriffe auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte im Jahr 2013 in eine Phase, in der die Bundesregierung den angeblichen &raquo;Missbrauch des Freiz&uuml;gigkeitsrechts&laquo; in der EU &ouml;ffentlich anprangerte und scharfe Ma&szlig;nahmen gegen die Einreise vor allem von Roma aus S&uuml;dosteuropa ergriff. Im &Uuml;brigen ist der Zusammenhang zwischen staatlicher Hetze gegen Migranten und rassistischer Gewalt sp&auml;testens seit dem Pogrom von Rostock (1992) sowie dem Brandanschlag von Solingen (1993) offensichtlich. Damals wurde eine weitreichende Einschr&auml;nkung des Asylrechts vollzogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/brennender-rassismus\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><strong>Dazu: Asylrecht entsch&auml;rfen!<\/strong><br>\nF&ouml;rmlich in letzter Minute versuchen Fl&uuml;chtlingsaktivisten die geplanten Versch&auml;rfungen des deutschen Asylrechts zu verhindern. Am Freitag startete eine bundesweite Aktionswoche gegen einen Gesetzentwurf der Regierungskoalition. Schon im Juni soll er den Bundestag passieren. Das &raquo;B&uuml;ndnis f&uuml;r bedingungsloses Bleiberecht&laquo; will den Protest gegen das Vorhaben in die &Ouml;ffentlichkeit und zu den politisch Verantwortlichen tragen. [&hellip;] In Tr&ouml;glitz wird eine Fl&uuml;chtlingsunterkunft niedergebrannt, Politiker geben sich dar&uuml;ber besorgt. &raquo;Gleichzeitig wird unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit ein Gesetzentwurf verhandelt, welcher eben diese rassistische Haltung staatlich legitimiert, dies muss verhindert werden&laquo;, erkl&auml;rte eine Aktivistin. Die &Auml;nderungen im Asylrecht werden von CDU\/CSU, SPD und einem Gro&szlig;teil der Gr&uuml;nen als &raquo;Kompromiss&laquo; verkauft. Baden-W&uuml;rttembergs Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann (Gr&uuml;ne) stimmte bereits im letzten Jahr im Bundesrat der Einstufung Serbiens, Mazedoniens und Bosnien-Herzegowinas als &raquo;sichere Herkunftsstaaten&laquo; zu. Das hat schon jetzt schwerwiegende Folgen f&uuml;r die vielfach auf dem Balkan diskriminierten Roma-Fl&uuml;chtlinge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/04-11\/116.php\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Vorratsdatenspeicherung bei Flugreisen: Protest gegen den gl&auml;sernen Passagier<\/strong><br>\n&ldquo;Darf ich Ihnen einen Flyer geben?&rdquo; fragt Christian Engelking. Er steht am Terminal 1 des K&ouml;ln-Bonner Flughafens am Info-Stand &ndash; und versucht Aufmerksamkeit f&uuml;r ein schwieriges Thema zu erhalten. Es geht um ein politisches Projekt der EU, das unter anderem vor der Hintergrund der Gefahr terroristischer Anschl&auml;ge entstanden ist: Die Vorratsdatenspeicherung von Passagierdaten. Vorgesehen ist eine Richtlinie, die alle Fluggesellschaften verpflichtet, umfassende Datens&auml;tze &uuml;ber s&auml;mtliche Passagiere an die jeweiligen Ermittlungsbeh&ouml;rden des Ziellandes weiterzuleiten. Die Eintr&auml;ge, die bis zu 60 Einzelinformationen enthalten, sollen elektronisch ausgewertet und f&uuml;r f&uuml;nf Jahre gespeichert werden. Betroffen sind alle Flugreisenden in die EU und aus der EU heraus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/aktuell\/fluggastdaten-100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><strong>&Ouml;ffentliche WLAN-Hotspots sollen schn&uuml;ffeln helfen<\/strong><br>\nDie Bundesnetzagentur verpflichtet die Betreiber gro&szlig;er &ouml;ffentlicher WLAN-Hotspots zur Unterst&uuml;tzung staatlicher Abh&ouml;rma&szlig;nahmen, wie sie f&uuml;r drahtgebundene Telekommunikationsdienste schon l&auml;nger vorgeschrieben sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Oeffentliche-WLAN-Hotspots-sollen-schnueffeln-helfen-2599623.html?wt_mc=nl.ho.2015-04-12\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>BND &uuml;berwacht illegal &ndash; Kein Problem, die Bundesregierung will das legalisieren<\/strong><br>\nIm Geheimdienst-Untersuchungsausschuss kommen immer mehr Praktiken des Bundesnachrichtendienst zum Vorschein, wo dieser offensichtlich verfassungswidrig und\/oder im rechtsfreiem Raum Kommunikation massen&uuml;berwacht. Eine logische Konsequenz w&auml;re jetzt, diese illegalen Praktiken zu unterbinden. Aber die Bundesregierung sieht die Snowden-Enth&uuml;llungen leider als Machbarkeitsstudie und nimmt genau den anderen Weg: Bereits seit einiger Zeit gibt es das Ger&uuml;cht aus den Reihen der Gro&szlig;en Koalition, dass man einfach die Gesetze so ver&auml;ndern will, um die jetzigen illegalen &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen einfach zu legalisieren.<br>\nDer Spiegel berichtet in einer Kurzmeldung mit Verweis auf die Weltraumtheorie, dass das Bundeskanzleramt einen Gesetzentwurf habe, der aber noch mit dem Justizministerium abgestimmt werden m&uuml;sste. Wahrscheinlich handelt es sich um eine &Auml;nderung des G10-Gesetz, das die &Uuml;berwachungsbefugnisse des BND regelt.<br>\nBei der Weltraumtheorie geht es um die Rechtsaufassung, dass der BND Satellitenkommunikation bzw. im Ausland massenhaft abh&ouml;ren d&uuml;rfe, weil unser Grundgesetz nicht au&szlig;erhalb von Deutschland bzw. im Weltall gelte. Wir lassen uns mal &uuml;berraschen, was da von schwarz-rot vorgelegt wird und wie man das Grundgesetz aus dem Weltall raushalten m&ouml;chte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/bnd-ueberwacht-illegal-kein-problem-die-bundesregierung-will-das-legalisieren\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Facebooks nervigster Nutzer k&auml;mpft weiter<\/strong><br>\nMindestens 1222 DIN-A4-Seiten k&ouml;nnte man mit dem Leben von Max Schrems f&uuml;llen. So dick war der Papiersto&szlig;, den der Datensch&uuml;tzer vor vier Jahren vom sozialen Netzwerk Facebook erhalten hatte. Darin waren alle Informationen aufgeschl&uuml;sselt, die Facebook &uuml;ber Schrems gespeichert hatte &ndash; auch solche, die Schrems selbst aus dem Netzwerk gel&ouml;scht hatte.<br>\nAls Reaktion strengte Schrems ein Verfahren gegen den US-Konzern an. Mittlerweile geht der Kampf um mehr Datenschutz bei Facebook ins vierte Jahr. Er nimmt eine Schl&uuml;sselrolle im Leben des 27-j&auml;hrigen Juristen ein: Europaweit referiert Schrems bei Konferenzen zum Thema Datenschutz, regelm&auml;&szlig;ig berichten renommierte Zeitungen &uuml;ber seine Initiativen.<br>\nAuch jetzt steht der geb&uuml;rtige Salzburger durch eine vom ihm initiierte &ldquo;Datenschutz-Sammelklage&rdquo; gegen Facebook im Fokus der &Ouml;ffentlichkeit. &Uuml;ber 25.000 Facebook-Nutzer aus allen Teilen der Welt haben sich der Klage angeschlossen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000014100378\/Facebooks-nervigster-Nutzer-kaempft-weiter?ref=wh&amp;dst\">der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung P.T.:<\/strong> Der Bericht als solcher ist nat&uuml;rlich interessant, zumal jetzt ja auch Amnesty International gegen das britische K&ouml;nigreich klagt wegen der Abh&ouml;raff&auml;re. Wenn jetzt auch das holl&auml;ndische Vorratsdatenspeicherungsgesetz nichtig ist, sieht man, dass eine Menge in positivem Sinne unterwegs ist. Nur unsere Herren Maas \/ Gabriel \/ de Maizi&egrave;re scheint dies alles nicht zu k&uuml;mmern. Jedenfalls erf&auml;hrt man keinerlei Reaktion. Dies ist meines Erachtens der eigentliche Skandal! Wegducken und einfach weiterwurschteln! <\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu:<\/strong><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Snowden: Auch Penisbilder landen bei der NSA<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000013912911\/Snowden-Auch-Penisbilder-landen-bei-der-NSA\">der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Haben die ein Bild von meinem Penis?<\/strong><br>\nDer Comedian John Oliver interviewt Edward Snowden in Moskau und schl&auml;gt ihm vor, die Debatte &uuml;ber den NSA-Abh&ouml;rskandal auf abgefangene Nacktfotos zu lenken.<br>\nHinter dem Klamauk-Ansatz steckt eine ernste Absicht: In den USA ist die &Uuml;berwachung durch die Geheimdienste f&uuml;r die meisten B&uuml;rger kein gro&szlig;es Thema. Das will Oliver &auml;ndern.<br>\nDer Comedian versucht Snowden im Gespr&auml;ch dazu zu bringen, die wesentlichen Fakten in verst&auml;ndlicher Weise zu vermitteln &ndash; um so mehr Emp&ouml;rung unter den US-B&uuml;rgern auszul&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/nsa-abhoerskandal-haben-die-ein-bild-von-meinem-penis-1.2424040\">Christoph Meyer in der SZ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.gegen-totalueberwachung.de\/home.html\">Hinweis: Initiative gegen Total&uuml;berwachung e.V<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Franz&ouml;sischer Geheimdienstchef kritisiert Nato-Informationspolitik<\/strong><br>\nEnde M&auml;rz hat der ehemalige Nato-Oberkommandierende, US-General Wesley Clarke, einmal wieder die angebliche Gefahr herausgestellt, die von Russland ausgehe. Innerhalb der n&auml;chsten 60 Tage, so ein Bericht f&uuml;r US-Thinktank Atlantic Council, der f&uuml;r die Lieferung von Waffen an die Ukraine wirbt, k&ouml;nnten die Russen eine &ldquo;Fr&uuml;hjahrsinitiative&rdquo; starten. Das will Clarke mit seinen Milit&auml;rexperten nach Gespr&auml;chen mit dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Poroschenko, den Generalstabschef Viktor Muzhenko und anderen ukrainischen Milit&auml;rs erfahren haben. Auf diese Weise werden interessengeleitet Informationen, die Behauptungen oder Bef&uuml;rchtungen sind, in der &Ouml;ffentlichkeit verbreitet, um eine Aufr&uuml;stung der Ukraine zu forcieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44629\/1.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Lothar de Maizi&egrave;re: &ldquo;Das hat mir meine fr&uuml;here Mitarbeiterin &uuml;belgenommen&rdquo;<\/strong><br>\nEs gab ja seit l&auml;ngerem einige Mitglieder, die uns vorgeworfen haben, zu russlandfreundlich zu sein. Die haben sich dann mit einigen Organisationen wie Greenpeace und Amnesty International zusammengetan und &ouml;ffentlich gegen mich Stimmung gemacht. Ich habe mich dagegen gewehrt, weil ich tats&auml;chlich der Meinung bin, dass die Russlandpolitik des Westens falsch ist und es noch nie zielf&uuml;hrend war in der Geschichte, Russland zu isolieren. Das wiederum hat mir meine fr&uuml;here Mitarbeiterin &uuml;belgenommen&hellip;<br>\n&hellip;.Sie sprechen von Angela Merkel. Hat die Kanzlerin mit Ihnen nicht &uuml;ber den von ihr gew&uuml;nschten Wechsel im Vorsitz des Petersburger Dialogs gesprochen?<br>\nDoch, doch. Sie hat mir gesagt, sie halte Reformen in der Organisation des Petersburger Dialogs und einen Wechsel an der Spitze f&uuml;r notwendig. Aber dass es nun Herr Pofalla werden soll, hat mich echt &uuml;berrascht, weil ich dessen Russland-Bezug bisher nicht so richtig wahrgenommen habe.<br>\nSie haben die Russland- und Ukraine-Politik der EU und der Bundesregierung schon vor zwei Jahren kritisiert. F&uuml;hlen Sie sich durch die Entwicklung best&auml;tigt?<br>\nIch habe diese Politik von Anfang an nicht f&uuml;r zielf&uuml;hrend gehalten. Es h&auml;tte f&uuml;r die Ukraine nicht die Alternative geben d&uuml;rfen: Russland oder die EU &ndash; sondern sowohl Russland als auch die EU. Man h&auml;tte vor allem die tiefe wirtschaftliche Verflechtung der Ukraine mit Russland beachten m&uuml;ssen, industriell und auf dem Energiesektor. Zudem war die Ukraine in der Vergangenheit nur zwischen 1918 und 1928 ein eigener Staat, danach ein Teil der Sowjetunion. Und schlie&szlig;lich geht die religi&ouml;s-kulturelle Grenze zwischen Byzanz und Rom quer durch die Ukraine. Diesem Tatbestand h&auml;tte man sinnvollerweise mit einer f&ouml;deralen Struktur des Landes Rechnung tragen m&uuml;ssen, mit einer gro&szlig;en Sprach- und Kulturautonomie f&uuml;r die einzelnen Regionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.moz.de\/nachrichten\/brandenburg\/artikel-ansicht\/dg\/0\/1\/1382165\/\">Interview mit Lothar de Maizi&egrave;re in der M&auml;rkischen Onlinezeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Halbwertzeit der Wahrheit &ndash; Erinnerung an den Georgisch-Russischen Krieg 2008 <\/strong><br>\nAm Beispiel des Russisch-Georgischen Krieges im Jahr 2008 l&auml;sst sich sehr gut abbilden, wie man aus der Geschichte lernt&hellip;<br>\nSeit geraumer Zeit schwelte zwischen Russland und Georgien ein Konflikt um die georgische Provinz S&uuml;dossetien, wo in Folge des Friedensabkommens von 1992 auch russische Friedenstruppen stationiert sind. Am 7. August 2008 warf der georgische Pr&auml;sidenten Micheil Saakaschwili Russland einen Raketenangriff auf Georgien vor und sprach von einem &bdquo;Akt der Aggression&ldquo;&hellip;<br>\nUS-Pr&auml;sident George W. Bush fand klare Worte: &bdquo;Russland hat einen souver&auml;nen Nachbarstaat angegriffen und bedroht eine demokratisch gew&auml;hlte Regierung. Ein solches Verhalten ist unakzeptabel im 21. Jahrhundert.&ldquo; (4) Sein Vize-Pr&auml;sident Dick Cheney erkl&auml;rte, die russische Aktion d&uuml;rfte nicht unbeantwortet bleiben. (5) Bundeskanzlern Angela Merkel ergriff bei ihrem Besuch in der Hauptstadt Tiflis Partei f&uuml;r Georgien, als sie in der Rolle der Vermittlerin ins Kriegsgebiet reiste. (6)<br>\nDie US-Regierung zog vor&uuml;bergehend ein milit&auml;risches Eingreifen in Erw&auml;gung, verzichtete aber darauf aus Sorge vor der Reaktion Moskaus&hellip;.<br>\n2009 wurde der von der Europ&auml;ischen Union in Auftrag gegebene Untersuchungsbericht ver&ouml;ffentlicht. Die Kommission wies nach, dass der georgische Pr&auml;sident Saakaschwili mit seinem Angriff keineswegs auf eine russische Invasion S&uuml;dossetien reagierte, sondern den Krieg selber begonnen hatte. (21) Der Angriff Georgiens auf S&uuml;dossetien und dort stationierte russische Friedenstruppen wurde daher als ein Versto&szlig; gegen internationales Recht eingestuft. Eine anf&auml;ngliche russische Intervention zur Verteidigung seiner Friedenstruppen auf s&uuml;dossetischem Gebiet sei durch das V&ouml;lkerrecht gedeckt gewesen. Der Einmarsch russischer Truppen in georgisches Gebiet wurde hingegen als durch kein internationales Recht mehr gedeckt beurteilt und als sehr unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig bezeichnet. (22)<br>\nDieser Bericht f&uuml;hrte also keineswegs zu der einseitigen Einsch&auml;tzung, dass Russland der Aggressor sei und die Regierung Putins die Alleinschuld treffe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201504123496\/politik\/welt\/die-halbwertzeit-der-wahrheit.html\">Andreas von Westphalen im Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>Die schwarze Erde lockt<\/strong><br>\nIm Ukraine-Konflikt geht es auch um die Interessen von US-Konzernen am gro&szlig;en Agrarsektor des Landes<br>\nEine Schl&uuml;sselrolle in der ukrainischen Krise, die zu den t&ouml;dlich verlaufenen Protesten und schlie&szlig;lich im Februar 2014 zur Absetzung von Pr&auml;sident Viktor Janukowitsch f&uuml;hrte, spielte dessen ablehnende Haltung gegen&uuml;ber dem Assoziierungsabkommen mit der Europ&auml;ischen Union zur Ausweitung des gemeinsamen Handels und der Integration der Ukraine in den europ&auml;ischen Staatenbund. Dieses Abkommen war an einen Kredit des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) in H&ouml;he von 17 Milliarden Dollar gekn&uuml;pft.<br>\nNach der Macht&uuml;bernahme durch die prowestliche Regierung leitete der IWF als Vorbedingung f&uuml;r die Kreditvergabe ein Reformprogramm ein, das auf die F&ouml;rderung von Privatinvestitionen im Lande abzielte. Das Ma&szlig;nahmenpaket beinhaltete auch die Reform der &ouml;ffentlichen Wasser- und Stromversorgung und die Beseitigung dessen, was die Weltbank als &bdquo;strukturelle Ursachen&ldquo; der derzeitigen ukrainischen Wirtschaftskrise bezeichnet hat: die hohen Kosten f&uuml;r Unternehmen, die in dem Land Gesch&auml;fte machen. Der ukrainische Agrarsektor geh&ouml;rt zu den vorrangigen Zielen ausl&auml;ndischer Privatinvestitionen und wird vom IWF und von der Weltbank deshalb als priorit&auml;r reformbed&uuml;rftig eingestuft. Beide Finanzinstitutionen loben die Bereitschaft der neuen Regierung, ihren Empfehlungen zu folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-schwarze-erde-lockt\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Warum sich brutale Cops vor Smartphones f&uuml;rchten<\/strong><br>\nLaut Pro Publica, einer amerikanischen Non-Profit-Organisation f&uuml;r investigativen Journalismus, ist es f&uuml;r schwarze Teenager 21-mal wahrscheinlicher, von Polizisten get&ouml;tet zu werden, als f&uuml;r wei&szlig;e Jugendliche (die genauen Zahlen sind umstritten, die Tendenz bezweifelt aber niemand). Allein im M&auml;rz starben 36 Afro-Amerikaner aufgrund von Polizeigewalt &ndash; einer alle 21 Stunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/polizeigewalt-in-den-usa-warum-sich-brutale-cops-vor-smartphones-fuerchten-1.2430192\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Volker Pispers hat den Tod von vielen Menschen in den USA durch eine Schusswaffe mit der Anzahl von Toten im Irak verglichen und bezeichnete den US-Zustand auch als &bdquo;B&uuml;rgerkrieg&ldquo;: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hgjnQwHYb2k\">Volker Pispers: Die USA im Endstadium des Kapitalismus &ndash; bis neulich 2014<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Umrisse einer multipolaren Welt<\/strong><br>\nIm globalen Einflusskampf gegen Russland und China sucht Berlin den aktuellen Deutschland-Aufenthalt des indischen Ministerpr&auml;sidenten Narendra Modi zur Intensivierung der Anbindung Indiens an den Westen zu nutzen. Bereits vor Jahren hat die Bundesrepublik mit dem s&uuml;dasiatischen Land eine &ldquo;Strategische Partnerschaft&rdquo; geschlossen; sie soll nun vor allem auf &ouml;konomischer Ebene gest&auml;rkt werden. New Delhi hat in j&uuml;ngster Zeit nicht nur seine Kooperation mit einigen westlichen Staaten ausgebaut, sondern vor allem auch seine Beziehungen zu Russland und China gest&auml;rkt. Es beteiligt sich nicht an den westlichen Sanktionen gegen Moskau und nimmt stattdessen am Aufbau globaler Institutionen teil, die sich gegen die bisherige westliche Hegemonie wenden &ndash; darunter die BRICS-Entwicklungsbank sowie die Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB). Pl&auml;ne westlicher Strategen, New Delhi gegen Beijing in Stellung zu bringen, um die eigene globale Hegemonie zu sichern, f&uuml;hrten bislang nicht zum Erfolg. Berlin nimmt nun einen neuen Anlauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59089\/print\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Briefwechsel zu unserem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25699#h05\">Hinweis #5 vom Freitag<\/a><\/strong><br>\nUnser Leser R.L. schickte uns zu unserem Hinweis auf einen Monitor-Beitrag zur &bdquo;R&uuml;ckkehr der nuklearen Gefahr&ldquo; einen Leserbrief, den NachDenkSeiten-Redakteur Jens Berger beantwortete, woraus ein kleinerer Briefwechsel entstand. Es geht dabei um den Kalten Krieg, um nukleare Abschreckung, amerikanische Milit&auml;r-Doktrinen und die Interessen der R&uuml;stung-Lobby. Da sicher einige Leser auch an diesen Themen Interesse haben, haben wir den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150412_mail_rl.pdf\">Briefwechsel [PDF &ndash; 78KB]<\/a> f&uuml;r Sie publiziert.\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zum Bild Boykott<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Boykott am Kiosk<\/strong><br>\nDie &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung polarisiert gerne und verzichtet auch mal auf journalistische Qualit&auml;tsstandards. Nicht zuletzt deshalb stand sie in den vergangenen Jahrzehnten oft in der Kritik. Eigentlich nichts Neues. Doch nun gibt es eine kleine Bewegung aus Zeitungsverk&auml;ufern, die dem Springer-Blatt eine Absage erteilt. Ein Beispiel aus D&uuml;sseldorf.<br>\nAn einem Stra&szlig;enkiosk in der D&uuml;sseldorfer Innenstadt herrscht wie jeden Morgen Hochbetrieb. Passanten kommen, kaufen und gehen. Sie wollen ihre Tageszeitung, vielleicht noch einen Becher Kaffee und ziehen sofort weiter. Was an dem gro&szlig;en, drehbaren Zeitungsst&auml;nder heute besonders auff&auml;llt, ist die leere Ablage mit der Information: &ldquo;Ich verkaufe keine &lsquo;Bild&rsquo;.&rdquo;&nbsp;Kioskbesitzer Hans-Peter Wesseling hat daf&uuml;r klare Worte: &ldquo;Also ich boykottiere die BILD, weil dieser rei&szlig;erische Journalismus oder was sich gern als Journalismus bezeichnet&hellip; damit kann ich mich gar nicht mehr identifizieren. Journalismus sollte objektiv sein und das, was da betrieben wird, ist eigentlich nur noch Verarsche der Leute, w&uuml;rde ich behaupten. Und wer so etwas glaubt und auch verkauft, damit kann ich mich nicht identifizieren und kann das auch nicht unterst&uuml;tzen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zeitungsverkaeufer-gegen-bild-boykott-am-kiosk.1769.de.html?dram:article_id=316709\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu noch einmal aus dem Jahr 2014: Otto Brenner Stiftung erkennt Bild den Journalismus ab<\/strong><br>\nF&uuml;r die Otto Brenner Stiftung (OBS) der IG Metall haben der Kommunikationswissenschaftler Hans-J&uuml;rgen Arlt und der Publizist Wolfgang Storz seit 2011 in drei Studien das Treiben der Bild-Gruppe analysiert. In ihrer letzten Bild-Studie f&auml;llen die Autoren ein hartes Urteil. Darin hei&szlig;t es: Bild und BamS machen keinen Journalismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/06\/10\/studien-trilogie-otto-brenner-stiftung-erkennt-bild-zeitung-den-journalismus-ab\/\">MEEDIA<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;BILD? Nein Danke!<\/strong><br>\nWir sind bescheidener geworden: In den 1960er Jahren lautete die Forderung noch: &bdquo;Enteignet Springer!&ldquo; Heute geben wir uns mit &bdquo;Boykottiert BILD!&ldquo; zufrieden. Das soll den Springer-Meinungskonzern aber nicht beruhigen. Denn Signal- und Symbolfunktion dieses BILDboykotts sind nicht zu untersch&auml;tzen. Es ist nicht der erste und es wird auch nicht der letzte sein. Und das Signal trifft den Gesamtkonzern, der sich mit einer angeblichen Qualit&auml;tszeitung &bdquo;Die Welt&ldquo; den Anstrich seri&ouml;ser Berichterstattung zu geben sucht. Derlei Medienprodukte des Axel-Springer-Konzerns wurden lange von BILD mitfinanziert. Die m&uuml;ndigen B&uuml;rger wehren sich. Um sich zu wehren, sind auch wir hier zusammen gekommen. Es sind die Verk&auml;ufer, die die von den Springer-Medien immer wieder verteidigte Marktmacht ins Blickfeld r&uuml;cken. Und in unserer Demokratie wird die Mitbestimmung zunehmend auf Einkaufsentscheidungen reduziert. Der Kunde ist K&ouml;nig, also machen wir Gebrauch davon!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/permalink.php?story_fbid=962460820430809&amp;id=116854334991466&amp;ref=notif&amp;notif_t=notify_me\">Institut f&uuml;r Medienverantwortung via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Ab Tagen wie diesen<\/strong><br>\nDie &raquo;Bildzeitung&laquo; gibt es immer noch. Springer ist noch immer nicht enteignet. Aber die Zeitung ist nicht mehr so m&auml;chtig wie damals. Jedoch mindestens so dreckig. Viele Kioske fangen nun an, sie nicht mehr in ihren Regalen anzubieten. Das macht Hoffnung. Die Auflagezahlen gehen seit Jahren zur&uuml;ck. Aber die Sternstunde schlechthin war dieser Abend, als sich die ganze Wut &uuml;ber ein Blatt entlud, das nichts anderes im Sinn hatte, als Menschen, die von ihren demokratischen Rechten Gebrauch machten, schm&auml;hlich zu verunglimpfen und zu kriminalisieren. Wo ist der notwendige Zorn heute?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/04\/an-tagen-wie-diesen.html\">Ad Sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Medienanalyse und -kritik: H&ouml;rfunkrat spielt Ungleichbehandlung von im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien im Deutschlandfunk herunter &ndash; Transparenz l&auml;sst zu w&uuml;nschen &uuml;brig<\/strong><br>\nWuG hat am 4. M&auml;rz 2015 einen offenen Brief an den H&ouml;rfunkrat des Deutschlandfunks gerichtet. Hintergrund ist die im Rahmen unserer Medienanalyse regelm&auml;&szlig;ig zum Vorschein getretene Ungleichbehandlung von im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien. Erfreulicherweise haben Programmausschuss und H&ouml;rfunkrat dieses Thema bereits in ihrer Sitzung am 12. M&auml;rz aufgegriffen. Dar&uuml;ber unterrichtete mich der stellvertretende Vorsitzende des H&ouml;rfunkrats, Robert Clemen (CDU), vorab. Er wies mich auch darauf hin, dass ich die Protokolle der Sitzung erhalten w&uuml;rde. Die aber habe ich trotz mehrfacher Anfrage bis heute nicht erhalten&hellip;<br>\nBis heute wei&szlig; ich also nicht, wie das Thema auf den Sitzungen des Programmausschusses und des H&ouml;rfunkrates aufgegriffen und diskutiert wurde&hellip;<br>\nDamit l&auml;sst die Transparenz dieser wichtigen Institutionen sicherlich zu w&uuml;nschen &uuml;brig. Das Ergebnis aber teilte mir Herr Clemen in einer E-Mail mit. Und das &uuml;berrascht &ndash; genauso wie die zuvor erhaltene Antwort von Willi Steul, Intendant des Deutschlandfunks, auf meinen offenen Brief. Beides dokumentieren und kommentieren wir im folgenden kurz, um Sie auf dem Laufenden zu halten&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2015\/04\/medienanalyse-und-kritik-horfunkrat-spielt-ungleichbehandlung-von-im-deutschen-bundestag-vertretenen-parteien-im-deutschlandfunk-herunter-transparenz-lasst-zu-wunschen-ubrig\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Claus von Wagner &ndash; Aktuelles Programm &bdquo;Theorie der feinen Menschen&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150413_claus_von_wagner.pdf\">Eine Besprechung von Marianne B&auml;umler [PDF &ndash; 53 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Vorletzte: Zum Thema Pegida<\/strong><br>\nEine NDS-Leserin schrieb uns:\n<blockquote><p>\nSchauen Sie sich einmal dieses &uuml;ble St&uuml;ck Propaganda des heute-journals vom 10.04.2015 (ab Minute 8.16) an, da f&auml;llt einem als Zuschauer wirklich nichts mehr ein (<a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek#\/beitrag\/video\/2380930\/ZDF-heute-journal-vom-10-April-2015\">siehe in der ZDF Mediathek hier<\/a>). Man ist ja von Kleber und Konsorten einiges gew&ouml;hnt, aber das sprengte doch den Rahmen. Tenor: Pegida entstand im Osten, weil die Menschen in der DDR nicht gelernt haben, mit Demokratie umzugehen. Einfach uns&auml;glich! Bei den ganzen geistigen Brandstiftern in der CDU\/CSU, der AfD und der BILD &ldquo;Zeitung&rdquo; h&auml;tten diese Leute doch eigentlich Grund genug, vor der eigenen T&uuml;r zu kehren.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Danke f&uuml;r den Hinweis. Anschauen lohnt sich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25706","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25706","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25706"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25706\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25709,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25706\/revisions\/25709"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25706"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25706"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25706"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}