{"id":25720,"date":"2015-04-14T08:53:22","date_gmt":"2015-04-14T06:53:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720"},"modified":"2015-11-09T11:16:16","modified_gmt":"2015-11-09T10:16:16","slug":"hinweise-des-tages-2352","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h01\">Klage gegen Betreuungsgeld: Der Spagat der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h02\">Warum Deutschlands Investitionen so schwach sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h03\">Hedgefonds wittern Gesch&auml;fte bei der Bad Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h04\">Germanwings-Absturz &ndash; Piloten kritisieren Unfall-Untersuchung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h05\">Thomas Straubhaar: Das ist nicht neoliberal &ndash; das ist skandal&ouml;s!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h06\">Paul Krugman: Wo der Staat un&uuml;bertroffen ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h07\">Atypische Besch&auml;ftigung: In l&auml;ndlichen Regionen Westdeutschlands besonders weit verbreitet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h08\">Was wurde aus dem Fachkr&auml;ftemangel?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h09\">Alleinerziehende gehen leer aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h10\">Gerhard Schr&ouml;ders Agenda 2010 &ndash; Zehn Jahre unsoziale Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h11\">Belastung und Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h12\">Genfood und TTIP: Bundesregierung verschleppt Kennzeichnungspl&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h13\">Jean Ziegler: &ldquo;Gerechtigkeit ist eine Frage des Gewissens&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h14\">Seit 25 Tagen Streik bei Radio France: Gegen geplante Massenentlassungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h15\">Abh&ouml;r-Gesetz in Frankreich &ndash; Auf dem Weg in die Total&uuml;berwachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h16\">Tausende Tote, 54 Anklagen, elf Verurteilungen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h17\">Der Charme des Dollars<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h18\">&ldquo;Toxic City&rdquo; &ndash; wo der alte Laptop landet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720#h19\">Eines der letzten Interviews mit G&uuml;nter Grass: Denis Scheck mit G&uuml;nter Grass zu &ldquo;Grimms W&ouml;rter&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25720&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Klage gegen Betreuungsgeld: Der Spagat der SPD<\/strong><br>\nDie Sozialdemokraten sind gegen das Betreuungsgeld. Doch SPD-Mann Ralf Kleindiek muss am Dienstag begr&uuml;nden, warum es verfassungskonform ist. Schizophrenie oder professionelles Rollenspiel? Am Dienstag muss Familienstaatssekret&auml;r Ralf Kleindiek (SPD) am Bundesverfassungsgericht das Betreuungsgeld verteidigen &ndash; gegen eine Klage, die er einst selbst vorbereitete. Das Betreuungsgeld war 2012 von der schwarz-gelben Koalition beschlossen worden. Vor allem die CSU hatte diese Sozialleistung f&uuml;r traditionelle Familien durchgesetzt, als Ausgleich f&uuml;r die staatliche F&ouml;rderung beim Ausbau der Kitas. Dagegen hatte die SPD in ihrem Wahlprogramm 2013 die Abschaffung der &bdquo;Herdpr&auml;mie&ldquo; gefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!158011\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Warum Deutschlands Investitionen so schwach sind<\/strong><br>\nEs ist immer wieder erstaunlich, wie in einem Land der Hochtechnologien die einfachsten volkswirtschaftlichen Zusammenh&auml;nge nicht gesehen werden. Da ist etwa ein aktueller Bericht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, laut dem deutsche Firmen mehr als je zuvor ins Ausland investieren. Dar&uuml;ber zeigt man sich &uuml;berrascht und diagnostiziert, wie immer, zu hohe Kosten, vor allem Lohnkosten. Sowohl die Diagnose des Problems als auch die sich daraus ergebenden Empfehlungen sind jedoch falsch. [&hellip;]<br>\nWenn wir also von Investitionsschw&auml;che reden, dann lenken wir von dem eigentlichen Problem ab &ndash; den hohen &Uuml;bersch&uuml;ssen. Es gibt nur zwei effektive Methoden, wie man diese &Uuml;bersch&uuml;sse reduziert. Durch zus&auml;tzliche staatliche Ausgaben oder durch gesamtwirtschaftliche Lohnerh&ouml;hungen. Der Staat kann der Privatwirtschaft die Lohnpolitik nicht diktieren, aber er kann einen ersten wichtigen Schritt wagen: Wenn der &ouml;ffentliche Dienst mit Lohnerh&ouml;hungen vorangeht, dann folgt der Privatsektor zumeist. Mit Investitionsanreizen f&uuml;r den Privatsektor ist das Problem nicht gel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutschlands-handelsbilanz-die-probleme-einer-exportnation-a-1028256.html\">Wolfgang M&uuml;nchau auf Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Knackige Renditen f&uuml;r Allianz und Co?<\/strong><br>\nIn Schulen br&ouml;ckelt der Putz, Br&uuml;cken werden gesperrt und zwischen den L&ouml;chern ist manche Stra&szlig;e nicht mehr zu erkennen. Der deutsche Staat investiert zu wenig und l&auml;sst die Infrastruktur verfallen. Wirtschaftsminister Gabriel und eine von ihm eingerichtete Kommission wollen, dass f&uuml;r bessere Stra&szlig;en und Schulgeb&auml;ude private Investoren, also Allianz und Co. sorgen sollen. Renditej&auml;ger finanzieren die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge? Das wird teuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150414_kommentar_michael_schlecht.pdf\">Michael Schlecht (MdB, Die Linke) [PDF &ndash; 53 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hedgefonds wittern Gesch&auml;fte bei der Bad Bank<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich will faule Banken nicht l&auml;nger mit Steuergeldern retten. Das gilt auch f&uuml;r die Bad Bank der Hypo Alpe Adria, Heta. Gl&auml;ubiger m&uuml;ssen einen Schuldenschnitt f&uuml;rchten. Zwei Hedgefonds reiben sich schon die H&auml;nde. [&hellip;] Nach Informationen von Bloomberg News haben die Hedgefonds Palmerston Capital Management und Knighthead Capital Management mit Anleihen der Heta Asset Resolution gehandelt. Das ist die so genannte &bdquo;Bad Bank&ldquo; der fr&uuml;heren Hypo Alpe-Adria, die ihren Sitz in Klagenfurt hat. Deren Beinahe-Zusammenbruch nach der Finanzkrise von 2008 hatte einen Sumpf von Betrug und Korruption offengelegt.<br>\nOb die Investition der Hedgefonds sich auszahlt, h&auml;ngt davon ab, ob Heta auch zuk&uuml;nftig vom &ouml;sterreichischen Steuerzahler gest&uuml;tzt werden wird. Auf den Pr&uuml;fstand kommt au&szlig;erdem eine neue europ&auml;ische Gesetzgebung, die eigentlich die Verwendung von Steuergeldern f&uuml;r die Bankenabwicklung verhindern soll.<br>\n&bdquo;Ich w&uuml;rde das eine politische hei&szlig;e Kartoffel nennen. Es geht nat&uuml;rlich um hohe Risiken bei einem zugleich hohen Gewinnpotenzial&ldquo;, stellte der leitende Bankenanalyst Jonathan Tyce von Bloomberg Intelligence fest. Dabei gelte es abzusch&auml;tzen, wie hoch am Ende die Beteiligung der Gl&auml;ubiger, der so genannte &bdquo;Haircut&ldquo;, ausfallen wird.<br>\nInvestoren spekulieren darauf, dass die Verluste m&ouml;glicherweise geringer ausfallen k&ouml;nnten als zuvor erwartet, oder auch darauf, dass Staatsgarantien in Anspruch genommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/anlagestrategie\/fonds-etf\/hypo-alpe-adria-hedgefonds-wittern-geschaefte-bei-der-bad-bank\/11627072.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Germanwings-Absturz &ndash; Piloten kritisieren Unfall-Untersuchung<\/strong><br>\nDer Weltpilotenverband IFALPA hat die bisherige Untersuchung zum Germanwings-Absturz in S&uuml;dfrankreich kritisiert. Die Flugunfalluntersuchung habe international festgeschriebene Standards &bdquo;bisher nicht erf&uuml;llt&ldquo;, hei&szlig;t es in einer am Montag von der deutschen Pilotenvereinigung Cockpit ver&ouml;ffentlichten Erkl&auml;rung, die der Weltpilotenverband auf seiner Jahrestagung in Madrid vorlegte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/panorama\/aus-aller-welt\/germanwings-absturz-piloten-kritisieren-unfall-untersuchung\/11628918.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>Siehe auch: Weltpilotenverband IFALPA verabschiedet Statement zu 4U 9525<\/strong><br>\nJede Flugunfalluntersuchung muss nach internationalen, im ICAO Annex 13 festgelegten Standards durchgef&uuml;hrt werden. Die aktuelle Untersuchung hat diese Standards bisher nicht erf&uuml;llt. Die Ver&ouml;ffentlichung von vertraulichen Informationen, medialer Druck und politische Erw&auml;gungen besch&auml;digen jenes hart erk&auml;mpfte Umfeld, auf welches sich die Luftfahrtindustrie geeinigt hat um Flugunf&auml;lle zu untersuchen und daraus Verbesserungen zu erarbeiten. Dieses Umfeld bildet die Basis daf&uuml;r, das Fliegen zur sichersten Art des Reisens macht. [&hellip;]<br>\nAuch die Vereinigung Cockpit fordert alle Beteiligten auf sich auf die unabh&auml;ngige und faktenorientierte Flugunfalluntersuchung zu konzentrieren. &bdquo; Die &uuml;ber Jahrzehnte gewachsene und weltweit standardisierte Flugunfalluntersuchung dient der Erh&ouml;hung der Flugsicherheit. Politische und mediale Interessen d&uuml;rfen keinen Einfluss auf die professionelle Arbeit der Experten haben&ldquo;, sagt Ilja Schulz, Pr&auml;sident der Vereinigung Cockpit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vcockpit.de\/presse\/pressemitteilungen\/detailansicht\/news\/ifalpa-statement.html\">Vereinigung Cockpit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Thomas Straubhaar: Das ist nicht neoliberal &ndash; das ist skandal&ouml;s!<\/strong><br>\nDie schlimmsten Gegner des Neoliberalismus kommen heutzutage weder von links- noch rechtsau&szlig;en. Sie sitzen in Chefetagen. Niemand hat in den letzten Jahren dem Neoliberalismus mehr geschadet als eine Reihe von Unternehmensleitungen, die im Streben nach Gewinnmaximierung Moral und Anstand, Regeln und Gesetze missachtet und damit die Freiheiten missbraucht haben, die ihnen gerade der Neoliberalismus bietet.<br>\nExemplarisch hierf&uuml;r steht das Verhalten einer ganzen Reihe gro&szlig;er, global agierender Finanzh&auml;user, das alle b&ouml;sen Vorurteile gegen&uuml;ber dem Neoliberalismus best&auml;tigt hat. Wenn mit &uuml;blen Tricks und illegalen Machenschaften auf den globalen Finanzm&auml;rkten Referenzkurse wie der Libor (f&uuml;r Zinsgesch&auml;fte) oder der Forex (f&uuml;r Wechselkursgesch&auml;fte) und damit der Ma&szlig;stab f&uuml;r Finanzgesch&auml;fte im Volumen von t&auml;glich vielen Billionen Dollar systematisch get&uuml;rkt, gef&auml;lscht und von Finanzakteuren zu eigenen Zwecken manipuliert werden, wird das Vertrauen in die Ehrlichkeit und Redlichkeit der Unternehmensf&uuml;hrungen zerst&ouml;rt. [&hellip;]<br>\nEin Finanzsystem, das derart schwerwiegend aus dem Ruder l&auml;uft, dass der t&auml;gliche Missbrauch von Gesetzen und ein unanst&auml;ndiges Verhalten gegen&uuml;ber Kunden &uuml;ber Jahre gang und g&auml;be war, stellt ganz grunds&auml;tzlich das Menschenbild des Neoliberalismus infrage. [&hellip;]<br>\nZu oft haben in j&uuml;ngerer Vergangenheit Manager die Vorteile des Neoliberalismus genutzt, ohne der Verantwortung gegen&uuml;ber der Gesellschaft gerecht zu werden. So wurden Gewinne privatisiert, aber Verluste sozialisiert. Am Sonntag wird das hohe Lied f&uuml;r Freihandel und Freiz&uuml;gigkeit gesungen, aber werktags wird f&uuml;r Subventionen, staatliche F&ouml;rderung und Schutzma&szlig;nahmen lobbyiert. Und selbstverst&auml;ndlich werden &ouml;ffentliche Leistungen gefordert und in Anspruch genommen, aber Steuerumgehungsstrategien verfolgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hd.welt.de\/ausgabe-b\/wirtschaft-b\/article139497627\/Das-ist-nicht-neoliberal-das-ist-skandaloes.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein in der Wolle gef&auml;rbter <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=528\">Neoliberaler<\/a> emp&ouml;rt sich &ndash; leider viel zu sp&auml;t. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Die Umerziehungsphantasien der Neoliberalen<\/strong><br>\nGerne wettern Wirtschaftsliberale und Neokonservative gegen staatliche &ldquo;Erziehungsdiktatur&rdquo;. In Wirklichkeit wollen sie aber ganze Gesellschaften in gigantische Umerziehungslager umwandeln, die normale, freundliche Menschen in den gierigen Homo Oeconomicus ummontieren, der nichts als seinen Eigennutz im Kopf hat. [&hellip;]<br>\nKurzum: Neoliberale verteufeln Verbote, die ihnen nicht passen, als staatliche &ldquo;Erziehungsdiktatur&rdquo;, wollen gleichzeitig aber Millionen Menschen alles m&ouml;gliche verbieten, sofern ihnen das in den Kram passt, und sind ein bisschen wankelm&uuml;tig, in F&auml;llen, wo sie unsicher sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/misik.at\/2015\/04\/die-umerziehungsphantasien-der-neoliberalen\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+misik+%28www.misik.at%29\">Robert Misik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman: Wo der Staat un&uuml;bertroffen ist<\/strong><br>\nW&auml;hrend die republikanischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten ihre Agenda auswalzen &ndash; alle haben Steuersenkungen fu&#776;r die Reichen und Beihilfeku&#776;rzungen f&uuml;r die Armen &ndash; gibt es auf der anderen Seite des politischen Spektrums ein u&#776;berraschend neues Denken. Viele Demokraten haben anscheinend beschlossen, mit der Beltway-Orthodoxie, die immer Einschnitte bei den Sozialleistungen fordert, zu brechen. Stattdessen schlagen sie vor, die Leistungen von Social Security sogar auszuweiten.<br>\nDiese Entwicklung ist aus zweierlei Gru&#776;nden begru&#776;&szlig;enswert. Zun&auml;chst einmal sind die Argumente im konkreten Fall der Ausweitung von Social Security ziemlich plausibel. Das Zweite und noch viel Wichtigere aber ist, dass die Demokraten endlich gegen eine regierungsfeindliche Propaganda Stellung beziehen und erkennen, dass es tats&auml;chlich einiges gibt, bei dem der Staat sich besser tut als der private Sektor.<br>\nWie alle hochentwickelten L&auml;nder stu&#776;tzt sich Amerika bei der Versorgung seiner Bu&#776;rger mit all den Dingen, die sie wollen und brauchen, auf die Privatwirtschaft und Privatinitiativen, und in unserem politischen Diskurs gibt es kaum jemanden, der das &auml;ndern wollte. Die Zeiten, als es gut schien, der Regierung die Verantwortung f&uuml;r gro&szlig;e Teile der Wirtschaft direkt zu u&#776;bertragen, sind l&auml;ngst vorbei.<br>\nAber wir wissen auch, dass einige Aufgaben mehr oder weniger ganz von der Regierung u&#776;bernommen werden mu&#776;ssen. Jedes Wirtschaftslehrbuch spricht von &ldquo;Kollektivgu&#776;tern&ldquo; wie Landesverteidigung und Flugsicherung, die niemandem zur Verfu&#776;gung gestellt werden k&ouml;nnen, ohne sie gleichzeitig allen zur Verfu&#776;gung zu stellen, und an deren Bereitstellung profitorientierte Unternehmen deshalb nicht interessiert sind. Sind aber Kollektivgu&#776;ter das einzige Gebiet, auf dem der Staat sich besser tut als der private Sektor? Ganz und gar nicht.<br>\nEin klassisches Beispiel fu&#776;r die &Uuml;berlegenheit des Staates ist die Krankenversicherung&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/04\/10\/opinion\/paul-krugman-where-government-excels.html\">New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Atypische Besch&auml;ftigung: In l&auml;ndlichen Regionen Westdeutschlands besonders weit verbreitet<\/strong><br>\nAtypische Besch&auml;ftigung bleibt weit verbreitet: Durchschnittlich fast vier von zehn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland hatten 2014 kein Normalarbeitsverh&auml;ltnis. In manchen westdeutschen St&auml;dten und Landkreisen haben Teilzeitstellen, Minijobs und Leiharbeit sogar einen Anteil von deutlich mehr als 50 Prozent an allen abh&auml;ngigen Hauptbesch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen (ohne Beamte und Selbst&auml;ndige). Das zeigen neue Auswertungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung&hellip;<br>\nIn Deutschland waren 2014 rund 39 Prozent aller abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten in Teilzeit, Leiharbeit oder Minijobs t&auml;tig. Im Vergleich zu 2013 ist der Anteil geringf&uuml;gig gestiegen. &ldquo;Insbesondere die Zahl der Teilzeit- und Leiharbeiter hat zugenommen&rdquo;, sagt Dr. Toralf Pusch, Arbeitsmarktexperte des WSI. Die Zahl der Minijobber sei in etwa konstant geblieben.<br>\nDie vom WSI berechnete Quote der atypischen Besch&auml;ftigung ist h&ouml;her als die vom Statistischen Bundesamt berichtete Quote. Dies liege vor allem an einer umfangreicheren Erfassung von Teilzeitarbeitsverh&auml;ltnissen durch die BA, erkl&auml;rt Pusch&hellip;<br>\nAm st&auml;rksten verbreitet ist atypische Besch&auml;ftigung in den westdeutschen Fl&auml;chenl&auml;ndern: Schleswig-Holstein lag 2014 mit 42,7 Prozent vorn, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 41,8 und Niedersachsen mit 41,6 Prozent. Auf Stadt- und Kreisebene kommen Delmenhorst und Landshut mit 54,1 und 52,9 Prozent auf die h&ouml;chsten Quoten. Im Osten Deutschlands liegen die Werte meist deutlich darunter. Pusch f&uuml;hrt dies auf andere Erwerbsmuster vor allem bei Frauen zur&uuml;ck. Im Westen seien Frauen deutlich h&auml;ufiger atypisch besch&auml;ftigt als im Osten. Das liege unter anderem an traditionellen Rollenbildern gerade auf dem Land sowie an fehlenden M&ouml;glichkeiten der Kinderbetreuung. Am niedrigsten ist der Anteil atypischer Besch&auml;ftigung in Th&uuml;ringen mit 35,6 Prozent.<br>\nDen WSI-Daten zufolge arbeiteten 2014 insgesamt 21,8 Prozent aller abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten in Teilzeitjobs. Diese Gruppe machte damit den gr&ouml;&szlig;ten Anteil der atypischen Arbeitsverh&auml;ltnisse aus. L&auml;ngst nicht jede Teilzeitbesch&auml;ftigung sei prek&auml;r, betont Pusch. Doch h&auml;ufig entspreche Teilzeitarbeit nicht den tats&auml;chlichen Arbeitszeitw&uuml;nschen der Besch&auml;ftigten. Einen Minijob als Hauptverdienst hatten laut WSI 15,1 Prozent der Besch&auml;ftigten. In den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern sei die Zahl der Minijobs erstmals seit Jahren deutlich zur&uuml;ckgegangen, gleichzeitig die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten gestiegen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/52614_53837.htm\">Pressemitteilung der Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsi_5859.htm\">Startseite der Datenbank <\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150414_boeckler.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=53720&amp;chunk=1\">Infografik im B&ouml;ckler Impuls 6\/2015:<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Was wurde aus dem Fachkr&auml;ftemangel?<\/strong><br>\nBis zu 390.000 Ingenieure werden in Deutschland bald fehlen. Davor warnt das Institut der deutschen Wirtschaft jetzt erneut &ndash; wie schon so oft. Kommt es wirklich so schlimm? Fr&uuml;here Prognosen lagen gewaltig daneben. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Es besteht erheblicher Handlungsbedarf, um den Technologiestandort Deutschland fit f&uuml;r die Zukunft zu machen&rdquo;, sagte IW-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Hans-Peter Kl&ouml;s. Das war 2009. Jetzt haben wir bereits 2015. Und nach allem, was man wei&szlig;, ist der Technologiestandort Deutschland nicht untergegangen. Keine R&auml;der standen still. Pleitewellen wegen fehlender Ingenieure blieben aus, die Lichter an. Aber schon pr&auml;sentiert das Institut eine neue Rechnung, diesmal f&uuml;r den Verein Deutscher Ingenieure: Demnach fehlen zusammengerechnet bis 2029 &ndash; je nach Szenario &ndash; zwischen 84.000 und 390.000 Ingenieure, so die frische Prognose vom Montag. [&hellip;]<br>\nSelbst eine soeben erschienene Studie des wirtschaftsnahen Stifterverbandes f&uuml;r die Deutsche Wissenschaft gibt Entwarnung: &ldquo;Ein allgemeiner Fachkr&auml;ftemangel in den MINT-Berufen, wie er noch vor ein paar Jahren bef&uuml;rchtet wurde, droht eher nicht mehr.&rdquo; [&hellip;]<br>\nDie eigene berufliche Zukunft auf Prognosen des VDI oder des Instituts der deutschen Wirtschaft aufzubauen: Das w&auml;re unklug f&uuml;r einen Abiturienten, der sich in den n&auml;chsten Monaten f&uuml;r ein Studienfach entscheidet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/fachkraeftemangel-warum-die-ingenieurluecke-doch-nicht-kam-a-1027793.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Manchmal gibt es auch auf Spiegel Online &bdquo;lichte Augenblicke&ldquo;. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Hauptsch&uuml;lern bleiben zwei von drei Ausbildungspl&auml;tzen verwehrt<\/strong><br>\nFast zwei Drittel aller Ausbildungspl&auml;tze in der IHK-Lehrstellenb&ouml;rse schlie&szlig;en Hauptsch&uuml;lerinnen und Hauptsch&uuml;ler von vornherein von Bewerbungen aus. Das zeigt eine DGB-Auswertung. Dieses Vorgehen passt nicht zu den ewigen Klagen der Betriebe &uuml;ber den vermeintlichen Fachkr&auml;ftemangel, kritisiert DGB-Vize Elke Hannack. [&hellip;]<br>\nDas Abitur und der mittlere Schulabschluss werden mehr und mehr zum Standard auf dem Ausbildungsmarkt. Fast 70 Prozent (67,3 Prozent) der Jugendlichen im dualen Ausbildungsystem verf&uuml;gen &uuml;ber einen solchen gehobenen Abschluss. 2009 waren es noch 63,3 Prozent. F&uuml;r diesen Trend ist vor allem die wachsende Zahl der Abiturienten im dualen System verantwortlich: Sie ist laut Berufsbildungsbericht in nur vier Jahren um 5 Prozentpunkte gestiegen: von 20,3 (2009) auf 25,3 Prozent (2013). Der Anteil der Jugendlichen mit Hauptschulabschluss hingegen sinkt kontinuierlich: Lag er 2009 noch bei 33,1 Prozent, ist er inzwischen erstmals unter die 30-Prozent-Marke gerutscht (29,5% in 2012).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++56c2e0a8-e145-11e4-961d-52540023ef1a\">DGB Bildung, dort auch die Studie &bdquo;Kein Anschluss mit diesem Abschluss?&ldquo; zum Download<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Alleinerziehende gehen leer aus<\/strong><br>\nMehr Kindergeld: abgesegnet. Ein h&ouml;herer Kinderfreibetrag: kein Problem. Nur den steuerlichen Entlastungsbetrag f&uuml;r Alleinerziehende mag Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble nicht anheben. Das ist schwer zu rechtfertigen. Seit 2004 k&ouml;nnen die Alleinerziehenden als Entlastungsbetrag 1308 Euro im Jahr oder 109 Euro im Monat von den zu versteuernden Eink&uuml;nften abziehen. Voraussetzung ist, dass sie nicht in einem Haushalt mit einem neuen Partner leben. Auch dieses Instrument ist umstritten, weil es wie jede steuerliche F&ouml;rderung den am meisten n&uuml;tzt, die am besten verdienen. Wer keinen Job hat, geht leer aus, weil&nbsp;er oder sie keine Steuern zahlt. Wenn die Single-Mutter 10.000 Euro im Jahr verdient, spart sie 208 Euro. Bei einem Gehalt von 60.000 Euro und mehr steigt die Entlastung auf 549 Euro im Jahr. Kritiker meinen daher, den wirklich Bed&uuml;rftigen sei am wirksamsten durch einen besseren Ausbau de Betreuungsm&ouml;glichkeiten geholfen.<br>\nAus Sicht des Berliner Wirtschaftsprofessors Frank Hechtner sollen Alleinerziehende ihre Betreuungskosten voll von der Steuer absetzen k&ouml;nnen. &bdquo;Das ist die sinnvollere Variante&ldquo;, meint Hechtner&hellip;.<br>\nIm Durchschnitt bewirke der Entlastungsbetrag f&uuml;r Alleinerziehende eine Entlastung von 350 Euro im Jahr. &bdquo;Ehepaare mit und ohne Kinder werden durch das Ehegattensplitting um bis zu 15 000 Euro im Jahr entlastet.&ldquo; Solange Deutschland am Ehegattensplitting festhalte, h&auml;tten Alleinerziehende Anspruch auf ein &bdquo;ad&auml;quates Pendant&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/politik\/kinderbetreuung-alleinerziehende-gehen-leer-aus,20642162,30407106.html\">Markus Sievers in der Mitteldeutschen Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gerhard Schr&ouml;ders Agenda 2010 &ndash; Zehn Jahre unsoziale Politik<\/strong><br>\nChristoph Butterwegge: &bdquo;Hartz IV fu&#776;hrte zur Versch&auml;rfung der sozialen Schieflage im Land, zur Ausweitung der (Kinder-)Armut bis in die Mitte der Gesellschaft hinein und zur Verbreiterung des Niedriglohnbereichs. Letzteres war kein Zufall, sondern gewollt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/publication\/39386\/gerhard-schroeders-agenda-2010.html\">Rosa Luxemburg Stiftung, Analysen von Christoph Butterwegge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Belastung und Druck<\/strong><br>\nStress, Druck und psychische Belastungen sind Alltag an Schulen. Studien belegen, dass Besch&auml;ftigte in p&auml;dagogischen Berufen im Durchschnitt &ouml;fter krank sind als andere Berufsgruppen. E&amp;W macht sich im Schwerpunkt auf die Suche nach Ursachen, L&ouml;sungsans&auml;tzen und erfolgreichen Beispielen aus der Praxis. Au&szlig;erdem in dieser Ausgabe: Hintergr&uuml;nde zu den Tarifverhandlungen mit den L&auml;ndern sowie im Sozial- und Erziehungsdienst&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary124181\/EW_04_2015_web.pdf\">GEW-Zeitung E&amp;W 04\/2015 [PDF]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Genfood und TTIP: Bundesregierung verschleppt Kennzeichnungspl&auml;ne<\/strong><br>\nSorgt das Freihandelsabkommen TTIP daf&uuml;r, dass gentechnisch ver&auml;nderte Lebensmittel unbemerkt in deutschen Superm&auml;rkten landen? Die Bundesregierung verneint das &ndash; dr&uuml;ckt sich aber vor einer klaren Stellungnahme.<br>\nDie Bundesregierung gibt sich selbst nur eine mittelm&auml;&szlig;ige Note: &ldquo;Insgesamt zufriedenstellend&rdquo; seien die Verhandlungen zum Schutz von Lebensmitteln in der EU abgeschlossen worden. Diese Selbsteinsch&auml;tzung steht in der Antwort auf eine kleine Anfrage der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion zu den Auswirkungen von Freihandelsabkommen auf die Kennzeichnung von Lebensmitteln. Die Schulnote bezieht sich zwar auf die Verhandlungen &uuml;ber das Ceta-Abkommen mit Kanada, das aber als Vorbild gilt f&uuml;r den umfassenderen Freihandelsvertrag TTIP mit den USA.<br>\nAufschlussreich sind vor allem die Antworten auf die Fragen der Gr&uuml;nen-Abgeordneten nach der Kennzeichnung gentechnisch ver&auml;nderter Lebensmittel &ndash; ein Thema, dass in der &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r viel Aufregung sorgt, schlie&szlig;lich lehnt eine deutliche Mehrheit in Deutschland und Europa Gentechnik bei Lebensmitteln ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ttip-und-die-folgen-fuer-die-kennzeichnung-von-lebensmitteln-a-1028255.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Jean Ziegler: &ldquo;Gerechtigkeit ist eine Frage des Gewissens&rdquo;<\/strong><br>\nSeit Jahrzehnten bek&auml;mpft der Schweizer Soziologe Jean Ziegler die Finanzwirtschaft, internationale Konzerne und die Folgen der Globalisierung. In seinem neuen Buch &ldquo;&Auml;ndere die Welt!&rdquo; zieht er Bilanz: Es g&auml;be gen&uuml;gend Ressourcen f&uuml;r alle. Dass dennoch jeder neunte Mensch auf der Welt Hunger leidet, dass es dennoch gro&szlig;e Armut und steigende Ungleichheit gibt, ist f&uuml;r ihn eine Schande.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.format.at\/wirtschaft\/international\/jean-ziegler-kannibalische-weltordnung-5554523\">FORMAT.AT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Seit 25 Tagen Streik bei Radio France: Gegen geplante Massenentlassungen<\/strong><br>\nMitte M&auml;rz dieses Jahres kamen zwei Dinge zusammen, deren Kombination keine sonderlich gute Wirkung beim Publikum und bei den Besch&auml;ftigten der Anstalt Radio France erzielte. Die Wochenzeitung Le Canard encha&icirc;n&eacute; enth&uuml;llte erste Informationen &uuml;ber horrende Kosten, die der junge Generalintendant &ndash; sein franz&ouml;sischer Titel lautet Pr&eacute;sident-Directeur G&eacute;n&eacute;ral &ndash; Matthieu Gallet in nur einem Jahr Amtszeit bereits hinterlassen hat. Weiter Enth&uuml;llungen folgten. Um sein B&uuml;ro renovieren und sein Dienstfahrzeug erst erneuern und dann austauschen zu lassen, verpulverte der erst 38j&auml;hrige und als Karrierist verschriene Gallet allein 230.000 Euro. Zugleich lancierte er ein pharaonisches Bauprojekt mit dem geplanten Umbau des Pariser &bdquo;Radiohauses&ldquo; &ndash; mehrere Hundert Arbeitspl&auml;tze sollen einer gigantomanischen Eingangshalle weichen, weshalb Hunderte von B&uuml;ros extern angemietet werden m&uuml;ssten. Im selben Atemzug k&uuml;ndigte er aber auch den Abbau von, wie es damals noch hie&szlig;, &bdquo;200 bis 300&ldquo; MitarbeiterInnenstellen an. Inzwischen wuchs die Zahl sogar noch&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/frankreich\/arbeitskaempfe-frankreich\/seit-25-tagen-streik-bei-radio-france-gegen-geplante-massenentlassungen\/\">Bernard Schmid in LabourNet<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Abh&ouml;r-Gesetz in Frankreich &ndash; Auf dem Weg in die Total&uuml;berwachung<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sischen Geheimdienste sollen die gesamte Kommunikation der B&uuml;rger abh&ouml;ren d&uuml;rfen, wenn die &bdquo;nationale Sicherheit&ldquo; des Landes bedroht ist. Das sieht ein neues Gesetz vor, &uuml;ber das die Nationalversammlung derzeit ber&auml;t.<br>\nDie Abh&ouml;rmethoden des amerikanischen NSA hat die franz&ouml;sische Regierung stets kritisiert. Doch nun liegt der Nationalversammlung seit Montag ein Gesetzentwurf zur Debatte vor, der den franz&ouml;sischen Geheimdiensten eine &auml;hnliche Total&uuml;berwachung der B&uuml;rger erlauben soll. Das neue Geheimdienstgesetz ist unter dem Eindruck der Terroranschl&auml;ge im Januar in Paris von der Regierung unter Premierminister Manuel Valls ausgearbeitet worden. Innenminister Bernard Cazeneuve verteidigt es mit Blick auf den j&uuml;ngsten Hackerangriff auf den frankophonen Fernsehsender TV5 Monde in Paris auch als Schutz vor Cyber-Terroristen. Offiziell soll das Gesetz der Arbeit der Geheimdienste einen rechtlichen Rahmen geben. Die Kontrollm&ouml;glichkeiten der Justiz in Fragen des Datenschutzes werden jedoch reduziert und die Exekutive gest&auml;rkt.<br>\nOhne richterlichen Beschluss, nur auf Anordnung des Premierministers, soll die gesamte Kommunikation von Franzosen k&uuml;nftig von den Geheimdiensten &uuml;berwacht werden d&uuml;rfen &ndash; wenn die Sicherheit der Nation auf dem Spiel steht. Der Begriff &bdquo;nationale Sicherheit&ldquo; ist dabei weit gefasst und betrifft nicht nur die Pr&auml;vention von terroristischen Anschl&auml;gen. Im Gesetzestext ist auch von &bdquo;nationaler Unabh&auml;ngigkeit&ldquo;, &bdquo;&uuml;bergeordneten au&szlig;enpolitischen Interessen&ldquo;, &bdquo;&uuml;bergeordneten industriellen und wissenschaftlichen Interessen Frankreichs&ldquo; sowie von &bdquo;Kriminalit&auml;tspr&auml;vention&ldquo; und &bdquo;Schutz vor kollektiver Gewalt&ldquo; die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/frankreich-debattiert-ueber-scharfes-abhoergesetz-13535751.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Fast kann der Eindruck entstehen als habe die franz&ouml;sische Regierung nur auf einen Anlass gewartet, um so eine &Uuml;berwachung in Gesetzesform bringen zu k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Tausende Tote, 54 Anklagen, elf Verurteilungen <\/strong><br>\nIn den vergangenen zehn Jahren haben amerikanische Polizisten w&auml;hrend ihrer Eins&auml;tze Tausende Menschen erschossen.<br>\nRecherchen der Washington Post zeigen, dass in lediglich 54 F&auml;llen Anklage erhoben wurde, nur elf Beamte wurden verurteilt.<br>\nDrei Viertel der Todessch&uuml;tzen sind Wei&szlig;e, zwei Drittel der Opfer sind Afro-Amerikaner.<br>\nDie Zahlen d&uuml;rften die Debatte &uuml;ber brutal und h&auml;ufig rassistisch handelnde US-Polizisten weiter befeuern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/polizeigewalt-in-den-usa-tausende-tote-anklagen-elf-verurteilungen-1.2432095\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Allein im M&auml;rz starben 36 Afro-Amerikaner aufgrund von Polizeigewalt &ndash; einer alle 21 Stunden.&ldquo; Die Polizei eines vorgeblich demokratischen Landes entpuppt sich mehr und mehr als rassistische Killertruppe, die die B&uuml;rger, welche sie eigentlich sch&uuml;tzen soll, als Feind betrachtet. Das ist absolut ersch&uuml;tternd. Und dieses Land, es sind die USA, oder besser deren politische Repr&auml;sentanten werden nicht m&uuml;de, etwa Russland als Diktatur zu brandmarken. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Charme des Dollars<\/strong><br>\nViele Kubaner verbinden mit der Ann&auml;herung an die USA Hoffnung auf mehr Freiheit. Aber es wird jene Art von Freiheit sein, deren T&uuml;cken ihrem Land bislang erspart geblieben sind. Wer Havanna noch einmal ohne McDonald&rsquo;s sehen will, der sollte sich beeilen.<br>\nF&uuml;r einen Pragmatiker wie Ra&uacute;l Castro gibt es im Grunde gar keine andere Wahl, als mit dem alten Klassenfeind zu paktieren. Kuba hat sich tapfer gewehrt in den vergangenen f&uuml;nf Jahrzehnten, aber es war dabei stets von fremder Hilfe abh&auml;ngig. Zun&auml;chst von der Solidarit&auml;t aus der Sowjetunion, dann vom Erd&ouml;l aus dem chavistischen Venezuela. Die Sowjetunion gibt es schon lange nicht mehr, dem Untergang des Chavismus kann man derzeit live zusehen. Ra&uacute;l Castro ist gut beraten, die Aufnahmebedingungen in einem neuen Freundeskreis auszuloten.<br>\nAuch der Friedensnobelpreistr&auml;ger Barak Obama d&uuml;rfte jenseits seines Vers&ouml;hner-Syndroms ein ganz sachliches Interesse an einer Einigung mit Kuba haben. Lateinamerika war vielleicht einmal der Hinterhof von Washington, im Moment entwickelt es sich eher zum Vorgarten von Moskau und Peking.<br>\nParallel dazu w&auml;chst in all diesen L&auml;ndern der Anti-Amerikanismus. Obama hat den alten Hinterhof lange vernachl&auml;ssigt. Wenn er seinen Einfluss dort nicht vollends verlieren will, muss er endlich gegensteuern. Kuba ist nicht der schlechteste Anfang f&uuml;r eine Charmeoffensive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/annaeherung-usa-kuba-der-charme-des-dollars-1.2431261\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch bei Kuba stellt sich die Frage welche Freiheit wohl gemeint ist? Gerade die Transformation der ehemaligen L&auml;nder des Ostblocks hat gezeigt, dass sich dort extreme soziale Ungleichheit entwickelt hat, die sich immer mehr verfestigt. Das j&uuml;ngste Beispiel ist die Ukraine. Letztendlich hei&szlig;t Freiheit hier, die Freiheit der transnationalen Gro&szlig;konzerne und der Finanzspekulanten &agrave; la Soros sich das Land zur Beute zu machen und die Menschen dort den &bdquo;Reformen&ldquo; des IWF auszuliefern. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&ldquo;Toxic City&rdquo; &ndash; wo der alte Laptop landet<\/strong><br>\nWenn K&uuml;hlschrank oder Computer defekt sind, kaufen wir einfach ein neues Ger&auml;t. Wo wir es erwerben k&ouml;nnen, wissen wir. Doch wohin das alte kommt &ndash; eher weniger. Wom&ouml;glich auf die gr&ouml;&szlig;te M&uuml;llhalde f&uuml;r Elektroschrott in Westafrika.<br>\nAgbobloshie, ein Stadtteil von Ghanas Hauptstadt Accra: Hier befindet sich die gr&ouml;&szlig;te M&uuml;llhalde f&uuml;r Elektroschrott in Westafrika. Das riesige Gel&auml;nde am Rand der &ouml;lig verdreckten, stinkenden Lagune ist bekannt als &ldquo;Toxic City&rdquo;, als einer der giftigsten Orte der Welt. &Uuml;berall brennen alte Elektroger&auml;te: K&uuml;hltruhen, Fernseher, Drucker, Computer. [&hellip;] Seit mehr als zehn Jahren gibt es die M&uuml;llhalde Agbobloshie. Um das Gel&auml;nde herum hat sich eine ganze Stadt von L&auml;den entwickelt, in denen alte Elektroger&auml;te gehandelt werden. 15 bis 20 Prozent davon funktionierten vielleicht, sagt der Umweltaktivist Mike Anane. Der Rest lande bei den Schrotth&auml;ndlern und bei den Kindern, den &ldquo;Scrap boys&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/elektroschrott-107.html\">ARD<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Eines der letzten Interviews mit G&uuml;nter Grass: Denis Scheck mit G&uuml;nter Grass zu &ldquo;Grimms W&ouml;rter&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uge1yFrFJh4\">YouTube<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25720","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25720","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25720"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25720\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28391,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25720\/revisions\/28391"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25720"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25720"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25720"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}